Audi-Flüchtlingshilfe: Berufsschulklasse für junge Frauen in

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Audi-Flüchtlingshilfe: Berufsschulklasse für junge
Frauen in Ingolstadt erfolgreich gestartet
 22 Schülerinnen aus mehr als zehn verschiedenen Ländern
 Viele junge Frauen hatten in Heimatländern keinerlei Zugang zu Bildung
 Dr. Ute Röding, Leiterin Standortprojekte: „Leisten Starthilfe für Neuanfang in
Deutschland“
Ingolstadt, 20. Dezember 2016 – Aufbruch in ein neues, selbstständiges Leben:
22 Schülerinnen besuchen seit Mitte September eine Klasse für weibliche Flüchtlinge an der
Berufsschule I in Ingolstadt. Die Schule hatte das Projekt gemeinsam mit Audi und der
Volkshochschule Ingolstadt ins Leben gerufen, um den teils traumatisierten jungen Frauen in
einer geschützten Umgebung Starthilfe für ihr Leben in Deutschland zu geben.
Die Schülerinnen stammen aus mehr als zehn verschiedenen Ländern, unter anderem aus
Eritrea, Syrien und Afghanistan. Und so unterschiedlich wie ihre Herkunftsländer sind, ist auch
ihre Vorbildung: Manche sind bereits mehrere Jahre in der Region und schon auf einem
fortgeschrittenen deutschen Sprachniveau, andere dürfen zum ersten Mal in ihrem Leben
überhaupt eine Schule besuchen und lernen in der Klasse Lesen und Schreiben. Für alle
Schülerinnen neu sind erste Einblicke in die Berufswelt in Deutschland. So stehen zum Beispiel
Friseurunterricht oder Hauswirtschaft auf dem Stundenplan.
„Die Solidarität und Hilfsbereitschaft unter den jungen Frauen ist riesig“, berichtet Lehrerin
Simone Ming. „Viele erzählen mir, dass sie vorher nie eine Freundin hatten – und nun erhalten
sie Unterstützung von einer ganzen Klasse.“ Beeindruckt sind alle Beteiligten auch vom großen
Engagement und dem Fleiß der Frauen: Viele nehmen lange Anfahrts- und Fußwege in die
Schule auf sich und müssen die Betreuung ihrer Kinder während des Unterrichts organisieren.
Dennoch halten sich die Fehlzeiten der Schülerinnen in Grenzen. „Ich bin sehr dankbar für die
Chance, hier in die Schule zu gehen“, erzählt die 23-jährige Smret aus Eritrea. „Ich möchte
Deutsch lernen und dann eine Ausbildung machen, zum Beispiel zur Friseurin.“ Auch die
Lehrerinnen und Lehrer lernen bei dem Projekt dazu: Ihre Erfahrungen mit der Klasse sind
mittlerweile Grundlage einer schulinternen Fortbildung zum Umgang mit geflüchteten jungen
Menschen.
Die Frauenklasse ist die zweite Berufsschulklasse für Flüchtlinge, die Audi in Ingolstadt
unterstützt. Die Schülerinnen und Schüler der anderen Klasse bereiten sich seit Anfang 2016 auf
ihren Hauptschulabschluss vor. Einer der besten Schüler hat bereits einen Ausbildungsplatz als
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Spengler in Ingolstadt gefunden und besucht nun eine Regelklasse. Einige andere Schüler
wiederum haben sich entschieden, einfache Jobs in der Region anzunehmen. „Grundsätzlich
wollen wir den Schülern vermitteln, wie wichtig eine Ausbildung für eine langfristige Perspektive
in Deutschland ist“, sagt Dr. Ute Röding, Leiterin Standortprojekte der AUDI AG. „Aber viele
junge Flüchtlinge möchten möglichst schnell eigenes Geld verdienen, um ihren Familien zu
helfen. In jedem Fall wollen wir diese jungen Menschen bei ihrem Neuanfang in Deutschland
unterstützen.“
Gabriel Engert, Referent für Kultur, Schule und Jugend der Stadt Ingolstadt, betont: „Der Stadt
Ingolstadt ist es ein großes Anliegen, den geflüchteten Menschen durch Bildungsangebote den
Weg in unsere Gesellschaft zu ebnen und ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie mittelfristig ohne
fremde Hilfe leben können. Die Kooperation zwischen den Berufsschulen, der Volkshochschule
und der AUDI AG gehört zu den ganz gelungenen Beispielen von konstruktiver Netzwerkarbeit.“
Das Unternehmen fördert die beiden Berufsschulklassen in Ingolstadt im Rahmen der
Audi-Flüchtlingshilfe. Im September 2015 hatte Audi eine Million Euro für Hilfsprojekte an den
Produktionsstandorten Ingolstadt, Neckarsulm, Brüssel und Győr zur Verfügung gestellt.
Anfangs stand Soforthilfe für die Menschen, die damals in großer Zahl nach Europa kamen, im
Mittelpunkt. Mittlerweile liegt der Fokus der geförderten Hilfsprojekte vor allem auf den
Themen Spracherwerb, berufliche Qualifikation und kulturelle Integration, um den Geflüchteten
in Deutschland neue Perspektiven zu eröffnen.
– Ende –
Der Audi-Konzern mit seinen Marken Audi, Ducati und Lamborghini ist einer der erfolgreichsten Hersteller
von Automobilen und Motorrädern im Premiumsegment. Er ist weltweit in mehr als 100 Märkten präsent
und produziert an 16 Standorten in zwölf Ländern. 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter
anderem die Audi Sport GmbH (Neckarsulm), die Automobili Lamborghini S.p.A. (Sant’Agata Bolognese/
Italien) und die Ducati Motor Holding S.p.A. (Bologna/Italien).
2015 hat der Audi-Konzern rund 1,8 Millionen Automobile der Marke Audi sowie 3.245 Sportwagen der
Marke Lamborghini und rund 54.800 Motorräder der Marke Ducati an Kunden ausgeliefert. Im
Geschäftsjahr 2015 hat die AUDI AG bei einem Umsatz von € 58,4 Mrd. ein Operatives Ergebnis von
€ 4,8 Mrd. erzielt. Zur Zeit arbeiten weltweit rund 85.000 Menschen für das Unternehmen, davon
rund 60.000 in Deutschland. Audi fokussiert auf neue Produkte und nachhaltige Technologien für die
Zukunft der Mobilität.
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