DIE TOUR DE SKI IM LENZERHEIDE

DA S SCHWEIZER SCHNEESPORTMAGA ZIN
Dezember 2015
CHF 8.–
DAS
EXKLUSIVE
LESERANGEBOT
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DIE TOUR DE SKI
IM LENZERHEIDE-FORMAT
SEITE 30
ISABEL DERUNGS:
FUSSBALL ODER SNOWBOARD?
KEINE FRAGE!
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MARC GLÄSER:
DER MANN FÜR STÖCKLI
STÉPHANE CATTIN:
DER SKIBOSS,
DER GANZ UNTEN ANFING
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NEUHEITEN-SPECIAL: AUF 64 SEITEN ALLES FÜR DEN SKIWINTER IN EINEM SONDERHEFT.
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Wir machen den Weg frei
EDITORIAL
INHALT
DEZEMBER 2015
REPORTAGEN
SO VIEL ZUM RISIKO
IM SPORT
Kürzlich hat mich ein Snowactive-Leser und Mitglied eines Skiclubs auf die immer
länger werdende Verletztenliste bei den Schweizer Alpinen angesprochen. Vor allem
die Anzahl jener Athletinnen und Athleten, die mit wiederkehrenden Blessuren kämpfen, stimme nachdenklich. Woran das wohl liege?, fragt er sich und mich. Eine gute
Frage. Wer hat eine Antwort?
Das Material ist schneller und aggressiver geworden, heisst es. Übermotiviertes Training kann zu Konzentrationsschwächen und letztlich zu Unfällen führen. Die Verletztenliste wird aber nicht nur bei den Schweizern länger. Anna Fenninger riss sich bei
einem (Trainings-)Sturz Seitenband, Kreuzband sowie Patellasehne und versetzte damit die Skination Österreich in eine kurzzeitige Depression.
Sport ist immer mit Risiko behaftet. Nicht nur im Spitzensport. 2012 gab es in der
Schweiz total 174 772 Unfälle bei Sport und Spiel, pro Tag im Schnitt fast 500. Knapp
jeder siebte (25 000) war dabei auf einen Skiunfall zurückzuführen. Die Zahlen basieren auf Stichproben, sind aber repräsentativ und stehen in der Unfallstatistik UVG 2014
der SUVA.
Die Kostenfolgen für die privaten Freizeitvergnügen sind auch nicht ganz unwesentlich
und wirken sich bekanntlich auf die Krankheitskosten aus.
Zurück zur Frage des besorgten Skiclub-Mitglieds aus dem Solothurnischen. Der Skisport ist in den letzten Jahren viel intensiver geworden. Das Material spielt eine Rolle.
Rennpisten werden künstlich aufgetunt, um das Spektakel zu erhöhen. Das ist nichts
Neues. Fürwahr. Aber die Diskussion darüber zu führen, lohnt sich immer wieder.
Sport ist wichtig. Sport ist gesund. Es ist aber kein Spiel ohne Grenzen.
Der deutsche Dramatiker und Dichter Bertold Brecht sagte einmal: «Der grosse Sport
fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein.»
Umso mehr wünsche ich Ihnen bei massvollen sportlichen Tätigkeiten auf und neben
der Piste viel Vergnügen und vor allem einen unfallfreien Winter!
4 Isabel Derungs
Eine Quereinsteigerin kämpft sich zurück
9 Weltcup Engelberg
Beliebtes Skisprung-Highlight
10 Doppelinterview
Curdin Perl und Gian Flurin Pfäffli
12 Audi Snowboard Series
27 Events in einer Saison
19 Coaching Inside
Theorie praktisch umgesetzt
20 Stiftung Passion Schneesport
Jungen Schneesporttalenten den Weg
ebnen
30 Tour de Ski
Seit zehn Jahren ein Erfolgsanlass
38 Davos Nordic
35 Jahre Weltcuperfahrung
48 Marc Gläser
Motivierter Quereinsteiger bei Stöckli
54 Luka Grilc
Mit Nordica zu neuen Ufern
58 Juskila, Teil 2
Edy Hubacher, engagiert
im Schweizer Sport
62 Stéphane Cattin
Höchster Chef der Alpinen
68 Andrea Dettling
Rücktritt nach viel Verletzungspech
RUBRIKEN
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DA S SCHWEIZER SCHNEESPORTMAGA ZIN
Dezember 2015
CHF 8.–
DAS
EXKLUSIVE
LESERANGEBOT
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DIE TOUR
OU DEE SKI
I LENZERHEI
IM
ENZERHE DE-FORMAT
FOR
SEITE 30
Titelbild:
Die Tour de Ski – ein
Wintersportformat
à la Tour de France
und seit zehn Jahren
ein Erfolg.
Foto: zVg.
ISABEL DERUNGS:
FUSSBALL O
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DER SNOWBOAR
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STÉPHANE CATTIN:
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Joseph Weibel
Chefredaktor Snowactive
[email protected]
Leserangebot
Magazin
Gipfeltreffen
Medizin
Schlusspunkt
NEUHEITEN-SPECIAL: AUF 64 SEITEN ALLES FÜR DEN SKIWINTER IN EINEM SONDERHEFT.
DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
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DAS EXKLUSIVE LESERANGEBOT
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(Moosalp) | Campo Blenio-Ghirone | Cardada | Carì | Château-d›Oex | Corvatsch | Corviglia | Crans-Montana-Aminona | Diavolezza | Disentis3000 | Elm | Engadin/St. Moritz |
Engelberg-Brunni | Engelberg-Titlis |
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SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
Engstligenalp | Fiesch-Eggishorn | Frutigen
(Elsigen-Metsch) | Glacier3000 | Grächen |
Grindelwald-Wengen | Gstaad | Hoch-Ybrig |
Jaunpass-Boltigen | Klewenalp-Stockhütte |
LAAX | Lenk | Lenzerheide | Les Mosses-La
Lécherette |Leukerbad-Albinen (Torrent) |
Mürren-Schilthorn | Leysin | Melchsee-Frutt
| Mythenregion | Nara / Leontica | Pizol |
Riederalp | Rigi | Rougemont | Saanen |
Saanenmöser | Saas-Almagell | Saas-Balen
| Saas-Fee | Saas-Grund | Sattel-Hochstuckli | Savognin | Schönried | Scuol | Sedrun |
Sörenberg | Splügen | St. Stephan | Stoos |
Thyon | Tschappina-Urmein-Thusis |
TschentenAlp | Tschiertschen | Unterwasser
| Vals3000 | Verbier | Wildhaus | WiriehornDiemtigtal | Zuoz | Zweisimmen
Schaffhausen
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Winterthur
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Solothurn
Biel/Bienne
Bern
Sörenberg
Engelberg-Brunni
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Mythenregion
Luzern
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Hoch-Ybrig
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Fiesch-Eggishorn
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Les Mosses-La Lécherette
Engstligenalp
Airolo
Betelberg
Diavolezza
Corvatsch
Leukerbad-Albinen (Torrent)
Leysin
Crans-Montana-Aminona
Nara / Leontica
Glacier3000
Anzère
Bürchen (Moosalp)
Bellinzona
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DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
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EIN UNKONVENTIONELLER KARRIEREWEG
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D E Z E MB E R 2015
EIN UNKONVENTIONELLER KARRIEREWEG
BRETT
UND
BALL
FOTOS: ZVG.
Früher spielte sie hauptsächlich Fussball
und stand nebenbei auf dem Snowboard.
Heute snowboardet sie mehrheitlich
und spielt daneben Fussball.
«Beide Sportarten reizen mich»,
sagt Isabel Derungs. In jüngster
Vergangenheit konnte die Zürcherin
indes weder den einen noch den anderen
Sport so richtig ausüben.
Ihr gehe es mega-gut, sagt Isabel Derungs
eineinhalb Wochen nach der dritten Operation innerhalb von 13 Monaten. Bei dem Eingriff wurde die Platte am Wadenbein entfernt,
«womit ich mir berechtigte Hoffnungen machen kann, diese Saison wieder Wettkämpfe
zu bestreiten». Vorerst steht indes, sobald die
Wunde verheilt ist, ein intensiver Aufbau an.
«Es wäre schön, wenn ich die ersten Schneetrainings im Dezember absolvieren könnte.»
Darauf, wie auch auf die gemeinsamen
Übungseinheiten mit den anderen Angehörigen der Freestyle-Gruppe von Swiss-Snowboard, freut sich die 28-Jährige sehr. Denn
seit dem Spätsommer 2014 war Isabel Derungs vorwiegend auf sich alleine gestellt.
Bei einem Zusammenprall auf dem Bügellift
während der Saisonvorbereitung erlitt sie
schwere Verletzungen. Das linke Schien- und
Wadenbein war gebrochen, ebenso zwei Rippen. Eine Hüftprellung und mehrere Hämatome im Hüft- und Rückenbereich kamen
hinzu. «Ein Skifahrer rutschte in hohem Tempo das vereiste Lifttrasse herunter und kollidierte mit mir. Ich hatte keine Chance auszu-
weichen», blickt die Snowboarderin auf den
unverschuldeten Trainingsunfall von Ende
August des letzten Jahres in Saas-Fee zurück.
Die niederschmetternde Diagnose erforderte
umgehend eine Operation, rund sieben Monate später folgte – weil die Wade nicht zusammenwuchs – eine weitere. Quasi vom
Spitalbett aus schrieb sich die auch im Kopf
bewegliche Athletin spontan für die letzten
Vorlesungen und Prüfungen an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in
Zürich ein. Dies im Wissen, «dass ein Plan B
hilft». Das Studium hatte die Slopestyle-
❞
Ein Skifahrer rutschte
in hohem Tempo das
vereiste Lifttrasse herunter
und kollidierte mit mir.
Ich hatte keine Chance
auszuweichen.
Spezialistin schon die gesamte Snowboardkarriere hindurch begleitet. Seit dem vergangenen Herbst hat sie den ETH-Master in
Umweltwissenschaften in der Tasche – und
könnte sich bei Bedarf auf die Suche nach
einem Job begeben.
Die positiven Seiten
«Es war eine schwierige, aber auch schöne
Zeit», bezeichnet die offene, kommunikative
und unkomplizierte Isabel Derungs die Monate nach dem bittersten Moment ihrer
Sportlerkarriere. Sie habe viele Aufs und Abs
erlebt und gleichzeitig gespürt, «wie wichtig
der Kopf in einer solchen Phase ist». Denn der
Zustand des Beines erforderte immer wieder
extreme Planänderungen. «Ich machte mir
mehrmals Gedanken über den weiteren Lebensweg abseits des Snowboardens.» Weil
sie schon während des Studiums Fächer
unterschiedlicher Richtung (zum Beispiel Klima und Ernährungswissenschaft) besucht
habe, könne sie sich in vielen Bereichen eine
berufliche Tätigkeit vorstellen. Überhaupt sei
ihr Weg nicht von klein auf vorgegeben ge-
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EIN UNKONVENTIONELLER KARRIEREWEG
Isabel Derungs fliegt an den Olympischen Spielen hoch hinaus – stürzt dann aber.
wesen, sagt die ausgesprochen anpassungsfähige Isabel Derungs. «Für mich waren stets
mehrere Dinge wichtig, und mir war auch
immer klar, dass es viele Wege gibt, die einen
glücklich machen können.» Ein weiteres Mal
wurde ihr dies während der sportlichen Auszeit so richtig bewusst. «Ich konnte mich
spontan und verlässlich mit Freunden treffen.
Gewöhnlich ist dies nicht möglich, weil ich
stets auf den Trainings- und Wettkampfplan
sowie die Wetterverhältnisse Rücksicht nehmen muss.»
Grossen Spass hatte Isabel Derungs überdies
an einem Fussballcamp für Nachwuchsakteurinnen und -akteure, das sie im vergangenen September zusammen mit einer Kollegin
leitete. Das Spiel mit dem runden Leder fasziniert die Zürcherin schon ihr Leben lang. In
der Kindheit war sie Torhüterin beim FC Uster, stieg als Feldspielerin bis ins Schweizer
U19-Nationalteam auf und spielte in der Nationalliga A bei Schwerzenbach. Schritt für
Schritt hielt die Professionalisierung Einzug.
Als Folge davon war der Wintersport nur noch
schwer mit dem Fussball-Kalender zu vereinbaren.
«Ausschliesslich aufs Fussball spielen zu
setzen erschien mir zu einseitig», sagt Isabel
Derungs, die in ihrer Freizeit auch gerne
Tischtennis und Beachvolleyball spielt sowie
bouldert und wandert. Sukzessive reduzierte
sie im Fussball den Aufwand. Aktuell verfügt
sie über eine Spielerlizenz bei der 1.-LigaEquipe des FC Eschenbach, mit der sie – sobald es der gesundheitliche Zustand und die
zeitliche Belastung erlauben – wieder trainieren und bei Bedarf den einen oder anderen
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D E Z E MB E R 2015
Match bestreiten wird. «Sobald neben dem
Snowboarden wieder mehr Zeit bleibt, könnte
ich mir vorstellen, erneut intensiver Fussball
zu spielen», verrät die Nationalmannschaftsathletin.
In erster Kadersaison an Weltspitze
Vor der Fussballkarriere in der höchsten
Schweizer Spielklasse bildete das Snowboar-
❞
Sobald neben dem
Snowboarden wieder
mehr Zeit bleibt, könnte
ich mir vorstellen,
erneut intensiver Fussball
zu spielen.
den für Isabel Derungs eine grosse Leidenschaft. Zusammen mit ihren sportbegeisterten Eltern und der zwei Jahre älteren
Schwester – die inzwischen ihr grösster Fan
ist – verbrachte sie die Weihnachts- und
Sportferien jeweils im väterlichen Elternhaus
in Siat. Einen weiteren Höhepunkt bildete
stets das Skilager. «Aufs Bauen einer Schanze freute ich mich das ganze Jahr.» Von Anfang an reizte sie, «herausfinden zu können,
welche maximale Sprunghöhe ich erreichen
kann». Die vielseitige Athletin steigerte sich
kontinuierlich und meldete sich im Winter
2010/11, nachdem sie an der ETH den Bachelor bestanden hatte, für die ersten international besetzten Contests an.
«Ich schnitt ziemlich gut ab», erinnert sich
Isabel Derungs, „«was natürlich auch damit
zusammenhing, dass das Niveau zu jener Zeit
noch nicht so hoch war, wie es jetzt ist.»
Schnell wurde der Freestyle-Chef bei SwissSnowboard, Pepe Regazzi, auf die aufstrebende und unbekümmerte Sportlerin aufmerksam und unterbreitete ihr im Frühling
2011 ein Angebot für die Aufnahme ins
Schweizer Freestyle-Team. «Eigentlich»,
sagt sie, «hatte ich mir nie ernsthafte Gedanken darüber gemacht, den Sport jemals professionell auszuüben. Diese Chance liess ich
mir selbstverständlich aber nicht entgehen.»
In der darauffolgenden Saison realisierte Isabel Derungs beim Burton European Open in
Laax als Dritte im Slopestyle den ersten
Podestplatz an einer prestigeträchtigen Veranstaltung. Dies notabene in einem Startfeld,
in welchem die Weltspitze lückenlos vertreten
war. «Ich war völlig überrumpelt», sagt sie,
❞
Ich werde alles versuchen,
dass ich wieder in den
Snowboardalltag zurückkehren kann.
«denn von einem solchen Resultat hätte ich
niemals zu träumen gewagt.» Aufgrund der
starken Besetzung stuft sie das im Bündnerland bewerkstelligte Ergebnis wertvoller ein
als den Triumph, den sie gleichenorts zwei
Jahre später realisierte.
Im Winter 2011/12 qualifizierte sich Isabel
Derungs, die in Riedikon am Greifensee aufwuchs und nun in der Stadt Zürich wohnt,
erstmals für internationale Titelkämpfe. An
den Weltmeisterschaften in Oslo belegte sie
im Slopestyle den 18. Platz. Ein Jahr danach
steigerte sie sich deutlich und wurde in Stoneham Siebte. Auf dem Weg zu einem noch
besseren Abschneiden befand sie sich an den
Olympischen Spielen 2014 in Sotschi. Sie gewann die Qualifikation und hievte sich somit
in den Kreis der Medaillenkandidatinnen. Im
Final vermochte sie dann aber nicht mehr an
diese Leistung anzuknüpfen – und stürzte.
Immerhin erreichte sie als Achte ein Diplom.
Finanzielle Auswirkungen
Ein halbes Jahr später bremste dann der eingangs erwähnte verhängnisvolle Unfall Isabel
Derungs aus. Sie musste zwei Wochen im
Spital verbringen und ging während drei Monaten an Krücken. Es blieb indes nicht nur
beim körperlichen und geistigen Schmerz.
Preisgelder, die ihre Haupt-Einnahmequelle
bilden, blieben aus. Überdies fielen durch die
Verletzung zusätzliche Kosten an. «Weil es
mir in den vorangegangenen zwei Jahren gelungen war, etwas Geld zur Seite zu legen,
konnte ich das Leben mit dem Ersparten und
der Unterstützung der Stiftung Schweizer
Sporthilfe finanzieren», so die bescheidene
Profisportlerin, deren Palmarès unter anderem auch zwei Schweizermeistertitel (2012
im Big Air und 2014 im Slopestyle) zieren.
Das schwierige wirtschaftliche Umfeld bekam Isabel Derungs auch insofern zu spüren,
als dass sie teilweise Einbussen von Sponsoren in Kauf nehmen musste und einzelne ihr
gar den Rücktritt nahelegten. Doch die Kämpferin gibt nicht so schnell auf. «Ich werde alles
versuchen, dass ich wieder in den Snowboardalltag zurückkehren kann.» Primär lautet ihr grösster Wunsch, «dass mich das Bein
nicht mehr beeinträchtigt und ich befreit und
sicher snowboarden kann». Auf jeden Fall
wird sie stets ihr Lebensmotto «Whereever
you are, be there» (wo immer du bist, sei dort)
ANI TA F U C HS
begleiten.
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7
VON
VOR S ITZ E NDE R
DE R
M A R KU S
WO L F ,
GESC H Ä F T SL EI T U N G
SWI SS-SKI
«Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment.»
Wenn es um ihre finanzielle Situation geht,
dürfte diese Devise für einen grossen Teil
unserer Athleten nicht allzu unpassend sein.
Vergangen sind die Zeiten, in denen sich
Sponsoren um Nachwuchstalente rissen –
vorbei ist die Ära, in der die Swiss-Ski-Athleten mit einer gewissen Selbstverständlichkeit
ein Logo auf der Stirn trugen, das sie nicht nur
mit Stolz erfüllte, sondern auch ihre Existenz
als Spitzensportlerinnen sicherte. Auch Spitzensportler/-innen, die in ihrer Disziplin zur
Weltspitze gehören, dürfen heute nicht mehr
auf den Geldsegen hoffen. Firmen setzen
heute vermehrt auf einzelne Ausnahmesportler. Überaus erfolgreiche Athleten werden dadurch zwar zu Topverdienern, umso
weniger bleibt aber für diejenigen, die nicht
zu den absoluten Überfliegern gehören oder
sich erst auf dem Weg an die Spitze befinden.
Diese Entwicklung stellt sowohl die einzelnen
Athleten als auch Swiss-Ski vor grosse Herausforderungen. Wer konkurrenzfähig sein
will, muss seine Zeit voll und ganz in den
Sport investieren. Dies gilt im Wintersport
ganz besonders: Weil sie in den Bergen stattfinden und von der dortigen Infrastruktur
abhängig sind, nehmen Schneetrainings ganze Tage und Wochen ein. Ein Snowboarder
kann nicht tagsüber berufstätig sein und sich
am Abend seinem Sport widmen – er muss
sich mindestens in den Wintermonaten alleine darauf konzentrieren können. So gilt es in
diesen für Individualsponsoring schwierigen
Zeiten für den Schweizer Skiverband nicht
nur den Leistungssport – also Infrastruktur,
Betreuungsstab, Reisen und Material in den
einzelnen Disziplinen zu finanzieren – sondern es stellt sich auch die grundlegende
Frage, wie die Lebenshaltungskosten der
Athleten bewältigt werden können.
Die Spitzensportförderung der Schweizer
Armee leistet in dieser Hinsicht einen sehr
wertvollen Beitrag. 9 Athletinnen und 23 Athleten von Swiss-Ski absolvierten diesen Sommer die Spitzensportrekrutenschule, die ihnen nach der militärischen Grundausbildung
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D E Z E MB E R 2015
während 13 Wochen Trainings auf höchstem
Niveau ermöglicht. Auch während den obligatorischen und freiwilligen Wiederholungskursen von total bis zu 130 Tagen pro Jahr
können sich die Athletinnen und Athleten voll
und ganz in die Dienste des Trainings stellen.
Nicht nur für sie, sondern auch für die zehn
Swiss-Ski-Athleten, die bei der Armee mit
einem Pensum von fünfzig Prozent als Zeitsoldaten angestellt sind, stellt der durch den
Militärdienst erhaltene Sold und insbesondere der Erwerbsersatz eine existenziell wichtige Einkommensquelle dar. Ähnlich sehen
die Möglichkeiten beim Grenzwachtkorps
aus. Die neun Grenzwächterinnen und Grenzwächter aus den Reihen der Swiss-Ski-Athleten erhalten mit dem ausbezahlten Lohn
und den flexiblen Einsätzen an der Grenze
nicht nur während ihrer Tätigkeit als Spitzensportler wertvolle Unterstützung von Seiten
des Korps, sondern haben dank der Ausbildung zum Grenzwächter auch die Sicherheit,
nach ihrer Sportkarriere jederzeit in den regulären Dienst einsteigen zu können.
Auch ohne die Unterstützung der Schweizer
Sporthilfe wäre es so manchen unserer Athletinnen und Athleten nicht möglich, ihre
Sportkarriere zu verfolgen. Die nach Leistungsniveau und sportlichem Potenzial vergebenen Swiss Olympic Cards in Gold, Silber
und Bronze sind nicht nur ein wichtiger Nachweis für die Tätigkeit als Spitzensportler,
sondern sie bilden auch die Grundlage für
die individuellen Unterstützungsbeiträge der
Stiftung Schweizer Sporthilfe von bis zu
18 000 Franken jährlich. Diese ermöglichen
es vielen Athleten überhaupt Spitzensport zu
betreiben. Die Sporthilfe springt auch gelegentlich ein, wenn es einen Härtefall gibt:
Über die punktuelle Sonderunterstützung für
besonders kostenaufwändige Trainings und
Wettkämpfe sind die unterstützten Athletinnen und Athleten äusserst froh.
Für unsere alpinen Rennfahrerinnen und
Rennfahrer besteht zudem die Möglichkeit,
Beiträge aus der Stiftung zur Förderung des
alpinen Skisports zu erhalten. Die von
Dr. Heinz Grütter gegründete Stiftung unterstützt seit mehr als 10 Jahren jährlich rund
50 Athletinnen und Athleten.
Trotz dieser wertvollen Unterstützung von
Seiten Armee, GWK, Sporthilfe und GrütterStiftung gibt es aber immer noch Lücken in
der finanziellen Unterstützung von Sportlerinnen und Sportlern. Insbesondere junge
Talente, bei denen das System von Armee,
GWK, Sporthilfe und Grütter-Stiftung noch
nicht greift, die aber den Anschluss an die
Weltspitze rasch schaffen müssen, benötigen
finanzielle Hilfe aus anderen Quellen. Speziell
für die Unterstützung dieser jungen Talente
hat Swiss-Ski deshalb die unabhängige Stiftung «Passion Schneesport» ins Leben gerufen. Diese soll einen nachhaltigen Beitrag
dazu leisten, dass die Schweiz auch in Zukunft
in den elf Swiss-Ski-Disziplinen Spitzenleistungen erbringen kann. Finanziert durch
Spenden, Gönnerclub, Partnerschaften und
verschiedene Charity-Events fokussiert die
Stiftung auf drei Säulen der Sportförderung.
Erstens wird talentierten Nachwuchsathleten
mit sogenannten Stipendien unter die Arme
gegriffen, zweitens erhalten die Regionalverbände Beiträge an ihre Arbeit an der
sportlichen Basis und drittens werden ausgewählte Nachwuchs- und Breitensportprojekte unterstützt. Erfreulich ist, dass die Stiftung bereits im ersten Jahr ihres Bestehens
namhafte Beträge in allen drei Förderbereichen aufbringen konnte. Auf Seite 20 und 21
dieser Ausgabe finden sich treffende Beispiele, wie die Stiftung Passion Schneesport bereits wirken konnte.
Namhafte Ambassadoren wie Dominique
Gisin, Simon Ammann, Dario Cologna oder
Iouri Podladtchikov geben der Stiftung ein
Gesicht. Die erfolgreichsten Schweizer
Schneesportler der Gegenwart, «Passion
Schneesport» und Swiss-Ski sind sich einig:
Auch in diesen für den Spitzensport nicht einfachen Zeiten soll man als Nachwuchstalent
von einer grossen Zukunft träumen können!
SPORT/EVENTS
WELTCUP
ENGELBERG
FOTOS: NORDIC FOC US
Am 19. und 20. Dezember findet mit dem
Weltcup der Skispringer in Engelberg ein Skisprung-Highlight statt, welches Fans der nordischen Sportarten nicht verpassen dürfen.
Das Weltcupspringen ist der grösste Wintersportanlass der Innerschweiz – gesprungen
wird auf der grössten Schanze der Schweiz.
Auch die Länge der Sprünge ist eindrücklich.
In den Worten des vierfachen Olympiasiegers
P RO GRAM M
Simon Ammann ausgedrückt: «Wenn ich bei
der Schanze ausfahre und den Blick zur
Schanze hinaufrichte, frage ich mich immer
wieder, wie das alles überhaupt möglich ist.»
Falls Sie sich genau diese Frage auch jedes
Mal stellen, wenn Sie die Athleten durch die
Luft fliegen sehen, sind Sie an diesem
Wochenende in Engelberg genau am richtigen Ort. Eine Antwort auf Ihre Frage werden
Sie vielleicht nicht erhalten, dafür aber um
einige Impressionen reicher nach Hause zurückkehren.
Freitag, 18. Dezember 2015
12.00 Uhr Offizielles Training (2 Durchgänge)
14.00 Uhr Qualifikation
Samstag, 19. Dezember 2015
12.45 Uhr Probedurchgang
14.15 Uhr 1. Durchgang
anschliessend Finaldurchgang und Siegerehrung
Sonntag, 20. Dezember 2015
12.15 Uhr Qualifikation
14.15 Uhr 1. Durchgang
anschliessend Finaldurchgang und Siegerehrung
Wirtschaftsfaktor Skispringen
In Engelberg laufen die Vorbereitungen auf
ein grosses Skisprungfest seit Monaten auf
Hochtouren. «Wir sind uns der Verantwortung
als einziger Schweizer Weltcup Veranstalters
bewusst. Entsprechend gross sind unsere
Anstrengungen, den Wettkämpfern beste Bedingungen anzubieten», hält OK-Präsident
Ernst von Holzen fest. Skispringen in Engel-
berg ist längst ein Event geworden, der aus
volkswirtschaftlicher Sicht einiges bewegt.
«Vom Skispringen profitiert nicht nur Engelberg, sondern die ganze Region Innerschweiz», weiss OK-Präsident Ernst von
Holzen. Die Weltcup-Veranstaltungen der
vergangenen Jahre stehen mit rund 4500
zusätzlichen Übernachtungen zu Buche.
Davon profitiert direkt oder indirekt auch das
einheimische Gewerbe. Zusammen mit dem
Weltcup-Tross reist jeweils eine grosse Anzahl von Medienvertretern nach Engelberg,
um über die Wettkämpfe zu berichten. Alleine
in den drei Ländern Deutschland, Österreich
und der Schweiz verfolgten in den letzten
Jahren jeweils über 15 Millionen TV-Zuschauer die Wettkämpfe auf der Titlis-Schanze. Werbung, die sich nur schwer in Zahlen
erfassen lässt. Tatsache aber ist, die WeltcupSkispringen sind für den Wintersportort
Engelberg zu einem unverzichtbaren Werbeträger geworden.
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9
AT H L E T / - I N I M FO K U S
VORBILDER
FÜR DEN NACHWUCHS
Spitzenathleten sind wichtig für den
Nachwuchs. Als Vorbilder motivieren
sie die jungen Athleten, denselben
Weg zu gehen und Aussergewöhnliches zu leisten. Umso mehr Ansporn
haben die Jungen, wenn die Cracks
aus demselben Ort stammen.
Sie merken: Hey, der ist ja im selben Dorf
aufgewachsen wie ich, hat dieselbe Luft eingeatmet, dieselbe Schule besucht und ist im
Training denselben Berg hochgerannt. Warum sollte es also für mich nicht auch möglich
sein, an die Weltspitze zu kommen?
So ungefähr war die Situation in Pontresina
im Kanton Graubünden: Während LanglaufCrack Curdin Perl im Weltcup unter anderem
einen vierten Rang in der Gesamtwertung
Tour de Ski 2011 herausläuft, reift mit Gian
Flurin Pfäffli ein junger Nachwuchsathlet aus
demselben Ort heran. Und Gian Flurin hat nur
ein Ziel: dereinst ebenso erfolgreich zu sein
wie sein Nachbar.
Wir haben die beiden Athleten befragt. Und
dabei unter anderem festgestellt, wie wichtig
erfahrene Athleten als Vorbilder für den
Nachwuchs sind.
Swiss-Ski: Curdin, Gian-Flurin, wie lautet
euer Lebensmotto?
CURDIN: Ein eigentliches Lebensmotto habe
ich nicht. Ich versuche einfach stets, das Beste aus einer Situation zu machen und lege
grossen Wert darauf, mir dabei selbst treu zu
bleiben.
GIAN FLURIN: The only limit is the one you set
yourself!
Was ist das Faszinierendste an eurer Sportart?
CURDIN: Die Komplexität der Bewegung. Eine
saubere Langlauftechnik erfordert ein vielfältiges Zusammenspiel von Koordination,
10
D E Z E MB E R 2015
Kraft, Dynamik und Präzision. Wenn das plötzlich wie von selbst passiert – wenn man also in
diesem Flow-Zustand ist –, dann macht das
schon ziemlich viel Spass! Wenn man sich
dabei noch unter blauem Himmel in einer
frisch verschneiten Landschaft bewegen kann,
ist es nahezu perfekt! Natürlich reizen mich
auch die Wettkampfatmosphäre und das berauschende Gefühl, das eintritt, wenn man
seinen Körper an die eigenen Grenzen bringt.
GIAN FLURIN: Das Zusammenspiel von Kraft,
Motor und Technik muss immer stimmen.
Man muss also verschiedene Bereiche trainieren. Das macht das Ganze sehr abwechslungsreich!
Ab welchem Zeitpunkt war für euch klar,
dass ihr Spitzensportler werden wollt?
CURDIN: Kürzlich habe ich ein Aufsatzheft
aus der Primarschule in die Finger bekommen. Dort habe ich in einem Text geschrieben, dass es mein grösster Traum
wäre, einmal an den Olympischen Spielen
teilzunehmen.
GIAN FLURIN: Ich habe schon früher gerne
Sport betrieben, konnte mich jedoch nie für
eine spezielle Sportart entscheiden. Als ich
dann merkte, dass es mir im Langlauf besser
lief als im Tennis oder Fussball, und dass ich
mehr Spass daran hatte, fiel mir die Entscheidung leicht.
Wer hat euch am meisten gefördert?
CURDIN: Diejenigen Betreuungspersonen,
die seit dem JO-Alter an mich geglaubt haben
und akzeptieren konnten, dass ich teilweise
unkonventionelle Wege ging.
GIAN FLURIN: Meine Mutter. Sie hat mir das
Langlaufen beigebracht und ohne sie wäre ich
wohl nie zum Langlauf gekommen.
Welche Person ist für euch ein persönliches
oder sportliches Vorbild?
CURDIN: Es beeindruckt mich immer wieder,
welch grosse Faszination und Freude unsere
kleine Tochter Ida für Alltäglichkeiten aufbringt. Davon möchte ich mir gerne eine
Scheibe abschneiden.
GIAN FLURIN: Curdin Perl war schon immer
ein grosses Vorbild von mir. Er ist nicht nur
auf, sondern auch neben der Loipe ein super
Typ. Er ist immer freundlich, kommt auf einen
zu und wirkt nie abgehoben.
Welchen Fehler werdet ihr nie mehr machen?
CURDIN: Grundsätzlich kann ich sagen, dass
ich das Glück habe, hinter allem stehen zu
können, was ich in meiner Vergangenheit
durchlebt habe.
Vielleicht würde ich heute jedoch versuchen,
mich in gewissen Situationen etwas weniger
unter Druck zu setzen.
GIAN FLURIN: Die eine Linkskurve beim eisigen Rennen in Chamonix, als ich mir den Arm
gebrochen habe . . .
Wo seht ihr euch in zehn Jahren?
CURDIN: Mit meiner Familie auf dem Piz
Bernina. (Ohne den Gedanken, wie diese
Unternehmung in meinen Trainingsplan zu
integrieren ist.)
GIAN FLURIN: Ich träume davon, irgendwann
einmal an die Spitze des Langlaufs zu kommen und einen grossen Erfolg zu feiern. Im
Sport kann jedoch sehr viel passieren, und
man weiss nie, wie man sich weiterentwickelt.
Was wärt ihr heute, wenn nicht Profisportler?
CURDIN: Meinen Beruf als Zimmermann
habe ich immer sehr gerne ausgeübt, und
das Baugeschäft finde ich auch heute noch
sehr interessant. Vielleicht wäre ich aber
auch eines Tages nach Kanada ausgewandert.
GIAN FLURIN: Wahrscheinlich hätte ich zu
diesem Zeitpunkt schon die Matura im Sack,
wäre nun im Militär und würde mich vermutlich für eine Flugausbildung zum Piloten bewerben.
Was ist das Beste an eurem Beruf? Was das
Unangenehmste?
CURDIN: Das Beste an meinem Beruf ist es,
das Gefühl zu haben, einen Kindheitstraum
zu leben. Auch ist es toll, dass ich das Sommertraining so vielfältig und auf den verschiedensten Sportgeräten gestalten kann.
AT H L E T / - I N I M FO K U S
Gian Flurin und Curdin verstehen sich nicht nur auf, sondern auch neben der Loipe gut.
Unangenehm ist das viele Reisen. Dafür werde ich langsam zu alt!
GIAN FLURIN: Obwohl man Einzelsportler ist,
sind alle Langläufer wie eine grosse Familie
und man kann sich gegenseitig pushen. Am
Unangenehmsten sind sicherlich Verletzungen, da man dann gezwungen wird, zu Hause
zu bleiben und nicht trainieren zu können.
Welcher Song darf auf eurer Playlist nicht
fehlen?
CURDIN: «Highway to hell» von AC/DC.
GIAN FLURIN: «Sugar» von Robin Schulz.
Das darf in eurem Koffer nicht fehlen . . .
CURDIN: Etwas gegen Halsschmerzen.
GIAN FLURIN: Das Aufladekabel fürs iPhone.
FOTO: SWISS- SKI
CU RDI N ÜB ER G IA N FL UR I N
Würdest du gerne nochmal im Alter
von Gian Flurin sein und deine Karriere noch vor dir haben? Ich habe meine
wilden Jahre gelebt, bin froh um viele wertvolle Erfahrungen, die ich
während der vergangenen fünfzehn
Jahre sammeln konnte und geniesse
es im Hier und Jetzt zu sein.
Habt ihr auch schon gemeinsame
Trainings absolviert? Falls ja, was
kannst du Gian Flurin beibringen?
Oder konntest du sogar von ihm profitieren? Wenn ich zu Hause bin, trainiere ich hin und wieder mit dem
Stützpunkt Oberengadin, daher haben wir schon gemeinsame Trainingseinheiten absolviert. Mein Tipp
an ihn: Mehr Vertrauen in das eigene
Gefühl zu setzen, anstatt sich auf die
Herzfrequenz auf der Pulsuhr zu
konzentrieren. Im Gegenzug profitiere ich von der Dynamik dieser jun-
Was macht ihr als erstes, wenn ihr wieder
einmal zu Hause seid?
CURDIN: Meine beiden Frauen in die Arme
nehmen!
GIAN FLURIN: Taschen noch unausgepackt in
die Ecke schmeissen, mich in den Massagesessel von Aldi setzen und eine Runde fernJ U L I A P HI L I P O NA
sehen.
GIAN - FLURIN ÜBER CURDIN
gen, motivierten Gruppe. Sie ist einfach ansteckend!
Denkst du, du konntest mit deinen
Erfolgen im Weltcup die Pontresiner
Jugend zum Langlaufen motivieren?
Ich gehe davon aus, dass ich einen
Teil dazu beitragen konnte. Aktuell
zählt die nordische Gruppe deutlich
mehr Teilnehmer als die alpine. Es
ist schön zu sehen, dass viele Kinder
Freude am Langlaufsport entwickeln. Am meisten freuen mich jeweils die strahlenden Gesichter,
wenn ich am Mittwochnachmittag
einen Moment lang im JO.Training
mitmache.
Was möchtest du Gian Flurin als Tipp
mit auf den Weg geben? «Geniess die
unbeschwerte Zeit als Nachwuchsathlet. Sie geht schneller vorbei als
du denkst!»
War Curdin für dich als kleiner Bub
ein Vorbild? Ja, ist er auch jetzt noch!
Haben dich die Erfolge von Curdin
angespornt, auch selber so erfolgreich zu sein? Ja, natürlich. Sein
vierter Rang an der Tour de Ski
beispielsweise hat die ganze Trainingsgruppe im Engadin extrem motiviert! Ich leide aber auch mit ihm
mit, wenn es ihm mal nicht so gut
geht. So musste ich, als ich hörte,
dass er sich letztes Jahr kurz vor der
WM verletzt hatte, selbst fast heulen!
Absolviert ihr auch gemeinsame Trainings? Konntest du ihn selber auch
schon herausfordern? Manchmal ruft
er mich sogar an, ob ich Lust habe,
mit ihm zu trainieren. Wer würde da
schon nein sagen! Ich bin aber sicherlich derjenige, der mehr vom
andern lernen kann als umgekehrt.
Welches Rennen von Curdin ist dir
besonders in Erinnerung geblieben
und warum? Die Staffel von La Clusaz, wo Curdin als Schlussläufer den
Vorsprung sogar noch ausbauen
konnte und am Schluss diesen historischen Sieg ins Ziel brachte! Zudem
gab er dort eines der coolsten Interviews nach einem Rennen. Und
natürlich die Pontresiner Staffel gemeinsam mit ihm an der SM in
Leysin!
DEZEMB ER 2 0 1 5
11
SPORTS/EVENTS
Die Audi Snowboard Series hat sich seit fünf
Jahren als ideales Sprungbrett für talentierte
Nachwuchsfahrer bewährt.
Anfahrt in einen neuen Winter: Ende November wird auf dem Glacier 3000 die Contestsaison der Audi
Snowboard Series eröffnet.
VORHANG AUF
FÜR DIE YOUNG GUNS!
Die Audi Snowboard Series konnten sich
im vergangenen Jahr über einen neuen Teilnehmerzuwachs erfreuen. «Besonders in den
jungen Freestyle-Kategorien lässt sich ein
beeindruckendes Wachstum an Anzahl und
Level der Fahrer feststellen», erklärt Tourmanager Guido van Meel. Demgegenüber
besteht betreffend den Teilnehmerzahlen bei
Alpin und Snowboardcross Open Handlungsbedarf. «Im Speed-Bereich wünschen wir uns
ganz klar mehr Nachwuchsfahrer», sagt van
Meel. Das Angebot dazu ist vorhanden: An
fünf Alpin-Rennen können in der kommenden
Saison Race-Erfahrungen mit den Besten der
Welt gesammelt werden. Und an den KidsCross-Rennen besteht seit vergangenem
Winter extra eine eigene Kategorie nur für
Snowboarder.
12
D E Z E MB E R 2015
Insgesamt stehen in der kommenden Saison
27 Events in der ganzen Schweiz auf dem
Programm. Die Highlights bilden dabei eindeutig die Schweizermeisterschaften, welche
das Wettkampfende in der jeweiligen Disziplin darstellen. Die ersten Meistertitel werden in den Flumserbergen vergeben, wo zum
ersten Mal seit einigen Jahren wieder Titelkämpfe sowohl im Parallelriesenslalom als
auch im Parallelslalom stattfinden. Ebenfalls
zu einer Premiere kommt es im Snowboardcross: Die Schweizermeisterschaften werden
zum ersten Mal in Saas-Fee und gemeinsam
mit der Skicross-SM durchgeführt. Als krönender Saisonabschluss finden dann Mitte
April wiederum gemeinsam mit den Freeskiern die Swiss Freestyle Champs auf dem
DAVID H Ü R ZEL ER
Corvatsch statt.
❞
Besonders in den jungen
Freestyle-Kategorien lässt
sich ein beeindruckendes
Wachstum an Anzahl und
Level der Fahrer feststellen.»
Tourmanager Guido van Meel
KALEN DER AUDI SN OWBOARD SERIES:
Freestyle
19.–20.11.2015
6.–9.1.2016
16.–17.01.2016
23.1.2016
30.1.2016
6.–7.2.2016
13.2.2016
20.2.2016
27.2.2016
5.3.2016
6.3.2016
12.3.2016
19.–23.4.2016
Snowboardcross
27.12.2015
3.1.2016
23.1.2016
23.–24.1.2016
21.2.2016
6.3.2016
13.3.2016
18.-19.3.2016
20.3.2016
2.–3.4.2016
3.4.2016
Alpin
6.2.2016
20.–21.2.2016
19.–20.3.2016
Open Glacier 3000
Iceripper Rookie Fest Laax
Open Davos
Open Mountain Rides Gstaad
Open Slopestyle Thyon
Open Grindelwald
Rookies Attack im Snowland
Mythen Style
Open Les Crosets
White Style Mürren
Trickchischte Flumserberge
Hill Jam Buochs
Swiss Freestyle Champs
Corvatsch SBS
Kids Cross Lenk
Kids Cross Zweisimmen
Kids Cross Anzère
FIS und Open Sedrun
Open Flumserberge
Kids Cross Villars
Kids Cross Hoch Ybrig
Europacup Lenk
Open und Junior FIS Lenk
SM Saas-Fee
Kids Cross Melchsee Frutt
Open Amden
Europacup und
Open Lenzerheide
SM Flumserberge
Mehr Infos und Anmeldung unter:
www.audisnowboardseries.ch
FOTOS: DOMIN IC STEINMAN N / ANTHON Y BR OWN
An den Wettkämpfen der Audi Snowboard
Series zeigen die Schweizer Snowboarderinnen und Snowboarder bereits seit fünf
Jahren ihr Können auf der nationalen Snowboard-Tour. Mit dem Auftaktevent Ende November auf dem Glacier 3000 heisst es auch
im kommenden Winter wieder: Vorhang auf
für die besten Nachwuchsfahrerinnen und
-fahrer der Schweiz!
SPONSORING
SKIVERGNÜGEN DER BESTEN QUALITÄT
Skifahren ist eine der beliebtesten Wintersportarten überhaupt. Besonders in der
Schweiz können sich viele einen Winter ohne
Skifahren oder Snowboarden kaum vorstellen. Durch die gestiegenen Ansprüche indes
ist dieser Sport in der heutigen Zeit ohne
technische Beschneiung nicht mehr denkbar. Und genau hier kommt TechnoAlpin ins
Spiel.
FOTO: TEC HNOA LPIN
TechnoAlpin Schweiz stellt Beschneiungsanlagen her. Filialleiter Martin Hofer erklärt,
wieso die technische Beschneiung für den
Wintertourismus so wichtig ist.
SWISS-SKI: Herr Hofer, wieso ist es für Skigebiete essentiell, trotz natürlichen Schnees
in Beschneiungsanlagen zu investieren?
MARTIN HOFER: Der Wintersport ist für die
Wertschöpfung des Tourismus’ im Alpenraum sehr wichtig. Es geht dabei nicht mehr
nur um die Schneesicherheit, sondern auch
um die Schneequalität. Diesbetreffend sind
die Ansprüche enorm gestiegen. Die Pisten
müssen bestens präpariert sein. Zudem hat
sich die Förderkapazität der Lifte stark erhöht. Die Pisten müssen also in kurzer Zeit
einer wesentlich grösseren Belastung standhalten. Mit reinen Naturschneepisten schafft
man dies kaum. Technischer Schnee ist
ausserdem kompakter und kann so besser
präpariert werden. Hinzu kommt, dass Skigebiete, um kostendeckend zu arbeiten, einen
gewissen Zeitraum geöffnet sein müssen: Die
Gäste wollen beste Pistenkonditionen von Dezember bis Ende März. Um all diesen Umständen gerecht zu werden, ist eine Beschneiungsanlage für moderne Skigebiete
unabdingbar.
Wie funktioniert eigentlich die Schneeerzeugung? Und gibt es mehrere Arten? Und
gibt es mehrere Arten von Schneeerzeugern?
Wir produzieren Propellermaschinen sowie
Schneilanzen. Beide Schneeerzeuger verwenden zur Produktion von Schnee ausschliesslich Wasser und Luft – sonst nichts.
In den Nukleatoren wird aus einem WasserDruckluft-Gemisch der sogenannte Schneekern erzeugt. Aus den Sprühdüsen tritt ein
feiner Wassernebel aus, dessen feine Wassertröpfchen sich am Schneekern festhalten
und so zu Schneeflocken ausfrieren. Der
Unterschied zwischen der Schneeproduktion
durch Propellermaschine und Schneilanze
liegt darin, dass die Lanze ihre Fallhöhe ausnützt, um die Schneeflocken ausfrieren zu
lassen. Die Propellermaschine verwendet
dafür den Luftstrom des Propellers. Schneeerzeuger sind jedoch nur der sichtbare Teil
einer Beschneiungsanlage: Für die Schneeproduktion müssen alle Komponenten wie
Pump- und Kompressorstationen, Rohrleitungen, Anschlussstellen, Leitsystem usw.
perfekt aufeinander abgestimmt sein. Deshalb planen und realisieren wir schlüsselfertige und auf jeden Kunden individuell angepasste Beschneiungsanlagen.
Hand aufs Herz: Wie lassen sich technische
Schneeerzeugung und Umweltschutz vereinbaren?
Umwelt und die Natur zu schützen, ist uns in
der Tat ein grosses Anliegen. Die natürlichen
Ressourcen zu schonen, hängt zum einen von
der Effizienz der von uns dimensionierten
Anlage ab, zum anderen von den eingesetzten
Komponenten. Jeder unserer Schneeerzeuger ist mit einem ölfreien Kompressor ausgestattet. Zusätzlich investieren wir jedes
Die Pumpstation ist ein wichtiger Bestandteil
der Beschneiungsanlage. Für eine qualitative
Schneeerzeugung ist es essentiell, dass alle
Komponenten der Beschneiungsanlage perfekt
aufeinander abgestimmt sind.
Jahr über drei Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung, um so ressourcenschonend wie möglich hochqualitativen
Schnee zu produzieren. Durch die Optimierung von Düsen und Nukleatoren konnten die
Schneeerzeuger in den vergangenen 25 Jahren laufend effizienter werden. Somit sparen
wir heute im Bereich der Lanzen rund 50
Prozent Energie ein, und auch die Propellermaschinen leisten heute bei gleicher Energieaufnahme rund 20 Prozent mehr als noch
T E C HNOAL P I N
vor wenigen Jahren.
DEZEMB ER 2 0 1 5
13
BREITENSPORT
Wendy Holdener lässt die Korken knallen und
tauft das neue Winterkleid der Luftseilbahn
Hoch-Ybrig – Grand Prix Migros auf der einen
Seite, Famigros Ski Day auf der anderen.
Stolze Taufgotte: Für Wendy Holdener war es die erste Gondeltaufe.
EINE GONDEL
IM BLITZLICHTGEWITTER
Grand Prix Migros auf der einen Seite,
Famigros Ski Day auf der anderen –
eine ganzflächig beklebte Gondel wird
in diesem Winter im Hoch-Ybrig-Gebiet viel Aufsehen erregen. Und als
Taufpatin amtete keine geringere als
die einheimische Skirennfahrerin
Wendy Holdener.
Das hat Hoch-Ybrig noch nie erlebt: der
Grand Prix Migros, Europas grösstes Skirennen für Jugendliche, sowie der Famigros Ski
Day, das Familien-Plauschrennen, sorgen
erstmals für ein gemeinsames Power-Wochenende. Am 6. und 7. Februar 2016 gastieren beide Swiss-Ski-Breitensport-Events mit
Migros als Hauptsponsor in Hoch-Ybrig. Während am Samstag Skifahrerinnen und Skifahrer zwischen 8 und 16 Jahren am Grand
Prix Migros möglichst schnell durch die Tore
kurven, vergnügt sich am Sonntag die ganze
Familie am Famigros Ski Day und geniesst
einen gemütlichen Skitag.
Visuelle Präsenz in luftiger Höhe
Es ist unbestritten, dass Hoch-Ybrig für
Swiss-Ski zu einem wichtigen und treuen
Austragungsort wurde. Diese jahrelange und
14
D E Z E MB E R 2015
Winterliches Gewand: die 125er-KabinenSeilbahn erscheint in dieser Skisaison im GrandPrix-Migros- und Famigros-Ski-Day-Design.
gute Zusammenarbeit zwischen Migros,
Swiss-Ski und der Bergregion wird mit dieser
exklusiven Gondel feierlich gekrönt. Für eine
Winter-Saison soll sie Schneesportbegeis-
BREITENSPORT
Eine Champagnerdusche für die neu
eingekleidete Gondel. Wendy Holdener
bewies als Taufgotte viel Gleichgewichtsgefühl.
FOTOS: ERWIN ZÜGER
terte daran erinnern, dass Hoch-Ybrig und
entsprechend auch die Bergbahnen eng mit
den Swiss-Ski-Projekten verbunden sind.
Grand-Prix-Migros- und Famigros-Ski-DayFans gelangen direkt von der Talstation Weglosen mit der Luftseilbahn ins Ski- und Snowboardgebiet.
Premiere für die Taufpatin
Gesichert auf die Gondel klettern, Flasche
schütteln, entkorken und anschliessend mit
Formel-1-Manier den Schaumwein spritzen
lassen – es scheint, eine Gondeltaufe sei für
die 22-jährige Wendy Holdener tägliches
Business. Doch dem ist nicht so. «Für mich
war es eine spezielle Premiere. Ich habe noch
nie eine Gondel getauft, geschweige denn auf
einer gestanden», erzählt die Slalom-SpeziaS ABRINA AEBIS CH ER
listin lachend.
FA M I G R O S SKI DAY –
D E R SC H NEESPORTTAG FÜR DIE GAN ZE
FA M I LI E ZUM UN SCHLAGBAREN PREIS
GRAN D PRIX MIGROS –
EUROPAS GRÖSSTES SKIRENNEN
FÜR JUGEN DLICH E
20. Dezember: Flumserberg
03. Januar: Wildhaus
10. Januar: Morgins
17. Januar: Arosa
24. Januar: Marbachegg
30. Januar: Bugnenets-Savagnières
31. Januar: Diemtigtal
07. Februar: Hoch-Ybrig
13. Februar: Lenk
21. Februar: Sörenberg
28. Februar: Bosco Gurin
06. März: Stoos
13. März: Braunwald
19. März: Meiringen-Hasliberg
20. März: Col des Mosses
03. Januar: Les Crosets
09. Januar: Klewenalp
16. Januar: Les Diablerets
17. Januar: Schönried
24. Januar: Zermatt
31. Januar: Wengen/Grindelwald
06. Februar: Hoch-Ybrig
14. Februar: Davos
21. Februar: Airolo
28. Februar: Lenk
06. März: Wildhaus
13. März: Savognin
19. März: Nendaz
01.–03. April: Finale St. Moritz
www.famigros-ski-day.ch
www.gp-migros.ch
DEZEMB ER 2 0 1 5
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SPONSORING
ODLO SETZT MIT
EVOLUTION BLACKCOMB
NEUE IMPULSE
Beim Zwiebellook werden mehrere dünne
Schichten übereinander getragen. Dadurch
wird verhindert, dass unser Körper durch
nassanliegende Bekleidung direkt auf der
Haut ausgekühlt wird. Dank des Zwiebellooks
wird der Schweiss nämlich durch mehrere
dünne Schichten hindurch nach aussen
transportiert.
16
D E Z E MB E R 2015
Das Dreischichtenprinzip – «The Art of Layering» – ist die Kernkompetenz des Schweizer
Sportbekleidungsherstellers Odlo. Vor allem
die erste Schicht, die in direktem Kontakt mit
der Haut steht, ist für ein optimales Sportoutfit entscheidend. Sie sorgt für perfekte Temperaturregulierung, schnelle Rücktrocknung
und bietet zuverlässigen Schutz vor Kälte.
Durch die Integration der Odlo eigenen
Greentec-Technologie werden 38 Prozent recyceltes Polyester verwendet und damit ein
wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit des
Unternehmens geleistet. Nahtlos eingestrickte Funktionszonen sorgen für zusätzliche Wärme im Nieren- und Kniebereich.
O D LO
FOTOS: ZVG.
Der Winter ist im Anmarsch. Die Tage werden kürzer und kälter. Nachts legt sich der
Frost wie eine Decke über die Felder. Tagsüber kann die Sonne über dem Nebelmeer
oft nur erahnt werden. Nebel, Regen, Wind
und Schnee prägen diese Jahreszeit. Und
der berühmte Zwiebellook. Auch LanglaufAss und Odlo-Botschafter Dario Cologna
schwört darauf.
SPONSORING
SCHNEESPORT FÜR ALLE
DANK SWISSCOM
Bereits seit 13 Jahren ist Swisscom Hauptsponsorin von Swiss Ski und engagiert sich
für alle, deren Herz beim Anblick der weissen Pracht höher schlägt – vom Einsteiger
bis zum Spitzenathleten.
In ihrer Funktion als Hauptsponsorin von
Swiss-Ski unterstützt Swisscom die Nationalmannschaften und sämtliche Swiss-SkiKader im alpinen und im nordischen Bereich
sowie im Snowboard, Freestyle und Telemark.
Mit dieser langfristigen Partnerschaft begleitet Swisscom die Schweiz auf dem Weg
zur Skination Nr. 1. Auch der Nachwuchs
kommt zum Zug: im Rahmen des «Swisscom
Junior Teams» werden die jungen Alpin-Fahrer auf dem Weg an die Junioren-WM begleitet und zusammen mit Swiss-Ski wird für
ideale Trainingsbedingungen und spezielle
Vorbereitungsmassnahmen gesorgt. Thomas
Rieder, Leiter Sponsoring bei Swisscom,
dazu: «Schneesport ist für die Schweiz so
wichtig wie Schokolade und vereint Nationalstolz, Innovation und Dynamik. Deshalb engagieren wir uns für kleine und grosse Schneesportler.»
Wintersport ist Breitensport: rund drei Millionen Menschen in der Schweiz begeistern sich
dafür. Im Rahmen der SnowDays bringt
Swisscom 20 000 Kinder auf den Schnee. Von
klein auf Ski fahren ist in der Schweiz heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.
Swisscom leistet im Rahmen dieser «Schneespasstage» einen Beitrag dazu, den traditionellen Schweizer Schneesport insbesondere
bei der jungen Bevölkerung wieder populärer
zu machen.
Auch Langlaufen erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. An den «Swisscom Nordic
Days» haben Interessierte die Möglichkeit, in
verschiedenen Regionen der Schweiz direkt
NF
von den Langlaufprofis zu lernen.
Mehr erfahren: www.swisscom.com/schnee
Unkonventionell: Patrick Küng trainiert
für die Zuschauer von Swisscom TV.
SKI- STARS: SPEZIALTRAIN ING FÜR DIE
ZUSCHAUER VON SWISSCOM TV
Swisscom unterstützt
die Schweizer Skistars.
❞
Schneesport ist für die Schweiz
so wichtig wie Schokolade und
vereint Nationalstolz, Innovation
und Dynamik. Deshalb engagieren
wir uns für kleine und grosse
Schneesportler.
Thomas Rieder, Leiter Sponsoring
Eine aktuelle Werbekampagne zelebriert die Partnerschaft von Swisscom und Swiss-Ski auf witzige
Art und Weise – mit Lara Gut, Carlo Janka und
Patrick Küng in ungewohnten Hauptrollen.
«Flacher, Lara, flacher!», ruft der Trainer mit
Megafon – und tatsächlich: Im zweiten Anlauf gelingt dem Schweizer Skistar das Kunststück, auf
ihren zwei Brettern unter Limbostangen hindurch
zu fahren, ohne diese zu berühren. Aber warum
diese unkonventionellen Trainingsmethoden?
Die Antwort liegt sprichwörtlich in den Händen der
Zuschauer: Mit Swisscom TV Air holen sich diese
Swisscom TV 2.0 auf Laptop, Tablet und Smartphone. Und geniessen Spitzenleistungen der
Swiss-Ski-Athleten immer und überall. Weil sich
die Unterhaltung so dem Leben des Zuschauers
anpasst, wird dieser zum Programmdirektor, der
direkt Einfluss aufs TV-Programm nimmt.
Die Kampagne dramatisiert diese Idee in mehreren
Phasen. Und zeigt, wie sich die Schweizer Ski-Nati
mit einem Technologietrainer darauf vorbereitet,
für jede erdenkliche TV-Nutzungssituation vorbereitet zu sein. In der eingangs geschilderten Szene
trainiert Lara Gut speziell für diejenigen Fans, die
sich mit immer flacheren Tablets oder Smartphones zuschalten. Ergebnis des Spezialtrainings:
Die Athleten zeigen Top-Leistungen und legen damit eine wichtige Basis für das Versprechen von
Swisscom: «Beste Unterhaltung wo immer Sie
TD
sind.»
Mehr erfahren:
www.swisscom.com/unterhaltung
DEZEMB ER 2 0 1 5
17
SPONSORING
WINTERERLEBNISSE
MIT ATTRAKTIVEN
ANGEBOTEN
VON RAIFFEISEN
Ab auf die Piste –
Skitageskarten zum halben Preis
Viel Schnee, viel Sonne und freie Pisten – das
ist die Idealvorstellung eines erholsamen
Wintersporttags. Und wenn dabei noch das
Portemonnaie geschont werden kann, umso
besser. Genau solche Wintersporttage
schenkt Raiffeisen mit 19 Partner-Skiregionen während der Wintersaison 2015/2016.
Raiffeisen-Mitglieder erhalten von Montag
bis Freitag sowie an mehreren Aktions-Wochenenden 50 Prozent Rabatt auf die regulären Preise. Alles, was Mitglieder dazu benötigen, sind entsprechende Rabatt-Gutscheine
sowie eine Maestro-Karte, V-PAY-Karte oder
Kreditkarte, mit welcher man sich an der
Kasse als Mitglied ausweist und die Tageskarte bezahlen muss. Gut zu wissen: bis zu
zwei Kinder bis 17 Jahre erhalten in Begleitung eines Raiffeisen-Mitglieds in allen Skigebieten ebenfalls eine Tageskarte zum halben Preis.
Ab an die Skiweltcup-Rennen –
zum halben Preis
Ob am Lauberhorn in Wengen, am Chuenisbärgli in Adelboden, an den Rennen der
Frauen in Crans-Montana oder am Finale in
St. Moritz – Stimmung und Emotionen pur
sind bei den Schweizer Veranstaltungen garantiert! Mitglieder können live dabei sein und
18
D E Z E MB E R 2015
Grandiose Stimmung bei den Rennen.
Abwechslungsreiche Skidestinationen in der
Schweiz.
bezahlen für ausgewählte Rennen nur den
halben Eintrittspreis.
Weitere Informationen zu den Mitgliedervorteilen erteilen alle Raiffeisenbanken in der
Schweiz oder sind unter www.raiffeisen.ch/
winter ersichtlich.
gendliche mitfinanziert werden. Ab Dezember 2015 sind die bewährten weissen und
schwarzen Mützen wieder erhältlich. Neu
wird eine neue Mütze mit frischen, trendigen
Farben ins Sortiment aufgenommen. Die Artikel sind bei Ihrer Raiffeisenbank oder unter
www.raiffeisen.ch/ski für je zehn Franken
beziehbar. Fünf Franken pro verkauften
Artikel spendet Raiffeisen für die Swiss-SkiNachwuchsförderung.
Und das passende Outfit zu den Winterevents dazu: die Raiffeisen-Fanmütze
Raiffeisen führt das erfolgreiche Projekt
«Eine Mütze für Sie – fünf Franken für den
Nachwuchs» weiter. In den vergangenen fünf
Jahren kamen mit dem Verkauf der Fanmützen über 1,1 Millionen Franken an Spendengeldern zusammen, mit denen professionelle
Trainingsbedingungen für Kinder und Ju-
Raiffeisen drückt Swiss-Ski für die Wintersaison 2015/2016 die Daumen und wünscht
allen Mitgliedern tolle Wintererlebnisse.
FOTOS: ZVG.
Raiffeisen engagiert sich seit zehn Jahren
bei Swiss-Ski und Schneesport. Nicht nur
der Schweizer Nachwuchs profitiert von diesem Engagement, auch die Mitglieder der
rund 300 Raiffeisenbanken in der ganzen
Schweiz kommen in den Genuss von exklusiven Vorteilen.
COACHING INSIDE
TRAINERAUSBILDUNG
THEORIE ERLEBEN UND
IN DIE PRAXIS TRANSFERIEREN
Wer an Trainerausbildung denkt, hat oft Bilder von Referaten, Begriffsdefinitionen oder
abstrakten Modellen im Kopf. Theoretisches
Wissen nützt jedoch nichts, wenn es nicht in
den Trainingsalltag transferiert wird. In den
Modulen der Trainerausbildung von SwissSki steht deshalb die Optimierung der Trainingspraxis im Vordergrund.
Fachbegriffe sind wichtig, um gezielt
diskutieren zu können. Theoretische Modelle
helfen, das Denken und Handeln zu strukturieren. Diese theoretischen Informationen
lassen sich jedoch viel leichter abspeichern,
wenn sie aktiv erlebt und mit eigenen Erfahrungen verknüpft werden können. In den
Ausbildungsmodulen von Swiss-Ski sollen
theoretische Inhalte deshalb in Form von Praxis-Sequenzen oder Workshops erlebt und
angewendet werden. Der Transfer in die Trainingspraxis beginnt bereits im Ausbildungs-
modul, indem die Trainerinnen und Trainer
erste konkrete Übungen oder Planungen für
ihre Trainingsgruppe erarbeiten.
Diese Unterrichtsphilosophie wird auch im
J+S-Nachwuchstrainerkurs Schneesport
verfolgt. Dieser Kurs bildet den Abschluss der
Ausbildung «J+S-Nachwuchstrainer» und ist
speziell auf Club- und Regionalkader-Trainer/innen ausgerichtet. Hier wird das übergeordnete Thema «Coaching» behandelt,
wobei die Aspekte «Psyche» und «Kommunikation» speziell beleuchtet werden.
Wie es aussieht, wenn Teilnehmerinnen und
Teilnehmer wie Daniel Albrecht Theorie erleben, sehen Sie im Beitrag zum Nachwuchstrainerkurs Schneesport 2015 von Kanal9:
www.swiss-ski.ch/ausbildung
R O L AND HE RZ I G
KURSANGEBOT FÜR DEN KOMMENDEN WINTER
2015/2016
Club-Assistenzleiterausbildung
27.–29.11.2015 Andermatt (d/f)
11.–13.12.2015 Flumserberg (d)
Modul Kurssetzen
18.–20.12.2015 Davos Platz (d)
19.–21.12.2015 Adelboden (d)
11.–13.01.2016 Nax (f/d)
Modul Technik Wettkampf, Alpin,
Ski- und Snowboard-Cross
31.01. bis 05.02.2016 Andermatt (d/f)
> ausgebucht!!!
FOTOS: ZVG.
Modul Technik Wettkampf, Freeski,
Snowboard Freestyle
13.–18.03.2016 Laax (d/f)
Modul Methodik Wettkampf,
Ski Alpin
03.–08.04.2016 Andermatt (d/f)
Integriert in J+S-Expertenkurs
Wettkampf Alpin
DEZEMB ER 2 0 1 5
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S T I F T U N G PA SS I O N S C H N E E S P O R T
ANJA UND CHRISTOPHE
ZWEI VIELVERSPRECHENDE
TALENTE
Die Stiftung Passion Schneesport ebnet jungen Schneesportathleten
den Weg an die Spitze.
Zwei davon sind Christophe Torrent und Anja Fischer.
Christophe Torrent, Sieger des Ochsner
Sport Jugend Cup 2015, ist ein Fussballfan
durch und durch. Seine Begeisterung für den
FC Sion ist grenzenlos. So verbringt das
Walliser Skitalent praktisch jede freie Minute in der Nordkurve des Stade de Tourbillon,
dem Heimstadion des legendären Fussballclubs. Dass er ein Jahresabonnement für die
Spiele des dreizehnfachen Schweizer Cupsiegers besitzt, überrascht nicht, ebenso
wenig wie die Tatsache, dass er als sein
sportliches Vorbild mit dem ehemaligen Sitten-Kapitän Goran Obradovic einen Fussballer nennt. Bleibt bei all dieser Begeisterung für den FC Sion überhaupt noch Platz
fürs Skifahren?
Christophe Torrent ist in der Nähe der Skistation von Anzère aufgewachsen. Beide Eltern sind im Skibusiness tätig, Vater François
als Vertreter für Atomic-Ski, Mutter Véroni-
Christophe Torrent hat im letzten Winter
im Ochsner Sport Jugend Cup den Gesamtsieg
davongetragen.
20
D E Z E MB E R 2015
que als Skilehrerin. Somit liegt es auf der
Hand, dass Christophe schon mit zwei Jahren
erstmals auf den Ski stand. Heute sind der
Super-G und der Riesenslalom seine Lieblingsdisziplinen. In beiden Disziplinen ist
Christophe amtierender Junioren-Schweizermeister. Und in beiden Disziplinen will der
Unterwalliser, der noch zwei Brüder hat,
eines Tages an die Weltspitze vorstossen.
Dass der Weg dorthin ein langer und steiniger
ist und nicht ganz risikolos, das blendet
Christophe aus: «Ich denke darüber nach,
falls der Moment eines Tages kommt – in der
Hoffnung, dass er nie kommt.» Ihm ist aber
sehr wohl bewusst, dass er mit seiner Berufswahl auf eine unsichere Zukunft setzt.
Während mehr als drei Jahren litt der Fussball- und Tennisfan aufgrund einer Wachstumsstörung an Knieproblemen. In dieser
Zeit habe er sich oft gefragt, ob er jemals
wieder ohne Schmerzen skifahren könne.
«Ich kenne den Zweifel und bin nun, da die
Schmerzen verschwunden sind, umso motivierter», meint Christophe. Gleichzeitig aber
sorgt er mit seiner Ausbildung zum Geometer
dafür, dass er neben dem Skirennfahren ein
zweites Standbein hat. Christophe absolviert
im Büro Blanc et Schmid SA in Ayent sein
zweites Lehrjahr. Sein Patron sei extrem verständnisvoll und erlaube Christophe, jeden
Tag um 16 Uhr trainieren zu gehen. Und falls
er in der Schule einmal fehlt, übermittelt ihm
ein Schulkollege die Unterlagen zu den verpassten Lektionen.
Skifahren ist ein teures Hobby. Noch mehr
kostet es, wenn der Sport profimässig ausgeübt wird. Aus diesem Grund profitiert
Christophe von der Unterstützung durch die
Stiftung Passion Schneesport, «eine wertvolle Hilfe für meine Eltern; sie können so
meine Saison finanzieren». Auf die Stiftung
aufmerksam geworden ist er durch eine Meldung auf der Homepage von Ski Valais. Die
ganze Familie unterstützt Christophe bei der
Verwirklichung seines Traumes. Christophe
schmunzelt: «Sie stehen zwar voll und ganz
hinter mir, aber sie zögern auch nicht, mich
zu necken und unter Druck zu setzen.» Seine
Kollegen, die Christophe übrigens liebevoll
als «Faulpelz mit viel Humor» beschreiben,
haben ebenfalls Verständnis dafür, dass
Christophe einen dichten Terminkalender hat
und neben Training und Wettkämpfen sowie
Ausbildung und Job nicht viel Freizeit bleibt.
«Natürlich ist es manchmal schwierig, sich
zu motivieren und in den Kraftraum zu gehen,
während die Kollegen alle im Schwimmbad
sind», meint Christophe. Aber ich weiss, dass
diese ‹Opfer› mir schlussendlich erlauben,
meine sportlichen Ziele zu erreichen.»
D I ANA F ÄH
S T I F T U N G PA SS I O N S C H N E E S P O R T
Eine gute Organisation ist das A und O. Anja
Fischer erlebt dies tagtäglich. Nur mit einem
strukturierten Tagesablauf ist es ihr möglich, Training, Wettkämpfe, Schule und Privatleben unter einen Hut zu bringen. Zudem
erhält sie wertvolle Unterstützung von ihrer
Familie, und die Zuständigen an der Sportmittelschule Engelberg nehmen grosse
Rücksicht auf die sportlichen Aktivitäten
der talentierten Nachwuchsbiathletin. Die
16-Jährige weiss dies sehr zu schätzen,
ebenso das funktionierende Zusammenspiel aller Faktoren. «Nur so ist es möglich,
schulische und sportliche Top-Leistungen
zu erbringen», sagt sie.
Beim Stehendschiessen gilt es für Anja Fischer
ruhige Hand zu bewahren.
Im Kindergartenalter bestritt Anja Fischer
das erste Langlaufrennen, zwei Jahre später
wechselte sie zum Biathlon. «Speziell fasziniert hat mich die Kombination zweier komplett unterschiedlicher Sportarten», sagt sie.
«Das Langlaufen erfordert Ausdauer und das
Schiessen Präzision.» Dass ihr diese Verknüpfung liegt, unterstrich die Obwaldnerin
schon mehrmals. In den Jahren 2013 und
2014 wurde sie Schweizermeisterin mit der
U16-Staffel (Nordic Engelberg), in der letzten
Saison realisierte sie im Leonteq Biathlon
Cup sieben Podestplätze bei der Jugend 1 und
Abfahrts-Olympiasieg 2014 und Alessandra
Keller mit WM-Gold bei den Juniorinnen 2013
in der Sparte Mountainbike. «Beide Athletinnen bewundere ich primär wegen ihres immensen Willens», sagt Anja, die in ihrer spärlichen Freizeit bevorzugt liest, Musik hört, ins
Kino geht, backt und sich mit Freunden trifft.
Unterstützung auf ihrem zeitlich und finanziell aufwändigen Karriere-Weg erhält Anja
unter anderem auch von der Stiftung Passion
Schneesport. «Dieser Beitrag entlastet das
Familien-Budget. Mit ihm können wir ein Teil
des Schuldgelds abdecken», sagt die Angehörige von Nordic Engelberg. Auf die Stiftung
aufmerksam wurden sie und ihre Eltern mittels eines Internetbeitrages. Ausserdem zählen der Sohn (Niklas) und die Tochter (Julia)
von Stiftungsratsmitglied Michael Hartweg zu
ihren Schulkameraden. Beiden steht ebenfalls eine aussichtsreiche Laufbahn bevor.
gewann im Massenstartrennen der Schweizer U19-Meisterschaften die Bronzemedaille.
Die Krönung des glanzvollen Abschneidens
bildete der Aufstieg ins Leonteq Biathlon Junior Team (Kandidatengruppe von Swiss-Ski).
Und dieser macht Appetit auf mehr. Neben
guten Resultaten im Swiss Cup peilt Anja in
diesem Winter internationale Einsätze im
Rahmen des Alpencups und die Teilnahme an
den Olympischen Jugendspielen in Lillehammer an. «Idealerweise ohne, dass die schulischen Leistungen leiden», betont die 16-jährige Besucherin der Sportmittelschule an
ihrem Wohnort Engelberg. Den Maturaabschluss erachtet sie als überaus wichtig,
denn sie weiss: «Eine Garantie auf eine Karriere als Spitzensportlerin besitze ich nicht.»
Solche Gedanken blendet Anja indes aus und
sie richtet das Hauptaugenmerk auf den IstZustand. «Sport ist die beste Lebensschule;
man lernt viel – zum Beispiel Willenskraft.»
Mit dem letzten Wort nennt die talentierte
Nachwuchsbiathletin gleich eine ihrer auffallendsten Charaktereigenschaften. Zusätzlich bezeichnet sie sich als fröhlich, hilfsbereit und vertrauenswürdig. Und welches ist
ihr grösster Schwachpunkt? «Ich bin in gewissen Situationen ein wenig zu skeptisch»,
sagt die Zentralschweizerin.
Anja, die einen fussballbegeisterten Zwillingsbruder und eine um ein Jahr ältere
Schwester hat (Lea ist nicht minder erfolgreich und gehört der Langlauf-Kandidatengruppe von Swiss-Ski an), lebt nach dem
Motto «Kämpfe für deine Träume». Grosse
Träume bereits verwirklicht haben ihre Vorbilder: Die am Ende der letzten Skisaison
zurückgetretene Dominique Gisin mit dem
Als Sechsjährige bestreitet Anja Fischer
das erste Langlaufrennen.
ren 52 Athleten aus elf Disziplinen von einem Förderbetrag in der Höhe von einer halben Million
Schweizerfranken. Für weitere Informationen:
www.passionschneesport.ch
Spenden an:
Stiftung Passion Schneesport,
3074 Muri b. Bern, Raiffeisenbank Bern,
IBAN CH13 8148 8000 0064 5303 6
H E LFE N A UCH SIE MIT . . .
. . . jungen Athleten wie Christophe Torrent oder
Anja Fischer den Weg an die Spitze zu ebnen.
Übrigens: Stiftungsratspräsident Urs Wietlisbach,
Co-Founder Partners Group, verdoppelt jede Spende, die bis Ende Jahr eingeht!
ANI TA F U C HS
FOTOS: ZVG.
S T I F TU NG PA SSION SCH NE E SP O R T
Die Stiftung soll einen nachhaltigen Beitrag dazu
leisten, dass die Schweiz auch in Zukunft in den elf
Swiss-Ski-Disziplinen Spitzenleistungen erbringen
kann. Neben der direkten finanziellen Unterstützung von Nachwuchsathleten fokussiert die Stiftung, die gemeinnützig und steuerbefreit ist, auch
in die Strukturförderung in den Regionalverbänden
sowie der Unterstützung von ausgewählten Nachwuchs-und Breitensportprojekten. Aktuell profitie-
DEZEMB ER 2 0 1 5
21
AGENDA
28./29. November
LEO N TEQ B IAT HLON CUP
Realp
www.swiss-ski.ch
12. Dezember
SWI SSC O M NO R D I C DAYS
Sedrun
www.langlauf.ch
13. Dezember
SWI SSC O M NO R D I C DAYS
Ulrichen/Obergoms
www.langlauf.ch
5./6. Dezember
S WISS CUP L ANG L AUF
Ulrichen
www.swiss-ski.ch
18.-20. Dezember
WELTCUP SKISPRIN GEN
Engelberg
www.weltcup-engelberg.ch
21. Dezember
OERLIKON SWISS CUP
SKI ALPIN FRAUE N
Haute Nendaz
www.swiss-ski.ch
22. Dezember
OERLIKON SWISS CUP
SKI ALPIN MÄN N ER
St. Moritz, Corvatsch
www.swiss-ski.ch
17./18. Dezember
E U R O PACU P SK I A LP IN
FR A U EN
St. Moritz
www.swiss-ski.ch
20. Dezember
FAMIGROS SKI DAY
Flumserberg
www.famigros-ski-day.ch
8. Dezember
OERLIKON SW ISS CUP
S K I A LPIN M ÄNNER
Saas Fee
www.swiss-ski.ch
27. Dezember
KIDS SN OWBOA RDCROSS
Lenk
www.audisnowboardseries.ch
18./19. Dezember
O C H SNE R SP O R T
J U G E ND C U P
Samnaun Musela
www.swiss-ski.ch
12./13. Dezember
WELTCUP L ANG L A
AUF
UF
Davos
www.davosnordic.ch
20. Dezember
H ELVETIA N ORDIC TROPH Y
LAN GLAUF
Klosters
www.swiss-ski.ch
27./28. Dezember
CON TIN EN TAL CUP
SKISPRIN GEN
Engelberg
www.swiss-ski.ch
28./29. Dezember
SWISS CUP LAN GL AUF
Campra
www.swiss-ski.ch
DER OERLIKON SWISS CUP –
SPRUN GBRETT FÜR
N ACH WUCH STALEN TE
Der Oerlikon Swiss Cup bietet jungen Talenten eine
ideale Plattform, um sich für ein Swiss-Ski-Kader
zu empfehlen und so einen wichtigen Schritt Richtung Spitze zu machen. Gleichzeitig leistet der
Oerlikon Swiss Cup einen wertvollen Beitrag, damit
die Skination Schweiz auch in Zukunft Erfolge
feiern kann.
Weitere Informationen sowie das Reglement und
den Rennkalender des Oerlikon Swiss Cup 2015/16
finden Sie hier
OCHS N E R - S POR T - AKT IION:
O N: 2
20%
0 % R A B ATT
FÜ R S WI SS - S K I- MITG
M ITG LIED
L I ED ER
ER
Seit 2007 ist Ochsner Sport offizielles Sportgeschäft des Schweizer Skiverbandes und exklusiver
Merchandising-Partner. Das kommt auch den
Schweizer Skifans zugute: Während zwei Wochen,
vom 23. November bis 6. Dezember 2015, kommen
sie in den Genuss von 20% Rabatt auf sämtlichen
Artikeln. Die einzige Bedingung ist, dass sie ent-
22
D E Z E MB E R 2015
weder bereits Mitglied bei Swiss-Ski sind oder vor
Ort eine Swiss-Ski-Mitgliedschaft für 50 Franken
lösen. Und dann steht dem Saisonauftakt mit neuen
Schuhen und neuen Ski nichts mehr im Weg.
Weitere Informationen unter
www.swiss-ski.ch/mitglieder/angebote.html
KURZ UND BÜNDIG
S WISS IST O FF IZIEL L E
FLU GG E SEL L SCHAF T VO N SWI SS-SK I
Swiss International Air Lines (SWISS) unterstützt
Swiss-Ski in den nächsten drei Jahren mit umfangreichen Leistungen rund um die Flugreisen aller elf
Disziplinen zu internationalen Weltcup- und FISRennen im Ausland. Damit weitet SWISS ihr Engagement im Sport auf nationaler Ebene aus. «Als
Airline der Schweiz ist es uns besonders wichtig,
den Wintersport als eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Schweizer Bevölkerung zu
unterstützen. SWISS ist daher stolz, nun auch unser
Schweizer Ski- und Snowboard-Team in Zukunft bei
Trainings und wichtigen sportlichen Einsätzen im
Ausland zu begleiten und zu unterstützen», erklärt
Markus Binkert, Chief Commercial Officer von
SWISS. «Und als begeisterter Skifahrer freut mich
diese Zusammenarbeit von SWISS und Swiss-Ski
natürlich besonders.»
«Unsere rund 300 Athletinnen und Athleten sowie
150 Betreuer aller elf Swiss-Ski-Disziplinen werden in Kürze während der ganzen Saison in der
ganzen Welt unterwegs sein. Umso wichtiger ist es
für einen Verband wie Swiss-Ski, sich auf einen
Partner verlassen zu können, der mit seinem hohen
Serviceverständnis die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler perfekt unterstützt», sagt Urs
Lehmann, Präsident von Swiss-Ski, zur Partnerschaft.
20 JA H RE S POR T M IT T EL SC H U LE
EN GELBER G
ehemalige Mitarbeitende der ersten Stunde. Doch
nicht nur die Sonne, illustre Gäste aus der Sportwelt und interessante Gesprächspartner auf dem
Podium sorgten für einen gelungenen Samstagausflug, sondern auch die sportlichen Vorführungen des Freestyle-Nationalteams u.a. von Luca
Schuler oder Andri Ragettli.
FOTOS: ZVG.
Seit 1995 steht die Sportmittelschule Engelberg im
Dienste junger Schneesporttalente. Derzeit sind 90
Schülerinnen und Schüler an der Sportmittelschule Engelberg eingeschrieben. Alle mit dem Ziel, bei
Olympischen Spielen am Start sein zu können oder
um Weltmeisterschaftsmedaillen zu kämpfen. Pa-
rallel zur sportlichen Ausbildung wollen die Athleten aber auch den bestmöglichen Schulabschluss
schaffen.
Die Obwaldner hatten also Mitte Oktober 2015 allen
Grund zum Feiern. Das 20-Jahr-Jubiläum bei herrlichstem Herbstwetter zog viele Besucher nach
Engelberg. Unter ihnen auch viele geladene Alumnis der Sportmittelschule, u.a. die Athleten Marc
Gisin, Vitus Lüönd oder Cornel Züger, aber auch
DEZEMB ER 2 0 1 5
23
MAGAZIN
SOREL
MFT CORE DISC®
EIN EYE CATCHER
GUT TRAINIERT
Was sticht denn da genau ins Auge? Die tolle
Ausstattung von Kopf bis Fuss, die Stylistin
Luisa Rossi Joseph Weibel, Chefredaktor von
Snowactive, verpasst hat – oder aber ist es der
Schuh am Fuss? Um den geht es ja letztlich.
Marke: Sorel. Ausgabe: 2015/16. Sein Name:
Ankeny. Seine Funktion: Mid Hiker. Seine Geschichte: Er bietet Funktionalität in Perfektion
mit Outdoor-Obermaterial und einer erstklassigen Konstruktion. Der Schuh ist wasserdicht
und deshalb für jeden Winter geeignet. Das
herausnehmbare EVA-Fussbett mit Fersenstütze und Einsatz aus Mesh zur Stützung des
Fussgewölbes ist eine durchaus angenehme
Nebenerscheinung bei längerer Laufarbeit.
Ist doch wirklich ein Eye catcher – dieser
Schuh!
Die MFT Core Disc® ist ein multifunktionales
Trainingsgerät mit dem die Arm-, Schulter-,
Brust- und Rumpfmuskulatur effektiv gekräftigt und optimal koordiniert werden kann.
Kaum eine Kraftübung ist so effektiv und einfach durchzuführen wie der Klassiker Liegestütz in den Varianten mit der MFT Core Disc®.
t 1FSGFLUFTGVOLUJPOBMFT,SBGUUSBJOJOHGÝSEJF
Stabilisierung der Wirbelsäule und Gelenke
sowie der Arm-, Schulter-, Brust- und CoreMuskulatur
t 1FSGFLUFT ,PPSEJOBUJPOTUSBJOJOH GÝS 0CFSkörper- und Rumpfstabilität
t %JF .'5 $PSF %JTD® ermöglicht sowohl
Wipp-, Kipp- und Rotationsbewegungen,
womit man die tief liegende Muskulatur
perfekter als bisher erreicht
t 0QUJPOBM.'5#JLF(SJQ4FU4UÝDL(SJĎF
mit Verschraubung)
STOKKE
WARM UNTERWEGS
Mit dem aktuellen Stokke-Winter-Kit in Perlweiss und Onyx-Schwarz bleibt es auch bei
eisigen Temperaturen unterwegs angenehm
warm. Das funktionale und stylische Winteroutfit für den Kinderwagen schützt das Kind
vor der Kälte. Als zusätzliches Extra gibt es am
Lenker befestigte, farblich passende Handschuhe für die Eltern.
DAS WINTER-KIT
Das Textilset im neuen Design hat ein detailliertes Steppmuster und kommt in den zwei
neuen Farben Perlweiss und Onyx-Schwarz
daher. Das Winter-Kit sieht nicht nur modisch
aus, sondern hält auch perfekt warm. Das Verdeck wird durch ein abnehmbares Schaffellbord winterlich gestylt. Das Kit enthält eine
textile Rücken- sowie eine Sturmabdeckung
gegen Wind und Wetter, eine Schaffell-Bürste
und Fäustlinge für die Eltern.
Das Winter-Kit passt auf die Stokke-Kinderwagensitze des Crusi und Trailz sowie den Sitz
und die Babyschale des Xplory.
FÜR ALLE FITNESSZIELE GEEIGNET
t
t
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t
*EFBM[VN#PEZGPSNJOH
.VTLFMBVGCBV
-FJTUVOHTTUFJHFSVOHJN4QPSU
,SBGUVOE#BMBODFUSBJOJOH
3VNQGLSBGUVOE3PUBUJPOTUSBJOJOH
"VTHMFJDIFOEFT 5SBJOJOH EFS 0CFSL×SQFS
und Rumpfstabilität
t 4UBCJMJTJFSVOHEFS8JSCFMTÇVMF
MFT Core Disc mit ergonomischen Foam-Griffen inkl. Trainings-DVD bzw. Trainingsvideo
und Trainingsplan für PC, Tablet und Smartphone zum kostenlosen Download und TraiOJOHTBOMFJUVOHTQSBDIJH%&*'
Griffbreite: 22–75 cm, Produktgrösse: 75 cm
breit, 28 cm tief und 12 cm hoch, Produktgewicht: 3,5 kg, Belastbarkeit: bis 120 kg.
Kosten: CHF 199.–
DER DAUNENSCHLAFSACK
Um den Look komplett zu machen, führt Stokke zusätzlich den Daunenschlafsack in denselben Farben ein. Gefüllt mit leichten Daunenfedern und eingefasst mit Fleece hält er auch
bei eisigen Temperaturen schön warm.
%BT8JOUFS,JUJTUBC$)'oVOEEFS%BVnenschlafsack ab CHF 219.– im ausgewählten
Fachhandel erhältlich.
24
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
Erhältlich auf www.mftshop24.com,
Infos unter www.mft-company.com
FELIX NEUREUTHER
KINDER FIT MACHEN
Der deutsche Skirennfahrer Felix Neureuther
gehört seit bald zehn Jahren zu einem der
erfolgreichsten Skitechniker. Der 31-jährige
Bayer aus Garmisch-Partenkirchen hat vor
einem Jahr ein soziales Projekt lanciert. Seit
Juni 2014 ist er «Nationaler Botschafter» von
«fit4future», der Gesundheitsinitiative der Cleven-Stiftung für sechs- bis zwölfjährige Kinder
mit den Schwerpunkten Bewegung, Ernährung und Brainfitness.
Felix Neureuther hat im Rahmen von «fit4future» das Projekt «Beweg dich schlau!» lanciert.
Mit dem Projekt, zu dem er auch ein Buch ge-
schrieben hat, will er Bewegungsarmut, Fettleibigkeit, Konzentrationsmängel und fehlenden Leistungswillen bekämpfen. «Ich habe
mich entschlossen, all meine Erfahrungen und
Erkenntnisse an Kinder weiterzugeben und mit
meinem eigenen ‹fit4future›-Projekt ‹Beweg
dich schlau!› Kinder zu mehr Sport zu motivieren sowie ihre Lebensgewohnheiten und ihren
Lebensstil nachhaltig positiv zu beeinflussen.»
Felix Neureuther verdankt seine Erfolge auch
einer starken Ski- und Schuhmarke.
POC
UELI KESTENHOLZ, STEFFI BUCHLI
FARBENFROH
FREIHEIT
Poc rundet sein Sortiment mit trendigen Mützen und Stirnbändern ab. Mit der riesigen
Farbpalette und den vielen verschiedenen Designs bietet Poc für jedes Winteroutfit das passende Accessoire. Die Beanies und Stirnbänder
werden mit einem hohen Anteil von Wolle
produziert, was angenehm warm hält.
Color Beanie CHF 59.–
(Empfohlener VP)
Spektakuläre Bilder und spannende Geschichten aus dem Leben des Snowboarders und Extremsportlers Ueli Kestenholz. Der Bildband
eines verrückten Lebens. Eine Liebeserklärung
an die Freiheit. Ein Appell, für den eigenen
Lebenstraum zu kämpfen. Das alles ist dieses
Buch. Mit starken Bildern schaut Ueli Kestenholz zurück auf seine lange Karriere als Multisportler. Die Bretter, die ihm die Welt bedeuten, gleiten über Schnee und Wasser. Die
Flügel, die ihn durch das Leben tragen, Schirme, Fallschirme. Snowboards und Surfbretter
sind für Ueli Kestenholz gleichzeitig Spiel- und
Werkzeug. Was noch niemand geschafft hat,
das reizt ihn. So hat er an einem Tag Eiger,
Mönch und Jungfrau mit dem SpeedridingSchirm befahren. Was am Ende spielend leicht
aussieht, ist mit harter Arbeit verbunden.
STEFFI BUCHLI
MIT
DV D
UELI KE STENHOL Z
FREI
HEIT
MEINE TRÄUME
LERNEN FLIEGEN
Steffi Buchli, Ueli Kestenholz – Freiheit,
1. Auflage 2015, 196 Seiten, 27,4 x 30,5 cm,
gebunden, Hardcover. Soeben erschienen, mit
DVD und 250 Abbildungen
ISBN 978-3-03818-068-5, CHF 59.–
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Der Heierling-Ski-Schuh: h1 – mit zwei Weltneuheiten
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Fotos: zVg.
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Schweizer Skischuh
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DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
25
SCHWEIZERISCHER AKADEMISCHER SKICLUB
DER 39. SCHNEEHASE – WIE IMMER EIN LESEGENUSS
Er zählt längst zu den Kultbüchern. Der
Schneehase, Edition 39, bietet einmal mehr
einen faszinierenden Querschnitt durch die
Welt des Ski- und Wintersports, des Alpinismus’ und des Schneesports ganz allgemein.
Seit 1924 gibt es den Schneehasen, der eng
verbunden ist mit der Gründung und Entwicklung des alpinen Skisports weltweit. Historiker
streiten darüber, ob der SAS, der Schweizerische Akademische Skiclub, der dieses Jahrbuch (oder genauer 4-Jahres-Buch) herausgibt, nicht ebenso grossen Anteil an der
Lancierung des Skisports hat wie der als Gründungsvater geltende Brite Sir Arnold Lunn, der
1931 in Mürren die ersten Weltmeisterschaften organisierte.
Die SAS-ler sahen sich damals als ultimative
Instanz des Skisports und versuchten mit leicht
elitärem Touch Gegensteuer zu geben, «als
sich», so die Chronik, «das alpine Treiben auf
der Piste zu einem tumben Theater der Masse
entwickelte». Ein Spiegel des Skisports ist der
Schneehase bis heute geblieben, etwas weniger dogmatisch, aber im Ansatz immer noch
das Medium, das auch die Hintergründe und
gesellschaftlichen Aspekte ausleuchtet. Der
Schneehase mit Schriftleiter Ivan Wagner (erst
der 7. seit der Gründung vor 91 Jahren!) ist
gegliedert in die vier Rubriken «Geschichte
und Tradition», «Zukunft und Innovation»,
«Persönlichkeiten und Werte» sowie das «Klubleben». Schade, dass die Gegenwart etwas zu
kurz kommt. Viele Autoren oder InterviewPartner tragen prominente Namen, so Adolf
Ogi, Gian Franco Kasper, Bernhard Russi, Matthias Remund oder Oswald Oelz. Auch Urs
Schaeppi, der CEO der Swisscom, hat einen
Bericht geschrieben – den Jahresbericht als
SAS-Präsident 2010–2013 . . .
Vor allem der Beitrag mit Pistenarchitekt Bernhard Russi ist so kompetent und detailliert
aufbereitet, wie man seine Arbeit selbst in Tages- und Fachpresse noch nie dargestellt bekam. Kein Wunder: Russis Gesprächspartnerinnen waren zwei Frauen, die selber Skipisten
aus eigener Erfahrung kennen, Theres Obrecht
Hodler, die Spitzenfahrerin der sechziger Jahre, die elf Meistertitel errang, sowie Tamara
Wolf, Junioren-Weltmeisterin 2003, die ihre
Karriere wegen Verletzungen vorzeitig abbrechen musste. Alt Bundesrat Adolf Ogi listet in
einem lesenswerten Exposé die zehn Gebote
des Sports auf und hält, wie es seinem Naturell
entspricht, ein flammendes Plädoyer für den
Anzeige
FOR
PRO
FASHIONALS
PERFECT GEAR, MATCH AND STYLE
uvex core rider and Freeride World Tour
contestant Felix Wiemers rides the
uvex JAKK PAKK.
uvex-sports.com
26
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
Sport. Oswalt Oelz, selber ein Höhenbergsteiger mit weltweitem Renommee, blendet zurück auf die Everest-Besteigung 1956, als Jürg
Marmet und Ernst Schmied als erste Schweizer
Seilschaft und als zweite überhaupt den höchsten Berg der Welt bestieg. Und Extrem-Bergsteiger Ueli Steck lässt sich in sein Innenleben
blicken. Von den historischen Themen bieten
die dramatische Rettungsaktion nach der Notlandung des US-Militärflugzeugs Dakota C-53
am Gauligletscher oder die unerschrockenen
Einsätze der Schweizer Kampfpiloten während
des Zweiten Weltkrieges spannende Lektüre.
Alles in allem ein Buch, das man gerne zur
Hand nimmt, aber kaum in einem Zug durchliest, sondern Kapitel für Kapitel geniesst. Der
Schneehase ist erhältlich im Simowa Verlag
AG, Bern, und www.staempfliverlag.com sowie im allgemeinen Buchhandel.
RICHARD HEGGLIN
Der Schneehase, 39. Edition,
Schweizerischer Akademischer
Skiclub SAS, 260 Seiten, durchgehend
farbig illustriert, CHF 79.–
ISBN 978-3-908152-43-9
SCHWEIZER LANGLAUFMEISTERSCHAFTEN 2016
DROP
HEJA SVEITS – HOPP SCHWIIZ
KLEIN ABER OHO
Nach 1988 finden zum zweiten Mal die
Schweizer Langlaufmeisterschaften im
Langlaufzentrum Sparenmoos oberhalb
von Zweisimmen statt. Die nationale Elite
wird am 16. und 17. Januar und von Freitag
bis Sonntag, 18. bis 20. März 2016, um fünf
Titel kämpfen.
Das Sparenmoos ist ein goldener Boden für die
Schweizer Nordischen. Vor 28 Jahren dominierten Andy Grünenfelder, Hyppolit Kempf,
Andreas Schaad und Fredy Glanzmann die
Meisterschaften der Langläuferinnen und
Langläufer der Nordisch-Kombinierten. Dieses
Quartett heimste nur Wochen später an den
Olympischen Spielen von Calgary einen kompletten Medaillensatz ein.
«HOPP SCHWIIZ» STATT «HEJA NORGE»
Der Anlass soll für die Zuschauer und Athleten
zum fröhlichen Volksfest nach nordischem
Muster werden. Statt «Heja Norge» werden an
den Titelwettkämpfen viele «Hopp Schwiiz»Rufe erschallen. Präsidentin Sonja Kurt hat
ihre OK-Mitglieder, die Helferinnen und Helfer
darauf eingestimmt und hofft auch auf die lautstarke Unterstützung der Zuschauer: «Mit
Dario Cologna – der dreifache Olympiasieger
wird – wie hier bei seinem Zweisimmer-Auftritt
im Frühjahr 2015 – für viel Begeisterung bei der
Schuljugend sorgen.
Treicheln, Kuhglocken und Rätschen wollen
wir eine ausgelassene Volksfeststimmung nach
nordischem Muster aufkommen lassen.»
Die Performance-Backpack-Linie ergänzt Evoc
um den kleinen, technischen Drop. Charakteristisch: die reduzierte Optik. Hingucker: die
Weltkarte als Print. Doch der Kleine ist nicht zu
unterschätzen. Die zwölf Liter Volumen haben
es an und in sich. Ski oder Board lassen sich
ebenso einfach wie sicher befestigen. Für Helme findet sich eine eigene Befestigungslösung.
Auch die komplette Lawinenausrüstung findet
ihren Platz – schnell greifbar in einem Fach auf
der Vorderseite. In Sachen Sicherheit nicht zu
vergessen: der aufgedruckte Notfallplan und
die Signalpfeife am Brustgurt. Multifunktionale Schlaufen, Platz für Trinksysteme bis zwei
Liter und ein gefüttertes Brillenfach machen
unseren Kleinsten zur ersten Wahl für kurze
Touren und für Personen mit kürzerer Rückenlänge.
TIPP FÜR DIE ANREISE
Das OK hofft auf einen grossen Zuschaueraufmarsch. Das eigene Auto kann in Zweisimmen
auf den offiziellen Parkplätzen geparkt werden
und Bus-Shuttles werden die Besucher ins Sparenmoos transportieren.
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© Photo : Arnaud
d Childeric / KALICE.FR
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Skifahrer, die absolute Kontrolle unter allen Bedingungen wollen. Er wiegt nur
knapp 2 kg, hat einen Schaft mit einer Bewegungsamplitude von 20° und verfügt
über WTR Sohlen: alles, was es braucht, um auf allen Skigeländen zuhause zu
sein. Der XT 130 ist mit 97 mm (LV) und 100 mm Innenform erhältlich, hat
einen Theromfit RL3 Innenschuh und passt sich jetzt noch mehr Fussformen
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unvergleichliche Power und Vielseitigkeit.
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DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE 27
TWINT
ST. MORITZ MACHT DIGITALES ZAHLEN
AUF DER PISTE MÖGLICH
Von Nordamerikaexperte
Bernhard Krieger
Als erstes Bergbahnunternehmen
der Schweiz führt Engadin St.
Moritz Mountains AG mobiles
Payment ein. Das mobile Bezahlen
ist an den Kassen der Bergahnen
sowie in diversen Gastrobetrieben
möglich. Konkret heisst das: Essen
und Trinken in den angeschlossenen Betrieben kann über Smartphone getätigt werden. Der Kauf
von Skitickets erfolgt ebenso über
das Handy. Eine Kreditkarte ist
nicht erforderlich.
Das System heisst TWINT und ist
sozusagen ein digitales Portemonnaie. Der Kauf in beteiligten Betrieben ist bargeldlos. Geladen
wird die App von einem beliebigen
Konto des App-Inhabers oder auch
über den Telefonanbieter. Der
Kunde erhält Ende Monat keine
Abrechnung, der aktuelle Kontostand auf der App ist jederzeit abrufbar.
Mit dem Mobile Payment ist es
zudem möglich, Geld digital hinund herzuschieben. Zum Beispiel
kann die Person A der Person B im
Skigebiet Geld «überweisen», damit sich diese beispielsweise im
Restaurant verpflegen kann. Die
Überweisung erfolgt von Smartphone zu Smartphone.
Auch diese Saison bieten rund 100
Hotels in Engadin St. Moritz ihren
Gästen ein bestechendes, einzigartiges Angebot an. Wer ab zwei
Nächten in einem der Partnerbetriebe der Bergbahnen logiert,
erhält für die Dauer seines Aufenthalts die Tageskarte für 35 Franken pro Person und Tag. Der Tagesskipass
umfasst
350
Pistenkilometer, drei Snowparks
und 56 Bergbahn-Anlagen. Zudem können die öffentlichen Verkehrsmittel im Oberengadin kostenlos benutzt werden. Das
Angebot gilt während der gesamten Wintersaison vom 17. Oktober
2015 bis 22. Mai 2016.
Dieses Angebot ist nicht mit anderen Angeboten oder Vergünstigungen kombinierbar.
Die beteiligten Hotels sind auf
www.engadin.stmoritz.ch/winter/de/hotel-und-skipass abrufbar.
28
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
Die Saison hat kaum begonnen, da ist
Nordamerikas Ski-Szene schon in Feierlaune. Und das nicht nur, weil El Niño auf
einen grandiosen Winter hoffen lässt. In
Kanada und den USA stehen gleich in
mehreren Skigebieten Jubiläen an.
Kanadas Skigebiet-Oldie Mt. Norquay
Banffs Hausberg wird in diesem Winter
85 Jahre alt. Damit ist das kleinste Skiresort der Big 3 rund um Banff – Mt. Norquay, Sunshine Village und Lake Louise
– das älteste Skigebiet Kanadas. Mt. Norquay ist nicht hochmodern, dafür aber
sehr charmant. Von Banffs Main Street
bis zum Lift sind es gerade mal zehn Minuten – perfekt für die ersten Schwünge
nach der Ankunft im Banff Nationalpark.
Besonders schön sind übrigens die Vollmondnacht-Dinner auf dem Mt. Norquay
mit Blick auf den Ort Banff.
Happy Birthday Whistler
Auch in Whistler wird gefeiert – und zwar
der 50. Geburtstag des Skiresorts. Was
klein begann, ist heute ein Gigant. Whistler-Blackcomb ist das grösste Skigebiet
Nordamerikas und für viele Gäste aus
Europa auch das schönste. Kein Wunder,
schliesslich ist der Skiberg Weltklasse
und das Angebot an Unterkünften, Restaurants, Bars und Geschäften im Ski-inSki-out-Village einzigartig. Whistler bietet einfach alles – vom Bobfahren bis zum
Heliskiing. Im Jubiläumsjahr lohnt sich
ein Besuch wegen der vielen Feiern gleich
doppelt.
CMH feiert 50 Jahre Heliskiing
Genauso alt wie Whistler wird Heliskiing
in diesem Jahr. 1965 erfand CMH-Grün-
der Hans Gmoser die exklusivste Form
des Skifahrens in den Rocky Mountains.
Das Unternehmen des Pioniers ist heute
mit elf Lodges in den besten Arealen in
British Columbia Heliskiing-Weltmarktführer. Schon in der vergangenen Saison
haben sie bei CMH ins Jubiläum reingefeiert. Aber auch in diesem Winter gibt es
wieder unzählige Gründe für einen Heliskiing-Trip zu CHM nach Kanada –
schliesslich ist Heliskiing ein unvergessliches Erlebnis.
Jackson Hole:
Party im Cowboy-Skigebiet
Einen Anlass zum Feiern gibt es auch in
den USA, genauer gesagt in Wyoming. Die
Cowboys dort sind bekannt für ihre Partys, zum 50. Geburtstag des Teton Village
aber jagt ein Fest das nächste. Wir von Ski
USA (www.ski-usa.ch) feiern im Frühjahr
in Jackson Hole mit. Und damit auch
unsere Leserinnen und Leser Grund zur
Freude haben, verlosen wir eine Skireise
für für zwei Personen ins Skigebiet der
Cowboys. Dieses Gewinnspiel ist nur
eines von vielen auf www.ski-kanada.ch
und www.ski-usa.ch. Insgesamt verlosen
wir auf unseren Online-Magazinen mit
Partnern wie «knecht reisen» sechs Skireisen für zwei Personen nach Nordamerika und viel Top-Ski-Equipment von
Atomic, Arc’teryx, ABS, Salomon und
Suunto.
Viel Glück bei den Gewinnspielen und viel
Spass bei den Geburtstagsfeiern!
Mehr Stories und aktuelle News zum
Skifahren und Snowboarden in Nordamerika regelmässig auf
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DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE 29
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30
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
Tobias Angerer (DE) bei den Männern und Virpi Kuitunen (FIN) heissen die ersten Gesamtsieger der 2006 lancierten Tour de Ski.
Viel musste an diesem, an die Tour de France und Vierschanzentournee angelehnten, Wintersport-Format in den vergangenen zehn
Jahren nicht mehr geändert werden. Es ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte – immer zum Jahresende. Die Jubiläumstour startet in
der Lenzerheide und stellt ein ambitioniertes Organisationskomitee vor einige Herausforderungen.
DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
31
WIR HABEN EIN TOLLES SKIGEBIET
UND EINE GUTE LOIPENINFRASTRUKTUR.
DIE LENZERHEIDE GEHÖRT ZU DEN
TOP-LANGLAUFREGIONEN IN DER SCHWEIZ.
Hannes Parpan, OK Präsident
Er ist 50 Jahre alt, ehemaliger Schweizer
Langlaufcrack und Erfinder der Tour de Ski:
Der Bündner Jürg Capol. Nach zehn Jahren ist
die auf wenige Tage und vier Orte beschränkte Tour eine Erfolgsgeschichte. Und sie hat
mitgeholfen, eine eher verstaubte Sportart in
ein anderes Licht zu rücken. Vorbilder des
Mehretappenrennens waren die Tour de
France im Radsport und die Vierschanzentournee im Skisprung. Was Jürg Capol 2006
als FIS-Renndirektor einleitete, führt er heute
als Nordisch-Direktor der FIS Marketing AG
weiter – die erfolgreiche Vermarktung des
Spitzenlanglaufsports. Blick titelte 2012: «Er
bringt den Langlauf aus dem Wald.» Und
noch vermehrt in die Schweiz, könnte man
sagen. Bereits zum zweiten Mal macht die
Tour Halt in der Lenzerheide. Nach einer gelungenen Premiere 2013 bildet die Ferienregion den Auftaktrahmen für das 10-Jahr-Jubiläum der Tour de Ski. Künftig sollen Val
Mustair und Lenzerheide im Wechsel die
Schweizer Etappenorte der Tour bilden.
UNTERKÜNFTE IM UMKREIS
VON 25 KILOMETER
einer eigentlichen Hauptprobe für künftige
Events.
ALTERNIEREND SCHWEIZER ETAPPENORT
Als Veranstalter von Grossanlässen hat Lenzerheide bereits Leistungsausweise erzielt. Mit
der Austragung von alpinen Weltcuprennen
der Damen und später mit der Durchführung
des alpinen Weltcup-Finales. Und jetzt bricht
der Ferienort in die Phalanx des nordischen
Skisports ein. Mit Schützenhilfe von Jürg Capol. Der brachte die Tour de Ski 2012 ins Val
Mustair und damit in die Schweiz und ebnete
den Weg später für die Lenzerheide. Mit dem
dreifachen Tour-de-Ski-Sieger Dario Cologna
mangelt es auch am nötigen Publikumsinteresse nicht.
Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass
der Quartiermeister im Wintersportort ins
Schwitzen kommt, wenn über die Neujahrstage der Ort mit zusätzlich 500 Personen, so
viele Menschen bringt der Tour-de-Ski-Tross
mit, bevölkert werden soll. «Natürlich wissen
wir, dass im Ort selber kaum ein Zimmer frei
ist. Im Umkreis von 25 Kilometern können wir
aber die erforderlichen Unterkünfte zusichern», sagt Hannes Parpan. Nicht immer einfach sei es hingegen, die von der FIS festgelegte Preispauschale durchzusetzen.
DEN FERIENGÄSTEN ETWAS BIETEN
Nach der ersten Austragung 2013/14 sind die
Organisatoren um einiges an Erfahrung rei-
TOUR DE SKI BRINGT LANGLAUF
ERPROBTES ORGANISATIONSKOMITEE
IN SCHWUNG
Wie 2013 sitzen praktisch die gleichen Leute
im Organisationskomitee: Hannes Parpan als
Präsident, Bruno Zenklusen (Vizepräsident
und Finanzen), Leo Baselgia (Bauten), Urs
Baselgia (Strecken), Luzia Wanner (Helfer),
Andreas Wirth (Marketing/Sponsoring),
Jacqueline Odermatt (Head Office), Walter
Büchi (Verkehr), Thomas Rüegg (Hospitality)
und Christian Heimo (Wettkampfleitung). In
diesen Köpfen steckt unterschiedliches Fachwissen und der Wille, mit vereinten Kräften
den Langlaufsport vermehrt in eine eher vom
alpinen Skisport dominierte Domäne zu bringen. Die Voraussetzungen werden ab nächstem
Jahr mit der Eröffnung eines für den Weltcup
tauglichen Biathlon-Stadions noch besser. Das
schafft ganz neue Möglichkeiten und bietet
eine gut ausgebaute und ständig nutzbare Infrastruktur. Weil Lenzerheide den Auftakt zur
Jubliäumstour macht, wird der Anlass auch zu
Die Tour de Ski findet zur Hochsaison statt.
Dann, wenn Hotels und Ferienwohnungen ausgebucht und preislich ihre Hochzeit erleben.
30 000 Gäste beherbergt die Lenzerheide zwischen Weihnachten und Neujahr. Die wohl
dominierende Zahl dieser Urlauber dürfte auf
Alpinski stehen. Lenzerheide und Langlauf:
Wie verträgt sich das? «Wir haben ein tolles
Skigebiet und eine gute Loipeninfrastruktur.
Die Lenzerheide gehört zu den Top-Langlaufregionen in der Schweiz», unterstreicht OKPräsident Parpan die Bedeutung. Wenn dann
noch ein Anlass wie die Tour de Ski als regelmässig wiederkehrender Event winkt, verpflichtet das – und wird im Ort wahrgenommen. Und noch ein bisschen mehr, wie Parpan
bestätigt: «Nachdem wir 2013 erstmals Etappenort der Tour de Ski waren, hat sich Langlauf
zu einem klar definierten Geschäftsfeld der
Tourismusstrategie entwickelt.»
32
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
DIE INFRASTRUKTUR
FÜR EIN LANGLAUFRENNEN
HAT ZWAR NICHT DIESELBE
DIMENSION WIE FÜR EIN
ALPINES WELTCUPRENNEN.
SIE DARF ABER NICHT
UNTERSCHÄTZT WERDEN.
Leo Baselgia, Infrastruktur/Logistik
Fotos: Erik Vogelsang/zVg.
cher, auch was die Verkehrslogistik angeht.
«Vor drei Jahren hatten wir keine Ahnung, was
auf uns zukommt», sagt Parpan. Vor allem, weil
nicht abschätzbar war, wie viele Zuschauer
dieser Event neben dem Tagestourismus in den
Ort bringen würde.
Der Verkehr wurde vorsorglich über Thusis
geleitet, der Individualverkehr so weit als möglich im Tal abgeblockt. Der Einsatz von 14
Shuttlebussen erwies sich als gute Lösung, die
auch für die kommende Austragung wieder
zum Tragen kommen wird. Ganz bewusst hält
das OK mit Werbung über den Ort hinaus zurück. «Wir wollen primär den Feriengästen, die
über Weihnachten und Neujahr hier weilen,
etwas bieten», begründet der OK-Präsident
diese eher defensive Kommunikationsstrategie.
EINTRITTSGELDER SIND NÖTIG
Das OK und seine Ressortchefs kämpfen aber
nicht nur mit dem Verkehr, der Infrastruktur
oder fehlenden Unterkünften. Ob es sich um
ein kurzes Intermezzo mit zwei Rennen handelt wie 2013 oder die Lenzerheide den Auftakt der Tour bildet, so kostet das Geld. Viel
Geld. 2013 war das Budget auf eine Million
Franken angesetzt, 2015/16 beträgt es 1,3 Millionen Franken. 50 Prozent muss das Sponsoring einbringen, die andere Hälfte setzt sich
aus Beiträgen von Gemeinden und Tourismusorganisationen sowie aus Eintritten und Hospitality zusammen. Die Sponsorenarbeit liegt
weitgehend im Aufgabenbereich der gfc Management in Chur. Die vor 17 Jahren von Giusep Fry gegründete Agentur bietet für die drei
Tage unter anderem ein attraktives Hospitali-
ty-Angebot wie man es beim alpinen Skiweltcup kennt. Erstmals wird ein Eintritt verlangt
zu den Rennen. Im Vergleich zu anderen Veranstaltungen sind die Preise äusserst bescheiden. 20 Franken kostet ein Tribünenplatz, an
der Strecke entlang zehn Franken. «Wir sind
die Ersten in der Schweiz, die an einem Langlaufrennen Eintrittsgeld verlangen. Im Budget
ist das aber ein unverzichtbarer Posten», sagt
Hannes Parpan.
VON DER DETAILPLANUNG
ZUR IMPROVISATION
Nicht nur die Mittelbeschaffung bereitet dem
OK Kopfzerbrechen. Wettkampfleiter Christian Heimo kennt noch einen anderen Knackpunkt: «Die Rennstrecke hat praktisch an jeder
der acht OK-Sitzungen eine neue Linienfüh-
Das Organisationskommitee v.l.n.r.:
Andreas Wirth, Marketing
(oben) Urs Baselgia, Strecke
(unten) Leo Baselgia, Infrastruktur/Logistik
Hannes Parpan, OK-Präsident
Walter Büchi, Verkehr
Jacqueline Odermatt, Head Office
Christian Heimo, Wettkampfleitung
Thomas Rüegg, Hospitality
Luzia Wanner, Helferin
Ralf Kreuzer, Sponsoring (GFC Sports Management AG)
DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
33
rung.» Das kommt nicht von ungefähr. Beispielsweise wurden die Startzeiten für die
kommende Tour de Ski erst vor wenigen Wochen am FIS-Kongress in Zürich festgelegt. Das
macht die Aufgabe natürlich nicht einfacher,
zumal bei Inspektionen FIS und Swiss-Ski zusätzlich Begehrlichkeiten oder neue Bestimmungen anmelden. Im Oktober und November
muss sich der Event konkretisieren. «Wir müssen detailliert planen können», sagt der OKChef, weil er weiss, dass die Arbeit ab Mitte
Dezember auch Phasen der Improvisation enthält und dadurch nicht einfacher wird.
DIE RENNSTRECKE
HAT PRAKTISCH
AN JEDER DER ACHT
OK-SITZUNGEN
EINE NEUE LINIENFÜHRUNG
BEKOMMEN.
Christian Heimo, Wettkampfleitung
SYNERGIEN MIT DAVOS
Auf der Aufwandseite der Veranstaltung fallen
vor allem Kosten für die Infrastruktur an. Die
Infrastruktur für ein Langlaufrennen hat zwar
nicht dieselbe Dimension wie für ein alpines
Weltcuprennen. Sie dürfe aber nicht unterschätzt werden, sagt Bauchef Leo Baselgia. Auf
1400 Höhenmeter ist Schnee im Tal kein garantierter Artikel um die Neujahrstage. Deshalb
müssen rechtzeitig Schneedepots angesetzt
werden. Baselgia berichtet aber von den 50
erforderlichen Wachscontainern, die alleine
50 000 Franken verschlingen. Die Rechnung
wäre noch höher, könnte man nicht von der
bereits an den Davos Nordic gebrauchten Infrastruktur profitieren. Dank dieser Synergie
kann der Veranstalter Kosten sparen. Noch
einfacher und günstiger werden künftige Lang-
lauf-Events auf der Lenzerheide nach Fertigstellung der Biathlon-Anlage. Das ist nächstes
Jahr der Fall. «Wir werden dann die gesamte
Infrastruktur ständig vor Ort haben», so Leo
Baselgia. Das ist umso wichtiger, weil noch
ganz andere Kosten den Veranstalter belasten
können. Zum Beispiel eine erforderliche Beleuchtung, wenn die Rennen bis in die Dämmerung laufen. Das könnte beim Auftakt in diesem Winter durchaus passieren. Die Startzeit
hängt davon ab, auf welchen Zeitpunkt die
TV-Stationen ihre Liveberichterstattung setzen. Die FIS wird entsprechend die Startzeit
festlegen und das kann dazu führen, dass die
Strecke beim Sprint-Final am 1. Janaur 2016
eine Beleuchtung mit 700 Lux eingesetzt werden muss, so wie das an Champions-LeagueSpielen von den TV-Stationen gefordert wird.
Dieser zusätzliche Lichtbedarf kostet die Organisatoren 80 000 Franken.
Diesen und anderen Aufgaben wird sich das OK
immer wieder stellen müssen. «Das macht aber
unsere Arbeit letztlich interessant», glaubt
Hannes Parpan. Scheinbar geht das dem zehnköpfigen OK, den 30 weiteren Spartenleitern
in den verschiedenen Bereichen und den jeweils 300 Helferinnen und Helfern während
der Tour de Ski nicht anders. Sonst wäre ein
solcher Helferstab für einen normalerweise
zweitägigen Anlass wohl kaum mehr auf die
JOSEPH WEIBEL
Beine zu stellen.
«LENZERHEIDE KANN SICH
ALS ETAPPENORT FESTIGEN»
Jürg Capol, «Vater» der Tour de Ski, freut
sich über den Erfolg «seines» Produkts und
besonders auf die bevorstehende Jubiläumstour mit Start in der Lenzerheide. Seit
drei Jahren bekleidet der 49-jährige Bündner die FIS Marketing AG mit Sitz in Freienbach. Als Direktor ist er für die Vermarktung
der nordischen Produkte (Langlauf, Skisprung, Nordische Kombination) verantwortlich.
SNOWACTIVE: Jürg Capol, Lenzerheide fällt
die Ehre zu, die Jubiläumstour zu starten.
Was empfehlen Sie den Organisatoren?
Jürg Capol: Mit einer guten Organisation kann
sich Lenzerheide als Etappenort für die nächsten Jahre festigen. Die Destination liegt auf der
Linie der etablierten Etappenorte Oberstdorf,
Toblach und Val die Fiemme. Damit wird der
ursprünglichen Absicht Genüge getan, die
Wege zwischen den Etappenorten möglichst
kompakt und kurz zu halten.
Die Tour de Ski hat den Langlaufsport zweifellos attraktiver gemacht. Was sind die
Hauptgründe für diese positive Veränderung?
34
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
Eine solche Plattform führt zu einer besseren
Positionierung einer Sportart. Ein Mehretappenrennen mit den weltbesten Langläufern
sorgt für Attraktivität und ist zeitlich absehbar.
Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten.
Die Tour de Ski tut dem Langlaufsport gut,
viele Wettkampfformate wurden in den letzten
Jahren entsprechend angepasst.
Wie lautet Ihre (Zwischen-)Bilanz nach
zehn Jahren?
Der Event ist zwischenzeitlich medial gut aufgestellt. Wir haben seinerzeit bewusst ein freies Zeitfenster gewählt, um nicht unbedarft in
Konkurrenz mit anderen ebenfalls attraktiven
Sportveranstaltungen zu stehen. Das hat uns
eine gute TV-Positionierung und ganz allgemein immer höhere Quoten in gedruckten und
elektronischen Medien beschert. Bereits nach
drei Jahren hat sich das Gerippe der Veranstaltung gefestigt. Es braucht zwei, drei Highlights
während der zehn Tage, um die Spannung bis
zum Schluss aufrecht zu erhalten. Der spektakuläre Aufstieg auf die Alpe Cermis in Val di
Fiemme ist zu einem Quotenrenner geworden.
Gibt es einen Wermutstropfen?
Ich hätte mir gewünscht, dass man die Jubiläumstour noch mit mehr zelebrierenden Elementen bestückt hätte. Einfache Elemente
können spezielle Effekte auslösen und dem
Anlass einen besonderen Stempel aufdrücken.
TOUR-DE-SKI-FAKTEN
DIE BISHERIGEN SIEGER
DAS PROGRAMM 2015/16
Die Geschichte
Die Tour de Ski wurde Ende 2006 / Anfang 2007 zum ersten Mal ausgetragen. Zum Wettbewerb gehören Rennen sowohl in der klassischen als auch
in der freien Technik. «Vater» der Tour
de Ski ist der ehemalige Schweizer
Langläufer Jürg Capol. Er und der ehemalige norwegische Langläufer Vegard Ulvang haben sich von der Tour de
France 2004 inspirieren lassen und
den auf zehn Tage und sechs Rennen
beschränkten Event ins Leben gerufen. Total finden acht Rennen mit Weltcuppunktewertung statt.
Gesamtwertung Damen
2006/07: Virpi Kuitunen FIN
2007/08: Charlotte Kalla NOR
2008/09: Virpi Kuitunen FIN
2009/10: Justyna Kowalczyk POL
2010/11: Justyna Kowalczyk POL
2011/12: Justyna Kowalczyk POL
2012/13: Justyna Kowalczyk POL
2013/14: Therese Johaug NOR
2014/15: Marit Bjorgen NOR
Donnerstag, 31. Dezember 2015
17.30 Uhr Eröffnungsfeier auf der Lenzerheide mit
Athletenpräsentation
Freitag, 1. Januar 2016
13.30 Uhr Qualifikation Sprint, freie Technik
15.55 Uhr Finals Sprint, freie Technik
Samstag, 2. Januar 2016
13.00 Uhr Massenstart Damen, 15 km, klassische
Technik; 15.00 Uhr Massenstart Herren, 30 km
klassische Technik
Sonntag, 3. Januar 2016
11.45 Uhr Verfolgung Herren, 10 km, freie Technik;
13.35 Uhr Verfolgung Damen, 5 km, freie Technik.
5. bis 6. Januar 2016
Oberstdorf DE: Skiathlon (Damen 5/5 km, Herren
10/10 km und klassisches Sprintrennen)
8. Januar 2016
Toblach ITA: Mitteldistanzrennen freie Technik
(Damen 5 km, Herren 10 km)
9. bis 10. Januar 2016
Val di Fiemme ITA: Massenstart klassisch (Damen
10 km, Herren 15 km), und Verfolgung freie Technik
auf Alpe Cermis (9 km)
Gesamtwertung Herren
2006/07: Tobias Angerer DE
2007/08: Lukas Bauer CZE
2008/09: Dario Cologna SUI
2009/10: Lukas Bauer CZE
2010/11: Dario Cologna SUI
2011/12: Dario Cologna SUI
2012/13: Alexander Legkow RUS
2013/14: Martin Johnsrud Sundby NOR
2014/15: Martin Johnsrud Sundby NOR
BISHERIGE ETAPPENORTE
Asiago ITA
Lenzerheide SUI
München DE
Nove Mesto na Morave CSZ
Oberhof DE
Oberstdorf DE
Prag CSZ
Toblach ITA
Val di Fiemme ITA
Val Mustair SUI
Fakten und Zahlen 10. Tour de Ski 2016
Totaldistanz Damen 65 km
Totaldistanz Herren 106 km
Preisgeld CHF 640 000
Gesamtsieg CHF 100 000 (Damen und Herren)
Etappensieg CHF 3000
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DEZEMBER
2015 SNOWACTIVE
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TOUR DE SKI 2015
FRAGEN AN:
ADRIANO ISEPPI,
LANGLAUFEXPERTE SRF
SNOWACTIVE: Die Tour de Ski findet zum 10.
Mal statt. Was zeichnet dieses Mehretappenrennen ganz besonders aus?
ADRIANO ISEPPI: Die Tour de Ski beinhaltet alles: Sprintrennen, Distanzrennen, Einzelstart,
Massenstart und natürlich den legendären
Schlussaufstieg auf die Alpe Cermis. Das alles
mit kaum einem Ruhetag dazwischen und zusätzlichem Reisestress. Das Format ist ausserdem mit den Bonussekunden und der Abwechslung in beiden Techniken so gestaltet,
dass die Entscheidung meistens erst während
den letzten zwei Tagen fällt. Spannung pur also
von A bis Z!
Lenzerheide ist zum zweiten Mal Austragungsort im Rahmen der Tour de Ski und
eröffnet mit drei Etappen die Jubiläumstour. Was macht die Strecke in Lenzerheide
– aus der Optik der Athleten – attraktiv?
Das Spezielle an den Strecken auf der Lenzerheide ist das offene und übersichtliche Gelände. Man kann vom Stadion einen grossen Teil
36
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015 ADVERTORIAL
der Strecken einsehen. Die Strecken sind coupiert und sehr abwechslungsreich. Beim Sprint
verwandelt sich die übersichtliche Runde in
einen Hexenkessel und das macht es für die
Athleten besonders attraktiv.
Lenzerheide ist als Langlauf-Mekka in der
Schweiz bekannt. Wie beurteilen Sie das
Streckenprofil, wenn Sie es mit anderen
Austragungsorten wie zum Beispiel Oberhof, Oberstdorf oder Val di Fiemme vergleichen?
In Lenzerheide hat es im Vergleich zu anderen
Austragungsorten lange Anstiege mit beträchtlicher Höhendifferenz. Die Strecken sind weniger «ruppig» als an anderen Orten und das gibt
den Rennen einen speziellen Charakter.
Können sich das Val Mustair und Lenzerheide auch langfristig als alternierende
Schweizer Veranstaltungsorte etablieren?
Falls sie das wollen und können auf jeden Fall.
Die Schweiz ist geografisch optimal zwischen
anderen Austragungsorten der Tour de Ski ge-
legen und somit prädestiniert für interessante
Rennen mit kurzer An- und Weiterreise. Auch
bei den Rückmeldungen seitens Athleten, Betreuern und FIS schneiden die Schweizer Weltcuporte Davos, Val Müstair und Lenzerheide
immer sehr gut ab.
Wagen Sie einen Tipp wer bei den Damen
und Herren in dieser Saison vorne mit dabei
ist?
Es werden die «alten» Bekannten sein. Bei den
Damen die Norwegerinnen mit Therese Johaug als neue Teamleaderin und Charlotte
Kalla aus Schweden. Bei den Herren erwarte
ich sehr spannende Kämpfe zwischen Dario
Cologna, Petter Northug, Martin Jonsrud
Sundby und einem wieder erstarkten Alexander Legkov. Hier könnte neben vielen anderen
zudem Finn Hagen Krogh ein sehr interessanter Konkurrent und Tour-Anwärter sein.
SRF
LA DIAGONELA
EINFACH KLASSISCH
Skating brachte viel Dynamik und Tempo
in den nordischen Skisport. In Skandinavien blieb die klassische Technik jedoch die
Nummer Eins. Auch der König der Volksläufe, der Wasalauf, wird in der technischen Technik bestritten. Nun macht die
Rennserie der klassischen Volksläufe – die
Visma Ski Classics – bereits zum dritten
Mal Halt in der Schweiz.
An der Rennserie Visma Ski Classics nehmen die besten Langdistanzathleten der Welt
teil. Von der Schweizer Langlaufspitze sind
Seraina Boner und Toni Livers dabei. Boner
konnte die Serie in den letzten drei Saisons
zweimal für sich entscheiden. Bei den Männern dominieren vor allem skandinavische Exponenten wie die Gebrüder Aukland aus Norwegen, der dreifache Wasalauf-Sieger Jörgen
Brink aber auch erfolgreiche Weltcupläufer
wie zum Beispiel Daniel Rikardsson, Lukas
Bauer, Simen Oestensen, Johan Kjölstad und
John Kristian Dahl.
Die Eigenheit der Rennserie ist, dass sie rein
klassisch gelaufen wird. Die 2014 erstmals
ausgetragene «La Diagonela» wird am 23. Januar 2016 die dritte Station der neu von sechs
auf neun Rennen ausgebauten Serie sein. Auf
über 65 Kilometern führt sie entlang der Dörfer
Zuoz, St. Moritz und Pontresina.
Die Rennen werden auf 15 Sendern und auch
im Internet übertragen. Eurosport strahlt zudem in 55 Ländern jeweils eine einstündige
Zusammenfassung aus. Der klassische Langlauf liegt wieder im Trend. Im Engadin hat
man das erkannt und mit der Kreation von
«La Diagonela» sowie der Kurzversion der
«La Pachifica» – auf Deutsch die Gemütliche –,
die über immerhin 35 km verläuft, ein starkes
Zeichen gesetzt. Die Visma Ski Classics erhoffen sich dadurch eine bessere Verankerung in
Mitteleuropa.
Im Engadin wiederum freut man sich auf die
breite Werbewirkung in Skandinavien und auf
einen entsprechenden Zulauf aus dem hohen
Norden. Langlauf liegt im Trend – das ist mittlerweile unbestritten. Die Skating-Technik hat
neue Segmente erschlossen. Dass jedoch auch
die klassische Technik mit dem Diagonalschritt
und den natürlichen Bewegungsabläufen
ausserordentlich reizvoll ist, beweisen einerseits die TV-Übertragungen, anderseits ein
Blick auf die Loipen, wo nach wie vor sehr
viele Läuferinnen und Läufer klassisch unterwegs sind. Der neue Volkslauf im Engadin, der
über eine ausserordentlich attraktive Strecke
verläuft, will einen namhaften Beitrag für das
Comeback der klassischen Technik auch hierzulande leisten.
LA DIAGONELA
LA PACHIFICA
Start und Ziel in Zuoz
Start in Pontresina
Streckenlänge 65 km
(Zuoz–St. Moritz–Pontresina–Zuoz)
Ziel in Zuoz
Datum 23. Januar 2016
Start 09.30 Uhr Elite Herren und Hauptfeld
Startzeit um 11.00 Uhr
(nachdem die Elite der La Diagonela
Pontresina passiert hat)
Startgeld bis 31. Dezember CHF 100.00
Startgeld analog La Diagonela
Start 09.15 Uhr Elite Damen
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DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
37
LEBENSLANGE LUST
AUF LANGLAUF
Bereits seit 35 Jahren finden in Davos
Langlauf-Weltcup-Rennen statt. Der traditionelle Event ist in der Schweiz zum
Schaufenster geworden und in der Region
zur Goldgrube. Nicht nur wegen Dario
Cologna.
38
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
Foto: zVg.
Am 12. und 13. Dezember steht Davos wieder ganz im Zeichen der Langlauf-Weltelite.
Am Fuss des Flüela werden an jenem Wochenende bereits zum 35. Mal Weltcup-Rennen inszeniert. Davos Nordic nennt sich der Event,
der sich im Kalender des Internationalen Skiverbandes FIS einen festen und überaus attraktiven Platz gesichert hat und den besten
Schweizer Langläufern als willkommenes
Schaufenster dient. Gegen 20 000 Zuschauer
werden im Landwassertal erwartet, wenn
Dario Cologna und Co. vor heimischer Kulisse
über die Loipen schnellen.
Davos Nordic ist der traditionsreichste Langlauf-Weltcup-Wettbewerb in Mitteleuropa und
gehört mittlerweile zu Davos wie das Jakobshorn, das WEF und der Spengler Cup, Institutionen, auf die man in der flächenmässig zweitgrössten Schweizer Gemeinde nicht verzichten
möchte. Mit gutem Grund: Denn mit den TVBildern, die in die halbe Welt ausgestrahlt werden, erhält Davos eine Plattform von unschätzbarem Werbewert. Und dies zur besten
Sendezeit: kurz vor Weihnachten. «Wir können so der ganzen Langlaufwelt zeigen, dass
Davos bereit ist für den Winter», freut sich
OK-Präsident Adriano Iseppi, «diese Werbung
ist unbezahlbar.» Die attraktive Plattform
bringt aber auch viele Verpflichtungen mit
sich. Das Budget hat sich in den letzten zehn
Jahren mehr als verdoppelt und beträgt nun
rund 1,2 Millionen Franken.
VOM TRAININGSRENNEN
ZUM WELTCUP-KLASSIKER
Bei solchen Zahlen wäre vor lauter Nullen früher selbst Andy Hofmänner schwindlig geworden. Der 61-Jährige, der in Davos mit seinem
Bruder Jack ein Sportgeschäft führt, war schon
bei der Premiere im Jahr 1972 dabei, als im
Landwassertal das erste internationale Langlauf-Rennen durchgeführt wurde. «Als junger
Bursche habe ich damals ‹Fähnli› gesteckt für
die Streckenmarkierung», erzählt Hofmänner
schmunzelnd, «und im Rennen durfte ich dann
Vorläufer sein.» Ausserdem habe er von Heini
Conrad, seinem damaligen Trainer beim Skiclub Davos und Initiator der Langlaufrennen,
«ein paar Franken erhalten», um im Dorf Preise
für die Siegerehrung zu kaufen, Uhren beispielsweise oder auch «schmucke Dinge aus
Holz», wie Hofmänner sagt. «Wir haben vieles
improvisiert damals.»
24 Schweizer und nur gerade sieben Ausländer
starteten schliesslich zu einem 15-km-Rennen
auf der Flüela-Loipe. Laut Karl Erb, dem legendären Sportreporter, der für Davos Nordic eine
DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
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40
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
FÜR VIELE GILT DAVOS HEUTE
ALS LANGLAUF-HOCHBURG.
Chronik verfasste, verfolgten rund 8000 Zuschauer den Wettkampf.
Es war die Zeit, als der Langlaufsport in der
Schweiz im Boom begriffen war, der Engadin
Skimarathon bereits Tausende auf die schmalen Latten lockte – und Athleten wie Alois Kälin, Albert Giger, Alfred Kälin und Edy Hauser,
die 1972 bei den Olympischen Spielen in Sapporo Staffel-Bronze holten, als Helden gefeiert
wurden.
Die Sieger bei der Premiere in Davos trugen
indes noch prominentere Namen: Der Schwede Thomas Magnusson, der als frischgebackener Weltmeister antrat, gewann bei der Elite,
ein gewisser Thomas Wassberg, später vierfacher Olympiasieger, bei den Junioren. Zeitungen berichteten ausgiebig über den Anlass,
Aktive und Zuschauer waren begeistert. Das
Eis war gebrochen.
STETIGER AUSBAU
Ein Jahr später zählte das Rennen bereits zum
inoffiziellen Weltcup, das Schweizer Fernsehen war erstmals mit dabei. «Der Anlass ist
stetig gewachsen», sagt Andy Hofmänner, der
später 13 Jahre lang als OK-Präsident amtete.
1975 standen bereits 86 Langläufer aus elf
Nationen am Start, 1979 erweiterte man das
Programm mit Frauen-Wettbewerben – und
1980 erhielt Davos erstmals den offiziellen
Weltcup-Status zugesprochen. In der Folge etablierte sich Davos mehr und mehr als feste
Grösse im Langlauf-Kalender der FIS. Allerdings mussten sich die Organisatoren immer
wieder den stetig ändernden und steigenden
Bedürfnissen anpassen. Die Umstellung von
der klassischen auf die freie Technik erforderte
eine Neugestaltung der Strecken, die Klima-Erwärmung einen Ausbau der Beschneiungsanlagen, der Massenstart einen Ausbau der Rennloipen.
Einen veritablen Kraftakt hatten die Davoser
vor Jahresfrist zu meistern, als sie zusätzlich
die Weltcup-Rennen von La Clusaz (FR) übernahmen, die wegen Schneemangels abgesagt
werden mussten. In Davos lag Mitte Dezember
zwar ebenfalls kaum Schnee, und für den Betrieb der Schneekanonen war es zu warm. Die
Organisatoren wussten sich aber zu helfen. Sie
produzierten den Kunstschnee auf dem Flüelapass und karrten diesen schliesslich mit Lastwagen auf die Strecke. Die Mehrkosten beliefen sich auf rund 100 000 Franken. Das Defizit
vermochte das OK auch mit dem Zusatzwochenende nicht zu decken. «Die HerkulesÜbung hat sich trotzdem ausbezahlt», sagt OKChef Iseppi rückblickend. Denn Davos hat der
FIS und der ganzen Langlauf-Welt eindrücklich gezeigt, dass man im Landwassertal fähig
ist, auch unter erschwerten Bedingungen ohne
Naturschnee ein Langlauf-Spektakel zu inszenieren.
weiter in die Infrastruktur. Nächstes Jahr soll
ein neues Langlaufzentrum gebaut und damit
die Stellung als hochmoderne Langlauf-Destination zementiert werden.
ENDLICH EIN SIEG FÜR COLOGNA?
INVESTITIONEN IN SCHNEE-GARANTIE
Auf die Schneesicherheit legt man in Davos
nun noch mehr Wert. Das Snowfarming, das
Übersommern von Schnee, wird auf das Dreifache ausgebaut. In diesem Winter werden in
einer Mulde bei der Flüela-Loipe 20 000 Kubikmeter Schnee gelagert, mit dem ab Herbst
2016 «mindestens 4,5 Kilometer der Strecke
jederzeit rennbereit gemacht werden können»,
versichert Norbert Gruber, Leiter Technische
Betriebe der Gemeinde Davos. Ausserdem ist
die Beschneiung der Loipen erweitert worden.
«In diesem Jahr können wir bereits den ganzen
Stadionbereich und die Sprint-Strecke abdecken.»
Bis 2017 soll die Beschneiung auf die ganze
Flüela-Loipe ausgebaut werden. Die Kosten
dafür belaufen sich auf total 2,1 Millionen
Franken. Diese Investitionen erachtet Davos
als zukunftsträchtig. «So können wir unsern
Spitzenathleten jeweils bereits Ende Oktober
schneesichere Loipen anbieten und ausserdem
die Durchführung der Weltcup-Rennen längerfristig sichern», freut sich Gruber, der im OK
für die Bauten und die Stadionorganisation
verantwortlich ist. Der traditionelle DezemberTermin ist von der FIS bis und mit 2018 zugesichert.
Der Event ist auch für den Tourismus Gold
wert. Mit dem Langlauf-Weltcup hat sich Davos
in einer aufstrebenden Sportart ein attraktives
Image geschaffen. «Für viele gilt Davos heute
als Langlauf-Hochburg», freut sich Reto Branschi, OK-Vizepräsident und CEO von Davos
Klosters Tourismus. Davos zeigt überdies, dass
Langlauf auch wirtschaftlich interessant sein
kann. Laut einer Studie der Universität St.
Gallen hat das dortige Langlauf-Angebot in der
Wintersaison 2009/2010 zu einer regionalen
Wertschöpfung von 100 Millionen Franken geführt. Dabei sollen pro Tag durchschnittlich
2000 Langläufer/-innen die Loipen im Landwassertal während der 130 Tage dauernden
Saison benutzt haben. Ergibt gesamthaft
260 000 Langlauftage.
Mit der Weltcup-Veranstaltung und dem SonntagsBlick-Langlaufplausch, der Ende November/Anfang Dezember jeweils rund 3000 Hobby-Langläufer/-innen nach Davos lockt, sind
die Hotels bereits in der Advents-Zeit praktisch
ausgebucht. Derweil investiert die Gemeinde
Spitzenläufer aus dem In- und Ausland fahren
längst auf Davos ab. Swiss-Ski hat den nationalen Trainingsstützpunkt der Langläufer in Davos eingerichtet. Viele Schweizer Spitzenathleten leben da unweit der Loipe. Und Dario
Cologna ist, obwohl im Münstertal aufgewachsen, als Botschafter von Davos Klosters Tourismus ein perfekter Repräsentant: Bescheiden
und erfolgreich.
Aber ausgerechnet sein Heimrennen, das praktisch an seiner Haustür vorbeiführt, hat der
dreifache Olympia- und 22-fache Weltcupsieger noch nie gewinnen können. Gleich viermal
fehlten allerdings nur wenige Sekunden zum
Triumph. Toni Livers indes, ebenfalls Lokalmatador und hinter Cologna die Nummer 2 im
Schweizer Team, hat den grössten Erfolg seiner
Laufbahn in Davos feiern können. Livers siegte
im Februar 2007 sensationell über 15 km. Er
ist der erste Schweizer, der in Davos ein Weltcup-Rennen gewann. Er dürfte aber nicht der
MAC HUBER
letzte bleiben.
Davos Nordic
Weltcup-Programm
Samstag, 12. Dezember
11.15 Uhr: Damen
15 km – freie Technik
14.00 Uhr: Herren
30 km – freie Technik
Sonntag, 13. Dezember
8.30 Uhr: Damen und Herren
Sprint – freie Technik – PROLOG
11.00 Uhr: Damen und Herren
Sprint – freie Technik – FINAL
13.30 Uhr: Björn Daehlie Kids Event
Gratis-Eintritt
Davos Nordic ist wohl weltweit das einzige Sportspektakel, das kein Eintrittsgeld verlangt. Fans können die weltbesten Langläuferinnen und Langläufer
also kostenlos verfolgen. Der Zutritt zum Stadion ist
frei. Als Zeichen der Wertschätzung können Zuschauer bei der diesjährigen Austragung Sonnenbrillen im Wert von CHF 10.– im Stadion kaufen.
Damit unterstützt man die Organisatoren vom Ski
Club Davos Weltcup und erwirbt gleichzeitig ein
nettes Souvenir.
DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
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DAVOS NORD
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PARCOURS DIE SPUR HALTEN
Audi bietet allen Sportbegeisterten ein einmaliges Erlebnis im Schnee. Auf dem speziellen
Audi Offroad Parcours beim Hotel Derby in
Davos können Sie als Teilnehmer die neuen
Modelle unter Anleitung professioneller AudiInstruktoren testen. Es versteht sich von selbst,
dass der legendäre permanente Allradantrieb
«quattro» hier optimal zum Einsatz kommt.
Der Offroad Parcours kann vom 10. bis 13.
Dezember besucht werden und ist jeweils von
10 bis 17 Uhr geöffnet.
DAS ENGAGEMENT:
AUDI IM WINTERSPORT
Audi engagiert sich für den Wintersport. Ganz
einfach: Audi passt mit seinem permanenten
Allradantrieb perfekt dorthin, wo Schnee fällt
und extreme Strassenverhältnisse herrschen.
Neue Partnerschaften sollen die bisherigen
Aktivitäten im Wintersport unterstreichen.
Audi ist Namensgeber des FIS Ski-Weltcup und
des FIS Ski-Cross-Weltcup sowie Partner des
FIS Weltcup Nordische Kombination. Seit 2014
engagiert sich Audi auch beim FIS LanglaufWeltcup und FIS Skisprung-Weltcup.
Wenn die «Grossen» in der Langlaufspur stehen und um Punkte und Sieg am Davos Nordic
FIS Langlauf-Weltcup kämpfen, sind auch die
«Kleinen» in der Spur. Audi bietet Kindern
eine einmalige Gelegenheit: Sie dürfen zusammen mit Björn Daehlie (29 Medaillen an
Olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften) und weiteren Spitzenathleten aus
mehreren Nationen den Langlaufsport auf
spielerische Art erleben.
Um beim Langlaufskicross mit verschiedenen
Hindernissen und Geschicklichkeitsformen
mitzumachen muss man keinen Weltmeistertitel haben: Wer zwischen fünf und 16 Jahre alt
ist, sich auf Langlaufski wohlfühlt und Spass
am Sport hat, wird den Fun Parcours problemlos meistern. Der Event findet am 13. Dezember 2015 statt.
42
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
Foto: zVg.
DIE AKTIVITÄT: DAVOS NORDIC
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Der beliebte Audi Truck macht in Schweizer
Winterdestinationen Halt. Wer sich im Truck
mit der begehrten Kristallkugel fotografieren
lässt, erhält das Erinnerungsfoto anschliessend
per Mail zugestellt. Fotosessions finden vom
12. bis 13. Dezember auf dem Weltcup-Gelände in Davos statt.
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EIN MANN FÜR STÖCKLI
Stöckli ist ein Brand, eine Skimarke. Ein Stück Schweiz. Der einstige
Kleinbetrieb aus dem Entlebuch ist zu einem Unternehmen gewachsen, das
jährlich 60 Millionen Franken umsetzt, 250 Mitarbeitende beschäftigt,
neun eigene Filialen in der Schweiz betreibt und fast die Hälfte der rund
50 000 Paar produzierten Ski exportiert. Seit einem Jahr hat Stöckli
Outdoor Sports nach dem Rückzug der Familie Stöckli auch einen neuen
CEO. Marc Gläser, Quereinsteiger und extrem motiviert.
«ICH BIN EIN KMU-MENSCH»
Es gehe um einen Schweizer Sporthersteller,
verriet ihm der beauftragte Personalberater.
«Stöckli war nicht auf meiner Liste von möglichen Firmen. Die Marke Stöckli», sagt Marc
Gläser, «ist für mich ein typisches Schweizer
Produkt.» So wie eine typische Schweizer Uhr.
Marc Gläser arbeitete elf Jahre in der Uhrenindustrie. Zuletzt war er CEO der Uhrenmanufaktur Maurice Lacroix. Er war tätig im
Brand-Management von Unilever und Marketingmanager bei Feldschlösschen; Geschäftsführer, Mitinhaber und Verwaltungsrat im
48
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
Schweizer Familienunternehmen Wogg, das
hochwertige Design-Möbel produziert und
vertreibt. Ob Grosskonzern oder bodenständiges Schweizer Produkt. Im Herzen sei er ein
KMU-Mensch. «Ein kleines oder mittleres
Unternehmen hat Kontinuität und ist einschätzbar. In einem Konzern reden zu viele
mit.» Er ist mit einem Kleinbetrieb aufgewachsen. Sein Vater hatte einen Schreinerbetrieb,
den er später seinem Sohn übergeben wollte.
Marc Gläser schmunzelt: «Eine klassische
Nachfolgeregelung sollte das werden, die dann
klassisch gescheitert ist.»
DER QUEREINSTEIGER
Wir laufen mit Marc Gläser durch den Produktionsbetrieb. Er kennt zwar die Abläufe, um
einen hochwertigen Ski zu produzieren. Er
behält aber immer Respekt vor dieser hochkomplexen Geschichte, wie er Konstruktion
und Entwicklung eines Skis ehrfürchtig bezeichnet. Als aktiver Skifahrer, der zeitweise
aufs Board umgestiegen ist, weiss er aber mit
dem Gerät umzugehen. Im Sommer fährt er
Bike. Er ist überaus sportiv und glaubt die Bedürfnisse von Menschen zu kennen, die gerne
und ständig in Bewegung sind. Das kommt ihm
zugute in seinem neuen Job. Auch als Quereinsteiger. Die Branche war für ihn anfänglich so
fremd wie seinerzeit die Uhrenindustrie. Eine
seiner Zielsetzungen ist es, die heuer 80 Jahre
werdende Skimanufaktur weiter auf der Erfolgsstrasse zu halten.
NOCH MEHR «SWISSNESS»
Er fühle sich in diesem Unternehmen wohl,
sagt er nach einem Jahr. Auch die Entwicklung
der Skifirma ist in Bewegung. Mit der neuen
Führung drängten sich einige Veränderungen
auf. Er war positiv überrascht, dass die Mitarbeitenden ebenso von Anfang am gleichen
Strick ziehen wollten. Dazu gehört nicht nur
eine neue Unternehmens- und Kommunikationskultur. Stöckli will seine Produktion mittel- und langfristig ausbauen. «In fünf Jahren
können wir vielleicht unsere Kapazität auf
60 000 Paar Ski ausbauen», sagt Gläser. Dazu
müssen die Produktionsräumlichkeiten in Malters erweitert werden. Reserveland ist da. Marc
Gläser will aber dem Ski noch vermehrt den
Stempel «Swissness» aufdrücken. Das fängt
damit an, dass der Schweizer Ski – vom Kinderski bis zum Topski – ausschliesslich in der
Schweiz produziert – und erfolgreich in alle
Welt exportiert wird. 55 Prozent der Gesamtproduktion wird heute in der Schweiz verkauft, in den neun eigenen Filialen und in
ausgewählten Sportgeschäften. In der Schweiz
setzt das Unternehmen auf sein Filialnetz und
einen ausgewählten Fachhandel.
SOMMER- UND WINTERGESCHÄFT
AUSGLEICHEN
Das Unternehmen Stöckli fusst auf drei Säulen:
Der Skiproduktion, dem Retailgeschäft und im
Sommer der Bike-Sektor. Noch ist das Wintergeschäft mit 65 Prozent ein dominierender
Fotos: Erik Vogelsang
Die Skiproduktion von Stöckli im luzernischen Malters war bis vor einigen Monaten
nicht unbedingt eine Stätte, die von Skifans
regelmässig aufgesucht wurde. Warum sollten
sie? fragt sich der Unbedarfte. Warum eigentlich nicht, meint der neue CEO von Stöckli.
Marc Gläser, der am 1. Oktober 2014 offiziell
die Geschäftsleitung übernahm, fragte sich
nämlich, wie ein Produzent, der Ski im Hochpreissegment herstellt, den hohen Preis begründen kann? Seine Antwort: Indem man die
Skifans in die Fabrik holt und ihnen fühl- und
begreifbar macht, mit welchem Aufwand ein
Ski produziert wird. Für ihn ist das offene
Kommunikation. Jeden Monat findet eine Führung durch den Betrieb statt. Mit maximal 20
Teilnehmern. Der Erfolg ist da. «Und jeder, der
hier war, diskutiert nicht mehr, warum ein Ski
von Stöckli mehr kostet.»
DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
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Marc Gläser will aber dem Ski noch
vermehrt den Stempel «Swissness»
aufdrücken. Das fängt damit an,
dass der Schweizer Ski – vom Kinderski bis zum Topski – ausschliesslich
in der Schweiz produziert wird.
Faktor in der Erfolgsrechnung. Gläser spricht
von einem soliden Wachstum beim Skiverkauf.
Das dürften Früchte vermehrter Exportanstrengungen sein. Ausgerechnet das Skiland
Österreich führt die Exportliste an, vor Italien,
den USA und Deutschland. Im Schweizer
Markt ist Stöckli eine Zusammenarbeit mit
dem Warenhaus Jelmoli eingegangen. Zudem
ist eine Restrukturierung der neun Filialen geplant. Langfristig soll das Winter- und Sommerangebot in der Bilanz ausgeglichen gestaltet werden. Deshalb richtet sich das Augenmerk
noch verstärkt auf den Bike-Bereich.
DURCHBRUCH MIT DEM RENNSPORT
Dass die Marke Stöckli über die Schweiz hinaus
immer bekannter wurde, dürfte massgeblich
auf das erfolgreiche Engagement im Rennsport
zurückzuführen sein. Was einst mit den
Schweizern Urs Kälin und Paul Accola anfing,
setzte sich mit der Slowenin Tina Maze fort. Die
damals noch wenig bekannte Skirennfahrerin
war ein Glücksfall und eilte von Erfolg zu Erfolg. Sie wurde zur weltweiten Botschafterin
der Schweizer Skimarke. Letztes Jahr engagierte das Skiunternehmen die deutsche
Viktoria Rebensburg. Sie ist Olympiasiegerin
und gewann bereits zehn Weltcuprennen. Und
ein Jahr später unterschreibt das sympathische
US-Girl Julia Mancuso bei der Schweizer Firma. «Wir sind absolut überzeugt vom Rennsport. Stöckli hat durch die Erfolge extrem viel
an Image gewonnen.» Diese Erfolgsgeschichte
soll nun weitergehen. Mit zwei Sympathieträgerinnen. Stöckli investiert heute drei
Millionen Franken in den Rennsport, fünf Prozent vom Umsatz. Zehn Leute arbeiten unter
der Leitung von Walter Reusser im Rennsport.
OFFENHEIT UND FLEXIBILITÄT
Bei allen Exportanstrengungen setzt das Wolhuser Unternehmen nach wie vor auf den
Schweizer Markt. Marc Gläser sagt es deutlich:
«Wir sind darauf angewiesen, dass Schweizerinnen und Schweizer Stöckli-Ski fahren, sonst
gibt es uns nicht mehr.» Der Stimmungsumschwung hierzulande mit einer verstärkten
Entwicklung des Patriotismus’ und «Wir»-Gefühls komme dabei entgegen, sagt er. Demokratie, Akzeptanz von Minderheiten, Nachhaltigkeit in der Natur und im Alltag sind für
mich fundamentale Dinge, die man schützen
muss. «Wir müssen uns dadurch nicht verschliessen. Ein Land, das 50 Prozent seiner
Waren exportiert, muss Offenheit dokumentieren.» Und Flexibilität. Er selber sei zwölf Mal
umgezogen und habe in fast jedem Landesteil
gelebt. «Ich fühle mich deshalb nicht als Aargauer oder Zürcher, sondern als Schweizer.»
SKIBOTSCHAFTERIN FÜR DIE SCHWEIZ
Marc Gläser ist nicht entgangen, dass der Skimarkt weltweit schrumpft. «Als Nischenplayer
nehmen wir den Marktrückgang anders wahr.
Wir stehen nicht unter demselben Druck wie
ein Marktleader.» Es würden zwar weniger Ski
gekauft, dafür mehr gemietet. Vor allem aber
sieht er die Firma Stöckli in der Rolle als Botschafterin für den Skisport. «Die Ansprüche
und Interessen verändern sich. Wir müssen
aktiv mithelfen, dass der Schneesport in unserem Land attraktiv bleibt.» Stöckli unterstützt
Schulveranstaltungen und stellt für Skitage
oder -lager das Skimaterial zur Verfügung.
Stöckli will sein Engagement bei Volksabfahrten verstärken. «Da sind die hartgesottenen
Skifans, die wir abholen müssen.» Der Chef
will mit dem guten Beispiel vorangehen und
künftig an Volksabfahrten selbst teilnehmen.
GANZ UND GAR EIN SPORTSMANN
Der 46-jährige Marc Gläser sprüht förmlich vor
Engagement und Begeisterung. Er ist mit Leib
und Seele ein Skiverkäufer geworden. Gibt es
da noch einen Privatmann Gläser? Er wohnt
mit seiner Frau und den beiden Söhnen (13
und 18) im zugerischen Hünenberg. «Wir haben uns lange überlegt, wo wir uns dauerhaft
niederlassen wollen.» Die Zentralschweiz sei
gut erreichbar «und Zug steuermässig nicht
ganz unattraktiv», schmunzelt er. Seine Frau
ist Lehrerin und arbeitet in Zürich. Ihre Passion
sind Reiten. Sie besitzen selber Island-Pferde.
Seit Stöckli kommt aber der Hausherr kaum
mehr zum Reiten. Zum einen sei er stark auf
seinen Job fokussiert, zum andern treibt es ihn
an Wochenenden im Sommer auf das Bike (er
fährt zudem Bike-Marathons mit) und im Winter auf die Ski.
«Ich bin ein sportlicher Typ und bereit, dafür
die nötige Disziplin aufzubringen.»
Wir glauben ihm das aufs Wort!
JOSEPH WEIBEL
DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
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LOÏC UND MÉLANIE MEILLARD
IN CARLO JANKAS SPUREN
Der Erfolg hat viele Väter. Bei Loïc und Mélanie Meillard ist es in erster Linie ihr leiblicher Vater,
der alles für seine talentierten Kinder tut. Einen nicht unwesentlichen Beitrag leistet auch das
«OCHSNER SPORT Racing-Team». Erstes Mitglied dieser «Kaderschmiede» war 2006 ein wenig
bekannter Athlet namens Carlo Janka. Der Weg der Geschwister Meillard ist also vorgespurt.
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SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015 ADVERTORIAL
Und an den Junioren-Weltmeisterschaften
2006 in Mount St. Anne errang er als 20-Jähriger in seinem letzten Junioren-Jahr eine
Bronzemedaille.
Die Fortsetzung ist bekannt: Knapp drei Jahre
später kam der «Iceman» so richtig in Schwung.
Er gewann im Dezember 2008 in Val d’Isère
sein erstes Weltcuprennen, wurde wenige Monate später am gleichen Ort Weltmeister und
im Jahr darauf Olympiasieger. Ende Saison
stemmte er die grosse Kristallkugel für den
Weltcup-Gesamtsieg in die Höhe.
Fotos: zVg.
SEHR BEGABT UND ERFOLGREICH
«Wir unterstützen Ski-Stars, schon bevor sie
es sind!» Das ist der Leitgedanke von OCHSNER SPORT. Carlo Janka war damals ein begabter Skirennfahrer, aber nur Insidern bekannt. Im einzigen Weltcuprennen, für das er
Berücksichtigung fand, sah er in Kranjska Gora
das Ziel nicht. Insgesamt fuhr er über 60 Europacuprennen. Zu einem Sieg reichte es nicht.
Kulissenwechsel zu den Geschwistern Meillard: Loïc hat das erste Weltcuprennen schon
hinter sich. Bei seinem Debüt in Adelboden
belegte er bei denkbar ungünstigsten Bedingungen den 51. Rang.
Was indes auffiel: Seit Pirmin Zurbriggen
durfte nie mehr ein so junger Schweizer am
Chuenisbärgli starten. Loïc war eben 18
geworden. «Für sein Alter ist er sehr reif»,
lobte ihn Osi Inglin, sein Ex-Trainer, einstiger
Cheftrainer und nun verantwortlich für das
C-Kader. «Skifahrerisch hochbegabt, ein Musterathlet mit einer guten Einstellung, der jedem Trainer Freude macht.»
Diese Freude bescherte er Swiss-Ski nur wenige Woche später an den Junioren-Weltmeisterschaften mit dem Gewinn eines kompletten
Medaillensatzes: Gold in der Kombination,
Silber (hinter dem norwegischen Top-Star
Henrik Kristoffersen) im Riesenslalom und
Bronze im Super-G. Im Europacup stand er
dreimal auf dem Podest, einmal als Sieger,
womit er sich einen fixen Startplatz im Weltcup
sicherte. Im Riesenslalom, Slalom und der
Kombination führt er im Jahrgang 1996 die
Weltrangliste an. In der Kombination ist auch
keiner der Jahrgänge 1993 bis 1995 besser.
Für Schwester Mélanie, mit Jahrgang 1998
noch zwei Jahre jünger, steht die Weltcup-Premiere noch bevor. In ihren wenigen Europacup-Einsätzen verblüffte sie als 16-Jährige mit
einem 8. Rang mit Startnummer 49 in Bad
Wiessee. Von der Konkurrenz in den Top-Ten
waren alle mindestens vier Jahre älter. In der
Weltrangliste ihres Jahrgangs steht auch sie in
zwei Disziplinen an der Spitze, im Riesenslalom und Super-G.
GUTE UNTERSTÜTZUNG
Um ihren Kindern optimale Trainingsbedingungen zu ermöglichen, zogen die Eltern vor
sieben Jahren von Neuenburg, wo sie ein Elektrogeschäft betrieben, ins Val d’Hérémence im
Wallis um, wo sie immer schon ein Appartement besassen und Loïc und Mélanie von jung
auf Ski fuhren.
Auch Vater Jacques war ein sehr schneller Skifahrer und sogar einmal Schweizermeister im
Speed-Ski. Mit einer Bestmarke von 213,777
km/h ist er Mitglied des Clubs der Ü-200-km/
h-Racer. Trotzdem gehören Vater und Mutter
Meillard nicht zu den klassischen Skisport-Eltern. «Sie kommen im Frühling einmal vorbei»,
erzählt Inglin, «sagen ‹Grüssgott› und gehen
wieder.» Sie wissen, dass sich ihre Schützlinge
im besten Umfeld befinden, bei Swiss-Ski und
im OCHSNER SPORT Racing-Team, das über
30 Athletinnen und Athleten unterstützt.
Mit Défago übers Lauberhorn
Didier Défago, Abfahrts-Olympiasieger 2010 und
Wengen-Sieger 2009, wird nach der Abfahrt 2016
mit vier Ski-Fans die Lauberhorn-Strecke runterfahren. Zwei davon werden über den OCHSNER
SPORT CLUB (www.ochsnersport-club.ch) ausgeschrieben. Der Streckenrekord von Kristian
Ghedina liegt bei 2:24,23. Doch keine Angst: Für
die Fahrt mit Défago, Ex-Mitglied des OCHSNER
SPORT Racing-Teams und jetzt Botschafter des
Unternehmens, ist rund eine Stunde programmiert.
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DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
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NORDICA
AUFBRUCH ZUR NUMMER
Er war Mitte der neunziger Jahre aktiver Snowboarder und Alpinskifahrer.
Nach einer kurzen Karriere wechselte er später zur Industrie:
Luka Grilc, gebürtiger Slowene und seit knapp einem Jahr bei Nordica internationaler
Brand-Manager für Vertrieb, Marketing, Rennsport und Produkt-Management.
Wir haben Grilc bei einem Besuch in der Schweiz getroffen.
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SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
GROSSES POTENZIAL
Nicht nur der Arbeitsweg hat eine andere Dimension. Elan, ein eher kleines Familienunternehmen, das seit 1990 im Besitz von mehreren
halbstaatlichen Investmentfonds ist, ist im
Weltmarkt nach wie vor gut positioniert. Auf
der anderen Seite ist sein neuer Arbeitgeber ein
Weltkonzern mit sieben bedeutenden Marken
(unter anderem Tecnica, Blizzard, Lowa und
natürlich Nordica), mit über 400 Millionen
Euro Umsatz. Luka Grilc will die nächsten Jahre Nordica als Ski- und Schuhhersteller einen
entscheidenden Schritt weiterbringen. Er sehe
ein schönes Potenzial, aber auch viel Arbeit,
schmunzelt er.
rausforderungen. Mit gutem Grund. TecnicaFirmengründer Giancarlo Zanatta legt hohe
Priorität auf Nordica und investiert für die
neue Winter-Kollektion über zwei Millionen
Franken in die Ski- und Schuhentwicklung.
Und damit das auf den Weltmärkten richtig
ankommt, hat Zanatta den slowenischen
Brand-Manager zur Tecnica-Gruppe geholt.
«Für mich bedeutet diese Herausforderung
eine grosse Chance», sagt Luka Grilc und wirft
einen Blick auf die Kollektion 2016/17, die
natürlich noch streng geheim ist. «Nur soviel»,
sagt er, «im Skischuhbereich wollen wir weltweit wieder die Nummer 1 werden.»
EIN MUTIGER ANSPRUCH . . .
WIEDER NUMMER 1 WERDEN
Luka Grilc hat seine Arbeit bei Elan gut gemacht und dürfte motiviert sein, für neue He-
. . . aber ein durchaus möglicher. Nordica gehört zu den Top-Marken im Skischuhbereich
und blickt auf eine 76 Jahre dauernde und er-
Fotos: Joseph Weibel
Der Name seines bisherigen Arbeitsorts ist
ein Zungenbrecher: Begunje na Goreniskem. In
dieser slowenischen Kleinstadt steht die Firma
Elan – seit 70 Jahren. Luka Grilc, der seine kurze Aktivkarriere auf Elan-Ski verbrachte, blieb
seinem Ausrüster treu. 14 Jahre lang war er
beim slowenischen Wintersportanbieter Brandund Product-Manager. Nur gerade acht Kilometer trennten ihn von seinem Wohnort Bled,
inmitten einer reizvollen hügeligen Landschaft
und dem sagenumwobenen See. Hier wohnen
er, seine Frau und die drei Kinder
(6- bis 11-jährig). Die Heimstrecke ist mit über
300 Kilometern etwas länger geworden . . . Sein
Büro hat er im italienischen Montebelluna im
Tecnica-Konzern, wo auch Nordica seinen Sitz
hat. Den 39-jährigen sympathischen Mann stört
das wenig. Wer im Skigeschäft tätig ist, kennt
keine lange Strecken, sondern nur das Ziel.
«Für mich bedeutet diese Herausforderung eine grosse Chance»:
Luka Grilc, neuer internationaler
Brand-Manager für Vertrieb,
Marketing, Rennsport und ProduktManagement bei Nordica.
DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
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folgreiche Tradition als Schuhmanufaktur zurück. Sie war lange Zeit die unumstrittene
Nummer 1 auf dem Weltmarkt.
JEDER DRITTE SKIFAHRER TRUG
SCHUHE VON NORDICA
Zwei Besitzerwechsel (1989 zu Benetton
Sportsystem und 2003 zur Tecnica Group) innerhalb von 15 Jahren wirken sich natürlich
nicht nur positiv aus. Seine Hochzeit erlebte
der Skischuhhersteller in den siebziger Jahren
mit einer Jahresproduktion von rund zwei Millionen Paar Skischuhe, 30 Prozent der weltweiten Gesamtproduktion. In der Schweiz ist
Nordica nach wie vor gut positioniert. Zumal
Benetton Sportsystem in der Saison 1999/2000
noch einen Ski lancierte, der innert kurzer Zeit
erfolgreich im Markt und auch im Skiweltcup
lanciert wurde. Mit der Übernahme von Tecnica änderte einzig das United-Color-Design –
der guten Qualität tat dies keinen Abbruch.
Technik und Qualität wurden weiter verfeinert. Heute werden die Ski von Nordica und
Blizzard (seit 2006 in der Gruppe) im österreichischen Mittersill und die Skischuhe in
Ungarn endproduziert.
DER PIONIER
Darum weiss Luka Grilc nicht erst seit einem
Jahr, dass Nordica schon immer eine Pionierrolle inne hatte und immer wieder für eine In-
novation gut ist. Die nächste verspricht der
neue Brand Manager für die Saison 2016/17.
Trotz schrumpfenden Zahlen peilt er eine klare
Vorwärtsstrategie an. Luka Grilc hat dafür eine
Erklärung: «Wir verkaufen quantitativ weniger
Ski über den Ladentisch, dafür nimmt der Mietmarkt immer mehr zu.» Frankreich repräsentiert derzeit in Europa den grössten Mietmarkt
und liegt nur knapp hinter den USA. Mieten
statt Kaufen setzt sich selbst im Skiland Österreich immer mehr durch. Und bei uns? Ein
Trend sei spürbar, sagt der Skiexperte aus Slowenien und lobt den hartumkämpften Markt
Schweiz über den Klee. «Unser Produkt ist in
der Schweiz gut positioniert. Der Endverbraucher ist anspruchsvoll und bereit für Top-Qualität einen fairen Preis zu bezahlen.»
«WIR SIND NORDICANS»
Bei dieser Einschätzung spielt für ihn ein starker Vertriebspartner eine wichtige Rolle.
«Nordica Schweiz hat ein langjähriges Team
und eine gute Führung», lobt Grilc. «Geschäftsführer Ueli Schaub ist seit über 25 Jahren in der
Firma und kennt den Markt und die Entwicklung unserer Produkte bestens.» Teamfähigkeit und Verschworenheit sind für den 37-Jährigen zwei wichtige Elemente für den Erfolg.
Er erzählt von seinem rund zehnköpfigen Mitarbeiterstab in Montebelluna (Region Treviso). Eine Aufbruchstimmung sei spürbar und
es herrsche ein spezielles «Wir»-Gefühl. «Wir
fühlen uns als Nordicans», schwärmt Grilc.
MEHR ALS 60 MODELLE
IN ALLEN ZIELGRUPPEN
Diese Begeisterung soll sich auch auf die Nordica-Athleten im Skizirkus übertragen. Wenn
überhaupt nötig. Felix Neureuther ist die schillernde Gallionsfigur im Nordica-Team. Neu
dabei ist die deutsche Nachwuchshoffnung
Linus Strasser sowie die zwei besten Finnen:
Markus Sandell und Samus Torsti. In den technischen Disziplinen führt Nordica seit 2012 die
feinste Klinge und deshalb das Markenranking
im Herrenslalom an. Diese Tatsache und die
Gewissheit, drei Athleten in den Top 7 zu haben, ist für Grilc klare Bestätigung, «dass wir
Top-Produkte herstellen». Auch für den Endverbraucher? Natürlich. In diesem Punkt ist
der Anspruch natürlich ebenso hoch. Von den
Erkenntnissen des Spitzensports profitiert
letztlich der Endverbraucher. Und dieser kann
sich weiter freuen. Die Italiener wollen die
Marke Nordica mit einer Palette von je über 60
Modellen Ski und Skischuhen in allen Zielgruppen klar positionieren. Das ist zwar wider
die allgemeine Trendströmung, Zielgruppen
einzuengen und weniger verschiedene Modelle zu produzieren. Nordica scheint aber mit
seiner Strategie bisher ganz gut zu fahren.
JOSEPH WEIBEL
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FÜR GRENZENLOSE ALL-MOUNTAIN-PERFORMANCE
Eine überarbeitete Freeride-Linie und
noch mehr Leistenbreiten bei den AllMountain-Skischuhen.
Die E3-Philosophie wurde bei den K2-Skischuhen in den bewährten Technologien Energy
Interlock, PowerFuse SpYne und Fit Logix umgesetzt. Energy Interlock stellt eine nietenlose
Verbindung zwischen Manschette und Schale
her und garantiert so einen harmonischeren,
progressiven Flex. Verstärkt wird diese Konst-
56
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
ruktion durch PowerFuse SpYne, eine Y-förmige Komponente am Heck für zusätzliche Kraft
und Stabilität. Die Fit-Logix-Technologie optimiert die Passform und den Tragekomfort,
unter anderem durch thermoverformbare
Intuition®-Innenschuhe, die sich individuell
an unterschiedliche Fussformen und -grössen
anpassen lassen.
Die All-Mountain-Modelle SpYne für Männer
und SpYre für Frauen sind weiterhin die optimalen Partner für Skifahrer, die sich herausragende Performance und Komfort bei allen
Bedingungen wünschen. Im Jahr 2014 hatte
K2 bereits verschiedene Leistenoptionen für
die SpYne-Linie vorgestellt, sodass die Schuhe
für unterschiedliche Fussformen optimal passen. Für die Saison 2015 wurde nun auch das
Leistenangebot für die SpYre-Kollektion erweitert: Der leistungsstarke und stabile SpYre
110 ist jetzt mit 97 und 100 mm breiten Leisten
erhältlich, den SpYre 100 gibt es mit 100 und
102 mm breiten Leisten.
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Edy Hubacher
Im Schweizer Sport engagiert
er sich in der Suchtprävention.
Dabei ist Edy Hubacher, der
einstige Olympiasieger, selber
süchtig. Süchtig nach Sport
halb nicht, weil dieser Edy Hubacher viele
Rätsel selber entworfen hat und viel zu bescheiden ist, um sich selber in den Vordergrund
zu stellen. Muss dieser Mann ja auch nicht. Edy
Hubacher wirkt auch im Hintergrund noch
überragend, allein schon seiner imposanten
Grösse wegen. Selbst in seinem eigenen Haus
in Moosseedorf muss der 2,03-Meter-Hüne da
und dort den Kopf einziehen, um nicht gegen
den Türrahmen zu stossen.
und Rätseln. Das Porträt eines
ENGAGEMENT IM JUSKILA
Mehrkämpfers im Unruhestand.
«Schweizer Sportler, der an Olympischen
Winter- und Sommerspielen teilgenommen
hat, mit acht Buchstaben» – könnten Sie diese
Rätselfrage beantworten? Oder vielleicht diese? «Bob-Olympiasieger 1972, Vorname Kurzform?» Richtige Antworten: Hubacher. Und:
Edy.
Diese Fragen sind in einem Kreuzworträtsel
noch nie gestellt worden. Vielleicht auch des-
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Seine Gestalt hat jeweils auch die vielen Kids
im legendären Jugendskilager von Swiss-Ski
beeindruckt. Edy Hubacher war da zwar nie
Leiter, als Pädagoge aber, der sich für den
Schweizer Sport in der Sucht- und Gewaltprävention engagierte, während vieler Jahre Gast
und Referent, u.a. auch mit Altbundesrat Adolf
Ogi. Hubacher seinerseits zeigt sich heute noch
beeindruckt von den «unzähligen motivierten
Leitern, die sich mit viel Herzblut in den Dienst
der Sache stellen». Für ihn, den langjährigen
Lehrer, war schon immer klar: die Grossen
helfen den Kleinen. Und: Wahre Grösse muss
sich nicht zwingend in Zentimetern messen
lassen.
Für einen Mann mit seiner Physis keine selbstverständliche Botschaft. Schliesslich hat Edy
Hubacher als Spitzensportler einst erheblich
von seinen körperlich überdurchschnittlichen
Eigenschaften profitiert: Modell-Athlet Hubacher war Ende der 60er-Jahre der beste Schweizer Kugelstösser, der beste Schweizer Diskuswerfer – und auch einer der besten Schweizer
Zehnkämpfer. 20 Mal in Folge verbesserte er
seine eigenen Schweizer Rekorde. Und seine
Weltbestleistung aus dem Jahr 1969 – darauf
ist er besonders stolz – hat noch immer Gültigkeit. Damals hatte Hubacher als Zehnkämpfer
im legendären Wankdorf-Stadion in Bern im
Rahmen eines Länderkampfs gegen Deutschland und Frankreich die Kugel 19,17 Meter
weit gestossen. Kein Zehnkämpfer hat diese
Marke in den letzten 46 Jahren auch nur annähernd erreichen können. Hubacher dürfte
eigentlich noch eine weitere Bestleistung in
Anspruch nehmen. Denn kein Kugelstösser ist
die 100 Meter jemals in 10,5 Sekunden gesprintet.
Fotos: Keystone/zVg.
Der Multitasker
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hre
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TEI
FOLGENSCHWERER ABSTECHER
IN DEN EISKANAL
Am meisten Beachtung in der nationalen
Sport-Szene erhielt Hubacher aber nicht als
Sprinter oder Werfer, sondern als Bob-Anschieber. Zusammen mit Jean Wicki gewann
der Berner Powerman an den Olympischen
Spielen 1972 in Sapporo Bronze im Zweierbob
– und zusätzlich mit Werner Camichel und
Hans «Hausi» Leutenegger gar Gold im Vierer.
Der Olympiasieg hat ihm sein ohnehin grosses
Netzwerk noch erheblich erweitert. Hubacher
war 13 Jahre lang Vizepräsident der «Swiss
Olympians», der Gemeinschaft der ehemaligen
Schweizer Olympiateilnehmer/-innen.
Als «Böbler» hat sich Hubacher allerdings nie
definiert. «Der immense Druck in den Kurven
hat mir öfters Mühe bereitet», sagt er. Bei den
Schweizermeisterschaften 1971 in St. Moritz
brach er sich im legendären Horse Shoe gleich
mehrere Rippen, bedingt durch die gewaltigen
Kräfte, die bei Tempo 120 auf den Körper wirken.
Der Bob-Szene blieb er nach seinem Abstecher
in den Eiskanal dennoch treu. Als Athletik- und
L
Starttrainer betreute er u.a. die Piloten Erich
Schärer und Hans Hiltebrand, die beide Weltmeister wurden, aber auch Hansjörg Trachsel,
den späteren Bündner Regierungsrat.
GOLF ALS «EINARMIGER BANDIT»
Edy Hubacher erzählt die Geschichten, als wären sie gestern passiert. Und immer wieder
kommt ihm eine weitere Episode in den Sinn.
Kein Wunder: Hubacher gehört in der Schweizer Sportgeschichte zu den vielseitigsten Athleten. Er war nicht nur Mehrkämpfer, sondern
vor allem auch Ballsportler. Als Bub spielte er
Fussball, im Lehrerseminar Handball, nebenher auch Volleyball mit den Zehnkämpfern in
Magglingen. Er schwang das Tennis-Racket auf
R4-Niveau, später auch den Golfschläger, den
er heute, mit 75 Jahren, noch immer regelmässig benutzt. Und dies trotz eines schweren
körperlichen Handicaps. Wegen vier zusammengewachsenen Nackenwirbeln kann er seinen rechten Arm nicht mehr heben. «Jetzt
führe ich den rechten Arm eben mit dem linken», sagt er, erhebt sich vom Sofa und zeigt
gleich, wie er das macht. «Alles nur eine Frage
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der Technik.» Edy Hubacher ist auch als «einarmiger Bandit», wie er selber sagt, ein Mehrkämpfer geblieben.
Gibts etwas, dass das Multitalent Edy Hubacher nicht kann? «Oh ja, vieles», entgegnet er
lächelnd. Er habe «zwei linke Hände» und sei
ein «Gstabi». Im Schulzeugnis habe er im Turnen einmal die Note 3 erhalten, weil er beim
Geräteturnen nicht besonders gelenkig wirkte.
Und auch im Stabhochsprung habe er sich
schwer getan, seine 108 Kilo über die Latte zu
schwingen. «Mit der Höhe von 340 Metern
habe ich es nie in die Bestenliste von Swiss
Athletics geschafft», hält er schmunzelnd fest.
WANDERPREDIGER GEGEN DROGEN
Ein Ehrenplatz würde Edy Hubacher indes als
«Präventions-Apostel» zustehen, seiner wichtigsten Beschäftigung als pensionierter Lehrer.
Mit Swiss Olympic, dem Baspo und dem BAG
lancierte er im Jahr 2000 das Projekt «La Ola»,
das Sportvereine und Sportverbände bei ihrer
wichtigen Aufgabe vor allem in der Sucht- und
Gewaltprävention unterstützte. Als FairplayBeauftragter des Fussballverbandes versuchte
er bei den Jungen das Bewusstsein zu schaffen,
dass Fairness so wichtig ist wie der Erfolg.
«Fussball», sagt er, «hört nicht an der Seitenli-
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DEZEMBER 2015
nie auf». Noch immer engagiert er sich für das
Projekt «FC Thun macht Schule», in dem kleinen und grösseren Kickern eine ganzheitliche
Ausbildung mit sozialem Engagement vermittelt wird. Im Rahmen eines Pilotprojekts von
Special Olympics werden dabei auch geistig
behinderte Kinder betreut und integriert.
«Meine Agenda ist immer ziemlich voll», sagt
Hubacher lächelnd.
sen auf der Tribüne, heute gestaltet er die
Denkaufgaben mit Vorliebe vor dem Fernseher,
«während einer Sportsendung oder eines Krimis», wie er sagt. Hubacher hat sich die Technik
des «peripheren Denkens» angeeignet, er kann
also mehrere Dinge gleichzeitig tun – eine Gabe,
die vornehmlich Frauen nachgesagt wird. Wäre
Hubacher kein Multitasker, der Mehrkämpfer
im Unruhestand könnte all seine lieb gewonnenen Tätigkeiten gar nicht alle ausüben.
RÄTSELONKEL DER NATION
Edy Hubachers Lebensmotto heisst Serendipity – die Gabe zufällig glückliche Entdeckungen
zu machen. So war der sanfte Riese mit der
sonoren Stimme einst auch Mitbegründer der
«Radio Musik-Box», drei Jahrzehnte lang eine
Institution von Radio DRS 1. Eine andere Entdeckung hatte Hubacher bereits 1963 am Wochenbett seiner Frau Annekäti gemacht. «Ich
bastelte ein Kreuzworträtsel und fand Gefallen
daran.» Die Knoblerei mit den Buchstaben
wurde seine Passion, Edy Hubacher zum «Rätselonkel der Nation». Er kreierte die legendären Rivella-Rätsel auf den Tischsets der Bergbeizen, arbeitete für den «Nebelspalter», den
«Berner Bär» und viele andere Zeitschriften.
In seiner Zeit als Leichtathlet entwarf er die
Kreuzworträtsel jeweils in den Wettkampfpau-
WELTREISE UND OFFENE FRAGEN
Zurzeit bereitet er sich mit Annekäti auf eine
längere Reise vor, auf der er Freunde in der
Dominikanischen Republik und in Neuseeland
besuchen will, Freunde wie Jean-Pierre Egger,
seinen ehemaligen Kugelstoss-Rivalen, der jeweils drei Monate im Winter in Neuseeland lebt
und dort die zweifache Olympiasiegerin Valérie Adams betreut. Vor allem aber wollen die
Hubachers ihrer Tochter und ihren Enkelinnen
in Australien einen Besuch abstatten. Und bestimmt wird er irgendwo wieder irgendein
neues Rätsel kreieren. Es sind noch viele Fragen möglich. Nach «Schweizer Sportler, der an
Olympischen Winter- und Sommerspielen teilgenommen hat» wird Edy Hubacher aber wohl
MAC HUBER
nie fragen.
A LTA B A D I A :
KULINARISCHE LECKERBISSEN AUS DEM SÜDEN
BEIM «SKIFAHREN MIT GENUSS»
In der Südtiroler Region Alta Badia steht
die kommende Wintersaison 2015/16
wieder ganz im Zeichen der Kulinarik. Die
Initiative «Skifahren mit Genuss» richtet
sich diesmal auf den Süden aus, denn die
Geschmäcker und Küchentraditionen aus
Süditalien und dem Südtirol bilden das
Leitthema.
Den kulinarischen Auftakt wird die Gourmet-Skisafari am 13. Dezember 2015 auf den
Pisten von Alta Badia machen. Die Wintersportler haben an diesem Anlass die Gelegenheit, auf ihren Skiern von Hütte zu Hütte zu
fahren und dort echte Südtiroler- und italienische Gerichte und Weine zu geniessen. Insgesamt 8 Sterneköche in 8 Skihütten kümmern
sich dabei um das kulinarische Wohl der Gäste.
«SKIFAHREN MIT GENUSS» –
DER SÜDEN ALS HAUPTTHEMA
Die kulinarische Initiative des Winters «Skifahren mit Genuss» präsentiert sich für diese
Saison pünktlich auf den Pisten von Alta Badia
im Herzen des UNESCO-Welterbes Dolomiten.
Mit der Premiere gibt es auch eine wichtige
Neuigkeit. In diesem Winter wird der Süden im
Mittelpunkt des gastronomischen Angebots
bei den 14 teilnehmenden Skihütten stehen.
Süden wie Süditalien und Südtirol. Das Konzept bleibt dabei unverändert. 14 Sterneköche
kooperieren jeweils mit einer Skihütte auf den
Pisten in Alta Badia und kreieren ein Gericht,
das den Gästen während der gesamten Wintersaison angeboten wird.
GOURMET-SKISAFARI:
VIERTE AUSGABE AM 13. DEZEMBER 2015
Der offizielle Start von Skifahren mit Genuss
und der kulinarischen Saison auf den Pisten
von Alta Badia wird am 13. Dezember sein. An
diesem Tag wird die Gourmet-Skisafari stattfinden, mit der die Sterneküche im Herzen der
Südtiroler Dolomiten bis auf 2000 m Höhe
gastieren wird. Mehrere Sterneköche werden
die Besucher von verschiedenen Skihütten mit
traditionellen Kreationen aus ihren Heimatregionen verwöhnen. Die Wintersportler haben dabei die Möglichkeit, mit ihren Skiern von
Hütte zu Hütte zu fahren und dort die jeweiligen Köstlichkeiten zu geniessen. Feinste Genüsse nicht nur für den Gaumen, sondern auch
für das Auge. Reizvoll ist dabei auch, dass sie
die Sterneköche persönlich kennenlernen, mit
ihnen plaudern und dabei auch das eine oder
andere kulinarische Geheimnis erfahren können.
www.altabadia.org
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Sende einfach eine E-Mail mit Betreff ALTA BADIA
an [email protected]
Einsendeschluss ist der 15. Dezember 2015.
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DER SKIBOSS,
DER GANZ
UNTEN ANFING
Stéphane Cattin kennt den Skisport
von der Pike auf. Einst Servicemann im
C-Kader, ist der 49-jährige Jurassier
heute der höchste operative Chef der
Alpinen.
Aufgewachsen in Villeret, einen Steinwurf
von St-Imier entfernt, war damals das Skifahren an den Hängen des Chasseral noch eine
Selbstverständlichkeit. Auch unter 1000
m ü. M. fiel regelmässig Schnee. Cattin junior
fuhr selber Regionalrennen, musste seine Karriere aber mit 18 wegen eines schweren Töffunfalls abbrechen und liess sich dafür zum Skilehrer und Trainer ausbilden: «So wurde ich
schon mit jungen Jahren Präsident des Skiclubs Villeret und zugleich JO-Leiter. Der JO
gehörten zwar nur drei Burschen an, einer war
mein Bruder.»
Fotos: zVg.
START ALS SERVICEMANN
Eben hatte er seine Lehre als Forstwart beendet. Im Winter verfügte er über ausreichend
Zeit für sein Hobby, das sich zusehends zum
Zweitberuf entwickelte. «Als ich als Skilehrer
in Zinal tätig war, kam Patrice Morisod auf
mich zu und offerierte mir einen Job als PoolServicemann im C-Kader. Ich antwortete ihm:
«Ich habe doch nicht das Skilehrer-Patent gemacht, um Ski zu präparieren.» Morisod überzeugte ihn, dass er auch in dieser Funktion
seine Trainer-Kenntnisse vertiefen könne. Auf
dieser Stufe ist ohnehin jeder Servicemann ein
halber Trainer. So rutschte Cattin sukzessive in
dieses Metier hinein und stieg ins B-Kader auf,
wo er weiterhin Morisod assistierte. Denselben
Job hatte übrigens im B-Kader der Frauen ein
gewisser Thomas Stauffer. «Als Dieter Bartsch
Cheftrainer wurde», erzählt Cattin, «fragte er
mich, ob ich als Assistent ins Weltcup-KombiTeam kommen möchte.» Dieser Assi-Job im
«Kombi-Team» war ein besonderer. «Der Grup-
DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
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ALS GELERNTER
FORSTWART HATTE ICH
ERFAHRUNG IM UMGANG
MIT MOTORSÄGEN UND
SOLCHEN DINGEN.
pe gehörten die vier Riesen-Spezialisten Paul Accola, Steve Locher, Urs
Kälin und Mike von Grünigen an. Von Grünigen war der einzige, der
keine Super-G bestritt, dafür Slaloms. So kam ich mit Bartsch überein,
dass ich mich in der Zeit, in der von Grünigen ausserhalb des Teams
unterwegs war, um ihn kümmere.»
So entwickelte sich zwischen diesen beiden eine ausgezeichnet funktionierende Zusammenarbeit, die noch enger wurde, als von Grünigen von
Rossignol auf Fischer wechselte. Cattin: «Wir testeten und entwickelten
den ganzen Sommer neue Ski, eine sehr spannende und lehrreiche
Sache.» Von Grünigen erlebte einen tollen Winter, dann noch einen
und wurde 2001 zum zweiten Mal Weltmeister. 2003 nach der WM in
St. Moritz hörte er auf.
Cattin nahm deshalb gerne das Angebot von Angelo Maina an, der für
den unter eigenartigen Umständen abservierten Hans Pieren als FrauenChef eingesprungen war, und übernahm die Kombi-Gruppe der Frauen.
Dieser gehörten u.a. Nadia Styger, Fränzi Aufdenblatten und Fabienne
Suter an. Cattin blieb der Erfolg treu. Styger und Aufdenblatten fuhren
so gut wie noch nie. Die Schwyzerin errang ihren ersten Weltcupsieg,
die Walliserin ihren ersten Podestplatz.
ABSCHIED VON SWISS-SKI
Trotzdem verliess Cattin Ende Saison Swiss-Ski. Inzwischen hatte Marie-Theres Nadig von Angelo Maina den Chefposten übernommen und
eine Zusammenlegung der Abfahrts- und Kombi-Gruppe angeordnet.
Sie mutete dem im Speed-Bereich wenig erfahrenen Cattin die alleinige
Verantwortung nicht zu. Dieser zog die Konsequenzen. Sein Abgang fiel
ihm umso leichter, als ihm die Firma Fischer – als Folge der Entwicklungsarbeit mit von Grünigen – antrug, in der Schweiz ein neues Nachwuchs- und Weltcup-Team aufzubauen.
Schon bald machte er die Erfahrung, dass auch in der Privatwirtschaft
nicht immer alles rund läuft. Fischer geriet in eine Finanzkrise, und so
musste er quasi sein eigenes Team mit Cathérine Borghi, Monika Dumermuth und Co. wieder liquidieren. Danach verabschiedete sich auch
Cattin.
Nächster Job: Rennsportchef bei Stöckli. Doch irgendwie stimmte die
Chemie nicht. Er fühlte sich nicht wohl, zumal die Zusammenarbeit mit
einer neuverpflichteten Athletin suboptimal verlief. Ihr Name: Tina
Maze. «Innerhalb eines Winters demontierte sie drei Serviceleute», erzählt Cattin. «Es gab unvorstellbare Übungen: Ski holen, Ski bringen,
neue Ski bauen – alles war negativ. Und sie machte wahnsinnigen Druck
auf die Direktion.»
Cattin kündigte: «Ich hatte die Nase voll und entschloss mich zu einem
kompletten Wechsel.» Weg vom Skisport, der sein bisheriges Leben geprägt hatte. Die Usine Métallurgiques Vallorbe, ein Unternehmen mit
50 Millionen Umsatz, das Werkzeuge, Feilen, Raspeln, Sägeblätter und
so weiter herstellte, suchte einen Produktmanager. Cattin: «Als gelernter Forstwart hatte ich Erfahrung im Umgang mit Motorsägen und solchen Dingen.» Cattin heuerte an, stieg bald zum nationalen und dann
internationalen Verkaufsleiter auf und wurde Mitglied der Geschäftsleitung: «Zwei-, dreimal im Jahr machte ich eine Asien-Tour über China,
Indonesien, Malaysia und Japan, in fast alle Länder, wo noch mit viel
Holz gearbeitet wird, auch nach Amerika, USA und Südamerika.»
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SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
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SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
Fünf Jahre arbeitete er dort, bis die Firma nach Frankreich verkauft
wurde und sich das Betriebsklima markant veränderte. Cattin konnte
sich mit der Situation nicht anfreunden – und ging. Was ihm nicht schwer
fiel, zumal die Skifirma Fischer in der Schweiz einen neuen Geschäftsleiter suchte. Cattin kehrte zu seinem einstigen Arbeitgeber zurück.
GESUCHT CHEF ALPIN
Wenns für ihn nicht mehr stimmt, zieht er relativ schnell die Reissleine
– wie damals bei Nadig, beim ersten Fischer-Engagement, bei Stöckli
oder in Vallorbe: «Ich bin nicht einer, der gerne Kompromisse eingeht.
Das mache ich nur, wenn ich spüre, dass es in eine positive Richtung
geht. Wenn ich merke, dass es nicht gut herauskommt, entscheide ich
mich schnell.»
Etwas länger überlegen musste er, als er die Offerte von Swiss-Ski erhielt: «Als mich Markus Wolf anrief und mit mir einen Termin vereinbarte, machte ich mir keine grossen Gedanken und glaubte, es gehe um
die Firma Fischer, die ja vor allem im nordischen Bereich, unter andern
mit Dario Cologna, ein grosser Ausrüster des Skiverbandes ist. Ich habe
mich bei diesem Meeting auf Fischer konzentriert, ein bisschen vom
Geschäft erzählt, bis mich Wolf unterbrach und meinte: Das ist alles gut
und interessant, aber es geht um etwas anderes: Wir suchen einen Chef
Alpin. Du bist nicht der einzige, den wir angefragt haben, aber wir
möchten uns auf Leute konzentrieren, bei denen wir das Gefühl haben,
es sind die Richtigen.»
Er habe mal durchgeatmet und innerlich jein gesagt. Kaum ein Jahr
Fischer und jetzt schon wieder wechseln? «Ich hatte», so Cattin, «gerade
Ferien und Zeit zum Überlegen.» Drei Wochen später sagte er nach zwei
INNOVATIVE
KONSTRUKTIONSTECHNIK
HOCHMUT UND
ÜBERHEBLICHKEIT
ZÄHLEN DEFINITIV
NICHT ZU DEN
CHARAKTEREIGENSCHAFTEN
VON CATTIN.
weiteren Gesprächen zu: «Ich war ja nie ganz vom Skisport weg und
gehörte zur Experten-Gruppe von Ausbildungschef Peter Läuppi.»
Seit dem 1. Oktober ist er wieder voll dabei. Fischer kam Swiss-Ski entgegen und gab ihn zwei Monate früher frei. «Meine Aufgabe ist der
‹Athletenweg›», sagt Cattin. «Wie bringen wir wieder genügend Athleten
an die Spitze? An der Weltcup-Front mische ich mich nicht ein. Ich
werde auch nicht bei jedem Rennen dabei sein. Operativ braucht es mich
dort nicht. Da haben wir als Chefs zwei Spezialisten, von denen ich voll
überzeugt bin. Als erstes werde ich mich mit dem System befassen. Ich
kenne nicht mehr alle Details. Aber es sind einige gute Projekte am
Laufen. Ich werde die Regionen und die Leistungszentren besuchen –
dort liegt das Potenzial.»
Cattin sieht sich als Teamplayer: «Ich arbeite nicht gerne allein. Es gibt
Leute, die das können und wollen – und alles allein entscheiden. Die
Verantwortung allein zu tragen, ist kein Problem. Aber ich habe gerne
Leute um mich herum, um die Kompetenz zu bündeln. Im Team kann
man Meinungen austauschen, diskutieren und auch streiten. Sonst kann
es vorkommen, dass du im Alleingang falsche Entscheide fällst, aber es
nicht merkst, weil du zu sehr von dir überzeugt bist.» Hochmut und
Überheblichkeit zählen definitiv nicht zu den Charaktereigenschaften
von Cattin. Zu den Lautsprechern gehörte er nie. Aber als seriöser SchafRICHARD HEGGLIN
fer wurde er stets ernst genommen.
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REVOLUTIONÄRE
FLEXIBILITÄT
FLEX HELM
Perfekter Sitz, erhöhter Schutz und ein einmaliger Komfort.
Der neue Dainese Flex Helm definiert die Standards der
Skihelme neu.
Er passt sich jeder Kopfform dank der innovativen
Konstruktionstechnik und der Stärke der stoßfesten
Außenschale an.
Der Flex Helm passt sich Ihnen an,
nicht umgekehrt.
DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE 65
TOP-3-TIPPS FÜR UNVERGESSLICHE SKIFERIEN IN NORDAMERIKA
HELISKIING-SPECIALS
VON CMH IN KANADA
Heliskiing ist der Traum jedes Skifahrers und
Snowboarders. Einmal im Leben mit dem Hubschrauber mitten in der weissen Wildnis Kanadas
auf gigantische Gipfel geflogen zu werden und
von dort durch unberührten Pulverschnee ins Tal
zu gleiten, ist ein unvergessliches Erlebnis. Erstaunlicherweise ist es gar nicht so teuer und
durchaus auch etwas für coole, junge «Powder
Hounds» – vor allem bei CMH in den Lodges K2
und Revelstoke!
Powder und auf Steilhängen sowie das sichere
Springen.
Auch wer noch keine grössere Erfahrung mit
extremerem Skifahren gesammelt hat, wird
dort von den Guides behutsam und sicher auf
ein ganz neues Level geführt. «Wer bei uns eine
dieser CMH-Spezialprogramme in der K2 Rotor
Lodge oder in Revelstoke bucht, fährt als sehr
guter Skifahrer oder Snowboarder hin und
kommt als echt guter zurück», verspricht Heliskiing-Experte Kenny Prevost vom führenden
Schweizer Skireise-Spezialisten knecht reisen.
CMH K2 LODGE: HELISKIING-GÄSTE
BEKOMMEN EIN PAAR SKI GESCHENKT
In der CMH Kult-Lodge K2 in Nakusp und in
der CMH Lodge im Freeride-Mekka Revelstoke
geht richtig die Post ab. Auch auf dem Berg! Vor
allem bei den Special Weeks wie den Freeride
Camps oder den «Steep Shoots & Pillow
Drops»-Programmen. Diese Angebote sind
perfekt für starke Skifahrer und Snowboarder,
die, angeleitet von besonders ausgebildeten
Guides, das Letzte aus dem faszinierenden Terrain in British Columbia herauskitzeln wollen.
Dort lernt man das Fahren in besonders tiefem
Und wer eine Heliskiing-Tour in der CMH K2
Lodge bucht, bekommt sogar für die folgende
Saison noch ein Paar Ski oder ein Snowboard
von K2 geschenkt. Klingt verrückt, ist aber
wahr! Die K2 Lodge in Nakusp ist für den amerikanischen Ski-Hersteller so eine Art OutdoorLabor, wo im grandiosen Terrain Neuheiten
getestet, Fotos geschossen und Videos gedreht
werden. Deshalb sind auch immer wieder K2Athleten in der Lodge, die beim gemeinsamen
Fahren mit den Gästen auch gerne Tipps geben.
Reisetipp
4 Tage Heliskiing mit 4 Übernachtungen, Vollpension, 17 500 Höhenmeter inkl. und Powder-Leihski,
pro Person im Doppelzimmer schon ab CHF 3710.–
bei knecht reisen.
EL NIÑO-WINTER IN WHISTLER:
POWDER, POWDER, POWDER
Meteorologen kündigen für die Westküste Nordamerikas einen Super-Winter an. Grund ist das
derzeit besonders starke El-Niño-Phänomen.
Warme Meeresströmungen im Pazifik sollen für
viele und starke Schneefälle sorgen – ganz besonders in Whistler. Dank seiner Lage in den
Coast Mountains knapp zwei Autostunden nördlich von Vancouver könnte Nordamerikas grösstes Skigebiet ganz besonders von El-Niño-Wintern profitieren.
Und das bedeutetet in Whistler «Powder,
Powder, Powder», wie die Experten des OnlineSkireise-Magazins Ski Kanada (www.ski-kanada.ch) zu Recht schreiben. Im Durschnitt fallen
im Jahr bis zu zwölf Meter Schnee. Whistler ist
der Gigant unter Amerikas Top-Resorts: Mehr
als 200 Abfahrten, 30 Quadratkilometer befahrbares Terrain, über 1600 Meter Höhendifferenz und 37 Lifte. Allein die Zahlen machen deutlich: Whistler ist ein Ski-Resort der
Superlative. Selbst in der Hochsaison bleibt auf
den beiden knapp 2200 Meter hohen Skibergen Blackcomb und Whistler Mountain viel
Platz.
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SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015 ADVERTORIAL
Kein anderes Skigebiet in Nordamerika bietet
mehr Abwechslung für Genussskifahrer bis hin
zu Freeride-Experten, die innerhalb des gesicherten Skigebiets Dutzende Tiefschnee-Hänge und Tree-Skiing-Areale in den Wäldern
sowie ein schier endloses Hinterland mit Geländevarianten finden. Und kein anderes SkiGebiet ist besser erschlossen. Highlight ist die
Peak to Peak Gondola von Blackcomb hinüber
zum Whistler Mountain, die mit einer Spannweite von 3024 Metern und einer Höhe von
436 Metern über dem Tal die längste und
höchste über Grund freischwebende Seilbahn
der Welt ist.
Absolut einmalig macht das Olympiadorf von
2010 aber erst das Village mit seinem riesigen
Angebot an Restaurants, Cafés, Bars, Spas und
Geschäften sowie Aktivitäten jeder Art, vom
Eisklettern bis hin zum Heliskiing und Catskiing, gleich vor der Haustüre. Whistler steht
für Ski in – Ski out in Reinkultur. Viele Unterkünfte liegen direkt an den Abfahrten und
Liften oder ganz in ihrer Nähe. Und einige, wie
die charmante und höchst komfortable Crystal
Lodge, zudem mitten in der schönen Fussgängerzone.
Reisetipp
7 Übernachtungen in der Crystal Lodge Whistler,
5 Tage Skipass, Transfer Vancouver Flughafen–
Hotel–retour, pro Person im Doppelzimmer schon
ab CHF 1405.– bei knecht reisen.
LAST FRONTIER:
HELISKIING VON LODGE
ZU LODGE
Heliskiing-Anbieter gibt es viele in Kanada, aber
nur einen ganz hoch oben im Norden von British
Columbia (BC). Dort betreibt Last Frontier Heliskiing seine Lodges Bell 2 und Ripley Creek, die
man auf einer einzigartigen Lodge-to-Lodge-Safari innerhalb einer Woche erleben kann. Jede für
sich ist eine Reise wert, kombiniert sind sie der
Knüller.
Die Bell 2 Lodge liegt gut 1000 Kilometer
nördlich von Vancouver inmitten gigantischer
Bergketten und riesiger Gipfel. Bis zu 25 Meter
Schneefall pro Jahr verwandeln den hohen
Norden von BC in ein Paradies für Powderfans.
Bell 2, das ist ein urchiges Blockhüttendorf mit
Sauna- und Whirlpool-Hütte, das sich rund um
das Hauptgebäude mit Restaurant und Bar erstreckt – das klassische Idyll eines kanadischen
Winter-Wonderlands.
Im Kontrast dazu steht Riply Creek an der
Grenze zu Alaska. Die Lodge liegt im Örtchen
Stewart direkt an einem Pazifik-Fjord. Beim
S
GE WINN
Wir sind Heliskiing
Alaska
Georgien
Himalaya
Island
Kamtschatka
Kanada
Schweden.
Reisetipp
7 Tage Heliskiing mit 7 Übernachtungen, Vollpension, 30 500 Höhenmeter inkl., Powder-Leihski,
sämtliche Transfers ab/bis Smithers/Terrace schon
ab CHF 8595.– pro Person im Doppelzimmer bei
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PIEL
1 Woche Skiurlaub
für zwei Personen in Utah und mehr
Fotos: zVg.
Heliskiing schaut man immer wieder auf die
weit in die gigantischen Bergketten hineinreichenden Meeresarme. Beide Lodges verbindet
Last Frontier mit der Lodge-to-Lodge-Safari.
Dabei verbringen die Gäste die erste Hälfte der
Woche in der einen, die zweite in der anderen
Lodge. Während das Gepäck mit dem Auto
zwischen den rund 100 Kilometer Luftlinie
auseinanderliegenden Lodges hin- und her
transportiert wird, bewältigen die Gäste den
Transfer per Heli und auf Skiern. In beiden
Arealen operiert Last Frontier mit kleinen Hubschraubern und maximal drei Gruppen à fünf
Gästen.
Der Schweizer Ski-Spezialist knecht reisen und
das Online-Reisemagazin Ski USA (www.skiusa.ch) verlosen eine Reise für zwei Personen ins
Ski-Paradies Utah sowie einen Atomic-Ski und
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weltweit ist der führende Schweizer Spezialist knecht reisen, Rämistrasse 5, 8001 Zürich, Telefon 044 360 46 00. Angebote von
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NOSTALSKI
DER ANDEREN ART
Am Ende des letzten Winters erfasste
Swiss-Ski eine wahre Rücktrittswelle. Und
dann verabschiedete sich im Frühling still
und leise noch eine, die einst zu den grössten Talenten von Swiss-Ski zählte, seit fünf
Jahren aber fast permanent den Verletzten-Status trug – Andrea Dettling.
Was am meisten überrascht: Andrea Dettling trat mit positiven Gefühlen und voller
Dankbarkeit ab – trotz der langen Leidenszeit:
«Ich bin – auch wenn das vielleicht blöd tönt
– froh, dass es so gekommen ist, wie es kam. Ich
konnte viel lernen, das ich nicht hätte lernen
können, wenn die Karriere glatt verlaufen
wäre. Im Nachhinein ist mir das genau so viel
Wert.»
EIN PRIVILEG
Klar, zuweilen machte sich auch Frust breit –
alles andere wäre unnatürlich. «Es gab», so
Andrea Dettling, «schon solche Momente, vor
allem wenn es mit der Heilung nicht vorwärts
gehen wollte. Das hätte ich mir anders gewünscht. Trotzdem schaue ich positiv auf meine Karriere zurück. Ich bin dankbar, dass ich
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diesen Sport ausüben durfte. Das ist ein Privileg, dessen bin ich mir noch bewusster.»
SELBSTBESTIMMUNG
Wichtig war ihr vor allem auch, den Zeitpunkt
des Rücktrittes selber bestimmen zu können:
«Hätte ich gespürt, dass ich mich auf der Abfahrtspiste immer noch voll überwinden kann,
hätte ich den Weg fortgesetzt. Aber ich musste
mir eingestehen, dass ich diese Überwindung
nicht mehr aufbringe. Das war für mich das
Signal, etwas anderes anzufangen. Ich möchte
die Matura nachholen. Dann würde ich gerne
ein Studium mit Schwerpunkt Ernährung aufnehmen, vor allem in Richtung Übergewichtsprävention, auch mit Jugendlichen.»
Andrea Dettling bezeichnet ihre Karriere als
eine «unglaubliche Reise». Schon als zehnjähriges Mädchen habe sie davon geträumt, einmal im Weltcup fahren zu dürfen: «Dass dieser
Traum in Erfüllung ging, ist allein schon unglaublich.»
MIT DEN BESTEN AUF DEM TREPPCHEN
Neunmal schaffte sie es auf ein Podest, achtmal
im Europacup, einmal im Weltcup. Was daran
speziell ist: Sieben Mal stand sie zusammen mit
Lara Gut oder Anna Fenninger oben. Schon das
illustriert, welches Potenzial in ihr steckte. Und
das hat sie in ihren ersten zwei Weltcup-Saisons auch unter Beweis gestellt: Zehnmal fuhr
sie in die Top-Ten, mit einem 3. Rang im
Super-G von Cortina hinter Jessica Lindell Vikarby und Anna Fenninger als Höhepunkt.
DUNKLER FADEN IN DER KARRIERE
WM- und Olympia-Teilnahmen waren die Belohnung, wo es ihr indes nicht nach Wunsch
lief. Eine Woche vor Vancouver zog sie sich eine
erste Schuhrandprellung zu, eine Verletzung,
die sich wie ein roter oder vielmehr dunkler
Faden durch ihre Karriere zog. Nach einem
Sturz in Val d’Isère im Dezember 2010 akzentuierten sich die Probleme. Sie unterbrach die
Saison: «Ich dachte, in einem Monat stehe ich
wieder auf dem Schnee.»
ALLES VERSUCHT
Zwei Jahre wurden daraus. Die Probleme und
Schmerzen zogen sich dahin: «Das hat mich
mental enorm gefordert. Bei einem Beinbruch
weiss man, womit zu rechnen ist. Bei der
Schuhrandprellung, einer vermeintlichen Bagatelle, hatte ich nicht die geringsten Anhaltspunkte. Niemand wusste, was man dagegen
machen kann. Ich habe alles versucht, nichts
half. Bis sich nach einer Behandlung mit einer
alternativen Methode endlich Linderung einstellte.» Im Fernsehen hatte sie in jener Zeit nur
die Männer-Rennen verfolgt: «Ich brachte es
nicht über mich, jene Pisten anzuschauen, auf
denen ich selber gerne runtergefahren wäre.»
PECH BLEIBT KLEBEN
In der folgenden Aufbausaison deutete sie mit
zwei Schweizermeistertiteln ihre Formrückkehr an. Doch schon im nächsten Winter ereilte sie erneut das Pech: Schien- und Wadenbeinbruch beim Riesenslalom-Training in
Santa Caterina. Das war die Verletzung zufiel.
Anderthalb Jahre später zog sie definitiv die
Konsequenz.
Seit Europacup-Zeiten pflegt sie ziemlich engen Kontakt mit Lara Gut, mit der sie damals
das Zimmer teilte. Obwohl sie vier Jahre älter
ist, staunte sie schon damals über ihre Zimmerkollegin: «Sie ist die abgeklärteste 17-Jährige,
die ich je getroffen habe. Mich beeindruckt,
wie sie ihr ganzes Team finanziert und mit dem
Druck, der auf ihr lastet, locker umgeht.»
Foto: zVg.
EIN TROSTPFLASTER VON LARA GUT
Andrea Dettling erzählt eine persönliche Geschichte von der WM 2009 in Val d’Isère: «Ich
schied in der Kombi-Abfahrt mit der Startnummer 1 auf peinliche Weise mit einem Innenskifehler am zweiten Tor aus und hätte mich am
liebsten im Hotelzimmer verkrochen. Dann
kam Lara, die eben Silber gewonnen hatte, zu
mir, legte die Medaille auf die Seite und sagte:
‹Komm, wir gehen eine Crêpe essen. So kommst
du auf andere Gedanken.›» Das ist jene Seite
von Lara Gut mit Sozialkompetenz und Empathie, die die Öffentlichkeit weniger kennt. Dettling: «Lara ist extrem loyal und ein herzensguter Mensch.»
ZUSPRUCH FÜR DOMINIQUE GISIN
Umgekehrt war die Situation 2010 an den
Olympischen Spielen in Vancouver, wo eher
Dettlings dortige Zimmerkollegin Dominique
Gisin, die in der Abfahrt brutal stürzte, Zuspruch brauchte. «Deshalb», so Dettling, «sind
mir vier Jahre später vor dem Fernseher die
Tränen nur so runtergelaufen, als Dominique
in Sotschi Olympiasiegerin wurde.
Wer selber oft verletzt war, weiss wie viel es
braucht, bis man wieder voll angreifen kann.
Dominique hat das nach ihren Stürzen immer
wieder geschafft. Ihr Olympiasieg ist etwas
vom Schönsten, was ich im Sport je erlebt
habe.»
ERLEICHTERUNG GESPÜRT
Inzwischen hat Andrea Dettling wie Gisin den
Übergang ins Privatleben vollzogen. Einiges
sei anders geworden: «Seit ich zwölfjährig bin,
war jede Entscheidung auf den Sport ausgerichtet: wann man schlafen geht, wie viel man
schläft, wann und wie lange man in den Ausgang geht. Deshalb spürte ich nach meinem
Rücktritt eine Erleichterung, anderseits entstand eine Leere. Ich fiel in ein Loch, wahrscheinlich eine ähnliche Reaktion wie bei vielen Menschen nach einer einschneidenden
Veränderung im Leben.»
Inzwischen sei sie «im neuen Leben angekommen. Das Skifahren vermisse ich extrem, die
Wettkämpfe weniger. Ich habe mich enorm auf
Sölden gefreut – als Zuschauerin.» Wehmut
spürt sie keine, obwohl sie mit 28 Jahren im
besten Rennfahrer-Alter stünde. Und in der
FIS-Liste noch immer als Nummer 44 geführt
wird. Andrea Dettling sagt: «Es ist gut, wie es
RICHARD HEGGLIN
ist.»
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ICH BIN
SKILEHRER,
JÄGER,
HOTELIER
UND BAUER
OHNE HOF
Hans Bigler trifft Riet R. Campell in der
Jagdhütte auf der Bündneralp Murter
2419 Meter über Meer.
Ein Gipfeltreffen mit faszinierendem
Ausblick gibt Einblicke in eine spannende
Persönlichkeit.
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Riet R. Campell aus Cinuos-chel ist ein
waschechter Engadiner, trotz englisch klingendem Namen. Auch das Dorf Cinuos-chel, 1613
Meter über Meer, hört sich chinesisch an, ist es
aber nicht. Der idyllische Ort mit 61 Einwohnern und eigener Bahnstation an der Linie
St. Moritz-Scuol gehört als Fraktion zur Gemeinde S-chanf und ist bekannt als Zielankunft des Engadiner Skimarathons. In Cinuoschel beginnt geographisch das Oberengadin.
Touristisch gehört es zur Dachmarke Engadin
St. Moritz, wo die ehemalige Weltcupfahrerin
Ariane Ehrat als Direktorin wirkt.
Riet ist vom Scheitel bis zur Sohle
der geborene Gastgeber.
BSV (Bündner Skiverband) Sonntag für Sontag Skiwettkämpfe, schaffte es auch in ein Kader. Damals gab es noch die Junioren-Nationalmannschaft mit namhaften Mitgliedern
wie Christian Hemmi, Christian Welschen oder
dem späteren Weltcup-Gesamtsieger Peter
Lüscher.
Fotos: Erik Vogelsang
SKILIFT VOR DER HAUSTÜRE
Riet R. Campell ist Direktor von Swiss
Snowsports, jener Organisation, die für die
Ausbildung der Schneesportlehrer und der
Schweizer Skischulen zuständig ist. Er gilt als
exzellenter Kommunikator und sein sympathischer Bündnerdialekt unterstreicht die Wirkung zusätzlich. Als Engadiner spricht er auch
Romanisch, unterhält sich locker in allen vier
Landessprachen. Er sagt bescheiden von sich:
«Ich bin Skilehrer, Jäger, Hotelier und Bauer
ohne Hof.»
Skifahren lernte er sozusagen vor der Haustür.
Der Vater, selber patentierter Bündner Skilehrer, hat damals einen einfachen Bügellift im
Dorf installiert, den die ganze Dorfjugend benutzen durfte. Viele dieser Kinder absolvierten
später die Skilehrerausbildung. So kam es,
dass im Engadin, in Cinuos-chel, prozentual
die meisten patentierten Skilehrer wohnten.
Auch Riet wurde Skilehrer. Er bestritt beim
SKILEHRER STATT SKIRENNFAHRER
Riet R. Campell war öfters verletzt. In einem
Trainingslager im Frühling in Les Crosets beispielsweise musste Riet ins Spital nach Monthey gebracht werden. Dann stand die lange
Heimreise durchs ganze Land bevor. Der damalige Direktor Dölf Ogi leistete Taxidienst,
nahm den jungen Skirennfahrer bis nach Bern
mit und brachte ihn dort auf den Zug.
Nach einem schweren Traktorunfall, der beinahe eine Beinamputation zur Folge gehabt
hätte, waren seine Skirennfahrerambitionen
dann jäh beendet. Er liess sich in der Folge zum
Skilehrer mit Bündnerpatent ausbilden und
übernahm mit 27 Jahren die Skischule Celerina.
In bester Erinnerung sind dem Bündner die
Top-Ski-Camps auf dem Stelvio geblieben. Diese Trainingscamps für Jugendliche, organisiert
von Willy Lampbrecht, erfreuten sich zu dieser
Zeit grosser Beliebtheit. Ehemalige Spitzenrennfahrer wie Edi Bruggmann oder Andreas
«Söre» Sprecher besuchten die angehenden
Skirennfahrer als Gasttrainer.
FUSION INTERVERBAND UND
SKISCHULENVERBAND
Auf dem zweiten Bildungsweg absolvierte Riet
R. Campell im Sommer Kurse an der Hotelfachschule in Luzern und im Winter an der Landwirtschaftsschule auf dem Plantahof. 1991
wurde er zum Ausbildungschef des Interverbands (SIVS) als Nachfolger von Karl Gamma
gewählt. Damals arbeitete er häufig von zu
Hause aus, da das Sekretariat in Uttigen bei
Thun ansässig war, wo er mit Helga Oles (die
kürzlich in Pension ging) den Laden schmiss.
Seit 1999 ist Riet R. Campell Präsident des
Internationalen Skilehrerverbands (ISIA). Der
Generalsekretär ist in Bozen im Südtirol ansässig. Vom Engadin über den Ofenpass sind
die Wege nicht allzu weit. Riet R. Campell ist
seit 1991 beim Verband, der 1932 gegründet
wurde und nach Christian Rubi und Karl Gamma der dritte Direktor.
2002 erfolgte die Zusammenlegung zwischen
dem Interverband für Schneesportlehrerausbildung (SIVS) und dem Schweizerischen Ski-
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und Snowboardschulenverband (SSSV) zu
Swiss Snowsports. «Diese Fusion, die in Leysin
besiegelt wurde, hat sich zu 100 Prozent bewährt», sagt Riet Campell. Sie ermöglichte die
Vereinheitlichung der Skilehrer-Ausbildung,
was sich auch auf die Bezeichnung auswirkte.
Neu wurden Skilehrer zu Schneesportlehrern
mit eidg. Fachausweis (SBFI) ausgebildet.
Swiss Snowsports ist ein Branchenverband mit
sieben Millionen Umsatz. Rund eine Million
wird durch Mitgliederbeiträge generiert. Den
Rest erwirtschaften die 15 Mitarbeiter auf der
Zentrale in Belp und die über 100 externen
Experten mit Ausbildungskursen in acht Disziplinen, die auch Lehrmittel in drei Sprachen
erarbeiten. In den kommenden Wochen bis
Weihnachten werden 600 Kidsinstruktors auf
ihre Aufgabe vorbereitet. Die Schweizer Skischulen fördern den Kinderunterricht und haben diverse Marketingmassnahmen für diese
Zielgruppe eingeleitet.
DER GEBORENE GASTGEBER
Für die Fotoaufnahmen des Gipfeltreffens hat
sich Riet R. Campell etwas Besonderes ausgedacht. Wir steigen in ein geländegängiges
Fahrzeug und fahren zur Jagdhütte auf die Alp
Murter mit traumhaftem Ausblick auf den Piz
Kesch oder die Berninagruppe. Ziemlich genau
auf der Gegenseite des Inntals befindet sich der
Schweizer Nationalpark, das grösste Naturschutzgebiet in unserem Land, mit dem wildreichen Tal, Val Trupchun.
Riet ist vom Scheitel bis zur Sohle der geborene
Gastgeber. Die Freundlichkeit gegenüber den
Touristen und unseren Gästen ist ihm ein wichtiges Credo. Mit seiner Frau Christine, einer
Stadtbernerin, hat er das Hotel/Restaurant
Veduta geführt. In dritter Generation ist nun
der jüngste Sohn «Gudi» eingestiegen, selber
ausgebildeter Touristiker, Koch und Schneesportlehrer. Ähnlich wie sein Vater tanzt er auf
verschiedenen Hochzeiten und hat auch die
Skischule Zuoz und im Sommer das Golfrestaurant übernommen.
Riet R. Campell selber hat neben dem Verband
auch ein bisschen Zeit, seinen Hobbys wie Jagen und Fischen nachzugehen. In nächster Zeit
wird er aber wie alle andern Exponenten des
Schneesports in seiner Funktion als Direktor
von Swiss Snowsports stark gefordert sein. Die
Branche braucht neue Impulse. Kürzlich haben
Ständerat und Nationalrat der Schneesportinitiative zugestimmt. Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu unterstützen, die
wieder mehr Menschen für den Schneesport
begeistern sollen. Um diese Mission zu erfüllen
wird auch Riet R. Campells Bruder Duri behilflich sein können – er wurde erst kürzlich neu
HANS BIGLER
in den Nationalrat gewählt.
Das «Gipfeltreffen» ist eine Serie von Snowactive.
Autor ist Hans «Housi» Bigler, der fast 40 Jahre bei
Swiss-Ski – zuletzt als Chef Breitensport – tätig war.
Er porträtiert Persönlichkeiten, die sich im Skisport
mit all seinen Facetten verdient gemacht haben
oder noch immer aktiv sind. Das «Gipfeltreffen»
in dieser Ausgabe ist Riet R. Campell gewidmet.
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Man unterscheidet die kurze Fussmuskulatur, die im Wesentlichen am Fuss und hier vor
allen Dingen an der Fusssohle und zwischen
den Mittelfussknochen zu finden ist, von den
deutlich kräftigeren langen Fussmuskeln im
Bereich der Waden.
Wir benutzen unsere Füsse zum Gehen, Stehen
und Sport treiben. Was im ersten Moment
recht trivial erscheint, ist bei genauerer Betrachtung ein kompliziertes Zusammenspiel
aus dynamischen Komponenten (Muskeln,
Sehnen und Nerven), aber auch statischen Anteilen (Knochen und Bändern) des Bewegungsapparates.
KEIN FUSS GLEICHT DEM ANDEREN
Dennoch kann man gewisse Fussformen und
Ausprägungen voneinander unterscheiden.
Meist sind die Begriffe der verschiedenen Fussausprägungsformen sehr deskriptiv und haben
eine Jahrhunderte alte Tradition. So wird, je
nachdem welche Zehe am längsten ist, der
ägyptische vom römischen und griechischen
Fusstyp unterschieden.
Der gesunde Fuss hat eine Längs- und eine
Querwölbung. Von einem Senkfuss spricht
man, wenn die Längswölbung abgeflacht ist
und von einem Plattfuss, wenn sie vollständig
aufgehoben ist. Ist die Längswölbung sehr
deutlich ausgeprägt, so spricht man von einem
Hohlfuss. Kippt das Fersenbein nach aussen,
bezeichnet man dies als Knickfuss. Wenn die
Querwölbung abgeflacht ist, so liegt ein Spreizfuss vor. Abweichungen der Grosszehenachse
nennt man Hallux valgus.
BEI BESCHWERDEN ZUM ARZT
Erst wenn Beschwerden auftreten, beginnen
wir uns in der Regel näher mit unseren Füssen
zu beschäftigen. Fussschmerzen können sehr
unangenehm sein und jeden Spass an Bewegung und Sport vermiesen. Die Ursachen der
Beschwerden sind so vielfältig, dass es sich
unbedingt lohnt, einen Arzt aufzusuchen. Dies
vor allem, um einerseits Abhilfe zu schaffen,
anderseits um Fehlbelastungen und Ausweichbewegungen zu verhindern. Schuheinlagen
sind eine von vielen therapeutischen Möglichkeiten, die zum Einsatz kommen.
Schuheinlagen, ob aus dem Sportgeschäft oder
vom Orthopädietechniker, können bei einigen
Problemfüssen helfen oder dazu beitragen,
Fussprobleme erst gar nicht auftreten zu
lassen. Man unterscheidet eine Vielzahl von
verschiedenen Einlagen, Materialien und Korrekturansätzen voneinander. Die Bandbreite
reicht von vorkonfektionierten Einlagen aus
dem Regal, über solche, die zwar vorgefertigt
sind, aber noch individuell angepasst werden.
Und es gibt Masseinlagen, die ganz individuell
auf die Bedürfnisse des Sportlers, vor allem
auch unter Berücksichtigung des Sportanspruches, hergestellt werden.
EINLAGEN SIND NICHT GLEICH EINLAGEN
Es kommen unterschiedliche Materialien zum
Einsatz, die wiederum ganz wesentlich die
Eigenschaften der Einlagen prägen. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als noch Leder oder
teilweise auch Plexiglas verwendet wurde,
sind die heutigen Schuheinlagen aus Schaum
in verschiedenen Härtegraden, teilweise aus
Kork oder aus Kombinationen daraus. Carbon
wird teilweise ebenso eingesetzt wie diverse
Kunststoffmaterialien. Die Oberfläche der Einlagen trägt massgeblich dazu bei, wie die Einlage am Fuss empfunden wird. Alcantara fühlt
sich sehr angenehm an und ist rutschfest. Auf
Glattleder oder synthetischen, glatten Materialien hingegen kann sich der Fuss etwas bewegen und der Schuh kann einfacher angezogen werden. Dies ist gerade bei Skischuhen ein
wichtiger Faktor. Man unterscheidet stützende
und korrigierende Einlagen (man könnte sie
auch als passive Einlagen bezeichnen) von
dynamischen, sogenannten propriozeptiven/
sensomotorischen Einlagen, die die Wahrnehmung der Körperposition und die Muskelaktivität unterstützen.
Laufschuheinlagen unterscheiden sich deutlich von solchen in Skischuhen, da die Anforderungen an Flexibilität und an das Gewicht
völlig unterschiedlich sind. Einlagen in Skischuhen können aber nicht nur Fussproblemen
vorbeugen, sie können, wenn vom Spezialisten
angefertigt, X-und O-Beinstellungen ausglei-
chen und sogar Belastungen auf das Kniegelenk positiv beeinflussen.
Weiterhin kann man mit Skischuheinlagen den
Vorlagewinkel beeinflussen, man kann zusätzlich dämpfen und die Kraftübertragung optimieren. Nicht nur im alpinen Rennsport, auch
bei uns Hobbyfahrern sind aus diesem Grunde
Einlagen nicht nur sehr beliebt, sondern oft
auch hilfreich. Zwar können Einlagen keine
Wunder vollbringen, sie haben jedoch schon
oft dazu geführt, dass Skifahren wieder
schmerzfrei möglich wurde.
DR. ANDREAS GÖSELE-KOPPENBURG
Dr. Andreas Gösele-Koppenburg
Leiter Swiss Olympic Medical Center
crossklinik, Basel
www.crossklinik.ch
DEZEMBER 2015 SNOWACTIVE
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SCHLUSSPUNKT: RICHIS KOLUMNE
Hauptsponsor Swiss-Ski
30. PLATZ –
DIE SCHALLMAUER DES SKISPORTS
Sponsoren Swiss-Ski
Fahrzeugpartner
So werden Karrieren lanciert. Oder sie zerschellen daran. Der 30. Rang bildet für die
Skirennfahrer, vor allem für die Techniker, so
etwas wie eine alpine Schallmauer. Und wie in
der Aviatik ist sie kein fester Wert.
Topographie und Pistenverhältnisse sind mitentscheidend. Manchmal bietet sich mit einer
hohen Nummer noch eine Chance, in die Top
30 zu fahren. Andersrum ist der Fahrer mit
der Nummer 34 der letzte, der sich für den
2. Durchgang qualifiziert – wie im Januar 2015
in Adelboden.
Doch der 30. Rang hat noch eine andere Bedeutung. Er ist in der Weltrangliste jene
Schwelle, die bei der Startnummernzuteilung
über Gedeih oder Verderb entscheidet. Hunderte sind dort schon aufgelaufen.
Snowactive ist primär ein Medium für Verbandsmitglieder, also Skifachleute. Trotzdem
sei jenen, die nicht zu den Hardcore-Experten
gehören, in Erinnerung gerufen, dass es z w e i
Weltranglisten gibt, die WCSL und die FIS-Liste. WCSL heisst Weltcup-Startliste – die FISListe ist jenes Ranking, das nach einem Schlüssel errechnet wird, den einst ein amerikanischer
Mathematiker erfand. Die parallele Verwendung beider Listen ist die Crux.
Das kann schnell einen Unterschied von 20 bis
30 Nummern ausmachen – oder umgerechnet
eine bis zwei Sekunden Fahrzeit. Wenn einer
n i c h t unter den 30 ersten der WCSL-Liste figuriert, kommt die FIS-Liste zur Anwendung,
in der Weltcup-Fahrer oft miserabel klassiert
sind, weil sie in diesem Bewerb selten punkten
können.
So wird Justin Murisier in der Slalom-FIS-Liste
als Nr. 98 geführt, in der WCSL dagegen als
Nr. 36 – mit der Möglichkeit, wegen diverser
Rücktritte in die Top 30 zu rutschen und zu einer
günstigen Startnummer zu kommen. Er MUSS
im nächsten Slalom punkten, sonst spült es ihn
erbarmungslos ins Niemandsland zurück. Die
Absage des Weltcup-Rennens in Levi, wo er
wegen seiner Knieverletzung ohnehin nicht hätte starten können, war für ihn ein Segen.
Oder nehmen wir das Beispiel Michelle Gisin.
Sie hatte im Riesenslalom von Sölden das
Glück, vom 38. WCSL-Rang wegen vieler Absenzen auf den 27. Platz vorzurücken, packte
die Chance aber nicht und muss nun wieder mit
60er-Nummern hinten anstehen.
Solche Zahlenspiele sind für die Öffentlichkeit
und Medien unspektakulär und uninteressant,
80
SNOWACTIVE
DEZEMBER 2015
aber für die Rennfahrer existentiell. Daniel
Albrecht meinte einmal, als er wegen seines
Unfalls in die 70er-Regionen zurückfiel, er
müsste, um sich binnen eines Jahres wieder
nach vorne zu kämpfen, besser fahren als Marcel Hirscher. Das sagt wohl alles.
Einige schaffen es gleichwohl in der Direttissima. Ted Ligety fuhr 2005 in seinem dritten
Weltcup-Rennen in Sölden mit der Startnummer 64 über den 23. Rang nach dem 1. Lauf auf
Platz acht im Schlussklassement. Aber Ligety
war eben, wie die Zukunft zeigte, noch besser
als Hirscher.
Oder Carlo Janka: In seiner «Comeback»-Saison 2013/14 wurde er im Riesenslalom von
Beaver Creek mit der Startnummer 68 Sechster
– eine unglaubliche Leistung. Aber er war in
dieser Disziplin immerhin schon Weltmeister
und Olympiasieger.
Oder Marc Berthod: Er gewann 2007 mit der
Startnummer 60, als 27. nach dem 1. Lauf,
sensationell den Slalom von Adelboden und
leitete den Turnaround der kriselnden Nationalmannschaft ein.
Normalsterbliche beissen sich aber an der
30er-Mauer oft eine halbe oder eine ganze
Karriere lang die Zähne aus. Deshalb wäre die
Idee von Bernhard Russi, dem Vorsitzenden
des Alpinkomitees, in Weltcup-Slaloms und
-Riesenslalom für die ersten Läufe ebenfalls
FIS-Punkte zu vergeben, ein Schritt in die richtige Richtung.
Der Skisport befindet sich nicht in der Situation, aufstrebende Nachwuchsfahrer vor kaum
überwindbare Hindernisse zu stellen. Sonst
sterben, wie Swiss-Ski vor Jahren mal eine
pathetische Aktion lancierte, die Skirennfahrer irgendwann mal aus.
Richard Hegglin war als Agenturjournalist
während vier Jahrzehnten für den Skisport
unterwegs und sass 20 Jahre im FIS-WeltcupKomitee. Heute schreibt er für Snowactive
und diverse Tageszeitungen.
Partner
Eventpartner
Official Broadcaster
Medienpartner
Swiss Ski Pool
Lieferanten
| Burgerstein | Pirelli | DruckEinfach.ch | RUAG | Hilti | Ferienverein |
| Schweizer Jugendherbergen | TechnoAlpin | Kameha Grand Zürich | Human Tecar |
Gönner
| Crystal Club | Stiftung zur Förderung des Alpinen Sports |
IMPRESSUM: Snowactive Dezember 2015;
49. Jahrgang; erscheint 6-mal jährlich;
ISSN 1661-7185;
Herausgeber und Verlag Strike Media Schweiz AG,
Gösgerstrasse 15, 5012 Schönenwerd,
Telefon 062 858 28 20, Fax 062 858 28 29;
Redaktion Snowactive Zuchwilerstrasse 21,
4501 Solothurn, Telefon 058 200 48 28;
Verlagsleitung Wolfgang Burkhardt;
Redaktionsleitung De-Jo Press GmbH, Solothurn:
Joseph Weibel ([email protected]),
Sabine Born ([email protected]);
Fotoredaktion Erik Vogelsang;
Inserate Prosell AG, Schönenwerd,
Rebekka Theiler ([email protected]),
Wolfgang Burkhardt ([email protected]);
Ständige Mitarbeiter Christian Andiel, Richard Hegglin.
Übersetzer Thierry Wittwer;
Konzept, Design und Produktionsverantwortung
Brandl & Schärer AG, Olten, Röbi Brandl, Kurt Schärer;
Aboservice Prosell AG, Schönenwerd, [email protected]
Telefon 062 858 28 28;
Jahresabonnement CHF 49.– für ein Jahr, CHF 89.–
für zwei Jahre (inkl. MwSt.);
Copyright Strike Media Schweiz AG, Gösgerstrasse 15,
5012 Schönenwerd;
Nachdruck Nur mit ausdrücklicher Genehmigung
der Redaktion gestattet;
www.snowactive.ch, [email protected],
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Swiss-Ski: Redaktion Diana Fäh ([email protected]);
Erika Herzig ([email protected])
Ständige Mitarbeiter Christian Stahl, Fabienne Kropf,
David Hürzeler, Julia Philipona, Ursina Haller,
Sabrina Aebischer
Adressänderungen alte und neue Adresse an Swiss-Ski,
Postfach, 3074 Muri, Telefon 031 950 61 11,
Fax 031 950 61 12
Team-Snowactive-Ausrüster:
SWISSCOM
PLATZ 1
TELEKOM
SERVICE
PCtipp 6/2015
Serviceumfrage
* Nettopreis bei Abschluss eines Vivo-XS Paketes (ohne Festnetztelefonie, mit Swisscom TV 2.0 light) und dessen Kombination
mit einem NATEL® infinity plus-Abo M (CHF 99.—/Mt.), L (CHF 129.—/Mt.) oder XL (CHF 179.—/Mt.).
Mindestbezugsdauer aller Vivo-Pakete: 12 Monate. Mindestvertragsdauer eines NATEL® infinity plus-Abos: 12 Monate.
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Wendy Holdener, Weltcup-Podestfahrerin und Junioren-Weltmeisterin.
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