Zur Ausgabe 2/2016 - Südwestdeutscher Fußballverband

Im Innenteil Sonderseiten zum SWFV-Verbandstag
am 9. Juli 2016 in Edenkoben
Ausgabe 2/2016
Verbandspokal
Bitburger-Pokalsieger
SC Hauenstein
Meisterschaft
Die Titelträger
im Südwesten
Regionalliga
Die Bilanz der
SWFV-Teams
Aus den Kreisen
Wenn aus 80 Millionen
ein Team wird.
Deutschland feiert mit Bitburger.
Dem Bier der deutschen Nationalmannschaft
und ihrer Fans.
Editorial
AUS DEM INHALT:
Seite
Bundesliga
4
2. Bundesliga
5
Regionalliga
6-7
SWFV aktuell
8-10
Verbandspokal
11
Schiedsrichter
12-13
Jugendfußball
14
Frauen- und
Mädchenfußball
15
Meisterschaft
16-19
Vermischtes
21-23
Aus den Kreisen
24-26
ZUM TITELBILD:
„We are the champions”: SÜDWEST
FUSSBALL gratuliert allen Meistern in
den Spielklassen des Südwestdeutsche Fußballverbandes. Auf den Seiten
15 – 19 dieser Ausgabe werden die
Meister der oberen Spielklassen vorgestellt; unser Titelbild zeigt den FSV
Schifferstadt, Meister der Bezirksliga
Vorderpfalz.
Foto: Kunz
IMPRESSUM
Herausgeber:
Südwestdeutscher Fußballverband
Villastr. 63a
67480 Edenkoben
Tel.: 06323 – 9493 660
Präsident:
Dr. Hans-Dieter Drewitz
Verantwortlich für den Inhalt
und Redaktion:
Dr. Hans-Dieter Drewitz, Olaf Paare,
Peter Brandstetter, Heinz Hinkel,
Thomas Leimert, Christian
Schreider, Oliver Herrmann
Layout und Gesamtherstellung:
NINO Druck GmbH
Im Altenschemel 21
67435 Neustadt
Ausgabe 2/2016
Verbandstag ist das
höchste Organ
Von Olaf Paare
Alle vier Jahre erhalten Sie
Ihr Südwest-Fußball im XXLFormat. Dann finden Sie neben
jeder Menge Informationen
auch noch die Regularien für
den Verbandstag. Im Innenteil gibt es die Tagesordnung,
die Berichte der AusschussVorsitzenden und natürlich die
Anträge, die beim Verbandstag
behandelt werden.
A
m 9. Juli ist es wieder so
weit. Dann sind sämtliche
Vereine des Südwestdeutschen Fußballverbands in
die Sportschule nach Edenkoben eingeladen, um für vier Jahre die Weichen zu stellen. Das
Präsidium hofft stets darauf,
dass möglichst viele Delegierte
zu Gast sind, denn umso aussagekräftiger sind die getroffenen
Entscheidungen. Der Verbandstag ist schließlich in unserer
Satzung als das höchste Organ
des Verbandes verankert.
Reinhard Grindel zu Gast
in Edenkoben
Auch Reinhard Grindel, der
neue Präsident des Deutschen
Fußball-Bundes, hat sein Kommen angekündigt. Das ist für
uns im Südwesten natürlich
eine tolle Sache. Auf ihn kommt
die schwere Aufgabe zu, unseren Mutterverband in unruhigen
Tagen wieder zu stabilisieren.
Der SWFV wird ihn dabei nach
Kräften unterstützen. Reinhard
Grindel wird auf der Durchrei-
se nach Paris sein, steigt dort
doch einen Tag später das Finale der Europameisterschaft. Wir
alle hoffen, dass Reinhard Grindel dann einer von zwei Präsidenten sein wird, die direkt beteiligt sind. Natürlich wollen wir
alle die schwarz-rot-goldenen
Jungs wie 2014 wieder siegen
und jubeln sehen. Wissen wir
doch alle, welche Ausstrahlung
Erfolge ganz oben auf die Basis
ganz unten haben.
Der Verbandstag ist auch der
Zeitpunkt, Danke zu sagen
und sich zu verabschieden. In
Karl-Heinz Weyand und KarlHeinz Scherer haben sich zwei
langjährige Kreisvorsitzende
zurückgezogen, zudem werden
die beiden bisherigen VizePräsidenten Hartmut Emrich
und Hans E. Lorenz nicht mehr
kandidieren. Das Quartett hat
sich über mehr als 25 Jahre für
den Fußball und vor allem für
die Vereine und ihre Belange
eingesetzt. Alle vier haben
sich nicht gescheut, auch mal
den Finger in Wunder zu legen
und kritische Dinge anzumerken. Das gehört dazu, wenn
man gestalten und verbessern
möchte. Wir werden alle vier
vermissen, wissen aber um
die Möglichkeit, sich auch mal
einen Rat einzuholen und wünschen ihnen alles Gute auf ihrem weiteren (nun fußballfreien) Lebensweg.
Wechselzeit! Da ist
Vorsicht geboten
Schauen wir noch auf die aktuellen Bedürfnisse und Interessenslagen in unseren Vereinen.
Derzeit wird nicht auf den Spielfeldern getrickst und Erfolge
vermeldet, vielmehr geht es am
Verhandlungstisch zur Sache.
Spieler werden verpflichtet oder
transferiert. Ob Bundesliga oder
C-Klasse bis hin zur D-Jugend –
so groß sind bis auf die zu zahlenden Summen die Unterschiede da gar nicht. Doch Fair geht
vor, bitte auch in diesem Metier.
Bitte nichts versprechen, was
man später nicht halten kann.
Wenn einem jungen Spieler für
einen Wechsel in der siebten
Liga eine Managerposition in
einem mittelständischen Unternehmen geboten wird, dann
stellen sich mir die Nackenhaare
auf - da ist Vorsicht geboten. Die
Verbindung Beruf/Fußball ist legitim, ja sogar gut in Bereichen,
in denen nicht mit Scheinen um
sich geworfen wird. Aber bitte
nicht mit den Befindlichkeiten
von jungen Menschen spielen
und nur zusagen, was man später auch halten kann.
3
Bundesliga
Christian Heidel: Abschied nach 24 Jahren
Emotionaler Abgang auch von Elkin Soto
Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte hat sich der
1. FSV Mainz 05 direkt für die
Gruppenphase der EuropaLeague qualifiziert. Die 05er
schlossen die BundesligaSaison mit 50 Punkten auf
dem sechsten Platz ab. Ein
Ergebnis, das nicht viele für
möglich gehalten hatten.
N
ach den Abgängen von
Torjäger Shinji Okazaki
und Spielmacher Johannes Geis im Sommer sahen einige die Mannschaft schon vor einer schwierigen Runde. Doch die
Mainzer straften die Skeptiker
wieder einmal Lügen. Der Endspurt verlief allerdings über einen
längeren Zeitraum etwas zäh.
Nach dem Heimsieg über den FC
Augsburg hatten die 05er sogar
die Tür zur Champions League
aufgestoßen. Sie lagen nur einen
Zähler hinter dem vierten und
vier hinter dem dritten Rang. Mit
dem 1:1 in Wolfsburg hielten die
Mainzer einen Konkurrenten um
die internationalen Plätze auf Distanz. Die dicken Brocken waren
weg. Die Fans träumten von der
Königsklasse.
Doch jetzt kamen Gegner,
die noch um den Ligaverbleib
kämpften. Da machte sich bemerkbar, dass die 05er nicht
mehr unter einem existenziellen
Druck standen. Ohne Not ließen
sie einige Punkte liegen, aber
auch die Mannschaften patzten,
die den Mainzern den Einzug
ins internationale Geschäft hätten streitig machen können. So
hatten die 05er zwei Spieltage
vor Rundenende noch immer
fünf Punkte Vorsprung auf Rang
acht. Mit einem kleinen psychologischen Trick weckte Martin
4
Von Gert Adolphi
Schmidt seine Spieler wieder.
Der FSV-Trainer erklärte die beiden abschließenden Partien zu
Pokalspielen. Das Halbfinale im
Kampf um einen Platz in einem
europäischen Wettbewerb gewannen die 05er mit 3:1 beim
VfB Stuttgart und besiegelten
damit schon fast den Abstieg
ihrer Gastgeber. Die EuropaLeague-Teilnahme stand damit
fest. Im Endspiel im heimischen
Stadion, das letztmals in einem
Pflichtspiel Coface Arena hieß,
ging es um Platz fünf, sechs oder
sieben. Zumindest ein Unentschieden musste gegen Hertha
BSC Berlin her, um sich die Qualifikationsrunde, die mitten in
die Saisonvorbereitung fällt, zu
vermeiden. Mit dem 0:0 erfüllten
die 05er die Voraussetzung.
Doch neben dem Ergebnis
standen andere Dinge im Vordergrund. In der Nachspielzeit
schickte Schmidt noch Elkin
Soto aufs Feld. Rund ein Jahr
nach seiner schweren Knieblessur feierte der kleine Kolumbianer sein Comeback und Abschied. Soto hatte schon nach
der vorangegangenen Saison in
seine Heimat zurückkehren wollen. Doch nach seiner Verletzung
hatte der FSV den Vertrag des
quirligen Mittelfeldspielers um
ein Jahr verlängert. Sein Einsatz
gegen die Hertha dauerte zwar
nur knapp zehn Sekunden, doch
das Publikum feierte den Kultspieler und verschaffte ihm einen emotional anrührenden Abgang von der Bühne Bundesliga.
Auch für ein weiteres Mitglied
der 05-Familie war es der letzte
Arbeitstag bei den Mainzern.
Nach 24 Jahren in Diensten des
Vereins hatte Manager Christi-
Sucht bei Schalke 04 eine neue Herausforderung: Manager Christian Heidel.
Foto: Getty Images
an Heidel eine neue Herausforderung gesucht. Der Mann, der
Wolfgang Frank als Ideen- und
Impulsgeber nach Mainz geholt
hatte, Jürgen Klopp, Thomas
Tuchel und Martin Schmidt die
Chance gab, sich zu herausragenden Trainerpersönlichkeiten
zu entwickeln, wechselt zu
Schalke 04. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass ohne Heidel
der FSV Mainz 05 heute nicht da
stehen würde, wo er steht.
Auf Schröder wartet einige
Arbeit
Obwohl Schmidt nach der letzten Begegnung erklärt hatte, im
Kader werde es keine großen
Veränderungen geben, dauerte
es nur Stunden, bis diese Aussage Makulatur war. Der bisherige
Kapitän Julian Baumgartlinger
gab seinen Wechsel zu Bayer
04 Leverkusen bekannt, wenig
später bestätigte sich auch das
Gerücht, dass Torwart Loris Karius dem Ruf von Jürgen Klopp
folgt und sich dem FC Liverpool
anschließt. Wieder muss der FSV
zwei Leistungsträger ersetzen.
Diese Aufgabe wartet auf Heidel-Nachfolger Rouven Schröder. Immerhin konnte der neue
Sportdirektor als eine seiner
ersten Amtshandlungen die Weiterverpflichtung von Mittelstürmer Jhon Córdoba verkünden.
Auf Schröder wartet in der Sommerpause noch einige Arbeit. Er
muss den Kader so gestalten,
dass die 05er die Doppelbelastung mit Bundesliga und Europa League stemmen können. Es
wartet wieder eine spannende
Saison mit vielen Unbekannten
auf die 05er.
Ausgabe 2/2016
2. Bundesliga
Vorsicht! – Verliert 1. FCK den Anschluss?
2. Bundesliga so stark wie noch nie
Von Heinrich Breyer
Wertvolle Kräfte
wandern ab
Immerhin – die Saison 2016/17
verspricht in der zweiten Bundesliga einen Härtedurchlauf, wie
bisher noch nie seit ihrem Bestehen! Das Vorjahr lieferte einen
ersten Vorgeschmack. Noch bei
Halbzeit gab es etwa acht Anwärter auf die drei ersten Plätze. Im
Endspurt ein gegenseitiges Raufen und wechselseitiges hin- und
her stoßen auf allen vorderen
Plätzen. Interessant für die Betrachter, aber noch interessanter
wird es in diesem Jahr. Die Zahl
dieser „Favoriten“ wird sich gewiss auf etwa zehn erhöhen. Es
steht allerdings zu befürchten:
Der 1. FCK, einer der attraktivsten
Klubs im deutschen Fußball, befindet sich nicht darunter.
Einer der wenigen FCK-Neuzugänge bislang: Max Dittgen von der SG Sonnenhof Großaspach.
Foto: Getty Images
Die Spieler der 2. Bundesliga
stärken sich im Urlaub und
sammele Kräfte wie noch nie.
In den nächsten Wochen und
Monaten verbrauchen sie in
jedem Fall wesentlichen mehr
Energien als bisher üblich,
wenn sie wieder zu den ersten
ihrer 34 Spiele antreten. Wer
im nächsten Jahr – und in den
folgenden – als Meister und
Vize in die Bundesliga aufrücken möchte, benötigt künftig
einen höheren Aufwand an
körperlicher Kraft, einen größeren Vorrat an technischem
Können und den starken Willen, diese Gaben auch erfolgreich einzusetzen.
Ausgabe 2/2016
D
ie Spieler des 1. FC Kaiserslautern fuhren ebenfalls, warum auch nicht,
wie alle ihre Kollegen in die
Sommerferien. Aber im Gegensatz zu ihnen wussten sie nicht,
mit welchem Trainer sie bei ihrer
Rückkehr die Vorbereitungen zur
neuen Runde aufnehmen durften. Und mit wem sie alle die
erforderlichen Gaben erproben
sollen, die eine Elf vorweisen
muss, wenn sie in ihrer Klasse
nicht nur bestehen, sondern
auch das große Ziel erreichen
will, das Aufstieg in die oberste
deutsche Klasse heißt. Ein Plan
dafür ist noch nicht bis zu den
Fans durchgedrungen!
Obwohl es noch einige Tage hin
sind bis zum Start, so stimmt
doch der gegenwärtige „Zustand“ auf dem Betzenberg den
Beobachter etwas nachdenklich.
Die Mannschaft erinnert fatal
an eine Art Auflösung. Wertvolle
Kräfte wanderten ab, andere erhielten keine Vertragsverlängerungen, Neueinkäufe sind so selten, wie meist auch unbekannt.
Und als Höhepunkt erwartet die
Rückurlauber die Vorstellung ihres neuen Trainers.
Der „Retter des Vorjahres“, Konrad Fünfstück, erhielt zwischenzeitlich die Freistellung, so dass
es für ihn auch keine Rückkehr
in seine ehemalige Position als
Leiter des FCK-Ausbildungszentrums gab. Bot sich da wirklich
keine bessere Lösung an?
Tatsächlich läuft die Gruppe
vom Betzenberg Gefahr, in die-
sem Jahr zerrieben zu werden.
Die Übermacht ist größer denn
je – und beginnt bereits mit
den beiden Bundesliga „Heimkehrern“ Hannover 96 und VfB
Stuttgart: Dem zweifachen Deutschen Meister und dreifachen
Pokalsieger aus Niedersachsen
sowie dem fünf fachen Titelträger und dreifachen Pokalgewinner aus dem Schwabenland.
Da der 1. FC Nürnberg in der
Qualifikation an der Frankfurter
Eintracht scheiterte, schmücken
die bayrischen Franken als die
nach den bayrischen Bayern erfolgreichste deutsche FußballMannschaft weiterhin die 2.
Liga mit ihren insgesamt schon
neun Siegerkränzen.
Neun ehemalige Deutsche
Meister
Sie vergrößerten die Zahl der
Titelträger um exakt die Hälfte
auf nunmehr neun Klubs, mit
zusammen 21 Deutschen Meisterschaften und 14 Pokaltriumphen als Zugabe.
Sicher ist eines: Die zweite Liga
des deutschen Fußballs nähert
sich den europäischen Interessen-Kreisen, auch in Funk und
Fernsehen vergrößert sich ihr
Auftritts-Gebiet und damit ihr
finanzieller Einfluss. Der 1. FC
Kaiserslautern jedoch scheint
den Anschluss noch nicht so
richtig gefunden zu haben, obwohl einige Warnsignale auf dem
Betzenberg schon unüberhörbar
ertönten. Was wird wohl aus dem
1. FCK? Er muss den Abstieg vermeiden – und Anläufe nehmen
zu einer konkurrenzfähig-verbesserten Mannschaft, auf die er
und der ganze Südwesten wieder
stolz sein können!
5
Regionalliga
Kontinuität, Abschwung und Aufschwung
Bilanz der Regionalliga-Saison 2015/16
Wieder nix: Wie im Vorjahr sind
beide Vertreter der Regionalliga
Südwest – diesmal Waldhof und
Elversberg – in der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga gescheitert.
Weil von dort die beiden Stuttgarter Teams Kickers und VfB II
runterkommen, kommt’s künftig in der (vorübergehend auf 19
Teams aufgestockten) vierten
Liga wohl zu einem knüppeldicken Konkurrenzkampf.
D
ie Teams aus dem SWFV
sollten sich zur Sicherheit
wohl auf (den verschärften) Abstiegskampf einstellen –
zumindest gemessen an den
diesjährigen Abschlussplatzierungen: Die Wormser Wormatia
wurde Neunte, der 1. FC Kaiserslautern II rutschte durch auf
Rang zehn und der FK Pirmasens
rettete sich auf Platz 13.
Stets eine Handbreit Abstand
zu den Abstiegsplätzen gehalten hatte über die Saison
der FK Pirmasens. Auch wenn
die weitere Ligazugehörigkeit
erst mit einem Sieg im letzten
Saisonspiel bei den Steuersündern der SpVgg Neckarelz
eingetütet wurde – am Horeb
ist man hochzufrieden mit dem
(erneut) Erreichten. „Der Klassenerhalt“, betont Präsident
Karsten Volberg, „ist höher zu
bewerten als der im Vorjahr –
und auch als die Oberliga-Meisterschaft“. Die Mannschaft des
FKP ist in der vergangenen Runde erkennbar gereift und hat
sich zum Beispiel deutlich mehr
Torchancen als in der Vorsaison herausgespielt – allein die
eklatante Abschlussschwäche,
die etwa auch am vorletzten
Spieltag eine rettende Vorentscheidung in der Partie gegen
Trier (0:1) verhinderte, mach-
Klassenerhalt: Am „Horeb“ ist man hoch zufrieden mit dem Erreichten.
6
te einen Strich durch größere
Rechnungen. Kopf des Teams
und Drahtzieher im Mittelfeld
war, ist und bleibt Kapitän Sebastian Reinert.
Am meisten von dem ehemaligen FCK‘ler zu profitieren wusste wieder einmal sein Ex-ProfiKollege Benjamin Auer, der mit
13 Treffern (auch hier wären
mehr möglich gewesen…) die
interne Torschützenliste anführt. Ob Altmeister Auer noch
ein Jahr dranhängt, ist ebenso
offen wie der Verbleib von Neuzugang Christian Grimm (der
an Auers Seite den zu Meister
Waldhof gewechselten Jannik
Sommer ordentlich ersetzte)
und von Defensivmann Adam
Bouzid. Dass „die Klub“ Ausfälle zu kompensieren weiß – etwa
durch die enge Vernetzung mit
der Oberliga-Reserve – bewiesen die vergangenen Monate,
Von Christian Schreider
als mit Linksverteidiger Karsten Schug und seinem rechten
Pendant Sascha Hammann
gleich die komplette Abwehraußenzange verletzt ausfiel. So
musste Manuel Grünnagel aus
der U23 ins kalte RegionalligaWasser geworfen werden – und
schwamm sich sensationell
schnell gut frei. Auch der zum
Stammspieler gereifte OffensivAußen Felix Bürger darf zu den
Gewinnern gezählt werden.
Im Schnitt 1,12 Punkte
unter Schäfer
Letztere sind bei der Zweiten Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern schon schwerer
auszumachen. Dem Anspruch
jeder U23, Talente für den Bundesligakader heranzuziehen,
wird man in diesen Tagen am
Betzenberg nur bedingt gerecht. Am ehesten Chancen
Fotos: dfb.de
Ausgabe 2/2016
Regionalliga
auf „oben“ eingeräumt werden
noch Robin Koch und Johannes
Reichert, den beiden Abwehrspielern – doch der „Betze“
sucht ja eigentlich händeringend Knipser… Sogar eher den
umgekehrten Weg vom Zweitligakader zwei Klassen runter
nahmen Michael Schindele
und der verletzungsanfällige
Jan-Lucas Dorow. Zumindest
im Rahmen des U23-Teams eindeutig positiv eingeschlagen ist
Robert Glatzel: Die Spitze kam
zunächst von der Bank, biss
sich aber durch – und landete
am Saisonende mit 15 Treffern
auf Platz fünf der regionalligaweiten Torjägerliste. Während
der Saison tendenziell in der
Versenkung verschwanden dagegen einige der Erfahrenen
im Regionalligakader des FCK:
Allen voran Thorsten Reiß, der
kaum noch zu Einsätzen kam
(wie auch Christian Lensch)
– und dann plötzlich als CoTrainer auftauchte. Ob sie für
den einen oder anderen Querschuss aus dem Hintergrund
sorgten, blieb letztlich ungeklärt – fest steht, dass das Miteinander schon mal besser war
am Betzenberg. Wie im Übrigen
auch die Erfolgsausbeute. „Ich
habe“, erinnerte Konrad Fünfstück am für ihn so bitteren
Zweitligasaisonende, „mit der
U23 immer um die Relegationsränge mitgespielt“. Das kann
sein Nachfolger Oliver Schäfer,
der eher auf die Jüngeren im
Team setzte, nun wahrlich nicht
behaupten. Wo Fünfstück in
dieser Saison noch 1,67 Punkte
pro Spiel holte, waren es unter
Schäfer gerade noch 1,12. Und
das, obwohl U23-Mannschaften
ja oft reifen im Laufe der Runde.
FCK-Platz 13 im RückserienranAusgabe 2/2016
king der Liga lässt jedenfalls
deutlich Luft nach oben – und
sehr wenig nach unten.
Den Waldhöfern drei Tore
eingeschenkt
Ebenfalls nicht mehr ganz so gerne zur Hand nimmt mittlerweile
Wormatia Worms den VorrundenRückrunden-Vergleich – aber aus
entgegengesetzten Gründen.
Dass die im Herbst auf 13 rangierenden Rheinhessen Platz
fünf in der Rückserientabelle
belegen – nur drei Punkte hinter Meister Waldhof –, lässt
den einen oder anderen an
der Alzeyer Straße schon wieder träumen. Was völlig falsch
wäre, wie auch Kapitän Florian
Treske betont: „Das wird eine
sehr harte Liga. Da ist ganz
schwer zu sagen: Wir spielen
oben mit“, betont der Torjäger,
der mit 18 Treffern Vizetorschützenkönig der abgelaufenen Saison ist. Er hat („trotz lukrativer
Angebote und weil wir hier viel
Spaß haben“) seinen Vertrag
in Worms verlängert, wie auch
die in dieser Runde wieder bewährten Korsettstangen Benjamin Maas (Innenverteidiger und
Standardspezialist), Alan Stulin
(Außenverteidiger oder Sechser) oder Enis Saiti (Offensivaußen). Vor allem aber machten in
dem – von den U23-Teams abgesehen – jüngsten Kader der
Liga die Jungen viel Freude: „Die
Mannschaft hat sich erkennbar
weiterentwickelt“, zeigte sich
Wormatia-Coach Steven Jones,
der Anfang Oktober den zurück
getretenen Sascha Eller abgelöst hatte, auch mit den individuellen Leistungen zufrieden:
„Wenn ich zum Fatih Köksal
oder Sandro Loechelt sehe –
Mit 18 Treffern Vizetorschützenkönig der abgelaufenen Saison: Wormatia-Kapitän Florian Treske.
was gerade die jungen Spieler
in der Zentrale leisten, ist aller
Ehren wert.“ Prima Beispiel war
der völlig überraschende Derbysieg in Mannheim, als man den
Waldhöfer als einziges Team
der Runde drei Tore einschenkte. „Unser bestes Spiel in meiner Amtszeit“, betonte Jones,
nachdem man dem Tabellenführer über weite Strecken Paroli
geboten und dessen Abwehr
erstmals richtig ins Schwimmen
gebracht hatte. Dennoch: Das
Wormser Urgestein Jones hängt
die Trauben ganz tief, nicht nur
weil er selbst noch die für die
Regionalliga nötige A-Lizenz im
laufenden Betrieb nachholen
muss. Neben ihm setzt der Verein auch spielerseitig weiter auf
„Talente aus der Region“, so
Sportvorstand Oliver Schüttler,
der insgesamt gesehen „den
Großteil unseres Kader halten“
will – trotz erneut etwas reduzierten Budgets.
Letzteres hängt auch etwas mit
den mauen Zuschauerzahlen
zusammen: Nur 985 Fans be-
suchten im Schnitt die Wormatia, die allerdings wegen
Rasensanierung während der
Vorrunde fast komplett nach
Pfeddersheim sowie ins Ludwigshafener Südweststadion
ausweichen musste. Der FK Pirmasens schaffte es dagegen –
trotz ebenfalls leichten Rückgangs – mit 1.048 wieder über
die magische Tausendergrenze, während beim FCK II (433
Fans im Schnitt) mal wieder
das Waldhof-Gastspiel lindernde Spuren in Besucherbilanz
hinterließ. Apropos Waldhof:
Der SVW avancierte mit 6.537
Fans pro Spiel zum Krösus und
löste damit Kickers Offenbach
ab, die mit 6.132 auf einen
guten Rang zwei kamen. Doch
trotz des erneuten Ansturms
auf den Bieberer Berg: Der OFC
musste jüngst schon wieder Insolvenz anmelden! Macht neun
Punkte Abzug in der neuen
Runde – der eine oder andere
Mitbewerber im knüppeldicken
Konkurrenzkampf wird verstohlen aufgeatmet haben. Am
5.August geht’s wieder los…
7
SWFV aktuell
„Fußball ist mehr als ein 1:0“
SWFV stellt sich gesellschaftlicher Verantwortung
Die Gesellschaftliche Verantwortung hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung im SWFV gewonnen;
die Arbeit in diesem ist jedoch
nicht immer leicht, da insbesondere der Spielbetrieb immer noch an erster Stelle steht.
Aber viele Vereine und Funktionäre haben erkannt, dass
man gerade auch im Bereich
der gesellschaftlichen Verantwortung das Image der Vereine
wesentlich verbessern kann
und verdienstvolle ehrenamtliche Mitarbeit würdigen kann.
Der Verband ist insbesondere
in den folgenden Bereichen
tätig:
Aktion Ehrenamt
Die Aktion Ehrenamt gibt es seit
1997 und wurde von dem damaligen Präsidenten Egidius Braun ins
Leben gerufen. Jährlich wird in den
Fußballkreisen, auf Vorschlag der
Vereine, je ein Ehrenamtspreisträger ausgezeichnet. Dies bedeutet,
dass im Zeitraum 2012-2015 insgesamt 40 Preisträgerinnen und
Preisträger ausgezeichnet wurden.
Alle werden mit ihren Partnern zu
einem Dankeschön-Wochenende
eingeladen, welches im Wechsel
im Bereich des Saarländischen
FV, FV Rheinland, FV Niederrhein
und dem SWFV durchgeführt wird.
Darüber hinaus erhalten alle Preis-
träger eine Urkunde und einen Damen-/bzw. Herrenchronographen.
Weiterhin kann der SWFV aus den
zehn Preisträgern vier in den Club
100 berufen. Sie erfahren eine besondere Ehrung im Rahmen eines
Länderspieles der Nationalmannschaft. Gleichzeitig erhalten die
Club 100-Mitglieder vom DFB ein
Vereinsgeschenk. Im Jahr 2015
waren das zwei Minitore und ein
Ballpaket mit fünf Spielbällen. Alle
Preisträger, die nicht in den Club
100 gewählt wurden, erhalten als
Vereinsgeschenk einen Qualifizierungsgutschein des SWFV. Die
Anzahl der Meldungen der Vereine
für diese Auszeichnung hat sich
zwar von Jahr zu Jahr verbessert,
Von Jürgen Veth
ist aber bei weitem noch nicht
ausreichend. Hier sind alle Vereine
aufgefordert, verdiente Vereinsfunktionäre, die in den letzten drei
Jahren etwas Besonderes für ihren
Verein geleistet haben, zu melden.
2015 wurde die neue Auszeichnung
„Ehrenamtspreis Fußballhelden“
vom DFB ins Leben gerufen. Hier
werden Trainer und Jugendleiter
unter 30 Jahren für besondere Verdienste in den letzten drei Jahren
ausgezeichnet. Sie werden vom DFB
zu einer einwöchigen Bildungsreise
nach Barcelona eingeladen. Auch
bei diesem neu geschaffenen Ehrenamtspreis gingen die Meldungen sehr spärlich ein. Hier bedarf es
einer intensiven Werbung insbesondere im Jugendbereich.
Gewaltprävention /Aktion
Fair ist mehr
Der DFB hat mit seinen Landesverbänden 2015 ein neues Gewaltpräventionskonzept ins Leben gerufen.
Hier sind zur flächendeckenden
Umsetzung zielgerichtete und
wirksame Präventions- und Interventionsmaßnahmen in den nächsten drei Jahren umzusetzen. In
2015/2016 steht die Verankerung
der Maßnahmen in der Satzung und
den Ordnungen im Fokus. Für die
Fußball-Praxis hat jeder Verein ein
Paket mit Ordnerleibchen und entsprechendem Informationsmaterial
für die Schulung der vereinseigenen
Ordner erhalten. Leider werden diese Leibchen nur von ganz wenigen
Vereinen genutzt.
Club 100: Heiko Esser (Mitte) wurde für seine Verdienste um den TSV Langenlonsheim/Laubenheim in den Club 100 gewählt. Zu seiner Preisverleihung war auch Michael Rummenigge (rechts daneben) anwesend, Kooperationspartner des TSV beim Bau eines Kleinspielfeldes.
8
Zudem wurde die Auszeichnung
der Monatssieger bei der Aktion
„Fair ist mehr“ aufgewertet. Bei
dieser Aktion soll besonders faires Verhalten im Zusammenhang
mit einem Fußballspiel gemeldet
Ausgabe 2/2016
SWFV aktuell
werden. Rund 40 Meldungen erreichen den SWFV jedes Spieljahr.
Alle Preisträger erhalten durch den
DFB eine Urkunde oder wahlweise
einen Gutschein über 50 € für den
DFB-Fanshop oder zwei Eintrittskarten für das Fußballmuseum in
Dortmund. Darüber hinaus gibt es
noch ein Geschenk des SWFV. Alle
Meldungen werden beim Verband
registriert und am Ende der Saison findet eine Abschlussveranstaltung statt, zu der ausgewählte
Melder und Gemeldete zu einem
Bundesligaspiel in den VIP-Bereich
eingeladen werden. Dazu gibt es
noch ein Aktions-T-Shirt. Aus allen eingegangenen Meldungen
werden durch die Kommission
Gesellschaftliche Verantwortung
der Jahressieger im Bereich des
SWFV ausgewählt. Dieser wird an
den DFB gemeldet und zu einer
Ehrungsveranstaltung mit Partner
eingeladen. Der DFB wählt aus
allen 21 Landesverbandsiegern
den DFB Sieger aus. In der Saison
2014/2015 war der Landesverbandssieger Thomas Wünstel vom
TuS Frankweiler.
Dankeschön-Wochenende: Im Mai hatte der SWFV 50 verdiente und engagierte Ehrenämtler aus dem Rheinland, Saarland, Südwesten und vom
Niederrhein zu Gast, die SWFV-Vizepräsident Jürgen Veth (links vorne) willkommen hieß.
die Bad Kreuznacher Volksbank
die besten Vereine in der Fair PlayWertung mit Geldpreisen. Hierfür
ein herzliches Dankeschön seitens
des SWFV.
DFB Stiftung
Sepp Herberger
Aktion Fair Play der
Sparkassen
Die Stiftung ist insbesondere im
Bereich Resozialisierung, Behindertenfußball, Schule/Verein, „Fußball
digital“ und Sozialfond für in Not
geratenen Fußballer tätig. Hierzu
wurde die Neuausrichtung der SeppHerberg-Urkunde beschlossen. In
den Bereichen Resozialisierung und
Behindertenfußball werden drei
Geldpreise von 5000 €, 3000 € und
2000 € ausgelobt. Im Bereich Sozialfond gibt es einen Geldpreis über
5000 €. Seit 2016 wurde eine fünfte
Kategorie „Fußball digital“ mit Unterstützung der SAP eingeführt. Auch
hier gibt es drei Geldpreise (5000 €,
3000 € und 2000 €).
Jedes Jahr unterstützen die Sparkassen und Kreissparkassen sowie
Im Bereich der Resozialisierung
gibt es das Projekt „Anstoß für ein
Hier gilt es ein herzliches Dankeschön an den 1. FSV Mainz 05 für
die großartige Unterstützung bei
der Durchführung der Ehrungsveranstaltung zu sagen.
Die Fair-Play-Liga wird im SWFV
mittlerweile in allem Kreisen flächendeckend bei den G- und FJunioren gespielt. Seit der Saison
2014/2015 wurde auch der Handshake zu Beginn aller Fußballspiele
eingeführt.
Ausgabe 2/2016
neues Leben“, das Strafgefangene
vor der Entlassung auf das Leben
danach vorbereiten soll. Der SWFV
führt hierzu in der JVA Zweibrücken
und der JSA Schifferstadt Schiedsrichterkurse und Besuche mit dem
DFB-Mobil durch. Weiterhin unterstützt der Verband das wöchentliche Training der zu einer Fußballmannschaft zusammengefassten
Teilnehmer.
Bereich „Schule/Verein“ gibt es
bereits über 100 Kooperationen.
Im Bereich „Sozialfond“ konnten
in den letzten Jahren mehrere in
Not geratene Fußballer, wie Josef
Lippl aus Zeiskam, Patrick Wirth
aus Kaiserslautern, Kai Sicker aus
Böhl-Iggelheim, N’Duka Anyanwu
aus Geinsheim und Gustl Schneider vom FC Insheim durch die Stiftung unterstützt werden.
Im Bereich Behindertenfußball
wurde in jedem Landesverband
des DFB ein Koordinator für den
Behindertenfußball mit finanzieller Unterstützung der Stiftung
geschaffen. Der SWFV beabsichtigt
in diesem Jahr eine Kommission
für den Behindertenfußball zu
gründen, um dieses Thema innerhalb des Verbandsgebietes besser
zu platzieren. Unterstützt werden die jährlich durchgeführten
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
der Behindertenwerkstätten, die
im Nachwuchszentrum des 1. FC
Kaiserslautern auf dem Fröhnerhof durchgeführt werden. Für den
DFB Stiftung Egidius Braun
Neben der Mexiko-Hilfe und Hilfe
für Kinder in Osteuropa werden
durch die Stiftung auch Kinderfreizeiten und Förderanträge unterstützt. Unter der Leitung von Horst
Kondratiuk konnten bisher viele
Vereine mit großer Freude an den
Kinderfreizeiten der Stiftung teilnehmen. Ein ganz neues Projekt
ist „1:0 für ein Willkommen“, eine
Initiative die neben der Stiftung
auch von der deutschen Nationalmannschaft und der Beauftragten
der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
9
SWFV aktuell
Die Preisträger der Ehrungsveranstaltung für Gesellschaftliche Verantwortung 2015 in Mainz.
finanziell unterstützt wird. Die Vereine melden ihre Aktivitäten in der
Flüchtlingsarbeit an die Stiftung
und erhalten eine einmalige Zuwendung von 500 €. Im Südwesten haben dies bisher über 100
Vereine wahrgenommen. Auch der
1.500 Scheck wurde an einen Verein im Südwesten, dem TuS 1899
Jugenheim im Kreis Mainz-Bingen,
übergeben.
Fritz Walter Stiftung
Jährlich wird in Rheinland-Pfalz der
Fritz-Walter-Preis ausgeschrieben.
Preisträger im Jahr 2015 war die
SG Limburgerhof, zuvor wurden bereits SV Olympia Ramstein (2014),
der TSV Hargesheim (2013) und
der VfL Fontana Finthen (2011)
ausgezeichnet.
Im Bereich der Integration ist es
gelungen, ein Netzwerk innerhalb
des Verbandes aufzubauen. Wobei sich die Hauptaktivitäten auf
10
den Integrationspreis beschränken. In den letzten Jahren ist bei
den Bewerbungen für den Integrationspreis ein leichter Anstieg zu
verzeichnen. Nachdem 2011 der
VfL Fontana Finthen in der Kategorie Verein und 2013 der 1. FSV
Mainz 05 in der Kategorie Sonderpreis ausgezeichnet wurden,
war in 2015 das Jugendzentrum
ONE in Pirmasens in der Kategorie
„Freie und soziale Träger“ erfolgreich. Zudem schaffen es regelmäßig viele SWFV-Projekte in die
Endauswahl, ein deutliches Indiz
für gelungene integrative Projekte
im Südwesten.
gen in der JVA Zweibrücken und der
JSA Schifferstadt abgeschlossen
worden. Ziel ist es auch die ausgebildeten Schiedsrichter zum Pfeifen
zu begleiten und ihnen über den
Verein ein neues soziales Umfeld
zu geben. Neben dem Erfolg, dass
die Gefangenen Fußballspiele leiten
und zum Teil schon eine Anbindung
an einen Verein gefunden haben,
war die Auszeichnung mit dem 3.
Platz beim Integrationspreis 2010
ein großer Erfolg. In diesem Zusammenhang wurde ein Leitfaden
erstellt, der das Projekt für alle Landesverbände und Landesregierungen zugänglich macht. In 2015 und
2016 haben wir mit großem Erfolg
zwei Schiedsrichterausbildungen in
der JVA Frankenthal durchgeführt.
In der JVA Rohrbach ist eine Ausbildung für August 2016 geplant.
ballance / Kanälchers
ballance Rheinland-Pfalz gibt es
seit dem Jahre 2015 nicht mehr. Die
Fritz-Walter-Stiftung hat das Projekt
übernommen und ihm einen neuen
Namen gegeben. Im Juni 2016 wird
die Auftaktveranstaltung in Kaiserslautern mit einem Festakt stattfinden und dann auch offiziell Kanälchers heißen, in Anlehnung an den
früher praktizierten Straßenfußball
auf Kanaldeckel.
Anpfiff 2010
Das Projekt „Anpfiff 2010“ befasst
sich unter dem Motto „Vom Regelbrecher zum Regelhüter“ mit der
Schiedsrichterausbildung in den
JVA‘s. Die erste Ausbildung fand
2010 in der JVA Zweibrücken statt.
Mittlerweile sind einige AusbildunAusgabe 2/2016
Bitburger Verbandspokal
Entscheidung am „Finaltag der Amateure“
SC Hauenstein gewinnt Bitburger-Verbandspokalfinale
Der SC Hauenstein gewinnt das
Bitburger-Verbandspokalfinale 2016 vor 1.000 Zuschauern
mit 2:1 nach Verlängerung gegen den TSV Schott Mainz. In
einer spannenden Begegnung
im Stadion an der Kirschenallee
in Mechtersheim sorgte Steffen
Straub mit einem sehenswerten
Freistoßtor in der 101. Spielminute für die Entscheidung. Hauenstein qualifiziert sich damit
für die 1. Hauptrunde im DFBPokal.
Von Tim Peter
Geschafft: Der SC Hauenstein ist Bitburger Verbandspokalsieger 2015/16 und nimmt nun an der
1. Hauptrunde im DFB-Pokal teil.
I
n der regulären Spielzeit war
der SC Hauenstein in der 7.
Spielminute durch Armin Jusufi, der von den Pressevertretern auch zum „Bitburger-Man
of the match“ gewählt wurde,
mit 1:0 in Führung gegangen.
Edis Sinanovic rettete den TSV
Schott Mainz in der 88. Minute
mit dem 1:1-Ausgleichstreffer in
die Verlängerung.
Der DFB und seine Landesverbände schrieben gemeinsam
mit der ARD Geschichte: Zum
ersten Mal wurden 17 Endspiele
der Landespokale beim „Finaltag der Amateure“ am selben
Tag ausgetragen und in einer
deutschlandweiten Konferenz
live im Ersten gezeigt.
Interview: M
oderator Tom
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noch von
Torraumszenen: Auch nach der Hauensteiner Führung in der Verlängerung hatten beide Teams noch weitere Treffer auf dem Fuß.
Ausgabe 2/2016
Da ist das Ding: SC-Spieler Christof Seibel
mit dem Bitburger-Verbandspokal des
SWFV.
Fotos: Staiger
11
Schiedsrichter
„Das Pfeifen ist mein Lebenselixier“
Abschlussveranstaltung der Aktion „Danke Schiri“
Von Olaf Paare
Ehrung auf Landesverbandsebene: Verbandsschiedsrichter-Obmann Erhard Blaesy, Edmund Heiliger, DEKRA-Niederlassungsleiter Ludwigshafen Jerry Oberlin, Sabine Forster und SWFV-Präsident Dr. Hans-Dieter Drewitz (von links) bei der Preisverleihung zur Aktion „Danke Schiri“ in Edenkoben.
Foto: SWFV
Die Augen von Sabine Forster
und Edmund Heiliger leuchten noch heute, wenn sie von
dem großartigen Wochenende
erzählen, das sie in Hannover
verbracht haben. Gemeinsam
mit ihrem Schiedsrichterkollegen Andreas Schöniger und
den Regionalverbands-Vertretern Moiken Wolk und Werner
Föckler vertraten sie den SWFV
beim bundesweiten Finale der
Aktion „Danke Schiri“.
W
olfgang Stark hat
schon so einiges erlebt in seiner Karriere.
Schiedsrichter bei Welt- und
Europameisterschaften war er
beispielsweise. Zum Abschluss
der Saison durfte er aber ein
ganz besonderes Trikot überstreifen. Beim Bundesligaspiel
von Hannover 96 gegen 1899
12
Hoffenheim trug der Niederbayer ein Jersey mit den Namen
von 63 Schiedsrichtern aus dem
Amateurbereich – jeweils drei
aus den 21 Landesverbänden
des DFB. Diese waren auch al-
„Es war mir eine Ehre, die Namen und das
Trikot tragen zu dürfen“: Schiedsrichter
Wolfgang Stark mit Sabine Forster nach dem
Spiel in Hannover.
Foto: dfb.de
lesamt zur Abschlussveranstaltung der Aktion „Danke Schiri“
nach Hannover eingeladen
worden und unterstützen ihren
prominenten Kollegen von der
Tribüne aus. „Es war mir eine
Ehre, die Namen und das Trikot tragen zu dürfen“, erklärte
Stark später. Umgekehrt war es
natürlich auch für die Unparteiischen aus den Landesverbänden etwas Besonderes, ihren
Namen derart verankert zu sehen. „Das Trikot wurde nur viermal hergestellt, ausschließlich
für das Gespann in dem Spiel“,
berichtet Sabine Forster, eine
der Preisträgerinnen des SWFV.
„Das gesamte Wochenende hat
mir viel bedeutet. Es zeigt eine
Wertschätzung für die Leistung
der Schiedsrichter“, sagt Edmund Heiliger. Dritter im Bunde
des SWFV war Andreas Schöniger. Sie alle wurden zunächst
von ihren Kreisen im Rahmen
der Aktion „Danke Schiri“ vorgeschlagen. Anschließend erfolgte auf Verbandsebene eine
Auswahl in den Kategorien U50,
Ü50 und Frauen. Dort hatte das
Trio die Nase vorn und wurde in
der Sportschule in Edenkoben
ausgezeichnet, verbunden mit
dem Ticket zur Abschlussveranstaltung in Hannover.
Selbst bei Bayern und
Niederkirchen gekickt
Dort verfolgte das Trio nicht nur
das Bundesliga-Spiel, sondern
erlebte eine Rathaus-Führung
und einen bunten Abend. Es war
zudem in einem Fünf-Sterne-Hotel direkt am idyllischen Maschsee untergebracht. „Das Ganze
war Emotion pur für mich“,
beschreibt Sabine Forster ihre
Empfindungen und ergänzt:
„Das Pfeifen ist mein Lebenselixier.“ 2007 ärgerte sie sich,
dass bei einem Jugendturnier
keine Schiedsrichter zur Verfügung standen. Das nahm sie
zum Anlass, sich ausbilden zu
lassen und zur Pfeife zu greifen.
Schnell wurde klar, dass ihr die
Ausgabe 2/2016
Schiedsrichter
dung kommen.“ Er ist bereits
seit 48 Jahren Schiedsrichter,
übernahm in der Zeit auch große Verantwortung. 18 Jahre lang
war er stellvertretender Obmann im Kreis Speyer, seit 22
Jahren ist er nun Kreisobmann,
mittlerweile im Kreis Rhein-Mittelhaardt. 20 Jahre lang leitete
er Spiele in der Verbandsliga,
acht Jahre lang in der Oberliga,
vier Jahre lang war er Assistent
Beim DFB-Pokalfinale an
in der Bundesliga. 1985 stand er
der Linie
beim DFB-Pokalfinale in Berlin
Auch Heiliger hatte in Hannover an der Linie, als Bayer Uerdinviel Spaß: „Solch eine Veran- gen überraschend die Bayern
staltung muss man erlebt ha- bezwang. Er assistierte damals
ben. Es gibt nichts Schöneres. Werner Föckler, der ihn nun
Ich hoffe sehr, dass noch viele nach Hannover begleitete. „Das
SWP-Fussball_Inserat_2015_Layout 1 06.10.14 10:58 Seite 1
andere Schiedsrichter in den war mein größtes Spiel“, erinGenuss einer solchen Einla- nert sich Heiliger gerne.
Schiedsrichterei liegt. Mittlerweile pfeift sie bei den Männern
bis zur Bezirksliga und bei den
Frauen bis zur Regionalliga.
Vor ihrer Schiedsrichterkarriere kickte sie selbst, spielte bei
Bayern München und in Niederkirchen Bundesliga. „Das hilft
mir auch als Schiedsrichterin“,
sagt sie.
Die „Südwest-Vertreter“ bei der Abschlussveranstaltung (v.l.): Andreas Schöniger, Sabine
Forster, Werner Föckler, Moiken Wolk und Edmund Heiliger.
Foto: privat
Seiner Hoffnung nach einer
Wiederholung wird übrigens
entsprochen, der Deutsche
Fußball-Bund möchte die Akti-
on in Zukunft jährlich anbieten
und damit den Schiedsrichtern Respekt zollen.
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Ausgabe 2/2016
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13
Jugendfußball
IKK-Junioren-Verbandspokalsieger 2015/2016
IKK-A-Junioren-Verbandspokalsieger:
1. FC Kaiserslautern
Auf der Sportanlage des SV Martinshöhe fand
das Endspiel der A-Junioren zwischen dem 1. FC
Kaiserslautern und dem FK Pirmasens statt. Vor
über 800 Zuschauern konnten die kleinen roten
Teufel das Spiel mit 1:0 für sich entscheiden. Den
Treffer erzielte Junioren-Nationalspieler Nicklas
Shipnoski in der 51. Minute.
IKK-B-Junioren-Verbandspokalsieger:
Phönix Schifferstadt
Mit 3:0 setzte sich die U17 von Phönix Schifferstadt im
Pokalendspiel in Münchweiler gegen die B-Junioren des
TSV Schott Mainz durch. Mirco Müller erzielte zwei Treffer, für den 3:0 Endstand sorgte vor über 100 Zuschauern
Kevin Kaspar.
IKK-C-Junioren-Verbandspokalsieger: FK Pirmasens
Über 200 Zuschauer erlebten das Pokalendspiel zwischen
den C-Junioren des FK Pirmasens und TSV Gau-Odernheim.
Der favorisierte Regionalligist aus der Westpfalz setzte
sich dabei vor über 200 Zuschauern mit 2:0 gegen den Verbandsligisten aus Gau-Odernheim durch. Die Tore erzielten
Elias Kaiser und Alexander Zeitz.
14
Ausgabe 2/2016
Verbandstag 2016
Einladung zum Verbandstag 2016
Der 23. ordentliche Verbandstag des SWFV findet am
Samstag, 9. Juli 2016, 10:00 Uhr,
in der Sportschule Edenkoben, Villastraße 63, 67480 Edenkoben statt.
Hierzu laden wir alle Vereine des SWFV recht herzlich ein.
Tagesordnung
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
Eröffnung und Begrüßung
Grußworte
Totengedenken
Ehrungen
Jahresberichte
– Bericht des Präsidenten
– Berichte der Vorsitzenden der Verbandsausschüsse
Rechnungslegung und Bericht des Wirtschaftsprüfers
Dr. Michael Böhmer
Aussprache
Änderung der Satzung
Wahl des Versammlungsleiters und der Wahlkommission
Entlastung des Präsidiums
Neuwahl des Präsidiums und Bestätigung der übrigen
Mitglieder des Präsidiums
Zu wählen sind:
Präsident
1. Vizepräsident
Vizepräsident
Vizepräsident
Vorsitzende/r des Verbandsgerichts
Vorsitzende/r des Verbandsspielausschusses
Vorsitzende/r des Verbandsfrauen- und
Mädchenausschusses
Vorsitzende/r des Breiten- und Freizeitsportausschusses
Vorsitzende/r des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit
Zu bestätigen sind:
Vorsitzender des Verbandsjugendausschusses
Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses
Beauftragte für Mädchenfußball (entfällt bei Satzungsänderung)
Zehn Kreisvorsitzende
Anträge
Ortswahl für den nächsten Verbandstag
Schlusswort des Präsidenten
Diese Einladung berechtigt zur Teilnahme am SWFV-Verbandstag 2016. Sie ist bei der Entgegennahme der Stimmkarten vorzulegen. Für jeden Verein ist nur 1 Vertreter stimmberechtigt. Er
muss Mitglied des Vereins sein und sich auf Verlangen durch
eine schriftliche Vollmacht ausweisen. Eine Übertragung des
Stimmrechts ist nicht zulässig.
Die Stimmkarten werden ab 8:45 Uhr ausgegeben. Wir bitten
die Delegierten, nach Ankunft sofort ihre Stimmkarten in Empfang zu nehmen.
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
1
Verbandstag 2016
Bericht des Präsidenten
Der SWFV und seine Vereine - Wir leben Vielfalt
Mit dem Verbandstag 2016 haben wir uns erneut ein Motto
gegeben, das eine besondere
Leitlinie und Handlungsempfehlung für die kommenden
vier Jahre sein soll. Vielfalt
leben, das heißt, sich für Männer, Frauen und Jugend – das
heißt, sich für Alt und Jung einzusetzen. Ob dies Menschen
aus unserem Land sind, aus
anderen Ländern, ob dies Menschen mit oder ohne Behinderung sind, gleich welcher Hautfarbe oder Kultur. Der Fußball
im Verband und seinen Vereinen will offen sein für alle und
damit der Vielfalt in unserem
Land eine Heimat geben. Damit
setzen wir unser seitheriges
Motto weiter fort: Denn nur wer
Menschen bewegt, vor allem
wer sich für andere Menschen
einsetzt, der lebt Vielfalt und
darf selbst Vielfalt erleben.
D
er Berichtszeitraum beginnt mit dem Juli 2012 bis
zum Redaktionsschluss
im Juni 2016. Vom großen Fußball wird der Weltmeistertitel
2014 in Brasilien für immer in
den Analen unseres Sports verankert bleiben. Solche Erfolge
sind Höhepunkte für alle Fußballer und Anhänger, gleich welcher Spielklasse ihre jeweiligen
Mannschaften angehören. Und
sie sind eine wichtige Unterstützung für Vereine, wenn es gilt,
ihre Mitglieder anzuspornen und
neue Mitglieder zu gewinnen.
2
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
Die Geschehnisse im Vorfeld
der WM 2006 und bei FIFA/
UEFA haben seit Oktober vergangenen Jahres viele Schlagzeilen bestimmt und dem
Fußball insgesamt geschadet.
Ich bin zuversichtlich, dass
mit den Untersuchungen der
durch den DFB beauftragten
Kanzlei Freshfields in den letzten Monaten und den dabei
gewonnenen Erkenntnissen
ein wichtiges Zwischenziel bei
der Aufarbeitung gelungen ist.
Dies hat mit der Besetzung
einer neuen Führungsriege
des DFB mit dem Präsidenten
Reinhard Grindel an der Spitze auf dem letzten a. o. Bundestag ein sichtbares Zeichen
erhalten. Hoffen wir, dass mit
Abschluss der noch laufenden
staatlichen Untersuchungen
dieses Thema eine vollständige Aufarbeitung finden kann.
Bis zum ordentlichen DFB Bundestag im November bleibt
der Fußball jedoch gefordert,
Instrumente zu schaffen, die
derartigen Fehlentwicklungen
gegensteuern. Entsprechende
Schritte hierfür sind jedenfalls
umfassend eingeleitet.
se Durchführung der Fußballspiele stehen und denen dabei für einen funktionierenden
Wettbewerb eine besondere
Verantwortung zufällt. Dass
dadurch nicht alle Probleme,
insbesondere außerhalb der
Spielfelder gelöst werden
können, war allen bereits vorher klar. Es bleibt aber eine
Daueraufgabe für Verband
und Vereine, sich zu unseren
Schiedsrichtern zu bekennen,
jedem Einzelnen und jeder
Einzelnen den Rücken zu stärken und Verfehlungen gegen
diese Sportler konsequent zu
ahnden. Tätlichkeiten gegen
Schiedsrichter sind nicht nur
von den Sportgerichten zu bestrafen, sie sind von unserer
großen Fußballfamilie zu ächten und dürfen keinen Raum
finden, nicht auf und nicht außerhalb der Plätze. Notwendig
ist auch, dass Schiedsrichter
nicht nur in ihren Vereinigungen, sondern vor allem in ihren eigenen Vereinen selbst
als wichtige Mitglieder wahr-
Themenjahre erfolgreich
platziert
Zur Wahl eines Mottos gehören
natürlich auch Inhalte als sichtbare Ziele. Wir hatten uns daher
entschieden, zwei Themen besonders in den Vordergrund zu
rücken:
Mit dem „Jahr des Schiedsrichters“ 2013 ging es darum,
unsere Aufmerksamkeit auf
die Gruppe von Sportlern zu
richten, die für die reibungslo-
Von Dr. Hans-Dieter Drewitz
genommen und als Teil unserer Gemeinschaft empfunden
werden.
In eine ganz andere Richtung ging 2015 das „Jahr des
Kindertrainers“. Jahrgangsmäßig erfasst werden sollte
hier der Bereich D-Jugend bis
Bambinis. Gerade im jüngsten Bereich sind die Verantwortlichen weniger als klassische Trainer, sondern mehr
als begleitende Pädagogen
gefordert, die Freude an Bewegung und Spiel vermitteln
sollen. Den besonderen Erfolg
dieses Jahres bildete aber die
Tatsache, dass sich alle Kreise unseres Verbandes aktiv
an der Aktion beteiligt haben
und in den Basisfortbildungen
über 700 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer erreicht werden
konnten. 129 Teilnehmer haben sogar in Edenkoben die
Ausbildung mit einer TrainerC-Lizenz abgeschlossen.
Dieses „Jahr des Kindertrainers“ hat einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, dass
unsere Vereine dezentrale Qualifizierungsangebote annehmen
und sich ihrer Verantwortung
für unseren Nachwuchs und
damit für unsere Zukunft sehr
wohl bewusst sind.
Zukunftsstrategie
Amateurfußball
Dankt den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Verbandes für ihren Einsatz für den Fußball:
SWFV-Präsident Dr. Hans-Dieter Drewitz.
Mit dem DFB Bundestag 2013
wurde für alle Landesverbände
die „Zukunftsstrategie Amateurfußball“ auf den Weg gebracht. Sie wird uns in jedem
Fall auch die nächsten Jahre
begleiten. Grundanliegen die-
Verbandstag 2016
ser Initiative ist es, Wert und
Bedeutung des Amateurfußballs nach außen und innen zu
verdeutlichen und gleichzeitig
viele Aktionen und Projekte in
unterschiedlichen Feldern zu
initiieren und zu bündeln. Wegen der Vielzahl der Angebote
möchte ich nur einige beispielhaft herausgreifen:
- In bislang 30 Vereinsdialogen
und 8 Vorstandstreffs haben
wir mit Verbands- und Vereinsspitzen einen offenen und intensiven Meinungsaustausch
über gegenseitige Anliegen
geführt. Für uns war es besonders wichtig, in etlichen Fällen
erkannte Defizite nicht nur zu
erkennen, sondern vielmehr in
geeigneter Weise auch unbürokratisch und zügig zu beheben.
Wichtig ist aber in solchen Gesprächen, die wechselseitigen
Interessen von Vereinen und
Verband zu erfahren, zumal
diese häufig auch durchaus
ähnlich sein können.
- Mit Maßnahmen zur Verbesserung der onlinebasierten
Infrastruktur haben wir nach
Einführung der elektronischen Postfächer inzwischen
das Projekt „Spielbericht
online“ abgeschlossen und
die Einführung von „Pass online“ eingeleitet. Die Marke
„FUSSBALL.de“ ist bereits
schon jetzt eine Plattform für
Information,
Spielbetrieb,
Qualifizierung und vieles
mehr. Sie soll weiter ausgebaut werden.
- Angesichts des demographischen Wandels, der allerdings bundesweit und auch
Vereinsdialog: In bislang 30 Veranstaltungen – hier beim VfL Fontana Finthen – hatte das SWFV-Präsidium mit Dr. Hans-Dieter Drewitz (rechts)
mit Verbands- und Vereinsspitzen einen offenen und intensiven Meinungsaustausch über gegenseitige Anliegen
für das SWFV-Verbandsgebiet einzelne Kreise ganz
unterschiedlich treffen wird,
haben wir zahlreiche Flexibilisierungen im Spielbetrieb auf den Weg gebracht.
Höchstes Ziel ist und bleibt
dabei: Der Spielbetrieb in
möglichst vielen Vereinen
und in möglichst vielen Gemeinden soll aufrechterhalten werden. Für die Spielzeit
2016/17 wollen wir erstmalig
die Möglichkeit eröffnen,
auch im Erwachsenenbereich
der B- und C-Klasse und der
untersten Frauenklassen eine
Spielgemeinschaft einzugehen, ohne Pässe umschreiben zu müssen.
- Der Bereich der Qualifizierung
nimmt zu Recht einen immer
größeren Raum ein. Dies ist
zwingend erforderlich. Denn
nur so können wir in dem
Wettbewerb um immer weniger Menschen mit anderen
konkurrierenden Sportarten
bestehen.
Qualifizierung im SWFV
Seit dem Verbandstag 2012
konnten in zentralen Fortbildungen in der Sportschule
Edenkoben sowie bei vielen
dezentralen
Fortbildungen
insgesamt 731 neue Lizenzen
im SWFV ausgestellt werden,
darunter unter anderem 327
B-Lizenzen sowie auch zwei
C-Lizenzen mit Schwerpunkt
Torhüter. 99 Teilnehmer konnten den Jungtrainer-Lehrgang
erfolgreich absolvieren.
In diesem Zeitraum wurden
weiterhin über 600 Lehrerinnen und Lehrer in der Fortbildungsreihe „20.000 plus“
fortgebildet; seit dem Schuljahr 2013/14 haben zudem
über 200 Schüler die Ausbildung zum Juniorcoach durchlaufen. Das DFB-Mobil war
seit 2012 jährlich über 120
Mal bei Vereinen und Schulen
im Verbandsgebiet im Einsatz.
Der Verband ist weiterhin
breit aufgestellt
Genauso wie unsere zahlreichen Amateurvereine gehören
auch unsere Ligavereine, der
1. FSV Mainz 05 und der 1. FC
Kaiserslautern, maßgeblich
zu unserem Verband und sind
wichtige Markenzeichen. Dabei möchte ich betonen, dass
sich beide Vereine nach wie
vor in zahlreichen Aktionen
des SWFV für Amateurvereine, z.B. bei Ehrenamtsauszeichnungen usw. nachhaltig
einbringen und damit dem
Amateurfußball auch in der Öffentlichkeit eine Bühne geben.
Ich wünsche daher beiden
Liga-Vereinen weiterhin den
größtmöglichen Erfolg, tragen
sie doch auch wirtschaftlich
dazu bei, Maßnahmen für die
Amateure bei uns durchführen
zu können.
Der Frauen- und Mädchenfußball in unserem Verband ist
trotz zahlreicher Herausforde-
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
3
Verbandstag 2016
rungen auf einem guten Weg.
Mit dem TSV Schott Mainz
hat sich nach dem Aufstieg in
die 2. Frauen Bundesliga im
vergangenen Jahr ein Verein
etabliert, der sowohl im Frauen- als auch im Männer- und
Jugendbereich gut aufgestellt
ist. Der 1. FFC Niederkirchen
konnte in diesem Jahr den
sofortigen Wiederaufstieg in
die 2. Bundesliga erreichen.
Für besonders erfreulich halte ich, dass zahlreiche Talente aus unserem Frauen- und
Mädchenbereich den Weg in
DFB-Lehrgänge und U-Nationalmannschaften
gefunden
haben.
Vertreterinnen und Vertreter
unserer Vereine treffen. Mir ist
es daher ein großes Anliegen,
Ihnen allen für Ihren persönlichen Einsatz für den Fußball
zu danken und bitte Sie, weiterhin Ihre verdienstvolle Tä-
tigkeit fortzusetzen. In diesen
Dank schließe ich auch die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter des Verbandes
ein. Ein Berichtszeitraum voller erfolgreicher Arbeit liegt
hinter uns, die nächsten vier
Jahre werden uns aber ebenso
fordern, denn es bleibt noch
viel zu tun. Gehen wir daher
auch dieses Mal entschlossen
und zuversichtlich ans Werk.
Verpflegungstage wurden somit durch die Sportschule für
die Vereine und ihre Mitglieder organisatorisch begleitet.
Auch hat sich das Konzept der
möglichst hohen Auslastung
der Sportschule neben den eigenen Veranstaltungen durch
Vereine und andere Fachver-
bände, aber auch durch Firmen
wie die BASF bewährt. Mittlerweile wird eine durchschnittliche Zimmerauslastung von
53 % erreicht, womit wichtige
Deckungsbeiträge erwirtschaftet werden konnten. Um diesen
Weg weiter erfolgreich umzusetzen, wurden in den letzten
Jahren umfangreiche Modernisierungsarbeiten in der Sportschule vorgenommen. Auch in
Zukunft werden Modernisierungsmaßnahmen notwendig
sein, um gute und zeitgemäße
Voraussetzungen für Aus- und
Fortbildungsmaßnahmen bieten zu können.
Ich konnte zuletzt alle Kreisjugendtage und Kreistage im
Vorfeld unseres Verbandstages besuchen und die vielen
Entwicklung Sportschule
Die Sportschule ist und bleibt
die zentrale Aus- und Fortbildungsstätte unseres Verbandes. Im letzten Jahr fanden
mehr als 200 ein- oder mehrtägige eigene Veranstaltungen
als Lehrgänge, Aus- und Fortbildungen, Sitzungen oder
Tagungen statt. Fast 7.000
Umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen: Die Sportschule in Edenkoben ist und bleibt die zentrale Aus- und Fortbildungsstätte des Südwestdeutschen Fußballverbandes.
4
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
Verbandstag 2016
Bericht des 1. Vizepräsidenten Finanzen
Verbandsfinanzen stehen auf einer stabilen Grundlage
Kontenrahmen SKR 49 für Vereine, Stiftungen und gemeinnützige GmbHs umgestellt.
Landesmittel
1. Vizepräsident des SWFV: Hartmut Emrich
Seit dem Umzug der Geschäftsstelle von Ludwigshafen nach
Edenkoben im Jahr 2006 ist das
Finanzamt Landau für den SWFV
zuständig. Ab dem Geschäftsjahr 2009 wurde die Buchhaltung von der Kameralistik auf
eine doppelte Buchführung
nach HGB-Grundsätzen umgestellt. Das gesamte Anlagevermögen des Verbandes wurde
neu bewertet und in der Anlagenbuchhaltung erfasst.
D
ie Steuererklärungen für
die Jahre 2012 - 2014 wurden entsprechend den
Vorgaben des Finanzamts in die
vier Sphären (Ideeller Bereich,
Zweckbetrieb, Vermögensverwaltung und Wirtschaftsbetrieb)
unterteilt abgegeben. In diesem
Zeitraum kann man erstmals
eine Bilanz- und G&V Rechnung
vorlegen. Zudem wurde durch
die zukünftige Verpflichtung für
steuerbegünstigte Körperschaften, den Inhalt der Bilanz sowie
der Gewinn- und Verlustrechnung durch Datenfernübertragung (E-Bilanz) und nach amtlich
vorgeschriebenem Datensatz zu
übermitteln, der Kontenrahmen
ab dem Jahr 2015 auf den Datev
Die letzten Jahre waren geprägt
von ständigen Mittelkürzungen.
1998 lag die „Pro-Kopf-Quote“
pro Mitglied bei 4,14 Euro. Würde die „Pro-Kopf-Quote“ 2015
anstatt 2,98 Euro 4,14 Euro betragen, hätte der SWFV einen
Betrag von 1.024.430,58 Euro
erhalten (+ rd. TEUR 287 p. a.!!!).
Entwicklung der
Schlüsselzuweisungen
Mitglieder
2011 Sportbund Pfalz 181.273
TEUR 446
2011 Sportbund Rheinhessen 91.531
TEUR 261
= insgesamt TEUR 707
2015 Sportbund Pfalz 157.127
TEUR 468
2015 Sportbund Rheinhessen 90.320
TEUR 270
= insgesamt TEUR 738
Entwicklung Sportschule
Sehr erfreulich gestaltet sich
nach umfangreich getätigten Modernisierungsmaßnahmen die
Entwicklung der Sportschule.
Seit dem Jahr 2008 sind wir regelmäßig mit größeren Renovierungsphasen in der Sportschule
zugange.
Es wurden die Zimmer des
Haupthauses komplett umgestaltet und auf den neuesten
Stand gebracht. Ein eingebauter
Lift soll zudem in Zukunft den Zu-
gang in die beiden oberen Etagen
auch für unsere älteren und behinderten Gäste erleichtern. In einer weiteren Renovierungsphase
wurde auch dem Bereich Lounge
(alte Rezeption) sowie dem Flurbereich ein neues Gesicht gegeben. Weiter erfolgten Modernisierungsmaßnahmen im Bereich
unseres hauseigenen Schwimmbades/Sauna, des Speisesaals
sowie im „Eddys Bistro“. Sämtliche Maßnahmen konnten ohne
Belastung der Vereine durchgeführt werden. Seit dem Jahr 2012
ist der Umsatz ohne Verrechnung
der eigenen Lehrgänge von TEUR
827 (2012) auf TEUR 880 (2015)
angestiegen.
Bundesligaabgaben
Eine ungemein wichtige Einnahmeposition sind die Bundesligaabgaben. Hier werden 2 Prozent
der Zuschauereinnahmen (1.
Liga) sowie 1 Prozent (2. Liga)
vereinnahmt. Bei aktueller Zugehörigkeit des FSV Mainz 05
in der 1. Liga sowie des 1. FC
Kaiserslautern in der 2. Liga,
können wir jährlich mit einem
Betrag von TEUR 200 planen.
Sponsoring
Eine Vereinbarung mit der LOTTO Rheinland-Pfalz GmbH im
Jahre 2008 sicherte den beiden
Fußballverbänden in RheinlandPfalz eine Umsatzbeteiligung an
der Sportwette Oddset. Somit
erhielten beide Verbände seit
dem Jahr 2009 jeweils jährlich
einen Betrag von mindestens
rd. TEUR 200. Der nunmehr
für 2016 neu abgeschlossene
Sponsoring Vertrag bringt einen
Betrag von TEUR 150 ein.
Von Hartmut Emrich
Außerdem konnte seit dem
01.07.2014 mit der IKK Südwest
ein weiterer Sponsor-Partner für
den Juniorenverbandspokal gewonnen werden. Die Hessische
Sportstätten GmbH ersetzt in
Zukunft die Erhard Sport GmbH.
DFBnet
Nach Einführung der DFBnet-Module entstehen dem SWFV für die
Nutzung der einzelnen Applikationen mittlerweile jährliche Kosten in Höhe von rd. TEUR 120. Neu
eingeführt und inzwischen von
den Vereinen genutzt, wurde im
DFB-Net der Bereich Pass-Online
sowie der Live-Ticker. Der SWFV
bietet den ehrenamtlichen Mitarbeitern in den Kreisen und auch
in den Vereinen leistungsfähige
und zeitsparende EDV-Anwendungen ohne Mehrkosten an.
Verbandseigene
Grundstücke
Zu einer Belastung sind zwischenzeitlich unsere 29 verbandseigenen Grundstücke geworden. Auf
Grundlage eines Hinweises unseres Wirtschaftsprüfers bezüglich
der Höhe der Pachtbeträge bei
den verbandseigenen Sportplätzen, hat sich das Präsidium des
Südwestdeutschen Fußballverbandes in mehreren Sitzungen
mit dieser Thematik eingehend
beschäftigt. Das Präsidium ist
einstimmig zum Entschluss gekommen, dass der bisherige
Pachtbetrag von 0,51 Euro/Jahr
auch im Hinblick auf die Vorschriften des Vereinsrechts mit
der Regelung zur Gemeinnützigkeit nicht mehr haltbar ist.
Durch ständigen Schriftverkehr
und Gesprächen mit den be-
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
5
Verbandstag 2016
troffenen Vereinen konnte mit
26 Vereinen bereits eine neue
Vereinbarung erzielt werden.
Lediglich mit den Vereinen SV
Hermersberg, SC Ramberg und
VfR Kandel konnte noch keine
Einigkeit erzielt werden.
Allerdings sieht der eine oder
andere dieser Vereine in dem
SWFV eine „Melkkuh“, was
hinsichtlich der restlichen,
noch fast 1.000 Vereinen keinesfalls akzeptiert werden
kann. Im Jahr 2015 konnte das
Grundstück „Rosengärtchen“
für 182.400,- Euro an den Ten-
nisclub Grün-Weiß Edenkoben und den Schlittschuhclub
Edenkoben verkauft werden.
Das Präsidium des SWFV hatte in
den Sitzungen vom 07.12.2012,
06.12.2013, 05.12.2014 und
18.12.2015 die jeweiligen Eigen- und Landesmittelhaushaltspläne der Jahre 2013,
2014, 2015 und 2016 sowie
am 06.12.2013, 01.10.2014,
14.10.2015 und 05.03.2016 die
jeweiligen Eigen- und Landesmittelhaushaltsnachweise der Jahre
2012, 2013, 2014 und 2015 einstimmig verabschiedet.
Ausblick
Für den Zeitraum ab Juni 2016
wird in der Sportschule eine
größere Modernisierungsphase
stattfinden. Hierbei wird die mittlerweile in die Jahre gekommene
Lüftungs- und Heizungsanlage
aus den 80-er Jahren im Rahmen
einer energetischen Sanierungsmaßnahme erneuert. Für dieses
Großprojekt wurde eine Rücklage
in Höhe von TEUR 400 gebildet.
Bei der Entwicklung der Landesmittel ist aufgrund der „Schuldenbremse“ keine Verbesse-
rung in Aussicht. In früheren
Jahren wurde der Sport von den
Politikern gerne als „Sprungbrett“ genutzt. Leider wird der
Sport zwischenzeitlich „stiefmütterlich“ behandelt.
Seit den letzten zwei Jahrzehnten sind der FCK und Mainz
05 die Aushängeschilder des
SWFV. Bei einer Zugehörigkeit
der beiden Clubs in der 1. Bundesliga würden die Abgaben
zwischen TEUR 400-500 liegen.
Für unseren Haushalt wäre ein
Aufstieg des FCK ungemein
wichtig.
2011 in
Euro
in %
2012 in
Euro
in %
2013 in
Euro
in %
2014 in
Euro
in %
2015* in
Euro
in %
914.266
21
945.678
23
970.354
25
977.079
24
982.842
24
DFB
495.405
12
708.086
17
527.289
14
638.081
16
522.371
13
Bundesliga
394.037
9
349.851
9
263.018
7
242.418
6
261.939
6
Gebühren und
Beiträge der Vereine
491.875
12
484.033
12
481.398
12
495.544
12
494.632
12
Einnahmen
Qualifizierung
102.265
2
109.884
3
118.181
3
122.029
3
120.092
3
Wirtschaftsbetrieb &
Sportschule
718.870
17
781.075
19
823.232
21
884.580
22
727.888
18
Sonstige Einnahmen
1.136.818
27
721.227
18
676.586
18
719.968
18
962.409
24
Summe Einnahmen
4.253.536
100
4.099.834
100
3.860.058
100
4.079.699
100
4.072.173
100
1.095.317
28
1.663.209
45
1.533.451
43
1.289.797
36
1.396.639
36
davon Sportschule
Eigene Lehrgänge
587.993
15
865.934
23
726.045
20
667.693
19
650.085
17
davon Sportschule
Fremde Lehrgänge
507.324
13
797.275
21
807.406
23
622.104
17
746.554
19
1.480.663
38
1.476.641
40
1.403.724
39
1.519.866
42
1.555.059
40
341.335
9
75.855
2
88.174
2
203.894
6
154.848
4
Einnahmen
Zuweisung aus
Landesmitteln
Ausgaben
Sportschule
Organisation
Spielbetrieb
Vereinsförderung
Qualifizierung
34.572
1
37.925
1
24.978
1
42.236
1
56.430
1
Aufwand
Wirtschaftsbetrieb
15.485
0
18.731
1
22.187
1
21.516
1
20.820
1
AFA & Instandhaltung
641.377
17
240.460
6
286.176
8
248.392
7
432.805
11
Verwaltungskosten
252.308
7
210.262
6
214.600
6
261.340
7
267.669
7
3.861.057
100
3.723.083
100
3.573.290
100
3.587.041
100
3.884.270
100
Summe Ausgaben
Überschuss
392.479
376.751
286.768
492.658
187.903
Rücklagen**
392.479
376.751
286.768
490.000
180.000
0
0
0
2.658
7.903
Bilanzgewinn
* noch vorläufig
6
** Die Rücklagen aus den Jahren 2011 und 2012 wurden im Jahresabschluss 2013 gebildet.
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
Verbandstag 2016
Kurzbilanz 2011-2015
2011
in Mio. €
in %
2012
in Mio. €
in %
2013
in Mio. €
in %
2014
in Mio. €
in %
2015 *
in Mio. €
in %
Aktiva
Anlagevermögen
- Sachanlagen
9,4
67,14
9,5
65,07
9,5
65,92
9,2
61,33
8,9
58,55
- Finanzanlagen
2,0
14,29
1,9
13,01
2,0
13,89
2,0
13,33
2,0
13,16
- Vorräte,
Forderungen und
sonst. VG
0,3
2,14
0,3
2,05
0,3
2,10
0,4
2,67
0,2
1,32
- Kassenbestand/
Bankguthaben
2,3
16,43
2,9
19,86
2,6
18,18
3,4
22,67
4,1
26,97
14,0
100,00
14,6
100,00
14,4
100,00
15,0
100,00
15,2
100,00
Umlaufvermögen
Bilanzsumme
Passiva
Eigenkapital
- Kapital
2,8
20,00
2,8
19,18
3,2
22,22
3,2
21,33
3,2
21,05
- Zweckgebundene
Rücklage
1,0
7,14
0,9
6,16
2,1
14,58
2,6
17,33
2,6
17,11
- Rücklage aus
Neubewertung
6,5
46,43
6,5
44,52
6,1
42,36
6,1
40,67
6,1
40,12
- Gewinnvortrag
0,5
3,57
0,8
5,48
0,0
0,0
0,0
0,00
0,2
1,32
Sonderposten für
Invest.- Zuschüsse
zum AV
0,8
5,71
0,7
4,79
0,7
4,86
0,7
4,67
0,6
3,95
Rückstellungen
2,2
15,71
2,7
18,49
2,1
14,58
2,2
14,67
2,3
15,13
Verbindlichkeiten
Bilanzsumme
0,2
1,43
0,2
1,37
0,2
1,40
0,2
1,33
0,2
1,32
14,0
100,00
14,6
100,00
14,4
100,00
15,0
100,00
15,2
100,00
* noch vorläufig
Die Zweckgebundenen Rücklagen dienen zur Sicherstellung kurzfristiger Verpflichtungen (1,0 Mio. €) sowie
als weitere Rücklagen für anstehende künftige Ersatz- und Wiederanschaffungen (1,6 Mio. €). Diese Summe ist aufgrund bilanzrechtlicher Vorschriften aus dem Jahr 2011 (1,0 Mio. €) bis zum Jahr 2015 (1,6 Mio. €) auf 2,6 Mio. € angestiegen. Die Realisation ist durch vorhandene Mittel im Umlaufvermögen (Steigerung im gleichen Zeitraum) um 1,8 Mio. €
sichergestellt.
Berechnungsgrundlage für den
DFB-Zuschuss ist die Anzahl
der Vereine und Mannschaften.
Aufgrund der demographischen
Entwicklung sind bei dieser
Einnahmeposition rückläufige
Zahlen zu erwarten. Der Grundlagenvertrag zwischen DFB und
Ligaverband läuft im Sommer
2017 aus.
Da wird sich zeigen, inwieweit
die Profivereine die Basis künftig unterstützen möchten.
Im Berichtszeitraum konnte der
SWFV den Vereinen einen Zuschuss in Höhe von 35 Euro pro
gemeldete Jugendmannschaft
zukommen lassen, was im DFBBereich einzigartig ist. Der Gesamtbetrag lag pro Saison bei
rund TEUR 110.
Die Meldegebühr ist seit dem 4.
Juli 1976 unverändert. Es bleibt
abzuwarten, wann ein Sparkurs
zu Lasten der Vereine eingeläutet werden muss. Deshalb gilt
es auch weiterhin, sparsam zu
wirtschaften.
In den kommenden Jahren ist
durch die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Masterplan
eine weitere Belastung des Haus-
halts zu erwarten.
Derzeit stehen wir in Verhandlungen mit dem Land RheinlandPfalz, um das mit Erbpachtvertrag genutzte Grundstück der
Geschäftsstelle käuflich zu erwerben. Die jährliche Pacht beträgt rund 3.000 €.
Ein Dank gilt unseren Sponsoren, insbesondere der LottoRheinland-Pfalz GmbH, für die
großzügige Unterstützung in
den vergangen Jahren.
Ebenso gilt es, den Sportbünden
Pfalz und Rheinhessen zu danken,
die es durch Sonderzuweisungen
ermöglichten, die dringend notwendigen Investitionen in der
Sportschule zu tätigen.
Ich möchte mich bei allen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern des SWFV sowie
den ehrenamtlichen Kolleginnen
und Kollegen für die gute Zusammenarbeit bedanken. Bei den
Vereinen bedanke ich mich für
das entgegengebrachte Vertrauen
und wünsche wirtschaftlich und
sportlich viel Erfolg.
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
7
Verbandstag 2016
Bericht des Vorsitzenden des
Verbandsspielausschusses
Der Masterplan hält den Spielbetrieb auf Trab
Vizepräsident mit Maskottchen: Jürgen Veth
und „SWFV-Eddy“.
Die Wahlperiode 2012 bis
2016 war geprägt vom Amateur-Fußballkongress,
der
vom 23. - 25.02.2012 in Kassel durchgeführt wurde. Die
Ergebnisse wurden im DFBMasterplan 2013 bis 2016
festgehalten und fortan in
den Landesverbänden umgesetzt. Da der SWFV nach großen Bemühungen alle Vorgaben im Masterplan erfüllt,
heißt es nun, dieses Niveau
zu halten und gegebenenfalls in einzelnen Punkten
nachzusteuern.
D
arauf aufgebaut startete
im Jahr 2014 die AmateurFußball-Kampagne „Unsere Amateure – echte Profis“,
die wir ebenfalls mit Freude umsetzen. Im Fokus standen den
Mitgliedern des Spielausschusses insbesondere die Bereiche
- Flexibilisierung des Spielbetriebs
-Futsal in allen Altersklassen
- Fußballspielen für Ältere
- Fair-Play/Sicherheit im Amateurfußball
Flexibilisierung des
Spielbetriebs
Die Flexibilisierung des Spielbetriebs soll vor allem den ver-
8
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
änderten Anforderungen der
Vereine gerecht werden. Zum
einen wurde im Frauen-Spielbetrieb – angelehnt an das Norweger Modell in der Vorderpfalz
und in Rheinhessen – auch 7erund 9er-Mannschaftsspielbetrieb sowie 9er-Mannschaften
im unteren Herrenspielbetrieb
ermöglicht.
Im Herren-Spielbetrieb ist seit
dem letzten Verbandstag in den
C- und B-Klassen sowie im Reservespielbetrieb und in den untersten Spielklassen der Frauen das
Rückwechseln von drei Akteuren
möglich. Nicht zuletzt die Einführung des Zweitspielrechts für
Pendler hilft einigen Vereinen, den
Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.
Neu wird erstmals die Bildung
von Spielgemeinschaften in den
unteren Spielklassen der Aktivität zugelassen, wovon sich der
Spielausschuss noch mehr Stabilität verspricht.
Der bereits in der letzten Wahlperiode eingeführte elektronische
Spielbericht ist mittlerweile flächendeckend und wird bei allen
Pflicht- und Freundschaftsspielen
angewendet. Erwähnen möchte
ich hier an dieser Stelle, dass wir
deutschlandweit hier Spitzenwerte vorweisen können.
Beim Einsatz des Live-Tickers,
der per App mittlerweile von
vielen Fußballfans zur Information verwendet wird, bedarf es
jedoch noch einiger Überzeugungsarbeit bei den Vereinen.
Darüber hinaus wurden einige
Anregungen von den Vereinen,
die bei den durchgeführten Vereinsdialogen und Vorstandstreffs, die fester Bestandteil des
Masterplans sind, ausdiskutiert,
besprochen und in der Spielordnung umgesetzt. Eine große Herausforderung war in der Saison
2015/16 die Einführung des DFBModuls „Passantrag Online“,
welches erstmals ab 01.12.2015
angewendet werden konnte.
Hierfür wurden in allen Kreisen 14
Schulungsveranstaltungen durchgeführt, um die Vereine auf die
neue sicherlich sinnvolle Aufgabe
vorzubereiten. Mein Dank gilt an
dieser Stelle allen Kreismitarbeitern für die Organisation vor Ort
sowie den Referenten, die in kürzester Zeit alle Veranstaltungen
reibungslos absolvierten.
Futsal in allen
Altersklassen
Mittlerweile werden alle Verbands- und Kreis-Hallenmeisterschaften nach den offiziellen
FIFA-Futsal-Regeln durchgeführt.
Noch immer dominieren die
herkömmlichen Hallenfußballturniere auf Kreisebene, die
neben den Futsal-Verbandsveranstaltungen noch von unseren
Vereinen angeboten werden.
Trotz allem wurde auch dieses
Regelwerk mit dem Einkicken
des Balls, dem Grätschverbot
sowie mit der Torwartregel dem
Futsal-Regelwerk angepasst und
von den Akteuren akzeptiert und
für gut befunden. Es bleibt zu hoffen, dass sich über die nächsten
Jahre auch mehr Vereinsverantwortliche und deren Sponsoren
auf das Futsal-Spiel einstellen
werden. Gemeinsam mit vielen
Fußball-Freunden bin ich der
Von Jürgen Veth
Überzeugung, dass das FutsalSpiel eindeutig die bessere Hallenfußball-Variante ist.
Eine hervorragende Entwicklung
nimmt unsere 2014 neu gegründete Futsal-SüdwestauswahlMannschaft. Bereits im ersten
Jahr konnte diese beim DFBLänderauswahlturnier in Duisburg-Wedau direkt die Deutsche
Vizemeisterschaft feiern. Auch
2015 belegte unsere Mannschaft
mit dem Platz 14 ein passables
Ergebnis vor. Hier gilt ein großes Dankeschön an unseren
Futsal-Auswahltrainer Andreas
Hölscher, dem es mit viel persönlichem Engagement immer
wieder gelingt, eine qualifizierte Auswahlmannschaft für die
anstehenden Turniere – wie das
Regionalturnier, den PAMINACup sowie das bereits erwähnte
DFB-Turnier- zusammenzustellen. Mein Dank gilt weiterhin
den Vereinstrainern, die mit der
Freistellung qualifizierter FutsalSpieler die Arbeit von Andreas
Hölscher wohlwollend positiv
unterstützen. Leider spielen
unsere Futsal-Vereinssüdwestmeister in den letzten Jahren
bei der Futsal-Regionalmeisterschaft eher eine untergeordnete
Rolle. Doch auch hier blicken wir
positiv in die Zukunft.
Erstmals hat der SWFV mit der
TSG Bretzenheim einen Verein, der sich am Spielbetrieb
2016/17 der Futsal-Liga des
Hessischen Fußballverbandes
angemeldet hat. Mit großem
Interesse verfolgen wir die Entwicklung der Mannschaft und
sind heute schon auf deren Erfahrungswerte gespannt.
Verbandstag 2016
Sieger
Futsal-Südwestmeisterschaft
2012/2013
2013/2014
2014/2015
2015/2016
VfL Neustadt
VfR Kaiserslautern
VfR Kaiserslautern
TSG Bretzenheim
Fußballspielen für Ältere
Im Zeichen des demografischen Wandels erfreut sich das
Fußballspielen für Senioren
immer größerer Beliebtheit. So
werden neben den Altersklasse Ü32, Ü40 und Ü50 seit zwei
Jahren auch die Altersklasse
Ü60 auf Kreis- und Verbandsebene auf dem Felde durchgeführt. In den Hallen gibt es
derzeit nur zwei Kreise, die offizielle Hallenmeisterschaften
anbieten: Es handelt sich hierbei um die Kreise Südpfalz und
Bad Kreuznach.
Die Ü-Südwestmeister auf dem
Feld spielen in den vergangenen Jahren immer eine gute
Rolle bei den Regionalmeisterschaften gegen die Konkurrenz aus dem Saarland und
Rheinland. Zumeist qualifizieren sich bei diesen Turnieren
unsere Ü40- und Ü50-Teams
für die offiziellen Deutschen
Meisterschaften.
Hervorheben möchte ich hier den SV
Hermersberg, der sich bei der
Ü40-Deutschen Meisterschaft
in Berlin im Jahr 2014 erst im
Elfmeter-Schießen gegen den
FC Hansa Rostock unglücklich
im Finale geschlagen geben
musste.
Erfreulich sei, dass seit zwei
Jahren mit der Ü35 der FrauenSpielbetrieb nachzieht.
Bei der Fachtagung „Fußball für
Ältere“, die am 19./20.06.20.16
in Duisburg-Wedau stattgefunden hat, wurden Handlungsempfehlungen erarbeitet, die
in den nächsten Jahren von den
Landesverbänden für den Senioren-Fußball umgesetzt werden sollen. Erfreulich sei hier
zu erwähnen, dass der SWFV zu
diesem Zeitpunkt die meisten
Vorgaben bereits umgesetzt
hatte.
Ü32-SeniorenSüdwestmeister
2012/2013 FC Germania Eich
2013/2014 SV Erlenbach
2014/2015 VfR Wormatia Worms
Ü40-SeniorenSüdwestmeister
2012/2013 SV Hermersberg
2013/2014 SV Hermersberg
2014/2015 SG HoppstädtenWeiersbach
2015/2016 TB Jahn Zeiskam
Ü50-SeniorenSüdwestmeister
2012/2013
2013/2014
2014/2015
2015/2016
SG Worms
VfL Simmertal
SG Worms
TuS Göllheim
Ü60-SeniorenSüdwestmeister
2013/2014 SG Rheinzabern/
Neupotz/ Jockgrim
2014/2015 SG Rheinzabern/
Neupotz/ Jockgrim
Fair-Play/Sicherheit im
Amateurfußball
Im Gewaltpräventionskonzept
des Deutschen Fußball-Bundes
findet die Aktion „Fair ist mehr“,
die vom SWFV seit mehr als einem Jahrzehnt durchgeführt
wird, seine feste Größe. Jährlich
führt der Verband mit den Preis-
trägern und Meldern dieser Aktion seine Jahresabschlussveranstaltung in einem der beiden
großen Stadien unserer Bundesligisten in Verbindung mit einem interessanten Fußballspiel
durch. An dieser Stelle möchte
ich mich beim 1. FSV Mainz 05
und beim 1. FC Kaiserslautern
für die großartige Unterstützung
recht herzlich bedanken. Bereits
beim vergangenen Verbandstag wurde zur Aufwertung des
Fair-Play-Gedankens dieser mit
einstimmigem Beschluss in der
Satzung des Verbandes aufgenommen. Weiterhin werden monatlich Fair-Play-Gesten durch
den Verband und durch den DFB
ausgezeichnet.
Zur Stärkung der Willkommenskultur wurde das Shake-Hands
beider
Mannschaften
und
Schiedsrichter vor dem Spiel
umgesetzt und erhielt eine positive Akzeptanz. Einen weiteren
Beitrag leistet die Jugend mit der
Einführung der Fair-Play-Liga.
Alljährlich wird auch weiterhin in
fast allen Kreisen der „Fair-PlayCup der Sparkassen“ durchgeführt. Im Kreis Bad Kreuznach
ist nach dem Ausstieg der Sparkasse die Volksbank als Spon-
Ü50-Südwestmeister 2016: TuS Göllheim.
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
9
Verbandstag 2016
können Vereine an den Fernsehgeldern, die der Sieger des
Pokalfinales durch das Erreichen der 1. DFB-Pokal-Runde
erhält, partizipieren.
Eine erneute Aufwertung fand
das Bitburger-Verbandspokalfinale 2015/16 erstmals mit einer
Liveübertragung in der ARD. In
Konferenzschaltung mit Begegnungen wie Rot-Weiß Essen –
Wuppertaler SV oder Fortuna
Köln – Viktoria Köln, fand sich
unsere beiden Vereine SC Hauenstein und TSV Schott Mainz in
prominenter Gesellschaft. Dies
war für den ausrichtenden Verein TuS Mechtersheim und für
die Mitarbeiter der Verbandsgeschäftsstelle eine große logistische und organisatorische
Herausforderung.
Sieger Bitburger
Verbandspokal
2012/2013 TSG Pfeddersheim
2013/2014 SV Alem. Waldalgesheim
2014/2015 FK 03 Pirmasens
2015/2016 SC Hauenstein
„Unsere Amateure – echte Profis“: Die Flexibilisierung des Spielbetriebs soll vor allem den veränderten Anforderungen der Vereine gerecht
werden.
Foto: Kunz
sor eingesprungen. Die fairsten
Mannschaften der einzelnen
Ligen werden von den lokalen
Sparkassen mit Geld- und Sachpreisen für ihr vorbildliches Verhalten am Ende der Saison ausgezeichnet. Auch hier möchte ich
es nicht versäumen, mich ganz
herzlich bei den Verantwortlichen
der einzelnen Sparkassen im Namen des SWFV zu bedanken.
Durch die verstärkte Ordnerausbildung in den oberen
Ligen wird für bessere Stadionsicherheit gesorgt. Sollten
auch in geraumer Zeit Ordnerausbildungen im unteren Bereich vonnöten sein, werden
auch diese Fort- und Ausbildungen in Augenschein ge-
10
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
nommen. Des Weiteren wurde
die Strafordnung mit mehreren Sanktionsmöglichkeiten
ergänzt, damit die Sportgerichtsbarkeit konkreter auf
ihre Strafen bzw. deren Erörterungen hinweisen können.
Stadionsicherheit für alle Akteure sowie für alle fußballbegeisterten Zuschauer genießt
oberste Priorität und wird deshalb immer einen besonderen
Stellenwert haben.
Auf-/Abstiegs- und
Entscheidungsspiele
Nach der Runde ist noch lange
nicht Schluss. Das Zuschauerinteresse steigt immens, wenn
die Auf- und Abstiegs- sowie
Entscheidungsspiele anstehen.
Gedanken, diese einmal ad
acta zu legen, fanden bei den
Mitgliedern des VSpA keine
Zustimmung.
Meister der
Verbandsliga Südwest
2012/2013 SV Alem. Waldalgesheim
2013/2014 TSV Schott Mainz
2014/2015 FK 03 Pirmasens II
2015/2016 TuS Mechtersheim
Bitburger-Verbandspokal
Topteams im SWFV
Das Highlight des Jahres ist
unbestritten das Finale um
den Bitburger Verbandspokal Südwest. Seit Einführung
des Solidartopfes, der durch
einen Teil der Fernsehgelder
des
Verbandspokalsiegers
gespeist wird, wertet für alle
Teilnehmer am Verbandspokal
diesen Wettbewerb noch zusätzlich auf. Bereits mit dem
Erreichen des Achtelfinales
Zur Saison 2012/13 vertraten
sieben Vereine unseren Verband in der Oberliga RheinlandPfalz/Saar. Nicht alle konnten
sich im Oberhaus des Regionalverbandes etablieren. So
mussten die Vereine SC IdarOberstein und TuS Mechtersheim in die Verbandsliga Südwest absteigen. In der Saison
2014/15 verzeichneten wir lediglich noch fünf Vereine, die
Verbandstag 2016
uns auf Regionalverbandsebene vertreten. Neu hinzugekommen sind der TSV Schott Mainz
sowie der FK 03 Pirmasens II.
Nicht zuletzt kann die Reduzierung auch positiv gesehen werden durch den beachtlichen
Werdegang der beiden Mannschaften von der Husterhöhe,
deren 1. Mannschaft in die Regionalliga Südwest aufgestiegen ist und deren Fohlenelf im
gleichen Jahr ihren Platz in der
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
einnahm.
Nach Abschluss der Saison
2014/15 können wir mit Stolz
auf unsere drei Regionalligisten VfR Wormatia Worms, FK
03 Pirmasens sowie den 1. FC
Kaiserslautern II blicken, die
alle drei in der Regionalliga
Südwest einen ungefährdeten Tabellenplatz nachweisen
können. Die Erhöhung der
Anzahl von drei auf fünf Regionalligen hat sich von Seiten der DFB-Verantwortlichen
bewährt. Eine Änderung ist in
absehbarer Zeit auch in Be-
zug auf die Aufstiegsregelung
nicht vorgesehen.
Beachtlich zu erwähnen sei
die Leistung der U23-Mannschaft unseres Bundesligisten
1. FSV Mainz 05. Nach Ende
der Saison 2013/14 konnte
sich das Juniorenteam bei den
Aufstiegsspielen zur 3. Bundesliga durchsetzen.
In meinem Bericht zum Verbandstag vor vier Jahren erwähnte ich vorausschauend,
dass der 1. FSV Mainz 05 eine
Bereicherung für das Oberhaus des deutschen Fußballs
sein wird. Stolz können wir
sein, dass sich diese Aussage bewahrheitet hat. Immer
wieder schaffen es die Verantwortlichen im sportlichen Bereich, eine frisch aufspielende
Top-Ligamannschaft zu präsentieren, die vielen Mainzer
Fußballfans in der Coface-Arena viel Freude bereiten. Seit
langer Zeit wird eher in der Tabelle nach oben geschielt; Abstiegssorgen konnten vermie-
den werden. Nicht nur auf dem
Platz – auch der Gesamtverein
mit Management und Fankultur zeigt eine heranwachsende
Stabilität.
Nach dem Abstieg aus der Bundesliga 2012 verpasste der 1. FC
Kaiserslautern nur knapp den direkten Wiederaufstieg. Damals
scheiterte die Mannschaft vom
Betzenberg in der Relegation an
der TSG Hoffenheim. In den darauffolgenden Jahren waren stets
die Vereinsverantwortlichen –
sei es in der Führungsetage sowie im Spielbetrieb – bemüht,
eine schlagkräftige Mannschaft
für die 2. Liga aufzustellen. Realistisch gesehen scheitert in
den letzten Jahren der Wiederaufstieg ins Oberhaus an den
immer mehr werdenden finanzstarken Vereinen, mit denen zu
konkurrieren äußerst schwierig
ist. Hoffen lässt allerdings die
Fußballfans des pfälzer Traditionsvereins, dass es dem 1. FCK
– genauso wie den Vereinen
Darmstadt 98 und dem SC Freiburg auch – mit einem geringe-
ren Budget gelingt, erstklassigen Fußball wieder in das
beliebte Fritz-Walter-Stadion
zurückzubringen.
Beide Vereine starten zur neuen
Saison mit personellen Veränderungen in den Führungsetagen – wie heißt es so schön im
Mainzer Stadion: „Neue Spieler
– neue Strategien“. Mein Fazit für´s Oberhaus: Im Schatten des Doms lässt es sich in
der Landeshauptstadt zur Zeit
gut leben und solange es in
Deutschland Fußball gibt, gibt
es auch den FCK.
Abschließend bedanke ich mich
bei meinen Mitstreitern im Verbandsspielausschuss
sowie
bei allen hauptamtlichen Mitarbeitern des SWFV für Ihr Engagement. Nicht zuletzt bedanke
ich mich auch bei allen Vereinsvertretern für die loyale Zusammenarbeit und wünsche uns
allen viel Gesundheit und Kraft
zum Erreichen der uns selbst
gesetzten Ziele zum Wohle unseres geliebten Fußballsports.
Der Verbandsspielausschuss setzte sich in den vergangenen vier Jahren aus folgenden Personen zusammen:
Jürgen Veth
Vorsitzender und Staffelleiter Verbandsliga Südwest und Bitburger Verbandspokal Südwest
Lothar Renz
Stellvertretender Vorsitzender, Beisitzer Kreis Alzey-Worms und Kreisvorsitzender
Bärbel Petzold
Vorsitzende Verbandsfrauen- und –Mädchenausschuss und Staffelleiterin Frauen-Verbandspokal Südwest
Jürgen Schäfer
Vorsitzender Verbandsjugendausschuss
Erhard Blaesy
Vorsitzender Verbandsschiedsrichter-Ausschuss
Peter Schakewitsch
Beisitzer Kreis Rhein-Pfalz, Kreisvorsitzender und Staffelleiter Landesliga Ost + C-Klasse Nord Staffel 2
Klaus Karl
Beisitzer Kreis Rhein-Mittelhaardt, Kreisvorsitzender und Staffelleiter Bezirksliga Vorderpfalz
Karl Schlimmer
Beisitzer Kreis Südpfalz, Kreisvorsitzender und Staffelleiter C-Klasse West
Udo Schöneberger
Beisitzer Kreis Kaiserslautern-Donnersberg, Kreisvorsitzender und Staffelleiter Landesliga West + A-Klasse
Harald Ruffing
Beisitzer Kusel-Kaiserslautern, Mitglied EDV-Kommission und Staffelleiter Bezirksliga Westpfalz
Reiner Ehrgott
Beisitzer Kreis Pirmasens/Zweibrücken und Staffelleiter B-Klasse West
Gerd Schmitt
Beisitzer Kreis Mainz-Bingen, Kreisvorsitzender und Staffelleiter Bezirksliga Rheinhessen, A-Klasse + C-Klasse West II
Otfried Seefeldt
Beisitzer Kreis Bad Kreuznach, Beauftragter Senioren-Spielbetrieb und Staffelleiter Bezirksliga Nahe
Volker Schwinn
Beisitzer Kreis Birkenfeld und Staffelleiter B-Klasse West
Franz-Josef Kolb
Hauptamt SWFV
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
11
Verbandstag 2016
Bericht des Vorsitzenden des
Verbandsjugendausschusses
Harmonische Zusammenarbeit im Jugendbereich
D
SWFV-Jugendchef Jürgen Schäfer
ie demographische Entwicklung zeigt im Jugendbereich die ersten
Anfänge. In dieser Hinsicht ist
der SWFV aber bestens gerüstet und hat in seiner Jugendordnung bereits grundlegende
Dinge eingearbeitet, um den
Spielbetrieb in Zukunft flexibel
gestalten zu können.
In den Regionen gibt es seit
dem Jahr 2008 bis heute folgende Mannschaftsrückgänge:
Nahe
20,70 Prozent
Rheinhessen
06,75 Prozent
Vorderpfalz
09,80 Prozent
Westpfalz
24,90 Prozent
Auswahlbereich
Die Ausbildung unserer talentiertesten Jugendspieler
erfolgt über die zehn DFBStützpunkte und unsere SWFV-Auswahlmannschaften.
Im Junioren-Auswahlbereich
leistet Verbandssportlehrer
Nach dem Verbandstag 2012 ist
der Verbandsjugendausschuss
nur noch für den Juniorenspielbetrieb verantwortlich. Unser
Verband präsentiert sich nach
wie vor als basisnaher Dienstleister für seine Vereine und für
die Schulen. Gerade in den letzten Jahren hat sich der SWFV in
seinem Qualifizierungsangebot
unter anderem auch durch Initiativen des DFB enorm weiterentwickelt und kann durch eine
breite Angebotspalette jedem
Interessenten bedarfsgerecht
weiterhelfen.
12
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
Heinz-Jürgen Schlösser hervorragende Arbeit. Die enge
Zusammenarbeit mit den seit
2002 installierten DFB-Stützpunkten unter der Leitung
von DFB-Stützpunktkoordinator Andreas Hölscher verläuft
reibungslos und ist für den
SWFV von großer Bedeutung.
SWFV-Jugendtag
Zu Saisonbeginn findet der
SWFV Jugendtag statt. Turnusgemäß ist jeder Kreis einmal
Veranstalter. Dieser SWFV Jugendtag ist ein Werbetag für
den Jugendfußball und bietet
kurzweilige und interessante
Unterhaltung. Durch die Einbindung des Fun-Parks (StreetSoccer-Anlage, Riesenkicker,
Torschuss-GeschwindigkeitsMessanlage) wurden die Veranstaltungen aufgewertet und
konnten noch attraktiver gestaltet werden. Im Jahre 2016
findet der SWFV Jugendtag
Von Jürgen Schäfer
beim SV Weingarten (Kreis
Rhein-Mittelhaardt) statt.
Futsal
In den Wintermonaten wird
in den Kreisen von den E- bis
zu den A-Junioren der Meister
der Hallenvariante Futsal ausgespielt. Danach finden in Eisenberg die C- und B-Junioren
Verbandsmeisterschaften statt.
In diesem Jahr wurde erstmals
auch für die A-Junioren eine Verbandsmeisterschaft in Eisenberg durchgeführt. Unsere drei
Erstplatzierten bei den B- und
C-Junioren qualifizieren sich
für die Futsal Regionalmeisterschaft Südwest. Die Sieger vom
Regionalverband Südwest nehmen an der Deutschen Meisterschaft teil.
Spielbetrieb
Auf Verbandsebene spielen
wir in den Altersklassen A-,
Verbandstag 2016
Foto: Sulzbach
„Jahr des Kindertrainers“: 700 Teilnehmer besuchten die Auftaktveranstaltungen in den Kreisen.
B-, C- und D- Junioren in der
Verbandsliga. In den Regionen
spielen wir in den Altersklassen A-, B-, C-, D- Junioren in
der Landesliga. In den Kreisen
wird in der Kreisliga und Kreisklasse gespielt. In den letzten
Jahren wurden die Spielfelder
und Mannschaftsstärken der
einzelnen Altersklassen geändert. Um den Spielbetrieb für
alle Mannschaften zu ermöglichen, wurden flexibele Maßnahmen eingeführt.
Schulfußball
Viele Vereine haben mit Schulen eine Kooperation. Durch
den „Junior Coach“ können
an Schulen Jugendtrainer ausgebildet werden. Die Schulmannschaften spielen in bestehenden Wettbewerben wie
„Jugend trainiert für Olympia“
und dem „Fritz-Walter-Cup“
ihre Sieger aus.
Dezentrale
Jugendtrainerfortbildungen
Die dezentralen Jugendtrainerfortbildungen können von
unseren Vereinen in Anspruch
genommen werden. Bei diesen Kurzschulungen, bei denen jeder Verein aus über 20
Themengebieten auswählen
kann, besuchen SWFV-Referenten die Vereine und informieren dort deren Trainer/
Betreuer und Trainer/Betreuer benachbarter Vereine über
Grundelemente des Trainings
in einer bestimmten Altersklasse in Theorie und Praxis
ohne großen Zeitaufwand,
ohne finanzielle Aufwendungen und ohne Prüfung. Ebenso kann das DFB-Mobil kostenlos für ein Demotraining
im F- und E-Jugendbereich
oder im D- und C-Jugendbereich von den Vereinen angefordert werden.
Jahr des Kindertrainers
Dankesworte
Der SWFV setzte auch das
Jahr 2015 unter ein Motto. Das
„Jahr des Kindertrainers“. Mit
dieser umfassenden Ausbildungsoffensive möchte der
SWFV zum einen die Ausbildung der Kinder verbessern,
das Training altersgerecht anbieten und die Dropout-Rate
im Jugendbereich minimieren.
Aufgrund der demografischen
Entwicklung gewinnt der Einstiegsfußball für die Vereine
immer mehr an Bedeutung.
Die Zahlen sind toll: 700 Teilnehmer wurden bei den Auftaktveranstaltungen gezählt,
350 waren es bei weiterführenden
Wochenendkursen.
Voraussichtlich werden ca.
150 Teilnehmer die Lizenz abschließen. Diese Aktion war
ein großer Erfolg für unseren
Verband und unsere Vereine
und wird daher weitergeführt.
Schließlich möchte ich mich
an dieser Stelle bei allen bedanken, die mich in den vergangenen vier Jahren bei meiner Arbeit als Vorsitzender des
Verbandsjugendausschusses
begleitet, unterstützt und zum
Wohle des Jugendfußballs
mit mir zusammengearbeitet
haben. Ein besonderer Dank
geht an die Mitglieder im Verbandsjugendausschuss sowie
den
Ausschuss-Mitgliedern
auf Kreisebene. Selbstverständlich gilt mein Dank auch
den
Präsidiumsmitgliedern
und dem gesamten Team der
Geschäftsstelle insbesondere Jugendsekretär Christian
Bauer sowie der Sportschule
für die harmonische und gute
Zusammenarbeit.
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
13
Verbandstag 2016
Bericht der Vorsitzenden des Frauenausschusses
Netzwerke aufbauen durch „Runde Tische“
Vier Jahre sind wie im Flug
vergangen, mit vielen positiven Entwicklungen, allerdings
auch mit dem ein- oder anderen Ziel, das wir nicht erreicht
haben. In einem Team mit
engagierten Frauen und Männern konnten wir alle Spielklassen besetzen, den Frauen
und Mädchen jeweils eine
alters- und leistungsgerechte Spielmöglichkeit in überwiegend kreisübergreifenden
Staffeln anbieten.
chenmannschaften sowie fünf
Ü35-Teams gemeldet.
Die Mädchenfußballtage haben inzwischen ihren festen
Platz gefunden, wir haben
sogar mehr Bewerber als vorgegeben. Um die Basisarbeit
zu verstärken, den Dialog mit
Schulen und Vereinen zu verbessern, Netzwerke aufzubauen haben wir „Runde Tische“
in den Kreisen ins Leben gerufen, um Frauen und Mädchen
zu unterstützen und ihnen Mut
und Ansporn zu geben, sich in
ihrem Sport zu engagieren.
Agatha Marx hat mit dem Aufbau eines regelmäßigen Ü35-
Spielbetriebes eine zusätzliche Aufgabe übernommen,
um ehemalige Spielerinnen
zu gewinnen. 2015 und 2016
konnten wir schon je einen
Hallencup durchführen. Auch
der DFB bietet einen Ü35-Cup
an, bei dem 2013 der 1. FFC
Niederkirchen den Regionalverband vertreten konnte.
Alle
Hallenmeisterschaften
werden bei Juniorinnen und
Frauen inzwischen als FutsalCups gespielt – und das mit
großem Erfolg.
Nachholbedarf besteht sicher
noch bei der Trainerinnen-Ausbildung. Dort sind leider viel zu
wenige Interessentinnen vor Ort.
M
it Anja Ottstadt als
hauptamtliche Mitarbeiterin haben wir eine optimale Anlaufstelle. Sie unterstützt,
berät und ergänzt uns in allen Belangen – ein Glückstreffer!
14
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
Platz 3 beim Länderpokal
für U19-Team
Erstmals konnten wir auch im
Auswahlbereich auf uns aufmerksam machen. Verbandstrainer Christian Bauer hat
mit dem U19 Team den 3.
Platz beim Länderpokal erreicht. Ihm und seinem Team
ein großes Dankeschön für
die nicht immer so leichte Arbeit. Auch die vier Mädchenstützpunkte sind unter seiner
Obhut ein fester Bestandteil
geworden und bringen mit den
qualifizierten Trainerinnen und
Trainern immer wieder tolle
Talente in die Auswahlteams.
Einige von ihnen haben es
bereits in verschiedene DFBKader geschafft. Alle haben
bei Schott Mainz ihren Verein gefunden. Laura Freigang
und Chiara Loos gehören zum
Stamm der U19/U20 Nationalmannschaft und Marleen
Schimmer zur U16.
Zwei Jubiläen besonderer Art
gab es außerdem zu feiern. 25
Jahre Frauenbundesliga, in der
mit dem 1.FFC Niederkirchen
ein Verein fast durchweg vertreten war und TuS Wörrstadt, die
ab und zu den Sprung in diese
Klasse geschafft haben. Seit
2015 gehört nun auch Schott
Mainz zu diesem Kreis der 2.
Frauenbundesliga. In Wörrstadt
wurde außerdem 2014 „40 Jahre
Deutsche Meisterschaft“ groß
gefeiert. Mit vielen Ehrengästen
und Spielerinnen aus den 70er
Jahren ließen die „Damen“ die
alten Zeiten wieder aufleben.
Auch in Diensten des DFB unterwegs: Bärbel
Petzold.
Foto: Getty Images
Die Anzahl der Frauen- und
Mädchenteams wächst jedes
Jahr ein wenig. Derzeit sind
120 Frauen- und 123 Mäd-
Von Bärbel Petzold
Erfolgreiche Mädels: Laura Freigang (rechts) und Chiara Loos gehören zum Stamm der U19/
U20 Nationalmannschaft.
Foto: Hinkel
Leider mussten wir aber auch
Abschied von unserem Aus-
Verbandstag 2016
Foto: privat
Erfolgreiche Frauen: Die teilnehmenden Teams bei der Ü35-Futsal-Meisterschaft des SWFV 2016.
schussmitglied Charly Ihl
nehmen. Im Donnersbergkreis
ein Kenner und Unterstützer
des Frauen- und Mädchenfußballs über Jahrzehnte.
Ins Spieljahr 2016/17 werden
wir mit einem stark veränderten Team an den Start gehen.
Einige Mitglieder müssen aus
gesundheitlichen
Gründen
aufhören, andere möchten
neue Aufgaben übernehmen
oder sich aus dem Fußballgeschäft zurückziehen. Mein
ganz besonderer Dank gilt Agi
Marx, mit der mich nicht nur
mehr als 40 Jahre Frauenfußball verbindet, sondern auch
ganz viele, durchweg positive
Erinnerungen. Auch Barbara Schwarz, Maritta BucherViehl, Konstantin Legrum und
Kalle Eberle danke ich für eine
lange gemeinsame Zeit für den
Frauen- und Mädchenfußball.
Alle, die unseren Sport unterstützt haben, immer für uns
da waren, ob Ehrenamt oder
Hauptamt, die die schönste
Nebensache und sich selbst
nicht so ernst genommen
haben, und ihren Humor behalten haben, sage ich herzlichen Dank.
2. Bundesliga,
Teams SWFV
2013 1. FFC 08 Niederkirchen,
TuS Wörrstadt
2014 1. FFC 08 Niederkirchen
2015 TSV Schott Mainz
2016 TSV Schott Mainz,
1. FFC 08 Niederkirchen
Frauen-Regionalliga,
Teams SWFV
2013 FC Marnheim,
TSV Schott Mainz
2014 TSV Schott Mainz, FC
Marnheim, TuS Wörrstadt,
FFV Fortuna Göcklingen
2015 1. FFC 08 Niederkirchen,
TuS Wörrstadt,
FFV Fortuna Göcklingen,
SC Siegelbach
2016 TuS Wörrstadt, SC Siegelbach, FC Speyer 09
Verbandsliga Meister
2013
2014
2015
2016
TSV Schott Mainz
FFV Fortuna Göcklingen
SC Siegelbach
FC Speyer 09
Verbandspokalsieger
2013/14/15 TSV Schott Mainz
2016 1. FFC Niederkirchen
Hallenmasters
B Juniorinnen Pokalsieger
2014 FC Speyer 09
2015 FC Marnheim
2016 TSV Gau-Odernheim
2013/14/15 TSV Schott Mainz
B-Juniorinnen Regionalliga,
Teams SWFV
2012/13 1. FFC 08 Niederkirchen,
TSV Schott Mainz,
SC Siegelbach,
FFV Fortuna Göcklingen
2013/14 1. FFC 08 Niederkirchen,
TSV Schott Mainz, SC
Siegelbach,
1. FFC Ludwigshafen,
SV Leiselheim
2014/15 1. FFC 08 Niederkirchen,
TSV Schott Mainz,
SC Siegelbach,
SV Kottweiler-Schwanden,
SV Leiselheim
2015/16 1. FFC 08 Niederkirchen,
TSV Schott Mainz,
FFV Fortuna Göcklingen
B-Juniorinnen
Verbandsmeister
2013
2014
2015
2016
SV Leiselheim
SV Kottweiler-Schwanden
SV Ober-Olm
JSG JFV Ganerb
C Juniorinnen Futsal
Meister
2013/14/ 1. FFC 08 Niederkirchen
2015 TSV Schott Mainz
2016 1. FFC 08 Niederkirchen
Zusammensetzung des
Ausschusses 2012-2016
Bärbel Petzold (Vorsitzende)
Barbara Schwarz (Stellv. Vors.
und Verbandsmädchenwartin)
Maritta Bucher-Viehl
(Mainz-Bingen)
Anne Fröder (Alzey- Worms)
Rainer Manig (Rhein-Pfalz)
Agatha Marx
(Rhein-Mittelhardt)
Karl-Heinz Eberle (Südpfalz)
ab 2015 Angelika Schermer
Konstantin Legrum
(Kusel-Kaiserslautern)
Manfred Hüther
(Pirmasens-Zweibrücken)
Charly Ihl
(Kaiserslautern-Donnersberg)
ab 2014 Reiner Bollenbacher
Jürgen Marx (Bad Kreuznach)
Natalie Heinrich (Birkenfeld)
ab 2015 Mario Bronner
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
15
Verbandstag 2016
Bericht des Vorsitzenden des
Verbandsgerichts
Juristischer Sachverstand in die Spruchkammern
Der 01.07.2012 stellte zweifelsohne eine deutliche Zäsur
in der Geschichte der Sportgerichtsbarkeit im Bereich
des Südwestdeutschen Fußballverbandes dar. Nicht nur
die Gerichtsorganisation wurde neu geordnet und aufgestellt, auch die maßgeblichen
Ordnungen, insbesondere die
Rechts- und Verfahrensordnung und die Strafordnung,
wurden von Grund auf überarbeitet und reformiert. Ziele
dieser Rechtsprechungsreform waren vor allem folgende Punkte:
1. Schaffung
unabhängiger
Spruchkammern, die für
alle Bereiche (Männer-,
Frauen- und Jugend-Spielbetrieb) zuständig sind.
2. Gewinnung und verstärkter
Einsatz juristischen Sachverstandes in den Spruchkammern, um die Qualität der
Rechtsprechung im Interesse
der rechtsuchenden Vereine
zu steigern.
3. Modernisierung und Anpassung der gesetzlichen Vorschriften sowie Harmonisierung mit dem DFB-Recht.
Nachdem wir nun vier Spielzeiten
mit dem neuen System gearbeitet haben, lässt sich festhalten,
dass die Vorgaben der Reform
hervorragend umgesetzt worden sind. Die Einrichtung unabhängiger Sportgerichte war
überfällig. Die bis dahin geübte
Praxis, die Rechtsprechung neben anderen Aufgaben durch
Ausschussmitglieder zu erledigen, war nicht mehr zeitgemäß.
Etwaige Interessenkollisionen
werden nun schon von vornherein ausgeschlossen, weil die
Mitglieder der Spruchkammern
weder im Spielbetrieb noch als
aktive Schiedsrichter tätig sein
dürfen. Bis auf den Vorsitzenden
des Verbandsgerichts werden
sämtliche Sportrichterinnen und
Sportrichter nicht mehr gewählt,
sondern auf Vorschlag der Kreisoder Fachausschüsse durch das
Präsidium berufen. Entscheidend
ist dabei allein die charakterliche
und fachliche Eignung der Richterinnen und Richter.
Vorsitzender des Verbandsgerichts: Thomas
Bergmann
16
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
Auch die Maßgabe, dass die
Kammern nun jeweils für den
gesamten Spielbetrieb zuständig sind, hat sich als richtig
herausgestellt. Die zu früheren
Zeiten mitunter festzustellenden erheblichen Unterschiede
bei Aburteilungen im Jugend-,
Frauen- und Männerbereich
sind dadurch im Sinne einer
einheitlichen Rechtsprechung
abgestellt worden.
Alle Richterstellen
qualifiziert besetzt
Auch der mit dem Reformvorhaben verbundene Wunsch, im
Sinne einer Qualitätssteigerung
mehr juristischen Sachverstand
in die Spruchkammern einzubinden, ist ausgesprochen gut
gelungen. Von Anfang an lautete
die Devise, keine reinen Juristengremien zu schaffen, sondern
lediglich punktuell Menschen mit
juristischem Fachwissen in die
Spruchkammern zu integrieren.
Voraussetzung blieb aber bei
allen Bewerbern stets eine besondere Beziehung zum Fußballsport. Gesucht wurde eben nicht
der juristische Fachidiot, sondern
die fußballbegeisterte Juristin
oder der entsprechend fußballaffine Jurist. Aufgrund des erfreulich großen Interesses von potenziellen Sportrichterinnen und
-richtern gab es zu Beginn der
Saison 2012/2013 keine Probleme, alle neu geschaffenen Richterstellen mit qualifizierten Männern und Frauen zu besetzen.
Ausdrücklich gewünscht war,
dass sich neben den Neulingen
auch einige altgediente Funktionäre in den Kammerbetrieb einbinden ließen, die dafür sorgen,
dass neben dem unverzichtbaren
Von Thomas Bergmann
juristischen Know-how auch das
für viele Verfahren erforderliche
fußballspezifische Fachwissen
eingebracht wird. Erfreulich ist
im Übrigen, dass alle Kammern
auch mit Frauen besetzt sind.
Bei allem berechtigten Lob für
die Reform soll nicht verschwiegen werden, dass der Start bei
einigen Kammern im Verbandsgebiet etwas holprig verlief. Der
ein oder andere Sportrichter
war augenfällig überrascht über
den doch erheblichen Arbeitsanfall, der im Rahmen dieser
ehrenamtlichen Tätigkeit zu
leisten ist. In der Folge kam es
daher vereinzelt zu personellen
Veränderungen, auch bei der
einen oder anderen Vorsitzendenstelle. Mittlerweile sind die
einzelnen Spruchkammerteams
aber zusammengewachsen und
arbeiten sehr effektiv auf einem
durchgängig hohen Niveau. Dies
wirkt sich insbesondere positiv
auf das Erledigungstempo aus,
das gerade in Sportgerichtsverfahren eminent wichtig ist, um
für die Beteiligten im laufenden
Spielbetrieb rasch für Rechtsklarheit und Rechtssicherheit zu
sorgen. An dieser Stelle möchte
ich mich bei allen Sportrichterinnen und -richtern für ihre
engagierte Tätigkeit in der Verbandsspruchkammer und den
Gebietsspruchkammern recht
herzlich bedanken. Besonderer
Dank gilt den Vorsitzenden der
Kammern, den Sportfreunden
Andreas Schank (Verbandsspruchkammer), Lothar Renz
(Gebiet Rheinhessen), Michael Ulbrich (Gebiet Westpfalz),
Stephan Schultz (Gebiet Vorderpfalz) und Sascha Keßler
Verbandstag 2016
(Gebiet Nahe) für die vertrauensvolle und durchweg kompetente Zusammenarbeit.
Dank an die Staffelleiterinnen
und -leiter
Nicht zu vergessen sind in
diesem Kontext die Staffelleiterinnen und -leiter, die auch
nach der Rechtsprechungsreform einen Großteil der Rechtsprechung mit Sachverstand
und großem Engagement erledigen. Im Übrigen unterstützen sie die Spruchkammern
als Bindeglied zu den Vereinen
sehr wirksam. Ihnen sei hier
für diese wichtige Tätigkeit
ganz herzlich gedankt.
War die Neuordnung der Gerichtsorganisation schon weitgehend komplikationslos, so
gilt das für die Arbeit mit den
neuen gesetzlichen Vorschriften
im Besonderen. Nachdem vier
Jahre vergangen sind, lässt sich
feststellen, dass die – moderaten – Änderungen der Rechtsund Verfahrensordnung sowie
der Strafordnung sehr gut angenommen und in der Praxis unproblematisch umgesetzt worden sind. Insgesamt lässt sich
daher bezüglich der Rechtsprechungsreform ein positives Fazit
ziehen. Die Rückmeldungen seitens der Vereine, aber auch seitens des Schiedsrichterwesens
waren ganz überwiegend positiv und spiegelten eine hohe
Zufriedenheit wider.
Auch das Verbandsgericht bekam vor vier Jahren personellen
Zuwachs. Neben den Vertretern
aus den vier Gebieten arbeitet
die Kammer nun auch mit einem
Beisitzer für Jugendsachen und
einer Beisitzerin für den Frauenspielbetrieb. Die Palette der
einzelnen Verfahren war wieder
breit gestreut und neben Routineangelegenheiten durchaus
angereichert mit dem einen
oder anderen spektakulären
und auch kniffligen Fall. Insgesamt hat das Verbandsgericht
in den vergangenen vier Spielzeiten 151 Fälle erledigt, die sich
wie folgt auf die einzelnen Jahre
verteilen:
2012/2013: 51 Berufungen
2013/2014: 35 Berufungen
2014/2015: 29 Berufungen
2015/2016: 36 Berufungen
(Stichtag: 17.05.2016)
Sportfreund Timo Hammer,
aber genauso für seine beiden
Vertreter, die Herren Timo Hubach und Marcel Messerig.
gericht mit großer Souveränität geleitet, sondern auch als
Vizepräsident für Rechtsfragen
die Arbeit aller Spruchkammern
immer sehr umsichtig und fachkundig unterstützt hat.
Schließlich bedanke ich mich
bei allen Mitgliedern des Präsidiums, insbesondere bei dem Ihnen, den Vereinen, wünsche
Sportfreund Hans E. Lorenz, der ich den erhofften sportlichen Ernicht nur als mein Vorgänger folg und möglichst wenig KontakAktion_100x210 Trendler 28.10.2005 9:11 Uhr Seite 1
über viele Jahre das Verbands- te mit der Sportgerichtsbarkeit.
Durchwegs angenehmes
Verhandlungsklima
Die Verhandlungen liefen dabei,
wie schon in der Vergangenheit,
trotz aller widerstreitenden Interessen in einem durchweg angenehmen Verhandlungsklima
ab, wofür ich den Prozessbeteiligten noch einmal herzlich danken möchte. Auch und gerade in
Sportgerichtsverfahren steht der
Fair-Play-Gedanke an exponierter Stelle. Dass die in der Kammer anfallende Arbeit mit hoher
Qualität und Akzeptanz erledigt
werden konnte, lag vor allem
auch an der sehr engagierten
und vertrauensvollen Mitarbeit
meines Stellvertreters Dr. Matthias Weidemann und sämtlicher
Beisitzer. Ein besonderes Dankschön gilt daher Frau Dr. Uta Hein
(Frauen) sowie den Herren Jürgen
Schäfer (Jugend), Helmut Konrad, Wolfhart Schulz und Dr. Falko Zink. Tragisch und für uns alle
sehr traurig war der viel zu frühe
Tod unseres Sportkameraden
Helmut Schmidt, der zu Beginn
der Amtsperiode als Beisitzer für
Jugendangelegenheiten fungierte und ganz überraschend im Juli
2013 verstarb.
Besonderer Dank gilt darüber
hinaus den hauptamtlichen
Mitarbeitern von der Geschäftsstelle, die das Verbandsgericht
stets kompetent und mit viel
Herzblut unterstützt haben.
Dies gilt zu allererst für den
Wir beraten
Sie gerne.
Seit mehr als 55 Jahren
Sportversicherung
Ihre Ansprechpartner
Herr Dirk Trendler und Herr Peter Kobel
Beauftragte für die Sportversicherung
Versicherungsbüro Sportbund Pfalz
Barbarossaring 56
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Jeden Donnerstag, 9 bis 16 Uhr
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
17
Verbandstag 2016
Bericht des Ausschussvorsitzenden für
Breiten- und Freizeitsport
Zukunftssicherung und Perspektive
Voraussichtlich braucht es
noch Jahre bis die Dimension
und Tragweite des Breitenund Freizeitsports in unseren
Fußballvereinen, als deren Zukunftssicherung und Perspektive, gesehen und gefördert
wird. Die letzten vier Jahre waren geprägt durch Umstrukturierungen, Personalveränderungen und Sinnsuche.
N
ur zögerlich werden die
Potentiale der Vielfalt im
Fußballsport erkannt, gefördert und freigelegt. Was beim
SWFV schon seit Jahren gesehen
wird, wird jetzt beim DFB erkannt:
„Es braucht einen Masterplan
zur Entwicklung des Breitenund Freizeitsports in den Fußballvereinen und Fußballverbänden.“ Eine Erkenntnis, die
sicherlich auch unsere Bemühungen unterstützen wird und
die unsere Anerkennung und
Förderung erfährt.
Was unter dem Strich in den vergangenen vier Jahren herausgekommen ist, darüber möchte
ich Ihnen gerne berichten:
Von Rainald Kauer
Sinnsuche: Alternativen
bieten
Der SWFV und seine Fußballvereine müssen zukünftig
verstärkt dem Sportverständnis von Kindern, Jugendlichen
und Senioren Rechnung tragen. Kinder und Jugendliche
suchen immer häufiger den
Spaß und die Freude beim
Sport. Das Sporterlebnis zusammen mit Freunden oder
ein cooles Gefühl bei der Bewegung sind für diese Zielgruppe wichtiger als Höchstleistung, Wettkampf und
Erfolg. Eine immer größere
Anzahl von älteren Menschen
möchte sich nach Beendigung
der aktiven Wettkampflauf-
bahn durch Sport oder besser
gesagt durch Bewegung, die
Fitness und Gesundheit erhalten. Die Geselligkeit darf
dabei nicht zu kurz kommen.
Hier sind die Fußballvereine
gefordert, ihren Mitgliedern
Breiten- und Freizeitsportangebote zu machen, um zu
einem attraktiven Familiensportverein zu wachsen. Und
hier sind wir als Verbände
aufgefordert Hilfen und Initiativen zu bieten. Der SWFV, der
Verbandsausschuss und die
Kreisbeauftragten für Breiten- und Freizeitsport bieten
den Vereinen für diese Aufgaben ihre Hilfe und Unterstützung gerne an. Wir brauchen
uns an dieser Stelle gemein-
„Der Breiten- und Freizeitsport braucht eine
Imageverbesserung“: Vorsitzender Rainald
Kauer.
Fun Park-Angebot an die Vereine des SWFV: Human Table Soccer – das „menschliche Tischfußballspiel“.
18
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
Verbandstag 2016
sam, damit Entwicklung und
Bewegung ausgelöst werden.
Umstrukturierung:
Chancen eröffnen
Die Struktur im SWFV ermöglicht die Chance, den Bereich
Breiten- und Freizeitsport verantwortlich mit Mitarbeitenden
eigenständig ehrenamtlich zu
besetzen. Diese Personen sollen voll und ganz den Bereich
Breiten- und Freizeitsport betreuen und bedienen und den
engen Dialog mit den Vereinsverantwortlichen suchen. Diese Personen werden nicht gewählt, sondern auf Vorschlag
des Kreisvorstandes durch das
Präsidium berufen. Die Vorgeschlagenen sollen sich auf
Kreisebene nur um die Aufgaben im Breiten- und Freizeitsport kümmern:
- Ansprechpartner zum Thema
Breiten- und Freizeitsport für
die Vereine im Kreis sein,
- Informationen für den Kreisausschuss aufbereiten und
weiterreichen,
- Mitglied im Verbandsausschuss
Breiten- und Freizeitsport,
- Kenntnisse besitzen und Informationen weiterreichen an
die Vereine und den Kreisausschuss über aktuelle Aktionen
und Projekte,
- Bearbeitung der Anträge auf
Bezuschussung von Breitenund Freizeitsportgruppen,
- Netzwerk Breiten- und Freizeitsport aufbauen und bekleiden
– „Mitstreiter“ finden,
- Planung, Organisation und
Durchführung von Veranstaltungen (z.B. Fortbildungs- und
Qualifizierungsmaßnahmen, Familienfußballtage, Tanzevents
etc.),
- Veranstaltungen auf Kreisebene zur Werbung für den
Breiten- und Freizeitsport
nutzen (Kreistage, Rundenbesprechungen, Mädchen-,
Sepp-Herberger-Tag etc.),
- Öffentlichkeitsarbeit betreiben.
Sie soll die Entwicklung und
Zukunft des Fußballs maßgeblich mitbestimmen. Das
Ziel ist hierbei: interessierte
Unterstützer zu finden und zu
fördern und insbesondere unsere Vereine in der Suche nach
einer praktikablen Weiterentwicklung der Vereinsperspektiven zu helfen.
Der BuF-Ausschuss hat die
Aufgabe, die Entwicklung des
Breiten- und Freizeitsports im
Verband und seinen Mitgliedsvereinen in allen Altersbereichen zu unterstützen und zu
fördern. Entsprechend setzt
der oder die Verantwortliche
auf der Kreisebene diese Aufgaben um. Dies gilt insbesondere für den wettkampfbezogenen Freizeitfußball nach frei
gestalteten Wettkampfregeln
(z.B. Streetsoccer, Beachsoccer, Fußballabzeichen, DFBKampagnen,
Fußballtennis,
Familienfußballturnier usw.)
und dem wettkampffreien
Breiten- und Freizeitsport, als
sportartübergreifender Breiten- und Freizeitsport (z.B.
Fitnesstraining,
Konditionstraining, Spielsportgruppen,
Gymnastikgruppen, Laufgruppen usw.) sowie als gesundheitsorientierter Sport (z.B.
Wirbelsäulengymnastik, HerzKreislauftraining, Präventionsgruppen usw.). (Quelle: Satzung SWFV §13, Absatz 6)
Wir wollen daher Aufklärung,
Zukunft, Perspektiven, Offensive und Position im BuF-Bereich.
Der Breiten- und Freizeitsport
als Chance, als Perspektive für
eine zukunftsorientierte Entwicklung im Fußball, in unseren Fußballvereinen erkennen
und eine entsprechende Priorität setzen.
Aufgabe:
Imageverbesserung
Der Breiten- und Freizeitsport
braucht eine Imageverbesserung: „eine Imagekampagne!“
Top-Thema: Beachsoccer
Für die meisten Fußballinteressierten ist Beachsoccer noch
Neuland. Aber die Trendsportart ist im Kommen. Die meisten
Beachsoccer-Turniere werden
vornehmlich in Küstenregionen ausgetragen. Doch es gibt
mittlerweile Anlagen in ganz
Deutschland. Die Zahl der
Spielfelder ist in den letzten
Jahren kontinuierlich gestiegen
und steigt weiter.
Der SWFV und der TuS Niederkirchen wollen Beachsoccer
etablieren:
Sommer, Sonne, Sand, attraktive Begleiterscheinungen
der Trendsportart Beachsoccer, die sich immer größerer
Beliebtheit erfreut. Deshalb
wollen der SWFV und der TuS
Niederkirchen ihre Kräfte bündeln und richten gemeinsam
den 2. SWFV-Beachsoccer-Cup
aus. Der Sieger qualifiziert
sich für den Regionalentscheid Süd am 30. Juli, der
ebenfalls in Niederkirchen
ausgetragen wird und die
Qualifikation zur Deutschen
Meisterschaft in Warnemünde
(20./21.08.2016) ermöglicht.
„Wir freuen uns über die Kooperation mit dem Ausrichter
TuS Niederkirchen, dies ist der
optimale Standort um Beachsoccer auf Landesverbandsebene weiter zu entwickeln“,
zeigte sich SWFV-Präsident
Dr. Hans-Dieter Drewitz sichtlich zufrieden. Und sein Vize
Jürgen Veth freute sich über
die Bündelung der Kräfte:
„Die Erfahrung und Begeisterung von Niederkirchen mit
den Möglichkeiten des Verbandes zu kombinieren ist der
richtige Weg um Beachsoccer
zu etablieren und dauerhaft
voran zu bringen. Wir freuen uns auf attraktive Events
im Sand!“ Tobias Fußer ist
von Vereinsseite her ebenfalls überzeugt: „Gemeinsam
haben wir nochmal bessere
Möglichkeiten um Beachsoccer für möglichst viele Fußballer und Teams attraktiv zu gestalten. Und wer kann schon
ein Turnier ausschreiben, bei
dem der Sieger sich für Deutsche Meisterschaften qualifiziert?“ Fehlen also nur noch
Sommer und Sonne, der Sand
ist schon da!
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
19
Verbandstag 2016
Qualifizierung:
Lehrgangswesen
überdenken
Näher an die Vereine rücken
und dadurch Vereinsentwicklung auslösen. Mit zentralen
Übungsleitertagen in Edenkoben und vor Ort in den Fußballkreisen der Nachfrage nach
Qualifizierung gerecht werden,
das ist der Ansatz, den sich
die Verantwortlichen gewählt
haben. Unterschiedliche Workshops zu aktuellen Themen,
die kompakt und verbraucherfreundlich angeboten werden,
so stellt sich die Zukunft dar.
Strategie: Ausrichtung
und Perspektive
- Individuelle und vielfältige
Kreisangebote müssen weiter
forciert und ausgebaut werden.
- Ein Förder- und Anreizsystem
für unsere Vereine sollte geschaffen werden, das ein deutliches Zeichen für die Öffnung
der Vereine darstellt.
- Der Ausbau und die Modifizierung der SWFV-Fußballfamilientage in Edenkoben ist ein
zentrales Thema.
- Den Breiten- und Freizeitsport
als Jahresthema des Verbandes
platzieren: „Vielfalt und Bewegung – Menschen im Fußballverein“, damit Perspektiven
geschaffen werden.
- Entwicklung von Pilotprojekten
und Leuchtturmmodellen aus
dem Bereich Breiten- und Freizeitfußball als Best-PracticeBeispiele.
- Qualitätssteigerung im Bereich
der zentralen und dezentralen
Qualifizierungsangebote.
Ein Wort des Dankes
Gerne möchte ich mich bei allen Menschen bedanken, die
sich auf Vereins-, Kreis- oder
Verbandsebene für den Breitenund Freizeitsport im Fußballver-
20
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
SWFV-Präsident Dr. Hans-Dieter Drewitz (re) und Vizepräsident Jürgen Veth (li) besiegeln die Kooperation im Bereich Beachsoccer des SWFV
mit dem TuS Niederkirchen, vertreten durch den Fußball-Abteilungsleiter Tobias Fußer.
ein stark gemacht haben und
positive, nachhaltige Schritte
gegangen sind. Einen besonderen Dank entrichte ich an die
Mitglieder im Ausschuss Breiten- und Freizeitsport, die als
Verantwortliche und Ansprechpartner in den Kreisen eine
wertvolle Arbeit leisten. Zudem
möchte ich mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen im Präsidium und geschäftsführenden
Präsidium bedanken, die, wenn
ich das Wort zum Breiten- und
Freizeitsport erhoben habe aufmerksam und konzentriert den
Darstellungen folgten und durch
ihr Handeln unterstützten. Hierbei halfen selbstverständlich
auch die hauptberuflichen Mitarbeitenden unserer Geschäftsstelle und der Sportschule in
Edenkoben. Lassen sie mich an
dieser Stelle besonders Markus
Beer einen Dank aussprechen,
der federführend den Breitenund Freizeitsport als hauptberuflicher Referent begleitet.
In den vergangenen Jahren gab
es im Betätigungsfeld Höhen und
Tiefen, doch die Perspektive richtete den Blick immer nach vorne.
An dieser Stelle erinnere ich insbesondere an unsere FußballFamilientage in Edenkoben, ein
echter Genuss in Sachen Vielfalt
und Innovation, die sich einer
großen Beliebtheit erfreuen.
Nutzen Sie die Chancen der
Öffnung Ihres Vereines zur
Schaffung neuer Angebote und
damit der Ansprache neuer
Zielgruppen!
„Vielfalt und Bewegung – Menschen im Fußballverein“
VIELFALT im Breiten- und Freizeitsport im SWFV heißt:
Aktionstage
Ausbildung
Lehrgänge
Familientage
Wettbewerbe
Beachsoccer
Fußballgolf
Wilde Ligen
Fußballabzeichen
Spielfeste
Fußballcamps
Fun Park
Street Soccer
Fitnesstraining
Konditionstraining
Spielsportgruppen
Gymnastikgruppen
Laufgruppen
Wirbelsäulengymnastik
Herz-Kreislauftraining
Präventionstraining
Nordic Walking
Boule/Pétanque
Kinder-Elternangebote
Gesundheitssport
Verbandstag 2016
Bericht des Vorsitzenden des
Verbands-Schiedsrichterausschusses
Konstruktiver Austausch beim „Jahr des Schiedsrichters“
Wir haben zu wenig Schiedsrichter im SWFV! Diesen Satz
kennen sie wahrscheinlich zur
Genüge. Inzwischen hat das
Ganze aber eine neue Dimension erreicht: Wir sind in manchen Kreisen nicht mehr in
der Lage, alle aktiven Mannschaften zu besetzen. Von der
Jugend ganz zu Schweigen.
Leider scheint sich an dieser
Situation vorerst auch nichts
zu ändern.
„Ohne Schiedsrichter geht es nicht“: Erhard
Blaesy
D
abei sind unsere Ausbildungszahlen in Ordnung. Im Schnitt sind
das 230 Schiedsrichter Jahr
für Jahr. Aber das reicht gerade, um die zu ersetzen,
welche aus diversen Gründen
aufhören. Hier gilt es in erster
Linie anzusetzen. Dazu benötigen wir aber genauso die
Mithilfe der Vereine um auch
neue Schiedsrichter zu gewinnen. Normalerweise dürfte
die Erhaltung allerdings einfacher sein. Schließlich sind
die vorhandenen Schiedsrichter ja schon bereit gewesen,
einen Lehrgang zu besuchen
und die Prüfung erfolgreich
zu bestehen.
Hier meine Bitte: Pflegen sie
die Schiedsrichter in ihrem
Verein ebenso wie ihre Spieler. Wenn es Probleme mit
Schiedsrichtern gibt, muss
ihnen ihr Kreis-Schiedsrichterausschuss das mitteilen.
Gründe dafür sind vor allem
fehlender Sitzungsbesuch und
mangelnde Bereitschaft, Spiele zu leiten. Bevor ein Schiedsrichter ausgeschlossen wird,
muss der Verein informiert
werden. Hier klagen meine
Obleute vielfach über fehlendes Interesse der Vereine.
Sie erhalten keine Rückmeldungen, wenn sie die Vereine
informieren. Sind die Gründe
für den drohenden Ausschluss
bekannt, kann man – unter
Umständen auch gemeinsam
– was dagegen tun.
Das Jahr 2013 stand beim
SWFV unter der Motto „Jahr
des Schiedsrichters“. Bei den
zehn
Kreisveranstaltungen
konnten wir Schiedsrichter in
den Dialog mit Vereinsvertretern und Trainern treten. Dieser Austausch war sehr konstruktiv, warb für gegenseitiges
Verständnis und machte deutlich, dass ein Miteinander viele Probleme bereits im Ansatz
lösen kann.
Aktuell sind wir bei rund 1600
Schiedsrichtern in unserem
Verband. In etwa der gleiche
Stand wie 2012. Ausgebildet
wurden allerdings in dieser Zeit
über 900 neue Schiedsrichter.
Dabei haben wir viele motivierende Gründe dafür, Schiedsrichterin oder Schiedsrichter
im SWFV zu sein. Obwohl wir
einer der kleineren Verbände
sind, spielen wir im Reigen
des DFB eine tragende Rolle:
Der SWFV stellt derzeit zwei
Schiedsrichter in der 1. Bundesliga. Dies sind Dr. Jochen
Drees und Christian Dingert.
Letzterer ist auch FIFA-Schiedsrichter. Mit Timo Gerach haben
wir einen Schiedsrichter in der
2. Bundesliga und mit Marcel
Schütz einen in der 3. Liga. In
der Regionalliga sind Florian
Götte, Patrick Kessel und Nicolas Winter vertreten. Hinzu
kommen noch Tobias Christ,
Christian Gittelmann und Torsten Bauer als Assistenten in
den Bundesligen. Das kann
sich sicherlich sehen lassen!
Auch im Frauen-Bereich sind
wir sehr gut vertreten. In der 1.
Frauen-Bundesliga haben wir
mit Christina Biehl und Ines
Appelmann zwei Schiedsrichterinnen, beide sind auch FIFA-
Von Erhard Blaesy
Assistentinnen. Hanna Schlemmer und Fabienne Michel sind
in der 2. Frauen-Bundesliga
tätig. Auch hier gibt es mit Vanessa Schleicher und Barbara
Engbarth noch zwei weitere
Assistentinnen. Übrigens: Die
vier Schiedsrichterinnen der
1. und 2. Frauen-Bundesliga
sind auch für unsere höchste
Herren-Verbandsklasse im Einsatz – und das mit sehr großem
Erfolg! Christina Biehl und Ines
Appelmann leiten auch Spiele
in der Herren-Oberliga.
Zeitaufwendiges Hobby
Doch trotz unserer erfolgreichen Schiedsrichter an der
DFB-Spitze will ich unsere
Schiedsrichter an der Basis
nicht vergessen. Sie ermöglichen es erst, dass die Vereine,
und ihre Mannschaften eine
Spielmöglichkeit haben. Ohne
Schiedsrichter geht es nicht!
Und diese Schiedsrichter sind
oftmals zwei, gar drei Mal am
Wochenende im Einsatz. Dafür
danke ich allen, auch und vor
allem ihren Familien, die das
zeitaufwendige Hobby mittragen. Auch meinen Obleuten
und ihren Mitstreitern in den
Kreisen sei gedankt. Wahre
Künstler, wenn es um Spielbesetzungen geht, so haben sie
in den meisten Fällen, auch
kurzfristig, immer eine Lösung
parat.
Dank sage ich an dieser Stelle
auch den Gremien des SWFV.
Ob Präsidium oder VerbandsSpielausschuss, alle haben ein
offenes Ohr für die Probleme
der Schiedsrichter.
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
21
Verbandstag 2016
Bericht des Vorsitzenden des Ausschusses für
Öffentlichkeitsarbeit
Fussball.de als Plattform des Amateurfußballs
A
Auch als Moderator für den SWFV tätig:
Olaf Paare
Vier Jahre sind wieder einmal vorüber, wie im Flug vergangen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit im SWFV hat sich
in diesem Zeitraum erneut
ein ganzes Stück weiterentwickelt. Dabei sei an erster
Stelle fussball.de genannt.
Der DFB hat das Portal gemeinsam mit den Landesverbänden wieder unter seine
Fittiche genommen und zur
Plattform des Amateurfußballs gemacht – passend zur
Amateurfußball-Kampagne.
22
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
uch der SWFV präsentiert sich und seine
Inhalte dort an prominenter Stelle. Zudem haben
die Vereine und die Spieler die
Möglichkeit, sich einzubringen, beispielsweise über den
Liveticker oder die Erstellung
eines Profils. Die Möglichkeiten werden von einigen, aber
längst noch nicht von allen
Beteiligten ausgeschöpft. Es
wäre schön, wenn sich in diesem Bereich noch mehr Klubs
und Spieler engagieren würden. Ein großes Augenmerk
haben DFB und SWFV beim
Ausbau von fussball.de auf
den Bereich Aus- und Fortbildung gelegt. Im Bereich Training & Service gibt es dabei
jede Menge Informationen
und Hilfestellungen für alle
möglichen Positionen in den
Vereinen. Der Bereich ist stets
einen Besuch wert.
Fussball.de ist ein Bereich, der
zeigt, wie die Digitalisierung in
unserem Leben, aber speziell
auch im Fußball Einzug gehalten hat. Dazu zähle ich auch die
Homepages, die der Fußballverband betreibt. Jeder Kreis verfügt über eine eigene, die von
den jeweiligen Ausschüssen
vor Ort aktualisiert und bearbeitet werden. Die vor längerer
Zeit angedachte Anpassung der
SWFV-Homepage an die KreisHomepages haben wir vorerst
auf Eis gelegt. Das gute Handling der bisherigen Homepage
und finanzielle Gründe haben
den Ausschlag für diese Entscheidung gegeben. Aber das
muss keine Entscheidung für
immer sein. Wir werden den Be-
reich immer mal wieder auf den
Prüfstand stellen.
2015 wurde als Ergänzung der
digitalen Angebote zudem ein
Newsletter installiert, in dem
alle Interessierten (Vereine,
Medienvertreter und so weiter) regelmäßig über Aktionen
und Termine des Verbandes
informiert werden.
Mischung aus Unterhaltung
und Information
Als große Konstante im schnelllebigen Geschäft der Öffentlichkeitsarbeit möchte ich unser Verbandsmagazin Südwest-Fußball
bezeichnen. Ein herzlicher Dank
gilt dem Redaktionsausschuss
mit Christian Schreider, Heinz
Hinkel, Thomas Leimert und Peter Brandstetter, die allesamt für
das hohe journalistische Niveau
stehen, mit dem wir SüdwestFußball im Drei-Monats-Rhythmus auf den Markt bringen. Die
Mischung aus Unterhaltung und
Information für die Vereine, die
ja die größte Anzahl an Abonnenten stellen, liegt uns allen
am Herzen.
Ich definiere die Öffentlichkeitsarbeit des SWFV aber
nicht nur über Publikationen,
sondern auch über die Außendarstellung von Mitarbeitern
und Vereinen, beispielsweise
bei Veranstaltungen. Auch
dort wird König Fußball positiv
vertreten. Ein gutes Beispiel
dafür sind die Finals um die
Bitburger-Kreispokale. Nach
der Aufwertung des Verbandspokal-Finals – 2016 wurde das
Spiel erstmals per Konferenz
Von Olaf Paare
in der ARD übertragen - wurde
auf regionaler Ebene nachgelegt. Für die Vereine ist es mittlerweile etwas ganz Besonderes, das Endspiel zu erreichen.
Zum Abschluss komme ich
noch einmal zur Amateurfußball-Kampagne zurück, in der
der Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Vereinsberatung
ebenfalls verankert ist. So
habe ich mich in den vergangenen Jahren und Monaten
sehr stark bei den Vorstandstreffs eingebracht. Es war mir
eine große Freude – zumal
dort der Kontakt zur Basis
hergestellt wurde. Gleiches
gilt für den Vereinsdialog, bei
dem das Präsidium einen Verein besuchte und einen Abend
lang informierte und zuhörte.
Immer wieder haben wir dabei
von den Nöten und Sorgen der
Vereine erfahren, vieles konnte anschließend auf kurzem
Dienstweg verbessert werden –
gelebte Öffentlichkeitsarbeit,
die von einem Geben und Nehmen bestimmt ist.
Große Konstante im schnelllebigen Geschäft
der Öffentlichkeitsarbeit: Das SWFVVerbandsmagazin.
Verbandstag 2016
Tagesordnungspunkt 8:
Änderung der Satzung
§ 1 unverändert
§ 2 unverändert
ausschusses vom Präsidium berufen. Im Verhinderungsfall ist
eine stimmberechtigte Vertretung durch den stellvertretenden
Vorsitzenden des Kreisjugendausschusses möglich.
§ 3 Aufgaben des Verbandes
b) unverändert
1. bis 9. unverändert
3. Verbandsschiedsrichterausschuss
10. die Förderung der Leistungsbereitschaft und des fairen Verhaltens (Fair Play) von Spielern, Trainern, Betreuern und sonstigen
Vereinsmitarbeitern,
a) Zusammensetzung
Der Verbandsschiedsrichterausschuss besteht aus dem Vorsitzenden, jeweils einem gewählten Vertreter aus den zehn
Kreisschiedsrichterausschüssen und dem Verbandsschiedsrichterlehrwart. Darüber hinaus kann der Verbandsschiedsrichterausschuss eine Vertreterin der Schiedsrichterinnen dem Präsidium zur Berufung vorschlagen.
Die Vertreter werden auf Vorschlag des jeweiligen Kreisschiedsrichterausschusses vom Präsidium berufen. Im Verhinderungsfall
ist eine stimmberechtigte Vertretung durch den Vorsitzenden des
Kreisschiedsrichterausschusses möglich. Sofern der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses Mitglied im Verbandsschiedsrichterausschuss ist, erfolgt die Vertretung durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisschiedsrichterausschusses.
11. die Pflege von Toleranz und Respekt auf und neben dem Platz.
§§ 4 bis 12 unverändert
§ 13 Verbandsausschüsse
1. Verbandsspielausschuss
a) Zusammensetzung
Der Verbandsspielausschuss besteht aus dem Vorsitzenden und
jeweils einem gewählten Vertreter aus den zehn Kreisausschüssen
sowie dem Vorsitzenden des Verbandsjugendausschusses, der
Vorsitzenden des Verbandsfrauen- und -mädchenausschusses
und dem Vorsitzenden des Verbandsschiedsrichterausschusses.
Die Vertreter werden auf Vorschlag des jeweiligen Kreisausschusses vom Präsidium berufen.
Im Verhinderungsfall ist eine stimmberechtigte Vertretung durch
den Kreisvorsitzenden möglich. Sofern der Kreisvorsitzende Mitglied im Verbandsspielausschuss ist, erfolgt die Vertretung durch
den stellvertretenden Kreisvorsitzenden.
b) Aufgaben
1. Überwachung des gesamten Spielbetriebes der Männer innerhalb des Verbandsgebietes und die Einhaltung des Amateurgrundsatzes.
b) unverändert
4. unverändert
5. Verbandsfrauen- und -mädchenausschuss
a) Zusammensetzung
Der Verbandsfrauen- und -mädchenausschuss besteht aus der
Vorsitzenden, den zehn Frauen- und Mädchenbeauftragten der
Kreise und der Beauftragten für Mädchenfußball. Die Beauftragte
für Mädchenfußball wird vom Verbandsfrauen- und -mädchenausschuss vorgeschlagen und vom Präsidium für die Dauer der
Wahlperiode berufen.
b) unverändert
1b) 2. bis 1b) 4. unverändert
6. Verbandsausschuss für Breiten- und Freizeitsport
2. Verbandsjugendausschuss
a) Zusammensetzung
Der Verbandsjugendausschuss besteht aus dem Vorsitzenden,
jeweils einem gewählten Vertreter aus den zehn Vorsitzenden der
Kreisjugendausschüssen, dem Vorsitzenden des Schulfußballausschusses, und dem Jugendbildungsbeauftragten sowie und
der Beauftragten für Mädchenfußball.
Die Vertreter werden auf Vorschlag des jeweiligen Kreisjugend-
a) Zusammensetzung
Der Verbandsausschuss für Breiten- und Freizeitsport besteht
aus dem Vorsitzenden, zwei Beisitzern, die vom Präsidium berufen werden sowie den Breiten- und Freizeitsportverantwortlichen
der Kreise. Im Verhinderungsfall ist eine stimmberechtigte Vertretung durch den Kreisvorsitzenden möglich.
b) unverändert
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
23
Verbandstag 2016
7. unverändert
§ 14 unverändert
§ 15 Kreisausschüsse
1. Zusammensetzung
a) Die Kreisausschüsse setzen sich zusammen aus dem Kreisvorsitzenden, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden, dem Kreisschiedsrichterobmann, dem Vorsitzenden des Kreisjugendausschusses, der Beauftragten für Frauen- und Mädchenfußball
und weiteren zwei bis fünf Mitgliedern. Die Anzahl der weiteren
Mitglieder orientiert sich am Bedarf der am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften und wird vom Präsidium bestimmt. Der
Kreisjugendtag kann eine Person zur Wahl der Beauftragten für
Frauen- und Mädchenfußball vorschlagen, welche sich auf dem
Kreistag zur Wahl stellt.
Für die in Nummer 2 h) und i) nachstehend genannten Aufgaben
können auf Vorschlag des Kreisausschusses vom Präsidium bis
zu drei sechs zusätzliche Mitglieder berufen werden; der Vorschlag für 2 i) soll aus dem Kreis der Mitbürger mit ausländischer
Herkunft kommen.
b) unverändert
2. Aufgaben
a) bis f) unverändert
g) Talentsichtung und Talentförderung einschließlich Jugend-Auswahlmannschaften auf Kreisebene sowie die Gewinnung von
Frauen- und Mädchenmannschaften. Förderung der allgemeinen
Fußballentwicklung auf Kreisebene, Kooperation von Schule und
Verein und Öffentlichkeitsarbeit
h) Förderung der allgemeinen Fußballentwicklung auf Kreisebene,
insbesondere durch Qualifizierung/Vereinsberatung, Breitenund Freizeitsport sowie Kooperation von Schule und Verein, Öffentlichkeitsarbeit, EDV sowie soziales Engagement.
i) Gesellschaftliche Verantwortung (Inklusion, Integration und soziales Engagement)
die Integration von Mitbürgern/innen mit nationaler, ethnischer,
religiöser, kultureller und sozialer Verschiedenheiten zu fördern.
3. unverändert
§ 16 Wahl der Organe
1. Die Wahl der Mitglieder des Präsidiums – mit Ausnahme der Vorsitzenden des Verbandsjugendausschusses, des Verbandsschieds-
24
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
richterausschusses und der Kreisvorsitzenden – erfolgt durch den
Verbandstag; der Vorsitzende des Verbandsjugendausschusses,
der Verbandsschiedsrichterobmann und die Kreisvorsitzenden sowie die Beauftragte für Mädchenfußball bedürfen der Bestätigung
durch den Verbandstag. Analog gilt dies für die entsprechenden
Mitglieder der Kreisausschüsse bei den Kreistagen. Erfolgt seitens
des Kreistags keine Bestätigung, ist die notwendige Wahl zu wiederholen. Die Bestätigung erfolgt dann durch den Verbandstag.
2. Alle Wahlen sind schriftlich und geheim vorzunehmen. Wenn für
ein Amt nur eine Person vorgeschlagen wird, ist die Wahl durch
Handaufheben gestattet. Eine Wahl en bloc bei Tagungen der
Verbandsorgane ist zulässig, wenn die wahlberechtigten Mitglieder einstimmig zustimmen und die Anzahl der Kandidaten
mit der Zahl der zu vergebenen Ämter übereinstimmt. Hiervon
ausgenommen sind die Wahlen des jeweiligen Vorsitzenden und
seines Stellvertreters. Bestätigungen en bloc bei Tagungen der
Verbandsorgane sind zulässig, wenn die wahlberechtigten Mitglieder einstimmig zustimmen.
3. bis 9. unverändert
§§ 17 bis 28 unverändert
Verbandstag 2016
Tagesordnungspunkt 12: Anträge
Antrag Nr. 1
Betreff: Schiedsrichtergespann bei Freundschaftsspielen
mit Bezirksliga-, Landesliga- und Verbandsligabeteiligung
Antragsteller:
SV 1920 Geinsheim e. V.
Der Verbandstag möge beschließen:
Spielleitungen bei Freundschaftsspielen bis Verbandsligabeteiligung künftig gemäß dem Wunsch des Gastgebervereins zu besetzen.
Wunschmöglichkeiten:
a) nur mit einem Schiedsrichter
b) mit einem Schiedsrichtergespann
Begründung:
Seit ungefähr zwei Spielzeiten besetzt der SWFV auch Spiele in
Freundschaft ab Bezirksliga mit Schiedsrichtergespannen. Die Maßnahme wurde ohne Gehör der Vereine vom SWFV angeordnet.
Da bei Freundschaftsspielen wegen fehlenden Zuschauern so gut wie
keine Einnahmen erzielt werden können, verursacht diese Vorgabe
bei unserem Verein erhöhte Kosten.
Antrag Nr. 2
Betreff: Jugendordnung
§ 14 Leitung der Spiele/Feldverweis auf Zeit
Antragsteller:
TuS Rötsweiler-Nockenthal 1901 e. V.
Der Verbandstag möge beschließen:
1. Der Schiedsrichter kann einen Spieler oder Spielerin einmal
während eines Spieles für die Dauer von 5 Minuten des Feldes
verweisen, wenn ihm eine Verwarnung nicht mehr ausreichend,
ein Feldverweis auf Dauer jedoch nicht erforderlich erscheint.
2. Alle Entscheidungen, die der Schiedsrichter im Zusammenhang
mit dem Feldverweis auf Zeit trifft, können nicht angefochten
werden.
3. Ein Feldverweis auf Zeit kann sowohl ohne vorausgegangene als
auch nach erfolgter Verwarnung ausgesprochen werden.
4. Eine Verwarnung nach einem Feldverweis auf Zeit ist unzulässig.
5. Der auf Zeit des Feldes verwiesene Spieler oder Spielerin darf vor
Ablauf der Zeitstrafe nicht durch einen Auswechselspieler ersetzt
werden.
6. Der Feldverweis auf Zeit muss für alle am Spiel Beteiligten verständlich ausgesprochen werden. Zusätzlich zur mündlichen
Bekanntgabe gegenüber dem betroffenen Spieler oder Spielerin
hat der Schiedsrichter ihn durch Heben eines Armes und Ausstrecken der 5 Finger anzuzeigen.
7. Wird der Spielführer oder Spielführerin des Feldes verwiesen, so
ist dem Schiedsrichter ein anderer Spielführer zu benennen.
Neuer Wortlaut:
§ 14 Leitung der Spiele/Feldverweis auf Zeit
1. Jugendspiele werden im Allgemeinen von amtlichen Schiedsrichtern geleitet. Erscheint bei einem angesetzten Spiel der
Schiedsrichter nicht, so müssen sich die Vereine bemühen,
einen anderen anerkannten Schiedsrichter zu finden. Ist kein
anerkannter Schiedsrichter anwesend, haben sich die Vereine
auf eine andere Person zu einigen. Der Heimverein hat das Vorrecht und, falls auch der Gastverein das Spiel nicht leitet, die
Pflicht zur Leitung des Spiels. Bei Spielen ohne offiziell eingeteilte Schiedsrichter ist der Heimverein für die Eintragungen in
Spielbericht Online verantwortlich. Das Spiel muss ausgetragen
werden.
2. Der Schiedsrichter kann einen Spieler oder Spielerin einmal
während eines Spieles für die Dauer von 5 Minuten des Feldes
verweisen, wenn ihm eine Verwarnung nicht mehr ausreichend,
ein Feldverweis auf Dauer jedoch nicht erforderlich erscheint.
a.) Alle Entscheidungen, die der Schiedsrichter im Zusammenhang mit dem Feldverweis auf Zeit trifft, können nicht angefochten werden.
b.) Ein Feldverweis auf Zeit kann sowohl ohne vorausgegangene als
auch nach erfolgter Verwarnung ausgesprochen werden.
c.) Eine Verwarnung nach einem Feldverweis auf Zeit ist unzulässig.
d.) Der auf Zeit des Feldes verwiesene Spieler oder Spielerin darf vor
Ablauf der Zeitstrafe nicht durch einen Auswechselspieler ersetzt
werden.
e.) Der Feldverweis auf Zeit muss für alle am Spiel Beteiligten verständlich ausgesprochen werden. Zusätzlich zur mündlichen
Bekanntgabe gegenüber dem betroffenen Spieler oder Spielerin
hat der Schiedsrichter ihn durch Heben eines Armes und Ausstrecken der 5 Finger anzuzeigen.
f.) Wird der Spielführer oder Spielführerin des Feldes verwiesen, so
ist dem Schiedsrichter ein anderer Spielführer zu benennen.
Begründung:
Im Spielbetrieb der Fußballjugend sollte der Schiedsrichter einen
Spieler oder Spielerin einmal während eines Spieles auf Zeit des
Spielfeldes verweisen können, wenn eine Verwarnung (Verwarnungswürdiges Vergehen) nicht mehr gerechtfertigt ist, ein Feldverweis auf Dauer (Feldverweiswürdiges Vergehen) jedoch noch nicht
erforderlich erscheint.
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
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Verbandstag 2016
Antrag Nr. 3
Betreff: Spielordnung
§ 23 e - Spielgemeinschaften
Antragsteller:
ASV Lug-Dimbach
Der Verbandstag möge beschließen:
1. Spielgemeinschaften müssen auf Kreisebene zulässig sein!
Die Bildung von Spielgemeinschaften ist demnach im Männerbereich von drei Vereinen der A-, B-, C- und D- Klassen sowie bei
Reserverunden zulässig.
2. Keine Aufstiegsbegrenzung im Kreis
Das Aufstiegsrecht von Spielgemeinschaften soll nicht begrenzt
werden und ein Aufstieg bis in die Verbandsliga möglich sein.
3. Genehmigung bis auf Widerruf
Die Bildung einer Spielgemeinschaft erfolgt bis auf Widerruf
durch einen der beteiligten Vereine. Eine jährliche Antragsstellung ist unnötige Bürokratie.
Im Senioren-Bereich hat sich die Genehmigung „bis auf Widerruf“ seit Jahren bestens bewährt.
Neuer Wortlaut:
1. Spielgemeinschaften im Männerbereich können sind nur in den
A-, B-, C- und D- Klassen sowie bei Reserverunden gegründet
werden zulässig. Spielgemeinschaften im Frauenbereich sind
nur in der jeweils untersten Spielklasse eines Gebiets zulässig.
Spielgemeinschaften können von bis zu drei Vereinen bis auf Widerruf für die Dauer eines Spieljahres gebildet werden. Spielgemeinschaften mit zweiten Mannschaften sind nur dann möglich,
wenn die ersten Mannschaften unterhalb der Bezirksliga spielen.
§ 27 gilt entsprechend. Es können insgesamt nur 3 Spieler der
höheren Mannschaften in einer unteren Mannschaft eingesetzt
werden. Es kann nur eine Mannschaft pro Spielgemeinschaft am
Spielbetrieb teilnehmen.
2. Spielgemeinschaften müssen schriftlich unter Verwendung des
SWFV-Formulars beantragt werden. Der Antrag muss bis zum
15.06. des Spieljahres jährlich zur Genehmigung dem Kreisvorsitzenden vorliegen; bei kreisübergreifendem Spielbetrieb den
jeweils zuständigen Kreisvorsitzenden. Bei Frauen-Spielgemeinschaften entscheidet die jeweilige Kreis-Frauen- und -mädchenbeauftragte; bei kreisübergreifendem Spielbetrieb die jeweils
zuständigen Kreis-Frauen- und -mädchenbeauftragten.
3. bleibt unverändert
4. bleibt unverändert
5. Spielgemeinschaften können am Spielbetrieb in Konkurrenz
teilnehmen, jedoch besteht kein Aufstiegsrecht zur Oberliga.
A-Klasse. Aufstiegs- und Relegationsspiele zur A-Klasse können bestritten werden. Wird eine Spielgemeinschaft Meister
oder belegt sie einen durch Aufstiegs- oder Relegationsspiele
berechtigenden Platz in der Tabelle, kann nur ein beteiligter
26
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
Verein der Spielgemeinschaft das Aufstiegsrecht zur A-Klasse
wahrnehmen. Vorrangig erhält der federführende Verein die
Möglichkeit das Aufstiegsrecht wahrzunehmen. Die Meldung
des Vereins beim Kreisvorsitzenden oder bei der Kreis-Frauenund -mädchenbeauftragten ist vor dem letzten Spieltag durchzuführen. Erfolgt keine Einigung bis zu diesem Termin, ist das
Aufstiegsrecht verwirkt.
6. bleibt unverändert
Bisheriger Wortlaut:
1. Spielgemeinschaften im Männerbereich sind nur in den B-,
C- und D- Klassen sowie bei Reserverunden zulässig. Spielgemeinschaften im Frauenbereich sind nur in der jeweils untersten
Spielklasse eines Gebiets zulässig.
Spielgemeinschaften können von bis zu drei Vereinen für die
Dauer eines Spieljahres gebildet werden. Spielgemeinschaften
mit zweiten Mannschaften sind nur dann möglich, wenn die ersten Mannschaften unterhalb der Bezirksliga spielen. § 27 gilt
entsprechend. Es können insgesamt nur 3 Spieler der höheren
Mannschaften in einer unteren Mannschaft eingesetzt werden.
Es kann nur eine Mannschaft pro Spielgemeinschaft am Spielbetrieb teilnehmen.
2. Spielgemeinschaften müssen schriftlich unter Verwendung des
SWFV-Formulars beantragt werden. Der Antrag muss bis zum
15.06. des Spieljahres jährlich zur Genehmigung dem Kreisvorsitzenden vorliegen; bei kreisübergreifendem Spielbetrieb den
jeweils zuständigen Kreisvorsitzenden. Bei Frauen-Spielgemeinschaften entscheidet die jeweilige Kreis-Frauen- und -mädchenbeauftragte; bei kreisübergreifendem Spielbetrieb die jeweils
zuständigen Kreis-Frauen- und -mädchenbeauftragten.
3. Nach Gründung der Spielgemeinschaft nimmt die Mannschaft ihren Spielbetrieb in der untersten Spielklasse auf. Es besteht die
Möglichkeit die Spielklassenzugehörigkeit einer der beteiligten
Vereine zu wahren.
4. In den Namen der Spielgemeinschaft sind die Namen der beteiligten Vereine aufzunehmen. Der federführende Verein wird zuerst benannt. Dieser ist für die Einhaltung der Bestimmungen der
Satzung und Ordnungen verantwortlich.
Spielberechtigt für die Spielgemeinschaft sind alle Spieler, die
für einen der beteiligten Vereine Spielerlaubnis besitzen. Eine
Passumschreibung erfolgt nicht.
5. Spielgemeinschaften können am Spielbetrieb in Konkurrenz teilnehmen, jedoch besteht kein Aufstiegsrecht zur A-Klasse. Aufstiegs- und Relegationsspiele zur A-Klasse können bestritten werden. Wird eine Spielgemeinschaft Meister oder belegt sie einen
durch Aufstiegs- oder Relegationsspiele berechtigenden Platz in
der Tabelle, kann nur ein beteiligter Verein der Spielgemeinschaft
das Aufstiegsrecht zur A-Klasse wahrnehmen. Vorrangig erhält
der federführende Verein die Möglichkeit das Aufstiegsrecht
wahrzunehmen. Die Meldung des Vereins beim Kreisvorsitzenden
oder bei der Kreis-Frauen- und -mädchenbeauftragten ist vor dem
Verbandstag 2016
letzten Spieltag durchzuführen. Erfolgt keine Einigung bis zu diesem Termin, ist das Aufstiegsrecht verwirkt.
6. Bei der Beendigung einer Spielgemeinschaft am Ende eines Spieljahres kann ein an der Spielgemeinschaft beteiligter Verein den
Platz der Spielgemeinschaft einnehmen. Erfolgt keine Einigung
bis zum 15.06., hat der federführende Verein vorrangig die Möglichkeit, den Platz einzunehmen. Nimmt der federführende Verein
diese Möglichkeit nicht wahr, müssen sich die beteiligten Vereine
einigen. Erfolgt keine Einigung oder möchte kein Verein den erspielten Platz einnehmen, werden alle beteiligten Vereine mit einer
eigenen Mannschaft in der untersten Spielklasse eingegliedert.
Begründung:
Immer mehr Fußballvereine müssen die Kräfte bündeln und sich zu
einer Spielgemeinschaft zusammenschließen.
Dies hat zwingende Gründe, denn immer weniger Kinder und Jugendliche suchen den Weg zum Fußballverein. Auch das Überangebot von Freizeitmöglichkeiten und alternativen Sportarten sowie die
Mobilität der heutigen Jugend verändern die Mitgliederzahlen unserer Vereine. Kein Verein macht eine Spielgemeinschaft aus Jux und
Tollerei. Auch in der Vergangenheit, in der es ja einige Zusammenschlüsse von Vereinen gegeben hat, wurde seriös auf einen solchen
Schritt hingearbeitet etwas Neues zu schaffen.
Gerade weil es auch erhebliche und eklatante finanzielle Einbußen
für jeden Teilnehmer einer solchen Spielgemeinschaft gibt, muss
dieser Schritt gut überlegt sein. In der Vergangenheit wurden die
Zusammenschlüsse bestens vorbereitet und keine wurde wieder
aufgehoben. Die Personalsituation und die demographische Entwicklung lässt aber in der Regel keine anderen Möglichkeiten zu.
Deswegen haben sich die Gremien des Verbandes endlich für die
Zulassung von Spielgemeinschaften durchgerungen. Eine Entscheidung, die längst überfällig war. Das dokumentieren auch die Zusammenschlüsse mit den kostenpflichtigen Passüberschreibungen
auf einen Verein, die es in der nahen Vergangenheit gegeben hat.
Die zeigen, dass dieser Schritt unbedingt getan werden musste.
Den Vereinen des Kreises Südpfalz geht dieser Schritt aber nicht
weit genug, legt der Verband doch Fesseln an, die nicht nötig sind.
Zu Antrag 1
Eine Bestandserhebung bei den einzelnen DFB-Verbänden ergab,
dass fast überall zugelassen wird, dass Spielgemeinschaften mit
allen Kreismannschaften, unabhängig ihrer Staffelzugehörigkeit
im Kreis, genehmigt werden. Das sollte auch bei unserem Verband
möglich sein.
Deswegen stellen die Vereine des Kreises Südpfalz den Antrag,
Spielgemeinschaften bis einschließlich der A-Klasse zuzulassen.
Zu Antrag 2
Diese Spielgemeinschaften müssen auch ein Aufstiegsrecht haben,
das einer weiteren positiven Entwicklung der Vereine nicht im Wege
steht.
Beispiel: ein B-Klassenverein und ein C-Klassenverein gehen eine
Spielgemeinschaft ein. Diese SG funktioniert und irgendwann wird
die SG Meister der B-Klasse und kann nicht aufsteigen. Selbstverständlich kann das Aufstiegsrecht wahrgenommen werden, wenn
man die Spielgemeinschaft auflöst und einen Zusammenschluss
macht, d.h. die Pässe umschreibt. Hinzu kommt, dass ein Verein
seinen Spielbetrieb abmelden muss und dadurch alle Spieler den
Verein ablösefrei verlassen können. Eine solche Vorgehensweise
wäre für unsere Vereine – vornehm ausgedrückt – ein Paradoxum.
Auch hier sind uns andere Verbände weit voraus. Sowohl im Saarland als auch im Rheinland können Spielgemeinschaften bis zur
höchsten Verbandsklasse aufsteigen.
Deswegen fordern auch wir das Aufstiegsrecht bis zur Verbandsliga.
Zu Antrag 3
„Alle Welt“ fordert eine effizientere Arbeitsweise und da sollen
Spielgemeinschaften jedes Jahr wieder beantragt und genehmigt
werden? Immer wieder wird von „best practice-Beispielen“ gesprochen und der SWFV erlaubt sich eine unnötige Bürokratie, die auch
noch mit unnötigen Kosten und unnötiger Arbeit für die Vereine und
die Kreisvorsitzenden verbunden ist.
Im Seniorenbereich gibt es schon einige Jahre die Spielgemeinschaften auf Widerruf. Diese Vorgehensweise funktioniert in allen
Kreisen ohne Probleme und sollte auch bei den Aktiven eingeführt
werden.
Deswegen fordern wir diese Vorgehensweise, einmalige Antragstellung und einmalige Genehmigung bis auf Widerruf, bei den Spielgemeinschaften im Aktivenbereich.
Antrag Nr. 4
Betreff: Jugendordnung
§ 5 Nr. 1 - Einteilung der Altersklassen
Antragsteller:
Turn- und Sportverein 1914 e. V. Berschweiler
Sportverein Winterbach 1947 e. V.
Der Verbandstag möge beschließen:
Der oben genannte Verein beantragt eine Änderung bzw. Ergänzung
des § 5 Nr. 1 der Jugendordnung.
Neuer Wortlaut:
Ein Juniorenspieler kann nur in seiner oder der nächst höheren Altersklasse spielen.
Eine Juniorinnenspielerin kann in ihrer oder den beiden nächst höheren Altersklassen spielen.
Bisheriger Wortlaut:
Ein Jugendspieler kann nur in seiner oder der nächst höheren Altersklasse spielen.
Begründung:
Nach dem bisherigen Wortlaut in § 5 der Jugendordnung kann ein
Jugendlicher nur in seiner oder der nächst höheren Altersklasse
spielen. Durch die Verwendung des Begriffes „Jugendlicher“ trifft
dies auf Junioren und Juniorinnen zu.
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
27
Verbandstag 2016
Für den Bezirk Nahe mit seinen relativ kleinen Vereinen bedeutet
diese enge Einschränkung das Aus für den Mädchenfußball. Der
Fortbestand kann nur gesichert werden, wenn bei den Juniorinnen
Mannschaften mit Spielerinnen über mehr als zwei Altersklassen
hinaus möglich sind.
Es sollte das Bestreben des Verbandes sein, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, Mädchen dem Fußball zu erhalten und damit auch den
Fortbestand des Frauenfußballs sicherzustellen.
Um dieses Ziel zu erreichen, beantragen wir in § 5 der Jugendordnung die Spielmöglichkeit für die Juniorinnen zu erweitern und eine
Regelung einzufügen, wonach Juniorinnen in ihrer und den beiden
nächst höheren Altersklassen spielen können.
Antrag Nr. 5
Für all diese Funktionen hat Karl-Heinz Weyand auch die verschiedensten Ehrungen erhalten:
Er ist Träger der SWFV-Ehrennadel in Bronze, Silber und Gold sowie der DFB Verdienstnadel sowie im Bereich des Sportbundes
Rheinhessen Träger der Ehrennadel in Bronze und Silber und im
Landessportbund Träger der Ehrenplakette in Bronze und Silber.
Weiterhin erhielt Karl-Heinz Weyand im Jahre 2014 die Sportplakette
des Landes Rheinland Pfalz.
Antrag Nr. 6
Antragsteller:
Kreistag Kusel-Kaiserslautern
Der Verbandstag möge beschließen:
Der Kreis Kusel-Kaiserslautern stellt einstimmig den Antrag, Herrn
Karl-Heinz Scherer zum Ehrenkreisvorsitzenden zu ernennen.
Betreff: Ernennung zum Ehrenkreisvorsitzenden
Antragsteller:
Kreistag Bad Kreuznach
Der Verbandstag möge beschließen:
Der Kreis Bad Kreuznach stellt einstimmig den Antrag, Herrn KarlHeinz Weyand zum Ehrenkreisvorsitzenden zu ernennen.
Begründung:
Karl-Heinz Weyand hat und hatte viele Funktionen inne gehabt,
mit denen er den Kreis Bad Kreuznach auf Verbands- und Landesebene vertreten und in hervorragender Weise bekannt gemacht
hat.
Seine verschiedensten Funktionen waren:
Im Verein SV Hottenbach:
- 1966 - 1970 Jugendabteilung
- 1971 - 1979 1. Kassierer
- 1979 - 1984 1. Vorsitzender
Auf Verbandsebene:
- 1980 - 1984 Beisitzer + Spielleiter Birkenfeld
- 1984 - 1988 Stellv. Kreisvorsitzender Birkenfeld + Spielleiter
- 1988 - Mai 1994 Stellv. Kreisvorsitzender Bad Kreuznach
- seit 1994 - Kreisvorsitzender SWFV Bad Kreuznach + Staffelleiter
- 1996 - 2008 Beisitzer im Verbandsspielausschuss SWFV + Staffelleiter Landesliga West
- 2008 - 2012 Bezirksvorsitzender Nahe + Staffelleiter Bezirksliga
Nahe
- 2008 - 2012 Vorstandsmitglied SWFV
- seit 2008 Präsidiumsmitglied im SWFV
Im Sportbund Rheinhessen:
- Seit 1998 Sportkreisvorsitzender Bad Kreuznach
- ab Juni 1998 Sportkreisvorsitzender des Sportbundes Rheinhessen für den Kreis Bad Kreuznach bis heute
- ab Juni 2014 Vertreter der Nahevereine im Sportbund Rheinhessen
und Präsidiumsmitglied
28
SONDERAUSGABE
VERBANDSTAG 2016
Begründung:
Karl-Heinz Scherer wurde 1984 Mitglied des Kreisausschusses und
war in diesem dann 32 Jahre ununterbrochen tätig. 1996 wurde er
erstmals zum Kreisvorsitzenden des Kreises Kusel gewählt. Als
2010 die Kreise Kusel und Kaiserslautern zum Kreis Kusel-Kaiserslautern zusammengeführt wurden, stand er die kommenden 6 Jahre auch dem neuen Kreis als Kreisvorsitzender vor. Karl-Heinz Scherer war ein umsichtiger Kreisvorsitzender, der sich mit aller Macht
und seinem umfangreichen Fachwissen immer für seine Kreisvereine einsetzte. Auch die Kreisreform managte er in vorbildlicher Art
und Weise und so lief diese ohne Reibungspunkte ab. Kuseler und
Kaiserlauterer Vereine wuchsen zu einem funktionierenden Kreis
zusammen.
Neben seinen vielen Aufgaben als Kreisvorsitzender war er aber
auch über viele Jahre Staffelleiter, Mitglied der Verbandsspruchkammer und des Ehrungsausschusses, Präsidiumsmitglied sowie
Hauptorganisator vieler Veranstaltungen im Kreis wie Kreisehrenamtstag, Fair-Play-Ehrung etc.
Nach 20 Jahren als Kreisvorsitzender und 32 Jahren Kreisausschussarbeit zieht sich Karl-Heinz Scherer nun aus der Kreisarbeit
zurück, bleibt dem SWFV aber in der Sportgerichtsbarkeit erhalten.
Er hat sich in dieser Zeit durch seine außerordentlich hervorragende
ehrenamtliche Tätigkeit um den Fußball im SWFV verdient gemacht.
Deshalb wurde auf dem Kreistag des Kreises Kusel-Kaiserslautern
der Antrag gestellt, Karl-Heinz Scherer zum Ehrenkreisvorsitzenden zu ernennen. Die anwesenden Vereine stimmten dem Antrag
einstimmig zu und bitten den Verbandstag, Karl-Heinz Scherer zum
Ehrenkreisvorsitzenden des Fußballkreises Kusel-Kaiserslautern zu
ernennen.
Frauen- und Mädchenfußball
Erfolgreiche Mädchen und Frauen im SWFV
Meister der B-Juniorinnen-Regionalliga
Südwest: TSV Schott Mainz
Stolz sein können die B-Juniorinnen des TSV Schott
Mainz: Nachdem sie im Winter bereits die FutsalMeisterschaft des SWFV erringen konnten, sicherten
sie sich jetzt die Meisterschaft in der B-Juniorinnen Regionalliga Südwest. In der kommenden Saison starten
die Mädels in der B-Juniorinnen Bundesliga.
Foto:
privat
Tolle Saison der TSV-Frauen in der
2. Bundesliga
Der TSV Schott Mainz hat seine erste Saison in der
2. Bundesliga auf Platz sechs abgeschlossen, zudem
zwei U19/20 Nationalspielerinnen hervorgebracht.
„Wir sind sehr stolz, ein solches Team in der zweiten Bundesliga zu haben“, freut sich Bärbel Petzold,
die Vorsitzende für Frauen- und Mädchenfußball
im SWFV. Das Foto zeigt die Mannschaft nach dem
Aufstieg in die 2. Bundesliga in der vorigen Saison.
Foto: privat
Meister der Frauen-Regionalliga Südwest und
SWFV-Verbandspokalsieger: 1. FFC Niederkirchen
Erfolgreiches Team: Die Frauenmannschaft des 1. FFC
Niederkirchen wurde mit 21 Siegen und nur einem Unentschieden ungeschlagen Meister der Regionalliga Südwest
und steigt mit einem Torverhältnis von 90:8 Toren in die 2.
Frauen Bundesliga auf. Zudem wurden sie Verbandspokalsieger mit einem 3:0 im Endspiel gegen den SC Siegelbach.
Obere Reihe: Marina Manuth (Physio), Kerstin Burgey,
Niko Koutroubis (Cheftrainer), Laura Schmahl, Ann-Katrin
Striekert, Laura Müller (Betreuerin) Juliane Fuchs, Chantal
Fuchs, Alessa Herrmann, Marie-Kristin Müller, Michelle
Baumann. Mittlere Reihe: Annika Fend, Sina Stortz, Lena
Kurz, Kay Buhl, Mariella Mock, Janine Hans, Selina Hünerfauth, Lisa Egelhof, Kathrin Becker, Sandra Henke. Vorne:
Silvana Arcangioli, Kristin Götz. Es fehlt: Natalie Stulin.
Foto: Kunz
Ausgabe 2/2016
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Meisterschaft
Die Meister im SWFV 2015/2016
Verbandsliga Südwest: TuS Mechtersheim
Verbandsliga-Meister und Aufsteiger in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: TuS Mechtersheim. Hintere Reihe v. l.: Timo Hammer (Spielleiter), Odile Piepenhagen (Betreuerin), Jannick Immel,
Mihai Petrescu, Thorsten Ullemeyer, Georg Ester, Max Krämer, Dieter Demmerle (Sportdirektor), David Demmerle (Team SocialMedia). Mittlere Reihe v. l.: Michael Beyer (Torwart-Trainer), Holger
Lorfing (2. Vorsitzender), Wolfgang Utzmann (Betreuer), Eric Veth, Bojan Custic, Ismael Imre, Anna Bräutigam (Physiotherapeutin), Manfred Schmitt (Chef-Trainer), Florian Simon, Andreas Brill
(Spielführer), Danko Boskovic (Co-Trainer), Jürgen Fritzsche (Vorsitzender Förderverein), Mathias Kurz (Hauptsponsor). Vordere Reihe v. l.: Angelo Ietro, Christoph Böcher, Jan Lintz, Philipp Schilling, Konstantin Stengel, Andre Lacroix, Ionut Hristache, Kevin Selzer, Raphael Schweitzer.
Foto: Landry
16
Ausgabe 2/2016
Meisterschaft
Die Landesliga-Meister des SWFV 2015/2016
Landesliga Ost: FC Speyer 09
So sehen Sieger aus! Der Meisterkader des FC Speyer 09: Andreas Backmann, Eric Biedenbach, Daniel Bundus, Steffen Burnikel, Sanel Catovic, Domenico De Vico, Maurizio De Vico, Isa Esen,
Christoph Gass, Christian Heil, Matthias Hermann, Max Imo, Valentin Ion, Levent Izgec, Wladislaw Kirch, Fabian König, Alexander Reichert, Goncalo Rosa, Yannik Sahin, Kevin Sigl, Marvin Sprengling. Trainer: Ralf Gimmy.
Foto: Kunz
Landesliga West: SV Herschberg
Die Meistermannschaft des SV Herschberg: hinten Vorsitzender Uli Salzmann, Sebastian Schröer, Marius Müller, Jascha Conzelmann, Marc Brünisholz, Christian Schirrmann, Sebastian Donauer,
Yannik Rinner, Christoph Metzger, Kai Zimmermann und Nico Freiler. Vorne Jens Mayer mit Tochter Nele, Markus Lechner mit Tochter Marie, Raphael Schüngel, Daniel Lenhard, liegend Betreuer
Klaus Zeiter, Jan Böhr, Marco Juner, Dennie Schmidt mit den Kindern Max Schüngel, Neven Mayer und Robin Schüngel, Torwart Tim Schiefer und Lionel Maas.
Foto: Seebald
Ausgabe 2/2016
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Meisterschaft
Die Bezirksliga-Meister des SWFV 2015/2016
Bezirksliga Vorderpfalz: FS
V Schifferstadt
Der FSV Schifferstadt ist
Meister der Bezirksliga Vord
erpf alz.
Der Kader: Mer t Beser, Mar
kus Birke, Markus Breining
er, Eric
Ehringer, Yannik Fleckenstei
n, Tibor Gößner, Markus Heb
erger,
Markus Herrmann, Marc Hoff
mann, Alexander Hödl, Bas
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Keller, Fabian Klein, Felix
Klein, Jan Licht, Mark Loch
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Lüken, Sebastian Magin,
Christoph Mehrl, Daniel Mirg
eler,
David Pranschke, Johanne
s Rudenko, Dominic Ratsak,
Kevin
Schimming, André Schlug,
Christian Schott, Mar vin
Sellinger,
Daniel Stark, Rouven Wer
ner, Christian Wolff, Canbert
Yildiz.
Spielertrainer Christoph Meh
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Foto: Kunz
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Kuntz, Cosmin Paina,
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f, Dominik Will (vorne),
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sind Meister, v. l.: Adrian
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Bezirksliga Westpfalz, die
(davor), Tim Hecker, Jan Lutz
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Coach Stef an Nag y (vorne),
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Foto: Buchholz
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George Bogdan (vorne), Hub
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Dariush Hagen (vorne), Dan
-Muck.
Vorstand Albert Burkhart
18
Ausgabe 2/2016
Meisterschaft
Bezirksliga Rheinhessen:
SV Horchheim
Der Meisterkader des SV
Horchheim: Marcel Mappes
, Benny Baumann, Luse Alex
(Tor war ttrainer), Marc Blas
is, Lars Freese, Alexander
er, Ömer Bozkaya, Robin
Dorn, Christian Schäfer (Tra
Rauscher, Andreas Tillschn
Pühler, Daniel Sälzer, Tim
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(Vorstand), Kay Schmitt
k, Armin Staeck (Vorstand),
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Thomas Wernz ( Vorstand
lfinger und Francesco Paro
), Alexander Köhler, Robin
tta, Florian Schapfel, Sas
cha Löcher, Ersin Kaya, Ron
ald Opoku, Erik Hübler.
Foto: Dirigo
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Bezirksliga Nahe: SG Alsen
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er, Tobias Weiss, Jeremia
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Foto: Greber
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Die SG Alsenztal feiert
Trainer Alexander Raab.
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Markus Porr, Philipp Stei
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Erfolges sind die gemeins
Patrick Stanczyk. Väter des
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19
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Vermischtes
Taktifol und SWFV verlängern Partnerschaft
Michael Monath, Jürgen Zinsmeister und Heinz-Jürgen Schlösser (v. l.) vor dem Gebäude der
Firma Taktifol GmbH.
Bereits seit einigen Jahren kooperieren die Firma Taktifol und
der SWFV. In den kürzlich stattgefundenen Jahresgesprächen
beurteilten beide Parteien die
Zusammenarbeit sehr positiv
und einigten sich schnell auf ein
weiteres gemeinsames Vorgehen. „Es ist immer schön, wenn
Kooperationen so konstruktiv
und zielorientiert verlaufen“,
zeigt sich Taktifol-Chef Jürgen
Zinsmeister erfreut. „Die Zu-
sammenarbeit mit den Leuten
von Taktifol ist genauso unkompliziert wie das Produkt selbst“
zeigt sich Michael Monath, Geschäftsführer des SWFV positiv
gestimmt.
T
aktifol ist nun schon seit
Anfang 2009 Partner des
SWFV. Die Idee der überall
haftenden und abwischbaren
Spielfeldfolie hat sich mittler-
weile in allen Ebenen des Fußballs durchgesetzt und die Folie
ersetzt die konventionelle Taktiktafel nicht nur bei den TopTrainern. Gerade die kleineren
Vereine mit überschaubaren
finanziellen Mitteln nutzen
gerne das attraktive Preis-Leistungsverhältnis der Taktikfolie.
Mittlerweile hat sich die Taktifol
GmbH zum Vollsortimenter für
den Trainerbedarf weiterentwickelt. Von Freistoßmännchen
über Markierungshütchen, Slalomstangen und Hürden kann
der Trainer seinen kompletten
Bedarf bei den Südpfälzern
decken. „Neben Taktifol gibt
es hier noch einige andere pfiffige Trainingshilfen zu fairen
Preisen“, zeigt sich auch Verbandssportlehrer Heinz-Jürgen
Schlösser begeistert. Speziell
für die Mitglieder des SWFV bietet die Firma Taktifol bis Ende
Juni einen Sonderrabatt von 15%
auf alle Einkäufe an. Egal ob Taktifol-Rollen, Freistoßmännchen,
Markierungshütchen oder andere Produkte – einfach online bestellen und den Gutscheincode
„SWFV2016“ eingeben – der
Rabatt wird dann automatisch
berücksichtigt. Nähere Infos
sind auch der Taktifol-Anzeige
in diesem Magazin zu entnehmen oder können direkt bei
den „Taktifollern“ unter 0727394948-20 erfragt werden. Teil
der Kooperationsvereinbarung
zwischen SWFV und Taktifol
ist auch weiterhin, dass alle
neu ausgebildeten Trainer ein
kostenloses Taktifol-Miniset
überreicht bekommen. Sicherlich eine gute Gelegenheit für
die Trainer-Neulinge, sich mit
den Vorteilen eines guten Taktik-Mediums vertraut zu machen und dieses zielorientiert
anzuwenden.
Die Sieger der Schulfußball-Endspiele im SWFV
Wettkampf II, Jungen: Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern
Wettkampf III, Jungen: Theresianum-Gymnasium Mainz
Wettkampf, IV, Jungen: IGS Mainz-Bretzenheim
Wettkampf II, Mädchen: Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken
Wettkampf III, Mädchen: SMG Ingelheim
Wettkampf IV, Mädchen: Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern
Sieger im WK IV, Jungen: IGS Mainz-Bretzenheim.
Ausgabe 2/2016
21
Meisterschaft
SpVgg Greuther Fürth
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Das FieldTurf
Purefill System
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FieldTurf spielt
sich natürlich gut
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Vermischtes
Buchtipp: »Fragen Sie
doch mal Ihre Frau!«
D
ie besten und lustigsten
Zitate der internationalen
Fußballstars – darunter
bekannte Namen wie George
Best, David Beckham, José
Mourinho oder Zlatan Ibrahimovic. Hinzu kommen in Deutschland bisher eher unbekanntere
Typen – allesamt großartige,
amüsante Sprücheklopfer. Zusammengetragen vom Meister
der Fußball-Unterhaltung: Ben
Redelings.
Klassisches:
»Abergläubisch? Ich? Nein! Das
bringt nur Unglück!« (Raymond
Domenech)
»Tackling ist viel schöner als
Sex!« (Paul Ince, ehemaliger
englischer Nationalspieler)
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Witziges:
Reporter: »Woher haben Sie die
Kratzer im Gesicht?«
Zlatan Ibrahimović: »Fragen Sie
doch mal Ihre Frau!«
Philosophisches:
»Wenn ich wollte, dass ihr das
versteht, hätte ich es besser
erklärt.« (Johan Cruyff im Gespräch zu Journalisten)
Altrhein-Jugend von
FUFA überrascht
I
m Fußballkreis Alzey-Worms ist
der Förderverein
Jugendfußball (FUFA) wieder einmal
mit einer tollen
Aktion auf den Plan getreten. Vom
FUFA-Duo Felix
Schmidt/Heinz Hinkel zusammen mit
Jürgen Thiel von
der SG Altrhein vorbereitet, wurde auf
der Sportanlage
des TSV Rheindürkheim ein beso
nderer Programmpunkt in den „Tag der Fußballju
gend“ integriert:
Kreisjugendwart Karlheinz Best sow
ie Otmar Müller,
Manfred Metz und Michael Glass (alle
FUFA) überreichten den Vertretern der acht Jugendm
annschaften je
ein Paar Fußballschuhe und einen
Ball fürs Team. Die
Nachwuchsspieler wurden von ihre
n Teamkollegen für
vorbildliches Verhalten auserwählt.
Die Überraschung
ist gelungen. „Der Rahmen war echt
toll – wir alle sind
von dem vorbildlichen Ablauf echt
beeindruckt.“ Lobende Worte aus den Reihen der viele
n Eltern. Zur Altrheinjugend gehören außer dem TSV
auch die Vereine
Rheingold Hamm und Germania Eich
. Folgende Nachwuchskicker der SG Altrhein durf
ten Fußballschuhe
von der FUFA entgegennehmen: Erik
Baah (A-Junioren),
Erik Reil (B), Burhan Gecgel (C), Den
is Krasniqui (D),
Finn Scheufele (E2), Kevin und Marcel
Doll (E1/F) sowie
Moritz Olusanya (G).
Mit C+C und dem SWFV
gewinnen
D
er SWFV und sein Partner, der C+C Bereich der WASGAU AG,
haben im Rahmen ihrer Zusammenarbeit drei Fußballvereine
aus dem Verbandsgebiet prämiert: Diesjährige Gewinner bei
der Verlosung engagierter Vereine waren der TSV Dörnbach (Kreis
Kaiserslautern-Donnersberg) mit 600,-€ in bar; der FC Leistadt
(Kreis Rhein-Mittelhaardt) mit einem Einkaufsgutschein in Höhe
von 400,-€ und der TuS Winzeln (Kreis Pirmasens-Zweibrücken) mit
einen Einkaufsgutschein in Höhe von 200,-€! Die Schecks an die
glücklichen Gewinner übergaben (hintere Reihe von links): Peter
Weis (stellv. Marktleiter Wasgau C+C Pirmasens); Uwe Koberstädt
(Marktleiter und Prokurist Lautertal C+C Kaiserslautern); Robert
Ziegler (Geschäftsführer Weinstraßen C+C Neustadt) und SWFVVizepräsident Jürgen Veth
Ausgabe 2/2016
23
Aus den Kreisen
Mainzer Landesliga-Duo auf Augenhöhe
Drei Mai-Meetings mit Drais und Bretzenheim
Einmarsch zum Pokalfinale: Die Teams von TSG Drais (rote Trikots) und SV Bretzenheim 12. Das Spiel endete 2:0 für Bretzenheim.
Im rheinhessischen Frauenfußball stand insbesondere
die finale Etappe der Saison
2015/16 ganz im Zeichen zweier
Landesliga-Giganten. Die TSG
Drais und der SV Bretzenheim
12 lieferten sich in der Meisterschaft ein überaus spannendes
Kopf-an-Kopf-Rennen, das sogar ein Nachsitzen erforderlich
machte. Dafür ausschlaggebend war der direkte Vergleich
am drittletzten Spieltag.
D
er Primus Bretzenheim
führte vor dem Knaller
am 1. Mai mit total weißer
Weste und nur zwei (!) Gegentoren das Feld an. Eine ähnliche
Bilanz konnte allerdings auch
der große Rivale TSG Drais aufweisen. Der Mainzer Nachbar,
der vorher nur einmal patzte,
konnte in einem brisanten Duell
vor 250 Zuschauern den Spieß
umdrehen und die SVB-Girls auf
deren Gelände mit 3:1 in die Knie
zwingen. Da beide Mannschaf-
24
ten danach ihre letzten Spiele
erwartungsgemäß gewannen,
wurde ein Entscheidungsspiel
notwendig. Auch diesmal kamen wieder weit über zweihundert Fans. Sie erlebten auf dem
Ober-Hilbersheimer Kunstrasen einen überraschend klaren
4:0-Sieg der TSG-Mädchen, die
von ihrer frühen Führung profitierten. Nach einem Eigentor
gleich zu Beginn konnte Chantal Jost bereits in der 9. Minute
auf 2:0 erhöhen. Die Matchwinnerin schlug schon bald nach
der Pause erneut zu. Caroline
Rau traf kurz vor Schluss zum
4:0-Endstand. Riesenjubel in
den Draiser Reihen...
Elfmeter und Daniela Buckwitz
verantwortlich. Also drei Treffs in
einem Monat – Dramatik pur!
TSG Drais: Vorfreude auf
Verbandsliga
Und wie geht‘s weiter? Die TSGGirls freuen sich auf die Verbandsliga. „Die Mannschaft ist
sehr jung. Sie bleibt zusammen,
und wir wollen auf alle Fälle auch
in der Verbandsliga bestehen.“
Der Draiser Coach Tobias Hahn
(29), auch als Stützpunkttrainer
Von Heinz Hinkel
Fotos: Hinkel
im SWFV am Ball, ist recht zuversichtlich. Sein Kollege vom
SV Bretzenheim, Horst Nautz,
steht ihm nicht nach. „Wir sind
nach dem unglücklichen 0:4
gleich wieder aufgestanden“,
konnte der Mainzer schon am
nächsten Tag wieder lachen. Er,
„aber auch die Mädels“, wären
fest entschlossen, in der nächsten Saison erneut anzugreifen.
„Wir werden noch die eine oder
andere starke Spielerin dazubekommen und dann richtig Gas
geben“, so Nautz.
Bretzenheimer Jubel:
Pokalsieg
„Verbandsliga wir kommen!“
Zwischen den beiden Begegnungen fand am Feiertag das PokalEndspiel der Frauen in AlzeyWeinheim statt. Diesmal hatte
Bretzenheim 12 Grund zum Jubel:
Für den 2:0-Erfolg der SV-Mädels
zeichneten Karin Steinrücke per
Drei Treffs in einem Monat – Dramatik pur in der Landesliga: Hoch her ging es bei den Begegnungen der Landesliga-Giganten TSG Drais (rote Trikots) und SV Bretzenheim 12.
Ausgabe 2/2016
Aus den Kreisen
Aus drei Vereinen wurde ein Erfolgsteam
SG Alsenztal steigt erstmals in Landesliga auf
Die Unterstützung hätte nicht
größer sein können. Mit drei
Bussen reisten die Fans der
SG Alsenztal zum vorletzten
Bezirksliga-Spiel nach Mörschied. Dort wurden sie mit
kühlen Stubbis und leckerem
Spießbraten begrüßt, vor allem durften sie aber jubeln:
Die SG Alsenztal sicherte sich
die Meisterschaft und steigt
erstmals in die Landesliga auf.
T
homas Dubravsky konnte
seine Tränen nicht verbergen, als er Alexander
Raab nach dem Schlusspfiff
in Mörschied innig umarmte.
Die beiden stehen für den kometenhaften Aufstieg der SG
Alsenztal. Dubravsky formte in
den vergangenen Jahren das
Team, das Raab als Coach nun
zur Meisterschaft führte. Dabei
gelang es ihnen und ihren Mitstreitern nicht nur, sportlich erfolgreich zu sein, sondern auch
die Zuschauer und Vereinsmitglieder mitzunehmen. „Es ist
ein Riesen-Ding, wie schnell
das Ganze in den drei Orten
und in den drei Vereinen zusammengewachsen ist“, sagt Tim
Klein-Harmeyer, einer der Abteilungsleiter. Der FV Hochstätten und der TuS Alsenz machten
vor einigen Jahren den Anfang,
vor der Meistersaison kam dann
noch der SV Niedermoschel
dazu. Zusammen sind sie stark,
wie die große Zuschauerunterstützung bei den Heimspielen
zeigt. Staffelleiter Otfried Seefeldt nannte bei der Meisterfei-
er die beeindruckenden Zahlen:
175 zahlende Zuschauer kamen
im Schnitt zu den Heimspielen.
Doch auch auswärts stimmt die
Unterstützung. Im November
2014 bevölkerten die SGA-Fans
das Bad Kreuznacher MoebusStadion, als das Spitzenspiel
mit der SG Eintracht anstand.
Die Alsenztaler siegten, doch
im Saisonverlauf hatte der Traditionsklub von der Nahe in der
folgenden Rückrunde den längeren Atem. Eine Saison später
war es dann an der SG Alsenztal
selbst, einen Vorsprung vor der
Konkurrenz dauerhaft zu verteidigen. „Wir hatten nicht einmal mehr als einen Verletzten.
Durch Sperren gab es mal zwei
Ausfälle, aber nie mehr“, berichtet Bernd Döring, ein weiterer Abteilungsleiter, und nennt
somit ein Erfolgsrezept auf dem
Weg zur Meisterschaft
Erfolgsgaranten Raab und
Dubravsky
Führt mit emotionaler und ungewöhnlicher Art des Coachings Menschen und Mannschaften
an ihr Limit: Trainer Alexander Raab.
Foto: Castor
Ausgabe 2/2016
Ein Erfolgsgarant ist zweifelsohne auch Raab. Er versteht
es, Spieler und Teams besser
zu machen, auch wenn sich die
Spieler dafür auf seine doch
sehr emotionale und ungewöhnliche Art des Coachings
einlassen müssen. „Ich liebe
einfach das Spiel Fußball und
ich liebe es, Menschen und
Mannschaften an ihr Limit zu
führen“, nennt der Coach seine
Philosophie. Der Titelgewinn ist
für ihn „eine Wahnsinnsleistung
des Trainers“. Warum schiebt er
gleich hinterher: „Ich habe nebenbei noch ein Haus gebaut
und das Ganze bis an gesundheitliche Grenzen durchgezogen. Eigentlich habe ich einen
Fußball-Burn-out und müsste
Von Olaf Paare
mir jetzt wie einst Otmar Hitzfeld eine Pause nehmen.“ Wird
er aber nicht, schließlich will
er sein Team und seine Jungs,
doch auch in der neuen Liga
anleiten. Die Spieler stehen wie
eine Eins hinter dem extrovertierten Coach. Stellvertretend
sagt der 44-jährige Torwart
Sven Deiler: „Viele haben mich
gefragt, warum ich mir das in
meinem Alter noch antue, aber
ich habe nicht nur den Trainer
Raab kennengelernt, sondern
auch den Menschen Raab und
ziehe den Hut davor, mit welchem Elan und Willen er arbeitet – nicht nur im Spiel, sondern
in jedem einzelnen Training.“
Auf dem Spielfeld veredelte
Oliver Benz, was Trainer und
Mannschaft vorbereiteten. Mit
34 Treffern war er der Knipser,
den ein Meister benötigt. Er
steigt nicht nur eine Klasse,
sondern gleich mehrere auf,
schließt sich dem SV Morlautern an. Doch nicht nur für Benz
bedeutet die Meisterschaft eine
Zäsur, auch für Dubravsky war
sie eine Abschiedsvorstellung.
Der langjährige Vorsitzende des
FV Hochstätten war bereits im
Frühjahr von seinen Ämtern zurückgetreten, da er zum Kreisvorsitzenden gewählt wurde
und ab 1. Juli die Geschicke des
Fußballkreises Bad Kreuznach
leiten wird. Wie man eine Meistermannschaft aufbaut, kann er
ja jetzt schon einmal sein Vereinen vermitteln…
Und wie sieht Raab die Zukunft
der SG Alsenztal in der Landesliga? „Wir wollen die Rolle von
Darmstadt 98 einnehmen, Leicester City wäre dann doch etwas hochgegriffen.“
25
Aus den Kreisen
Große Sause beim SV Herschberg
Coach Jens Mayer will das Team weiter entwickeln
Bereits am viertletzten Spieltag machte der SV Herschberg
den Meistertitel in der Fußball-Landesliga West perfekt.
Ein Beleg für die souveräne
Saison des Sickingerhöhvereins, der damit erstmals in der
Vereinsgeschichte in die Verbandsliga aufsteigt. Nach dem
6:0 am 26. Spieltag zu Hause
gegen den FC Merxheim war
in dem 800 Einwohner zählenden Dorf zwischen Pirmasens
und Landstuhl eine große
Sause angesagt.
E
s hat natürlich gepasst,
dass das Spiel an einem
Samstag war. Die letzten
sind dann am Sonntagabend
nach Hause gegangen“, erzählt Herschbergs Spielertrainer Jens Mayer. Und da
drei Wochen später auch die
zweite Mannschaft Meister
wurde und den Aufstieg in die
A-Klasse schaffte, rissen die
Feierlichkeiten in Herschberg
nicht ab...
In der Landesliga lag der SVH
letztlich zehn Punkte vor Verfolger Eintracht Bad Kreuznach. Im
Trainingslager in Freudenstadt
wurde vor Saisonbeginn der
Grundstein für die 24 Saisonsiege gelegt. Nur zwei Spiele gingen in der abgelaufenen Runde
verloren, dazu kamen vier Unentschieden. Mit 95 Toren stellt
Herschberg den treffsichersten
Angriff der Liga – obwohl die
Mannschaft in der Winterpause
ihren bis dahin besten Torschützen, Florian Weber (17 Treffer),
an den Oberligisten SC Hauenstein abgeben musste. Die 37
Gegentore wurden nur von Bad
Kreuznach (34) unterboten.
26
Als Mayer und Co-Spielertrainer Markus Lechner 2012 vom
Oberligisten FK Pirmasens nach
Herschberg kamen, war der
SVH gerade so dem Abstieg
aus der Bezirksliga Westpfalz
entronnen (12. Platz). In seiner ersten Saison führte der
seit acht Jahren bei den USStreitkräften als Elektroinstallateur beschäftigte Mayer das
Team auf den vierten Rang,
um im nächsten Jahr die Meisterschaft folgen zu lassen. Der
36-jährige Lechner, ein in 58
Regionalliga- und 303 Oberligaspielen gestählter Verteidiger, beendet nach dieser
Saison seine Fußballerkariere,
die nach dem sechsten Landesligaplatz im Vorjahr mit
dem Meistertitel in dieser Saison würdig abgerundet wurde.
Mayer bleibt dem Verein erhalten. Sein neuer Co-Trainer wird
Dennie Schmidt, vor einem
Jahr ebenfalls vom FKP gekommen und mit 19 Treffern bester
Torschütze Herschbergs in der
laufenden Saison.
Tatsächlich ist Herschberg so etwas wie eine „Filiale“ des FK Pirmasens geworden. Neben Mayer, Lechner und Schmidt stehen
zwei weitere Ex-FKP-Spieler,
Jascha Conzelmann und Nico
Freiler, im Meisterkader. Und
die Reihe wird fortgesetzt. Zur
neuen Runde kommen Heraldo
Jorrin und Robin Purdy vom Pirmasenser Oberligateam. Innenverteidiger Purdy ist als gleichwertiger Ersatz für Abwehrchef
Lechner vorgesehen.
Von Peter Seibel
Tolle Kameradschaft: Torhüter Tim Schiefer und Christoph Metzger (links) bejubeln ein
Freistoßtor von Nico Freiler (Mitte).
Foto: Seebald
menhalt in der Mannschaft
und der tollen Kameradschaft
geschuldet. „Jeder war wichtig – egal, wie oft er gespielt
hat. Das ganze Team hat sehr
hart gearbeitet und sich den
Erfolg verdient. Wir hatten einen guten Trainingsbetrieb
und die Neuzugänge haben
gepasst“, sagt Mayer. Als
Trainer in Herschberg könne
er sich glücklich schätzen, in
aller Ruhe arbeiten zu können. Auch in der Verbandsliga
will der Coach die Mannschaft
weiterentwickeln und dabei
die etablierten Teams ärgern:
„Wir gehen das Unternehmen
Verbandsliga ganz entspannt
an. Ich bin überzeugt, dass wir
die Liga erhalten können. Und
auch Mannschaften wie Hassia Bingen werden Herschberg
dann kennenlernen.“
„Jeder war wichtig“
Den Erfolg sieht Trainer Mayer in erster Linie dem ZusamAusgabe 2/2016
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