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Nachricht aus Versicherungen & Finanzen vom 2.9.2016
Die leistungsstärksten Pflegetagegeld-Versicherungen
In einer Studie mit 69 Tarifkombinationen von 30 Anbietern zur Pflegetagegeld-Versicherung gab es für 17 Policen von
ebenso vielen Versicherern die Höchstnote „A Plus“. Die Tarife leisten monatlich mindestens 750 Euro in den
Pflegestufen O bis II und mindestens 1.000 Euro in der Pflegestufe III. Beim Vergleich der Top-Tarife mit den Testsiegern
anderer Produktstudien ergeben sich zahlreiche Parallelen.
Die demografische Entwicklung in Deutschland hat viele Facetten. So müssen durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft
zahlreiche Branchen, beispielsweise die Versicherungswirtschaft, um ihren Nachwuchs fürchten (VersicherungsJournal 16.8.2016
(http://www.versicherungsjournal.de/karriere-und-mitarbeiter/auch-versicherer-vergreisen-126565.php), 25.7.2016
(http://www.versicherungsjournal.de/karriere-und-mitarbeiter/branche-muss-um-den-nachwuchs-fuerchten-126399.php)).
Die steigende Lebenserwartung entfacht aber auch Diskussionen über die Verlängerung der Regelarbeitszeit
(VersicherungsJournal 30.5.2016 (http://www.versicherungsjournal.de/markt-und-politik/iw-koeln-stabile-beitraege-und-rentenbei-rente-mit-73-125857.php)). Sie sorgt auch dafür, dass sich mittlerweile immer mehr Deutsche mit dem Thema
Pflegebedürftigkeit und deren Absicherung beschäftigen (VersicherungsJournal 8.2.2016 (http://www.versicherungsjournal.de
/markt-und-politik/wie-die-deutschen-zur-pflegevorsorge-stehen-124762.php)).
Pflegetagegeld-Versicherungen auf dem Vormarsch
Diese Entwicklung scheint sich bereits konkret im Abschluss von Vorsorgeverträgen niederzuschlagen. So hat sich in 2015 bei den
privaten Krankenversicherern neben den staatlich geförderten Pflegezusatz-Versicherungen (Pflege-Bahr) vor allem der Bestand
an Pflegetagegeld-Versicherungen deutlich erhöht (VersicherungsJournal 23.6.2016 (http://www.versicherungsjournal.de/marktund-politik/pkv-abschlusskosten-sind-wieder-angestiegen-126119.php)).
Das Neugeschäft mit Pflegerentenverträgen ging im Vergleich zu 2014 allerdings um ein Viertel zurück (VersicherungsJournal
1.7.2016 (http://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/top-und-flop-produkte-im-leben-neugeschaeft126198.php)).
30 Anbieter im Test
Eine aktuelle Übersicht der besten Pflegetagegeldtarife hat der RedaktionmedienVerlag (http://www.verbraucherfinanzen-deutschland.de/) zusammen mit dem
Informations-Dienstleister KVpro.de GmbH (http://www.kvpro.de/) erstellt. Insgesamt
wurden dafür 69 Tarifkombinationen von 30 Anbietern untersucht. Ausgangspunkt
des Tests war ein 35-jähriger gesunder Musterkunde.
„Wir haben uns für die optimal mögliche Kombination zwischen dem staatlich
geförderten „Pflege-Bahr“ und der ergänzenden privaten PflegetagegeldVersicherung, also der beitragsgünstigeren Risikovariante gegenüber der
Pflegerenten-Versicherung, entschieden“, schreiben die Studienautoren zu ihrer
Tarifauswahl.
17 Deckungskonzepte mit Bestnote
17 Tarifkombinationen von 17 Anbietern konnten die Höchstnote „A Plus“ erringen.
Dabei bieten die Policen der Continentale Krankenversicherung a.G.
(http://www.continentale.de/) und der Münchener Verein Krankenversicherung a.G.
(http://www.muenchener-verein.de/) mit 1.200 Euro die höchsten monatlichen
Leistungen in der Pflegestufe O.
(Bild: Redaktionmedien-Verlag)
In der Pflegestufe I leisten die Tarifkombinationen der Axa Krankenversicherung AG
(http://www.axa.de/) und ihrer Tochter DBV Deutsche Beamten Krankenversicherung
Zweigniederlassung der Axa Krankenversicherung AG (http://www.dbv.de) die
größten Zahlungen (je 2.250 Euro). In den Pflegestufen II und III sind es die der
Nürnberger Krankenversicherung AG (http://www.nuernberger.de/) (2.100 Euro und
4.500 Euro).
In der Gruppe der Testsieger ist die Absicherung mit 23,56 Euro monatlich bei der Continentalen am günstigsten. Den höchsten
Monatsbeitrag hat mit 59,33 Euro die Pax-Familienfürsorge Krankenversicherung AG im Raum der Kirchen (http://www.vrk.de/).
Allerdings wurde für die Studie nur eine Mindest-, aber keine Maximalleistung festgelegt. Die über der Leistungs-Mindestgrenze
liegenden Zahlungen einiger Tarifkombinationen schlagen sich daher in vielen Fällen auch in einem vergleichsweise hohen
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Monatsbeitrag nieder.
Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Redaktionsmedien-Verlag)
So wurde bewertet
Als Bewertungsgrundlage für das Leistungsniveau der besten Pflegetagegeld-Versicherungen diente das KVproErstattungsbarometer. Damit wurde in Abstufungen von „C Minus“ bis „A Plus“ gemessen, welchen Anteil einer Arztrechnung der
Versicherer erstattet.
„C Minus“ bedeutet, dass der Versicherungsnehmer im Leistungsfall einen großen Teil der Rechnung selbst trägt. Im Falle von „A
Plus“ wird der Rechnungsbetrag nahezu vollständig oder komplett vom Versicherer übernommen. Mit den Abstufungen von „C
Minus“ bis „A Plus“ wurde außerdem die Gesamtnote für die Tarifkombination ausgedrückt.
Leistungen für demenzkranke Versicherte
Maßgeblich für die Gesamtnote im Test waren auch die in den Tarifen enthaltenen Leistungen bei Demenz, sofern die Erkrankten
der Pflegestufe O zugerechnet werden können. Deshalb wurden nur Angebote berücksichtigt, die folgende Erstattungen
ermöglichen:
Pflegestufe O: Mindestens 750 Euro monatlich,
Pflegestufe I: Mindestens 750 Euro monatlich,
Pflegestufe II: Mindestens 750 Euro monatlich,
Pflegestufe III: Mindestens 1.000 Euro monatlich.
Tarife, die in der Pflegestufe I ausschließlich stationär oder bei häuslicher Pflege weniger als 30 Prozent des vereinbarten
Pflegetagegeldes leisten, wurden nicht aufgenommen. In dieser Pflegestufe muss in der Regel von einer ambulanten Pflege
ausgegangen werden, so die Autoren.
Prüfung von Leistungsanpassung, Wartezeit und Kündigungsrecht
Als weiterer Bestandteil der Testmethodik wurden außerdem folgende drei Leistungsfragen an die Tarife gerichtet:
In welchem Umfang erhöht sich das Pflegetagegeld beziehungsweise Pflegegeld automatisch ohne Gesundheitsprüfung
(Leistungsanpassungs-Klausel)?
Wie lange ist die Wartezeit vom Versicherungsbeginn an, bis erstmalig Leistungen in Anspruch genommen werden können?
Verzichtet der Versicherer auf sein ordentliches Kündigungsrecht?
Vergleich mit anderen Produkttests
Bei den Top-Tarifen der Studie gibt es zahlreiche Angebote, die sich auch in einem kürzlich durchgeführten Vergleich der Zeitschrift
Focus-Money (http://www.focus-money.de/) zusammen mit der DFSI Deutsches Finanz-Service Institut GmbH (http://www.dfsiinstitut.de/) unter den Testsiegern befinden (VersicherungsJournal 26.8.2016 (http://www.versicherungsjournal.de/versicherungenund-finanzen/mehrere-sieger-beim-pflegetagegeld-vergleich-126650.php?link=1)).
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Auf den Spitzenplätzen bestehen auch einige Parallelen zu einem Pflegetagegeldvergleich von Öko-Test (http://www.oekotest.de/)
aus dem vergangenen Jahr (VersicherungsJournal 2.4.2015 (http://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen
/die-besten-pflegetagegeld-policen-in-oeko-test-121981.php)). Deutliche Unterschiede bei den Top-Tarifen gibt es hingegen im
Vergleich mit einem letztjährigen Produkttest des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (http://www.vorsorgefinanzplanung.de/) (IVFP) (VersicherungsJournal 3.2.2015 (http://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen
/die-besten-pflegetagegeld-tarife-121421.php)).
Weitere Informationen
Eine ausführliche Übersicht aller im „A“-Bereich bewerteten Tarifkombinationen inklusive der genauen Antworten auf die
Leistungsfragen können in der kostenfreien Online-Version der Studie „Private Pflegetagegeld-Versicherung 2016
(http://www.verbraucherfinanzen-deutschland.de/pflegeabsicherung/)“ nachgelesen werden.
Darüber hinaus kann die Studie auch als gedruckte Ausgabe für 30 Euro brutto pro Exemplar zuzüglich Versandkosten bei Astrid
Klee (mailto:[email protected]?subject=Bestellung%20Printausgabe%20%22Private%20PflegetagegeldVersicherung%202016%22) bestellt werden.
Florian Burghardt ([email protected])
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