Juli 2016 - Spanische Volksmission

Liebe Freunde und Geschwister,
der Prophet Jesaja berichtet, dass er Gott auf
einem hohen, erhabenen Thron sitzen sah, umgeben von Seraphinen, die seine Herrlichkeit und
Heiligkeit proklamierten. Augenblicklich wurde er
sich seiner Sündhaftigkeit bewusst, und er fürchtete um sein Leben. Da hörte er die Stimme des
Herrn, die fragte: „Wen soll ich senden, wer wird
für uns gehen?“ Jesaja antwortete: „Hier bin ich“
(Jesaja 6,1+8).
Die Bibel offenbart uns einen missionarischen
Gott, der uns einlädt, an seiner Mission teilzunehmen. Gottes Mission ist es, die Schöpfung zu
erlösen und sein Reich unter der Autorität seines
geliebten Sohnes aufzubauen. Paulus schrieb:
„Denn es hat Gott wohlgefallen, dass in ihm alle
Fülle wohnen sollte und er durch
ihn alles mit sich
versöhnte, es sei
auf Erden oder im
Himmel, indem er
Frieden machte
durch sein Blut
am Kreuz (Kolosser 1,19-20).“ Es
ist eine weltumfassende Mission,
an welcher Gott,
der Vater, der
Sohn und der Heilige Geist beteiligt
sind. Und allein
durch Gnade sind auch all jene, die Jesus als
Herrn bekennen, an dieser Mission beteiligt.
„Der Vater sandte den Sohn. Der Vater und der
Sohn sandten den Heiligen Geist. Nun senden
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist uns“
(Matthäus 28,19-20). Gott hat uns zu Partnern gemacht und uns das Wort der Wahrheit anvertraut,
welches das Evangelium der Errettung ist, „was
Monatsbrief von José Seisdedos
Nr. 07, 2016
auch die Engel begehren zu schauen“, wie Petrus
schrieb. Wir sprechen nicht über unsere Mission,
unsere Gemeinde, unsere Kampagne oder unsere Denomination. Es ist Gottes Mission, an welcher wir alle uns beteiligen dürfen und sollen.
Als wir vor Jahren unsere Arbeit in Spanien
begannen, schien es beinahe unmöglich, dass
evangelische Gemeinden mit verschiedenen Hintergründen und Traditionen zusammenarbeiten
könnten. Nur einige wenige Christen waren bereit,
mit Liebe die Unterschiede zu überwinden, die
sich aus den verschiedenen Interpretationen und
Schwerpunkten jeder Gemeinde ergaben. Dies
hat sich geändert. TCCH ist Zeuge und Protagonist einer grundsätzlichen Veränderung in der
Denkweise vieler
spanischer Christen.
Ich schaue zurück und erinnere
mich, wie ich zu
Beginn verschiedene christliche
Leiter traf und ihnen erklärte, dass
es meine Vision
sei, mit allen Gemeinden zusammenzuarbeiten.
Die meisten reagierten mit einem
skeptischen Lächeln, und einige versuchten, mich
davon abzubringen. Doch alle wünschten mir
gutes Gelingen. Die Jahre sind vergangen, und
die Treue gegenüber der göttlichen Vision trägt
reichlich Frucht. Heute ist die Zusammenarbeit
der Christen in der Verbreitung des Königreichs
Gottes eine gesegnete Realität, die auf verschiedene Weise zum Ausdruck kommt. Eine davon ist
die Einheit in der Verkündigung.
Die Verkündigung des Evangeliums stellt das
Zentrum der Mission dar. Paulus sagte, dass, wer
immer den Namen des Herrn anruft, gerettet wird.
Im Anschluss stellt er vier Fragen, die unser Handeln verlangen: „Wie sollen sie aber den anrufen,
an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an
den glauben, von dem sie nichts gehört haben?
Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? Wie
sollen sie aber predigen, wenn sie nicht gesandt
werden?“ (Römer 10,14-15). Diese Fragen hallen
in meinen Ohren wider, wie das Echo dessen,
was Gott an Jesaja gewirkt hat.
Ich danke Gott für Euch, die Ihr mit einem „hier
bin ich!“ geantwortet habt. Jeder hat seine Gaben
beigetragen. Einige haben die nötigen Ressourcen zur Verfügung gestellt, andere haben gesät
und geerntet. Doch alle haben gebetet und in der
gemeinsamen Mission zusammengearbeitet.
Der Juni war besonders arbeitsintensiv. Wie
schon in den vergangenen Jahren haben Gemeinden, mit ihren Pastoren an der Spitze, ihre
Kräfte gebündelt, um durch die Strassen zu marschieren und zu bekennen, dass die Worte Jesu
eine feste Grundlage für die Gesellschaft darstellen. Im gleichen Monat, in dem die Präsidentschaftswahlen stattfanden, haben sich die Gemeinden dafür eingesetzt, Christus als die wahre
Veränderung zu präsentieren. Tausende TCCHTraktate mit diesem Titel wurden auf öffentlichen
Plätzen verteilt: auf Strassen, Plätzen und Parks
und von Haus zu Haus. Mit den Gemeinden von
Aragon fand in der Zeit eine besondere Zusammenarbeit mit TCCH statt. Gemeinsam mit ihnen gingen wir durch die Strassen, sangen und
streuten Samen aus und proklamierten, dass ER
(Jesus) die echte Veränderung bringt und ist.
Im Juni erreichte die Botschaft von Christus,
als Grundlage zur echten Veränderung, mehr als
191’000 Familien. Dies geschah unter der Mitwirkung von 57 Gemeinden und 532 Volontären.
222 Personen haben bisher den Bibelkurs „Der
Weg zum Glück“ erhalten. Lasst uns mit unseren
Gebeten die unzählbar vielen Samenkörner, die
gepflanzt wurden, bewässern. Lasst uns beten,
dass viele aufgehen und Frucht bringen werden,
wie der Herr es verheissen hat.
Besonders erwähnenswert sind diejenigen, die
öffentlich ihren Glauben an Jesus bezeugt haben,
indem sie sich vor einigen Tagen taufen liessen.
Ich werde in einem anderen Brief über sie schreiben. Doch hier möchte ich den Gehorsam dieser
neuen Gemeindemitglieder hervorheben. Der
Gehorsam gegenüber diesem Gebot des Herrn
öffnet wirklich eine Tür des Segens. Die Mission
wird in Spanien fortgesetzt; und als seine Botschafter im Namen Jesu hören wir nicht auf, das
Evangelium allen Spaniern zu bringen und sie zu
drängen, sich mit Gott versöhnen zu lassen. Dies
tun wir Dank Eurer Unterstützung und Partnerschaft in der Mission. Vielen Dank!
Gemeinsam können wir mehr tun und viel erreichen! Euer Freund und Missionspartner
José Seisdedos
Zeugnisse und Briefe
Von Simon Fernandez, Co-Pastor der
evangelischen Gemeinde in Sada — Coruna
Vielen Dank für Eure grosszügige Unterstützung unserer missionarischen Aktivitäten in dieser Region. Eure Traktate sind ein grossartiges
Werkzeug für die Erweiterung von Gottes Reich in
unserer Provinz. Unsere Gemeinde geht während
der warmen Jahreszeit, d.h. zwischen April und
Oktober, jeden Samstag hinaus ins Missionsfeld.
Zuerst streuen wir den Samen, verteilen Traktate
und führen persönliche Gespräche mit den Menschen. Danach gestalten wir eine evangelistische
Veranstaltung auf einem öffentlichen Platz, wo wir
singen und predigen. Danke, dass Ihr uns helft,
den Samen Jesu in diesem Land zu säen.
Von einem TCCH-Mitarbeiter in einem Land
im Mittleren Osten, in dem wir kürzlich unsere Arbeit begannen. Aus Sicherheitsgründen
können wir weder Namen noch Land nennen:
Liebe Brüder, ich habe diese überwältigende
Anzahl von Reaktionen nicht erwartet. Allein
in dieser Woche habe ich über 92 Botschaften
erhalten und mehr als fünf lange Gespräche über
die Bibel geführt. Ich habe viele Fragen über den
christlichen Glauben beantwortet und mit einigen
über die Person und das Werk Christi diskutiert.
Wie immer bestand die Mehrheit der Reaktio-
nen darin, dass Menschen mich verfluchten und
bedrohten. Ich musste meinen E-Mail-Account,
den ich im ersten Monat der Verteilung verwendet habe, deaktivieren, da ich sicher war, dass es
Versuche gab, ihn zu hacken. Ich will nicht, dass
meine Daten gelesen werden. Deshalb werde
ich einen neuen Computer und eine separate
Internetverbindung benutzen und einen Account
einrichten, der meine Daten auf einem virtuellen
privaten Netzwerk (VPN) speichert. So kann ich
mit interessierten Menschen interagieren, ohne
mich fürchten zu müssen.
Ich kann sagen, dass unzählig viele Menschen
schockiert waren, als der wahre Grund für ihr
Fasten enthüllt wurde. Viele von ihnen bekannten,
dass sie nicht aus Liebe zu Gott fasteten, sondern
aus Angst. Ich forderte sie in ihrer Beziehung zu
Gott heraus, und viele von ihnen verstanden die
Notwendigkeit der Versöhnung, noch bevor ich
sie erwähnte. Bitte betet für unsere Arbeit hier.
Betet für meine Sicherheit und für das Werk in
den kommenden Monaten, dass wir weiterhin
das Evangelium von Jesus mit Liebe und Respekt weitergeben und immer bessere Wege dafür
finden können, Menschen nachzugehen und sie
zu Jüngern zu machen. Und betet, dass Gott uns
kreative Wege zeigt, die Herzen der Menschen –
und nicht nur ihren Verstand – zu erreichen.
Gebetsanliegen
„So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung
für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben
führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland,
welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“
(1. Tim. 2,1-4).
● SPANIEN
Gemeindearbeit: Im Juni erreichte die
Botschaft von Christus, als Grundlage zur
echten Veränderung, mehr als 191’000
Familien. Dies geschah unter der Mitwirkung
von 57 Gemeinden und 532 Volontären.
222 Personen haben bisher den Bibelkurs
„Der Weg zum Glück“ erhalten. Lasst uns
mit unseren Gebeten die unzählbar vielen
Samenkörner, die gepflanzt wurden, bewässern. Lasst uns beten, dass viele aufgehen
und Frucht bringen werden, wie es der Herr
verheissen hat.
Wahlen: Die politische Karte Spaniens hat
sich seit den Wahlen nicht sehr verändert.
Die siegreiche Partei muss immer noch mit
allen anderen zusammenarbeiten und verhandeln, um eine Regierung zu bilden, die
funktionieren könnte. Dies ist keine einfache
Aufgabe, da die unterlegenen Parteien, die
vor den Wahlen den Gewinnern ihre Unterstützung versprachen, nun etwas völlig
anderes sagen. Das ist keine Überraschung.
Wir haben uns daran gewöhnt, dass Politiker
das eine sagen und das andere tun. Doch
die Bibel sagt uns, dass wir für alle Menschen, für Könige und solche in Autorität,
beten sollen. Darum lasst uns für sie alle
beten, wie auch für die soziale Stabilität in
diesem Land.
Evangelisation: Die Sommerreisen Tausender Christen bieten eine Gelegenheit,
das Evangelium in Städte und abgelegene
Dörfer zu bringen, wo es keine evangelischen Gemeinden gibt. So lädt TCCH alle
Christen ein, ihren Ferien Wert hinzuzufügen, indem sie Traktate mitnehmen und
verteilen, wo immer sie auch hingehen. Um
sieben Traktate pro Tag zu verteilen, braucht
es wenig Zeit. Doch es kann zwischen Leben und Tod entscheiden. Ein gedrucktes
Traktat nennen wir einen „Papiermissionaren“, der seine Botschaft unermüdlich an
jedem Ort und zu jeder Zeit weitergibt. Lasst
uns für eine gute Ernte beten.