Unterländer Samaritervereinen macht geforderte

36. Jahrgang
GZA/PP 8180 Bülach, Post CH AG
Mittwoch, 22. Juni 2016
Nr. 25
Zuhause ist, wo das Herz
eine Heimat findet
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Erscheint 1-mal wöchentlich, am Mittwoch
Wochenspiegel, Feldstrasse 82, 8180 Bülach
Brennpunkt
Aktuell
Schlusspunkt
Märchenhafte Bilder eines Unterländers
Verliert Höri eine schöne Tradition?
Grundsteinlegung in Kloten
Der 23-jährige Naturfotograf Dennis Mettler
weilte mehrere Monate in Australien und
Neuseeland. Zurück brachte er atemberaubende
Bilder, die Ruhe und Zufriedenheit ausströmen
und wie Gemälde komponiert sind.
Seite 3
Nach über 100 Jahren steht die Durchführung
des Fischsonntags in Höri auf der Kippe.
Dies, weil sich das Jodeldoppelquartett aus
der Organisation zurückgezogen hat. Nun
liegt die Entscheidung beim Turnverein. Seite 7
Im Schulhaus Feld wurde die
Grundsteinlegung des teuersten
Klotener Projekts seit Jahrzehnten
von Politikern und anderen Gästen
begleitet.
Seite 16
Bezirksrat weist
Beschwerde gegen
Stadt Bülach ab
Der Bülacher Bezirksrat hat die Beschwerde von Gemeinderat Daniel
Wülser (glp) gegen den Stadtrat abgelehnt. Der Parlamentarier hatte Anfang Mai beim Bezirksrat moniert,
dass der Posten des StadtpolizeiChefs nicht öffentlich ausgeschrieben,
sondern intern besetzt wurde (der
«Wochenspiegel» berichtete). Anders
ging der Stadtrat bei der Neubesetzung der Stelle für den Feuerwehrkommandanten vor. Sie wurde öffentlich ausgeschrieben.
In seinem Beschluss betont der
Bezirksrat, dass er «keinen Raum für
ein aufsichtsrechtliches Einschreiten»
sehe. Der Stadtrat habe in seiner Vernehmlassung hinreichen dargetan,
dass sein Vorgehen in beiden Fällen
korrekt gewesen sei. Der Stadtrat
nimmt den Entscheid des Bezirksrats
mit Genugtuung zur Kenntnis, heisst
es in einer Medienmitteilung. Wülser
meinte zur Abweisung seiner Beschwerde, er und weitere Personen
seien weiterhin der Auffassung, dass
die Ausschreibung des Chefs der
Stadtpolizei nicht korrekt abgelaufen
sei. «Entweder schreibt man beide
Stellen öffentlich aus oder nicht», so
der Gemeinderat weiter.
Nun will Wülser über einen parlamentarischen Vorstoss erreichen,
dass Chefposten in der Bülacher
Stadtverwaltung künftig öffentlich
ausgeschrieben werden müssen. Für
die Änderung der städtischen Personalverordnung ist eine Mehrheit im
Parlament nötig. (mej)
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Unterländer Samaritervereinen macht
geforderte Professionalisierung zu schaffen
Bereits letztes Jahr schlug Hans
Hochuli, Präsident der Klotener Samariter, Alarm, weil keine Jungen
mehr in die Vereine nachrücken.
«Keine rosige Zukunft», findet er.
Weniger Mitglieder, aber
höhere Anforderungen.
Die Samaritervereine
stehen unter Druck. Das
hat Folgen: Es kommt zu
Fusionen und Auflösungen.
Anforderungen angepasst
Während die Samaritervereine, wie
viele andere Vereine auch, unter dem
gesellschaftlichen Desinteresse leiden, wird die Personalnot durch die
vom Verband geforderte Spezialisierung und Professionalisierung noch
verschärft. Brigitte Neukom, Samariterlehrerin in Rafz, sagt es so: «Die
Probleme entstehen, weil eine Tätigkeit, die man eigentliche freiwillig
ausübt, professionalisiert wird und
deshalb mehr Zeit beansprucht.»
Tatsächlich hat der Schweizerische Samariterbund die Anforderungen an Samariterlehrer und Kursleiter angepasst, wie Zentralsekretärin
Regina Gorza sagt. Grund dafür sei
die Entlastung der Ausbildungskader,
indem zwei unterschiedliche Kursleiterfunktionen geschaffen worden seien. Gorza: «Dadurch konnte die Dauer der Ausbildungen verkürzt werden.» Parallel dazu habe der Interverband für Rettungswesen die Standards der Erst-Helfer-Ausbildung für
Laien festgelegt. Dies habe unter anderem Auswirkungen auf die Samariterlehrer. Will heissen: Sie benötigen
Daniel Jaggi und Jakob Metzler
Sie stehen bei Grümpelturnieren Posten, unterstützen die Ortsfeuerwehren bei Grossereignissen oder erteilen den Nothelferkurs für Junglenker
– die Samariter sind aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Dennoch sinkt die Zahl
der Vereine. Schweizweit gab es vor
zehn Jahren 1200 Vereine, aktuell
sind es noch 1023.
Diese Negativentwicklung macht
auch vor dem Unterland nicht Halt.
Innert zehn Jahren sei die Zahl der
Samaritervereine von 22 auf 17 gesunken, sagt Roman Täschler, Präsident des Samariterverbands Zürcher
Unterland. Anders gesagt: Die Zahl
der Unterländer Samaritervereine ist
in den letzten zehn Jahren um knapp
einen Viertel geschrumpft. Aufgelöst
hat sich kürzlich beispielsweise der
Samariterverein Bachenbülach, und
im Wehntal fusionierten im Februar
die beiden Vereine Steinmaur-Bachs
und Oberweningen und Umgebung
zum Samariterverein Egg-Wehntal.
Der Samariterverein Bülach während einer Übung. Mit einer intensiven
Kinder- und Jugendarbeit fördert er den Vereinsnachwuchs.
Foto: dj.
Fortsetzung auf Seite 7
2
Wochenspiegel
Nr. 25
TRIBÜNE
22. Juni 2016
GASTKOMMENTAR
PRESSESCHAU
Ein Morgen wie jeder andere auch?
Hanspeter Grob *
5.30 Uhr, Wecker abstellen. Draussen
regnet es wieder einmal. Mich unter
der Decke hervordrehen, in die Sitzposition am Bettrand. Miau, schnurr,
miaumiau, schnurr – die freundliche
Morgenbegrüssung unseres Katers
Schnurrli ist zu hören, der sich danach schnurstracks Richtung Küche
bewegt. Dieselbe Richtung schlage
ich dann auch ein. Miau, miau, miau,
da bist du ja endlich, ich habe Hunger. Oh, habe ich so lange auf der
Bettkante gesessen? So energisch reagiert unser Schnurrli ansonsten
nicht.
Ja, es ist so, die Uhr zeigt es ganz
deutlich. Was habe ich studiert, was
hat mich veranlasst, länger als sonst
auf dem Bettrand zu verweilen? Und
wenn ich zurückdenke, ist das jetzt
schon einige Male vorgekommen in
der letzten Zeit. Verdrängen? Sich
selber trösten, gut zureden? Seine eigenen Gefühle nicht wahrnehmen?
Sich selber belügen? Sich zu wenig
ernst nehmen?
Der grosse Frust vor der Arbeit,
vor dem ganzen Tag? Eine Situation?
Eine Gegebenheit? Eine Frage, eine
Belastung, was ist es, das mich seit
längerem, länger als ansonsten, auf
dem Bettrand sitzen lässt? Ich weiss
es doch schon lange. Ist doch wahr.
Meine Arbeit, die gefällt mir schon
lange nicht mehr, aber was soll ich
tun?
Wenn nur der «blöde» Kollege
nicht wäre, der macht alle verrückt.
Ein eigenartiges
Demokratieverständnis
Einem Teil der Bevölkerung der
Kreisgemeinde Niederhasli-Niederglatt-Hofstetten scheint das Geld ganz
locker in der Tasche zu sitzen, wenn
sie eine Rechnung knapp gutheisst,
der selbst die RPK ein mangelhaftes
Zeugnis ausstellt. Die Schulpflege lieferte seit acht Monaten die nötigen
und aufgeforderten Zahlen und Daten
zu ICT-Fragen nicht ab, im Abstimmungsheft publizierte die Behörde
zwei Fehler und liess den RPK-Bericht auf der Schulverwaltung liegen,
sodass dieser bei Aktenauflage am
26. Mai nicht vorhanden war.
Der Schulpräsident selbst äusserte sich an der Versammlung dahingehend, die RPK sei mit den Konten
und deren Inhalten nicht zurechtgekommen und hätte deshalb zusätzliche Informationen verlangt, die jedoch noch ausstehen, obwohl die
Rechnungsabnahme seitens RPK zwischenzeitlich abgeschlossen und die
Rechnung zur Abnahme empfohlen
wurde. Diese Aussage an sich lässt
schon durchblicken, welches Chaos
augenscheinlich herrscht.
Und dann musste sich die RPK
betreffend mangelnder Transparenz
gar selbst rechtfertigen und relativieren. Aber anscheinend ist es bei der
Schulverwaltung Niederhasli-Niederglatt-Hofstetten üblich, zuerst Geld
auszugeben, um erst danach Rechenschaft darüber ablegen zu müssen.
Ein wahrlich eigenartiges Demokratieverständnis.
Immerhin wurde der «Namenswechsel» von Niniho zu Eduzis nun
endlich, wie nicht anders vermutet,
als Logowechsel entschuldigt; notabene kostete das Ganze stolze
108 000 Franken.
Viele
Stimmbürgerinnen
und
Stimmbürger erkannten wohl bereits
anhand des RPK-Berichts, dass we-
«An jedem neuen Tag
klopfe ich an der Türe,
und sie wird mir geöffnet»
Die von der Teppichetage sollen mal
zu uns runter kommen, dann sehen
die mal, was sie da zusammenplanen. Wenn ich ein schnelleres Internet hätte, dann? Wenn, wenn, wenn.
Heute bleibe ich mit Gott im Gespräch und will mit seinem Handeln
rechnen. «Bittet Gott, und er wird
euch geben! Sucht, und ihr werdet
finden! Klopft an, dann wird euch die
Tür geöffnet.» Matthäus 7,7.
5.30 Uhr, Wecker abstellen.
Draussen regnet es wieder einmal.
Mich unter der Decke hervordrehen,
in die Sitzposition am Bettrand. Miau, schnurr, miaumiau, schnurr, die
freundliche Morgenbegrüssung unseres Katers Schnurrli, der sich danach
schnurstracks Richtung Küche bewegt. Ich folge ihm gleichen Schrittes. Unter der Türe müssen wir aufpassen, dass es bei der Richtungsänderung in Richtung Küche nicht zu
einem Zusammenstoss kommt und
wir uns gegenseitig auf die Füsse beziehungsweise Pfoten treten.
Doch Schnurrli und ich haben es
voll im Griff. Er bekommt sein Essen,
und ich mache mir meinen Morgentee. In meinem bequemen Sessel in
der Stube schlürfe ich danach mit Genuss mein Aufgussgetränk. Mit Gott
bespreche ich meinen Tag, frage ihn,
wie ich mich in dieser oder jener Situation verhalten soll, mich äussern
darf, kann. Bitte ihn, dass er mir
mein Vorhaben gelingen lässt. Danke
ihm für sein bedingungsloses Geben.
Das Länger-Sitzenbleiben auf dem
Bettrand ist kein Thema mehr für
mich. Es ist viel bequemer im Sessel.
Heute, das ist für mich bedeutend,
Alle Tag bleibe ich mit Gott im Gespräch. Während des Tages kommt
es immer wieder zu Unvorhergesehenem, zu Situationen, die punktgenau
zu erledigen sind. Das ist einerseits
spannend, manchmal aber auch
nicht. Heute bleibe ich mit Gott im
Gespräch und will mit seinem Handeln rechnen.
Versuchen sie es mal selber, klopfen Sie an die Türe.
* Hanspeter Grob, Bachenbülach, wird mit
grosser Freude 60 Jahre alt.
Bülach:
Primarschule Bülach, Mitte Mai: Ein Sechstklässler wollte auf
einen seiner Klassenkameraden mit
einem Messer losgehen, wie «20 Minuten online» aus
dem Umfeld der Schule weiss. Seither soll er den Unterricht nicht mehr
besuchen, bei den Schülern herrscht
offenbar grosse Verunsicherung.
Carmen Surber, Sprecherin der Kantonspolizei, bestätigt, dass es einen
entsprechenden Vorfall gab. Details
kann sie nicht nennen, nur so viel:
«Es wurde niemand verletzt.» Die
Schule habe aber sofort die nötigen
Schritte unternommen und die Polizei informiert. «Unsere Spezialisten
der Jugendintervention haben mit
den Beteiligten gesprochen. Eine polizeiliche Anzeige gab es aber nicht.»
Wie Virginia Locher, Präsidentin der
Primarschulpflege
und
Bülacher
FDP-Stadträtin, sagt, ist der Schüler
derzeit vom Unterricht suspendiert.
Mehr Informationen könne sie nicht
geben, da es sich um ein laufendes
Verfahren handle.
Laut Jugendpsychologe Allan Guggenbühl werden heute Kinder schnell
vom Unterricht ausgeschlossen, sobald sie etwas auffällig sind. «Wenn
sie eine Bedrohung darstellen, ist das
notwendig. Für die Betroffenen
bringt es aber meist nicht viel.»
Zum konkreten Fall könne er sich
nicht äussern, da man nicht wisse,
was genau passiert sei, sagt Guggenbühl: Viele Buben hätten Messer,
auch wenn sie auf dem Schulareal
nicht erlaubt seien. «Der Bub könnte
eines im Spiel gezückt haben.» Aus
seiner Erfahrung weiss Guggenbühl,
dass solche Vorfälle oft eine Hysterie
auslösen. Vielfach stelle sich heraus,
dass nicht viel passiert sei. Anders
wäre es, wenn der Junge die Waffe
aus einer Aggressivität heraus gezückt hätte: «In diesem Alter kommt
das selten vor. Hier wäre aber eine
psychologische Behandlung nötig.»
Frühjahr 2011, als die drei im Bild
dargestellten Lehrpersonen bei uns
unterrichtet haben und ihre Lernenden getestet wurden. Hier ist ein direkter Vergleich möglich.» (Zitat G.
Turkawka, «Infosperber», 8. Juni).
Wenn Schulleiter Turkawka die
aktuellen Stellwerktest-Resultate mit
den schlechteren von 2011 vergleicht
(«als die drei im Bild dargestellten
Lehrpersonen bei uns unterrichtet
haben»), so kritisiert er sich selbst.
Turkawka war nämlich damals selber
Klassenlehrer seines ersten Klassenzugs, seit er die Quereinsteigerausbildung abgeschlossen hatte; von den
weiteren drei Klassenlehrern gehören zwei zu seinen treuesten Anhängern (ebenfalls mit ihrem ersten
Klassenzug), und der letzte war der
zitierte Jean-Daniel Amuat, der 30
Jahre lang mit sehr soliden Noten
und bestem Ruf in Niederhasli unterrichtet hatte.
Turkawka unterrichtete damals
die Stellwerk-relevanten Fächer Englisch in seiner A-Klasse und Mathe.
Das ist der einzige Leistungsausweis,
den wir von Turkawka als Klassenlehrer einer A-Klasse haben, denn
danach wechselte er ja in die Schulleitung und muss heute keine Stellwerktests als Lehrer mehr verantworten.
Herr Turkawka wünscht den Vergleich, tun wir ihm doch den Gefallen: Als Jahrgangsteamleiterin des
besagten Jahrgangs von 2.-Klässlern
kenne ich die Stellwerk-Resultate genau. Fakt ist, dass die A-Klassen
(Klassenlehrer Turkawka und Amuat)
2011 nur in Englisch schlechter abschnitten als 2014 und 2015.
Im Fach Französisch, das Amuat
und ich (Weigelt) bei den A-Klassen
zu verantworten hatten, waren die
Schüler 2011 um 71 Punkte besser
als 2015, was rund 17 Prozent entspricht. Turkawkas «insgesamt weit
über den Ergebnissen» sind tatsächlich für 2014 0 Prozent Abweichung
und für 2015 1,3 Prozent Verbesserung. So jongliert er mit Zahlen und
Fakten. Schon wieder ein Eigengoal.
Wir drei genannten Lehrpersonen
haben übrigens gemeinsam 82 Jahre
Lehr-Erfahrung mit Teenagern, was
vermutlich die jüngere Hälfte des jetzigen Lehrkörpers zusammen nur
knapp toppen kann; zusammengezählt haben wir bisher ungefähr
6500 Teenager unterrichtet – wir
sind also nicht ganz unerfahren.
Oberembrach:
Wegen
fehlender
Sponsoren und Teilnehmer findet
dieses Jahr kein Mülltonnen-Grandprix statt. Dies berichtet der «Landbote».
Diesen Sommer werden in Oberembrach keine waghalsigen Piloten auf
Mülltonnen die Paradiesstrasse runterdonnern. Nach drei Jahren ist
Schluss mit dem verrückten Anlass.
«Wir haben nicht mehr genug Teilnehmer, und auch die Sponsoren fehlen uns», sagt Mitorganisatorin Moni
Hofstetter. Letztere würden in der
«Randsportart» Mülltonnen-Fahren
wohl einfach keine Zukunft sehen.
Ins Leben gerufen hat die waghalsige
Veranstaltung Moni Hofstetters Mann
Reto. Entdeckt hat er das Mülltonnen-Fahren damals auf Videos im Internet. Danach habe ihn das Ganze
nicht mehr losgelassen. Laut Moni
Hofstetter bedeutet der Ausfall der
diesjährigen Ausgabe wohl das definitive Aus für die Veranstaltung. «Es
sieht nicht danach aus, als ob wir es
nächstes Jahr noch einmal versuchen
wollen», sagt sie.
LESERBRIEFE
der das Budget noch die Jahresrechnung mit genügender Sorgfalt seitens
RPK geprüft wurden. Die gestellten
Fragen zur Jahresrechnung zeigten
ebenfalls Lücken bei der Sorgfaltspflicht der Schulpflege auf. So wurde
die Rechnung 2015 mit lediglich
69:66 Stimmen, bei 9 Enthaltungen,
gutgeheissen.
Thomas Baer, Embrach
Schutz vor dem
Heimatschutz
In den 70er-Jahren war es möglich,
mit Gemeinden und Städten relativ
pragmatische Lösungen für Umbauten von sogenannten «schützenswerten Gebäuden» zu finden. Selber habe
ich damals sehr gute Erfahrungen
beim Umbau in der Stadt Bülach,
Brunngasse 8, und in Wil, im Buck
27, gemacht. Der Einfluss des Heimatschutzes war massvoll. Später
war es sogar möglich, die alte Scheune an der Brunngasse 8 mit gekonnter Anpassung modern auszubauen.
Heute sieht die Lage ganz anders
aus: Immer häufiger klagen Architekten und Bauherren über die Zusammenarbeit mit den Behörden des Heimatschutzes. Das kostet alles Nerven
und Zeit. Ist man nicht gleicher Meinung, dauert es noch länger bis zu einer Baubewilligung.
Dass die Abklärungen vor Ort mit
jeweils vielen Personen vom Heimatschutz schwierig und deren Entscheide oftmals fragwürdig und umstritten
sind, brauche ich nicht zu erörtern.
Die Beispiele von Verzögerungen von
bauwilligen Architekten und Besitzern alter Häuser häufen sich.
Eines ist die Froschgrueb in Regensdorf. Schön ist sie nicht mehr.
Der gleiche Besitzer soll in einer alten
Schmitte Bauteile im Innern aus dem
16. und 17. Jahrhundert erhalten. Wo
bleibt das Recht eines privaten Besitzers einer Liegenschaft? Wenn dann
noch angestrebt wird, dass ein Besitzer noch kostenpflichtig wird, wenn
er seine alte Liegenschaft nicht renovieren will, ist das eine absolute
Frechheit.
Falls der Heimatschutz in Zukunft
nicht in der Lage ist, konstruktive Lösungen im Innern und Äussern eines
Gebäudes zu realisieren und zeitgemässe Lösungen zu finden, gibt es
keine, auch jüngere, Besitzer mehr,
die in alte Gebäude Geld investieren
wollen.
Das Mass ist voll mit dem Einfluss
der in der schönen Villa Patumbah in
Zürich residierenden Könige des Heimatschutzes. Eine Änderung der repressiven Politik des Heimatschutzes
ist angesagt. Der Einfluss des Heimatschutzes muss begrenzt werden, das
Verbandsbeschwerderecht ist aufzuheben. Es muss möglich sein, moderne Elemente der Gestaltung umzusetzen, wenn die äussere Erscheinung
der Umgebung angepasst ist.
Josef Caironi, Bülach
Eigengoal
des Schulleiters
Eine als Steilpass geplante Diffamierung der drei Lehrpersonen, die sich
im Artikel der «Sonntags-Zeitung»
vom 5. Juni kritisch zum Schulmodell
in Niederhasli geäussert hatten, ist
zum Eigengoal geworden. Gregory
Turkawka, der Schulleiter der Sekundarschule Seehalde, die in letzter Zeit
von Eltern und in den Medien unter
Beschuss geraten ist, antwortet auf
besagten Artikel in einer Stellungnahme auf dem Onlineportal «Infosperber»: «Die mittels Stellwerk
messbaren fachlichen Leistungen unserer SchülerInnen sind heute insgesamt weit über den Ergebnissen vom
Suzanne Weigelt, ehemalige
Jahrgangsteamleiterin
an der Seehalde
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Wochenspiegel
BRENNPUNKT
Nr. 25
Beinahe wie ein Gemälde: Für einmal eine andere Sicht der Küste von Sydney, der mit 4,6 Millionen Einwohnern grössten Stadt Australiens.
22. Juni 2016
3
Fotos: Dennis Mettler
Wie ein Unterländer Down Under inszeniert
Dennis Mettler (23) aus
Oberhasli kehrte kürzlich
von seinem viermonatigen
Neuseeland- und Australienaufenthalt zurück. Neben
vielen Erfahrungen hat der
Hobby-Naturfotograf auch
wunderschöne Bilder mit
nach Hause gebracht.
pflegt eine «Learning by doing»-Philosophie. Natürlich wurden wir immer korrigiert, wenn wir Fehler
machten, und hatten auch Grammatikstunden, doch im Grossen und
Ganzen sprachen wir sehr viel. Die
Nachmittage waren mit Rahmenprogrammen ausgefüllt.
Ich erinnere mich noch gut daran,
als wir mit den Kajaks um einen
grossen Felstorbogen zu einem abgelegenen Strand paddelten. Um dieser
Erfahrung noch ein i-Pünktchen aufzusetzen, wurden wir sogar von Delfinen begleitet. Sobald wir am völlig
leeren Strand lagen, wurden uns von
unserem Guide Cookies, Kaffee, Tee
und warme Schokolade angeboten.
Aufgezeichnet von Fabian Moor
«Von Neuseeland war ich schon immer fasziniert. Die Tierwelt und die
Natur und vor allem der Fakt, dass
ihr extrem Sorge getragen wird, begeistern mich immer wieder aufs
Neue. Deshalb war es für mich von
Anfang an klar, dass ich für meinen
Sprachaufenthalt diesen weiten Weg
nach Whitianga – einem kleinen Fischerdorf – auf mich nehmen werde.
Auch dass ich noch einige Monate
anhängen konnte, um selbstständig
durch das Land zu reisen, war mir
wichtig. Bereits der Empfang befreite
mich von jeglichen, sowieso kaum
gehegten, Zweifeln.
Alle Sprachschüler wurden mit einer Maori-Zeremonie empfangen. Die
Maori sind ein Ureinwohnervolk
Neuseelands, das bereits seit Anbeginn der Zeit dort haust. Sie sprechen
ihre eigene Sprache und erzählen
viele spannende Geschichten über
die Elemente und wie – aus ihrer
Sicht – alles entstand. Die Zeremonie
endete damit, dass alle neuen Schüler, in der Sprache der Maori, den
«Welcome Song» sangen.
Nur Englisch erlaubt
Danach wurden wir nicht mehr als
Gäste, sondern als vollwertige Bewohner angesehen. Da ich wusste,
dass Neuseelandreisen für Schweizer
momentan stark boomen, war es mir
wichtig, nicht in eine grosse Stadt zu
gehen. Auch in Whitianga setzte sich
der grösste Teil der Schüler aus
Schweizern, Deutschen und Japanern
zusammen. Auf dem Schulareal war
allerdings nur Englisch erlaubt, woran ich mich gerne und auch sehr oft
ausserhalb des Geländes gehalten ha-
Starke spirituelle Kraft
Schön komponiert: Hannah Kressig aus Dachsen ZH vor den Three Sisters an der Küste von Taranaki.
be. Obwohl das Dorf momentan stark
ausgebaut wird, herrscht noch immer eine sehr familiäre Stimmung.
Am Abend versammelte man sich
sehr oft mit diversen Bewohnern im
Pub und plauderte über Gott und die
Welt. Auch weitere Schülerinnen und
Schüler aus anderen Sprachschulen
traf man. Mir wurde bewusst, wie
schön es ist, dass man durch die englische Sprache mit so vielen verschiedenen Menschen kommunizieren
kann. Koreaner, Schweden, SaudiAraber, Chinesen, Europäer und viele
weitere Nationalitäten bildeten eine
grosse Einheit.
Von 9 bis 12 Uhr verbrachten wir
jeweils drei Stunden in dem weissen
Bungalow, der unser Schulhaus war.
Wir haben sehr viel gesprochen, zugehört und diskutiert, denn das Coromandel Outdoor Language College
Da ich schon als kleiner Knabe von
der Fotografie fasziniert war, war es
mir wichtig, meine Erlebnisse auf
Film und Fotos festzuhalten. Noch
nirgends wurde ich Zeuge von solch
einem hellen Sternenhimmel wie
dort, wo man auch Zeuge davon
wird, wie zwei Ozeane zusammenfliessen. Ich spürte eine starke spirituelle Kraft, die mir ein grosses Gefühl von Ruhe und Zufriedenheit gab.
Spannend ist auch, dass der Sternenhimmel auf dem Kopf zu stehen
scheint, weil man sich ja auf der anderen Seite der Erde befindet.
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Ausgelassener Sprung: Dennis Mettler unter der Cathedral Cove. Dieser
Strandabschnitt in Neuseeland war auch Drehort für den Film «Narnia».
4
Wochenspiegel
Nr. 25
VE R M I S C H TE S / M A R K T P L AT Z
22. Juni 2016
Cremeschnitten für die
Bedürftigen in Bülach
Handball-Vierländerturnier in Kloten
In Bülach werden ab Ende August
Tagesfrischprodukte, die bis Ladenschluss nicht verkauft worden sind,
an Bedürftige abgegeben. Hélène Vuille setzt sich seit vielen Jahren für
die Abgabe von Tagesfrischprodukten
an die Schwächsten der Gesellschaft
ein.
Am Donnerstag, 23. Juni, um 19
Uhr liest sie im reformierten Kirchgemeindehaus, Grampenweg 5, aus ihrem Buch «Im Himmel gestrandet –
Menschen auf der Rückseite des Lebens». Sie wird über ihre Arbeit und
Begegnungen mit Menschen berichten, für die eine Cremeschnitte ein
Geschenk des Himmels ist. Dazu werden Stadtrat Rudolf Menzi, Daniel
Knöpfli, Leiter Soziales und Gesundheit, sowie Daniel Horber, Koordinator der Freiwilligen, über das Projekt
berichten. Mit dieser Lesung startet
die Verteilung der Tagesfrischprodukte in Bülach. Einmal pro Woche werden ab Ende August die Tagesfrischprodukte bei der evangelisch-methodistischen Kirche, Nordstrasse 1, an
Bedürftige abgegeben. (pd.)
Am kommenden Wochenende, vom 24. bis zum 26.
Juni, findet in der Sporthalle Ruebisbach in Kloten
die Airport Trophy statt.
Dabei handelt es sich um
ein Handball-Vierländerturnier für JuniorenNationalmannschaften.
Kulturvesper in der
reformierten Kirche
Am Samstag, 27. August, organisieren die reformierte Kirchgemeinde
Bülach und BülachKultur ab 17 Uhr
die erste Kulturvesper in der Kirche.
Wer möchte anderen Menschen aus
Kultur, Kirche und Kosmos begegnen? Gelegenheit dazu bietet sich am
Kulturvesper. Die Kirchenbänke werden ausgeräumt sein, und im Kirchenschiff stehen zwei lange, gedeckte Tafeln. Brot und Wein, Wasser und
Früchte sind bereits aufgetischt. Die
Gäste bringen selber etwas Feines zu
essen mit, das sie mit anderen teilen,
sei es Käse, Fleisch, Fisch, Antipasti
oder Gemüse. Zum Dessert wird die
Sängerin Olga Tucek Lieder aus ihrem neuen Soloprogramm «Stimmung» singen.
Die Platzzahl ist auf 76 Personen
beschränkt. Anmelden kann man
sich ab sofort auf der Homepage von
BülachKultur: www.buelachkultur.ch.
Weitere Informationen zur Künstlerin
gibt es unter www.olgatucek.ch. (pd.)
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Die Airport Trophy ist aber nicht nur
irgendein Vierländerturnier, sondern
eines der bedeutendsten Turniere im
Schweizer Nachwuchshandball. Dies
spiegelt sich auch bei der Besetzung
der teilnehmenden Mannschaften wider. Bei der nunmehr 7. Auflage des
Turniers werden die Zuschauer erstmals den faszinierenden skandinavischen Handball in Kloten erleben.
Mit dem Team aus Island gibt kein
Geringerer als der letztjährige WMDritte bei der Airport Trophy sein Debüt. Freuen dürfen sich die Zuschauer bei der Airport Trophy aber nicht
Der Spielplan
Freitag, 24. Juni
18.00 Deutschland - Spanien
20.15 Schweiz - Island
Samstag, 25. Juni
15.00 Island - Deutschland
17.15 Schweiz - Spanien
Sonntag, 26. Juni
10.30 Island - Spanien
12.45 Schweiz - Deutschland
Abschlussversuch der Schweizer (in Rot): Szene aus dem Spiel gegen
Deutschland bei der letztjährigen Airport Trophy.
Foto: Bruno Dürmüller
nur auf das Team auf dem Feld, sondern auch das Team auf der Bank
der Skandinavier. Trainer der Isländer ist nämlich Ólafur Stefánsson, einer der erfolgreichsten Handballer
aller Zeiten.
Letzter Test vor der EM
Einen ganz besonderen Reiz hat die
diesjährige Airport Trophy auch deshalb, weil sich alle vier Teilnehmer
für die EM-Endrunde in Dänemark
qualifizieren
konnten.
Gastgeber
Schweiz, Deutschland und Island
setzten sich bei ihren Qualifikationsturnieren jeweils klar mit drei Siegen
in drei Spielen durch. Der vierte Teilnehmer, Spanien, war bereits schon
qualifiziert. Damit wird die diesjährige Airport Trophy zur Generalprobe
und zum letzten, ultimativen Härtetest kurz vor der U20-Europameister-
Publireportage
Die traditionelle chinesische Medizin
wird bei chronischen Leiden eingesetzt
Patienten, die an chronischen gesundheitlichen
Problemen leiden und die
die chinesische Medizin
kennen lernen möchten,
erhalten bei Sinoswiss in
Bülach kostenlos eine
erste Behandlung.
Seit zwei Jahren befindet sich die Sinoswiss-Praxis für chinesische Medizin in Bülach. Diese ist das Reich von
Jiang Hua. Er ist TCM-Experte. Frau
Schmid-Jiang Hong ist seine Assistentin und Übersetzerin. Jiang Hong
war in China als Oberarzt tätig. Er
hat mehr als 25 Jahre Erfahrung in
der Schmerztherapie. Zu seinen Behandlungsmethoden gehören, neben
der Akupunktur, auch die Kräutertherapie, die Tuina-Massage und das
Jiang Hua mit seiner Assistentin
und Übersetzerin Frau SchmidJiang Hong.
Foto: Béatrice Christen
Schröpfen. Behandlungserfolge kann
Jiang Hong vorweisen, wenn ein Patient mit chronischen Kopfschmerzen
zu ihm kommt. Aber er therapiert
auch Verdauungsprobleme, Schlaflosigkeit, Rückenbeschwerden, Phan-
tomschmerzen oder Sportverletzungen. «Die chinesische Medizin ist eine ganzheitliche Medizin, die sich
nicht nur auf die schmerzende Stelle
konzentriert, sondern sich mit den
Ursachen eines Leidens auseinandersetzt», betont er. Wer gesundheitliche
Probleme hat, sollte sich bei Sinoswiss melden. Jiang Hong sagt: «Neue
Patienten werden das erste Mal kostenlos behandelt.
Nach der Diagnose folgt eine ausführliche Besprechung mit anschliessender Behandlung. Die Folgebehandlungen sind dann kostenpflichtig. Gut zu wissen: Die meisten Zusatzversicherungen der Krankenkassen übernehmen einen Kostenbeitrag
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Sinoswiss, Praxis für chinesische Medizin,
Hintergasse 1, 8180 Bülach. Telefon 044
860 78 78. Homepage www.sinoswiss.ch.
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von maximal 15 Personen sind für
100 Franken (Aktivteam), beziehungsweise 50 Franken (Juniorenoder Juniorinnen-Team) pro Spieltag
erhältlich. Diese können, mit der Angabe des gewünschten Spieltags per
Mail an [email protected] reserviert werden. Die Tickets
werden an der Tageskasse hinterlegt
und können bei Abholung vor Ort bezahlt werden. (pd.)
Weitere Informationen zum Turnier, Tickets etc. auf www.airport-trophy.ch oder
www.facebook.com/AirportTrophy.
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feiert 15 Jahr-Jubiläum
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Fr. 24.90 statt Fr. 34.90, ein Boxspringbett für Fr. 499.– und das Damenparfüm «Cacharel Catch me»
EdP Vapo 50 ml für Fr. 29.90 (statt
Fr. 83.–).
Vom 30. Juni bis 2. Juli steht vor
der Otto’s-Filiale ein Parfümstand, an
dem Duftwasser der bekanntesten
Marken kostenlos getestet werden
können. Zusätzlich erhält jeder Kunde am 29. und 30. Juni einen GratisPouletschenkel.
Unabhängig vom Jubiläum finden
die Kunden in Niederhasli ein reichhaltiges Sortiment aus den Bereichen
Food, Non-Food, Textilien, Parfüm
und Möbel sowie eine Sportabteilung
mit vielen Markenprodukten. (pd.)
Wochenspiegel
AKTUELL
Nr. 25
22. Juni 2016
Rico Fehr ist neuer
Kommandant der
Feuerwehr Bülach
Mehr als nur ein Konzertauftritt
Der Stadtrat hat an seiner letzten Sitzung Rico Fehr zum Kommandanten
der Stützpunktfeuerwehr Bülach ernannt, wie er in
einer Mitteilung
schreibt.
Der
37-Jährige tritt
die
Nachfolge
von Hans Schmid
an, der im Sommer letzten Jahres seinen Rücktritt auf Ende Rico Fehr. F: zvg.
dieses Jahres angekündigt hat. Der Kommandantenwechsel findet per 1. Januar statt.
Fehr, im Grad eines Hauptmanns,
ist derzeit Mitglied des Feuerwehrkommandos und für die Ausbildung
zuständig. Er sei seit seinem 18. Lebensjahr mit der Feuerwehr Bülach
verbunden, schreibt der Stadtrat weiter. Ins Korps eingetreten ist er 1996.
Dabei habe Fehr das FeuerwehrHandwerk von der Pike auf gelernt.
Auf die Ausschreibung der Stelle
gingen nach Angaben von Stadtrat
Jürg Hintermeister vier valable Bewerbungen ein – zwei externe und
zwei interne. Bekannt ist, dass sich
aus dem Korps auch Vizekommandant Guido Manser um die Stelle bemühte. (dj.)
Die vierten Klassen der
Kantonsschule Bülach
realisieren in diesem
Semester individuelle
Projekte. Dabei studierte
eine Gruppe von 15 Schülern diverse Hits ein, die
am Freitag, 24. Juni, zum
Besten gegeben werden.
Fabian Moor
Im Projektorientierten Lernen (PoL)
der Kantonsschule Zürcher Unterland geht es darum, sich einem frei
wählbaren Projekt anzuschliessen
oder selbst eines auszuschreiben. Alle Viertklässlerinnen und Viertklässler der Schule durchlaufen diesen
Prozess in ihrem zweiten Semester.
Die Projekte sind vielseitig angesetzt.
In «Leben mit Handicap» wird zum
Beispiel der Bezug zwischen Schülern, heilpädagogischer Schulen und
Kantischülern anhand eines Fussballturniers gefördert. Natürlich gibt es
auch viele künstlerische Projekte. Eines davon ist das «Musik-PoL», das
von Violeta Roggenbauch Garcia ausgeschrieben wurde.
Das Mitspracherecht
Schulkosten sind in
Bülach im Vergleich zu
anderen Gemeinden tief
SVP-Gemeinderat René Anthon wollte
mittels einer Interpellation vom Bülacher Stadtrat erfahren, ob es im Bereich Schule Sparmöglichkeiten gibt.
In seiner Antwort stellt der Stadtrat zuerst einen Vergleich auf: Die
Stadt Bülach wägt nämlich in der Finanzplanung die Kosten für Kindergarten, Primarschule und Sekundarschule mit anderen Gemeinden im
Kanton Zürich ab. Beim Vergleich mit
allen Gemeinden im Kanton liegt Bülach markant unter dem Schnitt. Das
heisst, die Schulkosten pro Einwohner sind in Bülach tief.
Der grösste Teil der Schulkosten
falle in Form von Personalkosten an,
heisst es in der Antwort auf die Interpellation. Der Kanton mache diesbezüglich weitreichende Vorgaben, was
den Handlungsspielraum der Gemeinden und damit das Spartpotenzial
einschränkt. Sparpotenzial sieht der
Stadtrat hingegen bei der Informatik
(Bildung).
Abgesehen von den bereits beschlossenen Leistungskürzungen, gebe es im Bereich der Bildung im Moment kein weiteres Sparpotenzial. Die
Leistungen würden jedes Jahr überprüft, verspricht der Stadtrat. (fzw.)
IN KÜRZE
Skaterpark zu
Niederhasli: Wegen der Sanierung der Mehrzweckhalle Seehalde muss der Skaterpark verlegt
werden. Die Anlage ist deshalb
ab Juli bis zum Ende der Bauarbeiten geschlossen.
Dorfbach offen
Lufingen: Im Zusammenhang
mit dem Neubau eines Mehrfamilienhauses an der Huswisenstrasse wird der Dorfbach auf einer
Länge von rund 55 Metern wieder offengelegt und naturnah gestaltet.
5
«Ich liebe die Musik und war begeistert von der Idee, drei Schulstunden
pro Woche in ein musikalisches Projekt zu investieren», verrät sie ihren
Antrieb. Dass die Teilnehmenden
schliesslich Covers bekannter Nummern einstudieren und diese an einem Konzert aufführen werden, war
zu Beginn noch nicht klar. «Ich habe
die Ausschreibung so formuliert,
dass die anderen Schüler ein Mitspracherecht haben», erklärt sie. So
hätte es sein können, dass die Ju-
Wünschen sich viel Publikum: Bülacher Kantischüler während der Hauptprobe.
gendlichen eigene Lieder schreiben
oder auf der Strasse musizieren. Die
Idee eines Auftritts in der Aula sei
aber so verlockend gewesen. «Es ist
sehr motivierend, ein Ziel vor Augen
zu haben», erklärt die Schülerin.
Wie jedes PoL-Projekt wird auch
das «Musik-PoL» von einer Lehrperson betreut. In diesem Fall ist dies
der Gitarrenlehrer Raffael Meyer, der
bereits zum dritten Mal in der Rolle
des PoL-Coachs steckt. «Es ist sehr
faszinierend zu sehen, wie begeistert
die Jugendlichen mitarbeiten», stellt
er fest und freut sich vor allem über
die grosse Eigendynamik, die das
Projekt angenommen hat. Von anderen Coachs weiss er, dass deren
Schüler zum Teil unmotiviert seien,
was er von seinen Schülern nicht behaupten könne. Wahrscheinlich sei es
deshalb, weil musikalische Projekte
eine gewisse Begeisterung auslösen
und alle den Anspruch haben, am 24.
Juni einen soliden Auftritt an den Tag
zu legen.
Unterschiedliche Formationen
Wer am 24. Juni ab 19.30 Uhr in der
Aula der Kantonsschule Bülach vor
Ort ist, wird Zeuge werden von Performances verschiedenster Lieder.
Von Guns’n’Roses über Eminem zu
Birdy oder The Script werden Stücke
aus diversen Stilrichtungen aufgeführt. Die 15 Schüler teilen sich dabei
Zank um 150 000 Franken
im Bülacher Gemeinderat
Der Gemeinderat entscheidet am Montag über einen
Nachtragskredit von
150 000 Franken. Im
Dezember hatte der
Gemeinderat das Geld aus
dem Budget gestrichen.
Daniel Jaggi
150 000 Franken. So viel wollte der
Gemeinderat bei der letztjährigen
Budgetdebatte auf einen Schlag sparen. Er tat es denn auch und strich
das Geld, knapp allerdings, mit 13:12
Stimmen. Nun gelangt der Stadtrat
mit einem Nachtragskredit in gleicher
Höhe ans Parlament. Er verlangt darin, die Summe doch noch zu bewilligen – wenigstens für dieses Jahr.
Kürzung hätte Konsequenzen
Um was es geht: Mit der Auslagerung
der Rössligasse und der Privatisierung der städtischen Kinderkrippe erachtete ein Teil der Parlamentarier
den Personaldienst der Stadt mit 300
Stellenprozenten als überdotiert. Es
sollten deshalb 150 000 Franken aus
dem Globalbudget gestrichen werden.
Wie umstritten das Geschäft war, widerspiegelt einerseits die lange Debatte im Rat, aber auch der Rückkommensantrag, der die Streichung von
lediglich 50 000 Franken verlangte.
Er wurde mit 14:13 Stimmen verworfen. Trotzdem kam es bislang nicht zu
den damit verbundenen Entlassungen
von zwei Mitarbeitern. Der Stadtrat
gelangte im März mit einem Nachtragskredit ans Parlament und betonte darin, dass die Budgetkürzung
weitreichende Konsequenzen hätte:
Abbau von Dienstleistungen, Mehrbelastung der Abteilung, Beschränkung
auf das Nötigste, Auslagerung von
Kernthemen oder Kernprozessen an
externe Partner, was mit Mehrkosten
verbunden wäre, oder Unzufriedenheit im Team. Verbunden mit dem
stadträtlichen Antrag verspricht die
Exekutive nun, den neuen Gegebenheiten Rechnung zu tragen und auf
2017 eine 50-Prozent-Stelle zu streichen. Betroffen wäre eine Frau, die
über das städtische Integrationsprojekt Reissverschluss eine neue Perspektive gefunden hat.
Verschiedenlautende Anträge
Wie das Parlament entscheiden wird,
ist ungewiss. Die zuständige Fachkommission befürwortet grossmehrheitlich den stadträtlichen Antrag. Die
Rechnungsprüfungskommission (RPK)
wird auf Rückweisung plädieren. Die
Rückweisung wird nach Angaben von
RPK-Präsident Alfred Schmid mit
dem Auftrag verbunden sein, keinen
neuen Antrag mehr zu stellen.
Schmid: «Der Stadtrat verfügt über
genügend Finanzkompetenzen, dieses
Problem selber zu lösen. Hätte der
Gemeinderat die jetzt vorliegenden
umfassenden Informationen an der
Budgetdebatte im Dezember gehabt,
wäre wahrscheinlich ‹der ganze Wirbel› gar nicht entstanden.» Will heissen: Der Stadtrat hätte die Summe
auch in eigener Kompetenz sprechen
können. Diese Interpretation teilt
Stadtpräsident Mark Eberli nicht. Er
betont: «Mit dem Nachtragskredit
sind wir sauber und transparent vorgegangen.»
GLP stellt Kürzungsantrag
Im Raum steht aber auch ein Kürzungsantrag der Grünliberalen. Sie
wollen den Nachtragskredit um die
Hälfte auf 75 000 Franken reduzieren. In einer Verlautbarung zeigen sie
sich erstaunt darüber, dass der Stadtrat einen Nachtragskredit von «sage
und schreibe» 150 000 Franken beantragt. «Wir hätten vom Stadtrat erwartet, dass er, wenn er schon einen
Nachtragskredit beantragt, selber eine Kürzung vornimmt und nicht einfach den vollen Betrag wieder einfordert.» Der Antrag hinterlasse, insbesondere nach der Budgetdebatte im
Dezember, nun den Eindruck mangelnder Sensibilität und einer gewissen Hochnäsigkeit gegenüber diesem
Geschäft, schreibt die GLP weiter.
Wie auch immer: Stadtpräsident
Mark Eberli betont, dass Antrag und
Weisung explizit und transparent erklären, weshalb diese Ressourcen im
2016 notwendig sind und dieses Jahr
eine Kürzung keinen Sinn macht. Er
hofft, dass der Nachtragskredit eine
Mehrheit findet und das Thema abgeschlossen werden kann.
Die Gemeinderatssitzung ist öffentlich. Sie
findet am Montag, 27. Juni, 18 Uhr, im reformierten Kirchgemeindehaus statt.
Foto: Fabian Moor
ihre Arbeit gut auf, weshalb unterschiedliche Bandformationen zum
Einsatz kommen werden. Die Stimmung an der Hauptprobe ist sehr
entspannt. Das hat seinen Grund:
Routiniert wird das Repertoire abgespult, und nur an kleinen Feinheiten
und Details muss noch geschliffen
werden. Violeta Roggenbauch Garcia
gibt sich zufrieden mit dem Ausgang
ihres Projekts. Lächelnd sagt sie:
«Wenn wir für unseren Auftritt nun
noch ein grosses Publikum mobilisieren können, ist alles perfekt.»
Auftritt der Musik-PoL-Band Kaotikus Népi am 24. Juni in der Aula der Kantonsschule Bülach. Türöffnung: 19.30 Uhr.
Eintritt frei, Kollekte.
Rümlang: Dorma+Kaba
baut Stellen in
Deutschland ab
Die Rümlanger Unternehmungsgruppe Dorma+Kaba hat am Freitag den
Zukunftsplan Deutschland bekannt
gegeben. Neben Modernisierungen
der deutschen Werke Ennepetal und
Ocholt führen Verbesserungen der
Kostenstruktur, Straffung der Organisation und Nutzung von Synergien zu
einem Abbau von rund 440 Stellen in
Deutschland und zur Verlagerung
von Standorten. Der Standort Ennepetal als Kompetenzzentrum für mechanische und elektronische Türtechnik soll ausgebaut und weiterentwickelt und die Produktion für mobile
Trennwandsysteme
im
Standort
Ocholt automatisiert werden. Für das
defizitäre Sanitärgeschäft am Standort Rietberg werden derzeit ein Sanierungskonzept verhandelt und eine
Schliessung geprüft.
Neue Stellen in China schaffen
Im Gegensatz zu Deutschland werden
in China und Singapur 160 neue Stellen geschaffen. Der Zukunftsplan
Deutschland soll die Wettbewerbsfähigkeit des Rümlanger Unternehmens stärken. Bereits angekündigt
wurden Zielsetzungen, im Geschäftsjahr 2018/2019 eine Ebitda-Marge
von 18 Prozent sowie ein organisches
Umsatzwachstum von mindestens
zwei Prozentpunkten über dem Weltwirtschaftswachstum zu erreichen.
Bis 2018 sollen die Massnahmen
möglichst sozialverträglich umgesetzt
worden sein. Das im Sicherheitsdienst tätige Unternehmen war im
September 2015 aus einer Fusion der
Rümlanger Kaba und der deutschen
Dorma entstanden. (pd.)
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Wochenspiegel
Nr. 25
22. Juni 2016
Wochenspiegel
AKTUELL
Unterländer
Samaritervereine unter
erheblichem Druck
Nr. 25
22. Juni 2016
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Nach 120 Jahren: Die Zukunft
des Fischsonntags in Höri ist ungewiss
Fortsetzung von Seite 1
heute die Ausbildungsstufe 3, bislang
war Stufe 2 notwendig. Dazu muss
man wissen: Samariterlehrer sind für
die Vereine quasi das Herzstück. Ohne sie können keine Übungen für die
Mitglieder durchgeführt werden.
Kursleiter andererseits sind wichtig,
weil mit den Einnahmen durch Nothelfer-, Eltern- oder andere Kurse
das finanzielle Überleben des Vereins
gesichert wird. Heute müssen Kursleiter eine bestimmte Anzahl Kursstunden pro Jahr erteilen, damit sie
weiterhin tätig sein dürfen. Doch das
ist inzwischen ein Problem. Denn
Nothelferkurse für Neulenker bieten
beispielsweise auch Fahrlehrer an,
weshalb Kurse der Samariter mangels Teilnehmer abgesagt werden
müssen und die Kursleiter Schwierigkeiten erhalten, auf ihre Kursstunden
zu kommen. Gorza: «Aus diesem
Grund empfehlen wir den Vereinen,
ihre Kurse untereinander zu koordinieren, damit sie sich nicht gegenseitig konkurrenzieren.»
Festgelegte Standards nötig
Die Frage, ob die Tätigkeit in einem
Samariterverein schon Beruf oder
noch Hobby ist, wie sie an einer internationalen Konferenz in Regensdorf gestellt wurde, ist nicht unberechtigt. Die Professionalisierung und
Spezialisierung hat auch viel mit der
gesellschaftlichen Entwicklung zu
tun. Erfolgte früher die Abmachung
zum Postendienst an einem Grümpelturnier noch mündlich, so ist der Sanitätsdienst heute zu einem festen
Vertragsgegenstand geworden. «Heute werden festgelegte Standards erwartet, die sich teils an den kantonalen Vorgaben oder jenen des Interverbands für Rettungswesen orientieren», betont Gorza.
Veranstalter, vor allem von kommerziellen Anlässen, verlangen von
den Samaritern mehr und mehr Mindestanforderungen, um in einem Ereignisfall abgesichert zu sein. Der Samariterbund verfügt seit Jahrzehnten
über ein Sanitätsdienstreglement mit
Vorgaben für die Aus- und Weiterbildung der sanitätsdienstleistenden Samariter sowie für den Betrieb des Sanitätspostens. «Dies ist zentral, denn
im Ernstfall kann es um Menschenleben gehen», sagt Gorza.
Keine Ausweitung erfolgt
Obwohl die Anforderungen an das
Kader der Samaritervereine steigt,
dementiert die Zentralsekretärin, die
Lehrgänge ausgeweitet zu haben.
«Während Kursleiter für Nothelferkurse früher gesamthaft 180 Stunden
Ausbildung benötigten, sind es heute
noch 112 Stunden.»
Um die zunehmend schwierige
Personalsituation in den Vereinen zu
lösen, plädiert Gorza zur vermehrten
Zusammenarbeit benachbarter Vereine. Kloten will dies beispielsweise
mit Opfikon anstreben. In Bachenbülach, wo keine Nachfolge für die Samariterlehrerin gefunden werden
konnte, wurde eine Zusammenlegung
mit Bülach zwar besprochen, von
den Mitgliedern aber abgelehnt.
Dennoch gibt es offenbar ein Rezept, dem Mitgliederschwund entgegenzuwirken. Es heisst Jugendförderung. Der Samariterverein Bülach
beispielsweise spricht bereits Siebenjährige an. Die vor drei Jahren begonnene Arbeit zeigt Erfolg: Kursleiterin Nicole Niederhauser: «Heute
zählen die beiden Kindergruppen Samariter-Kids, die eine Brücke zwischen den Globi-Kinder-Nothilfekursen und der Help-Samariterjugend
bilden, 31 Kinder.»
Peter Hiltebrand werden derzeit
mehrere Möglichkeiten diskutiert.
Dabei sei ein Verzicht auf den traditionellen Anlass nur eine Option. Klar
ist für den Vereinspräsidenten: «Es
müssen Veränderungen vorgenommen werden.» So sei ungewiss, wie
lange die Scheune noch benützt werden könne, und zudem sinke die Besucherzahl von Jahr zu Jahr kontinuierlich. Der Turnvorstand ist aber
nicht abgeneigt, weiterhin ein Fest zu
organisieren. «Vielleicht ist es künftig
ein Waldfest und kein Fischsonntag
mehr», sagt Hiltebrand weiter.
Entschieden ist inzwischen, dass
es im kommenden Jahr keinen Fischsonntag geben wird. Dies, weil kurz
zuvor das Dorffest stattfindet.
Überalterung, Personalmangel und ein immer geringeres Interesse sind der
Grund, weshalb die Zukunft
des Fischsonntags in Höri
fraglich ist. Sicher ist schon
heute: Nächstes Jahr wird
der traditionelle Anlass
nicht stattfinden.
Daniel Jaggi
Er ist fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Höri: der Fischsonntag,
ein inzwischen an zwei Tagen stattfindendes Fest, dessen Name viel
über die Vergangenheit Höris verrät.
Populär und in der Bevölkerung weit
verbreitet ist die Version, der Fischsonntag hätte etwas mit den Überschwemmungen der Glatt zu tun, die
vor der 1830 abgeschlossenen Flusskorrektion regelmässig auftraten. Zog
sich nämlich nach Regenperioden
das Wasser wieder zurück, hätten die
Höremer die auf den Feldern liegen
gebliebenen Fische eingesammelt
und wenig später in einem gemeinsamen Schmaus verspeist.
Fischereirecht als Ursprung
Diese Version tönt zwar schön, trifft
aber nach Ansicht des bekannten
Schweizer Gemeindechronisten und
Historikers Hans Kläui nicht zu, denn
auch der zur Gemeinde Winkel gehörende Ortsteil Seeb kannte bis zur
Trockenlegung des dortigen «Sees»
einen Fischsonntag. Es sei daher
wahrscheinlicher, dass der Fischsonntag in Höri mit dem grossen
Der Fischsonntag
Weniger Besucher, kaum Personal: Fischsonntag in Höri.
Ried in Zusammenhang stehe,
schreibt er in der 1992 erschienenen
Chronik «Aus der Geschichte der Gemeinde Höri». Kläui hat im Gemeindearchiv denn auch ein Dokument
gefunden, nach dem der Kanton Zürich im Jahr 1890 der Gemeinde Höri
ausdrücklich das Fischereirecht im
Saumgraben und im Neeracher Seeli
bestätigte. Auch in den Riedwiesen
hätten die Einwohner ein solches
Recht besessen.
Beschluss letztes Jahr gefällt
Unbestritten bleibt aber: Der Fischsonntag in Höri ist seit über 100 Jahren eng mit der Geschichte und den
Einwohnern verwoben. Trotz der historischen Bedeutung droht der Veranstaltung, die jährlich alternierend
Foto: zvg.
vom Jodeldoppelquartett und vom
Turnverein organisiert wird, das Ende. Den Anstoss dazu gab das Jodeldoppelquartett, dessen zwölf Mitglieder im fortgeschrittenen Alter den
aufwendigen Anlass nicht mehr
stemmen wollen. «Ich bin mit meinen 51 Jahren der weitaus jüngste
im Verein», sagt Präsident Bernhard
Schaffter und fährt fort: «Es macht
keinen Sinn, mit rund 80 Prozent externen Helfern den Anlass zu bestreiten.» Den Beschluss hatten die Jodler
bereits an der letztjährigen Generalversammlung gefasst.
Mehrere Varianten möglich
Damit liegt die Verantwortung fortan
in den Händen der Höremer Turner.
Nach Angaben von Vereinspräsident
Der diesjährige Fischsonntag in
Höri findet am Wochenende vom
9 und 10. Juli statt. Das Fest beginnt am Samstag um 18 Uhr. Neben einer grossen Festwirtschaft,
in der unter anderem Fischknusperli angeboten werden, gibt es
Spielstände, und Dani Sägesser
(Akkordeon) spielt zum Tanz auf.
Start am Sonntag ist um 10.30
Uhr. Zwischen 11 und 12 Uhr findet der ökumenische Gottesdienst
statt, der vom Jodeldoppelquartett musikalisch begleitet wird.
Anschliessend folgt ein Konzert
mit der Dorfmusik Höri.
Der Festplatz befindet sich bei
der Scheune gegenüber dem Restaurant Au. Details sind auf der
Homepage
des
Turnvereins,
www.stv-hoeri.ch, zu finden. (dj.)
Lüscher gewinnt Sprint in Steinmaur
Am Sonntag standen beim
Nationalen Rundstreckenrennen in Steinmaur
zahlreiche Fahrer am Start.
Obwohl es zeitweise in
Strömen regnete, preschten
sie dennoch unbeirrt los.
Mit mit 48 Fahrern bildete die Kategorie Junioren, Amateure und Master
das grösste Starterfeld. Zum Glück
trockneten die Strassen ab, und so
kam es während des Rennens zu keinen Stürzen. Die wegen des nasskalten Wetters nicht sehr zahlreich aufmarschierten Zuschauer sahen einen
packenden Sprint, den Damian Lüscher (1997) vor dem Jüngsten im
Feld, Mauro Schmid vom VC Steinmaur, gewann. Gern hätte der vor
dem Heimpublikum gewonnen, er
kann aber seine Stärke am nächsten
Wochenende an den Schweizer Meisterschaften in Martigny zeigen. Leon
Russenberger beendete das Rennen
als Dritter.
Neunmal mussten die 24 U17Fahrer die schwierige Strecke über
die Egg bezwingen, und nach 58 Kilometern kam Jan Sommer vor seinem Vereinskameraden Nicolo de Lisi als Sieger ins Ziel. Auch auf dem
Podest stand Robin Ender; Oliver Weber vom VC Steinmaur beendete das
Rennen als Zehnter mit 14 Sekunden
Rückstand.
Wenig später machten sich die 30
Damen zum Start bereit, unter ihnen
ein Team vom Centre Mondial aus
Aigle, das einige Zeit in der Schweiz
verbringt, um hier Rennen zu fahren.
Nach einer Stunde und 41 Minuten
schlug Marcia Eicher (geb. 1970) Nicole Hanselmann hauchdünn im
Sprint. Den Fahrerinnen aus Äthiopien und Nigeria machte das nasskalte
Wetter nichts aus, sie kämpften bravourös.
Nach dem Mittagessen waren die
Schüler und Schülerinnen auf der
Strecke. Sie hatten schon den Geschicklichkeitsparcours
absolviert,
der mit dem Rennen zusammen das
Klassement ergibt. Die zwei gelben
und pinkfarbenen Trikots der Führenden im Schülercup leuchteten aus
allen Fahrern heraus und wurden erfolgreich verteidigt. Die Jungen und
Mädchen des einheimischen Vereins
schlugen sich mit Bravour. Das beste
Mädchen in der Kategorie U15 war
Noemi Rüegg vom VC Steinmaur.
Das Schlafzimmer im 3. Stock ist
komplett ausgebrannt.
Foto: dj.
Einige Lücken im Elitefeld
Als das Wetter wieder Kapriolen
machte, bestritt mit der Elite die letzte Kategorie ihr Rennen. Leider fehlten wegen Starts im Ausland einige
gute Fahrer. So rechnete sich Lukas
Müller eine gute Platzierung aus, und
nach einem grossartigen Kampf erreichte er nach über 100 Kilometern
den guten sechsten Rang. Gewonnen
wurde das Rennen vom Deutschen
Jonas Tenbruck vor Lorenzo Delco
und Manuel Bosch. (pd.)
Amateur Damian Lüscher (Mitte) gewann vor den beiden Junioren Mauro Schmid, Steinmaur (links), und Leonhard Russenberger, Merishausen, das Rennen der Junioren und Amateure.
Foto: August Widmer
Bewohnerin in
Bachenbülach verletzt
Kurz nach 5 Uhr ging bei der Einsatzzentrale die Meldung ein, dass es
in einem Mehrfamilienhaus zu einer
starken Rauchentwicklung gekommen sei. Die sofort ausgerückten Einsatzkräfte konnten das Feuer, das im
Schlafzimmer einer Wohnung im 3.
Obergeschoss ausgebrochen war,
rasch löschen. Die Wohnungsmieterin musste mit Verdacht auf eine
Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht werden, wie die Kantonspolizei mitteilt.
Ein Teil der Bewohner des Mehrfamilienhauses konnte das Haus
selbstständig verlassen. Die Feuerwehr Bachenbülach-Winkel evakuierten weitere fünf Personen. Alle Bewohner konnten später wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Der
Schaden dürfte nach ersten Schätzungen gegen hunderttausend Franken betragen. Die Brandursache ist
zurzeit noch unbekannt und wird von
Spezialisten des Brandermittlungsdiensts der Kantonspolizei Zürich abgeklärt. (pd./dj.)
8
Wochenspiegel
Nr. 25
BÜLACHER KULTUR
22. Juni 2016
«Ein Projekt für Musikfans»
VERANSTALTUNGSKALENDER
AUSSTELLUNG
Freitag, 24. Juni, 9.30 Uhr
Bilder von Claudia Zürcher
Galerieraum, Petras Ideen Boutique
KLASSIK
Samstag, 25. Juni, 19.30 Uhr
Kompositionen von Brahms und Mendelssohn
Katholische Kirche
In dieser Konzerthalle in Trancoso tritt der Konzertchor Zürcher Unterland auf.
Der Konzertchor Zürcher Unterland
reist im Frühjahr 2018 nach Brasilien und tritt an einem Musikfestival
auf. Hauptinitiant ist Daniel Peier,
der das Projekt erklärt.
Daniel Peier, wie kam es zu dieser Einladung?
Ich kenne die Hauptinitiatoren seit vielen Jahren, und eines Tages kam die Idee auf, ein Gemeinschaftsprojekt anlässlich des 7. Musikfestivals «MET – Musica em Trancoso», das vom 3.
bis 18. März 2018 stattfindet, zu lancieren.
Trancoso ist ein kleines Dorf in der Nähe von
Porto Seguro im Bundesstaat Bahia.
Wie viele Mitglieder des Konzertchors Zürcher Unterland machen mit?
Wir rechnen mit einem Chor mit 50 Sängerinnen und Sängern. Die erste interne Resonanz
war sehr positiv, es haben sich rund 30 Personen gemeldet. Vom Chorensemble der Hohen
Promenade, mit dem wir unser diesjähriges
Konzertprogramm bestreiten und das unser Dirigent Donat Maron leitet, sind gegen 20 Personen daran interessiert. Zudem haben sich auch
Personen aus der Region direkt gemeldet.
Das tönt gut. Wenn Sie trotzdem noch Verstärkung
brauchen, woher kommt die?
Dieses Projekt ist etwas Einmaliges und steht
allen Musikfans, idealerweise mit Chorerfahrung, offen. Wir stellen uns vor, dass im Anschluss an das Festival oder vorher die Reise
individuell ausgebaut werden kann. Bis anhin
wurden Chöre aus der Region direkt angeschrieben und wir haben vereinzelt auch schon
Foto: zvg.
ein positives Feedback erfahren. Interessierte
Sängerinnen und Sänger sind willkommen, wir
nehmen sie auf unsere provisorische Liste.
Was wird der «Brasilien-Chor» aufführen?
Der Konzertchor Zürcher Unterland wird mit
einem lokalen Jugendsinfonieorchester einen
Abend gestalten. Was würde sich dafür besser
eignen als Giacomo Puccinis «Messa di Gloria»? Vorstellbar wäre auch, diesen oder jenen
Opernchor zusätzlich einzustudieren. Je mehr
Sängerinnen und Sänger, gleichmässig verteilt
über die Register, desto eindrücklicher wird das
musikalische Erlebnis. Ergänzt werden könnte
das Programm durch Orchesterwerke von Giacomo Puccini. Das ist zurzeit aber noch offen.
Wichtig ist: Die Musik muss einschlagen!
Wie sieht die weitere Vorbereitung aus?
Wir haben folgenden Zeitplan entwickelt: Per
Ende September melden sich die Interessierten,
inklusive allfälliger Begleitpersonen, definitiv
an. Dieser zeitlich relativ lange Vorlauf ist nötig, damit wir die Verhandlungen mit Partnern
wie Hotels, Fluggesellschaften usw. vorantreiben können. Den Start für die Proben haben
wir für Ende September 2017 geplant.
Der Konzertchor Zürcher Unterland tritt jedes Jahr
mit einem ambitiösen Programm auf. Ist das nicht
ein zu reichhaltiges Fuder?
Wir sehen das nicht so. Die reguläre Probenarbeit für den Konzertzyklus 2018, die Proben
dafür finden nach wie vor in der Aula der Kantonsschule Zürcher Unterland in Bülach statt,
wird durch das Brasilien-Projekt nicht berührt.
Interview: Friedel K. Husemann
Zum achten Mal Thai Food & Culture Festival
Vom 19. bis 21. August findet in Bülach, für die Schweizer Thai Community
die wichtigste Stadt,
das Thai Food & Culture Festival statt.
Rund 40 Marktstände im Stadthallenareal bieten den Besuchern authentisch thailändische Gerichte an
und demonstrieren, dass die ThaiKüche nicht nur aus gelben oder roten Currys besteht. Im Gegenteil:
Meeresfrüchte, Fischgerichte, Papa-
ya-Salate, Früchte, Fleischkreationen, vegetarische Speisen und raffinierte Desserts zeigen die Vielfalt
auf. Wie in Thailand üblich, wird
auch am Festival den ganzen Tag
über unaufhörlich gekocht, gegessen und getrunken, zum Beispiel
das bekannte Singha Beer, das auch
der Durstlöscher am Festival ist.
Ein thailändischer Markt bietet aber
auch sonst noch viel: Souvenirstände, geschmückt mit Kleidern, Hüten
und Schmuck, Massagestände locken die Besucher auf eine kurze
Entspannungstour, das Kunsthandwerk und weitere authentische Angebote gehören dazu. Durchgehend
läuft an allen drei Tagen das traditionelle Rahmenprogramm, thailändische Künstler präsentieren ihr
Können auf ihren Musikinstrumenten und mit folkloristischen Tänzen. Zu sehen sind auch die
Schwertkampfkunst,
Thaiboxing
und Tanzshows und am Sonntag eine buddhistische Zeremonie. Das
ganze Festival ist mit seiner Vielfalt
und Atmosphäre ein Anlass, der
grossen und kleinen Besuchern in
bester Erinnerung bleiben wird. Also notieren: 8. Thai Food & Culture
Festival, Freitag, 19. August, bis
Sonntag, 21. August, Stadthallenareal. (hu./pd.)
DAUERAUSSTELLUNG
Sonntag, 26. Juni und 3. Juli, 10 bis 12 Uhr
Wasser in Bülach
Ortsmuseum, www.museum-buelach.ch
ZIRKUS
Dienstag, 28. Juni, 20 Uhr
Mittwoch, 29. Juni, 15 Uhr
Circus Nock
Schwimmbadwiese, www.nock.ch
JAZZ
Freitag, 1. Juli, 18 Uhr
Jazzsoiree mit Tessiner Flair
Tisch und Wohnkultur, www.tisch-wohnkultur.ch
KONZERT
Sonntag, 3. Juli, 18 Uhr
Die Sängerin Viktorija mit Quartett
Schüür Bülach, [email protected]
GESANG
Dienstag, 5. Juli, 18 Uhr
Eine Welt Chor Bülach
Pfarrhauskeller, [email protected]
LITERATUR
Dienstag, 5. Juli, 19 Uhr
Büchervorstellung im Garten
Stadtbibliothek, www.bibliothek-buelach.ch
SALON-KONZERT
Morgen Donnerstag um 20 Uhr
treten in der Bülacher Altstadt
(Marktgasse 19) der international
bekannte Akkordeonist Goran Kovacevic und die Sängerin Amanda
Manda Seiler in einem Salon-Konzert auf. Was die beiden Virtuosen bieten, wird jeweils vorher
bekannt gegeben. Das Salon-Konzert beginnt um 20 Uhr (Eintritt
35 Franken), die Besucher sind
nach dem Konzert zu einem Apéro eingeladen. Reservationen:
Amanda Manda Seiler, Marktgasse
19, Telefon 079 349 96 36,
[email protected].
QUARTETT-KONZERT
Musik der Romantik ist an einem
Konzert in der katholischen Kirche zu hören. Am Samstag, 25.
Juni, treten vier Musiker auf, die
sich seit langem kennen und musikalisch ausgezeichnet aufeinander eingehen können. Es sind dies
Yuka Tsuboi (Violine), Julien Kilchenmann (Cello), Yuki Yokoyama
Cassimatis und Zenon Cassimatis
(beide Piano). Die vier Musiker
bieten Kompositionen von Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy. Begonnen wird
mit Brahms-Werken: die Sonate
für Violine und Klavier in A-Dur,
gefolgt von «Drei Intermezzi» für
Klavier solo. Am Piano spielt im
ersten Konzertteil Yuki Yokoyama
Cassimatis. Im zweiten Konzertteil übernimmt Zenon Cassimatis
das Piano und beginnt mit den
«Variations sérieuses» für Klavier
solo von Felix Mendelssohn. Vom
gleichen Komponisten ist auch
das Trio für Violine, Cello und Klavier in d-Moll, das am Schluss
dieses Konzerts gespielt wird. Zenon Cassimatis gibt zu jeder
Komposition ein paar Erklärungen
ab. Der Eintritt ist frei, Kollekte.
SCHÜÜR-KONZERT
Ein musikalisches Highlight findet
am Sonntag, 3. Juli, in der Schüür
Brunngasse statt. Die Sängerin
Viktorija Gecyté tritt mit einem
«International Quartet» auf: Gene
Perla (Kontrabass, USA), Antti Kujanpää (Piano, Finnland), Christian Windfeld (Drums, Dänemark)
und Tobias Meier (Saxofon, CH)
sind die Musiker, die Viktoria
Gecyté begleiten. Das Konzert
(Tickets 49 Franken) beginnt um
18 Uhr, Türöffnung ist um 17 Uhr.
Es gibt Snacks und Drinks von der
Bar. Da das Platzangebot beschränkt ist, empfiehlt es sich,
den Vorverkauf zu benutzen:
[email protected].
Offene Türen Haumüli – Brottag
Samstag, 2. Juli 2016, 13.30–16.30 Uhr
Verkauf von Holzofenbrot und
Vollkorn-Dinkelmehl
Kleine Festwirtschaft im Mahlraum 1
Kinder backen ein Zopfteigtierli!
www.haumuehle.ch
Wochenspiegel
H I N TE R G R U N D
Nr. 25
22. Juni 2016
Im unteren Keller der Burg Maur hat sich die Gilde Gutenberg eingenistet. Zwischen Maschinen und Setzkästen stehen Walter Hauri, Obmann Edi Fueter und Bruno Sidler.
9
Fotos: Jakob Metzler
Ist der Buchdruck vom Aussterben bedroht?
Die Gilde Gutenberg hat
sich zum Ziel gesetzt, den
Buchdruck zu erhalten.
In ihrer Werkstatt in der
Burg Maur pflegen sie das
Druck-Handwerk und lassen
jeden ersten Samstag im
Monat Neugierige hinein.
Jakob Metzler
Das Dokument am Computer abspeichern, an den hauseigenen Laseroder Tintendrucker senden und dort
ausdrucken lassen: Das Drucken geht
heutzutage sehr einfach von der
Hand. Vielen kommt dieser sogenannte «Digitaldruck» so selbstverständlich vor, dass sie sich gar nicht
mehr vorstellen können, dass es solche Drucker erst über 30 Jahren auf
dem Markt zu kaufen gibt.
«Kenntnisse weitergeben»
Erstaunlicherweise hat sich die ursprüngliche Form des Druckverfahrens, der Buchdruck, so wie ihn Johannes Gutenberg 1440 für Europa
entwickelt hat, ca. 450 Jahre in seinen Grundeigenschaften erhalten.
Erst um 1900 gab es erste Setzmaschinen, die die Arbeitsleistung eines
Setzers, der mit der Hand arbeitete,
um ein Vielfaches übertrafen. Da sich
der Druck von da an rasant weiterentwickelt hat, bis man sogar dank
ANZEIGEN
Glossar
Mehrere Begriffe im Text mögen
dem Leser unbekannt vorkommen. Deshalb sind hier Erklärungen zu finden:
• Digitaldruck: Verfahren, bei
dem die Druckvorlage nur digital
vorhanden ist.
• Druckvorlage: Vorlage (zum
Beispiel Buchseite), die gedruckt
werden soll.
• Setzer: Vor dem Druck müssen
erst die Lettern (Buchstaben) in
die Vorlage gesetzt werden.
• Desktop-Publishing:
Mittels
Schreibprogrammen können seit
rund 30 Jahren Druckvorlagen
digital auf Computern erstellt
werden.
• Hochdruckverfahren: Die zu
druckenden Stellen der Druckvorlage sind erhöht, werden eingefärbt und mittels Druck auf das
Papier übertragen. (mej.)
dem Desktop-Publishing die Druckvorlagen auf Computern erstellen und
digital abspeichern konnte, scheint
der Buchdruck in Vergessenheit zu
geraten. Das befürchtet zumindest die
Gilde Gutenberg. Sie hat sich zum Ziel
gesetzt, die Kenntnisse der schwarzen
Kunst zu erhalten und weiter zu geben, so formuliert es Eduard R. Fueter, Obmann der Gilde. Der Verein hat
sich 1995 um den Initiator Robert
Einer der vielen Setzkästen.
Grosse Druckerpressen wurden ab dem 19. Jahrhundert entwickelt.
Wyss gegründet. Das Ziel war von Anfang an, eine eigene Werkstatt zu besitzen, wo man den Buchdruck vom
Setzen bis zum Drucken in traditioneller Art und Weise ausführen könnte. 2004 bekam die Gilde Gutenberg
schliesslich im unteren Keller der
Burg Maur Gastrecht. Über die Jahre
konnten verschiedenste Maschinen
von Druckereien, die schliessen oder
umrüsten mussten, in den Keller ge-
bracht werden. Neben einfacher
Hand- oder Abziehpresse findet man
auch eine gewaltige Druckerpresse
und die unzähligen Setzkästen mit
verschiedenen Schriften.
Jeden ersten Samstag des Monats
steht die Tür zur Werkstatt offen: Die
Gilde Gutenberg führt Interessierten
das Hochdruckverfahren vor. Nach
Anmeldung werden auch anderntags
Führungen durch die Werkstatt ange-
Einfachster Drucker: Handpresse.
boten. Dazu hatte sich die Gilde der
Burg Maur verpflichtet. Die Werkstatt
fungiert aber nicht nur als Museum:
Unter anderem wird hier das «Neujahrsblatt» der «Gesellschaft zu Fraumünster» gedruckt sowie ein Verzeichnis mit Druckwerkstätten in der
Schweiz.
Weitere Infos auf www.gilde-gutenberg.ch
und www.gildegutenberg.blogspot.ch.
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Wochenspiegel
Nr. 25
22. Juni 2016
MARKTPLATZ
Wochenspiegel
AU TO M O B I L
Nr. 25
22. Juni 2016
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Dieser Käfer liebt keinen Sand, keine Dünen
Der Beetle Dune zitiert
optisch die Strand-Buggies
der 60er- und 70er-Jahre.
Ausgestattet ist der Lifestyle-Flitzer allerdings
topmodern.
mit sechs Gängen. Den Einstieg
macht ein 1,4-Liter-Turbobenziner
mit 150 PS, der zwar keinerlei sportliche Ambitionen weckt, aber für das
lässige Promenieren locker ausreicht.
Die satt klingende, durchzugsstarke
Topmotorisierung, ein 2-Liter mit
220 PS, dürfte in der Schweiz eher
gefragt sein, während der 2-LiterDiesel mit 150 PS nur eine Nebenrolle spielen wird.
Dave Schneider
Der Sand spritzt hoch, aufgewirbelt
von den durchdrehenden Rädern.
Das Heck pendelt munter hin und
her, der Fahrtwind pfeift um die Ohren, und während wir grinsend am
Lenkrad wirbeln, singen wir mit den
Beach Boys aus der Konserve
«Surfin’ USA».
So ungefähr stellt man sich das
vor, wenn man in einem Fahrzeug
namens Beetle Dune eine Spritztour
durch die Sanddüne macht – doch
wie so oft ist die Realität weit weniger romantisch. Denn obwohl sich
das Modellderivat optisch an den
Baja-Käfern und Dune-Buggies der
60er- und 70er-Jahre orientiert, würde er im weichen Dünensand keine
drei Meter weit kommen.
Guter Sound auch aus den Boxen
Von aussen ist der Dune gut erkennbar. Er liegt wie erwähnt etwas höher, ist mit den obligaten Plastikverkleidungen auf «off-roadesk» getrimmt und wirkt dank einem Lufteinlass in der Front und einem grossen Spoiler am Heck sportlicher als
die Basisversion. Im Innern sorgen
die geänderte Anzeigengrafik, der
Armaturenträger und die hübschen
Ziernähte für eine Differenzierung –
sie alle strahlen serienmässig in
«Sandstorm Yellow», einer Farbe, die
dem Beetle Dune hervorragend steht.
Die Soundanlage ist übrigens von
Fender, und die Beach Boys klingen
wirklich gut über dieses System. Immerhin hat die Surfrockband einst
auf Fender-Gitarren gespielt.
Spass macht er auf Asphalt
Spass macht die neueste Beetle-Version dennoch – nur eben brav auf Asphalt statt wild im Gelände. Der als
Coupé und Cabriolet erhältliche Dune
wird nur über die Vorderachse angetrieben, und obwohl die Karosse im
Vergleich zur Basisversion etwas höher liegt und vorne wie hinten Unterfahrschütze angedeutet sind, hat er
am Sandstrand nichts verloren. Doch
für die Fahrt dahin wird er Trendjägern gute Dienste leisten.
Diese sitzen dann bequem mit viel
Platz, selbst auf den beiden Rücksitzen, obschon es dort im Schulterbereich etwas kuscheliger zu- und
hergeht. Das Cabrio-Verdeck können
AUTONEWS
Renault
Mit dem neuen Grand Scénic
zeigt Renault jetzt die Langversion seiner Kompaktvan-Familie.
Die Neuauflage des Familienfahrzeugs misst mit 4,63 Meter Länge
24 Zentimeter mehr als der Basis-Scénic. Wie seine Vorgängermodelle ist er als Fünf- und Siebensitzer erhältlich. Marktstart
für den neuen Grand Scénic ist
Ende Jahr.
Ab 30 000 Franken zu haben
Offen zu fahren macht auch Spass. Doch der Beetle Dune macht nur äusserlich auf «Dune Buggy».
sie lässig per Knopfdruck auch während der Fahrt öffnen, allerdings
bleibt es dann etwas unschön hinter
den Rücksitzen zusammengefaltet liegen. Es kann freilich abgedeckt werden – doch das Montieren der dicken
Persenning ist ziemlich fummelig und
verlangt nach etwas Übung, genauso
wie das Anbringen des Windschotts.
Immerhin gibt es für Letzteres eine
Verstauvorrichtung im Kofferräumchen, während die sperrige Persen-
ning dort frei herumliegen muss und
einen guten Teil des bescheidenen
Ladevolumens für sich beansprucht.
Wer auf diese Fummelei verzichten
will, kann dies aber getrost tun, die
Abdeckung peppt lediglich die Optik
auf. Doch die ist bei einem solchen
Lifestyle-Auto oft entscheidend.
Allzu viele Beetle Dune wird man
hierzulande allerdings nicht zu Gesicht bekommen. Weltweit rechnet
VW mit einem Anteil von 10 Prozent
Fotos: zvg.
an der Beetle-Baureihe, von der jährlich immerhin 100 000 Einheiten abgesetzt werden können. In der
Schweiz geht der Importeur Amag
von 50 Fahrzeugen pro Jahr aus,
was rund 15 Prozent der Beetle-Verkäufe ausmacht. Überschaubar ist
denn auch das Motorenangebot. Der
Dune wird hierzulande mit zwei Benzinern und einem Dieselmotor angeboten; geschaltet wird manuell oder
per Doppelkupplungsgetriebe, beides
Mazda3 soll unter vier Liter verbrauchen
nutzt. Fahrleistungsmässig sind zwar
flottere Mazda3-Versionen im Angebot, doch dank der harmonischen
und gleichzeitig dynamischen Kraftentfaltung wirkt der 1,5-Liter-Diesel
stets munter und kräftig motorisiert.
Der Handschalter spurtet in 11 Sekunden auf Tempo 100 (mit Automatik 11,6 Sekunden) und bietet mit
185 Stundenkilometern einen auch
fürs nördliche Nachbarland erquicklichen Topspeed. Der Verbrauch wird
mit 3,8 Liter pro 100 Kilometer angegeben, die Automatik kommt auf 4,1
Liter. Entsprechend liegen die CO2Werte bei 99 respektive 114 Gramm
pro Kilometer.
Sparfüchse können sich
freuen: Die Palette des
kompakten Mazda3 wird
um einen kleinen Diesel
ergänzt. Der 1,5-Liter-Vierzylinder leistet 105 PS und
schafft mit Handschaltung
einen Normverbrauch von
3,8 Liter.
Martin Schatzmann
Toyota
Toyota hat Ende vergangenen
Monats die Marke von neun Millionen verkauften Hybridfahrzeugen überschritten. Für die letzte
Million benötigte der japanische
Hersteller gemäss eigenen Angaben nur neun Monate. Toyotas
Hybridhistorie begann 1997 mit
der Einführung des Prius, von
dem mittlerweile die vierte Generation auf dem Markt ist.
Volkswagen
Der Kleinstwagen Up kommt in
überarbeiteter Version. Stossfänger, Heckschürze, Aussenspiegel,
Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und die Rückleuchten wurden geändert, das Motorenangebot wird um den 1.0 TSI mit 90
PS ergänzt, der als stärkste Variante mit einem Turbo ausgestattet ist. Der neue VW Up kann ab
sofort bestellt werden.
Der Beetle Dune spuckt gerne grosse
Töne – und das tut auch die PR-Abteilung von Volkswagen. Vom «unkonventionellsten Auto der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft» ist
da zu lesen, von einem «CrossoverModell» mit einer «verdammt souveränen» Frontpartie, was auch immer
das bedeuten mag. So weit wollen
wir nicht gehen. Doch für Beetle-Fahrer, die sich vom Mainstream abheben wollen, ist der Dune bestimmt eine willkommene Variante. Erhältlich
ist sie ab 30 350 Franken (Coupé) respektive 34 000 Franken (Cabrio).
Von 2014 auf 2015 stiegen die Verkäufe des Herstellers aus Hiroshima
hierzulande um über 30 Prozent, von
knapp 7600 auf rund 10 000 Neuzulassungen. Und der positive Trend
setzt sich auch 2016 fort. Zudem
wählen die Kunden hochwertige Optionen, was gemäss Yves Lauriot, Finanzdirektor Mazda Schweiz, ein
Hauptgrund ist, weshalb der Umsatz
überproportional höher ist als der
Absatz.
Das wichtigste Modell bleibt der
SUV CX-5, von dem seit Modelleinführung im Jahr 2012 die Verkäufe
Jahr für Jahr anstiegen. Mit dem
Mazda3 hingegen spielen die Japaner
im hart umkämpften Kompaktsegment, der sogenannten Golf-Klasse.
Vergangenes Jahr konnten gut 1800
Stück immatrikuliert werden, fürs
laufende Jahr hofft der in Genf domizilierte Importeur, die Grenze von
2000 zu knacken. Den dafür nötigen
Schub wollen die Japaner mit der aktuell eingeführten zusätzlichen Motorisierung holen. Dieser kleine 1,5-Li-
360 Autos für die Schweiz?
Der neue Mazda3 hat einen kleinen Motor und benötigt wenig Benzin.
ter-Diesel hatte seine Premiere vor
kurzem bereits im CX-3 und im Mazda 2 gefeiert.
Der Vollaluminium-Motor verfügt
über einen Turbolader mit variabler
Turbinengeometrie, wurde mittels gezielter, inner-motorischer Massnahmen verbrauchs- und abgasoptimiert
und hat ein Mazda-typisches, niedriges Verdichtungsverhältnis (14,8:1).
Zusammen mit der konsequenten
Leichtbauweise der Fahrzeuge aus
Hiroshima ergibt sich ein Gesamtpaket, mit dem der Mazda3-Käufer bei
105 PS und 270 Newtonmeter Drehmoment gut bedient wird.
Mit dem 1,5-Liter-Diesel wird der
4,46 Meter lange Wagen zwar nicht
zur Rakete, aber dank flacher und
früh ansteigender Drehmomentkurve
fährt sich der Mazda3 angenehm
spritzig und begünstigt gleichwohl
die schaltfaule Fahrweise. Es kommt
dabei nicht darauf an, ob man mit
der knackigen 6-Gang-Handschaltung oder der 6-Stufen-Automatik
(+2600 Franken) unterwegs ist, Motor und Schaltbox harmonieren in
beiden Fällen gut. Bei beiden Versionen überzeugt zudem die StoppStart-Automatik, wobei hier zu bemerken ist, dass Mazda als bislang
einziger Hersteller bei seinem i-Stop
genannten System den Verbrennungsvorgang als Startmethode und
eine
minimierte
Anlassergrösse
Die Preise beginnen 500 Franken
über dem teuersten Benziner, starten
demnach bei 25 400 Franken. Die
neue Motorisierung steht jetzt bereits
bei den Händlern, wobei Mazda
Schweiz fürs laufende Jahr mit noch
total 360 Verkäufen dieser Motorisierung rechnet. «Wir hatten noch nie in
diesem Segment einen so kleinen Motor mit Automatik, weshalb wir auch
nicht sicher sind, wie hoch der Automatikanteil ausfallen wird», erklärt
Yves Lauriot, nennt dann aber 50:50
als denkbare Aufteilung.
Doch wer jetzt hofft, nach der Erweiterung nach unten bald auch eine
Rückkehr des Überfliegers MPS erleben zu können, muss seine Hoffnungen begraben. «Diese Fahrzeuge finden im Rahmen der Skyactive-Technologie keinen Platz mehr», verneinen die Verantwortlichen die entsprechende Frage. Schade.
12
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Wochenspiegel
Nr. 25
22. Juni 2016
13
Rat & Rätsel
BUCHTIPP
Wie hungern Zecken?
Wer
weiss
schon,
dass
sich der Lippfisch
ohne
männliche Fische fortpflanzen kann? Dass
eine Zecke bis
zu zehn Jahre
hungern kann? Oder dass Wölfe
Unerhörtes tun, um bei einer
Hungersnot als Rudel zu überleben? Wie anstrengend ist ein
Leben als Anführer einer Seeelefanten-Herde? Oder wie erörtern
Kuckucke
Bestandsproblematiken? Heinrich Wiesner greift auf
sein grosses Tierwissen zurück
und spinnt feine Geschichten mit
tierischen Protagonisten. Er zeigt
Tiere als Diskursteilnehmer in ihrem Reich, erzählt die Geschichte
einer einsamen Katze, deren Herz
bricht, oder lässt uns rätseln, was
es mit dem Schnabeltier auf sich
hat. Primarschülern werden die
Abenteuer von Iseblitz dem Fuchs
oder dem Hasen Hoppel in guter
Erinnerung sein. Nun schenkt
uns Wiesner Tiergeschichten für
Erwachsene. Ein Buch, um die
Fauna neu zu entdecken. Illustrationen des Grafikerduos CinCin
schmücken den Band.
DER GUTE RAT
Seit der Affäre meiner Frau leide ich unter Ängsten
Es sind schon einige Jahre her, seitdem meine Frau mir gestand, dass
sie eine kurze Affäre hatte. Für mich
brach eine Welt zusammen, wir waren uns immer einig gewesen, dass
wir einander treu sein werden. Obwohl wir oft darüber geredet haben
und ich verstehen konnte, dass ihr
das passiert ist, bringe ich diese
Angst, sie zu verlieren, nicht mehr
weg. Ich kontrolliere ihr Handy oder
ihre Mails und habe grosse Mühe,
wenn sie mit Kolleginnen in den Ausgang geht. Ich vermute immer irgendwelche Heimlichkeiten. Sie fühlt
sich von mir beobachtet und eingeengt, wir streiten deshalb oft, und
dann werden meine Ängste noch
schlimmer.
Eine Aussenbeziehung löst in der
Partnerschaft meist eine Vertrauenskrise und Verlustängste aus. Im besten Fall kann daraus aber eine Chance entstehen, die Beziehung in ein
neues Gleichgewicht zu bringen, zum
Beispiel, indem jeder ganz offen sei-
«Hat Ihre Partnerin das
Gefühl, dass Sie zu sehr
von ihr abhängig sind,
ist die Beziehung in
Schräglage»
ne Bedürfnisse nach mehr Nähe oder
nach mehr Distanz ausspricht. Oft
wird dann intensiv diskutiert, und
daraus kann eine neue Vertrautheit
entstehen. Haben Sie es damals ähnlich erlebt? Vielleicht hat die Krise
KREUZWORTRÄTSEL
Was ist Vernunft?
Anton Hügli. Von der Schwierigkeit, vernünftig zu sein. Schwabe reflexe.
das Gleichgewicht in Ihrer Beziehung
zu wenig verändert. Mit Kontrollverhalten die eigenen Ängste zu bändigen, bewirkt leider das Gegenteil.
Deshalb könnte es wichtig sein, dass
Sie überdenken, was sich hinter Ihren Ängsten verbirgt: Wie gut können
Sie alleine sein, mit sich selbst etwas
anfangen? Wie sehr stützen Sie sich
auf Ihre Partnerin ab? Haben Sie gute Freunde oder ein Interesse, das
Sie ausfüllt? Sollte Ihre Partnerin das
Gefühl haben, dass Sie zu sehr von
ihr abhängig sind, so ist die Beziehung in Schräglage, das heisst, Sie
fühlen sich eventuell unterlegen.
Dann könnten Sie einen Schritt in
Richtung mehr innere Eigenständigkeit tun, und Erfahrungen darin sammeln, emotionale Zufriedenheit zu
erlangen, auch ohne so stark auf Ihre
Partnerin bezogen zu sein.
Silvia Eberle,
Paarberatung und Mediation
im Kanton Zürich,
Beratungsstelle Bülach
Widder 21.03.–20.04.
Immer mehr wird Ihnen klar, dass Sie
in Beziehungsdingen eine Menge
Glück haben. Daher ist es an der Zeit, sich bei
allen Freunden und dem Partner zu bedanken.
Stier 21.04.–20.05.
Ihnen geht es momentan sehr gut, Sie
lassen auch andere an Ihrer Freude
teilhaben. Zudem tritt nun etwas ein, auf das Sie
schon sehr lange gewartet haben.
Zwillinge 21.05.–21.06.
Sie sollten jetzt unbedingt langwierige Vorhaben und Projekte starten. Sie
arbeiten in einem unschlagbaren Kollegenteam,
das andere bis zum Maximum überflügelt.
Krebs 22.06.–22.07.
Wer Ihnen in die Quere kommt, hat bei
Ihnen momentan nichts zu lachen.
Aber Vorsicht: Das Blatt könnte sich schon bald
wenden. Dann müssen Sie sich zurücknehmen.
Löwe 23.07.–23.08.
Auch wenn Sie schon einige Hindernisse überwunden haben – das jetzige
schaffen Sie nun auch noch. Zumal viele Freunde Sie unterstützen und sich um Sie kümmern.
Jungfrau 24.08.–23.09.
Sie sind im Job äusserst wachsam
und achten darauf, welche Aufgaben
man Ihnen überträgt. Mit einem neuen Projekt
haben Sie die Chance, zu zeigen, was Sie können.
Waage 24.09.–23.10.
Wenn Sie nun wieder einmal mehr
Sport treiben würden, könnten Sie auch
wieder mehr Energie sammeln. Schon lange haben
Sie sich das vorgenommen. Packen Sie es an.
Skorpion 24.10.–22.11.
Was spricht dagegen, sich jetzt noch
einmal neu zu verlieben? Immerhin
sind Sie ein liebenswerter Zeitgenosse, haben
viele Freunde und sind unternehmungslustig.
Heinrich Wiesner. Das Schnabeltier. Expeditionen in die Tierwelt. Zytglogge-Verlag.
Vernunft
–
höchstes Denkvermögen oder
Illusion?
Das
genuin philosophische Thema
der
Vernunft
wird von Anton
Hügli
unter
verschiedenen Aspekten beleuchtet. Seine Essays bringen uns
dem näher, was es heisst, ein vernünftiges Wesen zu sein, zeigen
aber auch auf, warum wir daran
zweifeln können, diesem Anspruch je gerecht zu werden.
Die Hinwendung zur Vernunft
verlangt
eine
Entscheidung:
Übernehmen wir die Verantwortung für das, was wir für wahr
halten, oder überlassen wir uns
dem Geschäft des Überredens
und Überredet-Werdens? Wenn
wir vernünftig sein wollen, müssen wir in die Auseinandersetzung mit Gründen und Gegengründen eintreten. Dieses «Spiel»
setzt voraus, dass Überzeugungen
durch Regeln so verbunden sind,
dass die Überzeugung von der
Wahrheit eines Sachverhalts uns
nötigen kann, auch anderes für
wahr zu halten. Doch was gibt
Regeln diese normative Kraft?
Unser Denken lebt auch von
Bildern und Metaphern. Doch ob
Metaphern oder Argumente: Gäbe es keine Eingänge und Ausgänge aus dem Universum der
Überzeugungen, kreisten wir endlos in uns selbst. Gibt es Orte in
der Welt, an denen wir unsere
Überzeugungen festmachen können? Und wie vermeiden wir den
selbstgefälligen Anspruch, selber
immer schon auf der Seite der
Vernunft zu stehen?
HOROSKOP
Schütze 23.11.–21.12.
Bleiben Sie auf dem Teppich. Zu ausufernde Ambitionen machen Sie nicht
immer auch beliebter bei Ihren Kollegen. Die
gute Teamarbeit sollten Sie nicht gefährden.
Steinbock 22.12.–20.01.
Sie knüpfen derzeit viele nützliche
Kontakte. Seien Sie nur weiter entgegenkommend, Sie wissen noch nicht, wann Sie
die neuen Bekannten künftig einmal brauchen.
Wassermann 21.01.–19.02.
Ein bisschen haben Sie sich schon
übernommen mit den neuen sportlichen Herausforderungen. Besser wäre es daher,
Sie vertrauten sich einem erfahrenen Trainer an.
Fische 20.02.–20.03.
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mehr, dass in einem gesunden Körper
auch ein gesunder Geist wohnt. Grosse Anstrengungen im Beruf meistern Sie mit Bravour.
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Tel. +41 44 863 72 03, Susanne Hogg,
Tel. +41 44 863 72 02, [email protected],
Jessica Wyss, Tel. +41 44 863 72 07,
[email protected]
Anzeigenverwaltung: Corinne Schelbli,
Tel. 044 913 53 62, [email protected]
Produktion: AZ Verlagsservice AG, Aarau
Druck: St. Galler Tagblatt AG, St. Gallen-Winkeln
Adresse: Wochenspiegel,
Feldstrasse 82, 8180 Bülach,
Tel. +41 44 863 72 00, Fax +41 44 863 72 01,
E-Mail [email protected], www.wochenspiegel.ch
14
Wochenspiegel
Nr. 25
22. Juni 2016
Veranstaltungen & Freizeit
Pferderennen mit Extras in Dielsdorf
Am Sonntag, 26. Juni,
lädt der Rennverein Zürich
(RVZ) zum «Kid’s Day –
Race and Charity»-Renntag
nach Dielsdorf ein.
Foto: zvg.
Vortrag in Niederweningen
Im Vortrag geht es um eine Zeitreise mit Karten. So erzählen Karten vom
Altertum bis heute von der Geschichte der Region Wehntal-Lägern. Organisator ist der Verein für Ortsgeschichte Niederweningen. Rudolf Hauser,
ehemaliges Vorstandsmitglied, hat aus verschiedenen Kartensammlungen
eine Fülle von Informationen zusammengetragen – von der römischen
Wegekarte bis zu den neuesten digitalen Kartenwerken. Er wird eine
spannende Zeitreise durch die Jahrhunderte dokumentieren. Der öffentliche Vortrag findet am Donnerstag, 23. Juni, um 20 Uhr im Gemeindesaal
des Feuerwehrgebäudes Niederweningen statt. Eintritt frei. Nach dem
Vortrag wird allen Teilnehmern ein Apéro offeriert. (pd.)
Dank den Sponsoren Raiffeisen und
Porsche Zentrum Zürich ist es dem
RVZ einmal mehr möglich, allen Zuschauern Gratiseintritt auf den Stehplätzen zu offerieren. Die zahlreich
erwarteten Familien dürfen sich darüber hinaus auf unzählige Attraktionen für die Kinder freuen. Dazu gehören zum Beispiel die ganz am Anfang des Renntags ab 12.15 Uhr gelaufenen Pony-Galopprennen.
Auf die älteren Rennbahnbesucher wartet eine ausstaffierte Tombola mit Preisen im Gesamtwert von
30 000 Franken. Dabei kann man als
Hauptpreis ein nigelnagelneues Auto
der Marke Skoda gewinnen. Da 100
Prozent des Tombolaerlöses den beiden Kinder-Stiftungen Theodora und
Die besten Stuten des Landes treffen aufeinander.
Wunderlampe zufliessen, gibt es bei
dieser Tombola keine Verlierer.
In sportlicher Hinsicht steht der
mit 20 000 Franken Preisgeld dotierte
33. Prix de Diane – Stutenclassique
im Zentrum des Interesses. Im Stutenderby wird nichts weniger als die
Foto: Ueli Wild/horseracing.ch
beste dreijährige Stute des Landes
erkoren. Dieses Rennen weckt die
Emotionen des Publikums jedes Mal
wieder aufs Neue. Daneben stehen
weitere acht Rennen aller Sparten
(Flach, Jagd, Cross und Trab) auf
dem Programm dieses Events. (pd.)
Was, wann, wo – Tipps für Anlässe im Zürcher Unterland
Mittwoch, 22. Juni
BÜLACH
20.00–21.30 Referat: Was macht uns
stark? Das Referat stellt Bezug her zu
den unterschiedlichen Abschnitten
im Lebensverlauf, vom Kind bis zum
älteren Menschen. Die Teilnehmer
erfahren, welche wertvollen Schutzfaktoren und Lebenskompetenzen in
schwierigen Situationen des Lebens
Unterstützung bieten können. Referentin ist Silvia Steiner, Leiterin Präventionsabteilung Sucht Schweiz.
Mehr Informationen im Internet unter www.praevention-zu.ch. Apéro ab
19.30 Uhr. Alterszentrum Im Grampen, Allmendstrasse 1.
Donnerstag, 23. Juni
NIEDERWENINGEN
20.00 «Zeitreise mit Karten»: Öffentlicher Vortrag von Rudolf Hauser. Organisator ist der Verein für Ortsgeschichte Niederweningen. Eintritt
frei. Nach dem Vortrag wird allen
Teilnehmern ein Apéro offeriert. Gemeindesaal des Feuerwehrgebäudes.
STEINMAUR
19.30 Lesung: Mireille Zindel liest aus
ihrem neuen Buch «Kreuzfahrt». Mireille Zindel ist 43 Jahre alt und in
Steinmaur aufgewachsen. «Kreuzfahrt» ist bereits ihr drittes Buch. An
der Universität Zürich schloss sie ihr
Studium der Germanistik und Romanistik ab. Ihre beiden ersten Bücher
«Irrgast» und «Laura Theiler» wurden von Presse und Publikum begeistert aufgenommen und mehrfach
ausgezeichnet. «Kreuzfahrt», ihr dritter Roman, ist im Frühjahr 2016 im
Kein&Aber Verlag erschienen. Mireille Zindel lebt und schreibt in Zürich.
Mediothek.
ZÜRICH
7.30 Höhenwanderung im Val Ferrera:
Abfahrt ab Zürich HB 7.37 Uhr Richtung Chur. Die Naturfreunde Kloten
steigen unterhalb Ausserferrera den
abwechslungsreichen Höhenweg zum
Weiler Cresta auf. Abstieg hinunter
nach Innenferrera. Verpflegung aus
dem Rucksack (4¾ Stunden). Info bei
Irene Bartholdi, Tel. 044 860 09 71.
Bahnhofplatz, Bahnhofplatz 6.
Freitag, 24. Juni
DIELSDORF
19.00 Tastengeschichten: Die Klavierklasse der Musikschule Dielsdorf
spielt eine wunderbare Geschichte
der Transsibirischen Eisenbahn. Gesundheitszentrum, Breitestrasse 11.
EGLISAU
16.00–19.30 Wuchemärt: Aktuell: Die
Webstube ist zu Gast am Wuchemärt.
Es wird live vor Ort gewoben. Musikalische Umrahmung durch die Alphornbläser ab 18 Uhr. Törliplatz.
KLOTEN
19.30 Multivision-Show: Ein Highlight
für alle Nichtgolfer und Golfer ist die
aussergewöhnliche Live-MultivisionShow von Oliver Beccarelli. Eintritt:
15 Franken. Golfclub Augwil.
19.30 Konzert: Yuka Tsuboi (Violine),
Julien Kilchenmann (Cello), Yuki und
Zenon Cassimatis (Klavier) spielen
Werke von Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy. Eintritt
frei, Kollekte. Katholische Kirche.
Zürcher Unterland, Weinland, dem
Rhein entlang (Route 68, Rundfahrt
von 60 bis 80 km). Verpflegung aus
dem Rucksack oder Restaurant. Info
bei Margret Hörschläger, Tel. 044
850 45 43. Engeli’s, Brunnengässli 7.
DIELSDORF
14.00–16.00 Kinderflohmarkt: Mit der
Zirkusschule Bellissimo zum Mitmachen. Kaffee und Kuchen vom Kinderturnen-Team. Bei schlechtem
Wetter in der Mehrzweckhalle Früebli. Altes Schulhaus Früebli.
Dienstag, 28. Juni
14.30–17.00 Totalliquidation: Radio/
TV Experte Hollenstein, Regensberstrasse 1.
ZÜRICH
20.00–22.00 Sommernachtsball: Tanz
zu Big-Band- und Walzermusik. Eintritt frei. Hauptbahnhof Zürich.
Samstag, 25. Juni
BÜLACH
12.30 Halbtagestour über 64 km: Start:
12.30 und 13 Uhr. Infos: www.rvbuelach.ch. Marktgasse.
Sonntag, 26. Juni
KLOTEN
8.30 Velotour: Die Naturfreunde Kloten fahren mit dem Velo durch das
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BERUF UND BILDUNG
BÜLACH
13.40–14.40 Senioren-Chorprobe: Die
Chorproben finden jeden Dienstag
statt. Auskunft erteilt Fritz Schärer,
044 860 68 56. Reformiertes Kirchgemeindehaus.
15.00–16.00 Seniorenturnen: Jeden
Dienstag. Auskunft erteilt Sigrid
Bachofner, 079 218 06 56. Reformiertes Kirchgemeindehaus.
Mittwoch, 29. Juni
BÜLACH
15.30–20.00 Blutspenden: Der Anlass
wird durch den Samariterverein Bülach und den Zürcher BlutspendeFortsetzung auf Seite 15
Wochenspiegel
Veranstaltungen & Freizeit
Füürwehr-Chilbi in Niederhasli
Vom 24. bis 26. Juni
herrscht Füürwehr-ChilbiStimmung an der Industriestrasse in Niederhasli.
Der Feuerwehrverein Niederhasli
führt auch dieses Jahr die FüürwehrChilbi im gewohnten Rahmen durch.
Neben der bekannten Chilbi-Stimmung gibt es auch dieses Jahr einen
besonderen Höhepunkt: Am Samstag
um 15 Uhr findet eine FeuerwehrDemonstration statt. Dabei wird die
Einsatztruppe der Feuerwehr Niederhasli für Action sorgen.
Zur Füürwehr-Chilbi gehört wie
gewohnt der Auftritt von auserlesenen Tanz- und Show-Musiken. Zum
Auftakt werden am Freitagabend die
«Alpenräper» die Festhallen zum Beben bringen. Am Samstag spielen
nochmals die «Alpenräper» und werden zur traditionellen Niederhasler
Füürwehr-Chilbi-Stimmung
beitragen.
Am Samstag, 25. Juni, findet eine Feuerwehr-Demonstration statt.
Am Sonntagvormittag unterhält
«Johnny» die Besucher beim Frühschoppenkonzert. Mit dabei sind
auch dieses Jahr wieder Schuler’s
Chilbibetriebe und erfreuen während
der Füürwehr-Chilbi Gross und Klein.
Selbstverständlich ist an allen drei
F: zvg.
Tagen für Speis und Trank gesorgt.
Die Füürwehr-Chilbi-Güggeli oder die
Füürwehr-Steaks zusammen mit einem kühlen Bier oder einem guten
Tropfen auserlesenen Weins gehören
natürlich auch zur Niederhasler
Füürwehr-Chilbi. (pd.)
Fortsetzung von Seite 14
dienst, in Zusammenarbeit mit dem
Spital Bülach, organisiert. Nach der
Blutentnahme erhalten die Spendenden eine Zwischenverpflegung. Eine
Anmeldung ist nicht notwendig. Spital (Mehrzweckraum).
Donnerstag, 30. Juni
WINKEL
19.30–21.30 Stricktreff: Stricken und
Plaudern. Alle bringen ihre Strickarbeit selber mit. Kleiner Unkostenbeitrag. Mehr unter www.frauenvereinwinkel.ch. Hans-Siegrist-Siedlung.
ZÜRICH
8.00 Jurawanderung: Abfahrt ab Zürich HB 8.08 via Liestal nach Waldenburg. Die Naturfreunde Kloten
wandern über die Gersteflue und
Spitzenflüeli nach Langenbruck (3¾
Stunden). Verpflegung aus dem Rucksack. Info bei Margret Hörschläger,
Tel. 044 850 45 43. Hauptbahnhof
Zürich.
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Mittwoch
Normalauflage: 36 714 Exemplare
Grossauflage: 72 072 Exemplare
(jeweils am letzten Mittwoch im Monat)
Jahresabonnement: 90 Franken
Anzeigenschluss: Freitag, 10 Uhr, AgendaEinträge: Freitag der Vorwoche, 10 Uhr
Herausgeberin: Lokalinfo AG, 8048 Zürich
Geschäftsleitung: Liliane Müggenburg,
Tel. +41 44 913 53 33,
E-Mail [email protected]
Redaktionsleiter: Andreas J. Minor, Tel.
+41 44 913 53 30, E-Mail [email protected]
Redaktion: Daniel Jaggi, Tel. +41 44 863 72 11,
E-Mail [email protected]. Flavio Zwahlen, Tel.
+41 44 863 72 05, E-Mail [email protected].
Verkaufsleitung: Bruno Imhof,
Tel. +41 44 863 72 04, E-Mail [email protected]
Anzeigenberatung: Malaporn Schori,
Tel. +41 44 863 72 08, [email protected],
Antoinette Stiefel, Tel. +41 44 863 72 03,
[email protected], Susanne Hogg,
Tel. +41 44 863 72 02, [email protected]
Jessica Wyss, Tel. +41 44 863 72 07,
[email protected]
Anzeigenverwaltung: Corinne Schelbli,
Tel. +41 44 913 53 62,
[email protected]
Produktion: AZ Verlagsservice AG, Aarau
Druck: St. Galler Tagblatt AG, St. Gallen-Winkeln
Adresse: Wochenspiegel,
Feldstrasse 82, 8180 Bülach,
Tel. +41 44 863 72 00, Fax +41 44 863 72 01,
E-Mail [email protected], www.wochenspiegel.ch
Brottag in der Haumühle in Embrach: Samstag, 2. Juli, 13.30 bis 16.30
Uhr. Gattersagi und Getreidemühle sind in Betrieb.
Foto: zvg.
Nr. 25
22. Juni 2016
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Wochenspiegel
Nr. 25
22. Juni 2016
SCHLUSSPUNKT
Huber: «Eine Investition in die Zukunft»
Mit 30 Millionen Franken
handelt es sich bei der
Sanierung und Erweiterung
des Schulhauses Feld in
Kloten um das teuerste
Projekt der Stadt seit
Jahrzehnten. Nun wurde
der Grundstein gelegt.
Jakob Metzler
Der Singsaal des Schulhauses Feld
war gut gefüllt, als letzte Woche drei
Klotener Stadträte und Dieter Haller,
Geschäftsleiter der Dahinden Heim
Architekt AG, die das Schulhausprojekt geplant hat, die Grundsteinlegung
vornahmen. Neben interessierten Klotenern waren auch Lehrpersonen und
Schüler der Primarschule Dorf/Feld
anwesend. Zusammen hörten sie sich
die Ansprachen von Baukommissionspräsident und Stadtrat Mark Wisskirchen, Stadtpräsident René Huber,
Schulpräsident Roger Isler und dem
Architekten Dieter Haller an.
Schüler versenken Zeitkapsel
Um späteren Generationen einen kurzen Einblick in den 14. Juni 2016 zu
geben, wurde eine Zeitkapsel mit Fotos aus dem alten Schulhaus, einem
Plakat der Schülerinnen und Schüler
des Schülerparlaments, Plänen des
Bauprojekts und aktuellen Tageszeitungen gefüllt. Zusammen mit der
Zeitkapsel trafen sich die Besucher
des Anlasses auf der Baustelle der
Schule Dorf/Feld.
Zum Glück war die Grube für die
Zeitkapsel bereits ausgehoben worANZEIGEN
Die Stadträte Roger Isler, Mark Wisskirchen und René Huber bereiten
sich auf die Grundsteinlegung vor.
Fotos: Jakob Metzler
den, so konnte die Kapsel ohne grosse
Mühe in den Grundstein versenkt
werden. Diese Aufgabe übernahmen
aber nicht nur, wie oft üblich, die anwesenden «Prominenten», also die
drei Stadträte, sondern auch die
Schüler. Bewaffnet mit Bauhelm und
Spaten, konservierten sie die Zeitkapsel im Grundstein des Neubaus der
Schule Feld, dass zusammen mit der
gesamten Erweiterung und Sanierung
des Schulgeländes Mitte 2019 fertiggestellt sein soll.
«Bauprojekte werden teurer»
Neben dem Neubau der Schule Feld
wird auch die Turnhalle neu gebaut.
Die alten Gebäude der Schule Feld
und Dorf werden saniert. Das alte
Schulhaus Feld erhält zusätzlich einen Anbau. Die Finanzierung des
Projekts «Vespa» der Dahinden Heim
Auch die Kinder packen mit an: Die Schüler der zu sanierenden und erweiternden Schule Dorf/Feld schütten das Loch mit der Zeitkapsel zu.
Architekt AG aus Winterthur war von
der Klotener Bevölkerung am 15. Juni 2015 gutgeheissen worden. Die
Kosten belaufen sich auf rund 28,7
Millionen Franken. Baukommissionspräsident Mark Wisskirchen stellte
etwas wehmütig fest, dass der Bau
der Schule Dorf/Feld in den 40erJahren nur gerade 1,8 Millionen
Franken gekostet hatte. Weit weniger
als die knapp 30 Millionen, die für
die Sanierung und Erweiterung der
Schule veranschlagt worden sind.
Stadtpräsident René Huber dazu:
«Die Bauprojekte werden immer teurer.» Trotzdem sei der hohe Kredit
gerechtfertigt, schliesslich handle es
sich dabei um eine Investition in die
Zukunft, befand er. Auch für Schulpräsident Roger Isler war klar, dass
man in die Zukunft investieren müsste. «Kloten wächst», befand er.