aghet -‐ ağıt | Kammerkonzert

aghet -­‐ ağıt | Kammerkonzert
Ein Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker mit armenischen und türkischen Gästen und Mitgliedern des No Borders Orchestra
Sonntag, 1. Mai 2016 | 17 Uhr
St. Go6hardtkirche Brandenburg
Anlässlich des hundertsten Jahrestages des Völkermordes an den Armeniern iniEierten die Dresdner Sinfoniker gemeinsam mit dem Gitarristen und Komponisten Marc Sinan das Konzertprojekt aghet – ağıt, das im November 2015 mit großem Erfolg im Berliner RADIALSYSTEM uraufgeführt wurde. Gewidmet ist aghet – ağıt Marc Sinans GroßmuUer Vahide, einer Überlebenden des Genozids.
Am 1. Mai 2016 wird die ProdukEon in einer kammermusikalischen Fassung in der St. GoUhardtkirche und damit die Dresdner Sinfoniker das erste Mal in Brandenburg zu erleben sein.
Im Türkischen steht ağıt für das Klagelied. Aghet – Katastrophe – ist einer der Ausdrücke, die von den Armeniern für jenes Verhängnis verwendet werden, das 1915 über sie hereinbrach. Führende armenische Intellektuelle des Osmanischen Reiches wurden in Istanbul verha\et – eine Entwicklung, die in DeportaEonen der Armenier ganz Anatoliens endete, in Massenmord und Todesmärschen in die syrische Wüste: bis zu 1,5 Millionen Menschen fanden den Tod. Als wichEgster Verbündeter des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg war auch das deutsche Kaiserreich in die Verbrechen verstrickt. Deutsche Offiziere nahmen akEv am Geschehen teil.
Die Dresdner Sinfoniker wollen mit ihrem Konzert ein Zeichen der Versöhnung setzen. Verschiedene kammermusikalische Werke aus Armenien und der Türkei sowie Vache Sharafyans Doppelkonzert für Duduk und Viola, Surgite Gloriae, bilden das Herz dieses außergewöhnlichen Erinnerungsprojektes.
Die Dresdner Sinfoniker sind mit Musikerinnen und Musikern aus der Türkei, Armenien, Deutschland sowie Mitgliedern des No Borders Orchestra besetzt, das mit Musikern aus den ehemaligen jugoslawischen Staaten ebenfalls ein Versöhnungsprojekt ist.
Im November 2016 wird aghet – ağıt in Belgrad, in der armenischen Hauptstadt Jerewan und in Istanbul aufgeführt. Mit dem poliEsch brisanten Gastspiel in der kulturellen Hauptstadt der Türkei kehrt das Konzertprojekt dann an den point of departure des Völkermords zurück, der von offizieller türkischer Seite bis heute geleugnet wird.
Das Programm:
Vache Sharafyan (Armenien)
• Geigen-­‐Trio Look lovingly, O merciful Father
Stanko Mladic, Mersiha Teskeredzic und Sigrid Penkert, Violine
Cenk Erbiner (Türkei)
• Viola-­‐Duo In letzter Sekunde
Cenk Erbiner und Sasa Mirkovic, Viola
Komitas Vardapet (Armenien)
• Armenische Lieder für Duduk solo
Araïk BarEkian, Duduk
Ulvi Cemal Erkin (Türkei)
• StreichquarteU
Stanko Mladic/Sigrid Penkert, Violine
Eda Aslanoğlu, Viola; Sabine Grüner, Cello
Vache Sharafyan (Armenien)
• Surgite Gloriae
für Viola, Duduk, Horn, Bariton/Altus und kleines Streichorchester
MaUhias Worm, Viola
Araïk BarEkian, Duduk
Evelin Varga, Horn
Carl Thiemt, Bariton/Altus
Dresdner Sinfoniker mit armenischen und türkischen Gästen & Mitgliedern des No Borders Orchestra
Dirigent: Premil Petrović
EintriU frei – um Spenden wird gebeten
Im Anschluss an das Konzert laden die Dresdner Sinfoniker ihr Publikum zu einem Gespräch mit den Musikern und den Komponisten über das Thema Völkermord an den Armeniern in das Interkulturelle Zentrum der St. GoUhardtkirche herzlich ein.
Webseite des Projektes
PressesEmmen der Uraufführung
Fotos der Uraufführung (Fotograf: Filip Zorzor)
Wir danken unseren Förderern CreaDve Europe Programm der Europäischen Union, Hauptstadt-­‐
kulturfonds, Landeshauptstadt Dresden -­‐ Amt für Kultur und Denkmalschutz, KultursDNung des Freistaates Sachsen, KultursDNung Dresden der Dresdner Bank, Fonds Soziokultur und Bundes-­‐
zentrale für poliDsche Bildung.
Am Freitag, den 29. April (19 Uhr) lädt die GoUhardtkirche im Interkulturellen Zentrum zu einem Gemeindeabend unter dem Thema „Johannes Lepsius und seine Engagement gegen den Völker-­‐
mord an den Armeniern“ ein, der mit viel Bildmaterial in die geschichtlichen Hintergründe des Konzertes der Dresdner Sinfoniker einführt. Zu Gast wird Roy Knocke sein, wissenscha\licher Mitarbeiter des Lepsius-­‐Hauses in Potsdam. Dresdner Sinfoniker
• Markus Rindt, Intendant
0172 -­‐ 345 56 87
rindt@dresdner-­‐sinfoniker.de
• Therese-­‐Eva Menzel, ProdukEonsleitung
0173 - 434 11 82
[email protected]