Biografien - Rat für Nachhaltige Entwicklung

16. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung
„über_leben, über_arbeiten, über_denken, über_Nachhaltigkeit“
Biografien
Aeham Ahmad gehört der palästinensischen Minderheit in Syrien an und lebte mit
seiner Familie bis 2015 im Flüchtlingscamp Jarmuk in Damaskus. Mit 5 Jahren erlernte er
das Klavierspielen von seinem Vater und mit 23 Jahren absolvierte er ein Musikstudium in Damaskus und Homs. Aufgrund eines Granatensplitters in seiner linken Hand
bleibt ihm eine Karriere als klassischer Konzertpianist verwehrt. Unter Lebensgefahr
spielte er Klavier in den Straßen Jarmuks, um durch das gemeinsame Musizieren den
Menschen ein wenig Hoffnung und Freude zu schenken. 2015 verbrannten die Islamisten
Foto: Niraz Saied
aufgrund des dort verhängten Musikverbotes sein Instrument. Im August 2015 flüchtete
er aus Syrien und erreichte München im September. Er war gezwungen, seine Frau und
seine beiden Söhne in Syrien zurückzulassen. Seit seiner Ankunft in Deutschland gab Aeham Ahmad unzählige Konzerte in verschiedenen deutschen Städten wie Berlin, Bonn, München, Leipzig, Köln und Stuttgart und begeisterte mit der Intensität und Virtuosität seiner Auftritte, bei denen er neben Beethoven und
Mozart vor allem Eigenkompositionen und traditionelle Lieder spielte. Im Dezember 2015 wurde ihm der
erste Internationale Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion in der Bundeskunsthalle Bonn verliehen.
Prof. Dr. Günther Bachmann leitet die Geschäftsstelle des Rates für Nachhaltige
Entwicklung. Nach seinem Studium der Landschaftsplanung war er von 1983 bis 2001 im
Umweltbundesamt tätig, zuletzt in der Verantwortung zum Bundes-Bodenschutzgesetz.
Innerhalb dieser Zeit war er mehrmals zu Studien- und Beratungszwecken im Ausland. Er
ist Herausgeber von Loseblattwerken sowie Verfasser von Kommentaren zum Bodenschutzgesetz. Seit der Einrichtung des Nachhaltigkeitsrates 2001 ist er für diesen tätig.
2014 wurde Prof. Dr. Bachmann von der Stiftung Universität Lüneburg zum Honorarprofessor bestellt. Als Generalsekretär des Nachhaltigkeitsrates koordiniert er dessen politische und organisatorische Arbeit und treibt mit Impulsen und Initiativen das Nachhaltigkeitsdenken in Wirtschaft, Politik
und Gesellschaft voran. Er ist Vorsitzender der beiden Jurys des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für Unternehmen und für Städte. Als Redner und in zahlreichen Aufsätzen nimmt er zu aktuellen Fragen der
Nachhaltigkeitspolitik und des Umweltschutzes Stellung. Er ist in wissenschaftlichen Beiräten, Stiftungskuratorien sowie in europäischen und internationalen Netzwerken tätig.
Prof. Dr. Arno Bammé studierte Ökonomie, Pädagogik und Soziologie an der Freien
Universität Berlin. Nach mehrjähriger Tätigkeit in der Industrie wurde er 1985 als Ordentlicher Universitätsprofessor auf den Lehrstuhl für die Didaktik der Weiterbildung der
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt berufen. Herr Professor Bammé fungierte darüber
hinaus als Vorstand des Instituts für Technik- und Wissenschaftsforschung an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (Klagenfurt – Graz – Wien). Seit 1998
leitete er als Direktor das Interdisziplinäre Kolleg für Wissenschafts- und Technikforschung in Graz. Er bekleidete von 1986 bis 1992 das Amt des Vorsitzenden der Interuniversitären Kommission (IUK) und war in den Jahren 1992 bis 1997 als Mitglied der Kommission für „Integrierte Technikforschung“ beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst tätig. Des Weiteren war er Mitglied des
wissenschaftlichen Beirats „Technikgeneseforschung“ am Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften
in Kiel (von 1997 bis 2000) sowie seit 2011 Leiter der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle an der Alpen-AdriaUniversität Klagenfurt. Nicht zuletzt arbeitete Herr Professor Bammé als Fachvorstand der Sektion „Abendländische Epistemologie“ beim Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der Hohen Hand
in Berlin (von 2011 bis 2015) und als Obmann der Gesellschaft für Technik- und Wissenschaftsforschung in
Klagenfurt.
„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
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Prof. Dr. Alexander Bassen, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung, ist Universitätsprofessor für Betriebswirtschaftslehre, mit Spezialisierung auf Kapitalmärkte
und Unternehmensführung an der Universität Hamburg. Er studierte nach einer kaufmännischen Ausbildung Betriebswirtschaftslehre in Gießen und Tübingen (Diplom 1994).
Nach der Promotion (1997) und der Habilitation (2001) an der European Business School
International University Schloss Reichartshausen war er als Privatdozent an der Technischen Universität München tätig. Prof. Dr. Alexander Bassen ist Sprecher der Kommissionen Effiziente Finanzkommunikation und Corporate Governance sowie wissenschaftlicher Berater der
Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA), Mitglied im Kuratorium der
Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Visiting Professor an der Bordeaux Business
School, Mitglied im Advisory Panel des STOXX ESG Index sowie Mitglied im Advisory Panel für Nachhaltigkeit der DB Advisors/DWS. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bewertung von ExtraFinancial Information, Nachhaltigkeit, kapitalmarktorientierte Unternehmensführung und Corporate
Governance.
„Die Messung von Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um das Thema in Unternehmen und
auf Kapitalmärkten zu etablieren.“
Ralf Bermich arbeitete nach dem Physikstudium an der Universität Hamburg von 19901993 als Koordinator der Arbeitsgruppe Autonome Photovoltaik Systeme am Institut für
Solarenergieforschung in Hannover (ISFH). Seit 1993 ist er im Amt für Umweltschutz,
Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg tätig und leitet dort die Abteilung
Energie, mit den Arbeitsfeldern kommunales Energiemanagement und Klimaschutz. Die
Schwerpunkte im kommunalen Energiemanagement sind energetische Sanierung und
technische Optimierung der städtischen Gebäude, Neubau nur im Passivhaus-Standard,
Systemkonzepte für Energieeffizienz in den Bereichen Steuerung/Regelung, Lüftung, Warmwasserbereitung, Minimierung von Kühlbedarf sowie Energiekonzeption der Stadt Heidelberg mit ambitionierten
Energiestandards für kommunale Gebäude. Die Schwerpunkte im Klimaschutz: Energieeffiziente Stadtentwicklung, Grüne Fernwärme – Fernwärmenetz als Infrastruktur zur Verteilung erneuerbarer Wärme, Netzwerksarbeit und Bürgerbeteiligung für den Klimaschutz. Ziel: Energie und Nachhaltigkeit sollten selbstverständlicher Bestandteil aller Entscheidungen im privaten, kommerziellen und öffentlichen Bereich werden
– und das mit einem positiven Gestaltungswillen.
„Bei der Bahnstadt sind Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und erneuerbare Energieversorgung integrale Bestandteil der Planung, des Bauens, des Marketings – und zentrale Erfolgsfaktoren!“
Markus Bruggaier ist seit 1998 Mitglied der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von
Daniel Barenboim. Sein Weg dorthin führte über ein Studium bei Prof. Marie-Luise Neunecker in Frankfurt und Prof. Jeff Bryant an der Guildhall School in London. In verschiedenen Jugendorchestern, unter anderem unter Claudio Abbado, und als Praktikant in Karlsruhe sammelte er seine ersten Orchestererfahrungen, bis er an der Deutschen Oper Berlin
sein erstes festes Engagement antrat. Seitdem ist er mit den führenden Sinfonieorchestern und Dirigenten aufgetreten wie zum Beispiel den Berliner Philharmonikern unter
Simon Rattle. Seit 2001 unterrichtet er an der renommierten Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin. Im
In- und Ausland (u.a. Slowenien, Italien, China, Japan) gab er zahlreiche Meisterkurse. An der Staatskapelle
Berlin war er sechs Jahre als Orchestervorstand tätig. In dieser Funktion gründete er im Dezember 2009 mit
den Kollegen der Staatskapelle Berlin die Klima- und Umweltstiftung "NaturTon" und rief die Initiative
"Orchester des Wandels" ins Leben, für die er Benefizkonzerte organisiert. Als Gründungsmitglied ist er auch
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im Vorstand des Vereins Eben!Holz e.V. tätig, der sich das Ziel gesetzt hat, im Musikinstrumentenbau verwendete seltene Hölzer nachhaltig zu bewirtschaften.
Prof. Dr. Katja Bühler ist seit Dezember 2015 Inhaberin der Professur für die „Technologie produktiver Biofilme“ in gemeinsamer Berufung mit dem Helmholtzzentrum für
Umweltforschung (UFZ) an der Technischen Universität Dresden. Nach dem Studium der
Biologie und anschließender Promotion an der Universität Hamburg war sie für das Institut für Biotechnologie (IBT) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH
Zürich) tätig. Ab 2004 forschte sie an der Technischen Universität Dortmund im Bereich
der Chemischen Biotechnologie. Hier leitete Frau Professorin Bühler zehn Jahre die Arbeitsgruppe „Technische Enzymologie“ und etablierte das Biofilm-Konzept als Alternative zu gerührten
Zellsuspensionen in der Biotechnologie. Nach ihrer Habilitation folgte sie Prof. Schmid 2014 an das Helmholtzzentrum für Umweltforschung (UFZ), wo sie die Abteilung Katalytische Biofilme leitet.
„Entscheidend für den Erfolg ist eine interdisziplinäre Entwicklungsstrategie, welche für naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen Lösungen findet.“
Jasmin Burgermeister ist eine der beiden Deutschen Jugenddelegierten für Nachhaltige Entwicklung bei der UN, entsandt vom Deutschen Bundesjugendring. Als Teil der
deutschen Delegation nahm sie nicht nur am richtungsweisenden HLPF 2015, sondern
auch am großen UN-Gipfel im September letzten Jahres teil. Sie wird die deutsche Delegation auch zu den HLPFs 2016 und 2017 begleiten. Dort wird sie u.a. aus junger Sicht die
Umsetzung der Agenda in Deutschland bewerten. Die UN-Jugenddelegierte setzt sich
außerdem auf internationalem Parkett für mehr Jugendbeteiligung (insbesondere im SDProzess) von jungen Menschen aus der ganzen Welt – auch dem globalen Süden – ein. Dazu nahm Jasmin
Burgermeister im Februar 2016 für Deutschland auch am UN-Youth Forum teil. In Deutschland selbst ist
Jasmin Burgermeister als Multiplikatorin unterwegs. Sie besucht Jugendverbände, freie Jugendgruppierungen oder nimmt als Gast an jugendpolitischen Formaten teil. Jasmin Burgermeister studiert Internationale
Beziehungen und Weltgeschichte an der Universität Erfurt. Bereits seit ihrer Jugend ist sie politisch bei den
Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) aktiv (u.a. auf Bundesebene und im Landesvorstand BadenWürttemberg).
„Für eine noch nachhaltigere nachhaltige Entwicklung müssen junge Menschen nicht nur international
(u.a. im Follow-Up und Review), sondern auch in Deutschland bewusst in den Prozess miteingeschlossen
werden.”
Prof. Dr. Rainer Danielzyk ist seit 2010 Professor für Landesplanung und Raumforschung im Institut für Umweltplanung der Leibniz-Universität Hannover und seit 2013
Generalsekretär der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) – LeibnizForum für Raumwissenschaften. Davor war er seit 2001 Wissenschaftlicher Direktor des
Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung in Dortmund. Er studierte Geographie, Raumplanung/Verwaltung, Volkswirtschaftslehre und Psychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, promovierte und habilitierte an der Carl von
Ossietzky Universität Oldenburg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Theorie und Empirie der Stadt- und Regionalentwicklung, Raumordnung, Regionale Kooperation und Planungskultur. Er ist in verschiedenen
Gremien der Politikberatung und der Forschungspolitik tätig, so u.a. als Vorsitzender des Beirates für Raumentwicklung beim Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur, als Sprecher des AK Nachhal-
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tigkeit der Leibniz-Gemeinschaft und als Mitglied im Kuratorium des Zentralinstituts für Raumplanung an
der Universität Münster.
Yasmin Fahimi ist seit Januar 2016 Beamtete Staatssekretärin im Bundesministerium
für Arbeit und Soziales. Zuvor war sie von 2014 bis 2015 Generalsekretärin der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Nach ihrem Studium zur Diplom-Chemikerin
und der Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Technische Chemie
der Universität Hannover arbeitete sie von 1998 bis 2000 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Arbeit und Umwelt der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Hannover. Anschließend wurde sie Gewerkschaftssekretärin der Abteilung
Junge Generation/Ausbildung der IG BCE (von 2001 bis 2004) sowie Gewerkschaftssekretärin im IG BCEBezirk Recklinghausen (von 2004 bis 2005). Seit April 2005 ist sie Gewerkschaftssekretärin im Stab des Vorsitzenden der IG BCE. Zudem ist Frau Fahimi seit Juni 2012 Gründungsmitglied und Geschäftsführendes
Vorstandsmitglied des Innovationsforums Energiewende e.V. Bis 2014 war sie als Abteilungsleiterin Grundsatz/Organisationsentwicklung der IG BCE tätig. Sie ist Mitglied der SPD (seit 1986) und der IG BCE (seit
1998) sowie Gründungs- und Vorstandsmitglied Denkwerk Demokratie e.V. (seit 2011). Von 2007 bis 2013 war
Frau Fahimi Mitglied des SPD-Stadtverbandvorstandes Hannover, dem sie 2009-2013 stellvertretend vorsaß.
In den Jahren 1986-1997 hatte sie diverse Funktionen bei den JungsozialistInnen der SPD auf allen Ebenen
inne und war Bildungsreferentin im SPD-Ortsvereinsvorstand Isernhagen. 2001 wurde sie zur XXIII.
Deutsch-Amerikanischen „Young Leader“-Konferenz der Atlantikbrücke e.V. entsandt.
Karl Friedrich Falkenberg ist seit September 2015 Senior Adviser am European Political Strategy Centre (EPSC), wo er den Arbeitsbereich Nachhaltige Entwicklung verantwortet. Zuvor war er von 2009 bis 2015 als Generaldirektor für den Bereich Umwelt zuständig.
Er ist zudem langjähriger Verhandlungsführer der Europäischen Kommission. Karl Falkenberg ist studierter Ökonom und Journalist.
„Die Vereinten Nationen haben im September letzten Jahres 17 Nachhaltigkeitsziele mit
universellem Charakter angenommen. Europa wird sich mit der Umsetzung dieser Ziele auseinandersetzen
müssen, was grundlegende Änderungen für unsere heutigen Produktions- und Konsumgewohnheiten bedeutet. Die Nachhaltigkeitsziele beinhalten eine Strategie des Wandels, die sowohl die EU und ihre 2030
Ziele als auch ihre internationalen Beziehungen betrifft.“
Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel war seit dem Jahr 2000 Direktorin von Brot für
die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe im Diakonischen Werk der EKD mit Sitz in
Stuttgart. Die Gründung des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung
(EWDE) mit Sitz in Berlin im Jahr 2012 führte das Diakonische Werk mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst und der Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband zusammen. Im EWDE ist sie die Präsidentin von Brot für die Welt und der Diakonie
Katastrophenhilfe und seit Mai 2014 auch Vorstandsvorsitzende des EWDE. Vor dem Jahr
2000 war sie u.a. als Menschenrechtsreferentin der Evangelischen Kirche in Deutschland und als stellvertretende Direktorin des Berliner Missionswerkes tätig. Sie ist Mitglied des ZDF-Fernsehrates, des Beirates von
Transparency International, der Kommission der Kirche für internationale Angelegenheiten des Ökumenischen Rates der Kirchen und Vorsitzende des Membership and Nomination Committee der ACT Alliance
(weltweites Netzwerk kirchlicher Hilfswerke für Entwicklung und humanitäre Hilfe). 2007 wurde ihr das
Bundesverdienstkreuz verliehen.
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„Wir müssen anders leben, damit andere überleben. In einer begrenzten Welt muss die Überwindung der
Armut mit der Beschränkung des Reichtums einhergehen. Wenn wir gerecht teilen, ist genug für alle da.“
Roland Gruber ist seit 1999 Mitgründer und Partner im Architekturbüro nonconform
mit Schwerpunkt innovative Beteiligungskultur sowie Mitgründer und Vorsitzender von
Landluft – Verein zur Förderung der Baukultur in ländlichen Räumen. 2011 wurde er Mitbegründer von „Zukunftsorte braucht das Land“, eine Vernetzung der innovativsten Gemeinden Österreichs. Bis 2009 war er Mitbegründer und Sprecher der Plattform für Baukulturpolitik sowie Gründungs- und Vorstandsmitglied von Wonderland – European
Platform for Architecture, wo er seit 2010 Mitglied des Editorial Board ist. Er studierte
Architektur an der Kunstuniversität Linz und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (19921998) sowie internationales Kultur- und Medienmanagement an der Universität Salzburg Management
Business School (2001-2005). 2004 war er Gastprofessor für Architektur an der Roger Williams University in
den USA. Herr Gruber erhielt diverse Auszeichnungen, u.a. die Auszeichnung „Österreicher des Jahres 2012“
in der Kategorie Creative Industries, den Österreichischen Staatspreis Consulting 2008 (Jurypreis für die
Partizipationsmethode „von ort ideenwerkstatt“) und den Österreichischen Bauherrenpreis für die Hauptplatztribüne Theatersommer Haag/Niederösterreich (2001).
„Mit der „nonconform ideenwerkstatt“ bauen wir direkt im Dorf oder Stadtteil unsere Entwurfsstation auf.
Mütze, Bier und Suppentopf helfen dabei, der Kreativität auf die Sprünge zu helfen.“
Dr. Babara Hendricks ist seit Dezember 2013 Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Nach ihrem Lehramtsstudium der Geschichte und
Sozialwissenschaften an der Universität Bonn (1970-76) folgte eine zweijährige Honorartätigkeit beim Deutschen Studentenwerk. 1980 promovierte sie zum Dr. phil. Von 1978 bis
1981 war sie Referentin in der Pressestelle der SPD-Bundestagsfraktion und anschließend
Sprecherin des nordrhein-westfälischen Finanzministers (1981-90). Zudem war sie Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Kreis Kleve (1989-2014) und von 1991 bis 1994 Ministerialrätin im Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie
Referatsleiterin für grenzüberschreitende Planungen. Seit 1994 ist sie Mitglied des Bundestages und bekleidete das Amt der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen (1998-2007). Darüber hinaus war sie als Schatzmeisterin der SPD tätig (2007-2013). Frau Dr. Barbara Hendricks ist Mitglied
des deutschen Lenkungsausschusses der Deutsch-Niederländischen Konferenz, des Zentralkomitees der
deutschen Katholiken (ZdK) sowie mehrerer kulturfördernder Vereine wie der IG BCE, der AWO und des
Vereins “Gegen Vergessen – für Demokratie”.
Walter Hirche ist seit Juni 2010 Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Nach
seinem Examen 1969 baute er für die Friedrich-Naumann-Stiftung in Hannover ein Landesbüro für Erwachsenenbildung auf. Er legte 1973 das Examen als Assessor für das Höhere Lehramt ab. Nach seiner Wahl in den Niedersächsischen Landtag 1974 wurde er unter
anderem Vorsitzender des Kultusausschusses des Landtags, stellvertretender Fraktionsvorsitzender bzw. Vorsitzender. 1978 nahm er ein Angebot der Preussag AG an, für das
Unternehmen als Wirtschaftsarchivar zu arbeiten. Der Wiederwahl in den Landtag 1982
folgten acht Jahre als Wirtschaftsminister in Niedersachsen sowie in Brandenburg. 1994 bis 2002 gehörte er
dem Deutschen Bundestag an, 1994 bis 1998 war er Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. 2003 nahm er erneut das Amt des Landesministers in
Niedersachsen an, von dem er im Jahr 2009 mit 69 Jahren zurücktrat. Von 2002 bis 2014 war er Präsident der
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Deutschen UNESCO-Kommission. Walter Hirche ist außerdem gewähltes Mitglied der Ludwig-ErhardStiftung und Chairman des Governing Board des UNESCO Institute for Lifelong Learning in Hamburg.
Monika Jones gehört zu den führenden zweisprachigen Journalistinnen und Moderatorinnen Deutschlands. Als englischsprachige Anchor-Frau des Auslandsfernsehens der
Deutschen Welle ist sie einem breiten internationalen Publikum bekannt, insbesondere
in Nordamerika, Asien, Afrika und dem Nahen Osten. Frau Jones ist auch eine vielgefragte
bilinguale Moderatorin für Konferenzen und Business Events in Europa sowie im Asiatischen Raum. Zu ihren Stammkunden zählen internationale Konzerne, Ministerien und
Verbände sowie Hilfsorganisationen und NGOs. Zu ihren wohl spannendsten Aufgaben
gehören die Weltraummissionen der European Space Agency: Als offizielle Moderatorin der ESA RosettaMission moderierte Frau Jones eines der größten Livestream-Events überhaupt, bei dem die Raumsonde
Philae erfolgreich auf einem Kometen abgesetzt wurde!
„Als Main Business Anchor der DW berichte ich täglich über die Finanzwelt, über Konjunkturprognosen,
Zinsentwicklungen, Konzerngewinne- und Verluste, sowie den Einfluss aktueller politischer Entwicklungen
auf die globale Wirtschaft. Dabei stellt sich mir immer wieder die Frage, wie man Gewinnstreben und ein
faires Miteinander sowie den verantwortungsvollen Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen in Einklang bringen kann. Von den zwei Diskussionsrunden, die ich auf der 16. Jahreskonferenz des Rates für
Nachhaltige Entwicklung moderieren darf, erhoffe ich mir darauf Antworten.“
Andreas Jung ist Mitglied des Deutschen Bundestages. Nach seinem Jura-Studium an
der Universität Konstanz war er bis zu seiner Direktwahl in den Bundestag 2005 als
Rechtsanwalt in einer Wirtschaftskanzlei tätig. Seit 2009 ist Andreas Jung Vorsitzender
des Parlamentarischen Beirates für nachhaltige Entwicklung (PBnE). Das Gremium begleitet die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie und überprüft Gesetze auf ihre langfristige
Wirkung. Darüber hinaus ist er seit dieser Legislaturperiode ordentliches Mitglied im
Ausschuss für Wirtschaft und Energie sowie Beauftragter für Klimaschutz der CDU/CSUFraktion im Deutschen Bundestag.
Dr. Robert Kloos ist seit 2010 Beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Er studierte von 1981 bis 1985 Allgemeine Agrarwissenschaften mit der Fachrichtung Ökonomie an der Universität Hohenheim. Im Anschluss arbeitete er zwei Jahre lang als Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für
Agrarpolitik und Landwirtschaftliche Marktlehre der Universität Hohenheim. Danach,
von 1986 bis 1987, war er als Wissenschaftlicher Angestellter beim Dachverband Agrarforschung (DLG) in Frankfurt tätig. 1987 wurde er Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Agrarpolitik und Landwirtschaftliche Marktlehre der Universität Hohenheim, wo er 1989 promovierte. Nach seiner Promotion war er fünfzehn Jahre lang Beamter im Bundesministerium für Ernährung und
Landwirtschaft (BMEL). Von 2004 bis 2010 war er Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
„Wir wollen eine nachhaltige, ökologisch und sozial verantwortbare und ökonomisch leistungsfähige Landund Ernährungswirtschaft stärken, um einen Beitrag zur Ernährung der
wachsenden Weltbevölkerung zu leisten.“
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Luise Körner koordiniert bei Agricultural and Rural Convention 2020 die europaweite
Kommunikation zu den Themenschwerpunkten Agrarpolitik, ländliche Entwicklung und
Agrarökologie. Dort hat sie die Bildungskampagne „2000m²“ mitentwickelt und aufgebaut. Der 2000m² große Weltacker in Berlin zeigt ein Abbild der globalen Ackerfläche und
wurde 2015 dafür mit dem ersten Preis für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit der Bundesstiftung Umwelt ausgezeichnet. Zudem ist Luise Körner in der „Wir haben es satt!“Bewegung aktiv, wo sie mittlerweile im vierten Jahr das „Soup&Talk“-Event organisiert.
Davor koordinierte sie die Kampagne „Go Meet A Deputy“, in der europaweit Bürger/-innen ihre EUAbgeordneten mit kritischen Fragen zur Agrarpolitik konfrontierten.
„Es ist genug für alle da. Der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Ackerflächen und Nahrungsmitteln
ist eine Frage der globalen Gerechtigkeit.“
Prof. Dr. Nick Lin-Hi verwaltet aktuell die Professur für Wirtschaft und Ethik an der
Universität Vechta. Zuvor war er von 2009 bis 2015 Inhaber der Juniorprofessur für Corporate Social Responsibility (CSR) an der Universität Mannheim. Der studierte Betriebswirt
beschäftigt sich seit mehr als einem Jahrzehnt mit der gesellschaftlichen Rolle von Unternehmen im 21. Jahrhundert und hat die deutsche CSR-Landschaft substantiell mitgeprägt. Seine Forschung zeichnet sich durch eine hohe Anwendungsorientierung aus und
ist darauf ausgerichtet, Probleme der Praxis zu lösen sowie Win-Win-Situationen zu
schaffen. Im Rahmen eines aktuellen Forschungsprojekts beschäftigt er sich etwa mit der Entwicklung von
innovativen Ansätzen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen in Schwellen- und Entwicklungsländern.
Nick Lin-Hi hat bis heute mehr als 50 wissenschaftliche Artikel und Praktikerbeiträge zu CSR veröffentlicht,
über 100 CSR-Vorträge gehalten und verschiedene Unternehmen aus dem In- und Ausland zu Nachhaltigkeitsthemen beraten.
„Nachhaltigkeit und Verantwortungsübernahme sind Wertschöpfungstreiber in der Arbeitswelt – ihr Potenzial wird indes bei weitem noch nicht ausgeschöpft.“
Maria Loheide studierte Soziale Arbeit und begann ihre berufliche Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gesellschaft für Familienforschung, Sozialpädagogische
Pflegekindervermittlung, Erziehungsberatung. Ihre Laufbahn in der Verbandsarbeit der
Diakonie begann sie 1989 und war von 2001 bis 2008 Geschäftsführerin im Diakonischen
Werk Westfalen. Ihre thematischen Schwerpunkte waren familien-, frauen- und jugendpolitische, beschäftigungspolitische sowie bildungspolitische Fragestellungen. Nach der
Zusammenlegung der Diakonie Rheinland, Westfalen und Lippe übernahm sie ab 2011 die
Geschäftsbereichsleitung Familie-Bildung-Erziehung. Im Jahr 2011 wurde Maria Loheide in den Vorstand
des Diakonischen Werkes der EKD gewählt. Nach der Gründung des Evangelischen Werkes für Diakonie und
Entwicklung e.V. im Jahr 2012 ist sie Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Der Schwerpunkt
ihrer Arbeit ist die sozialpolitische Lobbyarbeit gegenüber der Bundespolitik. Sie verantwortet die Arbeit der
sozialpolitischen Zentren der Diakonie Deutschland. Maria Loheide nimmt zudem Funktionen in den
Netzwerkorganisationen, in denen die Diakonie mitarbeitet, wahr. Sie hat den Vorsitz der Sozialkommission
II der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege inne und ist Vizepräsidentin des Deutschen
Vereins für öffentliche und private Fürsorge. Sie ist Vice Chairperson im europäischen diakonischen Verbund Eurodiaconia.
„Gesellschaftliche Teilhabe vermittelt sich ganz wesentlich durch Arbeit. Beschäftigungspolitik muss Menschen unabhängig von Herkunft oder Einschränkungen Perspektiven eröffnen.“
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Lars Meier wurde 1970 in Hannover geboren und wuchs in Stadthagen (Landkreis
Schaumburg) auf. Schon zu Beginn seiner Selbstständigkeit mit 21 Jahren engagiert er sich
mit Straßenfesten, Konzerten oder einem eigenem Magazin vielfältig und berät Banken
und den örtlichen Einzelhandel. Durch die Herausgabe des Monatsmagazins „VIVA
Schaumburg“ fehlte die Zeit, das Studium der Wirtschaftswissenschaften nach vier Semestern fortzusetzen. 1996 siedelt Meier nach Hamburg über, wo er als freier Journalist
(Mopo, Max, TV Spielfilm, etc.) und weiterhin als Marketingberater tätig ist. 1998 gründet
er die Künstlerbetreuung Lars Meier Management & PR und arbeitet mit Moderatoren, Schauspielern und
Regisseuren zusammen. Seit 2007 ist er an zwei Buchprojekten als Autor beteiligt gewesen. Mit PReventas
Hamburg berät er heute verschiedene Marken und Firmen und ist Gründungsvorsitzender von Mensch
Hamburg e.V. Mit dem N Klub gründet er 2009 ein nachhaltiges Netzwerk, das in Hamburg, Köln, Hannover
und Frankfurt stattfindet.
„Der N Klub bringt die unterschiedlichsten Bereiche der Nachhaltigkeit in die Medien und das Bewusstsein.
Hier werden interessierte Leute zusammengeführt und kleine Themen erhalten eine große Bühne.“
Kathrin Menges ist Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Nach dem Abitur
studierte sie von 1983 bis 1988 an der Pädagogischen Hochschule Potsdam und erhielt den
Abschluss als Diplomlehrerin. Im Anschluss arbeitete sie zwei Jahre lang als Lehrerin. Von
1990 bis 1999 zeichnete Kathrin Menges als Abteilungsdirektorin für den Bereich Personal
der Bankgesellschaft Berlin AG verantwortlich. 1999 wechselte sie zu Schwarzkopf (Henkel) Hamburg, wo sie sechs Jahre lang die Bereiche Personal und Infrastruktur-Service
leitete. Daraufhin wurde sie Corporate Director Personal Kosmetik/Körperpflege. Nachdem sie von 2006 bis 2009 als Corporate Vice President Personal für den Key Account Unternehmensbereich
Finanzen und den Vorstandsbereich zuständig war, wurde sie 2009 Corporate Senior Vice President Personal.
Seit Oktober 2011 ist Kathrin Menges Mitglied des Vorstands von Henkel und verantwortlich für den Unternehmensbereich Personal.
„Es ist Zeit, Nachhaltigkeit konsequent in die Entscheidungen von Politik, Wirtschaft und Konsumenten zu
integrieren. Dafür brauchen wir ein gemeinsames Verständnis, klare Prioritäten und ambitionierte Ziele.“
Dr. Angela Merkel ist seit November 2005 Bundeskanzlerin der Bundesrepublik
Deutschland. Sie studierte von 1973 bis 1978 Physik an der Universität Leipzig. Von 1978
bis 1990 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Physikalische
Chemie an der Akademie der Wissenschaften in Ostberlin, wo sie 1986 promovierte. 1989
war sie Mitglied des „Demokratischen Aufbruchs“ und trat 1990 in die CDU Deutschlands
ein. 1990 wurde sie stellvertretende Regierungssprecherin der DDR-Regierung de Maizière. Sie ist seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. Es folgten der stellvertretende
Vorsitz der CDU Deutschlands zwischen 1991 und 1998 und der Vorsitz der CDU Mecklenburg-Vorpommern
von 1993 bis 2000. Von 1991 bis 1994 hatte sie das Amt der Bundesministerin für Frauen und Jugend und von
1994 bis 1998 das Amt der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit inne. Von 1998
bis 2000 war Dr. Angela Merkel Generalsekretärin und seit 2000 ist sie Vorsitzende der CDU Deutschlands.
Zwischen 2002 und 2005 war sie Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag.
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Christoph Minhoff ist seit Dezember 2012 Hauptgeschäftsführer beim Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. sowie der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. Er studierte Politikwissenschaften und Geschichte in
München und absolvierte ein Volontariat bei der Wochenzeitung Bayernkurier. Anschließend wechselte er als freier Mitarbeiter zum Bayerischen Rundfunk/Fernsehen und war
als Autor zahlreicher Reportagen und Dokumentationen tätig. Von 1992 bis 1994 war er
Redakteur des innenpolitischen Magazins Zeitspiegel beim Bayerischen Fernsehen und
1994 Redaktionsleiter und Moderator des BR-Magazins Zeitspiegel. Bis 2005 war Christoph Minhoff Leiter
des ZDF-Landesstudios Bayern, anschließend verantwortete er als Programmgeschäftsführer Phoenix, den
Ereigniskanal von ARD und ZDF in Bonn. An der Europäischen Medien- und Business-Akademie in Hamburg ist er als Dozent tätig. 2011 erhielt Minhoff den Medienpreis Politische Bildung.
„Eine global und in Generationen denkende Produktion und aufgeklärte mündige Verbraucher sind die
Voraussetzungen dafür, in Deutschland nachhaltig produzieren und konsumieren zu können.“
Jennifer Morgan ist Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Programmdirektorin für Klima und Energie im World Resources Institute (WRI) in Washington. Sie
vertritt das WRI bei internationalen Klimaverhandlungen (u.a. UNFCCC). Bevor sie 2009
zum WRI kam, arbeitete Jennifer Morgan als Programmdirektorin zu Globalem Klimawandel bei Third Generation Environmentalism (E3G) in Berlin. Vor ihrer Tätigkeit bei
E3G war sie im Bereich Globaler Klimawandel zunächst Programmleiterin in Washington
und von 1999 bis 2006 Programmdirektorin in Berlin. Sie arbeitete außerdem für das US
Climate Action Network und als Robert-Bosch-Stipendiatin für das Bundesumweltministerium, wo sie die
deutsche Delegation bei den UNFCCC Verhandlungen unterstützte. Jennifer Morgan hat einen Bachelor of
Arts von der Indiana University in Politikwissenschaften und Germanistik und einen Masters of Arts von
der School of International Service der American University in Internationalen Angelegenheiten. Sie ist
Mitglied im Siemens Sustainability Advisory Board und im wissenschaftlichen Beirat des Potsdam-Instituts
für Klimafolgenforschung. Zudem ist sie Begutachtungseditorin für das Kapitel 13 „Internationale Kooperation“ des fünften Sachstandsberichts des Weltklimarats (IPCC).
Alexander Müller ist Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und leitet seit
Februar 2016 eine globale Studie des UN-Umweltprogramms über "The Economics of Ecosystems and Biodiversity for Agriculture and Food". In den Jahren 2013 bis 2016 war er
Senior Research Fellow am Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam
(IASS). Er studierte Soziologie und Politikwissenschaften an der Philipps Universität in
Marburg und schloss sein Studium 1985 mit dem Diplom im Fach Soziologie ab. Von 1985
bis 1992 war er als hauptamtlicher Stadtrat in Marburg für die Bereiche Umwelt und Soziales verantwortlich und Vorsitzender des Gremiums städtischer Versorgungsbetriebe für Energie, Wasser
und öffentliche Verkehrsmittel. Im Anschluss wurde er zum Staatssekretär im Ministerium für Jugend,
Familie und Gesundheit in Hessen ernannt. Ab 1995 war er Mitglied des hessischen Parlaments und Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Er arbeitete als Mitglied in den Ausschüssen für Umwelt, Finanzen und neue Medien. 2001 wechselte er auf die Bundesebene und wurde als Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Berlin tätig. Seit 2006 ist er stellvertretender Generaldirektor der Abteilung Management natürlicher Ressourcen und Umwelt der Welternährungsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen in Rom. Zudem zeichnete er sich in den Jahren 2008 bis
2011 als Vorsitzender der United Nations System Standing Committee on Nutrition (SCN) verantwortlich.
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16. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung
„über_leben, über_arbeiten, über_denken, über_Nachhaltigkeit“
Biografien
Dr. Gerd Müller ist seit Dezember 2013 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Von 1989 bis 1994 war er Mitglied des Europäischen Parlaments, Mitglied im Agrarausschuss sowie Mitglied in der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung AKP-EU. Seit 1994 ist Herr Dr. Gerd Müller direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kempten, Oberallgäu und Lindau. Zudem war er bis 2005 Mitglied im Europa-, Außen- und Verteidigungspolitischen Ausschuss sowie Sprecher der
CSU-Landesgruppe. Von 2005 bis 2013 war er zudem Parlamentarischer Staatssekretär im
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz, wo er für Internationale Beziehungen, Entwicklungsprojekte und Welternährung zuständig war. Herr Dr. Gerd Müller beendete sein Studium
der Pädagogik und Psychologie sowie der Politik- und Wirtschaftswissenschaften mit einem Wirtschaftspädagogik-Diplom. Darüber hinaus war er im höheren Schuldienst tätig, war als stellvertretender Leiter im
Institut für Auswärtige Beziehungen der Hanns-Seidel-Stiftung tätig und bekleidete das Amt des Oberregierungsrates im Bayerischen Wirtschaftsministerium.
Felix Oldenburg ist seit April 2016 Generalsekretär des Bundesverbands Deutscher
Stiftungen. Die Stimme und Interessenvertretung des Stiftungswesens ist der größte
Stiftungsverband in Europa. Der studierte Philosoph (Bonn, Tübingen, Oxford) und Politikmanager (Georgetown) hat berufliche Erfahrungen als Internet-Unternehmer,
McKinsey-Berater und Initiator und Moderator zahlreicher Bürgerbeteiligungsverfahren
gesammelt, bevor er 2009 bis 2016 Ashoka in Deutschland und Europa führte. Im globalen
Netzwerk von Social Entrepreneurs gründete er unter anderem die Finanzierungsagentur
(FASE) sowie zahlreiche neue Länderorganisationen. Felix Oldenburg gilt als einer der Pioniere für soziale
Innovationen und Finanzierungen in Europa, wurde dreimal auf der „40 unter 40“-Liste von Capital geführt
und ist aktives Mitglied unter anderem im Netzwerk der Baden-Badener Unternehmergespräche sowie Träger des Deutschen PR-Preises 2007. Er wirkt außerdem als Beirat, Mentor und Publizist.
„Was für eine Zeit: Jeder kann die Welt verändern – mit der richtigen Idee, Vernetzung, Förderung und
Markteinbindung."
Dr. Marc-Oliver Pahl ist seit 2011 Referatsleiter für Nachhaltige Entwicklung, Koordination der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie und Grundsatzfragen der Umweltpolitik im
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Naturschutz und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV). Er studierte Rechtswissenschaften in
Bayreuth und Münster und promovierte mit einer europaverfassungsrechtlichen Dissertation an der Humboldt-Universität zu Berlin. Herr Dr. Pahl absolvierte die Diplomatenausbildung beim Auswärtigen Amt. Darüber hinaus war er im Referat Europa/Internationales des MKULNV, im Sekretariat des Haushaltsausschusses des Europäischen Parlaments
und in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen tätig.
"Die SDGs haben neue Impulse für nachhaltiges Handeln gegeben. Es geht nun darum, diese Impulse in
einer konzertierten Aktion auf Bundesebene, aber auch in den Ländern und Kommunen aufzugreifen."
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16. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung
„über_leben, über_arbeiten, über_denken, über_Nachhaltigkeit“
Biografien
André Rathfelder studiert im Masterprogramm Sustainability, Society and the Environment an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Sein Studienschwerpunkt liegt auf der Politischen Ökologie und der Nachhaltigkeitsökonomie. Parallel zu
seinem Masterstudium verfasst er momentan seine Abschlussarbeit im Bachelorstudiengang Politikwissenschaft und Soziologie, ebenfalls an der CAU Kiel. Von 2010 bis 2014
absolvierte André Rathenfelder ein Bachelorstudium im Bereich des Wasserressourcenmanagement an der Fachhochschule Rottenburg a.N. Darüber hinaus veröffentlichte er
diverse Artikel zum aktuellen Nachhaltigkeitsdiskurs.
„Innerhalb der Strukturen einer westlichen Industrienation gibt es keinen ökologischen Lebensstil, völlig
unabhängig von den persönlichen Werten und Überzeugungen.“
Prof. Dr. Lucia Reisch ist seit Juni 2010 Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim bei Stuttgart
sowie Business Administration an der University of California, Los Angeles und promovierte zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften. Seit 2006 ist sie Professorin für interkulturelles Konsumentenverhalten und Verbraucherpolitik an der Copenhagen Business
School. Darüber hinaus bekleidet sie seit 2011 eine Gastprofessur an der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Im Rahmen deutscher, schwedischer und europäischer Forschungsprojekte beschäftigt sie sich mit Themen wie nachhaltigem Konsum, empirischer Konsumverhaltensforschung, Verhaltensökonomik und Nudging sowie Corporate Social Responsibility (CSR). Seit Dezember 2014
hat sie den Vorsitz des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen beim Bundesministerium der Justiz und
für Verbraucherschutz (BMJV) inne. Zudem ist sie Mitglied der Ethikkommission „Sichere Energieversorgung“, seit 2006 Vorsitzende der Verbraucherkommission Baden-Württemberg sowie u.a. Mitglied des Verwaltungsrates der Stiftung Warentest Berlin und des Verwaltungsrates der Utopia Stiftung München. Frau
Prof. Lucia Reich ist Herausgeberin des internationalen „Journal of Consumer Policy“.
„Das Lebensumfeld der Menschen bestimmt stark die Verhaltensmuster. Es reicht nicht, Werte und Wissen
zu stärken; wir müssen die nachhaltige Alternative zu der naheliegenden machen: „Make the sustainable
choice the easy choice.“
Daniel Schmid begann seine Karriere 1992 als Berater bei Kiefer & Veittinger, einem
CRM-Unternehmen (Customer Relationship Management), das von SAP 1997 erworben
wurde. 1996 übernahm Schmid als Business Unit Manager Führungsverantwortung. Er
wurde 1998 zum Bereichsleiter ernannt und übernahm 1999 zusätzlich die Kaufmännische Leitung für SAP CRM Consulting. Als Vice President leitete er die Integration von SAP
CRM Consulting in SAP Deutschland und führte bis 2004 die Consulting Division CRM.
Danach hatte Schmid verschiedene leitende Positionen im Bereich SAP Consulting in der
Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika inne. In 2009 übernahm Schmid die globale Rolle „Head of
Sustainability Operations“ bei SAP. Er wurde im Juni 2014 zum Chief Sustainability Officer der SAP ernannt
und verantwortet Nachhaltigkeit im Gesamtkonzern. Er gehört dem Lenkungskreis von econsense an, dem
Forum für nachhaltige Entwicklung der deutschen Wirtschaft, und ist Jury-Mitglied beim BadenWürttembergischen Mittelstandspreis Lea (Leistung, Engagement, Anerkennung).
„Die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Leistungen von Unternehmen sind untrennbar miteinander verbunden. Vorreiter denken integriert und nutzen die Digitalisierung, um auf neue Weise positive Wirkung auch im Sinne der UN Sustainable Development Goals zu erzeugen.“
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Biografien
Dr. Ingo Schoenheit, Sprecher der Geschäftsführung der imug Beratungsgesellschaft,
ist zugleich der Geschäftsführende Vorstand des imug Instituts für Markt-UmweltGesellschaft, das 1992 auf Initiative und mit Unterstützung von Frau Prof. Dr. Dr. h.c.
Ursula Hansen an der Leibniz Universität Hannover gegründet wurde. Im imug Institut
und in der angeschlossenen imug Beratungsgesellschaft forschen und beraten zurzeit 40
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das imug ist heute eine der führenden Forschungsund Beratungseinrichtungen im Themenfeld CSR und Nachhaltigkeit. Der imug Anspruch ist „Sustainable Excellence“. Für den Deutschen Nachhaltigkeitsrat hat das imug den „Nachhaltigen
Warenkorb“ konzipiert und ständig aktualisiert. Neben Gutachten für einzelne Ministerien werden vom
imug Unternehmen, Institutionen, aber auch NGOs beraten, die ihren ökonomischen Erfolg mit ökologischer Verträglichkeit und sozialer Fairness verbinden wollen. Zurzeit unterstützt das imug als „Methodikpartner“ das Bundesministerium für Arbeit und Soziales dabei, den CSR-Preis der Bundesregierung kompetent zu vergeben. Von Herrn Dr. Schoenheit liegen zahlreichen Veröffentlichungen zu den Themenfelder
Corporate Social Responsibility, nachhaltige Finanzmärkte und nachhaltiger Konsum vor. Er ist außerdem
Lehrbeauftragter im Bereich „CSR und Unternehmensethik“ an der Ostfalia Hochschule.
„Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie benötigt ein Messinstrument, um die gewünschten Fortschritte hin
zu einem „einfachen“ und „schuldenfreien“ und „kollaborativen“ Konsumstil zu dokumentieren.“
Dr. Imme Scholz, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung, ist seit 2009 stellvertretende Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) in Bonn.
Nach ihrem Studium der Soziologie, Politik und evangelischen Theologie an der Freien
Universität Berlin arbeitete sie als Assistentin des Wirtschaftsattachés an der Botschaft
von Chile in Bonn. Ab 1992 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen
Institut für Entwicklungspolitik (DIE) tätig und promovierte 1999 an der Freien Universität Berlin als Stipendiatin des Evangelischen Studienwerks Villigst. 2002 wurde sie Leiterin der Abteilung III „Globale Umweltpolitik; Transformation und Stabilisierung“ am DIE und 2005 Leiterin
der Abteilung IV „Umweltpolitik und Management natürlicher Ressourcen“. Seit 1996 ist sie Mitglied der
Kammer für nachhaltige Entwicklung der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) und war zwischen 2004
und 2010 deren stellvertretende Vorsitzende. Seit 2002 ist sie Mitglied des Fachbeirates Nord-Süd der Heinrich-Böll-Stiftung und seit 2010 Mitglied im Auswahlausschuss des Klima-Stipendienprogramms der Alexander von Humboldt-Stiftung. Außerdem ist sie seit 2011 Mitglied des Rates der Stiftung für Umwelt und
Entwicklung des Landes Nordrhein-Westfalen und Mitglied des Kuratoriums der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Seit 2012 ist sie Mitglied des Aufsichtsrates des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung.
Max Schön ist seit 2010 Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Geschäftsführender Gesellschafter der Max Schön Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Service KG.
Er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Dualen Hochschule Stuttgart und trat 1984 in
das elterliche Familienunternehmen, Max Schön GmbH & Co KG in Lübeck ein. Zeitgleich
wurden Tochtergesellschaften des Unternehmens in Rostock, Riga (Lettland), Tallinn
(Estland), Szczecin (Polen) gegründet. 1995 wechselte er aus dem Vorstand in den Aufsichtsrat der nunmehr in eine Aktiengesellschaft umgewandelten Max Schön AG. Er ist
derzeit stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Max Schön AG, Lübeck sowie Geschäftsführender
Gesellschafter der bulthaup Max & Co. GmbH, Lübeck. Zudem ist er Präsident der Deutschen Gesellschaft
des Club of Rome und seit 2012 Mitglied des Internationalen Club of Rome. Seit Januar 2016 ist Max Schön
Vorstand der Lübecker Possehl-Stiftung.
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Biografien
„Das Wort Nachhaltigkeit ist ein Substantiv. Wie schön wäre es, wenn wir ein Verb für das nachhaltige Handeln hätten. Denn der Erfolg unseres Tuns wird sich nicht an dem was wir sagen oder schreiben messen lassen müssen, sondern an dem was wir auch in der Tat umsetzen.“
Prof. Dr. Wolfgang Schuster ist seit Februar 2012 Mitglied des Rates für nachhaltige
Entwicklung und Geschäftsführer des Instituts für Nachhaltige Stadtentwicklung GmbH
Stuttgart. Er studierte Rechts- und Staats-wissenschaften in Tübingen, Genf und Freiburg
und besuchte die französische Elitehochschule École nationale d’administration. Von
1978 bis 1980 arbeitete er als Referent im Staatsministerium Baden-Württemberg und von
1980 bis 1986 als Leitender Stadtdirektor der Landeshauptstadt Stuttgart. Anschließend
war Prof. Dr. Wolfgang Schuster Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, bis er
1993 das Bürgermeisteramt für Kultur, Bildung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart übernahm. Von
1997 bis Januar 2013 war er Stuttgarter Oberbürgermeister. Er ist Mitglied in zahlreichen nationalen und
internationalen Organisationen. Prof. Dr. Wolfgang Schuster war einziges deutsches Mitglied im Rat der
Weisen zur Zukunft Europas der EU. Publiziert hat Prof. Dr. Wolfgang Schuster unter anderem zu den Themen Integration, Generationengerechtigkeit, nachhaltige Mobilität und Europa. Im April 2013 hat er die
European Foundation for Education mit Unterstützung des Kolping-Bildungswerks Württemberg e.V. gegründet. Schwerpunkt der Arbeit ist die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in den Regionen Europas,
die besonders davon betroffen sind.
„Um die globalen Nachhaltigkeitsziele umzusetzen, müssen wir vor Ort gemeinsam – Stadt, Bürgerschaft
und Unternehmen – intensiv zusammen arbeiten.“
Staatssekretär Dr. Georg Schütte ist seit Dezember 2009 Staatsekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Zuvor war er seit 2004 Generalsekretär
der Alexander von Humboldt-Stiftung in Bonn. Von 2001 bis 2003 arbeitete er als geschäftsführender Direktor der Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Kommission in Berlin. In diesen Jahren gehörte er auch der Expertengruppe „Benchmarking Human Resources“ der EU-Kommission an. Von 1998 bis 2001 leitete Georg Schütte die Grundsatzabteilung der Alexander von Humboldt-Stiftung. Nachdem er dort schon einige Zeit als
wissenschaftlicher Referent gearbeitet hatte, war er von 1995 bis 1998 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an
der Universität Siegen tätig und nahm Lehraufträge an verschiedenen Universitäten wahr, darunter Lüneburg, Mannheim und Dortmund. Georg Schütte war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes
und der Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Kommission. Von 1984 bis 1989 studierte er Journalistik an der
Universität Dortmund und „Television and Radio“ an der City University of New York. Anschließend forschte er bis 1994 für seine Promotion im DFG-Sonderforschungsbereich 240 „Bildschirmmedien“ der Universität Siegen und war 1992 Visiting Fellow der Harvard University. Georg Schütte ist Mitglied des Gründungsaufsichtsrats des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung, des Aufsichtsrats des GSI Helmholtzzentrum
für Schwerionenforschung, des Aufsichtsrats der Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH, des Kuratoriums der VolkswagenStiftung, des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, des Kuratoriums der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom, des Stiftungsrats der Stiftung Wissenschaft und Politik und des Beirats des Fulbright
Alumni e.V. Von 2008 bis Ende 2009 war er Mitglied der Hochschulräte Bonn und der Universität Siegen
(dort im Jahr 2009 Vorsitzender).
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16. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung
„über_leben, über_arbeiten, über_denken, über_Nachhaltigkeit“
Biografien
Andreas Sentker leitet seit 1998 das Ressort Wissen der Wochenzeitung DIE ZEIT und
ist seit 2004 Herausgeber des Magazins ZEIT Wissen. Er hat in Tübingen Biologie und Rhetorik studiert und arbeitet seit 1992 als Wissenschaftsjournalist, unter anderem für die
Stuttgarter Zeitung und die tageszeitung. 1995 kam er zur Wochenzeitung DIE ZEIT, seit
1996 ist er dort Redakteur im Ressort Wissen. 2009 wechselte er als Visiting Fellow für ein
halbes Jahr an die Harvard University in Cambridge. Neben der redaktionellen Arbeit ist
Andreas Sentker Autor populärwissenschaftlicher Bücher und Herausgeber verschiedener
ZEIT Wissen Buch-Editionen. 2001 hat er die Veranstaltungsreihe ZEITForum der Wissenschaft mitbegründet, die er viermal im Jahr an der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften moderiert. In
Zusammenarbeit mit der Robert-Bosch-Stiftung, der Bertelsmann-Stiftung und der Volkswagenstiftung
setzt er sich seit vielen Jahren für die Förderung junger Wissenschaftsjournalisten ein.
Er ist Mitglied in Kuratorien der Max-Planck-Institute in Köln, Martinsried und Tübingen sowie in der Jury
des Georg von Holtzbrinck-Preises für Wissenschaftsjournalismus. 2005 bekam er den Kulturpreis der Eduard-Rhein-Stiftung verliehen und 2011 wurde er mit dem Innovationspreis Gregor Mendel ausgezeichnet er ist der erste Journalist, der diese Ehrung erhalten hat.
„Wissenschaft wird von Skepsis getrieben. Aber kann Skepsis auch den Wandel zur Nachhaltigkeit antreiben? Und wenn ja: Welche Skepsis?“
Mandy Singer-Brodowski ist wissenschaftliche Koordinatorin des Zentrums für
Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (TransZent) an der Bergischen Universität
Wuppertal. Sie promovierte an der Leuphana Universität Lüneburg zum Thema „Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung“ und war von 2012 bis 2015 Referentin für
nachhaltige Wissenschaft am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, wo sie
mit Uwe Schneidewind das Buch „Transformative Wissenschaft – Klimawandel im deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystem“ verfasste. Neben ihrem Studium der Erziehungswissenschaften an der Universität Erfurt engagierte sie sich in verschiedenen studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen, wie dem AG Nachhaltigkeit Erfurt e.V. und dem netzwerk n. Sie war Mitglied des Deutschen Nationalkomitees zur Umsetzung der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung und ist zur
Zeit Mitwirkende in dem Fachforum Hochschule zum Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung.
„Die deutsche Hochschul- und Wissenschaftslandschaft verschenkt aktuell ihr Potential ein bedeutender
Impulsgeber für die anstehende Große Transformation zu sein. Sie reagiert nur allmählich auf die Forderungen zivilgesellschaftlicher Akteure und progressiver Nachhaltigkeits-Think-Tanks, die Forschung und Bildung stärker an den großen gesellschaftlichen Herausforderungen auszurichten und einen umfassenden
institutionellen Wandel der ‚gesellschaftlichen Zukunftslabore‘ einzuleiten.“
Klaus Stapf ist seit 2008 Bürgermeister der Stadt Karlsruhe für Umwelt, Natur- und
Klimaschutz, Gesundheit, Forst, Friedhöfe, Feuerwehr, Abfallwirtschaft. Nach dem Abschluss seines Ingenieurstudiums war er von 1998 bis 2008 als Entwicklungsingenieur
und Projektleiter tätig. Bei folgenden Projekten war Herr Stapf unter anderem beteiligt:
Erklärung zur Klimaneutralität 2050 und Klimaanpassungsstrategie, preisgekrönte Klimakampagne, Auszeichnung und kontinuierliche Verbesserung European Energy Award,
Energieeffizienz-Netzwerke für Unternehmen, Einführung der Fairen Woche und Auszeichnung Karlsruhes als Fair Trade Town, Förderung der Umweltbildung (z.B. durch den Schulpreis 'Grüne
Pyramide'), Verankerung der 'Umweltstadt' im Integrierten Stadtentwicklungsprogramm. In seiner Amtszeit wurde Karlsruhe mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet (2015).
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16. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung
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Biografien
„Nachhaltiges Leben und Wirtschaften sind unsere einzige Zukunftschance. Den Kommunen fällt dabei eine
Schlüsselrolle zu.“
Marlehn Thieme ist seit 2004 Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Nachdem sie von Juli 2010 bis Februar 2012 stellvertretende Vorsitzende war, wurde sie anschließend zur Vorsitzenden des Rates gewählt. Sie studierte Rechts- und Sozialwissenschaften. Von 1986 bis Ende 2013 arbeitete sie bei der Deutschen Bank AG. Nach einer
Traineeausbildung in Remscheid, Wuppertal und Mailand war sie in der zentralen Personalabteilung in Frankfurt tätig. 1995 wurde sie Geschäftsführerin der Stiftung Alfred
Herrhausen „Hilfe zur Selbsthilfe“. Ab 2001 war Marlehn Thieme im Privatkundengeschäft tätig. Von 2005 bis 2013 zeichnete sie sich als Direktorin für den Bereich Corporate Social Responsibility (CSR)/Corporate Citizenship verantwortlich. Von 2008 bis 2013 war sie Mitarbeitervertreterin im Aufsichtsrat der Deutsche Bank AG. Ihr ehrenamtliches Engagement umfasst die Mitgliedschaften im Rat der
Evangelischen Kirche in Deutschland, im ZDF-Fernsehrat und dem Aufsichtsrat des Diakonischen Werkes
der EKD.
„Nachhaltige Entwicklung bedeutet für mich, Wirtschaft klug zu verändern, globale Nachhaltigkeitsziele in
Deutschland umzusetzen, Bildung und Wissenschaft voran zu bringen und den sozialen Zusammenhalt zu
fördern.“
Prof. Dr. Christian Thomsen ist seit April 2014 Präsident der Technischen Universität
Berlin. Er studierte Physik an der Universität Tübingen und der Brown University, wo er
1986 promovierte. Von 1986 bis 1994 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am MaxPlanck-Institut für Festkörperforschung tätig. 1991 schloss er seine Habilitation an der
Technischen Universität München ab. Seit 1994 ist er Leiter des Fachgebiets Experimentalphysik sowie seit 2005 Gründungsdirektor des Multimediazentrums für Lehre und
Forschung „InnoCampus“ an der TU Berlin. Vor 2003 bis 2014 war er Dekan der Fakultät II
– Mathematik und Naturwissenschaften an der TU Berlin. Prof. Dr. Thomsen hat über 500 wissenschaftliche
Publikationen veröffentlicht und ist Herausgeber mehrerer Bücher. Außerdem ist er Organisator der jährlich stattfindenden „International Winterschool on the Electronic Properties of Novel Materials“.
"Den Universitäten kommt eine zentrale Bedeutung beim Thema Nachhaltigkeit zu. Die TU wird sich daher
für deren Zukunftsfähigkeit in Forschung, Lehre, Bildung und Hochschulsteuerung in den kommenden
Jahren intensiv einsetzen.“
Olaf Tschimpke ist seit Juni 2010 Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und
wurde 2012 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Rates gewählt. Er absolvierte sein
Studium der Geographie, Geologie, Bodenkunde, Landeskultur und Wasserwirtschaft in
Gießen sowie der Wirtschaftswissenschaften an der Fern-Universität Hagen. Vor seiner
Tätigkeit beim Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) widmete er sich Forschungsarbeiten über Umweltprobleme und Fragen der umweltverträglichen Landnutzung in Sri
Lanka und Tansania. Von 1995 bis 2001 war Olaf Tschimpke nebenberuflich als Lehrbeauftragter für das Fachgebiet Umweltpolitik an der Fachhochschule Hildesheim-Holzminden tätig. 1976 trat er
in den Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV, später NABU) ein. 1985 wurde er Landesgeschäftsführer und
im Jahr 2000 Vorsitzender des NABU Niedersachsen. Zum Präsidenten des Verbandes wurde er 2003 in Kassel
gewählt. Seit 2004 ist Olaf Tschimpke Kuratoriums-Vorsitzender der Stiftung Naturschutzgeschichte, Mit-
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„über_leben, über_arbeiten, über_denken, über_Nachhaltigkeit“
Biografien
glied im Kuratorium der Michael-Otto-Stiftung, im Kuratorium der Hanns R. Neumann Stiftung, sowie im
Aufsichtsrat des Wuppertal Instituts und im ZDF-Fernsehrat.
Prof. Dr. Johanna Wanka ist seit Februar 2013 Bundes-ministerin für Bildung und
Forschung. Neun Jahre lang, von 2000 bis 2009, war sie Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg, von 2010 bis 2013 diente sie im gleichen Ressort als
Ministerin in Niedersachsen. Von 1994 bis 2000 war sie gewählte Rektorin der Fachhochschule Merseburg, nachdem sie 1993 auf die Professur „Ingenieurmathematik“ berufen
worden war. Schon 1980 war Johanna Wanka zum Dr. rer. nat. promoviert worden. Von
1994 bis 1998 war sie zudem Vizepräsidentin der Landesrektorenkonferenz in SachsenAnhalt und von 1998 bis 2000 Mitglied der Ständigen Kommission für Planung und Organisation der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Ihre Berufslaufbahn hatte Johanna Wanka 1974 als wissenschaftliche Assistentin an der Technischen Hochschule Merseburg begonnen. An der Universität Leipzig studierte sie von
1970 bis 1974 Mathematik. Johanna Wanka ist seit vielen Jahren gesellschaftlich aktiv. Sie war von 2009 bis
2010 Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, dessen Mitglied sie schon 2004 geworden war.
Von 1990 bis 1994 war sie Mitglied des Kreistages Merseburg. Johanna Wanka war im September 1989 Gründungsmitglied des „Neuen Forums“ in Merseburg. In die CDU trat sie im März 2001 ein. Sie war von 2009 bis
2010 Vorsitzende der Partei in Brandenburg.
Prof. Dr. Hubert Weiger ist Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und seit
2007 Vorsitzender des „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.“ (BUND) sowie seit 2002 erster Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern e.V. Nach seinem Diplom der Forstwirtschaft an der Universität München und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich im Jahr 1971 promovierte er 1986 an der Universität München
(summa cum laude). Seit 1974 ist Prof. Dr. Hubert Weiger Mitglied des Landesvorstandes
des Bundes Naturschutz, Gründungsmitglied des „Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland e.V.“ (BUND) (1975) und seit 1975 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des BUND. Seit 1994
ist er Honorarprofessor an der Universität Kassel für Naturschutz und nachhaltige Landnutzung und lehrte
von 2002 bis 2011 als Lehrbeauftragter für Naturschutzpolitik an der Technischen Universität München. Er
ist seit 2002 ordentliches Mitglied des Obersten Naturschutzbeirates beim Bayerischen Staatsministerium
für Umwelt und Gesundheit und war von 2002 bis 2011 Vorstandsmitglied des AgrarBündnis e.V. Er gehört
seit 2004 dem Präsidium der EuroNatur Stiftung und dem Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks an. Er
zählt seit 2008 auch zu den Mitgliedern der Stiftung Kulturförderung und ist seit 2011 Mitglied des Beirats
von Transparency International Deutschland e.V. 2010 erhielt Prof. Dr. Hubert Weiger den Verdienstorden
der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz).
„Nachhaltige Wissenschaft braucht gesellschaftliche Mitbestimmung und Transparenz – sowie eine Stärkung interdisziplinärer und transdisziplinärer Forschung!“
Prof. Dr. Harald Welzer, kooptiertes Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung,
ist Soziologe und Sozialpsychologe. Er studierte in Hannover, promovierte dort 1988 in
Soziologie und habilitierte sich 1993 in Sozialpsychologie sowie 2001 in Soziologie. Welzer
ist Mitbegründer und Direktor der gemeinnützigen „Futur Zwei. Stiftung Zukunftsfähigkeit“. An der Universität Flensburg leitet er das Norbert-Elias-Center für Transformationsdesign; zudem lehrt er als ständiger Gastprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Sankt Gallen. Die Schwerpunkte seiner Forschung und Lehre sind aktuell kulturwissenschaftliche Klimafolgenforschung sowie Transformationsdesign. Er veröffentlichte zahlreiche Wer-
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Biografien
ke, unter anderem „Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden“, „Klimakriege. Wofür
im 21. Jahrhundert getötet wird“,„Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben“ (mit Sönke Neitzel), „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“ und „Transformationsdesign. Wege in eine zukunftsfähige Moderne“ (mit Bernd Sommer). Gerade erschienen ist der Futur Zwei Zukunftsalmanach 2015/16. Die
Bücher von Harald Welzer sind in 22 Sprachen übersetzt worden.
Prof. Dr. Joachim Wieland, LL.M., lehrt Öffentliches Recht, Finanz- und Steuerrecht
an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer, deren Rektor er seit
2011 ist. Das Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Bielefeld und
Cambridge/GB sowie die Referendarzeit in Freiburg hat er mit beiden Staatsexamen abgeschlossen. Als akademischer Schüler von Prof. Dr. Ernst-Wolfgang Böckenförde ist er 1984
in Freiburg promoviert worden und hat sich dort 1989 habilitiert. Nach der Habilitation
hat er Lehrstühle für Öffentliches Recht, Finanz- und Steuerrecht an den Universitäten
Bielefeld (bis 2001) und Frankfurt (bis 2007) innegehabt. Seit 2006 ist er Mitglied des Verfassungsgerichtshofs
für das Land Nordrhein-Westfalen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Verfassungsrecht, Finanzrecht
und Öffentlichem Wirtschaftsrecht. Auf diesen Gebieten berät er Bund, Länder und Kommunen. Er hat den
Bundespräsidenten, die Bundesregierung und Landesregierungen in Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht und den Landesverfassungsgerichten vertreten. Er war Mitglied der Gemeinsamen Kommission von Bundestag und Bundesrat zur Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung.
„Das Prinzip der Nachhaltigkeit sollte ein grundgesetzliches Gebot werden. Die Verankerung in der Verfassung wird das Nachhaltigkeitsprinzip politisch aufwerten.“
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