Verarbeitungsrichtlinie - Zweischaliges Mauerwerk

Natürlich. Ästhetisch
und langlebig bauen.
So baut Österreich!
Zweischaliges
Mauerwerk
Verarbeitungsrichtlinie.
www.wienerberger.at
Inhaltsverzeichnis
n Richtlinien
Seite 3
n Konstruktionsprinzip
Seite 4
n Hinterlüftung
Seite 5
n Feuchtigkeitsschutz
Seite 6
n Format - Verbände
Seite 7
n Planungsraster für Klinkerfassade
Seite 8
n Dehnungsfugen
Seite 9
n Sturzausbildung / Überlagen
Seite 12
n Konsolen
Seite 13
nBilddokumentation:
Sturzausbildung mit Konsolanker bei Sichtmauerwerk
Seite 16
n Verankerung
Seite 17
n Mörtel und Verfugung
Seite 18
n Wandaufbau
Seite 19
n Verarbeitung und Reinigung von Sichtmauerwerk
Seite 21
n Bilddokumentation
Seite 22
n Ausschreibungstext
Seite 23
n Unverbindlicher Kalkulationsansatz
Seite 25
n Details
Seite 26
n Literatur
Seite 32
Seite 2
Richtlinien
KLINKER
Klinker sind Ziegel, die zur Herstellung von Ziegelsichtmauerwerk mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen chemische Einflüsse und Frost sowie
für Mauerwerk mit hoher Druckbeanspruchung,
für Ziegel-Verblendmauerwerk dienen.
Klinkerziegel werden aus speziellen Tonen bei
hoher Temperatur (ca. 1100 °C) bis zur durchgehenden Sinterung gebrannt. Die Farbe der
Ziegel ist abhängig vom Rohstoff Ton und kann
daher unterschiedlich sein. Um bei der Herstellung größerer Flächen ein farblich ausgewogenes
Erscheinungsbild zu erhalten, sind Klinkerziegel
aus mehreren Paketen gemischt zu verarbeiten. Diese Maßnahme sichert eine gleichmäßige
Farbgestaltung und dient dem Ausgleich brandbedingter unterschiedlicher Farbnuancen.
Das Erscheinungsbild des Sichtmauerwerks wird bestimmt
durch Farbe und Form des Ziegels und der Fuge und der
Verwendung von unterschiedlichen Verbänden.
Klinkerziegel zeigen auf Grund der unterschiedlichen Zusammensetzung der Tonerden sowie der Brenntemperatur
verschiedene Farben. Die Farbpalette reicht von braun über
verschiedene Rottöne bis gelb.
ZIEGELQUALITÄT
Wienerberger Ziegel entsprechen den Anforderungen der ÖNORM EN 771-1 und unterliegen
einer umfassenden werkseigenen Produktionskontrolle.
Diese Kontrollen sichern ausgezeichnete Produkteigenschaften bei fachgerechter Verarbeitung.
RICHTLINIEN, ÖNORMEN
B 2206
Mauer- und Versetzarbeiten, Werkvertragsnorm
B 3200
Mauer- und Hochlochziegel für tragendes Mauerwerk, Anforderungen und Prüfungen.
Sichtmauerwerk erhält auch durch den Einsatz von farbigen
Fugmörteln unterschiedliche Erscheinungsbilder.
B 3350
Tragende Wände - Bemessung und Konstruktion
Festlegungen für Ergänzungs-
EN 854-1
bauteile für Mauerwerk - Teil 1: Anker, Zugbänder, Auflager und Konsolen
EN 998-2
Festlegungen für Mörtel im
Mauerwerksbau - Teil 2:
Mauermörtel
ENV 1996-1-1
Eurocode 6: Bemessung und Konstruktion von Mauerwerks-
bauten - Teil 1-1: Allgemeine Regeln - Regeln für bewehrtes und unbewehrtes Mauerwerk
EN 771-1
Festlegungen für Mauersteine
Teil 1: Mauerziegel
Die Strukturierung der Oberflächen ist eine weitere Gestaltungsmöglichkeit. Sie resultiert aus dem Herstellungsverfahren und den unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen.
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Konstruktionsprinzip
KONSTRUKTIONSPRINZIP VON MEHRSCHALIGEN AUSSENWÄNDEN
Seit Jahrzehnten gehört das Zweischalenmauerwerk
in vielen Ländern Europas zu den wichtigsten Fassadenkonstruktionen. Bei sorgfältiger Projektierung
und Ausführung kann damit allen Anforderungen
an die Außenwände optimal entsprochen werden.
Die konsequente Trennung der Funktionen in drei
Schichten mit verschiedenartigen Aufgaben erlaubt
die volle Ausnützung der hervorragenden Eigenschaften des Ziegelmaterials aus gebranntem Ton.
Mit der Zweischalen-Bauweise kann einerseits den
baustatischen Erfordernissen ebenso gut Rechnung
getragen werden wie den bauphysikalischen, und
andererseits bleibt dem Architekten doch ein weiter
Spielraum für die architektonische Gestaltung.
Ausgelöst durch die Notwendigkeit Energie zu
sparen, wurden in den letzten Jahren die Anforderungen an den Wärmeschutz von Gebäuden und
damit natürlich auch an die Wärmedämmeigenschaften der Außenwände deutlich verschärft. Damit
bekommt nun auch in Österreich die Zweischalenbauweise gegenüber der bisher traditionell üblichen
einschaligen, monolithischen Bauweise, immer größere Bedeutung.
INNENSCHALE
Der inneren Ziegelschale sind in erster Linie die
Tragfunktionen zugeordnet (Mauerwerksnorm
ÖNORM B 3350). Sie ist durch die Außenschale vor
Witterungseinflüssen geschützt und nur sehr geringen Temperaturdifferenzen ausgesetzt.
Die Innenschale ist außerdem maßgebend an der
Erzielung und Erhaltung des behaglichen und ausgeglichenen Wohnklimas beteiligt, das Ziegelkonstruktionen auszeichnet. Neben der guten Schalldämmung sind dafür vor allem die hohe Wärmespeicherfähigkeit sowie die für den Feuchtehaushalt
maßgebende Diffusionsverhalten des gebrannten
Tonmaterials von großer Bedeutung. Es empfiehlt
sich deshalb, die innere Schale in einer Dicke von
mindestens 20 cm mit schalltechnisch günstigen
Hochlochziegeln auszuführen.
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Zweischalenmauerwerk mit Kerndämmung, außen verputzt
WÄRMEDÄMMSCHICHT
Die Zwischenschicht hat den Hauptteil der Wärmedämmung zu übernehmen. Als Dämmmaterial
werden vorzugsweise standfeste Platten verwendet;
es haben sich vor allem Mineralfaserplatten (Glasfasern oder Steinwolle) bewährt. Außerdem sind eine
Vielzahl von anderen Dämmstoffen möglich (Platten,
Matten oder Schüttgut), wobei der Feuchtigkeitsaufnahme, Verrottungssicherheit und Setzungsgefahr
besondere Beachtung geschenkt werden muss.
AUSSENSCHALE
Die äußere Mauerschale dient in erster Linie als
Schutzschicht gegen die Witterungseinflüsse und
liefert einen Beitrag zum sommerlichen Wärmeschutz. Sie hat dem Schlagregen sowie dem Winddruck und Windsog zu widerstehen und trägt auch
zum Schallschutz der gesamten Konstruktion bei.
Darüber hinaus ist die Außenschale zum Teil
beträchtlichen Temperaturunterschieden ausgesetzt.
Auf Grund langjähriger Erfahrung empfiehlt es sich,
die Dicke der Außenschale mit 12 cm zu wählen
und einen Kalkzement-Mauermörtel zu verwenden,
der eine ausreichende Mauerwerksbiegezugfestigkeit gewährleistet.
Sichtmauerwerk muss aus frostbeständigen Materialien (Klinkerziegel) hergestellt werden
Hinterlüftung
HINTERLÜFTUNG/KERNDÄMMUNG
Zweischalige Wände können grundsätzlich mit
oder ohne Luftschicht ausgeführt werden. Die
Luftschicht bietet im Allgemeinen ein höheres
Maß an Sicherheit gegenüber der Gefahr einer
Durchfeuchtung der Dämmschicht. Insbesondere bei der Verwendung von Sichtmauerwerk als
Außenschale sowie beim Einsatz von feuchtigkeitsempfindlichen Dämmstoffen (Glaswolle,
Steinwolle) ist daher der Ausführungsvariante
mit Luftschicht bzw. Hinterlüftung der Vorzug zu
geben.
Bei hinterlüfteten Fassaden wird die von innen
durch die Wand diffundierende Feuchtigkeit vom
Luftstrom hinter der Außenschale abgeführt,
während eventuell eindringende Niederschlagswässer an der Innenseite der Außenschale
ablaufen können.
Wir empfehlen, bei einer Klinkervorsatzschale
eine Luftschicht von mindestens 2 cm als Entwässerungsschicht mit unten angeordneten Öffnungen auszuführen.
Bei der Ausbildung einer Hinterlüftung ist die
Luftschicht mindestens 4 cm mit LüftungsÖffnungen oben und unten auszuführen. Dabei
ist darauf zu achten, dass beim Aufmauern kein
Mörtel in den Luftspalt fällt. Dies geschieht z. B.
durch das Mitziehen einer Dämmstoffplatte in
der Dicke des Luftspalts.
Die Hinterlüftung muss auch bei Unterbrechungen im Hohlraum sichergestellt werden. So
sind im Fensterbereich zusätzliche Lüftungsöffnungen im Parapet- und Sturzbereich anzuordnen.
Die Zuluftöffnungen müssen so ausgebildet
sein, dass eine einwandfreie Abfuhr von eindringendem Niederschlagswasser gesichert ist.
Beim Einsatz einer Kerndämmung sind dauerhaft wasserabweisende Dämmstoffe zu verwenden, die für diesen Anwendungsbereich
genormt und zugelassen sind.
Die unteren Öffnungen dienen sowohl bei der
hinterlüfteten Wand als auch bei der Ausführung
der zweischaligen Wand mit Kerndämmung zur
Entwässerung. Bei letzterer Variante entfällt allerdings die Anordnung von Öffnungen am oberen
Ende der Verblendschale.
Dimensionierung der Lüftungsöffnungen nach DIN 1053-1
Bauart
Anforderungen zum Feuchteschutz
Zweischalige Außenwände mit Hinterlüftung und Wärmedämmung
Unten und oben Lüftungsöffnungen
(jeweils 7500 mm2 auf 20 m2)
Untere Öffnungen gleichzeitig zur
Entwässerung
Keine Anforderungen an Dämmstoffe
Zweischalige Außenwände mit Kerndämmung
Keine Lüftungsöffnungen
Entwässerungsöffnungen im Fußpunktbereich der Außenschale
(5000 mm2 auf 20 m2)
Dämmstoffe müssen dauerhaft wasser-
abweisend sein (genormt oder
zugelassen)
Die Mindestdicke der Luftschicht darf nicht durch Mörtelreste oder andere Gegenstände eingeengt werden.
Anzahl der offenen Stoßfugen bei verschiedenen Wandhöhen
Offene Stoßfugen
pro Laufmeter
(bei NF. Klinker)
Höhe der Klinkervorsatzschale
Hinterlüftet
Kerndämmung
(Lüfungs-
(Entwässerungsöffnungen oben öffnungen unten)
und unten)
2
bis 3,5 m
bis 5 m
4
3,5 - 7 m
5 - 10 m
6
7 - 10,5 m
10 - 15 m
8
10,5 - 14 m
15 - 20 m
Die Lüftungsöffnungen werden durch das Offenlassen der
Stoßfugen hergestellt
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Feuchtigkeitsschutz
FEUCHTIGKEITSSCHUTZ
Bei einer Klinkervorsatzschale sind die Innenschalen und Geschossdecken an den Fußpunkten der
Zwischenräume der Wandschalen gegen Feuchtigkeit zu schützen. Die Dichtungsbahn – in der Regel
aus Bitumen- oder Polymerbahn – ist im Bereich
des Zwischenraumes mit Gefälle nach außen,
unterstützt durch einen Dämmkeil, und im Bereich
der Außenschale horizontal bis zur Vorderkante der
Außenschale zu verlegen.
Die Aufstandsfläche muss so beschaffen sein, dass
ein Abrutschen der Außenschale auf ihr nicht eintritt.
An der Innenseite ist die Dichtungsbahn mind.
15 cm über die Aufstandsfläche zu führen und zu
befestigen oder zu verkleben.
Der Schalenzwischenraum wird am Fußpunkt mind.
10 cm oberhalb der Oberkante des Geländes entwässert.
Wird die Vorsatzschale weiter nach unten geführt
und unterhalb der Oberfläche des Geländes entwässert, muss eine Sickerschicht oder Dränung
vorgesehen werden.
Bei Wandöffnungen des Klinkervormauerwerks ist
über dem Sturz (z. B. Türsturz, Fenstersturz) eine
wasserundurchlässige Folie aufzulegen und mind.
15 cm hochzuführen. Dieses gilt auch im Bereich
von Sohlbänken.
Die Folie muss hinter der Wärmedämmschicht an
der Hintermauerschale befestigt werden.
In der ersten Ziegelschicht sind zur Entwässerung
offene Stoßfugen vorzusehen.
Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z.B. Fenster- und Türanschlägen) durch
eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.
Untere Fußpunktabdichtung - Schema
Am unteren Auflager sowie über Wandöffnungen des Sichtmauerwerks wird zwischen Mörtelschichten eine Lage Abdichtungsbahn eingelegt und an der Hinterwand hochgezogen und befestigt oder ebenfalls in die Lagerfuge eingelegt.
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Format – Verbände
ZIEGELFORMAT
ZIEGELVERBÄNDE
Normalformatklinker (NF) haben folgende
Abmessungen (Länge, Breite, Höhe):
• 25,0 cm x 12,0 cm x 6,5 cm
Ziegel werden grundsätzlich voll auf Fug vermauert, das heißt, es ist ein Überbindemaß gleich
der halben Ziegellänge anzustreben. Dieses Maß
soll bei kleinformatigen Ziegeln jedoch 4,5 cm
keinesfalls unterschreiten.
Die Steine einer Schicht müssen in einer Höhe
vermauert sein.
Wienerberger Klinker sind grobkeramische
Naturprodukte aus Ton und können daher
geringe Farb- und Abmessungstoleranzen aufweisen. Die Ist-Abmessungen dürfen von den
Soll-Abmessungen gemäß Herstellerangaben
beim Normalformatklinker höchstens abweichen:
• in der Länge um ± 4 mm
• in der Breite um ± 3 mm
• in der Höhe um ± 2 mm
Diese Toleranzen werden über die Fugen ausgeglichen:
• Stoßfugenbreite: 1,0 cm
• Lagerfugendicke: 1,2 cm
Sämtliche Klinker weisen das Normalformat auf.
(Ausnahme: Rollscharziegel-
sturz: 12/5,5/21,9)
Terca Oxford voll
Terca Oxford Großloch
Ziegel, besonders solche für Sichtmauerwerk,
werden nach den traditionellen Ziegelverbänden
wie Läufer-, Binder-, Block- oder Kreuzverband
vermauert. Weitere feste Verbände sind der
gotische, holländische oder flämische Verband.
Der wilde Verband folgt keiner regelmäßigen
Anordnung.
Läuferverband
Binderverband
Blockverband
Kreuzverband
Gotischer Verband
Holländischer Verband
Flämischer Verband
Wilder Verband
Terca Oxford Kleinloch
Terca Oxford voll, rund
Terca Oxford voll, schräg
Terca Westminster
Terca Westminser, Antique
Terca Oxford Flachsturz
Terca Oxford
Rollscharziegelsturz
Bei Bedarf können auch noch weitere Ziegelformate für ein Ziegelsichtmauerwerk hergestellt
werden.
z. B.: DNF.
24,0 cm x 11,5 cm x 7,1 cm
z. B.: AÖF.
29,0 cm x 14,0 cm x 6,5 cm
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Planungsraster für
Klinkerfassade
RASTER – MODUL
Um einen optimalen Mauerwerksverband im
gesamten Wandgefüge der Klinkervorsatzschale
sicherzustellen, ist die Einhaltung des Rastermaßes (Modul) zu berücksichtigen.
Die Maßordnung bestimmt wesentlich das
Erscheinungsbild von Sichtmauerwerkbauten.
Das Grundrissmodul von 13 cm basiert auf der
Steinlänge von 25 cm und einer Stoßfugenbreite
von 1,0 cm.
Für die Steinformate muss jeweils das Fugenmaß
vom Modulmaß abgezogen werden. So hat ein
Normalformatziegel (NF.) eine Länge von 25 cm
(Toleranz erlaubt), mit Stoßfuge 26 cm und eine
Ziegelbreite von 12 cm, mit Stoßfuge 13 cm.
Die Höhe des Steines beträgt 6,5 cm, mit Lagerfuge 7,7 cm. Dieses Maß wird auch als Schichtmaß bezeichnet.
RASTER – GRUNDRISS
Das Modul (13 cm) mit seinem Vielfachen ist
Grundlage der Baurichtmaße. Aus diesem ergeben sich durch Abzug oder Addition des Stoßfugenmaßes von 1,0 cm die Baurichtmaße:
• Öffnungsmaß:n x 13 +1
• Außenmaß: n x 13 -1
• Vorsprungmaß:
n x 13
Baurichtmaße
n .... Anzahl der Halbsteine
Die Vorzugsgrößen von Öffnungen (Türen und
Fenster) sind auf die Maßordnung abgestimmt.
In der Praxis können die Maße jedoch nicht
exakt eingehalten werden. Daher wird durch
Quetschen oder Strecken der Stoßfugen die
Anpassung erzielt.
RASTER – SCHNITT
Das Rastermaß im Vertikalschnitt entspricht dem
Schichtmaß und beträgt beim Normalformatziegel (NF.) 7,7 cm.
• Lagerfuge: 1,2 cm
• Steinhöhe: 6,5 cm
• Schichtmaß: 7,7cm
Vertikalschnitt: Rastermaß = Schichtmaß
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Dehnungsfugen
DEHNUNGSFUGEN
Dehnfugenausbildung bei Sichtmauerwerk
Auf Grund der unterschiedlichen Verformungen
der Außen- und Innenschalen sind vertikale bzw.
horizontale Dehnungsfugen in der Vormauerschale anzuordnen.
Laut ÖNORM 3350 sollen die horizontalen
Abstände der Dehnungsfugen max. 10 m,
die vertikalen Abstände höchstens jeweils 2
Geschoße betragen.
Die Positionierung der Fugen ist abhängig von:
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Größe und Geometrie der Wand
Lage und Größe der Öffnungen
Dicke der Außenschale
Auflagerung der Wand
Unterschiedliche Belastung der Wand
Intensität der Sonnenbestrahlung
Farbton der Fassadenoberfläche
Klimatische Verhältnisse
Geographische Orientierung
So sind bei hochwärmedämmendem Untergrund, stark besonnten und dunklen Flächen
und bei hoher Schlagregenbeanspruchung geringere Fugenabstände zu wählen.
Die durch Dehnungsfugen getrennten Bauteile
müssen auch getrennt voneinander verankert
und bewehrt werden, um eine zwängungsfreie
Bewegung zu ermöglichen.
Das heißt, Wandteile, welche vom Fundament
aufgehen, müssen von Wandteilen, welche auf
Konsolen hängen mit Dehnfugen getrennt werden.
Dehnfugenausbildung bei verputzter Vormauerschale
AUSBILDUNG DER DEHNUNGSFUGEN
Dehnungsfugen sind mit einem geeigneten
Material dauerhaft und dicht zu schließen. Entweder mit dauerelastischem Dichtstoff, komprimierbarem Schaumstoffband oder Klemmprofil.
Die Fugenbreite in Abhängigkeit vom gwählten
Dichtungsmaterial muss die errechneten Längenänderungen infolge Temperaturdehnung aufnehmen können.
Wärmedehnung des Mauerwerks:
0,005 mm/mK
Eine 10 m lange Wand dehnt sich demzufolge bei
einer Temperaturdifferenz von 60 K um 3 mm.
Außerdem müssen die beiden Wandteile durch
ein geeignetes, weiches Füllmaterial vollständig
voneinander getrennt sein. Je nach Fugensystem hat sich eine Fugenbreite von
10 bis 30 mm bewährt.
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Dehnungsfugen
VERTIKALE DEHNFUGEN
Kleine Fassadenflächen, speziell bei Einfamilienhäusern, werden meistens an den Hauptecken
des Gebäudes getrennt. Dort entsteht durch
Druck-, Zug- und Scherbewegungen die größte
statische Beanspruchung im Vormauerwerk.
Längere Fassadenflächen werden in Abschnitte
von max. 10 m unterteilt. Dabei gilt: Für dünnere und durch äußere Einflüsse stark beanspruchte
Wände sind die Abschnitt dementsprechend zu
verringern, bei dickeren und besser geschützten
Wänden kann der maximale Wert der ÖNORM B
3350 angewendet werden.
ECKAUSBILDUNG – FUGENANORDNUNG
MIT ECKFUGE:
Unmittelbar an den Ecken angeordnete Fugen ermöglichen eine unabhängige Bewegung der beiden winklig
aneinander stoßenden Verblendschalen.
Die Anker sollen nahe der Fuge angeordnet werden.
Vertikaler Abstand der Anker ca. 33 cm.
Fugenanordnung mit Eckfuge
ECKAUSBILDUNG – DURCHGEMAUERTE
ECKE:
Dehnfugenanordnung
In diesem Fall müssen beidseitig Fugen angeordnet
werden, und zwar jeweils maximal im halben zulässigen
Fugenabstand einer ebenen Fläche.
Die Anker sind in einem Abstand von der Ecke von
mindestens 1 m anzuordnen. Eckbügel (verzinkt,
Durchmesser 6 mm) in vertikalen Abständen von maximal 0,6 m werden empfohlen.
Gerade Dehnfugenausbildung
Dehnfugenausbildung
Im Ziegelverband
Durchgemauerte Ecke
TÜR- UND FENSTERÖFFNUNGEN
Anschlusskonstruktionen und Abdeckungen müssen
so ausgebildet werden, dass kein Widerstand gegen
die Temperaturverformung der äußeren Schale entstehen kann.
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HORIZONTALE DEHNFUGEN
In der Außenschale sind horizontale Dehnungsfugen stets unter Abfangungen z. B. durch Konsolen
anzuordnen.
Ausbildung horizontaler Dehnfugen
Unter Einfluss von Luftfeuchtigkeit vulkanisiert Polyflex LM zu einer dauerelastischen Masse.
Einsatzbereiche:
- Bewegungsfugen zwischen Betonfertigteilen und
Mauerwerk
- Fensteranschlussfugen und Fassadenfugen
HANNO-Werk GmbH. & Co.KG.
www.hanno.at
•Dicht- und Klebemasse MS
Die Dicht- und Klebemasse MS ist ein weichelastischer 1-Komponentendichtstoff auf Basis eines
MS-Hybrid-Polymers, anstrichverträglich und
geruchlos.
1
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Fuge gestaucht
Fuge gedehnt
geschlossenzelliges Schaumstoffprofil
Haftgrundierung
Fugendichtmasse (elastoplastisch)
Konsole
DEHNFUGENAUSFÜHRUNG
Die Fuge wird am besten mit einer PE-Rundschnur
gefüllt und mit Acryl-Dichtmassen oder mit Marmorsilikon verschlossen.
Vorraussetzung für einwandfreie Dichtungsarbeiten
sind richtige Fugendimensionierung und Vorbehandlung der Haftflächen.
Bei Verwendung von Marmorsilikonen können Produkte in verschiedenen Farben ausgewählt werden.
PRODUKTINFORMATION
FUGENMATERIAL
Den Braven Sealants GmbH.
www. denbraven.at
Kontakt: [email protected]
• Zwaluw Acryl Exterieur
Zwaluw Acryl Exterieur ist ein hochwertiger Einkomponenten Fugendichtstoff auf Basis von Acryldispersion, welch nach Applikation unmittelbar
regenfest ist. Das Produkt ist nahezu geruchlos
und nicht korrosiv gegenüber Metall. Nach der Verarbeitung bildet das Produkt, durch Verdunstung
von Wasser, eine plastisch-elastische Masse.
Einsatzbereiche:
- Anschlussfugen im Bau zwischen Holz- und Metallfenster und Beton und Mauerwerk für innen und außen Anwendungen.
• Zwaluw Polyflex-LM
Zwaluw Polyflex LM ist ein vielseitige Einkomponenten Polyurethan-Dichtstoff mit niedrigem Modul
für das Abdichten von Baufugen.
Einsatzbereiche:
- Anschlussfugen und Bewegungsfugen im Hochbau
- Anschlussfugen:
- auf Metallen
- auf diversen Kunststoffen
- auf Beton
- an Metall- und Kunststofffenstern
- Abdichtung von Fugen im Spenglerbereich
•Hannoband‚ BG1
Das Fugendichtungsband, Hannoband BG1, aus
Polyurethanweichschaum mit Acrylat-DispersionsImprägnierung entspricht der DIN 18542.
Einsatzbereiche:
- Dauerhafte Abdichtung von Konstruktions- u. Dehnfugen
- Fugen zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk
- Eindeckrahmen
- Lüftungsaufsätzen
- Trapezblechen etc.
Sika Plastiment Ges.m.b.H.
www.sika.at
•Sikafelx‚ PRO-2HP
Sikafelx PRO-2HP ist ein weichelastischer Polyurethan-Dichtstoff für das Bauwesen. Geeignet für
Außen- und Innenbereiche, mit ausgezeichneter
Haftung auf allen mineralischen Baustoffen, überstreichbar, dauerelastisch, UV-stabil, farbig.
Im Verarbeitungszustand ist Sikaflex PRO-2HP eine
plastische, standfeste Paste, die durch Luftfeuchtigkeit zu einem elastischen Dichtstoff aushärtet.
Einsatzbereiche:
- Anschlussfugen im Hochbau:
- an Fenstern und Türen
- an Rollladenkästen
- an Fenster-/Sohlbänken
- an Fassaden- und Metallverkleidungen
- Bewegungsfugen:
- außerhalb der DIN 18540
- an Balkonbrüstungen, Mauern
- an Porenbeton
- Abdichtungen im Holz- und Metallbau
Seite 11
Sturzausbildung / Überlagen
KLINKER-VORSATZSCHALE
b) auf dem Boden
Die Abfangung des Mauerwerks über
kleineren Wandöffnungen (Fenster und
Türen) erfolgt durch Überlagen bzw. Sturzbalken.
Auf einer Produktionsbühne bzw. Schalung
mit Anschlagleiste werden die Sturz-Klinker
mit der Sichtseite gegen die Anschlagleiste
aufgesetzt.
Für die Sturzausbildung bei Sichtmauerwerk
werden die Sturz-Klinker
In den Stoßfugen unten sind Styroporstreifen (ca. 1 x 1 cm) einzulegen. Die seitlichen Stoßfugen sind zu vermörteln und zu
glätten.
• Terca Oxford Rollscharziegel und (oder)
• Terca Oxford Flachsturzziegel verwendet.
Nach dem Einlegen der Bewehrung werden die Stürze mit Beton gemäß ÖNORM
B 4710-1 ≥ C 25/30 aus frühhochfestem
Zement verfüllt.
Die so vorgefertigten Balken sind nach
3 Tagen abzuheben und über einer Unterstellung mit einem Stich von 1/250 zu versetzen.
Klinker Rollscharziegelsturz
Die Unterstellung hat bis zu einer lichten
Weite von 2,00 m 1 x mittig, darüber 2 x
in den Drittelpunkten, zu erfolgen und ist
gemäß den Mindestausschalfristen der
ÖNORM B 4710-1 zu entfernen.
STATIK
Klinker Rollscharziegelsturz
HERSTELLUNG
Klinker-Stürze sind auf der Baustelle aus
dem Rollscharziegel oder aus dem Flachsturzziegel wie folgt herzustellen:
a) direkt über der Wandöffnung
Auf einem tragenden Pfostenauflager (Lehrgerüst) mit einem Stich von 1/250 werden
die Sturz-Klinker nach der Schnur aufgesetzt.
In den Stoßfugen unten sind Styroporstreifen (ca. 1 x 1 cm) einzulegen. Die seitlichen
Stoßfugen sind zu vermörteln und zu glätten.
Nach dem Einlegen der erforderlichen
Bewehrung werden die Stürze mit Beton
gemäß Ö-NORM B 4710-1 ≥ C 25/30 verfüllt.
Ein Entfernen der Pfostenauflager hat laut
den Mindestausschalfristen der ÖNORM B
4710-1 zu erfolgen.
Seite 12
Während der Rollscharziegelsturz als selbsttragender Balken wirkt, erreicht der Flachsturz seine Tragfähigkeit erst durch die statisch mitwirkende Übermauerung.
Zur Festlegung der benötigten Bewehrung
sowie der Betongüte ist ein Statiker beizuziehen!
VERPUTZTE VORSATZSCHALE
Bei einer verputzten Vorsatzschale erfolgt
die Sturzausbildung wie beim einschaligen
Mauerwerk mittels eines Fertigteilsturzes:
• POROTHERM Sturz
• POROTHERM Thermo-Sturz
Auflasttabellen und Details zur Ausführung
finden Sie in unseren Broschüren
„Technischen Produktdaten – Normen und
gesetzliche Anforderungen“
„Verarbeitungshinweise POROTHERM
Ziegelbausysteme“
Konsolen
KONSOLEN
Konsolen dienen zur Abfangung der Vorsatzschale beim zweischaligen Mauerwerk.
Für die Abfangung der Vorsatzschale über großen Wandöffnungen wird z.B. die Konsole
HK4 F der Firma Halfen verwendet:
In folgenden Fällen muss die Vorsatzschale
abgefangen werden:
•Bei Wanddicke 120 mm: in der Höhe mindes-
tens alle 12 m bzw. alle zwei Geschosse bei 2/3 Auflagerung
Bei Wanddicke < 120 mm in der Höhe mindes-
tens alle 6 m
•über (für Stürze) zu breiten Öffnungen
•wenn aus bauphysikalischen Gründen das Ver-
blendmauerwerk nicht auf ein Fundament gegründet oder auf auskragende Decken auf-
gelagert werden soll
Typ HK4 F
Typ HK4-U (Standardtyp): siehe Seite 14-15
Für verschiedene Anforderungen (Abfangung von
geschlossenen Wandflächen, Gebäudeecken,
Fensterbrüstungen, Fertigstürzen, Sonderkonstruktionen) werden unterschiedliche Konsoltypen angeboten.
Technische Kennwerte, Anwendungsbeispiele
und Belastungstabellen finden Sie im Internet
unter www.halfen-riss.at.
Für größere Wandöffnungen können auch Konsolanker
mit Aufhängeschlaufen mit den Sturz-Klinkern kombiniert werden um eine Klinkeruntersicht zu erreichen.
Dabei wird die Bewehrung des Klinker-Sturzes durch
die Aufhängeschlaufe geführt und diese mit einbetoniert.
Seite 13
HALFEN-DEHA
Konsolanker
Seite 14
HALFEN-DEHA
Konsolanker
Seite 15
Bilddokumentation: Sturzausbildung
mit Konsolanker bei Sichtmauerwerk
Bild 1: Auflegen der Sturzklinker auf Lehrgerüst
Bild 3: Bewehrung des Sturzes und Aufhängeschlaufen der Konsolanker
Bild 2: Montage der Konsolanker
Bild 4: Klinker-Sturz mit Beton verfüllt
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Verankerung
VERANKERUNG
Methode 1:
Nachträgliches Aufmauern der Außenschale
Die äußere Schale muss zur Gewährleistung
der Standsicherheit mit der Tragkonstruktion
verbunden werden. Da ein starrer Verbund zwischen den beiden Mauerschalen aus Gründen
der Wärmedämmung (Wärmebrücken) und der
Bewegungsfreiheit der Außenschale in Wandebene (Temperaturdehnung) aber grundsätzlich
unerwünscht ist, darf die Verankerung nur durch
spezielle und richtig angeordnete Zweischalenanker erfolgen. Alle übrigen Zwängungen,
beispielsweise verursacht durch Mörtelbrücken,
Sparrendurchführungen oder Fensterrahmen, sind
sorgfältig zu vermeiden.
Bei dieser baupraktisch bewährten Methode wird
zuerst die tragende Innenschale errichtet. Nach
dem Aufbringen der Wärmedämmung an Innenschale wird dann die Außenschale vorgemauert.
Die Luftschichtanker werden in der tragenden
Innenschale verdübelt und in der Außenschale in
die Lagerfuge eingemörtelt.
Methode 2:
Gleichzeitiges Aufmauern beider Schalen
Bei dieser Methode werden beide Schalen gleichzeitig aufgemauert. Dadurch ist es möglich, die
Anker bei beiden Schalen in die Lagerfugen
einzumörteln.
Bei der Verwendung von Schüttgut als Wärmedämmung ist diese Ausführung zwingend.
Lt. ÖNROM B 3350 sind mind. 5 Drahtanker je
m2 Wandfläche vorzusehen. Zusätzliche Anker,
3 Drahtanker je Meter Wandlänge, sind an allen
freien Rändern von Öffnungen, an Gebäudeecken, beidseits von Dehnungsfugen und an den
oberen Enden der Außenschalen anzuordnen.
Achtung: Das gleichzeitige Aufmauern der beiden
Schalen bei Sichtmauerwerk (Klinker) ist nicht zu
empfehlen!
Die Herstellung von zweischaligem Mauerwerk
kann nach zwei verschiedenen Vorgangsweisen
erfolgen:
Für unsere Aufbauten empfehlen wir die Ausführung gemäß Methode 1 mit folgenden Luftschichtanker:
Schalenabstand bis 14 cm
Niedrigenergiehaus-Standard
Methode 1
Schalenabstand bis 24 cm
Passivhaus-Standard
BEVER
Methode 1
Dübelanker mit Einschlaggewinde
Nachträgliches Aufmauern der Dimension: 3,0 x 300 mm
Außenschale
Nachträgliches
Aufmauern der
Außenschale
BEVER
Dübelanker mit Einschlaggewinde
Dimension: 4,0 x 400 mm
Bedarf: 5 Anker / m2
Bedarf: nach statischer Erfordernis
Methode 2
BEVER
Methode 2
Maueranker L-Form
BEVER
Maueranker L-Form
Gleichzeitiges Aufmauern Dimension: 3,0 – 25 / 300 mm
beider Schalen
Gleichzeitiges
Aufmauern
beider Schalen
Bedarf: 5 Anker / m2
Bever
Gesellschaft für Befestigungsteile
Verbindungselemente mbH
Auf dem niedern Bruch 12
D-57399 Kirchhundem-Würdinghausen
Telefon: +49 (0) 2723/97 60-0
Dimension: 4,0 – 25 / 400 mm
Bedarf: nach statischer Erfordernis
Vertrieb:
HALFEN-RISS GmbH, Verankerungstechnik
Oswald-Redlich-Straße 5
A-1210 Wien
Telefon: +43 (0) 1/259 67 70
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Mörtel und Verfugung
KLINKER-VORSATZSCHALE
Fertig-Mauermörtel
Beim Vermauern von Klinker sind immer fabriksmäßig hergestellte Klinkermauermörtel (Trassmörtel) zu
verwenden. Diese werden lediglich durch Zugabe
von Wasser nach Angabe des Herstellers angerührt. Die Verwendung von Frostschutzmitteln ist
unzulässig, da sie Ausblühungen begünstigen.
Bei langanhaltendem Regen sind die Klinker mit
einer Folie oder Plane, bei vorübergehenden Frost
oder Schneefall durch eine Dämm-Matte mit darüber liegender Folie zu schützen, wenn anschließend
weitergemauert werden soll.
Das Vermauern darf nicht bei Temperaturen von
unter +5 °C Untergrund-, Material- und Umgebungstemperatur erfolgen!
Gleichzeitige Verfugung (Standardfall)
Der gemischte Mörtel wird vollflächig verarbeitet. Alle Stoß-, Lager- und Schalenfugen werden
satt verfüllt. Die Stoßfugen sollten 10 mm und
die Lagerfugen 12 mm dick sein. Die Verfugung
soll bündig mit der Ziegelfläche sein; der aus den
Fugen getretene Mörtel wird abgestrichen. Die Vermörtelung sollte am besten mit einem Stück 1/2”
Schlauch glattgestrichen werden.
Nach dem Anziehen der Vermörtelung und dem
Fugenglattstrich entsteht eine Fuge mit einer leichten Kehle, die nach kurzer Zeit resistent gegenüber
Witterungseinflüssen ist.
Nachbehandlung des frischen Mauerwerkes
Bei ungünstiger Witterung kann eine Nachbehandlung notwendig werden.
Sichtmauerwerk ist vor Schlagregen abzudecken,
um Auswaschungen zu vermeiden. Vor extremer
Sonnenbestrahlung ist das frische Mauerwerk
ebenfalls zu schützen.
Feingliedrige Bauteile, wie z. B. Pfeiler, die frisch
verfugt sind, müssen vor Frost und Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Verputzte Vorsatzschale
Nachträgliche Verfugung
(Sonderfall / Fugensanierung)
Ist nachträgliche Verfugung vorgesehen, sind die
Fugen gleichmäßig 15 – 20 mm tief (jedoch nicht
bis zur Ziegellochung) flankensauber auszukratzen. Vor Einbringen des maschinell gemischten
Fertig-Fugenmörtels sind die ausgekratzten Fugen
sorgfältig zu reinigen, das Sichtmauerwerk staubfrei
zu machen und der Fugenbereich vorzunässen.
Der schwach plastische Fugenmörtel ist in zwei
Arbeitsgängen in die Fugen einzudrücken und gut
zu verdichten.
1. Arbeitsgang: Erst Lagerfuge, dann Stoßfuge
2. Arbeitsgang: Erst Stoßfuge, dann Lagerfuge
Die Verfugung sollte möglichst bündig oder höchstens 1 – 3 mm hinter den Sichtflächen der Klinker
abschließen und ist vor frühzeitiger Austrocknung
zu schützen.
Vor dem Mauern
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Die Herstellung einer verputzten Vorsatz-schale
erfolgt mittels Kalk/Zement-Unterputz mit Leichtzuschlag, z. B. Baumit GrundPutz leicht.
Wandaufbau
Besonderheiten bei der Berechnung des
Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert)
beim Zweischalenmauerwerk
(nach ÖNORM EN ISO 6946)
LUFTSCHICHT
Eine Luftschicht gilt als stark belüftet, wenn die
Öffnungen zwischen Luftschicht und Außenumgebung 1500 mm2 je m Länge für vertikale
Luftschichten überschreiten. Das ist in der Regel
bei der hinterlüfteten Ausführung des Zweischalenmauerwerks der Fall.
Bei der Berechnung des U-Wertes der zweischaligen Wand werden die Wärmedurchgangswiderstände der Luftschicht und aller anderen
Schichten zwischen Luftschicht und Außenumgebung vernachlässigt.
WÄRMEÜBERGANG
Der äußere Wärmeübergangswiderstand entspricht dem inneren und ist beidseitig mit
Rsi = 0,13 m2K/W bei horizontalem Wärmestrom
anzusetzen.
BERÜCKSICHTIGUNG
MECHANISCHER BEFESTIGUNGTEILE
Wenn eine Dämmschicht von mechanischen
Befestigungsteilen durchdrungen wird, ergibt
sich bei der Verwendung von Edelstahlankern
die Korrektur des Wärmedurchgangskoeffizienten. Dabei wird dem berechneten U-Wert der
Wand der Korrekturterm _Uf für mechanische
Befestigungsteile aufaddiert.
Durchmesser des
Anzahl der
Befestigungsankers
Anker pro
m 2
3 mm
4 mm
5 mm
4 Stk.
0,0025
0,0045
0,0071
5 Stk.
0,0032
0,0057
0,0088
6 Stk.
0,0038
0,0068
0,0106
8 Stk.
0,0051
0,0090
0,0141
10 Stk.
0,0064
0,0113
0,0177
Korrekturterm _Uf für mechanische Befestigungsteile
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Wandaufbau
WANDAUFBAU – NIEDRIGENERGIEHAUS
WANDAUFBAU – PASSIVHAUS
Variante:
Klinkervorsatzschale mit Luftschicht und Entwässerungsöffnungen
Variante:
Verputze Vorsatzschale mit Kerndämmung
Niedrigenergiehaus
Aufbau
Passivhaus
12 cm
Klinkervorsatzschale
2,5 cm
Außenputz (Kalkzement)
2 cm
Luftschicht
12 cm
Außenschale – PT 12-50
24 cm
Dämmung (Mineralwolle)
14 cm
Dämmung (Mineralwolle)
20 cm
Innenschale – PT 20-40
20 cm
Innenschale – PT 20-40
1,5 cm
Innenputz (Gipsputz)
1,5 cm
Innenputz (Gipsputz)
49,5
0,24
von außen nach innen
Wanddicke [cm]
60
Wärmeschutz
U-Wert [W/m2K] *
0,14
78
speicherwirksame Masse [kg/m2]
78
Schallschutz
534
flächenbezogene Masse [kg/m2]
432
76
bewertetes Schalldämmmaß [dB] RW
72
≥ F90
Brandschutz
Brandwiderstandsklasse
≥ F90
Feuchteschutz
abhängig vom verwendeten Dämmstoff Dampfdiffusionswiderstand abhängig vom verwendeten Dämmstoff
im Einzelfall nachzuweisen
Kondensationsrisiko
im Einzelfall nachzuweisen
* mit Berücksichtigung mechanischer Befestigungsteile (Luftschichtanker) gemäß ÖNORM EN ISO 6946
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Verarbeitung und Reinigung
von Sichtmauerwerk
VORBEREITUNG
REINIGUNG
Herstellen von Teilstücken
Reinigen der Sichtmauerflächen
Teilstücke für Sichtflächen sollten nicht geschlagen, sondern geschnitten werden.
Die Schnittflächen sind beim Vermauern senkrecht zur Wandflucht zu versetzen.
Muss die Lage eines Ziegels korrigiert werden,
sind Ziegel und Mörtel zu entfernen, und es
muss in frischem Mörtel neu versetzt werden.
Alle groben Verschmutzungen sind soweit wie
möglich mechanisch zu entfernen. Die Fassadenflächen sind abzubürsten, auch die Fugen
müssen von allen losen Mörtelteilen gesäubert
werden. Die Fassade ist von unten nach oben
vorzunässen. Das Reinigen der Fassade erfolgt
von oben nach unten mit Wasser und Bürste,
eventuell unter Zusatz von Detergentien und Enthärtern.
VERARBEITUNG
1. Fassade vermessen und Dehnfugen und Ziegelraster vom Plan übertragen. Fenster-
öffnungen und Auslässe auf die 1. Schar übertragen und auf „die Richtige Lage“ prüfen.
2. Schalenabstand und Aufstandsflächen prüfen. Bei den vorgehängten Fassaden-
flächen die Konsolen montieren.
3. Dämmkeil und Isolierung für die Fassaden-
entwässerung anbringen.
4. Aufstichlatte anfertigen und links und rechts von der zu verarbeitenden Klinkerfläche in Höhe und Lot befestigen.
5. Wärmedämmung montieren.
6. Setzen der 1. Ziegelschar mit Berücksichti-
gung des Ziegelverbandes, der Dehnfugen und in Folgescharen geplanten Öffnungen.
7. Vermauern mit Klinkermörtel. Die Lager-, vor a
llem aber auch die Stoßfugen, sind
sorgfältig und vollständig zu vermörteln. Mörtelfarbe ist im Vorfeld zu klären. (Es empfiehlt sich eventuell ein Probemauerwerk z u errichten).
Nach der Abbindezeit von ca. 10 Minuten wird der Mörtel bündig mit einer Kelle gleich d
em Klinker abgeschnitten und die Fuge mit e
inem steifen _´´ - Schlauchstück geglättet.
Die Klinker sollten möglichst sauber gehalten w
erden. Eventuell den angetrockneten Mörtel mit Kunstschleifgewebe abreiben.
8. Klinkerziegel immer aus mehreren Paletten
v erarbeiten.
9. Das Mauerwerk vor ungünstigen Witterungs-
e
inflüssen schützen (Regen, zu rasche Aus-
t rocknung im Sommer, nie unter +5 °C Untergrund-, Material- und Umgebungstem-
peratur arbeiten).
10.Endreinigung
Bei starker Verschmutzung kann die vorgereinigte und vorgenässte Fassadenfläche mit
geeigneten Säurelösungen oder speziellen Reinigungsmitteln behandelt werden. Die Fassade ist
mit fließendem klaren Wasser direkt nach dem
Abwaschen oder Absäubern nachzuspülen. Eine
Durchfeuchtung des Mauerwerkes muss dabei
vermieden werden.
Beseitigen von Ausblühungen
Die meisten Ausblühungen verschwinden unter
Witterungseinwirkung nach verhältnismäßig kurzer Zeit.
Trockenes Beseitigen ausgeblühter Stoffe ist –
soweit möglich – die wirksamste Maßnahme zur
Entfernung von Ausblühungen. Bei Verwendung
von Wasser zur Reinigung werden die vom Wasser erneut gelösten Salze von Ziegeln und Fugen
teilweise wieder aufgesaugt. Bewährt haben sich
auch Dampfstrahl-Reinigungsgeräte, insbesondere die ohne chemische Zusätze arbeitenden,
immer häufiger angewendeten NiederdruckRotationswirbel-Verfahren.
Reinigungsmittel
Reinigungsmittel sind für unterschiedliche
Anwendungen geeignet. Die Wahl des jeweils
zur Anwendung kommenden Reinigungsmittels
wird durch die Art der Verschmutzung bestimmt.
Im Zweifelsfall sind der Hersteller des Reinigungsmittels um Rat zu fragen und Vorversuche
anzusetzen.
Spezielle Produkte für Reinigung und Pflege von
Klinker finden Sie im Internet unter
www.finalit.at.
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Bilddokumentation
Mörtelauftrag zur Stoßfugenausbildung
Abschneiden des vorstehenden Mörtels
Verzahnte vertikale Dehnfuge - Eckausbildung
Lüftungsöffnungen – offene Stoßfugen
Mauerende für verzahnte vertikale Dehnungsfuge
Luftschichtanker mit Klemmplatte
Aufstichlatte mit Scharenmakierung
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Ausschreibungstext
09.13 SICHTMAUERWERK, VORMAUERUNG
09.W3 Z
WIENERBERGER
Sichtmauerwerk als Vormauerung (Klinkervorm.) aus frostbeständigen Klinkerziegeln, gemauert mit Klinkerfertigmörtel. Mauern und Verfugung in einem Arbeitsgang, die
Verfugung ist bündig mit der Ziegeloberfläche und wird
durch Glätten mit einem steifen 1/2 Zoll Schlauchstück
leicht gekehlt hergestellt. Lagerfugen im Mittel 1,2 cm,
Stoßfugen 1,0 cm.
Teilsteine werden sauber geschnitten. Fassadenfläche ist
nach Fertigstellung mit geeigneten Mitteln nach den Vorschriften der Hersteller zu reinigen.
Das Ausbilden von geraden oder verzahnten Trennfugen
wird nicht gesondert vergütet. (Elastische Fugenfüllung
und etwaige Fugenprofile in einer eigenen Position.)
Dehnfugenausbildung: im Ziegelverband / geradlinig.
Lüftungsöffnungen lt. DIN 1053-1
Bauart
Anforderungen zum Feuchteschutz
Zweischalige Außenwände mit Hinterlüftung und Wärmedämmung
Unten und oben Lüftungsöffnungen
(jeweils 7500 mm2 auf 20 m2)
Untere Öffnungen gleichzeitig zur Entwässerung
Keine Anforderungen an Dämmstoffe
Zweischalige Keine Lüftungsöffnungen
Außenwände mit Entwässerungsöffnungen im Fußpunktbereich
Kerndämmung
der Außenschale (5000 mm2 auf 20 m2)
Dämmstoffe müssen dauerhaft wasser
abweisend sein (genormt oder zugelassen)
Schalenabstand: . . . . . . . . . .
Luftspalt: . . . . . . . . . .
Wärmedämmschicht: . . . . . . . . . .
Art und Umfang der Abfangung der Außenschale und die
Ausbildung der Überlager wird gesondert vergütet.
Mauerwerkshöhen laut Plan.
Anforderungen an den Klinker:
Mittlere Druckfestigkeit senkrecht zur Lagerfläche:
- GL (Großlochklinker) >= 60 N/mm2
- KL (Kleinlochklinker) >= 70 N/mm2
- V (Vollklinker) >= 70 N/mm2
Wasseraufnahme <= 7 Masse-%
Grenzabmaße:
- Abmaßklasse T2 oder besser
- Maßspanne R2 oder besser
Frostwiderstandsklasse F2
Gehalt an aktiven löslichen Salzen S2
Brutto-Trockenrohdichte:
- GL (Großlochklinker) >= 1600 kg/m?
- KL (Kleinlochklinker) >= 1900 kg/m?
- V (Vollklinker) >= 2100 kg/m?
09W311A Z
Klinkervorm.Terca Oxford GL 12cm
Vormauerung außen, Mauerwerk 12 cm dick, österreichisches Normalformat 25 x 12 x 6,5 cm, Großlochklinker
(GL), einschließlich offener Stoßfugen in angeordneter
Anzahl, Läuferverband, Farbe und Oberfläche nach Wahl
des Auftraggebers.
Farbe: . . . . . . . . . .
Oberfläche: . . . . . . . . . .
Klinkerfertigmörtel Marke: . . . . . . . . . .
Farbe: . . . . . . . . . .
z.B. WIENERBERGER KLINKERZIEGEL TERCA OXFORD
GL oder Gleichwertiges.
Angebotenes Erzeugnis: . . . .
09W312A Z
Klinkervorm.Terca Oxford KL 12cm
Vormauerung außen, Mauerwerk 12 cm dick, österreichisches Normalformat 25 x 12 x 6,5 cm, Kleinlochklinker
(KL), einschließlich offener Stoßfugen in angeordneter
Anzahl, Läuferverband, Farbe und Oberfläche nach Wahl
des Auftraggebers.
Farbe: . . . . . . . . . .
Oberfläche: . . . . . . . . . .
Klinkerfertigmörtel Marke: . . . . . . . . . .
Farbe: . . . . . . . . . .
z.B. WIENERBERGER KLINKERZIEGEL TERCA OXFORD
KL oder Gleichwertiges.
Angebotenes Erzeugnis: . . . . . . . . . .
Klinkervorm.Terca Oxford V 12cm
09W313A Z
Vormauerung außen, Mauerwerk 12 cm dick, österreichisches Normalformat 25 x 12 x 6,5 cm, Vollklinker (V),
einschließlich offener Stoßfugen in angeordneter Anzahl,
Läuferverband, Farbe und Oberfläche nach Wahl des
Auftraggebers.
Farbe: . . . . . . . . . .
Oberfläche: . . . . . . . . . .
Klinkerfertigmörtel Marke: . . . . . . . . . .
Farbe: . . . . . . . . . .
z.B. WIENERBERGER KLINKERZIEGEL TERCA OXFORD
V oder Gleichwertiges.
Angebotenes Erzeugnis: . . . . . . . . . .
09W321 Z
Aufzahlung (Az) auf die Position Klinker-Sichtmauerwerk
(Klinker-Sichtmwk.) zur Dehnfugenbildung.
A Az Dehnfugenausbildung Klinker-Sichtmwk.
Dehnfugen mit einer PE-Rundschnur füllen und mit dauerelastischem Versiegelungsmaterial auf Acryl- oder PU-Basis
verschließen, einschließlich Vorbehandeln der Haftflächen
mit Primer und Nachbehandeln der Versiegelung, hergestellt nach den Verarbeitungsrichtlinien des Erzeugers.
Dauerhaft witterungs- und UV-beständig, für Klinker geeignet. Farbe angepasst an die Farbe der Mörtelfuge.
Angebotenes Erzeugnis: . . . . . . . . . .
09W322 Z
Aufzahlung (Az) auf die Position Klinkersichtmauerwerk für
die Erschwernis beim Mauern von Pfeilern.
A Az Klinkermwk. Pfeiler
09W323 Z
Aufzahlung (Az) auf die Position Sichtmauerwerk für das
Ausbilden eines Abschlusses mit geschnittenen Ziegeln
oder Steinen, einschließlich der Schneidearbeiten. Abgerechnet nach Flächenmaß, Länge mal Mauerdicke.
A Az schräg. Giebel Klinker
Schräger Giebelabschluss mit Klinkerziegeln.
B Az bogenf. Abschluss Klinker
Bogenförmiger Abschluss mit Klinkerziegeln.
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Ausschreibungstext
09W325 Z
Aufzahlung (Az) auf die Position Klinker-Sichtmauerwerk
für bogenförmige Sturzausbildungen (z.B. Fenster, Türöffnungen). Abgerechnet die Summe der unteren (abgewickelten) Bodenflächen.
A Az Klinkermwk. bogenförmiger Sturz
09W326 Z
Aufzahlung (Az) auf die Position Sichtmauerwerk für
das Ausbilden von rechwinkeligen (Fenster-)Öffnungen.
Abgerechnet die abgewickelte Fläche der Leibungen, einschließlich der erforderlichen Ziegel- oder Steinschnitte.
A Az Klinkermwk. Rund-Ovalöff.
Bei Klinker-Sichtmauerwerk für runde oder ovale Öffnungen.
B Az Klinkermwk. Polyg-Rautenöff.
Bei Klinker-Sichtmauerwerk für polygonale oder rautenförmige Öffnungen.
09W328 Z
Aufzahlung (Az) auf die Position Sichtmauerwerk zur Verankerung zum Hintermauerwerk.
A Az Verankerung
Drahtanker d = . . . . . . . . . . mm (mindestens 3 mm) aus
nicht rostendem Stahl einschließlich geeignetem Dübel
für das Hintermauerwerk und Klemmkrallenplatte für die
Dämmung.
Anzahl . . . . . . . . . . pro m2, zusätzlich an freien Rändern . .
. . . . Stück je Randlänge. Schalenabstand: . . . . . . . cm.
Angebotenes Erzeugnis: . . . . . . . . . .
09W329 Z
Aufzahlung (Az) auf die Position Sichtmauerwerk zur Ausbildung der Feuchtigkeitssperrschicht.
A Az Feuchtigkeitssperrschicht
Feuchtigkeitssperrschicht am Fußpunkt der zweischaligen
Außenwand, sowie im Bereich der Fenster und Türstürze
aus selbstklebender Bitumenelastomerbahn. Folie mit
überdeckten Stößen. Im Bereich des Schalenzwischenraumes mit Gefälle nach außen, im Bereich der Außenschale horizontal bis 1 cm zur Vorderkante Außenschale,
am Hintermauerwerk 25 cm hochgeführt und verklebt.
09W330 Z
Aufzahlung (Az) auf die Position Sichtmauerwerk für Abfangungen.
A Az Abfangungen
Liefern und montieren von Edelstahl-Abfangkonstruktion
für das Verblendmauerwerk aus Einzelkonsolanker oder
Winkelkonsolanker. Einbau nach statischem Nachweis
und nach den Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers.
Angebotenes Erzeugnis: . . . . . . . . . .
09W331 Z
Aufzahlung (Az) auf die Position Sichtmauerwerk zur Herstellung von Sturzausbildungen.
A Sichtmwk. Sturzausb. 12cm
Ausbildung - Abfangung der Fenster- und Türstürze
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mit Edelstahl-Abfangkonstruktion oder mit FlachsturzRollscharziegelsturz seitlich aufgelagert einschließlich statischem Nachweis, je nach Erfordernis.
Untersicht Ziegel.
Angebotenes Erzeugnis: . . . . . . . . . .
B Az Sichtmwk. Sturzausb. 25cm
Ausbildung - Abfangung der Fenster- und Türstürze
mit Edelstahl-Abfangkonstruktion oder mit FlachsturzRollscharziegelsturz seitlich aufgelagert einschließlich statischem Nachweis, je nach Erfordernis.
Untersicht Ziegel.
Angebotenes Erzeugnis: . . . . . . . . . .
Hinweis:
Sämtliche Ausschreibungstexte sind im Internet unter
www.wienerberger.at als ÖNORM gerechter Datenträger
zum Import in AVA-Programme sowie als Word-Dokument
erhältlich.
09A9 VERSETZARBEITEN (ISOVER)
09A953F
Fass. Mineralwollep.leicht 14 cm
Wärmedämmung von senkrechten nicht bewitterten Flächen aus gebundenen Mineralwolleplatten, durchgehend
hydrophobiert, leichte Ausführung mit hohem Dämmwert.
Einschließlich mechanischer Befestigung nach den Verarbeitungsrichtlinien des Erzeugers, ohne Unterschied des
Untergrundes. Produktart: MW-W,
Zugfestigkeit in Probenebene mindestens: 25,0 (längs) /
29,0 (quer) kN/m2, Brennbarkeitsklasse A.
Angebotenes Erzeugnis: ....
------------------------14 cm dick,
Wärmedurchlasswiderstand Rt: 3,784 m2K/W,
Erzeugnis mit ÖNORM-Registrierung,
z. B. ISOVER-FASSADEN-DÄMMPLATTE FDPL 14 oder
Gleichwertiges.
Erzeugnis: ...........................................
Lohn : ..............
Sonstiges : ..............
-------------------------M2 E.P. : .............. ................ m2
09A954F
Fass. Mineralwollep.sch wer 14 cm
Wärmedämmung von senkrechten nicht bewitterte Flächen aus gebundenen Mineralwolleplatten, durchgehend
hydrophobiert, schwere Ausführung. Befestigung durch
Klebung und/oder mechanisch nach den Verarbeitungsrichtlinien des Erzeugers, ohne Unterschied des Untergrundes. Produktart: MW-WF,
Zugfestigkeit normal zur Probenebene mindestens:
1,6
kPa,
Brennbarkeitsklasse A,
Angebotenes Erzeugnis: ....
------------------------14 cm dick,
Wärmedurchlasswiderstand Rt: 4,000 m2K/W,
Erzeugnis mit ÖNORM-Registrierung,
z. B. ISOVER-FASSADEN-DÄMMPLATTE FDP 14
oder Gleichwertiges.
Erzeugnis: ...........................................
Lohn : ..............
Sonstiges : ..............
-------------------------M2 E.P. : .............. ................ m2
Unverbindlicher
Kalkulationsansatz
Seite 25
Details
DETAILZEICHNUNGEN:
A: Flachdach – Attika
B: Sockel
E: Fensteranschluss oben (Sturz) mit
Raffstorekasten
F: Fensteranschluss unten (Brüstung)
G: Fensteranschluss seitlich (Laibung)
Die Detailzeichnungen wurden im Rahmen der
Diplomarbeit „Passivhaus in Ziegelbauweise mit
Schwerpunkt Zweischalenmauerwerk“ zur Erlangung des akademischen Grades Diplom-Ingenieur von Martin Krapfenbauer erstellt.
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Details
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Das Mauern in
Planziegel - Technologie
Seite 28
Details
Seite 29
Details
Seite 30
Details
Seite 31
1,5M 03/11 JE 62086
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH
Hauptstraße 2
2332 Hennersdorf
T 01 605 03-0
F 01 605 03-99
E o˜ [email protected]
www.wienerberger.at