5 SAE Lauf – Durch das Mansfelder Land

5. Lauf zum Sachsen – Anhalt – Enduro
Durch das Mansfelder Land 11.09.2016
Im Rallyetempo durch das Mansfelder Land
Die zweite Hälfte der Saison im Sachsen – Anhalt – Enduro wurde mit der Mansfeldrundfahrt
oder kurz DdML eingeleitet. Natürlich hatten wir uns fest vorgenommen, nach unserem kleinen
Erfolgserlebnis in Dieskau, mehr zu trainieren und unsere Leistungen dadurch zu verbessern.
Tja und dann kamen Urlaub und andere wichtige Vereinstermine wie Simsonausfahrt und
Vorbereiten / Durchführen / Nachbereiten des ESX 2016 und zerschlugen unsere Pläne vom
Trainieren . Patrick hatte genug Training – allerdings auch nur beim Umbau seines Hauses –
aber das muß ja auch so schnell wie möglich fertig werden – ist also wie im Rennen ☺.Das
einzige „Training“, mit dem Motorrad, was der Autor sich zwischenzeitlich angetan hatte, waren
2 Runden beim ESX 2016. Das hatte nun aber mal – Streckentechnisch - gar nichts mit DdML
zu tun. Mal abgesehen davon, dass ich zudem da mit meiner 300er am Start war und beim DdML
wieder in der E2 mit der 250er. Letztere neigte aber beim Streckenabfahren, im Vorfeld des ESX
2016, zu immenser Rauchbildung, was auf einen undichten Simmering an der Kurbelwelle und
daraus folgend – der Verbrennung von Getriebeöl, zurückzuführen war. Außerdem machte die
250er turbinenartige Geräusche
. Den Simmering wechselte mir, dankenswerter Weise,
Thorsten von Zweirad Dietrich in Wörlitz. Jetzt rauchte sie zwar nichtmehr, die Geräusche blieben
aber .
Im Vorfeld einer solchen Veranstaltung ist ja immer noch viel am Motorrad zu machen. Das
ganze Geraffel für die Abnahme (Licht, Blinker etc.) muß wieder dran und dann auch noch
funktionieren. Das sorgte schon für die ein oder andere Überstunde in der Werkstatt, weil man
das ja sonst nicht so oft braucht. Aber am Ende standen die beiden Motorräder des Mc – Nienburg
pünktlich auf dem Anhänger und waren bereit für DdML 2016.
Die Papier - und technische Abnahme erfolgte auf dem Markt. Das hatte schon ein ganz eigenes
Flair, wenn die Motorräder direkt auf dem Markt, unter den Augen der Gäste in den Restaurants
und Bars, in den Parc fermé geschoben werden – einfach toll. Danach noch schnell im Fahrerlager
unseren Pavillon aufgebaut und dann ging´s wieder ab nach Hause – das Kind musste ja noch
zu Bett gebracht werden ;-).
Morgenstimmung in Hettstedt vor dem Rennen
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14.09.2016 ss
Am Morgen des Renntages wurde schnell die Tankzone im Fahrerlager eingerichtet und dann
ging es auch schon in Richtung Markt, zu den Motorrädern. Da lief einen dann schon ein kleiner
Schauer über den Rücken, als direkt nachdem wir auf den Markt eingebogen, die
Schalmeinkapelle anfing zu spielen. Da fühlt man sich dann einen Augenblick wie ein Boxer der
in die Arena einläuft ;-).
Die Gladiatoren ☺ … das Team vom Mc – Nienburg vor dem Start zu DdML2016 – es fehlt Udo – der macht die schönen Fotos
Startzeit 9.14 Uhr
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Startzeit 9.40 Uhr
14.09.2016 ss
Vor dem Start gab es noch ein „klitzekleines“ Problem. Patrick stand gar nicht in der
Startaufstellung . Technische – und Papierabnahme klappten aber am Vorabend problemlos –
deshalb waren wir zuerst etwas verwirrt. Zum Glück hatte aber Maik vom MC – GMS alles im
Griff und schickte uns, ganz unkompliziert, per „whatsapp“ die Startzeit für Patrick.
Nun ging sie los die 30. Geländefahrt durch das Mansfelderland! Es galt 3 Runden á 60km mit
jeweils (leider) nur einer Sonderprüfung, zu absolvieren. Die Strecke war, bis auf das Stück aus
der Stadt raus, altbekannt. Noch etwas Altbekanntes drang an des Autors Ohr – da war es wieder
dieses turbinenartige Pfeifen vom Motor . Dummerweise hörte sich der Motor nur an wie eine
Turbine – lief aber in keinster Weise so. Irgendwie musste er immer etwas mehr gebeten werden
als sonst, damit er seine Leistung freisetzte. Da fuhr praktisch schon ab Runde 1 im Hinterkopf
mit „… hoffentlich hält der Motor durch“.
Ab ging es in die erste Sonderprüfung. Wir hatten mit unseren Helfern eigentlich ausgemacht,
dass sie immer zwischen Sonderprüfung und Fahrerlager hin und her pendeln sollten – leider
klappte das nicht ganz so, da die Helfer die Sonderprüfung an ZK2 vermuteten – in Wirklichkeit
war sie aber an ZK1 ☺. In der 3. Runde hat es dann endlich geklappt und wir sahen uns auch
mal an der SP ☺. Für den Service im Fahrerlager blieb genug Zeit – das schaffte man auch allein.
Baumstämme als zusätzliche Hindernisse in der Sonderprüfung
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Der Autor kam nach 6.14 Minuten aus der 1. SP. Naja dachte ich, das geht noch besser. Wie ich
aber feststellen musste, war da der Wunsch der Vater des Gedankens. Zum einen fuhren sich
immer mehr tiefe Spurrillen aus und die Erde wurde immer mehr zu einer dicken Pulverschicht,
zum anderen wurde mein Motor leider nicht besser . Das führte schließlich dazu, dass sich
wieder der Simmerring an der Kurbelwelle verabschiedete und sich der Motor Öl aus dem
Getriebe zog . Also wurden die Prüfungszeiten nicht besser mit 6.20 min. und 6.26 min
(Gesamtzeit 19.02,04 ) holte ich aber noch das bestmöglichste für mich raus. Bei Patrick lief es
ähnlich. Mit 19.03,30 Gesamtzeit, war er, in der Sonderprüfung, gerade mal 1sek. und 26 1/100
langsamer.
… mit Schwung raus aus dem Staub …. Der Autor schon mit mächtig viel verbrannten Getriebeöl im Abgang ☺
Patrick versaute sich leider an der ZK die Gesamtzeit im Rennen. Er stempelte 1 Minute zu spät
und sammelte dadurch noch eine Strafminute, sonst hätte er 4 Plätze besser abgeschnitten.
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Die Strecke hatte keinen großen Schwierigkeiten zu bieten. Das Schlammloch aus den Vorjahren,
war eigentlich gut zu fahren, wenn man vorher ein bisschen sich die Spur ausguckte und nicht
gleich drauflosfuhr. Der lange Berg aus den Vorjahren, der immer etwas mit Schwung und
entsprechender Technik gefahren werden musste, war dieses Jahr leider auch nicht drin. Dafür
aber eine Menge staubiger Feldwege und Straßen. Leider viel zu viel für eine Geländefahrt
An
den ZK´s gab es, auf Grund der einfach zu fahrenden Strecke, immer genügend Zeit.
Der Streckenabschnitt mit den Schlammlöchern – sonst immer der Scharfrichter - war dieses Jahr auch keine große Hürde
Fazit – die Strecke war schon eher Rallyeartig ohne große geländetechnische Herausforderungen
für Enduros. Die Sonderprüfung war einem Endurotest durchaus würdig, dadurch, dass es aber
nur eine SP pro Runde gab und bei einer Gesamtprüfungszeit von nur ca. 20Minuten (bei den
Pros von ca.15 Minuten!!) - wurde natürlich jeder Fehler bestraft und man hatte keine Chance
ihn nochmal auszubügeln. Das Ambiente Drumherum, mit dem Start auf dem Markt war natürlich
einmalig und hatte schon etwas von einer ganz großen Veranstaltung!!!
Für den MC – Nienburg sprangen die Plätze 20, für Patrick in der Klasse E3 (29 Starter/ 24 in
Wertung) und 30, für Sven in der Klasse E2 (65 Starter / 56 in Wertung), dabei heraus.
In der Landesmeisterschaft hat Patrick seinen 7. Platz gefestigt und ist nur noch 6 Punkte vom
Platz 5 (erster Pokalplatz) entfernt. Sven hat sich um einen Platz auf den 8. Platz verbessert.
Vielen Dank an das Team vom MC – GMS und die gesamte Orga der Mansfeldrundfahrt. Vor
allem mal ein extra Dankeschön an die vielen Helfer, die sonst gar nichts mit dem Sport zu tun
haben, wie z.B. die Feuerwehren und die Leute an den DK´s etc die sich da den ganzen
Sonnabend für uns in die Sonne gestellt haben.
Vor allem aber vielen Dank an unsere Helfer Nicole, Luis, Udo und Micha. Udos Fotos findet Ihr
auch in einer besseren Qualität auf der HP.
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Außerplanmäßiger Service mit guten Worten kurz vor dem Schlammloch
Moped hat´s schlussendlich bis ins Ziel durchgehalten, obwohl die Geräuschkulisse des Motors
zuletzt schon Besorgniserregend war . Jetzt heißt es erstmal den Motor auseinandernehmen
um die Kurbelwellenlager zu erneuern, damit wir am 15.10.2016 zum vorletzten Lauf des
Sachsen – Anhalt - Enduros in Schönebeck wieder an den Start gehen können.
Bis dahin – Sport frei!
Sven
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14.09.2016 ss