Pfarrbrief Dezember 2016

Q
Pfarrverband
M
St. Quirin
Pfarrbrief
St. Michael
2. Jahrgang
Geheimnis
Dezember 2016
Familiengeschichte
Wegzeichen
Fremde beherbergen
Terminkalender
Umfrage
Umbau
Gemeindeleben
Ausgabe 4/2016
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Inhalt
Editorial03
Das entscheidende Geheimnis04
Geheimnis06
Umfrage – Brauchen wir Geheimnisse?
08
Zum Beispiel XY – Familie Fischbeck
10
Kein Hochzeitstext – Gedanken zum Buch Rut
12
Christliche Zeichen in Aubing und Lochhausen
14
Die Fremden beherbergen15
Das Pfarrheim als Gästehaus16
Die 95 Thesen17
Pfarrzentrumsrenovierung19
Der Kleine Quirin – Die Reformation
21
Heilige – Vinzenz Pallottio23
Sternsingeraktion26
Weltgebetstag27
Vermischtes28
Termine und Veranstaltungen30
Bilder aus dem Gemeindeleben36
Gottesdienste in der Weihnachtszeit
40
2
Impressum
Redaktion: Dr. Klaus Bichlmayer (kb), Max Geierhos (mg), Klaus Götz (kg), Regina
Jooß (rj), Beate Kleiner (bk), Edith Matyschik (em), P. Abraham Nedumthakidy (an),
Dr. Heidemarie Seitz (hs), Dr. Josef Weiß-Cemus (jw)
Herausgeber: Pfarrverbandsrat St. Quirin-St. Michael, Ubostraße 5,
81245 München
V. i. S. d. P.: Dr. Klaus Bichlmayer, Walter-Schnackenberg-Weg 11,
81245 München, Tel. 863 47 47
Druck: Geiselberger Altötting; Auflage: 5600
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: 13. März 2017
Der Pfarrbrief erscheint auch im Internet:
www.quirin-aubing.de | www.michael-lochhausen.de
Seelsorgeteam für St. Quirin und St. Michael
P. Abraham Nedumthakidy, Pfarradministrator
P. Bright Jacob, Kaplan
Gerhard Liebl, Gemeindereferent
Pfarrbüro St. Quirin
Pfarrbüro St. Michael Tel. 89 13 66 910
Tel. 89 13 66 940
Tel. 89 13 66 950
Tel. 89 13 66 910
Tel. 89 13 63 0
Editorial
I
n unserer heutigen Pfarrbriefausgabe sind
wir u. a. dem Geheimnis auf der Spur. Unter
dem Wort Geheimnis kann man sich natürlich
vieles vorstellen. Etwa, wenn wir etwas anvertraut bekommen, das wir nicht weitererzählen
dürfen, oder wenn wir als Kind etwas angestellt haben, das wir lieber für uns behalten
wollen. Hatten wir als Kind nicht alle tolle Geheimnisse: Unser geheimer Gang, unsere versteckte Höhle, unser Schatz, den wir an einem
geheimen Ort vergraben hatten. Man könnte
sicherlich noch viele weitere Beispiele aufzählen. Doch wie ist es heute? Gerade im Zeitalter von WhatsApp und Facebook o. ä. Haben
wir auch als Erwachsener noch Geheimnisse?
Brauchen wir Geheimnisse? Hierzu haben wir
eine Umfrage durchgeführt, die Interessantes
zum Vorschein brachte.
Selbstverständlich ist der Begriff Geheimnis auch noch anders belegt und geht tiefer.
Denken wir z. B. an das Glaubensgeheimnis
(Martin Luther übersetzte das biblische Wort
mysterion mit „Geheimnis“). Hier ist mit Geheimnis sicher nicht gemeint, dass man etwas
bewusst zurückhält, sondern es geht um den
Glauben an etwas Wunderbares, das wir uns
nicht erklären können. In diese Richtung weitergedacht, erzählt uns Klaus Bichlmayer etwas
über das Geheimnis des Menschwerdens und
den Sinn, Geheimnisse zu wahren.
Fremde beherbergen lautet ein Werk der
Barmherzigkeit, das uns Regina Jooß in diesem
Pfarrbrief näherbringt. Ein Thema, das im
Moment aktueller ist denn je, wenn wir an die
Flüchtlingssituation denken.
Apropos aktuell, passend zum Lutherjahr
hat sich Edith Matyschik mit den 95 Thesen
Luthers beschäftigt und stellt uns hierzu ein
Extrakt vor. Und um gleich bei Luther zu bleiben, geht es in unserer Reihe „Der kleine Quirin“ um das Thema Reformation.
Über einen anderen Mann, der damals (Anfang/Mitte 19. Jahrhundert) ebenfalls etwas
gegen eingefahrene Strukturen der Kirche seiner Zeit hatte, berichtet uns Klaus Götz. Es
geht um Vinzenz Pallotti, der 1963 von Papst
Johannes XXIII. heiliggesprochen wurde.
In unserer Reihe biblischer Familiengeschichten erzählt uns Pfarrerin Kerstin Vocke
aus dem Leben einer bethlehemitischen Familie, um das Jahr 1100 vor Christus. Es handelt
sich um die Geschichte des Mädchens Rut, einer Moabiterin.
Und natürlich berichten wir, wie gewohnt,
aus dem Gemeindeleben in St. Quirin und St.
Michael in Form von Bildern, Veranstaltungshinweisen und Terminen.
Kennen Sie das Ehepaar Fischbeck aus Aubing? Lesen Sie das von Max Geierhos geführte Interview unter der Rubrik „Zum Beispiel
XY“ und erfahren Sie mehr.
Die Reihe „Zeichen am Weg“ setzen wir
in dieser Pfarrbriefausgabe mit zwei weiteren
Entdeckungen in unserer Nachbarschaft fort.
Josef Weiß-Cemus und Klaus Bichlmayer waren für Sie unterwegs. Kennen Sie die Wegkreuze?
Schließlich liefert uns P. Abraham mit der
Impulsseite wieder Anregungen zum Nachdenken.
Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest, und bleiben Sie dem Geheimnis des
Menschwerdens weiter auf der Spur!
Viel Freude beim Lesen.
Ihre Pfarrbriefredaktion
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Liebe Leserinnen und Leser!
3
Impulsseite
Das entscheidende Geheimnis
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
W
4
er beim Online-Anbieter „Amazon“ unter der Rubrik „Bücher“ das Stichwort
„Geheimnis“ eingibt, findet im auf 75 Seiten
begrenzten Angebot, ca. 1200 Buchtitel. Darunter ist spannende Kinder- und Jugendliteratur und selbstverständlich eine Vielzahl von
Krimis. Dazu gehört aber auch eine große Zahl
von Ratgebern, mit deren Hilfe die Geheimnisse der Gesundheit und Psyche des Menschen,
eines glücklichen Lebens, der Kochkünste bekannter und weniger bekannter Köche, von
Naturerscheinungen und geschichtlichen Ereignissen ebenso entschlüsselt werden sollen,
wie die Geheimnisse einer guten Geldanlage,
des perfekten Fotografen oder Hobbygärtners.
Die Liste der „verratenen“ Geheimnisse ließe
sich durchaus noch um einiges verlängern. Es
scheint nichts Lebenswichtiges zu geben, in
dem nicht auch ein Geheimnis verborgen ist.
Das Geheimnis zählt zu den großen kulturellen und gesellschaftlichen Errungenschaften und spielt überall da eine Rolle, wo
Menschen zusammenleben oder zusammenarbeiten – im engen Kreis der Familie genauso wie in kleinen und großen Gesellschaften.
Nähe oder Distanz zum anderen zeigen sich
dabei durch die Bereitschaft, Geheimnisse miteinander zu teilen: Wem vertrauen wir ein Geheimnisse an? Wen lassen wir daran teilhaben?
Wer sich mit dem Begriff des Geheimnisses
beschäftigt, dem werden vermutlich eine Reihe von Geheimnissen einfallen, die in unserem
Leben eine Rolle spielen. Man denke dabei
an das Amts-, Bank- und Briefgeheimnis, das
Steuergeheimnis, den Datenschutz, an Staatsgeheimnisse und das Arztgeheimnis, und nicht
zuletzt an das Beichtgeheimnis.
Allerdings hat sich in den letzten Jahrzehnten
unser Verhältnis zum Geheimnis stark gewandelt. In vielen Bereichen des gesellschaftlichen
Lebens wird zunehmend mehr Transparenz
gefordert. Geheimes soll öffentlich werden,
um so Korruption oder Machtmissbrauch in
unserer Gesellschaft vorzubeugen. Gleichzeitig bedrängen soziale Netzwerke, neue Kommunikationsformen und Überwachung das
Entstehen und Bewahren von persönlichen
Geheimnissen. Es scheint kaum mehr einen
Raum für Persönliches zu geben. Alles wird
sofort in Wort und Bild gepostet, an Freunde
verschickt, die es dann augenblicklich wieder
weiterleiten an neugierige Interessenten, von
denen der ursprüngliche Absender womöglich
gar nichts weiß.
Es gibt Berufe, in denen Menschen explizit mit der Offenlegung oder dem Schutz von
Geheimnissen betraut werden. Es gibt aber
ebenso eine Reihe ganz gewöhnlicher Berufe,
in denen Geheimnisse eine große Rolle spielen.
Dabei werden Menschen Tag für Tag ganz nebenbei zu Mitwissern und Geheimnisträgerinnen, während sie beispielsweise Haare schneiden, Getränke ausschenken oder Taxi fahren.
Warum aber wird gerade in ihrer Gegenwart so
viel Vertrauliches aus Privat- und Berufsleben
ausgetauscht? Liegt es an der räumlichen Situation, an der heimeligen Atmosphäre oder am
Wissen, dass man den Taxifahrer nie wiedersehen wird? Diese kleinen und großen Geheimnisse haben eines gemeinsam: Sie gehen von
Mund zu Ohr, werden nur ausgesprochen und
sind damit – irgendwie – flüchtig. Doch was
macht nun ein Geheimnis wirklich aus?
Wir alle haben unsere kleineren und größeren Geheimnisse, von denen wir nicht möch-
Das Geheimnis, das am meisten in der
Menschheitsgeschichte herausfordert, ist allerdings Gott, der Schöpfer des Lebens. Das
entscheidende Geheimnis der Welt ist ein Geheimnis des Glaubens.
Es ist ein Geheimnis des Glaubens im
christlichen Sinne, dass Gott Mensch wurde.
Es ist ein Geheimnis des Glaubens, dass die
Engel und Hirten das Kind in der Krippe angebetet und verehrt haben. Es ist ein Geheimnis des Glaubens, dass Gott, der Schöpfer und
Erlöser der Welt, den Menschen in einem neugeborenen Kind begegnet. Das ist das große
Wunder von Weihnachten. Und das ist das entscheidende und tiefste Geheimnis Gottes.
Wir finden das Vorbild dafür bei den
schlichten Hirten, die sich ohne Zaudern auf
den Weg machen, nachdem ihnen in einer Vision ein Engel erschienen ist. Was die Hirten
treibt, ist nicht wissenschaftliche Neugier, auch
nicht die Sucht nach Klatsch und Neuigkeiten,
nach allem, was eine Zeitungsmeldung oder
ein Sensationsfoto wert wäre. Was die Hirten treibt, sind Ehrfurcht und Staunen über
das Wunder Gottes: Er ist Mensch geworden.
„Das Geheimnis von Weihnachten besteht
darin, dass wir auf unserer Suche nach dem
Großen und Außerordentlichen auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden.“
(Verfasser unbekannt)
Das Geheimnis unseres Gottes, das Geheimnis der Weihnacht will unser Leben, will
unsere Lebendigkeit. Dafür stehen all die Zeichen des Lebens, die wir in diesen Tagen in unsere Wohnungen, Häuser und Kirchen hereingeholt haben: das Grün der Tannen, das Licht
der Kerzen, Verheißungen von Leben in eine
Zeit hinein, die voller Katastrophenmeldungen
ist. Wer im Geheimnis wohnt, für den strahlt
im Dunkel ein Licht, für den wächst mitten
im Winter aus der Wurzel ein Reis, ein grüner
Zweig. Der hofft trotz aller Hoffnungslosigkeit, der vertraut trotz aller Enttäuschungen,
der glaubt allem Zweifel zum Trotz. Der folgt
einem Stern und traut einem Wort. Der sieht
ein Kind in der Krippe, in einem erbärmlichen
Stall und fällt auf die Knie, um es anzubeten.
Der lässt sich von Pappkulissen unserer Gesellschaft nicht täuschen, der sieht hinter die Kulissen, der fragt nach dem Sinn, der sucht das
Mehr, der findet Gott. Gott kommt zur Welt.
Das ist das Geheimnis von Weihnachten.
Ich wünsche Ihnen Zeit und Ruhe, das entscheidende Geheimnis zu entdecken.
Ihr P. Abraham Nedumthakidy, Pfarrer
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
ten, dass andere sie erfahren. Es handelt sich
dabei um sensible Informationen, für die andere sich vielleicht interessieren, die sie aber nicht
kennen. Unsere ersten Geheimnisse entstehen
in der Familie und helfen uns bei der Abgrenzung von Eltern und Geschwistern. „Das verrat ich dir nicht. Das ist mein Geheimnis.“ Das
sind erste Abgrenzungen eines Kindes gegenüber den Eltern. Geheimnisse gehören zum
Alltag einer jeden Familie: Die Eltern schweigen beharrlich zu manchen Phasen ihrer eigenen Vergangenheit, während der Nachwuchs
den persönlichen Vorrat an Süßigkeiten im
Geheimfach des Schreibtischs versteckt oder
heimlich raucht. Geheimnisse schaffen innerhalb der Familie persönliche Bereiche, in denen Individualität gelebt werden kann. Nach
außen schaffen positive Familiengeheimnisse
eine Identität und fördern den Zusammenhalt
der Familie.
5
Thema
Geheimnis
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
A
6
ls wir in der Redaktion mit Blick auf die
bevorstehende Weihnachtszeit über das
Thema des nächsten Pfarrbriefs diskutierten,
stießen wir unteren anderem auf das Begriffspaar „Geheimnis“ und „geheim“. Wenn etwas
als geheim abgestempelt wird, notwendigerweise oder nur, um es interessanter erscheinen zu lassen, unsere menschliche Neugierde
stimuliert oder unser Argwohn auf den Plan
gerufen. Wir waren uns schnell darüber einig,
dass wir gegenwärtig in einer Zeit leben, die
bisher geheime Dinge mit dem Befreiungsruf „Transparenz muss her!“ ans Licht zerren
möchte. Und je mehr etwa geheime und skandalöse Bankengeschäfte, geheime Absprachen
zwischen Konzernen oder geheime Manipulationen von Untersuchungsergebnissen durch
so genannte „leaks“, also Undichtigkeiten im
jeweiligen Geheimhaltungssystem, bekannt
werden, desto stärker der Drang, ja keinen unentdeckten Flecken übrig zu lassen. Etwas als
geheim zu deklarieren, ist anrüchig geworden.
Unser salopper Umgang mit persönlichen Daten spielt dem Trend in die Karten. Den Griff
nach ihnen kann auch ein Datenschutzgesetz
nur mehr unzureichend verhindern. Das Informationszeitalter fordert seinen Tribut, gläsern
durchsichtig sein zu müssen wie im Nacktscanner am Flughafen, ist heute die Devise. Selbst
etliche Bistümer in Deutschland legen inzwischen bisher unzugängliche Details ihrer finanziellen Situation offen. Geheim gleich verdächtig, so die allgemeine Schlussfolgerung heute.
Also alles offenlegen?
Interessanterweise unterscheidet unsere Sprache zwischen geheim und Geheimnis,
einem Begriff, den Martin Luther zum ers-
ten Mal als Übersetzung von „Mysterium“
gebraucht hat. Auch wenn der Begriff Geheimnis im Bankgeheimnis, Briefgeheimnis,
Steuergeheimnis oder Arztgeheimnis sachlich
noch benützt wird, ist das Geheimnis nicht
nur die Edelvariante von geheim, sozusagen
seine überhöhte Verallgemeinerung. Nach unserer menschlichen Erfahrung schwingen im
Wort Geheimnis vielmehr ganz unterschiedliche Gefühle, Erinnerungen an ganz Persönliches, sorgfältig vor den anderen Verborgenes,
mit. Ein Geheimnis mit sich herumzutragen,
kann stolz machen oder außerordentlich belastend sein. „Das Geheimnis ist eine der größten
geistigen Errungenschaften der Menschheit“,
formulierte der Soziologe Georg Simmel 1906.
Und die amerikanische Psychiaterin Gail Saltz
schreibt: „Geheimnisse geben uns einen sicheren Hafen, der uns die Freiheit erlaubt, herauszufinden, wer wir sind.“
Schon Kinder brauchen für ihre Entwicklung Geheimnisse, um erwachsen zu werden.
Bis zum Alter von etwa vier Jahren gehen
Kinder davon aus, dass andere alles über sie
wissen. Je mehr sie dann lernen, eine gewisse
Kontrolle über die Welt um sie herum auszuüben, z.B. durch Nein-Sagen, wird ihnen klar,
dass sie Dinge über sich selbst wissen, die ihre
Eltern nicht wissen. Damit wird das Geheimnis zu einem wichtigen Baustein ihrer Identität.
Die lebensnotwendige Abgrenzung von anderen kann beginnen, denn Geheimnisse setzen
gegenüber anderen Grenzen und machen unabhängiger.
Die frühen Kinderjahre gleichen also
den unaufgeklärten, dunkleren Epochen der
Weil Geheimnisse so grundlegend für unser Leben sind, spielen sie auch dort, wo wir
Fragen nach unserer Existenz, nach unserem
Ziel oder nach dem letzten Grund unseres
Lebens stellen, eine wichtige Rolle. Ich meine dabei nicht kirchenamtliche Festlegungen,
auch Dogmen genannt, die zu ihrer Zeit zu
Geheimnissen erklärt wurden, um sie unliebsamen Diskussionen zu entziehen. Es geht z.B.
um das „Geheimnis des Glaubens“, das wir in
jeder Messe bekennen, das immer wieder die
Frage aufwirft, wie Christus in dieser konkreten Eucharistiefeier gegenwärtig wird, und sich
doch, jenseits allen Fragens, im Glauben real
vollzieht. Oder es geht um das Geheimnis der
Menschwerdung Gottes, seine „Einfleischung“
in unsere armselige Existenz, ein zu keiner Zeit
ergründbares Geheimnis, dem nur der Glaube,
die vertrauensvolle Annahme mit meiner Person, erfolgloses Rätseln ersparen, aber doch zu
einem Wissen um dieses Geheimnis verhelfen
kann. Eine auf Fakten gegründete Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts hat damit sicher ein Problem, doch wer sagt denn, dass die
Datenwelt schon alles ist. Und genügt es denn
nicht, oder ist es vielleicht intellektuell unredlich, ein solches Geheimnis anzunehmen, und
das in Christus aufleuchtende Beispiel gottgewollten Lebens sich als Orientierung für das
eigene Leben zu eigen zu machen?
Es ist an der Zeit, mit Geheimnissen wieder bewusster umzugehen, sie zuzulassen und
zu bewahren und zu pflegen. Denn „die Moderne ist angetreten, der Welt ihre Geheimnisse zu entreißen. ... [In der Wissengesellschaft]
geraten wir in Konflikt mit uns selbst. Denn
der Mensch an sich ist nicht modern, er ist
in allen Zeitaltern nur: ein Mensch. Und der
ist nicht nur fasziniert von Geheimnissen, er
braucht das Grundrecht auf Geheimnis, um
Mensch zu werden und zu sein. ... Denn eine
Welt ohne Geheimnis wäre der absolute Staat.
Es wäre die Wüste der Langeweile. Es wäre der
augenblickliche Verlust aller Spannkraft. Es
wäre eine Welt ohne Liebe, ohne Eros, ohne
den Zauber der Attraktion. Es wäre Terror. Es
wäre das Wissen als lückenloses Gefängnis.“
(Die Zeit, 13.8.2013)
kb
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Menschheitsgeschichte. Eltern sind zunächst
unsere Könige und Götter. Sie bestimmen, sie
sind, aus kindlicher Sicht, allwissend und zugleich undurchschaubar, „wie Regenten und
Religionen“ (Sven Stillich, Claudia Wüstenhagen, Die Zeit, 8.10.2013). Die Sozialpsychologin Catrin Finkenauer schätzt Geheimnisse
auch als „das Bindemittel, das Vertrauen und
damit eine Basis schafft. Menschen steuern so
den Verlauf der Grenzen, die sie um sich ziehen, und wen sie hineinlassen. Geheimnisse
sind die Währung der Freundschaft.“
7
Umfrage
Brauchen wir Geheimnisse?
I
ch glaube, dass Geheimnisse eine Beziehung zwischen zwei Menschen maßgeblich
beeinflussen. Wenn mir mein Gegenüber ein
Geheimnis anvertraut, so lässt mich dies spüren, dass ich für ihn etwas Besonderes bin. Ich
bin überzeugt, jeder Mensch braucht Geheimnisse, z.B. die Erinnerung an ein Erlebnis, das
man für sich behält, das ist für mich am Ende
des Tages ein Zufluchtspunkt. Überhaupt, sind
nicht die meisten unserer Gedanken ein Geheimnis, das wir mit niemandem teilen wollen/können? Vorstellungen, Ideen, Fantasien,
für die wir uns nicht rechtfertigen müssen, die
uns ganz allein gehören, braucht das nicht jeder Mensch?
Studentin, 19
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
I
8
ch bin der Meinung, dass Geheimnisse nicht
immer unbedingt nötig sind. Meiner Erfahrung nach ist es in der Familie nicht erforderlich, etwas für sich zu behalten. Geheimnisse
sind auch etwas, was einen belasten kann. Ich
rede lieber über meine Probleme. Natürlich
habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass immer alles auf der Zunge zu tragen auch nicht
immer das Richtige ist. Jetzt, da ich älter bin,
denke ich, dass man abwägen muss, ob das,
was ich weiß (Geheimnis), eher nutzt oder jemandem schadet.
Hausfrau und 4-fache Mutter, 45
E
in Leben ohne Geheimnisse kann ich mir
gar nicht vorstellen. Es gibt Geheimnisse
tief in mir drinnen, die gehören nur mir. Diese
brauche ich mit niemandem zu teilen, weil sie
nur für mich eine Bedeutung haben. Ein Anderer oder eine Andere würde vielleicht nicht
verstehen, warum mir gerade dieses Geheimnis
so wichtig ist, und damit seinen Zauber zerstören. Dann gibt es Geheimnisse in mir, die
ich Wünsche oder Träume nennen möchte. Ich
will sie erst einmal mit mir herumtragen, alleine
über sie nachdenken, abwägen, ob ich sie überhaupt verwirklichen möchte, bevor ich sie mit
jemandem teile. Und es gibt Dinge, die ich mit
meinem menschlichen Verstand nicht begreifen kann. „Geheimnis des Glaubens“ sagt der
Priester der Gemeinde in jedem Gottesdienst
zu und wir antworten: „Deinen Tod, o Herr,
verkünden wir und deine Auferstehung preisen
wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“ Auferstehen, für mich ist das etwas, was ich mir nicht
vorstellen kann, was – solange ich lebe – ein
Geheimnis für mich bleibt.
weiblich, 64
D
iese Frage lässt sich für mich nicht eindeutig mit Ja oder Nein beantworten.
Es gibt Geheimnisse, die etwas mit fehlendem
Vertrauen oder bewusstem Hintergehen zu tun
haben und somit negativ belastet sind. Wenn
ich jemandem etwas verheimliche, also ein Geheimnis habe, stimmt etwas in der Beziehung
zu diesem Menschen nicht, sonst könnte ich
es ihm ja auch offen und ehrlich sagen. Andererseits gibt es auch die Geheimnisse z.B. jetzt
in der Vorweihnachtszeit. Ich meine hier z.B.
das Einkaufen von Geschenken für die Kinder
und andere liebe Menschen, geheimnisvolle
Andeutungen dazu, das sorgfältige Verstecken.
Und dann die überraschten Augen der Kinder,
wenn das Gewünschte dann unter dem Weihnachtsbaum liegt und die Frage, wie es da hingekommen ist. Die Adventszeit an sich ist also
schon eine geheimnisvolle Zeit, was sie auch
spannend macht. Solche guten und positiven
B
ankgeheimnis – wird leider teilweise missbraucht, um am Fiskus Gelderträge vorbeizuschleusen.
Berufsgeheimnis – wie für Ärzte und Anwälte. Ist sehr wichtig, damit sich der Mensch
mit seinen Problemen ihnen anvertrauen kann.
Meine Geheimnisse – Jeder Mensch braucht
auch eigene Geheimnisse, welche er auch nicht
seinen Ehepartner, Kindern oder Freunden
mitteilt. Dies ist nach meiner Meinung für die
Entwicklung einer Person notwendig, denn
sonst wäre das Leben vielleicht eintöniger.
Beichtgeheimnis – Hier kann sich der
Mensch über seine begangenen Verfehlungen
erleichtern, wenn ihm danach ist, und es geht
ihm dann, nach einer Aussprache, vermutlich
auch wieder besser.
Geheimnis Gott – Das große Geheimnis ist
für mich Gott. Er ist für uns Menschen so unvorstellbar, er ist barmherzig, gütig. Jesus kam
als Mensch zu uns auf die Erde und wurde ans
Kreuz geschlagen. Dies ist doch alles für uns
schwer begreifbar.
Geheimnis Auferstehung – Die Auferstehung nach dem Tod ist für uns Christen wunderbar und doch unvorstellbar. Doch ich glaube fest an ein Leben nach dem Tod. Kann mir
aber nicht vorstellen, wie dies sein wird.
Rentner, 69
K
lar habe ich Geheimnisse, aber brauche
ich sie wirklich? Für mich gibt es zwei
verschiedene Arten von Geheimnissen: Die einen sind die schönen Geheimnisse, wie zum
Beispiel Liebschaften oder Überraschungen
usw. Diese teile ich mit den wichtigsten Personen in meinem Leben und finde das auch
schön. Die anderen sind wahre Geheimnisse,
die ich mit niemandem teile, außer mit mir
und Gott. Durch diese kann ich erkennen, ob
das Geheimnis eine besondere Bedeutung für
mich hat. Gott hilft mir dabei, die Entscheidung nicht alleine zu fällen, und gibt mir Kraft,
schwierige Fragen für mich zu beantworten. So
finde ich oftmals eine Lösung von den Dingen,
die mich gerade beschäftigen. Deshalb denke
ich, dass Geheimnisse sogar wichtig sind und
einem bei schwierigen Entscheidungen helfen können. Letztendlich bin ich der Meinung,
dass jeder selbst entscheiden muss, ob und welche Geheimnisse er braucht und ob er sie mit
jemandem teilen möchte.
Schülerin, 15
G
eheimnisse sind nicht wegzudenken aus
unserem Alltag. Wir sind umgeben von
den vielfältigsten Formen von Geheimnissen.
Da sind zum einen im öffentlichen Leben die
ärztliche Schweigepflicht, Bank-, Brief- oder
Steuergeheimnis sowie der allgegenwärtige Datenschutz, der meines Erachtens in Teilen groteske Formen annimmt und oft in großem Gegensatz steht zum individuellen Verhalten im
Netz. Daneben stehen die „Geheimnisse“ im
privaten Bereich, die von besonderer Bedeutung für jeden Menschen sind. Die Fähigkeit,
Geheimnisse bewahren zu können, stellt einen
ganz entscheidenden entwicklungspsychologischen Schritt in der Kindheit dar. Das Teilen
von Geheimnissen mit vertrauten Menschen
fördert die persönliche Beziehung und Nähe
und schafft dadurch eine intensive Privatheit.
„Geheimnisse“, die nur einem selbst gehören,
sind Symbol für die Individualität jedes Einzelnen. Natürlich haben Geheimnisse auch ihre
dunkle Seite, wenn Fehlverhalten vertuscht
oder Menschen aus einer Gruppe ausgeschlossen werden. So sehe ich Geheimnisse als elementaren Bestandteil zwischenmenschlicher
Beziehungen, die sowohl trennen, wie auch
verbinden können.
Arzthelferin, 62
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Geheimnisse brauchen wir sicherlich, aber keine, die andere Personen verletzen.
Angestellte, 35
9
Zum Beispiel XY
I
ch denke, jeder Mensch braucht Geheimnisse, damit jeder die Dinge, die nur ihn etwas
angehen, für sich behalten soll. Aber dennoch
soll man die Geheimnisse, die einen belasten,
einer Person erzählen, damit sie einem helfen
kann. Aber ich denke, dass sich jeder selbst
überlegen muss, ob er Geheimnisse haben
möchte oder nicht.
Schülerin, 14
selbstverständlich! Klar! Gerade jetzt
Ja,zuraberWeihnachtszeit
sollen doch die Kinder
das Geheimnis im Sinne von Heimlichkeit erleben dürfen. Sie wissen nicht, welche Geschenke sie bekommen, sie sind neugierig und voller
Vorfreude. Brauche ich als Erwachsener noch
Geheimnisse? Das ist schon schwieriger zu beantworten. Nein, eigentlich nicht. Ich wüsste
nicht warum. Nein.
Sachbearbeiterin Logistik, 45
Familie Fischbeck
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
D
10
ie Zeit ist knapp, und es ist gar nicht so
einfach, Sandra und Christian Fischbeck
zu einem gemeinsamen Gespräch zu treffen.
So vereinbaren wir schließlich einen Termin
am Sonntag, nach der Elf-Uhr-Messe. Es wird,
soviel sei verraten, ein lebhaftes Interview, weil
neben Sandra (42) und Christian (46) auch
Marlene (6) und Matthias (2) sehr aktiv daran
teilnehmen.
Sandra Fischbeck (sf): Ich arbeite in Vollzeit, als
Juristin und Abteilungsleiterin in der Rechtsabteilung
einer Bank. Als Matthias auf die Welt gekommen
ist, haben Christian und ich uns die Elternzeit geteilt.
Und das heißt wirklich: geteilt, also halbe-halbe und
nicht die üblichen zwölf Monate für die Mutter und
zwei Monate für den Vater.
Christian Fischbeck (cf): Spätestens seit dieser Zeit
finde ich, dass es eigentlich viel einfacher ist, in die Arbeit zu gehen, als einen Familienhaushalt zu führen!
Ich arbeite in der Entwicklung und Erprobung von
Computer-Software. Mit 90% habe ich fast eine Vollzeit-Stelle, ich teile mir die 36 Stunden auf vier Tage
auf, so dass ich immer einen Tag in der Woche ganz
frei habe.
sf: So kommt es, dass fast jeden Tag einer von uns
beiden abends länger arbeitet und der andere sich um
die Kinder kümmert. Christian fängt morgens etwas
später an und bringt die beiden in die Kindertagesstätte.
Sandra und Christian sind beide Münchner. Für ihre berufliche und familiäre Situation
ist das ein Glücksfall, denn so sind alle vier
Großeltern nicht zu weit weg. Christians
Eltern leben in Obermenzing, ebenso wie seine beiden älteren Brüder. Es gibt auch schon
„große“ Nichten, und fast immer findet sich
jemand aus der Familie, der einspringen kann,
wenn sie beide gleichzeitig beruflich gebunden
sind.
In Aubing wohnen die beiden seit 2008,
nach Stationen in Moosach und Sendling. Es
war eher Zufall, dass es Aubing geworden ist,
es gab auch andere Optionen. Nun fühlen sie
sich längst sehr wohl in ihrem Haus an der
Kastelburgstraße, und aus dem regelmäßigen Kirchgang am Sonntag haben sich zuerst
Kontakte ergeben, dann schließlich das eigene
Engagement: Sie arbeiten beim Kinderkleidermarkt mit und gehören zum Team der Kleinkinderkirche. Dort werden sie vielleicht eines
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Aufnahme:mg
Tages die Leitung übernehmen, denn es ist
ihnen wichtig, dass es dieses Angebot für die
Kinder und überhaupt für die jungen Familien
gibt.
sf: Eigentlich ist Christian der Kirchgänger von uns
beiden gewesen. Ich bin auch deshalb mitgekommen,
weil ich das Gefühl hatte, dass ihm das wichtig ist. Inzwischen liegt mir selber viel daran, und darum gehen
wir fast jeden Sonntag, normalerweise um elf Uhr.
cf: Ich war früher regelmäßig in St. Willibald. Es
hat aber auch Zeiten gegeben, da war ich nicht recht
einverstanden damit, wie manche Priester den Glauben
verkündet haben – das war mir oft zu düster und trist.
Sandra und Christian kennen sich schon
sehr lange – genau gesagt: seit der Tanzstunde. Die beiden hätten mir diese Information
vielleicht sogar vorenthalten, aber Marlene legt
großen Wert darauf, mir mitzuteilen, dass ihre
Eltern sich „beim Tanzen“ kennengelernt haben. Damals war Sandra grade mal fünfzehn
Jahre alt, oder, wie sie es selbst ausdrückt:
sf: … irgendwann hab‘ ich ihn mein halbes Leben
lang gekannt, und das ist auch schon wieder ganz schön
lange her…
Zum Tanzen geht heutzutage vor allem
Marlene, die mir gerne den Spagat und die
Tanzschritte zeigt, die sie in der Ballettschule
„Kolibri“ schon gelernt hat. Außerdem geht
sie in die Kindersportschule beim ESV Neuaubing, wo sie die verschiedensten Sportarten
mal ausprobieren kann. Und wie sieht
es bei den Eltern aus mit Hobbys?
cf: Am wichtigsten ist für mich der
Sport, vor allem Ausdauersportarten. Ich
fahre gern Rennrad, gehe zum Schwimmen
und laufe Marathon. Früher habe ich fünf
Mal in der Woche trainiert und hatte auf
der Marathonstrecke eine Bestzeit von 3
Stunden und 3 Minuten (Anm. d. Verf.:
Beim München Marathon 2016 hätte
diese Zeit für einen Platz unter den
ersten 200 von insgesamt fast 5000
Läufern gereicht!). Jetzt reicht es nur
noch für zwei Mal in der Woche, und zu allem Überfluss musste ich mich vor ein paar Wochen am Meniskus operieren lassen…
sf: Für Sport habe ich leider zu wenig Zeit. Ich
backe leidenschaftlich gern. Früher habe ich im Advent oft ein paar Tage frei genommen, um so ca. 15
Sorten Plätzchen zu backen. Die müssen dann aber
nicht nur gut schmecken, sondern auch gut aussehen.
Wenn’s nicht so klappt, wie ich mir das vorstelle, dann
kann ich recht unleidlich werden, deshalb backe ich lieber alleine…
Alle miteinander wandern sie gerne, wobei
es Matthias mit seinen zwei Jahren allerdings
schon noch vorzieht, in der Kraxe getragen
zu werden. Tagsüber ist er normalerweise in
der Kindertagesstätte „Infanterix“, in diesem
Jahr noch zusammen mit der großen Schwester Marlene, die sich dort auch gerne um den
kleineren Bruder kümmert. Ein weiteres Hobby von Sandra ist im Hause Fischbeck nicht zu
übersehen: Sie fotografiert mit Begeisterung
und, wie man an den vielen Bildern an den
Wänden rasch erkennen kann, sehr gut. Gerne würde sie mehr Fotobücher gestalten, aber:
die Zeit!
mg
11
Familie
Kein Hochzeitstext
Gedanken zum Buch Rut
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
W
12
o du hingehst, da will auch ich hingehen…“ Da gibt es doch so einen ähnlichen Satz. Den hätten wir gerne für unsere
Hochzeit. So ähnlich sind schon öfter zwei junge Menschen auf mich zugekommen. Dieser
Satz scheint ja wie geschaffen für eine romantisch angehauchte, traditionelle Vorstellung
einer guten Ehe. Und die ist auch irgendwie
modern. Zumindest bei der Gestaltung einer
Hochzeit wird an ihr festgehalten. Nur mit der
Bibel wird es da schwierig.
Zumindest redet in diesem gewünschten
Satz keine Braut zu ihrem Bräutigam, sondern
– die Schwiegertochter zu ihrer Schwiegermutter: „Wo du hingehst, da will auch ich hingehen. Wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein
Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein
Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will
ich auch begraben werden.“ (Rut 1, 16-17)
Was für eine eigenartige Verbindung! Eine,
die Grenzen durchbricht. Ländergrenzen und
Grenzen dessen, was „man“ gewöhnt ist. Dabei steckt erstmal kein Plan dahinter, jedenfalls
kein menschlicher. Es ergibt sich vielmehr so.
Die Israelitin Noomi verlässt mit ihrem Mann zur Zeit einer großen Hungersnot ihr Land Israel und sucht in
Moab Zuflucht. Denn dort gibt es genug
zu essen. Obwohl es nicht nur ein fremdes, sondern auch ein feindliches Land
ist, wird ganz selbstverständlich davon
berichtet. Das Ehepaar bekommt zwei
Söhne, die später Moabiterinnen heiraten.
Aber dann kommt der große Umbruch. Der Mann Noomis stirbt und
auch ihre Söhne sterben. Nun hält Noo-
mi nichts mehr in diesem Land, denn sie hat
dort keine Verwandten, die für sie sorgen
könnten. Als sie ihren Entschluss den Schwiegertöchtern mitteilt, begleiten diese sie bis an
die Grenze. Doch die eine kann von Noomi
überredet werden, wieder umzukehren, weil sie
ihnen nichts mehr zu geben hat. Diese kehrt
zurück ins traditionelle System. Aber die andere, Rut, spricht dort ihren bedeutungsschweren
Satz. Vielleicht ist er auch einfach trotzig. Auf
jeden Fall aus der Not geboren. Besser eine unbekannte Zukunft in einem fremden Land, als
in einer vertrauten, aber trostlosen Vergangenheit zu bleiben.
Ich denke, Rut weiß nicht, auf was sie sich
einlässt, als sie diesen Satz spricht. Und doch
eröffnet dieser Satz neue, ganz andere Lebenschancen. Gerade so, auf diesem unvertrauten
Weg. Dazu gehört, dass diese kleine Erzählung
von Rut an ihren Rändern und im Kern von
Frauen bestimmt wird. Schwiegermutter und
Schwiegertochter gehen einen gemeinsamen
Weg. Und das Spannende: Wer uns auch im-
seine direkte Verwandte. Aber ist ihr kleiner
Trick nicht gerade im Sinne des Gesetzes ihres Gottes, der ein Gott für die Schwachen ist?
Und wenn dann noch die Liebe dazukommt...
Und so spricht Boas den Satz, den schon so
ähnlich Abraham über Sara gesagt hat. „Alles,
was du mir sagst, will ich tun.“ Unter den Flügeln des Gottes Israels ist ein patriarchalisches
Gehabe nicht notwendig. Modern gesprochen
zeigt sich Boas als ein offener, dem Anliegen
der Frauen zugewandter Mann – und bricht
sich damit keinen Zacken aus der Krone.
In diesem Zutrauen der beiden Frauen zu
den Möglichkeiten, die der Gott Israels für
sie bereithält, wächst etwas Neues. Nein, die
Worte der Rut sind keine traditionellen Hochzeitsworte, sondern Worte, die in die Zukunft
weisen. Man könnte auch sagen „adventliche“
Worte. Die Verheißung Gottes an Abraham
wird wieder ein Stück weitergetragen. „Ich will
dich segnen und du sollst ein Segen sein.“ Ein
Segen für alle, die auf der Suche sind nach ihrem Recht und Platz unter uns. Es geht ja nicht
darum, ob wir tolerant sind oder nicht, sondern dass wir miteinander und füreinander den
Platz und das Recht entdecken, das jeder und
jede von uns schon längst vor Gott hat.
In Bethlehem wird Obed, der Sohn Ruts
dann geboren, der Großvater des Königs David, der Vorfahre des Sohnes Davids, dessen
Kommen wir an Weihnachten wieder feiern
und neu erwarten.
Da finden dann alle ihren Platz, auch wenn
sie von sich meinen, dass sie nicht dazugehören, oder wir meinen, dass sie kein Recht dazu
hätten. Haben doch selbst Ochs und Esel Platz
in der Krippe gefunden, obwohl sie in der biblischen Geschichte gar nicht vorkommen.
Denn Gott selbst erzählt sie weiter mit Rut
und uns und denen, die noch kommen werden.
Gott sei Dank!
Kerstin Vocke
Pfarrerin in der Adventskirche
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
mer diese Novelle erzählt hat, entdeckt in dieser Frauengeschichte das zustimmende Ja Gottes, der ihre Sache zu seiner gemacht hat. Und
so wird Ruts Satz im Nachhinein erst verständlich: „Dein Gott ist mein Gott“, als sie diesen
Gott Noomis, den Gott Israels, als einen Gott
für Frauen kennengelernt hat.
Die enge Frauengemeinschaft zwischen
dieser Schwiegermutter und Schwiegertochter
ist etwas Besonderes. Etwas Erzählenswertes.
Mit nichts sind sie angekommen in Israel, genauer in Bethlehem, die eine in ihrer Heimat,
die andere in einem fremden Land. Und doch
entdecken sie nach und nach, wie sie Platz haben „unter den Flügeln des Gottes Israels“. Sie
brauchen Mut und Phantasie, dürfen nicht vor
möglichem Gerede der Menschen sich Angst
machen lassen, dann finden sie ihre Möglichkeiten zu leben. Denn nicht die anderen sind
es, die ihnen Möglichkeiten eröffnen, sondern
die Gesetze, die Gott seinem Volk gegeben hat.
Extra, für Witwen und Waisen, für Arme
und Fremde gibt es die Möglichkeit der Ährennachlese. Also das Sammeln auf dem Feld
nach der Ernte. Noomi schlägt es ihrer Schwiegertochter vor. Und natürlich hat sie auch da
schon ihre Hintergedanken. Denn Boas, der
Feldbesitzer, ist ein entfernter Verwandter, der
mit ein bisschen Nachhilfe nur noch darauf
gestoßen werden muss, was im Gesetz Israels
festgehalten ist. Dass männliche Verwandte
verpflichtet sind, sich der Witwen von verstorbenen Angehörigen anzunehmen. Ein bisschen Nachhilfe ist da freilich nötig, weil wir
Menschen gar so sehr in unseren gewohnten
Geleisen denken. Deswegen schickt Noomi
Rut nochmal aus, um nachts ganz heimlich sich
dem Boas auf seiner Schlafstätte anzunähern.
Also, da knistert es. Und wer die Erzählweise
der Bibel kennt, der hört hier auch erotische
Töne heraus.
Boas lässt sich auf die Umgarnung der Frauen ein. Natürlich ist die Ausländerin Rut nicht
13
Aufnahmen: kb
Wegzeichen
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Feldkreuz der Familie Naßl
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Seinem Vater zum 80. Geburtstag hat Peter Naßl von Aubing das Feldkreuz gewidmet,
das auf dem Feldweg südlich parallel zur Eichenauer Straße zu finden ist. Es wurde am
Karsamstag 2012 von P. Abraham eingeweiht.
Wie viele andere hat auch dieses Feldkreuz seine eigene Geschichte. Der Aubinger Künstler
Stefan Reitsam stieß bei einer Haushaltsauflösung auf einen Korpus Christi, und Peter Naßl
junior verfügte über einen alten Eichenstamm.
So kam man überein, ein Feldkreuz daraus
zu schnitzen und aufzustellen und es gelang
auch, als Grundlage einen 3,5 Tonnen schweren Stein zu finden. Der Marterlspruch lautet:
„Herr behüte fruchtbares Land und Heimaterde als Lohn für Müh‘ und Beschwerde“.
jw
Feldkreuz Schussenrieder Straße
Dieses Kreuz wurde wahrscheinlich ursprünglich von der Landwirts-Familie Naßl,
Lochhausen, errichtet. Der Naßl-Hof befand
sich in der Schussenrieder Straße, direkt gegenüber dem heutigen Pfarrheim von St. Michael.
In den 70er Jahren musste das morsche und
baufällige Kreuz erneuert und der Korpus restauriert werden. Die damalige Katholische Jugend der Pfarrei übernahm diese Aufgabe und
konnte so an dem „neuen Kreuz“ weiterhin
einen Altar zur Fronleichnamsprozession aufstellen und den Vorplatz mit dem traditionellen
Blumenteppich schmücken. Im Jahre 1997 war
es Karl Müller, der das wiederum marode gewordene Holzkreuz erneuerte. Diesmal sollte
es aber ein Kreuz aus Metall werden, mit einem
Strahlenkranz, das er in Eigenarbeit – trotz seiner angeschlagenen Gesundheit – angefertigt
hat. In gemeinsamer Arbeit haben es Fritz Baier, Karl Müller, Helmut Ranftl und Hermann
Schmid auf ein stabiles Fundament gestellt.
Wilhelm Denk
Wegweisung
D
as ist wahrscheinlich eines der bekanntesten Werke der Barmherzigkeit. Fremde beherbergen gehört zu den „ganz konkreten Wohltaten“, die wir Christen vollbringen
sollen, zu den sieben leiblichen Werken der
Barmherzigkeit. Wir denken dabei schnell an
die Rede Jesu über das Weltgericht (Mt 25,35):
„Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu
essen gegeben, ich war fremd und obdachlos,
und ihr habt mich aufgenommen.“
Das ist einfach, meinen wir jetzt vielleicht.
Na klar, wir nehmen Fremde auf und geben ihnen zu essen. Und dabei denken wir vielleicht
gerade an Weihnachten und die Herbergssuche.
Wir haben Bilder vom Krippenspiel im Kopf:
Ein junges Paar auf einem Esel, sie noch dazu
hochschwanger, das nachts an die Tür klopft
und um Obdach bittet. Wir würden diese Leute
doch nicht abweisen wie vor über 2000 Jahren
der Wirt. Aber das ist natürlich ein Klischee –
und wir machen es uns so viel zu einfach. Und
das aus zwei Gründen: Zum einen kann kaum
einer von uns wirklich sagen, was er tun würde, wenn mitten in der Nacht Fremde an seiner
Tür klopfen und um einen Schlafplatz bitten
würden. Das kommt in unserem reichen Land
nicht vor. Und zum anderen würden uns bestimmt etliche Stellen einfallen, die wir anrufen
könnten oder an die wir die Fremden weiterverweisen könnten. Eine Obdachlosenunterkunft, eine Notaufnahme für die schwangere
Frau, das Sozialamt, eine Suppenküche, die
Bahnhofsmission …
Im konkreten Fall wäre dieses Handeln
von uns möglicherweise genau richtig und gut.
Doch dieser konkrete Fall wird so wahrschein-
lich nicht eintreten, das wissen wir. Gerade in
den vergangenen Jahren sind aber Tausende
von „Herbergssuchenden“ zu uns gekommen.
Die vielen Flüchtlinge aus den Kriegs- und
Krisengebieten dieser Welt klopfen ebenfalls
nicht bei uns an die Tür und bitten um einen Schlafplatz. Sie bekommen ein Bett und
etwas zu essen von den Kommunen. Dennoch, glaube ich, sollten wir sie „beherbergen“ im übertragenen Sinn und ihnen unsere
„Türen öffnen“. Viele von uns tun genau das.
Sie gehen offen auf die Neuankömmlinge zu.
Und da sind die vielen Freiwilligen, die sogar Zeit und Energie aufbringen, um ehrenamtlich Deutschkurse zu geben, Kindern bei
den Schularbeiten zu helfen, Hilfesuchende
bei Behördengängen zu begleiten, ihnen Arbeitsplätze zu vermitteln und vieles mehr. Genau das ist doch gemeint mit dem Werk der
Barmherzigkeit „Die Fremden beherbergen“.
Aber mit den „Fremden“ sind sicherlich nicht
nur diejenigen gemeint, die aus anderen Ländern zu uns kommen, sondern alle, die am
Rand unserer Gesellschaft stehen, die eben
keinen (Schlaf-)Platz in unserer Mitte haben.
Das können auch Menschen sein, die „irgendwie anders“ sind, weil sie arm, krank, behindert
sind oder eine andere Hautfarbe haben. Vielleicht sollten wir auch diesen Menschen unsere
Türen (und Herzen) öffnen. Dann hätten wir
alle in unserem Alltag oft die Gelegenheit für
das Werk der Barmherzigkeit „Fremde beherbergen“.
rj
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Die Fremden beherbergen
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Gremien
Das Pfarrheim als Gästehaus
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
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nter diesem Thema trafen sich
38 Teilnehmer, darunter erfreulicherweise neun Vertreter der Pfarrjugend (!), zum Pfarrgemeinderatswochenende in Dillingen.
Eine geistlich-humorvolle Einstimmung führte anhand von biblischen
Beispielen ins Thema ein. Auch in der
Bibel spielen der Gast und der Gastgeber eine große Rolle. Danach wurde
ganz praktisch an Lösungen der Probleme gearbeitet, die bei der Pfarrheimsanierung auf die Gemeinde zukommen.
Immerhin wird das Pfarrheim ab Frühjahr
2018 ein ganzes Jahr lang komplett geschlossen
sein. Deshalb wurden in vier Gruppen mehrere Themenbereiche erarbeitet.
Gesucht wurden Lagermöglichkeiten für
das gesamte Inventar des Pfarrheims und aus
den Kellerräumen sowie nach Räumlichkeiten
für die Treffen der einzelnen Gruppierungen
und die zahlreichen Veranstaltungen.
Dabei
konnten
viele
Probleme gelöst werden. Zwei größere Probleme blieben vorerst noch offen:
Wo können sich die ca. zehn Jugendgruppen
einmal in der Woche treffen? Wo gibt es eine
größere Einlagerungsmöglichkeit? Hier geht
der Appell an alle Pfarrbriefleser: Wer kann
uns Räume zur Verfügung stellen oder vermitteln? Für die Einlagerung von Möbeln und Material wäre z.B. schon die eine oder andere leerstehende Garage oder auch ein Nebengebäude
eine große Hilfe.
Um die noch bestehende Finanzierungslücke zu schließen, überlegte sich eine Gruppe
mögliche Veranstaltungen und Spendensam-
Aufnahme: kb
U
melaktionen, die im kommenden Jahr umgesetzt werden können.
Ein Besuch des Sonntagsgottesdienstes in
der Christophoruskirche, der einfühlsam mit
Behinderten gestaltet wurde, zeigte, wie gut
Inklusion in der Seelsorge gelingen kann. In
einer Schlussrunde wurden noch einige aktuelle Probleme angesprochen, unter anderem der
Nutzungskonflikt zwischen Autofahrern und
Kinder- und Jugendgruppen auf den Freiflächen vor dem Pfarrsaal. Dabei wurde einmal
mehr an die Autofahrer das Anliegen gerichtet,
bevorzugt den Parkplatz an der Ubostraße zu
nutzen. Dabei könnte man einerseits die Unfallgefahr für unsere Kinder und Jugendlichen,
andererseits aber auch das Risiko von Beschädigungen an den Fahrzeugen deutlich verringern!
Als letztes wurde beschlossen, dass es auch
im nächsten Jahr wieder ein Pfarrgemeinderatswochenende mit hoffentlich genauso reger
und freudiger Beteiligung geben soll.
Ursula Geierhos
Ökumene
Die 95 Thesen
as war vermutlich das folgenreichste Thesenpapier der Weltgeschichte. Es führte
nicht nur zur Abspaltung der Evangelischen
Kirchen von der Römischen Kirche, sondern
auch zu einer politischen und gesellschaftlichen Neuordnung der damaligen christlichen
Welt. Das konnte Luther (1483-1546) unmöglich geahnt haben und es war auch ganz sicher
nicht seine Absicht, als er im Herbst 1517 seine
zornigen Thesen über die Auswüchse des Ablasshandels an den Erzbischof von Mainz, Albrecht von Brandenburg, schickte. Dieser war
gleichzeitig auch Erzbischof von Magdeburg,
wo der berüchtigte Ablassverkäufer, der Dominikanerpater Johann Tetzel, sein rücksichtsloses Unwesen trieb. Dabei waren Luther die
Hintergründe des vom Papst gebilligten Ablassverkaufs nicht bekannt, Albrecht von Brandenburg indessen wusste längst Bescheid, denn
er profitierte selbst vom Verkauf des päpstlichen Ablasses. Er brauchte das Geld, um die
Dispens (Ausnahmegenehmigung) wegen seiner Ämterhäufung zu bezahlen. Er antwortete
nicht, sondern leitete sofort ein kirchenrechtliches Verfahren gegen Luther ein. Doch dieser wehrte sich leidenschaftlich und streitlustig.
Und so nahm die Geschichte ihren bekannten
Fortgang.
Die 95 Thesen und wozu sie geführt haben,
sind vielen ein Begriff, dass es um den Ablasshandel geht, auch; doch was steht eigentlich drin? Sie sind nicht leicht zu lesen, auch
nicht in deutscher Übersetzung (die Sprache
der Wissenschaft war damals Latein). Sie richten sich an wissenschaftlich ausgebildete und
diskussionserfahrene Theologen, die mit den
Streitfragen – und Spitzfindigkeiten – der frühen Neuzeit vertraut sind und die damalige
Argumentationsweise beherrschen. Umso erstaunlicher ist es, dass die Thesen vermutlich
noch vor Weihnachten 1517 von dem Nürnberger Kaspar Nützel übersetzt und veröffentlicht wurden. Verbreitet wurde ihre Botschaft
bei Laien und Nichtgelehrten allerdings durch
den deutschsprachigen „Sermon von Ablass
und Gnade“, der 1518 erschien und Luther als
Autor allgemein bekannt machte. Der so überaus anschauliche Anschlag mit Hammer und
Nagel an die Tür der Wittenberger Schlosskirche ist nicht sicher belegt, entspräche allerdings
dem damals üblichen Verfahren, um eine wissenschaftliche Debatte einzuleiten.
Was steht nun drin? Eine vollständige Darstellung würde diesen Rahmen sprengen; einige Beispiele sollen einen Eindruck geben. Wie
er in der Einleitung schreibt, hat Luther die
Thesen „aus Liebe zur Wahrheit und im Verlangen, sie zu erhellen“ verfasst, und zwar „im
Namen unseres Herrn Jesus Christus“. Dabei
wendet er sich zunächst gegen die von der Kirche geschürte Angst vor dem Fegefeuer, die
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
D
17
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
18
durch eine weitverbreitete Lebensangst und
Neigung zum Aberglauben begünstigt wurde.
These [1] Als unser Herr und Meister Jesus Christus sagte: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen“, wollte er,
dass das ganz Leben der Glaubenden Buße sei.
Das heißt, durch einen christlichen Lebenswandel, im Bewusstsein, lebenslang ein Sünder
zu sein, ist Versöhnung mit Gott durch den
Glauben möglich.
[36] Jeder wahrhaft reumütige Christ erlangt vollkommenen Erlass von Strafe und
Schuld, der ihm auch ohne Ablassbriefe zukommt.
Luther lehnt hier Ablässe noch nicht vollständig ab, er erkannte sie für zeitliche Kirchenstrafen noch an, aber er prangert den verbreiteten Missbrauch an.
[5] Der Papst will und kann nicht irgendwelche Strafen erlassen, außer denen, die er
nach dem eigenen oder nach dem Urteil von
Kirchenrechtssätzen auferlegt hat.
[6] Der Papst kann nicht irgendeine Schuld
erlassen; er kann nur erklären und bestätigen,
sie sei von Gott erlassen.
Ablässe wurden auch für bereits Verstorbene, die „armen Seelen“ im Fegefeuer, verkauft.
Das lehnt Luther als nicht der Kirchenlehre
entsprechend ab.
[8] Die kirchenrechtlichen Bußsatzungen
sind allein den Lebenden auferlegt.
[13] Sterbende lösen mit dem Tod alles ein;
indem sie den Gesetzen des Kirchenrechts gestorben sind, sind sie schon deren Rechtsanspruch enthoben.
Die Thesen 42 bis 51, die jeweils mit „Man
muss die Christen lehren“ eingeleitet werden,
gehen über den Rahmen eines Thesenpapiers
hinaus. Es sind Forderungen, die nicht zur Diskussion stehen.
[43] Man muss die Christen lehren: Wer einem Armen gibt oder einem Bedürftigen leiht,
handelt besser, als wenn er Ablässe kauft.
[44] Denn durch ein Werk der Liebe
wächst die Liebe, und der Mensch wird besser.
Aber durch Ablässe wird er nicht besser, sondern nur freier von der Strafe.
[46] Man muss die Christen lehren: Wenn
sie nicht im Überfluss schwimmen, sind sie
verpflichtet, das für ihre Haushaltung Notwendige aufzubewahren und keinesfalls für Ablässe zu vergeuden.
Der traditionellen Lehre nach profitieren
Ablässe von den spirituellen Schätzen der Kirche. Doch Luther widerspricht:
[62] Der wahre Schatz der Kirche ist das
heilige Evangelium der Herrlichkeit und Gnade Gottes.
Mit These [81] leitet Luther eine Reihe
„scharfsinniger Fragen der Laien“ ein, die sich
eigentlich von selbst beantworten, etwa warum
der Papst, dessen Reichtümer gewaltig sind, die
Peterskirche nicht mit eigenem Geld erbaut
[86], oder was der Papst denn jenen noch erlassen möchte, die bereits durch vollkommene
Reue vollkommenen Erlass erhalten haben.
[87].
Die Gläubigen sollen sich vor allem durch
den Erwerb von Ablässen nicht in falscher Sicherheit wiegen.
[94] Man muss die Christen ermutigen,
darauf bedacht zu sein, dass sie ihrem Haupt
Christus durch Leiden, Tod und Hölle nachfolgen.
[95] Und so dürfen sie darauf vertrauen,
eher durch viele Trübsale hindurch in den
Himmel einzugehen als durch die Sicherheit
eines Friedens.
Luther wollte durch die Diskussion dieser
Thesen Missbrauch und Übertreibungen anprangern. Die Autorität des Papstes stellt er
hier noch nicht grundsätzlich infrage. Doch
seine Kritik an seiner Kirche wird bald systematischer und umfassender, bis es nicht mehr
seine Kirche ist.
em
Thesentext: www.ekd/glauben/95_thesen
Renovierung
N
un zeigt sich endlich Licht am Ende des
Tunnels: Ab Frühjahr 2018 darf man
sich auf ein grundlegend renoviertes und umgebautes Pfarrzentrum St. Quirin freuen. Es
wird dann zwar etwa ein weiteres Jahr dauern,
bis der Betrieb wieder aufgenommen werden
kann, doch es kommt jetzt Bewegung in das
große Projekt, das seit mehreren Jahren die
Verantwortlichen der Pfarrei und des Ordinariats der Erzdiözese beschäftigt.
Im Dezember 2015 wurde, wie Kirchenpfleger Gerhard Fleck von St. Quirin beim
Mitarbeiterfest 2016 bekanntgab, der Plan mit
der Kostenschätzung beim Ordinariat eingereicht und fiel dort auf viel „fruchtbaren“ Boden. Denn im Juni 2016 teilte das Ordinariat
mit, dass die voraussichtlichen Gesamtkosten
von 4 581 000 Euro zu 95%, also mit 4 351
000 Euro von der Finanzkammer bezuschusst
werden. Durch diese außergewöhnliche Großzügigkeit der Erzdiözese muss die Pfarrei St.
Quirin „nur“ noch 230 000 Euro aus eigenen
Mitteln aufbringen. Dank über Jahre bereits
gebildeter Rücklagen für die Renovierung und
Modernisierung verbleibt als echte Finanzlücke ein Betrag in der Größenordnung von rund
30 000 Euro, der verteilt auf 2018 und 2019
gesammelt werden muss. Zu diesem Betrag
kommen dann noch die Aufwendungen für
neue Einrichtungsgegenstände, die vom Ordinariat nicht bezahlt werden. Aus finanztechnischer Sicht sollte das ganze Unternehmen für
die Gemeinde St. Quirin also kein Problem
darstellen.
Auf der Jahreskonferenz des Pfarrgemeinderats im Oktober 2016 wurden weitere Modelle entwickelt, die helfen sollen, die noch
notwendigen Eigenmittel „einzuspielen“. Die
sicher noch erweiterbare Liste von Ideen soll
zunächst vom Pfarrgemeinderat terminlich abgestimmt werden.
Die viel größere Herausforderung wird jedoch darin bestehen, den Betrieb des Pfarrzentrums vom Frühjahr 2018 bis Frühjahr 2019 zu
unterbrechen, ohne anschließend feststellen zu
müssen, dass vieles bisher Selbstverständliche
durch die Zwangspause „abgestorben“ ist. Es
geht dabei immerhin um 700 bis 800 Termine
und Veranstaltungen, die während eines Jahres
in den Räumen stattfinden: Von Besprechungen von Pfarreigruppierungen über Sitzungen der Kirchenverwaltung, von regelmäßigen
Proben des Kirchenchors über regelmäßige
Vermietungen an den Männergesangverein
oder Gymnastikgruppen, Seniorentreffen und
Einzelveranstaltungen wie den KinderkleiderMarkt oder den Weihnachtsbazar. Ein wichtiger Punkt wird auch sein, wo während der
Umbauphase die Jugend einen Unterschlupf
finden wird.
Doch St. Quirin wäre nicht St. Quirin, wenn
für diese Ausnahmesituation keine Lösungen
gefunden werden könnten. Es bieten sich bereits Ausweichtermine im Kindergarten, im
Pfarrheim von St. Michael und im Kulturzentrum UBO 9 oder auch mal in privaten Räumen
an. Natürlich muss in den nächsten Monaten
mit allen Beteiligten an einvernehmlichen Lösungen gearbeitet werden. Wie es nach den
ersten Beratungen bei der Planungskonferenz
aussieht, sollte es aber möglich sein, das Gemeindeleben, wenn auch unter erschwerten
Bedingungen, zum großen Teil aufrechtzuerhalten. Flexibilität und gegenseitige Rücksichtnahme sind dafür wesentliche Voraussetzungen.
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Renovierung und Modernisierung
des Pfarrzentrums
19
Aufnahme: kb
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
20
Fast noch schwieriger wird die Unterbringung des reichhaltigen Materialfundus zu bewältigen sein, der sich in den Kellerräumen,
Garagen und diversen Schränken verbirgt. Dabei wird sich die Gelegenheit ergeben, lange
gelagertes, aber nicht mehr benötigtes Material zu entrümpeln. Auf der Planungskonferenz
konnten Teile des Fundus schon Mitarbeitern
zugeordnet werden, die auch bereit wären, vorübergehend Materialien bei sich privat einzulagern. Die strategischen Überlegungen
reichen zurzeit von „Einlagerung bei vielen“
bis zur Suche nach einem „Zentrallager“. Bis
zum Herbst 2017 soll eine umfassende Lösung gefunden werden, da es dann ernst wird
mit Ausmisten und Umräumen. Alle betroffenen Gruppen werden jedoch rechtzeitig in die
Überlegungen einbezogen, niemand soll übergangen werden. Selbst wenn Sie jetzt schon
einen (privaten) Platz zum einstweiligen Einlagern kleinerer Mengen wüssten: Warten Sie
bitte noch ab, der Pfarrgemeinderat und die
Kirchenverwaltung werden sich rechtzeitig in
der Öffentlichkeit melden, wenn absehbar ist,
welches Konzept Sinn macht.
Wie wird das umgebaute Pfarrzentrum
aussehen? Als erstes:
Der Pfarrsaal wird als
solcher erhalten bleiben, obwohl die Erzdiözese zunächst für eine
erhebliche Verkleinerung plädiert hatte.
Doch der Bühnenbereich wird neu gestaltet werden, der Zugang wird künftig auch
durch mehrere Türen
an der linken Wandseite möglich sein. Auf
der Westseite, zum
Giglweg hin, kann man
an Sommertagen in Zukunft auf einer Terrasse
sitzen. Für einen lange schon beklagten Mangel, die Küchensituation, wird eine komplett
neue Lösung gefunden. Aus Brandschutzgründen müssen die Jugendräume, derzeit noch im
Keller, in das Erdgeschoß verlegt werden, wodurch unser Gemeindereferent Gerhard Liebl
in der Nähe des heutigen Pfarrbüros einen
neuen Arbeitsplatz bekommen wird. Auch die
Räume des Pfarrbüros werden modernisiert
werden. Eine wichtige Veränderung wird allen Besuchern und Nutzern des Pfarrzentrums
auffallen und ein Umdenken erfordern: Künftig wird man das Gebäude über einen neuen
Haupteingang an der Nordseite, gegenüber der
Kirche betreten. Die Parkplätze werden verringert und teilweise auch in Richtung Kindergarten verlegt werden.
Freuen wir uns auf ein modernisiertes
Pfarrzentrum, der Weg dahin wird uns allen
noch einiges abverlangen.
kb
Im Bild oben das Modell des veränderten Pfarrzentrums von der Kirche aus gesehen.
Der kleine Quirin
Die Reformation
R
Bereits vor Luther (1483-1546) gab es
kirchliche Reformbewegungen, getragen zum
Beispiel von den Mystikern oder den Humanisten, die seit dem 14. Jahrhundert sich um
eine Wiederbelebung der antiken Gelehrsamkeit bemühten und verlangten, dass man die
überlieferten Texte im Original studieren solle.
Sie hatten großen Einfluss auf die Reformatoren. Der englische Pfarrer John Wyclif (um
1330-1384) kritisierte offen die Missstände im
Klerus und lehnte den Heiligen- und Reliquienkult, den Zölibat und die Transsubstantiationslehre ab. Auf ihn berief sich Jan Hus (um
1370-1415), Theologieprofessor in Prag, der
den Papst nicht als höchste Autorität in Glaubensdingen anerkannte und eine grundlegende
Reform der Kirche auf der Grundlage der Bibel forderte. Seine Kritik an Habsucht und ausschweifender Lebensweise des Klerus machte
ihn sehr populär. Er lehrte Kirche als eine hierarchiefreie Gemeinschaft, die nur Christus
zum Herrn hat. Hus weigerte sich auf dem
Konzil zu Konstanz (1414-1418), seine Lehre
zu widerrufen und wurde dort als Ketzer verbrannt, obwohl man ihm freies Geleit zugesichert hatte.
Im Hoch- und Spätmittelalter strebten die
Päpste nach der politischen Weltherrschaft.
Dieses Streben war gescheitert. Und während
die Renaissancepäpste sich mehr mit weltlicher Prachtentfaltung abgaben als mit Glaubensdingen, wuchsen das Unbehagen und die
Kritik der Gläubigen an der offiziellen Kirche.
Papst und Klerus forderten immer mehr Geld,
die Abgabenforderungen an die Landesfürsten wurden immer drückender und schließlich
sollten auch alle Gläubigen durch den Kauf
von Ablassbriefen, die den Erlass von Sündenstrafen im Fegefeuer versprachen, ihren
Beitrag zur aufwendigen Lebensführung des
Klerus leisten. Das aggressive Auftreten des
Ablassverkäufers Johan Tetzel im Erzbistum
Magdeburg führte Luther zur Abfassung seiner 95 Thesen, die er zunächst – in lateinischer
Sprache – an Albrecht von Brandenburg, den
Erzbischof von Mainz und gleichzeitig Magdeburg, sandte, von dem er annahm, dass er
über das Unwesen nicht informiert war. Tatsächlich war er der Auftraggeber Tetzels. Mit
seinem Anteil am Erlös des Ablassverkaufs
wollte er die Dispens des Papstes bezahlen, die
ihm erlaubte, zwei Bistümern vorzustehen, was
eigentlich verboten war.
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
eformation (lat. reformatio „Umgestaltung, Erneuerung“) nennen wir die durch
Martin Luthers Thesen von 1517 ausgelöste
religiöse und politische Bewegung, die sich in
kurzer Zeit in ganz Europa und Nordamerika
ausbreitete und nicht nur die Römische Kirche, sondern auch die staatlichen und gesellschaftlichen Organisationen veränderte und
die Grundlagen für die Aufklärung und den
modernen Staat legte.
21
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Luther legt in seinen Thesen dar, dass es
auf die innere Reue des Christen ankomme, um Sündenvergebung zu erlangen. Dazu
brauche es keines Vermittlers und schon gar
keiner gekauften Ablässe. Die Thesen sollten eine Disputation unter Gelehrten anstoßen, die auch stattfand, wurden aber bald ins
Deutsche übersetzt und verbreiteten sich, dank
des gerade aufgekommenen Buchdrucks, sehr
schnell. Gleichzeitig leitete die Römische Kurie
ein Verfahren gegen Luther ein, das ihn zum
Widerruf bewegen sollte. Doch Luther bekräftigte seine Auffassung, dass nicht das Sakrament, sondern allein der Glaube den Christen
vor Gott rechtfertige. Auf dem Reichstag zu
Worms 1521 erklärte Luther vor dem jungen
Kaiser Karl V., dass er nur widerrufen werde,
wenn man ihn durch die Heilige Schrift widerlegen könne. Luther war zu diesem Zeitpunkt bereits exkommuniziert, was zwingend
die Reichsacht nach sich zog, die ihn vogelfrei
machte. Dem Schicksal, wie zum Beispiel Hus
als Ketzer verfolgt und verbrannt zu werden,
entging er, weil sein Landesherr, der mächtige
und einflussreiche Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen, den der Papst gerne anstatt
Karls V. auf dem Kaiserthron gesehen hätte, ihn beschützte und auf der Wartburg versteckte. Dort übersetzte er den Psalter und die
Evangelien ins Deutsche.
22
Die reformatorischen Gedanken breiteten
sich schnell in ganz Europa aus und teilten
sich in verschiedene Ausprägungen und Bekenntnisse. Doch in Deutschland war die Reformation besonders erfolgreich, weil es kein
politisches Zentrum und keine Zentralgewalt
gab, die wirksam hätte eingreifen können. Der
von den Kurfürsten gewählte Kaiser war auf
die Mitwirkung der Territorialfürsten angewiesen, er führte Krieg gegen Frankreich und
die Türken standen vor Wien. In seiner Schrift
„An den christlichen Adel deutscher Nation“
forderte Luther die weltliche Obrigkeit auf, die
Kirchenreform selbst in die Hand zu nehmen.
Damit gab er den Reichsfürsten eine theologische Begründung, sich der päpstlichen Abgabenlast zu entziehen. Die nun entstehenden
protestantischen Landeskirchen stärkten die
Autonomie der Fürstentümer. Luthers Schrift
hatte auch Erfolg beim niederen Adel und den
Reichsrittern. Seine Forderungen nach sozialen
Reformen, Aufbau eines geordneten Bildungswesens und Armenfürsorge gingen bereits
über eine reine Kirchenreform hinaus. Luthers
Zwei-Reiche-Lehre begründete die Trennung
von Kirche und Staat. Er wollte, dass jeder
Christ die Bibel selbst lesen kann, und förderte damit die allgemeine Bildung (nicht nur der
niederen Stände) und die Entwicklung von individuellem Selbstbewusstsein.
Auf den Druck durch die Reformation reagierte die Römische Kirche durch die Einberufung des Trienter Konzils (1545-1563), das
die Missbräuche des Ablasswesens abschaffte,
Ämterhäufung und Ämterkauf ausnahmslos
verbot und durch die Einrichtung von Priesterseminaren die Ausbildung des Klerus ordnete und verbesserte. Auch wurden regelmäßige Visitationen der Ortsgemeinden durch den
zuständigen Bischof Pflicht. Und das Trienter Konzil leitete die Gegenreformation ein.
Waren mittelalterliches Denken und Glauben
noch durch Uniformität und dem Streben nach
Einheit geprägt, führte der Erfolg der Reformation und die dauerhafte Verfestigung unterschiedlicher Konfessionsgemeinschaften zur
Idee der Toleranz und der Freiheit des Gewissens.
em
Heilige
Vinzenz Pallotti
apoléon Bonaparte eroberte 1796/97
weite Teile Ober- und Mittelitaliens, die
zuvor zum Kirchenstaat gehörten. 1798 riefen die Franzosen in Rom die Republik aus,
setzten den regierenden Papst Pius VI. ab und
verschleppten ihn nach Valence, wo er 1799
starb. Viele glaubten, mit ihm sei das Papsttum zu Ende gegangen. Spöttisch wurde Pius
VI. auch als Pius der Letzte bezeichnet. In der
Großstadt Rom lebten die Menschen in Unsicherheit und meist in Armut. In diesem Umfeld wurde Vinzenz Pallotti geboren. Sein Vater Pietro Paolo Pallotti war ein angesehener
Kaufmann in Rom. Maria Maddalena Pallotti,
geborene de Rossi, brachte am 21. April 1795
ihr drittes Kind, den Sohn Vincenzo, in ihrem
Haus in der Via del Pellegrino zur Welt. Vinzenz bekam noch sieben jüngere Geschwister.
Der tief im katholischen Glauben verwurzelten Familie Pallotti ging es wirtschaftlich besser als dem Großteil der Bevölkerung. Vinzenz
konnte Schulen besuchen. Das war seinerzeit
keine Selbstverständlichkeit, denn eine allgemeine Schulpflicht gab es noch nicht.
Schon als Kind ging Vinzenz oft mit seiner
Familie in die Gottesdienste in die Kirche der
Kapuziner an der Via Veneto. Die Eltern unterstützten die Kirche und das Kloster. Vinzenz entwickelte eine immer inniger werdende Verehrung für Franz von Assisi und wollte
schließlich selbst Kapuziner werden. 1814 begann er an der römischen La Sapienza-Universität das Studium der klassischen, neueren und
orientalischen Sprachen. Bald sattelte er auf
Theologie und Philosophie um und erwarb
darin 1818 die etwa einem Diplom entsprechende Laurea. Schon als Zwölfjähriger hatte
er sich Pater Bernardo Fazzini als geistlichen
Begleiter gewählt. 1815 legte er ihm gegenüber
das Gelübde ab, sein Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam zu führen. Fazzini riet dem
schmächtigen und gesundheitlich nicht besonders stabilen jungen Mann aber davon ab, denn
er hielt ihn für ungeeignet, das karge, entbehrungsreiche Leben eines Kapuzinermönchs zu
führen. Vinzenz Pallotti befolgte diesen Rat.
Als 23-Jähriger empfing er in der Lateranbasilika die Priesterweihe. Da ihm sein Vater ein
Lebensmittelgeschäft vermacht hatte, war sein
Lebensunterhalt gesichert und seine Priesterweihe konnte, was damals möglich war, auf
das väterliche Erbteil erfolgen. So war Vinzenz
Pallotti als freier Priester zwar dem Bischof
verantwortlich, ob und wie er sich engagierte,
war ihm aber freigestellt.
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
N
23
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
24
Zunächst widmete er sich der Seelsorge für
Jugendliche und die vielen Armen in seiner
unmittelbaren Umgebung. Als Zeichen seiner
Ehrerbietung gegenüber diesen Menschen zog
der kleine, bleiche und magere Don Vincenzo stets seinen Hut, wenn er mit ihnen sprach.
Seine dunkelblauen, manchmal stechend blickenden Augen strahlten Güte und Empathie
aus. In seinem geistlichen Tagebuch vermerkte
er: „Wenn ich betrübte, verängstigte und bedrückte Personen sehe …, dann will ich mir ein
lebendiges Mitgefühl mit all diesen Geschöpfen erwecken und ihnen helfen in ihren Mühen
… .“ Der rührige, charismatische Abbate wurde schnell über die Grenzen seines Viertels hinaus bekannt. Er wurde zum gefragten Prediger, Beichtvater und Exerzitienleiter. Daneben
betätigte er sich viele Jahre als akademischer
Lehrer und ab 1827 auch als Spiritual in der
religiösen Betreuung von Theologiestudenten
aus aller Herren Ländern, die sich in Rom ausbilden ließen.
Auch die Kirchenleitung schätzte den umtriebigen Geistlichen, der mittlerweile zahlreiche Schriften für Laien, aber auch für Klerus
und Ordensleute veröffentlicht hatte und zum
Volksmissionar geworden war. 1834 wurde er
zum Rektor der Kirche Santo Spirito dei Neapolitani berufen, an der ihm fünf andere Priester unterstanden. Diese fünf Pfarrer und ihre
Bediensteten hatten die kleine, barocke Nationalkirche des Königreichs Neapel in der Via
Giulia in Rom zu einer „schmutzigen Höhle“
verkommen lassen. Ihrem neuen Vorgesetzten
begegneten sie mit immer stärker werdender
Ablehnung. Trotz ihrer Obstruktionen und
Verleumdungen konnte der beim Volk angesehene und durch sein vorbildliches Wirken
überzeugende Pallotti zwölf Jahre lang das
Rektorat ausüben. Im Laufe dieser Zeit wandelte sich das Ansehen der Gemeinde. Das äußere Bild der Kirche verschönerte sich wieder,
die Predigten und Beichtgespräche Pallottis
brachten ihr wachsenden Zulauf und sie entwickelte sich allmählich zu einem neuen spirituellen Zentrum. 1836 lud er zum ersten Mal
zu einer Epiphanieoktav in seine Heilig-GeistKirche ein. Acht Tage lang wurden Gottesdienste in lateinischem und orientalischem Ritus zelebriert und Predigten in verschiedenen
Sprachen gehalten. Die Festwoche fand so großen Zuspruch, dass Pallotti sie in den folgenden Jahren in größeren Kirchen wiederholte.
Als Rektor verfügte Pallotti über eine große
Wohnung bei Santo Spirito, in der er sich regelmäßig mit einem festen Kreis gleichgesinnter
Priester und Laien versammeln konnte. Seine
schon lange gehegte Vorstellung von einem
Apostolat aller Getauften gewann in diesen
Zusammenkünften konkrete Gestalt. Am 9.
Januar 1835 unterbreitete der Pallottikreis dem
Kardinalvikar Carlo Odescalchi die Idee zur
Gründung der „Vereinigung des Katholischen
Apostolats“, die sich der Verbreitung und Vertiefung des Glaubens in aller Welt annehmen
sollte. Papst Gregor XVI. (1830 – 1846), der
die Mission förderte, wo er konnte, zeigte sich
aufgeschlossen. Drei Monate später gab der
Kardinal, der Pallotti persönlich kannte und
schätzte, seine Zustimmung und die „Societas
Apostolatus Catholici“ (Gesellschaft des Katholischen Apostolats), kurz SAC, wurde ins
Leben gerufen. Konservative Kirchenmänner
erregten sich über den Namen und vor allem
über die Mitgliedschaft von Laien in der Gesellschaft und sie betrieben ihre Auflösung.
Pallotti wusste dies aber dank seiner guten Beziehungen bis in höchste Kreise – der amtierende Papst beichtete zeitweilig bei ihm – zu
verhindern. Gegen heftige Widerstände blieb
die Vereinigung von Priestern und Laien, Männern und Frauen bestehen.
Als 1837 die Cholera in Rom grassierte, eröffneten Pallotti und seine Anhänger die Pia
Casa di Carità, in der Waisenmädchen aufgenommen wurden, deren Eltern der Seuche
zwischen 1854 und 1947 unterdrückt und in
„Fromme Missions-Gesellschaft“ umgewandelt, doch Pallottis Anliegen überdauerte dessen ungeachtet. Die Pallottinerinnen und Pallottiner arbeiten im Sinne ihres Gründers, der
nicht nur mit seiner Idee, Verkündigung sei
auch Aufgabe der Laien, seiner Zeit weit voraus war, heute in vielen Teilen der Welt an der
Verbreitung und Intensivierung des Glaubens.
An Pallottis 100. Todestag sprach Papst Pius
XII. ihn selig, seine Heiligsprechung nahm
Papst Johannes XXIII. am 20. Januar 1963 im
Rahmen des 2. Vatikanischen Konzils vor. Pallottis Gedenktag ist der 22. Januar.
kg
Wir bedanken uns beim Orden der Pallottiner für Abdruckrechte des von Oskar Kokoschka gemalten Portraits von Vinzenz Pallotti.
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
zum Opfer gefallen waren. Aus den Frauen,
die sich in diesem Haus um die Kinder kümmerten, entwickelten sich die Pallottinerinnen.
Pallotti selbst, der sich stets nur wenig Schlaf
gönnte, da er nachts ausdauernd betete und
meditierte, brach 1839 unter der Last seiner
Arbeiten zusammen und zog sich in die Einsiedelei Camaldoli bei Frascati in den Albaner
Bergen zurück. Dort verfasste er zuerst eine
Regel für die Apostolatsschwestern, dann auch
eine für die Männer in seiner Bewegung. 1844
übertrug Papst Gregor XVI. den Pallottinern
die Kirche San Salvatore in Onda (Heiland auf
den Wellen) nahe dem Ponte Sisto in der römischen Altstadt. Die Kirche und die angeschlossenen Gebäude sind seit 1846 der offizielle Sitz
der Pallottinerpatres und der Pallottinerbrüder.
Wie in anderen europäischen Ländern brach
auch in Italien 1848 eine Revolution aus. Viele
Bürger Roms, darunter auch zahlreiche Priester, wurden in den Kämpfen zwischen Unterstützern und Gegnern der Revolution ermordet. Papst Pius IX. (1846 – 1878) musste aus
Rom fliehen. Pallotti entkam mindestens einmal nur knapp dem Tod und tauchte zeitweilig im Irischen Kolleg unter. Anfang 1850 hatte sich die Lage weitgehend beruhigt und die
Pallottiner feierten wieder die Epiphanieoktav.
Pallotti hatte sich wohl bei der Vorbereitung
und Durchführung erneut überfordert. Weil er
seinen Mantel an einen Bedürftigen verschenkte, kam eine Lungenentzündung hinzu, die ihn
aufs Krankenlager zwang und der er am 22. Januar 1850 erlag.
Auf seinem Sterbebett prophezeite er: „Ihr
werdet sehen, die Gesellschaft wird von Gott
gesegnet sein und sich entfalten. Das sage ich
euch nicht, weil ich Vertrauen, sondern weil
ich Gewissheit habe.“ Zwar wurde der Name
„Gesellschaft vom Katholischen Apostolat
25
Sternsingeraktion
Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und
weltweit!
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
D
26
as ist das Leitwort der Sternsingeraktion
2017. Im Fokus steht die Region Turkana im Norden Kenias. Der Klimawandel hat
verheerende Folgen für die Turkana: Immer
häufigere und immer länger anhaltende Dürreperioden machen den Menschen schwer zu
schaffen. Da es zu wenig regnet, fehlt es an
Weideland: Die Tiere haben nicht ausreichend
zu fressen, vermehren sich nicht gut und liefern zu wenig Milch und Fleisch. Folglich leiden viele Familien Hunger. Die Kinder sind
unter- und mangelernährt, was ihrer Entwicklung schadet. Das Leben der Familien in der
Turkana mag für uns weit weg erscheinen.
Doch gerade durch die Auswirkungen der
globalen Erwärmung und die Folgen des Klimawandels erkennen wir, dass wir verbunden
sind mit den Menschen auf allen Kontinenten:
Unser Lebensstil hat viel damit zu tun, wie es
weitergeht mit der Schöpfung.
Die Sternsingeraktion weist aber nicht nur
auf die Situation der Kinder in Not hin, sondern sie leistet auch konkret Abhilfe. Das gesammelte Geld wird durch das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ für Hilfsprojekte
eingesetzt, die Kindern zugutekommen. Das
Kindermissionswerk arbeitet in der Turkana
vor allem mit der Gemeinschaft St. Paul der
Apostel zusammen. Mit Hilfe der Sternsinger
hat die Gemeinschaft Staudämme und Wasserstellen errichtet, die die Wasserversorgung
für Menschen und Tiere sichern und Landwirtschaftsprojekte wie gemeinschaftlich organisierte Nutzgärten ermöglichen. Zudem verbessern die Wasserbecken die gesundheitliche
und sanitäre Situation der Menschen vor Ort
und bilden eine Basis für neue Biotope. In den
von der Gemeinschaft getragenen Schulen und
Kindergärten werden bodenschonende und resistente Pflanzen angebaut, die auch mit wenig
Wasser auskommen: eine Landwirtschaft, die
auf Nahrungsmittelsicherheit selbst in Dürrezeiten abzielt.
Die Kinder, die als Sternsinger unterwegs
sind, bringen nicht nur den weihnachtlichen
Segen in die Häuser in Deutschland, sondern
sie bringen auch den Segen zu Kindern in Not
in aller Welt. Großartig!
Unterstützen auch Sie diese Aktion und öffnen Sie den Sternsingern Ihre Tür!
St. Quirin
Die Sternsinger sind unterwegs am Mittwoch, 4. Januar 2017, und am Donnerstag, 5.
Januar 2017, jeweils von 10 bis 12 Uhr und von
13 bis 16 Uhr. Eine genaue Straßeneinteilung
finden Sie ab Weihnachten in den Infokästen
der Pfarrei. Weihrauchpäckchen werden nach
den Gottesdiensten am 6. Januar vor der Kirche verkauft. Wenn Sie außerhalb von St. Quirin oder in den Wohnanlagen an der Gilchin-
Weltgebetstag
ger-, Wildenrother-, Kastelburgstraße oder in
dem Neubaugebiet an der Aubing-Ost-Straße
wohnen und sich über den Besuch der Sternsinger freuen, melden Sie sich bitte bei Christa
Feht, Telefon 0163 246 04 68, oder tragen Sie
sich in der Kirche in die Liste ein.
Liebe Kinder ab der 3. Klasse, jeder der sich
für eine gute Sache einsetzen möchte, ist willkommen mitzumachen. Man muss nicht reich
sein, um etwas an andere abzugeben. Als Sternsinger schenkst du anderen deine Zeit und das
gesammelte Geld ist für die Kinder in Not die
wertvollste Hilfe! Anmeldeformulare liegen in
der Kirche oder meldet euch bei Christa Feht.
St. Michael
Die Sternsinger von St. Michael besuchen
vom 3. bis 6. Januar 2017 die Haushalte in
der Pfarrei. Eine genaue Einteilung, wann die
Sternsinger in Ihre Straße kommen, finden Sie
ab Weihnachten in den Schaukästen am Pfarrhaus und an der Kirche.
Liebe Kinder, wenn ihr mitmachen und als
Sternsinger den Segen zu den Menschen bringen möchtet, gebt bitte die Anmeldung bis zum
16. Dezember ab oder meldet euch bitte bei Carolin Schwarz, Tel: 864 3339 / 0178 615 38 22
oder Veronika Veitinger, Tel: 864 43 93 / 0157
540 58 391 oder kommt am 29. Dezember um
10 Uhr zum Üben ins Pfarrheim St. Michael.
Christa Feht/ bk
S
o lautet der deutsche Titel des Gottesdienstes zum Weltgebetstag, im Mittelpunkt stehen die Philippinen. Rund um den Globus, von
Samoa bis Chile, werden dazu am 3. März 2017
Gottesdienste gefeiert. Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche – alle sind dazu eingeladen!
Die Liturgie dafür wurde gemeinsam verfasst von mehr als 20 christlichen Frauen unterschiedlichen Alters und aus allen Regionen
des Inselstaates. Ins Zentrum ihrer Gottesdienstordnung haben die philippinischen Weltgebetstagsfrauen das Gleichnis der Arbeiter im
Weinberg (Mt 20, 1-16) gestellt.
Die Philippinen sind ein Land der Extreme: Auf der einen Seite Naturschönheiten wie
Urwälder, Riffe und Weltkulturerbestätten wie
die Reisterrassen von Banaue, auf der anderen
Seite zerstörerische Naturgewalten wie Vulkane, Taifune und Überschwemmungen. Die In-
selgruppe weist eines der artenreichsten ÖkoSysteme der Welt auf und doch ist dieses akut
bedroht von Abholzung, Überfischung und
wachsender Umweltverschmutzung. Die Gesellschaft ist geprägt von einer extremen Ungleichheit zwischen Arm und Reich: Zeitweise starkem Wirtschaftswachstum, moderner
Industrie, boomendem Dienstleistungssektor
und luxuriösen Shopping-Malls in den Städten
stehen krasse Armut, Perspektivlosigkeit auf
dem Land und städtische Slums mit mangelnder Strom- und Wasserversorgung gegenüber.
Beim Weltgebetstag 2017 lassen uns drei
Frauen der Philippinen an ihren Lebensgeschichten teilhaben. Sie erzählen uns von den
konkreten Auswirkungen globaler und nationaler Ungerechtigkeit in ihrem Alltag – sei es
durch die Verletzung von Arbeitsschutzrechten oder den verschleppten Wiederaufbau
nach Naturkatastrophen.
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Was ist denn fair?
27
In Kürze
Wenn Sie mit uns eine „Reise“ auf die Philippinen unternehmen wollen und dieses faszinierende Land ein wenig näher kennen lernen
möchten, sind Sie herzlich zu den Veranstaltungen im Pfarrverband eingeladen.
bk
16. Feb 2017 19.30 Uhr Gemeindezentrum Bartimäus Einstimmabend mit Informationen zu Land und Leuten
3. Mrz 2017 19.00 Uhr
Gottesdienst zum Weltgebetstag in St. Quirin
mit anschließender Nachfeier
3. Mrz 2017
19.30 Uhr Gemeindezentrum Bartimäus
Gottesdienst mit anschl. gemütlichem Beisammensein
Vermischtes
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
E
28
rstkommunion 2017. In diesen Tagen
bekommen die Familien, aus denen derzeit ein Kind den katholischen Religionsunterricht der 3. Klasse in der Aubinger oder
Lochhausener Grundschule besucht, einen
Einladungsbrief zur Erstkommunion. Wir bitten die Eltern, deren Kind eine andere Schule
besucht, aber in St. Quirin-Aubing oder St. Michael-Lochhausen zur Erstkommunion gehen
möchte, sich bitte bald bei uns zu melden.
Auch wenn ein Kind im entsprechenden
Alter noch nicht getauft ist, Sie oder Ihr Kind
aber dies jetzt wünschen, freuen wir uns, wenn
Sie mit uns Kontakt aufnehmen. Für Fragen
stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
St. Quirin: Angela Niedhammer,
Tel. 863 47 61; Mobil: 0176-25 46 85 46;
E-Mail: [email protected]
St. Michael: Andreas Sedlmair,
Tel. 864 41 38; E-Mail: [email protected]
Die Feier der Erstkommunion ist in St. Quirin am Sonntag, 21. Mai 2017, und in St. Michael an Christi Himmelfahrt, 25. Mai 2017.
(an)
Firmung 2017. Alle Jugendlichen aus dem
Pfarrverband St. Quirin und St. Michael, die
zur Zeit die 8. Klasse besuchen bzw. im Jahr
2012 Erstkommunion hatten, sind herzlich
eingeladen, sich zur Vorbereitung auf die Firmung anzumelden.
Die persönliche Anmeldung durch die
Firmlinge in St. Quirin und St. Michael ist am
Montag, 16. und Dienstag, 17. Januar 2017, jeweils von 17 bis 19 Uhr im Pfarrheim.
Die feierliche Firmspendung in unserem
Pfarrverband ist am Samstag, 8. Juli 2017, um
10 Uhr in der Kirche St. Quirin. Jeder Jugendliche, der im Jahr 2012 in St. Quirin oder in
St. Michael seine Erstkommunion feierte, bekommt im Dezember 2016 einen Einladungs-
Zur Faschingseröffnung wieder ein
Schwarz-Weiß-Ball in St. Quirin. Zum
zwölften Mal veranstaltet der Verein zur Förderung des kulturellen und religiösen Lebens
in St. Quirin zum Beginn der Faschingssaison
einen Schwarz-Weiß-Ball, zu dem alle, ob alt
oder jung, wieder herzlich eingeladen sind. Er
findet statt am Samstag, 11. Februar 2017, im
Pfarrsaal von St. Quirin, Ubostraße 5. Einlass
ist ab 18:30 Uhr, der Ball wird eröffnet um 19
Uhr. Für den Gedeckpreis von 37 Euro erhält
jeder Gast ein Begrüßungsgetränk und ein
3-Gänge-Menü. Zum Tanz spielt in bewährter
Weise die Bigband Munich Swing Junction unter der Leitung von Bandleader Thomas Betz.
Verbindliche Bestellungen und Platzreservierungen sind nur möglich am Donnerstag, 26.
Januar 2017, zwischen 17 und 18:30 Uhr, und
am Freitag, 27. Januar 2017, zwischen 16 und
17 Uhr im Pfarrzentrum von St. Quirin. (kb)
Fasching in St. Quirin. Als Abschluss der
langen Faschingszeit 2017 findet auch in diesem Jahr in unserem Pfarrzentrum wieder das
traditionelle ‚Faschingswochenende’ statt. An
drei aufeinander folgenden Tagen bieten wir
Ihnen Veranstaltungen für alle Altersgruppen.
Den Anfang macht am Freitag, 24. Februar 2017, ab 20 Uhr das Bunte Treiben der
Generationen. Das ist keine Faschingsveranstaltung im herkömmlichen Sinne, sondern
eine Faschings-Party für Jung und Alt. In zwei
Räumlichkeiten erwartet Sie ein unterschiedliches Musik- und Bar-Angebot: die Jugendbar
im Pfarrsaal bietet fruchtige und exotische
Cocktails an, dazu gibt‘s Musik im Disco-Stil
mit Party- und Faschings-Hits, während in der
Bar Aloisius die Sekt- oder Kaffeetrinker auf
ihre Kosten kommen werden, und in der auch
die Musik einen gewissen Kontrast zur Disco
im Saal darstellt. In unserem Foyer besteht die
Möglichkeit zum gemütlichen Sitzen und zum
Unterhalten, und dort versorgen wir Sie natürlich auch mit normalen Getränken und Speisen.
Da immer wieder nachgefragt wird: Es gibt
für diese Veranstaltung keinen Kartenvorverkauf. Faschingsmäßige Verkleidung ist ausdrücklich erwünscht! Und noch ein Hinweis
für die ältere Generation: Die meisten Jugendlichen kommen immer etwas später, also nicht
wundern.
Am Samstag, 25. Februar 2017, ab 14 Uhr
findet unser Kinderfasching statt. Unser Jugendteam bietet drei Stunden Spiele und Aktion für Ihre Kinder. Die Eltern sind sehr herzlich dazu eingeladen, sich an den Spielen und
Tänzen zu beteiligen, sie können sich aber auch
gerne im Saal oder im Foyer mit unserem Getränke- und Speisenangebot vertraut machen.
Und zu guter Letzt, am Sonntag, 26. Februar 2017, laden wir Sie nach dem 11-Uhr-Gottesdienst zum Narrenschmaus in den Pfarrsaal
ein. Bei leichter Hintergrundmusik verwöhnen
wir Sie mit einem etwas anderen Speisen- und
Getränkeangebot, damit Sie sich beschwingt
und gestärkt auf die restlichen zwei Faschingstage vorbereiten können.
Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie,
egal bei welcher Veranstaltung, begrüßen dürfen – Ihr Sachbereich Feste & Feiern, zusammen dem Jugendteam von St. Quirin.
Kirchenkonzert. Die Reihe „Konzerte
in St. Quirin“ wird im kommenden Jahr mit
einem Passionskonzert des Profilchors der
Musikhochschule München unter Prof. Martin Steidler fortgesetzt. Am Freitag, 17. März
2017, steht um 19:30 Uhr die „Passio secun-
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
brief zugesandt. Jugendliche, die ihre Erstkommunion nicht in St. Quirin oder in St. Michael
hatten, aber 2017 hier zur Firmung gehen
möchten, werden gebeten, sich im Pfarrbüro
St. Quirin (Tel. 89 13 66 910) oder im Pfarrbüro St. Michael (Tel. 89 13 630) zu melden. (an)
29
Kalender
dum Marcum“ von Reinhard Keiser im Mittelpunkt, die von den Instrumentalisten des
Studios für Historische Aufnahmepraxis aufgeführt wird. Außerdem sind zu hören fünf
Passionsmotetten aus den Cantiones sacrae
op. 4, Nr. 4-8 von Heinrich Schütz. Als Solisten wirken u.a. mit Anna-Lena Elbert, Sopran,
Veronika Sammer, Alt, und Eric Price, Tenor
und Evangelist. Es dirigieren Studierende der
Klasse von Prof. Martin Steidler. Der Eintritt
ist frei, um Spenden wird gebeten. (kb)
Kirchentag geben. Veranstalter ist der Ökumenische Rat Aubing-Neuaubing-WestkreuzLochhausen mit seinen fünf katholischen und
zwei lutherischen Kirchengemeinden und der
rum.-orthodoxen Metropolie München. Der
Kirchentag wird unter dem Motto „Welt im
Wandel.Mitgestalten“ stehen und vom 23. Juni
bis 2. Juli 2017 mit einem reichhaltigen Programm in den teilnehmenden Gemeinden gestaltet werden. Details zu den einzelnen Terminen, Angeboten und Veranstaltungsorten
werden rechtzeitig bekanntgegeben. (kb)
Ökumenischer Kirchentag 2017. Nach
einer Pause von fünf Jahren wird es 2017 im
Münchner Westen wieder einen ökumenischen
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Veranstaltungen und Termine
Dezember 2016 bis März 2017
30
St. Quirin, Aubing
Dezember
So
11. Dez 09:00 Engelamt der Männer mit Opfergang
Di
13. Dez 06:00 Engelamt bei Kerzenschein
06:30 Gemeinsames Frühstück im Pfarrsaal
Mi
14. Dez 19:30 Kirchenverwaltung
Fr
16. Dez 19:00 Ministranten-Weihnachtsfeier
So
18. Dez 09:00 Engelamt der Frauen mit Opfergang
11:00Jugendgottesdienst
19:00 Versöhnungswortgottesdienst
Di
20. Dez 06:00 Engelamt bei Kerzenschein
06:30 Gemeinsames Frühstück im Pfarrsaal
Mi
21. Dez 14:30 Seniorenweihnachtsfeier
Die Gottesdienste in der Weihnachtszeit entnehmen Sie bitte der Übersicht
auf der letzten Seite des Pfarrbriefs.
Januar
So
01. Jan 19:45
Mi
04. Jan
Do
05. Jan
So
08. Jan 15:00
Di
10. Jan 10:00
Mi
11. Jan 19:30
Sa
14. Jan 18:00
19:00
Mo
16. Jan 17:00
Di
17. Jan 17:00
Mi
18. Jan 19:30
Do
19. Jan 19:30
Fr
20. Jan
19:00
So
22. Jan 11:00
12:00
Do
26. Jan 20:00
So
29. Jan 11:00
Turmmuseum geöffnet bis 16:30 Uhr
Offener Frauentreff
Kirchenverwaltung
Gottesdienst zum Mitarbeiterempfang
Mitarbeiterempfang St. Quirin
Firmanmeldung
Firmanmeldung
Sachbereich Senioren und AK 60+
Weihnachtsbazarnachtreffen
Erstkommunion-Firmhelfer-Wochenende Fr. / Sa.
Landwirtschaftliche Interessengemeinschaft
Festgottesdienst zu Sebastiani mit Fahnenabordnungen
Mittagessen
Erstkommunionelternabend
Kleinkinder-Kirche (Gemeindezentrum Bartimäus, Lochhausen)
16:30 Auftakt Erstkommunionvorbereitung
19:30 Pfarrverbandsrat
11:00
15:00
19:00
10:00
19:00
Gottesdienst mit Kindersegnung
Turmmuseum geöffnet bis 16:30 Uhr
Gottesdienst zu „Lichtmess“ mit Prozession und Blasiussegen
Offener Frauentreff
Schwarz-Weiß-Ball (mit Anmeldung)
11:00
12:00
Eröffnungsgottesdienst zur Erstkommunionvorbereitung
Brunch der Erstkommunionkinder und Familien
11:00
11:45
14:30
19:30
20:00
Kleinkinder-Kirche (Mehrzweckraum Kindergarten)
Brunch der Kleinkinder-Kirche
Seniorenfasching (kein Gottesdienst)
Kirchenverwaltung
Generationenfasching
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Februar
Do
02. Feb
So
05. Feb
Di
07. Feb
Sa
11. Feb
So
12. Feb
So
19. Feb
Mi
22. Feb
Fr
24. Feb
Sektempfang (Pfarrzentrum)
Sternsingen in Aubing
Sternsingen in Aubing
31
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Sa
25. Feb 14:00 Kinderfasching
So
26. Feb 11:00
Gottesdienst
12:00 „Narrenschmaus“
32
März
Mi
01. Mrz 19:00 Gottesdienst zum Aschermittwoch
Fr
03. Mrz 19:00 Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen
20:00 Nachfeier zum Weltgebetstag der Frauen
So
05. Mrz 15:00 Turmmuseum geöffnet bis 16:30 Uhr
Di
07. Mrz 10:00 Offener Frauentreff
Mi
08. Mrz 19:30 Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung
So
12. Mrz 11:00 Familiengottesdienst
12:00 Fastenessen
Mi
15. Mrz 14:30 Seniorennachmittag mit Gottesdienst
Do
16. Mrz 19:30 Kirchenverwaltung
Fr
17. Mrz 15:00 Kleidermarkt Annahme
19:30 Kirchenkonzert
Sa
18. Mrz 09:00 Kleidermarkt Verkauf
Jugend-Leiterrunde: Mi, 14. Dezember 2016, 11. Januar, 8. Februar und 8. März 2017, jeweils 19
Uhr
Meditationskreis: Di, 10. und 24. Januar, 7., 14. und 21. Februar 2017, jeweils 20 Uhr
Einführung Meditationskreis: Di, 14. und 21. Februar, 7. März 2017, jeweils 20 Uhr
Seniorennachmittag mit Gottesdienst: Mi, 11. und 25. Januar, 8. Februar und 1. März 2017, jeweils 14:30 Uhr
Sachbereich Öffentlichkeitsarbeit: Di, 7. Februar 2017, 20 Uhr
Sachbereich Familie: Do, 9. Februar 2017, 20 Uhr
Pfarrbriefredaktion: Di, 14. Februar und 14. März 2017, jeweils 20 Uhr
Sachbereich Liturgie: Di, 21. Februar 2017, 20 Uhr
Archivgruppe St. Quirin: Do, 9. März 2017, 19:30 Uhr
Projektgruppe Ökobilanz: Mo, 13. März 2017, 19 Uhr
St. Michael, Lochhausen
Dezember
So
11. Dez 11:00 Kleinkinder-Kirche
Mi
14. Dez 06:00 Morgenmeditation, anschl. Frühstück
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Sa
17. Dez 17:00 Waldweihnacht vor der Kirche (Bartimäus)
18:00 Versöhnungswortgottesdienst
Fr
23. Dez 19:00 Einstimmung auf den Hl. Abend, Lichtfeier und Abendlob
Die Gottesdienste in der Weihnachtszeit entnehmen Sie bitte der Übersicht
auf der letzten Seite des Pfarrbriefs.
Januar
Sternsingen in Lochhausen: 3. bis 6. Januar 2017
Sa
14. Jan 18:00 Jahresmesse Schützengau Mü.-Südwest
So
15. Jan 11:00 Jahresmesse Kameradschaft Langwied-Lochhausen
Mo
16. Jan 17:00 Firmanmeldung
Di
17. Jan 17:00 Firmanmeldung
Mi
18. Jan 19:00 Ökumen. Gottesdienst zur Weltgebetswoche
für die Einheit der Christen
Fr
20. Jan
Erstkommunion-Firmhelfer-Wochenende Fr. / Sa.
Di
24. Jan 19:30 Pfarrgemeinderat
20:00 Erstkommunionelternabend
So
29. Jan 11:00 Gottesdienst zum Mitarbeiterempfang (Musikgruppe)
11:00 Kleinkinder-Kirche
12:00 Mitarbeiterempfang St. Michael
Mo
30. Jan 20:00 Gottesdienst von Frauen für Frauen
Februar
Do
02. Feb 19:30 Pfarrverbandsrat in St. Quirin
Fr
03. Feb 09:00 Hl. Messe (Herz Jesu)
16:30 Auftakt Erstkommunionvorbereitung
Sa
04. Feb 18:00 Gottesdienst zu „Lichtmess“ mit Blasiussegen
Mi
08. Feb 19:45 Kirchenverwaltung
So
12. Feb 11:00 Eröffnungsgottesdienst zur Erstkommunionvorbereitung
(Musikgruppe)
So
12. Feb 12:00 Brunch der Erstkommunionkinder und Familien
Do
16. Feb 19:30 Einstimmung zum Weltgebetstag der Frauen
So
26. Feb 15:00 Kinderfasching
März
Mi
01. Mrz 19:00 Gottesdienst zum Aschermittwoch
Fr
03. Mrz 09:00 Hl. Messe (Herz Jesu)
17:00 Kreuzweg
19:30 Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen mit anschl. Nachfeier
Mi
08. Mrz 06.00 Morgenmeditation der Jugend
Do
09. Mrz 19:30 Firmelternabend
33
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
34
Fr
10. Mrz 17:00 Kreuzweg
18:00 Auftakttreffen der Firmlinge
So
12. Mrz 11:00 Gottesdienst mit Tauferneuerung der Erstkommunionkinder
(Musikgruppe)
Mo
13. Mrz 20:00 Gottesdienst von Frauen für Frauen
Di
14. Mrz 13:45 Gottesdienst mit Krankensalbung
Fr
17. Mrz 17:00 Kreuzweg
Bibelabende: Mi, 14., 21. und 28. Dezember 2016, 4., 11., 18. und 25. Januar, 1., 8., 15., 22. Februar, 1., 8. und 15. März 2017, jeweils 20 Uhr
Seniorennachmittage: Di, 10. Januar, 14. Februar und 14. März 2017, jeweils 14:30 Uhr
Sachbereich Öffentlichkeitsarbeit: Di, 7. Februar 2017, 20 Uhr
Sachbereich Liturgie: Di, 21. Februar 2017, 20 Uhr
Pfarrbriefredaktion: Di, 14. Februar und 14. März 2017, jeweils 20 Uhr
Veranstaltungen unserer Nachbargemeinden
Adventskirche, Neuaubing
Sa
24. Dez 10:00 Ökumenische Christvesper im Seniorenheim am Westkreuz mit dem Chor der Adventskirche
Fr
03. Mrz 19:00 Weltgebetstag in der Adventskirche, Thema: „Was ist fair?“,
vorbereitet von Frauen von den Philippinen
Mi
08. Mrz 19:00 Passionsandacht: Im Geiste Jesu etwas Kleines tun
– Albert Schweitzer
Mi
15. Mrz 19:00 Ökumenische Passionsandacht mit dem kath.
Pfarrverband Neuaubing/Westkreuz und einem ökumenischen Chor: Gott einen Ort sichern
Mi
22. Mrz 19:00 Passionsandacht: Im Kreuze klein werden – Gerhard Tersteegen
Mi
29. Mrz 19:00 Passionsandacht: Was würde Jesus dazu sagen – Martin Niemöller
Mi
05. Apr 19:00 Passionsandacht: Freundschaft mit Gott – Theresa von Ávila
Gemeindezentrum Bartimäus, Lochhausen
Sa
17. Dez 17:00 Waldweihnacht
Sa
24. Dez 15:30 Familiengottesdienst
17:00 Christvesper
Sa
31. Dez 17:00 Jahresschlussgottesdienst
So
29. Jan 11:00 Kleinkinder-Kirche
Do
16. Feb 19:30 Einführung in das Land des Weltgebetstags: Philippinen
Fr
03. Mrz 19:30 Weltgebetstag „Philippinen“
St. Konrad, Neuaubing
So
08. Jan 16:00 Neujahrskonzert im Pfarrsaal
Sa
11. Feb
Pfarrfasching
So
19. Feb
Kinderfasching
Do
23. Feb
Weiberfasching
Sa
01. Apr
Kinderkleiderbasar
St. Lukas, Westkreuz
So
18. Dez 11:00 3. Welt-Aktion 365 – Verkauf im Kirchenvorraum
Sa
24. Dez 14:30 1. Christmette für die ältere Generation
16:30 Kinderchristmette – Wortgottesdienst mit Krippenspiel
22:30 Christmette
So
25. Dez 11:00 Pastoralmesse in C von Reimann
Sa
31. Dez 17:00 Gottesdienst zum Jahresabschluss mit Munich Gospel Voices
Mo
09. Jan 19:00 Gemeinsamer Neuer Weg – 1. Treffen 2017
So
29. Jan 14:30 Kinderfasching im Pfarrsaal
Sa
25. Mrz
Kinderflohmarkt im Pfarrheim
Fr
31. Mrz 06:30 Fastenamt mit Frühstück
So
02. Apr 14:00 Kaffee und Kuchen für Ecuador im Pfarrsaal
Fr
07. Apr 06:30 Fastenamt mit Frühstück
St. Markus, Neuaubing
Do
15. Dez 14:00 Kranken-Gottesdienst und Weihnachtsfeier der Senioren im Pfarrsaal
Sa
18. Feb 20:00 Pfarrfasching „Kreaturen der Nacht“
So
26. Feb 14:00 Kinderfasching
Do
16. Mrz 14:00 Kranken-Gottesdienst mit Krankensalbung
So
19. Mrz 09:30 Segnungsgottesdienst für Ehepaare
Seid Ihr an lebendigen, abwechslungsreichen Familiengottesdiensten interessiert?
Dann seid Ihr hier richtig! Wir suchen für unser Team Verstärkung!
Geboten wird eine nette Arbeitsumgebung, herzliche Mitarbeiter und die Möglichkeit,
sich kreativ in das Gemeindeleben einzubringen.
Sechs Familiengottesdienste im Jahr, Vorbereitungstermine nach Absprache, reichlich Arbeitsmaterialien – wer kann dazu schon nein sagen? Wer Zeit und Lust hat, sich einzubringen
(vielleicht auch nur für ein oder zwei Gottesdienste im Jahr), ist herzlich eingeladen!
Nähere Infos unter 089/89 13 66 910 (Pfarrbüro St. Quirin)
Pater Bright oder Gerhard Liebl
Spendenkonto Pfarrei St. Quirin, Aubing
IBAN: DE23 7016 9464 0000 0263 01, BIC: GENODEF1M07, Genossenschaftsbank München
Spendenkonto Pfarrei St. Michael, Lochhausen
IBAN: DE02 7016 9464 0000 2001 15, BIC: GENODEF1M07, Genossenschaftsbank München
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Junges, engagiertes Team sucht neue Mitarbeiter!
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Im Bild
Gemeindeleben – Höhepunkte der letzten Zeit
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
links: Pfarrjugendleitung von St. Quirin (Jonas Liedl, Luisa-Maria Cavalho-Kühn, Benedikt Jäger; v.l.n.r;
Aufnahme: kb); rechts: Pfarrjugendleitung von St. Michael (Carolin Schwarz, Marie Martorell-Nassl, Regina Uelses; v.l.n.r; Aufnahme: R. Rattel); unten: Erntedank St. Quirin (Aufnahme: mg)
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St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Jugendliche aus St. Michael trafen bei der Korbinianswallfahrt Kardinal Marx (oben; Aufnahme: M. Wohner); Aufname neuer Ministranten in St. Michael (unten; Aufnahme: T. Stemmer)
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St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Aufnahme neuer Ministranten in St. Quirin (oben; Aufnahme: mg) und Martinsfest in St. Quirin (unten;
Aufnahme: kb)
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St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Leckere Süßigkeiten waren beim Weihnachtsbazar sehr gefragt (oben; Aufnahme: kb); Ausstellungseröffnung in Lochhausen zur Geschichte der Vereine (unten; Aufnahme: Histor. Arbeitskreis Lochhausen)
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Herzliche Einladung
Gottesdienste im Pfarrverband in
der Weihnachtszeit
Heiligabend
Samstag 24. Dez 15:30
15:30
15:30
17:30
17:30
23:00
23:00
1. Weihnachtsfeiertag
Sonntag 25. Dez 10:00
10:00
Kindermette – St. Michael
Kindermette – St. Quirin (Pfarrkirche)
Kleinkindermette – St. Quirin (Pfarrsaal)
Christmette – St. Michael
Christmette – St. Quirin (Instrumente)
Mitternachtsmette – St. Michael
Mitternachtsmette – St. Quirin (Chor und Instrumente)
Festgottesdienst zum Weihnachtsfest – St. Michael
Festgottesdienst zum Weihnachtsfest – St. Quirin
Pastoralmesse in G für Chor, Soli und Orchester von Karl Kempter
2. Weihnachtsfeiertag
Montag 26. Dez 09:00
10:00
11:00
Weihnachtsgottesdienst – St. Quirin
Weihnachtsgottesdienst – St. Quirin (Adventskirche Neuaubing)
Weihnachtsgottesdienst – St. Michael
Silvester
Samstag 31. Dez 16:30
18:00
Jahresschlussgottesdienst – St. Michael
Jahresschlussgottesdienst – St. Quirin (Chor)
St. Quirin • St. Michael • 4/2016
Hochfest der Gottesmutter Maria (Neujahr)
Sonntag 01. Jan 11:00 Neujahrsgottesdienst – St. Michael
19:00 Neujahrsgottesdienst – St. Quirin
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Fest Heilig Drei Könige
Freitag 06. Jan 09:00 Gottesdienst – St. Quirin
11:00 Festgottesdienst mit den Sternsingern – St. Quirin (Schola)
11:00 Festgottesdienst mit den Sternsingern – St. Michael
Taufe des Herrn
Samstag 07. Jan 18:00 Sonntag 08. Jan 09:00 11:00
19:00
Gottesdienst (Vorabendmesse) – St. Michael
Gottesdienst – St. Quirin
Festgottesdienst – St. Michael
Gottesdienst – St. Quirin