Der Fluch der Wanze Hallo liebe Schülerin, lieber Schüler Mein

AB1
Der Fluch der Wanze
Hallo liebe Schülerin, lieber Schüler
Mein Name ist Tom Zai und ich bin der Autor der „Wanze“. Ich nehme an, du bist ein
Schüler oder eine Schülerin einer Oberstufe – vermutlich in der Schweiz. Und ich schlage
vor, wir duzen uns.
Ich stelle mir dich gerade vor. An einem Montagmorgen. Deutsch in der ersten Stunde. Du
hast beinahe verpennt und so was von keinen Bock auf Lesen. Na ja, Lesen ginge
vielleicht schon. Aber darüber sprechen?
Deine Haare sind nicht so frisch wie am Samstagabend. Die Wahrscheinlichkeit, dass
deine Eltern noch glücklich verheiratet sind, liegt bei ungefähr 50 Prozent.
Was du natürlich hasst: Prozentrechnen. Und deine Eltern, wenn sie Probleme machen. In
deinem Alter machen die Eltern mit ziemlicher Sicherheit Probleme.
Du hast zwei Handys dabei. Eins für den Klassenlehrer und eins für dich. Klassenlehrer, oder
natürlich auch -lehrerinnen, verstehen keinen Spass und haben keinen Sinn für Humor und
dein Bedürfnis, deinen Freunden oder Freundinnen etwas mitzuteilen.
Falls du ein Junge bist, hast du heute schon mindestens einer Person auf den Kopf
geschlagen. Vielleicht hast du auch den Eingang blockiert. Mit Sicherheit hast du einer
Mitschülerin auf den Hintern gestarrt. Es sei denn du bist schwul. Oder zu jung. Oder
beides.
Falls du ein Mädchen bist, hast du schon über 2000 Wörter von dir gegeben. Ungefähr 25%
(schon wieder Prozentrechnen!) haben etwas mit den Kleidern deiner Mitschülerinnen zu
tun. Die andere Hälfte etwas mit der Frisur, dem blöden Gesicht oder, noch besser, mit der
Figur der anderen. Falls du nicht gecheckt hast, dass im letzten Satz etwas nicht stimmt,
bist du blond. Oder hast die Haare wenigstens gefärbt. Falls du's gecheckt hast, bist du
eine Einzelgängerin.
So, nun habe ich dir gesagt, wie ich mich dir vorstelle. Vermutlich hast du schon
angefangen, dich über mich zu nerven. Falls nicht, schläfst du noch oder bist der Mir-EgalTyp.
Hast du eigentlich schon eine Vorstellung von mir. Von jemandem der Bücher schreibt?
So stellst du mich dir gerade vor (natürlich darfst du mich zurückduzen!)
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.
AB 2
Der Fluch der Wanze
Ich stelle mir vor, ihr habt nun schon in der Klasse über mich gesprochen.
Vielleicht habt ihr ein paar (wie ich auf AB1) Zufallstreffer gelandet. Es geht um
Wahrscheinlichkeiten. Die Chance, dass ich männlich bin zum Beispiel, ist ziemlich gross.
Tom. Kein Frauenname.
Aber Zai? Klingt irgendwie nach China, nicht? Oder nach Italien? Oder doch eher nach
Kenia. Gibt es welche, die wissen, dass es „Zai Skis“ gibt? „Zai“ ist rätoromanisch und heisst
„zäh“ oder „tough“, wie die Engländer sagen. Ich kann also auch Englisch. :-)
Bei „zäh“ siehst du so einen Arnold-Schwarzenegger-Typen oder einen „Rambo“ vor dir.
Nein? Aber du hast wieder etwas über mich herausgefunden. Weil ich den Vergleich
gemacht habe. Mit Leuten, die du vielleicht gar nicht kennst. Ich muss alt sein.
Ja, ich bin alt. Ich gebe es zu. Ich bin schon über 50. Und meine Kinder sind älter als du.
„Ah, Kinder hat er also auch! Die mussten bestimmt den ganzen Tag lesen oder wandern
oder im Garten jäten. Und die hatten keinen Fernseher. Und arm waren die! Mein Gott!
Arm. Oder reich. Wie die Kinder von der J.K.Rowling. Hat die überhaupt Kinder? Siehst du,
erfolgreiche Autoren haben keine Kinder.“
Nun will ich dir etwas verraten, das wirklich krass ist: Ich verdiene mein Geld nicht vor allem
mit Schreiben. Ich bin Lehrer. Echt, jetzt. Ein richtiger Lehrer mit richtigen Schülerinnen und
Schülern. Hat sich das Bild, das du von mir hast, schon verändert?
Kannst du mal bitte der Klasse vorspielen, wie ein über 50-jähriger Lehrer so daherkommt?
Spricht? Die Brille putzt (Oh ja, er hat eine!) Seine Tasche auf den Pult knallt? Falls eure
Klasse nicht gerne Rollenspiele macht, lasst euch was anderes einfallen!
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
Und wenn ich dir nun verrate, dass ich übergewichtig bin?
Dass ich meine Tasche sicher nie auf den Pult knalle?
Bin ich in einer Partei?
Habe ich Haustiere?
Wen besuche ich am Wochenende?
Wo verbringe ich meinen Urlaub?
Bin ich noch verheiratet? Oder immer noch Single?
Wie viele Kinder habe ich?
Leben meine Eltern noch? Meine Grosseltern?
Bin ich ein Stadtlehrer oder ein Landlehrer?
Agglo?
Fahre ich einen Toyota? Oder nur Zug?
Nehme ich regelmässig Medikamente oder gehe ich stattdessen Fischen?
Wie viele Kinder habe ich und wie heissen die?
Habe ich Vorbilder und falls ja welche?
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.
AB 3
Der Fluch der Wanze
Ich stelle mir vor, dass unser Gehirn aus lauter kleinen Schubladen besteht. Aus ganz
vielen, natürlich. Als die Menschenaffen von den Bäumen geklettert sind und sich zu
Urmenschen entwickelt haben, war das Schubladen-Denken eine Frage des Überlebens.
Gefahr – Keine Gefahr
Freund – Feind
Gut – Schlecht
Leichte Beute – Unerreichbare Beute
Essbar - Giftig
und so weiter … Fallen dir eigene Beispiele ein?
Unser modernes Gehirn funktioniert oft immer noch so. Wenn wir jemandem zum ersten
Mal begegnen, weiss es zum Beispiel sofort, ob wir den anderen mögen oder im wahrsten
Sinne des Wortes „nicht riechen“ können. Weil uns die Geruchsmischung nicht passt. Und
das hat gar nichts mit Körperpflege zu tun.
Am allermeisten Energie verbraucht unsere Grosshirnrinde beim Denken. Weil der Körper
möglichst wenig überflüssige Energie verbrauchen will, lässt er deswegen das
Unterbewusstsein arbeiten, greift auf bereits Gelerntes zurück, das wie gesagt in
„Schubladen“ abgelegt ist. Man könnte auch sagen, unser Gehirn denkt in Kategorien.
Stell dir dazu mal folgendes vor: Du bist alleine in der Bahnunterführung. Dir kommt ein
2-Meter-Mann entgegen. Er ist Mitte 30, hat einen Vollbart, trägt eine Bomberjacke,
Kampfhosen und Lederstiefel. Was geht dir durch den Kopf?
In derselben Unterführung kommt dir eine 1.60m grosse Frau entgegen. Sie ist Mitte 30,
trägt ein Bomberjacket, eine gemusterte Hose und Lederstiefel. Was geht dir durch den
Kopf?
Wenn man Personen oder ganze Gruppen der Einfachheit halber in Schubladen steckt
und in Kategorien einteilt, nennt man die Figuren „Stereotypen“ Darum geht es in meinem
Buch.
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.
Der Fluch der Wanze
AB 4
Lies doch mal bis Seite 4, Mitte!
Du findest hier schon einige Stereotypen, wie man sie an fast jeder Schule findet. Wähle
ein, zwei aus. Was fällt dir dazu ein? Wie funktionieren die?
Magst du vorspielen, wie die Schüchterne auf den Bus wartet? Oder wie die Lehrerin über
den Schulhof geht? Wenn deine Klasse nicht so auf Rollenspiele steht, lass dir was anderes
einfallen!
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
Welche Typen vermisst du? Beschreibe sie! Vielleicht erkennst du sie auf den nächsten
Seiten wieder.
Und natürlich kann man solche Typen auch spielen. Spiele an dieser Stelle noch nicht dich
selbst! Dazu kommen wir noch.
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.
Der Fluch der Wanze
AB 5
Lies Kapitel 1 zu Ende, bis S. 7 unten!
Tim und Luca sind eine der wenigen, die in diesem Buch auch Namen bekommen. Sonst
nenne ich sie der Einfachheit halber bei ihren Rollenbildern. Was für einen
Rollenbildnamen könnte man den beiden Jungs geben?
Typische Rollenbilder sprechen ihre eigene Sprache. Bei Luca und Tim ist das doppelt
wichtig, da sie sich als Rapper oder Hip-Hopper oder (siehe deine Antwort!) sehen.
Welches sind ihre typischen Ausdrucksweisen im Buch und welche Wörter benutzen sie,
die du nicht im Buch findest?
Wer aus eurer Klasse möchte versuchen die Voodoo-Raps der Jungs zu performen? Habt
ihr Beat-Boxer in der Klasse? Na? Wer traut sich? (Beat-Boxer sind immer männlich, oder?)
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
Lies bis Seite 13, erster Abschnitt!
„Der Fluch der Wanze“ war ursprünglich mal ein Theater. Meine Schülerinnen und Schüler
hatten sich Rollen gewünscht und ich habe dafür ein Stück geschrieben. Weil ganz viele
Schülerinnen Tussen sein wollten, kommen gleich drei davon und auch noch eine Diva in
der Geschichte und damit an der Schule vor. Komm bitte nicht auf die Idee, ich halte
weibliche Teenager grundsätzlich für Tussen! Als Rollenbilder machen sie aber was her und
geben so richtig Gelegenheit, darüber zu diskutieren, welche weiblichen Rollenbilder an
einer Schule vorkommen und was eine Tussi im Speziellen ausmacht.
Übrigens: Rollenbilder müssen ja nicht immer in der reinsten, krassesten Form vorkommen.
Jede kann sich zwischendurch mal tussig benehmen oder Tussen können auch mal ihre
Rolle wechseln. Selbst Jungs können sich tussig benehmen! LOL, YOLO, OMG, ...
Denk mal an Filme, in denen weibliche Figuren in leicht oder stark überzeichneter Form
vorkommen! Ein gutes Beispiel wäre zum Beispiel „Pitch Perfect 2“ (ich kenne leider PP1
nicht).
Sammle diese Rollenbilder und stelle sie dar! Ich überlasse es dir und deiner Lehrerin oder
deinem Lehrer, wie ihr das macht.
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.
Der Fluch der Wanze
AB 6
Lies bis Seite 17, erster Abschnitt bis „… Sorgen“!
Ich glaube, wir haben nun fast das ganze Personal beisammen. Hast du dich schon
erkannt? Oder gehörst du in keine Schublade? Bist du so der total individuelle,
unabhängige Typ? Also der Einzelgänger, die Einzelgängerin?
Oder jemand, den man nicht fassen kann, farblos oder aal-glatt, anpassungsfähig bis zur
Selbstaufgabe? Also das Chamäleon?
Wer bist du? Oder wer möchtest du gerne sein?
Wichtige Regel: Du darfst dich selber nicht blossstellen oder blamieren. Ausser du bist der
selbstzerstörerische Typ.
Natürlich gibt es Misch-Formen, wie ich schon erwähnt habe. Oder du wechselst deine
Rolle je nach deinem Umfeld. Denken wir mal nicht an den Familiennachmittag, sondern
an die Schule!
Nun möchte ich die einzelnen Stereotypen ein wenig genauer betrachten. Vielleicht stellt
ihr dazu im Klassenverband Plakate her oder ihr sammelt eure Ideen auf andere Weise.
Euer Lehrer oder eure Lehrerin hat da bestimmt eine prima Idee. Lehrkräfte sind für sowas
ausgebildet. Und es macht sie glücklich, wenn sie Anweisungen geben können.
Denkt zum Beispiel über folgende Fragen nach!
Welche 3 Wünsche hätten die einzelnen Figuren an die Gute Fee?
Welche Berufe werden sie ergreifen?
Wohin möchten sie in den Urlaub fahren?
Wen möchten sie gerne kennenlernen?
Welche „Schätze“ horten sie in einem Versteck, von dem niemand erfahren darf?
Was macht sie wütend?
Worüber lachen sie?
In wen sind sie verliebt?
Welches ist ihre Lieblingsfarbe?
Ihr Lieblings-…?
Findest du, es fehlen typische Rollen im Buch, die an deiner Schule vorkommen? Falls ja,
welche?
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.
Der Fluch der Wanze
AB 7
Lies bis Seite 19 zweiter Abschnitt! Bis „… Zweite geworden ist.“
Du hast vorhin eventuell über die Wünsche der Figuren nachgedacht. Im Leben hat fast
alles mindestens zwei Seiten. Nun geht es um das ungefähre Gegenteil von Wünschen: um
die Ängste. Jene des Strebers und der Sportskanone kennst du schon. Wie stellst du dir die
Ängste der anderen Stereotypen vor?
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
Ich habe mir natürlich auch meine Gedanken gemacht. Wenn du bis Seite 24, erster
Abschnitt, liest, kennst du sie auch.
Wie gut passen meine Vorstellungen zu deinen eigenen? Besprecht das mal miteinander!
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
An dieser Stelle muss ich etwas zugeben. Damit die Stereotypen in meinem Buch gut
wirken, habe ich sie überzeichnet. Das heisst, ich habe übertrieben und gleichzeitig
vereinfacht.
Wenn Menschen witzig sein wollen oder auch ganz ernst, wenn sie jemanden möglichst
schnell von etwas überzeugen wollen, vereinfachen sie oft.
Je nach dem, was deine Lehrerin oder dein Lehrer geplant hat, könntest du dich an dieser
Stelle etwas ausführlicher damit befassen. Du könntest zum Beispiel Politikern zuhören oder
Abstimmungsplakate anschauen. Du könntest Werbespots betrachten und dir Gedanken
machen, zu welcher Tageszeit, welche Spots ausgestrahlt werden und warum? Schau dir
doch ein paar Comedy-Nummern an! Viele Komiker spielen Stereotypen. Oder du
könntest dich mit Witzen beschäftigen. Die sind vollgestopft mit Stereotypen. Hier habe ich
zwei für dich.
Warum trägt die Blondine eine Autotür durch die Wüste? - Wenn sie heiss bekommt, kann
sie das Fenster öffnen.
Warum streuen Ostfriesen Chilipulver auf den Fernseher? - Damit das Bild schärfer wird.
Wenn man bei solchen Witzen oder auch bei ernsten Dingen zu weit geht, indem einzelne
Gruppen richtig runtergemacht werden, nennt man das Rassismus . Dazu gehört auch der
Sexismus und andere Arten, Menschen kleinzumachen aufgrund von Merkmalen wie
Religion, Aussehen, Herkunft, Abstammung, Alter, Aussehen, Geschlecht, Bildung, und so
weiter, um daraus für sich selber einen Vorteil zu gewinnen. Das hat übrigens nicht in erster
Linie mit Mobbing zu tun. Mobbing kann rassistisch sein, muss aber nicht.
Zum Thema Mobbing gibt es bei da bux ein tolles Buch von Mirjam H. Hüberli: „Du Freak“
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.
Der Fluch der Wanze
AB 8
Lies nur den nächsten Abschnitt, also weiter bis S. 24, zweiter Abschnitt!
Hast du selber eine Vorstellung von der Wanze? Tausch dich mal mit deinen Kolleginnen
und Kollegen darüber aus!
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
Vielleicht fragst du dich, wieso ich überhaupt auf eine Wanze gekommen bin. Die Antwort
findest du am Ende von Kapitel 1.
SUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHEN
SUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHEN
SUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHEN
SUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHENSUCHEN
FINDEN
Zugegeben, es ist ein Kinderlied! Das findest du vermutlich nicht so hitverdächtig oder?
Natürlich könnte man es rappen oder sonst wie interpretieren, dass es für junge Ohren
passt. Lasst euch nicht aufhalten, das auszuprobieren!
Falls ihr das Original nicht kennt, findet ihr es ganz schnell im Internet. Aber Achtung: das
klingt bei den meisten Versionen echt kindisch.
A propos kindisch: Ich habe dieses Lied als Kind sehr oft gesungen und mir dabei immer
etwas Gruseliges vorgestellt. Schliesslicht ist die Wanze auf der Lauer. Wem lauert sie auf?
Als Kind habe ich mir irgendwelche Tiere vorgestellt, die sie packen will. Später sind meine
Fantasien krasser geworden. Irgendwann habe ich mir eine Vampir-Sprungwanze
vorgestellt, die in dunklen Gassen auf ihre Opfer wartet.
In diesem Buch steht die Wanze ganz einfach für die Angst an sich.
„Eine Angst, vor der man Angst hat.“
Was ist eigentlich Angst?
Wann ist Angst hilfreich?
Wann ist Angst nachteilig?
Wann ist Angst lähmend?
Was sind typische Urängste?
Was sind typische moderne Ängste?
Kann Angst unterhaltsam sein?
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.
Der Fluch der Wanze
AB 9
Lies weiter bis S. 25, erster Abschnitt!
Die Briefträgerin ist die erste Person von ausserhalb der Schule. Sie ist es auch, die nun die
Nachricht von der Wanze nach „draussen“ verbreiten wird. Ihre stereotype Angst sind
natürlich Hunde. Briefträger haben Angst vor Hunden. Weiss jeder und jede!
Eine wichtige Person ist noch nicht im Eingang gewesen (abgesehen von Luca und Tim,
die nicht im Traum daran denken, reinzugehen). Wer ist es?
Machen wir uns an dieser Stelle mal Gedanken über die erwachsenen Stereotypen im
Buch!
Kennst du Chuck Norris und vor allem Chuck Norris Sprüche und Witze?
Zum Beispiel den: Chuck Norris fällt nicht hin, er attackiert den Boden.
Sammle einige Sprüche:
Klar, wer im Buch dem Chuck Norris entspricht! Ist ja auch zu einfach gemacht, nicht?
Nehmen wir als zweites den Buschauffeur Jones. Vergleich den mal mit dem Trainer Morris.
Was fällt dir dabei auf?
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
Genau! In vielen Geschichten, gerade auch in Filmen und Serien, gibt es
Gegensatzpaare. Der Klassiker ist zum Beispiel Batman gegen Joker. Mach mal eine Liste!
__________________vs. __________________
__________________vs. __________________
__________________vs. __________________
__________________vs. __________________
__________________vs. __________________
__________________vs. __________________
__________________vs. __________________
__________________vs. __________________
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.
Der Fluch der Wanze
AB 10
Lies weiter bis S. 27 Kapitel 2 zu Ende!
Jetzt wird es wieder persönlich. Gib nur von dir preis, was dir nachher nicht peinlich ist!
Was würde dir die Wanze aufzeigen? Was sind die Ängste, die zu deinem Stereotyp
passen? Falls du einen hast. Nimm bitte keine Dinge wie „Weltkrieg“, „Killervirus“,
„Terroranschläge“ oder anderes, von dem fast die ganze Menschheit betroffen wäre.
Nimm etwas möglichst Spezielles!
Lies Kapitel 3 bis Seite 37 oben!
Die Figur der Gemeindepräsidentin zu erfinden, hat mir besonderen Spass gemacht. Das
hat natürlich damit zu tun, dass ich Lehrer bin – also Angestellter der Gemeinde und des
Kantons. Wie habe ich sie dargestellt? Magst du spielen? Telefongespräche, Ansprachen,
Sitzungen, Bürogespräche, Szenen aus dem Buch? Falls nicht, egal!
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
SPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENEROLLENSPIELSPIELSZENESPONTANESTHEATERSPIEL
Warum will die Gemeindepräsidentin verhindern, dass noch irgendjemand bis zur Wanze
gelangt?
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
Auf AB 9 hast du dir Gedanken über Gegensatzpaare gemacht. Was wäre eine mögliche
Gegensatzfigur zu der Gemeindepräsidentin?
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.
Der Fluch der Wanze
AB 11
Überlege dir an dieser Stelle bitte, wie die Geschichte weitergehen könnte. Du musst
deswegen nicht gleich die zweite Hälfte des Buches schreiben. Ausser du hast Lust dazu
oder bist eine Streberin oder ein Streber ;-)
Gib's zu! Für dich wäre das Happy-End: die Schule bleibt für immer geschlossen!
Aber das passt ja ausgerechnet Tim und Luca nicht. Das hat aber nichts mit der Wanze zu
tun sondern mit den Erwachsenen. Die handeln nämlich auch so, wie sie handeln sollen.
Dazu gehört, dass der Schulbetrieb aufrechterhalten wird. Unter allen Umständen. 40 Grad
im Schatten, Notoperationen an Lehrkräften, Sonnenfinsternisse und Papstbesuche führen
nämlich nie dazu, dass der Unterricht ausfällt. Irgendwie ist immer Unterricht. Da sind die
Schul-Heinis ziemlich erfinderisch, wenn's draufankommt. Selbst ein Wanzenbefall wie in
unserer Geschichte ändert daran nichts.
Also lies weiter bis S. 41 unten!
Grosse Verantwortung = grosse Ängste, ist meine Annahme. Wovor fürchten sich die
„Würdenträger“?
Welche Befehle werden da wohl erteilt?
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
LASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASEINFALLENLASSDIRWASE
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.
Der Fluch der Wanze
AB 12
Lies Kapitel 4 zu Ende bis Seite 43!
Habe ich es zu bunt getrieben? Oder kannst du nachvollziehen, dass gerade diese
Gegenstände für die einzelnen Figuren wichtig sind?
Was würdest du ändern? Oder ergänzen?
Lies weiter bis Seite 47, unten!
Viele Seiten sind es nun nicht mehr. Wir nähern uns dem Finale. Und nun bahnt sich eine
Lösung an. Wie schaut die aus? Diskutiert das mal unter euch!
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA
Lies weiter bis Seite 49, unten!
Nun kennst du zwar die Lösung des Wanzen-Problems. Doch da ist ja noch die andere
Bedrohung. Wenn ich alles richtig gemacht habe, willst du nun am liebsten weiter lesen.
Davor habe ich allerdings eine ganz grosse und wichtige Frage an dich.
Wen würdest eigentlich du mitnehmen, um in die Schule zu gelangen? Natürlich ist die
Antwort wieder sehr persönlich. Geh sorgfältig damit um! Sie ist kostbar.
Warum gerade diese Person?
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.
Der Fluch der Wanze
AB 13
Lies den Schluss, bis S. 51!
GEDANKENPAUSEGEDANKEPAUSGEDANKENPAUSEGEDANKEPAUSEGEDANKENPA
GEDANKENPAUSEGEDANKEPAUSGEDANKENPAUSEGEDANKEPAUSEGEDANKENPA
GEDANKENPAUSEGEDANKEPAUSGEDANKENPAUSEGEDANKEPAUSEGEDANKENPA
GEDANKENPAUSEGEDANKEPAUSGEDANKENPAUSEGEDANKEPAUSEGEDANKENPA
GEDANKENPAUSEGEDANKEPAUSGEDANKENPAUSEGEDANKEPAUSEGEDANKENPA
Ich frage mich gerade, was dir durch den Kopf geht. Schreib es auf!
Es hat mich sehr gefreut, dich durch das Buch zu begleiten und ich wünsche dir viele
spannende Begegnungen mit möglichst vielseitigen und vielschichtigen Menschen.
Nehmen wir mich! Ich bin vielschichtig wie eine Zwiebel! Ich bin zum Beispiel auch
Feuerwehrmann gewesen aber nie Gemeindepräsident, war früher mal eine
Sportskanone, bin eine handwerkliche Niete, dafür ein Bücherwurm, vermutlich ein
Streber, nun ein Stubenhocker, liebe Progressive-Metal, spiele Gitarre, Bass und Querflöte,
mache täglich ein Mittagsschläfchen, darf keinen Bus steuern und bin noch nie ausserhalb
von Europa gewesen.
Ah, doch! Einmal war ich in Kenia. Das würde ich aber nicht wiederholen. Da war es mir
viel zu stereotyp!
Wenn du noch etwas mehr über mich erfahren willst, lies noch das Interview oder geh auf
meine eigene Homepage, www.tomzai.ch!
Vergiss nicht, die anderen Bücher von da bux zu checken!
Herzliche Grüsse
Tom Zai
Walenstadt, 2016
www.dabux.ch
Für nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet.