Power to Gas Ein Baustein im zukünftigen Energiesystem?

Power to Gas
Ein Baustein im zukünftigen Energiesystem?
AVES Schaffhausen | 11. November 2015
Dr. Philipp Dietrich | Technologiemanagement Axpo
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Axpo Services AG
Agenda
1. Warum Speicher?
2. Speichertechnologien
3. Prozess Power to Gas
4. Wirtschaftliche Bewertung
5. Umsetzung
6. Fazit
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1. Warum Speicher?
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Veränderung der elektrischen Wertschöpfungskette
Verbrauch
Produktion
Übertragung
Verteilung
Gewerbe
Wasserkraft
Kernkraft
Industrie
Unterwerk
Haushalte
Quelle: IEA, ETP2014
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Warum «Stromspeicher» ? (1/2)
• Stromproduktion und Stromnachfrage variieren, das Stromnetz kann
die Differenz nicht kompensieren, aber
 Steuerbare Produktion kann Differenz ausregeln
 Steuerbare Nachfrage kann Differenz ausregeln
 Speicherung kann Energie zeitlich versetzt verfügbar machen
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Warum «Stromspeicher» ? (2/2)
• Mit steigendem Anteil volatiler Strom-Produktion sinkt der Anteil
steuerbarer Stromproduktion. Konsequenz:
 Steuerbare Nachfrage muss grösseren Anteil ausregeln (smart grid).
 Zusätzliche Speicher übernehmen Regelfunktion der reduzierten
steuerbaren Produktionskapazität.
 Volatile Produktion muss teilweise abgeregelt werden.
• Lokale Spitzen volatiler Produktion erzeugen Netzengpässe
 Speicher können durch zeitliche Verschiebung Spitzen brechen.
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Photovoltaik-Charakteristik
Tagesgang und Jahresgang von Photovoltaik-Anlagen
Tag mit durchziehenden Wolken
Photovoltaik liefert im Sommer mehr und
länger, falls keine Wolken;
Im Winter weniger und kürzer.
75% Energie im
Sommerhalbjahr
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Durchschnitt
Fazit:
- Es braucht ein Tag-Nacht Ausgleich
- Es braucht ein saisonaler Ausgleich
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Kennzahlen des schweizerischen Elektrizitätssystems 2013
• Starkes Übertragungsnetz
• Speicherseen für ca. 8.8 TWh
(ca. 15% Endverbrauch)
• 1.5-7 TWh Winter-Importüberschuss seit 2004
Quelle: Elektrizitätsstatistik 2013
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Speicher-Anwendungen
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Speicher-Anwendungen
«Stromspeicher» sind eine von mehreren Lösungen
• Strom-Rückverstromung
 Strom a «Batterie» a Strom (aber auch andere )
• Wärme
 Sensible Wärme («Warmwasser»)
 Latentwärme (Phasenwechsel vom Wasser zum Eis)
• Andere Energieträger
 Wasserstoff (Power to Wasserstoff H2)
 Synthetisches Erdgas (Power to Methan CH4)
 Synthetische flüssige Energieträger (Methanol, Diesel)
• Mechanischer Speicher
 Feder
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Speicher-Anwendungen im Stromversorgungssystem
Dezentrale Speicher
Monate
Tage-Wochen
Stunden-Tage
Minuten-Stunden
Sekunden-Minuten
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Zentrale Speicher
Mikro <0.1 MW
Klein 0.1 – 10 MW
Mittel–gross 10 – 1'000 MW
-
Ausgleich saisonaler
Schwankungen von Last
oder Produktion
Ausgleich saisonaler
Schwankungen von Last
oder Produktion
-
Last- und
Produktionsoptimierung
Ausgleich Wochenprofil
(Last) aussergewöhnliches
Wetter (z.B. Wind, PV)
Ausgleich volatile Produktion (1 – 8 Stunden)
Last- und Produktionsoptimierung (4 – 8 Stunden)
Mobile Anwendungen
Ausgleich von Kraftwerksausfällen oder Prognosefehlern (15 – 60 Minuten)
Regelleistung (<15 Minuten)
Unterbrechungsfreie
Stromversorgung (USV)
Frequenzhaltung (<30’’)
USV
Frequenzhaltung (<30’’)
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Speicher-Anwendungen
Technologien für die spezifischen Anwendungen
Dezentrale Speicher
Zentrale Speicher
Mikro <0.1 MW
Klein 0.1 – 10 MW
Mittel 10 – 100 MW
Gross 100 – 1'000 MW
Monate
-
Power to Gas
Power to Gas
Speichersee
Power to Gas
Speichersee
Tage-Wochen
-
Power to Gas
Sensible Wärme
Pumpspeicher
Power to Gas
Latentwärme
Pumpspeicher
Power to Gas
StundenTage
Batterien
Batterien
Sensible Wärme
Pumpspeicher
Druckluft
Batterien
Sensible Wärme
Pumpspeicher
Druckluft
MinutenStunden
Batterien
Batterien
Sensible Wärme
Batterien
Pumpspeicher
Druckluft
Doppelschichtkondensatoren
Schwungrad
Batterien
Pumpspeicher
Druckluft, Batterien
Pumpspeicher
Druckluft
SekundenMinuten
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2. Speichertechnologien
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Batterie-Technologien (1/2)
Technologien für einen breiten Leistungs-Energie-Bereich
Spezifische Leistung in W/kg
100000
10000
Li-Ion
Very High Power
SuperCap
Li-Ion
High Power
Blei „spiral
wound“
1000
NaNiCl2
(ZEBRA)
100
Li-Ion
High
Energy
Blei
10
1
NiMH
NiCd
0
20
40
60
80
100
120
Spezifische Energie in Wh/kg
140
160
180
200
• Energie- und Leistungsdichte sind bei einer Batterie verknüpft.
• Für Rückverstromung v.a. Blei-Säure, Li-Ion und NaNiCl2/NaS
Quelle: Johnsons-Controls
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Grosstechnische Speicher
Speichersee (zum Beispiel «Grande Dixence»)
Staumauer:
Stausee:
285 m hoch; rund 700 m lang
5.3 km lang, 600 m breit (im Durchschnitt), ca. 400 Hektaren
400 Mio. m3 Fassungsvermögen,
Nutzhöhe:
1'800 – 1'900 m (Staumauerkrone 2364 m, Rhône 480 m)
ca. 4 Wh/Liter, Wirkungsgrad 85% a 90%
Stromproduktion: ca. 2 TWh Strom (0.5 TWh im Sommer, 1.5 TWh im Winter)
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Power to Gas
Wärme und von
Produktion
PtoGH2 und/oder Methan (CH4)
• Teilprozesse
 H2-Erzeugung (Elektrolyse) und
Speicherung
 CO2-Konditionierung
 Methanisierung
 Netzeinspeisung
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• Power to H2
 1 Prozessschritt (Elektrolyse)
• Power to Methan
 3 Prozessschritte
 (Elektrolyse, CO2-Qualität,
Methanisierung)
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Warum «Power to Gas» (P2G)?
• Bei PV liegt die Hauptproduktion im Sommer, bei Wind eher
ausgeglichen, bei Laufwasser ist die Produktion sommerlastig.
• P2G kann Strom in chemische Energie umwandeln und ermöglicht
saisonalen Energietransfer
• Bei hohen Raten volatiler Stromproduktion können regionale
Transportengpässe im Stromnetz auftreten
• P2G kann Teile der Stromproduktion in einen anderen Energieträger
umwandeln und kann damit eine Abregelung von Anlagen vermeiden.
(Verwendung des chemischen Energieträger ist eine getrennte Frage)
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3. Prozess Power to Gas
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Prozesse
Elektrolyse zur Erzeugung von Wasserstoff
• MW-Elektrolyseure sind verfügbar
 Ausgangsstoffe 9 kg demineralisiertes H2O für
1 kg H2 und 4.5 – 5.5 kWh Gleichstrom
 Produkte: H2 und O2 und Abwärme
Dynamische Lastanpassung in Sekunden
Liefern reine Gase
Sauerstoff nur als Nebenprodukt
Produktgas entsteht bei 20 – 30 bar
Prozess leise, Lärmquelle: Rückkühler,
Produktverdichter
 H2 muss für die Speicherung oder Transport
meist verdichtet werden.





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Siemens: 1.25 MW PEM-Elektrolyseur
Quelle: Wikipedia.org
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Prozesse
Methanisierung: Umwandlung von H2 und CO2 zu Methan (CH4)
• Katalytische Festbett-Methanisierung
 Für 1 kg CH4 braucht es bei idealer
Umsetzung 0.5 kg H2 und 2.75 kg CO2
Produkte: CH4 ; H2O und Abwärme
 Methan kann in Erdgas-Pipeline
eingespeist werden
 Es können Nebenprodukte (CO/CO2)
im Gas vorkommen
 Im transienten Betrieb laufen
zusätzliche Reaktionen ab.
 CO2 muss verfügbar sein
 Wirkungsgrad der Methanisierung <80%
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Quelle: KIT
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Prozesse
Gewinnung von CO2 als Ausgangsstoff für die Methanisierung
• Konzentriertes CO2 als Abfallstoff anderer
Prozesse
 Abgetrenntes CO2 aus Kohlekraftwerken
 Abgetrenntes CO2 aus Zementproduktion
(Brennstoffe und Klinkermaterial)
Holcim: Zementwerk Siggenthal
• Konzentriertes CO2 als Abfallstoff aus
Biomasseumwandlung
 Abgetrenntes CO2 aus Biogasproduktion
• CO2 muss abgetrennt und gereinigt werden
• CO2 muss transportiert und gespeichert werden
• Standorte limitiert, ev. Herkunftsnachweis nötig
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Kompogasanlage Volketswil
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Prozesse
Gewinnung von CO2 als Ausgangsstoff für die Methanisierung
• CO2 abgetrennt aus der Luft
 CO2 Konzentration beträgt 400 ppm
 Luft beinhaltet ev. Partikel (Staub, Pollen, Eis)
• Funktion
 Saugt Umgebungsluft an
 CO2 wird an Speichermaterial angelagert
 Wenn Speicher voll, wird mit Wärme das CO2
aus dem Speicher gelöst
 Umschaltung zwischen 2 Speicherelementen
Prototypanlage Climeworks
• Prozess benötigt Strom und Wärme (ca. 100°C)
• Für 1 kg CO2 müssen 1500-3000 kg Luft
umgewälzt werden
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Anwendung Power to H2
• Stromspeicherung
 Chemische Energiespeicher (Kaverne)
 Lokal bei Stromproduktion/Speicher
 Tiefer Wirkungsgrad (<0.5)
 Rückverstromung ins Hochspannungsnetz
• Einsatz in der Mobilität
 Ersatz von Diesel/Benzin
keine lokale CO2-Emission
 Keine Rückverstromung im Netz
 Bedarf Verteilinfrastruktur und Fahrzeuge
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• Rohstoffnutzung
 Prozessgas
(Quarzglasherstellung)
 Fetthärtung
• Wärmenutzung
 Als Erdgas-Blend
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Anwendung Power to CH4
• Stromspeicherung
 Elektrolyse und Methanisierung
 Verdichtung und Kavernenspeicherung oder
Einspeisung ins Erdgasnetz
 Verstromung aus Gasnetz (Gasturbine)
• Einsatz in der Mobilität
• Wärme- oder
 Elektrolyse und Methanisierung
Rohstoffnutzung
 Einspeisung in Erdgasnetz
 Elektrolyse und
 Verdichtung an der Tankstelle (Auto 300 bar) Methanisierung
 Anwendung in Gas-Autos/LKW
 Einspeisung in Erdgasnetz
 Bezug aus dem Netz
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4. Wirtschaftliche Bewertung
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H2 in der individuellen Personen-Mobilität
Vergleichsbasis: ähnliche Kosten pro Fahrstrecke
Ziel: Verbrauchskosten für vergleichbare Fahrzeuge gleich hoch
• BZ-Auto mit 1 kg H2/100 km
Endpreis
Basis Erdgas- 10 €/kg an
• Benzinauto mit 6 L/100 km
reformierung
Zapfsäule
Erdgaspreis
€/MWh
23
na
• Benzinpreis 1.67 €/L Benzin
Referenzerlös H2-Herstellung €/kg H2
1.59
5.96
• Kosten von 10 €/100 km
Transportkosten
€/kg H2
1.47
1.47
Tankstelle
MWSt. (8%)
Preis an Zapfsäule
€/kg H2
€/kg H2
€/kg H2
1.83
0.39
5.28
1.83
0.74
10.00
Quelle: NOW 2014, angepasst
Fazit
• Bei gleichen Kosten pro Fahrstrecke muss die Herstellung von H2 <6 €/kg
betragen.
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H2 Produktion durch Elektrolyse
Kosteneinflüsse von Elektrolyseur, Betriebszeit und Strompreis
Betriebskonzepte
• Hohe Elektrolyseurkosten bedingen
lange Betriebszeiten
• Hohe Strompreise reduzieren die
optimale Betriebsdauer
• Ohne Netznutzungskosten
Elektrolyseur (Ausblick 2020)
• 5 MW Anlage 320 – 900 €/kWel
• Wirkungsgrad 67%
O&M 3% der Investitionskosten
• Vergleich Stand 2015:
5 MW Anlage 1'300 – 1'600 €/kW
Quelle: NOW 2011, DLR2015
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H2 Logistik-Kosten
Für Mobilität und Industrieanwendungen
• Kurze Lieferdistanzen sind wichtig
• Hauptkosten sind Treibstoffkosten,
Personalkosten, variable Kosten wie
Zugmaschine
SoA1: 200 bar 400 kg Nutzlast
SoA2: 200 bar 266 kg Nutzlast
• Höhere Drücke/grössere Transportmengen
rechnen sich wegen höherer Investitions- und
Verdichtungskosten (noch) nicht.
Quellen: www.deliverhy.eu; LBST
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Methanisierung von H2 und CO2 aus Biogas
Methan aus erneuerbarem H2 und CO2 ist nicht kompetitiv zu Biogas
Strom (h=0.6)
5 kWh/Nm3/h)
5320 kWh
Referenz
Elektrolyse (h=0.6)
Wärme
53% CH4
47% CO2
(566/Nm3/h)
H2 (1064 Nm3/h)
Bei «kostenloser»
Methanisierungsstufe
muss der Preis bei
<2.4 CHF/kg H2
liegen, um den Preis
von Biogas zu
erreichen.
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Biogasanlage
Methanisierung (h=0.8)
+CH4 (212 Nm3/h)
total 512 Nm3/h
CO2Trennung
CH4 (300 Nm3/h)
110 CHF/MWh Biogas (Erdgas+HKN)
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Einspeisung H2 in Erdgasleitung
Nutzung des Heizwertes von H2
Kompensation von Biogas
• 110 CHF/MWh bestehend aus Energiekosten plus Herkunftsnachweis
Kompensation Energiewert von H2
• 110 CHF/MWh bestehend aus Energiekosten plus Herkunftsnachweis
entspricht 3.66 CHF/kg H2
Fazit
• Einspeisung ist volumenmässig limitiert und abhängig von Vorproduzenten
sowie Transportvolumen in der Pipeline.
• Einspeisestation ist komplex und teuer (>1 MCHF).
• H2 Herstellung wirtschaftlich nur bei sehr tiefen Elektrolyseurkosten und
tiefen Strompreisen realisierbar.
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Einschätzung
Kriterium
Stromspeicher H2
H2-Mobilität
H2 Beimischung
in Erdgas
Power to CH4
Konkurrenzfähigkeit
PSP günstiger;
zweitgünstigste
Lösung
Ja, falls
anfänglich nicht
besteuert
Nicht
konkurrenzfähig
zu Biogas
Teurer als Biogas
Stärken
Grosse
Energiemengen
speicherbar
Substitution
fossil. Treibstoffe;
emissionsfrei
Kann direkt
eingespiesen
werden
Verteilnetz ist da,
Verstromung an
anderem Ort
Schwächen
Braucht Kavernen
Verstromung am
Speicherstandort
Fahrzeuge im
Markt;
Aufbau Verteilinfrastruktur
Limitiert in
Einspeisemenge
Abhängig von
Vor-Einspeisern
Komplexe
Technik,
Braucht Speicher,
CO2-Herkunft
Potenzial
Bei hohem Anteil
volatilem Strom;
Saisonaler Bedarf
Bei geplanten
CO2-Limiten pro
Auto
Fazit
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5. Umsetzung
Seite 32
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Power to H2
Verantwortung der Partner
Laufwasserkraftwerk
Wasserstoffproduktionsanlage inkl.
Speicher
Axpo Power AG
(Bau und Betrieb der Anlage)
Wasserstofftransport
(Logistik)
Tankstellen
Coop
Mineraloel
AG
Coop Mineraloel AG
(Bau und Betrieb der Tankstellen)
Axpo Trading AG
(Bewirtschaftung der Anlage, Lieferung von Wasserstoff,
Logistik durch Dritte)
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Fahrzeuge
Coop
Coop
(Aufbau einer
Fahrzeugflotte)
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Power to H2
Produktion und Verbrauch
Jahresverbrauch pro Bus
6'000 kg/Jahr = 16 Busse
oder
Jahresproduktion
pro MW = ca. 100'000 kg
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Jahresverbrauch pro Lieferwagen
1'100 kg/Jahr = 90 LW
Jahresverbrauch pro PKW
120 kg/Jahr = 800 PKW
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Power to H2
Warum Laufwasserkraft?
• Ein Laufwasserkraftwerk produziert Bandenergie, d.h. die Energie ist
grundsätzlich immer vorhanden (konstant).
• Das zufliessende Wasser wird auch bei tiefen Strommarktpreisen
verarbeitet.
• Anstatt bei tiefen Strommarktpreisen den Strom zu verkaufen, soll mit
diesem Wasserstoff produziert werden.
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• H2 braucht CO2-armen Strom
- Wasserkraft
- Schweizer Produktionsmix
• Brennstoffzelle <20 gr CO2/km
• Mit Kohle oder europ. Strommix
verursacht BZ mehr Treibhausgasemissionen
Fazit:
Gegenüber Benzinauto (Hybrid)
kann H2 aus Wasserkraft bei
gleichem Energieaufwand die
Treibhausgasemissionen um gut
80% reduzieren.
WTW Treibhausgasemissionen
Brennstoffzellenfahrzeug können fossile Treibstoffe ersetzen
WTW Energiebedarf
Quellen: ETH Zürich
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6. Fazit
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Fazit
• Power to H2 findet in der Mobilität schnellsten Markt.
• Industrie stellt einen Markt dar, wenn die Treibhausgasemissionen in der
Produktionskette einen Preis erhalten.
• Ein Tankstellennetz braucht Last. Deshalb erleichtern Nutzfahrzeuge den
Start von H2 als Treibstoff.
• Rahmenbedingungen sind wichtig für den Start (Netzentgelte,
Treibstoffbesteuerung, CO2-Limiten).
• Reine Brennwertverwertung des H2 erschweren einen Business case.
• Power to Methan ist aufwändiger als Biogasherstellung. Hängt aber
langfristig von den Kosten der Ausgangsstoffe ab.
• Power to H2 und Power to CH4 sind ohne CO2-Preis nicht konkurrenzfähig
zu den fossilen Alternativen.
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Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit
Axpo Services AG
Parkstrasse 23 | CH-5401 Baden
T +41 56 200 37 77 | F +41 56 200 43 50 | www.axpo.com
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