aktuelle Gemeindeseiten - Reformierte Kirchgemeinde Muri

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Editorial
Heimat in der Fremde – durch uns!
lärm zu hören ist. A. wünscht sich
die Freiheit, selber entscheiden zu
können, wie er sein Leben gestaltet.
Heimat ist für den 27jährigen nicht
Auf der Suche nach einer neuer Heimat!
Was bedeutet Heimat?
der Sudan, aus dem er geflüchtet
ist: «da sei kein Frieden». Hier in der
Schweiz fehlen ihm Menschen, die
ihn freundlich anschauen und ihm
nicht wegen seiner dunklen Hautfarbe mit Misstrauen begegnen. A.
besucht jede Woche das CaféCulturel, das die Kirchgemeinde zusammen mit freiwillig Engagierten
Können wir in der Kirchgemeinde
Heimat anbieten?
Für A. ist Heimat ein Ort, an dem
er in Frieden leben kann, ein Ort,
an dem Schüsse nicht an der Tagesordnung sind und kein Kriegs-
glücklich fühlt: «Ich lerne hier Menschen kennen, die freundlich zu mir
sind.» Dies erfüllt ihn mit Dankbarkeit.
betreibt und für Asylsuchende und
Quartierbewohner im Kirchgemeindehaus Gümligen öffnet. Für A. ist
dieses Café ein Ort, an dem er sich
Ein 19jähriger Mann aus Westafrika besucht ebenfalls wöchentlich das CaféCulturel. Er weint, als
ich mit ihm das Gespräch suche. Er
erzählt, er sei nun seit zwei Monaten in der Schweiz und ich sei die
erste Person, die ihn kennen lernen
wolle. L. sucht verzweifelt nach Zugehörigkeit. Vor seiner Ankunft in
der Schweiz hat er sich in den letzten fünf Jahren in Afrika und Italien durchgeschlagen, in Bahn­höfen
und auf der Strasse gelebt. L. hat
seine Heimat verloren und ist seit
Jahren auf der Suche nach einer
neuen Heimat, die er nicht findet.
Können wir hier in unserer Kirchgemeinde Menschen wie L. ein
Stück Heimat bieten? Als Kirchgemeinde wollen wir nicht die politische Debatte führen, wer unsere
Hilfe verdient und wer nicht. In unserer Gemeinde sind Menschen angekommen, denen Heimat und eine
Perspektive fehlen. Es sind Frauen
und Männer, die Freundlichkeit
brauchen.
Sprechen Sie doch einmal jemanden an. Laden Sie einmal jemand zu einem Kaffee ein. So beginnt Heimat.
Cornelia Salvisberg Wenger
Seite 14: Übersicht
Seite 15: Gemeinde und Welt
Seite 16: Konfirmation und Jugend
Foto: cornelia salvisberg wenger
Philippe Stalder hat im «reformiert.»
April zu «Heimat» und «Aufbruch»
geschrieben. Dieses Thema beschäftigt mich sehr. In der Sozialberatung, beim CaféCulturel oder
bei Begegnungen in den Asylzentren treffe ich Menschen, die ihre
vertraute Heimat verloren haben.
Heimat und Aufbruch bekommen
für sie eine neue Bedeutung.
In den Asylunterkünften in Muri-Gümligen leben heute etwa 200
asylsuchende Personen. Manche
sind soeben in der Schweiz angekommen, andere haben erste
Schritte der Integration unternommen. Es sind Menschen, die sich
auf den Weg gemacht haben, weil
sie in Not sind. Sie sind auf der Suche nach einer neuen Heimat. Einige haben mir erzählt, was für sie
Heimat bedeutet.
F.s Heimat ist da, wo ihre Eltern
sind. Bei ihren Eltern zu sein, sei
ein wunderbares Gefühl. F. drückt
dies in der Sprache ihrer Tradition aus: «Die Eltern sind mein Leben.» Zu Hause fühle sie sich immer noch in ihrem Herkunftsland.
In der Schweiz hat die 28jährige Palästinenserin durch eine Schweizer
Freundin inzwischen ein Stück Heimat gefunden. Die Freundin lernt
mit ihr Deutsch und F. kocht mit ihr
palästinensische Gerichte.
«Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich
aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.»
Matthäus 25, 35-36
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KiRCHGEMEinDE MuRi-GÜMLiGEn
iMPRESSuM
Thoracherhus, Kranichweg 10, Postfach, 3074 Muri, 031 950 44 44, [email protected]
Redaktion: Christoph Knoch, 031 950 44 46, Petra Frutig, 031 950 44 53
[email protected]
gotteSdienSte KirCHe muri und KirCHe gÜmligen
Sonntag, 5. Juni, 10 Uhr, muri, gottesdienst «schöpfung tag sechs»; ella de groot;
erica Zimmermann, orgel; tim Mettler, trompete.
Sonntag, 12. Juni, 10 Uhr, gümligen, gottesdienst «schöpfung tag sieben» (mit taufe); christoph knoch; Jacques Pasquier, orgel.
Sonntag, 19. Juni, 10 Uhr, gümligen, gottesdienst und brunch zum Flüchtlingssonntag; c. knoch und oeMe-kommission; c. Heggendorn, orgel; chor der nationen und
instrumentalisten, leitung: bernhard Furchner. Details seite 15.
Sonntag, 26. Juni, 10 Uhr, muri, gottesdienst «schöpfung variante zwei»; karin Duru;
erica Zimmermann, orgel.
taxidienst: nach muri, 9.40 Uhr, ab bahnhof gümligen. rückfahrt: 12.30 Uhr.
nach gümligen, 9.40 Uhr, ab station Muri (9.45 Uhr, waldried).
rückfahrt: 12.30. «Muri-taxi», ahmad ghandour 079 229 35 93.
Kinder und Jugend
regelmÄSSige angebote
www.jugend.rkmg.ch
Abesitz
kontakt: gerhard wyser-thut, seraina
wyssling, 031 950 44 48, [email protected].
montag, 6., 20. und 27. Juni, 19.30 Uhr,
kirchgemeindehaus Melchenbühl.
Moditräff – Thoracherhus
Arbeitskreis Muri
Jeden freitag, 15.30 uhr; zusätzlich
samstag, 4. Juni, 13.30 Uhr,
www.moditreff-mg.ch.
dienstag, 7. Juni, 14 Uhr, kirchgemeindehaus Muri.
KiK – Kinder in der Kirche
dienstag, 14. Juni, 9.15-11 Uhr,
thoracherhus.
freitag, 10. und 24. Juni, 14-16 uhr,
kirchgemeindehaus Melchenbühl.
leitung: christine Hansen, karin Duru.
www.rkmg.ch/kik
Singe mit de Chliine
mittwoch, 1., 8., 15., 22. und
29. Juni, 9.30-11 uhr, kirchgemeindehaus Muri. info/anmeldung: karin.duru@
rkmg.ch. www.rkmg.ch/singe
SommerSonnenFest für Familien
1. sanierung garten gümligen; verpflichtungskredit
2. erneuerung eDv; verpflichtungskredit
3. neuer Zugang kirche Muri, verpflichtungskredit
Offene Meditation
mittwoch, 29. Juni, 9-9.45 Uhr,
«raum der stille», thoracherhus.
kontakt: sigrid Joss-arnd, 031 951 23 57.
keine anmeldung erforderlich.
Seidenberg-Café
freitag, 10. Juni, 9-10.30 Uhr,
kirchgemeindehaus bellevuestrasse 18.
4. wahlen
a) Präsident des kirchgemeinderats
mit amtsantritt 1.1.2017
vorschlag: Martin bauer, Muri
b) vizepräsidentin des kirchgemeinderats mit amtsantritt 1.1.2017
vorschlag: annina amonn
schildknecht, gümligen
5. Jahresrechnung 2015; genehmigung
ck
6. bodenheizungssanierung
thoracherhus; kreditabrechnung
7. informationen
a) stand kgH Melchenbühl
b) gemeindeentwicklung
c) weitere informationen
alterSangebote
beSondere gotteSdienSte
mittwoch, 8. Juni, 19.30 uhr,
Kirchgemeindehaus muri
traktanden
Café Littéraire
freitag, 24. Juni, 17 uhr, kirchgemeindehaus Muri. salome wenger, christine
Hansen, karin Duru.
Kirchgemeindeversammlung
8. verschiedenes
Sonntag, 19. Juni, 10.45 Uhr, egelsee, Ökumenischer gottesdienst. Mehr zum
arbeitskreis unter www.rkmg.ch/oekumene-bern-ost.
kontakt: stéphanie schafer, 031 950 44 41
ThoracherZmittag. montag, 6. und
20. Juni, 12 Uhr, thoracherhus.
beitrag: 12 Fr.
andaCHten
Spielnachmittag. freitag, 6. Juni,
montag, 6. Juni, 15.30 Uhr, alenia bahnhofstrasse, andacht, ella de groot
freitag, 24. Juni, 10 Uhr, alenia worbstrasse, andacht, brigitte Frey.
freitag, 24. Juni, 15 Uhr, buchegg, andacht, christoph knoch.
mittwoch, 29. Juni, 16.00 Uhr, residenz Multengut, andacht, brigitte Frey.
14 Uhr, thoracherhus.
Filmnachmittag: «woman in gold»
freitag, 17. Juni, 14 Uhr, thoracherhus.
Jassen. mittwoch, 8. und 22. Juni,
KaSualien mai
Jahreszeiten-Singen. dienstag, 28.
Fritz bosshard, gümligen
therese Furler-Degen, Muri
Monika kümmerli, Muri
Martha liniger, gümligen
Margaretha lüscher, Muri
Marianne brigitte schöne, Muri
rolf Peter stoller, gümligen
eduard Zürcher, gümligen
Juni, 10-11 Uhr, buchegg, von-sinnersaal. (s. schafer). lona beachten.
Damit auch in Zukunft beiträge an Menschen in not geleistet werden können, braucht
es neue Mittel. einerseits die kollekten im Juni – andererseits spenden über Postkonto
30-691721-2, vermerk: Wohltätigkeitsfonds, 3074 muri. Zuwendungen an
den Fonds können übrigens als vergabungen von den steuern abgezogen werden. Die
kirchgemeinde stellt gerne eine entsprechende bestätigung aus.
19. Juni: HEKS-Flüchtlingshilfe
an diesem sonntag ist die kollekte vom synodalrat festgelegt für das Heks. Das Hilfswerk der evangelischen kirchen der schweiz betreut Flüchtlinge in der schweiz und in
den Hauptaufnahmeländern nahe bei den konfliktgebieten.
www.HeKS.ch / Pc 80-1115-1
Walter tHut
Präsidentin kirchgemeinderat Heidi gebauer
beSondere veranStaltungen
Augustinus
Bestattungen
aus dem reglement über den «Wohltätigkeitsfonds»: «Die Mittel des wohltätigkeitsfonds sollen eingesetzt werden für eine begrenzte Unterstützung von in not
geratenen Menschen unabhängig ihrer konfession, ...»
Menschen aus Muri-gümligen, einer andern gemeinde, solche, die keinen festen
wohnsitz haben oder Flüchtlinge und asylbewerber/innen können unterstützt werden.
vorgeschrieben ist, dass es eine absprache mit den zuständigen betreuungsstellen
braucht und kein rechtsanspruch auf Unterstützung besteht. in den letzten Jahren
wurden Unterstützungen von durchschnittlich knapp Fr. 15 000 pro Jahr gesprochen.
natur- und vogelSCHutZverein
Präsident kirchgemeindeversammlung
«Sternstunden der theologie» (1/5):
cayleen aroha studer, gümligen
thomas andreas bürki, Muri
vera leonora lieuwen, Muri
seit 2009 besteht der «wohltätigkeitsfonds» der kirchgemeinde. ausserordentliche
einnahmen der kirchgemeinde, legate, Zuwendungen und kollekten werden in diesen
Fonds gelegt. Daraus werden Menschen unterstützt, die auf unbürokratische Hilfe angewiesen sind. regelmässige Unterstützungen sind nicht vorgesehen.
freitag, 1. Juli, 20 bis ca. 21 Uhr,
kirche gümligen im estrich.
alle Unterlagen sind in der kirchgemeindeverwaltung, thoracherhus, kranichweg 10,
Muri, während der bürozeiten einsehbar.
siehe www.rkmg.ch/kgv.
14-16 Uhr, thoracherhus.
Taufen
Monatskollekte «Wohltätigkeitsfonds der Kirchgemeinde»
MauerseglerFührung
apéro
Gsund und zwäg: Spaziergang
montag, 20. Juni. ramsei – emmenmatt.
Flyer mit anmeldetalon liegen in den
kirchgemeindehäusern auf.
infos: Heidi Hugi, 079 812 26 60.
Bruder Klaus
www.kathbern.ch/bruderklausbern /
[email protected]
Pfarrer nicholas betticher
segantinistrasse 26a, 3006 bern; telefon:
031 350 14 14 / Fax: 031 350 14 16
gottesdienste und andachten
worDPress.coM
mittwoch, 15. Juni, 19.30 uhr, Kirchgemeindehaus muri, manuel Perucchi
augustin von Hippo (nordafrika) hat die kirchengeschichte
an der schwelle zwischen antike und Mittelalter geprägt
wie kein zweiter. augustinus’ theologie beeinflusst die
lehre aller (westlichen) kirchen. wir lernen den gelehrten
konvertiten augustinus und seine Hauptwerke kennen.
Bewegte Generationen
mittwoch, 15. Juni, 14 uhr, thoracherhus,
«spiele und spielzeug im wandel» Für jung und alt.
mittwoch, 29. Juni 2016
besuch des spielzeugmuseums in thun mit anschliessendem Zvieri. 13.40-17.32 Uhr. anmeldung bis
20. Juni, [email protected].
gemeinsam mit www.rkmg.ch/buex.
Werktags: Mi 9.15 Uhr, Fr 18 Uhr
eucharistiefeier.
Erlebnisferienpass 60 +
Wochenende: sa 17 Uhr und so 11 Uhr
eucharistiefeier.
4. bis 28. Juli: acht veranstaltungen zusammengestellt von Spitex
und Kirchgemeinde muri-gümligen. Sie finden bei jedem Wetter statt.
rosenkranzgebet: Di 19.45 Uhr /
Mi 8.40-9.15 Uhr
Mo. 4. Juli:
Do. 7. Juli:
Di. 12. Juli:
Fr. 15. Juli:
Di. 19. Juli:
Fr. 22. Juli:
Di. 26. Juli:
Do. 28. Juli:
eucharistische anbetung: 1. Fr im
Monat, 17.30-18 Uhr, krypta, samstags,
16.15 Uhr, kirche
englisch: so 9.30 Uhr, kirche
tschechisch: erster sonntag im Monat,
9.30 Uhr, krypta
vietnamesisch: dritter sonntag im
Monat, 9.30 Uhr, krypta
Philippinisch: erster sonntag im Monat,
11 Uhr, krypta
Polnisch: 1. sa im Monat, 18 Uhr, krypta; 2.-4. so im Monat, 11.30 Uhr, krypta
illusoria-land in Hettiswil, bahnhof bern, 13.35-17 Uhr
am brienzersee die Seele baumeln lassen, bahnhof bern, 8.50-18 Uhr
«tanze, trinke, karisiere verbotte», bahnhof gümligen, 8.45-12 Uhr
«morgenstund hat gold im mund», bahnhof bern, 7.50-13.30 Uhr
vollmond im Schlössli rubigen, bahnhof gümligen, 18.15-21.30 Uhr
auf dem bauernhof – ..., Postautohaltestelle bern, 15.30-21 Uhr
Kneippen im Kirchgemeindehaus muri, kgH Muri, 14-17 Uhr
Carfahrt, bahnhof gümligen 9 Uhr, thoracher Muri 9.15 Uhr, 9-19 Uhr
40 Franken (mit der anmeldung fällig) pro Person zur teilnahme; alle veranstaltungen inbegriffen
(eintritte, Zvieri, getränke, ausser reisekosten). bitte ausschreibungen beachten.
Ferienpass mit Details und anmeldeformular liegt in den kirchgemeindehäusern auf.
anmeldeschluss: 22. Juni, teilnehmerzahl teilweise begrenzt.
infos: Heidi Hugi, 079 812 26 60 / Monika Mathys, 079 639 92 80 /
www.spitexmuriguemligen.ch / www.rkmg.ch/ferienpass
www
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gemeinde und Welt
im KirCHgemeinderat ...
«Farbe bekennen für eine menschliche Schweiz»
Seit letztem Sommer erreichen uns unzählige bilder von menschen, die nach europa flüchten. auch im Jahr 2016 sind millionen
von menschen auf der flucht. der gottesdienst am flüchtlingssonntag (19. Juni, 10 uhr, Kirche gümligen) wird gemeinsam
gefeiert mit menschen aus verschiedenen ländern. der «Chor der nationen» singt und musiziert unter leitung von bernhard
furchner. voraussichtlich wird dr. thaya thiagarajah vom Projekt Palmyrah, Sri lanka, mit dabei sein und ein grusswort überbringen. nach dem gottesdienst sind alle zu einem einfachen Zmittag eingeladen.
ck
#ichbekennefarbe / farbe-bekennen.heks.ch
das ökumenische Partnerschaftsprojekt Palmyrah
in der schweiz sind wir gefordert, geflüchteten Menschen den ihnen zustehenden schutz
zu gewähren, rasch über asylgesuche zu entscheiden und die anerkannten Flüchtlinge
in unsere gesellschaft zu integrieren. Das sind grosse menschliche und organisatorische
Herausforderungen für unsere gesellschaft. wir sind überzeugt, dass wir diese Herausforderungen gemeinsam meistern können, wenn wir uns nicht von Ängsten, sondern
von Menschlichkeit und Mitgefühl leiten lassen.
seit 1995 pflegen die reformierten kirchen bern-Jura-solothurn die ökumenische
Partnerschaft «Palmyrah» mit der Diözese Jaffna der church of south india. Die Partnerschaft entstand mitten im bürgerkrieg als Zeichen der solidarität mit den kriegsbetroffenen Menschen im norden sri lankas. im rahmen der Partnerschaft entstand ein
Projekt, das zwei Ziele verfolgt: Die Unterstützung der Menschen im kriegsversehrten
sri lanka und die sensibilisierung der Öffentlichkeit in der schweiz für die anliegen der
betroffenen.
Darum bekennen wir Farbe für eine menschliche schweiz.
«Mit Sachverstand Kirche und
Gesellschaft vor
Ort prägen»
[email protected]
Dr. thaya thiagarajah, Psychologin und traumaspezialistin in sri lanka, verein
Palmyrah, wird im gottesdienst ein grusswort überbringen und anschliessend über ihre
arbeit mit vom krieg traumatisierten Menschen berichten (mit Übersetzung). sie setzt
sich seit vielen Jahren für die gesellschaftliche wiedereingliederung kriegstraumatisierter
Menschen in sri lanka ein. vor einiger Zeit hat sie zudem ein ausbildungsprogramm für
traumaberaterinnen gestartet, die sie in ihrer psycho-sozialen arbeit unterstützen.
eine initiative von HeKS und Partnern. www.heks.ch
www.palmyrah.ch / [email protected]
Farbe bekennen c/o Heks, seminarstrasse 28,
Postfach, 8042 Zürich, +41 44 360 88 00.
ck
cHor Der nationen bei Der einweiHUng «HaUs Der religionen» (2014) ck
annina amonn lebt mit ihrer familie im melchenbühl. Sie hat sich zunächst im behindertensport (Swiss
disabled Ski team) und später
im müZe engagiert und dabei die
Kirchgemeinde kennengelernt.
«regelmässig habe ich das MüZe an den
kirchgemeindeversammlungen vertreten.
Zahlen und Finanzen sind teil meines
berufs. Jedes Mal waren budget oder die
rechnung dabei. Hinter den trockenen
Zahlen versteckt sich viel einsatz für aufgaben in unserer gesellschaft. als kirchgemeinderätin möchte ich verantwortung
übernehmen und ‹kirche› mit gestalten.»
als Finanz- und immobilienfachfrau
möchte sie ihre berufliche erfahrung einbringen, «denn wirtschaftliches Denken
wird neben den sozialen aspekten auch
bei der kirche immer wichtiger», betont
sie im gespräch.
der Chor der nationen bern erblickte im märz 2012 das licht der Welt.
wir sind nun schon rund 80 sängerinnen und sänger. gemeinsam ist uns der wohnort in der region bern. verschieden ist unsere
Herkunft. wir kommen aus der schweiz, aus Deutschland, aus Polen, aus israel, aus dem kosovo, aus den Philippinen, aus togo, aus
Peru und und... bernhard Furchner (im bild links) ist unser Dirigent und musikalischer leiter. www.chordernationen.ch
Flüchtlingssonntag, Sonntag, 19. Juni, 10 Uhr
gottesdienst in der Kirche gümligen: Christoph Knoch und mitglieder der oeme-Kommission;
Chor der nationen, leitung: bernhard furchner; Christine Heggendorn, orgel. einfaches Zmittag.
Die kirchgemeinde Muri-gümligen engagiert sich seit vielen Jahren im bereich Migration. Mit dem caféculturel hat die
kirchgemeinde ein wichtiges Projekt lanciert, das von zahlreichen Freiwilligen aus der gemeinde betrieben und von der
Jugend- und sozialarbeiterin seraina wyssling betreut wird. cornelia salvisberg wenger, sozialarbeiterin FH, hat seraina
wyssling während ihres Urlaubs vertreten und gibt im editorial einblick in ihre erfahrungen. sie ist in der kirchgemeinde für
sozialberatung und Flüchtlingsarbeit zuständig. www.rkmg.ch/migration / www.rkmg.ch/cafeculturel
«dieser Chor ist Heimat in der
weiten Welt»
«Die Proben mit bernhard Furchner sind
nie langweilig. er versteht es, Menschen
gemeinsam zum singen zu bringen. wir
singen in verschiedensten sprachen.
lebensfreude steckt an – trotz oder vielleicht gerade weil viele schwer an ihrer
geschichte tragen. ich habe in vielen
chören gesungen, aber keiner hat mich so
intensiv mit anderen Menschen in kontakt
gebracht.»
katharina krebs ist kUw-koordinatorin
der kirchgemeinde Muri-gümligen. sie
singt seit mehreren Jahren im chor der
nationen mit.
bilD: annelise JesPers
ze.
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4. Juni 2016, 19.30 Uhr
5. Juni 2016, 17 Uhr
Kirche Gümligen
türöffnung und abendkasse
Samstag, 4. Juni, 18.30 Uhr
Sonntag, 5. Juni, 16.00 Uhr
Solisten
Rebekka Maeder, Sopran
Jan-Martin Mächler, Tenor
Martin Weidmann, Bass
Kirchenchor Muri-Gümligen
Camerata Mobile
Michael Keller, Konzertmeister
Joseph Haydn
Die Schöpfung
Rebekka Maeder, Sopran
Jan-Martin Mächler, Tenor
Martin Weidmann, Bass
Ewald Lucas, Leitung
vorverkauf
Kirchgemeinde, Kranichweg 10,
Muri, 031 950 44 44
[email protected]
eintritt
45.–/Erwachsene
25.–/Kinder, Lernende, Studenten
ihr sei es wichtig, in einem team zu arbeiten, in dem die aufgaben gut verteilt
sind und die Ziele von allen mitgetragen
werden können. «Für mich sind gegenseitiger respekt und vertrauen absolut nötig. Das spüre ich im kirchgemeinderat.»
es sei bisher immer möglich gewesen,
unterschiedliche Meinungen offen zu diskutieren, um dann gemeinsam getragene
lösungen für die aufgaben zu finden.
«ich denke, wir müssen die Freiwilligenarbeit in Zukunft wieder viel mehr fördern.» ihr sei es wichtig, kirchenaustritte
zu reduzieren, schmunzelt sie.
«als eine sehr offene gemeinde sollen
wir für alle Menschen erreichbar sein: Für
Menschen in not, aber auch für Menschen, die sich engagieren und soziale
kontakte knüpfen möchten.»
«Demokratie, gemeinsinn und auch
kirche lassen sich nur durch persönliches
engagement sichern und gestalten. Unsere gesellschaft, ob kirchlich oder säkular,
braucht Menschen, die sich unentgeltlich
in den Dienst des ganzen stellen; im
sportverein oder in der kirche.»
«ich bin sicher, dass wir immer wieder
neue Menschen für ein engagement in
der kirchgemeinde interessieren können,
wenn wir die Menschen auf ihre ganz unterschiedlichen erfahrungen, Fähigkeiten
und kenntnisse aus der beruflichen oder
familiären welt ansprechen.»
«ich gehe inzwischen öfters in einen gottesdienst und habe dabei entdeckt, dass
es nicht nur tradition ist, sondern ein ort
CK
der besinnung und begegnung.»
[email protected]
www.rkmg.ch
in der reihe «im Kirchgemeinderat»
wird bis ende Jahr monatlich ein ratsmitglied vorgestellt.
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Konfirmation und Jugend
«glücklich sein»
Konfirmandenklasse mit Karin Duru in Montmirail NE. Die Konfirmation fand an Pfingsten in der Kirche Gümligen statt.
MONTAG
Um halb zwei besammelten wir uns
beim Bahnhof Gümligen und trafen
um 20 vor drei in Marin-Épagnier
ein. Nach zwanzig Minuten laufen
trafen wir in Don Camillo ein. Wir
richteten uns ein und wurden herumgeführt. Nach dem Abendessen
besuchten wir einen Gottesdienst
mit Abendmahl.
Danielle, Annina, Sabrina
DIENSTAG
Am Morgen haben wir mehr über
verschiedene Religionen erfahren
und wie/wann sie glücklich sind.
Unsere eigenen Glückssymbole
formten wir in einer Schneekugel.
Die Symbole haben wir aus Fimo
gemacht. Am Nachmittag hörten
wir eine Geschichte von zwei Brüdern und machten einen Wahl-
kampf, der kreative Typ gegen den
strengen und langweiligen (Alberto
versus Augusto Rossi). Es folgte
ein Spielturnier. Wir waren in 4erTeams aufgeteilt und spielten Fussball und Basketball. Das Abendprogramm war ein Spiel, bei dem man
Geld hatte, um damit Ballone mit
Gesichtern zu kaufen – und wieder
zu verkaufen. Je nach Gesicht gab
es mehr Geld oder auch weniger.
Ziel war, ein Memory mit Zutaten
für Schoggibananen aufzudecken.
Am Schluss machten wir ein Lagerfeuer und assen die Bananen.
Alexandra, Simona, Jeanine
MITTWOCH
Wie jeden Tag standen wir um 7.30
Uhr auf und sassen um 8 am Frühstückstisch. Für uns stand dort ein
Buffet parat, aus dem wir uns ein
Lunchpaket zusammenstellen durften. Denn heute stand ein Ausflug
nach Neuchâtel auf dem Programm.
Wir bekamen Fotos verschiedener
Orte, welche wir suchen mussten,
um Fragen zu beantworten. In
Gruppen waren wir unterwegs –
der Kampfgeist war geweckt. Während des Foto-OLs hatten wir die
Aufgabe, Leute danach zu fragen,
was für sie Glück bedeutet.
Als wir fertig waren, durften wir
unsere Freizeit in der Stadt geniessen. Am Nachmittag besuchten wir
den Seilpark Chaumont. Am meisten Freude hatten wir an den langen Seilbahnen. Nach einem abwechslungsreichen, schönen Tag
kehrten wir nach Montmirail zurück und schauten einen Film. Für
uns war das der schönste Tag der
Woche.
Tamara, Lena, Nicola, Jérôme
DONNERSTAG
FREITAG
Am Morgen mussten wir Texte aus
der Bibel lesen und in die moderne Zeit übersetzen. Am Nachmittag folgte die Konf-Vorbereitung
in Gruppen. Alle durften den Konfspruch und das Konf-Bild auswählen. Ausserdem haben wir die
Figuren, die wir zwei Tage zuvor
angefangen haben, fertig gemacht.
Später haben wir noch unser Sportturnier abgeschlossen.
Am Abend gingen einige zum Lagerfeuer und hörten Musik, andere
aufs Zimmer und wiederum andere
spielten Poker oder andere Spiele.
Es wurde bis etwa 3 Uhr morgens
gespielt.
Marc, Serafin, Gian
Morgens assen wir Frühstück,
räumten unsere Zimmer und
packten die Koffer. Wir trafen uns
in der Bibliothek, um die letzen
Dinge zu besprechen. Zum Schluss
gab es draussen noch die Rangverkündigung von den verschiedenen
Spielen und ein Abendmahl mit
Schoggichäferli und Seifenbläterli.
Damit war unser Lager auch schon
vorbei und wir machten uns auf den
Weg nach Hause.
Danielle, Annina, Sabrina
Töne und Bilder der Konfirmation
vom 15. Mai 2016:
www.rkmg.ch/veranstaltung/13881
ck
KoNf-Klasse
ck
ck
Bilder verändern den Blick
Flavia Trachsel ist seit Anfang Mai Praktikantin in der Jugendarbeit der Kirchgemeinde. Anschliessend wird sie ihr Studium
«Soziale Arbeit» an der Fachhochschule in Bern aufnehmen.
«Seit der 5. Klasse bin ich mit dem
Rollstuhl und einem Swiss Trac
(kleiner Motor) unterwegs. Diese
beiden Hilfsmittel erleichtern mir
den Alltag sehr.»
Wir haben uns zum ersten Mal
beim Harass-Klettern am Bärtschihusmärit getroffen. «Ich bin Flavia,
die neue Praktikantin» stellt sie sich
vor und notiert die Namen der Kletternden. Als wir uns später im Büro
begegnen, ist der Rollstuhl längst
selbstverständlich. Mit einem fröhlichen Lachen inmitten von Seilen
und Plakaten erzählt sie, wie sie mit
dem Studium der Sozialen Arbeit in
Bern ein zweites Standbein neben
ihrem Beruf als Fotografin schaffen will. «Die Ausrüstung wird immer schwerer und meine Muskelkraft nimmt ab. Ausserdem möchte ich mehr mit und für Menschen
arbeiten.»
«Mir ist wichtig, Menschen aus
verschiedenen Blickwinkeln zu sehen. Ich kann gut zuhören und weiss
wie wichtig es ist, die persönliche
Situation mit einzubeziehen.» Dass
bestimmte Anlässe anders geplant
werden müssen, ist für das Team
der Jugendarbeitenen eine Herausforderung. Doch mit dem richtigen
Blick lässt sich alles lösen. Flavia
wird sicher helfen! CK