PDF - Pfimi – Kirche Waldau

Jesus begegnet Juden und Arabern in Israel und Palästina
Der Evangelist Lukas berichtet im Anschluss an die bekannte Weihnachtsgeschichte davon, wie Simeon, ein Mann aus Jerusalem, im dortigen Tempel dem
erst wenige Tage alten Kind Jesus begegnet:
Und siehe, es war ein Mensch namens Simeon in Jerusalem; und dieser Mensch war
gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels; und der Heilige Geist
war auf ihm. Und er hatte vom Heiligen Geist die Zusage empfangen, dass er den
Tod nicht sehen werde, bevor er den Gesalbten des
Herrn gesehen habe. (Lukas 2,25.26)
meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden", hat Simeon bekannt. Geschieht das auch
heute unter jüdischen und arabischen Menschen, dass sie ein ähnliches Bekenntnis
ablegen?
Ja, häufig sogar. Damit wir verstehen, wie der Gott der Bibel sich jüdischen und
arabischen Menschen offenbart, machen wir einen Zeitsprung in die Zeit des babylonischen Exils, in jene Zeit, in der Hesekiel oder auch Ezechiel Prophet gewesen
ist, Beauftragter Gottes, der seinem Volk die tröstliche Botschaft überbringt: Dieses Volk in der Gefangenschaft und in der Zerstreuung ist von seinem Schöpfer
und Vater nicht aufgegeben worden. Er hat weitreichende Pläne mit diesem Volk.
Wir lesen einen Abschnitt aus Kapitel 36:
24...ich werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln
und euch in euer Land bringen. 25 Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen,
und ihr werdet rein sein; von all euren Unreinheiten und von all euren Götzen werde
ich euch reinigen. 26 Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen
Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch
wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27 Und ich werde meinen Geist
in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt
und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut. (Hesekiel 36,24-27)
Die Verkündigung Hesekiels hat in diesen Versen ihren Höhepunkt. Der
Prophet darf seinem Volk, das nach menschlichem Ermessen nur ein Dahinwelken
und Verlöschen in der Verbannung zu erwarten hat, das ankündigen, worauf sein
Vater in Wahrheit mit ihm hinauswill.
Wir leben in einer Zeit, in der zu beobachten ist, wie der Gott und Vater Israels
seine Zusage an sein Volk wahrmacht: „...ich werde euch aus den Nationen holen
und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen." Heute lebt
knapp die Hälfte von etwa 16 Millionen jüdischer Menschen weltweit in dem Land,
das seit 68 Jahren wieder den Namen „Israel" trägt. Die Rückführung des Volkes
Israel in das Land Israel ist heute allerdings nicht unser Thema. Thema ist die Verwandlung von Menschen aus dem Volk und Land Israel, auch die Verwandlung arabischer Menschen im Innern — mit starker Wirkung nach außen.
Was am Volk Gottes geschehen wird — der Gott und Vater Israels hat es versprochen —, ist dies: Jeder einzelne wird innerlich verwandelt werden; es wird eine
Herz-Transplantation stattfinden. Da braucht es nicht mehr Druck und Kontrolle,
damit getan wird, was den Schöpfer freut und den Menschen, ja der ganzen Schöpfung wohltut. Das Herz des Menschen wird erneuert, sein ganzes Wollen wird gottgemäß; es kommt mit dem Willen Gottes in Übereinstimmung, nicht mehr sich quer
stellend, nicht mehr widerspenstig. Dazu gehört, dass der Geist des Menschen erneuert wird. Das ist ein unsichtbares, nicht anfassbare Organs in unserem Innern.
Es befähigt uns dazu, mit Gott im Hören und Reden in Verbindung zu stehen. Hinzu
kommt, dass Gott seinen Geist in das Innere des Menschen hinein sendet. So kann
also im Inneren des Menschen Gott mit dem Menschen kommunizieren. Ich zitiere
hierzu, was wir bei Paulus im Römerbrief lesen:
Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. (Römer
8,16)
Hier spricht also Geist zu Geist. So der Wortlaut der Lutherbibel. Etwas anders
klingt dieselbe Aussage in der Revidierten Elberfelder Bibel: Der Geist selbst
bezeugt <zusammen> mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.
2012 konnte ich zusammen mit meiner Frau ein Ehepaar aus Jerusalem kennen lernen, sie messianische Jüdin, er Christ aus den USA. Tikvah erzählte aus ihrem Leben.
Als junge Erwachsene bekommt sie ein Neues Testament auf Hebräisch geschenkt.
Dieses landet zunächst einmal auf dem Bücherregal. Irgendwann treibt Tikvah die
Neugierde, darin zu blättern und zu lesen. Sie stößt auf den ersten Vers im Evangelium nach Matthäus:
„Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams." (Matthäus 1,1)
An diesem Satz bleibt sie hängen. Könnte es sein, dass dieser Satz wahr ist?
Könnte es sein, dass dieser Jesus der von meinem Volk lange erwartete Messias
ist? Tikvah will es wissen. Sie wendet sich in einem ersten fragenden Gebet an den,
der ihr allein eine gültige Antwort geben kann, den Messias Jesus. Daraufhin hat
Tikvah im Traum eine Begegnung mit ihm. Er steht vor ihr und macht eine ihr bekannte, unmissverständliche Handbewegung: „Komm, folge mir!". Dies lässt sie
sich nicht mehrfach sagen. Sie beginnt, ihm zu folgen, ihm zu vertrauen. Das bleibt
ihrer Familie mit vielen älteren Geschwistern nicht verborgen. Dort ist man einigermaßen entsetzt, fürchtet, dass Tikvah, die jüngste aller Geschwister, in die
Fänge einer gefährlichen Sekte geraten ist. Ein Bruder gibt einer der Schwestern
den Auftrag, Tikvah für einige Wochen in Hausarrest zu nehmen. Vielleicht bringt
sie Isolation ja zur Vernunft, hofft man in der Familie. Tikvahs persönliche Sachen
werden verbrannt. Nichts soll sie an diese Sekte namens „Messianische Juden" binden. Schließlich muss die Familie erkennen, dass Tikvah nicht umzustimmen ist. Sie
geht ihren Weg als Nachfolgerin des Messias Jesus. Nach einigen Jahren lernt sie
ihren jetzigen Ehemann kennen und lieben. Inzwischen ist die Familie der Tochter,
Schwester und Schwägerin sowie dem Schwiegersohn gegenüber entspannter.
2013 haben Tikvah und John meine Frau und mich besucht. Hier hat sie unseren
ersten Enkel Eliyah auf dem Schoß.
Tikvah und John sind Mitarbeiter im Jerusalem Prayer Tower in der Jerusalemer
Neustadt. Tag und Nacht wird dort für den Frieden Jerusalems und ganz Israels
Fürbitte getan, für den Schutz des Landes angesichts akuter Bedrohung. Fürbitte
wird aber auch mit dem Ziel getan, dass möglichst viele Menschen im Land den erkennen, der nur mit den Augen des Herzens erkannt werden kann: Yeshua aus Nazareth, der Nazarener, der Nachkomme Davids, der Messias Israels. Inzwischen ist
Tikvah Mutter von Zwillingen.
Messianische Juden in Israel praktizieren ihre Jesus-Nachfolge auch mit vielerlei
evangelistischen und diakonischen Aktionen. Auch in Israel haben in den letzten
Jahren Menschen aus Afrika Zuflucht vor Gewalt und Armut in ihrer Heimat gesucht. Messianische Juden haben solche Menschen mit Lebensnotwendigem versorgt. Dazu ein Bericht von Andy Ball, dem Leiter des Bibelladens der israelischen
Bibelgesellschaft in Tel Aviv:
„Die Situation der Flüchtlinge im Park wird immer schwieriger. Ohne ein Dach über
dem Kopf und ohne einen Bissen zu essen fristen sie dort ihr Dasein. Deshalb wechseln wir uns seit einiger Zeit mit anderen Teams ab, die Flüchtlinge mit Lebensmitteln und Gottes Wort zu versorgen.
Bei einem unserer Einsätze kam ein Israeli auf uns zu, nachdem er uns eine Weile
aus der Ferne zugesehen hatte. Ihm war aufgefallen, dass wir nicht nur Essen verteilten, sondern uns auch persönlich um die Flüchtlinge kümmerten, mit ihnen sprachen und ihnen Freundlichkeit entgegenbrachten. ,lch weiß, wer ihr seid. Ihr verteilt
christliche Literatur', sagte er, jedoch ohne Vorwurf in seiner Stimme. ,Euer Jesus
muss voller Liebe sein, und ihr gebt sie an andere weiter.' Auf unsere Frage, ob er
ein Neues Testament in Hebräisch haben möchte, antwortete er: ,Wenn wir uns
irgendwo in Tel Aviv begegnet wären und ihr mir ein Neues Testament angeboten
hättet, hätte ich ,Nein' gesagt. Doch weil ich gesehen habe, was ihr hier tut, habe
ich den Eindruck, dass euer Gott ein großartiger Mensch sein muss. Deshalb nehme
ich gerne ein Neues Testament.'"
Dies ist (noch) nicht das Bekenntnis zu Jesus als dem Messias Israels. Aber hat dieser Mann nicht doch Wahres ausgesprochen? Nachfolger Jesu bekennen doch,
dass in ihm Gott Mensch geworden! Nachfolger Jesu bekennen doch, dass Jesus
wahrer Mensch und wahrer Gott ist. Ich bekenne, dass ich einige alte Lieder zum
Christfest — nur noch fünf Wochen sind es bis dahin — sehr schätze, darunter eines von Paul Gerhardt mit dem Titel „Fröhlich soll mein Herze springen." Darin
heißt es: „Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute. Gottes Kind, das verbind't sich
mit unsrem Blute."
Diese beiden Beispiele zeigen, dass mehreres zusammenwirkt, wenn Menschen
den jüdischen Messias Jesus erkennen und sich zu ihm bekennen:
Es ist die Begegnung mit Menschen, welche anschaulich machen, was das heißt:
Gott lieben und den Nächsten wie sich selbst. Solche Begegnungen sind offensichtlich „werbewirksam", wecken die Sehnsucht nach einer eigenen Gottesbeziehung.
Es ist die Begegnung mit der Botschaft der Bibel.
Es ist der Messias Jesus in Person, der Menschen die Augen dafür öffnet, wer er in
Wahrheit ist.
Dass eben dies zusammenwirkt, das kennen wir auch in unseren Breiten. Allerdings
gibt es in den letzten Jahren viele Berichte davon, dass insbesondere Muslime nicht
in der hier dargestellten Reihenfolge Erfahrungen machen, die sie zu Jesus, dem
Sohn Gottes, hinführen. Immer wieder erscheint ihnen Jesus unerwartet im Traum,
offenbart ihnen bereits entscheidend Wichtiges von dem, was zur Wahrheit über
ihn gehört, und führt sie so hin zur Begegnung mit Christen und der Bibel.
Eine besonders enge Beziehung hat die amzi zur arabisch-christlichen ImmanuelGemeinde samt dazu gehörigem Buchladen in Haifa. Das Leiterehepaar Najeeb und
Elizabeth mit israelischer Staatsangehörigkeit ist arabisch einerseits und armenisch
andererseits. (Folie Najeeb und Elizabeth) Im Buchladen ergeben sich mit sehr unterschiedlichen Menschen Gespräche darüber, dass Jesus, der Messias Israels und
Heiland der Welt, d e r Zugang zu Gott für alle Menschen ist. Um eben dies zu bezeugen, nutzt Najeeb jede Gelegenheit — zum Beispiel dann, wenn er unterwegs
ist im Zug. Dies tut er als ein Mann, der eine drastische Lebenswende hinter sich
hat, der schon im Kindesalter Drogen konsumiert hat und aus einer Mafiosi-Familie
stammt.
Najeeb erlebt, dass auf die Saat auch die Ernte folgt, dass das ausgestreute Evangelium von Jesus Christus auch Frucht trägt, dass Menschen, welche von ihm erfahren, sich ihm anvertrauen und daraufhin getauft werden können. Im Sommer
2012 konnte Najeeb siebzehn Jugendliche und Erwachsene im Jordan taufen, darunter auch seine eigene Mutter.
Im vergangenen Jahr haben Najeeb und Elizabeth mehrere Wochen lang einen
arabischen Pastor in Essen in Nordrhein-Westfalen beim Aufbau einer Gemeinde
mit arabisch sprechenden Flüchtlingen unterstützt.
Najeeb hat außerdem in den letzten Monaten arabisch sprechende Flüchtlinge in
Jordanien und in der Türkei getroffen. Dabei hat er auch die Gelegenheit genutzt,
sich als Israeli vorzustellen und so beizutragen zum Abbau des Feindbilds von Israel
als Feind aller Araber und Muslime.
Nihad Salman, Pastor einer Gemeinde in Bethlehem, hat in diesem Jahr mehrere
seiner Mitarbeiter nach Berlin ausgesandt. Diese haben dort die Vineyard-Bewegung unterstützt bei der Schulung von Mitarbeitern für die Evangelisation unter
muslimischen Flüchtlingen. Es zeigt sich: Aus dem Nahen Osten kommen nicht nur
Flüchtlinge nach Europa, sondern auch Evangelisten. Gemeinsam mit einheimischen Christen wollen diese in einer geschützten Umgebung das Evangelium zu
Menschen bringen, die in ihrer Heimat nur schwer zu erreichen gewesen wären.
Diese Entwicklung erinnert mich an jenen Ruf, den Paulus auf einer seiner Missionsreisen in Kleinasien aus Europa gehört hat:
„Komm herüber... und hilf uns!" (Apostelgeschichte 16,9)
Lange Zeit galt Jordanien in Bezug auf die Religionsfreiheit als eines der liberalsten
Länder der Region. Insbesondere für Christen muslimischer Herkunft scheint sich
das aber nun zu ändern. Sobald ihr Glaube bekannt wird, müssen sie mit Widerstand rechnen.
H. war ein erfolgreicher Geschäftsmann. Als Importeur von Krawatten belieferte
der heute 58-Jährige landesweit seine Kunden. Als seine berufliche Karriere begann, war er überzeugter Muslim. Seinen Erfolg wertete er als Belohnung Allahs
für seine Frömmigkeit. Immer wieder aber wurde er von anderen Muslimen betrogen. So sah H. den Islam immer kritischer— bis er sich eines Tages innerlich ganz
verabschiedete. 2005 stieß H. auf einen Wandkalender der Evangelischen Karmelmission. Er ließ sich von deren jordanischem Büro christliche Literatur schicken.
Was für eine Freude, als er auf Nachfrage von einem Christen eine Bibel erhielt!
Sobald er allein war, schlug er sie nun regelmäßig auf. Dann lernte er A., einen Mitarbeiter der Karmelmission, kennen. Sie studierten regelmäßig miteinander die Bi-
bel. H. verglich die Aussagen mit denen des Koran. Besonders die Liebe Jesu beeindruckte ihn. Schließlich fand H. zum Glauben an ihn. Was er aus der Bibel gelernt
hatte, das erfüllte ihn mit einer solchen Freude, dass er seinen Kunden unbedingt
von Jesus erzählen wollte. Seine muslimischen Geschäftspartner trennten aber sich
von ihm und sorgten dafür, dass fast kein Kleidergeschäft mehr an den Krawatten
dieses „gottlosen Abtrünnigen" Interesse zeigte. Schließlich ging er bankrott; er
verlor seine Villa und musste mit seiner vierköpfigen Familie in eine kleine schäbige
Wohnung umziehen.
Seine Frau und Kinder machten ihm bittere Vorwürfe. Als A. ihn auf seine finanziellen Verluste wegen seines Glaubens ansprach, antwortete H. mit strahlendem
Gesicht: „Nichts habe ich verloren! Im Gegenteil, ich kümmere mich jetzt zum ersten Mal um wirklich Gewinnbringendes — nämlich Muslimen von Jesus Christus zu
erzählen!" Immer mehr Menschen in H.s Umgebung bekamen mit, dass sich in seinem Leben etwas verändert hatte. Er redete über Jesus und traf sich mit Christen.
Seine erweiterte Verwandtschaft, seine früheren Freunde und Geschäftspartner
brachen jeglichen Kontakt zu ihm ab.
Nach einiger Zeit erkannten seine Frau und die zwei erwachsenen Kinder, dass sich
im Verhalten ihres Vaters viel zum Positiven verändert hatte. Er hatte aufgehört zu
rauchen, und auch Flüche gingen ihm nicht mehr über die Lippen. Sie begannen
Fragen zu stellen, und H. konnte ihnen mehr von Jesus erzählen. So wurden auch
H.s Frau F. und die beiden Kinder Christen. Sein Sohn M. besucht inzwischen regelmäßig eine Kirche und hat 2014 eine Christin von den Philippinen geheiratet. Aufgrund der schlechten finanziellen Situation wohnen sie alle zusammen in einer kleinen Wohnung. Durch die Heirat von M. verschlimmerte sich aber die Situation der
Familie merklich. M.s Ehefrau trug zunächst keinen Gesichtsschleier, was die muslimischen Nachbarn verärgerte. Diese drohten: Sollte die junge Frau nicht ab sofort
nur noch verschleiert das Haus verlassen, würden sie sie auf der Stelle steinigen.
Obwohl sie sich diesem Druck gebeugt hat, wird die Wohnung der Familie nun fast
jede Nacht mit Steinen beworfen.
Die Familie lebt zwar in Angst, aber sie hält beständig fest am Vertrauen auf Jesus.
Wenn jüdische und arabische Menschen in Jesus den jüdischen Messias und Sohn
Gottes erkennen und sich an ihn anschließen, so gehören sie miteinander zu der
einen weltweiten Gemeinde Jesu. Auch das Neue Testament hält fest am Gegenüber von Juden und Nicht-Juden, aber dieses Gegenüber ist— vermittelt durch den
Friedenstifter Jesus — kein Gegeneinander. Über das Miteinander von Juden und
Nicht-Juden in der Gemeinde Jesu schreibt der Apostel Paulus im Brief an die Gemeinde in Ephesus:
...er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat..., damit er in sich selber aus
den zweien einen neuen Menschen schaffe... er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.
Denn durch ihn haben wir alle beide in einém Geist den Zugang zum Vater.
(Epheser 2,14.15.17.18)
Dieses Miteinander wird gelebt in einer verhältnismäßig großen messianischjüdischen Gemeinde auf dem Karmel bei Haifa. Vorgestern habe ich in einem Rundbrief über die junge Generation der Gemeinde Folgendes gelesen:
Mit Beginn des neuen Schuljahrs sind überraschend viele junge Leute zu uns gestoßen, einige auch aus arabische Familien, außerdem junge Sudanesen, die in unserem Zentrum für alleinerziehende Frauen leben. Es war eine ziemliche Herausforderung diese Hebräisch und Arabisch sprechenden Jugendlichen zusammen zu
bringen. Der Herr inspirierte unseren Jugendleiter Eliel dazu, die Jugendlichen in einen Kletterpark zu bringen, der die Geschichten von Mose, Josua und König David
thematisiert und innerhalb von Gruppen Einheit fördert. Genau diese Erfahrung
trug dazu bei, dass Gott Mauern der Trennung zwischen diesen so verschiedenen
Jugendlichen überwinden half. Nach der Teilnahme an verschiedenen LobpreisEvents in diesem Herbst sind die jungen Leute voller Feuer für den Herrn."
Hier noch ein kurzer Einblick in die Völker verbindende Lobpreiszeit bei einem der
Gottesdienste am Schabbat...
(Video Kehilat)