Ausgabe 5/14 - Evangelische Kirchengemeinde Oberwinter

Ausgabe 5/14
Unser Pfarrer hat eine neue Wohnung
in Oberwinter
Andacht
Seite 3
Gottesdienst in den Dörfern
Seite 4
Predigtreihe
Seite 5
Presbyteriumswahl
Ergebnisse
Seite 6-7
Aufgabenverteilung
Presbyterium
Seite 8
Bericht aus dem
Ökumeneausschuss
Seite 9
Kulturwoche „Kirschblütenzeit“
Seite 10
Gemeindekreise
Seite 11
Gottesdienstplan
Seite 12 - 13
Amtshandlungen
Seite 13
Adressen
Seite 14
Seniorenausflug
Seite 15
Auf der Flucht
Seite 16 - 17
Geflüchtete Menschen bei uns
Seite 18 - 19
Verabschiedung Jutta Deimel
Seite 20 - 21
Förderverein Kirchenmusik
Seite 22 - 23
Verabschiedung
Angela Heemeier
Seite 24 - 25
Bücherei
Seite 26
Konzerte
Seite 27
Konfirmation
Seite 28
Ab dem 1. Juli 2016 wohnt Pfarrer
Michael Schankweiler wieder in Oberwinter . Die Adresse der neuen Pfarrwohnung lautet: Eifelweg 28. E–
mailadresse und Telefonnummern sind
im Adressenteil Seite 14, E-Mail:
[email protected]
Wir wünschen allen Gemeindemitgliedern eine schöne und erholsame Sommerzeit und freuen
uns, Sie auch während der Ferienzeit in der Kirche und bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu
dürfen.
Ihr Presbyterium
Impressum Herausgeber:
Redaktionsschluss:
16. September 2016
für den Gemeindebrief 3/2016
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Das Presbyterium der Evangelischen
Kirchengemeinde Oberwinter
Redaktion: U. Küpper, Dr. H. Kuhn
(verantwortlich)
Layout: Thomas Dackweiler
Druck: Gemeindebriefdruckerei
Groß-Oesingen-Auflage 1200 Stück
Andacht
Ich verstehe nur noch Bahnhof……..
„Ich verstehe nur noch Bahnhof!“, seufzte er, als ein Verkäufer dem älteren Mann den Computer erklärte und über Gigabyte, RAM, CD-Rom,
Stick, Cursor, Windows usw. sprach.
Mag sein, dass es Ihnen auch so geht. Oder ich denke an die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden, denen Halleluja, Pfingsten, Abkündigung,
Amen, Klingelbeutel usw. echte Fremdwörter sind oder auch die lutherische Bibelsprache….“ich hebe meine Augen auf zu den Bergen???“ Wie
das? Augen aufheben?
Es gibt eben Fachsprachen in der Technik, in der Wissenschaft und auch
in der Kirche, die nur die Fachleute oder Insider verstehen. Das ist nicht
schlecht, nur: Schlecht wird es, wenn die Fachleute etwas einem Nichtfachmann in ihrer Sprache erklären und dabei ihre Fachsprache benutzen,
vielleicht sogar absichtlich, damit der Laie zwar etwas hört, aber eben
nichts versteht.
„Ich verstehe nur noch Bahnhof!“, das kann oft aber auch ein Stoßseufzer
sein, wenn man so manchem Politiker oder Wirtschaftsführer im Radio
oder Fernsehen zuhört. Da wird von „Verschlankung“ gesprochen und
„Personalentlassung“ gemeint, da sagt jemand „freisetzen“ und meint
„kündigen“, spricht von „negativem Wachstum“ und meint „Verlust“, redet von „Entsorgungspark“ und meint „Atommülllager“. Die Sprache
dient dann nicht mehr zur Verständigung, sondern dazu, die Gedanken zu
verbergen, ist eine Art Nebenwand, hinter der man die wahren Absichten
oder die eigene Ratlosigkeit verbirgt. Die Pfingstgeschichte in der Bibel
erzählt davon, dass eine der wichtigsten Wirkungen des Geistes Gottes die
ist, dass alle das Reden der Apostel verstehen, die Sprache wieder das ist,
was sie zuallererst sein soll, ein Verständigungsmittel. Das gelingt auch
deswegen, weil der Geist Gottes ein Geist der Liebe ist. Denn dass sich
Menschen nicht mehr verstehen, obwohl sie die gleiche und eine verständliche Sprache sprechen, liegt ja oft daran, dass sie einander nicht (mehr)
lieben oder schätzen.
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Aus der Gemeinde
Ich wünsche Ihnen, dass Sie dies in unserer Gemeinde erleben: dass
Sie verstehen und dass Sie verstanden werden, und geduldig zuhören,
wenn Sie jemanden erst einmal nicht verstehen. Dann ist der Geist Gottes
in unserer Gemeinde lebendig.
Ihr Pfarrer Michael Schankweiler
Gottesdienste in den „Dörfern!“
Die evangelische Gemeinde bietet im Ortsteil Oedingen regelmäßig
auch an Samstagabenden Gottesdienste an. Nach Beratungen im Presbyterium möchte die evangelische Gemeinde auch in den anderen Ortsteilen
die Möglichkeit des Gottesdienstbesuches schaffen. Wir beginnen am
Samstag, dem 10. September 2016 um 18.00 Uhr mit einem Gottesdienst
im Dorfgemeinschaftshaus in Bandorf. Die musikalische Gestaltung
übernehmen die Mundharmonikafreunde aus Bandorf. Herzliche Einladung an alle Gemeindeglieder und Gäste. Wir sind auf die Resonanz gespannt.
Das Presbyterium
Predigtreihe: Auge um Auge, Zahn um Zahn
Gewalt in der Bibel
Nachdem die Predigtreihe zu Martin Luther ein positives Echo gefunden
hatte, soll es auch in der zweiten Hälfte des Jahres einen Predigtschwerpunkt geben: Gewalt in der Bibel. Immer wieder wird besonders das Alte
Testament mit dem Vorwurf bedacht, es sei ein Buch, das brutale Texte
enthält und zu Gewalt im Namen eines „Gottes der Rache“ auffordert.
Pfarrer Michael Schankweiler wird in einer Predigtreihe diesem Vorwurf
nachgehen und solche Texte betrachten.
Sonntag, den 28. August 2016: 18 Uhr: Abendgottesdienst mit Film
Gibt es einen Gott der Rache?
Sonntag, den 18. September 2016: 10 Uhr: Elia der Götzenkiller ?
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Aus der Gemeinde
Theologische Info
„Auge um Auge – Zahn um Zahn“ gilt im Volksmund als Ausdruck für
Rache. So ist es aber gar nicht zu verstehen! Es meint nur, dass es für einen entstandenen Schaden eine angemessene Entschädigung geben soll.
Also: Wenn jemandem ein Zahn ausgeschlagen wurde, hatte derjenige
Anspruch auf Entschädigung in Höhe dieses einen Zahnes, ebenso bei
dem Verlust eines Auges. In biblischer Zeit war dieser Grundsatz übrigens
ein großer Fortschritt, da er das Prinzip der Blutrache begrenzte und es
nach einer Schädigung nicht mehr zu unbegrenzten Racheakten kam.
Pfarrer Michael Schankweiler
Kirchenmusik
Der Kirchenchor an der Evangelischen Kirche Oberwinter steht seit nun
etwas mehr als einem Jahr unter meiner Leitung. In dieser Zeit haben wir
mit Rossinis „Petite Messe Solennelle“ einen schweren Brocken bewältigt. Aber wir sind immer wieder auch im Gottesdienst in Erscheinung getreten, was mir persönlich sehr am Herzen liegt. Besonders in der ersten
Jahreshälfte sind wir mit vielen kirchlichen Festtagen und der Konfirmation häufig im Einsatz und können uns nach der Sommerpause mehr auf
unser kommendes Adventskonzert konzentrieren. Dafür stehen in diesem
Jahr Choralkantaten von Felix Mendelsohn Bartholdy auf dem Programm,
die wir am 11.12. zur Aufführung bringen werden und Sie alle herzlich
einladen möchten!
Davor werden wir aber noch Max Regers Kantate über den Choral
„Meinen Jesum laß ich nicht“ im Gottesdienst zur Aufführung bringen. Es
ist ein beeindruckendes Stück für Chor, Orgel, Violine und Viola, für das
wir auch eine stark singende Gemeinde benötigen. Merken Sie sich den
Termin vor:
17. Juli 2016, 11:00 Uhr
Mit diesem Stück werden wir ein Wochendende voller Konzerte beenden.
Wir freuen uns, einige neue Mitglieder im Chor zu haben, die uns in allen
Stimmlagen verstärken. Sollten auch Sie Lust haben, mitzusingen, sprechen Sie mich gerne an!
Felix Schönherr, Kirchenmusiker
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Presbyterwahl - Ergebnisse
Liebe Gemeindemitglieder,
dafür, dass auch für die neue Amtsperiode Wahlen
stattfinden konnten, möchten wir uns recht herzlich
bei Frau Dr. Konstanze Ameskamp bedanken. Nachdem Volkhard Peters aus gesundheitlichen Gründen
das Amt des Wahlleiters nicht mehr ausüben konnte,
hat sie sich zur Verfügung gestellt. Die presbyteriale
synodale Grundordnung der Evangelischen Kirche im
Rheinland will Seelsorge und Verwaltung auf die
Basis von (möglichst einvernehmlichen) demokratischen Entscheidungen
innerhalb der Gemeinden stellen. Dazu ist es nötig, dass ein/e Wahlleiter/In
sich mit Gesetzen wie der Kirchenordnung und dem Presbyteriumswahlgesetz befasst, die Verantwortung für die Durchführung übernimmt und durch
die entsprechende Arbeit gemeinsam mit der Gemeindesekretärin eine Wahl
überhaupt erst ermöglicht. Dieses „Wirken im Hintergrund“ bleibt unverdienterweise von der Gemeinde oft unbemerkt.
Deshalb hier noch einmal ein ausdrückliches DANKE an alle jetzigen und
früheren Wahlhelfer.
Helga Hoffmann
Presbyteriumswahl am 14.02.2016
Viele von Ihnen haben gewählt – wir haben ein neues Presbyterium für die
Jahre 2016-2020.
Das Ergebnis im Detail:
Wahlberechtigte
1156
Abgegebene Stimmen
140
Gültige Stimmen
139
Ungültige Stimmen
1
Wahlbeteiligung:
12,11 %
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Presbyterwahl - Ergebnisse
Kandidaten und Kandidatinnen: 8
Stimmenverteilung:
Helga Hoffmann
Thomas Dackweiler
Bahia Mourad-Assenmacher
Ulrike Küpper
Sabine Mues-Lapp
Dr. Heike Kuhn
Klaus-Werner Schröder
Katharina von Schweinitz
Pfarrer Michael Schankweiler
Kindergartenleitung Andrea Dresen
Stimmen
115 (gewählt)
111 (gewählt)
102 (gewählt)
91 (gewählt)
80 (gewählt)
77 (gewählt)
72
39
Mitglied kraft Amtes
Mitglied kraft Mitarbeitervertretung
Zwei Punkte wollen wir hervorheben, da wir diese als besonders erfreulich ansehen:
Eine Wahl war möglich, da sich genügend Kandidaten und Kandidatinnen zur
Wahl gestellt haben – im letzten Gemeindebrief haben sich Ihnen alle interessierten Bewerber und Bewerberinnen vorgestellt mit kurzem Lebenslauf und
ihrer Motivation. In vielen Kirchengemeinden kommt es gar nicht zu Wahlen, da
sich nicht genügend Bewerber zur Verfügung stellen.
Die Wahlbeteiligung war vergleichsweise hoch – höher als bei vielen benachbarten Kirchengemeinden. Dies zeigt, dass viele Kirchenmitglieder sich aktiv an
unserem Gemeindeleben in Rolandswerth, Rolandseck, Oberwinter, Unkelbach
und Oedingen beteiligen.
Und nun? Ihr gewähltes Presbyterium ist für Sie da – kommen Sie auf uns zu mit
allen Anregungen, Ihrer Kritik, Vorschlägen – wir wollen dann versuchen, dies
aufzunehmen und gemeinsam Verbesserungen zu erreichen!
Das Presbyterium
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Aus der Gemeinde
Aufgabenverteilung innerhalb des Presbyteriums
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Pfarrer Michael Schankweiler: Vor sitzender des Pr esbyter iums, Mitglied des Bau- und Finanzausschusses (nimmt nach Bedarf teil), Mitglied
des Kita-Ausschuss und Personalausschuss (nimmt nach Bedarf teil), Gemeindebrief
Ulrike Küpper: Stellver tr etende Vor sitzende des Pr esbyter iums, Pr otokollführerin, Mitglied im Kita-Ausschuss, Gemeindebrief, Öffentlichkeitsarbeit, Mitglied im Personalausschuss, Verbindung zum Flüchtlingshelferkreis in Oberwinter
Bahia Mourad-Assenmacher: Finanzkir chmeister in, Vor sitzende Finanzausschuss, Diakonie, Mitglied im Finanz- und Bauausschuss
Thomas Dackweiler: Baukir chmeister , Vor sitzender Bauausschuss,
Mitglied im Finanz- und Bauausschuss, Sicherheitsbeauftragter (Gebäude,
Internet), Verbindung zur Kirchenmusik
Helga Hoffmann: Kinder gottesdienst, Ver bindung zum J ugendkeller ,
Mitglied im Kita-Ausschuss, QM in der Kita
Sabine Mues-Lapp: Ökumenear beit, Ver tr eter in für die Kr eissynode,
Mitglied im Bau- und Finanzausschuss
Dr. Heike Kuhn: Ber atung bei Rechtsfr agen, QM in der Kita, Gemeindebrief, Mitglied im Personalausschuss, Mitglied im Bau- und Finanzausschuss
Andrea Dresen: Mitglied im Kita-Ausschuss, QM in der Kita, Verbindung zur Bücherei
Bitte sprechen Sie uns gerne an oder schreiben Sie eine Mail (über das Gemeindebüro) oder einen Brief, wenn Sie Anregungen, Sorgen oder etwas haben, was
für Sie und uns wichtig wäre - wir freuen uns!
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Aus der Gemeinde
Bericht aus dem Ökumeneausschuss
Seit ca. 3 Jahren arbeiten Angehörige der katholischen Gemeinde Oberwinter und der
evangelischen Gemeinde Oberwinter nun zusammen im Ökumeneausschuss. Der Ausschuss trifft sich in loser Folge alle 2-3 Monate. Dem Ausschuss gehören S. MuesLapp, Gotthard Oppenhäuser, Helga Hoffmann, Hildegard Kremer-Bieber, Winfried
Neusel, Hans Atzler sowie Stefan Plück an. Unsere Ziele sind, Gemeinsamkeiten der
beiden Gemeinden herauszuarbeiten und zusammen Veranstaltungen zu organisieren.
So wurde von beiden Kirchengemeinden ein Begrüßungsbrief für Neubürger entworfen, der von nun an verschickt werden soll.
Der Beitritt beider Gemeinden zur Ökumevereinbarung der katholischen und evangelischen Gemeinden in Remagen wurde vorgeschlagen, das vorhandene Vertragswerk
geprüft, den Gremien vorgelegt und dort auch bereits genehmigt. In einem gemeinsamen Gottesdienst soll dies feierlich besiegelt werden.
Zwei Nachbarschaftsfeste wurden ausgerichtet, die sich an alle Neubürger, ausländischen Mitbürgern und natürlich alle „Nachbarn“ richteten. Zusammen mit Pfarrer Steffens von der kath. Kirchengemeinde werden ca. einmal monatlich ökumenische Bibelabende ausgerichtet, bei denen das Bibelteilen in 7 Schritten im Mittelpunkt steht. Die
Abende finden abwechselnd im katholischen Pfarrhaus in Unkelbach und im evangelischen Pfarrhaus in Oberwinter statt. Zwei vom Ökumeneausschuss organisierte Vortragsabende fanden bereits statt, zum einen referierte Pfarrer Michael Schankweiler
über Martin Luther und über Klimagerechtigkeit sprach Herr Winfried Neusel.
Für die Zukunft sind weitere Vorträge geplant (siehe Hinweise im Gemeindebrief Seite
11).
Zum Auftakt der Oberwinterer Kulturwoche Kirschblütenzeit wurde ein Glockenfrühstück am ersten Sonntag der Festwoche organisiert, das zwar wegen des kühlen, regnerischen Wetters nicht auf der Hauptstraße, sondern im Gemeindesaal stattfinden musste, aber regen Anklang bei der Oberwinterer Bevölkerung fand. Eine Wiederholung
wurde bereits ins Auge gefasst. Gesprächsabende über Themen wie z.B. konfessionsübergreifende Partnerschaften und andere ökumenische Themen sind geplant.
Mit großer Freude, in einem guten freundschaftlichen Klima und vielen guten Ideen
bereichern wir uns gegenseitig.
Interessierte können sich gern bei mir melden, um weitere Termine zu erfahren.
Sabine Mues-Lapp
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Rückblick
Kirschblütenzeit in Oberwinter vom 24. April bis zum 01. Mai 2016
Ist es möglich, Menschen immer wieder vor die eigene Haustür zu kriegen, um sich
strahlend zu treffen, trotz schlechten Wetters, eine Woche lang und noch dazu täglich?
Ja, so geschehen hier in unserem schönen Heimatort und so wie ich können das viele
bezeugen! Wir haben uns wirklich immer wieder gesehen, begrüßt und eine tolle Zeit
miteinander gehabt. Glückliche Menschen lassen sich vom Leben begeistern und es
braucht nicht viel dafür, nur ein kleines Bindeglied: Kultur!!
Das Tolle war, dass unser kleiner Ort so viele unterschiedliche eigene Künstler präsentierte, kleine und große, junge und ältere. Auch bisher unbekannte Talente trauten sich,
in die Öffentlichkeit zu treten und ihr Mut wurde belohnt. Die Oberwinterer feierten sie
wie im Karneval. Bei jeder Veranstaltung hatten alle Spaß, für Auge und Ohr wurde viel
geboten und ganz viel für Herz und Seele. Eine Familie öffnete das eigene Wohnzimmer
für eine musikalische Lesung und zeigte, wie Inklusion lebt. Es gab Musik in einem Innenhof und immer wieder Veranstaltungen im neuen/alten Wohnzimmer des Ortes: dem
Gemeindesaal! Auch neue Bürger unseres Ortes, die durch Flucht und Vertreibung zu
uns gefunden haben, brachten sich mit ein.
Die erste Kulturwoche in Oberwinter war einfach ein großes Fest!
Auch unsere Kirchengemeinde war eingebunden, bot Veranstaltungen an und stellte
Räumlichkeiten zur Verfügung:
Zum Auftakt der Woche trafen sich viele Oberwinterer zum ersten gemeinsamen Glockenfrühstück im Gemeindesaal. Auch wenn die große Tafel nicht, wie geplant, auf der
Hauptstraße gedeckt werden konnte, so hörten doch alle Teilnehmer das Glockengeläut
beider Kirchengemeinden im Wechsel durch die offenen Fenster und freuten sich miteinander über so viel ökumenische Gemeinschaft.
Weitere Ereignisse in Sachen Kultur waren das Gambenkonzert „Himmlische Saiten“
am Sonntagabend, 24.04.16, und das „Heitere Konzert“ mit Flöte und Orgel am Samstagmorgen, 30.04.16. Beide Konzerte fanden in unserer Kirche statt. Auch am Dienstag,
26.04.16, hielten sich abends viele Menschen in unserer Kirche auf. Zunächst gab es
eine Führung mit Pfarrer Schankweiler zum Thema „Vom Sinn evangelischen Kirchenbaus“, danach eine musikalische Lesung zum „Zauberfluss“. Am nächsten Tag war unsere schöne Kirche eine wichtige Station bei der Führung durch den historischen Ortskern von Oberwinter.
Im evangelischen Pfarrhaus gab es zudem an allen Tagen der Kulturwoche eine
Kunstausstellung zu sehen. Fazit der ersten Kulturwoche kann nur sein: Es muss mindestens eine zweite folgen! Vielleicht gelingt es sogar, sie zu einer festen Institution zu
machen? Ich wäre auf jeden Fall dafür, mit Begeisterung!!
Ulrike Küpper
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Gemeindekreise
Seniorenclub - Pfarrhaus, Am Yachthafen 12, mittwochs um 15 Uhr:
Termine:
Kontakt:
08.06., 22.06., 06.07., 20.07., 31.08., 14.09., 28.09., 12.10.
Frau Brüggemann, Tel.: 02642 / 22788
Frau Reddin, Tel.: 02228 / 7157
Bücherei - Pfarrhaus, Am Yachthafen 12
dienstags und freitags 15:30 - 18:30 Uhr (auch in den Her bstfer ien)
Kontakt: Frau Haderlein, Tel.: 02228 / 910225
Herzliche Einladungen…
… zum Treffen des Ökumenekreises
24.08. 20 Uhr im ev. Pfarrhaus Oberwinter, Am Yachthafen 12
… zum Ökumenischen Bibelabend, jeweils um 20:00 Uhr
28.06., 20 Uhr: ev. Pfarrhaus Oberwinter
03.08. 20 Uhr: Altes Pfarrhaus Unkelbach (Bücherei)
06.09., 20 Uhr: ev. Pfarrhaus Oberwinter
… zum Literarischen Abend
23.09. von 19:30 bis 21:00 Uhr
Ort: Pfarrwohnung Eifelweg 28, Oberwinter
Aus Karl Barths Lebenslauf: Seine Theologie und sein Leben
Besuchsdienst
Pfarrhaus - Am Yachthafen 12
Kontakt: Pfr. Michael Schankweiler, Tel.: 02228 / 9128859
Kinderchor
Kirchenchor
Posaunenchor
montags 17:30 Uhr, Gemeindesaal, Hauptstraße 75
montags 19:30 Uhr, Gemeindesaal, Hauptstraße 75
dienstags 20:00 Uhr, Gemeindesaal, Hauptstraße 75
Jugendkeller
donnerstags 16 - 20 Uhr, Hauptstraße 75
Sandra Scholl: 0177 / 5161182
Asok Punnamparambil: 02228 / 9139656
Silke Geduhn : 02642/ 9354466
Vorbereitungstreffen für Kindergottesdienst
und Kinderbibelmorgen
Kontakt: Helga Hoffmann, Tel.: 02642/1012
Kontakt:
Kindergottesdienst:
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Gottesdienstplan
Wochentag Datum
Uhrzeit Gottesdienst
Sonntag
12.06.2016 10:00
Gottesdienst
Vorstellung der neuen Konfirmanden
Samstag
18.06.2016 18:00
Gottesdienst in Oedingen
in der alten Pfarrkirche mit Abendmahl
Sonntag
19.06.2016 10:00
Gottesdienst
Sonntag
26.06.2016 10:00
Gottesdienst
Sonntag
03.07.2016 10:00
10:00
Gottesdienst und Taizé-Lithurgie
Kindergottesdienst
Sonntag
10.07.2016 11:00
Familiengottesdienst und Verabschiedung
Angela Heemeier
Freitag
15.07.2016 10:30
Entlassgottesdienst des 4. Schuljahrs
Sonntag
17.07.2016 10:00
Gottesdienst mit Kirchenmusik
Max Reger: „Meinen Jesus laß ich nicht“
Sonntag
24.07.2016 10:00
Gottesdienst mit Abendmahl
Sonntag
31.07.2016 10:00
Gottesdienst mit Lutherpredigt
Sonntag
07.08.2016 11:00
Gottesdienst in der Friedenskirche Remagen
Fahrdienst ab Oberwinter—siehe Abkündigung
Sonntag
14.08.2016 10:00
Gottesdienst
Sonntag
21.08.2016 10:00
Gottesdienst mit Abendmahl
Samstag
28.08.2016 18:00
Abendgottesdienst mit Thema
„Gibt es einen Gott der Rache?“
Sonntag
04.09.2016 10:00
10:00
Gottesdienst und Taizé-Lithurgie, Schöpfungstag
Kindergottesdienst
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Gottesdienstplan
Wochentag Datum
Uhrzeit Gottesdienst
Samstag
10.09.2016 18:00
Gottesdienst in Bandorf im Dorfgemeinschaftshaus
mit den Mundharmonikafreunden
Sonntag
11.09.2016 10:00
Gottesdienst
Sonntag
18.09.2016 10:00
Gottesdienst mit Abendmahl und Thema
„Elia der Götzenkiller“
Sonntag
25.09.2016 11:00
Familiengottesdienst zum Erntedankfest
Sonntag
02.10.2016 10:00
Gottesdienst mit Abendmahl und Taizé-Lithurgie
Sonntag
09.10.2016 10:00
Gottesdienst
Trauung
Jens Vitus und Anja von Hahn, geb. Fuhs, , Bonn
Beerdigungen
Annemarie Heck, geb. Heinzlmeier, 73 Jahre , Bandorf
Ursula Voigtländer, 89 Jahre, Oedingen
Ernst Ellerbrock, 77 Jahre, Oedingen
Brigitte Heinrichs, geb. Crowley, 71 Jahre, Oedingen
Günther Rogalsky, 75 Jahre, Bandorf
Taufen
Leonie und Kathelyn Hudson, Oberwinter
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Unsere Adressen:
Pfarrer:
Michael Schankweiler
Vorsitzender des Presbyteriums
Oberwinter, Eifelweg 28
53424 Remagen
Tel.: 02228 / 9128859
Pfarramt:
Am Yachthafen 12
Tel.: 02228 / 321
Sprechstunden Mi 18 – 19 Uhr
und nach Vereinbarung
Presbyterinnen und Presbyter
Ulrike Küpper
Stellv. Vorsitzende des Presbyteriums
Oberwinter, Eifelweg 33
Tel.: 02228 / 1413
Thomas Dackweiler
Baukirchmeister
Oberwinter, Siebengebirgsweg 27a
Tel.: 02228 / 911470
Helga Hoffmann
Unkelbach, In der Au 22
Tel.: 02642 / 1012
Dr. Heike Kuhn
Oberwinter, Eifelweg 37
02228 / 7624
Bahia Mourad-Assenmacher
Finanzkirchmeisterin
Oberwinter, Am Hahnsberg 60
Tel.: 02228 / 7987
Sabine Mues-Lapp
Oedingen, Werthhovener Str. 2
Tel.: 02642 / 22081
Gemeindebüro, Hauptstraße 82
Tel.: 02228 / 237 Fax.: 02228/ 8173
Website: www.kirche-oberwinter.de
E-Mail: [email protected]
Bürozeiten: Mo + Di und Fr
9:00 - 12:00 Uhr; Do: 14:00 - 18:00 Uhr
Silke Farnschläder
Kindertagesstätte „Unter dem Regenbogen“, Hauptstr. 75,
Tel.: 02228 / 242 - Fax 02228 / 911257
[email protected]
Mo. - Fr.: 7:30 - 16:15 Uhr
Leiterin: Andrea Dresen
Ev. Öffentliche Bücherei, Am Yachthafen 12
Frau Haderlein Tel.: 02228 / 910225
[email protected]
Kirchenmusiker
Felix Schönherr
Tel.: 0176 / 24525303
Posaunenchorleiter
Franz-Josef Thiel
Hauptstr. 68 - 53547 Leubsdorf
Küsterin:
Tünde Bucher
Tel.: 0152 / 53160880
Kath. Pfarramt: 02642 / 22272
Telefonseelsorge: 0800 / 1110111
Diakonisches Werk
Bad Neuenahr-Ahrweiler Tel.: 02641 / 3283
Unser Konto: Evangelischer
Gemeindeverband Koblenz
für Ev. Kirchengemeinde Oberwinter
IBAN: DE47 5775 1310 0000 6063 27
BIC: MALADE51AHR
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Aus der Gemeinde
Seniorenausflug
am Mittwoch, dem 20. Juli 2016
Es geht über Schloß Burg nach Wuppertal. Abfahrt um 9.00 Uhr an der
Bushaltestelle B9, Abholstops an der Sparkasse Rheinhöhe und in Bandorf an der Bushaltestelle. Gäste und interessierte Gemeindeglieder sind
herzlich eingeladen mitzufahren.
In Barmen-Gemarke sehen wir
uns die Ausstellung zur Barmer
Theologischen Erklärung an.
Pfarrer Michael Schankweiler
gibt während der Fahrt einen
historischen Rückblick auf die
Ereignisse von 1934.
Unkostenbeitrag: 20,00 €
Anmeldung bis 01. Juli 2016
im Evangelischen Gemeindebüro
bei Frau Farnschläder: 02228-237
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Aus der Gemeinde
Auf der Flucht
So viele Menschen wie nie zuvor sind weltweit auf der Flucht, rund 60 Mio., mehr als
nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei leben neun von zehn Flüchtlingen in Entwicklungsländern und bleiben auch dort: Die meisten von ihnen fliehen in ein angrenzendes Nachbarland und leben in Aufnahmelagern, oft unter sehr bescheidenen Bedingungen.
Die geflüchteten Kinder, Frauen und Männer mussten ihr bisheriges Leben abrupt zurücklassen. Häufig haben sie traumatische Ereignisse zu verarbeiten, haben Gewehrschüsse, Artilleriegranaten, Raketeneinschläge gehört, manche haben gehungert, manche
sind Opfer von Naturkatastrophen geworden. Eltern haben ihre Kinder zum Durchhalten
ermutigt. Nach den Strapazen der Flucht hoffen sie auf Perspektiven für ein besseres
Leben in fremder und ungewohnter Umgebung. Viele der Geflüchteten haben sich Menschenschmugglern anvertraut und zahlreiche Grenzen überwunden, einige haben Familienmitglieder verloren. Die Bilder im Fernsehen kennen wir alle.
Angekommen in einem sicheren Land wie hier bei uns in Deutschland stellt sich ihnen
die Frage, wie sie aufgenommen werden. Im vergangenen Jahr haben rund 1 Mio. Menschen unser Land erreicht. Dieser starke Zustrom hat die Gesellschaft für deutsche Sprache dazu gebracht, „Flüchtling“ als Wort des Jahres 2015 auszuwählen. Dabei gehen die
Meinungen darüber auseinander, ob der Begriff negativ besetzt sei wie beispielsweise
„Emporkömmling“ oder „Schreiberling“. Vorsichtige sprechen daher lieber von
„Geflüchteten“.
Eine kleine Gruppe von Menschen ist nach Remagen gekommen. Für Oberwinter hat die
Veranstaltung am 2. Februar im Gemeindesaal gezeigt, wie viel Engagement und Unterstützung in unserer Gemeinde mobilisiert werden konnten - diese Hilfsbereitschaft ist
sehr beeindruckend und bewegend. Besonders mitfühlen können Einwohner, die selbst
geflüchtet sind - sie wissen, was es heißt, alles zu verlassen und alles neu zu beginnen.
Und dieses Engagement unserer Gemeinde geht weiter; Hilfsgüter finden ihre Wege,
Unterstützung bei Behördengängen hilft bei Sprachbarrieren. Aber: Eine hohe Zahl unserer Mitbürger macht sich Gedanken darüber, ob und wie Integration hier in Deutschland gelingen kann. Auch diese Ängste gilt es ernst zu nehmen.
Bei allen Sorgen sind wir aufgefordert zu überlegen, wie wir in christlicher Haltung auf
unsere neuen Gemeindemitglieder zugehen – immer geht es um ein Kind, eine Frau,
einen Mann. Gedenktage, wie der von den Vereinten Nationen ausgerufene Weltflüchtlingstag, der jährlich am 20.06. begangen wird, bringen dies in Erinnerung, sind aber ein
eher äußerer Anlass. Viel wichtiger erscheint mir folgendes: Halten Sie inne und denken
16
Aus der Gemeinde
Sie nach, was Sie heute tun können. Wir haben es in der Hand, unseren neuen Nachbarn
zu helfen.
Ein Beispiel unkomplizierter Hilfe, erlebt vor wenigen Tagen im Remagener Baumarkt:
Zwei Afrikaner zögern an der Kasse: Der Preis von fünf Euro für einen Farbroller und
eine Abtropfschale ist zu hoch. Der Kunde nach ihnen, ein Mann mittleren Alters, bemerkt dies. Die Afrikaner lassen die Ware zurück. Beim Bezahlen der Ersatzteile für
sein Fahrrad denkt er darüber nach, was es wohl heißt, wenn man noch nicht mal fünf
Euro hat, um ein paar Wände zu streichen. Welche Pleite, mit leeren Händen zurück zu
kommen. Und wie einfach es für ihn gewesen wäre, den Betrag zu übernehmen. Und
ärgert sich über sich selbst, dass er nicht sofort gehandelt hat. Zum Glück stehen die
beiden noch vor dem Eingang, als er den Baumarkt verlässt. Er geht auf sie zu, die Verständigung klappt mit wenigen englischen Wörtern. Er drückt ihnen fünf Euro in die
Hand und sagt: "Go and get it!" Welche Freude in ihren Augen, welch' ein Strahlen in
ihren Gesichtern. So einfach kann es sein!
Und ein letzter Satz: Mir persönlich hilft der Gedanke an den, dessen Geburt wir vor
wenigen Monaten zum 2015. Mal gefeiert haben: auch Jesus musste fliehen.
Dr. Heike Kuhn, 10. Mai 2016
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Aus der Gemeinde
Geflüchtete Menschen bei uns
Lange Zeit ist es her, dass im Hotel Anker in der Hauptstraße in Oberwinter Touristen übernachteten.
Heute wohnen dort u.a. fünf Menschen aus Eritrea und zwei aus Syrien.
Von weit her sind sie geflüchtet und sind froh, ihr Leben gerettet zu haben.
Ein dort wohnendes junges Paar aus Eritrea hat seinen zweijährigen Sohn
in seinem Heimatland zurücklassen müssen, weil das Baby eine solch gefährliche Flucht nicht überlebt hätte. Teilweise zu Fuß durch die Wüste
und später die Fahrt über das Meer anzutreten, in einem überfüllten Boot,
nicht wissend, ob man die Reise übersteht. Wie viel Leidensdruck müssen
Menschen haben, dass sie ihre geliebte Heimat verlassen?
Die beiden haben es geschafft und sind glücklich, in Oberwinter eine
neue Heimat gefunden zu haben, in der es Menschen gibt, die ihnen zur
Seite stehen. Auch für sie ist die „Schatzkammer“ in Oberwinter ein Ort
der Begegnung geworden, an dem sich immer wieder Geflüchtete und
Einheimische treffen.
Im Rahmen der Kulturwoche hat dort ein Abend stattgefunden, den sicher
alle, die dabei waren, in Erinnerung behalten werden.
Einige Syrer haben das Lied „Mawtini“ gesungen, „Heimat“ heißt es und beginnt so: „Meine Heimat, Glanz und Schönheit sind in deinen Hügeln, Leben und Freiheit, Freude und Hoffnung. Werde ich dich je wiedersehen?“
Alle waren tief angerührt von der Leidenschaft, mit der die jungen Männer gesungen haben. Und wenn auch am Anfang noch schüchtern, sang
das eritreische Paar ein Lied aus seiner Heimat, ebenso ein Somalier und
ein Pakistani. Ein Lied, auch wenn wir nichts verstanden haben, kann oft
mehr ausdrücken als alle Worte.
Der Abend war wie eine Utopie einer Weltengemeinschaft, die eine Verbundenheit spürte, in der alle nationalen, kulturellen und sozialen Unterschiede nicht mehr als trennend wahrgenommen wurden.
In Oberwinter gibt es viele Menschen, die den Flüchtlingen zur Seite stehen und dies als Bereicherung empfinden.
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Aus der Gemeinde
Die 17 Menschen in der Unkelbacher Mühle, die 8 Eritreer aus Oberwinter und Rolandseck, die drei syrischen Familien in Bandorf und Rolandseck, die beiden syrischen Geschwister, zwei junge Männer aus Afghanistan und dem Iran sind also nicht ganz alleine mit ihren vielen Problemen,
die sie in der Fremde haben. Im Rucksack tragen sie allesamt ihre Geschichten von Flucht, Krieg und Verfolgung - eine Wucht von traumatischen Erlebnissen.
Wir, die wir im Frieden leben dürfen, frei in der ganzen Welt herumreisen
können, wir erfahren manchmal, wenn sie Vertrauen gewonnen haben,
ihre für uns unfassbaren Geschichten und manchmal bleibt uns der Atem
stehen ...
Aber auch Geschichten von tiefer Menschlichkeit: In einem Nebensatz
erfuhr ich von einem Syrer, dass er ein ihm völlig fremdes Kind durch die
Berge trug, weil die Mutter keine Kraft dazu hatte!
Anlässlich der Karlspreis-Verleihung sprach Papst Franziskus:
„Ich träume von einem Europa, in dem Migrant zu sein kein Verbrechen
ist, sondern vielmehr eine Einladung zu einem größeren Einsatz mit der
Würde der ganzen menschlichen Person.“
Dem ist aus meiner Sicht nichts mehr hinzuzufügen.
Christiane von Essen, 11. Mai 2016
(Christiane von Essen und Ulrike Küpper sind die Kontaktpersonen zur
Flüchtlingsinitiative in Oberwinter – sprechen Sie sie gerne an, wenn Sie
Hilfe, in welcher Weise auch immer, anbieten wollen)
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Verabschiedung
Interview mit Jutta Deimel
Jutta Deimel wurde im Gottesdienst am 10.02.2016 aus ihrem Presbyterdienst
für die evangelische Kirchengemeinde in Oberwinter entlassen und von ihrem
Amt als Finanzkirchmeisterin entpflichtet. Für die vorliegende Ausgabe des
Gemeindebriefes führte Ulrike Küpper aus dem Presbyterium mit ihr folgendes
Interview:
Frage: Liebe Frau Deimel, wann wurden Sie in das Presbyterium unserer
Kirchengemeinde gewählt?
Frau Deimel: Im Frühling des Jahres 1996.
Frage: Welches Amt hatten Sie zunächst inne?
Frau Deimel: Ich wurde direkt zur Finanzkirchmeisterin bestellt und dieses
Amt hatte ich immer inne. Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit als Unternehmerin hat man mir damals diese Aufgabe zugetraut. Vor mir war Frau
Göing Finanzkirchmeisterin.
Frage: Hat sich Ihr Aufgabenbereich im Laufe der Jahre verändert?
Frau Deimel: Ja, in den früheren Jahren war es leichter, unsere Finanzen zu
verwalten. Wir hatten als Kirchengemeinde mehr Handlungsspielraum. Eine
gewaltige Veränderung ergab sich durch die Umstellung des kirchlichen Finanzwesens von der Kameralistik auf doppelte Buchführung und Bilanzierung.
Außerdem müssen wir heute deutlich sparsamer wirtschaften.
Frage: Welches Ereignis aus Ihrer Zeit als Finanzkirchmeisterin haben Sie
als besonders schön in Erinnerung?
Frau Deimel: Das war die Anschaffung unseres Konzertflügels, an der ich
maßgeblich beteiligt war. Ich habe für seine Finanzierung mit unserem damaligen Superintendenten Schneidewind schwer gerungen und bin ein bisschen
stolz darauf, dass ich mich durchsetzen konnte mit meinem Vorhaben.
Frage: Sie sind schon lange Sängerin in unserem Kirchenchor. Woher
rührt Ihre Leidenschaft für die Musik?
Frau Deimel: Die stammt schon aus meiner Kindheit. Mein Vater hat dafür den
Grundstein gelegt und viel mit mir musiziert, er am Klavier, ich mit der Flöte.
Und gesungen haben wir beide gern!
Frage: Spielen Sie nicht auch Klavier?
Frau Deimel: Ich habe erst mit 40 Jahren angefangen, bei meiner Freundin
Christiane von Essen Unterricht zu nehmen. In meiner Kindheit konnten sich
meine Eltern für uns drei Kinder keinen teuren Unterricht leisten.
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Verabschiedung
Frage: Sind Sie noch in weiteren Ehrenämtern tätig?
Frau Deimel: Ja, seit 15 Jahren bin ich mit sehr viel Freude Vorsitzende unseres
Fördervereins für die Kirchenmusik und das möchte ich auch gerne bleiben!
Frage: Sie haben zuletzt noch mitgearbeitet an den Plänen für ein neues
Gemeindezentrum für unsere Gemeinde. Was wäre Ihnen in diesem
Zentrum am wichtigsten?
Frau Deimel: Ich wünsche mir einen großen Raum für unsere Kammermusik,
groß genug, um unseren schönen Konzertflügel hineinzustellen.
Frage: Haben Sie einen Rat für Ihre Nachfolger im Presbyterium?
Frau Deimel: Ich bin immer gerne als Presbyterin tätig gewesen! Auch wenn es
stets viel Arbeit gab, so habe ich in diesem Gremium auch viel Gemeinschaft
und Frohsinn erlebt. Das Rheinische Grundgesetz hat auch dort seine
Berechtigung und einige Artikel daraus sind für mich besonders zutreffend:
Artikel 1: Et es wie et es! (Sieh´ den Tatsachen ins Auge!)
Artikel 3: Et hätt noch immer jot jejange! (Lerne aus der Vergangenheit!)
Artikel 4: Wat fott es es fott! (Jammere den Dingen nicht nach!)
Artikel 7: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet! (Sei kritisch, wenn
Neuerungen überhand nehmen!)
Besonders Artikel 11 liegt mir auch heute noch am Herzen:
Artikel 11: Drink doch ene met! (Komme dem Gebot der Gastfreundschaft
nach!)
Frage: Da blitzt ja noch eines Ihrer Talente durch! Zu besonderen
Gelegenheiten schlüpfen Sie doch gerne mal in die Rolle der Else
Stratmann, oder?
Frau Deimel: Ja, das stimmt! Ich bin eben ein Mädchen aus dem Ruhrpott, in
Witten an der Ruhr geboren. Da habe ich einen natürlichen Zugang zur Rolle
der Metzgersgattin Stratmann und diese Figur zu präsentieren,
macht mir immer viel Spaß!
Liebe Frau Deimel, danke für dieses Gespräch! Wir wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft und danken an
dieser Stelle nochmals ganz herzlich für Ihren langjährigen, wunderbaren Einsatz für unsere Gemeinde!
Ulrike Küpper für das Presbyterium
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Kirchenmusik
Startklar
Wie befreiend, endlich die Schule verlassen zu können! 13 Jahre lang
habe ich mich durch zahlreiche (fremdsprachige) Schullektüren und
mathematische Regeln durch gearbeitet und habe nun, schlussendlich,
im März mein Abitur auf dem Peter-Joerres-Gymnasium in Bad Neuenahr-Ahrweiler absolviert. Mit Ausnahme von meinen Hobbies, das
Tanzen und Cellospielen, der Betreuung einiger Konfirmationsfahrten
der evangelischen Kirchengemeinde Oberwinter und diversen kurzen
Urlauben, habe ich in diesen Jahren noch nicht viel von der Welt gesehen. Zurzeit mache ich ein Praktikum in der Levana-Schule, einer Förderschule in Bad Neuenahr-Ahrweiler, doch bevor ich mit dem Studium
(Sonderpädagogik auf Lehramt) beginne, möchte ich mir zunächst eine
Auszeit nehmen, um einmal „rauszukommen“.
Leider ist es mir nicht möglich, ein Auslandsjahr alleine zu finanzieren.
An dieser Stelle kommt die christliche Organisation EIRENE ins Spiel.
Seit 1957 hilft sie jungen Erwachsenen, die sich im Ausland sozial engagieren wollen. Mit vielen Projekten und Partnerorganisationen auf der
ganzen Welt fördert EIRENE den internationalen Austausch, bereinigt
alte Vorurteile und vertritt dabei christliche Werte, wie Gerechtigkeit
und_Frieden.
Da meine Auszeit nicht nur mir dienen soll, habe ich mich durch Seminare und ein langes Bewerbungsverfahren gekämpft und mich für die
für zwei Projekte entschieden. Das erste, „Corrymeela“ , ist ein Friedens- und Versöhnungszentrum an der Nordküste Nordirlands, das sich
schon in den 1960er-Jahren zur Aufgabe gemacht hat, Menschen verschiedener Nationalitäten und Religionen in einen gemeinsamen Austausch zu bringen. Zudem ist es ein wichtiger Akteur in der Bewältigung des Nordirlandkonflikts zwischen Katholiken und Protestanten.
Meine Aufgaben dort wären hauptsächlich das Leben in einer Gemeinschaft (Haushalt, Rezeption, etc.), aber auch die Zusammenarbeit mit
den Gruppen und Gästen Corrymeelas. Auch in „Camphill Community
Grangmockler“, mein Zweitwunsch, würde ich in einer Wohn- und Lebensgemeinschaft sein, in der Menschen mit Behinderungen leben.
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Kirchenmusik
Neben der Arbeit und der Verpflegung von Menschen mit Behinderungen aller Nationalitäten, würde ich mich auch an dem eigenen ökologischen Anbau von Camphill beteiligen.
EIRENE erhält zwar Zuschüsse von öffentlichen Institutionen, doch
da sie pro Jahr ca. 100 Freiwillige entsendet, summieren sich die Kosten
für Flug, Unterkunft, Verpflegung und diverse Versicherungen auf
durchschnittliche 800€ im Monat pro Freiwillige/r. Deswegen baue ich
mir meinen eigenen Unterstützerkreis auf, das heißt ich suche für die
Dauer meines sogenannten Friedensdienstes (oder auch länger) Sponsoren, die EIRENE und mich monatlich (ab einem Betrag von 10€), quartalsweise (unter 10€ im Monat) oder auch nur einmalig finanziell unterstützen. Dies dient nicht nur materiellen Gründen. Durch meine Rundbriefe, in denen ich meine Einsatzstelle, -ort, Arbeit und Zeit dort genauer schildern und die ich Ihnen alle drei Monate zuschicken werde,
unterstütze ich das Konzept von EIRENE und fördere den internationalen Austausch von Lebensweisen und Ansichten. Natürlich erhalten Sie
auch einen kostenlosen Newsletter von EIRENE, der Sie regelmäßig
über die gemeinnützige Arbeit dieser Organisation informiert, und bei
Bedarf eine Spendenbescheinigung. Zudem bietet dies mir die Möglichkeit, mit Ihnen in Kontakt zu treten, beziehungsweise mit meiner Familie, meinen Freunden und Bekannten den Kontakt zu halten.
Mir ist bewusst, wie viel ich für dieses Auslandsjahr in Deutschland zurück lassen muss, doch ich bin startklar – ich brauche nur noch Ihre Unterstützung! Wenn ich Sie für diese gute Sache überzeugen konnte, nehmen Sie einfach unter [email protected] Kontakt mit mir auf oder/
und spenden Sie!
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Verabschiedung
Verabschiedung von Angela Heemeier
Schon wieder verabschieden wir eine lieb gewonnene, langjährige Mitarbeiterin aus ihrem Dienst in unserer Kindertagesstätte:
Frau Angela Heemeier zieht sich zum 01. August dieses Jahres zurück in den
Ruhestand. Sie hat ihre Arbeit in unserer Gemeinde aufgenommen im Herbst
des Jahres 1984.
Damals konnte Frau Lisa Czepluch, die wir ebenfalls im Januar in das RentnerDasein entlassen mussten, Frau Heemeier in Bonn aus einem anderen Kindergarten abwerben. Kennengelernt hatten sich die beiden schon Jahre früher
durch ihre Töchter, die in Oberwinter gemeinsam in einer Spielgruppe waren.
Aus dieser ersten Bekanntschaft erwuchs eine tiefe Freundschaft.
Die Entscheidung, zu uns zu kommen, traf Frau Heemeier vielleicht auch deshalb, weil ihre eigene Tochter Maike damals bereits den evangelischen Kindergarten in Oberwinter besuchte. Außerdem befand sich der Wohnort der Familie
Heemeier im schönen Bandorf. Von dort zog sie einige Jahre später in das
nächste Tal nach Unkelbach.
Insgesamt fast 32 Jahre lang war Frau Heemeier also feste Mitarbeiterin in einem immer wieder unterschiedlich zusammengesetzten Team. Sie war eine
wichtige Konstante und setzte viele Neuerungen engagiert mit um. Ihr wurden
Herausforderungen nie zu groß, sondern sie half einfach in allen Bereichen
mit, fröhlich und mit vielen praxisnahen Ideen.
Eine ihrer besonderen Begabungen ist ihr Zugang zur Musik. Die Kinder freuten sich immer, wenn sie ihre Gitarre holte und viele Kindergartenaufführungen wurden durch ihre musikalische Begleitung bereichert.
Kinderlieder gehören auch weiterhin zu ihrem Alltag, denn mit großer Freude
widmet sie sich ihren beiden Enkelsöhnen. Auch das E-Bike Fahren und der
Tennis-Sport gehören zu ihren Lieblingsbeschäftigungen.
Für ihre Hobbies hat Frau Heemeier jetzt viel mehr Zeit. Auch schöne Reisen
sind noch geplant.
Wir danken Frau Heemeier für ihre Arbeit und ihren Einsatz in unserer Gemeinde! Für ihren verdienten Ruhestand wünschen wir ihr ganz viel Glück und
Gottes Segen auf allen ihren neuen Wegen!
Ulrike Küpper für das Presbyterium
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Verabschiedung
Familiengottesdienst zur Verabschiedung von Frau Heemeier
Am Sonntag, den 10. Juli 2016, werden wir unsere langjährige Mitarbeiterin
Angela Heemeier in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden.
Wir möchten dies im Rahmen eines Familiengottesdienstes um 11.00 Uhr in
unserer Kirche mit anschließendem fröhlichem Beisammensein feiern. Über
zahlreiche Besucher auch von ehemaligen Kita-Kindern, die heute längst erwachsen sind, würden wir uns sehr freuen!
Nach dem Gottesdienst möchten wir mit Kindern, Eltern und Ehemaligen bei
hoffentlich strahlendem Sonnenschein vor der Kirche, im Pfarrgarten und auf
dem Spielplatz Abschied feiern. Wer etwas zu einem bunten Mitbringbuffet beitragen möchte, ist herzlich dazu eingeladen.
In der Hoffnung auf ganz viele Besucher trotz des ersten Schulferienwochenendes
grüßt Sie herzlich
Das Team der ev. Kita „Unter dem Regenbogen“
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Bücherei
Abenteuer beginnen im Kopf: Bücher lesen und gewinnen
Lesesommer Rheinland-Pfalz vom 4. Juli bis 3. September 2016
Auch in diesem Jahr nimmt die Bücherei Oberwinter wieder am Lesesommer teil. Wir
laden alle Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 16 Jahren ein, exklusiv und kostenlos aktuelle Kinder- und Jugendbücher auszuleihen und zu lesen.
Schon vor dem offiziellen Start beginnen wir am 1. Juli um 17 Uhr mit einer Er öffnungsparty. Hier bekommt ihr eure Clubkarte, könnt euch alle unsere neuen Bücher
ansehen und euren Favoriten vormerken lassen.
Wer in den Sommerferien mindestens drei Bücher liest und bewertet, erhält eine Urkunde und nimmt nach den Ferien an einer landesweiten Verlosung teil. Die Bewertungskarten für die gelesenen Bücher gelten als Lose, also erhöht jedes gelesene Buch die
Chance auf einen der tollen Gewinne.
Und natürlich wird es - wie in jedem Jahr eine Abschlussparty geben.
Weitere Informationen gibt es auch unter www.lesesommer.de .
Buchvorstellung:
Jonas Jonasson
„Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ (348 S.)
Erzählt wird die Geschichte eines eher einfältigen Verbrechers mit Spitznamen „Mörder
Anders“, der einer geschäftstüchtigen, atheistischen Pfarrerin und einem HotelRezeptionisten über den Weg läuft.
Das Trio gründet eine „Körperverletzungsagentur“ mit „Mörder Anders“ als dem Mann
fürs Grobe. Eine sprudelnde Einnahmequelle – bis „Mörder Anders“ den Weg zu Jesus
findet. Frei nach dem Motto „Liebe statt Hiebe“ stampfen die drei flugs die nächste Geschäftsidee aus dem Boden. Sie rufen eine Kirche ins Leben, deren Attraktion neben
einem bekehrten Mörder als Pastor vor allem großzügig verabreichter Messwein ist.
Hierdurch berauscht, sind die Schäfchen nur allzu gern bereit, großzügig den Klingelbeutel zu füllen. Sehr zum Ärger geprellter schwedischer Gangster, die mit „Mörder
Anders“ ihrerseits noch eine Rechnung offen haben.
Jonasson-Fans können sich denken, dass dies längst nicht das Ende einer turbulenten
Story ist.
Für das Büchereiteam
Sandra Haak
Annemie Haderlein
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Kirchenmusik
Sonntag
19. Juni 2016
19 Uhr
Ev. Kirche
„Dowland´s Delight“
Musik aus Renaissance und Barock
auf historischen Harfen
Tom Daun, Harfe
Sonntag
26. Juni 2016
19.00 Uhr
Ev. Kirche
"Renaissance-Musik im Sommer"
Konzert der Streicherklasse
von Prof. Richard Gwilt
(Musikhochschule, Köln)
Freitag
15. Juli 2016
19 Uhr
Ev. Kirche
Kammerchor Konstant, Leitung Judith Mohr
Samstag
16. Juli 2016
12.00 -12.30 Uhr
Gambenduo Les Elizées mit Musik des deutschen
Spätbarock
13.00-13.30 Uhr Clavichordrezital, Artem Belogurov
14.00-14.30 Uhr György Kurtag Kafa-Fragmente für Violine und
Sopran und Anna Neubert und Marie Heeschen
Alle Konzerte an diesem Tag finden im Pfarrhaus statt!
Sonntag
11. September
Gemeindesaal
Streichquartett „Dall´Abaco“
spielt Werke von W. A. Mozart,
R. Schumann, D. Schostakowitsch
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Konfirmation
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