Heimat ist dort, wo du verwurzelt bist - KLJB

ARBEITSHILFE
ERNTEDANK
Heimat ist dort, wo Du verwurzelt bist
Katholische Landvolkbewegung und
Katholische Landjugendbewegung
im Bistum Münster e.V. und
LVHS Freckenhorst
Impressum: KLB und KLJB im Bistum Münster, Schorlemer Straße 11, 48143 Münster
LVHS Freckenhorst, Am Hagen 1, 48231 Warendorf
Bernd Hante, Diözesanpräses
Bilder: Daniela Pieper
ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Liturgie: Erntedank
Heimat ist dort, wo Du verwurzelt bist
Einzug:
Eröffnung:
Einleitung:
Erntedank – die Ernte ist noch nicht ganz eingefahren, und doch zeigt die
Gabenlandschaft hier, es ist mit Fleiß, Pflege, Arbeit und Gottes Gnade
genug gewachsen. Schon zuvor haben bestimmt viele von ihnen, die
Pracht des ländlichen Raumes mit dem Fahrrad erkundet. Die Felder repräsentieren mehr als die Grundlage für eine ausreichende Ernährung. Sie
werden ihre Landschaft lieben – denn sie ist ihre Heimat: im Dorf, in der
Kleinstadt, in den Bauernschaften, auf den Bauernhöfen. Daher möchten
wir den Dank an Gott verbinden, mit dem Dank für eine Heimat, in der
wir zuhause sind.
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Kyrie:
Gloria:
Tagesgebet:
V.: Der mich atmen lässt,
A.: bist du, lebendiger Gott.
V.: Der mich leben lässt,
A.: bist du, lebendiger Gott.
V.: Der mich schweigen lässt,
A.: bist du, lebendiger Gott:
V.: Der mich reden lässt,
A.: bist du, lebendiger Gott.
V.: Der mich warten lässt,
A.: bist du, lebendiger Gott.
V.: Der mich handeln lässt,
A.: bist du, lebendiger Gott.
V.: Der mich wachsen lässt,
A.: bist du, lebendiger Gott.
V.: Der mich Mensch sein lässt,
A.: bist du, lebendiger Gott.
V.: Der mir Heimat schenkt
A.: bist du, lebendiger Gott
V.: Der mich atmen lässt,
A.: bist du, lebendiger Gott.
So beten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen
(nach Anton Rotzetter OFMCap)
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1. Lesung:
Kolosser 1,15-20
Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben
am Los der Heiligen, die im Licht sind.
13 Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das
Reich seines geliebten Sohnes.
14 Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.
15 Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, /
der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
16 Denn in ihm wurde alles erschaffen /
im Himmel und auf Erden, / das Sichtbare und das Unsichtbare, / Throne
und Herrschaften, Mächte und Gewalten; / alles ist durch ihn und auf ihn
hin geschaffen.
17 Er ist vor aller Schöpfung, /
in ihm hat alles Bestand.
18 Er ist das Haupt des Leibes, /
der Leib aber ist die Kirche. / Er ist der Ursprung, / der Erstgeborene der
Toten; / so hat er in allem den Vorrang.
19 Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, /
20 um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden
wollte er zu Christus führen, /
der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.
Antwortgesang:
2. Lesung: Epheser 1,3-10
Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: /
Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet / durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.
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4 Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, /
damit wir heilig und untadelig leben vor Gott;
5 er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, /
seine Söhne zu werden durch Jesus Christus / und nach seinem gnädigen
Willen zu ihm zu gelangen,
6 zum Lob seiner herrlichen Gnade. /
Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn;
7 durch sein Blut haben wir die Erlösung, /
die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade.
8 Durch sie hat er uns mit aller Weisheit und Einsicht reich beschenkt
9 und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, /
wie er es gnädig im Voraus bestimmt hat:
10 Er hat beschlossen, die Fülle der Zeiten heraufzuführen, /
in Christus alles zu vereinen, alles, was im Himmel und auf Erden ist.
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Halleluja:
Evangelium: Matthäus 6,25-34
Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum,
dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr
etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und
der Leib wichtiger als die Kleidung?
26 Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht
und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt
sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
27 Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine
kleine Zeitspanne verlängern?
28 Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die
auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.
29 Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.
30 Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem
Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch,
ihr Kleingläubigen!
31 Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen?
Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?
32 Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß,
dass ihr das alles braucht.
33 Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit
gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.
34 Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich
selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.
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Predigt
Credo:
Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, der Musik ist und Klang,
der sein Lied summt und singt in allem, was lebt.
Ich glaube an Jesus Christus,
in dem Gott sein Liebeslied auf wunderbare Weise
in dieser Welt anstimmt und singen konnte.
Ich glaube, dass Jesus Christus Gottes Liebeslied
sanft und zart, kraftvoll und feurig in dieser Welt gesungen hat.
Ich glaube an Jesus Christus,
der in uns allen etwas zum Klingen und Schwingen bringt,
durch den alle Töne zur Melodie werden,
der uns einlädt, mit einzustimmen in sein Lied
für Gott und die Menschen,
in das Liebeslied des Lebens,
in das Lied von Tod und Auferstehung.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
der tote Saiten in uns zum Klingen bringen kann,
der unser Gehör schärft und hilft,
den richtigen Ton zu treffen,
dessen zarte Melodie uns einlädt,
in seinen Rhythmus einzuschwingen.
Ich glaube, dass Gott durch ihn sein Lied in uns weiter singen will.
Fürbitten:
Vorbeter: Gott ist gerecht und barmherzig: Zukunft, Hoffnung und seinen
Frieden sagt er allen zu, die ihn suchen. Allen schenkt er Wurzel in seine
Treue und Huld. Er schenkt Heimat und diese Heimat erschließen wir uns
an den Orten, wo wir leben. Er ist der Gott mit uns. Dies ermutigt uns, ihm
unsere Anliegen anzuvertrauen.
Lektor/-in: Dein Geist der Versöhnung durchdringe alle, die Verantwortung tragen für die Entwicklung dieser Region. Er dränge sie zu Vernunft
und Kompromissbereitschaft, zu Recht und Gerechtigkeit zum Wohle aller.
– Gott, unser Vater
Gemeinde: Wir bitten dich, erhöre uns!
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Lektor/-in: Dein Geist der Geschwisterlichkeit durchdringe alle, die ihre
Heimat entfalten und für viele zu einem Ort der Freiheit und Verbundenheit machen. Dein Geist dränge sie, einander mit Respekt und Achtsamkeit und Freue zu begegnen. – Gott, unser Vater
Gemeinde: Wir bitten dich, erhöre uns!
Lektor/-in: Dein Geist der Hoffnung durchdringe alle, die unter Verlustängsten und Verzweiflung leiden. Er dränge sie, Wege der Bindung und
des Neubeginns zu suchen. – Gott, unser Vater
Gemeinde: Wir bitten dich, erhöre uns!
Lektor/-in: Dein Geist der Barmherzigkeit durchdringe alle, die sich für
Arme und Ausgegrenzte einsetzen. Er dränge sie, mit mutiger Solidarität
Grenzen zu durchbrechen. – Gott, unser Vater
Gemeinde: Wir bitten dich, erhöre uns!
Lektor/-in: Dein Geist, der Zukunft verspricht, durchdringe alle Gläubigen,
die wegen ihres Glaubens benachteiligt oder bedroht sind. Er dränge sie,
ihren Glauben in Wort und Tat mutig und zuversichtlich zu bezeugen und
ihn zum Wohl des gemeinsamen Lebens einbringen. – Gott, unser Vater
Gemeinde: Wir bitten dich, erhöre uns!
Lektor/-in: Dein Geist der Kraft durchdringe alle, die in diesen Zeiten
der Agrarkrise um die Existenz ihrer Familienbetriebe bangen. Er dränge
sie, nicht aufzuhören in ihrem Einsatz für Familie und Hof und Tier, und
bewahre sie vor Resignation. – Gott, unser Vater
Gemeinde: Wir bitten dich, erhöre uns!
Lektor/-in: Dein Geist des Friedens durchdringe alle politisch Verantwortlichen in unserem Land, in Europa und auf der ganzen Welt. Er dränge
sie, Wege des Friedens und einer neuen Suche nach einer europäischen
Identität zu beschreiten. – Gott, unser Vater
Gemeinde: Wir bitten dich, erhöre uns!
Vorbeter: Gütiger Gott, in deinem Sohn Jesus Christus schenkst du deiner
Schöpfung, dieser Welt und uns, Zukunft, Hoffnung und Frieden. So
wollen wir diesen Glauben leben und daraus handeln. Darum bitten wir
durch Christus, unseren Erlöser und Herrn.
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Gabenbereitung:
Gabengebet:
Gott,
die Speicher der Erde können gefüllt sein mit den Gaben der Schöpfung.
Wohl dem Volk, die dieses Geschenk umsetzt: Leben für alle.
Herr, schenke der Erde, den Völkern, den Menschen diese Sehnsucht,
nach einem Leben für alle.
Schenke der Welt ein großes Bild,
das die Augen staunend macht: die Welt eine Heimat
für alle ihre Kinder. Amen.
Präfation:
Hochgebet:
Sanktus:
Vater unser:
Friedensgebet:
Herr, wie ein Baum sei vor Dir mein Gebet.
Gib Wurzeln mir, die in die Erde reichen,
dass tief ich gründe in den alten Zeiten,
verwurzelt im Glauben meiner Väter.
Gib mir Kraft zum festen Stamm zu wachsen,
dass ich aufrecht an meinem Platz stehe
und wanke nicht, auch wenn die Stürme toben.
Gib, dass aus mir sich Äste frei erheben,
o meine Kinder, Herr, lass erstarken
und ihre Zweige recken in den Himmel.
Gib Zukunft mir, und lass die Blätter grünen
und nach den Wintern Hoffnung neu erblühen
und wenn es Zeit ist, lass mich Früchte tragen.
Herr, wie ein Baum sei vor dir mein Leben.
Herr, wie ein Baum sei vor dir mein Gebet.
(Lothar Zenetti)
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Agnus Dei:
Kommunion:
Nach der Kommunion: Meditation
Heimat!
Was für ein Wort, was für ein Inhalt.
Sich zu Hause fühlen – auch nach vielen Jahren der Abwesenheit.
Vertraute Straßen – vertraute Räume – vertraute Gerüche …
Alles fühlt sich richtig an, riecht richtig, schmeckt richtig …
Hier sind meine Wurzeln, all das hier habe ich in mich aufgesogen.
Und doch hat sich etwas verändert: mein Blick.
Da ist kein kindlich, naives Vertrauen mehr,
mein Blick lässt kindliche Wunder schmelzen.
Dennoch hat all das hier mich geprägt, hat mein Leben beeinflusst.
Ich stelle mir die Frage, was wäre, wenn dieser Ort nicht mehr da wäre.
Und ich erkenne: Es wäre schmerzhaft – aber meine Erinnerungen,
die Prägung, all das was mich bisher begleitet hat: Es bleibt!
Diese Heimat in meinem Herzen kann mir niemand nehmen,
sie begleitet mich, bis hin zu meinem letzten Atemzug.
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ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Schlussgebet:
Guter Gott,
Vater und Mutter,
Geist und Leben aller Völker und Kulturen:
Danke, dass du uns trägst und Leben gibst.
Belebe uns mit dem Geist Jesu,
damit wir nach seinem Beispiel
Zärtlichkeit, Gerechtigkeit, Frieden
und Hoffnung in den Herzen wachsen lassen.
Lass uns auch in Zärtlichkeit und Liebe fähig sein,
alle in die Arme zu schließen, besonders diejenigen,
die sich von uns in Glaube, Sprache, Volk und Kultur
unterscheiden.
Gib uns genügend Mut und Tapferkeit,
sodass wir mit unserem Einsatz für alles Leben
auf dieser Erde
dein Evangelium verbreiten.
Darum bitten wir
Durch Christus, unseren Herrn.
Amen
(aus Lateinamerika)
Schlusslied:
Segen:
Nur der Beschenkte
kann ein schenkender Mensch sein,
nur der Getröstete
ein tröstender,
nur der Gesegnete
ein segnender.
Und was hätte unsere Welt nötiger
als schenkende, tröstende, segnende Menschen
(aus: Antje S. Naegli, Du hast mein Dunkel geteilt. Gebete an unerträglichen Tagen,
Freiburg 2001, S. 110)
Auszug:
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ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Heimat
Heimat !
Was bedeutet dieses Wort für mich.
Voll einfach dachte ich.
Das ist der Ort an dem man „meine“
Sprache spricht, wo ich mich mit den
Menschen und der hiesigen Mentalität identifiziere und wo die Traditionen, welche zum Jahreszyklus dazu gehören dem entsprechen was mir
gefällt, was ich liebe.
Und dann bringt eine Frage dieses gute und lieb gewonnene Gefühl ins
Wanken.„Was bist du für eine Geborene?“
Ach gar nicht hier aus unserer Region. Ah aus den neuen Bundesländern.
„Ja sie ist eine Zugezogene, kommt aus dem Osten. Ne ganz alleine, die
Familie lebt noch in der Heimat, da drüben.“
Kann das Münsterland nicht meine Heimat sein, weil ich hier nicht geboren wurde und keine Familiengeschichte vorzuweisen habe? Kann ich mit
dieser Region nicht verwurzelt sein, weil meine Ahnen auf weit entfernten
Friedhöfen liegen? Warum ist die Vergangenheit so wichtig für den Ort
„Heimat“?
Das Land in dem ich geboren wurde steht heute in den Geschichtsbüchern. Meine Kindheit, eine Zeit die mich geprägt hat, voll mit wunderbaren Gefühlen und Erinnerungen.
Mein zu Hause hier, ist der Ort an dem ich nun schon länger als die
Hälfte meines Lebens lebe, eine Region stark geprägt von Traditionen und
Familiengeschichten, aber wo ist meine Heimat?
Ich habe entschieden das nicht Andere festlegen wo für mich Heimat ist.
Geschichte spielt eine Rolle aber eben nicht die Wichtigste für das Gefühl
der Verbundenheit mit dem Ort Heimat.
Da wo ich sein kann wer ich bin, wo es Menschen gibt die mich lieben
und ich Sie, wo ich fehlen werde und eine Lücke entsteht wenn ich nicht
mehr bin - Ist meine Heimat.
(Anja Brockschmidt)
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Songtext zu Herbert Grönemeyer: Heimat
Heimat
Wir grübeln leicht
Wir tun uns schwer
Wir warten auf den Schnee
Wir haben nicht einfach einen guten Tag
Dafür sind wir zu zäh
Ich bin nur ein Königskind
Das andere ist mir fremd
Wir sind auf beiden Lippen blind
Wir trau‘n uns nicht aus dem Hemd
Zweisprachenland, entfernt verwandt
An verschiedene Ufer gespült
Zum gemeinsamen Gelingen verdammt
Heimat ist kein Ort
Heimat ist ein Gefühl
Geführt von geklonten Patrioten
Im nationalen Krampf
Kandidaten im Doppelpack
Blonde Gattinnen grinsen zum Tanz
Die Lage verfahr‘n
Das Schiff fast versenkt
Die Band spielt »Oh wie ist das schön«
Ablenkungsmanöver werden durchgeführt
Die im Dunkeln sind, werden übersehen
Das obere Deck feiert sich ohne Not
Gesichert durch Kontrolle total
Der Lauschangriff läuft, Spitzelprämien bezahlt
Für die im Unterdeck gibt‘s kein Rettungsboot
Bevor der letzte Tango steigt
Wer macht den ersten Anfang
Kohlpop pur hat ausgegeigt
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ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Wer zieht zuerst am gleichen Strang
Wer glaubt an die gleiche Idee
Wer lebt den halben Traum vom Ziel
Wer traut sich zuerst über‘n See
Heimat ist kein Ort
Heimat ist ein Gefühl
Heimat ist kein Ort
Heimat ist ein Gefühl
(Erschienen als B-Seite auf der Single »Ich dreh mich um Dich« am 31. Mai 1999.)
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ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Kostproben
Heimatrezepte
Münsterländer Spargelsalat
500g Spargel, waschen, schälen, in 3 cm lange Stücke schneiden
2 Hühnerbrüstchen, 260g
4 Scheiben Ananas
Für die Marinade:
3 EL Mayonnaise, 3 EL Sahne, 1 EL Zitronensaft, 1 EL geh. Petersilie, Salz,
Pfeffer, Zucker, Worcestersauce
Hühnerbrüstchen in 1/2 kochendem Wasser 20 Minuten garen, mit Salz
und Pfeffer würzen, abkühlen lassen in 2cm große Würfel schneiden Spargel 15 Min. kochen, Wasser mit Salz und Zucker würzen, auskühlen lassen
Ananas in Stücke schneiden Marinade zubereiten und abschmecken Alle
Zutaten in eine Schüssel anrichten, Marinade über den Salat gießen, etwa
30 Min. im Kühlschrank durchziehen lassen.
Zimtsterne
3 Eier, 300 g Zucker, 1 P. Van.-Zucker, 625g gemahlene Mandeln, 50 g
Mehl, 2 Teel. Zimt.
Eier, Zucker und Van.-Zucker schaumig schlagen, Mehl, Mandeln und Zimt
unterkneten.
Teig ausrollen und Sterne ausstechen.
1 Eiweiß steif schlagen, 100g Puderzucker untermischen und Sterne mit
der Eiweißmasse bestreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 150* C ca.
10-15 Min. backen.
Struwen
500g Mehl, 4 Eier, 3/8 l Milch, 40 g Hefe,
2 EL. Zucker, Salz, 130 g Rosinen, etwas Butter Hefeteig herstellen und
1 Stunde aufgehen lassen, dann in der Pfanne im heißen Fett kleine
Plätzchen backen.
Guten Appetit!
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Liedvorschläge für die Erntedankgottesdienste
Ein Hinweis: die Lieder sind nicht nur an der benannten Stelle zu gebrauchen
Beginn:
455
720
830
816
269 Alles meinem Gott zu Ehren
Eingeladen zum Fest des Glauben
Und ein neuer Morgen
Ein Funke
Du Sonne der Gerechtigkeit
Kyrie:
161
Du rufst uns Herr
Gloria:
170
169
167
172
383
Allein Gott in der Höh
Gloria
Dir Gott im Himmel preis und Ehr
Gott in der Höh
Ich lobe meinen Gott
Antwortgesang:
443
365
615
406
629
73,1
468
464
456
810
Im Jubel ernten und Psalm 19
Meine Hoffnung und Psalm 1
Alles, was Odem hat und Psalm 150
Danket, danket dem Herrn und Psalm 92
Du führst mich hinaus in Weite und Psalm 30
Friede sei in deinen Mauern und Psalm 27
Gott gab uns Atem
Gott liebt diese Welt
Herr, du bist mein Leben
Doch reichte es nicht
Halleluja:
483
362
Taizé
Jesus Christ
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ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Credo:
826
In der Liturgie vorgeschlagen
Ich glaube an den Vater
Credo sprechen
Gabenbereitung:
474
470
748
184
Wenn wir das Leben teilen
Wenn das Brot
Du bist das Brot
Herr, wir bringen in Brot und Wein
Sanktus:
853
854
193
198
Du bist heilig
Heilig, heilig, heilig
Heilig (Quack)
Heilig bist du großer Gott
Akklamation:
742
743
Deinen Tod
Amen
Agnus Dei:
839
842
840
841
Da berühren sich
Keinen Tag
Singt Gott
Pace e bene
Danksagung:
822
405
Hoffen, wider aller Hoffnung
Nun danket alle Gott
Schlusslied:
824
835
828
843
834
380
18
Mit dir überspringe ich Mauern
Wir machen uns auf den Weg
Unterwegs in eine neue Welt
Gestern und heute
Herr, wir bitten komm und segne uns
Großer Gott
ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Anregungen für Andachten
Schrifttexte und Gebete zu Heimat, Heimatsuche und Flucht
Prophet Jesaja 16,3ff
Mach einen Plan, triff eine Entscheidung! Wie die Nacht breite deinen
Schatten aus am helllichten Tag, versteck die Verjagten, / verrate die
Flüchtigen nicht! Lass die Flüchtlinge Moabs bei dir verweilen; versteck sie
bei dir vor ihrem Verfolger! Ist der Unterdrücker beseitigt, / der Verfolger
vernichtet und sind die Eroberer aus dem Land verschwunden, dann wird
durch (Gottes) Huld ein Thron errichtet; darauf sitzt [im Zelt Davids] ein
zuverlässiger Richter, / der das Recht sucht und die Gerechtigkeit fördert.
Gebet
Guter und treuer Gott,
ich danke dir für Menschen, die den
Flüchtlingen helfen,
ich danke dir für die Menschen, die ihre
Türen und Herzen öffnen für die,
die in Not geraten sind,
ich danke dir für Menschen, die mir
zeigen, wie man mit wenig materiellen
Gütern und viel Vertrauen Berge
versetzen kann,
ich danke dir für Menschen,
die unsere oft kalte Welt mit ihrer Liebe erwärmen.
Halte deine schützende Hand über sie
Und sei Du ihnen und mir nahe.
Amen
19
ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Brief an die Hebräer 13,2
Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige,
ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.
Gebet
Guter Gott,
ich danke Dir für die schönen Begegnungen in dieser Woche.
Ich danke dir für Menschen, die andere trösten und liebevoll behandeln.
Lass mich das Gute weitergeben, was ich einfach umsonst erhalten habe.
Lass mich gastfreundlich handeln und Fremde aufnehmen,
ganz im Sinne Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
Amen
20
ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Evangelium nach Markus 3,31-35
Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen ihn herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum und
man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und
fragen nach dir. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine
Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den
Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
Gebet
Guter Gott,
Heimat ist oft kein Ort, sondern ein Gefühl.
Gib, dass ich das Gefühl der Fremdheit überwinde,
wenn ich anderen Kulturen begegne.
Ich komme aus meiner Familie,
doch die Menschheitsfamilie ist viel größer .
Schenke mir die Gabe,
wie Jesus seine Verbundenheit und Heimat zu sehen.
Amen.
Geheime Offenbarung des Johannes 3,20
Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür
öffnet, bei dem werde ich eintreten und wir werden Mahl halten, ich mit
ihm und er mit mir.
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ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Gebet
Treuer Gott,
gib dass alle Flüchtende Flügel bekommen,
sich hier in der neuen Umgebung zurechtfinden,
ihre Kultur einbringen zu können,
eben eine neue Heimat zu finden.
Amen.
Psalm 27,4f
Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich: Im Haus des
Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu
schauen und nachzusinnen in seinem Tempel. Denn er birgt mich in seinem Haus am Tag des Unheils; er beschirmt mich im Schutz seines Zeltes,
er hebt mich auf einen Felsen empor.
Gebet
Treuer Gott,
du willst allen Menschen nahe sein.
Das große Bild, das du zeichnest, ist das Mahl:
Alle sollen Platz nehmen an deinem Tisch.
Gib, dass wir deine Verbündeten sind.
Und vom Eingeladenen zu Einladende werden.
Amen.
Buch der Sprüche, 27,8
Wie ein Vogel, der aus seinem Nest flüchtet, so ist ein Mensch, der aus
seiner Heimat fliehen muss.
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ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Gebet
Herr,
dein lebendiger Tempel ist die
Schöpfung.
Gib, dass dort alle ihr Zuhause
und ihre Sicherheit finden.
Sende uns, Wege in dein Haus zu
bereiten.
Heute und alle Tage unseres Lebens.
Amen
Psalm 23
Lauter Güte und Huld werden mir
folgen mein Leben lang
und im Haus des Herrn darf ich
wohnen für lange Zeit.
Gebet
Herr,
schenke allen Kindern dieser Erde
diese Huld und Güte,
lass sie friedlich wohnen in deinem
Haus der Schöpfung.
Und uns, ja Herr, gib den Mut und
die Leidenschaft,
dein Haus zu bewahren und es zu
einer Heimat für
die Kinder dieser Erde auszustatten.
Amen.
23
ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Evangelium nach Matthäus 3,3
Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat:
Eine Stimme ruft in der Wüste:
Bereitet dem Herrn den Weg! / Ebnet ihm die Straßen!
Gebet
Herr,
zu Wegbereitern hast du uns gerufen.
Bereiten wir Wege der Menschlichkeit
und des Friedens, dann bereiten wir Dir den Weg unter den Menschen.
Öffnen wir neue Weg für eine gemeinsame Zukunft,
dann bereiten wir Dir den Weg unter den Menschen.
Gehen wir aufeinander zu und bauen Brücken zwischen den Kulturen,
dann bereiten wir Dir den Weg unter den Menschen.
Bereitet dem Herrn den Weg, diesen Weckruf höre jeden Tag unser Ohr,
und diese Erde wird die Heimat derer,
die so viele Wege haben gehen müssen, neue Heimat zu finden.
Amen.
Psalm 144,13+15
Unsre Speicher seien gefüllt, /
überquellend von vielerlei Vorrat; unsre Herden mögen sich tausendfach
mehren, / vieltausendfach auf unsren Fluren.
Wohl dem Volk, dem es so ergeht, /glücklich das Volk, dessen Gott der
Herr ist!
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ARBEITSHILFE ERNTEDANK
Gebet
Gott,
die Speicher der Erde können gefüllt sein mit den Gaben der Schöpfung.
Wohl dem Volk, die dieses Geschenk umsetzt: Leben für alle.
Herr, schenke der Erde, den Völkern, den Menschen diese Sehnsucht,
nach einem Leben für alle.
Schenke der Welt ein großes Bild,
das die Augen staunend macht: die Welt eine Heimat
für alle ihre Kinder. Amen.
(Texte und Gebete: Bernd Hante)
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