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Wirtschaft: Einigung mit UFO positiv für die Lufthansa
Geschrieben 26. Aug 2016 - 11:17 Uhr
Die Deutsche Lufthansa AG begrüßt die Zustimmung der Mitglieder der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) zu
den vereinbarten Tarifverträgen. Damit konnte mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft ein langfristiger Tariffrieden geschlossen
werden. Die verschiedenen Veränderungen in der Alters- und Übergangsversorgung und der Vergütungsstruktur bedeuten
für die Lufthansa Group jährliche Einsparungen im mittleren zweistelligen Millionen Euro Bereich. Durch die neuen
Vereinbarungen werden die Pensionsverbindlichkeiten der Lufthansa Group zusätzlich um einen oberen dreistelligen
Millionenbetrag entlastet. Der deutlich überwiegende Teil der Entlastung im laufenden Geschäftsjahr wirkt sich damit positiv
auf das EBIT, nicht aber auf das Adjusted EBIT aus.
Im Gegenzug profitieren die Kabinenmitarbeiter von einer Vergütungserhöhung und einer Beschäftigungsgarantie bis 2021.
Zudem können zukünftig Mitarbeiter die nicht in Anspruch genommene Übergangsversorgung nutzen, um das
Leistungsniveau ihrer betrieblichen Altersversorgung zu erhöhen. Die Lufthansa Flugbegleiter hatten dem Tarifpaket mit
großer Mehrheit zugestimmt. Die Frist zur Abstimmung war Mittwoch um 18:00 Uhr ausgelaufen.
"Für Lufthansa ist es von ganz besonderer Bedeutung, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kabine diesen
gemeinsamen Weg zu gehen." sagt Dr. Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG. "Wir sind
fest davon überzeugt, dass die Tarifvereinbarung einen guter Kompromiss mit attraktiven Elementen darstellt und
Einsparungen für das Unternehmen ermöglicht" so Volkens.
Tariferhöhung und Qualifizerung
Zudem konnten sich Lufthansa und UFO auf eine Vergütungserhöhung um ein Prozent zum 01. Oktober 2016 sowie um
weitere zwei Prozent ab 01. Januar 2018 einigen. Der Vergütungstarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2019 und
sieht neue Qualifizierungsmöglichkeiten für Kabinenmitarbeiter vor. Eine mehrmonatige Ausbildung auf Bachelorniveau in
Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer soll das hohe Qualifikations- und Serviceniveau der
Unternehmensmitarbeiter in der Kabine noch weiter steigern. "Die neuen Qualifizierungsmöglichkeiten waren beiden
Tarifpartnern wichtig. Hiermit schaffen wir eine personalpolitische Innovation im Sinne unserer Kabinenmitarbeiter" so
Volkens.
Beide Tarifpartner hatten die Empfehlung des Schlichters Matthias Platzeck angenommen und ein neues System zur Altersund Übergangsversorgung mit einer Laufzeit bis Ende 2023 beschlossen. Der Konzern stellt demnach in der betrieblichen
Altersversorgung von einem System garantierter Auszahlungen auf ein System garantierter Beiträge um, welches auch
bereits für Bodenmitarbeiter vereinbart wurde.
Bis 2021 besteht eine Beschäftigungsgarantie für alle Kabinenmitarbeiter. Lufthansa schließt betriebsbedingte
Beendigungskündigungen für die Dauer von fünf Jahren aus. Darüber hinaus haben die Tarifpartner bis 2023 verschiedene
Konfliktlösungsmechanismen vereinbart. So kann das Unternehmen zum Beispiel bei einem angekündigten Vollstreik einen
Schlichter anrufen und einen möglichen Arbeitskampf in einen verpflichtenden Schlichtungsprozess überführen.
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