Reform der Betriebsrenten
Nahles will Arbeitgeber von Garantien befreien
Das Rentenniveau sinkt mehr und mehr. Um dieses Defizit wieder zu füllen, will die Regierung die
betriebliche Altersvorsorge (bAV) stärken und ihre Verbreitung erhöhen. Bisher hat viele Unternehmer
abgeschreckt, dass sie Garantien bei den Betriebsrenten geben müssen. Das soll sich nun ändern.
Viele Unternehmen – und dabei gerade die kleineren – schreckt die Pflicht zur Garantie in der
betrieblichen Altersvorsorge davon ab, ihren Mitarbeitern eine selbige anzubieten. So haben bei
Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten nur 30 Prozent der Mitarbeiter eine betriebliche
Altersversorgung.
Diese schlechten Zahlen haben ihren Grund vor allem darin, dass Unternehmen über Jahrzehnte dafür
haften, dass eine Betriebsrente später gezahlt wird. Zwar sind sie in den meisten Fällen abgesichert,
falls alle Stricke reißen haftet am Ende aber der Arbeitgeber.
Reine Beitragszusage statt Kostenrisiko
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will diese Garantie nun abschaffen. Wie die Stuttgarter
Zeitung berichtet, hat sie sich mit dem Bundesfinanzministerium auf diesen Punkt der bAV-Reform
geeinigt.
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Stattdessen sollen die Betriebe künftig nur noch verpflichtet sein, Beiträge für die betriebliche
Altersvorsorge abzuführen. Das wäre eine reine Beitragszusage und könnte dem Betrieb eine noch nie
dagewesene Kostensicherheit geben, sagen Experten in einer Studie zum Thema. Die Kosten seien für
das Unternehmen mit der Festlegung des Beitrags dann nämlich fixiert.
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Dieser Artikel erschien am 26.08.2016 unter folgendem Link:
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