Personal im öffentlichen Dienst 2015 rückläufig – Zuwachs bei Kitas

Statistisches Bundesamt
Pressemitteilung vom 23. Juni 2016 – 214/16
Personal im öffentlichen Dienst 2015
rückläufig – Zuwachs bei Kitas
WIESBADEN – Weniger Beschäftigte bei Bund, Ländern und Sozialversicherung führten
bis Mitte 2015 insgesamt zu einem Personalrückgang im öffentlichen Dienst. Er wurde
nur durch einen starken Personalanstieg bei kommunalen Tageseinrichtungen für Kinder
gebremst. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des „Tages der
Vereinten Nationen für den öffentlichen Dienst“ am 23. Juni mitteilt, waren am 30. Juni
2015 rund 4,65 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst tätig und damit 7 000 oder
0,2 % weniger als ein Jahr zuvor.
Auf Bundesebene kam es 2015 im Vergleich zum Vorjahr zu einem Personalrückgang um
rund 7 100 Personen (– 1,4 %) auf rund 489 400 Beschäftigte. Dies lag vor allem an
Personaleinsparungen beim Verteidigungsressort und am Rückgang des Bestandes an
Beamten und Beamtinnen der ehemaligen Deutschen Bundesbahn. Im Landesbereich
nahm das Personal um 9 600 (– 0,4 %) auf 2 346 900 Beschäftigte ab, was
hauptsächlich durch einen Personalabbau im Schulbereich bedingt war. Die Zahl der
Beschäftigten bei der Polizei blieb stabil bei 311 000 (+ 100 Personen oder + 0,0 %). Bei
der Sozialversicherung kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einer Verringerung der Zahl
der Beschäftigten um 1 800 (– 0,5 %) auf 369 600 Personen.
Einzig im kommunalen Bereich des öffentlichen Dienstes stieg die Beschäftigtenzahl,
und zwar um insgesamt 11 500 Personen (+ 0,8 %). Mit einem Plus von 5,2 % im
Vergleich zum Vorjahr gab es beim Personal an kommunalen Kindertageseinrichtungen
einen starken Zuwachs auf rund 197 000 Beschäftigte (+ 9 700 Personen). Seit Mitte
2008 ist die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich des öffentlichen Dienstes stark
gestiegen (+ 44 %).
Von den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes insgesamt waren rund 36 % im
Beamtenverhältnis oder als Richter/-innen und 60 % als Arbeitnehmer/-innen tätig.
Berufs- und Zeitsoldaten/-innen stellten die restlichen 4 %. Diese Anteile sind in den
verschiedenen staatlichen Ebenen sehr unterschiedlich verteilt: Im Landesbereich war
mehr als jeder zweite Beschäftigte verbeamtet (54 %), da hier im personalstarken SchulHerausgeber:
© Statistisches Bundesamt,
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit
Quellennachweis gestattet.
Kontakt:
Telefon: +49 (0)611 / 75-34 44
Telefax: +49 (0)611 / 75-39 76
[email protected]
www.destatis.de
Servicezeiten:
Mo - Do: 8.00 – 17.00 Uhr
Fr: 8.00 – 15.00 Uhr
Postanschrift:
65180 Wiesbaden
Deutschland
Statistisches Bundesamt
Pressemitteilung vom 23. Juni 2016 – 214/16 – Seite 2
und Polizeidienst überwiegend Beamte tätig sind. Im kommunalen Bereich (13 %) und in
der Sozialversicherung (9 %) lag der Anteil der Verbeamteten deutlich niedriger. Im
Bundesbereich war etwas mehr als jede dritte Person verbeamtet (37 %) und ein
vergleichbarer Anteil als Berufs- oder Zeitsoldat tätig (34 %).
Ausführliche Ergebnisse zum Personal des öffentlichen Dienstes bietet die Fachserie 14,
Reihe 6. Weitere Daten und Informationen zum Thema stehen im Bereich Öffentlicher
Dienst > Personal zur Verfügung.
Weitere Auskünfte gibt:
Dr. Alexandros Altis,
Telefon: (0611) 75-4105,
www.destatis.de/kontakt
© Statistisches Bundesamt, Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellennachweis gestattet.