Informationsveranstaltung - DRAGOMIR STADTPLANUNG GmbH

SWM | Zschokkestraße | Westendstraße
städtebaulicher & landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb
[ Informationsveranstaltung 2 ]
W
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nd
st
ra
ße
Zschokkestraße
Laim
Zentrum
Ausloberin
Stadtwerke München GmbH
Landeshauptstadt München
Eisenbahner-Baugenossenschaft München-Hauptbahnhof eG
Federführung:
Stadtwerke München GmbH
Bereich Immobilienentwicklung
Emmy-Noether-Straße 2
80287 München
Wettbewerbsbetreuung
DRAGOMIR STADTPLANUNG GmbH
Nymphenburger Straße 29
80335 München
Ansprechpartner:
Herr Martin Birgel, Dipl.-Ing. (FH) Architekt und Stadtplaner ByAK
Frau Veronika Maier, M.A. Architektur
Frau Stefanie Glanzer, Dipl.-Ing. (FH) Landschaftsarchitektur
Tel: 089 189 339 77
Fax: 089 189 339 50
E-Mail: [email protected]
Stand: November 2016
Inhalt
Ablauf der Veranstaltung
05
Anlass und Ziel des Wettbewerbs
07
Auswertung der Themenstellwände
10
Allgemein
Städtebau
Leben im Quartier
Freiraum
Mobilität
mündliche Frage & Anregungen
14
Gegenüberstellung | Konzepte
15
Wettbewerbsbeiträge | Preisgruppe
16
2. Informationsveranstaltung | Ablauf
27.10.2016 | 18:30 Uhr – 21:30 Uhr | ÄBKB, Foyer Erdgeschoss, Elsenheimerstr. 63, 80687 München
16:30 Uhr - 18:30 Uhr Möglichkeit zur Besichtigung der Pläne und Modelle vorab
18:30 Uhr - 18:35 Uhr
Begrüßung und kurze Einführung in die Veranstaltung durch Herrn Birgel, DRAGOMIR STADTPLANUNG
18:35 Uhr - 18:40 Uhr
Begrüßung durch die Auslober: Frau Faßl, SWM
18:40 Uhr - 18:50 Uhr Infos bzgl. des Wettbewerbsverfahrens und kurze Erläuterung zu den Zielen des Wettbewerbs
durch Frau Biller, Referat für Stadtplanung und Bauordnung
18:50 Uhr - 19:00 Uhr
Erläuterung zu den Entscheidungen des Preisgerichts bzgl. der 1. Preisgerichtssitzung
durch Herrn Auer, Fachpreisrichter
19:00 Uhr - 20:40 Uhr
Vorstellung der jeweiligen Entwürfen durch die Wettbewerbsteilnehmer
Möglichkeit für Rückfragen zu den jeweiligen Entwürfen aus dem Publikum
1003 | Blaumoser Architekten, Starnberg mit zaharias Landschaftsarchitekten, München
Herr Blaumoser, Frau Zaharias
1005 | LAUX Architekten GmbH, München mit STUDIO VULKAN Landschaftsarchitektur, Zürich
Frau Laux, Herr Prof. Dr. Laux, Herr Karl
1011 | deffner voitländer architekten, Dachau mit Burger Landschaftsarchitekten, München
Frau Prof. Voitländer, Herr Prof. Deffner, Herr Kühn
1012 | Teleinternetcafe GbR, Berlin mit Treibhaus Landschaftsarchitektur, Hamburg
Herr Krauth, Herr Kumberger, Herr Schröder
1014 | bbzl – böhm benfer zahiri landschaften städtebau, Berlin - Herr Dr. Zahiri
1018 | Riegler Riewe Architekten GmbH, Berlin mit yellowz, Berlin und lad+ landschaftsarchitek-
tur diekmann, Hannover - Herr Prof. Riewe
20:40 Uhr - 21:00 Uhr
Bildung von 4 Themenwänden zu den Bereichen
Städtebau, Mobilität, Freiraum, Leben im Quartier
Fragen und Anregungen durch das Publikum; schriftlich auf Karten
21:00 Uhr - 21:15 Uhr
Grobe Zusammenfassung der Anregung je Stellwand
durch Herrn Birgel, Herrn Clausen und Frau Maier; DRAGOMIR STADTPLANUNG
21:15 Uhr - 21:25 Uhr mündlich gestellte Fragen und Anregungen durch das Publikum
21:25 Uhr - 21:30 Uhr
Ausblick auf weitere Termine | Hinweis auf Mailingliste
Verabschiedung durch Auslober: Herr Herrscher, SWM
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Anlass und Ziel des Wettbewerbs
München ist eine der wirtschaftsstärksten und attraktivsten Städte Deutschlands und belegt in bundesweiten
Städterankings regelmäßig einen der Spitzenplätze. Dies
führt nicht zuletzt zu einem stetigen Wachstum der Einwohnerzahl und damit zu einer hohen Nachfrage auf
dem Wohnungsmarkt, die sich auch in den nächsten
Jahren unvermindert fortsetzen wird.
Im Zeichen dieser Herausforderung steht auch die Entwicklung des Wettbewerbsareals im 25. Stadtbezirk
München-Laim. Die Grundstückseigentümer Stadtwerke München GmbH (SWM), Landeshauptstadt München (LHM) und die Eisenbahner-Baugenossenschaft
München-Hauptbahnhof eG (ebm) beabsichtigen, das
Gelände des Bus- und ehemaligen Straßenbahnbetriebshofs der SWM zwischen Zschokke-, Westend-, Hans-Thonauer- und Barmer Straße zu einem neuen Wohnquartier
zu entwickeln.
Um für diese Konversion ein qualitätsvolles Gesamtkonzept zu finden, loben die SWM in Federführung gemeinsam mit der LHM und der ebm einen städtebaulichen
und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb aus.
Bereits 2007 fand auf der nördlichen Teilfläche des heutigen Planungsgebiets ein Wettbewerb statt. Die ursprünglich geplante Sanierung des bestehenden Busbetriebshofs (südlicher Teil des Planungsgebiets) wird mittlerweile
durch die SWM nicht mehr weiterverfolgt, und stattdessen
ein neuer Standort im Stadtbezirk Moosach entwickelt.
Mit der daraus resultierenden deutlichen Erweiterung des
ursprünglichen Planungsumgriffs und dem Wegfall der
Lärmimmissionen und Verkehrsbelastungen besteht nun
die Möglichkeit, den gesamten Bereich aufzuwerten und
ein schlüssiges Gesamtkonzept für das neue Quartier zu
entwickeln.
Bereits im Vorfeld des Wettbewerbs wurden hierzu Testentwürfe entwickelt, um mögliche Nutzungsverteilungen
und Erschließungsszenarien hinsichtlich Ihrer Qualität zu
bewerten.
Ziel des vorliegenden Wettbewerbs ist es, die städtebaulichen und freiraumplanerischen Voraussetzungen für
ein langfristig attraktives und nachhaltig zukunftsfähiges
Stadtquartier auf dem ca. 8,7 ha großen Planungsgebiet zu schaffen. Vor dem Hintergrund des wachsenden
Wohnungsbedarfs auf der einen und den begrenzten
Flächenreserven Münchens auf der anderen Seite, sollen
innovative Lösungen für zeitgemäßen und qualitätvollen
verdichteten Wohnungsbau entwickelt und ein planerisches Konzept für ein lebendiges neues Stadtquartier mit
eigenständiger Identität gefunden werden. Hierbei sind
die Wettbewerbsteilnehmer aufgerufen, auch innovati-
ve Baustrukturen und Gebäudetypologien zu prüfen, die
mutig und jenseits des Konventionellen neue Lösungsansätze etwa bei Erschließung, Wohnungsorientierung oder
Baukörpertiefe aufzeigen und Beiträge zum kostensparenden Bauen liefern.
Gesucht wird ein Planungskonzept, das bei einem Nutzungsmix aus genossenschaftlichem und nicht genossenschaftlichem Wohnungsbau, insbesondere Mietwohnungsbau, (jeweils frei finanziert und gefördert) hohe
Dichte und hohe Qualität in Einklang bringt, Nutzungsvielfalt und langfristige Nutzungsflexibilität gewährleistet
und die Voraussetzungen für eine energiesparende und
ressourcenschonende Lebensweise seiner künftigen Bewohner schafft.
Ziel ist die Schaffung von mindestens 850 Wohnungen,
wobei von den Teilnehmern zu prüfen ist, inwieweit bei
unverändert hoher Wohnqualität möglichst bis zu 1.100
Wohnungen optimal realisiert werden können. Im Sinne
einer vielfältigen Nutzungsmischung und kurzer Wege
sind im Planungsgebiet neben Wohnungstypen für verschiedene Nutzergruppen auch Kerngebietsnutzungen
sowie Flächen für soziale Infrastruktureinrichtungen inkl.
einer Grundschule vorzusehen. Besondere Aufmerksamkeit soll dabei der Nutzung der Erdgeschosszonen gewidmet werden, um so die Schaffung lebendiger öffentlicher
Räume zu unterstützen.
Als weitere wichtige Grundlage für die soziale Interaktion der künftigen Bewohner ist zusätzlich zu den privaten
Freiflächen eine ausreichend dimensionierte öffentliche
Grünfläche mit Integration einer Jugendspielfläche im
Planungsgebiet zu schaffen. Besonderes Augenmerk ist
dabei auf Zugänglichkeit, Nutzbarkeit und Aufenthaltsqualität dieser Flächen zu legen. Im Sinne einer Vernetzung von Freiräumen und der Schaffung einer hohen Wohnqualität soll im Wettbewerb auch
geprüft werden, ob eine Neuorganisation der verkehrlichen Erschließung zu einem deutlichen Mehrwert für das
Areal führt. Hierbei spielt insbesondere die Durchlässigkeit
zum zentralen ÖPNV- Knotenpunkt Westendstraße eine
wichtige Rolle.
Die Lage und die gute ÖPNV-Anbindung des Planungsgebiets bieten nicht zuletzt beste Voraussetzungen zur
Förderung einer zeitgemäßen, umweltverträglichen Mobilität. Dies umfasst die intelligente Kombination aller Verkehrsträger, aber auch die Schaffung von planerischen
Anreizen zur Verkehrsvermeidung.
Dieser Entwicklung hin zu integrierten Mobilitätskonzepten soll auch das neue Stadtquartier Rechnung tragen
und hierbei auch alternative Konzepte zur Unterbringung
des ruhenden Verkehrs aufzeigen.
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2. Informationsveranstaltung | 27.10.2016
2. Informationsveranstaltung | 27.10.2016
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Allgemein | Themenstellwand
Jury
Jedes Jurymitglied soll bindende Erklärungen abgeben, dass
keine Interessenkonflikte mit
den bedachten Architekturbüros bzw. beauftragten Bauträgern vorliegen!
Städtebau | Themenstellwand
Wünschenswert wäre ein großer
Anteil Einheimischer Bewohner
Durchmischung im Quartier.
Nicht nur geförderter Wohnungsbau.
Wohnungen für die Mittelschicht.
Nachbarhaus Hans-ThonauerStraße Block berücksichtigen.
(Freiraum, Ausblick, Spielplatz)
Noch nicht realisiertes Stadtteilkulturzentrum berücksichtigen
und auf der anderen Straßenseite (B-Plan Gebiet) im Entwurf
reagieren
Bezüge über die Zschokkestraße sind nicht relevant.
„Plaza“ im Nordosten kann Bestenfalls ein Anfang sein.
Die Zschokkestraße mit:
Grünstreifen, Tramgleisen,
Straße, Mittelgrün ...
macht definitiv eine Verknüpfung unmöglich.
Alle anderen Kreuzungsecken
sind tot und abgeschnitten.
Insofern ist ein Supermarkt
im UG der U-Bahn eine richtige Reaktion: Die Leute vom
Norden oder Osten sind bereits
„Unten“ wenn sie zum Wettbewerbsgebiet wollen.
Laim fehlt Gastronomie + Kultur!
LIch finde den Entwurf von
„1012“ Teleinternetcafe am
besten, weil es für dieses Areal
wichtig ist, dass eine ideenreiche „neue“ Urbanität entsteht.
Bisher hat dieser Stadtteil null
Identität, der „Laimer Anger“ ist
weit weg.
Bei einem Wettbewerb zur
Platzgestaltung sollte mindestens auch die Kreuzungsecke
beim Altenwohnen-Hochhaus
einbezogen sein.
Atelierwohnungen für Künstler,
wo Wohnen + künstlerisches
Arbeiten verbunden ist; ebenso
Kleingewerbe
Studenten-Wohnungen
Jeder 10. Münchener ist Student; also sollten auch ausreichend Studenten-Wohnungen
in der neuen Wohnlage geplant
werden
Altersheim?
Leben im Quartier | Themenstellwand
Wird Mehrgenerationenwohnen
berücksichtigt?
Supermarkt:
Anordnung der Schule:
Kann sich hier ein Supermarkt
Behaupten gegen die Enormität des „Hit“-Marktes (inkl.
Gastronomie) in der Elsenheimerstraße?
Achtung: Im Nordosten und
Südosten wohnt niemand,, im
Süden gibt es zur Zeit wenige
Kinder, Orientierung der Schule
eher im Westen scheint sinnvoll
Was wird aus Leerstand von zu
viel gewerblichen EG-Flächen?
Ein Spiel- und Bolzplatz für
Jugendliche über 14 Jahren ist
wichtig und so zu planen, dass
es keine Lärmbelästigung der
Anwohner gibt.
Hochhäuser strahlen im Winter
Wärme aus bei Kalt-Luft!
Kaltluft auf Warmluft entsteht
Wind auch Fallwind!
Viel Energie für Aufzüge + pumpen für Wasserleitungen Kalt +
Warm
Laim fehlt ein Kaufhaus
Raumhöhe?
Wohnqualität in niederen Räumen ist nicht zu verwirklichen
Freiraum | Themenstellwand
Trennung durch Grünverbindung in Hans-Thonauer-Straße
weiter verfolgen
Hochwertige Freiraumgestaltung mit pflegeleichter Instandhaltung
(z.B. Kirschbäume nicht pflegeleicht)
Übergang zur „Burkmair“-Wiese
als Bestandsgrün („Schlittenberg“ als Anknüpfungspunkt)
gestalten
Hans-Thonauer-Straße an
dieser Stelle entsprechend
gestalten
Beim Entwurf von „1012“ (Teleinternetcafe Berlin, Vortrag 4)
fand ich gut, dass der „Quartierspark“ an das West-Ende
gelegt wurde, so dass ein
Grünzug mit dem Stadtteilpark
am Kiem-Pauli-Weg entsteht.
Die von Blockbebauung „eingekastelten“ Mittelparks finde
ich gar nicht so gut – die Nutzer
fühlen sich ausgesetzt und
beobachtet.
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Mobilität | Themenstellwand
Keine Schließung der Hans-Thonauer-Straße
Befürchtung: Verkehrschaos in
der Friedenheimerstraße
Tiefgaragen ok – aber es sollen
keine Flächen des Quartiers
für Autoparkplätze verwendet
(verschwendet!) werden.
P+R Garage integrieren
Wendechaos auf der Westendstraße
Erschließung auch von der
Zschokkestaße erforderlich
Parkmöglichkeiten in den
angrenzenden Straßen sind
jetzt schon sehr begrenzt und
überlastet. Zschokkestraße
durch Straßenbahn, Westendstraße mit Straßenbahn KiemPauli-Weg neu bebaut, als
Sackgasse
Stellplatz-Schlüssel durch Wohnen ohne Auto weiter senken
z.B. genossenschaftliche MobiKonzepte
Es ist fraglich, wie die Westendstraße den zusätzlichen
Verkehr für 800 Wohneinheiten
bzw. deren Erschließung verkraften soll.
Lieferverkehr, An-Abfahrten
über die Westendstraße durch
Straßenbahn nur nach Süden
vom Quartier aus befahrbar.
In der alten Heimat entstehen
neue Wohnungen, Stellplatzschlüssel ist dort sehr niedrig!
Sollte bei der Planung der Stellplätze bzw. Garagenplätze mit
berücksichtigt werden.
Durch Wegfall der Parkplätze in der Westendstraße und
zu knappe Berechnung von
Stellplätzen für das Quartier
werden in der Nähe unbedingt
Park Ride-Plätze gebraucht
werden. Bedenken Sie, dass
viele Auswärtige hier auch in
die öffentlichen Verkehrsmittel
Radl-Abstell-Plätze einschließlich E-Bike Ladestationen an
ÖV-Haltestellen zusätzlich zu
den Wohngebäuden
Radl-Abstell-Plätze mit Wetterschutz
Ausreichend Fahrradparkplätze
in der Nähe der U-Bahn/ Tram,
damit Platz nicht zugestellt wird.
Werden Fahrradunterstellplätze
am Verkehrsknoten Westend-/
Zschokkestraße berücksichtigt?
bzw. geschaffen
Mobilität | Themenstellwand
Lift von U-Bahn ins neue Quartier
Wie weit müssen die AWMAutos in das Quartier gelassen
werden?
Verkehrsentwicklungsplan?
Bus-Anbindung vom Hotel soll
konfliktfrei möglich sein
Gibt es ein Verkehrskonzept für
dieses Projekt ?
Gibt es einen neuen ?
Anschluss U-Bahn:
Bitte weiteren Zugang zur
U-Bahn unter den Gleisen da
Trambahn!
(Nord-Ost-Ecke des Planungsbereiches)
Auswirkungen Verkehr!
Strategische Umweltplanung ?
Schadstoffbelastung Westendstraße!
Zufahrt über Zschokkestraße für
E-Bikes?
(Dies würde E-Bikes wünschenswert begünstigen!)
Elektromobilität
-“Tankstellen“ für E-Autos
-“Tankstellen“ und ausreichend
Stellplätze für E-Bike, (siehe
Friedenheimer Brücke als extremes Negativbeispiel)
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mündliche Fragen & Anregungen
Hinweis: Auf eine schöne und ansprechende Fassadengestaltung achten. Kein
Schachtelbau z.B. Fenster welche oben
abgerundet sind wären zu bevorzugen.
Schadstoffbelastung der Westendstraße ist
bereits jetzt kritisch bzw. zu hoch.
Für das neue Baugebiet, insbesondere mit
Hinweis auf die geplante Grundschule sollte
die Schadstoffbelastung geprüft werden.
Dies sollte in einem Umweltplan festgehalten werden, zusammen mit möglichen
Lösungen.
Der Lichteinfall soll im nächsten Bearbeitungsschritt von den Teilnehmern auf den
Plänen dargestellt werden.
Diese sollen zu verschiedenen Tages- und
Jahreszeiten die verschiedenen Verschattungen deutlich machen.
Frage zu der Verbindlichkeit der städtebaulichen Ergebnisse des Wettbewerbes für die
Architekten, welche das Quartier später
beplanen /bebauen.
Frage ob die momentanen Eigentümer
der Grundstücke das Ergebnis der Preisgerichtssitzung und somit des Wettbewerbes
im Nachhinein nicht anerkennen und somit
kippen können.
Bitte, ob die Pläne und auch das Protokoll
der Preisgerichtssitzung online abrufbar und
einsehbar gemacht werden können.
Wunsch die Pläne der Teilnehmer bereits
vor der 3. Informationsveranstaltung im
März einsehen zu können.
Frage nach dem genauen Datum der 3.
Informationsveranstaltung im März.
Frage /Bitte einer Teilnehmerin um eine
Ausweitung des Plangebietes. Insbesondere im Bereich der Kreuzung Westendstraße
und Zschokkestraße wäre eine Möglichkeit
der Einbeziehung dieses Gebietes in die
Ausschreibung zu wünschen und vorteilhaft.
Gegenüberstellung | Konzepte
1003
1005
1011
1012
1014
1018
15
1003 | Preisgruppe
Blaumoser Architekten, Starnberg
Albert Blaumoser
Mitarbeiter: Roland Essl, Lisa Luksch, Michal Marsik, Sabrina Spanl, Andreas Nunn
zaharias landschaftsarchitketen, München
Gabriella Zaharias
Beurteilung durch die Jury
Die vorgeschlagene Lösung basiert auf der Grundidee einer Blockrandbebauung, diese bestehend aus vier Elementen, die so auch
dem Gedanken einer Realisierung in Bauabschnitten Rechnung trägt. Sie wird ausformuliert mit einer an sinnvollen Stellen aufgelösten,
mäandrierenden Gebäudestruktur und erfährt sensible Erhöhungen zur Betonung der Eckpunkte der von ihr gebildeten zentralen
öffentlichen Freifläche. Die Blockrandstrukturen bilden zum Einen intimere private Freiflächen, ermöglichen durch ihre Öffnungen jedoch
einen Dialog zur öffentlichen Freifläche.
Am Kreuzungspunkt Zschokke-/ Westendstr. weicht die Bebauung einschließlich des zur städtebaulichen Identifikation gesetzten
markanten Hochpunkts zurück, um einen attraktiven öffentlichen „Stadtteilplatz“ als Entrée in das Quartier zu bilden. Die Situierung der
Schule im Süden des Grundstücks sowie der durch die Schule selbst gebildete passive Schallschutz für die Wohnbebauung und das
öffentliche Grün vor den lärmintensiven Sportflächen sind positiv zu bewerten.
Die Verteilung des Einzelhandels – angegliedert am „Stadtteilplatz“ und kleinteiliger an den Platzkanten wird zur Belebung dieser Flächen
beitragen. Die Nutzung des Hochpunkts als Hotel und als Wohnen ist in ihrer strukturellen Ausformulierung nicht ausreichend erkennbar.
Die Wohnungstypologien sind als sinnvolle Lösungsansätze zu sehen, die in Verbindung mit den Blockrandstrukturen zu einer
bemerkenswerten, die Vorgaben übertreffenden Dichte führen. Neben der guten Lösung für die Lage der Schule ist auch die Anordnung
der KiTas auf jedem der vier Baufelder aufgrund der möglichen, zeitversetzten Realisierung positiv zu bewerten. Kurze Erschließungen und
ihre Lage am öffentlichen Grün unterstreichen den Ansatz.
Die geplante Wohnnutzung in dem Hochpunkt am Verkehrsknotenpunkt ist möglicherweise an der Nord- und Südostseite teilweise Pegeln
von mehr als 65 dB(A) am Tage ausgesetzt. Darauf ist mit einer entsprechenden Zuordnung der Nutzungen bzw. der Grundrissorientierung
zu reagieren.
Kritikpunkte bestehen in der Erschließung der Wettbewerbsfläche: Die Erschließung der Tiefgarage und des Einzelhandels von der
Zschokkestr. ist nicht möglich. Diese Problemstellung ist in der zweiten Phase des Wettbewerbs zu lösen und gemeinsam mit den nicht
ausreichend bzw. widersprüchlich dargestellten quartiersinternen Erschließungen (PKW, Radfahrer, Ver- und Entsorgung EZH und Hotel,
Vorfahrt Hotel) schlüssig darzustellen.
Die Ost-West-Achse als Verbindung des „Stadteilplatzes“ zum Kiem-Pauli-Weg und der „Alten Heimat“ sollte beibehalten werden, muss
allerdings genau definiert werden. (Fußgängerzone, Verkehrsberuhigter Bereich oder Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich)
Der öffentliche Freiraum verzahnt das Gebiet attraktiv mit seiner Umgebung. Die Abfolge des „Stadtteilplatzes“, welcher mit dem
erhaltenen Baumbestand sinnvoll räumlich gefasst wird, über den zentralen grünen Anger bis hin zum südwestlichen Anschluss an den
benachbarten öffentlichen Grünzug ermöglicht vielfältige Aufenthaltsangebote. Allerdings sind öffentliche und private Grünflächen
flächenmäßig deutlich zu gering ausgewiesen. Zudem fehlt die geforderte Jugendspielfläche. Diese soll einen Mindestabstand zum
Wohnen von 39 m aufweisen.
Hier wäre zu untersuchen, inwieweit eine Verlagerung des Überangebots an öffentlichen Platzflächen hin zu öffentlichen Grünflächen zu
einer besseren Flächenbilanz führen würde.
Die privaten Wohnhöfe, welche sich jeweils leicht zum öffentlichen Grün hin öffnen, könnten gute Angebote darstellen, werden allerdings
von den Feuerwehrzufahrten deutlich beeinträchtigt.
Es gelingt den Verfassern, ihre Entwurfsidee eines „Introvertierten Quartiersparks“, der sich mit dem „Stadteilplatz“ und der Umgebung
vernetzt, überzeugend darzustellen. Für die Erschließungsthematik muss eine schlüssige Gesamtlösung erarbeitet werden. Eine
Verbesserung der Bilanz der Grünflächen wäre zu begrüßen.“
17
1005 | Preisgruppe
LAUX Architekten GmbH, München
Ina Laux, Prof. Dr. Gunther Laux
Mitarbeiter: Sebastian Laub
STUDIO VULKAN Landschaftsarchitektur, Zürich
Dominik Bueckers, Lukas Schweingruber
Mitarbeiter: Simon Enemaerke, Michael Karl
Beurteilung durch die Jury
Die Arbeit zeigt eine überzeugende, städtebauliche Lösung mit einer ganz eigenständigen Identität. Der Z-förmige Freiraum verbindet
sich in selbstverständlicher Art und Weise mit den umliegenden Stadtquartieren und verspricht eine hohe Aufenthaltsqualität.
Die Baufelder werden von teilweise aufgelösten Stadtblöcke belegt und sind mit ihren Innenhöfen gut proportioniert. Die Übergänge
zwischen den Höfen in dem zentralen öffentlichen Freiraum sind gut gelungen.
Die städtebauliche Referenz der Autoren an die Bebauung des Kaiser-Ludwig-Platzes wird vom Preisgericht gewürdigt. Eine stärker
gestalterische Durchgängigkeit zwischen „Stadtvillen“ und „Lärmschutzbebauung“ ist jedoch wünschenswert.
Der südliche Hochpunkt an der Kreuzung Westendstraße / Zschokkestraße gliedert sich selbstverständlich in die Kontinuität des östlichen
Stadtblocks ein. Dagegen wirkt der nördliche Hochpunkt in seiner Volumenbildung noch eher fremd.
Die geplante Wohnnutzung im Hochpunkt am Verkehrsknotenpunkt ist möglicherweise an der Nord- und Ostseite teilweise Pegeln von
mehr als 65 dB(A) am Tage ausgesetzt. Darauf wäre mit einer entsprechenden Zuordnung der Nutzungen bzw. der Grundrissorientierung
zu reagieren.
Der Supermarkt im Untergeschoss mit Anbindung an die U-Bahn wird aus städtebaulichen Gründen begrüßt, in Bezug auf Vermarktung
und Brandschutz wird vom Auslober die unterirdische Lage jedoch kontrovers diskutiert.
Der Entwurf sieht einen neue Verbindung (Einbahnstraße) über die nach Osten verlängerten Kiem-Pauli-Weg zur Zschokkestraße auf Höhe
der vorhandenen Tiefgaragenzufahrt vor. Eine Anbindung dieser Verbindung mit Querung der Tramgleise an der Zschokkestraße ist hier
nicht möglich. Es sind Alternativen aufzuzeigen, die keine Gleisquerung vorsieht.
Die Hotelvorfahrt und Hotelandienung, inklusive Busse müssen aufgezeigt werden.
Die in der Auslobung geforderten 20.000 qm öffentliche Grünflächen konnten im vorliegenden Entwurf nicht erreicht werden. Das Defizit
kann jedoch möglicherweise mit einem stärker durchgrünten Stadtraum im Bereich der Hochpunktes kompensiert werden.
Die Lage der Schule im Norden des Plangebietes erscheint im vorliegenden Entwurfskonzept richtig positioniert. Die Organisation der
Schule insgesamt und der Sportplatz auf dem Dach der Sporthalle im Speziellen werden von der Jury ausdrücklich begrüßt. Im Weiteren
ist die Funktionalität der Grundschule darzustellen. Zudem erfordert der Sportplatz auf dem Dach vsl. eine Abschirmung zum Schutz der
benachbarten Wohnbebauung.
Die Anzahl der Wohneinheiten wurde mit rund 990 WE ermittelt. Die dargestellten Stellplätze reichen für diese Anzahl an Wohneinheiten
nicht aus und sind entsprechend zu optimieren.
Der Nachweis des in der Auslobung geforderten Jugendspiels fehlt. Diese Fläche soll einen Mindestabstand zum Wohnen von 39 m
aufweisen.
Insgesamt zeigt die Arbeit einen fein komponierten städtebaulichen Entwurf, der insbesondere im Zusammenspiel zwischen Bebauung
und Freiraum zu überzeugen weiß.
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1011 | Preisgruppe
deffner voitländer architekten, Dachau
Prof. Dorothea Voitländer, Prof. Konrad Deffner
Mitarbeiter: Sven Abe Tjalma, Rafael Zehntner
Burger Landschaftsarchitekten, München
Peter Kühn
Mitarbeiter: Philipp Hoß, Michael Wenzel, Yun Kyeong Hoh
Fachplaner: Peter Schlederer
1011 | Beurteilung durch die Jury
Drei große Blockeinheiten begrenzen eine innen liegende, zusammenhängende offene Freifläche. An der Ecke Westendstraße/
Zschokkestraße wird der Quartiersauftakt durch einen freistehenden kleineren Block mit einem 15- geschossigen Turm gebildet. Dieser
bildet nach Osten zur Westendstraße einen räumlichen Abschluss und nach Westen einen Platz aus, welcher ins Innere des Quartiers
überleitet.Zur Zschokke- und Westenendestraße präsentiert sich das Quartier durch klare Blockkanten. An der Westendstraße entsteht
durch den zur Straße zurückversetzten Blockrand eine lange Fassadenfront. Die Auflockerung der langen Gebäudeansicht sollte durch
die Gestaltung der Fassade nachgewiesen werden. Die Blöcke lösen sich zum Quartiersinneren in Punkthäuser auf. Der gemeinschaftliche
Freiraum ist als höher liegendes Plateau ausgebildet, welches zusammen mit den Fassadenkanten eine Art Mauer ausbildet. Diese
gewährt zum öffentlichen Freiraum hin die notwendige Distanz und kann gleichzeitig weitere notwendige Funktionen aufnehmen. Dies
wäre im Detail genauer aufzuzeigen.
Die räumliche Abfolge der öffentlichen Freiräume vom Stadteingangsplatz über einen zentralen Park und das Jugendspiel im Südwesten,
stellt ein attraktives und abwechslungsreiches Angebot dar. Die Anbindung an den westlich gelegenen Grünraum wird durch die Auflösung
der Straße in diesem Bereich optimiert.Allerdings sind die öffentlichen und privaten Freiflächen insgesamt zu gering dimensioniert.
Das Jugendspiel hat keinen ausreichenden Abstand zur angrenzenden Wohnbebauung. Die geforderte Mindestabstandsfläche beträgt
hierfür 39 m.
Die zusätzlichen quartiersinternen Erschließungsstraßen wirken relativ aufwändig und beeinträchtigen diese Zonen.
Der Entwurf sieht eine neue Stichstraße über den nach Osten verlängerten Kiem-Pauli-Weg und parallel zur Zschokkestraße vor. Am
östlichen Ende der Stichstraße sind Wendemöglichkeiten für Kfz-Verkehr erforderlich. Diese müssen aufgezeigt werden.
Zudem sollte eine Öffnung des Gebietes zum westlichen U-Bahn-Zugang ermöglicht werden.
Es ist zu prüfen, ob die Anzahl der Tiefgargen Einfahrten reduziert werden kann.
Die Anzahl der Wohneinheiten liegt an der unteren Grenze. Es ist zu prüfen inwiefern der Entwurf Potenzial für mehr Wohnflächen hat.
Die Grundrissorientierung der Eckwohnungen an der Zschokke- und Westendstraße ist in Bezug auf die Möglichkeit einer Belüftung über
Fenster an einer lärmabgewandten Seite zu überprüfen.
In den Erdgeschossen zu den beiden großen Straßen liegen neben einigen wenigen Wohnungen die Erschließungs- und Nebenraumzonen.
Die Treppenhäuser sind auch in den oberen Geschossen an der Fassade platziert und teilweise als Laubengänge ausgebildet. Dadurch
bieten die meisten Wohnungen einen durchgesteckten Wohnraum und zum Hofinneren orientierte Individualräume an. Die Punkthäuser
erhalten auf Erdgeschossniveau großzügige Eingangsbereiche und jeweils einen Galeriewohntyp der mit einem höheren Geschoss an
die öffentliche Erschließungsebene anschließt. Alle weiteren Grundrisse der Punkthäuser sind nach zwei Seiten orientiert. Die privaten
Freiräume sind größtenteils zu den Innenhöfen orientiert.
Der Einzelhandel konzentriert sich an den Gebäudekanten zum Platz. Zur Westendstraße wirkt der auf dem Platz freistehende Block, mit
Sondernutzungen im Erdgeschoss, durch die Tiefgaragenabfahrt wenig attraktiv. Die Lage der Hotellobby erscheint im funktionalen
Ablauf (Vorfahrt etc.) nicht sinnvoll angeordnet.
Die Tiefgarageneinfahrt für das Hotel bzw. die Büros sollte von der Kreuzung Zschokke-/Westend-/Tübinger Straße weiter von der Kreuzung
abgerückt werden. Die Hotelvorfahrt und Hotelandienung, inklusive Busse müssen, soweit dies nicht über die Tiefgarage erfolgen soll,
aufgezeigt werden.
Die Ver- und Entsorgung des Einzelhandels wurde über die Parallelfahrbahn angedacht. Um eine geordnete Funktion der Parallelfahrbahn
zu gewährleisten, ist aufzuzeigen, wie dies erfolgen sollen (Ladezone auf privatem Grund, Ladetasche, ggf. Rangierflächen,...).
Durch die Platzierung der Schule am westlichen Quartiersrand wird eine ruhige Lage im Quartier belegt. Diese Entscheidung bedingt eine
Auflassung der Hans-Thonauer-Straße, da das Schulgrundstück mit dem Gebäude der Turnhalle bis zur Grundstücksgrenze des benachbarten
Grundstückes reicht. Dies wäre zu prüfen. Der Baukörper der Schule wirkt kompakt. Seine Funktionalität auch in Bezug auf seine Freiräume ist
nachzuweisen. Diesbezüglich ist der Abstand der Schulsportanlage von den nächstgelegenen Wohnhäusern deutlich zu gering.
21
1012 | Preisgruppe
Teleinternetcafe GbR, Berlin
Andreas Krauth
Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg
Gerko Schröder
1012 | Beurteilung durch die Jury
Die Arbeit bildet zwei sehr markante und räumlich spannende Stadträume:
Einerseits den sehr kompakten, netzartig gegliederten Stadtcluster der entlang der Zschokke- und Westendstraße den Raum urban besetzt.
Andererseits den im Kontrast hierzu stehenden, großzügigen Quartierspark, der als Raumkontinuum den westlich angrenzenden Grünzug
fortsetzt und bis an die Zschokkestraße heranführt.
Durch die polygonal, netzartigen Freiräume weist das Bauquartier trotz seiner Kompaktheit eine hohe Durchlässigkeit auf. Die infolge
der Netzstruktur entstehenden, trapezförmigen Baukörper weisen teilweise erhebliche Bautiefen und schalltechnisch problematische
Orientierungen auf. In der weiteren Bearbeitung sind hierzu an den neuralgischen Bereichen Grundrisslösungen zu erarbeiten die zu den
Themen Schallschutz, Rettungswege und Belichtung konkrete Aussagen treffen. Dabei ist auch aufzuzeigen, wie für die einzelnen Baufelder
und den dazu gehörenden privaten Freiräumen eigenständig funktionierende Entwurfslösungen entwickelt werden können.
Die Quartiersadresse am Kreuzungspunkt Zschokke/ Westendstraße wird mit 3 Hochpunkten auf einem Gewerbesockel gebildet. Hier
werden eine gewisse räumliche Großzügigkeit und Aussagen zur Anlieferung der Einzelhandelsflächen vermisst.
Die geplante Wohnnutzung in dem Hochpunkt am Verkehrsknotenpunkt ist möglicherweise an der Nord, Nordost- und Südostseite
teilweise Pegeln von mehr als 65 dB(A) am Tage ausgesetzt. Darauf wäre mit einer entsprechenden Zuordnung der Nutzungen bzw. der
Grundrissorientierung zu reagieren. Auch die Fassaden entlang der Hauptstraßen, speziell an der Westendstraße, weisen voraussichtlich
Pegel von mehr als 65 dB(A) am Tage auf. Daher muss nachgewiesen werden, wie für die dort situierten Wohnungen eine Belüftung über
Fenster an einer lärmabgewandten Seite ermöglicht wird.
Die verkehrliche Erschließung von der Westendstraße her und über eine gebietsquerende Verlängerung des Kiem-Pauli-Wegs wird funktional
und konzeptionell stimmig bewältigt.
Für die Verbindungsstraße (nach Osten verlängerter Kiem-Pauli-Weg) zwischen Hans-Thonauer-Straße und Westendstraße wird eine
Begegnungszone vorgeschlagen. Diese muss definiert werden (Verkehrsberuhigter Bereich, verkehrsberuhigter Geschäftsbereich). Die
Tiefgaragenanbindung der an dieser Straße liegenden Nutzungen sollte auf die Verbindungsstraße ausgerichtet werden.
Die Tiefgaragenanbindung für das östliche Baufeld (an der Westendstraße) sollte weiter nach Süd/West abgerückt werden.
Die Hotelvorfahrt und Hotelandienung, inklusive Busse müssen aufgezeigt werden. Für die Ver- und Entsorgung des Einzelhandels ist die
Andienung aufzuzeigen.
Der Schulkomplex wird, dem Konzept folgend, ebenfalls als sehr kompakter Stadtbaustein angeboten. Dessen Funktionalität, insbesondere im
Hinblick auf die innere Erschließung und die Belichtungssituation der überbauten Sporthalle, muss jedoch detaillierter nachgewiesen werden.
Der urbanen, dichten Struktur steht ein großzügiger und gut proportionierter Freiraum entgegen, der sich mit den anschließenden öffentlichen
Grünflächen entlang des Kiem-Pauli-Wegs sinnig verbindet. Die vorgeschlagenen Freibereiche der westlich angeordneten KiTa’s und der
Schule gliedern sich hier selbstverständlich an. Durch die günstige Situierung der Grünfläche und der emissionslastigen Freispielbereiche
werden Konfliktpotenziale zur westlichen Nachbarbebauung von vorherein vermieden.
Die geforderte Jugendspielfläche, die nicht gesondert ausgewiesen wurde, soll einen Mindestabstand zum Wohnen von 39 m aufweisen.
Die privaten Freiflächen innerhalb des Quartiers werden kontrovers diskutiert. Diese wirken teilweise wie Restgrün. Inwieweit in den,
konzeptbedingt, steinernen Zwischenbereichen ein qualitätsvoller, privater Freiraum funktionieren kann, muss weiter untersucht werden.
Auch die Unterbringung von notwendigen Kinderspielflächen erscheint schwierig. Inwieweit hierzu die begrünten Dachflächen genutzt
werden sollen, ist aus den Darstellungen nicht erkenntlich. Im Quartier selbst bildet ein gut verorteter Quartiersplatz einen klaren Schwerpunkt
innerhalb des Netzclusters.
Die Arbeit wird als ein erfrischender Beitrag mit spannenden räumlichen Bezügen und einem sehr hohen Identifikationspotenzial gewürdigt.
Von Seiten der Verfasser gilt es vertiefte Antworten zu den angesprochenen Problempunkten zu erarbeiten, ohne dass das Gesamtkonzept
hierbei verunklärt wird.
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1014 | Preisgruppe
bbzl - böhm benfer zahiri landschaften städtebau, Berlin
Prof. Ulrike Böhm, Prof, Katja Benfer, Cyrus Zahiri
Mitarbeiter: Hugo Anaximandro Rodríguez Rial, Jonathan Lapel Garagatti,
Kerstin Paul, Georgios Anagnostopoulos, Madlen Fink, Milan Möller
Modellbau: Fernando Gonzáles
1014 | Beurteilung durch die Jury
Durch die Verteilung des Bauprogramms auf lediglich vier große Baufelder gelingt es dem Verfasser, eine ruhige und großzügige
Gesamtstruktur für das neue Stadtquartier zu entwickeln. Durch die polygonale Ausformung der vier Quartiersbausteine („Flügel“) wird
zum Quartiersinneren ein angenehm großzügiger, dynamisch geformter Quartierspark definiert, der eine attraktive Hauptdurchwegung
vom Knoten Zschokke- / Westendstraße in Richtung der westlich und südlich des Planungsgebietes gelegenen Quartiere und Grünräume
ermöglicht. Die Quartierszugänge mit ihren Platzflächen an den Kreuzungspunkten Zschokke- / Westendstraße und Hans-Thonauer- /
Barmerstraße werden ihrer Bedeutung entsprechend, mit richtig positionierten und adäquat dimensionierten Hochpunkten markiert.
Die vorgeschlagene Promenade zwischen Zschokkestraße und Quartierspark bildet eine attraktive urbane Achse des neuen Quartiers.
Zu ihr orientiert werden folgerichtig die stark frequentierten Funktionen Hotel, Einzelhandel und Teile der sozialen Infrastruktureinrichtungen
angeordnet.Die beiden großen Baufelder entlang der Zschokke- und der Westendstraße werden durch gut dimensionierte Bauräume
gegliedert, die jeweils abgeschlossene Hofräume anbieten. Die vorgeschlagene 7-geschossige Ausbildung der Blockränder zur Zschokkeund Westendstraße stärkt die Fassung des Quartiers, unterstreicht seine öffnende Geste nach Südwesten und die Orientierung auf den
zentral gelegenen Quartierspark. Die vertikale Zonierung der Wohnblöcke aus der Überlagerung einer eingerückten, zweigeschossigen
Basiszone aus Maisonette-wohnungen mit darüber angeordneten Laubengang- oder Spännertypen führt zu einer interessanten Staffelung
in der Schnittfigur der Gebäude und damit zu guten räumlichen Qualitäten entlang der Erschließungswege und in den Wohnhöfen, obschon
gerade in den Erdgeschosszonen relativ exponierte Wohnsituationen entstehen.
Die Fassaden entlang der Hauptstraßen, speziell der Westendstraße und am Knotenpunkt Zschokke-/ Westendstraße weisen voraussichtlich
z.T. Pegel von mehr als 65 dB(A) am Tage auf. Daher muss nachgewiesen werden, wie für die dort situierten Wohnungen eine Belüftung
über Fenster an einer lärmabgewandten Seite ermöglicht wird. Die Anordnung der Schule mit Kitas im Süden des Quartiers wird positiv
gesehen. Die U-förmige Typologie des Gebäudes leistet eine gute Einfassung der Freisportflächen und schirmt die Wohnbebauung und
den Quartierspark von entstehendem Lärm effektiv ab. Die Anordnung des Rasenspielfeldes auf dem Dach der Sporthalle ist prinzipiell
denkbar, wäre aber hinsichtlich der architektonischen Umsetzung und der schalltechnischen Abschirmung im weiteren Planungsprozess
zu konkretisieren. Das vorgeschlagene Verkehrskonzept einer Erschließung aller Baufelder aus den bestehenden umgebenden Straßen ist
prinzipiell schlüssig und unterstützt das Bestreben nach einem weitestgehend vom KFZ- Verkehr befreiten Quartier. Im Sinne dieser Zielsetzung
wird empfohlen, die Zufahrten der Tiefgaragen in den Stichstraßen des Baufeldes Ost weiter in Richtung Westendstraße zu verlagern, um die
Tiefe der Stichverkehre in das Quartier und damit Beeinträchtigungen der Wohnqualitäten zu verringern.
Die Erschließung der Tiefgaragen des Baufeldes Nord erfolgt derzeit stichförmig aus der Verlängerung des Kiem-Pauli-Wegs und
beeinträchtig dadurch die Qualitäten der vorgeschlagenen Promenade entlang des Quartiersparks. Es wäre zu prüfen, inwieweit eine
direktere Erschließung des Baufeldes aus Richtung Westen möglich ist.
Die angedachte „Stichstraße“ ist für „temporäre Anlieferung“ (entspricht einer Fußgängerzone?) sowie für die Erschließung der beiden
nördlichen Blöcke vorgesehen. Alternativen für diese Erschließung werden empfohlen. Weiter muss die Aussage „temporäre Anlieferung“
genauer erläutert werden. Die Hotelvorfahrt und Hotelandienung, inklusive Busse müssen aufgezeigt werden. Zudem ist für die Ver- und
Entsorgung des Einzelhandels die Andienung aufzuzeigen. Im Zentrum der klaren städtebaulichen Blockstruktur entsteht eine öffentliche
Grünfläche mit hoher Raumqualität. Positiv gesehen wird die leichte Absenkung der Parkfläche, die so auch an ihren Rändern qualitätsvolle
Aufenthaltsfläche generiert. Wie ein großes Gelenk bindet der Freiraum den gesamten Innenbereich schlüssig in sein Umfeld ein.
Besonders gelungen ist das Spiel aus platzartigen Aufweitungen, die als Entrées den Freiraum positiv anreichern. Auch der Übergang
zum Quartiersauftakt am Knoten Zschokkestraße/ Westenendstraße kann überzeugen. Die gut proportionierten Innenhöfe versprechen
hochwertige private Freibereiche.Zu beachten ist, dass die Jugendspielfläche einen Mindestabstand zum Wohnen von 39 m aufweisen soll.
Die Arbeit weist eine im Verhältnis relativ geringe GF im Bereich der Wohnnutzung aus. Das robuste Konzept bietet aus Sicht der Jury hier
durchaus Flächenpotentiale. Im Rahmen der Überarbeitung sollte eine weitere Verdichtung zu Gunsten der Wohnnutzung geprüft werden.
Insgesamt bietet die Arbeit ein robustes räumliches und funktionales Gesamtkonzept an, das vielfältige Wohnformen zulässt, hohe
Freiraumqualitäten anbietet und insgesamt den formulierten Erwartungen an ein qualitativ ansprechendes, entwicklungs- und zukunftsfähiges
Stadtquartier gerecht wird.
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1018 | Preisgruppe
Riegler Riewe Architekten GmbH, Berlin
Prof. Roger Riewe
Mitarbeiter: Thomas Schütky, Jan Thoelen, Niklas Kuckeland,
Diego Martinez, Marta Nowotarska, Nilhan Tezer
yellow z, Berlin
Oliver Bormann; Mitarbeiter: Mario Abel, Ane Crisan
lad+ landschaftsarchitektur diekman, Hannover
Martin Diekmann
Mitarbeiter: Florian Depenbrock, Maren Leyendecker
1018 | Beurteilung durch die Jury
Durch die Arbeit wird eine sechsgeschossige Blockrandbebauung schlüssig vorgeschlagen, die sich zum Park hin auflöst. Im Bereich der
aufgebrochenen Blöcke werden leicht erhöhte Punkthäuser mit acht Geschossen platziert.
Dadurch ergibt sich inmitten des Siedlungsgebietes ein großer zusammenhängender Freiraum. Die Freiraumgestaltung differenziert sich
klar in die große, zentrale öffentliche Grünfläche, die privaten Höfe innerhalb der Blockstrukturen und die promenadenartige Ost-WestVerbindung mit ihrem Auftakt am Knoten Zschokke-/ Westendstraße. Die sequenzielle Abfolge der Räume überzeugt. Die Einbindung in
das städtische Umfeld ist logisch.
Die Ausrichtung der öffentlichen Grünfläche zur Barmer Straße wirkt im stadträumlichen Gefüge jedoch nicht ganz glücklich, unter der
Berücksichtigung der östlich angrenzenden Freibereiche der KiTa und der Schule aber nachvollziehbar.
Nicht geklärt sind der Umgang mit der Höhendifferenz der privaten Freiflächen zur benachbarten öffentlichen Grünfläche, sowie die
Andienung durch die Feuerwehr, sofern diese in den Hofbereichen erforderlich ist.
Die in der Auslobung geforderten 20000 qm öffentliche Grünfläche werden nicht erreicht.
Die Erschließung ist in der Überarbeitung weiter zu entwickeln und notwendige Wendemöglichkeiten vorzusehen.
Der nordöstliche Gebäudeblock, der an die Zschokkestraße grenzt, ist nur über die Tiefgartenzufahrt anfahrbar. Sofern eine Anfahrt über
die Oberfläche erfolgen soll, ist diese aufzuzeigen.
Die Hochpunkte im Eckbereich Zschokke-/Westendstraße bilden hier mit einer Höhenentwicklung von 8, 12 und 16 Geschossen eine Art
Dreiklang und sind zusammen mit dem vorgesehenen Stadtplatz ein angemessener Auftritt für das neue Quartier.
Die geplante Wohnnutzung in dem Hochpunkt am Verkehrsknotenpunkt ist möglicherweise an der Nordost- und Südostseite teilweise
Pegeln von mehr als 65 dB(A) am Tage ausgesetzt. Darauf wäre mit einer entsprechenden Zuordnung der Nutzungen bzw. der
Grundrissorientierung zu reagieren. Die Grundrissorientierung der Eckwohnungen an der Zschokke- und Westendstraße ist in Bezug auf
eine Belüftung über Fenster an einer lärmabgewandten Seite zu überprüfen.
Eine attraktive Zugänglichkeit vom öffentlichen Raum zu dem vorgeschlagenen Nahversorgungsangebot im Untergeschoss ist
herauszuarbeiten. In diesem Zusammenhang ist auch die Ver- und Entsorgung zu prüfen.
Sofern die Hotelvorfahrt und Hotelandienung, inklusive Busse nicht ausschließlich über die Tiefgaragenzufahrt angedacht sind, soll diese
aufgezeigt werden.
Die Größenordnung der Kitas ist konkret nachzuweisen und zu überprüfen, die Zuordnung der Freispielflächen ist noch deutlicher
herauszuarbeiten.
Ansonsten ist das geforderte Nutzungsprogramm erfüllt.
Die in der Auslobung formulierte Aufgabe, das Wohnungsbaupotential bei einer gleichzeitig hohen städtebaulichen Qualität
auszuschöpfen, wird in diesem Entwurf gut erfüllt.
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