Produktinformationen

Pyrinex®
Insektizid für Raps, Obst, Reben, Beeren, Gemüse und forstliche Pflanzgärten.
Bewilligte Anwendungen
Bekämpfung gegen diverse Schädlinge gemäss Gebrauchsanweisung.
Produktinformationen
Zulassung: W 5192
Wirkstoff: 23 % (250 g/l) Chlorpyrifos-Ethyl
IRAC-Resistenzgruppe: 1B
Formulierung: CS, Kapselsuspension
Anwenderschutz: Schutzhandschuhe, Schutzanzug
Wirkungsweise
Pyrinex, aus der Gruppe der Phophorsäure-Ester, wirkt als Frass- und Kontaktgift gegen verschiedene Insekten. Die Mikrokapsel-Formulierung
(CS) sichert eine verstärkte und verlängerte Wirkung. Pyrinex ist besonders geeignet für kurative Anwendungen. Pyrinex gilt als schwach bis
mitteltoxisch gegenüber Raubmilben, ist jedoch toxisch für Bienen.
Anwendung im Feldbau
Raps
- 1,0 l/ha gegen Rapsglanzkäfer.
Anwendung vor der Blüte, im Knospenstadium bis spätestens Stadium BBCH 59.
Max. 1 Behandlung pro Kultur.
Anwendung im Obstbau
Kernobst
- 0,15 % (2,4 l/ha) gegen Apfelblütenstecher.
Anwendung im Stadium BBCH 51-53.
- 0,15 % (2,4 l/ha) gegen Apfelwickler, Austernschildläuse, Kleine Fruchtwickler und Schalenwickler.
Anwendung im Sommer.
Wartefrist: 3 Wochen.
- 0,15 % (2,4 l/ha) gegen Frostspanner und Schalenwickler.
Anwendung im Stadium BBCH 57-72.
- 0,15 % (2,4 l/ha) gegen Sägewespen.
Anwendung beim Abblühen im Stadium BBCH 69-71.
Steinobst
- 0,15 % (2,4 l/ha) gegen Apfelwickler, Kleine Fruchtwickler und Schalenwickler.
Anwendung im Sommer.
Wartefrist: 3 Wochen.
- 0,15 % (2,4 l/ha) gegen Frostspanner und Schalenwickler.
Anwendung im Stadium BBCH 57-72.
- 0,15 % (2,4 l/ha) gegen Sägewespen.
Anwendung beim Abblühen im Stadium BBCH 69-71.
Allgemeine Bemerkungen
Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf ein Baumvolumen von 10'000 m3 pro ha.
ÖLN-Vorschriften beachten.
Anwendung im Weinbau
Kelter- und Tafeltrauben
- 0,15 % (2,4 l/ha) gegen Thripse
Für kurative Anwendungen im Stadium D-E (BBCH 10-13).
Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf Stadium BBCH 71-81 (J-M, Nachblüte) und eine Referenzbrühmenge von 1'600 l/ha
(Berechnungsgrundlage) oder auf ein Laubwandvolumen von 4'500 m3 pro ha.
- 0,15 % (1,8 l/ha) gegen Traubenwickler (Larven der 2. Generation).
Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf eine Behandlung der Traubenzone sowie eine Referenzbrühmenge von 1'200 l/ha
(Berechnungsgrundlage).
Wartefrist: 6 Wochen.
- 0,15 % (2,4 l/ha) gegen Grüne Rebzikaden und Traubenwickler (Larven der 1. Generation).
Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf Stadium BBCH 71-81 (J-M, Nachblüte) und eine Referenzbrühmenge von 1'600 l/ha
(Berechnungsgrundlage) oder auf ein Laubwandvolumen von 4'500 m3 pro ha.
Wartefrist: 6 Wochen.
- 0,15 % (2,4 l/ha) gegen Grüne Rebwanzen und Springwürmer.
Anwendung im Stadium BBCH 12-55 (E-H).
Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf Stadium BBCH 71-81 (J-M, Nachblüte) und eine Referenzbrühmenge von 1'600 l/ha
(Berechnungsgrundlage) oder auf ein Laubwandvolumen von 4'500 m3 pro ha.
- 0,15 % (2,4 l/ha) gegen Virus übertragende Rebzikaden (Scaphoideus titanus).
Anwendung nur auf Anweisung der Kantonalen Pflanzenschutzdienste (bei Bedarf, Behandlung nach 15-20 Tagen wiederholen).
Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf Stadium BBCH 71-81 (J-M, Nachblüte) und eine Referenzbrühmenge von 1'600 l/ha
(Berechnungsgrundlage) oder auf ein Laubwandvolumen von 4'500 m3 pro ha.
Anwendung im Beerenbau
Erdbeeren
- 0,3 % (3,0 l/ha) gegen Erdbeer- oder Himbeerblütenstecher und Thripse.
Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf Stadium Vollblüte bis Beginn Rotfärbung der Früchte, 4 Pflanzen pro m2 sowie eine
Referenzbrühmenge von 1'000 l/ha.
Wartefrist: 3 Wochen.
Himbeeren
- 0,3 % (3,0 l/ha) gegen Erdbeer- und Himbeerblütenstecher und Himbeerekäfer.
Für Sommerhimbeeren bezieht sich die angegebene Aufwandmenge auf Stadium Erste Blüten bis etwa 50 % der Blüten offen sowie eine
Referenzbrühmenge von 1'000 l/ha. Für Herbsthimbeeren bezieht sich die Aufwandmenge auf eine Heckenhöhe von 150-170 cm sowie eine
Referenzbrühmenge von 1'000 l/ha.
Wartefrist: letzte Behandlung bis Beginn Blüte.
Anwendung im Gemüsebau
Andenbeeren, Auberginen, Tomaten
- 0,2 % (2,0 l/ha) gegen Eulenraupen (blattfressend).
Max. 1 Behandlung pro Kultur.
Wartefrist: 2 Wochen.
Artischoken
- 3,0 l/ha gegen Eulenraupen (blattfressend).
Anwendung vor dem Erscheinen der Blütenanlagen/Blütenknospen.
Max. 2 Behandlungen pro Kultur.
Chicorée, Karotten, Knollensellerie, Meerrettiche, Ölkürbisse, Pastinake, Radies, Randen, Rettiche, Schwarzwurzeln, Speisekohlrüben,
Stachys, Toipnambur, Wurzelpetersilie, Zuckermais
- 3,0 l/ha gegen Eulenraupen (blattfressend).
Max. 2 Behandlungen pro Kultur.
Wartefrist: 2 Wochen.
Kopfkohle, Rosenkohl
- 3,0 l/ha gegen Eulenraupen (blattfressend), Erdflöhe und Kohlrübenblattwespen.
Max. 2 Behandlungen pro Kultur.
Wartefrist: 3 Wochen.
Lauch, Schalotten, Zwiebeln
- 3,0 l/ha gegen Thripse.
Max. 2 Behandlungen pro Kultur.
Wartefrist: 2 Wochen.
Rhabarber, Spargeln
- 3,0 l/ha gegen Eulenraupen (blattfressend).
Anwendung nur nach der Ernte.
Max. 2 Behandlungen pro Kultur und Jahr.
Allgemeine Bemerkung
Bei Kulturen mit ausgeprägter Wachsschicht ist die Zugabe von Mero (Netzmittel) empfehlenswert.
Anwendung in Forstwirtschaft
Forstliche Pflanzgärten
- 0,15 % gegen Eulenraupen (blattfressend).
Verträglichkeit
Pyrinex, angewendet gemäss Gebrauchsanweisung, ist in allen bewilligten Kulturen verträglich.
Mischbarkeit
Pyrinex ist mit unseren Fungiziden (ausser im Raps) und Insektiziden grundsätzlich mischbar. Für weitere Mischungen (Drittprodukte,
Blattdünger, usw.) oder Mehrfachmischungen ist unser Beratungsdienst zu konsultieren. Bei Mischungen sind die Vorschriften der anderen
Produkte ebenfalls zu berücksichtigen.
Vorbereitung der Spritzbrühe
Vor Gebrauch gut schütteln.
Das Produkt bei laufendem Rührwerk direkt in den halb mit Wasser gefüllten Tank einfüllen. Bei Mischungen zuerst feste Formulierungen
dazugeben und flüssige Produkte erst nach deren Auflösung einfüllen (Achtung: bei Mischungen mit Cyrano, Mikal ou Profiler, zuerst
Pyrinex einfüllen). Die Spritzbrühe sofort nach der Vorbereitung ausbringen.
Vorschriften
SPe3 Raps: Zum Schutz von Gewässerorganismen vor den Folgen von Drift eine unbehandelte Pufferzone von 20 m zu Oberflächengewässern
einhalten. Zum Schutz vor den Folgen einer Abschwemmung eine mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsene Pufferzone von
mindestens 6 m einhalten. Reduktion der Distanz aufgrund von Drift und Ausnahmen gemäss den Weisungen des BLW.
SPe3 andere Kulturen: Zum Schutz von Gewässerorganismen vor den Folgen von Drift eine unbehandelte Pufferzone von 50 m zu
Oberflächengewässern einhalten. Zum Schutz vor den Folgen einer Abschwemmung eine mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsene
Pufferzone von mindestens 6 m einhalten. Reduktion der Distanz aufgrund von Drift und Ausnahmen gemäss den Weisungen des BLW.
SPe8 Raps, Erdbeeren, Gemüse: Gefährlich für Bienen: Darf nicht mit blühenden oder Honigtau aufweisenden Pflanzen (z.B. Kulturen,
Einsaaten, Unkräutern, Nachbarkulturen, Hecken) in Kontakt kommen.
SPe8 Obst, Reben, Himbeeren: Gefährlich für Bienen: Darf nicht mit blühenden oder Honigtau aufweisenden Pflanzen (z.B. Kulturen,
Einsaaten, Unkräutern, Nachbarkulturen, Hecken) in Kontakt kommen. Blühende Einsaaten oder Unkräuter sind vor der Behandlung zu entfernen
(am Vortag mähen/mulchen).
Gewässerschutz: Jede Verunreinigung von Gewässern mit Produkt, Brüheresten, Spülwasser und Abdrift vermeiden.
Entsorgung des Produktes: Leere Gebinde gründlich reinigen und der Gemeindesammelstelle übergeben. Mittelreste zur Entsorgung der
Verkaufsstelle oder einer Sammelstelle für Sonderabfälle übergeben.
Anwenderschutz
Ansetzen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe tragen.
Nachfolgearbeiten Reben: Bis 48 Stunden nach Ausbringung des Mittels Schutzhandschuhe + Schutzanzug tragen.
Jugendarbeitsschutz: Die berufliche Verwendung dieses Produkts durch Jugendliche ist eingeschränkt oder ganz verboten. Die dazugehörigen
Rechtsgrundlagen und genauen Bestimmungen sind in Abschnitt 15 des Sicherheitsdatenblatts (Pyrinex; W 5192) aufgeführt.
Gefahrensymbole und -bezeichnungen
GHS07
GHS09
Vorsicht gefährlich
Gewässergefährdend
Signalwort
Achtung
Gefahrenkennzeichnungen
EUH401: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
H410: Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
P102: Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
P281: Vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung verwenden.
P302+P352: Bei Berührung mit der Haut: Mit viel Wasser und Seife waschen.
P501: Inhalt/Behälter in Übereinstimmung mit örtlichen Vorschriften entsorgen.
Wiederverwendung der Verpackung verboten.
SP1: Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.
Notfalltelefon: 145 oder 044 251 51 51, Toxikologisches Informationszentrum Zürich.
Vertrieb
Bayer (Schweiz) AG
Crop Science
Postfach
3052 Zollikofen
Telefon: 031 869 16 66
www.agrar.bayer.ch
Registrierte Marke
® ADAMA Agricultural Solutions Ltd.
Bewilligungsinhaber
Cemag Handels AG.
Haftungsbeschränkung
Die Qualität dieses Präparates sowie die Gebrauchsanweisung und Vorsichtsmassnahmen entsprechen den Anforderungen der offiziellen
Stellen. Faktoren wie z.B. nicht empfohlene Anwendungen, von uns nicht empfohlene Tankmischungen, Bodenbeschaffenheit, Behandlung der
Vor- und Nachkultur, Pflanzensorten, Witterungsverhältnisse, Resistenzbildung, usw. können in ihrer Auswirkung nicht immer zum Voraus erfasst
werden. Das damit verbundene Risiko geht zu Lasten des Anwenders.
Allgemeine Hinweise zur Nutzung der Daten
1.
Unbedingt die auf der Packung aufgedruckte bzw. beigegebene Gebrauchsanleitung lesen und beachten. Die Angaben entsprechen dem
heutigen Stand unserer Kenntnisse und sollen über die Präparate und deren Anwendungsmöglichkeiten informieren.
Bei Einhaltung der Gebrauchsanleitung sind die Präparate für die empfohlenen Zwecke geeignet. Wir gewährleisten, dass die
Zusammensetzung der Produkte in den verschlossenen Originalpackungen den auf den Etiketten gemachten Angaben entspricht. Da
Lagerhaltung und Anwendung eines Pflanzenschutzmittels jedoch ausserhalb unseres Einflusses liegen, haften wir nicht für direkte oder
indirekte Folgen aus unsachgemässer oder vorschriftswidriger Lagerung oder unsachgemässer oder vorschriftswidriger Anwendung der
Produkte.
Eine Vielzahl von Faktoren sowohl örtlicher wie auch regionaler Natur, wie z.B. Witterungs- und Bodenverhältnisse, Pflanzensorten,
Anwendungstermin, Applikationstechnik, Resistenzen, Mischungen mit anderen Produkten etc., können Einfluss auf die Wirkung des
Produktes nehmen. Dies kann unter ungünstigen Bedingungen zur Folge haben, dass eine Veränderung in der Wirksamkeit des Produktes
oder eine Schädigung an Kulturpflanzen nicht ausgeschlossen werden kann. Für derartige Folgen können der Vertreiber oder Hersteller nicht
haften.
2.
Die Daten dürfen nicht verändert und an Dritte nur dann vollständig oder auszugsweise weitergegeben werden, wenn sie folgende Hinweise
enthalten:
• Bayer CropScience ist Eigentümerin der Daten
• Stand der Daten
• Vorbehalt gemäss Bedingung 1
3.
Bei einer auszugsweisen Weitergabe übernimmt der Weitergebende die Verantwortung für die sachliche Richtigkeit des Auszugs.
Stand: 21.03.2016