Hamburg - Der Deutsche Olympische Sportbund

Meinungen der Bürgerinnen und
Bürger in Hamburg zur Bewerbung
um die Austragung der Olympischen
Spiele 2024
November 2015
q5600.02/32437 Le
forsa Politik- und Sozialforschung GmbH
Büro Berlin
Schreiberhauer Straße 30
10317 Berlin
Telefon: (0 30) 6 28 82-0
Vorbemerkung
Im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbunds hat forsa Politik- und Sozialforschung GmbH eine repräsentative Befragung in Hamburg durchgeführt, um herauszufinden, welche Einstellungen bei den Hamburgerinnen und Hamburgern zu der
geplanten Bewerbung der Stadt um die Olympischen Spiele 2024 vorhanden sind.
Die Befragung wurde in gleicher Form bereits im September dieses Jahres durchgeführt.
Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 1.002 nach einem systematischen
Zufallsverfahren ausgewählte Hamburger ab 14 Jahren befragt.
Die Erhebung wurde vom 28. Oktober bis 4. November 2015 mithilfe computergestützter Telefoninterviews durchgeführt. Die Untersuchungsbefunde werden im
nachfolgenden Ergebnisbericht vorgestellt. Die ermittelten Ergebnisse können lediglich mit den bei allen Stichprobenerhebungen möglichen Fehlertoleranzen (im vorliegenden Fall +/- 3 Prozentpunkte) auf die Gesamtheit der Bevölkerung in Hamburg übertragen werden.
1
1.
Meinungen zu Olympischen Spielen in Deutschland
Nach wie vor würde es eine Mehrheit der Hamburger (78 %) begrüßen, wenn in
Deutschland wieder einmal Olympische Spiele stattfinden würden. Nur eine Minderheit von 17 Prozent würde dies nicht begrüßen. Der Anteil derer, die generell
Olympische Spiele in Deutschland begrüßen würden, ist im Laufe des letzten Jahres
im Wesentlichen gleich hoch geblieben.
Vor allem die Anhänger der SPD und der CDU würden es Ende Oktober/Anfang
November begrüßen, wenn wieder einmal Olympische Spiele in Deutschland stattfinden würden.
Lediglich die Anhänger der Linkspartei und der AfD würden Olympische Spiele in
Deutschland in geringerem Maße begrüßen als der Durchschnitt aller Befragten.
Meinungen zu Olympischen Spielen in Deutschland
Es würden begrüßen, wenn wieder einmal
Olympische Spiele in Deutschland stattfänden
ja
%
nein
%
weiß nicht
%
80
82
78
78
14
13
16
17
6
5
6
5
Männer
Frauen
76
80
20
14
4
6
14- bis 29-Jährige
30- bis 44-Jährige
45- bis 59-Jährige
60 Jahre und älter
76
82
77
76
18
15
18
18
6
3
5
6
Anhänger der: SPD
CDU
87
89
11
7
2
4
76
53
53
18
38
40
6
9
7
insgesamt:
September 2014
Februar 2015
September 2015
November 2015
Grünen
Linke
AfD
2
2.
Vermutete Einflüsse von Olympischen Spielen auf die Entwicklung und den
Ruf Hamburgs
Nach wie vor meint auch die Mehrheit von 71 Prozent der Hamburger, dass die
Olympischen Spiele die Entwicklung Hamburgs positiv beeinflussen könnten. Nur
ein Viertel der Befragten (25 %) meint, dass die Olympischen Spiele keinen Einfluss
auf die Entwicklung der Stadt haben. Diese Einschätzung hat sich ebenfalls seit
Februar dieses Jahres nicht verändert. Im September 2014 glauben noch etwas weniger Hamburger (60 %), dass ein positiver Einfluss von Olympischen Spielen auf
die Stadt ausgehen würde.
Überdurchschnittlich häufig glauben die Anhänger der CDU und der SPD, dass
Olympische Spiele die Entwicklung der Stadt Hamburg positiv beeinflussen würden.
Häufiger als der Durchschnitt meinen die Anhänger der Grünen, der Linkspartei und
der AfD, dass die Olympischen Spiele keinen positiven Einfluss auf die Entwicklung
Hamburgs hätten.
3
Einfluss Olympischer Spiele auf die Entwicklung Hamburgs
Olympische Spiele können die Entwicklung
Hamburgs positiv beeinflussen
ja
%
insgesamt:
September 2014
Februar 2015
September 2015
November 2015
nein,
*)
haben auf die Entwicklung
der Stadt keinen Einfluss
%
60
71
71
71
36
25
25
25
Männer
Frauen
72
70
25
25
14- bis 29-Jährige
30- bis 44-Jährige
45- bis 59-Jährige
60 Jahre und älter
71
72
70
72
25
25
27
23
Bewerbung Hamburgs:
- begrüßen
- nicht begrüßen
89
45
10
48
Anhänger der: SPD
CDU
82
83
14
17
60
48
53
36
48
44
Grünen
Linke
AfD
*) an 100 Prozent fehlende Angaben = „weiß nicht“
4
84 Prozent der Hamburger Bürger meinen auch, dass sich Olympische Spiele positiv
auf den Ruf Hamburgs auswirken würden. Dass Olympische Spiele auf das Ansehen
der Stadt keinen Einfluss haben, meint nur eine Minderheit der Hamburger (12 %).
Auch diese Einschätzung hat sich im Laufe dieses Jahres nicht verändert.
Insbesondere die Anhänger der SPD meinen, dass Olympische Spiele den Ruf der
Stadt positiv beeinflussen könnten.
Einfluss der Olympischen Spiele auf den Ruf Hamburgs
Die Olympischen Spiele würden sich auf den
Ruf der Stadt positiv auswirken
ja
%
insgesamt:
September 2014
Februar 2015
September 2015
November 2015
nein,
*)
haben auf das Ansehen der
Stadt keinen Einfluss
%
79
86
83
84
18
13
14
12
Männer
Frauen
86
83
11
13
14- bis 29-Jährige
30- bis 44-Jährige
45- bis 59-Jährige
60 Jahre und älter
88
85
83
83
9
11
14
14
Anhänger der: SPD
CDU
94
89
4
11
80
74
61
15
21
32
Grünen
Linke
AfD
*) an 100 Prozent fehlende Angaben = „weiß nicht“
5
3.
Meinungen zur Bewerbung Hamburgs
Obwohl es eine unverändert große Mehrheit der Hamburger begrüßen würde, wenn
es wieder einmal Olympische Spiele in Deutschland gäbe und obwohl ebenfalls eine
unverändert große Mehrheit der Hamburger glaubt, die Austragung Olympischer
Spiele hätte positive Auswirkungen auf die Entwicklung und den Ruf „ihrer“ Stadt,
ist in den letzten Wochen der Anteil der Hamburger Bürger, die es begrüßen, dass
Deutschland sich mit Hamburg um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 bewerben will, um 7 Prozentpunkte zurückgegangen. Nach wie
vor begrüßt aber immer noch eine Mehrheit von 56 Prozent der Hamburger die Bewerbung.
Die Bewerbung Hamburgs begrüßen überdurchschnittlich häufig die Anhänger der
CDU und der SPD.
Mehrheitlich gegen die Bewerbung Hamburgs um die Austragung der Olympischen
Spiele sind im November 2015 die Anhänger der Grünen und der Linkspartei. Noch
im September hatte sich eine Mehrheit der Anhänger der Grünen für die Bewerbung
Hamburgs ausgesprochen. Der Rückgang der Befürworter einer Bewerbung Hamburgs im Durchschnitt aller Befragten ist somit zu einem gewissen Teil auf den
Meinungsumschwung in dieser Wählergruppe zurückzuführen.
6
Meinungen zur Bewerbung Hamburgs um die Olympischen Spiele
Es begrüßen, dass Deutschland sich mit Hamburg um die
Ausrichtung der Olympischen Spiele und Paralympischen
Spiele 2024 bewerben will
ja
%
nein *)
%
63
56
31
39
Männer
Frauen
59
53
37
41
14- bis 29-Jährige
30- bis 44-Jährige
45- bis 59-Jährige
60 Jahre und älter
54
59
58
52
38
35
39
44
Anhänger der: SPD
CDU
69
71
26
25
45
33
28
54
63
72
insgesamt:
September 2015
November 2015
Grünen
Linke
AfD
*) an 100 Prozent fehlende Angaben = „weiß nicht“
7
Etwas zurückgegangen ist auch der Anteil derer, die – unabhängig von ihrer persönlichen Meinung – glauben, dass die Mehrheit der Hamburger eher für eine Bewerbung der Stadt um die Austragung der Olympischen Spiele ist. Derzeit meinen
aber noch immer 68 Prozent, dass die Mehrheit der Hamburger für eine Bewerbung
sei.
26 Prozent der Befragten meinen, die Mehrheit der Hamburger sei gegen die Bewerbung.
Einschätzungen der Meinungen der Bevölkerung zu einer Bewerbung der Stadt um die
Austragung Olympischer Spiele
Unabhängig von der persönlichen Meinung glauben, dass
die Mehrheit der Hamburger eher für eine Bewerbung
der Stadt um die Austragung der Olympischen Spiele ist
ja
%
nein,
*)
Mehrheit der Hamburger
ist dagegen
%
56
77
74
68
39
19
21
26
Männer
Frauen
69
68
26
26
14- bis 29-Jährige
30- bis 44-Jährige
45- bis 59-Jährige
60 Jahre und älter
66
73
68
66
32
21
28
25
Bewerbung Hamburgs:
- begrüßen
- nicht begrüßen
77
56
19
35
Anhänger der: SPD
CDU
75
70
21
23
78
62
45
18
29
35
insgesamt:
September 2014
Februar 2015
September 2015
November 2015
Grünen
Linke
AfD
*) an 100 Prozent fehlende Angaben = „weiß nicht“
8
4.
Gründe für bzw. gegen eine Bewerbung Hamburgs
Danach gefragt, was alles für eine Bewerbung Hamburgs um die Austragung der
Olympischen Spiele 2024 spricht, meinen die Befragten, dass Olympische Spiele
eine gute Werbung für Deutschland bzw. Hamburg seien (35 %) und das Image bzw.
Ansehen von Deutschland steigern würden (16 %). 5 Prozent meinen, Olympische
Spiele würden der Völkerverständigung bzw. dem Gemeinschaftsgefühl dienen.
Für 20 Prozent spricht eine Verbesserung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage, für 18 Prozent die Verbesserung der Infrastruktur und für 12 Prozent die Fähigkeit zur Ausrichtung der Spiele für die Bewerbung. 14 Prozent sehen Hamburg als
schöne Stadt an und meinen, dies spräche für eine Bewerbung Deutschlands.
23 Prozent aller Befragten können spontan nicht sagen, was aus ihrer Sicht für eine
Bewerbung Deutschlands um die Austragung der Olympischen Spiele spricht. Die
für eine Bewerbung genannten Gründe sind somit weitgehend mit denen ähnlich,
die bereits im September genannt wurden.
Gründe für die Bewerbung Hamburgs um die Austragung der Olympischen Spiele
Für die Bewerbung Hamburgs um die
Austragung der Olympischen Spiele
2024 spricht:
insgesamt: *)
September November
%
%
-
Werbung für Deutschland/Hamburg
Steigerung des Images/Ansehen von Deutschland
dient der Völkerverständigung/Gemeinschaftsgefühl
Deutschland als guter Gastgeber
32
21
4
1
35
16
5
0
-
Verbesserung der wirtschaftlichen/finanziellen Lage
Verbesserung der Infrastruktur
Fähigkeit zur Ausrichtung
Hamburg als Stadt
Unterstützung/Förderung für den Sport
Schaffung von Arbeitsplätzen
20
14
14
13
7
2
20
18
12
14
6
3
3
4
19
23
- allgemein positive Bewertung der Bewerbung
- nichts, weiß nicht
*) offene Abfrage; Mehrfachnennung möglich
9
Als Gründe, die gegen eine Bewerbung sprechen, nennen 58 Prozent der Befragten
die durch die Spiele resultierende finanzielle Belastung für Deutschland und
19 Prozent die generelle Belastung für die Stadt Hamburg wie beispielsweise ein
steigendes Verkehrsaufkommen. 20 Prozent der Bürger finden, dass Deutschland
andere Sorgen hat, wofür das Geld besser ausgegeben werden sollte. Der Anteil
derer, die glauben, Deutschland habe derzeit andere Sorgen, ist im Vergleich zum
September angestiegen.
Gründe gegen die Bewerbung Hamburgs um die Austragung der Olympischen Spiele
Gegen die Bewerbung Hamburgs um
die Austragung der Olympischen Spiele
2024 spricht:
insgesamt: *)
September November
%
%
- Finanzielle Belastung
- Belastung für die Stadt
- Deutschland hat andere Sorgen bzw.
Geld für andere Zwecke verwenden
- keine Nachhaltigkeit
- Sicherheitsgefährdung
- Hamburg nicht als Austragungsort geeignet
- fehlende/zu wenig Transparenz
- zu kommerziell
- Korruption
59
20
58
19
15
6
3
2
2
1
1
20
8
2
6
1
2
2
- nichts, weiß nicht
20
19
*) offene Abfrage; Mehrfachnennung möglich
10
5.
Bekanntheit des Bürgerentscheids zur Bewerbung Hamburgs und Teilnahmebereitschaft
Von dem Bürgerentscheid zur Bewerbung um die Austragung der Olympischen
Spiele in Hamburg hat die große Mehrheit der Hamburger (85 %) bereits gehört oder
gelesen.
Bekanntheit des Bürgerentscheids zur Bewerbung Hamburgs
Es haben von dem Bürgerentscheid zur Bewerbung um die
Austragung der Olympischen Spiele in Hamburg schon
gehört oder gelesen
%
insgesamt:
September 2015
November 2015
72
85
Männer
Frauen
88
82
14- bis 29-Jährige
30- bis 44-Jährige
45- bis 59-Jährige
60 Jahre und älter
75
81
90
92
Bewerbung Hamburgs:
- begrüßen
- nicht begrüßen
83
87
Anhänger der: SPD
CDU
92
88
Grünen
Linke
AfD
94
84
97
11
67 Prozent der Befragten geben an, sich auf jeden Fall am Bürgerentscheid über die
Bewerbung Hamburgs um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 beteiligen
zu wollen. 18 Prozent wollen sich wahrscheinlich beteiligen. Eine Minderheit von
12 Prozent gibt an, sich wahrscheinlich nicht oder ganz bestimmt nicht am Bürgerentscheid beteiligen zu wollen.
Allerdings muss bedacht werden, dass vor einer Wahl bzw. einer Abstimmung immer deutlich mehr Bürger angeben, sich an der Wahl bzw. Abstimmung beteiligen
zu wollen, als dann auch tatsächlich teilnehmen. Von daher ist zu erwarten, dass
die Beteiligung am Bürgerentscheid eher deutlich unter der 60-Prozent-Marke liegen wird.
Teilnahmebereitschaft am Bürgerentscheid
Es werden sich am Bürgerentscheid über die Bewerbung
Hamburgs um die Austragung der Olympischen Spiele 2024
beteiligen
auf jeden wahrscheinlich wahrscheinlich ganz bestimmt *)
Fall
nicht
nicht
%
%
%
%
insgesamt:
September 2015
November 2015
63
67
20
18
7
5
7
7
Männer
Frauen
70
64
17
19
4
6
6
8
14- bis 29-Jährige
30- bis 44-Jährige
45- bis 59-Jährige
60 Jahre und älter
51
65
76
74
25
22
15
12
11
4
2
3
11
6
6
6
Bewerbung Hamburgs:
- begrüßen
- nicht begrüßen
68
69
21
13
4
6
5
9
Anhänger der: SPD
CDU
77
70
14
22
4
5
5
1
66
74
84
26
12
11
1
7
5
6
6
0
Grünen
Linke
AfD
*) an 100 Prozent fehlende Angaben = „weiß nicht“
12
6.
Geplantes Abstimmungsverhalten und -gründe
6.1 Geplantes Abstimmungsverhalten und –gründe der Wahlteilnehmer
Von denen, die sich auf jeden Fall oder wahrscheinlich am Bürgerentscheid über die
Bewerbung Hamburgs um die Austragung der Olympischen Spiele beteiligen wollen,
würde eine Mehrheit von 57 Prozent für die Bewerbung Hamburgs stimmen. Eine
Minderheit von 36 Prozent würde sich gegen die Bewerbung entscheiden.
Somit wollen sich etwas weniger Befragte (- 7 Prozentpunkte) als noch im September dieses Jahres beim Bürgerentscheid für die Bewerbung aussprechen.
Gegen die Bewerbung Hamburgs wollen sich insbesondere die Anhänger der Grünen, der Linkspartei und der AfD aussprechen.
Abstimmungsverhalten derjenigen, die sich wahrscheinlich am Bürgerentscheid beteiligen
wollen *)
Es würden sich entscheiden
für die
Bewerbung
%
gegen die **)
Bewerbung
%
64
57
31
36
Männer
Frauen
61
54
34
39
14- bis 29-Jährige
30- bis 44-Jährige
45- bis 59-Jährige
60 Jahre und älter
59
61
56
54
33
31
39
41
Anhänger der: SPD
CDU
74
69
23
27
45
27
30
52
68
70
insgesamt:
September 2015
November 2015
Grünen
Linke
AfD
*) Basis: Diejenigen, die sich auf jeden Fall oder wahrscheinlich am Bürgerentscheid beteiligen wollen
**) an 100 Prozent fehlende Angaben = „weiß nicht“
13
6.2 Geplantes Abstimmungsverhalten und –gründe der Wahlverweigerer
Von denen, die sich wahrscheinlich nicht oder ganz bestimmt nicht am Bürgerentscheid beteiligen wollen, geben die meisten fehlendes Interesse (36 %) als Grund für
ihre Nichtteilnahme an. Weitere Gründe werden nur von wenigen genannt.
Gründe der Nicht-Beteiligung *)
insgesamt: **)
September
November
%
%
fehlendes Interesse
gegen Beteiligung/gegen Olympische Spiele
andere Sachen wichtiger
körperliche/altersbedingte Gründe
keine Zeit
kein Grund
keine Lust
fehlende Informationen
34
11
9
6
6
5
4
4
36
5
4
4
3
6
1
3
*) Basis: Diejenigen, die sich wahrscheinlich nicht oder sicher nicht am Bürgerentscheid
beteiligen wollen
**) offene Abfrage
Wären die Befragten, die sich wahrscheinlich nicht oder ganz bestimmt nicht am
Bürgerentscheid beteiligen wollen, gezwungen, abzustimmen, so würde die Hälfte
derer, die der Abstimmung fern bleiben wollen, für die Bewerbung Hamburgs um
die Austragung der Olympischen Spiele stimmen. Gegen die Bewerbung würden
sich 45 Prozent entscheiden.
Vermutliches Abstimmungsverhalten derer, die sich am Bürgerentscheid nicht beteiligen
wollen *)
Angenommen, sie müssten sich entscheiden, dann
würden sich entscheiden
insgesamt:
September 2015
November 2015
für die
Bewerbung
%
gegen die
Bewerbung
%
weiß
nicht
%
50
50
41
45
9
5
*) Basis: Diejenigen, die sich wahrscheinlich nicht oder sicher nicht am Bürgerentscheid beteiligen
wollen
14
7.
Informationsquellen für die Bewerbung Hamburgs um die Austragung der
Olympischen Spiele
Im Vergleich zum September werden – bis auf die Zeitung – alle anderen Informationsquellen intensiver als es noch im September der Fall war, von den Hamburgern
im Hinblick auf die Bewerbung Hamburgs um die Austragung der Olympischen
Spiele genutzt.
Nach wie vor erhält eine Mehrheit der Befragten (59 %) ihre Informationen aus den
Tageszeitungen. Ebenso viele und damit deutlich mehr als noch im September erhalten Informationen aus den Regionalsendungen des Fernsehens oder dem Radio.
57 Prozent der Befragten erhalten ihre Informationen aus persönlichen Gesprächen
– ebenfalls deutlich mehr als noch im September.
Informationen der Stadt Hamburg nutzen 36, soziale Netzwerke 23 und Informationen von Parteien bzw. des DOSB 12 bzw. 10 Prozent.
Der Anteil der Gegner einer Bewerbung Hamburgs im November im Vergleich zu
September könnte angesichts der größeren Intensität der Nutzung verschiedener
Informationsquellen auch auf die Art und Weise zurückzuführen sein, wie über die
Bewerbung Hamburgs berichtet wurde.
Informationsquellen für die Olympiabewerbung Hamburgs
insgesamt: *)
September
%
Tageszeitungen
Regionalsendungen des Fernsehens
Radio
persönliche Gespräche
Internet
Informationen der Stadt Hamburg
soziale Netzwerke
Informationen von Parteien
Informationen des DOSB
57
48
43
38
48
22
20
7
4
November
%
59
59
59
57
54
36
23
12
10
*) Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich
15
8.
Informationen über die Bewerbung Hamburgs um die Austragung der
Olympischen Spiele
57 Prozent der Befragten (und somit etwas mehr als noch im September) fühlen sich
über alles, was mit der Bewerbung Hamburgs um die Austragung der Olympischen
Spiele zusammenhängt, in ausreichendem Maße informiert.
Eine Minderheit von 40 Prozent wünscht sich noch mehr Informationen.
Mehr Informationen wünschen sich überdurchschnittlich häufig diejenigen, die
Olympische Spiele nicht in Deutschland nicht begrüßen sowie diejenigen, die sich
beim geplanten Bürgerentscheid gegen die Bewerbung aussprechen wollen. Auch
von den Anhängern der Grünen und der Linkspartei wünscht sich eine Mehrheit
noch weitere Informationen.
16
Informationen über die Bewerbung Hamburgs
Es fühlen sich über alles, was mit der Bewerbung
Hamburgs um die Austragung der Olympischen Spiele
zusammenhängt, in ausreichendem Maße informiert
ja
%
nein,
*)
mehr Informationen gewünscht
%
51
57
45
40
Männer
Frauen
57
57
41
40
14- bis 29-Jährige
30- bis 44-Jährige
45- bis 59-Jährige
60 Jahre und älter
50
52
55
70
46
47
43
27
Bewerbung Hamburgs:
- begrüßen
- nicht begrüßen
62
51
37
45
Abstimmungsverhalten beim
Bürgerentscheid:
- für Spiele
- gegen Spiele
61
51
37
46
Anhänger der: SPD
CDU
66
66
33
33
44
37
57
56
60
40
insgesamt:
September 2015
November 2015
Grünen
Linke
AfD
*) an 100 Prozent fehlende Angaben = „weiß nicht“
17
Von denen, die sich in nicht ausreichendem Maße informiert fühlen, geben 58 Prozent an, dass sie gerne mehr Informationen über die Kosten bzw. die Finanzierung
der Olympischen Spiele hätten. 28 Prozent wünschen sich mehr allgemeine Informationen zu den Olympischen Spielen, 16 Prozent Informationen über Auswirkungen der Olympischen Spiele und 13 Prozent Informationen zu konkreten Baumaßnahmen.
Gewünschte Informationsinhalte *)
insgesamt: **)
September
%
Kosten/Finanzierung
allg. Informationen zu den Olympischen Spielen
bevorstehende Auswirkungen
konkrete Baumaßnahmen
Austragungsorte
Nachhaltigkeit/künftige Nutzung
Infrastruktur
Umweltbelastung
60
25
9
29
9
10
9
1
November
%
58
28
16
13
10
9
8
1
*) Basis: Diejenigen, die sich mehr Informationen zur Bewerbung Hamburgs wünschen
**) offene Abfrage; dargestellt sind Nennungen ab 2 Prozent
18
9.
Interesse für die Olympischen Spiele
Knapp die Hälfte der Befragten (48 %) interessiert sich stark für die Olympischen
Spiele und die Berichterstattung darüber. 40 Prozent der Befragten interessieren sich
weniger stark, 11 Prozent überhaupt nicht für die Olympischen Spiele und die Berichterstattung darüber.
Häufiger als der Durchschnitt interessieren sich Männer, über 45-Jährige, Anhänger
der CDU und der SPD für die Olympischen Spiele und deren Berichterstattung.
Weniger stark bzw. überhaupt nicht für die Olympischen Spiele und die Berichterstattung darüber interessieren sich überdurchschnittlich häufig die unter 30Jährigen sowie die Anhänger der Grünen und der Linken.
Interesse für die Olympischen Spielen
Für die Olympischen Spiele und die Berichterstattung
darüber interessieren sich
stark
%
weniger stark
%
überhaupt nicht *)
%
52
50
48
36
41
40
12
8
11
Männer
Frauen
54
43
37
44
9
13
14- bis 29-Jährige
30- bis 44-Jährige
45- bis 59-Jährige
60 Jahre und älter
40
48
51
54
48
40
38
36
12
11
10
9
Bewerbung Hamburgs:
- dafür
- dagegen
65
29
31
51
4
19
Anhänger der: SPD
CDU
60
62
36
29
4
9
45
36
45
46
50
35
9
14
20
insgesamt
Februar 2015
September 2015
November 2015
Grünen
Linke
AfD
*) an 100 Prozent fehlende Angaben = „weiß nicht“
19
10. Zusammenfassung
Auch im November 2015 würde es wie schon im Laufe des gesamten Jahres eine
große Mehrheit der Hamburger begrüßen, wenn in Deutschland wieder einmal
Olympische Spiele stattfänden.
Nach wie vor sieht die Mehrheit der Hamburger auch positive Einflüsse der möglichen Austragung Olympischer Spiele für ihre Stadt. So meinen über 70 Prozent,
dass Olympische Spiele die Entwicklung Hamburgs positiv beeinflussen könnten
und sogar über 80 Prozent glauben, die Austragung Olympischer Spiele würde sich
auf den Ruf der Stadt positiv auswirken.
Trotz der nach wie vor unverändert großen Mehrheit der Hamburger, die Olympische Spiele in Deutschland begrüßen würden und die positive Einflüsse von Olympischen Spielen auf den Ruf und das Ansehen ihrer Stadt sehen, ist der Anteil derer,
die eine Bewerbung Hamburgs um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 begrüßen, seit September etwas zurückgegangen. Nach wie vor
begrüßt aber immer noch eine Mehrheit der Hamburger die Bewerbung ihrer Stadt
und mehrheitlich gehen die Hamburger auch davon aus, dass die Mehrheit der Bürger in Hamburg eher für als gegen eine Bewerbung ihrer Stadt um die Austragung
der Olympischen Spiele ist.
Vom geplanten Bürgerentscheid zur Bewerbung um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in Hamburg hat die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg bereits gehört. Zwei Drittel geben derzeit auch an, sich
beteiligen zu wollen. Da vor einer Wahl bzw. einer Abstimmung aber immer deutlich mehr Bürger angeben, sich an der Wahl bzw. Abstimmung beteiligen zu wollen,
als dann auch tatsächlich teilnehmen, ist mit einer geringeren Beteiligung am Bürgerentscheid von vermutlich deutlich unter 60 Prozent zu rechnen.
Von denjenigen, die sich nach eigenen Angaben bestimmt oder wahrscheinlich am
Bürgerentscheid beteiligen wollen, will eine Mehrheit auch für die Bewerbung
stimmen. Gegen die Bewerbung wollen sich mehrheitlich lediglich die Anhänger der
Grünen, der Linkspartei und der AfD aussprechen.
Die Nutzung der verschiedenen Medien als Informationsquellen zur Bewerbung der
Stadt Hamburg um die Austragung der Olympischen Spiele ist im November – mit
Ausnahme der Zeitung - deutlich intensiver als es noch im September der Fall war.
Angesichts dieser größeren Nutzungsintensität der einzelnen Informationsquellen
könnte der etwas höhere Anteil an Gegnern der Bewerbung Hamburgs im Vergleich
zu September auch auf die Art und Weise, wie über die Bewerbung Hamburgs berichtet wurde, zurückzuführen sein.
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