Formelsammlung zur Vorlesung Auswertung von Messungen und Fehlerrechnung 1. Rechengesetze und Kurzschreibungen I. Ableitungsregeln: Seien f(x), g(x) und h(x) = (hëg)(x) = h(g(x)) Funktionen von x a) Summenregel: b) Produktregel: c) Kettenregel: II. Kurzschreibungen: Seien k, n œ N. a) Summenzeichen ∑ x b) Produktzeichen ∏ … ! c) Binomialkoeffizient ! ! d) Binomischer Satz ! " ∑! " 2. Häufigkeit: Sei N die Anzahl aller Elemente / Meßwerte. a) Absolute Häufigkeit H: Häufigkeit, mit der eine gewisse Merkmalsausprägung / ein gewisser Meßwert unter der Gesamtheit der Elemente / der Meßwerte vorliegt. # b) Relative Häufigkeit $ 3. Lagemaße und gewichteter Mittelwert I) Lagemaße: Sei n die Anzahl der Messungen und mœ N Arithmetisches Mittel Geometrisches Mittel ) * 0 Harmonisches Mittel ) * 0 Median (diskret) 1 ) 1 2 1 für 1 1 4 5 6 1 ' 1 % ( ) ' ) / % ,- ) . ) %0 89 %/ 789 8 2 ' 1 ) falls ' 2? 1 @ falls ' 2? ∑) II) Gewichteter Mittelwert und dessen Fehler: Sei AB) ein i-ter Mittelwert und C) dessen Fehler, dann gilt: a) Gewichteter Mittelwert ADEFG H B ∑L JMN IJ KJ ∑L JMN IJ mit O) b) Fehler des gewichteten Mittelwertes CDEFG PJQ R∑J IJ 4. Erwartungswert, (Ko-)Varianz, Abweichungen und Korrelation: Seien X, Y Zufallsvariablen mit Werten xi bzw. yi und AB, SB deren Mittelwerte bzw. E[X], E[Y ] deren Erwartungswerte. Außerdem seien Ω die Menge aller Ergebnisse (der Ergebnisraum) und T ein (Wahrscheinlichkeits-) Maß. a) Erwartungswert a.1) bei Existenz einer Wahrscheinlichkeitsdichte ρ zu einer Verteilung P: UA H VΩ W AXT a.2) bei Existenz einer Verteilung P (ohne Wahrscheinlichkeitsdichte): UA H VΩ AXZ (im diskreten Fall analog einer Summation) b) Varianz [A H UA \ UA c) Kovarianz ]^[A, S H UA \ UA S \ US / d.1) Standardabweichung einer Verteilung CK H ` ∑)) \ % a d.2) Stichproben-Standardabweichung (auch Streuung) bK H ` e) Standardfehler bKB H Fc √ ebenso CKB H Pc / ∑)) \ % a √ f) Korrelation: ]^[A, S 0, so werden X und Y als unkorreliert bezeichnet. efgK,h g) (linearer) Korrelationskoeffizient: WA, S H gK gh N/Q 5. Axiome von Kolmogorow Sei (Ω; E; P)Wahrscheinlichkeitsraum eines Zufallsexperiments. Dann gelten für die Wahrscheinlichkeit P(E) eines Ereignisses E folgende drei Axiome: 1. ZU i 0 (Nichtnegativität) 2. ZΩ 1 (Normierung) 3. U j U k l ZU m U ZU ZU (Additionssatz) 6. Verteilungen Seien n der Umfang einer Stichprobe aus einer Menge von N Elementen, von denen K eine bestimmte Eigenschaft bzw. mit einer Wahrscheinlichkeit p diese Eigenschaft besitzen, und k die Anzahl der Elemente mit dieser Eigenschaft innerhalb der Stichprobe. a) Eine Zufallsgröße X heißt binomial nach no verteilt, wenn gilt: no p q 1 \ q für p 0,1, … , ' (Dies nennt man auch eine Bernoulli-Kette der Länge n.) b) Eine Zufallsgröße X heißt hypergeometrisch nach r$;t p verteilt, wenn gilt: p r$;t c) Poisson-Verteilung: Zy p z y yv ! wxu u v Lxv w L für p 0,1, … , ' für p { | mit Erwartungswert T. d) Dichte der Gauß- / Normal-Verteilung: y;PQ P√} z e) Dichte der χ -Verteilung: 7 L/Q / 2 0 L Q z Q cx~Q QQ für für * 0@ 10 7. Residuum, Regression, χ2-Testgröße und Freiheitsgrade I) Residuum und Regression Sei y eine Größe, die in Abhängigkeit von einer anderen Größe x bestimmt wird. Sei ferner der erwartete funktionale Zusammenhang zwischen den Größen x und y, mit dem ein erwartetes bestimmt werden kann. Die Größe H \ \ wird Residuum genannt. II) χ2-Testgröße r),Eo. \ r),G0E. χ ( ) ( r),G0E. ) ) III) Freiheitsgrade Seien n die Anzahl der nach Zusammenfassung vorliegenden Klassen und c die Anzahl der Parameter, die aus der vorliegenden Messung erzeugt und ebenso zur Bestimmung der theoretischen Häufigkeiten r G0E. herangezogen werden mußten. Dann definiert man die Freiheitsgrade ν als: νH'\
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