Zykluszähler CVe

FACHBEITRÄGE
Klaus Bittern, WEMA GmbH, Lüdenscheid
Überwachungsmonitor
für die Prozessdaten
von Spritzgießwerkzeugen
Speziell für den Einsatz in Spritzgießwerkzeuge wurde dieser völlig neue elektronische Überwachungs­
monitor entwickelt. Dieser CVe Monitor kann weit mehr als die bisher bekannten Zykluszähler (Bild 1).
Bild 1: CVe-Monitor
Bezogen auf die Gesamtlaufzeit
eines Formwerkzeugs werden
alle Prozessdaten auf einem
integrierten 2 GB Speicher abgelegt.
Mit Hilfe eines lieferbaren Mini
USB-Kabels können dann alle
aktuellen Fertigungsdaten auf
einem PC übernommen und damit detaillierte Überwachungsprotokolle der Produktionsabläufe erstellt werden. Die hierfür
notwendige Software wird, nach
einer erforderlichen Registrierung des Werkzeugherstellers
oder Verarbeiters, durch Zuordnung der Monitor-Seriennummer
zum Produktionsmittel, kostenlos von WEMA zur Verfügung
gestellt.
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DER STAHLFORMENBAUER 3/2012
Jedes vorhandene Spritzgieß­
werkzeug, welches bereits mit
einem Zykluszähler S 7110/…
ausgerüstet ist, kann mit dem
neuen Monitor nachgerüstet
werden, da alle Einbaumaße
identisch sind.
Neben der nicht Reset fähigen
Zyklusregistrierung ist im 2 GB
Speicher ein zurücksetzbares
Zykluszählwerk Teil des Lieferumfangs, welches z.B. für die
Festlegung von Werkzeug Wartungsintervallen sinnvoll genutzt
werden kann.
Die oben erwähnte Software
„OnDemand“ ermöglicht dem
Anwender lokal oder in einem
Netzwerk Protokolle zu erstellen, diese als Excel- oder
PDF-Dateien abzu­speichern
und dann gegebenenfalls an
Auftraggeber weiterzuleiten.
Die vom CVe Monitor aufgezeichneten Daten geben als
Wochenübersicht Aufschluss
über die Performance des
Spritzgießwerkzeugs. Dabei
werden die aktuellen Zyklus-,
Betriebs- und Stillstandszeiten
mit denen vorauf gegangener
Jahre verglichen. Letztendlich
erhält man eine Übersicht über
die gesamte Nutzungsdauer
des CVe Monitors. Das erleichtert die Beurteilung über die
Leistungsfähigkeit von Werkzeug und Maschine, um dann
entsprechende Optimierungs­
maßnahmen durchzuführen.
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FACHBEITRÄGE
Übersichtsprotokoll, erstellt
mit Software „OnDemand“
(Bild 2)
1.Zykluszeit-Kon­trollen
lenken schnell die Aufmerksamkeit auf Zunahmen
bzw. Abnahmen hinsichtlich
Zykluszeiten und Aktivität im
Vergleich zu den definierten
Zielen, die während der Initialisierung dem CVe-Monitor
eingegeben wurden.
2.Werkzeugdaten-Dialog
erlaubt allen Interessenträgern das aktuelle Werkzeug
schnell zu identifizieren.
3.Betriebschronik zeigt die
Betriebsstunden des Werkzeugs und die Anzahl der
Zyklen über dessen Lebensdauer.
4.Werkzeugaktivitäts-Dialog
zeigt die Anzahl der Zyklen
der letzten vorbeugenden
Wartung (PM), Reparatur,
Teilerevision und generelle
Abfragen.
5.Produktivitätsgrafik zeigt die
Leerlaufzeiten des Werkzeugs
6.Zykluszeit-Grafik weist auf
Änderungen in der Zykluszeit
hin, indem wöchentliche und
historische Daten miteinander
verglichen werden. Durchschnittliche wöchentliche
Zykluszeiten, die mehr als
25 % von historischen Werten
ab­weichen, werden als graue
Balken dargestellt (Aktivität
außerhalb des Sollbereiches).
7.Aktivitätsgrafik präsentiert
his­torische wöchentliche
Zykluszahlen, um genaue
Zykluszeit­analysen zu ermöglichen.
8.Wartungsalarm zeigt, wann
die erste vorbeugende Wartung (PM) durchgeführt wurde,
und wie viele Zyklen bis zur
nächs­ten PM erforderlich sind.
9.Aktivitätsüberwachung zeigt
in einer Grafik, wann das
Werkzeug eine PM bekommen hat und Reparaturen,
Teilerevisionen und Abfragen
erfolgt sind. Zeiten, in denen
ein Werkzeug über sein festgelegtes Wartungsintervall in
Betrieb geblieben ist, werden
durch eine Veränderung in
der Farbe des Balkens kenntlich gemacht. Zum Beispiel
weist ein roter Balken auf eine
Über­schreitung des Wartungs­
intervalls hin.
Bild 2: Übersichtsprotokoll (Werkbilder: WEMA GmbH, Lüdenscheid)
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