Moritz-Ziller-Preis für Stadtgestaltung „Wohngebiet

Moritz-Ziller-Preis für Stadtgestaltung
Ausschreibungsunterlage für den Ideenwettbewerb
der Großen Kreisstadt Radebeul
Wettbewerbsthema 2016/17
„Wohngebiet Kötitzer Straße – Wohnen der Zukunft“
Moritz-Ziller-Preis für Stadtgestaltung der Stadt Radebeul
„Wohngebiet Kötitzer Straße – Wohnen der Zukunft“
Wettbewerbsthema 2016/17
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Inhaltsverzeichnis
Präambel
1. Die Stadt Radebeul
2. Anlass und Ziel
3. Wettbewerbsgebiet
3.1 Lage im Stadtgebiet
3.2 Umfeld
3.3 Planungsrecht
3.4 Historische Entwicklung
3.5 Bestandssituation
4. Aufgabenstellung
5. Wettbewerbsbeiträge
5.1 Leistungen
5.2 Kennzeichnung
5.3 Verfassererklärung
6. Beurteilungskriterien
7. Wettbewerbsverfahren
7.1 Auslober
7.2 Wettbewerbsart und Teilnahmebedingungen
7.3 Termine
7.4 Anmeldung und Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen
7.5 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten
7.6 Urheberrecht
7.7 Datenerfassung / Datenschutz
7.8 Rückfragen und Kontakt
8. Fachjury
9. Ablauf, Ergebnisse und Preise
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Ausschreibungsunterlagen Ideenwettbewerb der Stadt Radebeul
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Wettbewerbsthema 2016/17
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Präambel
Die Stadt Radebeul verleiht in der Regel alle drei Jahre im Rahmen eines Ideenwettbewerbs den
Moritz-Ziller-Preis für Stadtgestaltung, um jungen Stadtplanern, Landschaftsarchitekten und Architekten Anreiz und Gelegenheit zu geben, zur Lösung von Problemen des Städtebaus und der
Landschaftsplanung beizutragen und fortschrittliche Gedanken auf diesen Gebieten verbreiten zu
helfen. Der Preis erhält seinen Namen zum Gedenken an die Baumeisterfamilie Ziller, die im 19.
Jahrhundert wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Städtebau- und Gartenkultur auf dem
Gebiet des heutigen Radebeuls ausübte. Moritz Ziller war zudem Mitbegründer und von 1880 bis
1892 Vorsitzender des Verschönerungsvereins für die Lößnitz. Er erwarb sich sowohl als erfolgreicher Unternehmer wie auch im Ehrenamt große Verdienste um die Entwicklung der Stadt Radebeul.
1. Die Stadt Radebeul
Die Stadt Radebeul in ihrer heutigen Gestalt wurde 1935 gegründet. Sie stellt den Zusammenschluss von 10 Gemeinden dar, wovon 8 noch im Stadtbild deutlich ablesbare ehemalige Bauerndörfer sind sowie 2 Villenvororte mit einer Entstehungszeit ab ca. 1870, die mit ihrem besonderen
Charakter das Stadtbild Radebeuls auch heute noch ganz wesentlich prägen.
Weitere ausgedehnte Baugebiete entstanden auf ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzflächen,
auch Weinbergen. Nach dem Niedergang des Weinbaus ab 1885, ausgelöst durch die Vernichtung
des Bestandes durch die Reblaus, standen diese Flächen günstig für eine Bebauung zur Verfügung.
Aufgerebt wurden später vorrangig die Steillagen oberhalb der neu entstandenen Baugebiete.
Es wurden meist anspruchsvolle solide Villen als Einzelhäuser in einem Gartengrundstück gebaut,
sie bilden heute den größten Anteil der etwa 1300 Einzelbaudenkmale der Stadt.
Auf Grund dieser baulichen Entwicklung und der räumlich beengten Lage zwischen Elbe und Steilhang konnte Radebeul keine einheitliche Mitte ausbilden, sondern erstreckt sich über 9 km Länge
im Elbtal und grenzt ohne deutlich erkennbare Zäsur an die Landeshauptstadt Dresden im Osten
und Coswig im Westen. Zentrumsfunktion haben zwei gründerzeitlich geprägte Geschäftsstraßen
an den ehemaligen Bahnhöfen Radebeul-Kötzschenbroda im Westen und Radebeul-Ost.
Nach Süden bilden der Elbaltarm Seegraben und der Flusslauf der Elbe die Grenze zu Dresden,
nach Norden grenzt Radebeul mit den Ortslagen Lindenau und Wahnsdorf im Hochland an die
Gemeinde Moritzburg.
Bekannt ist heute die Stadt vor allem durch den Terrassenweinbau und die damit im Zusammenhang errichteten Winzerhäuser, meist aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Diese sind zum großen
Teil an der Weinbergstraße, Winzerstraße und nördlich der Mittleren Bergstraße anzutreffen.
Ebenso überregional bekannt wurde die Stadt durch den Schriftsteller Karl May mit seiner Villa
Shatterhand, dem heutigen Karl-May-Museum.
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Eine ab ca. 1900 einsetzende Industrie- und Gewerbeentwicklung bildet bis heute die wirtschaftliche Grundlage der Stadt und hatte eine verstärkte Nachfrage nach Wohnungsbau für die zahlreich zuziehenden Beschäftigten zur Folge. Dieser wurde zunehmend in Mehrfamilienhäusern,
auch blockartiger Struktur realisiert.
Mitte 2015 hatte Radebeul 34.960 Einwohner. Aufgrund der günstigen Lage im Ballungsraum
Dresden und der sehr guten Lebensbedingungen gehört die Stadt zu den wenigen Gemeinden in
Sachsen, die einen anhaltenden Zuwachs an Einwohnern verzeichnen kann.
2. Anlass und Ziel
So sehr die Villenstruktur insbesondere auf den Südhängen und der vorgelagerten Terrasse bis
heute das Stadtbild Radebeuls prägt und dominiert, ist doch auch ein wesentlicher Teil der Radebeuler Einwohner in Mietshäusern unterschiedlichster Typologien beheimatet. Während nach
1910 städtebaulich interessante kleinere verdichtete Siedlungen im „Heimatstil“ entstanden, ist
die Zeilenbauweise insbesondere der Zeit zwischen 1945 und 1990 großräumiger und wurde mit
immer geringerem Anspruch an städtebauliche Qualität in den Stadtraum eingefügt.
Auf Grund der topografisch schwierigen Lage standen für diese Form des Wohnungsbaus, verglichen mit anderen Städten, nur kleinere Flächen, vorrangig in der Ebene, zur Verfügung. Einer der
größten Standorte in Radebeul, aber immer noch relativ überschaubar, befindet sich in RadebeulKötzschenbroda zwischen Bahntrasse und Gewerbeansiedlungen parallel der Elbe.
Über mehrere Jahrzehnte wurde diese Ansiedlung immer wieder in Richtung Westen durch neue
Bauabschnitte ergänzt. Eine der letzten z.Z. geplanten großen Erweiterungsflächen für den Wohnungsbau in der Stadt Radebeul befindet sich in Fortführung dieses Gebietes.
Um der permanent vorhandenen Nachfrage vor allem auch nach preiswerteren Mietwohnungen
ein Angebot gegenüberzustellen, soll in den nächsten Jahren die brach liegende Fläche für den
Wohnungsbau erschlossen werden.
Obwohl die vorhandenen Bauabschnitte durchgängig saniert sind, guten Wohnkomfort bieten
und gepflegt sind, haben sie doch wenig städtebauliche Qualität, weder im baulichen Detail noch
in der Funktion. Trotz der inzwischen herangewachsenen Bäume und dem guten Pflegezustand
haben die großzügig bemessenen Freiflächen kaum Aufenthaltsqualität und werden wenig als
Aufenthaltsraum durch die Einwohner genutzt.
Ziel ist, das vorhandene Wohngebiet im Zusammenspiel mit weiteren zu planenden Ergänzungen
zukunftsfähig zu gestalten.
Es sollen Defizite erkannt, die städtebauliche und funktionelle Qualität bestehender Bereiche verbessert werden und Potenziale zur Nachverdichtung erschlossen werden. Erweiterungsflächen
sollen das bestehende Gebiet qualitätsvoll ergänzen und funktionell verknüpfen. Durch die Ausprägung eines individuellen Charakters des zu beplanenden Stadtgebietes soll eine Aufwertung
erreicht werden. Aus dem eher standortlosen Baugebiet soll eine individuelle Heimat für die Be-
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wohner werden. Obwohl Leerstand kein Problem darstellt, soll das Gebiet zukunftsfähig entwickelt werden; es soll sowohl für junge Familien als auch für den größer werdenden Anteil Älterer
und Singles an Attraktivität gewinnen.
Es fehlen z.B. Spielangebote für Kinder, Begegnungsräume, barrierefreie Wohnungen für unterschiedliche Bewohnergruppen, das Wohnen ergänzende Funktionen wie Versorgungs-, Freizeit-,
Betreuungs- und Dienstleistungsangebote.
3. Wettbewerbsgebiet
3.1 Lage im Stadtgebiet
Das Stadtgebiet Radebeul mit einer Länge von ca. 9 km wird nach der naturräumlichen Gliederung
Sachsens der Dresdner Elbtalweitung zugeordnet, die sich von Pirna bis Meißen erstreckt. Der
Höhenunterschied zwischen Elbtal und Lindenauer bzw. Wahnsdorfer Hochland beträgt bis 130
m. Die bestimmenden naturräumlichen Teilbereiche sind die tief liegende Elbaue, die nördlich
anschließende Nieder- und Mittelterrasse sowie die Steilhangbereiche und Hochflächen.
Das Wettbewerbsgebiet befindet sich im Bereich der Elbaue im Westteil der Stadt im Einzugsbereich des Stadtzentrums Radebeul-West mit dem ergänzenden Dorfkern Altkötzschenbroda. Dieser strahlt heute nach umfangreicher Stadtsanierung vor allem durch touristische Angebote, insbesondere Gastronomie, weit über die Grenzen Radebeuls hinaus.
Das zu betrachtende Gebiet hat eine Ost-West-Ausdehnung von ca. 600m, so dass die Entfernung
zum westlichen Stadtzentrum zwischen ca. 350 m und über 1000 m liegt. Obwohl sich die Elbe
z.T. nur in 200 m Entfernung befindet, besteht keine direkte landschaftliche Verbindung, nicht
zuletzt durch einen dazwischen liegenden Gewerbestandort.
Es bestehen gute Blickbeziehungen zwischen den landschaftlich reizvollen nördlich liegenden
Hangbereichen und dem Baugebiet.
3.2 Umfeld
Nördlich tangieren das Gebiet die stark frequentierten Bahnlinien Dresden-Leipzig bzw. DresdenBerlin und der S-Bahn. Dadurch ist über eine größere Strecke kein Durchlass zu nördlich liegenden
Gebieten vorhanden. Das touristisch interessante nahe liegende Schloss Wackerbarth (Sächsisches Staatsweingut) und die auf der nördlich verlaufenden Staatsstraße Meißner Straße verkehrende Straßenbahnlinie sind nur über Umwege erreichbar.
Das nördlich an das Wettbewerbsgebiet und die Wilhelm-Eichler Straße angrenzende Gebiet war
ca. 100 Jahre Tanklager mit Gleisanschluss. Insbesondere die intensive Nutzung durch die sowjetischen Streitkräfte zwischen 1945 und 1990 verursachte großflächige Bodenkontaminationen
die weitgehend beseitigt wurden. Eine Nachnutzung kann aber nur mit weniger sensiblen Nutzungen erfolgen. Wohnen und soziale Einrichtungen scheiden deswegen aus. Weiterhin beeinträchtigt ist diese Fläche durch Bahnlärm. Die inzwischen dort eingeordnete Freiwillige Feuer-
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wehr und das Technische Hilfswerk sollen perspektivisch durch weitere nicht störende gewerbeähnliche Nutzungen ergänzt werden und damit die südlich angrenzende Wohnungsbaufläche
auch gegen Lärm abschirmen. Das Gebäude der Architekten Pussert und Kosch präsentiert sich
als ein konsequent moderner Zweckbau, der auch einen Blickfang für die Fahrgäste der Bahn
darstellt.
Westlich schließt ein nahezu baulich abgeschlossenes neues Baugebiet (Lindenweg) an, bevor
sich eine größere landschaftliche Freiraumzäsur zur dörflichen Ortslage Naundorf erstreckt.
Südlich wird das Plangebiet durch die Kötitzer Straße, einer wichtigen Ost-West-Verbindung, begrenzt. Südlich dieser Straße schließt sich ein Mischgebiet an, bevor eine Industriefläche einen
Riegel zur Flusslandschaft der Elbe bildet.
Östlich liegende, ältere überwiegend dem Wohnen dienende Baugebiete schließen unmittelbar
an das Stadtzentrum West an.
Lage im Stadtgebiet
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3.3 Planungsrecht
Der Flächennutzungsplan der Stadt Radebeul stellt das Plangebiet als Wohnbaufläche dar, wobei
zwischen bebauter und unbebauter Fläche nicht unterschieden wird. Für den unbebauten Teil
besteht seit 1995 ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan (Nr. 22 „Kötitzer
Straße/Schützenweg“, nur Aufstellungsbeschluss ohne Aussagen für die Wettbewerbsaufgabe).
Die erfolgreiche Durchführung eines Planverfahrens ist Voraussetzung für die zukünftige Nutzung der Brachfläche für den Wohnungsbau.
Die nach dem Extremhochwasser im Jahre 2002 neu festgesetzten Hochwasserschutzgebietsgrenzen umfassen dieses Gebiet mit. Diese Festsetzung basiert auf einem Höhenlinienmodell.
Eine reale Überflutung hat weder 2002 noch 2013 stattgefunden. Hochwasserschutzmaßnahmen sind in Elbnähe derzeit in Realisierung, so dass eine Neubewertung der Gefahrenlage für
das Gebiet realistisch erscheint.
Ausschnitt Flächennutzungsplan mit Umgrenzung Planungsgebiet
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3.4 Historische Entwicklung
Die Besonderheiten der Radebeuler Stadtstruktur – wenig kompakte Baugebiete und deutliche
Freiraumzäsuren zwischen diesen sowie das Bestehen mehrerer voneinander getrennter Gewerbestandorte – lässt sich durch die Stadtgeschichte erklären. Die verschiedenen Ortsteile entwickelten sich zunächst eigenständig und voneinander. Etwa seit der Jahrhundertwende vom 19.
zum 20. Jahrhundert setzte in Mitteleuropa eine verstärkte industrielle Entwicklung ein, so dass
in den einzelnen Städten das Bedürfnis nach Ausweisung von Industriestandorten wuchs. Entsprechende Satzungen bemühten sich um eine räumliche Trennung von Wohn- und Produktionsstandorten während vorher Wohnen und Handwerk vielerorts verbunden war.
Die Gemeinde Kötzschenbroda legte ein Entwicklungsgebiet für industrielle Ansiedlungen westlich ihres kompakten Stadtgebietes fest. Davon zeugt noch heute die Bezeichnung Fabrikstraße.
Die heutigen dort ansässigen Unternehmen gingen z. T. aus früheren Gründungen hervor. Nach
dem Zusammenschluss mehrerer ursprünglich selbständiger Orte im Jahre 1935 verschob sich
der räumliche Schwerpunkt der industriellen Entwicklung der Stadt nach Osten (Pharma-industrie) und nach Westen zum Standort Naundorf, da der dort günstig vorhandene Gleisanschluss
eine große Rolle spielte. So konnten zentrumsnahe Entwicklungsflächen in Kötzschenbroda vor
allem nach 1945 für den industriellen Wohnungsbau genutzt werden. Diese Fläche hatte den
notwendigen Vorteil für diese Bauweise, dass sie keine nennenswerten Höhenunterschiede aufwies. Die Baugebiete waren durch die Randlage erweiterbar unter Zurückdrängung der landwirtschaftlichen Nutzung. So entstanden ab etwa 1960 Wohnungen in Zeilenbauweise, die heute
von ca. 1.200 Menschen bewohnt werden. Nach 1995 erfolgte die letzte Erweiterung.
Räumlich getrennt durch einen ehemaligen Sportplatz wurde nach 1990 ein in sich abgeschlossenes Wohngebiet am Lindenweg durch einen Bauträger errichtet. Dieses Teilgebiet ist nicht Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe. Die Fläche für den Sportplatz wurde 1928 vom Freien Turnund Sportverein Kötzschenbroda mit dem Ziel der Errichtung eines Sportplatzes erworben, welcher 1932 fertig gestellt wurde. Seit ca. 25 Jahren ist die Nutzung der Sportfläche aufgegeben
und liegt ungenutzt brach, lediglich eine Kegelanlage mit Sanitärtrakt des ehemaligen Sportplatzes ist noch in Nutzung. Die Reaktivierung der ehemaligen Sportplatznutzung ist trotz des Bedarfs an solchen Flächen nicht mehr möglich, da inzwischen das Wohnen näher herangerückt ist
und massive Emissionsprobleme zu erwarten wären.
3.5 Bestandssituation
Das Plangebiet weist in seinen bebauten Teilen eine ausgesprochene Monostruktur auf. Es bestehen weder Schulen, Kindereinrichtungen, Läden und sonstige Einrichtungen der sozialen
Infrastruktur. Ein kleiner ehemaliger Lebensmittelmarkt wird jetzt als Werkstatt/Atelier genutzt.
Grundschulen und Kindergärten befinden sich östlich (Kötzschenbroda, Harmoniestraße) und
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westlich (Naundorf, Bertheltstraße). Am Standort Kötzschenbroda besteht zusätzlich eine Oberschule sowie an der Wilhelm-Eichler-Straße eine evangelische Grundschule. Gymnasien sind im
zentralen Bereich Radebeuls angesiedelt. Ein Lebensmittelmarkt südlich des Plangebietes sichert
die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs, ein relativ vielfältiger Handelsstandort ist das
Zentrum Radebeul-West (Bahnhofstraße) in einiger Entfernung.
Wäschetrockenplatz und Zeilenbebauung
Werkstatt/Atelier im ehem. Lebensmittelmarkt
Kritisch wird das völlige Fehlen von Begegnungsorten und -räumen innerhalb des Baugebietes
gesehen. Die sehr reichlich vorhandenen Grünräume mit vielfältigem Baumbestand haben diesbezüglich Potenzial. Vorteilhaft ist, dass der überwiegende Wohnungsbestand in der Hand von
Genossenschaften bzw. der kommunalen Wohnungsgesellschaft ist, so dass Areale auch übergreifend gestaltet werden könnten. Von den Anwohnern wird die Wohnruhe und Ordnung geschätzt, die fehlenden Angebote in Kauf genommen. Das Plangebiet ist kein sozialer Brennpunkt,
die Gebäudesanierung auf einem guten Stand. Auffallend sind der vergleichsweise hohe Anteil
an älteren Bewohnern und der sehr geringe Anteil von Kindern und junger Familien. Das rührt
häufig daher, dass nach Fertigstellung der Wohnblöcke vorzugsweise junge Familien angesiedelt
wurden und nach Wegzug der herangewachsenen Kinder die Eltern wohnen blieben und heute
häufig im Seniorenalter sind.
Das Wohngebiet gleicht durch die damalige landesweite Verwendung gleicher Typenbauten und
Standards Baugebieten gleicher Bauzeit in anderen Städten.
Der für eine bauliche Entwicklung vorgesehene Bereich im westlichen Teil des Wettbewerbsgebietes umfasst eine Fläche von ca. 5 ha. In weiten Teilen ist die Fläche verwildert bzw. ist Ruderalvegetation vorzufinden. Entlang der südlich tangierenden Kötitzer Straße sind drei Wohngrundstücke sowie Gartengrundstücke vorhanden. Von der Kötitzer Straße nach Norden abgerückt befindet sich eine Kegelbahn.
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Die verkehrsmäßige Anbindung an das übrige Stadtgebiet erfolgt vor allem über die südlich tangierende Kötitzer Straße und die östlich tangierende Emil-Schüller Straße. Durch die Lage der
Stadt zwischen Steilhang und Fluss verlaufen auch die Hauptverkehrstrassen, wie die stark trennende Bahnlinie, in Ost-West-Richtung. Zwischen Naundorf und Bahnhofstraße besteht auf 1,5
km Länge kein Durchlass durch die Bahntrasse. Dadurch ist die nördlich des Wettbewerbsgebietes und nördlich der Bahntrasse auf der Meißner Straße verkehrende Straßenbahnlinie 4, welche
die Stadt Radebeul (auch Coswig und Weinböhla) mit der Landeshauptstadt Dresden verbindet,
nicht direkt erreichbar. Eine auf der südlich des Wettbewerbsgebietes gelegenen Kötitzer Straße
verkehrende Buslinie fungiert als Zubringer zur Straßenbahn, S-Bahn Haltepunkt Kötzschenbroda und westlichem Stadtzentrum.
Umgrenzung Wettbewerbsgebiet
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4. Aufgabenstellung
Gegenstand des Wettbewerbes ist die Erarbeitung einer überzeugenden städtebaulichen, freiraumplanerischen und architektonischen Konzeption für die Weiterentwicklung des Gebietes
zwischen Wilhelm-Eichler-Straße und Kötitzer Straße, sowohl für die bebauten als auch unbebauten Bereiche. Es sollen Entwurfsvorschläge ausgearbeitet werden, wie die bebauten Bereiche des Plangebietes durch gezielte Eingriffe aktuellen und zukünftigen Anforderungen angepasst werden können. Für den unbebauten Bereich soll ein abschnittsweise realisierbares Entwicklungskonzept für möglichst preisgünstigen Geschosswohnungsbau unter der Prämisse einer
nachhaltigen städtebaulichen Qualität entwickelt werden.
Es fehlen gut gestaltete Aufenthalts- und Begegnungsräume im Freiflächenbereich für unterschiedliche Bewohnergruppen. Es ist darauf zu achten, dass Ruhebereiche der Wohnungen nicht
durch Lärm beeinträchtigt werden, eine Nachverdichtung ist möglich. Der ruhende Verkehr ist
angemessen unterzubringen. Die Freiflächen sollen barrierefrei nutzbar sein. Es sollen Ideen entwickelt werden, wie Gebäude veränderten Nutzungsanforderungen angepasst werden können,
wie mit vertretbarem Aufwand zumindest ein Teil der Wohnungen barrierefrei erreicht werden
kann. Da ältere Menschen nicht gern das gewohnte Wohnumfeld verlassen, soll auch über Möglichkeiten nachgedacht werden, wie diese zukünftig in Wohnungen innerhalb des Plangebietes
leben können, die in Größe und Ausstattung ihren veränderten Anforderungen entsprechen.
Wohnangebote für junge Familien sollen einer zukünftig ausgewogenen Altersstruktur dienen.
Die Individualität des Gebietes bzw. von Teilgebieten soll gestärkt werden.
Für den brach liegenden Teil sollen Bebauungsideen unter der Prämisse kostengünstiges, nachhaltiges und qualitätsvolles Bauen (z. T. Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung) entwickelt werden. Besonderes Augenmerk ist auf die abschnittsweise Realisierbarkeit zu legen.
Der Wohnungsbedarf entsteht nicht in erster Linie durch die natürliche Einwohnerentwicklung,
sondern durch Zuzug. Die Stadt ist nicht an starkem zeitlich konzentriertem Wachstum interessiert, da das zu Lasten der natürlichen Lebensgrundlagen und Ressourcen der Stadt gehen
würde. Der Ausgleich negativer natürlicher Bevölkerungsentwicklung und die Weiterführung eines moderaten Wachstums sind Entwicklungsziele. Zur Deckung des bestehenden und zukünftigen Bedarfs an Kinderbetreuungsplätzen soll eine Kindertageseinrichtung mit einer Kapazität für
100 Betreuungsplätze (Freiflächenanteil 10 qm/Kind) vorgesehen werden. Darüber hinaus soll
grundsätzlich geprüft werden, wie für die soziale Infrastruktur Angebote geschaffen werden
können, die flexibel an veränderte Nutzungsanforderungen angepasst werden können.
Eine räumliche und gestalterische Identität fehlt in vielen Bereichen. Sie soll gestärkt bzw. geschaffen werden und zur zukunftsfähigen Aufwertung der bisher eher gesichtslosen Baustrukturen und zur Verbindung zwischen Bestand- und Neubaugebiet führen und sich in der künftigen
Siedlungs- und Freiraumstruktur sowie Architektur und Gestaltung der Gebäude und der öffentlichen und privaten Freiräume ausdrücken. Städtebauliche und freiraumplanerische Konzepte
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sollen den Charakter urbaner Situationen im Umfeld des Wettbewerbsgebietes berücksichtigen
und wertvolle Potenziale stärken. Architektur und Freiraumorganisation sollen dazu in Bezug gesetzt werden und selbstbewusst eine Kombination zukunftsfähiger und nachhaltiger Gestaltung
und Nutzung widerspiegeln.
Der Auslober erwartet neben einem Entwicklungskonzept für das gesamte Wettbewerbsgebiet
für drei Schwerpunktbereiche detaillierte konzeptionelle und gestalterische Aussagen, die in einem vertiefenden Entwurf behandelt werden sollen:
1. der Bereich des bestehenden Wohngebietes mit dem Fokus der Weiterentwicklung der Baustruktur und der Freiräume,
2. ein Konzept für die Siedlungserweiterung unter besonderer Beachtung der abschnittsweisen
Realisierbarkeit mit kostengünstigen Wohnungen (z. T. mit Mietpreis- und Belegungsbindung),
3. Auslotung von Möglichkeiten, durch kostengünstigen Umbau bestehende Bausubstanz an
heutige und künftige Anforderungen anzupassen anhand eines exemplarischen Beispiels.
5. Wettbewerbsbeiträge
5.1 Leistungen
Die Aufgabe umfasst den Gestaltungsentwurf für die Wettbewerbsfläche. Einzureichen sind
2 Pläne im Format DIN A0 Querformat.
Folgende Darstellungen sollen enthalten sein:
 Ideen- und Entwicklungskonzept und städtebauliche Einbindung M 1: 1000
 Gestaltungsplan für die Schwerpunktbereiche 1 und 2 im Maßstab 1:500
 Entwürfe für den Schwerpunktbereich 3 im Maßstab 1:100 bzw. 1:200
 Aussagen zur Materialwahl, Möblierung, Bepflanzung etc.
Aussagen in frei wählbaren Darstellungen, die in die Pläne zu integrieren sind:
• Darstellung der Ausgangslage und Entwicklungsphasen
• weitere gestalterische Aussagen zu eventuellen Baulichkeiten (Schnitte, Ansichten,
Perspektiven)
Es werden nur DIN-A0-Blätter im Querformat zugelassen, die durchnummeriert sind. Die einzureichenden Pläne in Papierform sind in einfacher Ausfertigung und digital auf CDROM/DVD als tif-Datei oder jpg-Datei in einer Auflösung von mindestens 300 dpi und als pdfDatei einzureichen.
Die verwendeten Schrifttypen sind auf der CD-ROM/DVD mitzuliefern. Die Dateien müssen
PC/Windows-kompatibel sein (keine MAC-Dateien) und mit den jeweiligen Datei-Endungen
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versehen sein. Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM/DVD sind mit der Tarnzahl, dem Plantitel und der Formatangabe zu benennen.
Die Art der grafischen Darstellung ist frei. Die grafische Darstellung soll so erfolgen, dass eine
Verkleinerung der Arbeiten zur Veröffentlichung in der Dokumentation (A4) ohne größere
Aussageverluste möglich ist. Textliche Erläuterungen müssen kurz und knapp auf den Plänen
erfolgen. Der Schwerpunkt liegt auf der grafischen Darstellung. Die Arbeiten sind gerollt einzureichen. Sie dürfen nicht auf Karton oder andere Träger aufgezogen sein. Ausschließlich
auf digitalen Datenträgern eingereichte Arbeiten werden nicht berücksichtigt. Unvollständige Arbeiten und starke Abweichungen von der Aufgabenstellung können zum Ausschluss
einer Arbeit führen. Die Beiträge sind in deutscher Sprache einzureichen.
5.2 Kennzeichnung
Die eingereichten Arbeiten dürfen keinen Hinweis auf den/die Verfasser bieten. Jedes Blatt
muss in der rechten oberen Ecke mit einer selbst zu wählenden sechsstelligen Kennziffer
von 1 cm Höhe und 4 cm Länge versehen sein. Diese Kennziffer muss auch auf der Verfassererklärung und außen auf dem verschlossenen Brief/Rolle mit der Verfassererklärung
erscheinen, sowie auf der Sendung mit der CD. Als Zahlen scheiden aus: Die Ziffernfolge
123456 und umgekehrt oder eine Folge gleicher Ziffern wie etwa 111111 oder 202020.
Zum Zwecke der Ausstellung erhalten die Pläne nach der Sitzung der Fachjury ein Textfeld in
der Größe von maximal 8 x 8 cm in der unteren rechten Ecke. Inhaltlich wichtige Aussagen
sollten dort nicht platziert werden.
Als Planungsgrundlagen sind die ausgegebenen Unterlagen zu verwenden. Alle Darstellungen müssen auf aufrollbaren Papierplänen angefertigt werden. Alle verlangten Planungsleistungen sind als Plansatz und auf CD-ROM/ DVD mit allen Plänen und Berechnungen abzugeben.
5.3 Verfassererklärung
Die Teilnehmenden erhalten mit den Wettbewerbsunterlagen einen Vordruck zur Verfassererklärung. Die Verfassererklärung ist von jedem Wettbewerbsteilnehmer auszufüllen. Das eigenhändig unterzeichnete und mit Datum ausgefüllte Formular ist in einem verschlossenen
Umschlag mit der Tarnzahl den Plänen beizufügen. Der Sendung mit der CD ist eine vollständige und verschlossene Kopie des Verfasserbriefes beizufügen.
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6. Beurteilungskriterien
Die eingereichten Leistungen werden nach folgenden Kriterien beurteilt:
 Einbindung in den städtebaulichen Kontext
• Stadträumliche Qualität
• Qualität des Freiraum- und Grünkonzepts
• Verkehrliche Erschließung, fußräumliche Vernetzung
• Gestaltung, Funktionalität und Flexibilität der Gebäude
• ökologische und soziale Nachhaltigkeit.
Die Reihenfolge stellt keine Wichtung dar.
7. Wettbewerbsverfahren
7.1 Auslober
Die Große Kreisstadt Radebeul, vertreten durch den Oberbürgermeister, dieser vertreten
durch den Ersten Bürgermeister als Beigeordneten für Stadtentwicklung und Bau, lobt den
Wettbewerb aus.
7.2 Wettbewerbsart und Teilnahmebedingungen
Der Moritz-Ziller-Preis ist ein offener Ideenwettbewerb.
Am Wettbewerb können Stadtplaner, Landschaftsarchitekten und Architekten einschließlich
der entsprechend Studierenden als Einzelpersonen oder Arbeitsgemeinschaften von maximal vier Personen (Angabe einer Ansprechperson) teilnehmen, die am Ende der Einreichungsfrist alle das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben dürfen.
7.3 Termine
Anmeldung
Ausgabe der Planunterlagen
Ortsbesichtigung
Rückfragen per Email
an [email protected]
Rückfragenbeantwortung gesammelt
im Internet auf www.zillerpreis.radebeul.de
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten
Preisverleihung
bis 17.10.2016
vom 18.10. bis 23.10.2016
am 09.11.2016
bis 18.11.2016
ab 28.11.2016
bis 28.02.2017
23.06.2017 (Tag der Architektur)
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7.4 Anmeldung und Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen
Für die Teilnahme am Wettbewerb ist eine Anmeldung erforderlich. Die Anmeldung als Wettbewerbsteilnehmer muss schriftlich per Post, Fax oder Email bis einschließlich 17.10.2016
beim Auslober unter Angabe von Name, Geburtsdatum, Wohnort, Emailadresse und Fachrichtung jedes Wettbewerbsteilnehmers erfolgen. Jeder Wettbewerbsteilnehmer bzw. Arbeitsgruppe erhält nach erfolgter Anmeldung per eMail ein Passwort als Zugangsberechtigung für den Downloadbereich zum herunterladen der Wettbewerbsunterlagen. Wettbewerbsunterlagen und Arbeitsgrundlagen werden ab 18.10.2016 bis 23.10.2016 als Download
auf der Internetseite www.zillerpreis.radebeul.de unter Ausschreibung zur Verfügung gestellt. Die digitalen Pläne stehen im Format dxf zur Verfügung. Andere Formate können nicht
zur Verfügung gestellt werden. Alle Pläne sind auch im Format .jpg verfügbar. Der geforderte
Planausschnitt ist selbst herzustellen.
Postadresse:
Stadtverwaltung Radebeul
Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamt
Stichwort: „Moritz-Ziller-Preis“
Pestalozzistraße 6
01445 Radebeul
Email: [email protected] oder [email protected]
Fax: 0351-8311 950
7.5 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten
Die Wettbewerbsbeiträge müssen spätestens am 28. Februar 2017 bis 16 Uhr vollständig und
in verpackter Form beim Auslober vorliegen oder nachweislich per Post/Kurier aufgegeben
sein. Mit Abgabe des Wettbewerbsbeitrags ist auch die Verfassererklärung einzureichen.
Die Arbeiten sind bis zum 28. Februar 2017 per Post/Kurier an folgende Adresse zu versenden
(es gilt der Poststempel unabhängig von der Tageszeit):
Stadtverwaltung Radebeul
Geschäftsbereich Stadtentwicklung und Bau
Stichwort: „Moritz-Ziller-Preis“
Pestalozzistraße 6
01445 Radebeul
Eine persönliche Abgabe im Technischen Rathaus, Pestalozzistraße 8, 01445 Radebeul im
Raum 1.06 (Sekretariat des Ersten Bürgermeisters) ist möglich.
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Verspätet eingegangene Arbeiten können nicht berücksichtigt werden. Den Arbeiten ist der
Verfasserbrief mit der Verfassererklärung beizufügen. Die Arbeiten sind zur Wahrung der
Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigem Hinweis auf die Verfasserin /den Verfasser, aber mit der Kennziffer und dem Vermerk “Zillerpreis“ einzureichen.
Als Absender ist der Empfänger (Stadtverwaltung Radebeul) anzugeben.
Die CD/DVD mit den .pdf- und .jpg-Dateien ist dem Auslober gesondert zuzusenden. Hinsichtlich der Verfahrensweise, der Kennzeichnung und der Termine gelten die gleichen Festlegungen wie bezüglich der Pläne.
7.6 Urheberrecht
Durch die Teilnahme erklären sich die Bewerber damit einverstanden, dass alle eingereichten
Unterlagen der mit Preisen oder Anerkennungen ausgezeichneten Arbeiten in das Eigentum
des Auslobers übergehen, öffentlich ausgestellt und diskutiert, sowie zur Dokumentation
bzw. Archivierung vervielfältigt werden. Die Teilnahme beinhaltet weiterhin das Einverständnis, dass die Wettbewerbsarbeiten oder Teile daraus unter Nennung der Verfasser ohne besondere Vergütung veröffentlicht werden können.
Die Urheberrechte verbleiben bei den Entwurfsverfassern.
7.7 Datenerfassung / Datenschutz
Zum Zwecke der Durchführung des Verfahrens wird beim Auslober unter Wahrung des Datenschutzes eine Adressdatei mit Angaben zu allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern geführt. Die öffentlich zugänglichen Angaben in der Publikation zum Verfahren beinhalten lediglich Namen und Wohnort der Teilnehmenden. Der Auslober erhält das Recht, für Zwecke
innerhalb des Verfahrens die vollständige Anschrift weiter zu geben. Die betreffenden Teilnehmenden werden darüber informiert.
7.8 Rückfragen und Kontakt
Während der Bearbeitungszeit ist für die Teilnehmenden des Wettbewerbs die Stadtverwaltung Radebeul, Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamt, Sachgebiet Stadtplanung direkter Ansprechpartner bei inhaltlichen und formalen Fragen zur Wettbewerbsaufgabe. Fragen zur
Wettbewerbsbearbeitung können ab der Ausgabe der Planunterlagen bis zum 18.11.2016
schriftlich per Email an [email protected] gestellt werden. Die Beantwortung von Fragen erfolgt gesammelt ab 28.11.2016 auf der Internetseite www.zillerpreis.radebeul.de.
Am 09.11.2016 findet eine Ortsbesichtigung mit Führung durch das Wettbewerbsgebiet
statt. Eine entsprechende Information zum Ablauf wird rechtzeitig auf der Internetseite veröffentlicht. Die Teilnahme ist den Teilnehmern freigestellt.
Ausschreibungsunterlagen Ideenwettbewerb der Stadt Radebeul
Moritz-Ziller-Preis für Stadtgestaltung der Stadt Radebeul
„Wohngebiet Kötitzer Straße – Wohnen der Zukunft“
Wettbewerbsthema 2016/17
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8. Fachjury
Die Fachjury wird vom Ersten Bürgermeister als Beigeordneten für Stadtentwicklung und
Bau der Stadt Radebeul berufen. Sie besteht aus 3 Mitgliedern und mindestens einem Vertreter. Weiterhin werden Sachpreisrichter ohne Stimmrecht berufen. Zur Jurysitzung können weitere Sachverständige oder Gäste vom Auslober geladen werden.
Fachpreisrichter
Prof. Dr. h.c. Thomas Albrecht, Architekt, Hilmer Sattler Architekten Ahlers Albrecht GmbH
Dipl.-Ing. Amandus Sattler, Architekt, Allmann Sattler Wappner . Architekten GmbH
Dipl.-Ing. Frank Mehnert, Architekt, aT2 architektur TRAGWERK
Sachpreisrichter
Ruth Witschorek, Geschäftsführerin, Besitzgesellschaft der Stadt Radebeul mbH
Michael Zenker, Technischer Vorstand, Wohnungsgenossenschaft „Lößnitz“ eG
Dr. Jens Baumann, Vorsitzender, verein für denkmalpflege und neues bauen radebeul e.v.
Dr. Jörg Müller, Erster Bürgermeister, Stadtverwaltung Radebeul
9. Ablauf, Ergebnisse und Preise
Die eingegangenen Arbeiten werden nach Eingang mit einer internen Tarnnummer versehen, diese wird der entsprechenden Kennziffer zugeordnet. Tarnnummer und Kennziffer
werden registriert. Der termingerechte Eingang der Arbeiten wird vermerkt. Die Arbeiten
werden auf Vollständigkeit der geforderten Leistungen und Alter der Teilnehmer geprüft.
Zur Beurteilung durch die Fachjury werden die Arbeiten anonym vorgestellt.
Die Fachjury wählt die beste Lösung aus, die dann mit dem Moritz-Ziller-Preis für Stadtgestaltung ausgezeichnet wird; weitere Arbeiten können Anerkennungen erhalten. Über die Jurysitzung wird ein Ergebnisprotokoll erstellt. Das Protokoll enthält die Entscheidungen, aber
nicht die Mehrheitsverhältnisse bei den Entscheidungen. Nach Abschluss der Beurteilung und
Festlegung der Preise wird das Juryprotokoll von den Jurymitgliedern unterschrieben. Anschließend werden die Briefe mit den Verfassererklärungen den Arbeiten zugeordnet, geöffnet und die Verfasserinnen / Verfasser namentlich festgestellt.
Das Preisgeld für den Preisträger und die Anerkennungen beträgt insgesamt 2.500 Euro. Der
Preisträger erhält zusätzlich eine künstlerisch gestaltete Preisskulptur. Über eine Aufteilung
des Preisgeldes entscheidet die Fachjury.
Die Preise werden nach Entscheidung der Fachjury unter Ausschluss des Rechtsweges vergeben. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden unmittelbar nach der Sitzung der Fachjury informiert. Das Juryprotokoll und die Rang- und Reihenfolge der Arbeiten und Teilnehmenden werden am Tag der Preisverleihung veröffentlicht.
Ausschreibungsunterlagen Ideenwettbewerb der Stadt Radebeul
Moritz-Ziller-Preis für Stadtgestaltung der Stadt Radebeul
„Wohngebiet Kötitzer Straße – Wohnen der Zukunft“
Wettbewerbsthema 2016/17
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Eine Auswahl der Arbeiten wird in einer öffentlichen Ausstellung gezeigt. Weiterhin erfolgt
eine Information über die Ergebnisse im Internetauftritt der Stadt Radebeul. Die Ergebnisse
des Verfahrens sowie Abbildungen aller Arbeiten werden in einer Dokumentation der Broschürenreihe „Planen und Bauen in Radebeul“ veröffentlicht und jedem Wettbewerbsteilnehmer zur Verfügung gestellt.
Informationen über den Wettbewerb werden im Internet bereit gestellt unter
www.zillerpreis.radebeul.de.
Ausschreibungsunterlagen Ideenwettbewerb der Stadt Radebeul