Das Miteinander pflegen und fördern

Presseinformation
Caritasverband für
Stadt und Landkreis
Hildesheim e.V.
Hildesheim, 17. Dezember 2015
Das Miteinander pflegen und fördern
Caritas und Türkisch-Islamische Gemeinde arbeiten beim Projekt „CaMi Nord“
zusammen
Es ist ein vertrauensbildender Ansatz: Der Caritasverband für Stadt und Landkreis Hildesheim hat in
Zusammenarbeit mit der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Hildesheim das Projekt „CaMi Nord“ ins
Leben gerufen. Das Ziel ist es, Beratungs- und Unterstützungsangebote aufzubauen, die sowohl den
Gemeindemitgliedern als auch Flüchtlingen zugutekommen.
Als erster Schritt wurde bereits eine Hausaufgabenhilfe und Lernförderung für Kinder in den Räumen der
Gemeinde eingerichtet. Montags bis donnerstags finden Kinder und Jugendliche aller Schulformen hier
zwischen 15.30 und 17.30 Uhr Hilfe und Unterstützung bei ihren Hausaufgaben. Darüber hinaus gibt es
zwei Mal in der Woche eine allgemeine Lebens- und Sozialberatung durch die Caritas.
„Die Angebote der Caritas stehen Muslimen auch bisher schon offen, sind in der Gemeinde aber nur wenig
bekannt“, sagt Emin Tuncay, der Dialogbeauftragte der türkisch- islamischen Gemeinde. Daher können die
Gemeindemitglieder im Bedarfsfall ganz persönlich von dem Projekt profitieren. Sie sind aber auch selbst
mit Ideen und Einsatz gefragt, wenn es um weitere Angebote geht. In Planung sind beispielsweise eine
Fahrradwerkstatt und eine offene Kinder- und Jugendarbeit. Die Gemeinde könne beim Aufbau solcher
Angebote von der Professionalität der Caritas lernen, ist der Dialogbeauftragte froh über die
Zusammenarbeit. „Darum stellt die Gemeinde dafür auch gerne Räume zur Verfügung, die sonst für
Gruppen und den Vorstand genutzt wurden“, erklärt Tuncay.
Neben den konkreten Maßnahmen und Angeboten soll das gemeinsame Projekt dazu beitragen, die
zwischenmenschlichen Beziehungen der Aktiven zu fördern – und die Menschen aus ihren Parallelwelten
herauszuholen. „Über die Arbeit wollen wir zeigen, dass ein friedliches Miteinander möglich ist“, sagt
Tuncay. Das Projekt biete auch den Muslimen gute Chancen, sich in der Gesellschaft zum Wohle aller
einzubringen. Süleyman Sönmez vom Vorstand der Gemeinde sieht das Projekt als fruchtbare
Zusammenarbeit: „Dadurch werden Ängste und Vorurteile abgebaut“.
Möglich wird diese Zusammenarbeit beim Projekt „CaMi Nord“ durch die guten Beziehungen zwischen den
Muslimen und der Caritas, die sich im Laufe der Zeit über die interreligiöse Arbeit in Hildesheim entwickelt
haben. „Wir unterstützen die Muslime hier gerne dabei, Strukturen für einen eigenen Wohlfahrtsverband
aufzubauen“, betont Dr. John Coughlan, Vorstand des Hildesheimer Ortscaritasverbandes. Das Projekt setze
damit auch dieses Anliegen des Caritasverbandes Deutschland um, die muslimischen Gemeinden vor Ort zu
unterstützen.
Caritasverband für Stadt und
Landkreis Hildesheim e. V.
Pfaffenstieg 12
31134 Hildesheim
Telefon 05121 1677-0
Telefax 05121 1677-241
[email protected]
www.caritas-hildesheim.de
Caritasverband für
Stadt und Landkreis
Hildesheim e.V.
Mit „CaMi Nord“ verstärkt die Caritas zugleich ihr Engagement für Flüchtlinge und Migranten weiter und
leistet vor Ort konkrete Hilfe. „Wir können so dazu beitragen, dass sich deren Lebenslage verbessert“,
erläutert Coughlan.
Für das Projekt, dass durch den Nothilfe-Fonds des Bistums Hildesheim gefördert wird, konnte die junge
Sozialarbeiterin Luca Sophia Hofmann gewonnen werden. Sie koordiniert die Angebote des Projektes vor
Ort.
Kontakt:
Projekt CaMi Nord
Bischofskamp 37, 31137 Hildesheim
Telefon: 05121/7412442
E-Mail: [email protected]
Spendenkonto
Caritasverband für Stadt und Landkreis Hildesheim
Darlehenskasse Münster eG
IBAN DE44 4006 0265 0033 0990 00
BIC: GENODEM1DKM
Verwendungszweck: Integrations- und Flüchtlingsarbeit
Bildunterschrift: Das Projekt CaMi Nord wird vom Caritasverband und der Türkisch-Islamischen Gemeinde
zu Hildesheim gemeinsam getragen. Im Bild (von links): Süleyman Sönmez, Harun Köksaldi, Emin Tuncay
Projektkoordinatorin Luca Sophia Hofmann, Jörg Piprek und Dr. John Coughlan. Foto: Pohlmann/Caritas
Presseinformation vom 17. Dezember 2015
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