- Verlag an der Ruhr

U nter ri ch tsm ater ia l
zu :
Roald Dahl
Sophiechen und der Riese
rowohlt Rotfuchs Verlag, 2016
256 Seiten
Themen der Lektüre
Unterrichtsvorschläge
22 Träume
22 sich trauen, ein Held zu sein
22 schwierige Sprache
Schwerpunkte der Materialien:
22 über Träume nachdenken
und sie verarbeiten
22 sich für andere einsetzen
22 nachdenken über Sprache
22 Merkmale von Märchen
Autorin: Emma Achtfelsen
Umfang: ca. 10–15 Unterrichtsstunden
Geeignet für die Klassen: 4–5
Inhaltsübersicht
Lektürehinweise
Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zum Autor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Methodische und didaktische Überlegungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Übersicht über die Unterrichtsreihe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3
5
5
6
Geförderte Kompetenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Ziele der Unterrichtsreihe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Arbeitsblätter
Eine Reise ins Riesenland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Die Hauptfiguren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kugelschreiberfische und Furzelbäume . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Träume . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Der große Plan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ein Märchen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kampf gegen die Riesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ende gut – alles gut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Material
Traumfänger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Traumreise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Buchvorstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Impressum
© 2016 Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek
Umsetzung: Verlag an der Ruhr, Mülheim an der Ruhr
Lektürehinweise
Inhalt
© Rowohlt Taschenbuch Verlag | Umsetzung: Verlag an der Ruhr
Die Geschichte von Sophiechen
und dem Riesen spielt im England
der jüngeren Geschichte (ein ge­
naues Datum wird nicht genannt)
und verbindet Märchenelemente
mit einem realen Setting.
Sophiechen wohnt in einem Wai­
senhaus in einer kleinen Stadt.
Eines Nachts liegt sie im Bett und
kann nicht schlafen, weil der Mond
so hell in ihr Zimmer leuchtet.
Obwohl es verboten ist, steht sie
auf und schleicht sich zum Fenster,
um die Vorhänge fester zuzuziehen.
Da bekommt sie Lust, in die Nacht
hinauszusehen. Dabei bemerkt sie
auf der Straße plötzlich einen selt­
samen, großen Schatten. Sie er­
kennt, dass es sich um ein Lebewe­
sen handeln muss, möglicherweise
eine Art Riese mit sehr großen Oh­
ren, der eine Art Trompete in das
Kinderschlafzimmer eines Hauses
hält und dort etwas hineinpustet.
Erschrocken flüchtet Sophiechen
in ihr Bett und wickelt sich fest in
ihre Decke. Noch ehe sie weiß, was
passiert, fühlt sie sich von einer
großen Hand mitsamt der Decke
gepackt und aus dem Fenster he­
rausgehoben. In einem wilden Lauf
bringt das vermeintliche Ungeheuer
Sophiechen in ein unbekanntes
Land in seine Höhle und legt sie
auf seinem Tisch ab.
Im Folgenden machen sich Sophie­
chen und der Riese miteinander
bekannt: Der Riese erklärt ihr, dass
sie keine Angst haben müsse, weil
er ein GuRie sei – ein Guter Riese,
der sich im Gegensatz zu seinen
neun größeren und bösen Art­
genossen, die ebenfalls in dem
geheimnisvollen Riesenland leben,
nicht von Menschenfleisch, sondern
von sogenannten Kotzgurken er­
nährt (dem einzigen Gemüse, das
im Riesenland wächst und das
ganz furchtbar schmeckt). Er mag
die Menschenkinder sogar so sehr,
dass er ihnen mithilfe seiner „Trom­
pete“ schöne Träume in ihren Schlaf
pustet, die sie glücklich machen.
Die Träume, von denen der GuRie
mehrere Millionen besitzt, bewahrt
er in Gläsern auf langen Regalen
auf. Er hat sie mithilfe seines be­
sonders feinen Gehörs eingefangen.
Mit der Sprache hat der Riese aller­
dings Probleme, da er nie eine
Schule besucht hat. So verwechselt
er häufig Wörter und erfindet neue
Begriffe, indem er Wörter ausei­
nandernimmt und falsch wieder
zusammensetzt o. Ä. Sophiechen
erzählt im Gegenzug von ihrer
schweren Zeit im Waisenhaus
und der bösen Heimleiterin, Frau
Hauerbatz.
Bald darauf besucht der Blutschlu­
cker, einer der bösen Riesen, den
GuRie in seiner Höhle, weil er
Stimmen gehört hat. Gerade noch
rechtzeitig kann sich Sophiechen in
einer Kotzgurke verstecken – und
wird beinahe versehentlich aufge­
gessen. Der Blutschlucker kündigt
an, dass er und die anderen Riesen
am Abend wieder einmal losgehen
werden, um Menschen zu fressen.
Bevor er die Höhle wieder verlässt,
beschimpft er den GuRie, weil die­
ser nicht mitkommen will. Sophie­
chen und der GuRie würden gern
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
verhindern, dass die Riesen weiter­
hin Menschen verspeisen, wissen
aber nicht, wie. Sophiechen ver­
spricht, sich darüber Gedanken
zu machen.
Doch erst einmal reisen die beiden
zusammen ins Traumland. Dazu
müssen sie jedoch an den anderen
neun Riesen vorbei, die den GuRie
demütigen, beschimpfen und
schließlich körperlich attackieren.
Der GuRie verlässt sich allerdings
darauf, dass sie ihn nicht töten
werden, da er sich sicher ist, dass
Menschen die einzigen Lebewesen
sind, die sich gegenseitig umbrin­
gen. Im Traumland angekommen,
zeigt der GuRie Sophiechen, wie er
mithilfe eines Fangnetzes Träume
einfängt, die wie Seifenblasen in
der Luft herumschweben, und sie
in Gläser verpackt. Dabei gibt es
sowohl schöne als auch schreck­
liche Träume. Auf dem Rückweg
rächt sich der GuRie an dem
schlimmsten Riesen, indem er ihm,
während er schläft, einen gefange­
nen Albtraum ins Ohr bläst. Zurück
in seiner Höhle beschriftet der
GuRie die Gläser mit den neuen
Träumen und stellt sie zu den an­
deren ins Regal. Sophiechen liest
mehrere der Beschreibungen und
ist überwältigt von der Zahl der
[3]
Lektürehinweise
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Träume, die der Riese zusammen­
getragen hat. Außerdem bemerkt
sie beeindruckt, wie gut er die
Träume auf den Etiketten beschrie­
ben hat, obwohl er sich das Schrei­
ben selbst beibringen musste.
Daraufhin erzählt der GuRie
Sophiechen, dass er es gern noch
besser können würde.
Da hören die beiden plötzlich vor
der Höhle Lärm: Es sind die ande­
ren Riesen, die nach England auf­
brechen, um dort Schüler in Inter­
naten zu verspeisen. Sophiechen
ist am Boden zerstört: Sie will
unbedingt verhindern, dass die
Riesen weiterhin Menschen essen.
Nach einigem Nachdenken kommt
sie auf den „großen Plan“: Der
GuRie soll aus seinen gesammelten
Träumen einen neuen für die Queen
von England zusammenmischen,
in dem gezeigt wird, wie die Riesen
die Kinder klauen und verspeisen.
Danach soll zu sehen sein, wie
die Armee die Riesen überwältigen
kann. Und der Traum soll damit
enden, dass ein Mädchen – So­
phiechen – auf der Fensterbank
der Königin sitzt und ihr die ganze
Geschichte erzählt. Diesen Traum
soll der GuRie der Königin dann in
den Schlaf blasen und wenn sie
aufwacht und Sophiechen tatsäch­
lich auf ihrer Fensterbank sieht,
wird sie dem kleinen Mädchen
glauben, wenn dieses ihr erzählt,
dass das nicht nur ein Traum war,
sondern in Wahrheit geschehen ist.
Der Plan wird sofort in die Tat
umgesetzt: Der GuRie mischt den
Traum für die Queen zusammen
und dann machen er und Sophie­
chen sich auf den Weg zum Buck­
ingham Palace. Dort setzt der Riese
Sophiechen auf der Fensterbank
des königlichen Schlafzimmers ab
und bläst der Queen den Traum ins
Ohr. Als diese nach dem Albtraum
wach wird und Sophiechen ent­
deckt, ist sie zwar erschrocken und
verwirrt, Sophiechen gelingt es
aber tatsächlich, ihr klarzumachen,
dass die Ereignisse des Traumes
wahr sind. Und als die Königin
erfährt, dass wirklich Kinder in der
Nacht verschwunden sind und dies
auch schon in anderen Ländern
geschehen ist, will auch sie den
Riesen Einhalt gebieten. Bei einem
gemeinsamen Frühstück im Palast
mit Sophiechen und dem GuRie
besprechen alle drei zusammen
das weitere Vorgehen.
Wenig später wird die Armee los­
geschickt, um die Riesen zu über­
wältigen. Unter der Führung von
Sophiechen und dem GuRie fliegt
eine Hubschrauber-Staffel in das
Riesenland, das die überraschten
Soldaten auf ihren Karten nicht
finden können. Dort erholen sich
die bösen Riesen gerade von ihrer
nächtlichen Reise. Die Soldaten
seilen sich ab und fesseln die
schlafenden Riesen. Einer von
ihnen wird dabei jedoch wach
und wehrt sich. Nur mithilfe von
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
Sophiechen, die dem Bösewicht
mit einer Brosche in die Hacke
sticht, und des GuRie, der darauf­
hin den Riesen dazu bringt, Hände
und Füße zusammenzuhalten, damit
das Gift des vermeintlichen Schlan­
genbisses sich nicht im Körper ver­
teilt, kann auch er gefesselt werden.
Die Riesen werden nach England
geflogen und fortan in einer tiefen
Grube gefangen gehalten. Dort
müssen sie sich ab jetzt ausschließ­
lich von Kotzgurken ernähren.
Die Regierungschefs aller Länder,
in denen die Riesen zuvor Menschen
geraubt und gegessen haben, be­
danken sich bei der Queen für ihren
Einsatz gegen die Riesen. Für den
GuRie wird in einer Ecke des
Schloss­parks ein riesengerechtes
Haus gebaut, in dem er mit seinen
Traumgläsern leben kann. Für
Sophiechen wird ein kleines Häus­
chen direkt nebenan gebaut. Sie
gibt dem GuRie, den sie bald wie
einen Vater liebt, Nachhilfe im
Sprechen und Schreiben. Der GuRie
liest außerdem jede Menge Bücher
und beginnt schließlich, selbst Ge­
schichten zu schreiben – darunter
auch diejenige von ihm, Sophiechen
und den bösen Riesen. Die Queen
liest diese Erzählung und beschließt,
dass sie veröffentlicht werden muss,
damit alle Kinder die Geschichte
lesen können.
[4]
Lektürehinweise
Zum Autor
Roald Dahl wurde 1916 in Wales
als Sohn norwegischer Eltern
geboren. Nachdem er zunächst
für einen Ölkonzern und im Zweiten
Weltkrieg als Pilot gearbeitet hatte,
verlegte er sich in den 1960er-Jah­
ren auf das Schreiben von Büchern
für Erwachsene (bekannt z. B.
„Küsschen, Küsschen!“) und für
Kinder. Seine bekanntesten Ge­
schichten aus diesem Bereich –
„Charlie und die Schokoladenfab­
rik“, „James und der Riesenpfirsich“
sowie „Matilda“ – sind erfolgreich
verfilmt worden. Insgesamt beträgt
allein die britische Gesamtauflage
seines Werks mehr als 30 Millionen
Exemplare. Roald Dahl hat für
seine Bücher zahlreiche Preise
gewonnen, u. a. ist „Sophiechen
und der Riese“ mit dem Deutschen
Jugendliteraturpreis ausgezeichnet
worden.
Über das Schreiben hinaus enga­
gierte sich der Autor auch im
sozialen Bereich. So fließt noch
heute ein Teil seiner Tantiemen aus
den Buchverkäufen in die Stiftung
„Roald Dahl’s Marvellous Children’s
Charity“, die sich um schwerkranke
Kinder und Jugendliche kümmert.
1990 starb Roald Dahl in England.
In Great Missenden (Buckingham­
shire) erinnert ein Museum an den
Autor, das sich zum Ziel gesetzt
hat, vor allem bei Kindern den
Spaß am Lesen, Schreiben und
an der Kreativität zu wecken und
zu fördern.
Methodische und didaktische Überlegungen
© Rowohlt Taschenbuch Verlag | Umsetzung: Verlag an der Ruhr
Mithilfe der vorliegenden Unterrichtsreihe sollen die Schüler dazu
angeregt werden, sich mit dem
Buch „Sophiechen und der Riese“
auseinanderzusetzen und darüber
Spaß am Lesen und an Lektüren
zu entwickeln.
Geplant ist die Reihe für den
Deutschunterricht, in dem die
Beschäftigung mit Jugendbüchern
in den Lehrplänen der Bundeslän­
der in der Grundschule und der
Sekundarstufe I verankert ist. Das
Buch ist für beide Schulstufen ge­
eignet (vorrangig für die Klassen 4
und 5) und sowohl Jungen als auch
Mädchen werden Freude an der
Handlung und den teilweise skurri­
len Figuren haben.
Die Unterrichtsreihe behandelt
einige Themen des Buches als
Schwerpunkte, die sich sowohl
an den Lehrplänen als auch an
dem Alter der Schüler orientieren.
Dazu gehört zunächst einmal die
Beschäftigung mit dem Inhalt der
Lektüre, den sich die Schüler an­
hand von handlungsorientierten
und abwechslungsreichen Aufga­
ben und Methoden erschließen.
Darüber hinaus beschäftigen sich
die Schüler mit sprachlichen Phä­
nomenen, indem sie die absonder­
lichen Wortschöpfungen und
-verdrehungen des GuRies unter
die Lupe nehmen. Auch diese
Anregungen zur Reflexion über
Sprache tragen den Vorgaben
in den Lehrplänen Rechnung.
Schließlich überlegen die jungen
Leser, inwiefern die Geschichte die
Merkmale eines Märchens auf­
weist, und prüfen, ob sie damit zu
dieser Textsorte gehören könnte.
Die verschiedenen Methoden und
Aufgaben auf den Arbeitsblättern,
die den Schwerpunkt bewusst auf
eine handlungs- und produktions-
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
orientierte Auseinandersetzung
mit der Lektüre legen, orientieren
sich dabei an den durch die Lehr­
pläne vorgeschriebenen Kompetenzen, die die Schüler erwerben sollen.
Diese werden in der tabellarischen
Übersicht über die Unterrichtsreihe
(ab S. 9) für die einzelnen Stunden
aufgeschlüsselt, sodass Sie auf ei­
nen Blick sehen, welche Kompeten­
zen durch welches Arbeitsblatt
gefördert werden.
Den Abschluss der Reihe kann eine
Klassenarbeit zur Lektüre bilden.
Konkrete Anregungen hierzu finden
Sie im folgenden Abschnitt. Darüber
hinaus sind die Arbeitsblätter so
angelegt, dass die Schüler sie in
einer Lektüremappe zusammen­
stellen können. Darin lässt sich
neben den Kopiervorlagen und den
schriftlichen Ergebnissen zu den
einzelnen Aufgaben auch weiteres
Material zur Lektüre sammeln –
[5]
Lektürehinweise
z. B. können die Schüler Bilder und
Collagen zu einzelnen Kapiteln er­
stellen, ihr Traumtagebuch einfü­
gen (s. u. bei „Lektürebegleitende
Aufgaben“), ein neues Cover als
Deckblatt gestalten, Rezensionen
oder Lektüretipps verfassen, zum
Autor recherchieren usw. Am Ende
der Lektüre können Sie diese Mappe
dann einsammeln und bewerten,
und ggf. kann diese Note dann
auch eine Klassenarbeit ersetzen.
Das muss allerdings mit den Gege­
benheiten des Bundeslandes und der
Schule jeweils abgeklärt werden.
Zum Abschluss ein wichtiger Hin­
weis: Die im Folgenden vorgestellte
Unterrichtsreihe versteht sich als
Vorschlag, wie Sie das Buch mithilfe
der Arbeitsblätter und zusätzlicher
Aufgaben zum Einstieg, zur Beglei­
tung und zum Ausklang der Lektüre
im Unterricht behandeln können.
Natürlich können Sie die Reihe den
Bedürfnissen Ihrer Lerngruppe
anpassen: Sie können Aufgaben
ergänzen oder weglassen, zusätz­
liche Aufgaben zur Differenzierung
formulieren, Methoden auswechseln,
einzelne Kopiervorlagen weglassen
und/oder zusätzlich eigene Arbeits­
blätter erstellen oder auch weitere
Themenschwerpunkte hinzunehmen
etc. Auch der zeitliche Umfang
richtet sich natürlich danach, wie
leistungsstark die Lerngruppe ist,
in welcher Jahrgangsstufe die Ma­
terialien eingesetzt werden usw.
Übersicht über die Unterrichtsreihe
Im Folgenden erhalten Sie Vor­
schläge, wie Sie in die Unterrichts­
reihe einsteigen können, welche
lektürebegleitenden Aufgaben sich
anbieten und wie Sie die Lektüre­
arbeit abschließen können. Die ver­
schiedenen Anregungen verstehen
sich dabei als Alternativen – wählen
Sie einfach flexibel aus, was für
Ihre Zwecke und zu Ihrer Lern­
gruppe passt.
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Einführung in die Lektüre
Einstieg 1 (Plenum):
Lesen Sie der Klasse das erste Ka­
pitel des Buches („Geisterstunde“)
vor. Das Vorlesen durch den Lehrer
ist auf jeden Fall dem Lesen eines
Schülers vorzuziehen, wenn es
darum geht, auf eine neue Lektüre
einzustimmen: Durch einen flüssi­
gen, betonten Vortrag kann der
Lehrer die Neugier auf die weitere
Handlung wecken und den Schülern
die Atmosphäre des Buches ver­
mitteln. Um auf diese Lektüre ein­
zustimmen, können Sie zusätzlich
das Klassenzimmer entsprechend
dekorieren: Dunkeln Sie den Raum
ab, stellen Sie einige Kerzen in
Gläsern auf und lassen Sie Ihre
Schüler ein Kissen mitbringen, auf
das sie ihre Köpfe legen können.
Auch Geisterfiguren, Mond und
Sterne o. Ä. an den Wänden sind
eine gute Ergänzung.
Sie können das Vorlesen durch fol­
gende Sätze einleiten: Wir werden
in den nächsten Wochen ein Buch
lesen, das viel mit Träumen zu tun
hat. Und deshalb beginnt es auch
mit einem Abend in einem Kinderheim. In diesem Haus, in dem Kinder leben, die keine Eltern mehr haben, lebt auch Sophiechen, von der
das Buch erzählt. Stellt euch einen
Raum mit mehreren Betten darin
vor, in jedem liegt ein Mädchen.
Denn in diesem Heim gibt es nicht
für jeden ein eigenes Zimmer. Hier
schlafen immer viele Kinder zusammen in einem großen Zimmer, das
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
deshalb Schlafsaal heißt. Und in
einem der Betten liegt Sophiechen.
Ihre Geschichte beginnt so ...
Lassen Sie die Schüler am Ende des
Kapitels Vermutungen darüber an­
stellen, was Sophiechen auf der
Straße sieht (natürlich nur, wenn
sie den Titel des Buches noch nicht
kennen) und was nun passieren
könnte. Sammeln Sie die Vorschläge
auf einer Folie o. Ä., sodass Sie
später ggf. darauf zurückgreifen
können.
Einstieg 2 (Plenum):
Bringen Sie mehrere Gegenstände
mit in die Klasse, die mit Schlafen
und Träumen zu tun haben, z. B.
einen Schlafanzug, ein Kissen,
Kuscheltiere, einen Schnuller, eine
Spieluhr, ein Nachtlicht usw. Fragen
Sie die Schüler, was sie mit den
Gegenständen verbinden, und tau­
schen Sie sich mit ihnen über das
Schlafen / Schlafengehen / Träumen
aus. Leitfragen könnten z. B. sein:
[6]
Lektürehinweise
22 Welche Gegenstände benutzt
du, wenn du schlafen gehst?
Muss immer etwas Bestimmtes
dabei sein, damit du einschlafen
kannst?
22 Wie sehen dein Bett und seine
Umgebung aus?
22 Hast du bestimmte Rituale vor
dem Einschlafen (ein Gebet
sprechen, eine Geschichte lesen,
ein Hörspiel hören ...)?
22 Wer kommt zu dir, um „Gute
Nacht“ zu sagen?
22 Träumst du nachts? Kannst du
dich gut an deine Träume erinnern oder fällt es dir schwer,
die Bilder „festzuhalten“?
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Erklären Sie Ihren Schülern an­
schließend, dass in der anstehenden
Lektüre viel von Schlaf und Träumen
die Rede sein wird. Dann kann sich
die gemeinsame Lektüre der ersten
Kapitel anschließen.
Einstieg 3 (Plenum/Einzelarbeit):
Bringen Sie einen Traumfänger
mit in die Klasse oder zeigen Sie ein
Bild von einem (M 1). Fragen Sie
zunächst, ob die Schüler einen sol­
chen Gegenstand kennen und ob
sie erklären können, was das ist
(möglicherweise hat jemand einen
Traumfänger in seinem Zimmer
hängen). Kann keiner Ihrer Schüler
antworten, erklären Sie selbst,
worum es sich dabei handelt: Die­
ses „kunstvolle Netz“ ist ein soge­
nannter Traumfänger. Er stammt
eigentlich von den amerikanischen
Indianern, aber mittlerweile sieht
man ihn auch sehr häufig bei uns.
Er besteht immer aus einem runden
Netz, an dem kunstvolle oder per­
sönliche Gegenstände befestigt
sind. Viele Menschen hängen ihn
ins Fenster, weil er dafür sorgen
soll, dass man keine Albträume
bekommt: Die guten Träume können
durch das Netz schlüpfen und zum
Schlafenden gelangen, die schlechten bleiben im Netz hängen und
verschwinden, sobald die Morgensonne auf den Traumfänger fällt.
Lassen Sie die Schüler nun einen
eigenen Traumfänger gestalten:
Besorgen Sie dazu für jeden Schü­
ler einen dünnen Holzreifen. Von
zu Hause bringen die Schüler bunte
Wolle, Schnur o. Ä. mit, womit sie
das Netz spannen können. Dazu
kommen möglichst viele unter­
schiedliche kleine Gegenstände
(Federn, Glöckchen, Perlen, kleine
Bilder, LEGO®-Figuren ...), mit denen
sie den Traumfänger persönlich
gestalten. Die Traumfänger können
Sie in ein Fenster des Klassenraumes
hängen, solange an der Lektüre ge­
arbeitet wird. Lassen Sie die Schü­
ler berichten, welche Träume sie in
letzter Zeit hatten, und leiten Sie
dann auf die Lektüre über: In dem
Buch, das wir nun in nächster Zeit
lesen werden, geht es auch um gute
und schlechte Träume, die gefangen
werden. Deshalb beginnt die Geschichte auch an einem Abend, an
dem die Heldin der Geschichte, Sophiechen, nicht einschlafen kann ...
Lektürebegleitende
Aufgaben
Aufgabe 1 (Einzelarbeit):
Lassen Sie Ihre Schüler ein Traumtagebuch führen. Die Schüler
besorgen sich ein Heft oder falten
mehrere DIN-A4-Blätter in der
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
Mitte, legen sie ineinander und
tackern sie an der gefalteten Seite
zusammen. Während der Lektüre
schreiben sie ihre Träume, die sie
nachts haben, dort hinein: von der
einen Seite die schönen Träume
(hier können sie ein Cover mit dem
Titel „Schlummy“ gestalten), von
der anderen die Albträume (hier
lautet die Überschrift auf dem
Cover „Borstenbuckler“). Alternativ
können die Schüler auch Bilder von
ihren Träumen in das Heft malen.
Gibt es Kinder in Ihrer Klasse, die
sich nicht an ihre Träume erinnern,
können diese auch „Tagträume“
oder „Wunschträume“ in das Heft
eintragen. Am Ende der Einheit
lässt sich aus den Traumbüchern
auch eine schöne Ausstellung ge­
stalten, wenn alle Träumer einver­
standen sind.
Aufgabe 2 (Gruppenarbeit):
Lassen Sie die Schüler in Klein­
gruppen (3–4 Personen) nach
anderen Büchern von Roald Dahl
recherchieren und eine Buchvorstellung gestalten, in der sie kurz
den Inhalt vorstellen, den Anfang
vorlesen und ihren Eindruck von
dem Buch schildern (M 3). Ggf.
können sie auch kurze Filmaus­
schnitte dazu zeigen. Besonders
eignen sich dafür:
22 Charlie und die Schokoladenfabrik
22 Hexen hexen
22 Der fantastische Mr. Fox
22 James und der Riesenpfirsich
22 Matilda
[7]
Lektürehinweise
Abschluss der Lektüre
Abschluss 1 (Plenum):
Fragen Sie die Schüler, ob ihre
Vermutungen über das Buch, die
sie nach dem Vorlesen des ersten
Kapitels geäußert haben, erfüllt
wurden. Legen Sie dazu evtl. die
Folie auf, auf der Sie beim Einstieg
die Schüleräußerungen notiert ha­
ben, oder lesen Sie sie noch einmal
vor (s. o.). Besprechen Sie mit den
Schülern, was ihnen gefallen hat
und was sie an dem Buch nicht gut
fanden. Leitfragen könnten sein:
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22 Waren eure Vermutungen zur
Lektüre richtig oder lagt ihr
weit daneben?
22 Habt ihr Spaß gehabt beim
Lesen? Was hat euch besonders
gut gefallen?
22 Was fandet ihr an dem Buch
nicht gelungen? Begründet
eure Meinung.
Abschluss 2 (Einzelarbeit /
Gruppenarbeit):
Die Schüler erstellen eine Buchvorstellung, in der sie die Lektüre
vorstellen, beurteilen und ein
eigenes Cover dazu entwerfen.
Dazu können sie die Vorlage in M3
benutzen. Anschließend setzen sie
sich in 4er-Gruppen zusammen,
tauschen ihre Buchvorstellungen
aus und besprechen, was ihnen an
der Lektüre gefallen hat und was
nicht.
Abschluss 3 (Projekt):
Die Lektüre eignet sich hervorra­
gend als Motto für eine Lesenacht:
Dekorieren Sie die Klassenzimmer
mit Traumfängern, vergrößerten
Kopien der Illustrationen aus der
Lektüre oder Bildern, Buchbespre­
chungen usw., die die Schüler im
Laufe der Beschäftigung mit der
Lektüre erstellt haben. Erstellen Sie
Rätsel über das Buch und loben Sie
kleine Preise für diejenigen aus, die
dabei am besten abschneiden.
Servieren Sie Blubberwasser
(bspw. lässt sich Mineralwasser
mit Lebensmittelfarbe problemlos
grün färben) und Plätzchen in
Menschenform.
Lesen Sie gemeinsam ggf. die letz­
ten Kapitel oder hören Sie einen
Teil der Lektüre als Hörbuch. Am
Schluss übernachten Sie gemein­
sam mit den Schülern in der Klasse
und beenden die Veranstaltung am
nächsten Morgen (ggf. mit Unter­
stützung der Eltern) mit einem
(englischen) Frühstück.
Vorschlag für eine
Klassenarbeit
Soll am Ende der Einheit eine Klas­
senarbeit geschrieben werden, so
können Sie die Schüler dafür auf­
fordern, den letzten Teil der Ge­
schichte, in der Sophiechen und der
GuRie die bösen Riesen besiegen
(„Der Plan“ bis „Der Dichter“), in
ein Märchen umzuwandeln. Dabei
sollen sie die erarbeiteten Märchen­
merkmale anwenden und die be­
sondere Sprache beachten.
Abschluss 4 (Plenum):
Schauen Sie sich gemeinsam mit
Ihrer Klasse die Verfilmung des
Buches von Steven Spielberg mit
dem Titel „BFG: Big Friendly Giant“
an (2016). Anschließend können
Sie mit den Schülern besprechen,
ob ihnen die Umsetzung gefallen
hat. Mögliche Leitfragen:
22 Was fandet ihr am Film besser
als am Buch? Was war
schlechter?
22 Was wurde im Film an der
Geschichte verändert?
22 Was hat dir besser gefallen:
der Film oder das Buch?
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
[8]
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Geförderte Kompetenzen
Einführung in die Lektüre
►Einstieg
►
1:
Vorlesen des ersten Kapitels
■■Sprechen und Zuhören: aufmerksam und aktiv zuhören, sich situa­
tionsangemessen äußern, sich konstruktiv und differenziert an einem
Gespräch beteiligen, eigene Aussagen klar und verständlich formulieren
Einführung in die Lektüre
►Einstieg
►
2:
Gegenstände präsentieren
■■Sprechen und Zuhören: aufmerksam und aktiv zuhören, sich situa­
tionsangemessen äußern, sich konstruktiv und differenziert an einem
Gespräch beteiligen, eigene Aussagen klar und verständlich formulieren
Einführung in die Lektüre
►Einstieg
►
3:
Traumfänger basteln
■■Produktionsorientierter Umgang mit Texten und Medien: sich
gestaltend mit Texten auseinandersetzen
Lektürebegleitende Aufgabe
►Aufgabe
►
1:
Traumtagebuch basteln
■■Texte schreiben: Erlebnisse und Begebenheiten (Träume) frei,
anschaulich und lebendig erzählen
■■Lesen – Produktionsorientierter Umgang mit Texten und Medien:
produktiv und kreativ eigene Texte und Bilder gestalten
■■Sprechen: anschaulich über Arbeitsergebnisse informieren
Lektürebegleitende Aufgabe
►Aufgabe
►
2:
Buchvorstellung
■■Umgang mit literarischen Texten: selbst gelesene Ausschnitte aus
Ganzschriften verstehen, selbst gelesene Ganzschriften vorstellen
A 1 und M 2
►Eine
►
Reise ins Riesenland
■■Sprachliche Formen und Strukturen in ihrer Funktion: Wortart
Adjektiv kennen und anwenden
■■Schreiben – Interpretieren: produktionsorientierter Umgang mit
dem Text (Traumreise)
■■Sprechen und Zuhören: aufmerksam und aktiv zuhören, sich situa­
tionsangemessen äußern, sich konstruktiv und differenziert an einem
Gespräch beteiligen, eigene Aussagen klar und verständlich formulieren
A 2
►Die
► Hauptfiguren
■■Lesen – Lesetechniken anwenden: Texte sinnerfassend lesen, Infor­
mationen entnehmen und bewerten sowie zueinander in Beziehung
setzen
■■Sprachliche Formen und Strukturen in ihrer Funktion: Wortarten
Nomen, Verb und Adjektiv kennen und anwenden
■■Interpretieren: literarische Figuren charakterisieren (Mindmap)
A 3
►Kugelschreiberfische
►
und
Furzelbäume
■■Sprachliche Formen und Strukturen in ihrer Funktion: Wortbildung
und sprachliche Bilder untersuchen
■■Produktionsorientierter Umgang mit Texten: Produzieren von
Sprachspielen
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
[9]
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Geförderte Kompetenzen
A 4
►Träume
►
■■Umgang mit literarischen Texten: Texte verändern unter Verwendung
optischer Elemente (Inhalt in anderes Medium übertragen: Bild)
■■Produktionsorientierter Umgang mit Texten: Gedichte (Elfchen)
produzieren
■■Lesen – Lesetechniken anwenden: Texte sinnerfassend lesen, Informa­
tionen entnehmen
■■Texte schreiben: Erlebnisse und Begebenheiten frei, anschaulich
und lebendig erzählen (Träume)
A 5
►Der
► große Plan
■■Sprechen und Zuhören: aufmerksam und aktiv zuhören, sich situa­
tionsangemessen äußern, sich konstruktiv und differenziert an einem
Gespräch beteiligen, eigene Aussagen klar und verständlich formulieren
■■Lesestrategien anwenden: komplexe Texte sinnerfassend lesen,
Textaussagen bewerten und erklären, Beziehungen zwischen Texten
herstellen
■■Texte schreiben: elementare Methoden der Textformulierung
anwenden
A 6
►Ein
► Märchen?
■■Lesen – Lesetechniken anwenden: Texte sinnerfassend lesen, Infor­
mationen entnehmen
■■Umgang mit literarischen Texten: grundlegende sprachliche und
strukturelle Merkmale der literarischen Form „Märchen“ erfassen
■■Sprechen und Zuhören: aufmerksam und aktiv zuhören, sich situa­
tionsangemessen äußern, sich konstruktiv und differenziert an einem
Gespräch beteiligen, eigene Aussagen klar und verständlich formulieren,
einen eigenen Standpunkt vortragen und begründen
A 7
►Kampf
►
gegen die Riesen
■■Lesen – Lesetechniken anwenden: Texte sinnerfassend lesen, Infor­mationen entnehmen
■■Texte schreiben: standardisierte Textform verwenden (Erzählung)
■■Produktionsorientiertes Schreiben: Texte umschreiben (Erzählung aus
einer anderen Perspektive)
A 8
►Ende
►
gut – alles gut
■■Lesen – Lesetechniken anwenden: Texte sinnerfassend lesen, Infor­
mationen entnehmen
■■Texte schreiben: Erlebnisse und Begebenheiten frei, anschaulich
und lebendig erzählen (Träume)
Abschluss der Lektüre
►Abschluss
►
1:
Vermutungen überprüfen
■■Sprechen und Zuhören: aufmerksam und aktiv zuhören, sich situa­
tionsangemessen äußern, sich konstruktiv und differenziert an einem
Gespräch beteiligen, eigene Aussagen klar und verständlich formulieren,
einen eigenen Standpunkt vortragen und begründen
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
[10]
Geförderte Kompetenzen
Abschluss der Lektüre
►Abschluss
►
2:
Buchvorstellung
■■Texte schreiben: standardisierte Textform verwenden, sich argumen­
tativ mit einem Text auseinandersetzen und ihn beurteilen (Rezension),
einen appellativen Text gestalten (Lektüreempfehlung)
Abschluss der Lektüre
►Abschluss
►
3:
Lesenacht
■■Umgang mit literarischen Texten: sich mit Inhalt, Handlungen und
Figuren vor dem Hintergrund eigener Erfahrung auseinandersetzen
Abschluss der Lektüre
►Abschluss
►
4:
Verfilmung
■■Umgang mit Medien: Inhalte medial vermittelter jugendspezifischer
Medien erfassen und deren Wirkung beschreiben
Ziele der Unterrichtsreihe
22 erweitern ihre Sprachkompetenz,
indem sie kontextgebundene
Übungen zu Wortarten
bearbeiten.
22 wenden handlungs- und pro­
duktionsorientierte Methoden
der Texterschließung an und
erfassen damit wesentliche
Elemente des Romans.
22 verbessern ihre Schreibkompe­
tenz, indem sie Leerstellen
füllen sowie die Geschichte
an einigen Stellen fortführen
und nach Vorlagen (Märchen)
schreiben.
22 schulen ihre kommunikativen
Fähigkeiten, indem sie mitei­
nander über Aufgaben sprechen
und sich unter Beachtung der
Gesprächsregeln untereinander
austauschen.
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Die Schüler …
22 erschaffen sich Zugang zur
Literatur, indem sie sich mit
einem altersgemäßen Jugend­
buch überwiegend handlungs-­
und produktionsorientiert
auseinandersetzen.
22 stärken ihre Lesekompetenz,
indem sie während der Lektüre
unterschiedliche Lesestrategien
anwenden.
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
[11]
7 – 23
l
A 1
Eine Reise ins Riesenland
Sophiechen machte ihre Augen zu und lag
ganz still da. Sie gab sich wirklich große Mühe,
endlich einzuschlafen. Aber es ging nicht.
— Seite 7
einsam
launisch
fröhlich
gesellig
neugierig
lustig
gelangweilt
heiter
nachdenklich
nervös
glücklich
wütend
majestätisch
ängstlich
traurig
Methodencheck:
Eine Traumreise
durchführen
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22 Mache es dir auf deinem Platz
bequem.
1. Setze dich mit einem Partner zusammen.
Überlegt gemeinsam, welche der oben
stehenden Adjektive zu Sophiechen
passen. Kreise diese ein und streiche
diejenigen, die nicht passend sind, durch.
Vielleicht fallen euch noch zwei weitere
passende Adjektive ein?
Ergänzt sie auf den Schreiblinien.
2. Begib dich mit Sophiechen und dem
GuRie auf eine Traumreise (M 2).
Wenn du wieder da bist, schreibe auf,
was du als Sophiechen in der Höhle
gesehen und erlebt hast.
3. Überlegt gemeinsam:
Wie könnte es nun weitergehen?
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
22 Setze dich so hin, dass du ganz
entspannt bist.
22 Lege deinen Kopf in deine Arme
oder auf ein Kissen.
22 Schließe deine Augen.
22 Höre der Geschichte, die von deinem
Lehrer oder einem Mitschüler vor­
gelesen wird, aufmerksam zu.
22 Lasse deine Gedanken schweifen. Vor
deinen Augen entstehen Bilder, viel­
leicht hörst du Geräusche oder Musik.
Fühle und schmecke deine Umgebung.
22 Komme langsam wieder zu dir zurück
und öffne die Augen.
22 Schreibe deine Erfahrungen auf.
[12]
24 – 51
l
A 2
Die Hauptfiguren
S
O
P
H
I
E
G
U
R
I
E
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Methodencheck:
Eine Mindmap erstellen
1. Schreibe zu jedem Buchstaben von
Sophiechens und GuRies Namen Nomen,
Verben oder Adjektive, die zu ihnen
passen und die den entsprechenden
Buchstaben enthalten
(z. B. S → WAISENKIND).
2. Vergleicht eure Begriffe aus Aufgabe 1
in der Klasse. Erstellt anhand eurer
Ergebnisse gemeinsam je eine Mindmap
zu den beiden Figuren.
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
22 Schreibe in je einen Kreis das Thema,
um das es gehen wird, hier „Sophie­
chen“ und „GuRie“.
22 Von dem Kreis aus zeichnest du Linien
nach außen und schreibst daran wich­
tige Kategorien, die dir dazu einfallen
und die für das Thema von Bedeutung
sind.
22 Weitere Äste, die von den Kategorien
abzweigen, bezeichnen konkrete
Begriffe, die du innerhalb dieser
Kategorie mit dem Thema verbindest.
22 Du kannst die Mindmap mit Symbolen,
Pfeilen usw. ergänzen, um wichtige
Zusammenhänge oder Ideen besonders
zu kennzeichnen.
[13]
51 – 77
l A 3
Kugelschreiberfische
und Furzelbäume
„Die Wörter“, sagte er,
„sind für mich immer
eine kitzlige Sache. Deswegen
musst du Geduld haben mit
mir und nicht an mir herum­
verbessern. Ich hab dir ja
schon vorhin gesagt, ich weiß
genau, was ich sagen will,
aber irgendwie gehen bei mir
manchmal die Wörter durch­
einander.“
© Norbert Höveler
— Seite 56
Edelfant =
Leberwesen =
ganz aus dem Mäuschen =
© Norbert Höveler
Furzelbaum =
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würglich =
1. Schreibe auf die Linien die richtigen Wörter, die der GuRie meint.
Suche weitere Beispiele im Text, in denen der GuRie Wörter und
Ausdrücke abwandelt und verändert.
2. Beschreibe, wie beim GuRie die Wörter durcheinandergeraten.
Was macht seine besondere Art zu sprechen aus?
3. Setze dich mit einem Partner zusammen. Verändert selbst Wörter
und Ausdrücke nach der Art des GuRies. Schreibt sie auf einen
Zettel und tauscht sie mit einem anderen Schülerpaar aus.
Versucht herauszufinden, was die neu erfundenen Wörter und
Ausdrücke eurer Mitschüler bedeuten!
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
[14]
78– 132
l
A 4
Träume
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Methodencheck:
Ein Elfchen schreiben
1. Der GuRie fängt im Traumland sowohl
schöne als auch schlimme Träume ein.
Wie sähe der schönste Traum aus,
den du gerne einmal träumen würdest?
Male ein Bild dazu in die Gedankenblase
oder schreibe den Traum als Elfchen
hinein.
2. Der GuRie notiert auf seinen Gläsern
in Kurzform, welche Träume jeweils darin
stecken. Wähle dir eine der Kurzbeschreibungen aus und schreibe diesen Traum
ausführlich auf.
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
Ein Elfchen ist ein Gedicht, das eine
bestimmte Form hat:
22 Erste Zeile → 1 Wort, das einen
Gegenstand oder einen Gedanken
nennt
22 Zweite Zeile → 2 Wörter, die sagen,
was das Wort aus der ersten Zeile
macht
22 Dritte Zeile → 3 Wörter, die das
erste Wort genauer beschreiben
(wie ist es)
22 Vierte Zeile → 4 Wörter, die deine
Meinung zu dem Ganzen angeben
22 Fünfte Zeile → 1 Wort, das noch
einmal alles zusammenfasst
[15]
132 – 155
l
A 5
Der große Plan
„Ich halt’s nicht mehr aus! Denk doch mal an die armen,
armen Mädchen und Jungen, die in wenigen Stunden bei
lebendigem Leibe aufgefressen werden! Da können wir doch hier
nicht bloß herumsitzen und abwarten. Wir müssen etwas tun.“
— Seite 133
Sie sieht ein Mädchen mit dem Namen Sophiechen auf der
Fensterbank sitzen, ganz echt und wirklich sieht sie das
mit ihren eigenen Augen.
© akg-images
Wenn die Königin merkt, dass eine
Sache, die sie geträumt hat, wahr ist,
dann glaubt sie vielleicht, das andere
ist auch alles wahr.
Ich möchte gern, dass du einen bestimm
ten Traum
zubereitest, den du dann in das Schlafz
immer der
Königin von England pustest, während
sie schläft.
Nämlich lass sie träumen, dass bei ihr auf der Fensterbank ein
kleines Mädchen sitzt, das heißt Sophiechen, und die kann ihr
sagen, wo sich dieser Gute Riese versteckt hat.
© Rowohlt Taschenbuch Verlag | Umsetzung: Verlag an der Ruhr
Du musst dann der Königin doch noch im Traum erklären, dass es einen
GuRie gibt, einen Guten Riesen, der ihr verraten kann, wo diese grässlichen
Unholde wohnen, damit sie ihre ganzen Soldatenarmeen da hinschicken
kann, um sie ein für alle Mal gefangen zu nehmen.
1. Bevor du anfängst, über den Plan von Sophiechen und dem GuRie
zu lesen, überlege selbst, was du an ihrer Stelle tun würdest.
Was könntest du tun, um die Kinder zu retten?
Schreibe deine Idee auf.
2. Lest eure Pläne in der Klasse vor und wählt denjenigen aus,
der am wahrscheinlichsten funktioniert.
3. Sortiert zu zweit die oben stehenden Sätze und bringt Sophiechens
Plan in die richtige Reihenfolge (lest dazu die Seiten 140–145,
falls ihr euch unsicher seid).
4. Vergleicht Sophiechens Plan mit eurem. Welcher ist besser?
Begründet eure Meinung!
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
[16]
155 – 171
l
A 6
Ein Märchen?
agie vor
es kommt M
die Helden müssen Hindernisse
überwinden
rden
ss erfüllt we
u
m
e
b
a
fg
u
eine A
ein König /eine Königin spielt
eine Rolle
en vor, es kommen Dinge oder Person
nicht gibt
die es in der wirklichen Welt
die Handlung sp
ielt vor langer
Zeit an einem unbe
stimmten Ort
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die Geschichte wird in der Zeitform
Präteritum erzählt
am Ende geht alles
gut aus
© Mik Schulz
1. Auf dieser Seite findest du einige typische Merkmale, die ein
Märchen aufweist. Sammle weitere Merkmale, die zu einem
Märchen gehören, und schreibe sie mit auf das Blatt.
2. Überlegt gemeinsam: Welche der Merkmale passen auch zu
dieser Lektüre? Ist die Geschichte von Sophiechen und dem
Riesen ein Märchen? Begründet eure Einschätzung.
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
[17]
171 – 238
l
A 7
Kampf gegen die Riesen
Ich sehe …
Ich glaube …
Ich erinnere mich …
Ich will verhindern …
Ich fühle …
Deshalb tue ich …
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Die Folgen sind …
1. Stelle dir vor, du wärst an Sophiechens Stelle und siehst,
wie der Fleischfetzenfresser die Soldaten angreift.
Vervollständige die angefangenen Sätze für Sophiechen.
2. Als sie später wieder zur Königin zurückgekehrt sind,
erzählt Sophiechen ihr von dem Kampf gegen die Riesen.
Schreibe diese Erzählung auf. Benutze dazu auch die Sätze,
die du oben beendet hast.
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
[18]
239 – 245
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l
A 8
Ende gut – alles gut
1. Trage in die Sprechblasen die Aussprüche oder Gedanken ein,
die die folgenden Figuren am Ende der Geschichte sagen /
haben könnten:
a) GuRie
b) Sophiechen
c) Königin
d) Fleischfetzenfresser
2. Schreibe für eine der vier Figuren einen Wunschtraum auf,
den sie für ihre Zukunft haben könnte.
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
[19]
© Rowohlt Taschenbuch Verlag | Umsetzung: Verlag an der Ruhr
M 1
Traumfänger
© Black Spring – Fotolia.com
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
[20]
M 2
Traumreise
Vorlesetext
Stelle dir vor, du bist Sophiechen und machst mit dem Riesen eine Reise.
Mache es dir dazu erst einmal gemütlich. Setze dich bequem hin und lege
deinen Kopf auf deine Arme. Schließe deine Augen.
Atme ganz tief ein und aus.
Stelle dir nun vor, du bist Sophie und liegst in deinem Bett … Plötzlich hebt
dich jemand in deiner Decke aus dem Bett. Du erschrickst zuerst, aber es
passiert nichts Schlimmes. Du wirst in deiner Decke hochgehoben und merkst
plötzlich, dass du in der Luft schwebst. Das gefällt dir immer besser.
Der Riese hält dich fest in deiner Decke und beginnt eine lange Reise.
Du fliegst dabei immer schneller durch die Luft:
Hörst du den Wind brausen?
Spürst du die frische Luft in deinem Gesicht?
Siehst du die Landschaft unter dir dahingleiten? …
Dann merkst du, wie der Riese landet. Die Luftreise ist beendet.
Nun geht es noch ein paar Schritte weiter und du wirst abgesetzt.
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Du wickelst dich aus deiner Decke und siehst, dass du dich in einer Höhle
befindest. Sie ist gigantisch groß, es stehen ein klobiger Tisch und ein ebenso
klobiger Stuhl darin, dazu Regale mit Tausenden von Gläsern. Der Riese ist
verschwunden. Du beginnst, die Höhle zu erkunden. Schaust in alle Ecken
und betrachtest die Gläser. Dann begegnest du dem Riesen, der sich in den
Hintergrund der Höhle zurückgezogen hat …
Nun musst du die Höhle wieder verlassen.
Du winkst dem Riesen zum Abschied zu und gehst hinaus. Du schaust dich
noch einmal um und kommst dann wieder in das Klassenzimmer zurück.
Atme noch einmal tief ein und aus.
Mache dann deine Augen auf, strecke dich und sei wieder da.
© Dzmitry Sukhavarau – Fotolia.com
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
[21]
M 3
Buchvorstellung
Cover:
In diesem Buch geht es um:
Folgende Personen spielen eine wichtige Rolle:
Besonders gut hat mir gefallen,
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Nicht so gut fand ich,
Ich würde folgenden Personen das Buch empfehlen:
weil
Insgesamt gebe ich dem Buch die Note:
Unterrichtsmaterial zu „Sophiechen und der Riese“
[22]