Meine Damen und Herren, liebe Freunde!

4. November 2015
Von der Verleumdung zu Brandanschlägen – und dann?
Meine Damen und Herren, liebe Freunde!
Wir sind wieder so weit: „Gewalt gegen Sachen“ ist wieder angesagt. Letzte Woche
wurde das Auto der Europa-Abgeordneten Beatrix von Storch in Berlin angezündet,
in der Nacht vom 1. auf 2. November das Auto von Hedwig von Beverfoerde, der
Organisatorin der „Demo für alle“.
Das geschieht nicht aus heiterem Himmel, sondern gedeiht in einer Gesellschaft, die
nur rechte Gewalt kennt, aber auf dem linken Auge blind ist und die Personen,
welche sich für die Bewahrung der Grundwerte unserer Gesellschaft einsetzen, als
rechtsradikal diffamiert. So geschehen durch die Sendungen von Veronika
Wawatschek im Bayerischen Rundfunk, Redaktion Religion und Kirche:
Apo von christlich-rechts, Wie sich unter dem Deckmantel der Kirchen eine
wertkonservative und demokratiefeindliche Opposition zusammenfindet und die
Gesellschaft beeinflusst
(19. 02. 2015) – ein demagogischer Rundumschlag gegen konservative Publizisten,
die noch nicht auf den Gender-Wagen (LGBT) aufgesprungen sind. Mir wird Nähe
zur NPD unterstellt. Der „Beweis“: 2010 wurde ich von der CDU als Gender-Expertin
zu einem Hearing in den Sächsischen Landtag eingeladen, weil die Linke ein
weiteres Gender-Institut für Sachsen beantragt hatte. Das Institut wurde abgelehnt,
die NPD klatschte Beifall. Klar, dass ich mit der NPD unter einer Decke stecke! OTon der Sendung des BR: „Bisher zündeln fundamentalistische Christen in
Deutschland nur verbale Sprengsätze. In die Luft gesprengt hat sich aus dieser
Szene noch niemand.“
Es gab eine Flut von wohlbegründeten Programmbeschwerden. Der Rundfunkrat
unter Vorsitz von Domkapitular Dr. Lorenz Wolf stellte „handwerkliche Mängel“ fest –
die Verleumdung hat den Rundfunkrat nicht gestört. Die Autorin der Sendung erhielt
keine Rüge, vielmehr konnte sie am 14. 06. 2015 in Bayern 5 eine Sendung gleichen
Inhalts produzieren mit dem Titel:
Angstmacher vom rechten Rand der Kirche – eine Gefahr für die Demokratie?
Sie wiederholt darin wörtlich die NPD-Verleumdung gegen mich – mit voller
Rückendeckung des BR.
(https://fairemedien.de/videomitschnitt-des-podiumsgespraeches-qualitaetskontrollebeim-bayerischen-rundfunk/).
Am 24. Oktober 2015 hatte das Theaterstück FEAR des Regisseurs Falk Richter auf
der Berliner Schaubühne Premiere. Es treten dort Schauspieler auf als Beatrix von
Storch, Frauke Petry, Birgit Kelle, Hedwig von Beverfoerde und Gabriele Kuby, die
sich Fotos dieser Personen vors Gesicht halten. Sie werden als Hassreden
schwingende, rechtsradikale Zombies dargestellt. Vor dem Hintergrund der Fotos der
genannten Frauen wird gesagt, man solle „Zombies mitten ins Gesicht schießen, nur
dann seien sie wirklich tot“ – das alles unter dem Mantel der „Freiheit der Kunst“.
In der Nacht nach der Premiere wurde ein Brandanschlag gegen das Auto von
Beatrix von Storch verübt, eine Woche später das Auto von Hedwig von Beverfoerde
zerstört. Das Feuer griff auf das angrenzende Gebäude
über. (https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/brandanschlag-auffamilienschuetzerin/ )
In einem anonymen Bekennerschreiben heißt es: „auto von rechter demoanmelderin
abgefackelt“. Der Berliner katholische Philosoph Josef Bordat kritisierte die Taten als
„vorzivilisatorischen Gewaltakt“ und bekam prompt
Morddrohungen (http://www.kath.net/news/52733).
Wer hetzt? Wer zündet reale Sprengsätze? Die Konservativen? Die Christen? Oder
die sexualisierte Linke, die die Abgründe sexueller Verwahrlosung als „Vielfalt“
verkauft und zur Norm machen möchte? Friedliche Demonstranten bei der „Demo für
alle“ müssen von Hundertschaften hochgerüsteter Polizisten geschützt werden
gegen hasserfüllte Gegendemonstranten, die obszöne Parolen brüllen. Wo sind die
Medien, die für die Werte eintreten, welche sie zu wahren vorgeben: Toleranz,
Freiheit der Meinungsäußerung, das Recht auf friedliche Demonstration? Wo ist der
Justizminister, der sich für die Wahrung verfassungsmäßiger Grundrechte einsetzt?
Ich weiß noch gut, wie im linken Milieu in den siebziger Jahren die Legitimität von
„Gewalt gegen Sachen“ gerechtfertigt wurde. Nicht lange, dann wurden Menschen
umgebracht und Kaufhäuser angezündet. Damals ging es gegen die Kapitalisten,
heute gegen - gegen wen eigentlich? Gegen Christen und alle die sich der sexuellen
Revolution widersetzen, weil sie die Familie schützen wollen.
Übrigens: Mein Buch Die globale sexuelle Revolution – Zerstörung der Freiheit im
Namen der Freiheit erscheint noch diesen Monat bei Angelico Press in den USA.
Mit beherzten Grüßen
Ihre
Gabriele Kuby