Deutsches Ärzteblatt 1977: A-264

Spektrum der Woche
Aufsätze - Notizen
PERSONALIA
Friedrich Völlinger t
Dr. Friedrich Völlinger
der kassenärztlichen Versorgung
der Bevölkerung erworben hat. In
seiner Eigenschaft als Vorsitzender
der Kassenärztlichen Vereinigung
Bayern, Mitglied des Vorstandes der
Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Bayerischen Landesärztekammer stellte er sich neben
seiner Praxis, die Mittelpunkt seines
ärztlichen Wirkens blieb, schon früh
zur Mitarbeit beim Aufbau der ärztlichen Selbstverwaltung, bei der Ausgestaltung der Kassenärztlichen Tätigkeit uhd der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung. Wo immer er seine großen Fähigkeiten in den Dienst des ärztlichen Berufsstandes stellte, hat er
die beruflichen Belange der Ärzteschaft mit allen Kräften gefördert." DÄ
Foto: Archiv
Dr. med. Friedrich Völlinger, langjähriges Mitglied des Vorstandes der
Kassenärztlichen Bundesvereinigung und Ehrenvorsitzender der
Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, ist in der Nacht zum 31. Dezember 1976 kurz vor Vollendung
seines 82. Lebensjahres verstorben.
Friedrich Völlinger, Träger des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Träger des Bayerischen
Verdienstordens, war auf dem Deutschen Ärztetag 1964 in Augsburg mit
der Verleihung der Paracelsus-Medaille geehrt worden. Da es sein
Wunsch war, man möge bei seinem
Ableben von mündlichen und
schriftlichen Nachrufen absehen,
seien hier nur einige Sätze aus jener
Verleihungsurkunde in die Erinnerung gerückt: In der Verleihungsurkunde heißt es:
„Die deutschen Ärzte ehren in Dr.
med. Friedrich Völlinger einen Arzt,
der sich seit Beginn seiner Tätigkeit
als praktischer Arzt sowohl in vorbildlicher Weise um seine Patienten
wie auch um die ärztliche Selbstverwaltung bemühte und sich große
Verdienste um den Wiederaufbau
264 Heft 4 vom 27. Januar 1977
Gewählt
Professor Dr. Dr. Hermann Hoffmann, Chefarzt der Medizinischen
Klinik am Johannes-Hospital in
Dortmund, wurde anläßlich der Jahreshauptversammlung des Verbandes der Leitenden Krankenhausärzte in Düsseldorf, erneut zum Präsidenten dieses Verbandes gewählt.
Vizepräsidenten wurden Dr. Günther
Haenisch, Hamburg, und Dr. Walter
Henschel, Bremen, Beisitzer wurden
Professor Dr. Karl-Heinz Schriefers,
Koblenz, und Dr. Wolter Russell,
Bonn. KJ
Ernst-von-BergmannPlakette verliehen
Dr. med Arthur Petersen, fast zwanzig Jahre Leiter der ärztlichen Fortbildung in Leer, erhielt auf Vorschlag der Ärztekammer Niedersachsen vom Vorstand der Bundesärztekammer in Würdigung seiner
besonderen Verdienste um die ärztliche Fortbildung die Ernst-vonBergmann-Plakette. Der Vorsitzende der Bezirksstelle Aurich übergab
ihm die Auszeichnung anläßlich einer Bezirksstellenversammlung.
Dr. Petersen, der sein Amt als Fortbildungsreferent in diesem Jahr wegen Arbeitsüberlastung niederlegt,
hat in jedem Winter etwa sechs bis
acht Fortbildungsveranstaltungen
arrangiert. Stets gelang es ihm, dafür namhafte Wissenschaftler als
Vortragende zu gewinnen. Daneben
führte er jahrelang sonnabends klinische Visiten für interessierte Ärzte
durch.
Dr. Petersen hat immer wieder versucht, neue Wege für die Gestaltung
der ärztlichen Fortbildung aufzuzeigen. Dabei betonte er stets die Eigenverantwortlichkeit der Ärzte für
ihre Fortbildung. FB/BÄK
Geehrt
Prof. Dr. med. Walter Müller, emeritierter Ordinarius für Pathologie am
Klinikum Essen, wurde von der
Technischen Universität München
mit der Würde eines Ehrendoktors
ausgezeichnet „in Würdigung seiner
Leistungen als Wissenschaftler und
Lehrer unter Betonung seiner außerordentlichen Verdienste um den
Ausbau der Stellung der Pathologie
im Rahmen der klinischen Medizin,
sowie um die ärztliche Ausbildung und wissenschaftliche Fortbil-
dung". TUM
DEUTSCHES ARZTEBLATT
Dr. med. Arthur Petersen
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