Konzept-Idee Schwimmsport im Poseidon

Grundlage zur Entwicklung des
„Schwimmsportkonzeptes 1. WSC Poseidon Worms“
Unter Berücksichtigung und Nutzung der Unterlage „Nachwuchskonzeption im Schwimmen“ DSV
Fachausschuß Schwimmen vom 15.08.2006.
Die DSV-Nachwuchskonzeption dient dem Schwimmsport-Konzept des 1.WSC Poseidon als Grundlage!
Schwimmsportliche Präambel
Es werden als Ausbildung und Förderung zum Wettkampfsport Trainingsmöglichkeiten vom
Schwimmkurs über Seepferdchen, Anfänger bis hin zur Leistungsmannschaft angeboten.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ab dem 20. Lebensjahr seinen Schwimmsport in der Abteilung
Masters weiter zu betreiben oder sich in den jungen Jahren dem Freizeitsport anzuschließen.
Unter ausgebildeten Trainern erhält man ideale Trainingsmöglichkeiten um sein Ziel zu erreichen.
Das vorliegende Schwimmsport-Konzept des 1.WSC Poseidon ist die Basis, auf der alle im Verein tätigen
Trainer/Übungsleiter die gruppenspezifischen Trainingsanweisungen aufbauen.
Schwimmabteilung Poseidon Worms
Schwimmschule: Erwachsene
Schwimmschule Kinder/Jugendliche
Anfänger
Wettkampfsport
Freizeitsport
Leistungssport
Masters
1. Generelles zur DSV-Nachwuchskonzeption
Die DSV-Konzeption zielt auf einen langfristigen Leistungsaufbau ab und umfasst die schwimmerischen
Ausbildungsetappen Grundlagentraining (GLT), Aufbautraining (ABT), Anschlusstraining (AST).
Der ca. 10 Jahre dauernde Prozess ist gekennzeichnet durch körperliche Entwicklung, spezifische
Entwicklungsaufgaben in Schule und Sport, den unterschiedlichen Umwelteinflüssen sowie der
Selbstfindung/dem Erwachsenwerden der jungen Sportler.
Angesprochen sind insbesondere die Sportler, die sich für ein leistungsorientiertes Training entschieden
haben.
Im Mittelpunkt steht der „mündige Athlet“, der freiwillig hochgesteckte Ziele anstrebt.
Weiterhin wird vom Höchstleistungsalter ausgegangen, das bei 23 Jahren (Schwimmer) und bei 21
Jahren (Schwimmerinnen) liegt.
Geht man davon aus, dass ein Zeitraum von gut 10 Jahren erforderlich ist, um die umfangreichen
(Leistungs-)Voraussetzungen auszubilden, dann sollte spätestens mit 8 Jahren das Grundlagentraining
(GLT) begonnen werden.
Dem GLT geht die Anfängerausbildung (GAB) voraus, sie muß für den 1.WSC Poseidon Worms noch
erstellt werden und dann in das Gesamtkonzept einfließen.
Die letzte Etappe, das Hochleistungstraining muß (zur Zeit) keine Berücksichtigung finden, da die
Umweltfaktoren dieses im Moment nicht zulassen. Gleiches gilt eigentlich auch für das AST im „offenen“
Bereich (Anschlusstraining).
Schwimmern, die sich aufgrund ihres Talentes, des Leistungsvermögens usw. in diesen Bereich
„hineinentwickeln“, sollten über einen noch festzulegenden „Kooperationsverein“ vom Heimatverein
1.WSC Poseidon Worms die Möglichkeit dazu erhalten.
Ein entsprechendes Konzept, sozusagen stellvertretend für das des z.Zt. nicht möglichen AST/HLT, ist in
Zusammenarbeit mit dem Vorstand zu erstellen.
Grundausbildung (GAB)
Nachwuchstraining (NT)
Hochleistungstraining (HLT)
1-2 Jahre Anfängerausbildung
Grundlagentrainung (GLT) 7-8 Jahre Nachwuchstraining
Aufbautraining (ABT 1+2)
Anschlusstraining (AST)
nach 2-4 Jahre Anschluss an nationale Spitze
Nach ca. 10 Jahren Erreichen und Halten des
internationalen Niveaus
Im Gegensatz zum Erwachsenentraining befinden sich die Kinder und Jugendlichen noch im
Wachstum, deshalb gilt es einige körperliche, psychische und sozialen Veränderungen zu
beachten:
- geschlechsspezifische Entwicklungsprozesse (Mädchen können ein Jahr früher in das ABT
einsteigen als Jungen)
- entwicklungsbedingte biologische Besonderheiten, die einer individuelle Ansprache und Korrektur
bedürfen (Hebel, Frequenzen, ...)
- altersadäquate Belastung („Fördern und fordern statt überfordern“)
Grundsätzliches zur Belastungsgestaltung:
- frühzeitige vielseitige sportliche Belastung
- mechanische Belastungen des Stützapparates durch Krafttraining sind besonders in der Pubertät zu
begrenzen. Im Mittelpunkt stehen Übungen zur Stabilisierung der Wirbelsäule und Gelenke.
Die Kopplung von Kraft, Beweglichkeit und Schnelligkeit/Schnellkraft begünstigt die dynamische
Ausprägung der Schwimmtechniken.
Die aerobe Ausdauerfähigkeit unterliegt nur geringen Schwankungen (altersunabhängig) und ist
in allen Etappen (GLT, ABT, AST) gut trainierbar.
Dagegen sollten Maximalkraft und anaerobe Ausdauer erst nach Abschluß der Pubertät
ausgebildet werden (Geschlechsspezifisch sind hier die Mädchen früher als die Jungen).
Trainingsprinzipien:
-
Prinzip der Zielgerichtetheit, d.h. jede Ausbildungsetappe hat ihr Ziel
Prinzip der Fasslichkeit und Entwicklungsmäßigkeit, d.h. in jeder Ausbildungsetappe wird
der jeweilige Entwicklungsstand berücksichtigt
Prinzip der ansteigenden Trainingsbelastung, d.h.,dass zuerst über den Trainingsumfang,
dann über die Einheit mit der entsprechenden Intensität die Belastung gesteigert wird
Prinzip des frühen und rechtzeitigen Trainingsbeginns, d.h. mit 8 Jahren
Prinzip der rechtzeitigen und zunehmenden Spezialisierung, d.h. Ausbildung vom
Grundlagentraining (GLT) im Schwimmen mit hohem Anteil allgemeiner Übungen an Land
und im Wasser
Leistungsstruktur
Nachwuchstraining ist ein Training der Leistungsvoraussetzungen!
Deshalb bestimmt die Leistungsstruktur im Schwimmen die Inhalte im langfristigen
Leistungsaufbau!
Im Nachwuchstraining sollten Kinder/Jugendliche so vielseitig ausgebildet werden, dass sie disponibel für
eine beginnende Spezialisierung in der AST Etappe zur Verfügung stehen.
-Motorische VoraussetzungenBereich
Technik
Start
Übergang
Start vom
Widerstandsarme
Block oder aus Körperhaltung,
dem Wasser
Delfinbewegung
Koordination Gleichgewicht, Differenzierung
Reaktion,
Kopplung
Kondition
Schnellkraft
Schnellkraft,
„Rumpfkraft“
Schwimmen
Wende
Vier
Schwimmarten
Vier
Schwimmarten
und drei
Lagenwenden
Differenzierung, Differenzierung,
Rhytmisierung, Antizipation,
Koppelung
Orientierung,
Umstellung
Aerobe bis
Schnellkraft,
anaerobe
„Rumpfkraft“
Ausdauer oder
Schnelligkeitsausdauer nach
Distanz,
Kraftausdauer
Übergang
Anschlag
Widerstandsarme Vier
Körperhaltung,
Schwimmarten
Delfinbewegung
Differenzierung
Umstellung,
Differenzierung,
Antizipation
Schnelligkeitsaus Anaerobe
dauer bzw.
Ausdauer
Kraftausdauer
(Mobilisation)
Achtung: Die Delfinbewegung ist Element aller Starts und Übergänge
DSV-Nachwuchskonzept Kopien der Seiten 6 und 7 (Grundstruktur des langfristigen Leistungsaufbaus - Männer und Frauen)
Leistungsentwicklung und Trainingsumfang
Die beste Basis für spätere Spitzenleistungen ist ein hohes Niveau an Leistungsvoraussetzungen zu
schaffen.
Dies bei rechtzeitiger Spezialisierung hin zum Schwimmsport (im Sinne der Hinwendung zum
Schwimmen in seiner ganzen Breite!!) nicht eine frühzeitigen Spezialisierung auf eine Schwimmart!!
Die Trainingsumfänge in der folgenden Tabelle stellen nur eine grobe Orientierung dar.
Ansätze:
Sie sind unter der Annahme entstanden, dass die Trainingsbedingungen sehr günstig sind und die
Nutzung sportbetonter Schulen ab ABT gegeben ist (von daher interessant, aber nicht 1:1 auf den
Poseidon Worms anwendbar. Hier muß ein vereinsspezifischer Ansatz – Sommer / Winter – entwickelt
werden).
- Das Verhältnis zwischen Wasser- und Landtraining verschiebt sich im Altersgang zugunsten des
Wassertrainings
- Die Jahressummen im Belastungsumfang (km) gelten vorwiegend für Schwimmerinnen, die zu
längeren Strecken tendieren. Jungen sollten bis 14/15 Jahren einen geringeren Umfang absolvieren
(Beachtung der biologisch-physiologischen Entwicklungsbesonderheiten)
- Der Belastungsumfang ist durch ständige Erhöhung der Trainingszeit zu sichern, wobei als Ziel gilt:
- GLT – mindestens 3 Trainingseinheiten pro Woche
- ABT – tägliches Training
- AST mehrmals 2 Trainingseinheiten/Tag in der Woche
- Es ist verstärkt Training an Wochenenden und in den Ferien zu nutzen. In den Sommerferien sollte
das Training nicht mehr als 3-4 Wochen entfallen.
Etappe
Jahr
Training
h/Woche
4-5
9
12-14
16-19
21-22
23-24
> 24
Wochen/Jahr
Training h/Jahr
Anteil
Wasser:Land
GLT
1./2.
42
170
80:20
3./4.
43
390
75:25
ABT
5./6.
45
600
60:40
7./8.
45
800
70:30
AST
9./10.
46
1000
70:30
11./12.
46
1100
75:25
HLT
ab 13.
36
1200
Je nach
Spezialisierung
1200-3000 km
Ab 15 Jahre (AK 15) Spezialisierung/Differenzierung nach Schwimmart und Streckenlänge
Bei Jungs sind die Etappen (GLT, ABT, AST) mit je 4 Jahren gleich lang, bei Mädchen ist die erste und
die letzte Etappe um je ein Jahr kürzer
Der wirksamste Weg zur Leistungssteigerung bleibt der Trainingsumfang!
Der sicherste Weg ist die Kopplung von Trainingsumfang und Entwicklung einer optimalen
Schwimmtechnik!
Die Festlegung des Trainingsumfanges ist deshalb entscheidend für die Leistungen der Sportler!
Die Konzeption jeglicher Etappenpläne sowie Makro- und Mikropläne nicht nur im Poseidon Worms ist
vor allem von drei Punkten abhängig:
1. Die Möglichkleiten des Wasser- und des Landtrainings
2. Entsprechend engagierte und ausgebildete Trainer
3. Eine „kritische Masse“ von Sportlern, die den Weg gehen wollen
2. Schwimmschule – im Sinne der DSV-Konzeption = Grundausbildung (GAB)
-
-
ab 6 Jahren, Mädchen eventl. auch etwas früher
aber auch Schüler/Jugendliche/Erwachsene
Schwerpunkte sind Wassergewöhnung, Wassersicherheit und Schwimmfähigkeit: Tauchen, Atmen,
Springen, Gleiten, Schweben, Auftreiben, Fortbewegen, Antreiben
Ziel des jeweiligen Kurses ist das Seepferdchen.
in der Regel kann der Teilnehmer nach einem Jahr 2 Schwimmlagen in Grobform
mindestens 50m schwimmen
und sich frei im und unter Wasser bewegen
Betreut werden die Schwimmkurse von ausgebildeten Übungsleitern
3. Anfänger – im Sinne der DSV-Konzeption = GLT
-
-
Alter: ab 8 Jahre
Im Anfängerbereich werden die erlernten Fähigkeiten der Schwimmschule weiter verbessert.
Schwerpunkte sind das Erlernen von:
- 4 Schwimmarten
- Koordinationstraining
- Startsprung und Wenden
Ziel der jeweiligen Gruppe ist die Sichtung zum Wettkampfsport
weiterhin werden hier die Voraussetzungen für längeres Schwimmen geschaffen (“Kondition“)
Für die Gruppen werden zweimal im Jahr interne Wettkämpfe organisiert, wo die jungen Schwimmer
den Reiz des Wettkampfsportes kennen lernen können
Betreut werden die Gruppen von ausgebildeten Übungsleitern.
Übergeordnete Ziele:
- Entwicklung grundlegender und sportartspezifischer Leistungsvoraussetzungen
- Vielseitigkeit in der sportartgerichteten Ausbildung
- Ermittlung der Eignung für den Übergang in das ABT
- Positive Grundeinstellung zum Wettkampfsport
Leistungsziele:
- Technikmerkmale (Grobkoordination) bis zu einer Strecke von 50 m
Wettkampfzeiten und Platzierungen spielen für die Motivation der Kinder zwar eine Rolle, sie sollten aber
zur Auswahl und Leistungseinschätzung für die Zukunft nicht überbewertet werden!
Persönlichkeits- und Teamentwicklung:
Persönlichkeitsentwicklung:
Selbstbild – eigene Fähigkeiten einschätzen lernen
- über den eigenen Körper Bescheid wissen
Bewegungsmöglichkeiten
Hygienische Verhaltensweisen kennen und einhalten
Einfache Vortriebsmodelle verstehen
-
über das eigene Handeln Bescheid wissen
Wettkampfregeln kennen und einhalten
Beeinflußbarkeit der sportlichen Leistung erfahren
Sportliche Ziele setzen und erreichen lernen
Regeln sportlicher Lebensweise kennen und einhalten lernen
Bedeutung des Einschwimmens und Wettkampfvorbereitung kennen lernen
Den eigenen Tagesablauf kennen und einteilen lernen
-
über die eigenen Gefühle Bescheid wissen
Spaß an der Bewegung im wasser erfahren
Umgang mit Sieg und Niederlage kennen lernen
Siegeswille und Ergeiz entwickeln
Sich seiner Mitmenschen bewußt sein
Regeln sportlicher Verhaltensweisen (Fairplay,...) kennen und einhalten
Teamentwicklung:
Vertrauen bekommen
- sich an die Gruppe und ihre Regeln gewöhnen
- regelmäßig an Lern-, Übungs- und Trainingseinheiten teilnehmen
- Notwendigkeit gruppeninterner Zusammenarbeit erfahren
Im Poseidon Worms werden hier u.a. im Zeltlager, das einmal jährlich stattfindet, die Jüngeren
(also GLT - 8 bis 11 Jahre) in dieser Entwicklung sehr eng begleitet.
Die Übungsleiter und Betreuer zeichnet hierbei nicht nur das pädagogische Wissen um diese
Verantwortung aus, sie wissen auch um ihre Vorbildfunktion und verhalten sich entsprechend.
Ebenso verhält es sich in den Trainingslager der etwas Älteren.
Koordination und Technik:
- Grundfertigkeiten aus der Grundlagenausbildung sind für das Wassergefühl zu vervollkommnen
- Techniken der 4 Schwimmarten, der Starts und zweckmäßiger Wenden in einer Qualität, die die
Merkmale der Leittechnik aufweist und bis 50 m nachvollzogen werden kann
- Kräftige und flüssige Delfinbewegung
- Koordinative Fähigkeiten sind durch vielseitiges Training an Land und im Wasser zu sichern (sehr
wichtig zum Erlernen der Techniken!! Ein „Muss“ in jedem Programm)
- Grundbestand von Übungen aus Gymnastik und Kleinen Spielen ist zu erlernen
- Erlernen der Schwimmarten durch Erklärung der Techniken und der Wettkampfbestimmungen in
kindgerechter Weise
Am Ende des GLT sollten in allen 4 Schwimmarten wesentliche leistungsbestimmende technische
Kennlinien verstanden und nachvollzogen werden können (altersspezifisch).
Es gilt:
Suche den langen Weg (unter Wasser) und mache dich schlank, verringere den Widerstand!
Konditionelle Fähigkeiten:
Schulung durch allgemeine Mittel an Land und spezifischen Mitteln im Wasser.
Dominierend sind hier die GA1 (aerobe Ausdauer)
und S (Schnelligkeit) mit Beweglichkeit im Sinne eines technikorientierten Konditionstrainings.
Keine Einheiten für die anaoeroben Ausdauer oder spezifischer Kraft!
Wassertraining:
-
-
Jede Trainingsaufgabe erhält neben dem konditionellen Ziel einen technischen Akzent
Belastungserhöhung über Extensivierung, nicht Intensivierung!
Streckenlängen (im GA -Training) müssen so gewählt werden, dass sie ohne „Technikverlust“
absolviert werden können. Mit Stabilisierung der Technik können die Teilstrecken verlängert werden
(extensives Intervalltraining). Dauertraining (Teilstrecke ab 800 m) sollte erst am Ende des GLT
gefordert werden.
Schnelligkeit ist ein Schwerpunkt. Es geht dabei um Serien von geringer Dauer (bis 8 sec.) bei 4 – 8
Wiederholungen mit langer Pause (aktive Pause). 25 m Spurts sind dafür viel zu lang!
Großer Anteil Beinarbeit bei hoher Bewegungsintensität (nicht zuviel Brustbeine). Danach sollte stets
die Gesamtbewegung folgen.
Delfinbewegung in Bauch-, Rücken- und Seitenlage, einzeln und im Rahmen von Übergängen bei
Start und Wende!
Technikübungen immer ins Einschwimmen mit aufnehmen!
Technik und Schnelligkeitsübungen immer im vorderen Drittel des Trainings.
Landtraining:
-
Gymnastik vor dem Wassertraining
Wöchentliche Landeinheit: Kleine Spiele,... (kindgerecht)
Tipps zur Trainingsdurchführung:
-
Sichere die Einheit zwischen Land- und Wassertraining
Beachte kindgemäße Trainingsmittel, Übungen und Belastungsformen
Das Niveau der Technik bestimmt die Teilstreckenlänge (saubere Technik!)
So vielseitig wie möglich, so speziell wie nötig
Setze Schwerpunkte und bleibe trotzdem kurzweilig
-
Spaß und Leistung schließen sich nicht aus
Belastungserhöhung über Extensivierung
Spaß zum Schluß lockt zum nächsten Training
Wettkampf:
Im GTL werden die Kinder an Wettkämpfe herangeführt.
Erfolg/Misserfolg, Wettkampfstimmung untereinander, mit den Eltern, die Wettkampforganisation usw.
prägen nachhaltig die Einstellung zum Wettkampf.
Aspekte der Wettkampfgestaltung:
- Der Wettkampf ist mit dem aktuellen Ausbildungsinhalt in Einklang zu bringen (Lernzielkontrolle)
- Der Wettkampf sollte mit einer Technikeinschätzung verbunden werden
- Der Wettkampf wird „aus dem Training“ bestritten und nicht spezifisch vorbereitet!
- Wettkämpfe sollen animieren und nicht abschrecken
- Es gibt auch andere Wettkampfziele (Techniknote, Mannschaftswertung), nicht nur Einzelzeiten
- Überlange Wettkampfabschnitte sind zu vermeiden
- Dominante Wettkampfstrecken (je nach Technik), 25-400 m Freistil; 25-100 m Brust/Rücken;
25/50 m Delfin
Periodisierung:
-
gibt es in GTL noch keine
formell bestimmt wird die GTL durch den Schuljahresverlauf
inhaltlich wird die GTL bestimmt durch die Akzentuierung des Lernprozesses. Diese Phasen sollten
mit Tests/Wettkämpfen zur Überprüfung des Status abgeschlossen werden.
Ferien und Wochenenden sollten für Trainingslager genutzt werden, aber immer abwechslungsreich
und freudbetont.
4. Freizeitsport – im Poseidon Worms eine Art Weiterführung von GLT mit
Anteilen von ABT
-
-
-
-
Im Freizeitsport werden die erlernten Fähigkeiten der Anfängergruppe weiter verbessert.
Schwerpunkte sind das Erlernen von allen 4 Schwimmarten und Koordinationstraining.
Startsprung und Wenden werden weiter optimiert.
Allgemeine Kondition wird erarbeitet.
Ziel der jeweiligen Gruppe ist die Freude am Schwimmsport bei gleichzeitiger Stärkung der
Ausdauer.
Diese Gruppe ist sehr heterogen.
Hier kann sich mehr oder weniger schnell herausbilden, was dem Sportler im Wasser Spaß macht.
Dies ist natürlich von vielen zu berücksichtigenden Faktoren abhängig: Alter, Fähigkeiten, Motivation,
sozialer Hintergrund, usw.
1-2 Sichtungswettkämpfe pro Jahr mit unterschiedlichen Aufgaben (noch zu entwickeln) sollen hier
zumindest die sportliche Einschätzung des Sportlers ermögliche, um ihn entsprechend seiner
Möglichkeiten weiter zu entwickeln.
Tendenzen zu Wettkampfschwimmen oder Wasserball sind hier zu eruieren.
Hier gilt es Leistungsparameter zu erarbeiten, wann ein Übergang zum Wettkampfschwimmen bzw.
zum Wasserball erfolgen kann.
Betreut werden die Gruppen von ausgebildeten Übungsleitern
5. Wettkampfsport - Im Sinne der DSV-Konzeption = ABT (Aufbautraining 1.+2.)
-
Im Wettkampfsport werden die erlernten Fähigkeiten der Anfängergruppe/Freizeitsport weiter
verbessert.
-
-
Schwerpunkte sind das Optimieren aller 4 Schwimmarten und Koordinationstraining.
Startsprung und Wenden werden optimiert.
Hier wird begonnen die Kondition auszubilden.
Ziel der Gruppe ist das regelmäßige Trainieren und die Teilnahme an Nationalen Jugend- und
Nachwuchsschwimmfesten.
Hier beginnt der Einstieg in den Wettkampfsport.
Gekennzeichnet durch:
- Wachstumsschwankungen der Pubertät. Daraus resultiert u.a. eine Disharmonie der Körperform, die
sich fördernd oder hemmend auswirken kann.
- Große Leistungssprünge
- mögliche Stagnationserscheinungen durch Einsetzen der Pubeszenz
- schnellere Leistungsentwicklung der Mädchen
- Vorsicht vor sportlichen Fehleinschätzungen der Trainer
Übergeordnete Ziele:
-
Hoher Anteil allg. Trainings im Sinne vielseitiger Bewegungserfahrung
Zunehmende Spezialisierung im Sinne vielseitiger Ausbildung im Schwimmen, nicht festlegen auf
Schwimmarten!
Zunehmende Belastungsumfänge zur Steigerung der Belastungsverträglichkeit
Vervollkommnung der Feinkoordination der technischen Fertigkeiten in den 4 Schwimmarten, Starts,
Wenden und der Delfinbewegung
Am Ende des ABT Ermittlung der Eignung für eine Schwimmart oder Distanz (kurz/lang)
Leistungsentwicklungsbezogene Planung der weiteren Karriere
Leistungsziele:
Überprüfung
- des Ausbildungsstandes in den 4 Schwimmarten inkl. Starts, Wenden, Delfinbewegung
- der konditionellen Voraussetzungen an Land und
- der Vielseitigkeit im Wasser
Persönlichkeits- und Teamentwicklung:
Persönlichkeitsentwicklung:
Selbstbild – eigene Fähigkeiten einschätzen lernen
- über den eigenen Körper Bescheid wissen
Bewegungen auch mental lernen, Bewegungsvorstellungen entwickeln
Vertiefung der biomechanischen-techn. Kenntnisse
Biologisches Grundlagenwissen für sportl. Leistungsfähigkeit kennen lernen
Bedeutung der Vielseitigkeit an Land und Wasser verstehen
Eigene körperliche Entwicklung und Reaktion beobachten lernen (Gewicht, Größe, Puls,..)
-
über das eigene Handeln Bescheid wissen
eigene Gewohnheiten beobachten und kontrollieren lernen (Schlafen, Essen,...)
Abläufe der Organisation von Land- und Wassertraining kennen
Trainingstagebuch führen
Ehrgeiz und Leistungs-/Siegeswillen im Wettkampf zeigen
Konsequenz des eigenen Handelns erfahren lernen
Eigenes Handeln längerfristig planen lernen
Sportliche und schulische Anforderungen vereinbaren
-
über die eigenen Gefühle Bescheid wissen
eigene Erwartungen kontrollieren lernen
Konflikte konstruktiv austragen und lösen lernen
Entscheidungen treffen lernen
-
sich seiner Mannschaft bewußt sein
Regeln sportl. Verhaltensweisen einhalten
Partnerschaftliches Verhältnis zum Trainer entwickeln lernen
Verantwortung für sich und andere übernehmen lernen
Teamentwicklung:
Vertrauen entwickeln und geben
- Verantwortung für die Gruppe übernehmen lernen
- Aufgaben übernehmen
- Miteinander offen kommunizieren lernen
- Gemeinsame regeln und Rituale einhalten lernen
- Gegenseitig coachen lernen
Koordination und Technik:
Ziele:
- annähernd fehlerfreie Bewegungsausführung bei relativ hoher Bewegungskonstanz (bis zu 200 m K,
100 m R/B, 50 m S), inkl. Starts, Wenden und Delfinbewegungen → Feinkoordination
- Die Technik ist den unterschiedlichen und wechselhaften Wettkampfbedingungen anzupassen und
über die gesamte Wettkampfstrecke stabil zu halten („wettkampffest“)
Bei vorhandenen stärkeren Defiziten sollte Technikentwicklung vor Konditionierung stehen!
und
Delfinschwimmen stärkt/unterstützt Kraul!
-
unterstützender Einsatz von Kombinationen (Schulung Koordination und Kondition)
Konditionelle Fähigkeiten:
- Erzielung der Leistungsverbesserung auf Basis aerober Leistungsgrundlagen und
Schnelligkeitsvoraussetzungen
- Gegen Ende des ABT ist das Grundlagenausdauertraining durch Serien im aerob-anaeroben
Übergangsbereich zu erweitern
- Grundlagenausdauer mit hoher Anforderung an die Technik! → Lerntraining
- Technikfehler dürfen sich bei Langzeitbelastungen nicht einschleichen und festsetzen! Technik steht
vor „Metermacherei“!
- Schnelligkeit ist immer zu entwickeln. Grundlage ist hier die Erkenntnis, dass die parallele
Entwicklung von Ausdauer und Schnelligkeit (Belastungen von max. 8 sec.!!) bei Kindern eine hohe
Leistungsentwicklung sichert.
- Zielgerichtet auch im Hinblick auf spätere anaerobe Belastungen
- Schulung der Reaktions- und Aktionsschnelligkeit sowie der Delfinbewegung
- Technik und Schnelligkeitsübungen immer im vorderen Drittel des Trainings
Zuerst die Geschwindigkeitssteigerung durch Vergrößerung des Zyklusweges anstreben!
(aber zum trainieren der Variabilität kann auch mit Frequenzerhöhungen „gespielt“ werden)
Landtraining:
- angemessene Belastbarkeit des Stütz- und Bewegungssystems (altersgerecht)
- Kräftigung der Rumpf- und Schultermuskulatur (Haltungs- und Verletzungsprophylaxe)
- Schulung der Schnellkraft (insb. der Sprungkraft)
- Staffeln, Hindernisläufe und Kleine Spiele
-
Weitere Sportarten zur Erweiterung des Bewegungsschatzes
Methodisch muss berücksichtigt werden:
- Erst die Übung erlernen, dann konditionieren
- Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht oder Kreistraining, keine Kraftmaschinen
- Krafttraining vorwiegend über Spielformen und stets in Verbindung mit koordinativer Schulung
- Kraftfähigkeiten sind optimal, nicht maximal zu entwickeln
- Ausreichende Pausenlänge
- Beweglichkeitstraining, ganzjährig!
- Zu Beginn eines Trainingsjahres oder Makrozykluses sollte ein dominantes Landtraining durchgeführt
werden
Zu Beginn des Trainingsjahres steht die allg.-koordinative Ausbildung im Mittelpunkt, später
zunehmend die schwimmspezifischen Übungen und Elemente. Ein Drittel Landtraining sollte
eingehalten werden.
Wettkämpfe:
-
Bedeutung und Anzahl der Wettkämpfe wächst (gegenüber GLT)
Es zählt noch nicht die Höchstleistung in einer Disziplin
Leistungsbereitschaft, Steigerungsfähigkeit und wettkampfgerechtes Verhalten sind zu entwickeln
Zum Ende der ABT Etappe muß aus den Wettkampfleistungen und dem Verhalten erkennbar sein, zu
welcher Schwimmart/Disziplin eine besondere Eignung vorliegt
Grundsätzliches:
- die Wettkämpfe sollten die Vielseitigkeit der Ausbildung widerspiegeln
- Schwerpunkt nicht immer auf Endzeit sondern auch auf Technik, Rennverlauf, Taktik legen
- Priorität auf Wettkämpfen mit Mannschaftswertung
- Ganzjährig und dem Ausbildungsstand anzupassen (Kontrollfunktion)
- Häufige Wettkämpfe → Wettkampfstabilität, Mobilisations- und Steigerungsfähigkeit werden
entwickelt
- Verhalten vor, während und nach dem Wettkampf soll der Leistung dienlich sein
- Wettkampfvorbereitung aus den Komponenten GA und S!
Periodisierung:
Abhängig von den schulischen Abläufen aber auch zentralen Wettkämpfen.
Das Trainingsjahr sollte mit einem Wettkampfhöhepunkt beendet werden.
Eine zyklische Gestaltung ist anzustreben, um Phasen der vorrangigen Entwicklung von
Leistungsvoraussetzungen mit Kontrollwettkämpfen abzuschließen und ausreichend Erholungsphasen zu
gewähren.
Die Ferien sind durch Lehrgänge als Belastungshöhepunkt zu nutzen!
Im Jahesverlauf sollte vom Allgemeinen (Land, GA I/extensiv) zum
Spezifischen (Wasser/GA I/intensiv, später GA II) vorgegangen werden!
6. Leistungssport - im Sinne der DSV-Konzeption = AST (Anschlusstraining)
-
Im Leistungssport werden die erlernten Fähigkeiten der Wettkampfsportgruppe optimiert.
Ziel ist das Heranführen an den Leistungssport.
2 mal pro Jahr werden Trainingslager unterschiedlicher Dauer durchgeführt.
Betreut wird die Gruppe von erfahrenen B- und C-Lizenz Trainern.
Das AST ist die Übergangsetappe vom ABT zum Hochleistungstraining (HLT).
Diese Etappe beginnt mit Abschluß der Pubertät und sollte mit 17/18 Jahren (Jungen spätestens 19
Jahren) beendet sein.
Damit findet diese Etappe im Jugendalter statt.
Neben den körperlichen und geistigen Umstellungen sind die persönlichen Umwelteinflüsse hier sehr
stark ausgeprägt.
Vom Trainer wird hier ein einfühlsamer, umsichtiger aber trotzdem konsequenter Führungsstil verlangt.
Ziele:
- an internationales Niveau im Jugendalter und gleichzeitig nationales Niveau der offenen Klasse
aufzurücken
- weitere Ausprägung der Leistungsvoraussetzungen für das HLT
- Trainingsumfänge bis 1200 h/Jahr
- 3 x wöchentlich 2 Trainingseinheiten pro Tag
- Spezialisierung, deshalb Wassertraining in Disziplingruppen
Leistungsziele:
- zunehmende Spezialisierung
- innerhalb der ersten zwei Jahre auf „Strecke“ oder „Schwimmart“ spezialisieren
- Erkenntnis: Je früher man sich auf eine Strecke spezialisiert, je eher ist die sportliche Karriere
beendet
- Nach der Rudolph-Tabelle sollten mindestens 16 Punkte erreicht werden
Persönlichkeits- und Teamentwicklung:
Persönlichkeitsentwicklung:
Selbstbild – eigene Fähigkeiten einschätzen lernen
- über den eigenen Körper Bescheid wissen
Zusammenhänge zwischen dem eigenen Handeln und den Auswirkungen auf den eigenen Körper
begreifen lernen
Verantwortung für den eigenen Körper übernehmen
-
über das eigene Handeln Bescheid wissen
Sich bewußt zum Leistungssport aus eigener Motivation bekennen
Trainingsmethoden und ihre Wirkungen in der Theorie kennen lernen
Leistungstests in der Theorie kennen lernen
Sich theoretisches Wissen zur Ernährung aneignen
Taktische Verhaltensweisen kennen und ausüben lernen
Eigene Schwerpunkte zur sportlichen und beruflichen Entwicklung setzen
Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen und Folgen abschätzen können
-
über die eigenen Gefühle Bescheid wissen
Einfache Methoden der Selbstregulation kennen und ausüben lernen
Gefühlslagen reflektieren und analysieren lernen
Handlungsdruck bewältigen und Anforderungen standhalten
Lust an sportlichen Aktivitäten empfinden
Sich seiner Mitmenschen bewußt sein
Mitmenschen und deren Verhalten beobachten und verstehen lernen
-
Seine eigenen Rolle im sozialen Kontext einschätzen lernen
Akzeptanz von Unterschiedlichkeiten erfahren und ausüben
Trainer als Partner verstehen
Teamentwicklung:
Vertrauen entwickeln und geben
- Verantwortung für die Gruppe übernehmen und sich für die Gruppe einsetzen
- Aufgaben übernehmen und ausfüllen
- Gegenseitige Achtung, Kameradschaft und Hilfsbereitschaft erfahren und gewähren
- Gegenseitig coachen lernen
Koordination und Technik:
Wasser allg.:
- Schwimmtechnik an „Leittechnik“ anpassen und unter Wettkampfbedingungen stabilisieren
- Das Zeitziel beeinflußt die trainingsmethodische Linienführung (z.B. Zyklusweg-Frequenz-Verhalten)
- Anwendung von Diagnoseverfahren und Messplatztraining
- Die „Bewegungsgüte“ bekommt einen hohen Stellenwert. Besonders das extensiven GA I sollte mit
Technikaufgaben verbunden werden (wettkampfnahe Wenden, Dreieratmung,...)
- Mit dem AST werden vermehrt Trainingsgeräte und Hilfsmittel zur Konditionierung eingesetzt. Dabei
ist zu beachten, dass die Technik (Bewegungsausführung) nicht zu stark verändert wird.
- Spezifische koordinative Fähigkeiten sind täglich zu trainieren
Land allg.:
- Ausbildung allg.-koordinativer Fähigkeiten in den ersten Wochen der Makrozyklen
(Gewandheitsläufe, Sportspiele, Aerobic,..)
- Arbeit mit Armzugkraftgeräten geht vor der konditionellen Arbeit. Achtung: Art der Ausführung an den
Zugkraftgeräten sollte adäquat zur Bewegungsausführung im Wasser sein
- Sprungkrafttraining
Kondition:
- mit Abschluß der Pubertät bestehen günstige Voraussetzungen, die Trainingsbelastung in allen
Komponenten zu steigern
- Schnelligkeitsausdauer (SA), wettkampfspezifische Ausdauer (WA) und spezifisches Krafttraining
kommen hinzu, um den anaeroben Trainingsanteil zu erhöhen.
Aber Achtung: Krafttraining kann Technik verderben! → wenn nicht immer auf Technik
geachtet wird!
Wasser:
hohe Trainingsumfänge (> 2000 km)
Zunahme der Schwimmgeschwindigkeit unter aeroben Bedingungen
Eine frühzeitige Spezialisierung auf 50/100 m Strecken ist zu verhindern, da sonst die
Schwimmer bereits mit zu großem GA-Verlust in das HTL wechseln!
- Wettkampfvorbereitung über die methodische Kette GA I – GA II – SA – WA
- S bleibt ständig im Training verankert
- Verbesserung des GA-Niveaus im Beinbereich
-
Land:
- gezieltes Muskelaufbautraining nach der Pubertät
- Aufnahme des spezifischen Krafttrainings (soll dem Kraft-Zeitaufwand der Wettkampfübung
entsprechen) in die zyklische Gestaltung – permanenter Bestandteil des AST
- Allg. Ausdauer an Land unter koordinativem und psychologisch-kompensatorischem Aspekt
- Tägliche Beweglichkeitsübungen
- S-Training besonders durch explosive maximale Krafteinsätze
- Der Anteil an Maximalkraft bei Sprintern wird größer und die Belastungsdauer im KA-Training bei
Langstrecklern wird zunehmen!
Wettkampf:
- übernimmt gegenüber dem Training die zentrale Steuerfunktion
- bisher diente er „nur“ dazu, um die Sportler wettkampffähig zu machen.
- Ziel der Wettkampfgestaltung ist hier die Jugend-Europa-Meisterschaft
- Erfahrungen sammeln auf hochrangigen nationalen und internationalen Wettkämpfen zur
Vorbereitung auf das HLT. Mit Vor,- Zwischen- und Endläufen.
Periodisierung:
Die zyklische Gestaltung des Trainingsjahres wird durch die Hauptwettkämpfe bestimmt (JEM, DJM,..)
Trainingsjahr und Makrozyklen sind nach folgendem Schema zu gestalten:
Aufgabe
Grundlegende
Leistungsvoraussetzungen
Verbesserung der spezifischen
Leistungsvoraussetzungen
Entwicklung der prognostizierten
Wettkampfleistung
Teilaufgabe
Allg. Konditionierung an Land
(Rad, Skilanglauf, Paddeln,
KA / GA)
Zielvorgabe (u.a. messbar)
Rad/Ski km/h, ∑ km,...
Wiederholungszahlen u.a.
Allg. Kraft an Land
Stationstraining (Zeit,
Wiederholungen, Widerstände)
Vielseitige Grundlagenausdauer
Km, Geschwindigkeit,
techn. Variabilität
Schwimmartbezogenes
Krafttraining an Land (inkl. Start,
Wende)
- Maximalkraftorientiert
- Schnellkraftorientiert
- Kraftausdauerorientiert
- SA-orientiert
(Geräte, Lasten, Widerholungen,
Arbeitswege)
Schwimmartbezogenes
Krafttraining im Wasser
Beinkraft, Rumpfkraft, Armkraft
Spezifisches Ausdauertraining
Wettkampfspezifisches Training
im Wasser (Becken)
GA I/Hauptschwimmart, GA II, SA
Geschwindigkeit und Technik für
kurze Teilabschnitte
Wettkampfspezifisches Training
im Kanal
Geschwindigkeit, Technik
Geschwindigkeit, Rennstruktur,
Start, Wende
Wettkampfspezifisches
Teilstreckentraining
Über- und Unterdistanzleistungen
Training der aktuellen
Wettkampfleistung
Komplette Rennstruktur
Die Herausforderungen für den 1.WSC Poseidon Worms:
Diese Struktur mit Leben zu füllen, um das oben beschriebene Konzept gemeinsam umzusetzen.
Wichtig dabei ist die durchgängige, aufeinander aufbauende Trainingskonzeption.
Ein Rädchen greift in das nächste. Was in der GAB nicht angelegt ist, kann in späteren Phasen nur noch
schwer oder gar nicht abgerufen werden!!
GAB und GLT sind die Säulen eines Vereins, der nicht nur Schwimmen beibringen will sondern eine
mehr oder minder starke Leistungsorientierung fördern will!
Grundausbildung (GAB)
Nachwuchstraining (NT)
1-2 Jahre Anfängerausbildung
Grundlagentrainung (GLT) 7-8 Jahre Nachwuchstraining
Aufbautraining (ABT 1+2)
Anschlusstraining (AST)
nach 2-4 Jahre Anschluss an nationale Spitze
1. Welches Trainingspensum (Wasser und Land; Sommer und Winter) kann der Verein bieten?
Trainingsgruppen eingeteilt nach den Ausbildungsstufen:
Gruppe
Anfänger 1
Anfänger 2
GLT 1+2
ABT 1+2
AST
Zur Zeit
Anfänger
Anfänger
Gruppe 4
Gruppe 3
Gruppe 2+1
Tabelle Trainingsumfänge:
SOMMER
SOMMER
Wassertraining
SOMMER
Landtraining
WINTER
Wassertraining
WINTER
Landtraining
Anfänger 1
Anfänger 2
Grundlagentraining 1
Grundlagentraining 2
Aufbautraining 1
Aufbautraining 2
Abschlusstraining
Masters
Breitensport
Seniorensport
WINTER
Anfänger 1
Anfänger 2
Grundlagentraining 1
Grundlagentraining 2
Aufbautraining 1
Aufbautraining 2
Abschlusstraining
Masters
Breitensport
Seniorensport
2. Welche Übungsleiter haben wir?
3. Wer wäre noch bereit, die Lizenz zu machen oder Landtraining zu übernehmen?
4. Welche sportlichen Ziele haben wir?
5. Welche Wettkämpfe besuchen wir?
Wie sieht der Wettkampf-Jahresplan für die einzelnen Gruppen aus?
6. Welche Möglichkeiten können wir Schulen bieten (Thema Ganztagsschule AG,...)
7. Wie sehen wir das Thema Seniorensport (keine Wettkämpfe)
8. Wie sehen wir das Thema Breitensport (keine Wettkämpfe)
9. Wie sehen wir das Thema Masters-Sport (mit Wettkämpfen)?
10. Was ist das Poseidon – Ziel? Im Gesamten, als Verein?
(Ziel, von dem sich Subziele ableiten)
11. Welches Budget haben wir, wie wollen wir es einsetzen?
12. Macht es Sinn, mit dem WSV Worms oder einem anderen Verein zu kooperieren?
(abhängig von der Zielsetzung des Vereins Poseidon Worms)
13. Schwimmerisches Potential
(wer sind die Leistungsträger der Zukunft? Wer kennt die Kleinsten und deren
koordinativen/technischen Leistungsstand – nicht den „zeitlichen“)
14. Gibt es monatliche Trainersitzungen, in denen Pläne und Maßnahmen besprochen werden?
(Einaltung des/eines durchgängigen Konzeptes)?
15. Wer will einen neuen Weg mitgehen?
Um wieviele hat sich die Zahl der Übungsleiter aus Frage 2. Jetzt verringert?
Next steps und Timing:
-
Versand dieses Dokumentes an Manfred Pfeiffer und Rainer Keller
-
Warten auf Feedback (die Fragen sollen nicht beantwortet werden!!!)
-
Termin mit Manfred Pfeiffer und Rainer Keller
-
Je nach Feedback - Vereinbarung eines Termin mit Manfred und Mathias Pfeiffer, Christiane Strobel,
Rainer Keller
-
Im Vorfeld des Treffens sollte jedem der Teilnehmer das Dokument vorliegen
-
Beim Treffen werden die Fragen sowie bestimmt hinzukommende, zu besprechen sein
-
Dann kann ein erweitertes Trainer-/Teamtreffen stattfinden, in dem neben demThemenkomplex
„Schwimmsport-Training“, auch das Thema „Schwimmsport-Administration“ aufzunehmen ist.
(unter Trainer-/Teamtreffen verstehe ich alle, die Trainer sind und mit andere Tätigkeiten aktiv sind.
Also Pass-Zuständige, Kampfrichter, usw. vielleicht auch die sehr aktiven Eltern?)
Noch zwei/drei Ideen, sollten wir dann auch besprechen:
Clubmeisterschaft
Clubmeister, offen als auch in der Jahrgangswertung, Kinder/Jugendliche wie Masters, kann nur werden,
wer innerhalb des Jahres an Wettkämpfen teilgenommen hat.
Teilnahmebedingungen für die Offene Wertung, Jahrgangswertung der Jugendlichen:
4 verschiedene Lagen (hierzu zählen Schmetterling, Rücken, Brust, Kraul, Lagen)
Mindestens 100 m und 1 Strecke muß länger als 400 m sein.
Gewertet werden die punktbesten Leistungen der 4 Wertungen.
Kinder: Hier muß eine altersbezogene Abstufung erfolgen (die „Kleinen“ sollten nur 50 m Strecken haben,
aber in 2-3 Lagen. Noch zu besprechen.)
Teilnahmebedingungen Masters:
2 verschiedene Lagen (hier zählen Schmetterling, Rücken, Brust, Kraul, Lagen)
Mindestens 50 m und 1 Strecke muß länger als 100 m sein.
Gewertet werden die punktbesten Leistungen der 2 Wertungen.
„Schwimmer des Jahres“-Motivationsprogramm für Kinder, die noch keine Wettkämpfe schwimmen
können:
Hier muß mit den Trainern ein „Schwimmer des Jahres“-Motivationsprogramm entwickelt werden.
In die Wertung könnten zum Beispiel schwimmerische Ergebnisse der Sichtungswettbewerbe eingehen,
Teilnahme am Training, ...
Poseidon Schwimmfest:
Für alle ist die Teilnahme am Poseidon Schwimmfest obligatorisch, es sei denn, es stehen
Meisterschaften zum gleichen Zeitpunkt an.
Trainer/Übungsleiter
Jeder Trainer/Übungsleiter legt die für seine Gruppe interessanten Wettkämpfe und Ziele fest.
Für jede Gruppe werden gemeinsame Ziele festgelegt, an denen sich der Sportler messen kann.
Gemeinsam wird dann der Wettkampfplan bzw. der Ausbildungsplan der Saison zusammengestellt.
Am Anfang der Saison werden die dazu von den Trainer/Übungsleiter erstellten gruppenspezifischen
Periodisierungspläne besprochen und verabschiedet.
In weiteren Treffen werden die Pläne der anstehenden Periode besprochen und verabschiedet.
Die Sportler, die in einer Gruppe sind, die mind. 3 x pro Woche trainiert, werden aufgefordert
Trainingstagebücher zu führen.