Postcards from Afar - Ostbayerische Technische Hochschule

Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
„P ostcards from Afar“
Praktikumsberichte aus dem
TM-Ausland …
Studiengang Internationales Technologiemanagement
Erfahrungsbericht von Christina Oppitz
Großbritannien, Darley Dale
Firma: Ecobat Technologies Ltd.
Zeitraum des Aufenthalts: 15.09.2014 – 28.11.2014
Aufregend, herzlich, beeindruckend!
Endlich angekom m en! - M ein
erster Tag…
Ich kam am späten Nachmittag
mit dem Flieger in Manchester
an. Dort holte mich ein Kollege
ab, sodass ich ihn auf der
Heimfahrt gleich kennenlernen
konnte.
Nach
einer
mehrstündigen Fahrt begrüßten
mich die Besitzer der Pension.
Mir wurde dann mein Zimmer
gezeigt und noch ein schnelles
Abendessen bereitet. Ich habe
mich dann nur noch kurz bei
meinen Freunden und der
Familie gemeldet und bin
erschöpft ins Bett gefallen.
W elche Funktionen bzw .
w elche Aufgaben habe ich
übernom m en?
Die Hauptaufgabe war, eine
Software, die in Deutschland
bereits in allen Standorten
verwendet wurde, erst zu
erlernen und sie dann in England
vorzustellen. Ich sollte den Weg
für die Einführung ebnen und
die Software erklären, also
Schulungen durchführen. Dies
schloss auch einen engen
Kontakt
mit
den
Softwareherstellern ein, um die
Stand: 2016
Software
an
die
standortspezifischen Gegebenheiten
anzupassen
und
Übersetzungsfehler
zu
verbessern. Weiterhin durfte ich
Gespräche mit Kunden führen,
welche von der Information der
Kunden bis zur Gewinnung
dieser oder dem Einkauf von
Waren reichten und bei der
Disposition
von
Aufträgen
helfen.
Es
gab
auch
Übersetzungsarbeiten für mich
und ich durfte beim Abrechnen
helfen.
ich in der firmeninternen Kantine
verbracht. Um 16:00 ging es
dann wieder zur Pension zurück.
Dreimal die Woche holte mich
der
HR-Manager
nach
Feierabend ab und fuhr mit mir
ins Fitnesszentrum. Nach zwei
Stunden
im
Schwimmbad/Fitnessstudio fuhren wir
wieder zurück. Dann gab es
Abendessen. Abends habe ich
natürlich auch oft mit der
Familie und Freunden geskyped
oder mit den Besitzern meiner
Pension ferngesehen.
W ie sah m ein
Alltag aus?
typischer
W ie habe ich m eine Freizeit
gestaltet?
Morgens habe ich mit den
Pensionsbesitzern gefrühstückt
und wurde dann um 07:45 von
einem Kollegen abgeholt. Wir
hatten nur 2 Minuten bis zur
Firma, die direkt im Ort war. Ich
half dann im Collection Team.
Ich habe die Strukturen dort
analysiert,
um
die
Arbeitsvorgänge so anzupassen,
dass sie in der Software
abgebildet werden konnten und
die
Mitarbeiter
dann
dahingehend geschult. Meine
einstündige Mittagspause habe
Gleich in meiner ersten Woche
fand die Hochzeit des Enkels der
Pensionsbesitzerin statt. Dazu
wurde ich eingeladen und ich
habe auf der Party nette Leute
kennen gelernt.
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
Lustige Erlebnisse
Neben der Pension schlossen
sich ein Pferdestall und ein
Museum an, das auch den
Besitzern der Pension gehört.
Die Mädchen, die dort aushalfen,
haben mir das Reiten und den
Umgang
mit
Pferden
beigebracht. Ich durfte an
diversen
Kutschfahrten
teilnehmen, u.a. in einer geschmückten Kutsche für eine
Braut. Im Ort gab es tolle Parks,
in denen man spazieren gehen
konnte. In meiner Freizeit habe
ich außerdem das Land bereist.
Die Zug- und Busverbindungen
waren klasse, daher kam ich
immer einfach an mein Ziel.
Ich war unter anderem in
Matlock, Bakewell, Nottingham,
Manchester, Birmingham, Chatsworth und natürlich in London.
Dort habe ich verschiedene
Museen
besucht,
war
im
Tiergarten, shoppen, im Kino
und auf Festivals.
Stand: 2016
Während dieser Zeit habe ich
viele lustige Situationen erlebt.
Einige möchte ich an euch
weitergeben.
Eines Morgens wurde ich wie
immer von meinem Kollegen
abgeholt. Schon von weitem
kam mir etwas komisch vor. Als
er hielt fiel mir auf, dass das
Fenster der Beifahrertür fehlte
und
mit
einem
Müllsack
überklebt war. Er sicherte mir
zu, bald zur Werkstatt zu fahren.
Da er das Fahrerfenster vor
kurzem bereits verloren hatte
und dies nicht mehr reparabel
war, hatte er es einfach
einkleben lassen. Um trotzdem
im Auto rauchen zu können,
öffnete
er
einfach
das
Schiebedach. Als wir nach Hause
fahren wollten, fiel dann auch
noch der Spiegel ab.
Als ich das Nottingham Castle
besuchen wollte, war dort
frühmorgens schon eine endlose
Schlange. Wie es sich für uns
Deutsche gehört, habe ich mich
hinten angestellt und brav
gewartet. Die Schlange führte
eigentlich
zu
einem
dort
stattfindenden Bierfestival. Dies
habe ich allerdings erst bemerkt,
als mich die Security dort nach
meinem Ausweis gefragt hat,
um zu überprüfen, ob sie mich
überhaupt reinlassen dürfen.
In London habe ich mehrere
Tage verbracht. Als ich von der
Metro aus mit dem Bus zum
Hotel fahren wollte, habe ich
eine Verbindung rausgesucht
und an der entsprechenden
Haltestelle gewartet. Der Bus
kam angefahren und meine
Haltstelle wurde bereits außen
angezeigt. Der Mann, der vor
mir einsteigen wollte, fragte
nach, ob dies der richtige Bus
sei, er hatte das gleiche Ziel wie
ich. Der Busfahrer meinte, dass
dies nicht seine Linie sei. Auch
die
Proteste
der
anderen
wartenden Fahrgäste, dass die
Haltestelle aber außen angezeigt
wird, stritt er ab. Er las dann
seinen Fahrplan durch und
konnte
die
entsprechende
Haltestelle nicht finden. Niemand
stieg ein und der Bus fuhr
davon. Wir hofften, dass der
nächste Bus der richtige sei.
Eine halbe Stunde später hielt
allerdings der gleiche Bus wieder
an dieser Haltestelle. Wir stiegen
diesmal ein, da alle Fahrpläne
uns entgegen der Meinung des
Busfahrers versicherten, dass
dies die richtige Verbindung sei.
Natürlich hielt der Bus am
gewünschten Ort. Alle haben
sich köstlich amüsiert.
M eine Tipps
Wenn ihr es euch aussuchen
könnt, dann geht nicht in ein
großes Hotel, sondern lieber in
eine kleine Pension oder eine
WG. Man lernt so viel mehr von
Land und Leuten kennen.
Sagt
außerdem zu keiner
Einladung nein. Macht alles mit,
was euch angeboten wird, es
können sich neue Kontakte und
außergewöhnliche Erfahrungen
ergeben.
Fragt direkt vor Ort in der Firma
nach, ob es einen Dresscode
gibt. In Deutschland hatte ich
nachgefragt und dort versicherte
man mir, dass es keinen gäbe.
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
Allerdings hat man mir in
Großbritannien dann mitgeteilt,
dass ich keine Jeans tragen darf,
nachdem
ich
das
einmal
gemacht habe.
Traut euch ruhig, nach Hilfe zu
Fragen. Ich habe die Erfahrung
gemacht, dass die Menschen in
Großbritannien sehr gerne ihre
Hilfe anbieten.
M ein Fazit
Meine Zeit in Großbritannien war
wunderschön. Bis heute pflege
ich den Kontakt zu meinen
Freunden dort.
Ich schätze die Mentalität und
Offenheit der Menschen in
diesem Land. Außerdem bin ich
dankbar,
dass
Ecobat
Technologies Ltd. mir so viel
ermöglicht
hat
und
den
Aufenthalt gut organisiert hatte.
Gerne würde ich später in
Großbritannien arbeiten oder
zumindest für ein Unternehmen
in Deutschland tätig sein und mit
den Kollegen in Großbritannien
zusammenarbeiten.
Stand: 2016
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
„P ostcards from Afar“
Praktikumsberichte aus dem
TM-Ausland …
Studiengang Internationales Technologiemanagement
Erfahrungsbericht von Christina Schemel
USA, Dallas, TX:
Firma: Briggs Freeman Sotheby’s International Realty
Zeitraum des Aufenthalts: 24.08.2015 - 12.02.2016
Interessant, außergewöhnlich, begeisternd!
Endlich angekom m en!
– M ein erster Tag…
Mein erster Arbeitstag begann,
wie jeder andere Tag auch, um
9 Uhr morgens. Ich war
natürlich sehr aufgeregt und
freudig gespannt was mich
erwartet. Nach der Einführung
und des Einrichten meines
Arbeitsplatzes ging es gleich
weiter in das montägliche
Marketing Meeting. In diesem
wurden die Aufgaben der Woche
besprochen und ich erfuhr was
von mir erwartet wird.
auf den Weg in die Arbeit.
Glücklicherweise
war
meine
Arbeitsstelle nur 15 Gehminuten
von meinem Zuhause entfernt.
Meine Arbeitszeit war von 9 - 17
Uhr. In meiner Mittagspause bin
ich entweder in eines der
nahegelegenen
Restaurants
gegangen, oder habe mir einen
Salat bei Trader Joe’s geholt.
Wieder daheim habe ich die
Hunde
meiner
Gastfamilie
gefüttert,
etwas
zum
Abendessen gemacht und sehr
oft mit meinem Gastvater über
die derzeitige Politische Lage
W elche Funktionen bzw .
w elche Aufgaben habe ich
übernom m en?
Ich war vor allem in den
Bereichen in den Bereichen
Social Media und Video tätig.
Das bedeutet ich habe Beiträge
auf Facebook gepostet, Blog
Posts geschrieben und Videos
für die Immobilien erstellt.
W ie sah m ein
Alltag aus?
typischer
Mein Wecker klingelte an einem
normalen Tag um 7 Uhr und um
8:45 Uhr begab ich mich dann
Stand: 2015
diskutiert
und
welchen
Präsidentschaftskandidaten wir
am besten finden - Beide sind
wir der Meinung, Trump ist nicht
wirklich optimal.
W ie habe ich m eine Freizeit
gestaltet?
Meine Gastfamilie ist schon sehr
lange
mit
meiner
Familie
befreundet und ich wurde sofort
in
deren
große
Familie
aufgenommen. Meine Freizeit
bestand deshalb unter anderem
aus
gemeinsamen
Football
Abenden und Familienfeiern.
Meine
Freizeit
habe
ich
wahrscheinlich anders gestaltet,
als die meisten es tun würden.
Meine
Gasteltern
sind
Unterstützer
des
Dallas
Symphony
Orchesters
und
allgemein sehr Kulturbegeistert.
Deshalb sind wir ins Theater, die
Oper, Museen und vor allem in
die Symphonie gegangen. Meine
Wochenenden verbrachte ich am
See und mit Reisen. Und anders,
als in Deutschland, schließen
Bars und Clubs in Texas schon
um 2 Uhr morgens.
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
Lustige Erlebnisse
Zu meinen lustigsten Erlebnissen
zählt auf jeden Fall der Besuch
der Texas State Fair. Dort gab
es alles Mögliche: eine Truck
Show, Fahrgeschäfte, und das
größte und schwerste Schwein
Amerikas. Aber was mir von
diesem Tag wohl am längsten im
Gedächtnis bleiben wird, ist das
Essen
dort.
Neben
den
obligatorischen Corn Dogs und
Funnel
Cake,
gab
es
verschiedene frittierten Sachen,
wie Double Stuffed Fried Oreos,
Fried Pumpkin Pie, oder Fried
Guacamole, welche nicht einmal
so schlecht war.
M eine Tipps
Alle waren mir außerordentlich
freundlich gegenüber. Wenn
man selbst auch offen und
freundlich ist und versucht die
Kultur zu verstehen, sollte es
keine Probleme geben. Weitere
Tipps sind: Vornamen nennen,
Small Talk führen und lachen.
M ein Fazit
Es war eine unglaubliche Zeit, in
der ich sehr viel gelernt habe
und über mich hinausgewachsen
bin. Ich bin dankbar für die
vielen Erlebnisse und all die
interessanten Leute die ich
kennen lernen durfte. Ich würde
jeder Zeit wieder ein Praktikum
in den USA machen.
Stand: 2015
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
„P ostcards from Afar“
Praktikumsberichte aus dem
TM-Ausland…
Studiengang Internationales Technologiemanagement
Erfahrungsbericht von Fabienne Bleyer
China, Taicang
Firma: Krones (Trading) Taicang Ltd.
Zeitraum des Aufenthalts: 14.09.2015 – 29.01.2016
Interessant, aufregend, anders!
Endlich angekom m en! - M ein
erster Tag…
An meinem ersten Arbeitstag
wurde
ich
sehr
herzlich
empfangen und nachdem alle
Formalitäten und das endgültige
Unterschreiben des Vertrags
erledigt waren, wurden mir
meine Kollegen vorgestellt und
ich habe eine Werksführung von
meinem
Abteilungsleiter
bekommen. Da gerade ein
Kollege (den ich bereits aus
Deutschland kannte) zu Besuch
in der Abteilung war, ging es
danach direkt mit Schulungen
und Meetings los.
W elche Funktionen bzw .
w elche Aufgaben habe ich
übernom m en?
Ich habe in der Logistikabteilung
sehr
eng
mit
dem
Abteilungsleiter
zusammengearbeitet und neben
Prozessoptimierungen, Flächenkalkulationen und Kennzahlen
für das Lager viele anfallende
Aufgaben und kleinere Projekte
für ihn übernommen. Außerdem
habe ich sehr eng mit der
Partnerabteilung im Hauptsitz in
Deutschland
zusammenStand: 2015
gearbeitet,
und
somit
als
Bindeglied zwischen den zwei
Standorten fungiert.
W ie sah m ein
Alltag aus?
typischer
Da es in meiner Firma feste
Arbeitszeiten von 8.30 Uhr bis
17.30 Uhr gab, bin ich jeden
Morgen
um
7.30
Uhr
aufgestanden. Die Firma hat mir
einen E-Scooter zur Verfügung
gestellt mit dem ich 10 Minuten
zur Firma gebraucht habe. Auf
dem Weg habe ich mir meistens
mein Frühstück an einem der
vielen Straßenstände gekauft,
und dann so wie die meisten
Kollegen
am
Arbeitsplatz
gefrühstückt.
In
der
Mittagspause habe ich entweder
mit meiner Abteilung oder den
anderen Praktikanten in die
Kantine der Firma gegessen, und
danach, wenn die meisten
chinesischen
Kollegen
ihren
Power-Nap machen, habe ich
mich über Reiseziele in der
Umgebung informiert oder die
Zeit
mit
den
anderen
Praktikanten verbracht.
W ie habe ich m eine Freizeit
gestaltet?
Da in Taicang sehr viele
deutsche und internationale
Firmen
eine
Niederlassung
haben, sind auch immer einige
Praktikanten vor Ort. Immer
dienstags fand ein PraktikantenStammtisch statt und auch sonst
haben
wir
uns
mehrmals
wöchentlich zum Essen in einer
der
vielen
Nudelküchen
getroffen oder sind zusammen
ins Fitness-Studio gegangen. Am
Wochenende sind wir oft nach
Shanghai gefahren oder haben
Trips
in
andere
Städte
unternommen. Ansonsten habe
ich sehr viel Zeit in der
Nudelküche direkt bei meiner
Wohnung verbracht. Ich habe
mich viel mit dem Besitzer und
seiner Frau unterhalten, bin
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
regelmäßig mit ihrem Hund
spazieren gegangen
wenn sie viel zu tun hatten und
habe
gelernt
ein
paar
chinesische Gerichte selbst zu
kochen. Das gestaltete sich
anfangs zwar etwas schwer und
wir haben viel gelacht, da sie
beide kein Englisch sprachen
und mein Chinesisch noch nicht
so gut war, gegen Ende konnten
wir uns aber relativ gut
unterhalten

Lustige Erlebnisse
In Gesprächen mit meinen
Kollegen wurde ich oft nach
deutschen Bäuchen, Festen oder
Angewohnheiten gefragt und wir
haben uns sehr viel über die
Unterscheide
der
Kulturen
unterhalten. Leider habe ich des
Öfteren schon beim Erklären
gemerkt, wie blöd sich das für
jemanden anhören muss, der
noch nie davon gehört hat, und
ich musste selbst schon lachen
bevor meine Kollegen überhaupt
verstanden um was es ging.
Meine
kurze,
einfache
Beschreibung des Osterhasen
lautete zum Beispiel wie folgt:
Am Ostersonntag hoppelt ein
Hase mit seinem Körbchen von
Garten zu Garten und versteckt
dort angemalte, hartgekochte
Eier, welche die Kinder dann
suchen müssen. Dieser Hase
heißt Osterhase.
M eine Tipps
Mit Freundlichkeit, Offenheit,
Humor
und
ein
bisschen
Toleranz kommt man in China
sehr weit. Falls ihr kein
Chinesisch sprecht: Fragt bei der
Firma nach, ob die Kosten für
einen
Kurs
evtl.
vom
Stand: 2015
Unternehmen
übernommen
werden.
Mit
ein
bisschen
Chinesisch tut man sich auf
jeden Fall leichter. Genießt die
chinesische Küche und probiert
alles! Nicht lange fragen was es
ist, einfach probieren. Meistens
lohnt es sich ;-)
M ein Fazit
Mein Praktikum bei der Firma
Krones und die Zeit in China
waren super interessant und
lehrreich
für
mich.
Das
Praktikum war gut organisiert,
alle Kollegen waren nett und
hilfsbereit und ich habe einen
Einblick in viele Bereiche des
Unternehmens bekommen. Ich
bin sehr dankbar für die vielen
Menschen, die ich kennengelernt
habe jetzt zu meinen Freunden
zählen darf. Für mich ist es
definitiv eine Option nach dem
Studium für eine gewisse Zeit in
China zu leben und zu arbeiten.
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
„P ostcards from Afar“
Praktikumsberichte aus dem TMAusland …
Studiengang Internationales Technologiemanagement
Erfahrungsbericht von Florian Hagn
Vietnam, Ho Chi Minh City
Firma: Samhammer Company Limited
Zeitraum des Aufenthalts: 01.09.2014 – 01.03.2015
Erfahrungsreich, anders, spannend!
Endlich angekom m en! - M ein
erster Tag…
Meine Freundin Lisa hat mich
auf die lange Reise begleitet,
das hat alles etwas leichter
gemacht. Wir sind bei 30°C und
95%
Luftfeuchtigkeit
am
Flughafen
in
Saigon
angekommen und eine Kollegin
hat uns schon erwartet. Ich
wusste
zwar,
dass
der
Straßenverkehr
dort
etwas
anders läuft als bei uns, aber
dass dort so viele Roller fahren –
kreuz und quer, wie sie wollen –
und das auch noch funktioniert,
hätte ich niemals gedacht. Diese
erste Taxifahrt war also gleich
mal ziemlich spannend...
W elche Funktionen bzw .
w elche Aufgaben habe ich
übernom m en?
Glücklicherweise habe ich von
Beginn an viel Verantwortung
übergeben
bekommen,
ich
konnte so sehr viel lernen, auch
für mich persönlich. Ich war im
Bereich Business Development
und war dafür zuständig, die
dort laufenden Projekte zu
optimieren, aber auch ein neues
Stand: 2015
Netzwerk mit vielen neuen
Geschäftskontakten aufzubauen.
W ie sah m ein
Alltag aus?
typischer
Die Firma ist ca. 10 km von
unserer Wohnung entfernt, das
entsprach zu den Stoßzeiten 1h
Fahrt mit dem Taxi – früh und
abends. Es war allerdings jeden
Tag aufs Neue amüsant. Ich
habe also im Taxi schon mit der
Arbeit begonnen, so gut es eben
ging. In der Firma angekommen,
hatten wir jeden Tag einige
Termine, auch oftmals außerhalb
der Firma in der Quang Trung
Software City, wo sich u.a. auch
Samhammer LTD befand. Wir
gingen meistens zusammen mit
unseren Kollegen oder mit
anderen Geschäftspartnern zum
Lunch. Das wird mir auch immer
in Erinnerung bleiben, denn das
Essen und vor allem die Suppen
waren mit absolut frischen
Zutaten und phänomenal lecker.
Je nach Terminen in der Firma
oder eben auch in Downtown
machten wir uns zu ganz
unterschiedlichen Zeiten auf den
Nachhauseweg von der Arbeit.
Sehr oft ging es aber auch im
Anschluss noch weiter auf
Veranstaltung, z.B. von der
German Business Association
oder der EuroCham, bei denen
es mir möglich war, in die
Geschäftswelt
von
Saigon
komplett einzutauchen und viele
neue
Geschäftsleute
kennenzulernen.
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
W ie habe ich m eine Freizeit
gestaltet?
Da unter der Woche nicht sehr
viel mit Freizeit war, genossen
wir dafür die Wochenenden
umso mehr. Wir flogen auch mal
zu
meinem
Studienkollegen
Sergio nach Singapur, der
zeitgleich ein Auslandssemester
machte.
Über die Weihnachtsfeiertage
bekamen wir Besuch von meiner
Familie, flogen auf eine kleine,
vietnamesische Insel, besuchten
das Mekong Delta u.v.m, da
ließen wir es uns richtig gut
gehen...
Lustige Erlebnisse
Die kulturellen Unterschiede und
wie diese die Menschen prägen
war zu der ein oder anderen
Situation
wirklich
zum
Schmunzeln, bspw. haben wir
unsere
Kollegen
zur
Weihnachtszeit auf einen Punsch
und Glühwein eingeladen, ihnen
war das allerdings viel zu warm
und haben sofort mit Eiswürfel
nachgebessert
(aber
auch
irgendwie verständlich bei so
einem heißen Wetter). Eine
lustige, aber auch schöne Zeit
hatten wir, als uns meine
Studienfreunde
Sergio
aus
Singapur und Viet aus Peking
(war bei VW) besuchten und bei
uns wohnten. Am besten war
Stand: 2015
immer, als wir uns auf den Weg
zur Arbeit machten und die
beiden gerade vom Feiern nach
Hause kamen...
M eine Tipps
Ich kann ein Praktikum im
Ausland nur empfehlen – es
öffnet einem die Augen und man
ändert seine Ansichten zu dem
ein
oder
anderen
Thema
erheblich, weil man lernt, über
den Tellerrand hinaus zu blicken.
Das Wichtigste ist in meinen
Augen, dass man ganz offen an
das Thema Ausland herangeht
und bereit ist, sich auf die
andere Kultur einzulassen.
M ein Fazit
Es
war
eine
sehr
erfahrungsreiche und lehrreiche
Zeit, die ich auf keinen Fall
missen möchte. Ich bin auch
sehr froh, dass ich mich für
Vietnam entschieden habe, die
Menschen dort sind glücklich,
herzlich und zusätzlich motiviert
etwas Neues auf die Beine zu
stellen.
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
„P ostcards from Afar“
Praktikumsberichte aus dem
TM-Ausland …
Studiengang Internationales Technologiemanagement
Erfahrungsbericht von Florian Vogl
China, Shenyang
Firma: BMW Brilliance
Zeitraum des Aufenthalts: 01.09.2013-28.02.2014
Wild, aufregend, unvergesslich!
Endlich angekom m en! - M ein
erster Tag…
Mein erster Tag in China war
relativ durchwachsen. Ich kam
an einem Mittwochmorgen im
Flughafen Shenyang an, zu
besten
chinesischen
SmogVerhältnissen. Ein freundlicher
Mitarbeiter der Housing-Agency
holte mich vom Flughafen ab
und brachte mich in meine neue
Wohnung, die ich mir mit einer
deutschen Mitbewohnerin teilte.
Das einzige Problem dabei war
nur, dass diese während meiner
Ankunft Urlaub machte und ich
auf mich alleine gestellt war,
ohne funktionierendes Handy
und Kontakte zu anderen
Praktikanten in China. Ich ging
daher
zunächst
auf
Entdeckungsreise
und
traf
zufällig einen anderen frisch
angekommenen
Praktikanten.
Dessen Mitbewohner zeigte uns
am gleichen Tag noch alles
Notwendige zum Start in das
Abenteuer China.
Stand: 2015
W elche Funktionen bzw .
w elche Aufgaben habe ich
übernom m en?
Zu Beginn des Praktikums
wurden
mir
hauptsächlich
Aufgaben übertragen, die mich
mit
den
Vorgängen
im
Karosseriebau vertraut machten
und ich führte wöchentliche
Auswertungen der Produktionsanlage durch, während ich
meine Kollegen unterstützte. Es
gab nur wenige wiederkehrende
Aufgaben,
denn
die
Hauptaufgabe bestand darin, die
bestehende Produktionsanlage
zu
optimieren
und
eine
Anlagenerweiterung zu planen.
Im Laufe der ersten paar
Monate
wurde
mir
mein
Hauptprojekt übertragen – die
Integration eines Ofens zum
Aushärten
der
geklebten
Motorhauben im Zuge der
Anlagenerweiterung.
Dies
umfasste viele Rücksprachen mit
lokalen Lieferanten und eine
komplette
Überwachung/Auswertung in der Anlaufphase der
finalen Station nach deren
Aufbau.
W ie sah m ein
Alltag aus?
typischer
Eine
eigens
eingerichtete
Shuttlebus Linie beförderte uns
frühmorgens
zum
Werk.
Abhängig davon in welches
Werk man fuhr und dem Verkehr
dauerte dies zwischen 35
Minuten und fast 2 Stunden.
Vorort war es üblich sich mit
Kollegen zum gemeinsamen
Frühstück in der Kantine zu
treffen.
Im
Büro
wurden
zunächst aufgetretene Probleme
während
der
Spätschicht
durchgesprochen und an die
verschiedenen
Planer
übertragen. Die genaue Analyse
dieser Störungen beanspruchte
meist den kompletten Vormittag.
Das Mittagessen habe ich mit
einem deutschen Kollegen meist
bei fliegenden Händlern vor dem
Werk
gekauft,
da
das
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
Kantinenessen
zum
Mittag
gewöhnungsbedürftig war.
Der Nachmittag war oft der
Büroarbeit Rücksprachen mit
Lieferanten gewidmet. Abends
wurde man vom Shuttlebus
wieder in die Wohnumgebung
zurückgebracht, dort ging ich
mit meinen Freunden ausgiebig
zu Abend essen und zu
Stammtischen. In regelmäßigen
Abständen traf sich zudem
meine
komplette
Abteilung
abends um gemeinsam Sport zu
treiben oder für Videospiele in
einem Computer Café. (alle
Altersgruppen wohlgemerkt)
W ie habe ich m eine Freizeit
gestaltet?
Ich habe während meiner freien
Zeit zu Beginn des Praktikums
hauptsächlich
auf
einem
Elektroroller die Stadt erkundet,
an Wochenende Kurztrips ins
umliegende Land unternommen
oder bin mit der Schnellbahn
nach Peking gefahren. Während
den Feiertagen und verlängerten
Wochenenden habe ich oft
längere Reisen unternommen
u.a. nach Guilin, Seoul, HongKong und Vietnam.
meine Freizeit mit diesen zu
verbringen
um
die
Kultur
genauer kennenzulernen. Die
typischsten Aktivitäten während
der
Freizeit
waren
zusammengefasst;
Reisen,
Essen, Shopping, Feiern (inkl.
Karaoke) in Gesellschaft von
Freunden.
Lustige Erlebnisse
Das
Zusammentreffen
von
unterschiedlichen Kulturen endet
meist in lustigen Ergebnissen.
Von
Taxifahrern
die
eine
Kamikaze-artige Fahrweise an
den Tag legen über chinesische
Mädchen die verlegen um Fotos
bitten oder diese „heimlich“ in
der
U-Bahn
machen
mit
eingeschaltetem Blitzlicht. Das
lautstarke Verhandeln auf den
Märkten mit lokalen Händlern in
gebrochenem Chinesisch oder
das Fehlen gewohnter Hygiene
Standards im Sanitär-Bereich.
Speziell letzteres war nicht für
jeden
als
angenehm
zu
empfinden aber mit der nötigen
Portion Humor war selbst das
ein Erlebnis.
M eine Tipps
Mit der Zeit habe ich auch viele
chinesische Freunde gewonnen
und habe versucht so oft es geht
Stand: 2015
Sich nicht zu viele Gedanken
machen. Es wird vorkommen,
dass man Leute unwissender
Weise kränkt, es wird sicherlich
vorkommen das man im falschen
Restaurant
ein
Fischgericht
probiert
und
es
wird
vorkommen das man Heimweh
bekommen wird zu einem
gewissen Punkt. Aber genau
diese Erfahrungen sollte man
meiner Meinung nach machen
um China richtig zu erleben.
Such den Kontakt zu Kollegen
und
lokalen
Leuten,
„Einheimische“ kennen die Stadt
deutlich besser als du in 8
Monaten Praktikum auf eigene
Faust und können dir viele
Geheimtipps zeigen. Und noch
zwei Geheimtipp zum Schluss,
am Tag der Ankunft so lange
wie möglich aufbleiben (evtl.
durch Feiern) um das Jetlag so
klein wie möglich ausfallen zu
lassen und Vorkenntnisse im
Umgang mit Stäbchen sind
vorteilhaft.
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
M ein Fazit
Der Weg nach China ist ein
großer Schritt und man sollte
sich vorab im Klaren sein,
worauf man sich einlässt, aber
ich
kann
es
jedem
nur
empfehlen, diesen Schritt zu
wagen.
Du wirst neue Freunde finden,
aus China selbst oder unter den
Leuten die es Dir gleich gemacht
haben. Während der Zeit in
China wird man über sich selbst
hinaus wachsen und man lernt
mehr als nur praktische Inhalte
durch die Arbeit.
Stand: 2015