Pfarrnachrichten vom 07. – 14. August 2016

An(ge)dacht
Aufbruch ist das Thema dieser Wochen.
„Wann geht es in den Urlaub?“, ist die
vielleicht häufigste Frage dieser
Sommertage. „Aufbruch“ ist aber auch ein
Thema unseres Glaubens. Exemplarisch
dafür steht die Geschichte des 75 Jahre
alten Abraham, der mit seiner Frau Sara
auf Gottes Geheiß von Haran nach Kanaan aufbricht. Aufbruch ins Ungewisse. Viele Menschen tun
sich damit schwer. Warum? Zunächst erkenne ich eine gesunkene Bereitschaft zu Veränderungen
im eigenen Leben. Ein Aufbruch ist immer auch ein bisschen ein Ausbruch aus dem gegenwärtigen
Leben. Ich muss mit etwas abschließen, bevor ich etwas radikal Neues beginne. Wir Menschen
neigen dazu, uns einzurichten in dem, was ist und was wir haben. Es gibt eine Sehnsucht nach der
Sicherheit des Status quo. So verständlich das ist, so lähmend kann es auch sein. Und sich im Ist
einzurichten, ist keine Glaubenshaltung. Abraham brach auf Gottes Wort hin auf, die Apostel ließen
alles hinter sich, um Jesus zu folgen – nur zwei Beispiele von vielen. Zu glauben bedeutet auch,
sich zu entwickeln, unterwegs zu sein zu den Menschen und zu Gott. Ich spreche hier nicht einer
permanenten Rastlosigkeit das Wort; der Mensch braucht Phasen der Ruhe, einen Ort, wo er
Geborgenheit findet, aber das alles darf ihn nicht lähmen. Neben der gesunkenen Bereitschaft zu
Veränderung und Aufbruch sehe ich auch fehlenden Mut zu Veränderung. Ich brauche ein
Vertrauen zum Leben, dass es gut geht, und für mich ist dieses Vertrauen zum Leben das
Vertrauen zu Gott, dass er es gut meint mit mir und meinem Leben, dass er mich hält, gerade
dann, wenn es schwierig und schmerzhaft wird. Und ein Drittes fällt mir auf: Vielen Menschen fehlt
ein Ziel in ihrem Leben, eine Perspektive, oder, um es biblisch auszudrücken, eine Verheißung. Wer
nichts mehr erwartet vom Leben, außer dass es so bleibt, wie es ist oder vielleicht ein bisschen
besser wird, findet nicht den Mut, zu Neuem aufzubrechen. Dessen Lebenshorizont der eigene
Nabel ist, wird in selbigem versinken. Das ist keine christliche Haltung. Der christliche Glaube ist
ein Glaube des „mehr“, des „noch nicht“. Wir erwarten mehr vom Leben als das, was ist. Wir haben
das Ziel des Lebens noch nicht erreicht. Die Bibel ist voll von wunderbaren Verheißungen, die uns
allen gelten. Angefangen von der, die an Abraham ergeht über die Verheißungen der Propheten
bis zu Jesus, der uns das Reich Gottes verspricht, das mit ihm unter uns schon begonnen hat und
auf dessen Vollendung wir hoffen dürfen.
-4-
KATHOLISCHE KIRCHENGEMEINDE
ST. ANDREAS
PASTORALVERBUND ST. KUNIGUNDE KASSEL-OST
ST. ANDREAS· ST. KUNIGUNDIS· ST. JOHANNES BOSCO·ST. HEINRICH
Ochshäuser Str. 40, 34123 Kassel
Tel.: 0561 / 512670 E-Mail: [email protected] Homepage: www.st-andreas-kassel.de
Pfarrnachrichten
vom 07. – 14. August 2016
Offen sein für das, das der Vater für uns
beschlossen hat. Nachfolge ist Vertrauen!
P. Piotr Polkowski, Pfarrer
Franz Reuting, Diakon
Melissa Heimlich, Gemeindereferentin
Sonntag, 07. August 2016 – 19. Sonntag im Jahreskreis
.........09.30 Uhr Hochamt in St. Andreas
.........11.00 Uhr Hochamt in St. Kunigundis
Gottesdienste vom 07. – 14. August 2016
Sonntag .....................07. August – 19. Sonntag im Jahreskreis
L1: Weish 18,6-9 ........... L2: Hebr 11,1-2.8-19 ....... Ev.: Lk 12,32-48
Nachfolge
ist eine Frucht des Vertrauens.
Und Vertrauen
ist eine Frucht des heiligen Geistes,
den wir in Taufe und Firmung
geschenkt bekommen.
09.30 Uhr ...................für ++ Justine und Vinzent Siegmund,
Eltern beiderseits und für + Klemens Golla
...................................für Lebende und ++ der Familie Hegel
Kollekte: ...................für die Gemeinde
Montag......................08. August
08.30 Uhr .........Rosenkranz
09.00 Uhr .........in besonderem Anliegen
Montag, 08. August
.........08.30 Uhr Rosenkranz, wir beten, dass der Sport die Völker
zusammenführe und einen Beitrag für den Frieden leiste.
Anschließend Eucharistiefeier
Am Donnerstag, 11. August und Freitag. 12. August bringen wir
unseren Kranken die Heilige Kommunion nach Hause
Donnerstag, 11. August
.........18.00 Uhr Rosenkranz, wir beten für die Lebendigkeit des
Evangeliums durch das Zeugnis des Glaubens, des Respekts
und der Liebe zum Nachbarn.
Anschließend Eucharistiefeier
Samstag, 13. August
.........10.15 Uhr Eucharistiefeier im Altenheim am Lindenberg
.........16.30 Uhr Beichtgelegenheit in St. Andreas
Sonntag, 14. August – 20. Sonntag im Jahreskreis
Zum Sonntag:
Jesus kommt, um ein Feuer in Ihnen anzuzünden!
Er geht wie eine Fackel von Herz zu Herz, wärmt die Kalten,
taut die Erstarrten auf und entfacht die Glut unter der Asche.
-2-
Dienstag ....................09. August – Hl. Theresia Benedicta a Cruce
08.30 Uhr .........für die Gemeinde
Mittwoch ..................10. August – Hl. Laurentius, Diakon
08.30 Uhr .........für + Maria Dreger
Donnerstag ...............11. August – Hl. Klara von Assisi
18.00 Uhr .........Rosenkranz
18.30 Uhr .........für + Heinz Wendel und Angehörige
Freitag ......................12. August
08.30 Uhr .........nach Meinung
Samstag ....................13. August – Vorabendmesse in St. Kunigundis
18.30 Uhr .........in besonderem Anliegen
Sonntag .....................14. August – 20. Sonntag im Jahreskreis
09.30 Uhr .........für ++ Reinhold Feliks,
Eltern Luzie und Richard Kroczek,
Familie Walter und Angehörige
.........................für + Vera Graf zum 4. Jahresgedächtnis
Kollekte: ..............für die Gemeinde
-3-