Das Magazin für Mitarbeitende

contact
Das Magazin für Mitarbeitende
Frauen
Ausgabe 3/2015
2
INHALT
4
Zum Thema
Frauen und
Technik – wir
räumen auf mit
dem Klischee.
EDITORIAL
6
Evelyne Wyss,
als ­Baustellenleiterin
viel unterwegs
19 Last News
15
Hahn im Korb –
es geht ihm gut.
Ernährung
Essen in der
­Kantine: Was
isst die BKW?
12
16
Ich gebe es zu!
18 Ich bin BKW
Flexibler Spagat
oder elegante
Stafette.
Im Gespräch
Im Aussendienst
mit Carla Brunold
und Sebastian
Schütz.
Familie und Erwerbstätigkeit
10
Unterwegs
9Kolumne
Schon gewusst?
Kreativ, interdisziplinär und
schnell zu
Produkt­ideen
kommen.
«Eine Frau wird CEO der BKW.» So titelten die Zeitungen nach meiner
Ernennung. Diese Überschrift ist einerseits logisch, da es in der Schweiz
nach wie vor kaum weibliche CEOs von börsenkotierten Unternehmen
im Topkader gibt und unsere Branche bisher von Männern dominiert
worden ist. Sie wirkt aber auch seltsam, da das Geschlecht – wie alle
doch immer beteuern – eigentlich keine Rolle spielen sollte.
Auf die journalistischen Fragen, wie ich als zweifache Mutter Beruf,
Karriere und Familie unter einen Hut gebracht habe, habe ich so geduldig
wie möglich geantwortet, auch wenn ich mit den Medien lieber über
unsere Zukunft und die Umsetzung der Strategie gesprochen hätte.
Mittlerweile haben sich die Fragen der Journalisten geändert – hier
hat ein Wandel stattgefunden.
Im Wandel sind wir seit einiger Zeit auch bei der BKW. Das hat aber
wenig mit Frauen oder Männern zu tun, sondern viel mehr mit der Art
und Weise, wie wir zusammenarbeiten, Chancen packen, Verantwortung übernehmen und uns etwas zutrauen. Unsere Aufgabe ist es, in
unserem Unternehmen gute Voraussetzungen für alle zu schaffen, die
sich mit voller Kraft für eine erfolgreiche Zukunft der BKW einsetzen.
Ich freue mich, dass wir in der dritten contact-Ausgabe des Jahres
­einige Frauen vorstellen dürfen, die ein Teil des Wandels der BKW sind.
Wie bei der Männer-Ausgabe Ende des letzten Jahres stehen unsere
Mitarbeitenden unterschiedlichen Geschlechts und Alters im Zentrum.
Eine gute Mischung in den Teams, die uns erfolgreich macht. Viel Spass
beim Lesen!
Suzanne Thoma, CEO
Herausgeberin: BKW AG, Internal Communications,
Viktoriaplatz 2, 3013 Bern
E-Mail: [email protected]
Telefon: +41 58 477 69 44
Fotografen: Tamara Janes, Marco Zanoni,
Markus Bertschi, Suzanne Schwiertz, Antuan Pace,
Roland Schubert
Gestaltung und Layout:
in flagranti communication, 55 weeks
Redaktionsleitung: Stefanie Uwer
Redaktionsteam: Barbara Butscher, Cécile Schluep,
Roland Schubert, Antuan Pace, Stefanie Uwer
3
Liebe Mitarbeiterin, lieber Mitarbeiter
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Seite zu gelangen.
Strategie
contact
4
ZUM THEMA
contact
Frauen und Technik –
eine bald endliche Geschichte
Frauen und Technik. Die Herablassung, die darin mitschwingt,
ist förmlich zu greifen. Aber lassen wir es gut sein. Das
­Klischee taugt nichts. Daran festzuhalten, bringt uns keinen
Schritt weiter.
Schauen wir uns lieber die Gründe an, wa­
rum es mehr Frauen in der Technik braucht:
–– Forschungsgruppen mit einem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis erreichen
Projektziele schneller und günstiger.
–– Es gibt mehr Innovationen, da Frauen zusätzliche Aspekte und Ziele einbringen.
–– Das Verhältnis von Risikobereitschaft/
Experimentierfreude und Bewahrendem
ist ausgeglichener.
Das sind alles Ergebnisse von Forschungsinstitutionen.
«Frauen und Technik» ist ein Album
der Rapperin Pyranja. Sie ist heute 37 Jahre
alt und sie sagt über ihr Leben: «Wenn man
es von aussen betrachtet, ist das schon
wahnsinnig, wie oft ich mich wieder aufrappeln musste. Aber es ist eben so in mir
drin, da geht es um Leidenschaft, die gibt
man nicht so schnell wieder auf.»
Leidenschaft. Das ist es, was Frauen
brauchen, wenn sie einen technischen
Beruf erlernen wollen.
Aber eben nicht nur. «Frauen müssen
lernen, dass sie besser sind, als sie denken»,
sagt René Mägli, Gründer und CEO des
Logistikunternehmens MSC Basel. Er muss
es wissen, weil in seinem Unternehmen
von 135 Personen gerade einmal fünf Män-
ner sind. Er hat eine interessante Erfahrung gemacht: «Mitarbeiterinnen, die ich
für Positionen vorgeschlagen habe, waren
häufig überrascht und trauten sich das oft
nicht zu.» Trotzdem habe schliesslich jede
ihr Ziel erreicht.
Auch mit dem Klischee, Frauen seien
schlechter in Mathematik, gilt es nun endgültig aufzuräumen. Eine Studie aus dem
Jahr 2010 mit 500 000 Personen aus 69 Ländern zeigte, dass Frauen genauso gut bei
Mathe-Tests abschneiden wie Männer. Allerdings nur, wenn man ihnen vorher sagte,
dass es bei den Resultaten von MatheTests keinen Unterschied zwischen Frauen
und Männern gäbe. Erzählte man ihnen
vor dem Test genau das Gegenteil, schnitten Frauen tatsächlich deutlich schlechter
ab. Vieles spielt sich also nur im Kopf ab.
Die Schweiz als Schlusslicht im
­europäischen Vergleich
Wesentlich sind offenbar auch die Umgebungsbedingungen. Eine Studie der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2013
(mit Daten aus 2012) untersuchte den Anteil von Naturwissenschaftlerinnen und
Ingenieurinnen in Europa in Relation zu ihren männlichen Kollegen. Um mit dem
Schlusslicht anzufangen: In der Schweiz
kommt eine Naturwissenschaftlerin / Ingenieurin auf fünf Männer mit gleicher
Qualifikation. Bei unserem nördlichen
Nachbarn ist es nur geringfügig besser:
eine Frau auf 3.3 Naturwissenschaftler
oder Ingenieure.
«Frauen müssen lernen,
dass sie besser sind,
als sie denken.»
An der Spitze steht Polen: Hier sind es
1.15 Frauen pro männlichen Kollegen.
Dann folgen Island (1 Naturwissenschaftlerin/Ingenieurin pro gleich qualifizierten
Mann), Irland (1/1.02), Belgien (1/1.04),
Portugal (1/1.09), Litauen (1/1.14), Spa­
nien (1/1.19). Die Türkei liegt mit einer
Naturwissenschaftlerin/Ingenieurin pro
2.2 gleich qualifizierte männliche Kollegen im Mittelfeld in der Nähe von Dänemark und Malta. Fazit: Wo Mädchen, aus
welchen Gründen auch immer, frühzeitig
die Chance bekommen, sich für Naturwissenschaften und Technik zu interessie­ren, verringert sich der Abstand zwischen
Frauen und Männern deutlich.
Heute wählen junge Frauen häufiger
als in der Vergangenheit männertypische
Bildungsfelder und Studiengänge: In allen
­universitären Fachbereichsgruppen
sowie in den männertypischen Bildungsfeldern auf der Sekundarstufe II und
in Fachhochschulen ist der Frauenanteil
gestiegen. Wenn das keine guten Aussichten sind.
Für die BKW heisst das: Frauen darin
bestärken, dass sie es können! Und die
Männer müssen verstehen lernen, dass
der Erfolg der Frauen auch ihr Erfolg ist.
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6
FAMILIE UND ERWERBSTÄTIGKEIT
contact
Erfolgsfaktor
Organisation
Drei Mitarbeiterinnen erzählen, wie sie Beruf und Familie
unter einen Hut bringen.
«Das Wichtigste für mich ist,
dass die Kinder trotz der Vielfalt
einen klaren Rhythmus und
feste Bezugspersonen haben.»
Alessia Genazzi
Ruhig die Kinder wecken, gemeinsam frühstücken und sich bereit machen, bevor die
Kinder Haila (4) und Naomi (2) zur Kita gehen:
Dreimal die Woche ist das Alltag für Alessia
Genazzi, Projektleiterin Sponsoring, Events
und Messen.
Sie ist 100 Prozent berufstätig und Mutter
von zwei Mädchen. Der Vater der Kinder und
sie teilen sich mit der Kita und Familienmitgliedern die Kinderbetreuung. «Das Wichtigste
für mich ist, dass die Kinder trotz der Vielfalt
einen klaren Rhythmus und feste Bezugspersonen haben.» Obwohl ihr Familienleben
bei ihrem Job, der ihren Einsatz bei Events
zu unregelmässigen Arbeitszeiten fordert,
kaum ein Thema ist, gibt Alessia Genazzi zu
verstehen, dass ihre Kinder für sie das Lebens­
zentrum sind: «Sie werden schnell gross. Ich
will ihnen in erster Linie Liebe und eine gute
Erziehung mit auf den Weg geben», sagt sie
ruhig. Es sei ihr wichtig, sich in der BKW ganz
auf die Arbeit zu fokussieren. «Dafür braucht
es eine gute Organisation», weiss sie.
Organisationstalent – beruflich und privat
Und Organisation ist sozusagen der Job von
Alessia Genazzi. Sie organisiert Sponsoring­
anlässe wie das Swiss Economic Forum, die
Country Night oder den Marché-Concours und
plant die Ereignisse bis ins kleinste Detail,
damit ein Event zu einem richtigen Erlebnis wird.
«Ich arbeite sehr gerne für die BKW. Sie ist
dynamisch und vielfältig. Die flexiblen Arbeits-
zeiten und die Möglichkeit zur Kompensation
von Wochenendeinsätzen kommen mir natürlich entgegen.» Dennoch sieht sie gerade bei
der Flexibilität noch Verbesserungspotenzial.
«Vermutlich ist das aber ein allgemeines Pro­
blem in der Schweiz und nicht nur in der BKW.
Die gesellschaftlichen Einflüsse sind nach wie
vor sehr gross.» Eine Herausforderung, die es
zu meistern gilt. Sie selbst versucht Probleme
anzugehen und sie zu lösen, ohne zu lange darüber nachzudenken – im Job und im Privat­
leben.
7
8
KOLUMNE
Familie und Erwerbstätigkeit
contact
9
Emanuela Ticli-Frezza
«Wir haben ein ausserschulisches
Betreuungsangebot, das sich
noch schlecht mit der Berufstätigkeit beider Elternteile verein­
baren lässt.»
«Egal in welcher Funktion,
egal in welchem Modell:
Das Ergebnis zählt!»
Antje Kanngiesser
Die Mama liest nach dem gemeinsamen Abendessen Maja (4) und Mila (6) eine Gutenacht­
geschichte vor, bevor es ab ins Bett geht. Ein
Ritual, das Antje Kanngiesser, Leiterin des
Generalsekretariats, wichtig ist und ihr als
«Energiebrunnen» dient.
Seit knapp anderthalb Jahren ist die 100
Prozent berufstätige Mutter für die BKW als
Mitglied der erweiterten Unternehmensleitung im Einsatz. Ihr Mann arbeitet zu 60 Prozent
und leistet einen Grossteil der Hausarbeit. Pro­
blematisch? Keineswegs: «Für mich und meinen
Mann war immer klar, dass Vereinbarkeit von
Beruf, Karriere und Familie nur funktioniert,
wenn es für alle Familienmitglieder stimmt.»
Obschon Kolleginnen und Kollegen Antje Kann­
giesser darauf ansprechen, wie das überhaupt
alles zu schaffen sei, ist es für sie selbstverständlich und zeitgemäss. Sie gibt Tipps, ohne
zu verschweigen, dass auch sie dann und wann
den organisatorischen Spagat meistern muss:
«Ich musste auch schon einen Workshop der
Konzernleitung im Eil­tempo verlassen und durch
die halbe Schweiz reisen, um meine Tochter
von der Kindergartenreise abzuholen», und fügt
schmunzelnd hinzu: «im Business Look mit
Aktentrolley.»
Flexibilität ist gefragt
Sie ist überzeugt, dass heute auch der Arbeit­
geber eine gewisse Flexibilität aufweisen sollte,
ohne dabei Mitarbeitende mit Kindern zu
bevorzugen. «Wir verlangen von den Mitarbeitenden Flexibilität und müssen sie ebenfalls
bieten.» Auf die Frage, wie sie die Arbeitgeberin
BKW in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie einordnet, kommen ihr einige Vorzüge in den
Sinn, ohne das Verbesserungspotenzial zu
verschweigen: «Wir sind tolerant, vermitteln
Kita-Plätze und bieten flexible Arbeitszeit­
modelle. Sicher können wir uns aber in der
Selbstverständlichkeit und der Akzeptanz
für die unterschiedlichsten Modelle noch verbessern. Nicht nur für Väter und Mütter.»
Auch wenn sich die sympathische General­
sekretärin für gute Bedingungen einsetzt,
gibt es für sie vor allem bei Teilzeitstellen Grenzen: «Je nach Bereich kann ein Team nicht nur
aus Teilzeitmitarbeitenden bestehen – das ist
oft nicht zielführend. Auch muss die Zusammensetzung und Akzeptanz der Teilzeitlösung
im Team stimmen. Die Diversität, die Funktion
und die Organisation spielen in einem Team
eine zentrale Rolle», betont die 40-jährige
Kaderfrau, die voller Energie steckt. Für sie ist
klar: «Egal in welcher Funktion, egal in welchem Modell: Das Ergebnis zählt!»
Emanuela Ticli-Frezza und ihr Mann haben je
zwei Nachmittage die Woche frei. Denn für
sie ist es wichtig, für ihre Kinder Loris (13) und
Debora (16) vor und nach der Schule anwesend
zu sein, auch wenn die Kinder schon in der Pubertät sind.
Eine Herausforderung für die ganze Familie
«Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist
doch nicht nur eine Herausforderung für die
Frauen», wirft Emanuela Ticli-Frezza zu Beginn
des Gespräches ein. Die Onyx Controllerin und
ihr Mann haben in den vergangenen Jahren viele
Erfahrungen gesammelt mit den verschiedenen Betreuungsformen: Grosseltern, Kita, Schülertagesstätte und geteilte Kinderbetreuung
kennen sie bestens. Die beiden arbeiten je
80 Prozent und sind somit an vier Nachmittagen
zu Hause. «Gerade in der Pubertät ist die Anwesenheit wichtig.»
Effizient arbeiten – effektiv sein
Für die leidenschaftliche Controllerin bedeutet
ihr Beruf viel: «Hier kann ich mich weiterentwickeln. Ich mag meine Arbeit und die Onyx.»
Momentan erarbeitet oder koordiniert sie den
Risiko­bericht, das Budget, den Mittelfristplan
und neu auch das Reporting für das Dienstleistungsgeschäft. «Seit wir das Ziel verfolgen,
zur führenden Energie- und Infrastrukturdienstleisterin der Schweiz zu werden, müssen wir natür­lich auch prüfen, welchen Aufwand und welchen Ertrag wir damit generieren»,
betont sie die Logik hinter der zusätzlichen
Aufgabe. Da ihr Aufgabengebiet in den vergangenen Jahren umfassender geworden ist, sind
für Emanuela Ticli-Frezza die Flexibilität, die
Effizienz und vor allem die Effektivität extrem
wichtig. Gerade das ausserschulische Betreuungsangebot sei noch spärlich vorhanden:
«Wir haben ein System, das sich noch schlecht
mit der Berufstätigkeit beider Elternteile
vereinbaren lässt und kaum Rücksicht nimmt.
Vor allem in den Schulferien ist das eine Herausforderung.» Sie hofft, dass sich diese Bedingungen geändert haben, wenn ihre Kinder
einmal gross sind: «Schliesslich ist es auch ein
Element, das bewirkt, dass Jungen und Mädchen den Wunschberuf und nicht einfach eine
Arbeit wählen, die sich einmal gut mit den
Familienbedürfnissen vereinbaren lässt.»
Emanuela Ticli-Frezza ist überzeugt, dass mit
den Generationen­wechseln auch ein Umdenken
stattfinden wird.
Ich gebe es zu!
Ich mag es nicht. Manchmal fluche ich. Alle Personen um
mich herum verschwinden dabei aus meinem Blickfeld.
Aber neulich, da habe ich sie beim Vorbeihuschen erwischt:
meine 5-jährigen Zwillinge Leona und Jan. Ich nutze die
Gelegenheit, um Lebensweisheiten anzubringen: «Leona,
du wirst nie ein Hemd deines Mannes bügeln und du Jan,
wirst deine Hemden gefälligst selbst bügeln. Klar?» Vier
himmelblaue Augen schauen mich verständnislos an.
Mama ist wohl gerade übergeschnappt. «Aber du bügelst
ja auch Papas Hemden.» Schach und matt!
Meine geschlechterneutrale Erziehung hat folgende
Auswirkungen auf das Spielverhalten meiner Kinder: Jan
spielt am liebsten Fussball oder mit seinem Hammer, während Leona die Farbe Pink immer bevorzugt und beim
Anblick von Schuhen nervös von einem Bein auf das andere tritt. Die Gene manipulieren meine Erziehung!
Viele Gegebenheiten im Umfeld übernehmen Kinder
aber einfach, ohne sie zu hinterfragen: So fragen Leona
und Jan unsere Kollegen oft, wie denn ihre Chefin heisse.
Dass sie dabei ausschliesslich die weibliche Bezeichnung
verwenden, rührt sicher daher, dass ich seit ihrer Geburt
ausschliesslich weibliche Vorgesetzte in der BKW hatte,
ohne diese Tatsache meinen Kindern gegenüber explizit zu
betonen. Ich gebe es zu: Das freut mich ungemein!
Und: Ich werde ihnen die männliche Form des Wortes
Chefin nie verraten – da kommen sie irgendwann selbst
drauf. Oder ist das diskriminierend?
Kolumne von Stefanie Uwer
Stefanie Uwer ist Redaktionsleiterin des Magazins für Mit­
arbeitende contact. Sie ist PR-Fachfrau und Corporate Writer.
10
IM GESPRÄCH
contact
Es gibt ihn.
Und es geht
ihm gut.
Hans-Ulrich Stadler ist Sachbearbeiter Payroll und wohnt mit Frau
und Sohn in Bowil im Emmental.
Seine zwei erwachsenen Töchter
sind bereits ausgezogen.
11
Er ist da. Über die Jahre
sind bei der BKW weitere dazugestossen, der Nährboden im Unter­
nehmen scheint seinem Wesen zu liegen.
Er verhält sich unauffällig, hat keine natürlichen Feinde und zeichnet sich in der Regel durch
seine reibungslose Integration in die Gruppe aus.
Bei einer Männerquote von rund 80 Prozent sind die
Männer im Unternehmen meist in der Überzahl. Er
ist es aber nicht. Er ist «der Hahn im Korb». contact
hat zwei aufgespürt und in ein Gespräch verwickelt.
«Ich bin für alles, was Kraft oder Mut braucht, zuständig. Gilt es, eine Kiste zu
schleppen oder eine Wespe zu vertreiben – ich bin da», beginnt Hans-Ulrich Stadler
unser Gespräch. Er ist mittlerweile seit 34 Jahren im HR tätig und arbeitet im
Team mit vier Frauen. Das war nicht immer so: «In den Achtzigern waren Frauen
die Ausnahme im HR. Die ersten Damen empfand man damals als Fremdkörper.»
Das sei jetzt längst nicht mehr so, entgegnet ihm Marc Würsten, Leiter Admini­
stration & Dienste bei der ISP: «Ich arbeite seit 5 Jahren in einem reinen
Frauenteam. Als Fremdkörper habe ich mich nie gefühlt.» Hans-Ulrich lacht
und gibt seinem Gegenüber recht. Auch er fühle sich rundum wohl.
Das Privatleben profitiert
Einig sind sich die beiden Kollegen, dass man aus der Zusammenarbeit
viel lernen kann. Auch für das Privatleben. Während Marc auf den
Rat seiner Kolleginnen hörte und seine Frau mit Blumen über­
raschte, fällt Hans-Ulrich der Umgang mit seinen Töchtern
und seiner Frau dank seinem Team leichter: «Durch die
Gespräche mit meinen Kolleginnen bin ich natür­lich mit den Sorgen und Nöten der Frauen
«Begegne den Frauen im
Team wie deiner eigenen!»
vertraut.» Als ihn Marc fragt, welchen Tipp
er einem Mann in gleicher Situation geben würde,
moniert Hans-Ulrich: «Begegne den Frauen im Team
wie deiner eigenen!» Sein Erfolgsrezept verrät auch der
ISPler: «Entscheidend ist, zuzuhören und auf die Bedürfnisse
der Kolleginnen einzugehen. Wenn du jeder das Gefühl gibst, die
Wichtigste zu sein, dann klappt das.» Sichtlich amüsiert fügt HansUlrich hinzu, dass er dieses Rezept seit 34 Jahren auch anwende.
Die Klischees
Aber hat es wirklich nur Vorteile und fehlt unseren beiden Hähnen im Korb tat­
sächlich nichts? «Natürlich fehlen mir in der Znünipause auch die Männerthemen.
Ich bin kein Gärtner. Aber meine Frauen reden immer von ihren Gärten!» –
«Geht mir gleich. Statt über Militär und Sport diskutiere ich am Montag jeweils
über irgendwelche Lokale und muss mir einige Witze verkneifen», spricht sich
Hans-Ulrich von der Seele. Marc weist darauf hin, dass ihm von seinen Frauen
grundsätzlich viele technische Fragen gestellt werden: «Das verstehe ich aber.
Weil sie von kaufmännischen Berufen kommen, liegen ihnen technische Themen
nicht so. Aber sie arbeiten natürlich daran», lobt er sein Team. Viele Fragen
muss auch Hans-Ulrich beantworten. Im HR seien die Anfragen jedoch selten
technisch. Weil er aber schon fast ein BKW Urgestein sei, ginge es um Fragen
rund um die BKW: «Weisst du, Marc, ich fühle mich wie ein Fels in der Brandung.
Das sehen auch meine Frauen so. Sie mögen die Ruhe, die ich ausstrahle.»
Der Lebensraum BKW bietet also beste Bedingungen. Dem Hahn im
Korb geht es gut. Ob bald neue dazustossen?
«In enger Zusammenarbeit mit Frauen habe
ich viel gelernt, auch
für das Privatleben.»
Marc Würsten ­arbeitet in Utzens­
torf bei der ISP als Leiter Admini­s­
tration & Dienste. Er wohnt mit
seiner Frau und seinem Sohn in
­Subingen (SO).
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UNTERWEGS
contact
Glasfasern sind nur
halb so dick wie ein
menschliches Haar.
Marzolo &
Partner A
G
Carla Brunold freut
sich über die aufgeräumte
Spleiss­­kassette, in der die
Glas­fasern zusammenlaufen.
Auf dem Weg zu unseren Kunden
Carla Brunold greift im flotten orangen Sicherheitsdress diverse Koffer und steuert auf das
Curea-Auto zu. Für die Arnold Tochter Curea schliesst sie Betriebsgebäude für Kunden in
­Graubünden ans Glasfasernetz an. Haustechnik ist dagegen die Spezialität von Servicemonteur
Sebastian Schütz bei Marzolo & Partner im Zürcher Oberland. Beide hat contact begleitet.
Carla schätzt ihre Kollegen sehr
Das Ziel ist heute nicht weit: Der Kunde hat sein Betriebsgebäude – wie die Arnold Tochter Curea – auch in Landquart. So
bequem ist die Anreise nicht immer. Mancher Einsatzort ist nur
mit dem Heli erreichbar. Oder es herrschen minus 15 Grad. Dann
ist der Umgang mit den Glasfasern besonders heikel, denn schliesslich sind sie nur halb so dick wie ein menschliches Haar.
Wie arbeitet es sich unter Männern? «Ich habe nie Probleme
gehabt», sagt Carla, «weder in meiner Ausbildung zur Vermessungstechnikerin, noch bei meiner ersten Arbeitsstelle, noch jetzt.»
Keine Benachteiligung, keine Bevorzugung? Carla muss lachen:
«Als ich schwanger war, haben meine Kollegen extrem auf mich
geachtet und mir bei schweren Sachen geholfen.» Aber das tun
sie auch bei ihren Kollegen, wenn es einem mal nicht so gut
läuft. Carla schätzt die Kollegialität im Team sehr. «Alle wissen,
was zu tun ist; man lässt niemanden hängen. Ich bin sehr stolz
auf meine Kollegen.»
Im Betriebsraum ist es angenehm kühl. Er ist schmucklos
und die Schränke darin sind es auch. Nur die grünen Kabel, die
sauber verlegt hinter der Glastür sichtbar sind, bringen Farbe
hinein. Und natürlich Carlas oranges Businessdress.
«In diesem Raum kommen alle Leitungen an und von hier
gehen sie weiter», erklärt Carla die Menge der grünen Leitungen
und Stecker. Sie packt ihre Geräte aus: Spleissgerät, Schneidgerät, Messgerät. Bei einer Kontrolle hat sie an einer Verbindung
eine zu hohe Dämpfung gemessen. «Wir spleissen die Faser neu,
dann ist wieder alles in Ordnung.»
Spleissen? Dämpfung?
Carla erklärt: «Spleissen ist eigentlich ein Begriff aus der Seefahrt und meint die Verbindung von Tauenden. Bei Glasfasern
funktioniert das ganz ähnlich, nur dass die beiden Enden durch
einen Lichtbogen miteinander verschweisst werden.» Und
Dämpfung? «Verbindungsstellen sind wie Stolpersteine für elek­
trische oder optische Signale: Sie kommen dann weniger gut vor­­an. Dämpfung heisst, dass das Signal nach Passieren des Spleisses,
also der Verbindungsstelle, ein wenig an Stärke verloren hat.»
«Alle wissen, was zu tun ist.
Ich bin sehr stolz auf meine Kollegen.»
Genug Theorie. Carla trennt die fragliche Faser auf, entfernt
die Isolierung, reinigt die Glasfaser und schneidet jedes Ende exakt
ab. «Die Enden müssen sauber und glatt sein.» Sie legt die Enden
in das Spleissgerät ein, das die Fasern justiert. An einem kleinen
Monitor kann sie diesen Vorgang kontrollieren. Ist sie zufrieden,
startet sie den Spleissvorgang. Einen Augenblick später sind die
Enden verbunden. Carla kontrolliert die Verbindung auf dem
Monitor. Sie ist zufrieden: «Die Verbindung sieht sehr gut aus.»
Curea Elektro AG
Die Curea Elektro AG erbringt in der Region Südostschweiz
sämtliche Dienstleistungen im Bereich von Energie, V
­ erkehr
und Telecom. Im Fokus stehen der Kabelbau ­(Mittel- und
Niederspannungsanlagen), Elektroanlagen im Verkehrs­
bereich sowie Telecomanlagen FTTX und Licht­wellenleitersysteme.
Seit Oktober 2012 ist die Curea Elektro AG mit ihren fast
50 Mitarbeitenden eine Tochtergesellschaft der Arnold AG.
Nun schützt sie noch die Verbindungsstelle mit einem speziellen Spleissschutz und die Glasfaser kommt zurück in die Kassette. Carla schliesst ihr Messgerät an und prüft die Qualität der
Verbindung. Sie ist immer noch zufrieden: «Die Dämpfung liegt
deutlich unterhalb des Grenzwertes.» Carla packt ein.
Vor etwas mehr als einem Jahr ist sie Mutter geworden. Wie
lässt sich das mit ihrem Beruf vereinbaren? «Ich arbeite jetzt
noch 40 Prozent, aber das geht nur, weil meine Mutter mich extrem unterstützt und nach dem Kleinen schaut.» Sie ist glücklich,
dass sie weiterarbeiten kann und doch genügend Zeit für die Familie
hat. «Ein Traum», sagt sie und ihre Augen leuchten. Heller als
das Sicherheitsdress.
13
14
ERNÄHRUNG
Unterwegs
W
as isst die BKW?
Bei der Marzolo & Partner AG zählt
die Reaktionszeit
Das Telefon von Servicemonteur Sebastian Schütz läutet. «Hallo
Sebastian», sagt die ihm wohlbekannte Stimme von Manuela
Dietliker. «Eine Kundin meldet einen Notfall. Ihr Ohrring ist in den
Abfluss gefallen.» Manuela gibt Sebastian die Telefonnummer
und die Adresse der Kundin Angelika S.
Die Regel bei Notrufen ist, dass sich der Servicemonteur binnen
fünf Minuten beim Kunden meldet. Nach spätestens 20 Minuten
ist er vor Ort. Oft auch früher. Wie in diesem Fall bei Angelika S.,
der er schnell helfen kann.
Sein nächster Kunde hat ein Problem mit der Heizung. Sebastian erkennt sofort, dass die Steuerung einen Fehler hat. Er informiert den Hersteller, der keinen eigenen Notdienst unterhält,
der das Ersatzteil sofort versenden wird. Bis zur definitiven Re­
paratur schaltet Sebastian die Heizung in den manuellen Betrieb.
Sebastian packt seine Sachen und fährt zurück ins Geschäft.
In der Zeit zwischen 17 und 7 Uhr hat sein Kollege Giulio Colapelle
Pikett.
contact hat in den Personalrestaurants Atrium, Casamo und KKM recherchiert,
um herauszufinden, was die BKW Mitarbeitenden konsumieren. Wie viele
Kilo an Esswaren verwerten die Restaurants pro Tag? Was passiert mit den
Resten? Haben die Mitarbeitenden ein gemeinsames Lieblingsessen?
Produkte / Herkunft
Die BKW Personalrestaurants
setzen auf regionale, saison­
gerechte und frische Ware. Sie
bereiten bis zu 95 Prozent der
Esswaren selbst zu.
«Innerhalb von 20 Minuten
sind wir beim Kunden.»
Abfall / Resten
Die Resten auf den Tellern l­ anden
in der Biogasanlage und werden in
Strom umgewandelt.
Giulio hat seinen Pager bereits in Betrieb. Warum so etwas
Altmodisches wie einen Pager? Es gibt doch Mobiltelefone. «Das
stimmt», sagt Giulio, «tagsüber benutzen wir Telefone, weil wir
wissen, wo die Leute sind. Aber nachts und am Wochenende sind
Pager zuverlässiger. Damit hat man immer Empfang.» Eine Nachricht per Pager muss der Monteur binnen fünf Minuten bei der
Zentrale bestätigen und dann sofort den Kunden anrufen.
Für guten Service braucht es Material
Material, das Sebastian bei seinen Einsätzen benötigt hat, ersetzt er im Servicewagen gleich wieder. «Das machen wir nach
jedem Einsatz, damit die Fahrzeuge vollständig ausgerüstet
sind.» Und bei einem Einsatz in der Nacht? Ist das Lager dann
noch besetzt? «Wir Servicemonteure haben einen Schlüssel.
Für uns ist das Lager immer geöffnet.»
Das Lager ist eine Besonderheit bei Marzolo. Und man merkt
Geschäftsführer Cesarino Marzolo den Stolz ein wenig an: «Wir
haben hier über eine Million Teile am Lager. Das unterscheidet
uns von unseren Konkurrenten.» Warum ein so grosses Lager?
«Manche Teile haben Lieferfristen von mehreren Tagen», erklärt
Cesarino. «Wir können unsere Kunden einfach besser bedienen,
wenn wir alles vor Ort haben.»
Gibt es sonst noch Unterschiede zur Konkurrenz? Cesarino
lächelt verschmitzt: «Wir kommen, wenn man uns ruft.» Andere
Betriebe seien oft einfach zu klein, um alle Anforderungen ab­
zudecken. Marzolo beschäftigt rund 20 Servicemonteure. «Da
finden wir immer jemanden, der zum Kunden fahren kann.»
Ausserdem, so betont er, hätten sie Allradfahrzeuge im Einsatz.
«Da sind wir auch bei Schnee schnell vor Ort. Die Kunden schätzen diese Zuverlässigkeit.»
Wie Angelika S., die den Geburtstag ihrer besten Freundin
jetzt richtig geniessen kann.
contact
Lieblingsgericht
Schnitzel mit Beilage
Essen / Mengen pro Tag (im Ø)
Fleisch (kg)
Käse (kg)
Salat / Gemüse /
Früchte (kg)
Atrium
80
7
120
Casamo
12
3
16
KKM
20
5
23
KKM während
Revisionen
73
18
77
Wo
Marzolo & Partner AG
Das Kerngeschäft der Marzolo & Partner AG umfasst die
Haustechnik mit Schwerpunkten in den Bereichen Alternativ­
energien, Heizung, Kälte und Sanitär. Marzolo & Partner
erbringt umfangreiche Dienstleistungen: Service, Umbau,
Sanierung, Planung und Ausstattung von Neubauten.
Marzolo & Partner beschäftigt rund 50 Mitarbeitende, die
2014 etwa 15 Millionen Franken Umsatz erwirtschafteten;
hauptsächlich im Zürcher Oberland, aber auch im gesamten
Kanton Zürich sowie in den Kantonen Schaffhausen,
Thurgau, St. Gallen und Aargau.
Mann vs. Frau
Dreimal mehr Männer als Frauen
essen im Personalrestaurant.
Männer stehen auf gesundes und
mageres Fleisch. Frauen bevor­
zugen knackig frische Salate.
Total
Restaurantbesucher
davon Frauen
Atrium
450
113
Casamo
95
24
KKM
210
21
KKM während
Revisionen
450
45
Wo
Angaben von Personalrestaurantleiter Max Eggimann (Atrium), Peter Kunz (KKM), M
­ arianne Blum-Widmer (Casamo)
Angaben Stand Juni 2015
15
16
STRATEGIE
Innovation ist ein
­Gemeinschaftswerk
contact
17
Zusätzlich zu den zwei strategischen Geschäftsfeldern Energie und
Netze bauen wir als drittes Standbein das Dienstleistungsangebot
aus. Wir wollen dabei auch neue Wege gehen und uns neuen Ideen
öffnen. Das Team BKW[x] hat sich einem interdisziplinären Arbeits­
stil über die Bereichsgrenzen hinweg verschrieben.
Christine Weber ist Ingenieurin und
­Fachexpertin für Energiesysteme und
Innovation sowie Koordinatorin von
Start-ups und in der Forschungszusam­
men­arbeit in der Abteilung Energy
Solutions im Geschäftsbereich Erneuerbar & Effizienz. Sie leitet das Machbarkeitsprojekt Solarer Wärmeverbund
Buchsee-Quartier und das Projekt
Energiequartier Wohlen. Sie ist auch
Mitglied dieses Kreativteams.
Du bist ein Mitglied von BKW[x], dem Kreativteam der BKW. Was zeichnet dieses Team aus?
Die Herangehensweise. Wir bewegen uns im
kreativen Freiraum, sind interdisziplinär und
setzen uns je nach Thema mit internen und
externen Leuten zusammen. So vereinen wir
viel Wissen, verschiedene Blickwinkel und
Erfahrungen. Ideen für neue Produkte oder
Dienstleistungen können wir rasch beurtei­len und gemeinsam weiterentwickeln. Wir
nutzen dazu das iterative Prinzip «Design
Thinking»: wir eruieren Problemfelder, formulieren Fragestellungen, finden Lösungen
und testen diese.
Kannst du uns Beispiele von solchen
Innovationen nennen?
Ein Beispiel ist PV-Standardisierung. Da geht
es darum, kleine PV-Anlagen standardisiert
und aus einer Hand anbieten zu können, von
der Beratung und Planung bis zum Bau. Nach
unseren Berechnungen gibt es bei einer Standardisierung der Installation ein grosses Einsparpotenzial.
Auch beim Thema Elektromobilität gehen
wir neue Wege. Wenn immer mehr Menschen
auf E-Mobilität umsteigen, dann braucht es
auch in Mehrfamilienhäusern zugängliche Lade­
stationen. Die in Zusammen­arbeit mit einem
Installateur von der ISP und den Kollegen von
Smart Home entstandene Idee hat die erste
Hürde auf dem Weg zum Produkt bereits genommen. Da arbeiten sie am Businessplan.
Wie wisst ihr, ob eine Idee gut ist?
Wir testen sie. Zum Beispiel mit Kundenumfragen, mit Pre-Prototypes oder wir gehen
auf unsere Kolleginnen und Kollegen zu. Wir
fragen nach, ob ein Einfamilienhausbesitzer
ein konkretes Produkt kaufen oder einsetzen
würde. Wenn nein, wieso nicht? Und wenn ja,
wieso? Wir kehren zurück und wissen, wo wir
ansetzen müssen. Dabei gilt: Einfach bleiben.
Flexibel agieren. Schnell weiter- oder gleich
neuentwickeln.
Das tönt alles schön und gut.
Aber ist es auch effizient und wirksam?
Wir hatten bei BKW[x] von Beginn weg klare
Vorgaben, wie viele Ideen wir bearbeiten sollten,
die haben wir im ersten Halbjahr übertroffen.
Unsere Vorgehensweise beschleunigt viele Prozesse. Konkrete schnelle Resultate entstehen
auch, weil wir interdisziplinär arbeiten. So fällt
das Silodenken weg. In den Workshops «Plug
’n’ Brain» (Hirn anzapfen) unterstützen wir jeden.
Du beschäftigst dich täglich mit Innovation.
Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit
für die BKW?
Mich motiviert es, technische und wirtschaft­
liche Lösungen für zukünftige Energiesysteme
und -dienstleistungen zu finden. Der Umbau
des Energieversorgungssystems erfordert Innovation, gepaart mit bestehenden Kompetenzen in der Energieinfrastruktur. Da bringe
ich mein technisches Wissen ein, das ich mit
wirtschaftlichen Grundsätzen kombiniere. Mich
spornt es an, mit innovativen Ansätzen zu
arbeiten und die Energiezukunft so aktiv mitzugestalten.
Teammitglied werden
Haben Sie in Ihrem Arbeitsalltag mit Frage-­
stellungen zu kämpfen, die nach kreativen
Lösungen rufen, oder möchten Sie für eine
begrenzte Zeit gerne selbst Mitglied des
BKW[x] Teams sein? Dann melden Sie sich bei
Michael Benjamin, Verantwortlicher ­Themenfeld
Out-of-the-Box ([email protected]).
Suche im BKWeb:
BKW[x] Team, Kreativ
18
ICH BIN BKW
LAST NEWS
Kapitel
VERLOSUNG
Weihnachtsapéro
1
Am Donnerstag, 17. Dezember 2015, findet
der jährliche Weihnachtsapéro am Hauptsitz
statt. Zeitgleich wird die neu gestaltete
Empfangshalle am Hauptsitz eingeweiht –
reservieren Sie sich den Termin.
2
Events unterstützen
Wollen Sie unser Sponsoring Team an
einem Anlass tatkräftig unterstützen?
Dann melden Sie sich jetzt an.
Suche im BKWeb:
Sponsoring Staff
Evelyne Wyss ist ansteckend: Ihre Begeisterung für die Arbeit überträgt die offene Elektromonteurin sofort auf ihr Umfeld. «Wenn mir
mein Job keine Freude machen würde, müsste ich sofort etwas ändern»,
sagt sie überzeugt. Seit vier Jahren ist sie für die Arnold AG im Einsatz,
seit einiger Zeit auch oft auf Baustellen ausserhalb des angestammten
Versorgungsgebietes. «Ein Zeichen für den Wandel sehe ich vor allem
bei der Zunahme von externen Arbeitseinsätzen.» Unter extern versteht
die 31-Jährige Baustellen, bei denen sie weiter als 50 km vom Anstellungsort entfernt ist, und deshalb im Hotel übernachtet. Ein Problem?
«Ich bin BKW – weil ich meine Arbeit mit
­Begeisterung und Freude erledige.»
«Gewohnheitssache», betont sie und gibt den Wehrmutstropfen preis,
der für sie der grösste Nachteil dabei ist: «Montags habe ich immer am
Bewegungsangebot der BKW teilgenommen. Das geht durch die unterschiedlichen Arbeitsorte jetzt nur noch sporadisch.» Gerade weil sie
für ihre Arbeit auch körperlich fit sein muss, ist ihr regelmässiger Sport
19
Schon
gewusst?
Evelyne Wyss –
mit Begeisterung
bei der Arbeit
Gleich neben der Autobahnausfahrt Pratteln entsteht
zurzeit auf einer Fläche von rund elf Fussballfeldern die
grösste Produktionsanlage von Coop. Fast unscheinbar
wirkt daneben der aktuelle A
­ rbeitsplatz von Evelyne
Wyss, Elektromonteurin der Arnold AG. Alles andere als
unscheinbar sind aber die aufgestellte Baustellenleiterin
und ihr aktuelles Projekt.
contact
samt Kräftigungstraining für den Rücken wichtig: «Es ist keine körperliche Höchstleistung, die wir Elektromonteure vollbringen. Aber fit
muss man schon sein.»
Erfolg ist eine Teamleistung
Evelyne Wyss erstellt derzeit als Baustellenleiterin zusammen mit
ihrem Team in Pratteln eine neue Unterstation für die EBL. Die BKW
macht die gesamte Planung und ist verantwortlich für den Bau, die
Montage und die Inbetriebsetzung. Sie weiss, worauf es ankommt,
damit das Projekt eine zukunftsträchtige Infrastrukturdienstleistung
wird: «Das Umfeld ist enorm wichtig, um die Arbeit gut und mit Freude
zu erledigen. Der Teamgeist muss stimmen und dafür setze ich mich
auch ein.» Fühlt man sich als Mitarbeiterin unserer Konzerngesell­schaft
Arnold AG überhaupt als Mitglied der BKW? «Ja klar, ich bin BKW –
weil ich meine Arbeit mit Begeisterung und Freude erledige.» Und das
spürt man.
In Pratteln führt die BKW das erste Mal einen Totalunternehmervertrag für den Bau einer Unterstation eines Drittkunden ausserhalb des angestammten Versorgungsgebiets aus. Diese Dienst­
leistung zeigt beispielhaft, wie wir ganzheitliche Lösungen für
unsere Kunden entwickeln, um uns als Energie- und Infrastrukturdienstleisterin auf dem Markt zu etablieren. Erfahren Sie mehr
dazu auf unserem Blog: blog.bkw.ch/pratteln
3
Industriefirmen gesucht
Suchen Sie mit uns Kunden für BKW power
flex. Wer einen Kunden vermittelt, wird
­belohnt. Details finden Sie im Intranet.
Startklar?
Wir starten durch: Am 12. und 13. Dezember 2015 sind
wir dank unseres Swiss-Ski-Sponsorings beim ersten
Schweizer FIS Langlauf Weltcup in diesem Jahr in
­D avos dabei. Sie auch?
Die BKW verlost unter allen teilnehmenden
Mit­arbeitenden die Übernachtung im Doppelzimmer
im Ameron Swiss Mountain Hotel Davos für den
12. Dezember 2015. Der Besuch des FIS Langlauf Weltcups-Davos Nordic ist für alle Besucherinnen und
­Besucher kostenlos.
Teilnahme an der Verlosung – so geht es
–– Wenn immer möglich im BKWeb
–– Per E-Mail an [email protected]
–– Per Post an BKW AG, Redaktion contact, Stichwort:
contact Verlosung, Viktoriaplatz 2, 3013 Bern (bitte
immer auch Ihre Privat­adresse angeben)
Einsendeschluss: Dienstag, 20. Oktober 2015
Suche im BKWeb:
Verlosung Langlauf
Suche im BKWeb:
power flex
4
Pilotanlage
Die Eigenverbrauchsoptimierung
hat bei der BKW das Praxisstadium
erreicht: Eine Pilotanlage läuft beim
Kunden seit Anfang Juni problemlos.
Details dazu hier im Intranet.
Suche im BKWeb:
EVO
Und wenn es nicht klappt?
Sollten Sie nicht zu den glücklichen Gewinnerinnen
und Gewinnern gehören, profitieren Sie als Mitarbeitende der BKW trotzdem von unserer Partnerschaft
mit Swiss-Ski: Sie können sich kostenlos für ein Jahr
bei Swiss-Ski als Mitglied anmelden und dadurch von
zahlreichen Vergünstigungen profitieren.
Suche im BKWeb:
Mitgliedschaft Swiss-Ski
KS15D2035
BKW AG
Viktoriaplatz 2
CH-3013 Bern
Telefon +41 58 477 51 11
www.bkw.ch