Infobroschüre 950 Jahre Steinfeld

Postkarte um 1915
Postkarte um 1915
Steinfelder Heimatlied
Abbildung aus dem Domnekrolog
Melodie: Oberfranken, du mein schönes Heimatland
Text: Marga Bauer
Auf der Jurahöh im schönen Frankenland,
wo man noch gesunde, frische Landluft tankt,
wo der Zwirnstein ragt weit übers Tal hinaus,
|: da liegt unser Steinfeld, da sind wir zu Haus. :|
Wo die Wiesentquelle aus der Erde sprießt,
und als Bächlein durch die grünen Täler fließt.
Wo das Paradiestal lädt zum Wandern ein,
|: da ist uns´re Heimat, da sind wir daheim. :|
Auf den Berg ist uns´re Martinskirch gebaut,
wo vom hohen Turm der Gockel runterschaut.
Vöglein in den Lüften singen überall
|: und zur Mittagsstunde tönt der Glocke Schall. :|
Stolz die Kreuzkapelle auf der Anhöh steht,
grüßt den Bauersmann, der seine Felder sät.
Wo die Rehlein springen über Stock und Stein,
|: da liegt unser Steinfeld, da sind wir daheim. :|
Das Dorf Steinfeld wird im Zusammenhang mit dem
Todestag des Domkanonikers Mazelin am 5. September 1065 in den Totenlisten des Bamberger Domes zum
ersten Mal bezeugt. Diese Listen wurden geführt, um
den Wohltätern ein Andenken zu bewahren und an deren
Sterbetagen für sie zu beten. Der in lateinischer Sprache
abgefasste Eintrag lautet übersetzt: „Am Tag des Märtyrers Herculianus stirbt der Priester Mazelin, der Steinvelt
gab, wovon 7 Unzen gereicht werden, und einen Weingarten in der Stadt, wovon 5 Schillinge als Servitium gereicht
werden“. Das heißt, dass Mazelin seinen Besitz in Steinfeld dem
Domstift überließ, als er dort aufgenommen wurde.
(Abb.: Staatsarchiv Bamberg, B 86 Nr. 241, Domnekrolog 6, um 1285/87)
02. Mai 2015
04. Juli 2015
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05. September 20
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06. September 20
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Grußworte
Es gibt kein schöneres Ereignis für einen Landtagsabgeordneten, als Schirmherr bei
der Feier des 950-jährigen Geburtstags seines Heimatdorfes zu sein.
Von Geburt an Steinfelder, ist es für mich etwas ganz Besonderes, auch wenn ich in
der Bamberger Frauenklinik das Licht der Welt erblickte. Auf dem Jura aufzuwachsen, hat
schon vor und nach mir viele Frauen und Männer fit für ein erfolgreiches Leben gemacht,
und so wird es auch in Zukunft sein.
01. Januar Eröffnung des Jubiläumsjahres bei Musik und Glühwein
4. Juli Fränkischer Theatersommer: Der eingebildete Kranke
16. März
„Glaube und Kirche in Steinfeld - Erinnerung und Ausblick“ Referent: Pfarrer Hans Hübner, 19.30 Uhr
Gastwirtschaft Hübner
Komödie von Molière, 20.00 Uhr im Pfarrhof in
Steinfeld (bei schlechtem Wetter im Saal der
Gastwirtschaft Schrauder)
21.+22. März 28.+29. März „Der Club der Emanzen“ Schwank von Josef Rauch,
Theatergruppe Steinfeld,
Beginn: Sa. 19:30 Uhr, So. 18:30 Uhr;
Einlass eine Stunde vorher
18. Juli 30 Jahre KTZV Steinfeld und Umgebung:
ab 14:00 Uhr Kreisjugendjungtierschau
19. Juli Geräteschau und Streichelzoo
6. April Osterbrunnenfest des SC Jura Steinfeld an
der Wiesentquelle mit Kaffee, Kuchen,
Steaks und Bratwürsten ab 13:00 Uhr
05. September Jubiläumsabend mit Festvortrag
Referent: Prof. Dr. Günter Dippold, Bezirksheimatpfleger, 20.00 Uhr Saal der Gastwirtschaft Schrauder
30. April „Aus der Geschichte von Steinfeld“
Referentin: Maria Kunzelmann, 19:30 Uhr
im Saal der Gastwirtschaft Lindner
06. September 10:00 Uhr Festgottesdienst,
anschließend Dorffest für Jung und Alt
6. bis 9. Nov. Patronatsfest (Kirchweih)
2. Mai Aufstellen des Maibaums mit Jubiläums-Bieranstich
und Live-Musik
Beginn: 18:00 Uhr
28. November Bilder aus der Geschichte von Steinfeld
Referentin Maria Kunzelmann, 19.30 Uhr
Saal der Gastwirtschaft Schrauder
12. bis 15. Juni Kirchweih in allen Gastwirtschaften
31. Dezember Abschlussfeier mit Musik und Glühwein
Wir danken dem Domkanoniker Mazelin, dass er bei seinem Eintritt ins Stift seine Besitzungen dem noch jungen Dom zu Bamberg geschenkt hat. Denn in dessen Totenliste ist 1065
zum ersten Mal der Name unseres Heimatortes Steinfeld aufgeschrieben. Zu einer Zeit, als
in seiner Umgebung bis ins 13. Jahrhundert Eisenerz abgebaut wurde.
Nach allem, was wir wissen, gehen allerdings die frühesten Spuren einer Siedlung im
Quellbereich der Wiesent und in ihrem Flussbereich bis weit in die vorchristliche Zeit zurück.
Unsere Heimatgemeinde, so sagen Historiker, entstand als Siedlung wahrscheinlich bereits
um das Jahr 700, also in der Zeit vor Karl dem Großen, als sich die Franken, die neben den
slawischen Völkern wohnten, die aus dem Osten in dieses Gebiet eingewandert waren, von
Westen her auf der Jurahochfläche niederließen.
Wir wissen auch, dass mit dem Bau einer Feldkapelle an der Straße nach Königsfeld 1650
die Wallfahrt zum wundertätigen Kreuz begann, die sich bald durch wunderbare Gebetserhörungen auszeichnete von Menschen, die „krumm und lahm“ oder „stockblind“ waren
und hier Heilung fanden, nachdem ihre Angehörigen sie bereits aufgegeben hatten.
Steinfeld, seine Bürgerinnen und Bürger und seine Kirchengemeinde haben also in den
vielen Jahrhunderten ihres Bestehens sowohl Zeichen unbändigen Lebens- und Gestaltungswillens bei der Urbarmachung des Juras gesetzt, gleichzeitig damit aber auch Zeichen ihres
starken Glaubens, der ihnen half, viele große Gefahren für Leib und Leben zu überstehen.
So berichten es uns die Geschichtsbücher.
Liebe Gäste, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
unser Ort Steinfeld kann in diesem Jahr sein historisches Wiegenfest feiern.
Im Jahr 1065 wurde Steinfeld in der Totenliste des Bamberger Domstifts zum ersten Mal
urkundlich genannt. Die Familie des Adeligen Mazelin hatte ihren Sitz in Steinfeld. Der
Priester und Domkanoniker hatte sich mit seinem Besitz im Domstift eingekauft.
Der Ort Steinfeld kann somit auf sein 950 jähriges Bestehen zurückblicken.
Ein Ortsjubiläum ist ein hervorragender Anlass für den Brückenschlag von Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft. Solch ein Jubiläum soll Erinnerungen wach rufen und deutlich
machen, dass wir aus der Auseinandersetzung mit der Heimatgeschichte für unser heutiges
Zusammenleben lernen können.
Bei der Vorbereitung der Jubiläumsfeier zeigen sich der Zusammenhalt und das Leistungsvermögen der Dorfgemeinschaft. Und ich bin sicher, dass die Veranstaltungen als unver-
Die Geschichtsschreiber kommender Generationen, dessen bin ich mir sicher, werden
festhalten, dass sich alle Steinfelder bei ihrem Fortkommen stets ihres Herkommens
besonnen haben. Auch heute, im 21. Jahrhundert, setzen sie wieder vielfältige neue
Zeichen ihres Bürgersinns und ihrer Treue zur ihrem Heimatort, der sich in seinem
Jubiläumsjahr als Schmuckstück auf dem Jura präsentiert.
Vor 2500 Jahren schrieb der große Konfuzius: „Das Leben an einem Ort ist dann schön,
wenn die Menschen ein gutes Verhältnis haben. Wie kann man einen Menschen weise
nennen, der es sich aussuchen kann und sich doch dort nicht niederlässt, wo die
Menschen gut miteinander sind.“
Ich weiß, dass mein Heimatort Steinfeld ein solcher Ort ist und ein solcher Ort bleiben
wird. Deshalb wünsche ich allen Feiernden und allen, die die Feiern gestalten, zum
großen Geburtstag von Herzen viel Freude.
Sie können dabei stolz darauf sein, durch die Jahrhunderte das große Erbe der
Vorfahren nicht nur bewahrt zu haben, sondern es auch in Zukunft weiterzugeben.
In diesem Sinn wünsche ich als Schirmherr der 950-Jahrfeier unserem Steinfeld und
seinen Bürgerinnen und Bürgern beim weiteren Gang durch die Geschichte viel
gemeinschaftlichen Erfolg, alles Gute und Gottes Segen.
Ihr
Heinrich Rudrof, MdL
Schirmherr
gessliche Festtage in die Geschichte des Dorfes eingehen werden.
Mögen die Jubiläumsfeiern die Verbundenheit der Einwohner festigen und die Verantwortlichen ermutigen, auch die zukünftigen Aufgaben zum Wohl der Bevölkerung zu bewältigen.
Ich spreche meinen allerherzlichsten Dank aus an diejenigen, die dieses Fest vorbereitet und organisiert haben und die auch während der Festtage aktiv mitwirken werden.
Es ist mir eine große Freude, dass viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, Vereine und
Institutionen mitmachen und ein attraktives Programm für alle anbieten.
In diesem Sinne gratuliere ich herzlich zu diesem bedeutenden Jubiläum.
Ich wünsche den Festveranstaltungen einen guten Besuch und einen harmonischen
Verlauf.
Ludwig Göhl
Bürgermeister