Ausgabe Nr. 174 - Juni 2015 - Evangelische Kirche Frankfurt am Main

EVANGELISCHE KIRCHE
Frankfurt am Main
INTERN
Für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gemeinden, Stadtdekanat und Einrichtungen
Nr. 174 - Juni 2015
EDITORIAL
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nach Pfingsten, das wir mit einem
großen Gottesdienst und Fest gefeiert
haben, beginnt nun die festarme Zeit
im Kirchenjahr. Und so langsam
kommt die Urlaubszeit und etwas
mehr Entspannung in Sicht. Doch wir
haben in unserer neuen Ausgabe wieder über zahlreiche gelungene Projekte in unserer Frankfurter Kirche zu
berichten. Und wir hoffen, dass Interessantes und Inspirierendes dabei ist.
Wenn Sie jetzt denken „Ich mache
auch tolle Sachen“, dann schreiben
Sie uns doch einfach. Wir freuen uns
über Ihre Themenvorschläge. Einen
schönen Monat Juni wünscht Ihnen
Ihre Redaktion
Etwa 1.000 Menschen besuchten den Open-Air-Gottesdienst am Pfingstmontag auf dem Römerberg.
Foto: Rolf Oeser
Klug handeln statt verrückt werden
Mit Gottesdienst und Fest feierte die Evangelische Kirche in Frankfurt Pfingsten
„Es ist klug, Flüchtlinge willkommen zu heißen und
ihnen in unserem Land ein anständiges Leben zu ermöglichen“, predigte Stadtdekan Dr. Achim Knecht
vor den etwa 1.000 Besucherinnen und Besuchern
des Gottesdienstes am Pfingstmontag, den die Evangelische Kirche in Frankfurt unter dem Motto „Verrückt? BeGEISTert. Klug!“ auf dem Römerberg feierte.
„Verrückt“ hingegen sei, dass so viele Menschen bei
ihrer Flucht vor Gewalt, Terror und Armut im Mittelmeer ertrunken sind, während die Verantwortlichen
in Europa zwar ihre Betroffenheit äußerten, jedoch
nur hilflos an den humanitären Katastrophen vor unserer Haustür „herumdokterten“. „Aber vor allem versuchen sie, die Grenzen dicht zu machen und
Flüchtlinge abzuschrecken“, kritisierte Knecht. Es
gebe wenig Bereitschaft, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Und das sei „zum Verrücktwerden“.
In Auslegung der biblischen Pfingstgeschichte rief
Knecht dazu auf, die Herausforderungen unserer Zeit
im richtigen Horizont zu sehen, „sie im Geist der
Liebe wahrzunehmen“. Deshalb sei es klug, auch den
fremden Mitmenschen zu begegnen, denn nur so
könne man Ängste abbauen und positive Erfahrungen
machen. „Es ist klug und entspricht der Pfingstbotschaft, die Verschiedenheit der Menschen in dieser
Stadt als Reichtum zu begreifen“, sagte der Stadtdekan, denn Gott beschenke uns damit. Deshalb seien
Fremde keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung
für unser Leben.
Diese Erfahrung machten die Besucherinnen und
Besucher beim anschließenden Internationalen
Fest im Dominikanerkloster: Frankfurter Gemeinden
afrikanischer, asiatischer, amerikanischer und europäischer Herkunft bewirteten die Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten aus vielerlei Küchen
dieser Welt. Dazu gab es die Möglichkeit, bei einem
bunten Programm Einblicke in die unterschiedlichen Kulturen und Traditionen dieser Migrantengemeinden zu erhalten. Und gemeinsam feierten sie
zum Abschluss unter der Leitung von Ökumenepfarrer Dietmar Will das „Gotteslob“, einen ökumenischen Gottesdienst mit biblischen Texten und
Gebeten in vielen Sprachen sowie Chören und Liedern aus der weltweiten Ökumene.
Ralf Bräuer
THEMEN DIESER
AUSGABE
Begleitung mit Erlebniswert
Damit das Leben
gelingt, unterstützt die Familienbildung Eltern
und Kinder mit
einem umfangreichen Programm. Lesen
Seite 5
Sie dazu den Bericht auf
Der Kirchplatz als grüne Oase
Ein Verein hat
den Kirchplatz an
der Alten Bethlehemkirche begrünt. Über
dieses für Gemeinden interessante ProSeite 3
jekt berichten wir auf
Die Bibel spielerisch erfahren
Pfarrerin Sabine
Fröhlich bietet
Kirchengemeinden Bibliolog und
Bibliodrama an.
Seite 8
Lesen Sie dazu
1
KURZ NOTIERT
Die Stadtsynode tagt am 1. Juli
Die Synode des Evangelischen Stadtdekanats Frankfurt tagt am Mittwoch, 1.
Juli, um 18.30 Uhr, im Großen Saal
des Dominikanerklosters, Kurt-Schumacher-Straße 23. Privatdozentin Dr. Katharina Kunter, Evangelische Akademie
Frankfurt, wird im Blick auf den Tag
der deutschen Einheit am 3. Oktober
einen Vortrag halten zum Thema „Erfüllte Hoffnungen und zerbrochene
Träume - Die Evangelische Kirche und
die Wiedervereinigung Deutschlands
1990“. Und am Vortag des Beginns des
11. Deutschen Seniorentags, der vom
2. bis 4. Juli in Frankfurt stattfindet,
wird Jens-Peter Kruse, Vorsitzender der
Arbeitsgemeinschaft Seniorenarbeit
der EKD, über die „Aktuellen Herausforderungen evangelischer Altenarbeit“ zu den Delegierten der
Kirchengemeinden sprechen.
Silke Peters neue Seelsorgerin im
Haus Saalburg
Die 47 Jahre alte Pfarrerin Silke Peters
ist neue Seelsorgerin im Agaplesion
Haus Saalburg in Bornheim. Ihr Arbeitsschwerpunkt dort ist der Bereich
Pflege und Wohnen. Das Haus Saalburg umfasst 73 vollstationäre Plätze,
dazu gehören allgemeine Wohnangebote für Senioren, aber auch spezielle
Hilfen im Fall von Demenz oder bei
Pflegebedürftigkeit.
Silberne Ehrennadel für Gerhard
Häfner aus der Dornbuschgemeinde
Mit der Silbernen Ehrennadel der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
hat Pröpstin Gabriele Scherle an Pfingsten im Gottesdienstes in der Dornbuschgemeinde Gerhard Häfner für seine
Verdienste um die Kirche ausgezeichnet.
Leute wie ihn, „die bereit sind, ihren
Glauben nicht nur als Privatsache zu betrachten“, brauche die Kirche, sagte Gabriele Scherle bei der Verleihung.
.
(Foto: Cornelia Schnell)
2
ZUR SACHE
Sankt Katharinen ist „Frankfurt live“
Dr. Olaf Lewerenz ist neuer Stadtkirchenpfarrer an der Hauptwache
Foto: Rolf Oeser
Seit dem 16. April 2015 ist er in seinem neuen Amt
tätig und seit dem 31. Mai, dem Tag seiner Einführung, ist dies nun auch ganz offiziell: Dr. Olaf Lewerenz ist der neue Stadtkirchenpfarrer an der
Sankt Katharinenkirche in Frankfurt. Für ihn eine
besondere Aufgabe: „Sankt Katharinen bedeutet für
mich Frankfurt live. Die Kirche ist mitten in der
Stadt und mitten im Leben und für mich mit Abstand die spannendste Pfarrstelle, die ich mir hätte
wünschen können. Hier pocht das Frankfurter Herz
mit all seinen Gegensätzen. Und wenn wir als Evangelische Kirche etwas bewegen wollen, dann ist das
hier der richtige Ort.“
Bewegt hat er gleich zu Beginn seiner Amtszeit
schon etwas mit einem Banner am Kirchturm als
Antwort auf die wöchentlichen Pegida-Demonstrationen, „ein Beispiel dafür, dass wir als Kirche Stellung beziehen und damit einen Gegenpol darstellen“. Sein Fazit bisher: „E ist für mich ganz wichtig,
mir erstmal eine gewisse Ordnung und Basis zu verschaffen, damit ich starten kann. So habe ich in
den vergangenen Wochen vieles entsorgt, sei es in
der Sakristei, im Seelsorgeraum oder im Turm. Gerade erst heute habe ich Bilder zur Reparatur gebracht, die seit ewigen Zeiten in der Sakristei
hängen, aber deren Rahmen völlig kaputt sind.“
Einmal die Woche besucht Olaf Lewerenz die Orgelmusik in der Kirche, die Organist Martin Lücker seit
vielen Jahren immer montags und donnerstags um
16.30 Uhr spielt. „Das ist etwas, dass ich mir
gönne.“ Die Katharinenkirche wird ab Juni montags
bis samstags von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein, und
„von Montag bis Freitag wird es außerdem jeweils
um 12.30 Uhr kurze Andachten geben“, kündigt der
promovierte Theologe an, der vorher Pfarrer in der
Kirchengemeinde Am Bügel war. Was es außer
sonntags bereits täglich gibt, ist die Passantenseelsorge. „Ein Team aus Ehrenamtlichen kümmert
sich in der Zeit von 15 bis 17 Uhr um den Kummer
vieler Passanten. Natürlich sind diese Mitarbeiter von
der Klinikseelsorge geschult. In diesem Team freuen
wir uns auch noch über Verstärkung.“ Ein weiteres
Projekt sind die Themenwochen, die Olaf Lewerenz
plant: „Ich stelle mir vor, Referenten aus unterschiedlichen Bereichen dazu einzuladen, die zu ihrem
jeweiligen Fachgebiet ihre Predigt halten. Das können auch Banker, Vertreter der Uni oder der Industrie- und Handelskammer sein.“ Das nächste
Großprojekt sind die zentralen Festlichkeiten zum 3.
Oktober, die in diesem Jahr in Frankfurt stattfinden,
„auch hier mache ich mir derzeit meine Gedanken
und es schwebt mir vor, den Tag mit einer Videoinstallation zu begleiten“. Anlässlich des Reformationsjubiläums leitet er bereits heute die
Projektgruppe, „ich kann noch nicht viel sagen, aber
wir haben auf jeden Fall einiges vor“.
So freut sich Olaf Lewerenz auf alles, was er noch
kennenlernen wird im neuen Amt. „Für mich gehört
die Frankfurter Katharinenkirche den Frankfurtern
und ich wünsche mir, dass sie Lust haben, dorthin
zu gehen. Dafür werde ich alles tun, was in meiner
Macht steht und freue mich, in diesem Stück Herz
der Evangelischen Kirche aktiv zu sein.“
Alexandra Rohde
AUS DEN KIRCHENGEMEINDEN
Ein Blumengarten rund um die alte Dorfkirche
Ein Verein macht Kirchplätze in Frankfurt zu grünen Oasen
Unter dem Motto „Jeder Mensch ist ein Gärtner“
blüht es derzeit wieder in allen Farben auf dem
Kirchplatz an der Alten Bethlehemkirche im Frankfurter Stadtteil Ginnheim. Dass der Platz so bunt
und fröhlich erscheint, hat Ginnheim seinen Gärtnerinnen und Gärtnern des Vereins „Kirchplatzgärtchen e.V.“ und dem Projekt „Stadtlabor“ des
Historischen Museums Frankfurt zu verdanken. Vorher hatte der Verein bereits den Kirchplatz vor der
Bockenheimer Sankt Jakobskirche zu einer grünen
Oase gemacht.
Im Frühjahr 2013 wurden für den Ginnheimer Kirchplatz 32 große und kleine Gabionen - das sind mit
Steinen gefüllte quaderförmige Drahtkörbe - skizziert, gezeichnet und schlussendlich bestellt und
im Schneesturm Ende März 2013 aufgebaut. 32 Gabionen, in denen heute eine bunte Vielfalt unterschiedlicher Pflanzen und Kräuter wachsen,
darunter Schnittlauch, Narzissen, Erdbeeren oder
Kapuzinerkresse.
Das Stadtlabor mit dem Titel „Dorfgarten zum Mitmachen“ hatte sich vor zwei Jahren zum Ziel gesetzt, den Kirchplatz wieder grüner und lebendiger
werden zu lassen, und sehr schnell zeichnete sich
das Projekt als voller Erfolg ab. Viele begeisterte
Hobbygärtnerinnen und -gärtner machten mit und
bepflanzten die Gabionen. Dass dies nach Ablauf
von vier Monaten als abgeschlossen gelten sollte,
war für viele Ginnheimer undenkbar und so gründeten Sybille Fuchs und Jacob Hofmann den Verein
„Kirchplatzgärtchen e.V.“ Der Verein hat heute über
zwanzig Mitglieder, und in Absprache mit der Stadt
Frankfurt konnten die Gabionen auch über das Projekt hinaus auf dem Kirchplatz erhalten bleiben
und werden heute noch bepflanzt und versorgt.
Unter den Gärtnerinnen und Gärtnern ist auch Elke
Peters. Die pensionierte Berufsschullehrerin wohnt
seit 1998 in Ginnheim und pflegt von Beginn an
ihre Gabione, „das ist wie der eigene Garten“, sagt
sie und lacht, „im Sommer bin ich spätestens an
jedem zweiten Tag hier“. Für die zweifache Großmutter ist der Verein wunderbar, „es ist nicht nur
die Arbeit an der Gabione selbst, sondern vor allem
auch die Geselligkeit und die sozialen Kontakte, die
es so besonders machen. Viele Leute fragen uns
immer wieder, was wir da genau tun und nicht wenige schließen sich dem Verein an“. Dankbar sind
die Hobbygärtner über die Mithilfe des Ginnheimer
Restaurants „Zum Adler“. „Das Restaurant pflegt
nicht nur die eigenen Gabionen, sondern spendete
uns außerdem Regentonnen, und diese sind goldwert“, lobt Elke Peters.
Dankbar zeigt sich auch die Evangelische Bethlehemgemeinde über diese Aktion. Pfarrerin Elisabeth
Ickler begrüßt die Gartenarbeiten auf dem Kirchplatz, „es ist schön zu sehen, was hier geleistet
wird, und ich bin immer wieder erstaunt, wie viele
Ginnheimer sich für die Gärtchen engagieren. Die
Bauform der Gefäße sind zwar nicht ganz so mein
Gusto, aber an der Bepflanzung erfreue ich mich
häufig. Wo der Platz vorher doch recht nackig gewirkt hat, ist es jetzt ein richtig schönes und buntes Treiben.“
Mitmachen im Verein kann übrigens jeder, „wir
freuen uns über alle Ginnheimer, denn zu tun gibt
es immer etwas“, sagt Elke Peters.
Alexandra Rohde
Info
Informationen zum Verein Kirchplatzgärtchen e.V. gibt es auf Facebook unter www.facebook.com/
pages/Kirchplatzgärthen/34323348
2461779 oder per E-Mail unter
[email protected]
Die Gärtnerinnen und Gärtner des Kirchplatzgärtchen e.V. bei der Pflanzentauschbörse auf dem Kirchplatz
an der Alten Bethlehemkirche.
Foto: Rolf Oeser
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TIPPS UND TERMINE
Seniorentag in Frankfurt
SERVICE
Lust auf Sommer
Ferienangebote für Kinder und Jugendliche zum Wegreisen und Daheimbleiben
Unter dem Motto „Gemeinsam in die
Zukunft“ findet der 11. Deutsche Seniorentag vom 2. bis 4. Juli 2015 im
Congress Center Messe Frankfurt, Ludwig-Erhard-Anlage 1, in Frankfurt
statt. Dabei geht es um allgemeine
Fragen der Seniorenpolitik und -arbeit
wie auch um das Miteinander der Generationen. Zum Auftakt gibt es am
Donnerstag, 2. Juli, um 19 Uhr, einen
ökumenischen Gottesdienst im Dom
unter dem Motto „Wohin gehst du
Mensch?“, der unter anderem von
Pfarrerin Ulrike Scherf, der Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten, gestaltet
wird. Weitere Infos und das Programm
des Seniorentages sind zu finden
unter www.deutscher-seniorentag.de
Die evangelische Kirche als Einwanderungskirche
Pfarrer Dietmar Burkhardt berichtet
am Mittwoch, 17. Juni, um 19 Uhr, im
Ökumenischen Zentrum Christuskirche,
Beethovenplatz, Westend, über sein
Forschungsprojekt „Evangelische Kirche als Einwanderungskirche – Folgerungen für Gemeindeentwicklung und
Ekklesiologie“.
Mit Andacht die Arbeitswoche beginnen
Jeden Montag, um 8.30 Uhr, sind alle
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Evangelischen Kirche in Frankfurt eingeladen, die neue Arbeitswoche gemeinsam mit einer Andacht zu
beginnen in der Heiluggeistkirche im
Dominikanerkloster, Kurt-SchumacherStraße 23. Im Juni halten die Andachten: Montag, 1. Juni, Stadtdekan Dr.
Achim Knecht (mit Einführung neuer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Montag, 8. Juni, Conny von Schumann,
Fachbereich II, Projekt Kita 2013, Montag, 15. Juni, Pfarrerin Irene Derwein,
Notfallseelsorge, Montag, 22. Juni, Prodekan Holger Kamlah und am Montag,
29. Juni, Prodekanin Dr. Ursula Schoen.
4
Trommeln, ein Bienenhotel bauen oder nach Göteborg reisen - evangelische Träger haben für die Sommerferien viele attraktive Angebote zusammengestellt – zum Wegreisen und zum Hierbleiben. Gleich
in der ersten Ferienwoche startet „Global Kids aktiv“,
eine Ferienfreizeit von „hin und weg“ - Evangelische
Jugendreisen für acht- bis elfjährige in Bad Dürkheim. Unter dem Motto „Kinder dieser Welt“ können
sie vom 27. Juli bis zum 2. August trommeln, Kunstwerke basteln und grillen, Kosten: 295 Euro.
Jedes Jahr verreisen bis zu 500 Jugendliche im Alter
zwischen sieben und 20 Jahren mit „hin und weg“,
60 gut ausgebildete Freiwillige betreuen sie dabei.
„Im Zentrum steht das Gruppenerlebnis“, sagt die
Leiterin von „hin und weg“, Daniela Broda. Auch am
Öxabäcksvägen: Nach einer Woche Paddeln in Schweden können 14-bis 17-Jährige dort im Haus am See
ausspannen. Ein Ausflug nach Göteborg gehört ebenfalls zur Reise vom 27. Juli bis zum 12. August. Kosten: 585 Euro. Informationen zu den Freizeiten gibt
es unter http://hinundweg.ejuf.de oder telefonisch
unter 069 95914923.
Richtig was los ist in der ersten Ferienwoche vom 27.
bis zum 30. Juli beim n-joy culture & sports-Festival
rings um das Jugendhaus Am Bügel. „Wir erwarten
weit über 1.000 Besucher“, sagt Torsten Link vom
Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit, dem
Träger des Hauses. Gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern lädt das Jugendhaus sechs- bis 21-Jährige jeweils zwischen 11 und 18 Uhr ein. Sie können
ohne Anmeldung und ohne Kosten Bungee-Springen,
Graffiti sprayen, tanzen und vieles mehr. Eine alko-
holfreie Cocktailbar lädt zum Chillen ein.
Ebenfalls in der ersten Ferienwoche startet die Ferienzeit im Internationalen Kinderhaus im Bahnhofsviertel. Neben den Stammbesuchern ist das Haus
montags bis freitags zwischen 11 und 16 Uhr für alle
Mädchen und Jungen zwischen sechs und 13 Jahren
geöffnet. Sie frühstücken gemeinsam, bauen ein Bienenhotel, pflanzen Blumen, besuchen eine Gärtnerei
und einen Imker. Die Ausflüge kosten einen Euro, der
Rest des Angebots ist kostenfrei. Es dauert bis zum
14. August.
„Lernferien“ heißt das Programm im Jugendbüro
Sachsenhausen, das sich an zehn bis 13 Jahre alte
Kinder richtet. Kochen auf Englisch, Lateinquiz und
eine Hörspielproduktion stehen ebenso auf dem Programm wie Ausflüge und Sport. Das Angebot kostet
120 Euro pro Woche, wer von vorneherein alle beiden Wochen bucht, zahlt 200 Euro. Verpflegung, alle
Eintrittsgelder und Ausflüge sind darin enthalten.
Zeitraum: 24. bis 28. August und 31. August bis 4.
September, jeweils von 9.30 bis 17 Uhr. Wer sich für
das Angebot interessiert, sollte sich umgehend anmelden, rät Torsten Link.
Eine Übersicht über sämtliche Ferienangebote des
Evangelischen Stadtjugendpfarramtes, des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit und von „hin
und weg“ bietet ein Flyer des Stadtjugendpfarramtes.
Er soll ab Mitte Juni in Kirchengemeinden und Jugendhäusern ausliegen und kann unter www.ejuf.de
heruntergeladen, oder unter der Rufnummer 069
95914 90 angefordert werden.
Susanne Schmidt-Lüer
Vom 27. bis zum 30. Juli gibt es das n-joy culture & sports-Festival rings um das Jugendhaus Am Bügel. Foto: privat
AUS DEM FACHBEREICH I
Das Eltern-Kind-Café in Höchst bietet Kontakt und Austausch.
Foto: Rolf Oeser
Begleitung mit Erlebniswert
Die Familienbildung unterstützt Eltern und Kinder mit umfassendem Programm
Das Haus der Evangelischen Familienbildung in der
Darmstädter Landstraße in Frankfurt gibt es seit
nunmehr 66 Jahren und das Angebot wächst stetig,
denn immer neue Ideen kommen dazu und immer
unterschiedlicher werden die Projekte. Clemens
Niekrawitz leitet diese Einrichtung des Evangelischen Regionalverbandes im elften Jahr, und wichtig ist ihm, zu betonen, dass „unser Angebot zu
allererst einmal für jeden gemacht ist. Wir kennen
keine Abgrenzungen sondern bei uns sind jede Mutter, jeder Vater und alle Kinder herzlich willkommen. Weiterhin sind wir zum einen themenbezogen
und zum anderen lebensphasenbegleitend aufgestellt, das bedeutet, dass wir von der Geburtsvorbereitung über die Geburt bis zur Zeit danach den
Familien mit einer großen Bandbreite an Themen
zur Seite stehen“. Deshalb sei es schwer möglich,
das Programm in einem Satz zu beschreiben. „Denn
wir haben von Yoga bis zur Fußreflexzonenmassage
alles dabei und stellen uns in unseren Kursen natürlich auch Fragen wie: Kleine Kinder werden
große Geschwister, wie gehen sie damit um?“, erläutert er.
Die Referentenliste der Evangelischen Familienbildung ist lang, zeigt Clemens Niekrawitz. „Wir haben
Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen bei
uns, und wenn jemand fachlich interessant ist, sind
wir für alles offen. So können Sie anhand der Liste
erkennen, dass bei uns die Hebamme, die Patch-
worklehrerin, der Tagesvater oder auch die Bauchtanzlehrerin zu Gast sind und alle zusammen für
eine bunte Mischung sorgen.“
Die Arbeit in der Familienbildung beschreibt er als
„gruppenpädagogisch mit fachlicher Begleitung
und Erlebniswert, die auch Spaß machen soll. Wir
sind nicht die Schulbank für Eltern, sondern wir
möchten ihnen Hilfestellungen geben und sie miteinander vernetzen“.
Neben den Angeboten in der Darmstädter Landstraße ist die Evangelische Familienbildung noch
in den Familienzentren Höchst, im Regenbogen Am
Bügel sowie in Kinder- und Familienzentren in
Goldstein, Griesheim und im Riederwald aktiv. Großen Zuspruch erfahren auch die Eltern-Kind-Cafés.
„Im Gegensatz zu unseren klassischen Kursformaten können die Eltern zu diesen kostenfreien Cafés
ohne Anmeldung und großen bürokratischen Vorlauf einfach kommen. Dort treffen sie andere Eltern
und stellen schnell fest, dass sie mit ihren Sorgen
und Nöten keineswegs alleine sind.“ Nach Bedarf
werden in die Cafés auch punktuell Mitarbeitende
anderer sozialer Einrichtungen und Beratungsstellen eingeladen. So lernen die Eltern die vielfältigen Möglichkeiten kennen, sich bei Bedarf Unterstützung holen zu können. Auch wer selbst keine
Hilfe braucht, kann Freunde und Bekannte auf diese
Angebote aufmerksam machen.
Alexandra Rohde
Info
Informationen über die Angebote
und das Programm der Evangelischen Familienbildung gibt es unter
www.familienbildung-ffm.de. Dort
kann man sich auch gleich online
für ein gewähltes Angebot anmelden.
Kontakt:
Evangelische Familienbildung
Frankfurt am Main
Darmstädter Landstraße 81
60598 Frankfurt am Main
Telefon 069 605004-11
E-Mail [email protected]
5
Die Personalseite ist aus Gründen des Datenschutzes nur in der gedruckten Ausgabe enthalten.
6
AUS DEN KIRCHENGEMEINDEN
SERVICE
Pfarrerin Jutta Jekel und Pfarrer Lars Kessner (rechts) feierten mit Ökumenepfarrer Dietmar Will (3.v.l.) und zahlreichen
Gästen den Gottesdienst am Himmeflfahrtstag.
Foto: Rolf Oeser
Beginn einer neuen Tradition?
Erster ökumenischer Himmelfahrtsgottesdienst in der Matthäuskirche
Im Reich Gottes saß man am Himmelfahrtstag zwar
nicht zu Tisch, doch auch im Hof der Matthäuskirche fühlten sich Besucher, die aus allen Himmelsrichtungen gekommen waren, ziemlich wohl. Dort
hatten sie sich nach dem „rumänisch-eritreischphilippinisch-internatonal-hessisch-evangelisch-orthodoxen Gottesdienst“ zum gemeinsamen Sommerfest versammelt. Unter stattlichen Bäumen und
bei sommerlichen Temperaturen machte sich
schnell eine biergartenähnliche Atmosphäre breit.
Dafür sorgte nicht zuletzt der durch die Lüfte
schwebende Duft. Horst Denz hatte die Hoheit am
Grill übernommen, wo er sich im Umgang mit der
Zange als ebenso versiert entpuppte wie in der
Kunst der Animation. „Leute, kommt her, hier gibt
es prima Bratwurst und Steaks“, rief der 82-jährige
Kirchenvorsteher immer wieder mit lauter Stimme
in die Runde. Entsprechend lange Warteschlangen
bildeten sich vor dem Stand. Nicht minder begehrt
war das, mit Köstlichkeiten aus fast aller Herren
Länder, bestückte Buffet. Auch die Ökumene
scheint durch den Magen zu gehen. Bis in den
Nachmittag hinein saß die internationale Christengemeinschaft jedenfalls fröhlich plaudernd bei
Speis und Trank zusammen.
Zur Freude von Pfarrerin Jutta Jekel und Pfarrer Lars
Kessner wurde in diesem Jahr eine in der Hoffnungsgemeinde seit langem kursierende Idee realisiert. Nach dem Motto „Aus Hausgenossen werden
Freunde“ feierte der ökumenische Himmelfahrtsgottesdienst endlich seine Premiere. Dass unter
dem Matthäusdach vier christliche Denominationen
zu Hause sind, mündet nach Erfahrung der Theolo-
gin und des Theologen nicht automatisch in lebendige Beziehungen. In dieser Hinsicht dürfte Gemeindemitglied Irma Schneider eher die Ausnahme
sein. Sie trifft sich regelmäßig mit Frauen aus der
seit 35 Jahren hier beheimateten rumänisch-orthodoxen Gemeinde. Zudem findet sie es interessant, andere Gottesdiensttraditionen kennen zu
lernen. In Sachen rituelle Formenvielfalt sind nun
auch die rund 150 Besucherinnen und Besucher des
Himmelfahrtsgottesdienstes bewandert. Sie haben
dort eine Art Crashkurs absolviert. Die orthodoxe
Eingangsliturgie, die mehrsprachige Bibellesung,
die abwechslungsreiche Musik sowie das evangelische, katholische und orthodoxe Christen verbindende Nizänische Glaubensbekenntnis gewährte
schließlich Einblick in die Bandbreite christlicher
Gepflogenheiten.
Wie der Frankfurter Pfarrer für Ökumene, Dietmar
Will, in seiner Predigt unterstrich, ging mit Jesu
Himmelfahrt die Verantwortung für den Glauben an
die Menschen über. „Das Evangelium zu verkünden
ist jedem Christ aufgetragen, und es ist gut, dass
es jeder auf andere Weise tut.“ Will würde es daher
begrüßen, wenn sich der erste ökumenische Himmelfahrtsgottesdienst als Beginn einer neuen Tradition erweist. Ein Wunsch, mit dem er nicht
alleine steht. Wenngleich die Vorbereitung allen
Mitwirkenden viel Zeit und Energie abverlangte,
wären die beteiligten Gemeinden auch im nächsten
Jahr wieder dabei. Vielleicht wirkt dann auch die
russische Gemeinde mit, die zum allseitigen Bedauern kurz zuvor abgesagt hatte.
Doris Stickler
Älteste Lutherbibel gesucht
Für die Ausstellung „Luthers Meisterwerk“, die das Bibelhaus Erlebnis Museum vom 16. September bis 31.
Dezember in Frankfurt zeigt, gibt es
einen Gemeindewettbewerb unter dem
Motto „Wer hat die älteste Lutheribel?“. Kirchengemeinde, die mitmachen wollen, können sich mit einem
Foto der Bibel und bibliografischen
Angaben beim Bibelhaus, Metzlerstraße 19, 60594 Frankfurt, bis 23.
Juli bewerben. Die aus allen Einsendungen ausgewählte Bibel wird das
letzte offizielle Objekt der Ausstellung.
Mitmachen lohnt sich, denn unter
allen Einsendern wird eine Eventführung für 20 Personen durch „Luthers
Meisterwerk“ verlost. Weitere Infos gibt
es unter www.luthersmeisterwerk.de
Studie erschienen: „Wie geht’s der
Kirchengemeinde?“
Im Mai hat das Sozialwissenschaftliche Institut (SI) der EKD eine Studie
mit dem Titel „Wie geht's der Kirchengemeinde?“ vorgestellt. Demnach geht
es den Gemeinden in den Städten tendenziell besser als auf dem Land, und
viele Gemeinden sehen trotz Geldsorgen optimistisch in die Zukunft: Sie
vertrauen auf ihre gute Organisation
und Zusammenarbeit. Die Ergebnisse
des Projekts „Wie geht's der Kirchengemeinde?“ sind erschienen bei der
Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig
(EVA) und im Buchhandel erhältlich:
Hilke Rebenstorf/Petra-Angela Ahrens/Gerhard Wegner: Potenziale vor
Ort - Erstes Kirchengemeindebarometer, ISBN 978-3-374-04106-0. 176
Seiten, Paperback: 14,90 Euro.
IMPRESSUM
HERAUSGEBER:
Vorstand des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt am Main, Kurt-Schumacher-Straße 23, 60311 Frankfurt am Main,
Vorstandsvorsitzender: Dr. Achim Knecht
REDAKTION:
Evangelischer Regionalverband Frankfurt, Redaktion Evangelische Kirche Intern, KurtSchumacher-Straße 23, 60311 Frankfurt am
Main, Telefon 069 2165-1388, E-Mail [email protected]
Ralf Bräuer (verantwortlich), Alexandra Rohde
(Geschäftsführung), Brigitte Babbe, Martin
Vorländer, Wolf Gunter Brügmann-Friedeborn,
Helmut Völkel
ISSN 1437-4102
Nächster Redaktionsschluss: 15.6.2015
7
PREUßER LIEST
John Williams: Stoner
Stoner handelt weder von Heldentaten, noch von dramatischen Liebesgeschichten oder spektakulären Verbrechen. Dieses Buch handelt schlicht
von einem ganz gewöhnlichen Dasein,
schildert dieses aber in einer außergewöhnlich lebendigen, klaren und packenden Sprache. Williams erzählt das
unspektakuläre Leben des William Stoner. Dieser wächst um die vorletzte
Jahrhundertwende als Einzelkind auf
einer einsamen Farm auf. Früh ist sein
Alltag von harter Arbeit in einem
freudlosen Umfeld geprägt. So ist es
für Stoner eher überraschend, dass
seine Eltern für ihn ein Studium der
Agrarwissenschaften vorsehen. Nachdem er jedoch seine wahre Leidenschaft, die englische Sprache, entdeckt, wechselt er das Fach und studiert nun mit dem gleichen verbissenen Elan, mit dem er auf der heimischen Scholle die Felder bestellt
hatte, Sprachwissenschaften. Noch als
junger Dozent heiratet Stoner über
seinem gesellschaftlichen Stand. Allerdings avanciert die Ehe recht schnell
zum Rosenkrieg. Obwohl er es bis zur
Professur schafft und seine Leidenschaft für Sprache fortwährt, stagniert
seine wissenschaftliche Karriere. Da
zudem die Zukunft der einzigen Tochter zu missraten droht, seine Freundschaften an ihre Grenzen stoßen und
eine hingebungsvolle Affäre unglücklich endet, muss sich der Eindruck aufdrängen, dass Stoners Existenz
gescheitert ist. Aber obwohl er sich
der Tiefpunkte seines Lebens bewusst
ist, betrachtet Stoner trotz aller
Schwierigkeiten und Rückschläge sein
Leben nicht als missglückt. In allen
Phasen seines Lebens bleibt er sich
selbst treu. Und dadurch scheitert die
Titelfigur nicht als Mensch. Und eben
dadurch, dass es nicht um einen Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten geht, stehen die Normalität des
Daseins und damit der Wert des Lebens an sich im Mittelpunkt.
Ihr Michael Preußer
John Williams, Stoner, dtv 9,90 Euro
8
AUS DEN KIRCHENGEMEINDEN
Pfarrerin Sabine Fröhlich (Mitte) mit einer Gruppe in der Kirchengemeinde Cantate Domino.
Foto: Rolf Oeser
Spielerisch biblische Geschichten erfahren
Pfarrerin Sabine Fröhlich bietet Bibliodrama und Bibliolog für Gemeinden an
Sabine Fröhlich ist die Gemeindepfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Cantate Domino. Seit 2012
war sie in der Nordweststadt mit einer vollen Stelle
tätig. Das änderte sich jetzt allerdings mit Beginn dieses Jahres, „es ist die Zahl unserer Gemeindemitglieder, die aktuell nicht ausreicht, um mich als Pfarrerin
in Vollzeit zu beschäftigen. Wir haben viele ausländische und junge Nachbarn bei uns, die wir bisher nicht
als Mitglieder gewinnen konnten“, berichtet die 53Jährige. „Für viele Mitglieder in der Gemeinde Cantate
Domino, darunter eine Vielzahl Ehrenamtlicher, aber
auch für mich war das die letzten Monate keine leichte
Situation“, erklärt sie weiter. Und dennoch: Sabine
Fröhlich machte aus der Not eine Tugend und ist
fortan nur noch halbtags die Gemeindepfarrerin und
mit einem halben Zusatzdienstauftrag nun für das Angebot von Bibliodrama und Bibliolog in den Kirchengemeinden des Stadtdekanats Frankfurt zuständig. Die
Ausbildung zur Bibliodramaleiterin absolvierte sie in
Köln und ist seither fasziniert davon, „für mich ist es
eine Herzensangelegenheit und ich freue mich über
die Chance, in Frankfurt einen aktiven Kreis für Bibliolog und Bibliodrama aufzubauen. In keiner anderen Form kann man die eigene Lebenserfahrung derart
mit Bibelgeschichten vermischen und dabei sich
selbst neu sehen. Bibliodrama ist für mich eine Theologie der Begegnung mit mir selbst.“ Wie kam Sabine
Fröhlich dazu, sich intensiver mit Bibliolog und Bibliodrama auseinanderzusetzen? „Ich liebe es, mich
zu bewegen und zu tanzen. Es ist eine tolle Möglichkeit, beides miteinander zu verbinden und dabei alte
Bibelgeschichten wieder neu aufleben zu lassen.“ Den
Bibliolog lässt sie häufig schon in ihren Gottesdiensten einfließen, „es ist eine schöne Alternative zur
Predigt. Beim Bibliolog frage ich die Gemeindemitglieder, was die Figuren in Bibelgeschichten empfinden und bitte um ihre Anteilnahme und
Rückmeldung. Wir predigen quasi zusammen“. Auch
beim Bibliodrama steht die Spielfreude im Vordergrund, „der Unterschied hierbei ist die Bewegung und
Körperlichkeit. Während man beim Bibliolog sitzen
bleibt, spielen wir beim Bibliodrama die Geschichte in
Rollen auf der Bühne. Dabei ist es allen freigestellt,
wie die eigene Rolle denkt und fühlt, was es sehr
emotional macht und die eigenen Verhaltensmuster
neu in Frage stellt.“ Dadurch schwingen auch Ängste
mit, „es ist natürlich eine gewisse Überwindung, mich
als Teilnehmer auf solch eine Ebene einzulassen, gerade wenn mir die anderen in der Gruppe noch fremd
sind.“ Genau das möchte Sabine Fröhlich ändern, „ich
möchte eine Gruppe gründen, die regelmäßig Bibliodrama spielt und ich möchte sie ganz nah begleiten.“
Die nächsten Termine für Bibliolog-Veranstaltungen
im Rahmen der Gottesdienste sind am 14. Juni in der
Auferstehungskirche, am 28. Juni in der Dornbuschkirche sowie am 12. Juli in der Sankt Jakobskirche.
Nächste Bibliodrama-Veranstaltungen stehen in Kürze
fest.
Alexandra Rohde
Pfarrerin Sabine Fröhlich ist zu erreichen per E-Mail an
[email protected] und unter Telefon 069 582830.