Wie sprachkompetent sind Sie? - Universität Hohenheim

Wie sprachkompetent
sind Sie?
Ein Kurz-Test im Rahmen
des Hohenheimer Adventskalender
Jan Kercher, Dipl.rer.com
Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Hintergrund: C-Test

Der C-Test ist ein anerkanntes Schnellverfahren zur Ermittlung der
Sprachkompetenz. Die Probanden werden hierbei mit
g
schnell
unterschiedlichen Lückentexten konfrontiert, die sie möglichst
ergänzen sollen.

Um die Lücken auszufüllen, ist es nötig, aus dem vorhandenen
sprachlichen Kontext die nicht vorhandenen sprachlichen
Informationen zu erschließen. Die Bewältigung dieser Anforderung fällt
Probanden mit höherer Sprachkompetenz leichter als Probanden mit
geringerer Sprachkompetenz.

Trotz der Einfachheit des Test-Formats erfasst der C-Test auch
unterschiedliche Ebenen der Sprachkompetenz: „A C-test measures
the ability to apply and integrate contextual,
contextual semantic,
semantic syntactic,
syntactic
morphological, lexical and orthographic information and knowledge
pertaining to a particular written language“ (Hastings 2002a: 66).
Zur Entwicklung und Bewertung der Methode des C-Tests vgl. Faust 1985; Grotjahn
1987, 1992, 1994, 1996, 2002; Harsch/Schröder 2007, Hastings 2002a, 2002b, KleinBraley/Raatz 1985; Raatz/Klein-Braley 1982, 1983.
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Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Lückentext 1: Grillsaison
Die Grillsaison ist bei den meisten Menschen eine sehr beliebte Zeit. Fast
al______ Deutschen gri______ 2-3 M_ pro Ja______. Die Grill______
beginnt unge______
unge
im Apr
Apr______ und end
end______ im bes______Fall
bes
Fall
i______ September. D______ Grillsaison beg______ meist ab______ schon
zuv______ in d______ Köpfen. M______ freut si______ schon Mon______
gemüt______ Beisammensein. Kommt dann das erste
vorher a______ das g
warme Wochenende nach dem Winter, sind viele begierig, den Grill
anzuschmeißen.
Die Grillsaison
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den meisten
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Menschen
h eine
i sehr
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beliebte
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Zeit.
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Fastt
alle Deutschen grillen 2-3 Mal pro Jahr. Die Grillsaison beginnt ungefähr
im April und endet im besten Fall im September. Die Grillsaison beginnt
meist aber schon zuvor
or in den Köpfen
Köpfen. Man fre
freutt sich schon Monate
vorher auf das gemütliche Beisammensein. Kommt dann das erste warme
Wochenende nach dem Winter, sind viele begierig, den Grill
anzuschmeißen.
anzuschmeißen
Jan Kercher, Dipl.rer.com
Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Lückentext 2: Nachschkatzen
Nur zu gern wollen Naschkatzen an die scheinbar heilende Wirkung der
Schokolade glauben. Mal e ______ Stück h______ um d______ Stress
be______ zu er______, mal e ______ Riegel d______, um d______
Stimmung z______ heben. Sch______ hellt d______ Stimmung a______
nur d______ auf, w______ man s______ aus pu______ Genuss i______.
Als Heil______ ist Sch______ deshalb ab______ unbrauchbar. Aber im
Grunde zählt in diesem Fall nur das eigene Empfinden.
Nur zu gern wollen Naschkatzen an die scheinbar heilende Wirkung der
Schokolade glauben. Mal ein Stück hier, um den Stress besser zu
ertragen, mal ein Riegel da, um die Stimmung zu heben. Schokolade hellt
di Stimmung
die
Sti
aber
b nur d
dann auf,
f wenn man sie
i aus purem G
Genuss iisst.
t
Als Heilmittel ist Schokolade deshalb absolut unbrauchbar. Aber im
Grunde zählt in diesem Fall nur das eigene Empfinden.
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Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Lückentext 3: Eichenbaum
Ein Eichenbaum wird circa 20 Meter hoch. Der S______ ist r______ und
h______ am u______ Teil m______ keine Ä______. Das i______ Frühjahr
g______ gefärbte L______ verfärbt s______ im H______ braun u______
fällt d______ ab. Die F______ einer E______ heißen E______. Sie s______
bis z______ drei Z______ groß u______ oval. Sie wachsen am Baum aus
kleinen Schälchen, mit denen man sehr gut pfeifen kann.
Ein Eichenbaum wird etwa 20 Meter hoch
hoch. Der Stamm ist rissig und hat
am unteren Teil meist keine Äste. Das im Frühjahr grün gefärbte
Laub verfärbt sich im Herbst braun und fällt dann ab. Die Früchte einer Eiche
heißen Eicheln.
Eicheln Sie sind bis zu drei Zentimeter groß und oval
oval. Sie wachsen
am Baum aus kleinen Schälchen, mit denen man sehr gut pfeifen kann.
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Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Auswertung

Pro richtig ausgefüllter Lücke erhalten die Probanden einen Punkt. Da in
jedem Text 20 Lücken ausgefüllt werden konnten, ergibt sich somit eine
maximale Punktzahl von 60 Punkten. Im Durchschnitt erreichten die
Teilnehmer einen Wert von 46
46,6
6 Punkten
Punkten.

Insgesamt nahmen 126 Personen am Test teil. Die deutliche Mehrheit
dieser TeilnehmerInnen waren Frauen (100 Personen). Der jüngste
Teilnehmer war 15 Jahre alt.,
alt die älteste Teilnehmerin 60 Jahre alt
alt.

Die meisten TeilnehmerInnen gaben als höchsten Bildungsabschluss
Abitur an (56 Personen). Einen Bachelor-Abschluss gaben 21 Personen
an einen Master-Abschluss 30 Personen
an,
Personen. Immerhin sechs
TeilnehmerInnen waren auch promoviert. Die übrigen TeilnehmerInnen
hatten kein Abitur.

Die deutliche Mehrheit der TeilnehmerInnen stellten Studiernede dar (67
Personen). Darüber hinaus nahmen 23 Verwaltungsangestellte der der
Uni, 11 wissenschaftliche MitarbeiterInnen, zwei Professoren sowie 18
externe und sonstige TeilnehmerInnen teil.
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Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Ergebnisse nach Altersgruppen
60
50
46,6
47 6
47,6
Unter 30 Jahre
30 Jahre und älter
40
30
20
10
0
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Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Ergebnisse nach Geschlecht
60
47 9
47,9
50
41,6
40
30
20
10
0
Männer
Frauen
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Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Ergebnisse nach Bildungsgruppen
60
50
47 0
47,0
48 0
48,0
49,5
42,5
40,2
40
30
20
10
0
kein Abitur
Abitur
Bachelor-Abschluss Master-Abschluss
Promotion
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Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Ergebnisse nach Statusgruppen
60,0
50 0
50,0
47 5
47,5
48 2
48,2
48 1
48,1
42,9
40,0
30,0
26,0
20,0
10 0
10,0
0,0
Studierende
wiss. Mitarbeiter/innen Verwaltungsangestellte
Professoren
Sonstige & Externe
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Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Ergebnisse nach Statusgruppen
60
50
47,4
47 4
40
29,5
30
20
10
0
Muttersprache Deutsch
andere Muttersprache
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Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Ansprechpartner
Jan Kercher
Universität Hohenheim
Kommunikationswissenschaft
Fruwirthstraße 46
70599 Stuttgart
Tel. 0711 / 459-22287
[email protected]
http://komm.uni-hohenheim.de
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Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Literatur zum C-Test (1/3)
Faust, Berthold (1985): Der C-Test: Testtheoretische Überlegungen und
Analysen zu einem neuen Testverfahren. Heidelberg: Julius Groos.
Grotjahn, Rüdiger (1987): How to Construct and Evaluate a C-Test: A
Discussion of Some Problems and Some Statistical Analyses. In:
j
, Rüdiger
g / Klein-Braley,
y, Christine / Stevenson,, Douglas
g
K.
Grotjahn,
(Hrsg.): Taking Their Measur: The Validity and Validation of Language
Tests. Bochum: Brockmeyer, S. 219-253.
Grotjahn, Rüdiger (Hrsg
Grotjahn
(Hrsg.)) (1992): Der C-Test:
C Test: Theoretische Grundlagen
und praktische Anwendungen (Band 1). Bochum: AKS.
Grotjahn, Rüdiger (Hrsg.) (1994): Der C-Test: Theoretische Grundlagen
und praktische Anwendungen (Band 2)
2). Bochum: AKS
AKS.
Grotjahn, Rüdiger (Hrsg.) (1996): Der C-Test: Theoretische Grundlagen
und praktische Anwendungen (Band 3). Bochum: AKS.
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Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Literatur zum C-Test (2/3)
Grotjahn, Rüdiger (Hrsg.) (2002): Der C-Test: Theoretische Grundlagen
und praktische Anwendungen (Band 4). Bochum: AKS.
Harsch, Claudia / Schröder, Konrad (2007): Textrekonstuktion: C-Test. In:
Beck, Bärbel / Klieme, Eckhard (Hrsg.): Sprachliche Kompetenzen:
p und Messung.
g Weinheim/Basel: Beltz,, S. 212-225.
Konzepte
Hastings, Ashley J. (2002a): Error analysis of an English C-test: Evidence
for Integrated Processing. In: Grotjahn, Rüdiger (Hrsg.): Der C-Test:
Theoretische Grundlagen und praktische Anwendungen (Band 4)
4).
Bochum: AKS, S. 53-66.
Hastings, Ashley J. (2002b): In defense of C-testing. In: Grotjahn, Rüdiger
(Hrsg ): Der C-Test: Theoretische Grundlagen und praktische
(Hrsg.):
Anwendungen (Band 4). Bochum: AKS, S. 11-25.
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Test: Wie sprachkompetent sind Sie?
Literatur zum C-Test (3/3)
Klein-Braley, Christine / Raatz, Ulrich. (Hrsg.) (1985): Fremdsprachen und
Hochschule 13/14: Thematischer Teil: C-Tests in der Praxis. Bochum:
AKS.
Raatz, Ulrich / Klein-Braley, Christine (1982): The C-Test – A Modification
of the Cloze Procedure. In: Culhane,, Terryy / Klein-Braley,
y, Christine /
Stevenson, Douglas K. (Hrsg.): Practice and Problems in Language
Testing (Vol. 4). Colchester: University of Essex, Dept. of Language
and Linguistics, S. 113-138.
Raatz, Ulrich / Klein-Braley, Christine (1983): Ein neuer Ansatz zur
Messung der Sprachleistung. Der C-Test: Theorie und Praxis. In: Horn,
g
p, Karlheinz / Jäger,
g , Reinhold S. (Hrsg.)
(
g ) (1983):
(
) Tests
Ralf / Ingenkamp,
und Trends. Jahrbuch der Pädagogischen Diagnostik (Bd. 3).
Weinheim/Basel: Beltz, S. 107-138.
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