Inselsüden - Michael Müller Verlag

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Inselsüden
Im Tal von Femés
Inselsüden
Die Berge von Los Ajaches bilden westlich von Puerto del Carmen eine markante Silhouette und setzen eine scharfe Trennlinie zum Inselzentrum. Südlich davon läuft Lanzarote in der imposanten Rubicón-Ebene nach Playa Blanca aus, dem dritten großen Ferienzentrum Lanzarotes. Wer will, kann dort in
wenigen Minuten auf die große Nachbarinsel Fuerteventura übersetzen.
Der Süden ist die sonnenreichste, aber auch trockenste Region Lanzarotes und nur Inselsüden
dünn besiedelt. Es gibt gerade eine Handvoll Ortschaften. Doch f indet man hier
auch zwei der ganz großen Sehenswürdigkeiten von Lanzarote – Höhepunkte, von
der Natur geschaffen und so spektakulär, dass auch ein César Manrique keine Hand
anlegen musste: die atemberaubend schönen Papagayo-Strände im äußersten Südzipfel der Insel und die faszinierende Landschaft um den smaragdgrünen Lagunensee Charco de los Clicos bei El Golfo an der südlichen Westküste.
Schnell-Überblick
Uga
→ S. 327
Yaiza
→ S. 329
Los Ajaches Femés,
und Las Breñas
→ S. 341
→ S. 335
El Rubicón
→ S. 345
→ S. 338
Playa Blanca
→ S. 345
Papagayo-Strände
→ S. 362
El Golfo
Salinas de Janubio
Inselsüden → Karte S. 327
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ARRECIFE
Puerto del
Carmen
PapagayoStrände
Inselsüden
ĒVerbindungen
Bis auf die Strecke von Arrecife über Yaiza nach Playa Blanca ist das Netz öffentlicher Verkehrsmittel kaum ausgebaut. Wer Tagestouren plant, sollte vorher sorgfältig die Bus-/Schiffsfahrpläne studieren.
Busse Bus 60 fährt Mo–Fr stündlich 7–21
Uhr (Sa/So alle 1–2 Std.) von Arrecife (Busbahnhof und Playa del Reducto) über Tías,
Macher, Uga und Yaiza nach Playa Blanca
und zurück.
Bus 161 fährt Mo–Fr halbstündlich 7.30–22.30
Uhr (Sa/So alle 1–2 Std.) vom Flughafen
über Puerto del Carmen, Puerto Calero
und Yaiza nach Playa Blanca und zurück.
Außerdem fährt Linie 5 Mo–Fr 3 x tägl. von
Arrecife über La Asomada und Conil ins
kleine Örtchen Femés.
El Golfo, La Degollada, Las Breñas und
die Papagayo-Strände werden von Bussen
nicht angefahren.
Schiff Zwischen Playa Blanca (Lanzarote)
und Corralejo (Fuerteventura) pendeln
mehrmals tägl. die Autofähren von „Lineas
Fred. Olsen“ und „Naviera Armas“ (→ Playa
Blanca) sowie das Tragflügelboot Princesa
Ico von „Lineas Maritimas Romero“. Der
Trip nach Fuerteventura ist so problemlos
als Tagesausflug zu machen.
Inselsüden → Karte S. 327
Weiterhin interessant, auch zum Wandern, sind die Los-Ajaches-Berge und die Dörfer Yaiza, Uga und Femés im Inselinneren. Bisher vom Massentourismus verschont,
bestechen die Ortschaften durch Ruhe und Beschaulichkeit. Yaiza ist Ausgangspunkt für eine Tour in die bizarren Feuerberge (→ Inselmitte), in Uga werden die
berühmten Dromedare von Lanzarote gezüchtet und von dem auf einem Bergrücken gelegenen Femés hat man einen herrlichen Panoramablick auf Playa Blanca
und bei klarer Sicht bis hinüber nach Fuerteventura.
326
Inselsüden
ĒEigener Transport
Für Touren im Süden ist ein eigenes Transportmittel unverzichtbar. In Playa Blanca kann man Leihwagen, Mopeds, Motorräder und Mountainbikes mieten. Die
Hauptstraßen sind asphaltiert und in gutem Zustand. Roter Faden bzw. Hauptroute ist die Straßenführung Playa Blanca – Yaiza – Uga – Tías – Puerto del Carmen/
Arrecife (LZ-2). Durch die Rubicón-Ebene zwischen Playa Blanca und Yaiza verläuft
eine komfortable Schnellstraße (Beschilderung: LZ-2 in roten Buchstaben). Parallel
dazu schlängelt sich die schmale alte Straße LZ-701, die gerne von Radfahrern benutzt wird (Beschilderung: C.V. in grünen Buchstaben). Von der LZ-2 zweigt südlich von Yaiza eine gut ausgebaute Straße ins viel besuchte Fischerdorf El Golfo
ab, noch weiter südlich die Straße zu den Salinen von Janubio. Als Alternative zur
LZ-2 kann man die LZ-702 von Playa Blanca in Richtung Femés nehmen und weiter durch die Berge von Los Ajaches entweder über Las Breñas oder über Femés
fahren. Zu den berühmten Papagayo-Stränden führt nur eine holprige Staubpiste.
Leihfahrzeuge werden ausschließlich in
Playa Blanca angeboten. Die Piste zu den
Papagayo-Stränden ist in relativ gutem Zustand, wenn man dort allerdings eine Panne hat, muss man selbst für den Schaden
aufkommen.
Tankstellen gibt es in Playa Blanca und
Yaiza (Richtung Timanfaya).
Fahrrad Die Rubicón-Ebene ist fast völlig
flach und zum Radfahren gut geeignet,
wenn auch etwas eintönig. Die alte Straße
zwischen Playa Blanca und Yaiza wird von
In Uga: Dromedare
auf dem Weg zum Pferch
Motorfahrzeugen etwas weniger befahren
als die Schnellstraße, schöner Blick auf die
Salinen. Hübsch ist auch die Fahrt von Yaiza nach El Golfo mit anschließender Küstenfahrt zu den Salinas de Janubio, unterwegs herrliche Ausblicke und Haltepunkte.
Die Straße zwischen Playa Blanca und Femés besitzt einen seitlichen Fahrradstreifen – mit etwas Kondition eine schöne
Bergtour mit Rast in einem der Lokale von
Femés. Mieten kann man Fahrräder nur in
Playa Blanca.
Wandern Die Papagayo-Strände sind
das populärste Ziel im Süden, allerdings
hat die starke Küstenbebauung der letzten
Jahre den Reiz der Wanderung von Playa
Blanca aus vermindert (→ S. 362). Zwei
schöne Langtouren zu den PapagayoStränden beginnen z. B. in Playa Quemada
oder Femés. Eine nicht übermäßig anstrengende Bergwanderung mit herrlichen
Panoramen ist der Trail von Yaiza nach Femés bzw. umgekehrt. Dabei kann man die
Atalaya de Femés besteigen, mit 608 m der
höchste Berg im Inselsüden.
ĔÜbernachten
Das Touristenzentrum Playa Blanca verfügt über ein umfassendes Zimmer- und
Apartmentangebot, einige schöne Landhotels gibt es in Yaiza und Uga, zwei weitere in El Golfo. In Las Casitas de Femés,
La Degollada und Las Breñas können Ferienhäuser gebucht werden. Einen Zeltplatz
(nur Juni bis Sept.) gibt es an den Papagayo-Stränden. Die Einheimischen zelten
auch wild an der Playa del Janubio.
Uga
Uga
El Golfo
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Montaña Bermeja
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Janubio
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de Papagayo
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Playa Blanca
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430
La
Hoya
Punta de Piedra Alta
Punta del Convento
Rincón del Palo
Punta Gorda
327
Lanzarote Süd
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Fuerteventura
Fuerteventura
2 km
Uga liegt in einer weiten Senke am Südrand des Nationalparks von Timanfaya und bietet mit seinen schlanken Palmen und weißen Würfelhäusern
vor der Silhouette der Feuerberge einen stimmungsvollen Anblick.
Mitten im Ort steht die blendend weiße Kirche Iglesia de San Isidro Labrador. Das Innere ist holzgetäfelt, ansonsten aber völlig schlicht gehalten. Ein Strick führt durch die
Decke, um die Glocke zu läuten. Um die Kirche ist eine hübsche Platzanlage mit weißen Mäuerchen, schwarzen Lapilli und rotem Hibiskus angelegt, 1984 gestaltet vom
bekannten Inselarchitekten Luis Ibáñez, einem engen Freund César Manriques.
In Uga werden die Dromedare gezüchtet, die die Touristen täglich durch die Feuerberge schaukeln (→ S. 204). Etwa zwischen 13.30 und 14 Uhr kann man sie alltäglich dabei beobachten, wie sie in langer Karawane vor der Skyline der Feuerberge zurück in ihre Gehege trotten und in einem extra für sie angelegten Tunnel die
Durchgangsstraße nach Yaiza unterqueren. Direkt an dieser Straße hat auch die bekannte Lachsräucherei von Uga ihren Sitz (→ Shopping). Wenn man dort eine Piste
hineinfährt, erreicht man nach einigen hundert Metern eins der Dromedargehege.
Inselsüden → Karte S. 327
Uga
328
Inselsüden
Den Dromedaren ein Denkmal gesetzt hat der Bildhauer Paco Curbelo am ersten
Kreisverkehr vor der Ortseinfahrt – über Kunst lässt sich bekanntlich streiten...
Übernachten La Finca Uga, das ehemalige Warenkontor vom Anfang des 20. Jh.
liegt mitten im Ort. Künstler Alfonso vermietet hier drei Studios für jeweils 2 Pers.
(evtl. mit Kind). Die Wohnungen besitzen
ein Wohnzimmer mit Kochbereich, darüber
eine geräumige Schlafempore sowie ein
Bad mit Dusche. Eine der Wohnungen hat
eine Terrasse zum individuell gestalteten
Garten. Alfonso spricht recht gut Deutsch
und Englisch und ist ein angenehmer Gastgeber. Für 2 Pers. ca. 50–60 €/Tag. Calle Agachadilla 23, ¢ 629-372220, www.fincauga.com.
Essen & Trinken Bodega de Uga, direkt
an der Straße nach Yaiza, trotzdem rasen
die meisten Urlauber achtlos daran vorbei.
Wer stoppt, entdeckt ein wunderschönes,
lauschiges Fleckchen mit Blick in die Berge
hinter Uga. Der Innenraum ist mit dunklem
Holz rustikal und edel gestaltet, der Außenbereich ist ansprechend bepflanzt. Zu diversen Weinen aus Lanzarote und Spanien
kann man herzhafte Tapas kosten – Salami
und Schinkenhappen, Sardellen mit Paprika, Ziegenkäse von Lanzarote, Salate. Die
Preise liegen deutlich im höheren Bereich –
da keine Speisekarte ausliegt, unbedingt
vorher erkundigen. 13–15, 19–24 Uhr, Do geschl. ¢ 928-830147.
Mein Tipp: Casa Gregorio, mitten im
Ort, wenige Meter von der Kirche, eigener
Parkplatz. Das schattig-kühle und mit viel
Holz eingerichtete Einheimischenlokal ist
seit Jahrzehnten unverändert. Die Küche ist
typisch kanarisch, deftig und gut, dazu gibt
es Wein von der eigenen Bodega, die Preise sind für das Gebotene günstig. Extratipp
ist der Besuch am Sonntag, denn nur dann
werden der üppige kanarische Eintopf puchero und der Fischeintopf sancocho zubereitet (ca. 10 €) – eine Reminiszenz an die
Zeiten, als die Lanzaroteños nur einmal in
der Woche Fleisch oder Fisch essen konnten, und ein authentisches Esserlebnis, das
man kaum noch irgendwo auf der Insel bekommt. Und bitte viel Hunger mitbringen,
denn die Portionen sind mächtig. Di geschl.
¢ 928-830108.
Shopping Cerámica Uga, von Norden
kommend die erste Ortseinfahrt nehmen
(Wegweiser La Fina Uga), gegenüber vom
Spielplatz. Hier kann man Mara und Tino
bei der Arbeit an ihren hübschen Stücken
zusehen, die man auf vielen Märkten Lanzarotes kaufen kann. Es hängen auch erklärende Schautafeln und Fotos aus, die den
Bezug zur alten Töpfertradition herstellen.
Calle Agachadilla 17, ¢ 928-830111, http://
ceramica-uga.blogspot.de.
Ahumadería de Uga, Lachsräucherei direkt
an der Durchgangsstraße. Viele Inselrestaurants bieten als Vorspeise „Lachs aus Uga“
an – hier kommt er her. Aber natürlich
stammt der Lachs nicht aus Lanzarote,
sondern die spanischen Besitzer importieren ihn hauptsächlich aus Norwegen. Auch
schottischer und kanadischer Fisch wird
verarbeitet. Ein Kilo kostet ca. 34 €, Mindestabnahme 500 g. Di–Fr 10–13.30 und 16–
18.30, Sa 10–14 Uhr, So/Mo geschl. ¢ 928830132.
Die Kirche von Uga
Finca de Uga, der Käse dieser Finca wurde
bereits als bester kanarischer Käse ausgezeichnet. Zu erwerben ist er im Laden der
derzeit geschlossenen Bodega Stratvs in
Arrecife (→ S. 139). ¢ 928-836841.
 Wanderung 12: Von Uga nach Puerto del CarmenGPS
→ S. 387
Yaiza
Yaiza
329
Parque
ParqueNacional
Nacional
de
deTimanfaya
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nachFemés
Femés
Municipio ca. 14.500, Ort 720 Einwohner
Blendend weiß liegen die Häuser weit verstreut in einer Senke zwischen
niedrigen Hügeln. Überall viel Luft und Licht, gepflegte Gärten, Rabatten
mit roten Geranien, Palmen, im Hintergrund das Panorama der Feuerberge...
Yaiza ist ein ruhiges, traditionelles Örtchen mit Stil und ein wirkliches Schmuckstück – bereits mehrfach wurde ihm die Auszeichnung „schönstes Dorf Spaniens“
verliehen. Dem Zufall oder gar Zahn der Zeit wird hier nichts überlassen: Die
Straßen sind stets sauber, die Tür- und Fensteranstriche im inseltypischen Grün
werden jährlich erneuert, die Wände regelmäßig weiß gekalkt, die öffentlichen Gebäude und Einrichtungen sind großzügig und elegant. Als übergeordneter Gemeindesitz für das expandierende Touristenzentrum Playa Blanca wurde viel Geld in die
Kassen gespült, die Politik ist dabei allerdings ins Zwielicht geraten (→ S. 347).
Inselsüden → Karte S. 327
Degollada
Degollada
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4 Museo Aloe Vera
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330
Inselsüden
Blick auf die Kirche von Yaiza
Yaiza liegt unmittelbar am Rand der schwarzen Lavafelder, die durch die heftigen
Eruptionen der Timanfaya-Berge im 18. Jh. entstanden sind. Es heißt, dass nach
den verheerenden Ausbrüchen nur drei Häuser des Dorfs stehen blieben. Beim
Kreisverkehr am Ortseingang biegt man ab, um mit dem Auto den Nationalpark zu
durchqueren (→ Inselmitte).
ĒBasis-Infos
Anfahrt/Verbindungen
Die stündlich
(Sa/So alle 2 Std.) verkehrenden Buslinien
60 (Arrecife-Playa Blanca und zurück) und
161 (Flughafen-Puerto del Carmen-Playa
Blanca und zurück) halten in Yaiza u. a. am
Supermarkt.
Ein großer Parkplatz liegt oberhalb der Plaza de los Remedios (bei der Kirche einbiegen). Die Tankstelle von Yaiza findet man
am Abzweig vom Zentrum in die Feuerberge (nicht an der Ungehungsstraße). Am
südlichen Ortsausgang trifft man auf die
Schnellstraße nach Playa Blanca.
Feste Fiesta del Nuestra Señora de los
Remedios, das große Kirchenfest in Yaiza
ist eine der größten und schönsten Fiestas
Lanzarotes. Gefeiert wird Anfang September eine gute Woche lang – Theater, Musik, Folklore, Veranstaltungen für Kinder,
Ausstelllungen. Höhepunkt ist der 8. Sept.
mit feierlicher Abendmesse und Prozession
→ Karte S. 329
mit der Marienstatue durch die Straßen von
Yaiza. Die Fiesta endet mit Feuerwerk und
einem großen Sardinenessen bei der Montaña Bermeja an der Westküste (→ El Golfo).
Kunst Galería Yaiza 8, an der Hauptstraße in der Nähe des Ortsausgangs Richtung Playa Blanca. Der verstorbene Maler
„Veno“ (Wildfried Leitz) aus Freiburg hat
1984 diese Galerie in einem 400 Jahre alten
Bauernhaus eröffnet, das er vollständig renovierte. Heute wird die Galerie von Friedel
und Jochen Leitz geführt. Venos Malerei
spiegelt im abstrakten Stil die schroffe Natur Lanzarotes wider, die Farbpalette zeigt
die Farben der Vulkaninsel – gelb, ocker,
rot, braun, schwarz und das allgegenwärtige Blau. Daneben sind auch Werke
junger kanarischer und zugewanderter
Künstler zu sehen, darunter Pedro Tayó aus
dem Nachbarort Uga. Mo–Sa 17–19 Uhr, So
geschl.
Yaiza
Shopping Centro de Artesanía 6, kleines Kunsthandwerkszentrum im ehemaligen Schulhaus von Yaiza (Antigua Escuele
de Yaiza). Mehrere ansprechende Läden,
darunter „Pura Vida“ mit interessanten Naturkosmetikprodukten. Blickpunkt im Patio
ist „La Route des Caravanes“ von Rosi von
der Thuesen mit marokkanischen Accessoires und malerischen Kleidern. Hier befindet
sich auch das Café „La Antigua“ (→ Essen & Trinken).
Museo Aloe Vera 4, mit Verkaufsshop am
südlichen Ortseingang von Yaiza (→ Sehenswertes).
ēÜbernachten
331
Sonstiges Apotheke neben der Bank.
Bank mit Geldautomat an der Hauptstraße in
Richtung Playa Blanca (La Caja de Canarias).
Kinderspielplatz oberhalb der Plaza de los
Remedios neben dem Parkplatz.
Post schräg gegenüber vom Restaurant
„Los Remedios“.
Supermarkt an der Hauptstraße Nähe Ortseingang.
Taxistandplatz hinter der Kirche Nuestra
Señora de los Remedios.
→ Karte S. 329
Yaiza ist bisher vom Massentourismus verschont geblieben, ein idealer Ort zum
Erholen und Wandern (keinerlei Nachtleben), außerdem ein gutes Standquartier
für Ausflüge in die Feuerberge bzw. in den Inselsüden. Es gibt einige stilvolle Hotels im höheren Preissegment und einige schmucke Ferienwohnungen.
****Stratvs Hotel 10, von Puerto del Carmen
kommend unübersehbar am Ortseingang
rechts. Die historische Villa aus dem 18. Jh.
wurde 1996 zum Landhotel „Finca de las Salinas“ umgebaut, nach Besitzerwechsel soll
sie demnächst neu eröffnet werden (www.
stratvshotel.com).
**** Casa de Hilario 2, das hübsche Anwesen liegt etwas zurück von der Straße zu
den Feuerbergen, gleich neben dem Restaurant Bodega Santiago. Es wird ebenfalls
von José Amigo betrieben und erinnert an
den Eremiten Hilario, der hier angeblich Fei-
Historisches Ambiente:
Hotel La Casona de Yaiza
genbaumblätter sammelte, um seine Kameldame zu füttern (→ S. 207). Die sieben
originellen Zimmer sind alle voneinander
verschieden, z. T. gibt es chinesische Malereien, die Bäder sind geräumig. Tipp ist das
Sonnenuntergangszimmer mit herrlichem
Blick bis hinunter nach Playa Blanca. Es
gibt einen kleinen Pool und eine Terrasse
mit Blick, wo man frühstücken kann. DZ/F
ca. 90–160 €. Calle General García Escamez
19, ¢ 928-836262, www.casadehilario.com.
Casa Friedel 5, gepflegtes Ferienhaus für
2–4 Pers., zwei Schlafzimmer, moderner
Komfort, dazu ein separates Apt. mit eigenem Patio. Vermieter ist Herr Jochen Leitz
Inselsüden → Karte S. 327
**** La Casona de Yaiza 13, im östlichen
Ortsbereich, nahe am Beginn des Wanderwegs nach Femés, liegt dieses alte Herrenhaus mit seiner schönen, hölzernen Galerie. Der junge, gut Englisch sprechende
José Amigo aus Barcelona hat es in eine
gepflegte Herberge mit historisierendem
Ambiente umbauen lassen. Die sorgsam
ausgestatteten Zimmer besitzen Sat-TV
und gediegenes Mobiliar, die verspielten
Malereien stammen von einem Maler aus
Barcelona. Im Hof hinter dem Haus liegt
der kleine Pool, die frühere unterirdische
Zisterne wird als Galerie und Aufenthaltsraum genutzt. Das empfehlenswerte Restaurant ist in der ehemaligen Bodega des
Hauses untergebracht, hier speist man
abends romantisch mit Kerzenlicht (Do geschl.), auch das Frühstück ist gut und reichhaltig. DZ/F ca. 90–160 €. Calle El Rincón 11,
¢ 928-836262, www.casonadeyaiza.com.
332
Inselsüden
von der Galería Yaiza gegenüber, freundlicher Service. Haus für 2 Pers. bei einer Woche Aufenthalt ca. 90 €/Tag, Apt. ca. 50 €.
Carretera General Playa Blanca 14, ¢ 928830483, www.lanzarote-ferienhaus.com.
Casa Angelitos 1, in einem Haus am Dorfrand werden drei hübsche Apartments vermietet, Pool im Innenhof. Die Wohnung
Yaiza zieht sich über zwei Etagen und hat
eine Dachterrasse. Je nach Größe ca. 60–
ĒEssen & Trinken
La Era 12, das einst berühmteste Lokal der
Insel, an dessen Gestaltung noch César
Manrique mitgewirkt hat, ist ein fast 300
Jahre altes Landgut und eins der drei Häu-
La Bodega Santiago, Bar Stop und …
90 € für 2 Pers. Zu buchen über verschiedene Anbieter im Internet, z. B. www.fewodirekt.de und www.vivaambiente.de.
B & B Chez Thomas & Laura 11, nettes
Haus mit drei Zimmern in einer ruhigen Seitengasse, freundliche Vermieter, gutes
Frühstück. DZ/F ca. 60–70 €. Calle el Vallito
6G (Buchung über www.airbnb.de oder
www.booking.com).
→ Karte S. 329
ser, die die Timanfaya-Ausbrüche überstanden haben. Schlanke Palmen überragen
den Komplex, dessen niedrige weiße Bauten sich um einen lang gesteckten Patio
gruppieren. Man speist in ruhiger Atmosphäre und malerischem Ambiente in mehreren hübschen, kleinen Speiseräumen.
Serviert wird kanarische Küche, die leider
nicht immer rundum gelobt wird. Tägl. 12–
24 Uhr. Calle Barranco 3, ¢ 928-830016.
La Bodega Santiago 3, ansprechendes
Plätzchen am Ortsausgang in Richtung
Feuerberge. Das historische Haus wurde
rustikal restauriert, davor sitzt man unter einem mächtigen, weit ausladenden Gummibaum. In diesem Haus lebte einst Señor
Santiago, der jahrzehntelang die Bar „Stop“
am Hauptplatz von Yaiza geführt hat. Seine
Kinder richteten nach seinem Tod das Restaurant ein, das mittlerweile von einem Verwandten geführt wird. Serviert wird spanisch-kanarische Küche zu recht gehobenen Preisen, auch hier gibt es leider nicht
nur Lob. Durchgehend geöffnet, Mo geschl. Calle General Garcia Escamez 23,
¢ 928-836204.
El Volcán 7, an der Hauptstraße, vis-à-vis
der Kirche. Großes, traditionelles Lokal mit
viel Holz und Basaltstein, in dem hauptsächlich Reisegruppen einkehren, Qualität
entsprechend. Plaza Nuestra Señora de los
Remedios 4, ¢ 928-830156.
Mein Tipp: Stop 9, nur einige Schritte vom El Volcán entfernt und doch eine
andere Welt. Selten verirren sich Touristen
in die von außen unscheinbare Bar. Die Einrichtung ist minimalistisch und rustikal. Ein
langer Tresen, einfache Holztische und der
obligatorische Fernseher in der Ecke. Hier
trinkt man schon am frühen Morgen sein
Bier oder ein Glas Malvasia und isst dazu
hausgemachte Tapas.
Yaiza
333
… das berühmte La Era
La Antigua 6, nette Snackbar/Café im Patio des Centro de Artesanía (→ Shopping),
freundlich geführt von Martina. Mal die Ta-
pas und den Lachs aus Uga probieren.
Tägl. 10–18 Uhr.
Sehenswertes
Die lang gestreckte, ganz in Weiß gehaltene Plaza de los Remedios wird von Palmen
und Araukarien beschattet und liegt direkt an der Durchgangsstraße.
Casa de la Cultura „Don Benito Pérez Armas“: Das städtische Kulturzentrum liegt
an der unteren Schmalseite der Plaza de los Remedios. Das Anwesen im kanarischandalusischen Stil stammt aus dem 19. Jh. und ist nach dem kanarischen Schriftsteller und Politiker Benito Pérez Armas (1871–1937) benannt, der hier lange lebte.
Bevor es 1987 zum Kulturzentrum umgestaltet wurde, hatte es die Gemeinde als
Schulhaus genutzt. Im Inneren liegt ein großer Patio, von dem man einen behaglichen großen Saal und weitere Räume betreten kann. Dort f inden gelegentlich
Kunstausstellungen statt.
Tägl. 9–14, 17–20 Uhr (jedoch unzuverlässig). Eintritt frei.
Inselsüden → Karte S. 327
Nuestra Señora de los Remedios: Die fast fensterlose Kirche steht an der oberen
Schmalseite der Plaza. 1670–1690 wurde sie durch gemeinsame Spenden der Bevölkerung errichtet, 1997 hat man begonnen, sie umfassend zu renovieren. Rundsäulen aus dem Basalt der Los-Ajaches-Berge tragen das schlichte, zweischiff ige
Gewölbe mit der geschnitzten Holzdecke. Mehrere große Holzaltäre bilden den
einzigen Schmuck, im seitlichen Anbau linker Hand vom Hauptschiff sind zwei Ölgemälde vom Ende des 18. Jh. erhalten, eine „Madonna“ und eine Darstellung von
„Fegefeuer und Paradies“. Auf dem Hauptaltar steht die barocke Statue der Kirchenpatronin, gestiftet von einem dankbaren Lanzaroteño, der von dem Orden der
„Padres de la Merced“ aus der Hand algerischer Piraten befreit worden war. Die
Decke darüber ist mit bunten Malereien und Inschriften bedeckt.