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6. Dezember 2016
5. Dezember 2016 / TV / Unterhaltung
Titel
«Aeschbacher»: Weitsicht
Ausstrahlungsdatum
Donnerstag, 8. Dezember 2016, 22.25 Uhr, SRF 1
Text
Stefan Heuss erfindet verblüffend schräge Maschinen, die niemand will. Silvia Frey
setzt sich international für den Schutz von Ozeanen und Meeressäugern ein. Vince
Ebert, Physiker und Komiker, plädiert für mehr Weitsicht und den Mut zum Scheitern.
Und: Ohne ihn gäbe es den längsten Eisenbahntunnel der Welt heute vermutlich noch
nicht: alt Bundesrat Adolf Ogi.
Stefan Heuss
leistet eine Art «mechanische Lebenshilfe», sagt er. «Ich bin ein Problemlöser.» Schnarcht die
Bettgenossin oder der Partner, konstruiert der gelernte Landschaftsgärtner ein Objekt, das den
gesamten Bettinhalt bei Schnarch-Emissionen sofort aus den Federn kippt. Heuss erfindet
Weltneuheiten, die kein Mensch will – und das ganz bewusst. Es sind fabelhafte Maschinen,
welche die Fantasie beflügeln und die Lachmuskeln in Gang setzen. «Ich finde es super, wenn
die Leute das Gefühl haben, sie könnten Zuhause den Mixer holen und das Gleiche
nachbauen.» Zu Vorsicht ist geraten, denn auch beim Profitüftler explodiert ab und zu eine
Kreation.
Silvia Frey
ist Walforscherin. Seit Jahren setzt sich die Wissenschaftlerin mit Power und Weitsicht für den
Schutz der Meeressäuger ein. Mit Feldforschungen im Mittelmeer trägt sie dazu bei, dass
Meeresgiganten und Delfine den Menschen auch in Zukunft begegnen und sie bezaubern,
zum Beispiel Pottwale, die als Lungenatmer Tauchtiefen von bis zu 3000 Metern erreichen
und ihre tonnenschweren Babys unter Wasser mit vielen Litern fettreicher Milch pro Tag
versorgen; sie produzieren Klicklaute, um sich zu orientieren und Beute zu orten, aber auch
um in gruppenspezifischen Dialekten miteinander zu schwatzen. Frey ist eine Forscherin, die
es versteht, Augen, Hirn und Herz für diese faszinierenden Lebewesen der Meere, die es zu
schützen gilt, zu öffnen.
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Vince Ebert
entdeckte bei einer Powerpoint-Präsentation sein Potenzial: Seither kombiniert er
Wissenschaft mit Kabarett. Als ausgebildeter Physiker war er von der Berechenbarkeit der
Welt begeistert. Inzwischen sagt er: «Das Leben ist zu komplex, um es perfekt zu planen.
Ohne Zufall gäbe es keine Innovation. Porzellan wurde erfunden, als man Gold herstellen
wollte. Die Wirkung von Viagra entdeckte man, weil Männer ein bestimmtes Herzmedikament
partout nicht mehr absetzen wollten.» Auch wenn der Mensch auf Biegen und Brechen
versuche, sein Leben zu optimieren, durch Algorithmen ideale Partnerschaften zu finden und
den Körper mittels Smartphone-Applikationen zu trimmen: «Am Ende ist der menschliche
Organismus kein Rasenmähermotor, den man tunen kann.»
Adolf Ogi
jubelte dem ersten Schweizer Astronauten, der ins All flog ein spontanes «Freude herrscht!»
von der Erde zu. Den Tanz auf dem internationalen Politparkett beherrschte Bundesrat Ogi
wie kein anderer seiner Amtsvorgänger. Als weltoffener Politiker traf er Persönlichkeiten wie
US-Präsident Bill Clinton, ging mit François Mitterrand spazieren und traf Kofi Anan, mit dem
ihn bis heute eine persönliche Freundschaft verbindet. Adolf Ogi war aber auch der erste
Bundesrat, der das Dossier des längsten Eisenbahntunnels der Welt anpackte. Er gilt als
«Vater des Gotthardbasistunnels» und kämpfte wie ein Löwe mit viel Weitsicht für dieses
«Jahrhundertbauwerk», das nach 17 Jahren Bauzeit ab dem kommenden 11. Dezember –
Freude herrscht! – in Betrieb genommen wird.
URL der Sendung
http://http://srf.ch/aeschbacher
Link Newsroom
http://www.srf.ch/medien/news/aeschbacher-weitsicht/
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