frühjahr/sommer 2016

02 2015
FESTIVAL
fever
FRÜHJAHR/SOMMER 2016
© © Nagano
Ein Special der TextilZeitung
inhalt
24
06
12
IMPRESSUM
markt
Messen: Von Berlin bis Bangladesch
f/s 2016
06Season Opening: Love, Peace and Happiness
08 Trends: Schlagseite und Detailarbeit
12 Hippie-Chic
16 Blue Summer
kollektionen
© 06: Scotch
& So da , 08: ma
rc o‘p ol o, 12:
Ch eap Mo nd
ay, 24: Su per
dry
S
eit einigen Tagen geistert eine Mel­
dung durch die Tageszeitungen.
Eine Australierien musste aus ihrer
viel zu engen Skinny Jeans heraus­
geschnitten werden, weil sie ihr die Blut­
zufuhr abdrückte und sie aufgrund des ein­
setzenden Taubheitsgefühls in den Beinen
und Zehen sogar stürzte. Ärzte warnen jetzt
bereits vor dem Skinny-Jeans-Syndrom.
Ob Sommerloch oder doch ernst gemeint:
Die Rettung naht! Denn in der kommenden
Frühjahr/Sommer-Saison setzen alle
04
22
24
26
08
topthemen
Marke: Kuyichi setzt auf Transparenz
Stores: Neue Denim- und Streetwear-Läden
Material: Innovationstreiber der Branche
­ enimanbieter auf die Flare als wichtigsten
D
Style. Lange waren die Hosen mit Schlag
aus den Kollektionen verschwunden, nun
feiern sie ein fulminantes Comeback.
Zum Festivalthema, das in der neuen
Saison wichtiger Impulsgeber für die Jeansund Urban-Wear-Macher war, ist sie unum­
gänglich. Woodstock-, Hippie- und FlowerPower-Gefühl lieferten Inspirationen für die
neuen Kollektionen. Um das Outfit aus
­Flare, weißer Bluse und Fransenweste nicht
nach Faschingskostüm aussehen zu lassen,
ist viel Fingerspitzengefühl bei der Zusam­
menstellung des Looks gefragt. Erwachsen
und geerdet soll der Style im nächsten
Sommer interpretiert werden. Ein neues
Thema also, bei dem die Kunden durchaus
Hilfestellung brauchen könnten. Und bei
dem sich damit für den Fachhandel wieder
Chancen bieten, mit kompetenter Beratung
und Unterstützung bei der Suche nach dem
perfekten Sommer-Look zu punkten.
Birgit Nemec
Firma des Medieninhabers: Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H., Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf, Internet: www.manstein.at, Tel.: +43/1/866 48-0, Fax: +43/1/866 48-100, E-Mail: [email protected]. Vertretungsbefugte Organe: Mag. Dagmar Lang, MBA, Geschäftsführerin, Mitglieder des Aufsichtsrats: Prof. Hans-Jörgen Manstein, Klaus Kottmeier, Peter Kley, Peter Ruß, Chefredakteurin: Mag. Brigitte Pfeifer-Medlin (bpm), DW 219, [email protected], Redaktion: Birgit Nemec, (bn), DW 230, [email protected], Redaktionsassistenz: Sabine Schillinger, DW 211, [email protected], Anzeigenleitung: Mag. Claudia Jordan, DW 212, [email protected], Anzeigenberatung: Mag. (FH) Stefanie Stradel, DW 222, [email protected], Sunny Gansch, DW 216, [email protected], Anzeigen­
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02 2015
03
messe
Bangladesch
chon bei der Premiere im November 2014
lockte die neue Sourcing-Messe Bangladesh Denim Expo 2.500 Besucher in die
Hauptstadt Dhaka. Die Plattform wird als
reines Non-Profit-Unternehmen geführt.
Veranstalter Mostafiz Uddin will mit der
Bangladesh Denim Expo das Wachstumspotenzial der
heimischen Denimindustrie aufzeigen und eine Plattform
für die Akteure der Branche schaffen. Daher ist die Messe nicht nur reine Präsenta­tionsfläche für die Industrie,
sondern bietet auch ein Rahmenprogramm mit Seminaren zum Thema. Mehr als 2.000 Besucher waren am 11.
und 12. Mai zur zweiten Auflage der Messe im Radisson
Blu Water Garden Hotel in Dhaka gekommen. Die
stärkste Besuchergruppe war mit 18 % aus Deutschland
angereist, jeweils 16 % stammten aus China und der
Türkei. Insgesamt folgten 763 Unternehmen aus 40 Ländern dem Ruf nach Bangladesch. Dort erwarteten
sie 25 Aussteller aus den USA, Spanien, Japan, Indien,
Pakistan, Thailand, der Türkei, China, San Marino und
Bangladesch. Befragt nach ihrer Zufriedenheit mit der
Messe, gaben 97 % der Besucher an, dass sie bei der
nächsten Veranstaltung wieder mit dabei sein würden.
Diese wird am 11. und 12. November unter dem Motto
»Sustainable Denim« über die Bühne gehen. Und zwar
im neuen Messezentrum von Dhaka, der Bashundhara
Convention City, auf voraussichtlich doppelt so großer
Fläche. Bangladesch ist nach China der zweitgrößte
Lieferant für den Jeansmarkt Europa. Rund 400 Produktionsstätten exportieren jährlich 180 Mio. Paar Jeans in
die ganze Welt. Bangladeschs Außenminister Shahriar
Alam war in seiner Eröffnungsrede zuversichtlich, dass
sich der Umsatz der Denimproduktion von derzeit
3,5 Mrd. US-Dollar bis zum Jahr 2021 verdoppeln wird.
© Bangladesh Denim Expo
© Bangladesh Denim Expo
startet durch
Berliner
Tagesticket
© Panorama
ie Bread & Butter wurde nun also an
­Zalando verkauft. Ungeachtet aller Vermutungen, wie sich die Veranstaltung dann
entwickeln wird: Im Juli wird die Messe
noch eine reine B2B-Plattform sein. Die
Brand-List ist seit Kurzem bekannt. Und damit auch, dass
es sich empfiehlt, in Berlin ein Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel zu lösen. Denn um genügend Eindrücke
zu gewinnen und sein Sortiment für die nächste Saison zu
gestalten, wird man dieses Mal mehrere Messen besuchen
müssen. Ihre Leitfunktion hat die Bread & Butter nämlich
eingebüßt. Einige bekannte ­Namen finden sich noch auf
der Ausstellerliste, darunter CG – Club of Gents, Cinque,
Herrlicher und Mavi. Die meisten jedoch sind kleinere, oft
noch unbekannte Labels. Herrlicher ist in jedem Fall auf
Nummer sicher gegangen und ist auch auf der Brand-List
der Premium zu finden. Die widmet sich vor allem mit der
Kühlhaus-Area – wenn auch nicht ausschließlich – dem
Denim-Business. Neben Herrlicher sind dort auch noch
Gang, One Green Elephant und Gsus Sindustries zu finden,
Rich & Royal hat sich ­einen Platz in der Outside Area gesichert. Ein Fahrschein einsparen lässt sich, wenn man von
der Premium mit dem Shuttle direkt zur Arena fährt. Dort
findet in diesem Sommer nämlich nicht nur die Seek
statt, sondern auch die Street- und Skatewear-Messe
Bright. Letztere verlässt das charmant heruntergekommene Warenhaus Jandorf und bezieht das Glashaus
und eine neu erschlossene ­Halle in der Arena. Den
Außenbereich werden sich die beiden Messen teilen.
Dann sollte man noch der Panorama einen Besuch abstatten, die sich im Sommer erneut vergrößert. Die
Urban-Up-Area für Denim und Streetwear wird um
2.300 m2 auf 6.000 m2 erweitert, die neue LifestyleHalle Nova wird 6.000 m2 bespielen. Auch einige ehemalige B&B-Aussteller finden im Juli den Weg auf die
Panorama, darunter Cross Jeans, Bogner Jeans und
Paddock’s. Panorama, Bread & Butter und Show &
Order werden von 7. bis 9. Juli laufen, Premium, Seek
und Bright von 8. bis 10. Juli.
04
02 2015
season opening
PEACE
& HAPPINESS
FRÜHJAHR/SOMMER 2016
Festivalstimmung und
Hippie-Feeling
machen in der
nächsten
Saison Lust
auf die neuen
Kollektionen
der Denimund Urbanwear-Anbieter.
© Nagano, Mavi, Pioneer
season opening
chon seit einigen Jahren widmen
sich, rechtzeitig vor
dem Sommer, die
Modeseiten
vieler Magazine dem
Thema Festival-Look. Denn Veranstaltungen
wie das Coachella Valley Music and Arts Festival in Kalifornien ziehen immer mehr Menschen
in ihren Bann und haben bereits zahlreiche
Gleichgesinnte und Nachahmer gefunden. Die
Assoziation mit dem legendären WoodstockFestival im Jahr 1969 ist da nicht weit hergeholt. Und genau an diesem Spirit ­orientiert sich
die Mode für die Musikfest­begeisterten: Die
wilden 70er-Jahre feiern im nächsten Sommer
ihr großes Comeback. Eine gehörige Portion Bohemian Chic wird mit Ethno­mustern, Ponchos
und Fransendetails zu einem neu interpretierten
70ies-Style vermischt. Beschränkten sich Hippie-Anleihen bis dato auf besagte Festival-Styling-Tipps, werden sie nun großflächig und breitenwirksam in vielen Kollektionen aufgegriffen.
Die Damen verwandeln sich von coolen HipsterHeldinnen in zarte H
­ ippie-Mädchen. Und auch
vor den Herren macht die Flower-Power nicht
halt. Denn hier entwickelt sich das Styling weg
vom knall­harten Biker in der schwarzen Lederjacke, hin zum sonnigen Surferboy mit Hawaiiblumenmuster, nicht nur am Hemd. Dabei kommt
es in der neuen Saison sowohl bei den Frauen
als auch den Männern darauf an, diese Tendenzen etwas erwachsener und geerdeter umzusetzen. Kleine, moderne Feinheiten im Gesamtlook
­machen den Unterschied.
Mit der Rückbesinnung auf die 70er-Jahre geht
auch ein Silhouettenwandel einher, der für
­ordentlich frischen Wind auf den Flächen sorgen wird. Denn nach vielen Saisonen, in denen
­schmale Formen von Slim über Skinny und
­Super-Skinny bis hin zu Jeggings die Damenkollektionen dominiert haben, schlägt das
­Pendel nun kräftig in die andere Richtung aus.
Mit einem Schlag? Das Comeback der Saison feiert die Flare. Ist sie doch unangefochtenes Herzstück jedes Hippie-Stylings. Daher gilt:
Ohne Schlaghose geht im nächsten Sommer
gar nichts. Der Fußweite der Denims sind keine
Grenzen gesetzt, die Hose darf schon mal bis
an die Zehenspitzen reichen. Die kommerziellsten Formen gewinnen ab dem Knie an Weite,
modisch spitze werden schon ab dem Oberschenkel weit. Für besonders mutige Damen
gibt es in der neuen Saison auch verkürzte Versionen mit Schlag. Das Schuhwerk zu den weiten Hosenformen beschränkt sich nicht mehr
ausschließlich auf Plateausandalen und hochhackige Schuhe, sondern sie müssen auch zu
den allgegenwärtigen Sneakers passen.
Mit dem Boot-Cut findet auch die kleine
Schwester der Flare den Weg zurück in die Kollektionen. Bei so viel Augenmerk auf der Fußweite ist dieses Revival nur konsequent. Auch
abseits dieser beiden Rückkehrer liegt der Fokus oft auf dieser Höhe. Denn vor allem bei den
mittlerweile etablierten Boyfriend-Formen, die
ebenfalls bei keinem Anbieter fehlen, müssen
die Hosenbeine gekrempelt oder gerollt werden und geben so den Blick auf den Knöchel
frei. Viel Liebe zum Detail steckt in der neuen
Saison auch in den Knopfleisten, die vermehrt
offen oder nur halb verdeckt gearbeitet sind.
Eine weiterer neuer Fit, der bei den sehr modischen Anbietern hoch in der Gunst steht, sind
die so genannten Mom-Jeans. Sie setzen den
Trend zu Hosen fort, die so wirken, als gehörten sie eigentlich jemand anderem. Nach den
Boy- und Girlfriends lassen einen die MomJeans nun also aussehen, wie die Mütter der
90er-Jahre. Mit hoher Taille und schlank zu­
laufendem Bein, jedoch weit um die Hüften
und locker im Schritt, sind diese Denims nicht
gerade ein Figurschmeichler – haben aber
­offenbar dennoch ihre Fans.
Dass sich Flare und Boot-Cut, die ja bereits in
den letzten Saisonen immer wieder mit kleinen
Anteilen in den Kollektionen vertreten waren,
wirklich mit einem Schlag durchsetzen, ist unwahrscheinlich. Man erinnere sich, wie lange
der letzte Silhouettenwandel hin zu den schmalen Formen gebraucht hat, um sich in den Köpfen der Konsumenten festzusetzen. So manche
Kundin wird noch die Boot-Cut vom letzten
Hype im Schrank haben. Daher sind die schmalen Formen weiterhin in den Sortimenten vertreten. Sie erhalten vor allem durch immer
­weiterentwickelte Qualitäten wie verbesserte
Stretchartikel neue Impulse. Passend zum
­Retrotrend rutscht sowohl bei schmalen aus
auch weiten Hosenformen der Bund nach oben.
Style-Gratwanderung. Blau ist und bleibt die
absolute Lieblingsfarbe wenn es um Denim
geht. Denn nichts ist authentischer als Jeans in
allen Schattierungen der Ursprungsfarbe. Von
sehr dunklen, satten Tönen bis hin zu hellen,
wie sonnengebleichten Nuancen ist in der
nächsten Saison alles dabei. Grau und Schwarz
werden, trotzdem sie keine typischen Sommerfarben sind, auch gerne eingesetzt. Kräftigere,
fröhlichere Farben sind eher selten anzutreffen.
Wenn, dann kommt Farbe in Form von zarten
Pastellen ins Spiel. Hochsommerliches Weiß
gewinnt dagegen zunehmend an Bedeutung im
Denimbereich. Die Waschungen sind einmal
mehr clean bis authentisch. Gerade die wieder
entdeckten Flares kommen im aufgeräumten
Styling ohne zu viele Effekte am besten zur
Geltung. Destroyed- und Repaired-Elemente
sowie starker Used-Look finden, wenn überhaupt, eher auf schmalen und Boyfriend-Formen Verwendung. Damit wird bei den Herren,
bei denen der Schnitt tendenziell noch einmal
lässiger mit tieferem Schritt daherkommt, noch
etwas öfter gearbeitet als bei den Damen.
Aber auch bei ihnen gilt der authentische
­Vintage-Look als oberste Maxime.
Als Kombipartner stehen den neuen weiten
Hosenformen kurze, kastig geschnittene Blusen
und Tops zur Seite. Mit knackigen Blazern und
Jacken wirkt der Style angezogener. Denn in
der neuen Saison orientiert man sich zwar an
den 70er-Jahren, verkleiden will man sich
­deswegen aber nicht. Die Gratwanderung
­zwischen Kostümierung und Neuinterpretation
wird für Spannung sorgen. Zu den lässigeren
Hosen wie der Boyfriend lassen sich lässig
maskuline Hemden kombinieren, die vorne
­kürzer geschnitten sind als hinten und so der
Silhouette mehr schmeicheln als klassische
Herrenschnitte. Für die Männer setzt man auf
einen sportiveren, oft auch 90ies-inspirierten
Style, etwa in Form von Baseball- und Collegejacken, von denen die Männer noch immer
nicht genug kriegen können. Sportlich sind
auch weiterhin die Jogging-Styles, die Männer
und Frauen gleichermaßen begeistern. Dank
vieler Innovationen bei den Materialien können
sie mit immer authentischerer Denimoptik
­aufwarten. Gleichzeitig darf der SportswearCharakter nicht ganz verloren gehen und wird
mit Bündchen an den Beinen und Tunnelzugbund betont. So ausgestattet macht man im
nächsten Sommer selbst auf dem längsten
­Festival eine gute Figur. BN
02 2015
07
Trend
SCHLAG
SEITE
MARC O’POLO Denim
MAC
Die wilden 70er-Jahre sind
die große Inspirationsquelle für
nahezu alle Denimanbieter. Im Zuge dieses
Revivals feiern die Flare-Formen ihr g­ roßes Comeback.
Im Frühjahr/Sommer 2016 sind sie k­ eine kleine
Randerscheinung mehr wie in den vergangenen Saisonen,
in denen einige mutige Anbieter schon Hosen mit weitem Schlag
zeigten, sondern sind in nahezu jeder Kollektion vertreten.
Der Fußweite sind dabei keine Grenzen gesetzt, und sie darf auch
bis an die Zehenspitzen reichen. Für wen es nicht ganz so extrem sein soll,
der greift zur lässigen Boot-Cut, die in der neuen Saison ebenfalls wieder
überall zu sehen ist. Beide Formen werden vor allem in cleanen,
aufgeräumten Stylings angeboten. Zu starke Used-Effekte oder
gar Destroyeds sind hier kaum zu finden. Dazu trägt man
kastig geschnittene und ­verkürzte Oberteile wie Blusen
oder Shirts, darüber einen lässigen Poncho oder Überwurf –
fertig ist der moderne Hippie-Look. Wer es lieber
etwas angezogener mag, greift zu elegan­teren
aber ebenfalls knapp geschnittenen
Jacken und Blazern.
LE TEMPS DES CERISES
08
02 2015
PANORAMA BERLIN HALLE 2 / 2.53
W W W.M A C - JE A N S .C OM
Trend
DETAIL
ARBEIT
In einer Saison,
die sich in den meisten Fällen
so aufgeräumt zeigt wie der kommende Sommer, muss viel Arbeit und Entwicklung in die Details
gesteckt werden. Die Waschungen sind zwar in den meisten
Fällen sehr clean und puristisch, manche Anbieter bieten aber
auch hier Alternativen, die dann so richtig knallen müssen. Wie etwa
die Jeans von Cheap Monday, die über und über mit Gekritzel versehen
sind. Besonderes Augenmerk gilt in der neuen Saison der Knopfleiste.
Gerade bei Boyfriends wird diese nun oft offen oder nur zur Hälfte verdeckt
verarbeitet. Damit erhält der Fit, der sich offenbar zu einem Dauerbrenner
entwickelt, wieder neue Optiken. Auch dem unteren Ende der Denim wird
viel Aufmerksamkeit gewidmet, denn keine Jeans kommt einfach mit
geradem Abschluss daher. Der Aufschlag wird gerollt oder
gekrempelt und legt den Blick nicht nur auf den Knöchel,
sondern manchmal auch auf besondere
Verarbeitungsdetails frei. Destroyed- und Repaired- sowie
Used-Effekte sind in der neuen Saison zwar auch
vertreten, müssen aber unbedingt
authentisch wirken.
CHEAP MONDAY
MAC
DENHAM
10
02 2015
UND
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MARC O’POLO DENIM
GAS
Collection Premiere. Mit der ersten Kollektion von Marc
O’Polo Denim setzt man auf eine junge, aber dennoch raffinierte
Aussage. In der Damenlinie stehen vor allem Garment-Dye-Treatments, offene Kantenverarbeitung sowie Destroyed- und PatchedEffekte für den neuen Look. Die Fits reichen von Superskinny und
High Rise über Flare und Tapered bis zu Boyfriend und Mom Style.
Weiß, sandige Töne, Melangen, Aschgrau und eine große Vielfalt
an Blau- und Indigotönen werden mit Flashy Rose, Pink Blush und
Burgundy akzentuiert. Zu den Key-Pieces zählen hauchzarte
Crinkle-Blusen mit Stickereien und Kontrastpaspeln zu einem
Indigo-Cape in Jersey-Sweat und einem Denim-Pencil-Skirt mit
hohem Bund. Die Herren lassen sich von Street-, Surf- und Skateboard-Kultur inspirieren. Indigo, Navy, Hellblau, Khaki, Rot und
Gelb in verwaschenen Nuancen spielen die Hauptrollen. Ein Herzstück ist das antique-dyed Worker Jacket in Dusty Yellow. Die
Denimwaschungen dürfen auch einmal extremer ausfallen, dazu
passen Patchwork-Effekt-Hemden, Bandana-Print-Shirts und Shirts
mit floralen Drucken in Indigo.
12 02 2015
© GAS
© marc o’polo
Clean Lines. Schwarze,
weiße und graue Denims
sowie Tencel-Varianten stehen bei der Gas-Frau hoch im
Kurs. Mit Ledereffekten oder
Metallic-Patches erhalten sie
eine neue Optik. Verschiedene
Indigoschattierungen kommen
für Tie-Dye-Kleider und Shirts
zum Einsatz, Babyblau feiert
das Revival des Hippie-Spirits
der 1970er-Jahre in einer
moderneren Variante. Die
Herren setzen auf tragbare
Destroyed-Looks oder pastellfarbene sowie florale Prints.
Ultrableached Five-Pockets
werden mit einer speziellen
Schatteneffekt-Drucktechnologie bearbeitet. Neben den
»100 % made in Italy«-Modellen, mit denen die Marke die
Handwerkskunst und Premiumqualitäten feiert, präsentiert man in der neuen Saison
auch eine C­ apsule Collection:
»Denim designed in Italy«
setzt auf ausgewählte Materialien, sophisticated Finishings
und feine Details.
© Nagano
GEM
O-EIN
MAURIZIO MASSIMINO
Tailor und Work. Seit Herbst/Winter 2012 bietet das
Label Maurizio Massimino des gleichnamigen Designers die
Reinterpretation der amerikanischen Denimtradition. Hosen sind
der Hauptbestandteil der Vintage-inspirierten Kollektion, die
Schnitte reichen von leger bis slim. Ergänzt wird die Kollektion
von Hemden und Sakkos im Slim Fit. In der Saison F/S 16 unterteilt man sie in zwei Linien. »Tailor« orientiert sich am stilis­
tischen Code des 70ies-Glam-Looks, »Work« beschäftigt sich mit
den Einflüssen der Arbeiterwelt der 70er-Jahre – vom Militär
über die Marine bis hin zur Sportswear. Zum Einsatz kommen
amerikanische und japanische Denimstoffe, die meisten davon
Red Selvedge. Die Designkonzepte stammen aus alten Archiven
und werden neu interpretiert. Den exklusiven Charakter unterstreicht die Tatsache, dass manche Stoffe nur in limitierter
­Stückzahl verfügbar sind.
© MAURIZIO MASSIMINO
BOH
Hippi
e
Blue Monkey
© Blue Monkey
kollektionen
7 FOR ALL MANKIND
7 For All Mankind. Bei der Damenkollektion des L.A.-Labels
7 For All Mankind dreht sich im nächsten Sommer alles um die FlareJeans. Der 70ies-inspirierte High-Rise-Style wird in einer großen
Vielfalt von Materialien und Waschungen angeboten und avanciert
zum Liebling der Saison. Auch Skinny Boot-Cuts stehen wieder hoch
im Kurs. Ein Comeback feiert drei Jahre nach der erstmaligen Markteinführung auch eine Innovation von 7 For All Mankind. Die »Slim
Illusion Luxe« aus besonders weichem Stretch-Denim zeichnet sich
durch ihre weiche Oberfläche aus und verspricht zusätzlich einen
Shaping-Effekt. Dank der Herstellungstechnik sieht die Jeans aber
dabei nach einer authentischen Denim aus.
© MAC
MAC
© MAC
Lightweight Summer. Für sommerlich leichte Looks setzt das deutsche Label auf Lightweight Denim. In Stretch- und SuperstretchQualitäten werden Slim- und Skinny-Modelle angeboten. Aber auch Flared und Jeans mit Crinkle-Effekt werden in der neuen Saison
wichtig. Besonders helle Waschungen unterstreichen den sommerlichen Charakter. Auf der Farbpalette spielen Blau, Beige, Schlamm,
dunkles Grün und kräftige Rottöne die Hauptrollen. Zu den Highlights gehören besprühter Denim und Oil-dyed-Jeans sowie florale Prints
und Paisleys für Damen. Besonderes Augenmerk hat man auf die Gestaltung der Knopfleisten gelegt. Sie setzen als offene oder Cross-overVarianten Eyecatcher.
Urban Tribe und Boho-Chic. Mit zwei großen Inspirationsthemen startet das Label Le Temps des Cerises in die neue
Saison. Im ersten, »Urban Tribe«, erwarten die Damen grafische
und ethnische Inspirationen in Schwarz-Weiß mit kräftigen Gelbakzenten. Maxikleider und Jacquardmuster spielen die Haupt­
rollen, Spitze und Netzelemente verleihen Femininität. Bei den
Männern stehen Weiß, Grau und Schwarz im Mittelpunkt und
werden mit Mangangrün und Lederdetails kombiniert. »Coachella
Boho Chic« heißt das zweite Thema, das Weiß- und Cremetöne mit
Navy- und Pinkakzenten versieht. Makramee kommt im Zusammenspiel mit grob gewebten Materialien. Die Herren tragen tropische und florale Muster, die sich etwas abgeschwächt und stilisiert zu ethnischen Mustern zeigen. Im Denimbereich ist Weiß die
wichtigste Farbe, die für Skinnys, Flares, Boyfriends und Boot-Cuts
zum Einsatz kommt. Die Herren dürfen sich über eine Erweiterung
von Blue Jogg zu Color Jogg freuen. In der Heritage-Linie werden
starke Vintage- und Used-Looks in grün-, grau-, electric-blue- und
türkisfarbenen Waschungen angeboten.
© Le Temps des Cerises
Le Temps des Cerises
Hear the Colours.
Dieses Kollektionsmotto setzt
Mac mit drei gelungenen
­Farbwelten um. Den Anfang
machen subtile Weiß- und
Neutraltöne, die in eine Wasserwelt mit vielfältigen, teils
kräftigen Blau- und Grüntönen
übergehen. Den Höhepunkt
bietet eine Welt aus vielen
Rot- und Orangeabstufungen.
Im Denimbereich setzt man auf
leichtere Superstretch-Qualitäten und Tencel-Denim, der
durch seinen sportiven Look
und kühlen Griff überzeugt.
Neben den wichtigen Skinnys
werden vermehrt weitere
Modelle wie Marlene, Loose
Fit, Flare und Boot-Cut gezeigt.
Zigarettenformen kommen in
verkürzten Versionen mit und
ohne Turn-ups. Jogging-Styles
werden sportiv, aber auch chic
ohne Bündchen in Tencel,
Cupro oder Polyesterwaren
interpretiert. Vor allem die
Boot-Cut- und Flare-Modelle
zeigen sich in hellen Bleachedbzw. Summer-bleachedWaschungen sowie in Weiß
und Blue-Waschungen. Die
modische Spitze bilden
Culottes, High-Waist-Pants
und Mom Jeans.
02 2015
13
kollektionen
© Blue Fire
Blue Fire
Zu den Key-Pieces zählen Boyfriend-Styles, Boot-Cuts und Jogger. Denim kommt im Vintage-Look von
Striped und Dandy-Denim mit Hosenträgern über mit Farbe gewebten Color-Denim in Pastell bis zu
Gabardine, einem Mix aus Minimalprint mit Ölwaschung. Ethno-Ornamente werden über dezent abge­
setzte Hand-Stitches aufgebracht. Dem Sportswear-Trend widmet man sich mit Relax-Denim-Modellen
in neuer und authentischer Heavy-bleached-Waschung.
Mih Jeans
Boyish 70ies. Zusammen mit Model und Künstlerin Niki
de Saint Phalle entwickelte MiH eine Kollektion, die Funktio­
nalität mit verspielter Weiblichkeit verbindet. Die Farbpalette
besteht aus Weiß, Blau, Grün, Braun und Grau mit Highlights
in Safran. Ein burschikoses Styling mit einfachen, femininen
Details prägt die Kollektion. Jerseyhosen kommen in gerader,
knöchellanger Form und mit hohem Bund, Strick zeigt sich ent­
weder verkürzt zu Denims oder lässig in Rippe. Denim kommt
nicht nur für Hosen zum Einsatz, sondern auch als Übermantel,
Rock oder Kleid. Latzhosen und 70ies-inspirierte Hosenformen
stehen hoch im Kurs. Einer der neuen Denim-Fits ist »Stevie«,
ein Five-Pocket-Modell mit hohem Bund in Vintage-Denim.
HERRLICHER
Individuals, Dreamers and Drifters. Eine
leichte, spielerische Kollektion, die mit Farben, Layering und
Accessoires experimentiert, schwebte den Yaya-Machern für
die neue Saison vor. Das erste von drei Themen heißt »The
Individuals« und setzt auf Retromuster in Form von grafischen
Schwarz-Weiß-Prints und feminin-sportive Schnitte. Key-Pieces
sind hier eine bronzefarbene Bomberjacke, weiße, verwa­
schene Jeans, eine Kimonobluse, Jumpsuits, ärmellose Wes­
ten, bestickte Sweater und ein Shirt mit seitlichen Schlitzen.
Metallische Bronzetöne setzen Akzente auf Grau und Rosé.
»The Dreamers« widmet sich den 70ies mit ausgestellten
Jeans, A-Linien-Kleidern aus Tencel, Jacken aus Lammwild­
leder, gepunkteten Blusen und Wildleder-Retroröcken. All-overLurex-Details sorgen für Schimmer auf den staubigen Braunund Blautönen. Eine entspannte Layering-Silhouette steht bei
»The Drifters« im Fokus. Fransenshirts und -cardigans, Shorts
mit hohem Sitz, Grobstrickpulli mit Schnürapplikation und
­feminine Kleider mit spannenden Rückendetails stehen hier im
Fokus. Die Farbwelt wird von neutralen Tönen, Sandbeige und
Weiß sowie frischem Altrosa geprägt.
Summer Feeling. Hochsommertauglich zeigt sich die
neue Blaustoff-Kollektion von Herrlicher mit besonders leichten
Vier- bis Fünf-Unzen-Qualitäten. Luftige, fließende Blusen und
Kleider eignen sich genauso für heiße Tage wie neue NonDenims aus Powerstretch in Jeansoptik. High Performance, High
Technology und High Flexibility sind die Schlagwörter der
­Saison, denn während Waschung und Look echt und authentisch
sein müssen, sind bei Griff und Gefühl die Attribute superweich
und bequem tonangebend. Im Modellpark erweitern Baby-Boot,
Flare und Marlene das Angebot, auch wenn Skinny der wich­
tigste Fit bleibt. Die Tragestoff-Kollektion bringt sommerliche
Pastelle sowie Schwarz-Weiß-Looks. Die Herren zeigen sich
dressed-up mit langen Shirts zu Westen, Tüchern und Hosen mit
tiefem Schritt. Sommerstrick aus einem Leinenmix unterstreicht
die sommerliche Leichtigkeit.
Liu Jo
© Liu Jo
Yaya
© YAYA
Flowerbomb. Mit einer Vielzahl an Mustern, neuen Waschungen und Farben feiert Blue Fire den
Bohemian Spirit. Ethno-Einflüsse, leichte Farben, zarte Stickereien und Flower-Prints prägen die Kollek­
tion. Die Farbauswahl wird dominiert von Blautönen sowie Weiß und Metallic-Prints. Ebenso wichtig
sind gedämpfte Farben wie Coral Charme, Sandstorm, Soft Blue, Dusty Green, Rose und Beige. Die
Namen der Druckmuster sprechen für sich selbst: Tropicana, Seafoam, Vintage Flower und Flowerbomb.
Focus on Denim. Bei Liu
Jo legt man das Augenmerk mit
der neuen Saison verstärkt auf
das Denimsegment. Daher wird
ab F/S 2016 auch jeder Style
einen eigenen Namen erhalten.
Mit drei verschiedenen Themen
geht das Label in die neue Sai­
son. »Sparkling Groove« bringt
starke Reminiszenzen an die
1970er-Jahre. Die Key-Pieces
sind ein pelzartiger, gestrickter
Mikro-Coat, eine Voile-Bluse mit
Maxi-Polka-Dots und Rüschen
sowie ein Kleid aus übergroßen
Pailletten. Schwarz und Weiß
werden durch strahlendes Blau
ergänzt. Im Denimbereich gibt es
mit der »Bottom-up Legging
Re­gular Waist« und der »Bot­
tom-up Magnetic High-Waist«
zwei neue Styles. Schwarzer
Denim kommt mit Spitzendetails
für die »Kitty Micro-Jacket« und
die »Monroe Bottom-up« zum
Einsatz. In »The Power of Spring«
werden Navy Blue und Diva Red
mit Optic White und Akzenten in
Buttercup Yellow und Caribbean
Blue belebt. Geometrische Mus­
ter und Streifen werden mit
Polka Dots und Blumenprints
kombiniert. Key-Pieces sind ein
roter Faux-Suede-Trench, ein
gestreifter Pulli mit Pailletten­
blumen und ein Rock aus
geblümtem Jacquard.
02 2015
15
kollektionen
© True Religion
TRUE RELIGION
KHUJO
Wild and free. Größer, aufregender, vielseitiger – so überschreiben die Macher bei Khujo die neue Kollektion. Die Herrenkollektion ist in vier Themenwelten unterteilt, die den VintageLook mit modernem Twist feiern. »Urban Wilderness« setzt auf
den Indigo-Lagenlook aus lässigem, gewaschenem Denimhemd
über einem langen Statement-Shirt zu gekrempelten Skinny
Jeans und Patchwork-artigem Cardigan. In »Hybrid Culture«
­verschwimmen traditionelle Muster aus Indien und Marokko mit
klassischen westlichen Formen. Luftig-leichte und weite, stückgefärbte Voile-Hemden mit Stehkragen werden zu bestickten
Twill-Shorts getragen. »Sunbleached« ist ein 70ies-Strandthema,
das den Vintage-Look in pastelligen Farben interpretiert und
­doppelfarbige Sweater, leichte Melange- und Slub-T-Shirts sowie
All-over-Print-Hemden mit geblichenen Waschungen und Tierprints versieht. »Free Spirit« schließlich setzt auf Cargo-Shorts in
rauen Texturen, strukturierte Acid-washed Sweater und LavaDye-T-Shirts mit Baseballnähten. Für die Damenwelt hält die
Kollektion geschlitzte Kleider und Oberteile bereit. Kleiderartige
Gauchohosen und bodenlange Mäntel wirken feminin.
Coachella Spirit. Der Look für Frühjahr/Sommer 2016 dreht sich bei True Religion ganz um die Themen Festival-, Bohemian- und
Hippie-Style. Umgesetzt wird das vor allem mit den neuen Flare-Modellen sowie Denims mit Destroyed-Effekten. Bei den Herren bleiben
Skinny und Slouchy Fits tonangebend. Auch im Oberteilbereich spielt Denim eine große Rolle und kommt in Form von Hemden, Blusen
und Jacken. Passend zum Hippie-Chic wurde das noch junge Blusensegment gestärkt. Grau, Schwarz und Weiß sowie Military-Farben
prägen die Kollektion, Pastelle runden das Bild ab. Die im Frühjahr dieses Jahres eingeführte Runway-Kollektion, die sich ganz dem Thema
Jeggings widmet, wird auch im kommenden Sommer fortgeführt. Softer Baumwolldenim mit Polyester-Lycra-Gemisch oder auch strahlender Satin bilden hier die Basis für figurschmeichelnde Modelle. Ebenfalls weitergeführt wird die Kooperation mit Supermodel Joan
Smalls, die bereits zum Frühjahr 2015 eine Frauen-Capsule-Kollektion entworfen hatte.
MUSTANG
© Guess
GUESS
MAISON SCOTCH
© Scotch & Soda
Organic Selvedge Denim. Zu den absoluten Key-Pieces
der Mustang-Herrenkollektion zählen die neuen Organic Selvedge
Denims in schmalen Tapered Fits sowie Skinnys aus innovativen
Reform Stretch Fabrics. Zudem überzeugen lässige Denimhemden
aus besonders weichen Jerseyqualitäten. Die Produktgruppe der
Sweat-Denim-»RealXJeans« wurde außerdem weiter ausgebaut.
Für eine nachhaltige Produktion stehen die speziell entwickelten
Sustainable-Qualitäten mit entsprechenden Finishings, die in
Zusammenarbeit mit den italienischen Spezialisten von Candiani
entwickelt wurden. Bei den Damen sind Flared Denims und HighWaist-Skinnys in der neuen Saison tonangebend. Im Oberteil­
bereich bilden ein Trenchcoat aus hellem Denim sowie eine vom
japanischen Kimono inspirierte Jeansjacke die Highlights. Daneben
werden aber auch Bermudas, Mom Jeans und lässige Straight
Fits wichtig. Die Waschungen sind generell clean, bei den Materialien stehen neue Technologien im Mittelpunkt, die die Denims
­leistungsstärker und gleichzeitig weicher machen.
Beautiful Beach. Von den schönsten Stränden der Welt,
von der brasilianischen Copacabana, der französischen Riviera und
der italienischen Insel Capri, ließ man sich zur neuen Guess-Kollektion inspirieren. Das nimmt in Form von tropischen Prints, Leo­
parden- und Pflanzenmotiven sowie französisch inspirierten Allover-Prints wie Fleur de la Mer und Vichy-Karos Gestalt an. Im
Jeanssegment versprühen Flared Denims und Colored Styles
­Hippie-Flair. Jeans aus technischen Powerstretch-Stoffen wirken
in Kombination mit Mesh-Einsätzen und glänzenden Oberflächen
sportiv und entspannt. Zwei neue Linien warten im nächsten Sommer: Die »Jeanscare«-Kollektion erhält dank eines Finishings mit
einer Mischung aus Ginkgo-biloba-Extrakten, Mineralien und Vitamin E einen Slimming-Effekt und bewahrt die Hautfeuchtigkeit. In
der zweiten Linie, der »Denim-Eco-Capsule Collection« für Herren
und Damen, werden recycelte Materialien verarbeitet.
16
02 2015
© Cross
Cross
Dark Blue Denim Classics. Diese Überschrift haben
sich die Denimmacher des türkischen Labels Cross zu Herzen
genommen. Marble-Waschungen, authentische Grafikmuster
und Used-Looks in tiefem Blau versprühen Vintage-Charme.
Ebenso wichtig werden aber High-Waist-Modelle, Boyfriends
und Jogg-Denim aus weichen Sweatshirt-Stoffen mit Indigoeffekten. Vervollständigt wird das Angebot durch sommerliche
Latzhosen und H
­ otpants sowie Miniröcke und Shorts mit besonderen Button- und Pocket-Details. Die Farbskala reicht von dunklen Basic-Tönen wie Navy und Dark Smokey Grey bis zu sehr
hellen Waschungen in mattem Ecru oder Bright White.
Paradise Safari. Eine Vielzahl an Einflüssen spiegelt sich in
der neuen Kollektion von Maison Scotch wider. Im Thema »Rising
Sun« trifft Ost auf West mit orientalischen Stickereien auf KimonoHüllen, handgezeichneten indonesischen Batikdrucken auf Steppjacken oder rockigen Nieten auf Denim, Leder und Shirts. Ein
­Signature Style ist Vintage-washed Leder zu einem »worn-in« BandT-Shirt und Hosen mit weitem Bein. Ein Farbfeuerwerk bringt das
Thema »Safari Love Revolution« mit tonalem Colour Blocking in
Army-Farben, Sand und Blush, kombiniert zu leuchtendem Pink,
Blau und Mandarine. Romantische Spitze auf Röcken, Kleidern und
Tops verleiht den Safari-Silhouetten eine feminine Note. Bohemian
Spirit bringt »Downtown Surf« mit Häkelkleidern und süßen Shirts.
Kleider, Denims und Strick werden mit Muscheln geschmückt. Viel
Weiß, gedeckte Blautöne und Sandfarben prägen das Thema
»­Paradise Cove« und werden mit Mint und Flamingo-Pink aufgefrischt. Das Augenmerk liegt auf den Details wie Pompons und
metallischen Schmückern sowie von marokkanischen Fliesen
­inspirierten Print-All-overs, Bubble Dots und Korallenmustern.
PANORAMA 7 - 9 JULY 2015
HALL1.2 NOVA - STAND N 1.04
PME-LEGEND.COM
© Colorado
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New Nightflight. Zur neuen Kollektion ließ sich die AviatorMarke PME Legend von den Naturelementen inspirieren, die für einen
Piloten wichtig sind: die satten Farben der Erde, die Lichtunterschiede
zwischen Tag und Nacht und die Formation der Wolken. Die meist­
verkauften Denim-Fits wurden adaptiert. Diese zweite Generation von
»Aviator«, »Bare Metal« und »Commander Jeans« überzeugt nun mit
schmalerer Passform und in Comfort-Stretch. Ein Neuzugang ist die
»Night­flight Jeans«, ein aktueller Fit mit Comfort-Stretch und schmaler Passform. Das Highlight der bekannten Lederjackenkollektion ist
die neue »Conroe Leather Bomber Jacket«. Sie wurde aus teilweise
perforiertem Leder mit einem Bomberkragen gefertigt. Großes Augenmerk legte man auf die Detailarbeit: Typische Badges und Artworks
werden neu mittels Prägetechnik oder beschichteter Stoffe
­aufgebracht.
© PME Legend
Rock meets College. Für die Capsule Collection »It’s all about
blue« hat sich Colorado mit den italienischen Denimwebern von Candiani zusammengetan: Der Tapered Fit für Männer sowie Super Slim Fit,
Comfort Fit und High Waist Flare für Frauen sind aus italienischem
Premium- und Selvedge-Denim. In der Männer-Hauptkollektion trifft
rockige Attitüde auf College-Charme. Vintage, Heavy Used und
De­stroyed Denim stehen für Jeans, Shorts und Jacken in Dark, Mid und
Light Blue im Fokus. Dazu werden Sweats mit Logoprints, Nylonbomber
und Field-Jackets kombiniert. Bei den Damen spielen Flared Jeans,
knappe Shorts, High-Waist-Jeansröcke und Jeansjacken eine große
Rolle. Weich und leicht sind Jumpsuits aus Tencel. Der College-Look
wird mit Glitzersteinen und Pailletten etwas glamouröser interpretiert.
kollektionen
Mavi
Sports- und Streetwear. Die Herrenkollektion des türkischen Labels Mavi lässt die Grenzen zwischen Sports- und Streetwear
verschwimmen. Die Denims sind oft von sportiven Elementen und deren Funktionalität inspiriert. Mit »Ultra Move« führt man nun auch bei
den Männern einen hochflexiblen Stoff ein, der jede Bewegung mitmacht und trotzdem authentischen Denim-Look liefert. Die Schnitte
werden von Skinny und Slim Fits dominiert, aber auch Relaxed Fits und weiter geschnittene Formen werden stärker. Jogger-Pants mit eng
zulaufenden Beinen mit Gummibund kommen in warmen Erdtönen. Dazu passen oversized T-Shirts und Hemden. Für die Damenkollektion
ließ man sich von den 1970er- und 1990er-Jahren inspirieren. Die Denim-Highlights sind Modelle mit höherer Taille sowie Cropped-Looks
und modern interpretierte Flares. Letztere kommen als Mid und High Rise mit aufgesetzten Taschen und Rips an den Knien oder ganz clean.
Auch verkürzte Flare-Modelle beleben das Bild.
Camel active
M.O.D
© GANG
© Camel active
Ocean View. Zur neuen Kollektion ließ man sich von den
Ozeanen inspirieren und erzeugte so einen reduzierten, teils
nautischen Look. Wichtigstes Stylingelement ist der verstärkte
Einsatz von Mikromustern und Musterungen wie Querstreifen,
Mustern der 1960er- und 1970er-Jahre sowie floralen Motiven.
Anoraks und Parkas fallen mit Stilelementen wie Patchwork,
Multipockets, akzentuierenden Knopfreihen, Kordeln uns Seilstücken ins Auge. Shirts, Sweater und Strick überzeugen mit
Farbverläufen und semitransparenten Optiken. Im Denimbereich
setzt man stark auf Broken- und Repair-Effekte sowie starke
Bleachings. Allgemein sind die Hosen lässiger, das zeigt sich bei
Cargos, Chinos und Joggers. Shorts werden in gemusterten
Varianten mit tonalen Prints sowie in diversen Denimwaschungen angeboten. Auf der Farbpalette finden sich helle, maritime
Naturtöne und Weiß, Beige- und Brauntöne sowie Hellblau.
Indigo, Gelb und Grün setzen Akzente.
Powdery Pastels. Softe, pudrige Pastellfarben geben bei
Gang im nächsten Sommer den Ton an. Außerdem setzt man auf
die satte Blaunuance Electric Blue. Neue Wascheffekte wie Oily
und Old Dye sorgen für neue Optiken, während der Trend zu
Destroyeds weitergeht und vor allem auf hellen Waschungen
verstärkt eingesetzt wird. Ganz neu sind Flare-Formen, HighWaist-Modelle etablieren sich weiter. Daneben bleibt aber die
Skinny der wichtigste Fit. Das Jogging- und Sportthema wird
ebenfalls weitergeführt und äußert sich mit Bündchen am Saum.
Boyfriends glänzen mit vielen Details, und Jumpsuits bilden die
modische Spitze. Die Materialien müssen vor allem weich und
dehnbar sein. Fließende, leichte Qualitäten und sommerliche
Drucke passen ebenso in die warme Jahreszeit wie LyocellStretchqualitäten.
GOTS-Denim. Das
deutsche Eco-Fashion-Label
Armedangels hat seine
modische Ausrichtung
erweitert und setzt auf
einen neuen, erwachseneren Look. Neue grüne
Materialien wie TencelStrick, leichter Sweat
aus Baumwolle mit
recyceltem Polyester und
Leinen-Jersey für T-Shirts kommen ebenso zum Einsatz wie
Modal in Edelweiß-Technologie, pur und als BaumwollMischung. Zudem wurde das
Angebot an GOTS-zertifizierten Denims weiter ausgebaut und auch auf das Herrensegment erweitert. In der
Damenlinie bringt das Thema
»Graphic Structure« von der
Natur inspirierte Muster und
Strukturen in Schwarz, Weiß
und dunklen Tönen als Print, Stickerei oder im Gewebe. »French Pastels« wartet mit soften Pastelltönen in gebleichter Optik mit verschiedenen Bleus, Powder
Rose, Light Mint und Lime Yellow auf. Ein Key-Look ist der lange
Mantel zu Longshirt und Cropped Denim. Die Herren setzen mit
»Urban Patterns« auf die Strukturen und Muster der Großstadt,
die in Prints, Stickereien, Kontrastnähten oder als Gewebestrukturen umgesetzt werden. Blau-, Grau- und Olivetöne, Sand,
Creme, Koralle und Limette bestimmen hier das Farbbild.
© M.O.D
GANG
© ArmedAngels
© Mavi
ArmedAngels
Spring Garden. Die beiden Frühjahrsliefertermine der
M.O.D-Damenkollektion widmen
sich zwei grundverschiedenen
Themen, die Farbwelten ergänzen sich und schaffen einen
­fließenden Übergang. »Monumental« verarbeitet in seinen
Schnitten die Details moderner
Architektur, während es bei
»Spring Garden« pastellig, floral
und mit Spitze und digitalen
­Drucken geschmückt weitergeht.
Bei den Herren herrscht Dschungelfieber. Dieses äußert sich in
Form von Urwald- und PalmenMotiven, die als All-over- und
Digitaldrucke zum Einsatz kommen und mit aufwendigen­
Färbe- und Waschtechniken
unter­strichen werden. Sommerlich wirken leichte Ausbrennerqualitäten für Langarmshirts
und T-Shirts. Farblich bestimmt
Orchid mit Sand und Silver
Sconce die Damenwelt, die
­Herren setzen auf Grass Green,
Silver Sconce und Ruby Wine zu
Schwarz und Weiß.
Alber
02 2015
19
© Alberto
Alberto
CHEAP MONDAY
Bicycle Jeans. Die Herrenkollektion von Alberto bietet
einiges Neues im Denimsegment. Neben dem PremiumBusiness-Jeans-Programm aus
edlen italienischen Qualitäten
mit drei neuen Artikeln kommt
mit »Lou-J« eine neue, schmale
Slack mit schlank zulaufendem
Bein auf den Markt. Außerdem
gibt es gleich vier neue SuperFit-Denims aus besonders
bequemen 360-Grad-Stretchqualitäten mit mehr als 40 %
Elastizität in Deep Indigo, Grau,
Real Indigo und Colour-Optik.
Ergänzt wird das Angebot mit
elf Modellen aus Luxury-T400Ware, weichen Satin-SummerDenims mit verspielten Illustrationen im Innenfutter sowie
einer roughen Vintage-Hose in
regulärer Länge oder als Short.
Das Highlight der Kollektion ist
aber die neue Radfahrer-Jeans.
Sie wurde mit umweltfreund­
lichem, wasser- und schmutzabweisendem »Ecorepel«
beschichtet und ist mit einem
Alberto-Schriftzug und einem
Fahrrad als reflektierenden
­Elementen auf dem Hosenaufschlag ausgestattet.
Wrangler
Active Ready. Mit einer dynamischen, farbenfrohen Kollektion unter dem Motto »Active Ready« startet Wrangler in die neue
Saison. Innovation kommt über das Material. So transportiert
»Coolmax«-Denim den Schweiß ab und trocknet besonders schnell,
während gestrickte Jogging-Jeans für absolute Bewegungsfreiheit
stehen. Im Damensegment arbeitet man außerdem in der ShapeReady-Linie mit der Lycra-Beauty-Gewebetechnologie. Inspirieren
ließ man sich von Sonne, Strand und Surfen. Bei den Herren zeigen
die Grafiken Motorräder und Surfer, florale Muster erinnern an
Hawaiihemden. Helle Muster in Indigofarben, wässrige Grüntöne
und Pink kommen auf dunklem Hintergrund. Denim-Saisonfarbe ist
Sommergrau. In der »Wrangler Originals«-Linie setzt man auf weichen, doch starken Broken-Twill-Denim mit flachen Nieten oder
authentische Jeans im Heavy-used-Look in den Farben Indigo, Ecru
und Sand. Bei den Damen werden schwarze, graue und indigofarbene Jeans mit floralen Mustern und hellen Kontrasten gepaart.
20 02 2015
Denham
Eco Ice. Das Logo mit der bekannten Schere stand Pate für die
Farbpalette der neuen Kollektion von Denham. Der Blauton, den
Stahl beim Brünieren annimmt, ist die wichtigste Farbe der Saison
und wird mit Details in dunklem Kupfer akzentuiert. Ergänzt wird
die Farbauswahl mit Bone White, Cinder Black, Worker Blue,
Breton Blue und Uniform Greys sowie einem handgezeichneten
Camouflage-Print in den Farben der Saison. Neben ungewaschenem (Virgin) Denim setzt man für Damen auf Yoga Denim, der
hohe Rücksprungkraft mit echtem Jeans-Look verbindet. Neu ist
das Programm »Eco Ice«: Hier werden authentische Verschleiß­
erscheinungen durch gefrierende Druckluft, die die Verbindung
zwischen Indigo und Gewebe zerstört, erzeugt. »Forever Black«
dagegen bringt High Performance Recovery Stretch Denim, der
durch ein spezielles Färbeverfahren wirklich schwarz bleibt. Klassischer geht es bei »Campaign Chino« mit Stretchqualitäten und
Chinos in Khakitönen zu.
Under Hypnosis. Das ist
das Motto der neuen CheapMonday-Kollektion, das sich in
Word-Prints äußert, die wie ein
verwackeltes TV-Bild wirken,
oder auch in Drucken, die optischen Täuschungen gleich­
kommen. Alles wirkt ein wenig
surreal und verschoben. Die
Oberteile für Mädels sind weit
und nur leicht verkürzt, bei den
Jungs werden sie mit Kritzelprints an der Brust und auf den
Ärmeln geschmückt. Die DenimRange ist in die drei Themen
»Worn & Loved«, »Fresh Basics«
und »Hypnosis« unterteilt. Im
ersten spielen starke Rip-andRepair-Effekte eine große Rolle.
Das Highlight ist der SmudgeTrashed-Wash, inspiriert von
einer vier Jahre getragenen
Lieblingsjeans des Chefdesigners. Die wichtigsten Fits für
Damen sind Skinnys mit tiefem
oder hohem Bund, extravagant
weite Flare sowie die Mom
Jeans »Donna«. Bei den HerrenFits darf der Schritt gerne tiefer
angesetzt werden. Getreu dem
Thema werden die Denims
ebenfalls mit Kritzelprints oder
auch schwarzen Spray-Effekten
versehen.
© Cheap Monday
kollektionen
© Edwin
EDWIN
REPLAY
Less but better.
Im Fokus der neuen Kollektion steht ein minimalistischer, reduzierter Look, ein
zeitgemäßer Mix aus
Skate-,
Work-,
Street- und Sportswear mit der EdwinHeritage.
Neue
Materialien wie
japanisches, gedrehtes Chambray, Candy
Stripe und Seersucker-Stoffe sowie
Popeline mit All-overPrints bestimmen den
grafischen Look. Die
Farben der Saison:
Weiß, Natur, Indigo, Grau,
Navy, Schwarz, Khaki und
Beige mit Akzenten in
Königsblau und Rot. Zu den
Key-Pieces zählt das
Kurzarmhemd, das mit
­
schwarzem Bandana-Print,
Ikatdruck oder Karo kommt.
Die Kooperation mit Blitz
Motorcycles geht in die nächste
Runde und bringt moderne
T-Shirts mit Anleihen aus der
Biker-Kultur. Die »Indigo Line«
setzt auf progressive Sportswear
mit Baseball- und CollegeLooks in weich geschnittenen
Silhouetten. Die »Edwin E Standard made in Japan«-Linie bringt drei
Schnitte mit insgesamt 17 Farbgebungen.
Cultural Clash. Vielfältige Einflüsse prägen die Kollektion von Replay, die mit gleich fünf thematischen Inspirationen in die Saison
startet: »Glam Biker« setzt auf Bikerjacken, »Army Pop« ist die luxuriöse Evolution des Military-Looks, Camouflage-Prints werden mit Weiß
abgemildert. Bei »Sport/Athleisure« stehen technische Netzgewebe und Leichtathletikhöschen im Mittelpunkt, »Contemporary Bohémien« setzt
auf Mix and Match von Druckmustern sowie Fransen und »Venice goes to the Beach« bringt Pastellfarben mit Indigotönen. Bei den Denims
setzt man auf Handverarbeitung: Bei »Broken Age« gibt es von Hand gearbeitete Destroyed-Modelle mit tiefen und weiten Rissen. Außerdem
setzt man auf die umweltschonende Iceblast-Spritzbehandlung mit Trockeneis. Farblich spielt sich alles rund um sommerlich helle Indigotöne,
Schwarz und Weiß ab. Die Passformen kommen generell mit tieferem Schritt, Skinnys zeigen sich in noch bequemeren Stretchversionen.
© REPLAY
kollektionen
Label mit bekannten Zertifizierungen. So sind
die meisten Denimstoffe GOTS-­zertifiziert,
manche sogar nach dem Organic Content
Standard 100 (OCS 100), für den man mindestens 95 % organisches Material verwenden
muss. Einige Teile der Kollektionen enthalten
auch recycelte Baumwoll- und Polyester­fasern.
Der nächste Schritt für das Unternehmen wird
sein, eine Zertifizierung auf Gewebeebene zu erreichen, sodass das ganze Produkt und nicht nur
seine Bestandteile erkennbar ausgezeichnet
werden können.
Davon, dass dieses Engagement nicht unbedingt mehr kosten muss als herkömmlich produzierte Kleidung, ist man bei Kuyichi überzeugt.
»Unsere Denims starten bei 99 € und gehen bis
160 €, die T-Shirts beginnen bei 24,95 €. Wir
sind also nicht teurer als der Mitbewerb. Die
Preise sind bei uns angemessen, weil wir
dafür beim Marketing-Budget und den opera­
tiven Kosten sparsam sind«, erklärt Monique
­Voorneman, Head of Communications.
dealismus ist der beste Treiber
für Unternehmensgründungen. Im
Fall von Kuyichi war er ebenfalls
der Grund für die Entstehung des
Labels. Trotzdem ist der Weg zur
Marke ein ziemlich ungewöhnlicher. Im Jahr 2000 wollte die niederländische Fair-Trade-Initiative
Solidaridad ihr Engagement von der Lebensmittelbranche auch auf die Textil­industrie
ausweiten. Man sprach mit großen Denimherstellern, um sie von Organic Cotton und
seinen positiven Effekten auf Arbeits- und Lebensbedingungen in den produzierenden Ländern zu überzeugen. Doch kein Unter­nehmen
war bereit, sich auf diesen Weg einzulassen.
Also gründete man 2001 kurzerhand ein eigenes Label und Kuyichi war geboren. Der
Name ist der eines peruanischen Gottes.
Denn der erste Organic Denim, den man verarbeitete, stammte aus Peru. Heute gehört
die Marke einer Gruppe idealistischer Aktionäre. Um das Engagement von Kuyichi auch
für Kunden sichtbar zu machen, arbeitet das
Alle Bilder © Kuyichi
Denim-Tracking
marke
Den Begriff Tracking kennt man eigentlich von der
Nachverfolgung bei Paketsendungen. Seit diesem
Jahr lässt sich der Werdegang der Produkte von Kuyichi
ähnlich lückenlos nachvollziehen.
22
02 2015
Slow Fashion mit gutem Gewissen. Wie
kann man in einer so wandlungsgetriebenen
Branche wie der Mode den Nachhaltigkeits­
gedanken leben, umsetzen und weitergeben?
Zum einen: Kuyichi glaubt nicht an Fast Fashion:
»Wir machen zeitlose Produkte, die nicht zu
schnell aus der Mode kommen«, erklärt
­Voorneman. Zum anderen arbeiten sie mit
­Produzenten in der Türkei, in Indien und China zusammen, die sie schon lange kennen und die
über die notwendigen Zertifizierungen verfügen.
Und das Wichtigste: Die Marke setzt auf Transparenz. Alle Beteiligten vom Baumwollfeld bis in
den heimischen Kleiderschrank sollen wissen,
wie und wo die Produkte entstanden sind. Dazu
gehört auch, dass Kuyichi die Handels­partner darüber informiert, wie die Textilien ­zertifiziert werden. Der nächste Schritt, an dem gerade gearbeitet wird, ist Transparenz in der Preisgestaltung.
Aber vor allem die Kunden sollen die Möglichkeit haben, den Weg ihrer Denim genau nachzuverfolgen. Gerade die Denimanbieter stehen aufgrund von schlechten Arbeitsbedingungen in den
produzierenden Ländern immer wieder in der Kritik. Um den Kunden einen echten Einblick in die
eigene Produktion zu geben, öffnete ­Kuyichi dieses Jahr virtuell die Tore zu seinen Produzenten.
Mit der »Let’s be true«-Kampagne lädt Kuyichi
die Kunden dazu ein, sich auf der Website genau
anzusehen, woher die Baumwolle stammt, wo
der Stoff gewebt wurde und wo das Produkt genäht. Und man kann auch e­ rfahren, wer das getan hat. Denn neben den Infos zur Herkunft werden auch Arbeiter in den Manufakturen und ihre
konkrete Arbeit in Videos vorgestellt. Die Resonanz der Kunden ist großartig: »Die Endverbraucher lieben die Por­träts der Arbeiten und der Produktionsstätten«, freut sich Monique Voorneman
und verrät weitere Pläne: »Im Oktober werden
wir nach Indien reisen, wo wir die Fair-TradeProduktion unserer T-Shirts und Sweater und die
positiven Auswirkungen für die Farmer vorstellen.« Jede Saison sollen so nach und nach mehr
Bilder und Videos den transparenten Weg Kuyichis demonstrieren. Ungewöhnlich ist nicht nur
die Tatsache, dass die Marke überhaupt so offen
ihre Produktionsstätten sichtbar macht. Sondern
noch viel mehr, dass sie dabei auch auf Verbesserungen hinweist, die noch geschehen müssen.
Voorneman: »Für uns ist der einzige richtige
Weg, die Kunden zu informieren, ihnen die wahre Geschichte zu erzählen, auch wenn es dabei
um Dinge geht, die noch Verbesserungspotenzial
haben. Wir hoffen, damit auch Inspiration für die
Mode­industrie zu sein.«
BN
Alle Bilder © s.OLIVER
Feminin &
KERNIG
Im Zuge der Stärkung der
Dachmarke ersetzt s.Oliver DENIM
das Label QS by s.Oliver.
Alex Ibakasap, Global Product
Director s.­O liver DENIM, erklärt die
Strategie dahinter.
Welchen Warengruppenaufbau hat man
der »neuen« Brand »verpasst«? Wie
wichtig (und umfangreich) ist das Kernprodukt Denim?
Denims sind sehr wichtig, hatten aber auch
­bereits unter dem vorherigen Markennamen
eine hohe Anteiligkeit. Hier setzen wir einen
klaren Fokus auf eine feste Denimkompetenz.
Ansonsten sind wir ein Vollsortimentanbieter
und haben aufgrund unseres zwölfmonatigen
Kollektionsrhythmus die Möglichkeit, jeden
Monat bezüglich der Warengruppen-Schwerpunkte zu variieren. Key-Warengruppen sind
aber natürlich Denims, T-Shirts, Blusen/­
Hemden und Outdoor.
Wie beschreiben Sie jemandem, der den
Brand nicht kennt, s.Oliver DENIM?
s.Oliver DENIM ist Urban Denim Wear mit lässigen Looks, umfangreichen Passformen, modischen Designs und Waschungen sowie einem
Fokus auf zeitgemäße Looks.
Hat sich der Preisaufbau bzw. die modische Aussage verändert?
Der Preisaufbau bleibt der gleiche. Die modische Aussage ist allerdings schon spitzer
­geworden, gleichzeitig haben wir natürlich
immer noch einen starken Basic- und Contemporary-Part sowie ein modernes NOOS-­
Programm, über welches wir mengenfähige,
kommerzielle Artikel abbilden.
Welche Pläne gibt es zum Vertrieb in
Österreich?
Wir werden hier darauf achten, dass wir das
richtige Umfeld für unsere s.Oliver DENIM-­
Kollektion finden. Es ist uns aber auch wichtig,
dass wir mit der Marke kommerziell bleiben.
Jeans sind ein Dauerbrenner in der
Mode. Wird der Hype anhalten bzw. sich
immer wieder erneuern?
Meiner Meinung nach wird Denim immer ein
starkes Thema bleiben, allerdings gibt es zu
jeder Saison neue Interpretationen bezüglich
Shapes, Warentypen und Styling – das macht
das Thema immer wieder innovativ.
Was ist Ihr Lieblingsoutfit für F/S 2016?
Eine gewaschene Flared Denim mit DestroyedEffekten darf im kommenden Sommer für die
Mädels in keinem Kleiderschrank fehlen. Dazu
passt ein lässiges Basic-Shirt. Der moderne
Bohémian-Look wird perfekt durch eine transparente Fransenjacke mit Stickereien und in
­einem pastelligen Rosé.
BEZAHLTE ANZEIGE
Aus QS by s.Oliver wurde s.Oliver
DENIM. Eine reine Namensänderung zur
Stärkung der D
­ achmarke – oder haben
sich auch die Inhalte geändert?
Mit dem Namenswechsel von QS by s.Oliver zu
s.Oliver DENIM stärken wir zum einen die neue
Dachmarkenstrategie, zum anderen haben sich
damit auch die Warenschwerpunkte und der
generelle Fokus verschoben. So bieten wir
mittlerweile beispielsweise eine breitere
­Range an Denims mit neuen Passformen an.
Außerdem konzentrieren wir uns noch stärker
auf aktuelle Trends und deren kurzfristige
­Umsetzung. Wir haben auch den Gesamtlook
­unserer Kollektionen weiterentwickelt: Bei den
Mädels ist deutlich mehr Femininität sichtbar,
bei den Jungs ist alles kerniger und erwachsener. Unsere Zielgruppe ist insgesamt erwachsener geworden, das zeigt sich auch über Artworks, Farben sowie Materialien. Generell
haben wir unsere Entwicklungszyklen um drei
Monate verkürzt, um näher am Markt zu sein.
stores
EDWIN/BERLIN
LichtFEST
spiele
SUPERDRY/MÜNCHEN
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02 2015
MAVI/LEIPZIG
stores
Die Denim- und
Streetwear-Anbieter inszenieren
ihre Kollektionen im coolen, oft
cleanen Ambiente. Licht spielt
eine große Rolle bei der Präsentation – Neonröhrenschriftzüge
dürften derzeit der große Trend
im urbanen Ladenbau sein.
Mavi. Das türkische Denim-Label hat sich ein neues StoreKonzept aus der Feder des spanischen Interior-Designers
Lázaro Rosa-Violán gegönnt. Entstanden ist ein helles,
freundliches Ambiente, das von viel Weiß und hellem Holz
geprägt ist. Weiß getünchte Ziegelwände und junge Neonschriftzüge, die die einzelnen Bereiche des Ladens wie
die Damen- und Herrenabteilung sowie die beibehaltene
Denim­Kitchen kennzeichnen, verleihen dem Design Charakter. Highlights setzen große, runde Denim-Patchwork-­
Teppiche sowie kleine Gruppen unterschiedlicher Lampen.
Das Konzept wurde bereits umgesetzt und ist live in den
Mavi-Stores in Berlin und Leipzig zu erleben.
Edwin. Im April eröffnete die Denimmarke Edwin den
­ersten Store in Deutschland. In der Rochstraße 18 in BerlinMitte wird auf 65 m2 das gesamte Sortiment mit Frauen- und
Herrenkollektionen, Accessoires und Kooperationen präsentiert. Neben den eigenen werden aber auch Accessoires
­anderer Marken wie Dick Moby, Midori und Eastberlin angeboten. Das Konzept und Interior-Design stammt von Andrea
Caputo. Clean und sehr männlich präsentiert sich der Laden
mit sehr dunklem Holzboden, weißen Wänden und Warenträgern aus grauem Metall. Passend zum Heritage-Gedanken
bei Edwin kommt die Musik im Store ausschließlich von
­Vinylplatten. Eine kleine Auswahl wird in Zusammenarbeit
mit dem OYE-Record-Store auch im Laden angeboten.
Superdry. Die britische Marke Superdry setzte in Deutschland ein starkes Zeichen für die Expansion und eröffnete
­einen Store mit über 1.200 m2 Verkaufsfläche in München.
Das Gebäude in der Sendlinger Straße beheimatet aber
nicht nur die gesamte Produktpalette inklusive Denim-Range,
Schuhe und Accessoires, sondern bietet außerdem Platz für
Showrooms und Büros. Eindrucksvoll ist die Shopfront mit
bodentiefer Verglasung und Stahlrahmen. Genauso cool ist
der Eindruck im Inneren mit Eichenböden und poliertem
­Beton. Industrie- und Vintage-Leuchten setzen die Kollektionen in Szene und unterstreichen den urbanen Street- und
Sportswear-Charakter. Ein Highlight ist der 13 Meter breite
LED-Schirm, der im ersten Stockwerk angebracht wurde.
Topshop. In Amsterdam eröffnete der Filialist Topshop den
ersten Flagship-Standort außerhalb Großbritanniens. Drei
Etagen werden als Verkaufsfläche genutzt, zwei weitere
werden für Lager- und Verwaltungszwecke verwendet. Im
Untergeschoß ist mit Topman die Herrenmode beheimatet,
die beiden anderen Etagen bespielen die Damenkollektionen. Viele helle Farben, allen voran strahlendes Weiß, prägen das Ambiente des Stores und werden in einen starken
Kontrast zu teils schwarzen Decken, Wänden oder Möbeln
sowie metallisch glänzenden Warenträgern gesetzt. Unterstrichen wird die junge Aussage des Ladens durch moderne
Neonschriftzüge, eine neu konzipierte Treppe aus Stahl und
Glas sowie Sichtbetonelemente.
BN
TOPSHOP/AMSTERDAM
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material
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02 2015
InnovationsTREIBER
Authentisch, clean und ursprünglich sind die
­Denims im Frühjahr/Sommer 2016. Durch das
große Comeback von Flare- und Boot-Cut-Formen, das sich für die nächste Saison ankündigt,
werden die Waschungen und Farben zurück­
gefahren. Denn vor allem diese beiden Styles
verlangen nach einem gepflegten Jeans-Erscheinungsbild, um ihre Wirkung entfalten zu können.
Bei all dieser Reduktion der optischen Effekte
und Behandlungen müssen die Denimmacher
­tiefer in die Materie gehen, um neue Entwick­
lungen vorstellen zu können. Oberstes Prinzip ist
hier, dass Innovation zwar nicht sichtbar sein
darf, aber spürbar sein muss.
Das fängt bei den Stretchqualitäten an. Denn
auch wenn Formen mit größerer Fußweite in der
neuen Saison die Lieblinge der Designer sind,
wird sich der Silhouettenwechsel nicht von
­einem Tag auf den anderen durchsetzen. Daher
bilden die schmalen Styles weiterhin die Basis
der Kollektionen, und vor allem diese verlangen
Flexibilität vom Material. Auch Herrenmarken
wie Pioneer und Alberto setzen auf Denimqualitäten mit mittlerweile bis zu 40 % Elastizität, bei
den Kollektionen für Frauen fällt der Anteil naturgemäß teilweise noch höher aus. Für sie kommen auch Mischungen wie Lyocell-Stretch­
qualitäten beim Label Gang zum Einsatz. In der
Damenwelt wird Funktion auch in Hinsicht auf
modellierende Eigenschaften wichtig: Lycra
Beauty kommt vor allem für figurbetonende,
­schmale Formen zum Einsatz. Passend zur warmen Jahreszeit werden auch die Qualitäten
leichter, bei Herrlicher etwa setzt man auf
vier bis fünf Unzen leichte Denims.
Aber auch die Ausrüstung sorgt
dafür, dass man im Sommer
nicht zu schnell ins Schwitzen kommt. So arbeiten einige Anbieter mit Invistas
Coolmax, das die Textilien
atmungsaktiv macht und Feuchtigkeit nach außen transportiert. Bei Wrangler werden Coolmax-Qualitäten für hochsommerliche Looks mit Leinen gepaart. Aber auch für
Regentage halten die Marken Lösungen parat
und bieten Modelle mit wasser- und schmutz­
abweisenden Ausrüstungen wie Ecorepel von
Schoeller an, das für die neuen Radfahrerdenims
von Alberto Verwendung findet. Einen weiteren
Schub hat der Materialentwicklung das Trend­
thema Jogg-Denim verpasst. Die Produzenten
sind auf der Suche nach immer besseren (Sweat-)­
Qualitäten, die einen besonders weichen Griff
und Tragekomfort mit der authentischen Optik
von Jeans kombinieren. Isko ließ sich soeben
seine »Future Face«-Technologie patentieren, mit
der bereits zahlreiche Labels arbeiten. Zu den
wichtigsten Materialien neben Denim und
Sweatstoffen zählt in der neuen Saison auch
Tencel, das für viele Modelle zum Einsatz kommt.
Die feuchtigkeitstransportierende und hautfreundliche Lyocell-Faser aus dem Hause Lenzing
hat außerdem den großen ökologischen Vorteil,
dass der Rohstoff Holz dafür aus nachhaltiger
Forstwirtschaft und von Plantagen stammt.
Das Bewusstsein für die ökologische Verantwortung wächst auch bei immer mehr Jeansanbietern. So arbeiten einige wie Colorado, Mustang
und Armedangels bereits mit Organic Cotton.
­Andererseits macht man sich auch Gedanken
über die Behandlungen der Denims. Gerade die
Jeansindustrie mit ihren aufwendigen Waschungen und dem damit verbundenen hohen Wasserverbrauch steht oft in der Umwelt-Kritik. Das
Wundermittel in Sachen umweltfreundlicher
Treatments ist in der nächsten Saison Kälte. Bei
»Eco-Ice« arbeitet Denham mit unter Druck stehender gefrierender Luft, um die Verbindung zwischen Indigo und Gewebe aufzubrechen, Replay
setzt mit »Iceblast« auf eine Spritzbehandlung
mit Trockeneis.
Ausblick. Die internationalen Messen wie die
Denim Première Vision in Barcelona und die noch
junge Bangladesh Denim Expo im Mai haben
­bereits einen Blick in die Glaskugel der Herbst/
Winter-Saison 2016/17 erlaubt. Und gezeigt,
dass der cleane Weg mit der Funktion im Detail
sich fortsetzen wird. Zu den Highlights der neuen Kollektion von Isko zählt »PJ Soft«, das Pyjamakomfort liefert und in einer neuen Untergruppe auch mit Lenzing Modal verwendet wird. Das
»Isko Reform«-Programm mit seinem SlimmingEffekt bringt mit »Reform HP« neue Farben
und Coatings sowie mit »Reform XP« einen
starken Power-Stretch. Auch die »Jeggings«Kollektion wird um zwei Linien erweitert: »Jeggings X-lite« ist das dünnste und elastischste
Material in der Gruppe, während »Jeggings HP«
mit zusätzlicher Stützleistung aufwartet. Elastizität ist auch beim brasilianischen Hersteller
Vicunha eines der wichtigsten Schlagwörter. In
der Gruppe Move Super Stretch bieten die Produkte »Marina«, »Meg« und »New Tessa« 60 %
Power-Stretch und 40 % Mega-Super/UltraStretch. Die Linie »Athletic Denim« steht für
den Jogg-Denim-Look mit einem Stretchanteil
von 76 %. Bei »Transforming Denim« dreht sich
alles um Farbabstufungen, denn die zuvor mit
Indigo beschichteten farbigen Stoffe lassen
nach dem Waschvorgang die Farbe hinter dem
Indigo wieder durchschimmern.
Auch der türkische Produzent Orta präsentiert
mit »Ultra Flex« ein Material, das mehr als 70 %
Elastizität verspricht. Die schnell trocknende
Monostretch-Qualität »Fitswell« in Duo-CoreGarntechnologie wird zusätzlich mit Tencel
­gemischt, um einen weichen Griff zu erhalten.
Ausschließlich für Damendenims sind die
­Bodyframe-Stoffe gedacht, die sich gleichzeitig
in alle Richtungen dehnen und sich für figurschmeichelnde und -formende Modelle eignen.
Mit den gummi- und ölartigen Finishes des Programms »Magma« ist man schließlich auch in
der kalten, nassen Jahreszeit bestens gerüstet.
Was aus all diesen Innovationen in der nächsten Herbst/Winter-Saison entsteht, hat die
Glaskugel noch nicht verraten. BN
© ARMEDANGELS, Diesel
In den letzen
Saisonen ist das
Bild bei den
Denims wieder
ruhiger und
authentischer
geworden.
Innovationen
finden im
Inneren, im
Material, statt.
Auch im
Herbst/Winter
2016/17.
letempsdescerisesjeans.com