wir sind unglaublich schnell und flexibel

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Hardcopy-Supplies
BEI AXRO WERDEN HANSEATISCHE TUGENDEN HOCH GEHALTEN
„WIR SIND UNGLAUBLICH
SCHNELL UND FLEXIBEL“
Während die Konsolidierung in der Branche unerbittlich voranschreitet, zeigt die Kurve bei dem OEM-Supplies-Distributor
Axro auch 25 Jahre nach Firmengründung weiter stabil nach
oben. Groß geworden mit dem Fachhandel, haben sich die
Hamburger in den letzten Jahren konsequent zum HardcopyVollsortimenter und Multi-Channel-Anbieter weiterentwickelt.
Dabei hat man die typisch hanseatischen Tugenden keineswegs
aus dem Blick verloren: Eine gesunde Bodenhaftung ist bei
Axro genauso selbstverständlich wie der enge, persönliche
Draht zu den Kunden. Kompetente, meist langjährige Mitarbeiter sind die Basis des Erfolgs – der hohe Pro-Kopf-Umsatz belegt, dass die Rechnung aufgeht.
AXRO Kaum eine Branche verleitet mehr dazu, das
kaufmännische Einmaleins im kurzfristigen Umsatzrausch über Bord zu werfen, wie die Distribution. Da ist
eine gesunde hanseatische Bodenhaftung, wie sie bei
Axro seit nunmehr 25 Jahren praktiziert wird, mitunter
sehr hilfreich. So erklärt Bernadette Jürs, Teamleiterin
Vertrieb Deutschland, auf die Frage nach den Zielen für
2016: „Wir wollen das Umsatzniveau halten und uns
beim Service und den Prozessen weiter verbessern.“
Ganz ähnlich klingt das bei Kirsten Rettberg, die die Bereiche e-Commerce und Marketing bei dem SuppliesDistributor verantwortet: „Das Kernanliegen unseres
Geschäftsführers, Axel Spielberg, ist es, dass wir alle unsere Kunden professionell bedienen und zufriedenstellen.“
Der Firmengründer lebt den 80 Mitarbeitern seines Unternehmens selbst vor, wie eine gesunde Erdung aussieht: Anstatt sich als geschäftsführender Gesellschafter
in einem Elfenbeinturm zu verschanzen, hat Spielberg
seinen Arbeitsplatz mitten im lebendigen Geschehen
und bekommt so tagtäglich mit, was Kunden wie Mitarbeiter umtreibt.
UNTERNEHMER IM UNTERNEHMEN
Das A und O bei Axro ist der enge Draht und Austausch
mit den Kunden. „Auch wenn die Geschwindigkeit im
Geschäftsalltag über die letzten Jahre extrem zugenommen hat“, erklärt Bernadette Jürs, „sind wir in punkto
Kommunikation ganz hanseatisch geblieben: Wir suchen lieber das Gespräch mit unseren Kunden, als nur
per Mail zu kommunizieren.“ Natürlich gewinnen elek-
 Blick ins Axro-Zentrallager am
Stammsitz Hamburg-Stellingen: Hier
lagern auf ca. 3.000 qm Hochregal-Lagerfläche rund 6.000 Original Verbrauchsmaterialien – Tinten,
Toner und Ersatzteile – für alle gängigen Marken.
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Deutschland
EINE EUROPÄISCHE GRUPPE
MIT INTERNATIONALEM
STANDARD
tronische Prozesse auch in Hamburg an Bedeutung – doch letztlich, so Jürs, „wird das
Geschäft nach wie vor zwischen Menschen
gemacht.“
Die enge Kommunikation mit den Kunden
ist freilich kein Selbstzweck: Vielmehr geht
es darum, ihre Bedürfnisse genau zu kennen
und bei Problemen schnell und unkompliziert Abhilfe zu schaffen. Dazu braucht es
vor allem eins: Mitarbeiter mit einer hohen
Motivation und Fachkompetenz. Kirsten
Rettberg: „Die Produkte sind überall dieselben und auch die Preise unterscheiden sich
kaum. Deshalb kommt es umso mehr auf
BERNADETTE JÜRS
„Als Vollsortimenter
für Tinte und Toner
bedienen wir alle
Vertriebskanäle.
Damit bestimmen im
Grunde unsere Kunden, was wir auf
Lager haben. Bei
uns bekommt der
Handel alles.“
kompetente Mitarbeiter und einen erstklassigen Service an.“ So ist es z. B. nicht ungewöhnlich, dass Kunden ihre Anfragen binnen zwei Stunden als fertig kalkuliertes Angebot in ihrer Mailbox haben. „Wir sind unglaublich schnell und flexibel“, erklärt Bernadette Jürs. Die Folge davon, erklärt sie
mit einem Augenzwinkern: „Unsere Kunden
sind verwöhnt – das haben wir uns selbst zuzuschreiben…“
In punkto Motivation setzt man bei Axro auf
das Prinzip, dass im Idealfall jeder Mitarbeiter wie ein Unternehmer im Unternehmen
agieren soll. Jürs formuliert die Firmenphilosophie als Frage an die Kollegen: „Wie

Der enge persönliche Draht zu den Kunden und ein verlässlicher Service werden bei
dem OEM-Supplies-Distributor seit 25 Jahren
groß geschrieben.
würdest Du handeln, wenn es dein eigenes
Unternehmen wäre? Wo wäre dann deine
persönliche Schmerzgrenze?“ Das ist zugegeben ein außerordentlich hoher Anspruch
an die Belegschaft, der im Gegenzug aber
auch mit entsprechenden Gegenleistungen
goutiert wird: So bekommen die Kollegen
ein hohes Maß an Eigenverantwortung und
haben viel Handlungsspielraum. Auch die
Arbeitsbedingungen können sich sehen lassen: Bekanntlich hat der Distributor vor
neun Jahren eine modern und ansprechend
ausgebaute eigene Immobilie in HamburgStellingen bezogen.
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WENIGER IST MEHR
Um seine Kosten im Griff zu behalten, fährt
man bei Axro eine zweigleisige Strategie:
Zum einen ist der administrative Überbau in
Hamburg sehr schmal. Bernadette Jürs: „Wir
verwalten uns nicht selbst. Bei uns gibt es
keinen Wasserkopf.“ Da gelte im Zweifelsfall die Devise: Weniger ist mehr. K. Rettberg: „Jeder Kollege konzentriert sich auf
das, was er gut kann. Zugleich herrscht ein
guter Teamgeist bei uns, und man hilft sich
bei Engpässen aus.“ Als man kürzlich beispielsweise die Lager-Software umgestellt
hat, war es ganz selbstverständlich, dass
nicht nur die Lagermitarbeiter dafür zu sorgen hatten, dass die Pakete dennoch pünktlich raus gingen: Da waren der Vertrieb und
das Führungsteam – Bernadette Jürs inklusive – an den kritischen Wochenenden
Deutschland
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Hardcopy-Supplies

Viel Wert legt
man bei Axro auf
qualifizierte Mitarbeiter und ein einen
guten Teamgeist.
KIRSTEN RETTBERG
„Wir hinterfragen
permanent, was wir
wie tun. Denn was
gestern gut war,
muss morgen nicht
auch richtig sein.“
BERNADETTE JÜRS
„Wir kennen unsere
Kostenstrukturen
sehr genau und verkaufen definitiv nicht
unter Deckungsbeitrag. Das überlassen
wir anderen.“
KIRSTEN RETTBERG
„Die Produkte sind
überall dieselben
und auch die Preise
unterscheiden sich
kaum. Deshalb
kommt es umso
mehr auf kompetente Mitarbeiter und
einen erstklassigen
Service an.“
ebenso im Zentrallager anzutreffen wie die Lageristen.
Zum anderen arbeitet man bei Axro daran, seine Prozesse zu optimieren und damit die Kosten in Schach zu
halten. „Wir hinterfragen permanent, was wir wie tun“,
erläutert Rettberg. „Denn was gestern gut war, muss
morgen nicht auch richtig sein.“ Ein Fokus lag in den
letzten Monaten auf dem B-to-B-Webshop. Hier hat
man viel Zeit und Energie investiert, um seinen Handelskunden eine professionelle, einfach zu bedienende Lösung anbieten zu können. Der Shop basiert auf der Software „Magento Enterprise“ und ist damit mandantenfähig: Das heißt, man kann mit wenig Aufwand eine
sog. „Multistore-Umgebung“ schaffen, in der von einer
zentralen Plattform aus beliebig viele Online-Shops betrieben werden können. Das ist angesichts des hohen
Exportanteils bei Axro ein entscheidendes Feature, um
den Rollout des B-to-B-Webshops auf andere Länder
und Märkte möglichst kostengünstig zu gestalten.
„WIR BEOBACHTEN DEN MARKT
UND GEBEN IMPULSE“
So gut wie keine Auswirkungen auf das Tagesgeschäft
in Hamburg hatte der MPS-Boom der letzten Jahre.
Dass angesichts der wachsenden Anzahl vertragsgebundener Laserdrucker das transaktionelle Toner-Geschäft
rückläufig wäre, entspricht nicht der Erfahrung bei Axro.
„Wir sind in den letzten Jahren stabil gewachsen“, sagt
Jürs. Was sie jedoch als Folge des geänderten Druckverhaltens in Unternehmen beobachtet, ist eine interne
Markenverschiebung weg von den traditionellen Kopierer-/MFP Brands wie Ricoh, Xerox oder Sharp hin zu den
klassischen Printermarken wie HP, Brother oder Kyocera.
Darauf stellt man sich natürlich ein. Die deutsche Vertriebsleiterin: „Wir beobachten den Markt permanent
und geben wichtige Impulse.“
Letztlich gibt der Markt ja auch vor, welche Artikel man
sich in Hamburg aufs Lager legt und welche nicht. „Als
Vollsortimenter für Tinte und Toner bedienen wir alle Vertriebskanäle“, so B. Jürs. „Damit bestimmen im Grunde
unsere Kunden, was wir auf Lager haben.“ Die enorme
Breite und Tiefe des Sortiments ist zweifelsohne eine
Stärke von Axro: Knapp 6.000 Toner und Tinten sowie
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Ersatzteile nicht nur für die gängigen sondern für nahezu
alle Drucker und Kopierer/MFP sind auf Lager und
damit sofort verfügbar. Bernadette Jürs: „Bei uns bekommt der Handel alles.“ Nur eines bekommt er eben
doch nicht: fragwürdige Kalkulationen mit Rabatten jenseits einer gesunden kaufmännischen Kalkulation. „Wir
kennen unsere Kostenstrukturen sehr genau“, so Jürs,
„und verkaufen definitiv nicht unter Deckungsbeitrag.“
Da ist sie wieder – die hanseatische Bodenhaftung, die
Axro nunmehr genau 25 Jahre auszeichnet. |ho|
VOLLSORTIMENTER MIT
GEWACHSENEN STRUKTUREN
Der in Hamburg-Stellingen ansässige OEM-Supplies-Distributor feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Firmenjubiläum. Unternehmensgründer und
Hauptgesellschafter, Axel Spielberg, ist nach wie vor
als Geschäftsführer aktiv. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 80 Mitarbeiter und erwirtschaftete
zuletzt Umsatzerlöse von ca. 200 Mio. Euro. Der
Exportanteil ist mit 45 % relativ hoch: Axro ist in
weltweit 45 Ländern aktiv.
Der Fokus liegt voll und ganz auf OEM-Druckerund Kopierer-Supplies inklusive Ersatzteilen: Hier
hat sich Axro peu á peu zum Vollsortimenter entwickelt. Mit knapp 6.000 Lagerartikeln von allen gängigen Marken deckt man den Hardcopy-Markt in
seiner ganzen Breite und Tiefe ab. Hardware und
Alternativ-Supplies von Drittanbietern werden hierzulande nicht angeboten. Anders als viele Wettbewerber setzen die Hamburger auf ein rein indirektes
Vertriebsmodell über den Handel. Als Vollsortimenter für Tinten und Toner bedient Axro alle gängigen
Kanäle – vom MFP-/Kopierer-Fachhandel über Retailer und Etailer bis hin zu Versendern. Das Zentrallager in Hamburg-Stellingen bevorratet auf ca.
3.000 qm Hochregal-Lagerfläche knapp 6.000 Artikel und wird ein bis zwei Mal monatlich umgeschlagen.