Newsletter 1/2016 01. September 2016 Inhalt 1/2016
Vorwort ......................................................... 1
Einladung: Mitgliederversammlung .............. 2
Vorschlag zur Satzungsänderung: Ehrenmitgliedschaft ...................................... 2
Tagungsprogramm: Sexualitäten und Justiz – Jahrestagung 2016 .................................... 3
Longlist für den RichardSchmidPreis 2016 des Forum Justizgeschichte ......................... 4
Die Neugestaltung der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel – Bericht von der Feier zur Fertigstelung des ersten Bauabschnitts am 25. August 2016 ..................................... 6
Publikationen ................................................ 8
Gerd Hankel: Die vieldeutige Antwort des Rechts in Zeiten der Gewalt ........................... 8
Klaus Schäfer: Hitler ist an allem schuld. Erinnerungen eines Neunzigjährigen ............. 8
Christine Schoenmakers: "Die Belange der Volksgemeinschaft erfordern..." Rechtspraxis und Selbstverständnis von Bremer Juristen im "Dritten Reich" ................. 8
Gerd Hankel: Ruanda Leben und Neuaufbau nach dem Völkermord. Wie Geschichte gemacht und zur offiziellen Wahrheit wird ................................................. 8
Rezensionen ................................................ 8
Gottfried Oy/Christoph Schneider: Die Schärfe der Konkretion .................................. 8
Annette Weinke: Gewalt, Geschichte, Gerechtigkeit. Transnationale Debatten über deutsche Staatsverbrechen im 20. Jahrhundert .................................................... 8
Wolfgang Form/Theo Schiller/Lothar Seitz: NSJustiz in Hessen. Verfolgung – Kontinuitäten – Erbe ...................................... 8
JörgMichael Schiefer: Speers Vollstrecker. Willi Clahes .................................................... 8
Zeitungsmeldungen ...................................... 9
Heribert Prantl zur „Amicus Curiae“ Stellungnahme des Forum Justizgeschichte .. 9
Impressum ................................................... 9
Vorwort Liebe Mitglieder des Forum Justizgeschichte e.V., Matthias Peitsch aus dem Vorstand, Thomas Henne aus dem Beirat und ich als Vorsitzender freuen uns sehr, dass wir nach längerer Pause weniger als einen Monat vor der Tagung und Mit
gliederversammlung in Wustrau wieder einen Newsletter an Sie versenden können. Sie finden hier zum einen das Programm für un
sere 18. Tagung vom 23. bis 25. September 2016 zum Thema "Sexualitäten und Justiz". Bei ent
sprechender Resonanz kann es uns gelingen, die Anliegen des Vereins in der aktuellen rechtspoliti
schen Diskussion die Forderung nach Entschä
digung von Zehntausenden in der Bundesrepublik durch § 175 StGB kriminalisierten Homosexuellen zu positionieren. Bitte melden Sie sich an, wenn Sie es noch nicht getan haben und werben sie bei Ihren Kolleg*innen und Freund*innen für dieses Aushängeschild des Forum Justizgeschichte. Zum anderen finden Sie die Einladung zur Mit
gliederversammlung am 24. September 2016 so
wie den Vorschlag für die Tagesordnung. Ich möchte diesen Newsletter zum Anlaß nehmen, Sie ausdrücklich zur Teilnahme zu ermuntern. Die akute Bedrohung von Freiheits und Justizgrund
rechten in Polen, Ungarn und der Türkei sowie die sich aufheizende Debatte über Sicherheit in Deutschland gibt zur Besorgnis Anlaß. Nicht nur deshalb braucht das Forum Justizgeschichte das aktive Engagement und die Ideen und Initiativen seiner Mitglieder. In den nächsten Wochen und Monaten kommt es verstärkt darauf an, da uns personelle Verände
rungen von einiger Tragweite bevorstehen. Wir können sie nur erfolgreich meistern, wenn alle, die sich dem Forum Justizgeschichte verbunden fühlen, gemeinsam an den richtigen Schritten mitwirken. Jennifer Aßmann, unsere langjährige Geschäfts
führerin, wird ihre Tätigkeit für den Verein Ende 2016 beenden. Wir sind ihr für ihre sehr engagier
te, freundliche und zuverlässige Arbeit außeror
dentlich dankbar. Auch Cornelius Pawlita, einer unserer beiden langjährigen Kassenprüfer, wird nach der Mitglie
derversammlung 2016 seine Tätigkeit beenden. Wir sind ihm und Wolfgang Alban, der sich bereit erklärt hat, weiter als Prüfer tätig zu sein, sehr dankbar dafür, dass die finanzielle Situation des Vereins stets solide war und beide die Gemein
nützigkeit unserer Arbeit gewährleistet haben. Newsletter des FORUM JUSTIZGESCHICHTE e.V. – Vereinigung zur Erforschung und Darstellung der deutschen Rechts und Justizgeschichte des 20. Jahrhunderts FORUM JUSTIZGESCHICHTE Newsletter 1/2016 vom 01. September 2016 Aus dem Vorstand ausscheiden werden wie be
reits bei ihrer Wahl im letzten Jahr angekündigt Ulrike Hopf und nachdem er Vorstand und Beirat bereits vor einigen Wochen informiert hat Matthias Peitsch. Sie haben in den letzten Jahren wesentlich zur Konzeption unserer Tagungen bei
getragen und die ersten Schritte der notwendigen organisatorischen Neuerung unterstützt. Auch ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Für Vorstand, Kassenprüfung und Geschäftsfüh
rung brauchen wir neue Menschen, die bereit sind, sich im Sinne der Anliegen des Vereins in den nächsten Jahren verläßlich zu engagieren. Wem die Zeit bis Wustrau zu lang wird, dem sei zur justizgeschichtlichen Vertiefung und Diskussi
on die Longlist für den RichardSchmidPreis 2016 sowie die Hinweise auf neue Publikationen und Rezensionen empfohlen. So finden sich u.a. Besprechungen zur Arbeit von Gottfried Oy und Christoph Schneider empfohlen. Die Autoren von "Die Schärfe der Konkretion" sind mit ihrem Vor
trag in Wustrau 2015 zur Arbeit von Reinhard Strecker sicherlich noch einigen im Gedächtnis. In diesem Sinne Auf Wiedersehen am Ruppiner See! Herzliche Grüße Ralf Oberndörfer Einladung: Mitgliederversammlung Liebe Mitglieder, zur nächsten Mitgliederversammlung am Sams
tag, 24. September 2015, ab 16:00 Uhr in den Räumen der Deutschen Richterakademie, Am Schloß 1, 16818 Wustrau, lade ich Sie herzlich ein. Als Tagungsordnung ist vorgesehen: 1. Eröffnung und Begrüßung 2. Feststellung der ordnungsgemäßen Ein
berufung, der Zahl der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder und der Be
schlussfähigkeit der Mitgliederversamm
lung 2 9. Neuwahl der Mitglieder des Vorstands 10. Vorstellung der Planungen für das Pro
gramm der Jahrestagung 2017 11. Diskussion des Themas der Jahrestagung 2018 12. Beratung und Beschlussfassung vorlie
gender Anträge 13. Verschiedenes Mit freundlichen Grüßen, Ralf Oberndörfer Vorschlag zur Satzungsänderung: Ehrenmitgliedschaft Auf den letzten Mitgliederversammlungen gab es immer wieder Diskussionen und Vorschläge, in welcher Form der Verein Mitglieder ehren kann, die sich um das Forum Justizgeschichte und eine kritische Aufarbeitung der deutschen Justizge
schichte verdient gemacht haben. Der Vorstand hat sich daher entschieden, den folgenden Pas
sus auf der kommenden Mitgliederversammlung zur Abstimmung zu stellen, der es erlaubt, Eh
renmitglieder zu ernennen. Wir werden in Wustrau über diese Satzungsänderung abstim
men. Gemäß § 7 Abs. 5 S. 2 der Satzung bedür
fen Satzungsänderungen der Mehrheit von min
destens zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder. Die Mitgliederversammlung möge beschließen: § 5 der Satzung des Forums Justizgeschichte e.V. wird um den folgenden Absatz 3 ergänzt: „Der Vorstand kann ein Vereinsmitglied, das sich um den Verein und/oder den Vereinszweck im Sinne des § 2 außerordentlich verdient gemacht hat, zum Ehrenmitglied ernennen. Das Vor
schlagsrecht liegt bei der Mitgliederversammlung. Ehrenmitglieder sind auf Antrag von der Beitrags
pflicht befreit. Die Ehrenmitgliedschaft kann aus einem wichtigen Grund – insbesondere vereins
schädigendem oder vereinszweckwidrigem Ver
halten – auf Vorschlag des Vorstands durch die Mitgliederversammlung aberkannt werden.“ 3. Genehmigung der Tagesordnung Bisherige Fassung des § 5: 4. Bericht des Vorstands § 5 Mitgliedschaft (1) Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen sein, die die Arbeit und die Zwecke des Vereins unterstützen wollen. Der Bei
tritt erfolgt durch schriftliche Erklärung. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. 5. Bericht der Kassenprüfer 6. Aussprache über die Berichte 7. Entlastung des Vorstands 8. Wahl eines Wahlleiters FORUM JUSTIZGESCHICHTE Newsletter 1/2016 vom 01. September 2016 (2) Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder bei juristischen Personen durch Erlöschen. Der Austritt ist schriftlich mitzuteilen und kann nur zum Ende des Kalenderjahres erfolgen. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Das aus
geschlossene Mitglied kann die Mitgliederver
sammlung anrufen, die dann die abschließende Entscheidung fällt. Zukünftige Fassung des § 5: § 5 Mitgliedschaft (1) Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen sein, die die Arbeit und die Zwecke des Vereins unterstützen wollen. Der Bei
tritt erfolgt durch schriftliche Erklärung. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. (2) Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder bei juristischen Personen durch Erlöschen. Der Austritt ist schriftlich mitzuteilen und kann nur zum Ende des Kalenderjahres erfolgen. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Das aus
geschlossene Mitglied kann die Mitgliederver
sammlung anrufen, die dann die abschließende Entscheidung fällt. (3) Der Vorstand kann ein Vereinsmitglied, das sich um den Verein und/oder den Vereinszweck im Sinne des § 2 außerordentlich verdient ge
macht hat, zum Ehrenmitglied ernennen. Das Vorschlagsrecht liegt bei der Mitgliederversamm
lung. Ehrenmitglieder sind auf Antrag von der Bei
tragspflicht befreit. Mit der Ehrenmitgliedschaft gehen keine weiteren Rechte und Pflichten ein
her. Die Ehrenmitgliedschaft kann aus einem wichtigen Grund – insbesondere vereinsschädi
gendem oder vereinszweckwidrigem Verhalten – auf Vorschlag des Vorstands durch die Mitglie
derversammlung aberkannt werden. Tagungsprogramm: Sexualitäten und Justiz – Jahrestagung 2016 Der Kampf um eine selbstbestimmte Sexualität frei von (staatlicher) Diskriminierung hat in den letzten Jahrzehnten einige wesentliche Fortschrit
te erzielt. Die dritte Gewalt spielt in dieser Ent
wicklung eine ambivalente Rolle. Sie bezieht die vorherrschenden Annahmen auf den individuellen Fall und ist gleichzeitig dem Schutz der Rechts
sphäre der einzelnen Personen verpflichtet. Da
bei kam und kommt ihr anhand von Begriffspaa
ren wie gesund krank, normal pervers, gesell
schaftlich nützlich gesellschaftlich unerwünscht, erlaubt kriminell in entscheidender Weise und abhängig vom gesellschaftlichen Diskussions
stand die Definitionsmacht zu. Auf der 18. Jahres
tagung des Forums Justizgeschichte werden wir 3 die Rolle der Justiz bei der Definition von Sexuali
tät und im Spannungsfeld dieser Terminologien beleuchten. Hierzu sollen Aspekte der Repressi
onsgeschichte gegenüber als abweichend ange
sehenen Formen von Sexualität einerseits, insbe
sondere des § 175 StGB (Homosexualität), und andere Formen der sexuellen Normierung ander
seits in den Blick genommen werden. Fallstudien aus dem Kaiserreich, dem Österreich der Zwi
schenkriegszeit, der DDR und insbesondere aus der Justizgeschichte der Bundesrepublik Deutschland reflektieren Kontinuitäten und Ver
änderungen im Umgang der Rechtsprechung mit Sexualitäten. Die Achtung der Menschenwürde ist allerdings nicht dann schon verwirklicht, wenn die staatliche Repression endet. Auch die Teilhaber
echte, die Durchsetzbarkeit ziviler Rechtspositio
nen müssen garantiert sein. Welche weiteren ju
ristischen Schritte im Rahmen der grundgesetzli
chen Ordnung nötig sind, um verschiedenen Formen von Sexualität ihre Gleichberechtigung zu verschaffen, werden wir ebenfalls diskutieren. Programm Freitag, 23.09.2016 16.00 Uhr Kaffee und Begrüßung 16.30 Uhr Heteronorm als Rechtsnorm: Se
xualitäten und Justiz Dr. Ulrike Lembke (Universität Greifswald) 17.30 Uhr § 175 StGB – Eine Verfolgungs
geschichte Andreas Pretzel (HU Berlin) 18.30 Uhr Abendessen 19.30 Uhr Film: Coming Out, DDR 1989, 113 Minuten, Regie: Heiner Carow mit einer Einführung von Dr. Volkmar Schöneburg (MdL) Samstag, 24.09.2016 09.00 Uhr Homosexualität und Justiz im Kai
serreich: Der EulenburgSkandal Dr. Norman Domeier (Universität Stuttgart) 09.45 Uhr "Genießt einen schlechten Leu
mund u. ist der lesbischen Liebe ergeben" Gleichgeschlechtliche Unzucht zwischen Frauen in Österreich 19181938 Ass.Prof. Dr. Elisabeth Greif (Uni
versität Linz) 10.30 Uhr Kaffeepause FORUM JUSTIZGESCHICHTE Newsletter 1/2016 vom 01. September 2016 11.00 Uhr 11.45 Uhr 12.30 Uhr 14.00 Uhr 14.45 Uhr 15.00 Uhr 16.00 Uhr 18.30 Uhr BVerfGE 6, 389 – Die ‚Homose
xuellenEntscheidung‘ des Bun
desverfassungsgerichts aus rechtshistorischer Perspektive Nadine Drönner, LL.M. (Berkeley) Sexualitäten und Justiz in der DDR Prof. Dr. Greg Taylor LL.M. (RMIT Melbourne) Mittagessen „Natürlich“ verfassungswidrig – Trans und Intersexuelle in der Bundesrepublik RAin Dr. Laura Adamietz (Bre
men) Kaffeepause Verleihung des RichardSchmid
Preises 2016 Mitgliederversammlung Abendessen Sonntag, 25.09.2016 09.00 Uhr Der Umgang mit den NS
Zwangssterilisationen in der Bun
desrepublik Dr. Stefanie Westermann (RWTH Aachen) 09.45 Uhr Kaffeepause 10.00 Uhr Der Schutz der sexuellen Selbst
bestimmung von Menschen mit Behinderungen und die Justiz Prof. Dr. Julia Zinsmeister (TH Köln) 10.45 Uhr Die Familie als Keimzelle des Staates – Das Inzestverbot vor Gericht Prof. Dr. Nora Markard (Universi
tät Hamburg) 11.30 Uhr Abschlussrunde 12.00 Uhr Mittagessen Longlist für den RichardSchmid
Preis 2016 des Forum Justizgeschichte Der vom Forum Justizgeschichte ausgelobte und mit 3.000 € dotierte RichardSchmidPreis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Juristischen Zeitgeschichte wird 2016 zum drit
ten Mal vergeben werden. Die erstmalige Verleihung ist 2012 erfolgt. Preis
träger waren (zu gleichen Teilen) Priv.Doz. Dr. Christoph Jahr für seine Arbeit „Antisemitismus 4 vor Gericht – Debatten über die juristische Ahn
dung judenfeindlicher Agitation in Deutschland (1879 – 1960)“ und Dr. HansChristian Jasch für seine Arbeit „Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik – Der Mythos von der sauberen Verwaltung“. Preisträger im Jahr 2014 war Maximilian Becker für seine Arbeit „Mitstreiter im Volkstumskampf. Deutsche Justiz in den eingegliederten Ostgebie
ten 19391945“. Die Verleihung 2016 wird, wie in den Vorjahren, bei der Jahrestagung des Forums Justizgeschich
te in der Deutschen Richterakademie in Wustrau erfolgen, und zwar am 24. September 2016. Der Preis ist nach dem früheren Stuttgarter Ge
neralstaatsanwalt und Präsidenten des Ober
landesgerichts Richard Schmid (1899 bis 1986) benannt, der seit den zwanziger Jahren Anwalt in Stuttgart war, nach 1933 politisch Verfolgte der verbotenen SAP (Sozialistische Arbeiter
partei, in der u.a. Willy Brandt Mitglied war) verteidigte, dann selbst als Angeklagter vor dem „Volksgerichtshof“ stand, von 1938 bis 1941 Haft im Untersuchungsge
fängnis, Konzentrationslager und Zuchthaus ver
büßt hat und bis zur Befreiung 1945 Zwangsar
beiter in der Landwirtschaft war. Schon in der Zeit seiner hohen Justizämter und noch verstärkt da
nach war er ständig schriftstellerisch und journa
listisch tätig und wohl der bedeutendste bundes
deutsche Justizschriftsteller der Nachkriegszeit. Nominiert werden konnten schriftliche wissen
schaftliche oder journalistische Beiträge zur Entwicklung des deutschen Rechts, die zwi
schen dem 1. 7. 2014 und dem 31. Mai 2016 ver
öffentlicht wurden; Bewerbungsschluß war der 31. Mai 2016. Die Jury, bestehend aus - der Historikerin Priv.Doz. Dr. Annette Weinke / Universität Jena (Vorsitzende) - dem Rechtshistoriker Prof. Dr. Dr. Ingo Müller (Berlin) - dem Mainzer Rechtsanwalt und Vorsit
zenden des Forums Anwaltsgeschichte, Dr. Tillmann Krach und - Priv.Doz. Dr. Thomas Henne / Universität Luzern FORUM JUSTIZGESCHICHTE Newsletter 1/2016 vom 01. September 2016 hat aus den eingegangenen Nominierungen die folgende Longlist erstellt (in alphabetischer Reihenfolge): 1. Anselm Doering
Manteuffel / Bernd Greiner / Oliver Lepsius Der BrokdorfBeschluss des Bundesverfassungs
gerichts 1985 Mohr Siebeck Verlag 2015 2. Wolfgang Form / Theo Schiller / Lothar Seitz (Hsg.), NSJustiz in Hessen. Ver
folgung – Kontinuität – Erbe Marburg 2015 / Veröffentli
chungen der Historischen Kommission für Hessen 3. Arthur von Gruene
waldt Die Richterschaft des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main in der Zeit des Nationalsozialis
mus Mohr Siebeck Verlag 2015 4. Dagmar Lieske Unbequeme Opfer? „Be
rufsverbrecher“ als Häft
linge im KZ Sachsenhau
sen MetropolVerlag 2016 5 5. ARDRechtsredaktion Auszug aus der Bewerbung vom 28.04.2016: „Die Berichterstattung aus der ‚Residenz des Rechts‘ in Karlsruhe hat bei SWR und ARD eine über 60 Jahre lange Tradition. […] Auch wenn der Schwerpunkt auf den aktuellen Themen liegt – wir verzichten keinesfalls auf den ‚Blick dahinter‘ und haben die historischen Bezüge der Themen ‚Recht und Justiz‘ stets im Blick. […] Mit einem ‚multimedialen Paket‘ bewirbt sich das Team der ARDRechtsredaktion um den Richard
SchmidPreis.“ 6. Christine Schoenmakers „Die Belange der Volksge
meinschaft erfordern ...“ Rechtspraxis und Selbst
verständnis von Bremer Juristen im „Dritten Reich“ SchöninghVerlag 2015 7. David Sörgel Die Implementation der Grundlagenfächer in der Juristenausbildung nach 1945 Mohr Siebeck Verlag 2014 8. Friedrich Wolff (Hrsg.), Das Politbüro der DDR vor Gericht Berliner Wissenschafts
Verlag 2015 FORUM JUSTIZGESCHICHTE Newsletter 1/2016 vom 01. September 2016 Die Jury wird in den nächsten Wochen eine Shortlist erstellen und dann die Preisträgerin / den Preisträger auswählen. Vorerst gratuliert die Jury allen, die auf dieser Longlist vertreten sind, zu ihren Werken. Die Neugestaltung der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel – Bericht von der Feier zur Fertigstelung des ersten Bauabschnitts am 25. August 2016 von Thomas Henne „Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel wird Deutschlands maßgebliche Ausstellung zur NS
Justiz erhalten.“ Es war der Geschäftsführer der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, Dr. JensChristian Wagner, der mit diesen selbstbe
wußten Worten eine Feier prägte, die Ende Au
gust 2016 in der JVA Wolfenbüttel stattfand. Der erste Bauabschnitt der Neugestaltung der Ge
denkstätte war fertiggestellt, und zur Feier ge
kommen waren unter anderem die niedersächsi
sche Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD), viele Angehörige ehemaliger Gefangener und Hingerichteter und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte. Als Mitglied einer ehrenamtlichen Kommission, die die Neugestaltung seit mehreren Jahren be
gleitet, war auch der Verf. dieses Berichts anwe
send. Besichtigt werden konnten die Ergebnisse jenes nun abgeschlossenen ersten Teils der Neu
gestaltung. Und es hat sich viel verändert. In der NSZeit wurden im damaligen Strafgefäng
nis über 520 Menschen hingerichtet; damit be
fand sich in Wolfenbüttel eine von zwei zentralen Hinrichtungsstätten in Norddeutschland. Zudem mußten Hunderte von Gefangenen Zwangsarbeit leisten, Tausende litten unter unerträglichen Haft
bedingungen. Nach Kriegsende erfolgten weitere Hinrichtungen durch die britische Besatzungs
macht, und in den 1950er Jahren wurde das Ge
fängnis zu Inhaftierungen im Rahmen der Kom
munistenverfolgung genutzt. Auch erwachsene Homosexuelle, die aufgrund des damaligen § 175 StGB verurteilt worden waren, mußten im Gebäu
de der heutigen JVA Wolfenbüttel ihre Gefängnis
zeit verbringen. Diese verwickelte Geschichte von Unrecht und Verfolgung in einer Gedenkstätte darzustellen, ist eine große Chance für Justizhis
toriker und Historikerinnen – und dies erst recht, weil die JVA Wolfenbüttel nach wie vor in Betrieb ist. Es sind dieselben Gitter, doch was ist der spezifische Kern des justiziellen Unrechts der Jahre nach 1933? 6 Zentrum der Gedenkstätte ist die ehemalige Hin
richtungsstätte, deren Gebäude nun als („Groß“) Exponat dient und deshalb, wie die Leiterin der Gedenkstätte Martina Staats erläuterte, „behut
sam zurückgebaut“ wurde. Das gesamte Erdge
schoß der Hinrichtungsstätte steht nun erstmals der Gedenkstätte zur Verfügung, und so konnte unter anderem der originale Eingang wieder her
gestellt werden. Der Hinrichtungsraum verzeich
net die Namen der Opfer und ist, wie Staats be
tonte, bewußt nur wenig beschildert. Die früher im Hinrichtungsgebäude angebrachte Ausstellung befindet sich dort nicht mehr, und die Beleuch
tung und die Wandfarben sind bewußt heller. Es geht nicht um emotionale Überwältigung, sondern um Gedenken an die Opfer dieser unrechten Jus
tiz. Und den Opfern soll – gegen den Versuch, sie durch bürokratisierte Unmenschlichkeit auszulö
schen – ihre Würde und Individualität zurückge
geben werden. Deshalb sind im Hinrichtungsraum die Namen und Lebensdaten aller bekannten Op
fer angebracht; von der früheren Guillotine sind lediglich die Verankerungen im Boden geblieben. Und nur ein kleines Photo eines US
amerikanischen Soldaten, kurz nach dem Ende des NSTerrors aufgenommen, zeigt den damali
gen Raum in seiner Gesamtheit. „Gedenken braucht Wissen“, führte Wagner in seiner Rede aus und wies auf die nun angeschaff
ten „Multitouchti
sche“ hin, die, so Wagner, ein „for
schendes Ler
nen“ ermögli
chen. Diese Ti
sche sind in ei
nem früheren Gemeinschafts
haftraum zu fin
den; dort können Besucherinnen und Besucher eigenständig Geschäftsführer Niedersäch
eingescannte sische Gedenkstätten Originaldoku
JensChristian Wagner mente wie auf einem überdimensionalen Touchpad aufrufen. Für Schulklassen und Gruppen sind Lernprojekte vorbereitet, die den jeweiligen Wissensstand auf
greifen und zu eigenständigen Annäherungen an die NSJustiz einladen. Hier und an anderen Stel
len macht sich die Zusammenarbeit mit einer pro
fessionellen Ausstellungsagentur ("Hinz und Kunst") bemerkbar; zu textlastige Ausstellungen FORUM JUSTIZGESCHICHTE Newsletter 1/2016 vom 01. September 2016 von „Flachware“ sind vermieden zugunsten von Informationsangeboten und Fallgeschichten. Eine weitere Gemeinschaftshaftzelle und eine Arrest
zelle sind weitere Exponate in diesem Teil der Gedenkstätte; auch diese beiden Räume sind jetzt baugeschichtlich erschlossen und mit Kom
mentierungen versehen. Die Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel hat das bundesweit fast einmalige Nebeneinander von Gedenkstätte und JVA zu ei
nem Miteinander gemacht – nicht immer sind die Interessen deckungsgleich, aber bei den Mitarbei
terinnen und Mitarbeitern der JVA ist spürbar, daß auch sie grundsätzlich hinter dem Projekt stehen, insbesondere der Leiter, Dieter Münzebrock. Der nun er
reichte Zwi
schenstand wäre aber ohne das Team der Mit
arbeiterinnen und Mitarbei
ter der Ge
denkstätte nicht möglich gewesen – ohne unmit
telbare uni
versitäre An
bindung ist dort, teils auf Werkver
tragsbasis, eine so be
Anett Dremel und Thomas eindruckend Henne am Multitouchtisch große wie en
gagierte Gruppe von Forscherinnen und For
schern zur NSJustiz entstanden. Auch der frühe
re Geschäftsführer der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, Prof. Dr. Habbo Knoch, hat in seiner Amtszeit viel von dem auf den Weg ge
bracht, was nun eröffnet werden konnte, was al
lerdings auf der Veranstaltung wenig angespro
chen wurde. Und wo ist die Dauerausstellung, um die es – auch im Forum Justizgeschichte – viele Ausei
nandersetzungen gegeben hat? Der nächste Bauabschnitt wird zu einem eigenständigen, zweistöckigen Ausstellungsgebäude auf dem JVAGelände führen. Dieser Neubau wird Aus
stellungs und Multifunktionsräume enthalten und den Besuch der Gedenkstätte ohne vorherige Anmeldung ermöglichen – und auch öffentliche Vortragsveranstaltungen in Räumen der Gedenk
stätte wird es dann geben können. Die Förder
gelder für diesen Abschnitt der Neugestaltung sind bewilligt, und in wenigen Wochen beginnen die Vorarbeiten, die mit einer Teilrenovierung der 7 JVA verbunden werden. Der Zugang zu den histo
rischen Orten, also zum ehemaligen Hinrich
tungsgebäude und zu den oben erwähnten Ge
meinschaftsräumen und ehemaligen Arrestzellen, wird nach der Fertigstellung des Neubaus „nur“ noch die Kontrolle an einer Sicherheitsschleuse erfordern. Zudem wird eine der ehemaligen To
deszellen in einem Hafthaus zum Exponat wer
den und einsehbar und zugänglich sein. „Dauerausstellungen können“, betonte die Minis
terin Heiligenstadt in ihrer Ansprache, „aufgrund des gesellschaftlichen Wandels nicht in Stein ge
meißelt sein.“ Die frühere Dauerausstellung „Jus
tiz im Nationalsozialismus“ war maßgeblich von Prof. Dr. Joachim Perels erstellt worden. Einen anderen Schwerpunkt setzte 2012/13 die tempo
räre Ausstellung „Justiz und Verbrechen im Nati
onalsozialismus“ (u.a. mit einem innovativen Ab
schnitt zu „Erbgesundsheitsgerichten“). Inzwi
schen war ein Förderantrag bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien er
folgreich, so daß – wiederum mit Umsetzung durch eine professionelle Ausstellungsagentur – eine neue Dauerausstellung in dem nun zu errich
tenden Neubau entstehen wird. Die Fertigstellung ist für 2018 geplant, und nach den bisherigen Er
fahrungen kann man im Hinblick auf die Einhal
tung der Zeitvorgabe begründete Hoffnung ha
ben. Die neue Dauerausstellung zum Thema „Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus“ soll den aktuellen Forschungsstand zur NS
Justiz, also u.a die Kombination von Selbstmobili
sierung und Radikalisierung herausarbeiten und auf die Handlungsspielräume der Täter hinwei
sen. Das Aufzeigen von Kontinuitäten und Dis
kontinuitäten für die Zeiten vor 1933 und nach 1945 wird die Einordnung der oben erwähnten Hinrichtungen nach 1945 ermöglichen und einen Ansatz liefern, konsistent auch auf die Einbindung des Gefängnisses in Wolfenbüttel in die Kommu
nisten und Homosexuellenverfolgung einzuge
hen. Die Eröffnungsfeier in Wolfenbüttel stand zugleich im Zeichen der Trauer über den plötzlichen Tod der Vorsitzenden der erwähnten Kommission, Prof. Dr. Inge Marszolek. Sie hatte die Arbeit der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten über viele Jahre und in vielen Funktionen begleitet. Als Kulturhistorikerin an der Universität Bremen hat
te sie sich früh – und anderes als manche Kolle
ginnen und Kollegen aus dem Umfeld der Biele
felder Gesellschaftsgeschichte – für die Funktion des Rechts im NSSystem interessiert und war auch deshalb eine wichtige Ratgeberin für die jet
zige Neugestaltung. „Die Gedenkstätte“, führte Wagner als Geschäfts
führer der Stiftung Niedersächsische Gedenkstät
ten in seiner Rede aus, „würde es nicht geben, FORUM JUSTIZGESCHICHTE Newsletter 1/2016 vom 01. September 2016 wenn sich nicht Bürgerinnen und Bürger für die spätere Gedenkstätte eingesetzt hätten“. Dies war verbunden mit einem ausdrücklichen Dank an den Gründungvorsitzenden des Forum Justiz
geschichte, Helmut Kramer, der ebenfalls an der Feier teilnahm (das Forum war zusätzlich durch Ralf Oberndörfer vertreten). Wäre der 1984 von niedersächsischen Politikern geplante Abriß des ehemaligen Hinrichtungsgebäudes vollzogen worden, gäbe es die heutige Gedenkstätte ver
mutlich nicht – oder jedenfalls der zentrale Ge
denkort würde fehlen. Die Gründungsgeschichte der Gedenkstätte wird ebenfalls in der zukünfti
gen Dauerausstellung behandelt werden. Auch wenn vieles zur Zeit noch hinter verschlos
senen Mauern stattfindet – die eingangs er
wähnte Feststellung, daß die Gedenkstätte auf dem Weg zum wichtigsten Erinnerungsort zur NSJustiz ist, trifft zu. Dies allerdings auch, weil andere Orte, die für die Beschäftigung mit dem Justizunrecht der NSZeit prädestiniert sind, bis
lang jedenfalls nicht den Grad an Professionalität erreicht haben, der nun die Gedenkstätte in Wol
fenbüttel prägt. Ein Besuch in Wolfenbüttel ist sehr zu empfehlen; dazu ist allerdings eine vorherige und frühzeitige Anmeldung bei der Gedenkstätte ausnahmslos erforderlich. Über die Umgestaltung der Gedenkstätte infor
miert ein Blog, zugänglich hier. Eine Broschüre zur Neugestaltung findet sich hier. Publikationen Gerd Hankel: Die vieldeutige Antwort des Rechts in Zeiten der Gewalt Unser Beiratsmitglied Gerd Hankel hat in Band 8 der Zeitschrift HannahArendt.net über „Recht und Gerechtigkeit – Law and Justice“ einen Beitrag veröffentlicht. Der Artikel „Die vieldeutige Antwort des Rechts in Zeiten der Gewalt“ ist hier abrufbar. Klaus Schäfer: Hitler ist an allem schuld. Erinnerungen eines Neunzigjährigen Unser Vereinsmitglied Klaus Schäfer hat seine Autobiographie veröffentlicht. Das in dreißig Jah
ren entstandene Werk berichtet vom Überleben des Holocaust, dem Leben in der Nachkriegsge
sellschaft bis zum Jurastudium im hohen Alter. Die Verlagsankündigung finden Sie hier. Christine Schoenmakers: "Die Belange der Volksgemeinschaft erfordern..." Rechtspraxis und Selbstverständnis von Bremer Juristen im "Dritten Reich" Die Dissertation der ehemaligen Referentin auf unserer Jahrestagung zur Politischen Justiz ist 8 jetzt veröffentlicht worden. Folgerichtig findet sich der Band auch auf der diesjährigen Longlist des RichardSchmidPreises. Die Verlagsankündi
gung finden Sie hier. Gerd Hankel: Ruanda Leben und Neuaufbau nach dem Völkermord. Wie Geschichte gemacht und zur offiziellen Wahrheit wird Ab 1. September diesen Jahres wird auch das jüngste Buch von Gerd Hankel im zu Klampen! Verlag erscheinen. Die Verlagsankündigung fin
den Sie hier. Rezensionen Gottfried Oy/Christoph Schneider: Die Schärfe der Konkretion Das Buch der Tagungsreferenten aus dem Jahr 2014 über unser Vereinsmitglied Reinhard Stre
cker und seine Ausstellung „Ungesühnte Nazijus
tiz“ ist inzwischen schon mehrfach rezensiert worden. Außerdem ist der Band bereits in der 2. Auflage erschienen. Eine Besprechung auf dem Portal sehepunkte finden Sie hier. Stephan A. Glienke, der ebenfalls bereits auf der Jahrestagung referiert hat, bespricht das Buch auf HSozKult. Annette Weinke: Gewalt, Geschichte, Gerechtigkeit. Transnationale Debatten über deutsche Staatsverbrechen im 20. Jahrhundert Die Habilitationsschrift unseres Beiratsmitglieds Annette Weinke wird bei HSozKult als „Standard
werk“ gelobt. Die Besprechung finden Sie hier. Wolfgang Form/Theo Schiller/Lothar Seitz: NSJustiz in Hessen. Verfolgung – Kontinuitäten – Erbe HansErnst Böttcher hat das auf der Longlist für den RichardSchmidPreis 2016 befindliche Werk in der Zeitschrift verdikt besprochen. Die Rezen
sion finden Sie hier. JörgMichael Schiefer: Speers Vollstrecker. Willi Clahes Unser Vereinsmitglied Friedrich Winterhager hat im Märzheft des Journal(s) der Juristischen Zeit
geschichte eine Rezension des Buches veröffent
licht. Die Fundstelle lautet wie folgt: JoJZG 10. Jhg. (2016), Heft 1, S. 45 f. FORUM JUSTIZGESCHICHTE Newsletter 1/2016 vom 01. September 2016 Zeitungsmeldungen Heribert Prantl zur „Amicus Curiae“ Stellungnahme des Forum Justizgeschichte Der Leiter des Ressorts Innenpolitik bei der Süd
deutschen Zeitung, Heribert Prantl, hat in einem umfassenden Artikel über die Verfassungsbe
schwerde der Journalistin Gaby Zimmer und die „Amicus Curiae“ Stellungnahme des Forum Jus
tizgeschichte berichtet. Den Artikel über die maß
geblich von unserem Beiratsmitglied Dieter De
iseroth initiierte Intervention unseres Vereins in Karlsruhe finden Sie hier. Impressum Forum Justizgeschichte e.V. Vereinigung zur Erforschung und Darstellung der deutschen Rechts und Justizgeschichte des 20. Jahrhunderts Geschäftsstelle Forum Justizgeschichte e.V. c/o Jennifer Aßmann Pütjenweg 34 25462 Rellingen → www.forumjustizgeschichte.de → info@forumjustizgeschichte.de Redaktion ▪ Priv.Doz. Dr. jur. Thomas Henne, LL.M. Beiratsmitglied des Forums Justizgeschichte Universität Frankfurt/M. → http:/www.jura.unifrankfurt.de/henne/ und weitere Vorstandsmitglieder des Forums Justizgeschichte: ▪ Dr. Sebastian Felz, Köln ▪ Matthias Peitsch, Ass. jur., Doktorand, Berlin Zuschriften bitte unter → newsredaktion@forumjustizgeschichte.de 9
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