8. Mai: "Erinnerung mahnt uns zu Frieden und menschlichem

DIE LINKE. Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: 8. Mai: "Erinnerung mahnt uns zu Frieden und menschlichem Miteinan
11. Mai 2016 Jörg Kühnast
8. Mai: "Erinnerung mahnt uns zu Frieden und
menschlichem Miteinander"
©DIE LINKE. Region Freital
Anlässlich des 71. Jahrestags der Befreiung Europas vom nationalsozialistischen Deutschland am 8. Mai legte
der Ortsverband Freital-Tharandt-Wilsdruff am Ehrenmal der sowjetischen Soldaten in Freital-Potschappel
einen Kranz nieder.
"Am 8. Mai jährt sich zum 71. Mal der Tag der Befreiung Europas vom Faschismus. An diesem Tag endete
1945 mit der bedingungslosen Kapitulation des Dritten Reiches der 2. Weltkrieg, ein Krieg der unter
Verantwortung Deutschlands 60 Millionen Todesopfer forderte. Ganze Bevölkerungsgruppen wurden
vernichtet. Mehr als sechs Millionen europäische Juden, Tausende Sinti und Roma, Menschen mit
Behinderung, politisch Andersdenkende und Homosexuelle wurden in der Zeit der NS-Herrschaft gezielt und
systematisch verfolgt und getötet. Millionen verloren im Kampf gegen Faschismus und Unterdrückung ihr
Leben.
Am 8. Mai erinnern wir deshalb nicht nur an das Ende des 2. Weltkrieges und damit der NS-Herrschaft. Wir
gedenken ebenso jenen Millionen Menschen, die Opfer faschistischer Gewalt und des Krieges wurden. Was
Europa und die Welt heute feiert ist das Ende eines grausamen Krieges, einer totalitären Ideologie und einer
ausbeuterischen Gewaltherrschaft.
Die Erinnerung an diesen Krieg mahnt uns zu Frieden und menschlichem Miteinander. Doch heute sind wir
von einem friedlichen Deutschland weit entfernt: Derzeit sind 3.411 Soldatinnen und Soldaten der
Bundeswehr an 16 Auslandseinsätzen beteiligt. Die Bundesrepublik ist mittlerweile drittgrößter
Waffenexporteur der Welt. Dass Deutschland heute wieder an Krieg und Leid mitverdient, ist eine Schande.
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DIE LINKE. Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: 8. Mai: "Erinnerung mahnt uns zu Frieden und menschlichem Miteinan
'Nicht der Krieg ist revolutionär, der Friede ist revolutionär', sagte einst der französische Historiker und
Sozialist Jean Jaurès. Gerade deshalb und mehr denn je stehen für mich und für meine Partei stets
konsequente Friedenspolitik, Bekämpfung von Fluchtursachen und eine gerecht organisierte
Weltwirtschaftsordnung über dem Krieg. Krieg kann für uns nie Mittel der Politik, profitables Geschäft oder
gar Instrument der Vertretung wirtschaftlicher Interessen wie beispielsweise zur Rohstoffsicherung sein.
Doch auch die unheilvolle Wiederkehr von menschenfeindlichem, NS-verherrlichendem und inhumanem
Gedankengut in dieser Gesellschaft muss uns an diesem Tag Gewahr sein. Umso mehr muss für jede
Demokratin, für jeden Demokraten angesichts dieser bedrohlichen Entwicklungen die Notwendigkeit des
Engage¬ments gegen rechte Propaganda und Gewalt Pflicht sein. Wir müssen gemeinsam die Werte der
Aufklärung: Vernunft, Solidarität, Frieden und Demokratie unterstreichen. Das ist, was die Erinnerung an den
8. Mai von uns fordert." (erklärt Rico Gebhardt, Landes- und Fraktionsvorsitzender der sächsischen LINKEN)
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