Einmal neu, dreimal verlängert - Pressestelle

DIE
IE HOCHSCHULZEITUNG DER TECHNISCHEN UNIVERSITÄT BERLIN
Arganöl und Mikrokredite
Spannendes Finale
Lange bunte Nacht
IPODI-Fellow Maren
Borkert untersucht, wie
Unternehmerinnen mit
Migrationshintergrund ihr
interkulturelles Wissen als
Wettbewerbsvorteil nutzen
Seite 8
Siedend heiße Stimmung
begleitete den AusscheidungsSlam beim ersten „faculty4
makers“-Wettbewerb der
Fakultät IV Elektrotechnik und
Informatik
Seite 6
Mit Live-Stream von der
Wissenschaftsshow, mit Instawalk und Facebook war die Lange
Nacht an der TU Berlin nicht
nur ein Festival von Spaß an der
Wissenschaft, sondern auch ein
Festival der bunten Bilder
Seite 5
© TU Berlin/Jacek Ruta
Einmal neu, dreimal verlängert
Viertelparität
Podiumsdiskussion im Juli
DFG fördert zwei Graduiertenkollegs und zwei Sonderforschungsbereiche
Bei der jüngsten Förderrunde der
Deutschen Forschungsgemeinschaft
(DFG) fiel die Bilanz für die TU Berlin
äußerst positiv aus: Die DFG bewilligte
ein neues und verlängerte ein bereits
bestehendes Graduiertenkolleg sowie
einen Sonderforschungsbereich und
einen Sonderforschungsbereich/Transregio. Bei allen vier Einrichtungen ist
die TU Berlin Sprecherhochschule.
Das Graduiertenkolleg „Identität
und Erbe“ gehört zu den 18 neuen
Kollegs, die die DFG in den nächsten
viereinhalb Jahren fördern wird. Es
wird gemeinsam mit der BHU Weimar
durchgeführt, Sprecherin ist Prof. Dr.
Gabi Dolff-Bonekämper vom Fachgebiet Denkmalpflege. Im Zentrum
steht der Zusammenhang zwischen
der Aneignung – oder gegebenenfalls
Zurückweisung – von Kulturerbe und
dem Bedarf nach identitärer Festigung
von Gemeinwesen. Die Gegenstände
können Bauwerke, Landschaften, historische Orte und andere kulturelle
Überlieferungen sein. Es gilt, kritisch
zu durchleuchten, wer warum in Gemeinschaft mit wem ein Denkmal/Kulturerbe dauerhaft oder vorübergehend
als identitäre Stütze für sich oder die
Gemeinschaft beansprucht. „Identität
gilt uns nicht als festgestellte Eigenart
etwa einer Nation oder Gruppe, sondern als stets labile und wandelbare
Konstruktion“, so Gabi Dolff-Bonekämper. Die Fördersumme beträgt
3,2 Millionen Euro.
Außerdem wurde das Graduiertenkolleg „Innovationsgesellschaft heute:
Die reflexive Herstellung des Neuen“
verlängert, das von Prof. Dr. Arnold
Windeler vom Fachgebiet Organisationssoziologie geleitet und mit vier
Millionen Euro für weitere viereinhalb Jahre finanziert wird. Wie bringen Innovationsgesellschaften heute
© SFB/Transregio 109
Ein Buddy-Bär mit 60 „diskret“ berechneten Scheitelpunkten, dargestellt auf einer flächigen Abbildung
ihre Wandlungsprozesse reflexiv als
Innovationen hervor? So lautet die
zentrale Frage. Denn Innovation wird
heute zu einer treibenden Kraft der
Gesellschaft. Sie beschränkt sich nicht
mehr nur auf die gängigen Bereiche
von Erneuerung, wie Wissenschaft,
Industrie und Kunst. Untersucht wird,
was es heißt, dass Innovationen heute
zunehmend an verschiedenen Orten
und unter Beteiligung verschiedener
Lust auf TU Berlin? – Fristen beachten
Akteure in Handlungsfeldern produziert und reproduziert werden, die sich
um spezielle Themen wie Elektromobilität herum bilden.
Um vier Jahre verlängert wurde der
SFB 1029 „TurbIn – Signifikante Wirkungsgradsteigerung durch gezielte,
interagierende Verbrennungs- und
Strömungsinstationaritäten in Gasturbinen“, dessen Sprecher Prof. Dr.
Rudibert King, Fachgebiet Mess- und
pp In der Frage der Einführung einer
„Viertelparität“ an der TU Berlin wird es
spannend. In der nächsten Sitzung des
Akademischen Senats am 29. Juni 2016
wird dieser zu Änderungen der Grundordnung Stellung nehmen, inklusive des
Antrags zur Viertelparität. Der Erweiterte
Akademische Senat wird am 6. Juli 2016
über beides entscheiden, das Kuratorium der TU Berlin wird sich am 15. Juli
2016 dazu äußern. Um allen Gelegenheit zu geben, sich einen Überblick über
das Thema zu verschaffen und sich zu
äußern, lädt der Präsident der TU Berlin, Prof. Dr. Christian Thomsen, zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ein,
an der auch geladene Gäste aus Berlin
und Nordrhein-Westfalen teilnehmen. In
Nordrhein-Westfalen wurde die Viertelparität bereits 2014 eingeführt.
Regelungstechnik, ist. In Gasturbinen
werden momentan Gesamtwirkungsgrade von etwa 40 Prozent erreicht.
Bleibt man beim heutigen Verbrennungsprinzip, sind Verbesserungen eng
begrenzt. „Eines der zentralen Ziele ist
daher, diese Grenzen aufzubrechen.
Wir wollen den Wirkungsgrad um mehr
als zehn Prozentpunkte steigern durch
Beherrschung und Ausnutzung der
Kombination innovativer, instationärer Verbrennungskonzepte und instationärer Maschinencharakteristika“,
sagt Rudibert King. Die Fördersumme
beträgt 9,2 Millionen Euro.
Ebenfalls verlängert wurde der SFB/
Transregio 109 „Diskretisierung in
Geometrie und Dynamik“, geleitet
von Prof. Dr. Alexander Bobenko,
Fachgebiet Geometrie und mathematische Physik. Der SFB beschäftigt
sich mit diskreten Modellen in Differentialgeometrie und mathematischer
Physik, und deren Anwendung zum
Beispiel in der Computergrafik. Es
wird über Flächen aus Dreiecken und
Vierecken sowie über Prozesse mit
diskreter Zeit geforscht. Die Idee ist,
eine strukturerhaltende Diskretisierung zu finden, sodass es fast keinen
Unterschied zu entsprechenden glatten Flächen oder dynamischen Prozessen mit kontinuierlicher Zeit gibt. Eine
Anwendung ist die Zerlegung eines geschwungenen Glasdachs in ebene Vierecke, aus denen das Dach tatsächlich
gebaut werden kann. Gefördert wird
der SFB/TRR 109 mit sieben Millionen Euro.
Der Film „The Discrete Charme of
Geometry“ (http://discretization.de/
en/news/2015/08/21/discrete-charmgeometry/) über die Arbeit des SFB
läuft im Kino und wird am 19. Juli
2016 im Rahmen des European Congress of Mathematics im Audimax der
TU Berlin gezeigt.
Sybille Nitsche
Zeit und Ort: 5. Juli 2016, 12.00–13.30 Uhr,
Lichthof im Hauptgebäude der TU Berlin, Str.
des 17. Juni 135, 10623 Berlin
www.tu-berlin.de/7172706
Nachhaltigkeitsrat
Konstituierende Sitzung
Titel verteidigt!
Beratungsmöglichkeiten und Infoveranstaltungen
zur Studienwahl im Juni und Juli
fri Rund 4200 Schülerinnen und
Schüler besuchten Ende Mai 2016
die Info-Tage an der TU Berlin, besichtigten Institute, Werkstätten und
Labore. Für Eltern gab es einen speziellen Elternabend.Wer noch weiteren
Informationsbedarf hat, wird aber an
der TU Berlin nicht allein gelassen.
Die Veranstaltungsreihe „Wegweiser
Studium“ behandelt im Juni und Juli
verschiedene Themen zur Studienwahl und Studienplatzsuche. Ist der
richtige Studiengang gefunden, gilt
es verschiedene Fristen zu beachten: Die Einschreibefrist für zulassungsfreie Bachelor-Studiengänge
an der TU Berlin im Wintersemester
2016/17 startet am 15. 6. 2016 und
läuft bis zum 31. 8. 2016. Aktuell
sind rund 20 Bachelor-Studiengänge
im ersten Fachsemester nicht zulassungsbeschränkt. Hierzu zählt auch
das Orientierungsstudium MINTgrün,
bei dem Studierende zwei Semester
lang Kurse aus dem MINT-Bereich
(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ausprobieren,
bevor sie sich für einen Studiengang
entscheiden. Zusätzlich unterstützen
spezielle Lehrveranstaltungen bei
der Studienwahl.
Für die ebenfalls etwa 20 zulassungsbeschränkten
Bachelor-Studiengänge ist zunächst eine Bewerbung
einzureichen. Die Bewerbungsfrist
endet am 15. 7. 2016. Für höhere
Fachsemester sowie Master-Studiengänge gelten zum Teil andere Fristen.
Übersicht über alle Studienmöglichkeiten an
der TU Berlin: www.tu-berlin.de/?162413
Bewerbungs- und Einschreibefristen:
www.tu-berlin.de/?159054
Veranstaltungsreihe „Wegweiser Studium“:
www.tu-berlin.de/?133613
© TU Berlin/Peter Cassiers
© TU Berlin/PR/Ulrich Dahl
Nr. 6/Juni 2016
tui Der Nachhaltigkeitsrat an der TU
Berlin nimmt konkrete Gestalt an. Bereits
im Januar 2016 hatte der Akademische
Senat der TU Berlin einen Nachhaltigkeitsrat als ständige Kommission eingesetzt und die Mitglieder in seiner Sitzung
am 9. März 2016 benannt. Am 20. Juni
2016 konstituiert sich dieser nun öffentlich mit folgenden Mitgliedern:
Professoren: Prof. Dr. Dodo zu Knyphausen-Aufseß (Fakultät VII Wirtschaft
und Management), Prof. Dr. Henning
Meyer (Fakultät V Verkehrs- und Maschinensysteme) Akademische Mitarbeitende: Dr. Gabriele Wendorf (ZTG),
Susanne Perner (Fakultät VII Wirtschaft
und Management) Studierende: Stefanie Brauer (Biomedizinische Technik),
Feres Mezghani (Environmental Planning) Sonstige Mitarbeitende: Kerstin
Toepfer, André Baier Externe Mitglieder: Ulla Burchardt (TU-Kuratorium,
ehemaliges Mitglied des Bundestages,
Beraterin für Bildung, Forschung und
Technikfolgenabschätzung),
Kerstin
Kräusche (Referentin für Nachhaltigkeit an der Hochschule für Nachhaltige
Entwicklung Eberswalde), Prof. Dr. Uwe
Schneidewind (Leiter des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, Professor an der Schumpeter School der
Bergischen Universität Wuppertal).
Zeit und Ort: 20. Juni 2016, 13–15 Uhr,
TU-Hauptgebäude, Raum H 3004
Höllerer-Vorlesung
tui DER POKAL BLEIBT AN DER TU BERLIN. Denn mit über 570 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Universität am 27. Mai beim 15. Berliner Firmenlauf, an dem sie zum dritten Mal
teilnahm, die aktivste Einrichtung und belegte so Platz eins. Auch in puncto Laufleistung konnte
die TU Berlin auf der 5,5 Kilometer langen Strecke überzeugen und sich einen Podiumsplatz sichern: Felix Ledwig (16:49 Minuten), Pascal Farin (18:17 Minuten) und Martin Beckmann (18:59
Minuten) erliefen sich den dritten Platz in der Mannschaftswertung. Die Bestplatzierte unter den
Frauen war Hanna Marie Asmussen mit 21:37 Minuten. Sie errang mit dieser Zeit den fünften Platz
in der Gesamtwertung. TU-Kanzlerin Prof. Dr. Ulrike Gutheil nahm im Ziel die erschöpften, aber
glücklichen Läuferinnen und Läufer, Skaterinnen und Skater sowie Einrad-Fahrer in Empfang und
später stellvertretend für die TU Berlin den Pokal entgegen. Im Bild das jubelnde Gewinnerteam
mit der Kanzlerin. Die strahlenden Gesichter beim Zieleinlauf der Sportlerinnen und Sportler zeigt
die Bildergalerie: www.tu-berlin.de/?id=172577
Nike Wagner kommt
tui Am 12. Juli 2016 kommt Dr. Nike
Wagner an die TU Berlin, Publizistin,
Dramaturgin und Urenkelin von Richard
Wagner. Auf Einladung der Gesellschaft
von Freunden der TU Berlin wird sie die
Höllerer-Vorlesung halten. Genauere Informationen finden Sie in Kürze auf der
Webseite der Freunde der TU Berlin.
www.freunde.tu-berlin.de
AKTUELL
Seite 2
TU intern · Nr. 6/2016
Nehmen
und Geben
Architekturmuseum treibt
Open Access voran
Mehr als 70 000 Werke aus
der Sammlung des TU-Architekturmuseums können ab sofort als
Bilddaten in hoher Qualität zur gemeinfreien Verwendung heruntergeladen werden. Als eines der ersten Museen weltweit hat es Anfang
des Jahrtausends begonnen, seine
gesamten Bestände zu digitalisieren und online zu stellen. 15 Jahre
später geht es – wiederum mit als
Erstes – den Schritt, große Teile
seiner digitalen Daten ohne Wenn
und Aber freizugeben: Für Abbildungen gemeinfreier Werke gilt
ab sofort die Creative Commons
Public Domain Mark. Auch die begleitenden Forschungsergebnisse
werden zur vielfältigen Verwendung freigegeben. „Die Änderung
unserer Nutzungsbedingungen ist
ein weiterer wichtiger Schritt in
Richtung Open Access, des freien Zugangs zu wissenschaftlicher
Information“, so Dr. Hans-Dieter
Nägelke, Leiter des TU-Architekturmuseums. Weitere gemeinfreie
oder frei lizenzierte Werke sind in
den Digitalen Sammlungen und auf
dem institutionellen Repositorium
„DepositOnce“ zu finden.
© TU Berlin/PR/Philipp Arnoldt (2)
tui
Neben dem Publikum im Saal verfolgten Hunderte Interessierte die Lecture via Live-Stream im Internet. Jeffrey Sachs (M.), Ottmar Edenhofer und Melissa Eddy bei der anschließenden Podiumsdiskussion
Gemeinsam die Erde retten
In der Climate Lecture rief Jeffrey Sachs dazu auf, die internationale Expertise zusammenzuführen,
um Klimawandel und Armut zu bekämpfen
http://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de
Hochschulpolitik
Das Deutsche Internet-Institut
rückt Berlin näher
tui Anfang Juni wurden in der ersten
Auswahlrunde zum Aufbau eines Deutschen Internet-Instituts fünf Konsortien
ausgewählt. Erfolgreich war auch der
Berliner Antrag. An ihm sind das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, die Universität der Künste, die
Humboldt-Universität zu Berlin, die Freie
Universität Berlin, die Technische Universität Berlin, die Uni Potsdam sowie das
Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) beteiligt. In
der nächsten Auswahlrunde im Frühjahr
2017 soll eines der fünf Konzepte ausgewählt und anschließend umgesetzt
werden. Für den Aufbau des Deutschen
Internet-Instituts sind in den ersten fünf
Jahren bis zu 50 Millionen Euro vorgesehen. Die Bewerbung um das Deutsche
Internet-Institut ist ein Baustein der Berliner 10-Punkte-Agenda – Berlin auf dem
Weg zur Digitalen Hauptstadt.
Eine Milliarde für den wissenschaftlichen Nachwuchs
tui Mit einer Milliarde Euro soll der
Bund in den kommenden 15 Jahren
den wissenschaftlichen Nachwuchs unterstützen. Im Mai brachte die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK)
das neue Bund-Länder-Programm auf
den Weg, das Karrierewege des wissenschaftlichen Nachwuchses an Universitäten besser planbar und transparenter
machen soll. Ziel ist es unter anderem
auch, die internationale Attraktivität
des deutschen Wissenschaftssystems zu
steigern. Zentral ist dabei die Stärkung
der Tenure-Track-Professur, die nach
einer erfolgreichen Bewährungsphase
den unmittelbaren Übergang in eine
Lebenszeitprofessur vorsieht. 1000 zusätzliche Tenure-Track-Professuren sollen dafür finanziert werden und dieser
Karriereweg neben dem herkömmlichen Berufungsverfahren auf eine Professur dauerhaft etabliert werden. Auch
Zahl der unbefristeten Professorinnen
und Professoren wird dauerhaft um
1000 erhöht. Berlin rechne mit rund
65 neuen Tenure-Track-Professuren aus
dem Programm, erklärte die Berliner
Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres. Endgültig entscheiden werden die
Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern Mitte Juni
2016.
Jeffrey Sachs hat durchaus Humor.
Das bewies der UN-Sonderberater für
nachhaltige Entwicklung und Direktor
des Earth Institute an der Columbia
University (USA), als er die klimatische
Situation der Erde und die Warnungen
der Wissenschaftler anhand eines Beispiels darstellte. Doch das Lachen blieb
den rund 1000 Zuhörerinnen und Zuhörern der Climate Lecture „Die Welt
in 2050 – nachhaltige Entwicklung und
Dekarbonisierung“ im Audimax der TU
Berlin im Halse stecken.
anstaltung der Stiftung Mercator, der
TU Berlin und des Potsdam-Instituts
für Klimafolgenforschung (PIK) hatte
Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Chefökonom am PIK und TU-Professor für
Klimafolgenforschung. „Jeffrey Sachs
ist ein sehr profilierter Vordenker des
Klimawandels. Er ist vor allem auch
einer, der die Umsetzung der Sustainable Development Goals, der SDGs,
rund um den Globus vorantreibt“, so
Ottmar Edenhofer. Immerhin habe Jeffrey Sachs nicht nur den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon über die Ziele
nachhaltiger Entwicklung beraten,
sondern davor bereits UN-Generalsekretär Kofi Annan zu den MillenniumEntwicklungszielen.
Doch die Bekämpfung des Kimawan-
dels kann nicht unabhängig von weiteren Entwicklungszielen der Weltgemeinschaft betrachtet werden. Das
machten beide Redner sehr deutlich.
Eng damit verbunden sei auch die
globale Bekämpfung der Armut. Sie
waren sich einig, dass die Vereinbarung über die weltweiten Klimaziele
des Klimagipfels von Paris 2015 große Hoffnungen auf eine Wende in der
Klimapolitik zuließe. Diese waren von
175 Staaten unterzeichnet worden,
darunter die Vereinigten Staaten, China und Deutschland. „Damit hat die
Welt eine neue Ära eingeläutet“, so
„Sie haben noch 72 Stunden zu leben,
sagt ein Arzt zum Patienten. Das ist die
Jeffrey Sachs. „Die wichtigste Vereinbarung ist die Begrenzung der globaschlechte Nachricht. Aber es gibt noch
len Erwärmung auf 2° C, besser noch
eine schlechtere: Wir versuchen Sie
bereits seit mehreren Tagen zu erreidarunter.Wenn wir die Welt verändern
chen.“ Vor der gleichen Situatiwollen, muss eine nachhaltige
on stünde die Wissenschaft, die
Wirtschaftsentwicklung gleichseit mehr als 20 Jahren vor den
zeitig sozial gerecht und umAuswirkungen des menschenweltpolitisch nachhaltig sein.“
gemachten Klimawandels warEr rief dazu auf, die 17 Ziele
ne. Jeffrey Sachs, einer der rezur nachhaltigen Entwicklung,
nommiertesten Ökonomen der
die „Sustainable Development
Welt, rief zugleich die UniverGoals“ (SDGs), im September
sitäten auf, und allen voran die
2015 von den Vereinten NatioTU Berlin, die er zu den besten
nen verabschiedet, zu beachten
Universitäten der Welt zählte,
und zu verfolgen. Dazu gehönicht nachzulassen in ihrem
ren: keine Armut, kein Hunger,
Bemühen, den Klimawandel
Gesundheit und Wohlstand für
zu entschärfen. Eingeladen
alle, qualifizierte Ausbildung,
zu dieser gemeinsamen Ver- Nach der Lecture diskutierte Jeffrey Sachs mit Studierenden
die Gleichheit der Geschlech-
ter, Zugang zu sauberem Wasser,
Zugang zu preisgünstiger, sauberer
Energie, wirtschaftliches Wachstum
mit zumutbarer Beschäftigung, nachhaltige Entwicklung von Industrie
und Infrastruktur, die Reduktion von
Ungleichheiten, nachhaltige Städte
und Gemeinden, Verantwortlichkeit
in Konsum und Produktion sowie gemeinsame, partnerschaftliche Anstrengungen für die Erhaltung des globalen
Klimas, des Lebens im Wasser und an
Land, für Frieden und Gerechtigkeit.
In der anschließenden Diskussion,
geleitet von Melissa Eddy, der BerlinKorrespondentin der New York Times,
in der auch das Publikum Fragen stellen konnte, einigten sich beide Redner
darauf, dass die Ziele von nachhaltiger Entwicklung und Klimapolitik gemeinsam betrachtet werden müssten:
„Gemeinsam werden sie erfolgreich
sein – getrennt werden beide scheitern.“ Besonders die Studierenden, so
Sachs, sollten sich bewusst sein, dass
nur die gemeinsame weltweite Expertise die Erde vor dem Desaster retten
könne, insbesondere diejenige einer
führenden Nation wie Deutschland.
Patricia Pätzold
Der Live-Mitschnitt der Climate Lecture im
Internet:
http://flimme.com/external/climatelecture
Fest verankert in Forschung und Lehre
TU-Präsident Christian Thomsen sprach auf der 16. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung
über die Rolle der Nachhaltigkeit an der Universität
„Das Wort ,nachhaltig‘ hat längst einen festen Platz im politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen
Dialog ebenso wie im alltäglichen Umfeld, etwa beim Einkauf. Wer darauf
achtet, wie oft der Begriff auftaucht,
der merkt: Nachhaltigkeit ist ein allgemeiner Anspruch an unser Handeln
geworden“, sagte Bundeskanzlerin
Angela Merkel in ihrer Rede auf der
16. Jahreskonferenz des Rates für
Nachhaltige Entwicklung am 31. Mai
2016 in Berlin.
Über die feste Verankerung dieses Themas an seiner Universität sprach auch
TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen. In dem Forum „Über_Denken“,
wo Experten aus Wissenschaft, Politik
und Zivilgesellschaft unter anderem
darüber diskutierten, wie nachhaltig
das deutsche Wissenschaftssystem ist
und ob der Wissenschaftsbetrieb seinen Beitrag zur Nachhaltigkeit auto-
nom selbst organisieren kann oder ob bilität in einem Berliner Stadtquartier
es einer gesellschaftlichen Programm- und an der schwierigen Frage der Speiplanung bedarf, hielt er einen Impuls- cherung und Verteilung erneuerbarer
vortrag. Christian Thomsen illustrierte Energien. Etwa 18 Prozent der TU-Foran vier Beispielen die Rolle des The- schungsprojekte, so Thomsen, beschäfmas in der Forschung der TU Berlin: tigten sich mit Fragen der NachhaltigEr nannte den
keit. Aber auch in der
energieeffizienLehre sei NachhaltigDen Universitäten kommt
ten Hochschulkeit präsent in Gestalt
eine zentrale Bedeutung
campus Berlinvon
Projektlaboren
Charlottenburg,
beim Thema Nachhaltigkeit und Projektwerkstätdie Arbeiten in
ten. Dort setzten sich
zu.
Christian Thomsen
dem Sonderfordie Studierenden anschungsbereich
hand selbst gewählter
zur signifikanten Wirkungsgradsteige- Themen mit dieser Problematik auseirung in Gasturbinen, den Forschungs- nander. Die junge Generation sei von
campus Mobility2Grid und Wind- diesem Thema geprägt und deshalb sei
NODE. TU-Wissenschaftlerinnen und es für sie auch bestimmend und zwin-wissenschaftler arbeiteten in diesen gend. Sechs Prozent der Lehrinhalte
Projekten an der CO2-neutralen Wär- an der TU Berlin beschäftigen sich mit
mebilanz für einen Kiez, an effizienten Nachhaltigkeit.
Gasturbinen, an der Nutzung regene- Bei aller gesellschaftlichen Relerativer Energien für eine urbane Mo- vanz des Themas plädierte Christian
Thomsen jedoch für die Freiheit in
Forschung und Lehre. Sie habe für
ihn oberste Priorität und dürfe durch
Regularien und thematische Vorgaben
nicht eingeschränkt werden.
Außerdem informierte der TU-Präsident die Zuhörer darüber, dass an der
TU Berlin soeben ein Nachhaltigkeitsrat eingerichtet worden sei (siehe auch
Seite 1). „Den Universitäten kommt
eine zentrale Bedeutung beim Thema
Nachhaltigkeit zu. Die TU Berlin wird
sich daher für ihre Zukunftsfähigkeit
in Forschung, Lehre, Bildung und
Hochschulsteuerung in den kommenden Jahren intensiv dafür einsetzen“,
sagte Christian Thomsen abschließend.
Sybille Nitsche
Audiomittschnitt des Vortrages von
Prof. Dr. Christian Thomsen:
https://voicerepublic.com/talks/christianthomsen
AKTUELL
TU intern · Nr. 6/2016
Seite 3
Gelebte Inter- und
Transdisziplinarität
EINE FRAGE BITTE …
„Wie viel Smartphone
steckt im Studium?“
Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin feiert 20-jähriges Bestehen
Mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets gehören mittlerweile für viele
Studierende zum Unialltag dazu. Blickt man in die Cafeterien, in den Lichthof
oder auf den Südcampus, ist vor allem das Smartphone ein ständiger Begleiter.
Aber wie wichtig ist es für Studierende, immer erreichbar zu sein? Nutzen sie
die digitale Kommunikation auch für organisatorische Fragen rund um die Universität oder um sich mit ihren Lehrenden auszutauschen? Und gilt dies „rund
um die Uhr“? Ali Mercan und Anna Groh haben auf dem Campus nachgefragt.
© piexelio/Paul Georg Meister
Gülce lernt im Studienkolleg Deutsch und möchte
später Wirtschaftsingenieurwesen studieren.
Ich bin rund um die Uhr über mein Smartphone erreichbar. Meine Familie und mein Freund leben in der
Türkei. Egal ob E-Mails oder WhatsApp – wichtige
Dinge kläre ich deswegen umgehend. Auch Unithemen wie die Erledigung von Hausaufgaben und die
Bearbeitung von Arbeitsblättern bespreche ich mit
meinen Mitkollegiaten über WhatsApp. Ich lerne noch Deutsch und benutze
das Smartphone auch ständig, um deutsche Vokabeln nachzuschlagen.
Chris studiert Wirtschaftsingenieurwesen.
Mein Smartphone ist für mich unverzichtbar. Neulich war es kaputt und ich fühlte mich komplett „out
of business“. Ich kommuniziere mit Kommilitonen
hauptsächlich per WhatsApp über Kurse oder Hausaufgaben. An der Uni können wir uns nicht immer
treffen: Wir haben Nebenjobs überall in Berlin. Auch
an den Gruppendiskussionen im ISIS-Portal beteilige
ich mich aktiv, darüber kann viel organisiert werden. Mit Profs und Tutoren
korrespondiere ich eher über Mails und sehr kursspezifisch,WhatsApp ist für
mich hier keine Option.
Auch Infrastruktur- und Sicherheitsforschung sind Themen im ZTG, zum Beispiel die Überwachung des öffentlichen Raums
„Im Fokus der Veranstaltung stehen
unsere Erfahrungen mit inter- und
transdisziplinärer Forschung und
die künftige Relevanz dieses Forschungstyps“, erklärt die Wissenschaftliche Geschäftsführerin des
ZTG, Dr. Gabriele Wendorf, die das
Zentrum zusammen mit Prof. Dr. Dr.
Martina Schäfer leitet.
Eröffnet wird die Jubiläumsfeier mit
einer Podiumsdiskussion, die einen
Bogen von den Anfangsvisionen zu
Tobias, studiert Luft- und Raumfahrttechnik.
Ich nutze Smartphones oder Tablets kaum für Absprachen rund um Kursplanung, Arbeitsblätter oder
-treffen. Ich spreche lieber persönlich mit meinen
Professoren und Kommilitonen; entweder direkt in
den Sprechstunden oder per E-Mail. Es darf kein
Zwang sein, immer erreichbar zu sein. Am Wochenende empfinde ich das eher als Last und versuche
wichtige Dinge in der Woche zwischen den Vorlesungen und Seminaren zu
organisieren.
Ergebnisse stehen fest
Patricia Pätzold
Zeit und Ort: 5. Juli 2016, ab 13 Uhr, ZTG,
Hardenbergstraße 16–18, Raum HBS 005
www.tu-berlin.de/?id=171661
Lennart, MINT-Orientierungsstudiengang
Meinen Laptop benutze ich, um Skripte herunterzuladen, in der Vorlesung mitzuschreiben oder auch
in der Bibliothek zu arbeiten, wenn ich mal für ein
Informatikmodul programmieren muss. Zum schnellen Heraussuchen von Informationen wie Vorlesungszeiten oder Wartezeiten des Prüfungsamtes benutze
ich eher mein Smartphone. Mit meinen Kursleitern
kommuniziere ich per Mail, mit meinen Kommilitonen hauptsächlich über
WhatsApp.
Projekt ScienceSlam@City West erfolgreich
beim Programm „Aktive Zentren“
Wissenschaft auf der Bühne
mitten in der Stadt: Mit dem Projekt
„ScienceSlam@City West“ bringt die
TU Berlin Wissenschaft vom Campus
in die Nachbarschaft. Die Idee zu
diesem modernen Eventformat überzeugte die Jury des Aktionsfonds City
West, die über die diesjährige Mittelvergabe aus dem Programm „Aktive
Zentren“ zu entscheiden hatte, und sie
wählte die TU Berlin als einen von vier
Preisträgerinnen und Preisträgern aus.
Für die Umsetzung erhält die Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und
Alumni der TU Berlin, die den Slam
veranstaltet, 4500 Euro.
Der Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf,
Reinhard
Naumann, der neben der Direktorin
des Hotels am Steinplatz, Iris Baugatz,
und dem Vorstandsvorsitzenden der
AG City e.V., Klaus-Jürgen Meier, zur
Jury gehörte, erklärt: „Mit unserer
Entscheidung zielen wir auf die Unterstützung junger Netzwerke und die
Intensivierung der Zusammenarbeit
lokaler Akteure zur nachhaltigen Propp
filierung und Stärkung der City West
als kreativer Wirtschafts-, Kultur- und
Bildungsstandort.“
Der Slam der TU-Forscherinnen und
-Forscher soll Wissenschaft verständlich, interessant und spannend darstellen. Voraussichtlich im November
werden sie an einem prominenten Ort
in der City West, wie dem „Bikini Berlin“, das an den Zoologischen Garten
grenzt und sogar einen Blick von oben
auf den Affenfelsen erlaubt, in Kurzbeiträgen das Publikum mit kurzweiliger Wissenschaft überraschen. Mit
ihrer Entscheidung unterstützte die
Jury die Bemühungen der Universität,
den Standort Campus Charlottenburg
baulich und kommunikativ stärker mit
dem umgebenden Stadtraum zu vernetzen. Von den Einreichungen wurden drei weitere Projekte ausgewählt:
„Jazz in der Kirche“, „Streetfood als
Esskultur“, „Food meets Design“.
Mehr dazu auf der Internetseite des
Aktionsfonds City West.
www.berlin-city-west.de
Jenny hat gerade ihr Physikstudium abgeschlossen.
Ich habe mein Handy immer mit, auch in Vorlesungen
und Seminaren. Auch für Unithemen ist es sinnvoll,
mobil erreichbar zu sein. Wir nutzen für Gruppendiskussionen sogar ein geschütztes Programm, um
datensicher miteinander zu kommunizieren, und wir
chatten auch via Skype über die neusten Hausaufgaben oder Arbeitsblätter. Der persönliche Kontakt ist
dennoch wichtig: Erste Absprachen treffe ich immer noch an der Uni. Danach
wird die Diskussion meistens in den Online-Bereich verlagert.
Braj studiert Physikalische Ingenieurwissenschaften.
Für mein Studium benutze ich meinen Laptop und
mein Smartphone. Den Laptop nehme ich ungern zur
Uni mit, weil er so schwer ist. Nur wenn ich für eine
Haus- oder Abschlussarbeit etwas programmieren
oder dokumentieren muss, brauche ich ihn. Sonst lasse ich ihn zu Hause. Über mein Smartphone bespreche ich Gruppenarbeiten mit meinen Kommilitonen,
schreibe Mails an meine Dozenten oder schaue nach, was es in der Mensa
zu essen gibt. Außerdem kann ich die Wartenummern des Prüfungsamtes
online verfolgen.
Lektion am Affenfelsen
Kuratoriumswahl
pp Am 9. Juni 2016 wurden die Mitglieder aus der TU Berlin für das Kuratorium gewählt, eine Person aus jeder der
vier Statusgruppen. Es entscheidet unter anderem in wichtigen Verwaltungsund Finanzangelegenheiten, billigt den
Haushalt und wählt den Kanzler oder die
Kanzlerin.
Die Gruppe der Professorinnen und
Professoren wird Prof. Dr.-Ing. Stephan
Völker, Fachgebiet Lichttechnik, vertreten
(Fraktionsgemeinschaft). Die Gruppe der
Akademischen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter vertritt Petra Jordan, Studienbüro des Instituts für Kunstwissenschaft
und Historische Urbanistik (MittelbauInitiative). In der Gruppe der Studierenden wurde Hannah-Maria Eberle gewählt
(Liste 2: Linke Listen & INI und andere
ins Kuratorium). Bei den Sonstigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhielt
Andrea Scherz, Personalabteilung, die
meisten Stimmen und wird im Kuratorium sitzen (Sachlich & Unabhängig).
Insgesamt gehören dem Kuratorium elf
Personen an: neben den TU-Mitgliedern
noch Mitglieder des Senats sowie wohlbeleumundete Persönlichkeiten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben.
von Dr. Leon Hempel eng mit Unternehmen wie der Telekom, der BVG,
den Berliner Wasserbetrieben oder
Vattenfall zusammengearbeitet.
Weitere wichtige Themen, die das ZTG
aufgreift, sind nachhaltige Mobilitätskonzepte, zum Beispiel in Megastädten, und die Rolle von sozialen Bewegungen für die Entwicklung moderner
Gesellschaften.
Das ZTG hat sich von einem kleinen
Institut zu einer festen Größe an der
TU Berlin mit konstant um die zwei
Millionen Drittmittel pro Jahr und ca.
25 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie weiteren
10–15 Stipendiatinnen, Stipendiaten,
Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern entwickelt. „Da interund transdisziplinäre Forschung national und international in den letzten
Jahren an Bedeutung zunehmen, kann
das ZTG optimistisch in die Zukunft
schauen“, resümiert Prof. Martina
Schäfer, die gemeinsam mit Prof. Daniel Lang von der Leuphana Universität und Prof. Dr. Armin Grunwald vom
ITAS Karlsruhe den abschließenden
inhaltlichen Block gestaltet, bevor um
18 Uhr bei Essen und Musik mit den
Gästen angestoßen wird.
© TU Berlin/PR/Anna Groh (4)
heute gelebter Inter- und Transdisziplinarität schlägt und an der neben der
TU-Vizepräsidentin Prof. Angela Ittel
auch Gründungsmitglieder wie Prof.
Dr. Liudger Dienel sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZTG und
weitere Ehemalige teilnehmen.
Im nächsten Block wird, im Austausch
mit Partnern aus Wissenschaft und
Praxis, ein Einblick in die vielfältige
Projektarbeit des ZTG gegeben. Unter
anderem wird TU-Professor Dr.-Ing.
Felix Ziegler aus der Maschinen- und
Energieanlagentechnik über die Potenziale und Herausforderungen interdisziplinärer Projekte in der Energieforschung berichten. So unterstützt das
ZTG in einem aktuellen Projekt im
Technologie- und Wissenschaftspark
Adlershof die ingenieurwissenschaftlichen Fachgebiete darin, die Vorbehalte und Hindernisse für die Umsetzung
von Energieeffizienzmaßnahmen zu
sondieren. Auch Projekte zum nachhaltigen Landmanagement und zur
kritischen
Infrastrukturforschung
kommen zu Wort.
In der Infrastruktur- oder Sicherheitsforschung geht es vielfach um
Kooperations- und Kommunikationsprobleme zwischen verschiedenen
Akteursgruppen, zum Beispiel bei der
Überwachung des öffentlichen Raums
und der Prävention von Kaskadeneffekten im Fall von Katastrophen. In
diesem Bereich wird unter der Leitung
Loreena, MINT-Orientierungsstudiengang
Mein Smartphone benutze ich zum Download der
Übungsaufgaben oder zur Einschreibung für neue
Kurse über die Uni-Portale. Mit den Dozenten stehe
ich ausschließlich per Mail in Kontakt. Über einen
Service wie WhatsApp oder einen anderen Messenger-Service trete ich nur mit Kommilitonen in Kontakt. Ich denke, das ist auch gut so. Sonst wäre das
auch viel zu stressig, wie ich denke. Und außerdem legt es zu viel über die
Privatsphäre offen – für beide Seiten.
© TU Berlin/PR/Ali Mercan (4)
Als das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) 1995 gegründet wurde,
knüpfte es an eine breite Forschungstradition der TU Berlin im Themenfeld
Technik und Gesellschaft an. Das Zentrum hat sich damals zum Ziel gesetzt,
verstärkt sozialwissenschaftliche Aspekte in die Entwicklung technischer
Innovationen einzubringen, wie z. B.
die Bedürfnisse der Nutzerinnen und
Nutzer und die politischen Rahmenbedingungen von Technikgenese und
-diffusion. Hierfür war es notwendig,
vorhandene interdisziplinäre Kooperationen an der TU Berlin zu stärken und
weitere ins Leben zu rufen. Von Beginn
an wurde dabei auch eng mit Akteuren
aus der Praxis wie Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft kooperiert.
Am 5. Juli 2016 feiert das ZTG sein
20-jähriges Bestehen unter dem Motto
„20 Jahre gelebte Inter- und Transdisziplinarität“.
Semih studiert Fahrzeugtechnik.
Ich benutze zum Studium einen Laptop, ein Tablet
und das Smartphone. Organisatorische Dinge erledige ich hauptsächlich über mein Smartphone. Ich
schreibe Mails an meine Dozenten oder chatte mit
meinen Kommilitonen über WhatsApp oder Facebook, um Gruppenarbeiten zu erledigen. Mein Tablet
ist nicht so schwer wie mein Laptop, weswegen ich
ihn in Vorlesungen benutze, um Skripte herunterzuladen oder mitzuschreiben. Prüfungsanmeldungen zum Beispiel erledige ich per Smartphone oder
Tablet, oft von unterwegs aus. Für Abschlussarbeiten oder Präsentationen
benutze ich meinen Laptop.
INNENANSICHTEN
Seite 4
Stabsstelle Außenbeziehungen
www.tu-berlin.de/uebersetzungsservice
WETTBEWERB
FAIR FÜR FAMILIE
Echte Menschen mit
echten Geschichten
Erneut hat das TU-Präsidium
unter der Schirmherrschaft der
Kanzlerin Prof. Dr. Ulrike Gutheil
in diesem Jahr den Preis „Fair für
Familie“ ausgeschrieben, um die
Suche nach Ideen und Lösungen
für eine bessere Vereinbarkeit von
Familie, Beruf und Studium zu unterstützen. Gesucht werden „Echte
Menschen mit echten Geschichten“, Erfolgsgeschichten einer
ausgeglichenen Work-Life-Balance
und Best-Practice-Beispiele aus
dem universitären Alltag: familienbewusste Vorbilder bei Kollegen
und Kolleginnen, Kommilitoninnen und Kommilitonen, familienfreundliche Bereiche, Dozierende
und Vorgesetzte, Projekte von Beschäftigten oder Studierenden, die
die Vereinbarkeit leben oder aktiv
fördern. Auch kleine Dinge aus
dem Alltag sind willkommen, die
Uniangehörige bei der Betreuung
von Kindern oder bei der Pflege
von Angehörigen unterstützen. Alle
TU-Mitglieder, Einzelpersonen,
Teams oder Bereiche, sind aufgerufen, ihre Vorschläge für den Preis
„Fair für Familie“ an den Servicebereich Familienbüro zu schicken.
pp
Einsendeschluss: 28. August 2016
[email protected]
www.tu-berlin.de/?id=145582
Highlights und Schwerpunkte
der TU-Videoproduktion
Dokumentation der Geschichte
der TU Berlin
■ TUB. Seit 50 Jahren Universität
(1996)
■ Von der Bauakademie zur TU Berlin:
Geschichte – Zukunft (1999)
■ 125 Jahre Hauptgebäude der TU
Berlin (2009)
■ Vertriebene Wissenschaften während
des Nationalsozialismus (2013);
TU-eigene Videoproduktionen aus 40 Jahren jetzt im Universitätsarchiv
Institute
■ Produktionstechnisches Zentrum PTZ
und IPK von der Einweihung (1986)
bis zum Global-Production-Engineering-Studiengang (1997)
■ Förder- und Getriebetechnik (1990)
■ Umwelt und Gesellschaft (1999)
■ Luft- und Raumfahrt (1989);
Hannover Messen
■ Von 1982 bis 1991
© TU Berlin/PR/Philipp Arnoldt
Internationalization@Home – zu
diesem erklärten Ziel der Universitätsleitung leisten einheitliche
englische Texte in Verwaltung und
Außendarstellung einen großen
Beitrag. Am 1. Juni 2016 fiel,
nach intensiver Vorbereitung, der
Startschuss für den neuen Übersetzungs-Service der TU Berlin.
Gearbeitet wird mit der kürzlich
erworbenen
Übersetzungssoftware TRADOS sowie mit externen
Übersetzungsbüros. Nach und nach
soll sich eine Sprachdatenbank
füllen, sodass Folgeübersetzungen
günstiger werden. Gleichzeitig
wird so sichergestellt, dass wiederkehrende Texte und Textbausteine konsistent übersetzt werden.
Alle Einrichtungen der TU Berlin
können den neuen Service in Anspruch nehmen. Bevorzugt werden
zunächst Dokumente der Zentralen Universitätsverwaltung (ZUV)
und der Fakultäten wie Formulare,
Merkblätter, Prüfungsordnungen,
Webseiten et cetera. Sie müssen
die folgenden Kriterien erfüllen:
Nachhaltigkeit,
Dringlichkeit,
Wichtigkeit, Mehrfachnutzen und
Verbesserung der internationalen
Sichtbarkeit der TU Berlin.
Bei Texten der Fakultäten übernimmt der Übersetzungs-Service
50 Prozent der Kosten. Bereits im
Januar 2016 sind die Leitungen
aller Einrichtungen aufgefordert
worden, Dokumente ihrer Bereiche
einzureichen, die übersetzt werden
sollen. Der Bedarf ist hoch, wie sich
unmittelbar zeigte: Die Vielzahl der
benannten Dokumente brachte es
auf über 1,5 Millionen Zeichen!
Die ersten Pakete werden nun seit
Juni durch externe Dienstleister
übersetzt. Zur internen Prüfung
der Qualität und der Konsistenz
der Texte wurde außerdem ein
Übersetzer eingestellt. Eine geplante Terminologiedatenbank sowie englische Style-Guides sollen
mittelfristig allen Beschäftigten
zugänglich sein, um künftig eigenständige Übersetzungen zu erleichtern. Der Übersetzungs-Service ist
angesiedelt bei der Stabsstelle Außenbeziehungen.
Sibylle Groth
Uni-Geschichte im Film
Gunther Gude produzierte im Audiovisuellen Zentrum anfangs analog, doch in den letzten Jahren wurde meist als DVD produziert
Früher als die anderen deutschen Universitäten produzierte das Audiovisuelle Zentrum (AVZ) der TU Berlin unter
Leitung von Dipl.-Ing. Gunther Gude
Videofilme aus unterschiedlichen Bereichen der Universität. Ausgangspunkt
war der erste Modellversuch im Hochschulbereich an der TU Berlin, „Audiovisuelle Informationsvermittlung in der
Architekten-Ausbildung“, der zwischen
1975 und 1979 unter der Leitung von
Prof. Dr. G. Nedeljkov im Fachbereich
Architektur entwickelt und erprobt
wurde.
Während am Anfang vor allem Videos zu Exponaten von Hochschulinstituten für Messepräsentationen
produziert wurden, erweiterte sich
das Spektrum auf Institutsdokumentationen, zum Beispiel über das Produktionstechnische Zentrum (PTZ),
über wichtige Entwicklungen in der
Universität wie den Start des BIG, des
Berliner Innovations- und Gründerzentrums, oder auch über den Technologie-Transfer (TTS-Workshops).
Anlässlich wichtiger Jubiläen der Universität wurden auch in Zusammenarbeit mit der TU-Pressestelle Informationsfilme produziert wie „TU Berlin.
Seit 50 Jahren Universität“ oder „Von
der Bauakademie zur Technischen
Universität Berlin“.
Ursprünglich sind die Film-Produktionen des AVZ fast ausschließlich analog hergestellt worden. In den letzten
Jahren wurden die meisten Produktionen dann digitalisiert und als DVDs
produziert. Das Universitätsarchiv der
TU Berlin hatte den Bestand des Produktionsstudios des AVZ als einzigartige Sammlung von filmischen Dokumenten bewertet, die die Geschichte
der Lehre und Forschung an der TU
Berlin in herausragender Weise illust-
rieren. Die audiovisuellen Unterlagen
sind daher als „archivwürdig“ einzustufen. Sie sollen vom Universitätsarchiv übernommen und dort dauerhaft
archiviert werden. Ausgewählte Filme
sollen später auch im Internet veröffentlicht werden.
Die Digitalisate der Filme stehen zunächst für die Nutzung im Universitätsarchiv zur Verfügung. Ab sofort
kann die umfangreiche Bestandsliste
dieser TU-eigenen Videoproduktionen
auf der Homepage des Universitätsarchivs eingesehen werden.
Dipl.-Ing. Gunther Gude
Ehem. AVZ
Dr. Irina Schwab
Leiterin Universitätsarchiv TU Berlin
www.ub.tu-berlin.de/sammlungen-unduniversitaetsarchiv/universitaetsarchiv/
bestaende/audiovisuelles-zentrumproduktion-der-tu-berlin/
Startschuss für neues SAP-System
Prüfungsmanagement geht mit Pilot-Studiengängen in Betrieb
Herr Jeschke, mit dem Campusmanagement war eine Inbetriebnahme, das sogenannte Go-Live, des Prüfungsmanagements aller Studiengänge zum 1. Oktober
2016 angestrebt. Warum starten Sie erst
einmal mit Pilot-Studiengängen?
Bevor mit einem neuen
System im Echtbetrieb
gearbeitet
werden
kann, müssen viele
Daten aus den Altsystemen in das neue
System migriert werden. Dabei haben wir
Fehler in der Programmierung der Importfunktionen festgestellt, wodurch wir rund sechs Wochen
in Verzug geraten sind. Gelöst sind
die Probleme, aber zeitlich können
wir diesen Verzug schwer wieder aufholen. Nicht ohne eine Mehrbelastung
der TU-Beschäftigten sowie einen kürzeren Zeitraum für Schulungen – das
haben wir nicht vor. Trotzdem wollen
wir im Oktober in den Echtbetrieb
gehen, allerdings erst einmal mit ein
bis zwei Studiengängen, alle anderen
Studiengänge folgen.
Welche Studiengänge werden nun mit
dem neuen SAP-Prüfungsmodul bearbeitet und welchen Vorteil hat die Arbeit mit
Piloten?
Entscheidend für die Auswahl der Studiengänge ist, dass sie auf Modulebene nur wenige Überschneidungen mit
anderen Studiengängen haben und
dadurch gut einzeln im System abbildbar sind. Darunter werden wohl
ein großer und ein kleinerer sein. Den
großen können wir bereits benennen:
Physik-Bachelor und -Master sind gut Studiengangs betroffen. Darüber hingeeignete Kandidaten.
aus müssen einige Beschäftigte im
Im Pilotbetrieb sehen wir vor allem Referat Prüfungen entsprechend vorden Vorteil, dass wir das Risiko für bereitet werden. Das ist zunächst eine
die Einführung noch einmal reduzie- vergleichsweise kleine Zahl von Anren: Im kleineren Rahmen wenderinnen und Anwendern, sodass
können wir noch indi- auch neue Möglichkeiten der gemeinvidueller vorbereiten, samen Erprobung und Zusammenarunterstützen
und beit eröffnet werden. Zudem werden
evaluieren. Mögli- über 1000 Studierende das System
che Komplikationen nutzen können – wir wollen auch ihre
können wir frühzei- Eindrücke einfangen. Auf der andetig erkennen und ren Seite bedeutet diese phasenweise
beheben – wir lernen Inbetriebnahme, dass die Fakultäten
dadurch viel. Wenn solange weiter ihre Studiengänge und
wir dann mit allen Stu- Module in der Prüfungsverwaltungsdiengänsoftware POS abbilden.
gen auf SAP
Für anstehende Studienumgestellt
haben,
gangs- und Moduländerunsollte alles gut funktigen kann etwa ab August
onieren. Wir entzerren
wieder das Modultransfersystem genutzt werden.
den engen Zeitplan und
Wie auch in diesem Jahr
gewinnen Raum für Opstreben wir hier nochmals
timierung, von dem alle
anderen Studiengänge
an, dass die Moduländerunbei ihrem, Go-Live progen für das Sommersemester 2017 und das Wintersefitieren werden. Und am
Ende wird das neue Sysmester 2017/18 frühzeitig
tem unsere hohen Qua- Michael Jeschke, Projektumgesetzt werden. Zu dielitätsansprüche erfüllen. manager Student Lifecycle
sem Verfahren wird der
Lenkungsausschuss
des
Management (SLM)
An der TU Berlin gibt es
Campusmanagements in eifast 34 000 Studierende. 330 Hochschulnem Rundschreiben im Juni informielehrende, etwa 960 wissenschaftliche
ren. Derzeit arbeiten wir alle Fragen
ab, die aus der veränderten Planung
Mitarbeitende sind in Studium und Lehre
resultieren. Zudem organisieren wir
eingebunden. Mehr als 2000 Personen arbeiten in der Verwaltung. Wer ist von dem
derzeit mit dem Change Management
Fakultätsbesuche, um individuelle Franeuen SAP-System und vor allem von der
gen direkt klären zu können.
Verzögerung betroffen?
Beim ersten Teil der Inbetriebnahme
Das Gespräch führte Cynthia Galle
sind die Fachgebiete der Physik und
des noch auszuwählenden kleineren www.tu-berlin.de/?id=126194
© TU Berlin/PR/Jacek Ruta
ÜbersetzungsService startet
TU intern · Nr. 6/2016
Gründerzentren und Gründerfirmen
■ Das Berliner Innovations- und Gründerzentrum BIG (1984) als erstes
Gründerzentrum Deutschlands sowie
die aus ihm hervorgegangenen
Firmen (zum Beispiel AVM „FRITZCARD“).
Neubau der Universitätsbibliothek
■ Vorläuferbibliotheken, Ziele, Gestaltung und gesamter Bauprozess der
Universitätsbibliothek (2004)
Wissenschaftliche Produktionen
■ DFG-Verbundvorhaben „Periodisch
instationäre Strömung in Turbomaschinen“ (2002)
■ Sonderforschungsbereich SFB 448
„Mesoskopisch strukturierte Verbundsysteme“ (2000)
Symposien und Workshops der Technologie-Transfer-Stelle TTS (Auswahl):
■ Nukleare Entsorgung (1990).
■ Logistik (1990)
■ Neue Verkehrskonzepte für Berlin/
Brandenburg (1991)
■ Unternehmertag der Wirtschaft (1992)
■ Management Know-how-Transfer
(1990)
■ Kunststoffrecycling (1989)
Weitere Produktionen:
Verschiedene Queen’s Lectures, Filme
über TU-Künstler wie Matthias Koeppel
und Ben Wargin.
Einsatz für
Barrierefreiheit
Der Arbeitskreis Barrierefreies Bauen, der sich der Aufgabe
widmet, das Leben an der Uni auch
für Menschen angenehmer zu gestalten, die zum Beispiel auf einen
Rollstuhl angewiesen sind, ging
nun mit einem neuen InternetAuftritt online. Auf der Seite sind
Termine zu finden, zum Beispiel
Einladungen zu den Sitzungen
des Arbeitskreises, Dokumente
und Erfahrungsberichte sowie Infos über die Reihe „Mittendrin“,
zu der das Team der Beauftragten
für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten
einlädt. Die Reihe greift Themen
auf wie „Bewerbung für das WS
2016/2017“ mit Informationen
zu Sonderanträgen und Integrationshilfen oder „Chancengleiches
Studium – Nachteilsausgleich“.
Außerdem werden auf den Treffen
Informationen zu Beratungs- und
Unterstützungsangeboten gegeben,
und sie bieten die Möglichkeit zum
individuellen Erfahrungsaustausch.
Im Arbeitskreis sind verschiedene
universitäre Bereiche vertreten wie
die Bauabteilung, Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz,
Betriebsärztlicher Dienst, Schwerbehindertenvertretung, Personalrat
und Personalrat der studentischen
Beschäftigten sowie der Allgemeine Studierendenausschuss AStA.
Er ist angesiedelt in der Allgemeinen Studienberatung bei der
Beauftragten für Studierende mit
Behinderungen und chronischen
Krankheiten, Mechthild Rolfes.
pp
www.tu-berlin.de/?id=167117
LANGE NACHT DER WISSENSCHAFTEN 2016
TU intern · Nr. 6/2016
Seite 5
Vorplatz
Haus des Lernens
Eröffnung der Langen Nacht im Audimax
durch Senatorin Sandra Scheeres
Vorplatz
Bei bestem Wetter startete am 11. Juni 2016 die 16.
Lange Nacht der Wissenschaften an der TU Berlin.
Rund 230 Projekte luden
ein, in die Forschung einzutauchen. Egal, ob Windkanal,
Steinsammlung, E-Bus, Laserstrahlen oder Mathematikrätsel – für
jeden Wissenshungrigen war etwas
dabei. Dass die Angebote für Kinder und Jugendliche nach wie vor
sehr gut ankommen, zeigen nicht
nur die Besucherzahlen, sondern
auch die vielen Rückmeldungen.
Allein 10 129 Mal öffneten sich
die Türen im Haus der Ideen/
TU-Hauptgebäude.
Damit
war die TU Berlin erneut und
in Folge die am meisten besuchte Einrichtung. In diesem Jahr kamen neue Gäste
hinzu: beim Instawalk und
beim Snap’n’walk beteiligten sich Social-Media-Fans.
Hier ihre Ergebnisse:
Posieren mit TU-Gimmicks in der Social Lounge
vor dem Audimax
stt
BeMobil im Haus der Ideen
Virtual Reality im Haus der Ideen
Storify: bit.ly/lndwtu
Storify Instawalk: bit.ly/tuinstawalk
Fotogalerie: bit.ly/lndwfotos
BEIM ERSTEN INSTAWALK DER TU BERLIN
warfen die Instagramer einen Blick vom
Geodätenstand auf
dem Hauptgebäude
und von der UniBibliothek auf die City
West, ins Foyer und
ins Magazin der UB
und beobachteten,
wie der Funkballon für
die Forschung in den
Himmel stieg
@berlingraphie
Eingang zur Schleuseninsel
@fatfreddy78
Weiche Roboterhand im Haus des Lernens
@majobasantes
@loewe7
Haus der Ideen
@uwa2000
Werkstätten im
Haus des Lernens
Wasserspiele auf dem Vorplatz
Haus der Energie
Haus des Lernens
Sommernachtssalon in der UB
Universitätsbibliothek
© David Ausserhofer; Ali Mercan (4); TU Berlin/PR/Anna Groh (5); TU Berlin/PR/Philipp Arnoldt (4); TU Berlin/UB (2)
LEHRE & STUDIUM
Seite 6
Gender und Diversity
im Studienalltag
pp Hat die Mathematik ein (Se-
kretärinnen-)Problem? Wie designt
man eine Superheldinnen-Actionfigur? Das sind zwei Fragen, die sich
Studierende in ihren Abschlussarbeiten zum bundesweit einmaligen
Zertifikatsstudienprogramm „Gender Pro MINT“ an der TU Berlin
gestellt haben. Die Antworten werden am 7. Juli 2016 gegeben, wenn
am nunmehr vierten Projekttag
Absolventinnen und Absolventen
ihre Abschlussarbeiten in MINT-Fächern und Planungswissenschaften
vorstellen, die sie um Gender- und
Diversity-Perspektiven erweitert
haben. Der Projekttag wird sich
ebenfalls der Frage widmen, was es
heißt, Gender und Diversity in ingenieurwissenschaftliche Forschungsund Praxisprojekte zu integrieren.
Die Praxisprojekte, in denen die
Absolventinnen und Absolventen
zeigen, wie die im Studienprogramm erworbenen Gender- und
Diversity-Kompetenzen umgesetzt
werden können, entstanden im
Maschinenbau, in der Physik, im
Studiengang „Naturwissenschaften
in der Informationsgesellschaft“
und im Studiengang Technischer
Umweltschutz. Neben den oben
erwähnten werden laufende und
abgeschlossene Projekte zu den
Themen Gender und Diversity im
Physikpraktikum sowie ein Vergleich zweier Ökobilanz-Konzepte
unter Gender-Aspekten präsentiert.
Prof. Dr. Petra Lucht, Gastprofessorin für Gender Studies in den
Ingenieurwissenschaften am Zentrum für Interdisziplinäre Frauenund Geschlechterforschung (ZIFG)
der TU Berlin (Leitung: Prof. Dr.
Sabine Hark), wird das Forschende Lernen und Lehren in den Projektmodulen erläutern. Das Zertifikatsprogramm insgesamt wird
von dessen Koordinatorin Bärbel
Mauss vorgestellt.
Zeit und Ort: 7. Juli 2016, 16.00–17.45
Uhr, Marchstraße 23, Raum MAR 2.013
EKG-Grooves
beim Finale
Elektrotechnik-Student Michael Klum
slammte sich im Wettbewerb
„faculty4makers“ zum Doppelerfolg
Die Bedingungen für das große
„faculty4makers“-Finale am 3. Juni waren
ideal: volles Haus, sommerliche Raumtemperaturen und eine siedend heiße
Stimmung. Vor rund 150 Zuschauerinnen
und Zuschauern präsentierten sieben
Teams ihre Do-it-yourself-Projekte.
oder Robotik hatten die Teams jeweils
fünf Minuten Zeit, Jury und Publikum sowohl inhaltlich als auch in der
Darbietungsform zu überzeugen. Alle
Slammerinnen und Slammer leisteten
einen hervorragenden Job und ernteten tosenden Applaus. Der 26-jährige
Elektrotechnik-Student Michael Klum
slammte sich zum Doppelerfolg: Er
wurde von der Jury zum „faculty4Maker 2016“ gewählt und gewann auch
den begehrten Publikumspokal mit
seinem Projekt „CG – Kostengünstige
Diagnostik im Gürtelschnallenformat“,
einem portablen Biodatenerfassungsgerät. Bei CG (englisch Micro-ECG) handelt es sich um ein kleines, am Gürtel
tragbares Gerät, das EKG-Daten und
Bewegung so hochgenau aufnimmt,
dass es sich zur Diagnostik eignet – zu
Baukosten von unter 100 Euro. Neben
der Idee war auch der Slam des Ge-
Die Finalistinnen und Finalisten waren
erfolgreich aus dem Vorentscheid des
Studierendenwettbewerbs „faculty4
makers“ der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik hervorgegangen
und durften nun live zeigen, was mit
ingenieur- oder naturwissenschaftlicher Eigeninitiative, Schaffenskraft
und fachlichem Know-how fernab
vom Campus im „Zuhause-Lab“ entwickelt, konstruiert und gebaut wurde.
Die Herausforderung dabei: Für die
Präsentation ihrer Ideen zu Themen
wie Upcycling, 3D-Druck, Smart Home
© TU Berlin/Jacek Ruta (2)
GENDER PRO MINT
TU intern · Nr. 6/2016
Sieger bei Wettbewerb und Slam: Michael
Klum (r.) mit Professor Friedel Gerfers
Spannung, Nachdenklichkeit und gute Stimmung im bis auf den letzten Platz gefüllten Hörsaal beim Finale des „faculty4makers“-Slams
winners besonders überzeugend, denn
Klum wandelte die EKG-Daten während seines Slams in groovige Clubmusik um. Dafür extrahierte er spezielle
EKG-Features aus den vom CG-System
aufgenommenen Signalen und wandelte diese in Audio-Daten um. So sicherte
sich der Student zwei Pokale und das
Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Der
zweite Platz (600 Euro) ging an Silke
Müller und Marina Leontopoulos. Die
beiden Elektrotechnik-Master-Studentinnen stellten mit „PIXEL 475“ eine
Kombination aus LED-Lichtwecker
und Info-Display vor. Den dritten Platz
(300 Euro) sicherte sich das Team um
Alexander Dethof, Master-Student
im Studiengang Computer Engineering, mit dem Projekt „WALD“, ein
kostengünstiges und wartungsarmes
Frühwarnsystem, das vor Wildwechselunfällen im Straßenverkehr schützen
soll.
Susanne Cholodnicki
www.tu-berlin.de/?id=164800
Die Zukunft des Einzelhandels
Vier TU-Studierende setzen die Idee eines Bachelor-Projektes
zur kulturellen Teilhabe um und ernten Begeisterung
Im „Reallabor Innenstadt“ entwickeln Studierende der Stadt- und Regionalplanung
Szenarien für eine veränderte Welt durch den Internethandel
Annabelle Haecker, Anda Kasumaj und
Andreas Sternberg vor der Nulis-Maske
Stadt zugänglich, um kulturelle Partizipation zu ermöglichen, heißt es in
einem der Vorworte zum Programmheft. Ein „wunderbares Projekt“ sei es
deshalb. Geschrieben hat das kein Geringerer als Neil MacGregor, einer der
Gründungsdirektoren des Humboldt
Forums.
Sybille Nitsche
Am 29. Juni 2016 findet um 19 Uhr im
Freizeitzentrum Marzahn eine Podiumsdiskussion statt: „Das Humboldt Forum kommt
nach Marzahn. Wie steht es um die kulturelle
Teilhabe der Stadt?“.
Weitere Informationen zum Begleitprogramm:
www.freizeitforum-marzahn.com/kulturkunst/programm/
www.articipate.de
„Aufgrund des technologischen Fortschritts und der zunehmenden Digitalisierung scheint das derzeitige Tempo
der Veränderungen im Handel jedoch
erheblich rasanter und nahezu unkalkulierbar. Die gewachsenen Möglichkeiten haben ein sehr heterogenes
Konsumverhalten bei den Käufern
herausgebildet“, analysierte das Wissensnetzwerk Stadt und Handel und
rief Studierende auf, Zukunftsszenarien für den Einzelhandel zu entwickeln. An dem Studienprojekt „Reallabor :: Innenstadt + Smart Retail“
beteiligten sich mehr als 130 Studierende der Studiengänge Architektur,
Städtebau, Stadtplanung, Raumplanung und Betriebswirtschaftslehre.
An acht Hochschulen – neben der TU
Berlin auch an der Hochschule für
Bildende Künste Dresden, der BTU
Cottbus-Senftenberg, der TU Dresden, der HTW Dresden, der TU Kaiserslautern, der Universität Leipzig
sowie der Hochschule Lübeck gingen
die Studierenden über das Sommersemester in unterschiedlichen Studienprojekten dem Phänomen des
Smart Retail, also des E-Commerce
im Internet, auf den Grund. An der
TU Berlin sind die Studierenden des
Masters Stadt- und Regionalplanung
sowie des Masters Urban Design beteiligt, unter der Leitung von Prof.
Dr. Angela Million und Laura Calbet
e Elias vom Institut für Stadt- und Regionalplanung, Fachgebiet Städtebau
und Siedlungswesen. Unter anderem
werden folgende Fragen untersucht:
Welche Chancen sind mit der Entwicklung zum Smart Retail für die
Innenstadt als urbanen und attraktiven Ort verbunden?
Wie können sich Innenstädte in diesem Wettbewerb positionieren? Spielt
der Service eine wichtige Rolle?
Welche Bedeutung hat der öffentliche Raum als Bindeglied zwischen
Handel und städtischem Leben?
„Wenn Konsumenten anders einkaufen, zum Beispiel nicht mehr unterscheiden, ob sie im Geschäft oder
im Internet-Shop einkaufen – der
sogenannte ,No-Line-Commerce‘ –,
wird sich unsere gebaute Einzelhandelslandschaft in den Städten und
auch am Stadtrand verändern“, erklärt
Angela Million. Der Einzelhandel richte sich ein und fahre „Omni-ChannelStrategien“. Die Händler nutzen dabei
mehrere Kanäle, um die Waren zu vermarkten. Sie betreiben zum Beispiel
einen eigenen Internet-Shop neben
dem stationären Laden, nutzen aber
auch gleichzeitig eBay, Amazon oder
vergleichbare Plattformen. „Das hat
zur Folge, dass wir gegebenenfalls den
Straßenraum umdenken müssen, genauso wie Gebäude“, so Angela Million. „Vielleicht werden Briefkästen
größer, LKWs kleiner, Lastenfahrräder wieder modern, in Einkaufszonen
und Innenstädten könnte es wieder
mehr Wohnen geben, weil weniger
Ladenfläche benötigt wird …“ Die
Studierenden fokussierten sich vor
allem auf den Lebensmitteleinzelhandel, den Einkauf von Lebensmitteln
online und damit verbundene Lieferdienste und darauf, welche räumlichen Gestaltungsmöglichkeiten der
Stadtraum hier bieten könnte. Die
Studierenden präsentieren ihre Ergebnisse am 14. 7. 2016, 14–16 Uhr,
im Atelier des Fachgebiets und am
Freitag, 22. 7. 2016 im Raum EB 224
(Erweiterungsbau der TU Berlin).
Patricia Pätzold
http://urbandesign.staedtebau.tu-berlin.de
http://wissensnetzwerk-stadt-handel.de
© Laura Calbet e Elias
Die berühmte Nulis-Maske ist im Ethnologischen Museum in Berlin-Dahlem zu sehen. Doch nun macht sich
eine Replik dieser Maske auf die Reise
einmal quer durch die Stadt von Dahlem nach Marzahn. Am 23. Juni 2016
wird das Kultobjekt des Stammes
Kwakwaka’wakw von der Westküste Kanadas im Foyer des Kultur- und
Freizeitzentrums Marzahn feierlich
enthüllt. Die TU-Studierenden des Instituts für Stadt- und Regionalplanung
Annabelle Haecker, Anda Kasumaj,
Philipp Häusler und Andreas Sternberg hatten die Idee dazu und setzten
das Projekt mit Unterstützung ihrer
Professorin für Denkmalpflege, Gabi
Dolff-Bonekämper, beharrlich um.
Das ursprüngliche Projekt sah vor,
Sammlungsobjekte aus dem Ethnologischen Museum an andere Orte der
Stadt zu tragen, dorthin, wo sie nicht
erwartet werden, und zu den Berlinerinnen und Berlinern zu bringen –
gleich welcher sozialen Herkunft und
welchen Bildungsgrades. Ziel unserer
Aktion ist es, mit den Menschen, die in
das Freizeitforum Marzahn kommen,
in einen Dialog zu treten über die Bedeutung kultureller Teilhabe.
Eine Idee, die zum Konzept des Humboldt Forums passt. Das „will mit unterschiedlichsten Perspektiven, Fragen
und Erzählformen der Vielfalt und
den Werten der Weltkulturen gerecht
werden. Neugier anstelle von Vorurteil
und Anschaulichkeit statt Ideologie.“
Und genau das setzen die Studierenden um: Sie holen die „Objekte der
Schönheit“ hinter den Museumsmauern hervor und machen sie anderen
kulturellen und sozialen Milieus der
© Stefan Müchler
Die Nulis-Maske in Marzahn
Auch der Lebensmitteleinzelhandel setzt heute neben stationärem Verkauf auf Online-Vertrieb
LEHRE & STUDIUM
TU intern · Nr. 6/2016
Seite 7
Der Klassenraum in „Second Life“
Kooperation
zwischen Uni und
Unternehmen
Campusblick
Studentische Beschäftigte wählen – Wahlhelfer gesucht
Online-Rollenspiele für Lehramtsstudierende
tui Vom 27. Juni bis 1. Juli 2016 wird
der Personalrat der studentischen Beschäftigten gewählt. Wahlberechtigt
sind alle Studierenden, die an der TU
Berlin beschäftigt sind. Wahllokale:
27. 6.: Hauptgebäude und Mensa, 28. 6.:
Hauptgebäude und MAR-Gebäude,
29. 6.: Hauptgebäude und MA-Gebäude,
30. 6.: Hauptgebäude und Mensa, 1. 7.:
Hauptgebäude und Mensa. Das Wahllokal ist jeweils im Foyer. Zeit: 10–14 Uhr.
Briefwahlunterlagen können online beantragt werden.
pp Der diesjährige „Tag der Leh-
Der Tag der Lehre soll einen
Dialog initiieren und Impulse für
zukünftige Kooperationsformen
geben.
zukünftige Kooperationsformen
geben. Den ganzen Nachmittag
werden unter anderem Vertreter
der Industrie- und Handelskammer, des VDMA, des HIS-Instituts
für Hochschulentwicklung e.V.,
der Personalentwicklung der Bundesdruckerei, Fachgebietsleiter der
TU Berlin aus Wirtschaft und Management, dem Centre for Entrepreneurship, dem Career Center
und viele andere im TU-Lichthof
Chancen und Risiken erörtern und
schließlich in einer Podiumsdiskussion von allen Seiten beleuchten. Eine wichtige Rolle spielt das
Transferprojekt „MaschinenhausTransferprojekt“, das an der TU
Berlin an der Fakultät V Verkehrsund Maschinensysteme angesiedelt
ist und auch eine Posterpräsentation anbietet.
www.tu-berlin.de/?id=148893
www.tu-berlin.de/?id=160681
© TU Berlin/FG Pädagogische Psychologie
re“, zu dem alle Interessierten am
27. Juni in den Lichthof der TU
Berlin eingeladen sind, steht ganz
im Zeichen von Unternehmenskooperationen in der Lehre. Er
ist dem Erfahrungsaustausch zwischen universitärer Theorie und unternehmerischer Praxis gewidmet.
Welche Formate für kooperative
Lehre sind in den Curricula bereits
zu finden und haben sich bewährt?
Welche neuen Formate sind denkbar? Wie tragen sie zur Berufsbefähigung der Absolventinnen und
Absolventen bei?
Angehörige der TU Berlin sowie
Unternehmensvertreterinnen und
-vertreter berichten von ihren Erlebnissen in der Zusammenarbeit
und welche Kooperationsformen
sich für sie bewährt haben. Dieser
Erfahrungsaustausch, zu dem der
Vizepräsident für Studium und
Lehre, Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß,
einlädt, Motto „Employability
durch Unternehmenskooperationen“, soll vor allem Impulse für
[email protected]
www.tu-berlin.de/?id=170861
Nachbarschaftshilfe
Konferenzen, Elterngespräche und vieles mehr können Lehramtsstudierende im „Second Life“ üben
pp/tui „Online-Rollenspiele sind eine
Erfolg versprechende Methode, um
handlungsorientierte Fähigkeiten in
der Hochschullehre zu fördern. In der
virtuellen Umgebung können typische
Handlungsszenarien realistisch simuliert werden“, sagt Jana Kunze, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Pädagogische Psychologie bei
Prof. Dr. Angela Ittel. Jana Kunze hat
ein Studienreformprojekt konzipiert,
das E-Szenarien für Online-Rollenspiele
in virtueller Umgebung entwickelt und
implementiert. Diese werden in der
Lehrkräfteausbildung eingesetzt und
fördern die innovative Weiterentwicklung der Lehre.
In den Online-Rollenspielen können Studierende unter anderem ihre
kommunikativen Fertigkeiten mittels
eines Avatars interaktiv erproben und
reflektieren, während sie zum Beispiel Gespräche mit Schülerinnen und
Schülern oder Eltern simulieren. Diese Form der Lehre in einer virtuellen
Umgebung hat bereits Eingang in das
Seminar „Gesprächsführung und Beratung“ für Lehramtsstudierende im
Master of Education sowie für MasterStudierende des Studiengangs Bildungswissenschaft gefunden. Dort setzen sich die Studierenden mit Theorien
der Gesprächsführung und Beratung
sowie deren praktischer Umsetzung
auseinander. Die Online-Lehre wird
seit dem Wintersemester 2014/15 in
den virtuellen Welten „Second Life“
und „LibertasU“ erprobt und von
Präsenzveranstaltungen
begleitet.
„Für das Online-Rollenspiel treffen
sich vier bis fünf Personen, inklusive
Beobachtenden, in einem Raum, der
für die Durchführung des jeweiligen
Szenarios angemessen ist“, erläutert
Jana Kunze. Die Gesprächsszenarien
seien im Vorfeld auf der Basis aktueller Literatur sowie anhand von
Praxiserfahrungen der Studierenden
gemeinsam entwickelt worden. Bei
der Auswertung gäben sowohl die Beteiligten als auch die Beobachtenden
ihre Eindrücke wieder und erhielten
Hinweise durch die Dozentinnen.
„Die Rückmeldungen der Studierenden sind überwiegend positiv“, so
Jana Kunze. „Die Hemmungen, sich
am Online-Rollenspiel zu beteiligen,
fallen wesentlich geringer aus als im
Real-Life-Rollenspiel im Seminarraum. Die Studierenden finden es auch
vorteilhaft, sich im Spiel vor allem auf
den verbalen Ausdruck konzentrieren
zu können und anschließend ein Feedback zu bekommen. Daneben wird
auch die zeitliche Effizienz dieser
Form der Lehre und der Übung positiv wahrgenommen.“ Lediglich das
Fehlen von Körpersprache, Mimik und
Gestik fehle, kritisierten die Studierenden. Daher würden mittlerweile Online- und Präsenzrollenspiele im Wechsel durchgeführt. Und auch bei den
Lehrenden fällt das Urteil positiv aus.
Jana Kunze: „Die virtuelle Umgebung
eignet sich neben dem Training kommunikativer und sozialer Kompetenzen auch dafür, Studierende in Kleingruppen ortsunabhängig zu betreuen
oder Gruppenarbeiten durchzuführen.
Daneben sind virtuelle Exkursionen
oder Lerntandems mit Studierenden
an Partneruniversitäten im Ausland
denkbar. Im ,Second Life‘ fühlen sich
die Teilnehmenden durch die Präsenz
mittels Avatar in der Umgebung eingebunden und zugehörig, anders als bei
anderen Videokonferenzsystemen.“
Mittlerweile gibt es einige Anfragen
aus dem In- und Ausland, das Konzept
in die Lehre – auch über die Grenzen
der Lehrkräftebildung hinaus – zu integrieren. Jana Kunze ist gern bereit,
Interessenten beim Einsatz von virtuellen Lernumgebungen zu beraten und
zu unterstützen.
www.tu-berlin.de/?id=155922
Spielerisch zum Qualitätsexperten
TU-Qualitätswissenschaft veröffentlicht Spiele-App „Quality Quiz“ für iOS und Android
von professionellen Software-Entwicklern unterstützt wurden, stand
die Langzeitmotivation im Fokus: Es
gibt verschiedene Ranglisten zur relativen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten sowie umfangreiche Statistiken,
die es ermöglichen, die eigenen und
auch Kenntnisse belohnt. „Natürlich
war die umfangreiche Vermittlung von
Qualitätsthemen ein herausragendes
Ziel“, erläutert Markus Matuszewski.
„Die über 700 Fragen aus den wichtigsten Themen des Qualitätsmanagements sind in sechs Wissensrubriken
© TU Berlin/FG Qualitätswissenschaft
Die Faszination des Spielens hört
keineswegs im Kindesalter auf. Auch
ist sie nicht auf unterschiedliche Bildungsniveaus beschränkt. Das spielerische Lernen bleibt also für jedes
Alter interessant. Diese Erkenntnis
haben sich die Qualtitätswissenschaftler der TU
Berlin zunutze gemacht und die App
„Quality
Quiz“
zum spielerischen
Lernen von Qualitätsthemen veröffentlicht. „Jeder
Interessierte, ob
Studierende, Qualitätsprüferin oder
-prüfer, Manager
oder Managerin,
kann sich damit
in verschiedenen
Th e m e n fe l d e r n
des Qualitätsmanagements weiterentwickeln“, erklärt Markus Matuszewski, wissenschaftlicher Mitarbeiter
im Fachgebiet Qualitätswissenschaft
am Institut für Werkzeugmaschinen
und Fabrikbetrieb, das von Prof. Dr.Ing. Roland Jochem geleitet wird. Bei
den Machern der App, die für die informationstechnologische Umsetzung
Außerdem werden noch Wahlhelferinnen und Wahlhelfer aus dem Kreis der
studentischen Beschäftigten gesucht.
die gegnerischen Leistungen nachzuverfolgen.
In einem zehnstufigen Level-System
arbeiten sich die Spieler zu Qualitätsfragen vom „Lappen“ über „Flachzange“, „Luftpumpe“ und „Bohrhammer“ bis zum komplexen „Laser“
hoch. Dabei werden sowohl Fleiß als
eingeteilt, zum Beispiel ,Six Sigma
& Lean‘, ,Statistik‘ oder ,Total Quality Management‘.“ Drei Schwierigkeitsstufen der Multiple- und DualChoice-Fragen ermöglichen dabei das
Erlernen sowohl von Grundlagenwissen als auch von Wissen über die
neuesten wissenschaftlichen Erkennt-
nisse. „Durch die Verbindung dieser
Perspektiven setzt das ,Quality Quiz‘
einen neuartigen Ansatz der Wissensvermittlung um“, so Matuszewski.
Professor Jochem unterstützt die engagierten Quiz-Macher: „Das Fachgebiet Qualitätswissenschaft ist traditionell sehr stark
engagiert in der
Ausbildung der
nächsten Generation von
Qualitätsmanagerinnen und
-managern. Mit
unserer neuesten Weiterentwicklung der
Lehre bedienen
wir gleichzeitig
die aktuellen
M e ga - Tre n d s
,Gamification‘
und
,Mobile
Learning‘. Die
neue App ist unser erster Versuch auf
diesen Gebieten und wir freuen uns
auf das Feedback der Nutzer aus Wirtschaft und Wissenschaft.“ Die App
gibt es im App Store und bei Google
Play.
Patricia Pätzold
www.qw.tu-berlin.de
© HMKW
TAG DER LEHRE
pp Mit Mineralität und Wein beschäftigt sich ein Fotowettbewerb der Hochschule für Medien, Kommunikation und
Wirtschaft, deren Berliner Standort die
Ackerstraße im Wedding ist. So kam es
zum nachbarschaftlichen Austausch mit
dem ebenfalls in der Ackerstraße angesiedelten TU-Fachgebiet Mineralogie. Dort
wurden die studentischen Besucherinnen
und Besucher durch den Fachgebietsleiter Prof. Dr. Gerhard Franz in einige
Geheimnisse ihres zu recherchierenden
Themas eingewiesen. Sie konnten Kristalle unterm Mikroskop begutachten, dabei
besonderes Augenmerk auf Weinsäure
und Kalkstein legen und so gleich einige
fotografische Dokumentationen für ihre
Fotoexperimente anlegen.
DAAD-Preis für ausländische
TU-Studierende
tui Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vergibt im Jahre
2016 erneut einen hochschulbezogenen Preis an eine ausländische Studentin oder einen ausländischen Studenten.
Ausgezeichnet werden sollen besondere
akademische Leistungen und bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement. Einsendeschluss
ist der 31. Juli 2016.
www.tu-berlin.de/?id=85691
[email protected]
Fakultätstag der Physik
bk Auch in diesem Jahr wird es am
Ende des Sommersemesters wieder einen Fakultätstag der Physik geben. Den
Kern der akademischen Feierstunde wird
die offizielle Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen des zurückliegenden Jahres bilden. Vorher wird
Prof. Dr. Robert Wolf einen Festvortrag
zum Thema „Von großen Maschinen
und heißen Plasmen“ halten. Darüber
hinaus wird es einen Rückblick auf die
akademischen Ereignisse des vergangenen Jahres geben. Zum Ausklang findet
ab 18 Uhr auf der Physik-Fanmeile das
Physikfest statt. Der Fakultätstag der Physik findet am Freitag, dem 15. Juli 2016,
um 16 Uhr im Hörsaal EW 201 statt.
Sport-Videos einsenden!
tui Seit Mai 2016 hat der Hochschulsport einen eigenen Videokanal.
„Hochschulsport.TV“ auf dem OnlineSportsender Sportdeutschland.TV soll
die Vielfalt des nationalen und internationalen Hochschulsports präsentieren. Alle
Mitgliedshochschulen des Allgemeinen
Deutschen Hochschulsports (adh) und
Studierende sollen mitmachen und eigenes Videomaterial einschicken. HandyVideos reichen aus. Der adh erstellt daraus das fertige Video. Ein „Kurzleitfaden
zur Videoproduktion“ gibt Hilfestellung.
www.adh.de
MENSCHEN
Seite 8
TU intern · Nr. 6/2016
Neuer Zugang
zur komplexen
Analysis
Meldungen
Netze für erneuerbare Energien
tui Mehr als drei Millionen Artikel über
Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik weist mittlerweile die weltweit führende Datenbank IEEE Xplore
auf. Zu den 100 beliebtesten davon gehörte 2015 der Artikel „DC Microgrid for
Wind and Solar Power Integration“ von
Professor Dr.-Ing. Kai Strunz und seinen
beiden Mitautoren Dr. Ehsan Abbasi und
Dr. Duc Huu Nguyen. Dafür wurden sie
kürzlich in Montreal mit dem „2015 IEEE
Journal of Emerging and Selected Topics
in Power Electronics First Prize Paper
Award“ ausgezeichnet. Dr. Ehsan Abbasi
und Dr. Duc Huu Nguyen promovierten
im Jahr 2014 am Fachgebiet Energieversorgungsnetze und Integration erneuerbarer Energien der TU Berlin, das von Kai
Strunz geleitet wird.
tui Anfang Juli wird Prof. Dr.-Ing.
Johannes Cramer, Fachgebiet Baugeschichte, feierlich mit dem wissenschaftlichen Kolloquium „Warum Baugeschichte?“ verabschiedet. Dr.-Ing. Thomas
Nitz vom Thüringischen Landesamt für
Denkmalpflege und Archäologie wird
den Festvortrag „Bauforschung – Bindungsplan – Baustelle/Non scholae sed
vitae discimus“ halten, Johannes Cramer
selbst seine Abschiedsvorlesung zum
Thema „Baugeschichte als Ressource“.
Für die Einführung konnte außerdem
der Landeskonservator und Leiter des
Landesdenkmalamts Berlin Prof. Dr. Jörg
Haspel gewonnen werden.
Zeit und Ort: 5. Juli 2016, Beginn 17 Uhr,
Raum A 151
Digitale Ruhmeshalle
tui Eine Jury des Zuse-Instituts wählte vier Wissenschaftler während der
Konferenz „Digital Future“ in Berlin in
die „Digital Hall of Fame“. Neben dem
TU-Professor Klaus-Robert Müller wurden Leslie Greengard (Universität New
York), Michele Parrinello (ETH Zürich)
und – stellvertretend für seinen Vater,
den Computerpionier Konrad Zuse –
Horst Zuse ausgezeichnet. Sie erhielten
ihre Urkunden aus der Hand des Berliner
Regierenden Bürgermeisters Michael
Müller. Alle 75 bislang Geehrten wurden in der Serie „Digitale Pioniere“ des
Tagesspiegels vorgestellt.
Innovative Produktionstechnik
tui Den Georg-Schlesinger-Preis des
Landes Berlin 2016 für Wegweisendes aus
der Produktionstechnik, gestiftet von der
TSB-Stiftung, erhielten Prof. Yusuf Altintas, Ph. D. von der University of British
Columbia (Kanada), und Prof. Dr.-Ing.
Günter Pritschow von der Universität
Stuttgart. Der Preis wurde 1979 anlässlich
des 75-jährigen Jubiläums des Instituts für
Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik der TU Berlin ins Leben gerufen.
In nur einer Nacht wurde die Synagoge
der jüdischen Gemeinde in Regensburg
zerstört. „Es brauchte jedoch insgesamt
ein ganzes Jahr, um den Bau wieder zu
rekonstruieren – als digitale Visualisierung“, erzählt Prof. Dr. Thekla SchulzBrize, neu berufene Professorin für das
Fachgebiet Historische Bauforschung.
Entstanden ist ein vierminütiger Film,
der in 3D zeigt, wie die Synagoge einmal aussah. Die Digitalisierung macht
es möglich, die Synagoge aus den unterschiedlichsten Perspektiven – außen
und innen – zu zeigen. Details wie die
Emporen, der Thoraschrein und die Orgel rücken dabei ins Blickfeld.
Ebenso wurde die Synagoge in Sulzbach-Rosenberg von Regensburger
Studierenden visualisiert. Bei beiden
Synagogen wurde der Lichteinfall simuliert und auch die Leuchter wurden
„nachgebaut“.
Diese zwei Filme sind Ergebnisse von
studentischen Arbeiten, die Prof. Dr.
Thekla Schulz-Brize von ihrem vorherigen Arbeitsort, der Technischen
Hochschule Regensburg, mitgebracht
hat. In Berlin schwebt ihr vor, diese
Arbeiten fortzusetzen und die im Drit-
Digitale
Auferstehung
Thekla Schulz-Brize
plant, die von den
Nationalsozialisten
zerstörten Synagogen
in Berlin und
Brandenburg virtuell
zu rekonstruieren
ten Reich von den Nationalsozialisten
vernichteten Berliner und Brandenburger Synagogen zu visualisieren.
„Die Digitalisierung macht es möglich, unwiderruflich Zerstörtes – so
wie es einmal gewesen ist – in der Erinnerung zu bewahren“, sagt Prof. Dr.
Thekla Schulz-Brize. Entwurfspläne,
die von den Synagogen meistens noch
vorhanden sind, und Fotos bilden die
Basis für die digitale Visualisierung, die
anders als ein Plan oder ein Foto den
Vorteil hat, einen räumlichen Eindruck
entstehen zu lassen.
Mit der Methode der digitalen Visualisierung ist Thekla Schulz-Brize auch
in das soeben bewilligte DFG-Graduiertenkolleg „Identität und Erbe“ eingebunden, dessen Sprecherhochschule
die TU Berlin ist (siehe auch Seite 1).
Diese Methode nutzt sie aber auch für
ihr zweites Gebiet, ihre Forschungen
zu griechischen und römischen Tempeln im westlichen Mittelmeerraum.
„Wir haben zum Beispiel mit Hilfe der
Digitalisierung veranschaulichen können, wie die Tempel gebaut worden
sind – Stein für Stein, Arbeitsschritt
für Arbeitsschritt.“
Dazu bedarf es Hochleistungsrechner,
die aus den Unmengen von Daten sozusagen in Tag- und Nachtarbeit Bilder
entstehen lassen. „Im Zuge meiner Berufung sind mir diese Mittel zur Anschaffung solcher Rechner zugesichert
worden. Die Arbeit kann also beginnen“, so Prof. Dr. Thekla Schulz-Brize.
Sybille Nitsche
www.studienstiftung.de
Start-ups, Arganöl und Mikrokredite
Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund nutzen ihre Kontakte und ihr interkulturelles Wissen als Wettbewerbsvorteil
„In der Öffentlichkeit werden Migrantinnen aus arabischen Ländern oft
als unterdrückt, rückständig und als
Bedrohung für den Wohlfahrtsstaat
Deutschland gesehen. Es wird vergessen, welchen Beitrag sie für die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit
leisten können“, sagt Dr. Maren Borkert, IPODI-Fellow an der TU Berlin.
Die Soziologin hat einen vollkommen
anderen Blick: Sie erforscht Migrantinnen, die in Deutschland Unternehmen
gründen.
Im Vergleich zu ihrem Anteil an der
Bevölkerung gründen Migranten und
Migrantinnen in Deutschland mehr
Unternehmen als Deutsche – darunter
allerdings nur wenige Frauen.
Warum das so ist, ist eine der Fragen,
die Borkert beantworten will. Ihr Fokus liegt dabei auf transnationalen
Unternehmerinnen. „Diese Unternehmerinnen nutzen ihre Kontakte und
ihr Wissen aus mehreren Ländern als
Wettbewerbsvorteil. Zum Beispiel importieren oder exportieren sie Waren
oder rekrutieren Mitarbeiter aus dem
Ausland. Das internationale Transportwesen und das Internet machen das
einfacher“, erklärt Borkert. Beispiele
für solche Unternehmen sind interkulturelle Pflegedienste oder Import-/
Exportfirmen.
So erzählt sie von einer in Deutschland lebenden Marokkanerin, die erkannte, dass Arganöl in Deutschland
sehr beliebt ist. Daraufhin gründete
sie ein Unternehmen, das Bio-Argan-
öl nach Deutschland importiert. „Sie erfahren, seien auch Ansprechpartner Das Projekt „Kiron Ventures“ will es
orientiert sich nicht nur am deutschen vor Ort wichtig.
ihnen ermöglichen, Unternehmen zu
Markt, sondern bringt auch das Be- Borkert betont, dass auch in Geflüch- gründen.
wusstsein nach Marokko, dass Bio- teten ein enormes Potenzial steckt: Die Soziologin träumt davon, das
Landwirtschaft ein Wettbewerbsvor- „Wer flieht, geht große Risiken ein, Meinungsbild in der Bevölkerung
braucht Mut und Geschick. Es wird durch ihre Forschung zu verändern:
teil sein kann“, so Borkert.
Für ihr zweijähriges IPODI-Projekt am oft vergessen, dass auch eine Flucht „Es ist wichtig, das Potenzial, das in
Fachgebiet „Entrepreneurship and In- eine Leistung ist.“ Neben dem IPO- Migranten und Migrantinnen und in
novation Management“ bei Professor DI-Projekt arbeitet sie an einem Pro- Flüchtlingen steckt, sichtbar zu maDr. Jan Kratzer führt sie eine Umfrage jekt der Kiron University mit – einer chen, auch für politische Entscheiunter Berliner Unternehmerinnen zu Online-Universität, die ein kostenlo- dungsprozesse.“
deren Transnationalität und Migra- ses Studium für Geflüchtete anbietet.
Friederike Meier, IPODI
tionserfahrung durch.
Anschließend führt sie
Interviews mit einigen,
um herauszufinden, was
die größten Schwierigkeiten auf dem Weg
zum eigenen Unternehmen sind und wie sie
gelöst werden.
„Eines der größten
Probleme ist die Anerkennung von Qualifikationen – zum Beispiel
im Handwerk. Dazu
kommt, dass viele Banken nicht gerne Mikrokredite vergeben, weil
der Aufwand groß ist.“
Deshalb müsse man
Alternativen finden –
zum Beispiel Initiativen
wie „Goldrausch“, die
Mikrokredite an Unternehmerinnen vergibt.
Damit
Migrantinnen
von solchen Angeboten Maren Borkert will mit ihrem Projekt zeigen, wie viel unternehmerisches Potenzial in Migrantinnen steckt
© TU Berlin/PR/Ulrich Dahl
Abschied von Johannes Cramer
Thekla Schulz-Brize widmet sich mit ihrem Fachgebiet Historische Bauforschung der digitalen Rekonstruktion zerstörter Bauten
© Stefan Wolf Lucks
© TU Berlin/PR/Philipp Arnoldt
Medaille für Peter Strasser
tui Auf dem Jahrestreffen Deutscher
Katalytiker wurde TU-Chemiker Prof. Dr.
Peter Strasser die Otto Roelen-Medaille
verliehen. Mit diesem Preis zeichnen
die DECHEMA und die Deutsche Gesellschaft für Katalyse seine wegweisenden
Arbeiten zur Entdeckung von hochaktiven bimetallischen Kern-Schale-Katalysatoren aus. Peter Strasser forscht
schon seit Jahren unter anderem an der
Optimierung von Brennstoffzellen, um
sie als alternative Energielieferanten einzusetzen. Aus Wasserstoff und Luftsauerstoff lässt sich mit ihrer Hilfe elektrische
Energie erzeugen. Die Methode ist sehr
umweltfreundlich, da als einziges Reaktionsprodukt Wasser entsteht. Damit die
Reaktion abläuft, ist jedoch teures Platin
als Katalysator nötig. Peter Strasser ist es
gelungen, Katalysatoren zu entwickeln,
die nicht nur besser, sondern auch billiger als das Edelmetall sind. Er entwickelte
ein Nano-Material mit einem Kern aus einer Kupfer-Nickel-Legierung und einem
extrem dünnen Platinmantel. Dieser Katalysator ist um ein Mehrfaches effektiver
als das bisher eingesetzte reine Platin.
Für die hohe wissenschaftliche Qualität seiner Doktorarbeit wurde Dr. Felix Günther am
6. Juni mit dem Friedrich Hirzebruch-Promotionspreis geehrt, mit
dem die Studienstiftung des deutschen Volkes von ihr geförderte
Dissertationen in der Mathematik,
den Natur- und Ingenieurwissenschaften auszeichnet. „Discrete
Riemann Surfaces and Integrable
Systems“ lautet der Titel seiner
Arbeit, die am TU-Institut für
Mathematik bei Prof. Dr. Alexander Bobenko entstanden ist und
in der er einen neuen Zugang zu
einer diskreten Form der klassischen komplexen Analysis, die
auch außerhalb der Mathematik
Anwendung
findet – von
der theoretischen Physik
bis hin zu
C o m p u t e rgrafiken –,
entwickelt.
Felix Günther studierFelix Günther
te von 2007
bis 2011 Mathematik an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie
an der ETH Zürich.
Seit September 2014 forscht er als
Postdoktorand am European PostDoctoral Institute for Mathematical
Sciences. Während der Promotion
war er Stipendiat der Deutsche
Telekom Stiftung sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes,
für seine Diplomarbeit wurde er
mit einem Preis der Deutschen
Mathematiker-Vereinigung
ausgezeichnet. Außerdem ist Felix
Günther ein begeisterter Slammer.
Schon mehrfach war er bei Science
Slams erfolgreich, 2013 gewann er
unter anderem beim ersten Science
Slam@Campus Charlottenburg,
den die TU Berlin im Rahmen der
Langen Nacht der Wissenschaften
veranstaltete. Ein Film der Studienstiftung führt in die Forschungen
von Felix Günther ein.
tui
FORSCHUNG
TU intern · Nr. 6/2016
Seite 9
Die Rettung der Brücken
JUNGE WISSENSCHAFT
Wohnen in
Londons Garagen
Mit einem innovativen Verbundbaustoff mit Carbon betritt das Bauwesen Neuland
News aus
der Erfinderwerkstatt
Mit der intuitiven Interaktion
zwischen Mensch und Technik beschäftigt sich die Nachwuchsforschergruppe MTI-engAge unter
Leitung von Dr. Ivo Boblan. Untersucht werden soll, wie durch Sensoren, Aktoren, Algorithmen und
haptische Nah- und visuelle Fernwahrnehmung das Zusammenspiel
zwischen Mensch und Maschine
besser gestaltet werden kann. Ziel
ist die Erforschung einer menschzentrierten, zuverlässigen Interaktion zwischen Mensch und neuartigem Roboter-Assistenzsystem, das
in der Arbeitswelt, im Kontext der
Gesunderhaltung und beim Wohnen zum Einsatz kommen kann.
In dem ersten Newsletter, der soeben erschienen ist, informiert die
Nachwuchsforschergruppe über
ihre Mission, bisher erreichte Ergebnisse und Highlights. So verfügt
die Nachwuchsforschergruppe über
eine Ideen- und Erfinderwerkstatt,
das MTI-FabLab. Dort wird die Interaktion mit Probanden aus der
Öffentlichkeit getestet. Die Lösungen fließen in die Entwicklung von
Robotersystemen wie BROMMI,
ein bionischer Roboterrüssel, und
ZAR5, ein humanoider Muskelroboter, ein. Besucher können sie
nach Anmeldung testen. Die Nachwuchsgruppe wird vom Bundesforschungsministerium für fünf Jahre
mit 3,1 Millionen Euro gefördert.
sn
www.mti-engage.tu-berlin.de
Arndt Goldack auf der 13 Meter langen Spannbandbrücke in der Peter-Behrens-Halle, die zur Prüfung von Tragverhalten und Schwingungen dient
Erfahrung mit Carbon-Zugelementen,
unter anderem mit unserer 13 Meter langen Spannbandbrücke, an der
auch ein System zur aktiven Schwingungskontrolle realisiert wurde.“ Der
besondere Clou an dieser Brücke sind
pneumatische „Muskeln“, die gezielt
angesteuert werden können, erstarken
oder erschlaffen, um die Schwingungsamplituden zu reduzieren und zu kontrollieren.
„Die übergeordnete Bedeutung unseres Teilprojekts ist auch daran ersichtlich, dass das Gesamtvolumen des
ursprünglichen Antrags 1,2 Millionen
Euro betrug, mit einem TU-Anteil
von 600 000 Euro. Doch aufgrund des
überzeugenden Projektantrags, der
übrigens federführend an der TU Berlin erarbeitet wurde, und der Relevanz
des Themas haben die Gutachter dann
einer Erhöhung des Volumens gerne
zugestimmt“, sagt Arndt Goldack. So
wurde die Summe auf 2,2 Millionen
Euro fast verdoppelt, von denen der
Anteil der TU Berlin 769 000 Euro beträgt. Und das Projekt „C³ – Carbon
Concrete Composite“ wurde bereits
mit großen Preisen geadelt: Im November 2015 erhielt es den Deutschen
Nachhaltigkeitspreis Forschung vom
Bundesministerium für Bildung und
Forschung, der das Projekt in eine Reihe mit solchen Preisträgern wie Königin Silvia von Schweden, UN-Flüchtlingskommissar António Guterres und
dem ehemaligen Bundesaußenminister Hans Dietrich Genscher stellt.
Gleich darauf, im Dezember 2015,
erhielt es den Deutschen Rohstoff-Effizienzpreis vom Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie als Beispiel
für eine intelligente Verwendung von
Materialien. Und ganz neu: „C-Cube“
wurde zum „Ausgezeichneten Ort im
Land der Ideen“ 2016 gekürt.
© privat
bewehrt können sie auf nur zwei Zentimeter reduziert werden.“ Das Bauen
mit Carbonbeton verlängere also nicht
nur die Lebensdauer von Bauwerken,
sondern ermögliche auch eine filigranere, elegantere Architektur. Das Projekt beinhaltet die Erprobung mit der
Industrie, zum Beispiel den Einbau von
Carbonbewehrung in Schalungssysteme oder die Herstellung ganzer Brückenträger und anderer typischer Bauteile wie Dach-, Decken-, Wand- und
Fassadenelemente, die Entwicklung
von sogenannten Vorspanntechniken,
mit denen die Carbonteile gespannt
werden, und auch die Entwicklung
von gebogenen Carbonbewehrungen
zum Beispiel für den Brückenbau.
„Dennoch betreten wir alle mit diesem Projekt komplettes Neuland“,
sagt Goldack. „Besonders wichtig ist
daher die Prüfung des Tragverhaltens
solcher Bauteile. Sie wird hier in der
Peter-Behrens-Halle durchgeführt. Das
Fachgebiet verfügt über jahrelange
Patricia Pätzold
www.ek-massivbau.tu-berlin.de
www.bauen-neu-denken.de
Schiffbruch
mit Navi?
TU-Professorin erforscht die
Auswirkungen des Einsatzes
von digitalen Orientierungssystemen beim Segeln
Wenn Gisela Müller-Plath die Leinen ihres Segelbootes „Mary Read“
festmacht, liegt kein Sonntagsausflug
hinter ihr, sondern ein Forschungstörn. Die Professorin für Psychologie
Neuer Medien und Methodenlehre am
Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaft der TU Berlin untersucht
mit ihrem studentischen Team auf der
„Mary Read“, wie sich der Einsatz
sogenannter digitaler Multifunktionsdisplays (MFDs) beim Segeln auf Skipper auswirkt. Erweitern sie die Fähigkeiten ihrer Nutzerinnen und Nutzer
oder schränken sie diese ein? MFDs
dienen der effizienten Navigation und
vereinen unter anderem GPS-Kartenplotter,Winddaten, Echolot und Radar
auf nur einem Display. Was zum leichteren Navigieren beitragen soll, ist
spätestens seit dem Unfall der „Vestas
Wind“ beim Segelrennen Volvo Ocean
Race im Dezember 2014 umstritten.
Aufgrund eines Navigationsfehlers
fuhr die Jacht der dänischen Crew
trotz guter Wetterbedingungen nachts
auf ein Riff auf. In der HochseeregattaSzene sorgte der Vorfall für Spott, warf
aber auch die Frage auf, in welchem
Verhältnis der Einsatz digitaler Hilfsmittel zu traditionellen stehen sollte
und wie menschzentrierte technische
Weiterentwicklungen aussehen könnten. „Warum erleidet eine so hoch-
Emily
Kelling
und was nicht, und durch welche
Faktoren das bestimmt wird“, so
die 27-Jährige, die ihre Dissertation am Fachgebiet Planungs- und
Architektursoziologie von Prof. Dr.
Martina Löw schreibt. Interessant
dabei sei, so Kelling, dass die illegalen Praktiken in der Öffentlichkeit
bislang kaum thematisiert würden,
und wenn, würden sie mit illegaler
Einwanderung in Zusammenhang
gebracht. „Und dann wird aus dem
Wohnungsmarktproblem plötzlich
ein Migrationsproblem.“
Eine Ursache für die Londoner
Misere ist, dass zu wenig soziale
Wohnungen gebaut werden. Kellings These ist deshalb, dass die
Produktion bezahlbaren Wohnraums momentan durch informelle
und illegale Praktiken „realisiert“
werde, und diese würden nicht nur
räumlich versteckt, sondern auch
nicht diskutiert – um die Aufrechterhaltung konkreter Ausbeutungsverhältnisse zu verschleiern.
Sybille Nitsche
Neu bewilligt
Raue Pfade
© Anemos
Carbon korrodiert nicht und erhöht
damit die Lebensdauer von Bauteilen.
Gleichzeitig schont es die Ressourcen. Das „C-Cube“-Projekt wird vom
Bundesministerium für Bildung und
Forschung im Programm „Zwanzig20–
Partnerschaft für Innovation“ gefördert. 130 interdisziplinäre Partner sind
an dem von der TU Dresden initiierten
Konsortium beteiligt. Ein wichtiger
Partner ist die TU Berlin mit dem Teilprojekt „Vorgespannter Carbonbeton
für Straßenbrücken und Flächentragwerke“, das im Institut für Bauingenieurwesen, Fachgebiet Entwerfen und
Konstruieren – Massivbau, bei Prof.
Dr.-Ing. Mike Schlaich angesiedelt ist.
„Nichtrostende Materialien wie Carbon müssen nicht vor Korrosion geschützt werden, so kann die für das
jeweilige Bauteil notwendige Betonmenge erheblich reduziert werden.
Zum Beispiel sind Bewehrungsstäbe
aus Carbon bis zu fünfmal fester als
Stahlstäbe und wiegen nur 20 Prozent
davon“, erklärt Dr. Arndt Goldack, der
das Projekt an der TU Berlin leitet.
„Auch Stahlbetonbauteile, zum Beispiel für Fassaden, sind üblicherweise
rund acht Zentimeter dick, mit Carbon
Seit Jahren sind die aberwitzigen
Immobilien- und Mietpreise in
London ein Thema, ohne dass ihr
stetiges Steigen verhindert würde. Da der Mensch aber wohnen
muss, sucht er nach Lösungen, die
zum Teil nicht weniger aberwitzig
sind. „Seit 2000 etwa wird in London ein eigentümliches Phänomen
beobachtet“, sagt Emily Kelling.
„Grundstückseigentümer vermieten ihre Garagen und Gartenhäuser
als Wohnung. Oder sie parzellieren
ihr Haus und machen aus einer
Wohnung viele.“
Diese illegalen Vermietungspraktiken auf Londons Wohnungsmarkt
hat die Soziologin zu ihrem Dissertationsthema gemacht. Sie will
wissen, welche Akteure dieses
Spiel spielen und wie sie es spielen. „Zum Beispiel interessiert
mich, wie die Akteure untereinander aushandeln, was toleriert wird
© TU Berlin/PR/Ulrich Dahl
Beton ist das weltweit meistverwendete Material nach Wasser. Straßen,
Brücken, Tunnel, Gebäude, Masten,
Stützwände, Abwasseranlagen und vieles mehr werden aus stahlbewehrtem
Beton – kurz Stahlbeton – gebaut. Doch
es gibt einen gefährlichen Feind: Korrosion. Der eingebettete Spann- und
Bewehrungsstahl kann rosten und dadurch zu erheblichen Schäden an Bauwerken führen. Die Folge sind gesperrte Brücken, geschlossene Schulen und
einsturzgefährdete Dachkonstruktionen. Der Spann- und Bewehrungsstahl
in den Bauwerken wird zwar mit mehreren Zentimetern Beton überdeckt,
doch dauerhaft kann das die Korrosion
nicht verhindern. Das größte Bauforschungsprojekt Deutschlands, „C³ –
Carbon Concrete Composite“, befasst sich daher mit der Erforschung
und Etablierung eines neuen Baustoffes: Carbonbeton.
Sensorenbrille und Multifunktionsdisplay sollen der Skipperin helfen, sicher ans Ziel zu kommen
technisierte Jacht mit einer erfahrenen Crew dennoch Schiffbruch?“,
fragt Prof. Dr. Müller-Plath, „und
welche Rolle spielen diese MenschTechnik-Interaktionen beim typischen
Freizeitsegeln, wo MFDs ebenfalls zunehmend Verbreitung finden, und wie
müssen sie gestaltet sein, um zu helfen
und nicht zu behindern?“ Im Projekt
„Anemos“ (Analyzing Use and Impact of New Media on Sailboats), geht
die Psychologin diesen Fragen nach.
Zum Projekt gehören Befragungen
und Experimente am Seesimulator
sowie auf der „Mary Read“. Hierbei
kommen verschiedene empirische
Methoden zum Einsatz. Sie liefern
Ergebnisse darüber, inwiefern die Benutzung elektronischer Seekarten auf
winzigen Displays die Raumorientierung und das Situationsbewusstsein
der Person am Steuer verändert. Eines der Experimente trägt den Namen
„Leistung und Blickverteilung beim
Segeln“. Hierbei steuert die Testperson bei gleichbleibenden Bedingungen
nacheinander über zwei gleich lange
Kreuzkurse: einmal unter Verwendung
elektronischer Geräte, das zweite Mal
nur mit Kompass und Windanzeiger.
Eine Spezialbrille mit Sensoren, die
die Testperson trägt, misst das Blickverhalten. „Wir messen die auf das
Ziel hin gutgemachte Strecke und die
Blickverteilung und können so herausfinden, ob die Geräte die Segelleistung
positiv oder negativ beeinflussen“, erklärt Gisela Müller-Plath. Das Team
hatte in der ersten Projektphase zunächst interne Testpersonen – die
Crewmitglieder – herangezogen. Um
valide Daten zu erhalten, die verlässliche Aussagen zulassen, werden in
den kommenden Monaten externe
Testpersonen, typische Fahrtenseglerinnen und -segler, eingeladen. „Am
Ende unserer Arbeit sollen Handlungsempfehlungen beim Einsatz von MFDs
für die Segelnden stehen sowie für die
Produktionsfirmen von MFDs. Denn
die Bedienfreundlichkeit spielt eine
große Rolle beim optimalen Einsatz“,
fasst Gisela Müller-Plath das Ziel zusammen.
Susanne Cholodnicki
www.tu-berlin.de/?id=157047
tui Ende Dezember 2015 bewilligte
die Deutsche Forschungsgemeinschaft
deutschlandweit 14 Forschergruppen.
Nur eine einzige aus der Mathematik
war dabei: „Rough Paths, Stochastic
Partial Differential Equations and Related Topics“ unter der Sprecherschaft
der TU Berlin, angesiedelt bei Professor
Dr. Peter Karl Friz. Unter dem Namen
„DFG-Forschergruppe 2402“ widmet
sich die Gruppe der mathematischen
Theorie sogenannter „rauer Pfade“. Sie
soll auf stochastische partielle Differentialgleichungen (SPDE) angewendet werden. Die Gruppe widmet sich der Untersuchung von Regularitätsstrukturen,
die eine mehrdimensionale Erweiterung
der Rough-Path-Theorie darstellen. Mit
Hilfe der Theorie der rauen Pfade kann
die herrschende Kluft zwischen gewöhnlichen und stochastischen Differentialgleichungen überwunden werden.
Solche Gleichungen werden bei der
Modellierung zeitabhängiger Vorgänge,
die zufälligen Einflüssen unterliegen und
bei denen keine besonderen Glattheitsvoraussetzungen mehr gelten, in den
Natur-, Ingenieur-, aber auch in den
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
benötigt. Die Gruppe hat im Frühjahr
2016 ihre Arbeit aufgenommen.
www.for2402.tu-berlin.de
FORSCHUNG
MATHEON
tui/sn Die Situation könnte wider-
sprüchlicher nicht sein: Einerseits treten
multiresistente Bakterienstämme immer
häufiger auf mit der Folge, dass laut
Schätzungen der europäischen Gesundheitsbehörde (ECDC) in Europa jährlich 25 000 Patienten an einer Infektion
durch mehrfachresistente Keime sterben. In Deutschland liegen die Schätzungen zwischen 7500 und 15 000 Todesfällen pro Jahr. Andererseits ist seit den
1970er-Jahren die Neuentwicklung von
Antibiotika zurückgegangen. „Es fehlen
neue Antibiotika-Wirkstoffklassen, die
effektiv gegen krankheitserregende Bakterien eingesetzt werden könnten. Zudem hat sich die Pharmaindustrie weitgehend aus der Antibiotikaforschung
und -entwicklung zurückgezogen“, sagt
Prof. Dr. Roderich Süssmuth, Leiter des
Fachgebietes Biologische Chemie.
Neuer Vorstand
TU-Einstein-Professor
Dr.
Martin Skutella übernimmt das
Amt des Sprechers des Berliner
Zentrums für anwendungsorientierte Mathematikforschung. Die
Mitgliederversammlung
wählte
ihn für vier Jahre, sein Amt tritt er
zum 1. Juni 2016 an. Stellvertreter
ist Prof. Dr. Christof Schütte vom
Zuse Institut Berlin (ZIB). Dem
Vorstand wird auch der scheidende Sprecher, Prof. Volker Mehr-
© TU Berlin/PR/Philipp Arnoldt
pp
Martin Skutella
mann (TU Berlin), angehören, der
auf eine sehr erfolgreiche und bewegte achtjährige Amtszeit zurückblicken kann: 2014 gelang es dem
MATHEON, nach zwölf überaus
produktiven Jahren als DFG-Forschungszentrum die Finanzierung
der exzellenten anwendungsorientierten Berliner Mathematik aus
Mitteln der Einstein-Stiftung zu
sichern. „Uns hier als Berliner Mathematik mit all unseren Stärken
zu positionieren, wird eine der vorrangigen Aufgaben der kommenden Monate und Jahre sein“, sagt
Martin Skutella. Er arbeitet in der
Fachgruppe Kombinatorische Optimierung und Graphenalgorithmen.
Sein Fachgebiet ist interdisziplinär
an der Schnittstelle zwischen Algorithmischer Diskreter Mathematik
und Theoretischer Informatik. Daher erwarb er kürzlich eine Zweitmitgliedschaft in der Fakultät IV
Elektrotechnik und Informatik. Er
ist Mit-Initiator und Teilprojektleiter des aktuellen DFG-Schwerpunktprogramms „Algorithms for
Big Data“.
Roderich Süssmuth hat sich der Entdeckung neuer Wirkstoffe, insbesondere
von Antibiotika, verschrieben. Es ist
eines der wichtigsten Arbeitsgebiete
seiner Arbeitsgruppe. In seinem neuen Projekt „AlbiPharm“ sollen die
Forschungen auf diesem Gebiet intensiviert werden. Ziel es ist, die Wirksamkeit des antibiotischen Wirkstoffs
Albicidin zu optimieren, zu prüfen
und ihn als Wirkstoff in einem Medikament vorzubereiten. Albicidin wurde
1985 in dem pathogenen Bakterium
„Xanthomonas albilineans“ gefunden, das Zuckerrohrpflanzen befällt.
Die Aufklärung der Struktur des Stoffwechselproduktes Albicidin gelang der
Arbeitsgruppe von Roderich Süssmuth
in Zusammenarbeit mit französischen
Wissenschaftlern des CIRAD-Instituts
in Montpellier und wurde 2015 in
„Nature Chemical Biology“ publiziert. Die Beschreibung der Struktur
von Albicidin ist nun die Grundlage für
die Forschungen in dem Projekt „AlbiPharm“ („TU intern“ berichtete in
der Ausgabe 02/2015).
Eine Besonderheit des Albicidins ist
seine hohe Wirksamkeit gegen die
schwer zu bekämpfenden Gram-negativen Bakterien. Zu diesen Bakterien
gehören unter anderem die Kolibakterien „Escherichia coli“, Salmonellen, Shigellen, Klebsiella, Legionellen,
Pseudomonaden und „Streptobacillus
moniliformis“, Erreger des sogenannten Rattenbissfiebers.
www.hybrid-plattform.org
TU-Chemiker nehmen sich des großen
Problems fehlender Antibiotika an.
In dem Projekt „AlbiPharm“
entwickeln sie neue
antibakterielle Substanzen
Roderich Süssmuth (l.) und Daniel Petras im Labor mit Zuckerrohrpflanzen und Molekülmodellen
„In der heutigen Antibiotikaforschung
muss die Bekämpfung der Gram-negativen Bakterien ein Schwerpunkt sein.
Denn was das Reservoir an Wirkstoffen gegen diese Keime anbelangt – da
ist die Pipeline praktisch leer“, sagt
Roderich Süssmuth. Aus medizinischer
Sicht sei es daher höchste Zeit, die Forschungen zu intensivieren.
Der molekulare Angriffspunkt (Target) von Albicidin ist die Gyrase, ein
für Bakterien lebenswichtiges Enzym.
Es führt die Aufwindung der DNA bei
Zellteilungsprozessen durch. Als besonders vorteilhaft erweist sich, dass
Gyrase-Hemmer wie die auf dem
Markt befindlichen Fluor-Chinolone,
die weltweit Millionen Menschen das
Leben gerettet haben, besonders effiziente Antibiotika sind. Die Mengen
an Albicidin, die aus dem Bakterium
isoliert werden können, sind für eine
weitere Optimierung allerdings viel zu
gering, sodass Albicidin mittlerweile
synthetisch hergestellt wird. Die chemische Synthese ist durch ein Patent
der TU Berlin geschützt.
Neben dem synthetischen Zugang,
durch den der Wirkstoff verhältnismäßig einfach und kostengünstig hergestellt werden kann, können nun auch
Strukturvariationen vorgenommen
werden, die die Wirkstoffeigenschaften
des Albicidins verbessern.
Als interdisziplinäres Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Chemie, Biochemie und Ingenieurwissenschaften bearbeitet die
Gruppe die Integration chemischer
Modifikationen in die Grundstruktur.
Anschließend erfolgt die Untersuchung dieser neu synthetisierten Derivate hinsichtlich ihres Wirkspektrums
auf unterschiedliche Bakterienstämme
sowie spezieller pharmakologischer
Eigenschaften. Das Ziel des Projektes
„AlbiPharm“ ist, einen pharmazeutisch aktiven Wirkstoff auf Grundlage
des Albicidins zu entwickeln, der für
die weiterführende Erforschung im
Tiermodell optimiert ist. Damit soll ein
Grundstein für die Entwicklung eines
neuen Medikaments gelegt werden,
das wirksam gegen multiresistente
Keime eingesetzt werden kann. „AlbiPharm“ wird im Rahmen des VIPProgramms des Bundesforschungsministeriums mit 1,6 Millionen Euro in
den nächsten drei Jahren gefördert.
Bericht über die nachhaltigen Ökosystemleistungen von Parks und Gärten in urbanen Räumen
Die Stadt der Zukunft muss
viele Herausforderungen bewältigen.
Stadtnatur ist dabei ein entscheidender Baustein zur Lösung komplexer Probleme. Der dritte Bericht
des Projekts „Naturkapital Deutschland – TEEB-DE“ widmet sich diesem
Thema. Unter dem Titel „Ökosystemleistungen in der Stadt – Gesundheit
schützen und Lebensqualität erhöhen“ machen die 130 Autorinnen und
Autoren die Bandbreite städtischer
Ökosystemleistungen sichtbar und
veranschaulichen ihre gesellschaftliche Bedeutung. Zudem stellen sie Antui/sn
sätze vor, wie solche Werte stärker in
der Stadtentwicklung berücksichtigt
werden können.
„Städtische Parks und Gärten fördern den sozialen Zusammenhalt“,
betont der Leiter des dritten TEEBDE-Berichts, Prof. Dr. Ingo Kowarik
von der TU Berlin, „sie führen Jung
und Alt ebenso zusammen wie unterschiedliche Kulturen. Sie sind Orte
des Austausches in der Nachbarschaft
und fördern die Identifikation mit
dem eigenen Viertel.“ Besonders für
Kinder und Jugendliche böten sie oft
die einzige Möglichkeit für Sport und
Spiel. Durch Naturräume würden zudem Naturerfahrungen und -erlebnisse
im direkten Wohnumfeld möglich. Sie
trügen zur Sensibilisierung der Menschen für die Natur bei. Die vielfältige
Natur in der Stadt habe damit eine immense Bedeutung für die Gesundheit
und Lebensqualität in den Städten, so
Ingo Kowarik, Leiter des Fachgebietes
Ökosystemkunde/Pflanzenökologie.
„Und sie spart Geld“, ergänzt Prof.
Dr. Bernd Hansjürgens, Chefökonom
vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).
Natur in der Stadt hat eine große
© Christo Libuda, www.lichtschwaermer.de
sc Fünf Expertinnen und Experten mit einer Redezeit von je
zehn Minuten in einer Villa: Mit
diesem Erfolgsrezept ist die Hybrid Plattform, die transdisziplinäre Projektplattform von TU
Berlin und UdK Berlin, nicht nur
in die neue Talk-Saison gestartet,
sondern hat gleichzeitig ihr neues
Labor in der Marchstraße 8 auf
dem Campus Charlottenburg feierlich eingeweiht. In der über 100
Jahre alten Villa Bel, dem letzten
verbleibenden Haus des einstigen
Villenviertels an der ehemaligen
Sophienstraße, findet das Hybrid
Lab auf 142 Quadratmetern ein
neues Zuhause. Das Labor ist der
Arbeits- und Veranstaltungsraum
der Hybrid Plattform. Ob TalkFormat, Seminare oder Workshops,
hier können die Projektpartnerinnen und -partner hochschul- sowie
fächerübergreifend an einem neutralen Ort zusammenkommen und
sich austauschen. Das Konzept basiert dabei auf der Idee eines offenen, wachsenden und flexiblen Labors und ist projektbasiert nutzbar.
Wer einen Blick in das neue Labor
werfen will, hat am 14. Juli um 18
Uhr wieder die Möglichkeit dazu,
wenn der nächste Hybrid Talk zum
Thema „Visualisierung und Sonifikation“ im Hybrid Lab stattfindet.
Wirkstoff
gegen resistente
Keime
Wie das Stadtgrün die Gesundheit schützt
HYBRID PLATTFORM
Neues Labor in der
Villa Bel
TU intern · Nr. 6/2016
© TU Berlin/PR/Ulrich Dahl
Seite 10
Naturräume mitten in der Stadt wie das Tempelhofer Feld bieten Naturerfahrungen und -erlebnisse im direkten Wohnumfeld
wirtschaftliche Relevanz. Vor allem
können Gesundheitskosten eingespart
werden. „Allein in Berlin sind etwa
vier bis fünf Prozent aller Sterbefälle
eines Jahres direkt auf Hitze zurückzuführen. Stadtnatur verbessert das
Stadtklima und reduziert somit auch
hitzebedingte Erkrankungs- und Sterberaten“, sagt Kowarik.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die
Reduzierung von Stress. Allein die drei
für das Gesundheitswesen teuersten
Erkrankungen, für die Stress als Mitursache gilt – Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des Haltungs- und
Bewegungsapparates und psychische Erkrankungen –, verursachen in
Deutschland jährlich mehr als 100 Milliarden Euro Krankheitskosten.
Auch durch Lärmminderung kann
Stadtnatur zur Kostenreduzierung
beitragen. Durch Lärmminderung von
bis zu drei Dezibel durch entsiegelte
Flächen im Straßenraum können gesellschaftliche Kosten erheblich gesenkt werden. Diese liegen pro Dezibel Lärmpegelanstieg zwischen zehn
Euro (unter 70 Dezibel) und 16 Euro
(über 70 Dezibel) pro betroffener Person und Jahr. Die Reduktion von Feinstaub ist ein weiteres Beispiel für die
positiven Leistungen von Stadtnatur.
Die dem Bericht zugrunde liegende
ökonomische Betrachtungsweise zeigt
insbesondere die Synergieeffekte auf,
die durch Kooperationen in verschiedenen Handlungsfeldern entstehen
können.
www.naturkapital-teeb.de/publikationen/
projekteigene-publikationen/bericht-3.html
TIPPS & TERMINE
TU intern · Nr. 6/2016
Seite 11
Standardisierung des Körpers
Ausstellungen
Akademischer Senat
Kriegsende und Neubeginn –
Von der Technischen Hochschule zur
Technischen Universität Berlin
O. M. Ungers – Erste Häuser
Beginn jeweils um 13 Uhr
Ort: TU Berlin, Hauptgebäude,
Straße des 17. Juni 135, Raum H 1035
29. Juni 2016, 20. Juli 2016,
14. September 2016
www.tu-berlin.de/asv
Erweiterter Akademischer Senat
Beginn um 13 Uhr
Ort: TU Berlin, Hauptgebäude,
Straße des 17. Juni 135, Raum H 3005
6. Juli 2016
www.tu-berlin.de/asv
Kuratorium
© Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Die erfolgreiche Ausstellung zum 70. Gründungsjubiläum der TU Berlin ist vom Vorplatz
an ihren vorläufig endgültigen Standort in der
Galerie im 2. Stock rund um den Lichthof im
Hauptgebäude umgezogen. Sie befasst sich mit
der Ausgrenzung und Vertreibung der „nichtarischen“ und politisch unliebsamen Angehörigen des Lehrkörpers und der Studierenden
sowie mit der Neueröffnung der Universität.
Dabei wurde aus der Technischen Hochschule
die Technische Universität Berlin. Der Namenswechsel sollte deutlich machen, dass nicht ein
Wiederaufbau alter Institutionen, sondern ein
Neuanfang beabsichtigt war.
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623
Berlin, Hauptgebäude
Kontakt: T 030/314-2 20 36
[email protected]
Zeit: jeweils 9–13 Uhr
Ort: TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des
17. Juni 135, Raum H 1035
15. Juli 2016, 14. Oktober 2016,
16. Dezember 2016
Interne Kommunikation
Sprechstunde des Präsidenten
© UAA/Friedhelm Thomas
pp UNI-FORM? KÖRPER, MODE UND ARBEIT NACH MASS Die
Haus Müller, Köln, 1957–1958
Die Ausstellung „O. M. Ungers – Erste Häuser“
bildet den Auftakt zu einer dreiteiligen Ausstellungsreihe zum Schaffen des Architekten, die
zentrale Aspekte seines Werkes aufzeigen soll.
Die Kooperation des UAA (Ungers Archiv für
Architekturwissenschaft, Köln), der Politecnico
di Milano und des Architekturmuseums der TU
Berlin bekräftigt Ungers’ besondere Beziehung
sowohl zu Italien als auch zu Berlin. Gegenstand
der Ausstellung sind drei frühe Häuser von Ungers, die eine Schlüsselrolle einnehmen.
Zeit: 23. Juni bis 28. Juli 2016, Mo–Do 12–16
Uhr und nach Vereinbarung, Eröffnung: Mittwoch, 22. Juni, 18 Uhr,
Ort: Architekturgebäude am Ernst-ReuterPlatz, Untergeschoss
Sprach- und Kulturbörse
Im Kulturprogramm der SKB für Juni
und Juli 2016 unter anderem:
Begegnungsabende für Geflüchtete und Studierende – die SKB bietet an jedem 4. Dienstag im Monat einen Raum für Geflüchtete und
Studierende an, in dem sich Menschen und
Kulturen begegnen und gegenseitig unterstützen können: Sprachkenntnisse, Wissen aus Studium und/oder Alltag mit Geflüchteten teilen,
Deutsch praktizieren und den Alltag in Deutschland besser verstehen, mehr über andere Länder
und Sprachen erfahren und mit (deutschen und
internationalen) Studierenden austauschen.
Zeit: jeweils 19–21 Uhr, Ort: Raum FH 301 in
der Fraunhoferstraße 33–36
[email protected]
Außerdem: MULTI-KULTI-CAFÉ mit
Sprachcafé, Film und Diskussion sowie slowenische und italienische Musik
Zeit: 19. Juli 2016, ab 19 Uhr, Ort: Trude Ruth
und Goldammer, Flughafenstraße 38,
12053 Berlin
[email protected]
www.skb.tu-berlin.de
Preise & Stipendien
Fast Forward Science 2016
Fast Forward Science sucht wieder die besten
Wissenschaftsvideos im Netz. Forschende,
Kommunikatoren, Studierende, Künstler, YouTuber und Interessierte sind dazu aufgerufen,
Webvideos einzureichen, die sich mit aktueller
Wissenschaft und Forschung auseinandersetzen. Die Videos aus den Kategorien „Substanz“,
„Scitainment“ und „Vision“ werden mit jeweils
bis zu 3000 Euro prämiert. Die Bewerbungsfrist
endet am 31. 7. 2016.
www.fastforwardscience.de
Internationaler studentischer
Ideenwettbewerb
Die Stadt Wolfsburg vergibt wieder den
„WOLFSBURG AWARD for urban vision“, der
im Themenbereich „Stadt Raum Geschichte“
innovative Projekte für Wolfsburg würdigt. Zur
Teilnahme berechtigt sind Studierende der
Fachrichtungen Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur, Denkmalpflege und Freie
Kunst aller europäischen Hochschulen. Der
Preis ist mit insgesamt 5000 Euro dotiert. Die
Einreichungsfrist endet am 8. 8. 2016.
www.wolfsburg.de/wolfsburgaward
Gremien & Termine
Sonderausstellung in Potsdam widmet sich der wechselvollen Geschichte und Gegenwart des textilen Handwerks und der Bekleidungsproduktion in Brandenburg-Preußen. Sie beschäftigt sich mit deren Entwicklung vom Schneiderhandwerk über die serielle bis hin zur modernen,
massenhaften Bekleidungsproduktion sowie mit der Entwicklung vielfältiger Methoden zur Vermessung und Standardisierung des Körpers.
Die Wechselbeziehungen und Spannungen zwischen Körper und Repräsentation werden häufig erforscht, selten aber historiografisch aufgearbeitet und zum zentralen Thema zeitgenössischer Ausstellungen
gemacht. Für dieses Projekt arbeitete das Interdisziplinäre Raumlabor
des Master-Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der Technischen Universität Berlin unter der Leitung von Prof. Albert Lang mit
dem TU-Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) zusammen. Daraus ergab sich die Möglichkeit, dem
Verhältnis von Bild und Körper anhand von Schnittmengen soziologischer, historischer, ästhetischer und genderspezifischer Blickwinkel
VDI-Wettbewerb „Mensch & Technik“
Der Bezirksverein Berlin-Brandenburg im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) wird in diesem
Jahr wieder seinen mit insgesamt 6000 Euro
dotierten Preis unter dem Titel „Mensch und
Technik“ ausschreiben. Ingenieurstudierende
der Berliner und Brandenburger Hochschulen
können sich mit ihren zum Thema passenden
Projekten bewerben. Bewerbungsschluss ist der
30. 9. 2016.
www.vdi-bb.de
Veranstaltungen
Digitalisierung des Maschinenbaus –
marktreif.berlin@TU Berlin
Veranstalter: TU Berlin, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, Industrie- und Handelskammer sowie Handwerkskammer, Kontakt: Petra Schubert, Andrea Reichel, Stabsstelle
des Präsidenten für Unternehmensbeziehungen
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 144, 10623
Berlin, Maschinenhalle
Zeit: 23. Juni 2016, 9.30–11.00 Uhr
T 030/314-2 96 92/-2 21 08
[email protected]
Absolventenehrung für den
Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen (Diplom/Master)
Veranstalter: TU Berlin, Gemeinsame Kommission Wirtschaftsingenieurwesen (GKWi), Kontakt:
Jens Weibezahn, Servicezentrum Wirtschaftsingenieurwesen
Zeit: 24. Juni 2016, 16 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623
Berlin, Hauptgebäude, Audimax
T 030/314-7 33 80
[email protected]
www.gkwi.tu-berlin.de
BIMoS Distinguished Lecture:
Navier-Stokes-Fokker-Planck systems:
modelling, analysis and computation
Vortrag von Prof. Dr. Endre Süli, University of
Oxford
Veranstalter: Berlin International Graduate
School in Model and Simulation based Research
(BIMoS)
Zeit: 27. Juni 2016, 16–18 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623
Berlin, Hauptgebäude, Raum H 3005
T 030/314-7 36 20
[email protected]
www.bimos.tu-berlin.de
Absolventenfeier TRiiiUMPH der
Fakultät III Prozesswissenschaften
In diesem Jahr findet zum fünften Mal die TRiiiUMPH-Feier statt. Eingeladen sind alle Absol-
nachzugehen. Beide Partner verbindet das langfristige Interesse, abseits
disziplinärer Begehrlichkeiten neue Perspektiven für die Ausstellungsund Museumspraxis zu erkunden und die eigenen Erfahrungen, Expertisen und Anforderungen im Bereich der Wissenschaftsforschung
miteinander abzugleichen und weiterzuentwickeln. Im Rahmen eines
Entwurfswettbewerbs beteiligten sich acht Studierende des Interdisziplinären Raumlabors. Dabei wurden verschiedene Entwürfe für die
Ausstellung entwickelt, von denen einer zur Realisierung am Haus der
Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) ausgewählt wurde.
Die Ausstellung wurde im Rahmen eines vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung geförderten Projektes vom Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin kuratorisch beraten. Im Bild: „Bodymaßscanner: Still aus der Installation
Oberflächengeflüster“, 2016.
Zeit: noch bis zum 24. Juli 2016, Ort: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt, 14467 Potsdam
www.hbpg.de/Ausstellung_Uni-Form.html
ventinnen und Absolventen, die innerhalb des
letzten Jahres im Zeitraum vom 1. April 2015
bis 31. März 2016 ihr Studium in einem der
Studiengänge der Fakultät III Prozesswissenschaften abgeschlossen haben.
Veranstalter: TU Berlin, Fakultät III Prozesswissenschaften, Kontakt: Sonja Hemmerling, Mathias Müller
Zeit: 1. Juli 2016, Uhrzeit wird noch bekannt
gegeben
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623
Berlin, Hauptgebäude, Lichthof
T 030/314-2 59 64, -2 52 61
[email protected]
Technik und Gesellschaft im
Zentrum: 20 Jahre gelebte Inter- und
Transdisziplinarität
Im Fokus der Veranstaltung stehen unsere Erfahrungen mit inter- und transdisziplinärer
Forschung und die künftige Relevanz dieses
Forschungstyps. Hierzu möchten wir Ihnen
zum einen im Austausch mit Partnerinnen und
Partnern einen Einblick in unsere vielfältige Projektarbeit geben und zum anderen gemeinsam
mit Prof. Dr. Daniel Lang (Leuphana Universität
Lüneburg) und Prof. Dr. Armin Grunwald (ITAS
Karlsruhe) einen Blick in die Zukunft wagen.
Veranstalter: TU Berlin, Zentrum Technik und
Gesellschaft, Kontakt: Dr. Gabriele Wendorf
Zeit: 5. Juli 2016, 13 Uhr
Ort: TU Berlin, Hardenbergstraße 16–18,
10623 Berlin, Zentrum Technik und Gesellschaft, Raum HBS 005
T 030/314-2 78 05
[email protected]
www.tu-berlin.de/?171661
Warum Baugeschichte?
Kolloquium mit feierlicher Verabschiedung von
Prof. Dr.-Ing. habil. Johannes Cramer und Honorarprofessor Dr. sc. tech. Philipp Speiser
Veranstalter: TU Berlin, Institut für Architektur,
Fachgebiet Bau- und Stadtgeschichte
Zeit: 5. Juli 2016, 17 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 152, 10623
Berlin, Architekturgebäude, Raum A 151
T 030/314-2 19 46
[email protected]
baugeschichte.a.tu-berlin.de/bg
[email protected]
Kursen steht das praktische projektbezogene
Arbeiten in Kleingruppen im Vordergrund, so
auch im Satellitenkonstruktionskurs „CanSat“.
Für diesen Kurs wird eigens eine Rakete gestartet, sodass die Studierenden mit ihrem selbst
konstruierten Satelliten Messungen durchführen können.
Veranstalter: TU Berlin Summer University,
TUBS GmbH TU Berlin ScienceMarketing, Kontakt: Anne Drope, TU Berlin Summer University
und TUBS GmbH TU Berlin ScienceMarketing
Zeit: 11. Juli–18. August 2016
Anmeldung: Die Online-Registrierung für
die TU Berlin Summer University 2016 ist ab
sofort freigeschaltet.
T 030/44 72 02 11
[email protected]
www.summer-university.tu-berlin.de
7th European Congress of
Mathematics (7ECM)
Der 7. Europäische Mathematikerkongress
empfängt über 1300 Mathematikerinnen und
Mathematiker aus der ganzen Welt und über
alle Fachgebiete hinweg. Das wissenschaftliche Programm umfasst zehn Plenary Talks, 31
Invited Talks, die Abel Lecture, die Hirzebruch
Lecture, zwei Public Lectures und History Lectures zu Leibniz, Lagrange, Euler und Weierstraß.
Im TU-Lichthof werden zahlreiche Fachaussteller erwartet. Ein Math Career Day am 21. Juli
2016 richtet sich an Studierende und Alumni
der Berliner Hochschulen.
Veranstalter: German Mathematical Society
(DMV), International Association of Applied
Mathematics and Mechanics (GAMM), Forschungszentrum MATHEON, Einstein Center ECMath und Berlin Mathematical School
(BMS), Kontakt: Prof. Dr. Volker Mehrmann,
TU Berlin, Institut für Mathematik
Zeit: 18.–22. Juli 2016, Beginn:18. 7. 2016,
9 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135 und
136, 10623 Berlin, Hauptgebäude und Mathematikgebäude
T 030/314-2 57 36
[email protected]
www.7ecm.de
TU intern im Netz
TU Berlin Summer University 2016
Nach dem erfolgreichen Start 2015 wird es nun
ein noch größeres Angebot von bis zu 15 verschiedenen Kursen aus dem Profil der TU Berlin den Studierenden ermöglichen, sich in der
vorlesungsfreien Zeit weiterzubilden. Mit Themen wie Energieeffizienz oder Satellitenkonstruktion bis hin zur Gründung von Start-ups,
Architekturprojekten für Flüchtlingsheime und
der Relevanz Sozialer Medien trifft die TU Berlin
Summer University den Puls der Zeit. In vielen
www.tu-berlin.de/?id=721
11. Juli 2016, 13–14 Uhr
Anmeldung: [email protected]
Sprechstunde des Vizepräsidenten
für Studium und Lehre
Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß
28. Juni 2016, 14–15 Uhr
Anmeldung: [email protected]
Sprechstunde der Vizepräsidentin
für Internationales und Lehrkräftebildung
Prof. Dr. Angela Ittel
11. Juli 2016, 10.30–11.30 Uhr
Anmeldung: [email protected]
Sprechstunde der Kanzlerin
Prof. Dr. Ulrike Gutheil
Nach Vereinbarung
Anmeldung: [email protected]
Offene Sprechstunde der
Zentralen Frauenbeauftragten
Dienstags, 13–15 Uhr
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Freunde der TU Berlin
Mitgliederversammlung
Die Gesellschaft von Freunden der TU e. V.
Berlin lädt ein: 28. Juni 2016, 17.00 Uhr,
TU Berlin, Hauptgebäude, Raum H 1035,
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin.
Impressum
Herausgeber: Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni der TU Berlin,
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
T 030/314-2 29 19/-2 39 22
F 030/314-2 39 09
[email protected]
www.tu.berlin
www.pressestelle.tu-berlin.de
Chefredaktion: Stefanie Terp (stt)
Chef vom Dienst: Patricia Pätzold-Algner (pp)
Redaktion: Susanne Cholodnicki (sc),
Ramona Ehret (ehr), Bettina Klotz (bk),
Sybille Nitsche (sn)
Layout: Patricia Pätzold-Algner
WWW-Präsentation: Ulrike Friedrich
Gestaltung, Satz & Repro: omnisatz
GmbH, Blücherstraße 22, 10961 Berlin,
T 030/2 84 72 41 10
www.omnisatz.de
Druck: möller druck und verlag gmbh,
Berlin
Anzeigenverwaltung: unicom Werbeagentur GmbH, T 030/5 09 69 89-0,
F 030/5 09 69 89-20
[email protected]
www.unicommunication.de
Vertrieb: Ramona Ehret, T 030/314-2 29 19
Auflage: 16 000
Erscheinungsweise: monatlich, neunmal
im Jahr/31. Jahrgang
Redaktionsschluss: siehe letzte Seite. Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen
nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Unverlangt eingesandte Manuskripte und Leserbriefe können
nicht zurückgeschickt werden. Die Redaktion behält sich vor, diese zu veröffentlichen
und zu kürzen. Alle Rechte vorbehalten.
Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Vervielfältigung u. Ä. nur mit ausdrücklicher
Genehmigung des Herausgebers.
„TU intern“ wird auf überwiegend aus Altpapier bestehendem und 100 % chlorfrei
gebleichtem Papier gedruckt.
„Preis für das beste deutsche Hochschulmagazin“, 2005 verliehen von „Die Zeit“ und
der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) für
das Publikationskonzept der TU-Pressestelle
VERMISCHTES
Seite 12
Zentralbank in der Krise
THEATERBAUSAMMLUNG
Ungehobener Schatz
TU-Dissertation setzt EZB unter Druck
Die
Theaterbausammlung
der TU Berlin ist ein ungehobener
Schatz: Seit rund 45 Jahren lagert
ein Konvolut aus Planmappen
mit 319 Theaterbauten, über 600
Glasplatten-Negativen in verschiedenen Formaten, 44 Aktenordnern
mit Lehrmaterial aus den 50er- und
60er-Jahren sowie historische Bühnenbildzeichnungen an der TU Berlin. Der Bestand stammt aus dem
Nachlass des Theatertechnikers und
Bühnenarchitekten Prof. Friedrich
Kranich. Seit Februar 2016 wird
die Sammlung im Rahmen eines
tui
Forschungsprojektes der Deutschen
Forschungsgemeinschaft digitalisiert. Dafür haben sich von der TU
Berlin der Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum sowie das
Architekturmuseum und von der
Beuth Hochschule für Technik Berlin der Studiengang Theatertechnik
zusammengeschlossen. Ein besonderes Highlight sind Mappen zum
Handbuch „Das Deutsche Theater“
mit insgesamt über 6000 Lichtpausen, Fotografien, Handzeichnungen
und Schriftstücken, ein einzigartiges Zeugnis über den Zustand
deutscher Kulturbauten zu Beginn
des Zweiten Weltkrieges. Dort sind
319 mitteleuropäische Theater verzeichnet, darunter 32 Berliner und
20 Wiener Theater.
http://architekturmuseum.ub.tu-berlin.
de/?p=610
Es war ein
Skandal, dessen Tragweite für die europäischen Steuerzahler
erst nach und nach
sichtbar wurde. Als
der Finanzwissenschaftler Dr. Daniel
Hoffmann 2015 seine Dissertation „Die
EZB in der Krise“
veröffentlicht hatte,
sah sich die Europäische Zentralbank
(EZB) Anfang Februar 2016 gezwungen,
ein mehr als 13 Jahre
lang geheim gehaltenes Abkommen offenzulegen, das ihr
weitreichende Freiheiten und riskante Manöver in der
Finanzwelt erlaubt.
Der daraufhin entfachte Sturm der Entrüstung hat sich
bis heute nicht gelegt und wird weitere
Folgen haben.
ANFA (Agreement for Net Financial
Assets) heißt das Abkommen über die
Netto-Finanzanlagen zwischen den
Mitglieds-Zentralbanken des Eurosystems. Es regelt, wie viel zusätzliche
Zentralbank-Geldschöpfung diese auf
eigene Rechnung tätigen dürfen. Die
internationale
Nachrichtenagentur
Reuters vermeldete: „Eine Doktorarbeit an der Technischen Universität
Berlin hatte 2015 die Diskussion über
solche ANFA-Käufe ins Rollen gebracht. Der Arbeit zufolge war der Bestand an Krediten und Wertpapieren
aus solchen Geschäften bei den nationalen Notenbanken von 2005 bis Ende
2014 um mehrere 100 Milliarden Euro
nach oben geschnellt.“ Insbesondere
die Bestände der französischen und
sich daraufhin aber,
und so war die EZB in
der Folge entsprechend
dem Informationsfreiheitsgesetz gezwungen, das Abkommen –
nach dreizehn Jahren
Geheimhaltung – zu
veröffentlichen. Die
Bundesbank sah dies
als „Anzeichen für
ein funktionierendes
demokratisches
Gemeinwesen“.
Doch
trotz dieser Transparenzoffensive der EZB
sind laut Finanzwissenschaftler Hoffmann
noch viele Fragen
offen, zum Beispiel,
in welchem Umfang
denn nun länderspezifisch Staatsanleihen erworben wurden. „Eins
steht jedoch fest“, sagt
Daniel Hoffmann, „das ANFA-Abkommen gibt den Nationalen Zentralbanken Freiheiten, die den Geboten
der Europäischen Bankenunion widersprechen, was einer der Gründe für die
bisherige Intransparenz gewesen sein
könnte.“
© pixelio/Herbert Walter Krick
tui
© TU Berlin/Franziska Ritter
Mehr als 300 Mappen voller Theater
TU intern · Nr. 6/2016
der italienischen Zentralbank stachen
hierbei hervor, wie der Finanzwissenschaftler Daniel Hoffmann in akribischer Kleinarbeit unter Begleitung
seines Doktorvaters Prof. Dr. Markus
C. Kerber, Fachgebiet Öffentliche Finanzwirtschaft und Wirtschaftspolitik,
herausgefunden hatte und was auch
der Gutachter Prof. Dr. Frank Heinemann, Fachgebiet Volkswirtschaftslehre/Makroökonomie, bestätigte. Im November 2015 veröffentlichte die „Welt
am Sonntag“ nach monatelangen von
Hoffmann unterstützten Recherchen
einen ersten kritischen Artikel zu dem
Thema. Auf der kurz darauf anstehenden EZB-Pressekonferenz musste EZB-Präsident Mario Draghi sich
kritischen Fragen deutscher Medien
dazu stellen und reagierte ausweichend. Der Druck der Öffentlichkeit,
der Presse und der Parteien erhöhte
Daniel Hoffmann:
Die EZB in der
Krise. Eine Analyse
der wesentlichen
Sondermaßnahmen von 2007 bis
2012. Mit einem
Vorwort von Prof.
Dr. Hans-Werner
Sinn und Prof. Dr.
Dr. Gunnar Heinsohn, Berlin 2015, Nr. 1 der Schriftenreihe zur
Erforschung des Geldwesens.
ISBN 978-3-86-908-3
Verstorben
Trauer um TU-Mitglieder
Die TU Berlin trauert um TU-Angehörige
und -Alumni, die in den vergangenen
Wochen verstorben sind:
Prof. Dr. Karl Klemens Wolters
25. März 1930–16. Februar 2016
Fachgebiet Allgemeine Elektrotechnik II
Prof. Dr.-Ing. Rudolf Trostel
26. Dezember 1928–29. Februar 2016
Institut für Mechanik
Prof. Dr.-Ing. Bernhard Schulte
26. Januar 1916–6. März 2016
Institut für Arbeitswissenschaft
Prof. Hans Hermann Weber
16. November 1932–7. März 2016
Fachgebiet Operation Research
Prof. Dr. Hartmut Ehrig
6. Dezember 1944–17. März 2016
Fachgebiet Theoretische Informatik/
Formale Spezifikation
Prof. Dr. Dirk Siefkes
16. April 1938–19. März 2016
Fachgebiet Theoretische Informatik,
Algorithmik und Logik
Prof. Dr.-Ing. Claus Scheer
4. August 1937–28. Mai 2016
Fachgebiet Baukonstruktionen/
Holz- und Mauerwerksbau
Die Universität wird ihnen ein ehrendes
Andenken bewahren. Einige ausführliche
Nachrufe finden Sie im Internet:
www.tu-berlin.de/?id=13232
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aus der Universität, Geschichten vom Campus
und Hinweise auf Veranstaltungen.
www.facebook.com/TU.Berlin
Schluss
Die nächste Ausgabe der „TU intern“
erscheint im Juli 2016.
Redaktionsschluss: 8. Juli 2016
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