Jugendliche

Neue Texte Jugendliche
Bicker,Björn
Deportation Cast ...................................................................................................................... 4
Wyes, Karl Heinz
Der Duft des Mordes ................................................................................................................ 4
Heydenreich, Susanne / Scholl, Katharina
In achtzig Tagen um die Welt ................................................................................................... 5
Raffalt, Peter
Tricky love / Tristan & Isolde .................................................................................................... 5
Busch, Egon
Der Energiesparkönig ............................................................................................................... 6
Storff, Bernd
Occupy Rastplatz ...................................................................................................................... 6
Schneider, Dieter
Danielgelbwurstbrot oder der vierte Stift ................................................................................ 7
Kann, Juliane
Birds .......................................................................................................................................... 7
Gille, Andreas
Zwischenraum .......................................................................................................................... 8
Haus, Peter
Internet-Café ............................................................................................................................ 8
Haus, Peter
Kopflastig .................................................................................................................................. 9
Naujoks, Nina
Alice im Wunderland… Und plötzlich ist alles anders ............................................................ 10
Jerofke, Bernd Klaus
Ödipus .................................................................................................................................... 10
Mayr, Wilhelm Eugen
Blind........................................................................................................................................ 11
Storff, Bernd
Die Rollen deines Lebens* - ................................................................................................... 11
1
Leißner, Marisa
Die Gier in mir ........................................................................................................................ 11
Boas, Arno
Netzwerkfehler ....................................................................................................................... 12
Linker, Christian und Filipiak, Stefan
RaumZeit ................................................................................................................................ 12
Visniec, Matéï
Briefe an Bäume und Wolken ................................................................................................. 13
Kettering, Christina
Lost in the supermarket ......................................................................................................... 13
Truppel, Thor
Wo ist Miss Froy?
frei nach Ethel Lina White ..................................................................... 14
Blech, Juliane
Wer glaubst du was ................................................................................................................ 15
Welsh, Irvine
Trainspotting........................................................................................................................... 15
Fransz, Theo
Stefan...................................................................................................................................... 16
Focke, Ann-Christin
Heute ist ein guter Tag ........................................................................................................... 16
Carlin, David
Frankensteins Kinder .............................................................................................................. 17
Steinmann, Paul
Memphis Brothers .................................................................................................................. 17
Schumacher, Klaus
Scharf! .................................................................................................................................... 18
Truschner, Peter
Im Tunnel ................................................................................................................................ 18
Haumann, Ludger
Nachschreiber ........................................................................................................................ 19
2
Felsmann, Karoline
Weil wir kein Deutsch konnten............................................................................................... 19
Skala, Marlene
Blau wie die Sehnsucht .......................................................................................................... 20
Etz, Elisabeth
Wie ihr uns wollt - Nach dem Buch “Vorurteile, oder was?” derselben Autorin .................. 20
Rutz, Ralf
Faust - Der Tragödie neuester Streich ............................................................................. 21
Van Cauwelaert, Didier
Das Evangelium nach Jimmy ............................................................................................. 21
Augrell, Christian
Im Schatten von San Siro ................................................................................................... 22
Beyeler, Andri
The killer in me is the killer in you my love ............................................................................ 22
Dokter, Christina
Polutas’ Geheimnis ................................................................................................................. 23
Lederer, Andrea
Schneewittchen und die 7 Freundinnen ................................................................................ 23
Placey, Evan
Mädchen wie die .................................................................................................................... 24
Zill, Volker ..........................................................................................................................................
14 ............................................................................................................................................ 24
Fischer, Annette
Andrea Anders ........................................................................................................................ 25
Rüdiger, Jan
Muslime feiern kein Weihnachten ......................................................................................... 25
Sperling, Theresa
Elektra..................................................................................................................................... 26
3
Bicker,Björn
Deportation Cast
Verlag Schaeferphilippen
120 min
2m/ 2 w bis max. 12 m/w
Oberstufe / (junge) Erwachsene
ca.
Nach ihrer Abschiebung in den Kosovo lebt Elvira mit ihrer Familie in der Nähe einer
Müllkippe im Kosovo. Ihr alkoholabhängiger Vater versucht, die Familie durch
Dosensammeln über die Runden zu bringen und Elvira verkauft sich an deutsche
Geschäftsleute, um Geld für Medikamente für den schwer traumatisierten Bruder zu
beschaffen. Auf der anderen Seite ist in Deutschland Elviras Freund Bruno, dessen Vater als
Pilot auch Abschiebeflüge in den Kosovo fliegt. Die Handlung verwebt die Geschichte zweier
Familien zu einem bewegenden Drama, das überwiegend aus der Sicht des schwer
traumatisierten Sohnes und seiner Schwester erzählt wird. Es kommen außer den direkt
Betroffenen auch die Sachbearbeiterin der Ausländerbehörde, ein Anwalt, ein Arzt, der den
Abschiebeflug begleitet hat, zu Wort. Anspruchsvolles, zeitgemäßes Thema!
Anlass 73/74/80
Wyes, Karl Heinz
Der Duft des Mordes
Kriminalkomödie
Verlag Theaterbörse Große Bes. 22 Personen (Doppelbes. möglich)
Jugendliche ab 8. Klasse
ca. 110 min
Ein ganz gewöhnlicher Sonntagmorgen im Restaurant „Zur Wildeiche“. Die Putzfrau Anna
beginnt mit ihrer Arbeit auf der Toilette…dort liegt eine weibliche Leiche, Gast des
Vorabends. Mordwaffe: Das Messer des Kochs. Nach ersten Befragungen der Polizei scheint
kein*e Mitarbeiter*in ein festes Alibi zu haben und somit stehen alle vorläufig im Verdacht.
Die Gäste des Vorabends werden befragt. Der Koch, Moritz Kelle, hat seine Fingerabdrücke
vom Messer gewischt, ebenso der Wirt Kurt Schatz. Die Angestellten verließen gemeinsam
das Restaurant. Von den Gästen kannten zwei Damen die Tote aus einer Internetanzeige.
Beide wurden von der Toten um eine gute Summe betrogen, jedoch haben diese das
Restaurant vorzeitig verlassen. Wie soll Kriminalhauptkommissar Albert Decker an diesem
Sonntag den richtigen Zusammenhang erschließen und keine Unschuldigen verhaften?
4
Dynamisch und spannend bis zum Schluss. Karl Heinz Wyes baut einen Spannungsbogen auf
und wer der wahre Täter ist, bleibt bis zum Ende die große Frage.
Anlass 24
Heydenreich, Susanne / Scholl, Katharina
In achtzig Tagen um die Welt
Nach dem Roman von Jules Verne mit Musik von Mikael Begratuni
+46 N für Mehrfachbesetzung
Erwachsene ca. 150 min
DTW E 843
3m/
2w
Phileas Fog, ein vollendeter Gentleman aus London, schließt mit seinen Clubmitgliedern eine
Wette ab, dass er es schafft, in 80 Tagen zusammen mit seinem zuverlässigen Diener
Passepartout um die Welt zu reisen. Er sieht es als eine sportliche Herausforderung und
macht sich auf den Weg. Ihm auf den Fersen folgt Kommissar Fix, der glaubt, Herr Fog wäre
ein vermeintlicher Bankräuber. Und Herr Fog gibt auch tatsächlich sehr viel Geld aus, um den
Zeitplan seiner Reise einzuhalten. Doch ohne den Diener Passepartout, der früher beim
Zirkus war und daher einige Zaubertricks auf Lager hat, würde es den beiden nicht gelingen,
pünktlich am 21. Dezember wieder zu Hause einzutreffen.
Anlass 74
Raffalt, Peter
Tricky love / Tristan & Isolde
Frei nach Gottfried von Straßburg
DTW E 852
5-8 m/w ab ca. Oberstufe
ca. 80 min
Bisher ist es niemandem gelungen, dem Fragment von Gottfried Straßburg ein
glaubwürdiges Ende zu geben. 1998 scheiterte der Versuch einer 25-teiligen Staffel, weil die
beiden Hauptdarsteller sich ineinander verliebten, die Dreharbeiten abbrachen und danach
auf einer kleinen irischen Insel das kleine Café „Zum fröhlichen Tantris“ führen. Erst im Jahre
20..., etwa 800 Jahre nach Gottfrieds Tod, gelang es einer jungen Theatergruppe, dem Roman
über die unsterbliche Liebe ein glaubwürdiges Ende zu setzen.
Anlass 74
5
Busch, Egon
Der Energiesparkonig
Satire Verlag Theaterbörse 10 Jugendliche ab. 9 Kl. / (junge) Erwachsene
ca. 60 min
Herr Zeitgemäß lebt in einer Einzimmerwohnung und kauft sich ein Dreirad. Vielleicht wirkt
er auf manche etwas seltsam, doch er hat ein Ziel: Energie sparen, wo es nur geht! Inwieweit
kann Herr Zeitgemäß andere von seinen Ansichten überzeugen und welche Grenzen muss er
selbst bei seinem konsequenten Muster überwinden?
Ein durchaus zeitgenössisches Stück, welches mit Jugendgruppen thematisiert und gespielt
werden kann.
Anlass 76
Storff, Bernd
Occupy Rastplatz
Verlag Theaterbörse 24 Jugendliche
ab. 9 Klasse
ca. 80 min
Autofahrer rasen, alle eilen ständig von Termin zu Termin - doch liegt die menschliche
Entwicklung nicht gerade in den Ruhephasen, im Verarbeiten und sich Zeit lassen? Eine
Okkupantengruppe macht sich auf dem Rastplatz dafür stark, andere über diese Ansichten
aufzuklären und gibt Einblicke in unbegreifliche Zustände auf Rastplätzen und anderswo.
Eine Auseinandersetzung mit dem Wert der Zeit und des sich Entwickelns. Mit vielen
Facetten und Bildern gelingt es der Schul-Theater-AG vom Bernstorff-Gymnasium, diese
Themen griffig zu vermitteln und evtl. auch andere von ihrem Entschleunigungsgedanken
anzustecken.
Anlass 73
6
Schneider, Dieter
Danielgelbwurstbrot oder der vierte Stift
Verlag Theaterbörse 4m/ 4w +N Oberstufe/ Erwachsene ca. 90 min
Daniel ist 17 Jahre alt, er liebt Fragespiele, Superman und Creedence. Er ist Autist und lebt
zusammen mit seinen Geschwistern Becki, Stefan und Julia zu Hause. Sie alle haben ihren
Alltag und kümmern sich um ihren Bruder. Ständig fordert Daniel Fragen, auf welche er die
Antwort weiß und danach soll Creedence gehört oder Superman gespielt werden. Er gewinnt
immer. Nur die Farbe rosa und Blitzlichter kann Daniel nicht leiden - und wenn etwas nicht
nach seinen Regeln funktioniert. Es kommt zu aufreibenden Situationen, welche mal mehr
oder weniger glücklich ausfallen. Doch steckt auch ein Superheld in ihm.
Das Thema „Inklusion“ bzw. „Geschwister mit Behinderung“ wird hier sehr überlegt
dargestellt. Dieter Schneider schafft es, die verschiedenen Facetten, welche ein Autist haben
kann oder welche Geschwister mit Behinderungen erleben können, anzuschneiden, ohne
dabei zu plakativ zu werden bzw. diese als alleinige Realität zu behaupten.
Anlass 73
Kann, Juliane
Birds
Verlag Schaefersphilippen
Erwachsene ca. 60 min
2 w/2 m
ab
ca.
17
Jahre
(Oberstufe),
junge
In kurzen, knappen Szenen zeigt das Stück vier junge Menschen im Übergang zum
Erwachsenwerden. Da sind Jana und ihr kleiner Bruder Mo, konfrontiert mit der
bevorstehenden Trennung ihrer Eltern. Boris, der seine Behinderung versucht mit
exzessivem Schwimmtrainung zu kompensieren. Jannis, aus reichem Elternhaus, dessen
Vater seine Frau betrügt, während sie ihren Kummer in Alkohol ertränkt und immer wieder
versucht, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Und Maria, die ihre lesbischen Neigungen
entdeckt. Vier Jugendliche, denen Wärme, Geborgenheit und Verlässlichkeit fehlt, die ihre
wahren Gefühle, Unsicherheiten, Ängste
und Sehnsüchte hinter Coolness und
Kraftausdrücken verbergen. In einer dramatischen Zuspitzung endet das Stück mit der
Vergewaltigung Janas. Sie erleidet eine Fehlgeburt und die vier begraben gemeinsam das
7
ungewollte Kind. Das Stück ist eine moderne Fassung von „Frühlingserwachen“, eine
Gratwanderung zwischen Jugend- und Erwachsenentheater.
Anlass 74 / 73
Gille, Andreas
Zwischenraum
Verlag Theaterbörse 18m/ 12w +N
ab ca. 17 Jahre
ca. 105 min
Weil sie den terroristischen Berber-Banden nicht traditionell genug leben und der liberale
Vater als Lehrer auch noch Berichte über die Zustände im Dorf nach Tripolis schickt, werden
die Eltern von Aischa und Said in ihrem libyschen Heimatdorf verschleppt und vermutlich
getötet. Dass der Vater vorausschauend einen Plan für seine Kinder ausgeheckt und Geld für
sie versteckt hat, ermöglicht den beiden Jugendlichen die Flucht. Unterwegs geraten sie an
Schlepper, Said wird kriminalisiert und muss Geld aus Taschendiebstählen abliefern, damit
sie Essen bekommen, Aischa hat Hausarbeit zu erledigen und wird Opfer sexueller
Übergriffe. Als sie nach eineinhalb Jahren endlich in Deutschland ankommen, ist Said ein
gebrochener Mann, gerät aufgrund der Tücken des Asylrechts auf die schiefe Bahn und stirbt,
während Aischa langsam beginnt, sich zurechtzufinden.
Zeitgemäßes Theaterstück mit glaubhafter, einfühlsam geschriebener Geschichte und
Figuren.
Anlass 74 / 73
Haus, Peter
Internet-Cafe
Verlag Theaterbörse 6m/ 10w
ab ca. 14 Jahre
ca. 90 min
Tina und Lupo betreiben ein Internet-Café in einer Kleinstadt. Es wird von den Schülern des
Hauptmann-Gymnasiums auch sehr gut angenommen – ein bisschen ZU gut, wenn man den
Rektor des Gymnasiums, Dr. Klops, fragt. Dem ist das „Etablissement“, wie er das Café
herablassend bezeichnet, ein Dorn im Auge, weil seine Schüler Unterricht schwänzen, um
8
sich dort zu treffen und abends so lange dort abhängen, dass sie morgens müde und nicht
leistungsfähig in der Schule sitzen. Als sein Sohn Markus mit der Nachricht nach Hause
kommt, „die anderen“ würden dort pornographische Bilder anschauen, setzt Klops Hebel in
Bewegung, um das Café zu schließen. Allerdings hat er nicht mit dem Engagement seiner
Schüler gerechnet… Die Altersangaben scheinen ein wenig unrealistisch, die Figuren und
Dialoge bisweilen etwas platt, und müssten, genau wie die technischen Angaben, aktualisiert
werden, aber die Story kann die Mühe lohnen.
Anlass 72 / 73
Haus, Peter
Kopflastig
Ein Gedankenstück in zwei Bildern Verlag Theaterbörse 2m/ 3w/ 6N ab ca. 14 Jahre
100 min
ca.
Die Gedankenwelt der 15jährigen Sarah gerät ziemlich durcheinander, als sie zufällig
mitbekommt, dass ihr Vater die Mutter mit deren besten Freundin betrogen hat – weswegen
die Mutter die Scheidung will. Neben der eigentlichen Handlung, die nahezu nebensächlich
ist, spielen die Gedanken Sarahs eine große Rolle – im wörtlichen Sinn: Sarah wird nicht nur
von Sarah gespielt, sondern von sechs weiteren Schauspielerinnen, die ihre Gedanken
repräsentieren und sich darüber streiten, wie wohl am besten mit der Situation umzugehen
sei, auf wessen Seite man überhaupt sein müsse. Darf man überhaupt auf irgendeiner Seite
sein? Welche Hilfe kann man vom Freund, von der Freundin erwarten? Und was wissen
eigentlich die jüngeren Geschwister von alldem?
Die Textvorlage gibt einige Tipps zur Umsetzung, lässt aber viel Spielraum für eigene Ideen.
Anlass 73
9
Naujoks, Nina
Alice im Wunderland… Und plotzlich ist alles
anders
Verlag Theaterbörse 4m/ 8w/ 5N+Statisten
ab ca. 14 Jahre
ca. 100 min
Alice und Timo sind dicke Freunde. Schulzwänge und oberflächliches Statusgehabe unter den
Mitschülern treiben jedoch einen Keil zwischen die beiden und irgendwann scheint die
Freundschaft zerbrochen. Doch plötzlich erlebt Alice im Schulgebäude merkwürdige Dinge
und gerät mit Timo zusammen in eine andere, wundersame Welt, in der die Beiden auf ihrer
aufregenden Reise die Chance erhalten, ihre Freundschaft zu retten.
Eine tolle, moderne Märchenadaption, in der dem Zuschauer viele bekannte Figuren wie
Hutmacher(in), Absolem und weiße und schwarze Königin begegnen, thematisch und
sprachlich jedoch auf Teenager zugeschnitten.
Anlass 73 / 72 / 32
Jerofke, Bernd Klaus
Odipus
Frei nach „König Ödipus“ von Sophokles aus der griechischen Mythologie
4m/3w oder große Besetzung (mind. 7 Spieler*innen, davon 1 w)
DTW E 863
ca. 90 min
Das Volk Thebens leidet unter der Pest. Ödipus, König Thebens und der Sohn, welcher
unwissend, vom Fluch befallen, seinen Vater Laios ermordete und mit der eigenen Mutter
Iokaste vier Kinder zeugte, lässt das Orakel befragen, wie die Pest zu bekämpfen sei. Sein
Onkel Kreon kehrt mit der Antwort zurück, der Mörder Laios müsse gefunden und verbannt
werden. Ödipus ernennt sich selbst zum Rächer des Todes an Laios. Eine mühevolle,
tragische Suche nach sich selbst beginnt, die düster enden wird.
Der Klassiker des Sophokles wird in dieser Fassung kurzgehalten, die Sprache leicht
angeglichen, ohne den Charme der griechischen Mythologie zu verlieren. Vier hinzugefügte
Rückblenden helfen beim Verständnis des Personengeflechts.
Anlass 74
10
Mayr, Wilhelm Eugen
Blind
Musical-Drama über Kindersoldaten
ab ca. 16 Jahre
ca. 120 min
DTW E 857
Mind. 3m/ 10w/Chor/ Tanz-Ensemble +N
Laura, blind und traumatisiert, hat als einzige in ihrer Familie den Bürgerkrieg in Togo
überlebt und lebt in einer Pflegefamilie in Deutschland. Sie freundet sich in der Schule mit
Safira an, die aus demselben Kriegsgebiet in Afrika entkommen konnte. Bei einem Besuch in
Safiras Haus trifft sie dort auf deren Bruder Togo Blanc. Sie glaubt an seiner Stimme den
Kindersoldaten wiederzuerkennen, der für die Ermordung ihrer Familie verantwortlich war.
Fassungslos möchte sie, dass er zur Rechenschaft gezogen wird. Es beginnt ein schrecklicher
Kampf, in den auch die anderen Mitschüler mehr und mehr hineingezogen werden.
Anlass 36 / 73
Storff, Bernd
Die Rollen deines Lebens* *kann Spuren von Peer Gynt enthalten
Verlag Theaterbörse Große Besetzung
Spieler, davon mindestens 5m, ansonsten variabel ca. 90 min
ca. 24
Peer-Gynt-Bearbeitung der Theater-AG des Bernstorff-Gymnasiums Saturp, die den Kern von
Ibsens Geschichte, die Sprache von Morgensterns Übersetzung bewahrt und mit Trollen,
Affen und Irren von heute angereichert wurde.
Anlass 74 / 80
Leißner, Marisa
Die Gier in mir
Jugendstück DTW E 869
3m/ 2w ab
ca. 16 Jahre
ca. 90 min
11
Gerade als die Freunde Hakan, Akina, Mio, und Tivi von ihrem illegalen Lebensstil, dem
schnellen Geld aus Drogenhandel und Prostitution, loskommen wollen, entdecken sie in
einem Schaufenster „Das Ding“. Plötzlich dreht sich alles nur noch darum, an jenes zu
gelangen und die frisch gewonnen Ziele müssen aufgeschoben werden. Vernarrt darin,
entsprechend schnelles Geld aufzutreiben, kommt der Abgrund immer näher.
Die Gier, eine der sieben Todsünden, wird anhand dieser kleinen Gruppe deutlich als Prozess
geschildert. Das Stück zeigt die Entwicklung von der Freundschaft bis zum eigenen Ruin. Die
Blindheit für das Umfeld, und das alleinige Streben nach der Befriedigung der Gier, macht
Marisa Leißner zum zentralen Thema des Stückes.
Anlass 73
Boas, Arno
Netzwerkfehler
Jugendkomödie
70-80 min
Theaterverlag Arno Boas
5m/ 7w Jugendliche ab ca.7. Klasse
ca.
Hier geht es um die Crew einer Schülerzeitungs-Redaktion. Jeder in dieser Mannschaft hat
seine Stärken und Schwächen. Streit gibt es nicht nur um die inhaltliche Ausrichtung der
Zeitung. Besonders das Projekt “Eine Woche ohne Handy“ sorgt für Aufregungen. Während
Mike seine Amtszeit als Chefredakteur verlängern möchte, ist er für Mia, seine
Stellvertreterin, ein Dorn im Auge, da sie selbst diesen Posten haben möchte. Der Kampf um
dieses Amt treibt sonderbare Blüten, und am Ende ist nichts wie es scheint.
Anlass 72
Linker, Christian und Filipiak, Stefan
RaumZeit
Nach dem gleichnamigen Roman von Christian Linker
Theaterstückverlag
Doppelbesetzung, sonst mehr
Jugendliche ca. 120 min
2m/ 2w bei
„Ich bin halt ein Arschloch“, sagt Tim zu Martha, nachdem er sich für einen weiteren Kurztrip
mit Martha entschieden hat. Tim sitzt am Steuer und sollte am Nachmittag wieder in der
12
Justizvollzugsanstalt sein. Im Gefängnis denkt er viel über das Leben nach, liest „Sein und
Zeit“ von Heidegger, begegnet alten bekannten Gesichtern und gerät anfangs auch gleich in
ein paar Schwierigkeiten. Doch er kommt durch und macht keine unnötigen Dummheiten.
Noch, scheint es, hat er sich nicht aufgegeben. Im integrativen Kunstunterricht lernt er
Martha kennen. Der Gefängnispfarrer Bergkämper ermutigt ihn, Kontakte nach außen,
besonders zur Familie zu pflegen und den Sinn in der Liebe zu suchen, sodass Tim an seinem
ersten Auslass-Wochenende zu Martha flüchtet. Die Situation ist reizvoll und wird hoch
riskant. Ist Tim kurz davor, sich doch aufzugeben oder hat er das sogar schon?
Ein tiefgründiges und ergreifendes Stück zur Gefängnis<problematik Jugendlicher. Die
Autoren und erhielten für diese bewegende Arbeit zahlreiche Auszeichnungen.
Anlass 74 / 73
Visniec, Matéï
Briefe an Baume und Wolken
7 Bausteine
Theaterstückverlag
5 m/w + N
Jugendliche / junge Erwachsene
ca. 80 min
Was haben ein leerer Mann, ein Flügel ohne Besitzer*in, Kinderbriefe, die Stille, eine Grube
und ein verliebter Junge miteinander zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel, doch beim
genaueren Hinsehen stellen sie eine Welt dar, in der die heutigen Kinder aufwachsen, die
mit wachen Augen die Probleme der sie umgebenden Gesellschaft erblicken und zu
verstehen versuchen.
In sieben Bausteinen zeigt Matéï das Paradoxe des „untergehenden Planeten“ auf und
verdeutlicht in einer etwas abstrakteren und ästhetischen Weise den von Kindern
innerlichen Hilfeschrei nach einer anderen Welt, die zu verstehen ist. Berührende Monologe
und eine schöne Collage.
Anlass 73 / 01
Kettering, Christina
Lost in the supermarket
Drei Masken Verlag
2m/ 1w
Jugendliche/junge Erwachsene
ca. 90 min
13
Jorn, Lale und David, drei 17-jährige einer Schulklasse, teilen große Fragen: Was mache ich
aus meinem Leben? Wie möchte ich leben? Die Träumereien und Vorstellungen sind sehr
verschieden. Lale kritisiert die Massengesellschaft, deren Ignoranz und Isolation, ohne recht
zu wissen warum. Jorn möchte Unternehmer werden, ist jedoch unternehmungsfaul und
eher egozentrisch. Und David, frisch aus der Psychiatrie zurück, schreibt seine Gedanken vom
Alleinsein und der Anziehung zu Lale permanent auf, schließlich waren sie vor seiner
Therapie ein Paar. Es entwickelt sich ein Emotionsgefüge von Teenager-Liebe, Eifersucht und
Frust, in welchem Lale versucht, sich zwischen David und Jorn zu entscheiden. Kann sie eine
Entscheidung treffen? Wacht Jorn aus seinem Traum vom Größenwahnsinn auf? Kann David
das Geschehene verarbeiten und glücklich werden?
Eine spannende Dreier-Konstellation, die die Lebensfragen Jugendlicher behandelt.
Anlass 74 / 73
Truppel, Thor
Wo ist Miss Froy?
frei nach Ethel Lina White
Verlag Theaterbörse Kriminalkomödie
2m/ 3w
ab ca.10. Klasse
ca. 90 min
Miss Froy muss der Mörder sein und Miss Froy hat auch die Fahrkarte von Iris eingesteckt,
da ist sie sich sicher. Doch wer außer ihr hat Miss Froy gesehen? Iris war Augenzeugin bei
einem Mord im Geschäft des Bahnhofs, an dem sie zugestiegen ist. Jetzt sitzt sie im Zug von
W. nach T.. Kurz vor dem Einstieg war sie jedoch nach einem Zusammenstoß auf den
Hinterkopf gefallen, sodass ihre Gedanken teils unklar scheinen. Weitere Fahrgäste und das
Bahnpersonal versuchen, ihr zu helfen und aus ihr schlau zu werden. Doch besagte Miss Froy
will niemand anders gesehen haben. Die Schlagzeilen berichten seit Wochen über
Serienmord auf just dieser Strecke, was die beiden Freunde Samuel und Lina, welche auf
dem Weg zu einem Krimicamp sind, etwas beunruhigt. Gibt es diese Miss Froy? Ist sie der
Serienmörder oder sind all diese Ereignisse bloßer Zufall?
Eine Kriminalkomödie im Stil der 40er und 50er. Wer der mögliche Täter oder das nächste
Opfer sein könnte, bleibt bis zum Ende spannend.
Anlass 24
14
Blech, Juliane
Wer glaubst du was
Drei Masken Verlag
2m/ 1w + 1N (junge) Erwachsene spielen für Kinder
ca. 90 min
KRACH – PENG! Das hat gesessen! Julius‘ Mutter ist völlig ausgerastet, nachdem sie über sein
Fehlverhalten erfahren hat. Julius geht unverstanden auf sein Zimmer und sperrt sich ein.
Eine neue Welt zwischen Vorstellung, Realität und dem inneren Konflikt entsteht. Angst,
Monster, Stimmen – alle versuchen sie Julius über die Sachlage aufzuklären und ihm deutlich
zu machen wer er ist, was er glauben kann. Ein Stück über Streit mit Eltern im Kindes- und
Jugendalter mit zusätzlich anreichernden Texten und vielseitigen Monologen, die Juliane
Blech zusätzlich für die Theaterproduktionen zum Thema „glauben“ anbietet. Es kommen
verschiedenste Personen zu Wort, die in dem Stück eingebettet werden können oder der
Rollenarbeit dienen. Sehr gelungen!
Anlass 73 / 11 / 25
Welsh, Irvine
Trainspotting
DTW F 923
6m/ 3w
Jugendliche
ca. 100 min
Mark Renton und seine sogenannten Freunde sind eine Ansammlung von Junkies, Losern,
Lügnern und Psychopathen, die sich scheinbar unweigerlich auf die Selbstzerstörung
zubewegen. Der Zerfall der Freundschaft scheint vorprogrammiert: Mark möchte clean
werden, aber seine Freunde stehen ihm dabei pausenlos im Weg. Und ihm fehlt die Kraft,
sich gegen sie durchzusetzen.
Ein Stück über Drogen und Gewalt, die Verdrängungsmechanismen und Vorurteile der
Gesellschaft, über die Suche nach Identität, Geborgenheit, Liebe. Gibt es einen Ausweg aus
dem ewigen Kreislauf zwischen Drogen, falschen Freunden, Frustration und sozialem
Abstieg? Das Stück bietet viel Freiraum für eigene Ideen.
Anlass 73 / 74
15
Fransz, Theo
Stefan
Theaterstückverlag
2m/ 2w
Jugendliche ab ca. 17 Jahre ca. 60 min
Alles begann mit einem Verkehrsunfall: Stefan hatte seinen Freund Felix angestachelt, noch
schneller zu fahren. Nun ist Felix tot, Stefan sitzt gelähmt im Rollstuhl und fühlt sich für den
Unfall verantwortlich. Aufgrund seiner Lähmung zieht Stefan sich zunehmend zurück und
manövriert sich damit in die selbstgewählte Einsamkeit. Weder seine Mitpatientin Lisbeth,
eine Spastikerin, noch seine Freundin Miriam oder der Krankenpfleger lässt Stefan an sich
heran. Lisbeth, die trotz ihrer schweren Behinderung den Lebenswillen nicht aufgibt, verliebt
sich im Verlauf des Stücks in Stefan. Dieser erfährt in einem Dialog mit dem toten Freund
Felix, dass er keine Schuld an dem Mopedunfall trägt und öffnet sich Stück für Stück
gegenüber Lisbeth.
Ein Stück für Jugendliche ab 17 Jahren über den Umgang mit Tod, Krankheit,
Berührungsängsten und Schuld.
Anlass 73
Focke, Ann-Christin
Heute ist ein guter Tag
Theaterstückverlag
1m/ 4w
Jugendliche ab ca. 14 Jahre ca. 60 min
Anfangs geht es um eine Werbetour für den neuen Kinofilm mit Angelina Jolie. Vier Mädchen
bewerben diesen Film, was sie allerdings nicht erfüllt. Sie wollen etwas Nützliches, etwas
‚wirklich Sinnvolles‘ tun. Aus diesem Antrieb heraus reift ein ‚Aktionsplan‘: die vier wollen
die Premiere des Films torpedieren, indem sie den Scheinwerfern den Strom abdrehen, dem
roten Teppich den Glamour rauben und statt dem angekündigten Film Bilder von
verhungernden Kindern zeigen. Denn, so die Überzeugung der vier, heute ist ein guter Tag
dafür. Leider kommen die Mädchen nicht dazu, ihren Plan in die Tat umzusetzen, da sie
vorher verhaftet werden. Sie finden sich auf der Polizeiwache wieder, wo sie die gesamte
Vorgeschichte nochmals Revue passieren lassen. Durch die szenischen Wechsel von
Gegenwart und Rückblick bildet das Stück die Gefühle, Ansichten und Träume der
16
Jugendlichen ab und zeigt ein immer aktuelles Jugendthema: die Sehnsucht nach einem Ziel,
nach einer sinnvollen Aufgabe.
Ein Stück für Jugendliche ab 14 Jahren
Anlass 73
Carlin, David
Frankensteins Kinder
Theaterstückverlag
4m/ 4w
Jugendliche ab ca. 16 Jahre ca. 90 min
In dem Stück von David Carlin werden die Zuschauer in die Welt des ausgehenden 19.
Jahrhunderts versetzt. Die Protagonistin ist Anne, eine junge Frau, die sich als Mann
verkleidet, um Medizin studieren zu können. Im Rahmen ihres Studiums bekommt Anne
Einblicke in den skrupellosen Umgang mit Leichen, die man am Anatomischen Institut zur
wissenschaftlichen Forschung benötigt: Diese Leichen wurden oftmals gestohlen und
anschließend an das Institut verkauft. Vor allem Teile der armen Bevölkerung verdienen sich
mit dem Stehlen und Verkaufen von Leichen ihren Lebensunterhalt. Das Stück ist für
Jugendliche ab 16 Jahren geeignet und wirft ethische Fragen auf – etwa wie weit die
Wissenschaft gehen darf, ohne die Würde des Menschen zu verletzen.
Anlass 73 / 36
Steinmann, Paul
Memphis Brothers
Theaterstückverlag
3 m/ 2w
Jugendliche ab ca. 14 Jahre ca. 100 min
Die ‚Memphis Brothers‘ bieten eine musikalische Reise in den Rock’n’Roll der 50er Jahre.
Eine Jugendclique auf dem Land verbringt ihre freie Zeit auf einem trostlosen Abrissgelände
und sehnt sich hinaus in die Freiheit der großen, weiten Welt. Großes Vorbild für die beiden
Jungs Edgar und Albert ist niemand geringeres als der King of Rock’n’Roll, Elvis Presley. Leider
können die beiden es musikalisch nicht wirklich mit ihrem Idol aufnehmen, obwohl sie alles
17
daran setzen, so spielen und singen zu können, wie er. Irgendwie fehlt Edgar und Albert bei
ihren laienhaften Gitarren- und Bassversuchen der richtige Groove. Lotti könnte hier ein
Ausweg sein – aber kann man ein Mädchen in eine Rock’n‘Roll-Band aufnehmen? Das geht
für Edgar gar nicht. Als sich Albert dann noch in Carla verliebt und nicht mehr so wirklich zum
Üben von Elvis-Songs kommt, ist guter Rat teuer…
Ein Stück für Jugendliche ab 14 Jahren.
Anlass 36
Schumacher, Klaus
Scharf!
Theaterstückverlag
5 m/ 5w
Jugendliche ab ca. 14 Jahre ca. 60 min
In seinem Stück springt Klaus Schumacher gekonnt zwischen verschieden
Darstellungsebenen hin und her, was das Besondere ausmacht und den Text zu einer Revue
der verschiedensten Gefühle und Gelüste werden lässt. Dargestellt werden verschiedene
Rollentypen, wie etwa die ‚Altklugen‘, die alles über Lust und Liebe zu wissen meinen, oder
die ‚Novizen‘ die ihre ersten –mehr oder weniger schmerzvollen bzw. liebevollenErfahrungen machen. Nicht zu vergessen die ‚Coaches‘, die alle Liebesmaßnahmen
kommentieren und mehr oder weniger gute Ratschläge erteilen.
Ein witziges Stück nicht nur über das erste Mal, sondern auch über Verliebtsein und Liebe
Anlass 73
Truschner, Peter
Im Tunnel
Drei Masken Verlag
2m/ 1w
ab ca. 17 Jahre
ca. 40 min
Der Titel dieses Stückes ist Programm: Drei junge Menschen finden sich in einem Tunnel
wieder, der eingestürzt ist. Es handelt sich hierbei aber nicht um irgendeinen beliebigen
Tunnel – vielmehr befinden sich die drei in einem jener Tunnel, die den Gazastreifen wie ein
Netz durchziehen. Diese Tunnel sind unterschiedlich groß – durch manche kann man Autos
schmuggeln, andere sind nur kriechend passierbar. Ben, Maik und Lilly, die sich gegenseitig
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kaum kennen, müssen durch den Schachteinsturz plötzlich und unvorbereitet mit einer
lebensbedrohlichen Situation fertig werden: Der Weg nach draußen ist versperrt. Dabei
kommen sie sowohl psychisch als auch körperlich an ihre Grenzen und müssen sich der
unvermeidlichen Frage stellen: Wer ist Freund, wer Feind?
Anlass 73
Haumann, Ludger
Nachschreiber
Drei Masken Verlag
2m
ab ca. 17 Jahre/ (junge) Erwachsene
ca. 45 min
Mustafa und sein Lehrer, Herr Schmelz, mögen sich nicht besonders gern: Mustafa empfindet
seinen Lehrer als spießig und paragraphentreu. Herr Schmelz sieht in Mustafa nichts anderes
als einen faulen, bildungsfernen Drückeberger. Nun muss Mustafa bei Herrn Schmelz
nachschreiben. Aufgrund einer Amokwarnung müssen die beiden sich gemeinsam im
Klassenraum einschließen und abwarten, bis es Entwarnung gibt. Während des Wartens
konfrontieren sich die beiden mit ihren jeweiligen Vorurteilen. Hierbei wird eines klar: Zwei
Lebenseinstellungen prallen aufeinander. Lehrer Schmelz baut auf Recht und Ordnung als
Grundlage für ein Leben in Sicherheit; entsprechend wirft er Mustafa vor, sich nicht an die
Spielregeln halten zu wollen, um einen eigenen Vorteil daraus zu ziehen. Mustafa hingegen
vertraut nicht auf Pläne und Regelungen, er zieht das eigene Handeln dem Abwarten vor. Als
sich herausstellt, dass Mustafa von einer Abschiebung konkret betroffen ist, trifft Schmelz
eine Entscheidung.
Anlass 73 / 74
Felsmann, Karoline
Weil wir kein Deutsch konnten
Nach einem Buch von Mehrnousch Zaeri-Esfahani Manuskript
(junge) Erwachsene ca. 60 min
3m/ 2w + N
Jugendliche/
Mehrnousch ist vier Jahre alt als die iranische Revolution beginnt, die Familie ist erst äußerst
glücklich. Mehrdad, Mehrnouschs älterer Bruder, braucht keine Hausaufgaben mehr
machen. Dann ist die Revolution auch schon vorbei und es wird schlimmer als vorher. Alles
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wird in der Öffentlichkeit verboten: Musik hören, Tanzen, Singen, Schminken, sogar
Kaugummi kauen, Umarmungen – besonders für Frauen und Mädchen. Weil Mehrdad
jedoch gerne Michael Jackson hört und von der Kunst träumt, beschließt die gesamte Familie
zu fliehen und alle geliebten Dinge und Katzen zurückzulassen. Keiner darf etwas erfahren
und schon bald sind sie auf dem Abenteuer Flucht, über die Türkei und DDR nach
Westdeutschland. Werden sie sich dort zu Hause fühlen können? Wie einfach ist das
Ankommen? Und wie erleben Flüchtlinge ihre Flucht? - In diesem Stück wird sehr kindernah
die Flucht von Mehrnousch Zaeri-Esfahani und ihrer Familie gezeigt. Frau Zaeri-Esfahani
arbeitete mit dem „Jungen Theater Heidelberg“ ihre eigene Geschichte auf. Heute ist sie
Schriftstellerin, wohnt weiterhin in Deutschland, wo ihr Zuhause ist.
Anlass 73
Skala, Marlene
Blau wie die Sehnsucht
DTW B 444
Große Besetzung mind. 4m/ 8w
Jugendliche ab ca. 16 Jahre ca. 100 min
Bei den Vorbereitungen für ein geplantes Fest wird den Beteiligten klar, dass ihnen eigentlich
die Freude am Feiern verloren gegangen ist. Alle leben inzwischen in Routinen und damit in
kleinen Gefängnissen. Was wünschen sie sich vom Leben? Allmählich werden Hindernisse
überwunden und erste Schritte auf dem Weg zur Erfüllung ihrer Sehnsüchte zeichnen sich
ab. Leitmotiv hierbei ist die Farbe Blau.
Das Stück ist revueartig mit schnellen Szenewechseln aufgebaut. Viele Theaterformen sind
vorhanden, wie Sprechchöre, Schattenspiel, Tanz und Traumsequenzen.
Anlass 73
Etz, Elisabeth
Wie ihr uns wollt - Nach dem Buch “Vorurteile,
oder was?” derselben Autorin
Kaiser Verlag, Wien
1m/ 3w
Jugendliche / Erwachsene
ca. 60 min
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Wie kommt es, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund scheinbar so oft auf die schiefe
Bahn geraten, kriminell werden (sind), trotz Aufklärung schwanger werden, etc.? Mircea,
Aynur, Melek und Patrizia kennen diese Geschichten. Tagtäglich wissen die Massenmedien
die Gesellschaft mit grandiosen Gerüchten über die Jugend „aufzuklären“, wobei der
Migrationshintergrund oft besonders betont wird. Die vier Jugendlichen wollen wissen, wie
es ist, diesen auferlegten Klischees gerecht zu werden, spielen sie nach und analysieren die
Reaktionen der Zuschauer. Hin und wieder gibt es sogar Vorteile, Klischees zu erfüllen. Wie
lange kann sich dieses Spiel aufrechterhalten? Erkennen die Jugendlichen rechtzeitig die
Grenzen?
Sehr dynamisch. Jugendliche, die sich um ihre Zukunftschancen sorgen und ihren Klischees
teils ausgesetzt scheinen, versuchen diese zu analysieren und zu nutzen, doch vor allem
ihnen zu trotzen.
Anlass 73 / 74
Rutz, Ralf
Faust - Der Tragodie neuester Streich
Verlag Theaterbörse 6m/ 4w
Jugendliche
ca. 150 min
Moderne Faust-Fortsetzung: Gott und Teufel langweilen sich und schließen deshalb mal
wieder eine Wette ab. Dieses Mal geht es um Heinrichs Ur-Ur-Ur-Enkel, der unzufriedener
Oberlehrer an einem Gymnasium ist. Auch er schließt einen Pakt mit dem Teufel, um das
Herz seiner Kollegin Schwertlein zu gewinnen. Als der Plan scheitert, will Faust Selbstmord
begehen, Gott verhindert den Freitod in letzter Sekunde. Dann tritt die schüchterne Grete in
Fausts Leben und aller Kummer scheint vergessen – und wieder soll der Teufel helfen…
Anlass 74
Van Cauwelaert, Didier
Das Evangelium nach Jimmy
Felix Bloch Erben
4 m/ 2w (Mehrfachbesetzungen) Erwachsene
ca. 90 min
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Der Protagonist dieser Geschichte, Jimmy Wood, ist über dreißig Jahre alt, hat seine Geliebte
verloren und verdient sich seinen Lebensunterhalt, indem er Swimmingpools repariert. Da
besuchen ihn eines Tages drei Männer, die sich als Abgesandte des amerikanischen
Präsidenten ausgeben, und setzen ihn darüber in Kenntnis, dass er der Klon Jesu sei, da seine
Gene aus dem Grabtuch von Turin gewonnen wurden. Es gelte nun, ihn auf die Prüfung im
Vatikan sowie seine spätere Rolle als Messias vorzubereiten. Jimmy Wood soll in Zukunft als
der neue Erlöser vorgeben, was im Leben wichtig ist, damit Orientierung für die Menschheit
schaffen und so für Stabilität innerhalb der westlichen Gesellschaft sorgen und deren Einfluss
in der Welt stärken. Jimmy, der noch nie religiös war, ist mit dieser plötzlichen Wendung in
seinem Leben restlos überfordert…
Anlass 80 / 81
Augrell, Christian
Im Schatten von San Siro
Drei Masken Verlag
1m (junger) Erwachsener
ca. 30 min
Martin Bengtsson träumt davon, Fußballprofi zu werden. Er trainiert viel, wird schnell als
eines der größten Nachwuchstalente Europas gehandelt und wird im Alter von 16 Jahren von
Inter Mailand unter Vertrag genommen. Durch diesen Erfolg ist Bengtsson seinem
endgültigen Ziel, einem Leben als Profifußballer, so nah wie noch nie in seinem Leben, als
der rasante Aufstieg durch eine Verletzung abrupt beendet wird. Bengtsson muss in eine
langwierige Reha – Zeit genug um über sein bisheriges Leben nachzudenken. Aus tiefer
Enttäuschung darüber, wie Ehrgeiz und Erfolgsstreben seine Persönlichkeit verändert haben,
unternimmt er einen Selbstmordversuch. Er wacht im Krankenhaus auf und erkennt, dass
ihm zwar ein Lebenstraum genommen, dafür aber neue Chancen gegeben wurden…
Anlass 11 / 73
Beyeler, Andri
The killer in me is the killer in you my love
Theaterstückverlag
3m/ 2w
Jugendliche
ca. 80 min
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Gerber mag Hanna, Surbeck auch. Gerbers kleiner Bruder dagegen findet Mädchen
langweilig, außer Lena vielleicht. Aber sowieso reden sie nicht darüber. Das Stück erzählt von
Jugendnöten im städtischen Freibad, Renommiergehabe, erste Zigaretten, erste Liebe. Die
Akteure haben ein Auge aufeinander, bis sie sich gewonnen haben. Dann, nach dem Sommer,
plötzlich der Herbst der Jugend, Nostalgie, Wehmut. Ein Stück über die erste Liebe,
Selbstzweifel, Peinlichkeiten und unerhörte Schwärmereien - über pubertäre Neugier,
überschäumenden Übermut und das erste Verlassenwerden.
Anlass 72
Dokter, Christina
Polutas’ Geheimnis
Verlag Theaterbörse 16 m/ w
Jugendliche
ca. 40 min
Das Stück erzählt die Geschichte von Polutas, dem Herrscher der Finsternis. Dieser ist ohne
Unterlass auf der Suche nach Opfern, die er zu Computerspielen verführen kann. Blanka, die
Herrscherin über die Macht der Klarheit, hat Polutas Absichten erkannt. Sie verbündet sich
mit Lanina, der Herrscherin über Anitalis, um die dunklen Machenschaften des Herrschers
der Finsternis zu beenden. Doch die beiden haben ein Problem: Weder Lanina noch Blanka
können das Reich der Finsternis betreten. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als weitere
Verbündete zu suchen, um Polutas die Stirn zu bieten. Gemeinsam mit den Bürgern von
Anitala, dem Schmetterling, zwei Mäusen und dem Vogel Zwitschi schmieden sie einen
Plan…
Anlass 72
Lederer, Andrea
Schneewittchen und die 7 Freundinnen
Verlag Theaterbörse 1m/ 8w Jugendliche
ca. 75 min
Die 18jährige Lea wohnt mit ihren sieben Freundinnen in einer WG. Sie ist ein unauffälliges,
nettes Mädchen, das eine ganz besondere Begabung mitbekommen hat: Lea tritt gerne von
einem Fettnäpfchen in das nächste. Weil Lea darüber hinaus dazu neigt, es ständig allen
Recht machen zu wollen, wird sie von ihren Freundinnen nur noch ‚Schneewittchen’
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genannt. Im Gegensatz zu Lea ist bei ihren Freundinnen immer etwas los, ständig haben sie
neue, interessante Erlebnisse zu berichten. Lea hingegen verbringt die meiste Zeit daheim.
Erst als sie einen Unfall mit einem Radfahrer hat und sich dabei das Bein bricht, nimmt Leas
Leben an Fahrt auf. Denn der Radfahrer besucht sie zu Hause, weil er ein schlechtes Gewissen
hat – und weil er sich für Lea interessiert, was ihre Freundinnen so überhaupt nicht begreifen
können.
Anlass 72
Placey, Evan
Madchen wie die
Felix Bloch Erben
6w (+N) bis max. 20 Jugendliche ab 14 Jahre
ca. 90 Minuten
Mädchenschule St. Helen. Geschichtsstunde. Frauenwahlrecht. Langeweile. Blink. Summ. Ein
Foto. Scarlett. Nackt. Löschen? Weiterleiten…Schnell ist das Foto weiter verbreitet und viele
Gerüchte kursieren in der Schule. Die 20 Freundinnen erleben einfach alles zusammen, doch
Scarlett war schon immer etwas außen vor. Wieder Blink. Summ. Ein Foto. Nackt! Russel.
Weiterleiten? Natürlich verhält es sich anders. Russel ist ein Junge und dazu noch beliebt.
Dass da die Mädchenherzen anders schlagen und die Köpfe verrückt spielen, … - Dieses Stück
ist hart und direkt – auf den Punkt getroffen. Die Gefahren einer sehr selbstdarstellerischen
Jugend des Medienzeitalters, einer Generation, die nicht weiß, wofür sie sich einsetzten
kann/soll, werden entpuppt und mögliche Probleme aufgezeigt. Mobbing, Cybermobbing
und die Probleme der Frauen in der Gesellschaft heute werden gegen die Probleme dreier
Vorgenerationen gestellt. Eine Hoffnung und ein Appell in der Rolle Scarletts!
Placey wurde für dieses Stück mit dem Writers Guild Award 2015 für das beste Stück für
junges Publikum ausgezeichnet. Die Vorlage eignet sich zur freien Erarbeitung einer eigenen
Produktion. Der Text kann beliebig verteilt werden.
Anlass 73
Zill, Volker
14
Jugendstück Verlag Theaterbörse 14 m/w
Jugendliche ca. 14 Jahre
ca. 60 min
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Ganz normale Teenies? Vierzehn Jugendliche, alle vierzehn Jahre alt, vierzehn Szenen,
vierzehn individuelle Geschichten und Schicksale. Eine Collage über das Leben der
Jugendlichen im Jahr 2016 mit Klischee-Rollen und tiefgründigen Einblicken in Thematiken
wie Mobbing, Selbstdarstellung, utopische Visionen, Traumata, Gruppenzwang und anderen.
Anlass 72 / 25
Fischer, Annette
Andrea Anders
Jugendstück zum Thema Ausgrenzung und Mobbing
ca. 6. Klasse ca. 15 min
Plausus Verlag
2-3m/ 8-9w
ab
Nach der Trennung ihrer Eltern muss Andrea mit ihrer Mutter umziehen und in eine andere
Schule wechseln. Die ganze Klasse scheint sich hier dem Diktat der Schülerin Gräfin Ninette
von Hassenstein zu unterwerfen. Sie allein entscheidet, dass Andrea ausgegrenzt, beleidigt,
abgezockt und bei der Lehrerin denunziert wird. Die Erwachsenen raten ihr, sich anzupassen,
verkennen aber die wirkliche Situation. Glücklicherweise bringt die ehemalige Mitschülerin
Mediata Hilfe für Andrea, denn sie traut sich, der Klasse zu verdeutlichen, dass es bei
Mobbing nicht nur Täter, sondern auch tatenlose Zuschauer gibt.
Anlass 73
Rüdiger, Jan
Muslime feiern kein Weihnachten
Jugendstück in 2 Akten
Plausus Verlag
4m/ 9w
ab ca. 7. Klasse
ca. 60 min
Nach den Herbstferien bringt Klassenlehrerin Frau Zimmermann zwei neue Schüler mit in die
Klasse. Es handelt sich um George, der aus den USA kommt und Nassir, einem schüchternen
Jungen, der aus Syrien mit seiner Mutter flüchtete, nachdem sein Vater umgekommen war.
Beim Einleben in die neue Klassengemeinschaft gibt es viele Problem und Missverständnisse,
aber es entstehen auch erste zaghafte Freundschaften und Lieben. Das Stück ist eine
Geschichte von Sehnsucht, Verständnis und Zusammenhalt.
Anlass 72 / 46
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Sperling, Theresa
Elektra
DTWE 881
12w
Oberstufe
ca. 60 min
Elektra und ihre jüngere Schwester Chrysothemis werden von der Mutter Kytämnestra nach
deren Mord an Vater Agamemnon im eigenen Haus wie Gefangene gehalten. Der Bruder
Orest konnte mit Hilfe Elektras gerade noch einem Anschlag der Mutter entgehen. Während
Chrysothemis ihre Wut und Trauer verdrängt und sich angepasst verhält und ihre Hoffnungen
in ein Leben außerhalb des Elternhauses setzt, gären in Elektra die Rachephantasien.
Nachdem Orest im Ausland durch einen Unfall ums Leben kommt, beschließt Elektra, nun
selbst den geliebten Vater zu rächen und ermordet die Mutter. Zu spät kommt der
gebrochenen Elektra die Einsicht, dass sie sich durch den Mord ebenso schuldig gemacht hat
wie ihre Mutter.
Zeitgenössische Bearbeitung des Stoffes frei nach Sophokles und Hugo von Hofmannsthal,
die sich auf den Mutter-Tochter-Konflikt konzentriert, was jungen Spielerinnen ermöglicht,
sich mit einem zentralen Thema ihres Lebensalltags auseinanderzusetzen. Mit konkreten
Vorschlägen zu Bühnenbild und Musik.
Anlass 74 / 73
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