Hehn-Oldiges Entwicklung Zahlbegriff - Heinrich-Hoffmann

Entwicklung des Zahlbegriffs/der abstrakten Zahlvorstellung
Angeborener Zahlensinn
!Mengenwissen/
Mengen erfassen
!
Handlungserfahrungen
jede Menge ist zählbar
! Zählstrategien/
jedes Zahlwort steht für
eine bestimmte Menge
Beginn Symbolebene / Innere Vorstellungen
!
Abstraktion
STUFE 2 : konkret
STUFE 3: ikonisch
STUFE 4: mental-konkret
STUFE 5: abstrakt
Zählen als Wortfolge,
Mengenwissen und TeileGanzes-Schema existieren
nebeneinander und sind noch
nicht verknüpft.
Durch Abzählen wird das letztgenannte
Zahlwort ermittelt, das für eine Anzahl
(Menge) steht,
Beginn innerer Vorstellungen
von Mengen als Anzahlen,
verdeckte Teilmenge wird
vorstellbar
Anwendung innerer Vorstellungen,
Loslösen von konkreten Handlungen
Abstrakte Zahlvorstellung
Rechnen auf der rein
symbolischen Ebene mit Ziffern
(gesehen) und
Zahlwörtern(gehört/gesprochen)
noch keine Anzahlerfassung
(Protoquantitative Schemata)
unmittelbar sichtbare und greifbare
Gegenstände werden durch Antippen
abgezählt
Verwendung von Stellvertretern
(Finger, Abbildungen, Rechen–
und Veranschaulichungsmittel)
nicht sichtbare
Gegenstände/Stellvertreter sind
vorstellbar (innere Vorstellungen)
kein zählendes Rechnen mehr!
Mengen sind gleich-ungleich
mehr-weniger
Mengen werden verändert und können
durch Abzählen verglichen werden
Menge besteht aus Teilmengen
Teilmenge einer Menge ist vorstellbar,
auch wenn sie nicht sichtbar ist.
Gesamtmenge und Teilmengen
sind rein gedanklich vorstellbar
Simultanerfassen
kleiner Mengen (bis 4 und
strukturierter Mengen
(z.B.Würfelbilder)
Quasi-simultanes Erfassen
großer Mengen durch Bündeln
Kraft der 5 und Kraft der 10
Subitizing
Unzerbrechliche Liste/Kette
(Zahlwortreihe als Gedicht)
Unflexible Zahlwortreihe/Counting all (Zählen immer von der 1 an)
!Prinzip der stabilen Ordnung
!Ordinalzahlprinzip
!Eindeutigkeitsprinzip (Zählwörter)
★
Seriation (Reihenbildung)
Zählprinzipien
"
!
STUFE 1: pränumerisch
(angebor. Fähigkeit , kleine Mengen zu
erfassen, Wahrnehmung der Veränderung
von Mengen)
"
©Martina Hehn-Oldiges, 2014
Stück-zu-Stück-Zuordnung
ZÄHLENDES RECHNEN
Teilweise flexible Zahlwortreihe/Counting on
!Abstraktionsprinzip
! Prinzip der Irrelevanz der Anordnung
Vorgänger – Nachfolger - Zahlen
Eins-zu-Eins-Zuordnung
Vergleich mehr-weniger ist
Konkrete Menge-Zahl-Zuordnung
ohne Anzahlerfassung möglich
Abzählen zur Bestimmung der Anzahl
"
# # # # # !last word rule
1 2 3 4
5
! Anzahlkonzept
Menge wird als Anzahl erfasst
!
! Kardinalzahlprinzip
($$$) $$
3
4 5
Klassifikation, Invarianz, Repräsentanz
4 +1=5
(eins zwei drei vier) fünf
" dieselbe Menge (Ganzes)
kann in unterschiedliche
Teile zerlegt werden
Teile-Ganzes-Schema:
!Teile-Ganzes-Verständnis/
Zerlegung
ungezählte Gesamtmenge
kann in ungezählte
Teilmengen zerlegt werden
Vielfältige Zerlegungen konkreter zählbarer
Mengen
1 2 3 4 5
Vielfältige Zerlegung von
Mengen als erfasste Anzahlen
$$$$$
&
'
$$$$$
&
'
3 + 2 +1=6
(((()(() (
$ $$$$
1 1234
$$$ $$
Inklusionsbeziehungen
Zahlwort oder Ziffer symbolisieren
eine Menge/Anzahl
Flexible Zahlwortreihe/
Counting on the largest number/
Min-Strategie
(Zählen von der größeren Anzahl aus
wird als einfachere Strategie erkannt)
3+5= 5,6,7,8
Verbindung Zahlwortreihe – TeileGanzes: Verständnis von
Beziehungen (Relationen) zwischen
den Zahlen: immer um eins mehr, um
eins weniger
Eins
Zwei
Drei
Vier
%
%%
%%%
%%%%
★ BEGINNENDE LOSLÖSUNG
Vollständig flexible
Zahlwortreihe
★NICHTZÄHLENDE/
HEURISTISCHE
RECHENSTRATEGIEN
Zahlen stehen für Anzahlen, die
vorherige Anzahlen einschließen
Relationales Zahlverständnis
zeigt sich z.B.in der Anwendung
des Kommutativgesetzes oder
Zerlegungsstrategien
7 = 3+4, 4+3 = 7
7-3=4, 7 – 4 = 3
VOM ZÄHLENDEN RECHNEN.
Relationale Differenzen: die Zahl 4
kann z.B. für die Abschnitte 1-2-3-4
oder 5-6-7-8 oder 7-8-9-10 auf dem
Zahlenstrahl angewendet werden
Die Zahl 4 kann Teil einer Menge sein
oder die Gesamtmenge darstellen
5
4
& '
& '
1
2
4
2
Literatur: Weißhaupt/Peucker (2009): Entwicklung arithmetischen Vorwissens, In: Fritz, A./Ricken, G./Schmidt, S. (Hrsg.) Handbuch Rechenschwäche, Weinheim: Beltz Verlag
Gerlach, M./Fritz, A./Ricken, G./Schmidt, S. (2008): Kalkulie Trainingsprogramm Baustein 1, Berlin: Cornelsen, S. 7-19,
Zahlen sind in all ihren Kombinationen
von Teilmengen (Anzahlen) abrufbar.
Relationaler Zahlbegriff
z.B.: 5 (von 9 – 14, von 10 -15 )
Dreigliedrige (Triadische) Struktur
a +? = c
c
? +b = c
?-b=a
∧
a
b