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Ich bin Gott, der dich sieht!
29.5. 2016
Gestern war Global Outreach Day. Etwa 20 Christen gingen in die Innenstadt, und
sprachen mit Menschen über Gott!
Eine Frage die man oft hört, und natürlich auch gestern:
Ist Gott tatsächlich da? Warum lässt er Leiden und Not zu, wenn er doch lieben soll?
Achtet er auf mich? Sieht er (ausgerechnet) mich? Hat er Zeit für mich, wenn er sich
doch um die ganze Welt kümmern muss?
Im Film Bruce allmächtig ist Bruce, dargestellt vom Jim Carrey, aufgebracht über
sein Schicksal, sein Leben und gibt seinem Ärger freien Lauf während dem
Autofahren. Er fordert Gott auf, ihm Antworten zu geben. Sieht diese aber nicht!
In der Bibel finden wir die berührende Geschichte einer Frau, die von Gott gesehen
wurde.
Abraham und Sara verbrachten einige Zeit in Ägypten. Als sie von dort wegzogen,
nahmen sie eine Sklavin mit, als Dienerin von Sarah. Sie nannten sie Hagar, das
heisst „die Fremde“. Das war vermutlich nicht ihr wirklicher Name, sondern einfach
ein Übername. 1 Mo 16
Sara, ihre Herrin, konnte keine Kinder bekommen, darum hat sie von Abraham
verlangt, er solle mit Hagar ein Kind zeugen, das sie dann sozusagen adoptieren
könne. Danach aber, als Hagar schwanger wurde, fühlte sich Sara zurückgesetzt,
denn Hagar trat nun selbstbewusster auf.
Sara demütigte nun Hagar und behandelte sie schlecht. So lange, bis Hagar nur
noch einen Ausweg sah: die Flucht durch die Wüste Schur. Sie wollte wohl zurück
nach Ägypten, zurück zu ihrem Volk, wo sie nicht einfach eine Fremde war. In der
Wüste begegnet ihr der Engel Gottes. Er fordert sie auf, zurückzukehren und Sara
gefügig zu sein. Der Engel prophezeit Hagar, dass sie einen gesunden, starken
Sohn gebären wird, der nicht wie sie als Sklave leben werde, sondern als freier
Mann. Dieser werde zum Stammvater vieler Völker. Sie solle ihn Ismael nenne, was
bedeutet „Gott hört“.
1 Mo 16:13 Da nannte sie den Namen des HERRN, der zu ihr geredet hatte. Du bist
El Roi! Denn sie sagte: Habe ich nicht auch hier hinter dem hergesehen, der mich
angesehen hat? 14 Darum nennt man den Brunnen: Beer-Lachai-Roi; siehe, er ist
zwischen Kadesch und Bered.
→ Wir finden hier einen der schönsten Gottesnamen: „El-Roi“
→ Wer hat ihn erfunden? Sie hat ihrem Son bestimmt viele hundert Male von dieser
Begegnung erzählt! (Geschichten erzählen war damals Abendbeschäftigung am
Feuer!!)
→ Wär läbts? Nicht Ismael, der die Erfahrung seiner Mutter aufnimmt, sondern
Isaak, sein Halbbruder! Auch er hat diese Geschichte gehört, und es hat sein Herz
berührt! Da ist dieser Gott seines Vaters, der jedem begegnet, der Hilfe benötigt! Ein
Gott, El, der mich anschaut! Roi!
→ Er nimmt es in sein Herz auf, und beginnt dieses Wissen in seinem Leben
anzuwenden! Er lebt danach, richtet sein Leben danach aus, dass Gott an ihm
interessiert ist! Er nimmt das sehr ernst, das sehen wir an einer Schlüsselsituation
seinen Lebens!
Bei der Brautwahl! Er kannte kein Internett, keine Singelbörse, kein Speed Dating,
kein flirt-Portal, er besuchte keine Single Ferien auf Mallorca und gab keine
Kontaktanzeige auf! ...er musste warten, bis Elieser, der Vertraute seines Vaters
zurückkehrte und ihm eine Frau brachte! Aus Mesopotamien! Mir hätte schon dieses
Wort „Mesopotamien“ Angst eingeflösst! Und der Mann war schon uralt, was sollte
der schon wissen, welche Frau einem jungen Mann gefallen würde?!? Kannst du dir
vorstellen, dass Isaak ein wenig beunruhigt war? Und was hat Isaak gemacht in
dieser Situation?
1 Mo 25:61 Danach bestiegen Rebekka und ihre Dienerinnen die Kamele und
machten sich mit Abrahams Knecht auf den Weg. 62 Isaak wohnte zu der Zeit im
Süden des Landes. Er kam gerade zurück von dem Brunnen, der den Namen
"Brunnen des Lebendigen, der mich sieht" trägt, 63 und machte abends noch einen
Spaziergang, um nachzudenken und zu beten. Da sah er auf einmal Kamele
kommen. 64 Auch Rebekka hatte Isaak entdeckt.
→ Vermutlich hatte Elieser, der Verwalter Abrahams, einen Knecht vorausgeschickt
mit der Botschaft, er werde bald ankommen!
Also mir wäre bei diesem Gedanken wohl beinahe das Herz still gestanden!
Darum ist Isaak zu diesem Brunnen gegangen, dem Brunnen der Begegnung mit
dem Lebendigen Gott, der auch ihn anschauen würde!!!
→ Dort hatte er Gottes Gegenwart und Hilfe gesucht. Gefleht, dass Elieser ihm doch
eine Frau nach seinem Herzen bringen würde! Doch sein Herz war immer noch
unruhig. So ging er auch danach noch spazieren um nachzudenken und zu beten!
(Das mache ich auch immer dann, wenn mich etwas beunruhigt, ich den Rat Gottes
suche, wie bei der Frage, wohin Gott uns als Familie führen möchte nach Basel )
Für Isaak ist die Geschichte gut ausgegangen. Gott hatte bereits Monate vorher
dafür gesorgt, dass seine Gebete erhört würden: Eine schöne Frau, eine gute Frau,
eine liebe Frau… Gott kennt unsere Wünsche, Gedanken, Ängste, aber er sieht
auch, ob wir die Hilfe bei ihm suche, ihm vertrauen!!!
67 Dann führte Isaak sie in das Zelt seiner Mutter Sara; und er nahm Rebekka, und
sie wurde seine Frau, und er gewann sie lieb.
Isaak hat dieselbe Erfahrung mit Gott gemacht wie Hagar, als sie in grösster Not
war! Er hat Gott als jemanden erlebt, der ihn beachtet. Er ist El Roi begegnet. ð
Auch wir benötigen immer wieder eine solche Begegnung!!!
El Roi = Gott der mich sieht. Oder besser „Gott der nach mir schaut/mich
anschaut“ Gott schaut aktiv nach dir! Er hält Ausschau nach dir, freut sich auf dich!
2
Jesus erzählt seinen Jüngern das Gleichnis von den beiden verlorenen Söhnen.
Dabei nimmt der Vater die Rolle Gottes ein, die beiden Söhne stehen für uns, die
Menschen. Etwas was mich lange irgendwie verwirrt hat, ist dass Jesus im Gleichnis
erzählt:
Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin
und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn Lk 15:20
Der Vater muss nach seinem Sohn Ausschau gehalten haben. Er war innerlich
unruhig und hat lange darauf gewartet, dass sein Sohn zurück kommt, und er sein
Kind wieder in die Arme schliessen kann!
→ So ist El Roi, das bedeutet dieser Name Gottes: Gott, der nach dir Ausschau hält,
weil er dich liebt! Und dich kenne, Und dir gibt, was du wirklich brauchst!
Isaak hat das bei diesem Erlebnis ebenso stark erlebt wie Hagar. Und er hat es noch
intensiver geglaubt! Diesen Gott wollte er ganz in seiner Nähe wissen!!!
So nahe, dass er kurzerhand mit seiner Braut von den Eltern weggezogen
zu diesem Brunnen mit dem verheissungsvollen Nahmen:
ist hin
1Mo 25,11 Und nach dem Tode Abrahams segnete Gott Isaak, seinen Sohn. Und er
Jesus war oft bei Brunnen, und ist den Menschen dort begegnet! Komm zu Jesus
mit all deinen Fragen, mit all deinen Nöten, mit all deinen Plänen, und suche IHN.
Jesus ist auf die Erde gekommen, damit wir alle überall und jederzeit Zugang haben
zu Gott. Durch Jesus sieht dich El Roi! In Jesus haben wir Zugang Brunnen
lebendigen Wassers. Lass dich von Gott anschauen, und schau zurück! Schau in die
Augen, die dich wirklich sehen!
Habe keine Angst! Auch nicht davor, dass er dich durchschauen könnte!
Hagar war keine Heilige, sie hat sich über Sara erhoben. Auch Isaak hatte seine
Schattenseiten, aber trotzdem hat Gott beide gesehen, in ihrer tiefsten Not. Und er
hat geholfen! Unkompliziert, unbürokratisch, ohne Vorbedingungen. Er hat keine
Forderungen gestellt… Er war einfach da! Sehend! Genau so ist Jesus. Er ist
einfach da, und sieht dich! Sieht dich an! Und schaut, ob du zurücksiehst! Ob du
Vertrauen hast, und wie Isaak bei ihm, mit ihm leben möchtest!
Wenn du das tust, wirst du immer wieder seine Hilfe erfahren! Beim Brunnen des
Lebendigen, der dich sieht zu wohnen bedeutet heute, Jesus das eigene Leben
ganz anzuvertrauen! Seiner Lösung für dein Leben zu vertrauen, darauf zu warten,
sie anzunehmen und lieb zu gewinnen, wie Isaak seine Braut Rebekka!
wohnte bei dem »Brunnen des Lebendigen, der mich sieht«.
Gut zu wissen:
Wohnst du auch an diesem Brunnen des Lebendigen, der dich sieht? Oder eher in
einer Wüste, wo du auf dich allein gestellt ums Überleben kämpfst? El Roi sieht dich
auch von Ferne! Aber sowohl Isaak, wie auch der Sohn in der Fremde mussten sich
entscheiden, zum lebendigen Wasser zu gehen. Am Besten gleich dort zu bleiben!
Ihre Zelte dort aufzuschlagen, wie man so schön sagt!
Mt 19:26 Und Gott sind alle Dinge möglich!
Wir sind ja heute auch ziemliche Nomaden, immer mobil, immer offen für Neues,
immer dort, wo für uns gerade am meisten zu holen ist! Aber im Geistlichen
funktioniert das eben nicht! Auch im Spirituellen Leben gibt es eine Vielzahl von
Angeboten! Man könnte jeden Tag an einer anderen Quelle nippen! Das war schon
damals so! Jeder Stamm hatte seinen Gott. Irgendeinen Stein, eine Höhle, einen
Berg, einen Baum oder ein Stück Holz, von Gold überzogen! Doch alle diese
Angebote konnten nicht helfen! Sie Können es auch heute noch nicht!
→ Wenn du Gott um konkrete Hilfe bittest, habe eine grosse Erwartung.
Es gibt nur ein Brunnen des Lebendigen, der dich sieht! Dieser Brunnen ist nicht
mehr nur für Israeliten reserviert! Man kann ihn auch heute nicht mehr genau
lokalisieren. Und das ist gut so, denn Gott hat einen besseren Weg geschaffen, wo
wir lebendiges Wasser schöpfen können, und von Gott gesehen werden! Dieser
Brunnen ist Jesus!
Joh 4:13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt,
wird wieder dürsten; 14 wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben
werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben
werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.
Mt 11:28 Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch
Ruhe geben.
Lk 1:37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.
69 mal sagt die Bibel über Gott, er ist „Allmächtig“! Du hast gute Chancen, dass er
dir helfen kann!!!!!
Er liebt es, wenn wir ihm Grosses zutrauen! Sei dir aber gewusst, dass es drei
möglich Antworten Gottes auf konkrete Bitten gibt:
Ja, oder nein, und eine dritte, aber dazu ein kleiner Witz mit Tiefgang
Fritz betet und fragt Gott: "Wie lange dauert für dich eine Million Jahre?" Darauf
Gott: "Nur eine Sekunde, mein Sohn." Fritz: "Wie viel ist für dich eine Million
Franken?" Gott: "Nur ein Rappen, mein Sohn." Fritz ganz mutig: "Könntest du mir
bitte dann einen Rappen schenken?" Gott: "Klar, warte eine Sekunde!"
 Wenn du Gott um Führung bittest, sei geduldig und beharrlich! Bete so lange, bis
du seine Führung erkennen kannst! Manchmal bist du schon mitten drin, und hast es
noch nicht mal bemerkt! Isaak ist zum Brunnen gezogen und war gesegnet.
Es lohnt sich auch für dich beim Brunnen, bei Jesus zu wohnen, und Segen und
Ruhe zu finden!