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Metal mit Hingabe und Leidenschaft: Tarja Turunen bei ihrer Show im Capitol Hannover.
Metal mit Küsschen
Tarja Turunen startete Tour im Capitol
08. Oktober 2016, Von: Sabrina Kleinertz, Foto(s): Jeff Kahra
Wenn man in der Musikszene den Namen Tarja hört, dann braucht es eigentlich keinen Nachnamen
mehr, um zu erklären, um wen es geht. Die Finnin ist vor allem in der Metal-Szene nicht nur durch ihr
Mitwirken bei Nightwish, sondern auch als Solokünstlerin eine feste Größe, die vor einige Wochen
noch in Wacken rockte. Am gestrigen Freitag bei ihrem Tourauftakt im Capitol in Hannover war es
ein Abend zwischen Sopranstimme und Doublebass, ein Konzert, das die Besucher wohl noch lange
in Erinnerung behalten werden.
Entspannende Musik und eine gut inszenierte Lichtshow begrüßen die Fans, die gespannt vor der Bühne
warten und erwartungsvoll nach der Band rufen. Alles wirkt betörend und harmlos, bis die sechsköpfige Band
die Bühne betritt und nicht lange fackelt. Schon beim Eröffnungssong ?No Bitter End? jagen Metal und
Sopranstimme den rund 750 Besuchern das Adrenalin durch die Adern. Metalfäuste recken sich jubelnd
Richtung Bühne.
Was aus der Kehle der Finnin, aber auch aus den Instrumenten der Band in den Saal schallt, kann man
hören, vor allem aber erleben und fühlen. So wippen nicht nur die pechschwarzen Federn am Bühnenoutfit
der Sängerin, sondern auch die Köpfe der Fans rhythmisch und genießerisch im Takt.
Foto(s): Jeff Kahra (5 Bilder)Als eingespieltes Team ist die sechsköpfige Band zu erleben. Cellist Max Lilja
springt samt Instrument quer über die Bühne, Turunen selbst spielt mit Gitarrist Alex Scholpp Luftgitarre oder
schmettert ihre Lieder zusammen mit Kevin Chown am Bass ins Mikrofon. Als die Sopranistin dann die wohl
höchsten Töne des Abends anschlägt, stockt das rhythmische Klatschen der Fans, so gebannt ist man. Was
Turunen da ins Mikrofon singt muss wahr sein, denn die Hingabe und Leidenschaft, die die Band hier
präsentiert, kommt ohne Zweifel aus Herz und Seele.
Bei einem Medley-ähnlichen Part des Abends werden zeitweilig behutsamere Töne angeschlagen. In
Akustik-Besetzung zeigt Turunen hier einige ihrer liebsten Balladen und versetzt das Publikum in fast schon
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andächtiges Träumen. Zum Abschluss und auch in der Zugabe kehren die sechs Musiker dann aber doch
lieber zu den gewohnt metallischen Klängen zurück und beenden die Show mit breitem Lächeln und Luftkuss
Richtung Fans.
Man kann meinen, dass das Publikum jeden Song mit noch mehr Applaus und Jubel honoriert als den
vorherigen. Gibt es ein größeres Kompliment für Musiker? Wenn Fans am ersten Akkord den ganzen Song
erkennen und euphorisch und lauthals Zeilen zitieren, dann kann man diesen Abend wohl als durchweg
gelungen bezeichnen.
Links:
www.tarjaturunen.com
www.hannover-concerts.de
www.capitol-hannover.de
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PDF erstellt am 09.10.2016
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