Das Programm 2. Halbjahr 16 als PDF-Download - Tele

Mitdenken – Weiterdenken – Mehr Erfahren!
21.02.2016 – 17.07.2016
18.09.2016 – 19.02.2017
www.tele-akademie.de
SWR Fernsehen, sonntags, 7.30 Uhr (Erstausstrahlung)
3sat, sonntags, 6.45 Uhr (eine Woche später)
ARD-alpha, sonntags, 14.00 Uhr und freitags, 10.15 Uhr (eine Woche später)
18.09.16
Jürgen Kaube
Im Reformhaus
Zur Krise des Bildungssystems
25.09.16
Prof. Dr. Gunter Dueck
Bildung der Zukunft oder Kopfreform?
2.10.16
Prof. Dr. Heinz Bude
Bildungspanik
Was unsere Gesellschaft spaltet
9.10.16
Prof. Dr. Gerhard Roth
Bildung braucht Persönlichkeit
Wie Lernen gelingt
16.10.16
Dr. Bernhard Bueb
Lob der Disziplin
23.10.16
Prof. Dr. Dietrich Schwanitz
Die Bildung ist tot, es lebe die Bildung!
30.10.16
Dr. Christiane Kohler-Weiß
Reformationsjubiläum 2017
Eine Herausforderung für die Ökumene?
6.11.16
Prof. Dr. Wolfgang Huber, Bischof i. R.
Reformation und Demokratie
Ein spannendes Verhältnis
Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf
Das protestantische Christentum
20.11.16
Prof. Dr. Rolf Schieder
Die Zukunft der Religion
27.11.16
Prof. Dr. Jürgen Wertheimer
Grenzen
4.12.16
Prof. Dr. Jürgen Wertheimer
Das Drama der Flucht
11.12.16
Prof. Dr. Franz Ruppert
Das Trauma des Krieges
18.12.16
Prof. Dr. Dieter S. Lutz
Frieden ist das Meisterwerk der Vernunft
Eine neue politische (Un-)Ordnung der Welt?
15.01.17
Dr. Michael Lüders
Wer den Wind sät …
Was westliche Politik im Orient anrichtet
22.01.17
Prof. Dr. Peter Weibel
Digitalisierung
Eine kulturelle Revolution
29.01.17
Prof. Dr. Wilfried Juling
Digitalisierung
Die Technologie von heute
5.02.17
Jun. Prof. Dr. Christian Papsdorf
Über die Wechselwirkungen zwischen Internet und Gesellschaft
12.02.17
Peter Schaar
Informationsgesellschaft ohne Datenschutz?
19.02.17
Prof. Dr. Bernhard Pörksen
Die Skandalgesellschaft
Vom Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter
Fortsetzung des Programms voraussichtlich am 26.02.2017.
Änderungen vorbehalten. Bitte beachten Sie mögliche Änderungen der Sendezeit an Feiertagen.
Fotos: picture alliance / ZB, istock / HUNG KUO CHUN, istock / bestdesigns, istock / NI QIN, REUTERS / Gleb Garanich
13.11.16
18.09.16
Jürgen Kaube
Im Reformhaus
Zur Krise des Bildungssystems
Das deutsche Bildungssystem glänzt durch Kurzatmigkeit und Reformeifer. Kaum ein
Jahr vergeht, ohne dass die Kultusministerien neue Richtlinien und Erlässe verabschieden. Gleichbehandlung ist das Zauberwort, die Folgen ihrer Verwirklichung bleiben unreflektiert. Für die meisten Politiker sind Bildungsfragen in erster Linie Fragen
des Erhalts von Arbeitsplätzen. Schüler und Studenten sehen in ihrem Bildungsweg zunehmend nur den instrumentellen Sinn, Zertifikate zu erlangen. Als der Begriff »Bildung« im achtzehnten Jahrhundert aufkam, ging es um Erziehung zur Individualität.
Der Unterricht sollte es dem Schüler ermöglichen, herauszufinden, was alles in ihm
steckt. Alles – das heißt eine ganze Welt, nicht nur eine Berufskarriere.
Jürgen Kaube ist Leiter des Feuilletons und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung.
30.10.16
Dr. Christiane Kohler-Weiß
Reformationsjubiläum 2017
Eine Herausforderung für die Ökumene?
Die Reformation, deren Beginn vor 500 Jahren im kommenden Jahr gefeiert wird, war ein
vielschichtiges und kulturprägendes Geschehen. Ihr Ursprung lag im Interesse am Evangelium von Jesus Christus, so wie es das Wort »evangelisch« ausdrückt. Damit war anfänglich
keine konfessionelle Abgrenzung, sondern eine inhaltliche Konzentration gemeint. Dennoch waren die Jahrhundertfeiern zum Reformationstag in der Vergangenheit von konfessioneller Polemik geprägt. Das große Jubiläum 2017 soll nun aber im ökumenischen Geist als
»Christusfest« begangen werden.
Christiane Kohler-Weiß zeigt auf, dass im Zeitalter von Globalisierung und Säkularisierung nur ein ökumenisch ausgerichtetes Jubiläum überzeugen kann. In ihrem Vortrag entfaltet sie zehn Gründe zum gemeinsamen Feiern.
Dr. Christiane Kohler-Weiß ist die Beauftragte für das Reformationsjubiläum der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
27.11.16
Prof. Dr. Jürgen Wertheimer
Grenzen
»Ohne Grenzen gibt es kein Miteinander, ohne Differenz keine Erkenntnis: Wer als
Mensch wissen will, wer er ist, muss wissen, von wem er sich unterscheidet“, schreibt
Konrad Paul Liessmann in seinem Essay »Lob der Grenze«. Im Windschatten der Globalisierung hat sich unser Blick auf die Welt verändert. Neue Räume tun sich auf, Verbindungs- und Vernetzungswege treten ins Zentrum. Räumliche, aber auch gedankliche
Grenzlinien, die seit Jahrhunderten als unberührbar galten, werden überschritten.
Gleichzeitig werden andere Grenzen neu gezogen und zum Teil vehement verteidigt.
Und in Zeiten von Migration und Flüchtlingswellen scheinen Mauern und Zäune noch
immer die Ultima Ratio zu sein.
Jürgen Wertheimer lotet in diesem Vortrag anhand verschiedener Texte von Franz Kafka über Joseph Roth bis Herta Müller das Prinzip »Grenze« aus.
Professor Dr. Jürgen Wertheimer lehrte bis 2015 Neuere Deutsche Literaturwissenschaft
und Komparatistik an der Universität Tübingen.
11.12.16
Prof. Dr. Franz Ruppert
Das Trauma des Krieges
Kriege sind unmenschlich. Sie traumatisieren die Betroffenen und stellen jedes
menschliche Maß, ja die Menschlichkeit an sich in Frage. Kriege entstehen aus Zuschreibungen und Abgrenzungen, die der realen Welt aufgezwungen werden: der »Westen«, der »Osten«, die »Russen«, »die Israelis«… Sie teilen die Welt in Freund und
Feind. Wer Kriege plant und führt, so Franz Ruppert, ist nicht in seiner Identität. Durch
Kriege versuchen die Täter, auch die Identität ihrer Opfer zu zerstören und sie dazu zu
zwingen, sich mit ihren gedanklichen Konstruktionen zu identifizieren. Es entstehen
soziale und nationale Traumata. Krieg mit Krieg zu bekämpfen, damit endlich Frieden
ist, ist eine Illusion, die die gesamte Menschheit teuer bezahlt. Was also wäre die Alternative?
Professor Dr. Franz Ruppert lehrt Psychologie an der Katholischen Stiftungsfachhochschule
in München und arbeitet als Psychotherapeut in eigener Praxis.
22.01.17
Prof. Dr. Peter Weibel
Digitalisierung
Eine kulturelle Revolution
Ob es uns gefällt oder nicht: Die Digitalisierung bestimmt unseren Alltag. Weder unsere
Arbeitswelt noch unser Privatleben sind heute ohne digitale Technologien vorstellbar.
Kommunikation und Konsum werden immer schneller und bequemer, das »Internet der
Dinge« revolutioniert Produktion und Logistik. Seit mehr als 50 Jahren gilt das Moore´sche
Gesetz, nach dem sich alle zwei Jahre die digitalen Speicher- und Verarbeitungskapazitäten, Prozessorgeschwindigkeiten und Übertragungsraten verdoppeln. Und ein Ende
scheint nicht in Sicht.
Peter Weibel blickt zurück und beschreibt in diesem Vortrag, wie der Weg von der analogen Welt in das Zeitalter der Digitalisierung verlaufen ist. Er zeigt, was heute passiert und
wohin die Reise führen könnte.
Professor Dr. Peter Weibel leitet seit 1999 das Zentrum für Kunst und Medientechnologie
in Karlsruhe.
12.07.17
Peter Schaar
Informationsgesellschaft
ohne Datenschutz?
Die Enthüllungen Edward Snowdens zu den weltweiten Überwachungsaktivitäten haben
die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Allerdings beschreiben sie nur die Spitze des Eisbergs allgegenwärtigerer Registrierung, Profilbildung und automatisierter Klassifizierung – nicht
nur durch staatliche Stellen sondern auch durch privatwirtschaftliche Unternehmen. Alle
diese Akteure bedienen sich derselben technischen Mittel, und sie verwenden ähnliche
Algorithmen zur Datenanalyse. In den Vordergrund rücken zunehmend Big Data-Verfahren, also die Auswertung riesiger Informationsmengen aus unterschiedlichen Quellen in
Echtzeit. Können angesichts dieses ungebremsten Daten-Wachstums die im analogen
Zeitalter erkämpften zivilisatorischen Werte, Grund- und Menschenrechte bewahrt werden? Wie muss ein zeitgemäßer Datenschutz aussehen, der den digitalen Herausforderungen Rechnung trägt?
Peter Schaar war bis 2013 Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit.
Er ist Vorsitzender der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz.
Mitdenken – Weiterdenken – Mehr Erfahren!
Die Tele-Akademie ist ein Angebot für alle interessierten Menschen, sich mit aktuellen Fragen unserer Zeit
auseinanderzusetzen. Sie vermittelt Denkanstöße und
Wissen mit Tiefgang, anspruchsvoll aber verständlich.
Namhafte Redner aus allen Gebieten der Wissenschaft,
Gesellschaft und Kultur nehmen jede Woche Stellung zu
Themen, die über den Tag hinaus von Bedeutung sind.
Die Themenschwerpunkte dieses
Programms beschäftigen sich mit:
• Bildung und Lernen
• Reformation
• Krieg und Flucht
• Digitalisierung
Informationen zum Programm und alle Sendungen zum
Anschauen und Herunterladen:
www.tele-akademie.de
Ausgewählte Beiträge:
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Redaktion Monika Presting
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