Voneinander lernen! Für eine familienfreundlichere Wissenschaft

report.
5/15
Der aktuelle Informationsdienst für die Sozialwissenschaften
Voneinander lernen! Für eine familienfreundlichere Wissenschaft Projekttagung in Berlin
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
in der aktuellen Ausgabe finden
Sie zum ersten Mal die neue
Rubrik „Erhebungen“, in der wir
ab jetzt regelmäßig über Umfrageprogramme und Studien berichten, die GESIS der Forschung
zur Verfügung stellt. Den Auftakt
machen ausgewählte Studienhighlights des GESIS Panels, das
Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftlern die Möglichkeit bietet, im Rahmen eines
probabilistischen Mixed-Mode
Access Panels kostenfrei Daten
zu erheben. Weitere interessante
Studienhighlights werden in den
kommenden Ausgaben des reports
folgen.
Zudem berichten wir über die
„Connect“-Projekttagung in
Berlin, über die 4. GESIS Summer
School und über weitere spannende
Neuigkeiten!
Viel Vergnügen bei der Lektüre!
Ihre Redaktion
Neues von GESIS 1-7
Das Projektteam „Connect“ aus dem Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung von GESIS hatte nach Berlin eingeladen.
Im Rahmen des BMBF-Projektes
„Connect. Familienservice in der
Wissenschaft (FKZ: 01FP1442)“ fand
am 17.September 2015 in Berlin die
erste Projekttagung „Voneinander
lernen! Für eine familienfreundlichere
Wissenschaft“ statt.
Publikationen 7-8
Zu Gast bei GESIS 8
Rund 140 Personen, die mit dem
Thema Familienfreundlichkeit an
wissenschaftlichen Einrichtungen in
Deutschland und Österreich befasst
sind, nutzten die Gelegenheit, sich
aktiv auszutauschen und zu vernetzen.
Die Gruppe der Teilnehmenden bestand
Erhebungen 9
überwiegend aus Leitungspersonen
bzw. Mitarbeitenden von Gleichstellungs- und/oder Familienbüros der
Hochschulen sowie der außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die
Veranstaltung gab aktiv Impulse zur
Vernetzung.
Veranstaltungen 10-12
Personalia 13-16
1
Neues von GESIS
report.
So berichtete z.B. eine Teilnehmende
aus einer Helmholtz-Einrichtung, dass
sich „…erfreulicherweise im Anschluss
eine Vernetzungsinitiative innerhalb
einiger Helmholtz-Familienservicestellen gebildet hat“.
Eröffnet wurde die Tagung durch eine
moderierte Runde, bei der Ministerialrätin Christina Hadulla-Kuhlmann
(BMBF), GESIS-Präsident Prof. Dr.
Christof Wolf sowie die Leiterin des
CEWS und Projektleiterin von Connect,
Jutta Dalhoff, die Teilnehmenden begrüßten. Dabei stellte sich die Runde
den Fragen der Bildungsjournalistin
Regina Brinkmann, die die Tagung
moderierte. Die Teilnehmenden der
Runde kamen darin überein, dass
Familienfreundlichkeit als ein Prozess
ohne klar definiertes Ende wahrgenommen wird. Dieser Prozess erfordert
eine fortwährende Arbeit und Kulturveränderung in den Einrichtungen.
zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
bei Nachwuchswissenschaftlerinnen
und -wissenschaftlern lieferte der Vortrag von Dr. Rene Krempkow (HU Berlin) und Dr. Katrin Pittius (TU Dresden).
Hohe Kinderlosigkeit ist demnach im
deutschen Wissenschaftssystem im
Vergleich zu anderen Arbeitsbereichen
stärker ausgeprägt. Auch im europäischen Vergleich ist die Kinderlosigkeit von Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern in Deutschland höher
als in anderen Ländern.
Anschließend stellte Katharina Hochfeld
vom Fraunhofer Center for Responsible
Research and Innovation (CeRRI)
die Ergebnisse der Studie „Neue
Wissenschaftskarrieren“ unter dem
Gesichtspunkt der Vereinbarkeit von
Beruf und Familie vor. Dabei wurde
u.a. festgestellt, dass es insbesondere
zum Karriereziel der Professur bisher
wenige Alternativen gibt. So wünschen
sich viele Postdocs beispielsweise eine
Anschließend wurden mehrere StudienFachkarriere, die bisher kaum inergebnisse vorgestellt, die das Thema Fastitutionalisiert ist. Die Effektiv-Studie
milienfreundlichkeit wissenschaftlicher
untersuchte die Wahrnehmung und
Einrichtungen aus verschiedenen PerWirkung von familienfreundlichen
spektiven beleuchteten. Interessantes
Maßnahmen an deutschen HochHintergrundwissen zur Kinderzahl und
schulen. Kathrin Samjeske und David
Brodesser aus
dem Projektteam von Connect (GESIS)
stellten die
Ergebnisse
vor. Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler an
David Brodesser stellt als Teil des Projektteams „Connect“ vor
deutschen
gesis report 5/15
Hochschulen
nehmen demnach ein Vereinbarkeitsproblem
w a h r. Tro t z
einiger Mängel
der familienfreundlichen Angebote, konnten
positive Effekte
der angebotenen
Maßnahmen auf
die VereinbarGESIS-Präsident Prof. Dr. Christof Wolf im Gespräch mit CEWS-Leiterin Jutta Dalhoff
keitssituation
groß das Bedürfnis der Akteurinnen
nachgewiesen werden. Insgesamt
und Akteure ist, sich miteinander zu
müssen Angebote noch besser bekannt
vernetzen und voneinander zu lernen.
gemacht, aber auch weiter qualitativ
Das vorgestellte Web-Portal kann dabei
und quantitativ verbessert werden.
mit seinem vielfältigen Informationsangebot und insbesondere mit den
Dr. Elke Middendorf vom Deutschen
Datenbanken für Familienservicestellen
Zentrum für Hochschul- und Wissenund für Praxisbeispiele unterstützen.
schaftsforschung (DZHW) beleuchtete
die Vereinbarkeitssituation von Studierenden mit Kind. Überraschenderweise hat sich der Anteil von Studierenden mit Kind seit den 1950er
Jahren kaum verändert. Diese Gruppe
ist sehr heterogen – was bei Angeboten und Maßnahmen für diese
Zielgruppe mitbedacht werden muss.
Im Durchschnitt sind Studierende mit
Kind älter als Studierende ohne Kind,
sie haben mehr Nebenjobs und häufigere Studienunterbrechungen.
Ein weiterer Programmpunkt war die
Vorstellung des Projektes Connect
und des darin entstandenen Portals
„Familienfreundliche Wissenschaft“
durch David Brodesser und Kathrin
Samjeske. In dem Vortrag und während
der ganzen Tagung zeigte sich, wie
Interessante Einblicke in aktuelle Aufgaben und Probleme bei der täglichen
Arbeit vermittelte der Programmpunkt
„Berichte aus der Praxis“, bei dem das
Aufgabenfeld „Familienfreundlichkeit“ anschaulich aus verschiedenen
Erlebniswelten beleuchtet wurde.
Insgesamt zeigten die zahlreichen
Pausengespräche und positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden, dass
die Veranstaltung das Bedürfnis nach
Information, gegenseitigem Austausch
und Vernetzungsmöglichkeiten sehr
gut erfüllt hat.
Weitere Informationen zu:
ƒƒ Connect
ƒƒ Vortragsfolien der Veranstaltung
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Neues von GESIS
report.
4. Summer School in Survey Methodology: Rückblick auf 2015!
Praktische Übungen stehen bei der Summer School auf der Tagesordnung.
Die GESIS Summer School wird seit
2012 jährlich gemeinsam von GESIS und
dem Center in Social and Behavioral
Science (CDSS) der Universität Mannheim durchgeführt und fand vom
6. bis zum 28. August 2015 am Kölner
GESIS-Standort statt.
Kursangebot, das vielfältige interessante
Weiterbildungskurse zur Umfragemethodik umfasst. Die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer erwerben gründliche
Kenntnisse in Design, Planung, Ausführung, Dokumentation und Qualitätssicherung von Umfragen.
D a s h e r v o rs t e c h e n d e M e r k m a l
der GESIS Summer School ist das
In der vierten Ausgabe standen neben dem bewährten Kursangebot
gesis report 5/15
auch neue Themen auf dem Plan. 323
Summer School wahrscheinlich oder
Teilnehmende aus allen Winkeln der
sehr wahrscheinlich weiterempfehlen,
Erde (u.a. Palästina, Pakistan, Nigeria,
87% würden wahrscheinlich oder sehr
Japan, Georgien, Finnland, Chile, Afwahrscheinlich an zukünftigen Sumghanistan oder Tschechien) nahmen
mer Schools erneut teilnehmen.
an insgesamt 18 angebotenen Kursen
teil. Gemeinsam
mit der Universität Mannheim
konnte die GESIS
Summer School
elf DAAD-Stipendien vergeben.
D a n k d e r Ko operation mit der
Graduate School
of Economic and
Social Sciences
an der Universität Mannheim
w a r a u c h d e r Networking bei Kölsch, Musik und leckeren Köstlichkeiten
Erwerb von ECTSPunkten wieder möglich.
Das mit Hilfe von Sponsoren realisierte
umfangreiche Rahmenprogramm bot
Die Fachvorträge von Dr. Zeina Mneimneh
willkommene Abwechslung und führte
und Joseph Sakshaug im Rahmen
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
des Abendprogramms stießen auf
u.a. per Exkursion ins Neanderthal
große Resonanz und entfachten rege
Museum oder nach Essen zur Zeche
Diskussionsrunden. Edith D. de Leeuw
Zollverein. Damit wurde ein anand Joop J. Hox (Utrecht University,
genehmer Rahmen geschaffen, um
NL) referierten, live ins Internet gesich in entspannter Atmosphäre über
streamt, über „Mixed-Mode Surveys:
nationale und disziplinäre Grenzen hinWhy, When and How!“.
weg auszutauschen und zu vernetzen.
Die wie in jedem Jahr unter den Teilnehmenden durchgeführte Evaluation
ergab ein positives Stimmungsbild.
So würden 93% der Befragten die
Die 5. Summer School wird Anfang
August 2016 stattfinden.
Information zur GESIS Summer School
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Neues von GESIS
report.
Förderung des offenen Datenaustausches 6. RDA Plenary Meeting & DataCite-Jahrestagung in Paris
Zweimal pro Jahr finden die Treffen
der Research Data Alliance (RDA)
statt. Die RDA ist eine internationale
Vereinigung, deren Ziel es ist, soziale
und technische Bereiche sinnvoll und
effizient zu verknüpfen, um somit den
vielen Herausforderungen weltweiter
Datenpraktiken zu begegnen und den
offenen Datenaustausch zu ermöglichen. Der Erfolg dieser Bemühungen
zeigt sich in den Outputs ihrer organisierten Arbeitstreffen zu Themen der
Interoperabilität, Vertrauen und der
Wiedernutzung von Daten.
gesis report 5/15
Im Vorfeld der 6th RDA Plenary Session
fand die gemeinsam mit ePIC organisierte DataCite-Jahrestagung statt.
Diese Veranstaltung war mit 140 Gästen
aus 18 Ländern ausgesprochen gut
besucht. Führende Vertreterinnen und
Vertreter der Persistent Identifier (PID)
Community trugen zum Thema PIDs
in der datenintensiven Forschung vor.
Alle Präsentationen
sowie die Fragen
und Antworten in
der anschließenden
Diskussion sind in
einer speziellen
Kollektion (userdatacite) auf der
Sharing-Plattform
zenodo zu finden.
Am Abend lud
DataCite zu einem
Empfang in die
Jussieu Sciences
U n i v ers i tä t e i n .
Im 24. Stockwerk
des Turms „La tour
Zamansky“ konnten die Gespräche
mit einem spektakulären Ausblick auf Paris fortgesetzt
werden.
Das Sixth Plenary Meeting fand vom
23. - 25. September 2015 im Conservartoire national des arts et métiers (Cnam)
in Paris mit ca. 600 Teilnehmenden
statt. Neben vielen informativen Vorträgen, eindrucksvollen Postersessions
sowie interessanten, produktiven
Sitzungen der Working Groups (WG),
Interest Groups (IG) und Birds of
Feathers (BoF) gab es auch einen Wettbewerb von Unternehmen, die sich dieses Jahr insbesondere auf Daten zum
Klimawandel konzentrierten. GESIS
wurde auf der Veranstaltung durch
sieben Mitarbeiterinnen der Abteilung
DAS vertreten.
Brigitte Hausstein nahm an der
Arbeitsgruppe „Data Description Registry Interoperability (DDRI)“ teil und
präsentierte den Beitrag von GESIS
(da|ra) zum Research Data Switchboard. Unter dem Thema „Toward
Connecting Social Science Data“ wurden die Grenzen und Möglichkeiten
existierender sozialwissenschaftlicher
Datenportale im Zusammenhang mit
einer möglichen Verbindung zum
Switchboard diskutiert. Mit der Fertigstellung eines Prototypen, der die
Verbindung von Datensätzen mit
Publikationen und Projekten her- und
graphisch darstellt, konnten die Arbeiten
der Gruppe nach fast 18 Monaten erfolgreich abgeschlossen werden.
Ingvill C. Mochmann führte neben ihrer
Beteiligung am IG/WG Chair Meeting
gemeinsam mit Paul de Guchteneire,
Hugh Shanahan, Andrew Harrison und
Simon Hodson eine Session durch.
Darin ging es um die RDA/CODATA
Summer Schools in Data Science and
Cloud Computing in the Developing
World, die zum ersten Mal 2016 stattfinden wird. Zudem wurden die neuen
UN Sustainable Development Goals
und ihre Bedeutung für Datenerhebung, Datenzugang, Datenanalyse
und Datenmanagement in Entwicklungsländern diskutiert und die diesbezügliche Rolle der RDA eingeschätzt.
Den Beteiligten zufolge kommt dabei
der Bereitstellung von Dokumenten
auf den RDA-Seiten eine zentrale
Bedeutung zu, um Informationen zu
unterschiedlichen Bereichen des „Data
Sharings“ leicht zugänglich zu machen.
Katharina Kinder-Kurlanda hielt einen
Vortrag zum Thema „International
access to sensitive microdata – current
development lines” im Rahmen einer
Session, die das Thema „sicherer Forschungsdatenzugang“ in den Fokus
rückte.
In der Session der Working Group
„Repository Audit and Certification
DSA-WDS Partnership“, an der Natascha
Schumann teilnahm, wurde über die
Kooperation zwischen dem Data Seal
of Approval (DSA) und dem World Data
System (WDS) berichtet. Das WDS ist
ein internationaler Zusammenschluss
4
Neues von GESIS
report.
hauptsächlich naturwissenschaftlicher
Datenzentren und fordert als Voraussetzung zur Mitgliedschaft eine Selbstevaluierung. Vor diesem Hintergrund
entstand die Idee, hier ein gemeinsames
Vorgehen mit dem DSA zu entwickeln. So wird das Ziel verfolgt, die im
European Framework festgelegte Basic
Certification nicht nur durch das DSA,
sondern ebenfalls durch das WDS zu
erlangen.
ƒƒ Mari Kleemola, Finnish Data Archive (FSD)
ƒƒ Herve L’Hours, UKDA
ƒƒ Marion Massol, CINES
ƒƒ Paul Trilsbeek, MPI
ƒƒ Natascha Schumann, GESIS
Monika Linne, Karoline Harzenetter
und Kerrin Borschewski von GESIS
nahmen an diversen WGs und IGs
teil, um inhaltlich einen möglichst
DIW und ZBW ist die Entwicklung eines
webbasierten, eigenständigen Repositoriums, welches eine niederschwellige
Selbst-Archivierung, Dokumentation
und Distribution von Forschungsdaten
ermöglicht. Um im Rahmen der aktuellen Implementierung von SowiDataNet
möglichst viele relevante Aspekte zu
berücksichtigen, standen für Monika
Linne beim Besuch der Konferenz u.a.
spezifische Repositorien und Dateninfrastrukturen, wie z. B. EUDAT,
OpenAIRE oder DataONE im Fokus.
Insgesamt bot die Veranstaltung eine
komplexe Übersicht über wesentliche
Forschungsdaten-Entwicklungen im
nationalen und internationalen Kontext.
Außerdem erhielten die Teilnehmenden
wertvolle Einblicke in aktuelle Projekte
zur Förderung des Datenzugangs und
-austauschs sowie zur Datenverlinkung, wie das von der Europäischen
Kommission geförderte Projekt „Technical and Human infrastructure for
Open Research“ (THOR).
Mehr Informationen zu
ƒƒ RDA
ƒƒ DataCite
Reges Treiben auf den Gängen bei RDA-Meeting
Des Weiteren wurde das Plenary Meeting
zu einem Zusammentreffen der neu in
das DAS-Board gewählten Mitglieder
genutzt. Das neue Board wird ab
01.01.2016 das jetzige Gremium ablösen.
Folgende Personen und Institutionen
sind vertreten:
ƒƒ Ingrid Dillo, DANS
ƒƒ Francoise Genova, Strasbourg
Astronomical Data Center
ƒƒ John Howard, University College
Dublin
gesis report 5/15
breitgefächerten Input für das in der
Entwicklung befindliche Repositorium SowiDataNet, das Suchnetzwerk
da|raSearchNet und die CESSDAProjekte zu Persistent Identifiern,
Metadata Management und CESSDA
Training zu erhalten.
Ziel von SowiDataNet ist der Aufbau
einer Forschungsinfrastruktur für die
Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Kern des Verbunds aus GESIS, WZB,
NKOS-Workshop in
Poznan
Am 18. September 2015 fand im
Rahmen der 19ten International
Conference on Theory and Practice
of Digital Libraries (TPDL 2015) in
Poznan, Polen, die 14. Auflage des
so genannten NKOS-Workshop statt.
D e r Wo r k s h o p d e s E u ro p e a n
Networked Knowledge Organization
Systems führte wieder zahlreiche
Teilnehmerinnen und Teilnehmer
zusammen, die sich über unterschiedlichste informationswissenschaftliche Themen austauschten.
Dr. Philipp Mayr-Schlegel von GESIS,
gemeinsam mit Douglas Tudhope
von der University of South Wales
Organisator der Veranstaltung,
begrüßte die Gäste und führte durch
einen Tag mit spannenden Vorträgen
und intensiven Diskussionen.
Weitere Informationen zum NKOSWorkshop (mit Abstracts und
Vortragsfolien)
5
Neues von GESIS
report.
Beitrag zu Geschlechtergerechtigkeit an europäischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen – Toolbox des INTEGER-Konsortiums online verfügbar
Universitäten und Forschungseinrichtungen haben nun die Möglichkeit, in ihren Bemühungen um mehr
Geschlechtergerechtigkeit auf die
Vertreterinnen und Vertreter des INTEGER-Konsortiums
Erfolge und Erfahrungen der Partnereinrichtungen des EU-Projekts INTEGER
(INstitutional Transformation for
Effecting Gender Equality in Research)
zurückzugreifen. Das Konsortium
gesis report 5/15
dieses durch das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm geförderten Projekts
erstellte eine Toolbox zur Entwicklung,
Umsetzung und Evaluation von Maßnahmenplänen für einen
strukturellen Wandel hin zu
mehr Geschlechtergerechtigkeit in Hochschulen und
Forschungseinrichtungen.
Die Toolbox bietet Anregungen und Anleitungen
zur Implementierung von
institutionellem Wandel durch Initiativen in
den vier Aktionsfeldern
„Organisationsstrukturen“,
„Einbeziehen von Entscheidungsträgerinnen und -trägern“, „Karriereentwicklung“
und „Work-Life-Balance“.
Sie umfasst sowohl detaillierte Handreichungen mit
Hintergrundinformationen
und Beispielen als auch
praktisch nutzbare Templates und Checklisten: www.
integer-tools-for-action.eu.
Alle Informationen und Materialien sind auf Englisch,
Französisch und Litauisch
verfügbar.
Ende Juni 2015 endete das Projekt
INTEGER nach vierjähriger Laufzeit.
Im Rahmen dieses Projektes wurden
am Centre National de la Recherche
Scientifique CNRS (Frankreich), an der
Universität Šiauliai (Litauen) und am
Trinity College Dublin (Irland) Maßnahmenpläne zur Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit, so genannte
Transformational Gender Action Plans
(TGAPs), entworfen und bereits teilweise umgesetzt. Ziel dieser Pläne ist
es, durch eine Umgestaltung institutioneller Prozesse zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft
beizutragen und entsprechende Prozesse in den einzelnen Einrichtungen
anzustoßen. GESIS war an diesem
Projekt durch das Kompetenzzentrum
Frauen in Wissenschaft und Forschung
CEWS als externe Evaluationsinstanz
beteiligt. Für diese Evaluationen entwickelte Dr. Anke Lipinsky (CEWS)
ein maßgeschneidertes Evaluationskonzept, welches eine Rahmen-, eine
Prozess- und eine Wirksamkeitsanalyse
beinhaltet und Elemente formativer
sowie summativer Evaluation vereint.
Das Projekt INTEGER wurde auf die
erste Ausschreibung der Europäischen
Kommission im Rahmen des Programmbereichs „Wissenschaft in der
Gesellschaft“ hin gefördert, die auf
Initiativen für strukturellen Wandel
hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in Hochschulen und Forschungseinrichtungen abzielt. Damit nahm das
INTEGER-Konsortium europaweit eine
vielbeachtete Vorreiterrolle ein; jährlich folgten weitere Ausschreibungen
der Europäischen Kommission mit gleicher Zielstellung. Auch im Rahmen von
Horizont 2020 wurde die Ausschreibung
für diese „Structural Change“-Projekte
fortgeführt.
Das INTEGER-Projekt lieferte Aufschluss
über erfolgsversprechende Strategien
und Maßnahmen für einen nachhaltigen Wandel von Organisationsstrukturen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Im Rahmen des
Projekts konnten ein Schema zur Gestaltung von Maßnahmenplänen und
ein Evaluationskonzept entwickelt werden, die in unterschiedlichen nationalen
und institutionellen Kontexten adaptierbar sind. In der Anpassung und
Anwendung dieser Schemata und
Konzepte werden an Organisationswandel interessierte Akteurinnen und
Akteure durch die INTEGER-Toolbox
unterstützt.
Weitere Informationen zur
Toolbox des INTEGER-Konsortiums
6
Neues von GESIS / Publikationen
report.
Open-Access-Tage 2015 in Zürich
Auch in diesem Jahr waren die OpenAccess-Tage wieder ein wichtiger
Termin auf der GESIS-Agenda. Die
Konferenz fand bei strahlendem Sonnenschein vom 7. bis 8. September
2015 in Zürich statt. Gastgeberin war
die Hauptbibliothek der Universität
Zürich.
Die insgesamt zwölf Sessions
erstreckten sich inhaltlich über eine
breite Palette aktueller Themen. Zu
den Schwerpunkten gehörten u.a. die
Beschäftigung mit Forschungsdaten,
die Gründung von Open-Access-Zeitschriften, Open Access an Fachhochschulen, die Finanzierung von Open
Access sowie die Veränderungen der
wissenschaftlichen Kommunikation
durch Open Access.
Darüber hinaus präsentierte sich
GESIS mit einem Informationsstand
auf der Veranstaltung und stellte dort
die verschiedenen Open-Access-Angebote des Instituts in den Bereichen
Volltexte (SSOAR), Daten (DBK und
datorium) und Methoden (ZIS) vor.
Bereits im vergangenen Jahr hatte
GESIS als Mitorganisator der OpenAccess-Tage 2014 in Köln deutlich
gemacht, eine gestaltende Rolle in
der Open-Access-Bewegung für den
Bereich der Sozialwissenschaften zu
spielen.
Im kommenden Jahr 2016 werden die
OA-Tage in München stattfinden.
Weitere Informationen zu
ƒƒ SSOAR
ƒƒ datorium
ƒƒ ZIS
Die Open-Access-Expertin und Verantwortliche für das Social Science
Open Access Repositorium
SSOAR bei GESIS, Dr. Agathe
Gebert, hatte sich nicht nur im
Programkomitee bei der Planung
der Veranstaltung engagiert,
sondern außerdem auch eine
Session zum Thema „Veränderung der wissenschaftlichen
Kommunikation durch OA“ moderiert. Mittlerweile ist sie auch
zur Sprecherin der AG LeibnizOpen innerhalb der LeibnizDr. Sophie Zervos am GESIS-Stand in Zürich
Gemeinschaft gewählt worden.
gesis report 5/15
Springer Verlag
Débora B. Maehler und Heinz Ulrich Brinkmann (Hrsg.):
Methoden der Migrationsforschung. Ein interdisziplinärer
Forschungsleitfaden
Das Buch (VÖ: 09.11. im Springer
Verlag) bietet einen interdisziplinären
Überblick zu den Erhebungs- und
Auswertungsmethoden sowie zu den
relevanten Datensätzen in der Migrationsund Integrationsforschung. Das
Methodenbuch dient zum einen als
Lehrbuch für Dozenten in unterschiedlichen Bereichen der Migrationsforschung und stellt zum anderen
einen Leitfaden für Studierende bereit,
der gängige Methoden sowie eine
Anleitung zum Umgang mit den zur
Verfügung stehenden Datensätze
beinhaltet.
und Ökonomie – zu analysieren.
Zudem werden in diesem Zusammenhang Auswertungsmethoden für
kulturvergleichende Studien dargestellt. Im dritten Teil des Buches folgen
ein Kapitel zur Operationalisierung des
Migrationshintergrundes sowie eine
Anleitung zu Sekundäranalysen in
Migrationsstudien. Das Buch schließt
mit der Darstellung quantitativer,
migrationsspezifischer nationaler und
internationaler Datensätze (u. a. PISA,
NEPS, CILS4EU und Mikrozensus).
Das Buch ist inhaltlich in drei Bereiche
untergliedert: 1) Grundlagen der
Befragungsmethoden, 2) Grundlagen der Auswertungsmethoden in
ausgewählten Forschungsbereichen,
3) Operationalisierung und Datensätze
in der Migrationsforschung. Im ersten
Teil des Buches werden quantitative
und qualitative Grundlagen der Befragungsmethoden in der Migrationsforschung dargestellt. Im diesem
Zusammenhang wird auch auf die
Diagnostik sprachlicher Kompetenzen
bei Personen mit Migrationshintergrund eingegangen. Der zweite Teil
umfasst Methoden der Auswertung, um
Migrations- und Integrationsprozesse
in ausgewählten Disziplinen – zum
Beispiel in der Psychologie, Soziologie
Débora B. Maehler ist CIDER Fellow am Kolleg
Weitere Informationen zur Publikation
für interdisziplinäre Bildungsforschung; eine
gemeinsame Initiative des BMBF, der Jacobs
Foundation und der Leibniz-Gemeinschaft.
7
Publikationen / Zu Gast bei GESIS
report.
International Journal on Digital
Libraries
P. Mayr, D. Tudhope, S.D.
Clarke, M. L. Zeng, & X. Lin
(2015). Recent applications
of Knowledge Organization
Systems: introduction to a
special issue
Die Sonderausgabe der Fachzeitschrift „International Journal of
Digital Libraries“ ist im Rahmen des
„13. Networked Knowledge Organization Systems (NKOSs) Workshop”
entstanden. Der Workshop war Teil
der “Digital Libraries conference
2014” in London. Diskutiert wurden
Themen wie “Mapping between
Linked Data vocabularies of KOS” und
“Meaningful Concept Display and
Meaningful Visualization of KOS”.
Die Sonderausgabe beinhaltet sechs
Artikel zu konzeptionellen Aspekten
und zur technischen Umsetzung von
NKOS.
Weitere Informationen
zur Publikation
gesis report 5/15
Wissenschaftler zu Gast bei GESIS: Forschung im EUROLAB
und Präsentation bei der GESIS Vortragsreihe
Francesco Molteni
Seit dem 15. Oktober ist Francesco
Molteni von der Universität Mailand
in Italien zu Gast im EUROLAB. Bis
Mitte November wird er hier an seinem
Projekt „Insecurity and Religiosity in
Europe. A Cross-National and MultiLevel Analysis on Christian Countries”
arbeiten.
Basierend auf säkularisierungstheoretischen Überlegungen geht er
davon aus, dass Religiosität als Antwort auf ökonomische Unsicherheit
aufgefasst werden kann, wobei dies
besonders für Formen der öffentlich ausgeübten Religiosität gilt und
weniger für eher private religiöse
Überzeugungen. Zur Prüfung seiner
Hypothesen analysiert Francesco
Molteni die Daten sowohl der European Values Study (EVS) als auch des
International Social Survey Programs
(ISSP).
Die Arbeit ist Teil seiner Dissertation,
die von Prof. Ferruccio Biolcati-Rinaldi
(ebenfalls Universität Mailand) betreut
wird. Dieser forschte in den letzten Jahren mehrfach im EUROLAB zum Thema
Religiosität und hat in Kooperation
mit Kolleginnen und Kollegen des Datenarchivs bei GESIS einen harmonisierten Datensatz mit den wichtigsten
Variablen zur Religiosität erstellt, der
die Informationen aus den großen
sozialwissenschaftlichen Umfragen
über mehrere Jahre und Länder hinweg
integriert.
Weitere Informationen zum EUROLAB
PD Dr. Simon Hegelich
Im Rahmen der GESIS Vortragsreihe war PD Dr. Simon Hegelich am
06. Oktober 2015 zu Gast in Köln.
PD Dr. Hegelich ist Geschäftsführer des
Forschungskollegs „Zukunft menschlich gestalten“ (FoKoS) der Universität
Siegen und forscht im Bereich Political
Data Science.
In seinem Vortrag stellte er ausgewählte Aspekte seiner Forschung zu
Social Botnets vor. Dabei handelt es
sich beispielsweise um Software, die
automatisierte Meldungen über Twitter versendet und dabei vorgibt, ein
normaler Nutzer zu sein. Dieser Umstand ist für Twitter-Rezipienten kaum
erkennbar und ermöglicht so eine
gezielte Manipulation. Simon Hegelich
und seinem Team ist es gelungen, ein
derartiges Botnet, welches im Kontext
des Konflikts in der Ukraine aktiv ist, zu
identifizieren und dessen Aktivitäten
zu verfolgen. Er wies darauf hin, dass
die klassischen Methoden der Politikwissenschaft in der Regel ungeeignet
sind, um derartige Phänomene zu
untersuchen und stellte die von ihm
verwendeten Verfahren vor. In der anschließenden Fragerunde wurde eben
dieser Aspekt kontrovers diskutiert.
Laut Simon Hegelichs Ausführungen
gehört die Verschleierung der Identität
als Software ebenso zu den Zielen
eines Botnets wie die Akquise einer
möglichst großen Zahl von Followern.
Die Identifikation und Analyse der
politischen Ziele, die über die versendeten Twitter-Meldungen verfolgt
werden, steht noch am Anfang.
Weitere Informationen auf Simon
Hegelichs Blog
8
Erhebungen
report.
Mit dem GESIS Panel kostenfrei Daten erheben - ausgewählte Studienhighlights
und GESIS Panel Kernmodul
Studienhighlights
Das GESIS Panel bietet Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftlern die Gelegenheit, im
Rahmen eines probabilistischen
Mixed-Mode Access Panels kostenfrei Daten zu erheben. Diese Daten
basieren auf einer repräsentativen
Stichprobe der deutschsprachigen
Bevölkerung von 18 bis 70 Jahren mit
Wohnsitz in Deutschland und werden
Forscherinnen und Forschern kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Die seit Anfang 2014 im GESIS Panel
erhobenen Merkmalsbereiche umfassen soziologische, politikwissenschaftliche, psychologische und ökonomische
Themen. Alle erhobenen Daten werden
der Wissenschaft zeitnah, vier Monate
nach Feldstart, zugänglich gemacht
und können mithilfe der GESIS Panel
Data Access Anleitung (PDF) zu Forschungszwecken beantragt werden. Die
Unterzeichnung eines Nutzervertrags
ist Voraussetzung für die Nutzung.
Die erste Welle des GESIS Panels ging
Mitte Februar 2014 ins Feld. Alle
zwei Monate werden die Befragten
zur Teilnahme an etwa 20-minütigen
Befragungen eingeladen.
Das GESIS Panel stellt mit jeder Datenveröffentlichung aktuelle umfangreiche
Materialien zur Verfügung: Wellenberichte, Studienbeschreibungen
aller eingereichten Studien, ein umfangreiches Codebook sowie alle
Fragebögen und Feldunterlagen.
Primärforscherinnen und Primärforscher können im Einreichungsportal
Studienvorschläge einreichen, die
ein anonymes Gutachterverfahren
durchlaufen.
gesis report 5/15
Psychologie
Die Querschnittsstudie „Environmental
Spatial Strategies“ von Prof. Dr.
Stefan Münzer befasst sich mit der
räumlichen Orientierung im Alltag. Sie
erfragt Informationen zum Orientierungssinn und zu den individuellen
Strategien der räumlichen Orientierung in unbekannten Umgebungen.
Zusätzlich wird noch der Besitz von
technischen Navigationsgeräten
abgefragt.
Die Studie ist über das Studienkürzel
„ag“ im Datensatz und der Dokumentation identifizierbar.
Politikwissenschaft
Für die European Election Study haben
Prof. Herrmann Schmitt und Sebastian
Popa Daten zur Wahlentscheidung
in der Europawahl 2014 erhoben.
Die Studie „Critical Elections in the
European Union“ beinhaltete Fragen
zum ökonomischen Wohlbefinden und
zur ökonomischen Solidarität mit anderen Staaten. Es werden Fragen zu
bisherigen Wahlentscheidungen, zur
Parteiidentifikation, den wichtigsten
politischen Problemen und der zukünftigen Wahlwahrscheinlichkeit
verschiedener Parteien erhoben. Der
Fragebogen basiert auf der Panelkomponente der European Election Study,
die in mehreren Ländern erhoben
wurde, und wird nach der nächsten
Bundestagswahl wiederholt.
Die Studie ist über das Studienkürzel
„aj“ im Datensatz und der Dokumentation identifizierbar.
GESIS Panel Kernmodul
Ein Ziel der GESIS Panel Kernstudie
ist es, häufig nachgefragte Merkmalsbereiche bereitzustellen, die von
dauerhaftem Interesse für die Sozialwissenschaften sind. Darüber hinaus
soll die GESIS Panel Kernstudie wichtige Erkenntnisse zur Datenqualität
hervorbringen. Die acht von GESIS
entwickelten längsschnittlichen Kernstudien werden jedes Jahr wiederholt.
Subjective Well-Being (Februar)
Das GESIS Panel Kernmodul Subjective
Well-Being misst das allgemeine
Glücksgefühl, die allgemeine Lebenszufriedenheit sowie die Bedeutung
von und die Zufriedenheit in den Bereichen Familie, Arbeit, Freizeit, Freunde,
Nachbarn und eigene finanzielle
Situation. Darüber hinaus wird das Erleben verschiedener Gefühlszustände
in den letzten sieben Tagen erhoben.
Weitere Informationen zum
GESIS Panel
Folgen Sie dem GESIS Panel!
9
Veranstaltungen
report.
06.-07.11.2015 in Köln
Wissenschaftliche Jahrestagung
01.-03.12.2015 in Köln
2nd GESIS Computational Social Science Winter Symposium
Anfang November wird die gemeinsame Tagung der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher
Institute e.V. (ASI) und der Sektion
„Methoden“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie zum Thema
„Mixed-Mode-Befragungen“ bei
GESIS in Köln stattfinden.
Die Einbeziehung unterschiedlicher
Befragungsarten in Umfragen ist und
bleibt ein wichtiges Thema in der
Umfrageforschung. Insbesondere die
Entwicklung neuer Erhebungstechnologien und soziodemographischer
Veränderungen in der Bevölkerung
führen immer wieder zu neuen
Möglichkeiten und Einschränkungen
des Mode-Einsatzes.
In diesem Zusammenhang muss immer wieder die Frage gestellt werden,
ob die Integration unterschiedlicher
Befragungsformen tatsächlich
zu einer Erhöhung der Umfragequalität führt. Die diesjährige Tagung
widmet sich schwerpunktmäßig
dieser zentralen Frage. Weiterhin
werden praktische Beispiele vorgestellt, wie man unterschiedliche
Befragungsarten miteinander verbinden kann.
Weitere Informationen
zur Veranstaltung
gesis report 5/15
Vom 1. bis 3. Dezember 2015 wird am
GESIS-Standort Köln unter dem Vorsitz
von Prof. Dr. Markus Strohmaier (GESIS
& Universität Koblenz) ein dreitägiges
Symposium stattfinden. Die Veranstaltung möchte dazu beitragen, die
mannigfachen Herausforderungen und
Möglichkeiten auszuloten, die sich mit
dem besseren Verständnis für soziale
Systeme mithilfe computergestützter
Techniken und dank neuer Datenarten
(z.B. onlinebasierte Soziale Netzwerke,
Körpersensoren, Kommunikationsspuren, online- und offline-produzierte
Verhaltensdaten etc.) ergeben haben.
Das 2nd GESIS Computational Social
Science Winter Symposium bietet die
ideale Umgebung, um mit anderen
Teilnehmerinnen und Teilnehmern
zu netzwerken und interdisziplinär
zu diskutieren. Insgesamt bietet die
Veranstaltung: (i) ein außergewöhnliches Programm mit eingeladenen hochkarätigen Rednerinnen und Rednern,
die aus verschiedenen Perspektiven Vorteile und Grenzen von Computational
Social Science aufzeigen; (ii) eine
Postersession, in der teilnehmende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
auf dem Gebiet Computational Social
Science ihre Forschungsarbeiten im
Plenum präsentieren können; (iii)
die Möglichkeit, am Tag vor dem
Symposium an Workshops und Tutorials teilzunehmen und (iv) einen abendlichen Besuch der berühmten Kölner
Weihnachtsmärkte, um im informellen
Rahmen Gelegenheit zu haben, weitere
Diskussionen und Gespräche zu führen.
ƒƒ Prof. Noshir Contractor
(McCormick School of
Engineering & Applied Science,
Northwestern University)
ƒƒ Prof. Sune Lehmann
(DTU Compute, Technical
University of Denmark)
ƒƒ Prof. Dr. Jürgen Pfeffer
(Institute for Software Research,
Carnegie Mellon University)
ƒƒ Prof. Ralph Schroeder
(Oxford Internet Institute,
University of Oxford)
ƒƒ Prof. Andreas Flache
(Department of Sociology, ICS,
University of Groningen)
ƒƒ Dr. Andrea Baronchelli
(Department of Mathematics,
City University London)
ƒƒ Dr. Johan Bollen (School of
Informatics and Computing,
Indiana University)
Die Konferenz wird auf Englisch
durchgeführt. Die Anmeldung für die
Veranstaltung ist bis zum 18. November
für alle Interessierten geöffnet.
Weitere Informationen
zur Veranstaltung
Eingeladene Rednerinnen und Redner:
ƒƒ Dr. Munmun de Chodhury
(Georgia Tech)
10
Veranstaltungen
report.
18.-19.11.2015 in Köln
25.11.2015 in Köln
25.-27.11.2015 in Mannheim
01.-02.12.2015 in Mannheim
Einführung in das
Forschungsdatenmanagement
Kumulation von und mit
Wahl- und Aggregatdaten
Einführung in die logistische
Regression
Offene Fragen und
Inhaltsanalyse
Im Bereich der empirischen Bildungsforschung steht das Datenmanagement
vor speziellen Herausforderungen,
etwa in Bezug auf die Anonymisierung
von personenbezogenen Daten,
deren Archivierung und Nachnutzung.
Daher ist es wichtig, Forschende in
der Bildungsforschung für das Thema
Datenmanagement zu sensibilisieren
und die notwendige Kompetenz für ein
adäquates Datenmanagement in der
Forschungsgemeinschaft zu steigern.
Das Forschungsdatenzentrum Wahlen
(FDZ Wahlen) von GESIS ermöglicht
interessierten Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern den einfachen
Zugang zu Daten der Wahlforschung.
Bestandteil dieser Datensammlung
sind Studien zu allen Bundestagswahlen seit 1949, darunter die German
Longitudinal Election Study (GLES),
die ZDF-Politbarometer, der ARDDeutschlandTrend und der Forsa-Bus.
Zudem sind Studien zu Landtagswahlen verfügbar. Doch nicht immer
reichen einzelne Datensätze aus, um
Forschungsfragen zufriedenstellend
beantworten zu können. Es kann nützlich oder notwendig sein, verschiedene
Datenquellen zu kumulieren und somit
die eigenen Analysen zu verbessern.
Der Workshop thematisiert logistische
Regression aus einer angewandten
sozialwissenschaftlichen Perspektive.
Die Hauptunterschiede zwischen
linearer und logistischer Regression
werden besprochen, insbesondere die
Unterschiede in der Interpretation
von Odds-Ratios, relativen Risiken und
marginalen Effekten. Zu diesem Zweck
wird die logistische Regression linearen
Wahrscheinlichkeitsmodellen und
negativen binomischen Regressionsmodellen gegenübergestellt. Auch der
Vergleich von Modellanpassungsmaßen
in verschachtelten und nicht-verschachtelten Modellen wird behandelt.
Das ordinale Logit-Modell wird als
Erweiterung zum binären logistischen
Regressionsmodell eingeführt.
Der eintägige Workshop thematisiert
die besonderen Ansprüche, die eine
Kumulation an die Datenquellen
und die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler stellt. Angesprochen
werden Kernthemen wie Vorbereitung
und Durchführung einer Kumulation,
mögliche Fallstricke und Probleme.
Darüber hinaus werden Handwerkzeuge zur Durchführung einer
Kumulation vorgestellt. Anhand des
neu erworbenen Wissens werden
die Teilnehmenden selbst Daten aus
unterschiedlichen Quellen mit Stata
kumulieren.
Der letzte Teil des Workshops behandelt
Themen wie statistische Signifikanz
und Effektstärke sowie deren Gebrauch
und Missbrauch und die Möglichkeiten
der gemeinsamen Interpretation beider
Maße. Da das Hauptaugenmerk des
Workshops nicht auf der statistischen
Theorie von logistischer Regression
liegt, sondern auf deren Anwendungen
für die sozialwissenschaftliche
Forschung, werden alle Themen anhand
von Übungsbeispielen in Stata und/
oder in Gruppenarbeit erläutert.
Gegenstand des Workshops ist der
Umgang mit offenen Fragen, wie sie
in einem ansonsten standardisierten
Fragebogen eingesetzt werden. Das
Themenspektrum umfasst verschiedene
Ansätze der Codierung der Antworten.
Dazu gehören die konventionelle
Inhaltsanalyse mit und ohne Software-Unterstützung genauso wie die
dictionär-basierte (automatische)
Inhaltsanalyse. Zunächst wird kurz auf
die offene Frage im Interview eingegangen, bevor die zentrale Frage des
Codierens der Antworten mit Hilfe
der Inhaltsanalyse diskutiert wird.
Hier wird der Workshop ausführlich
die folgenden Themen ansprechen:
Erstellung eines Kategoriensystems,
verschiedene Möglichkeiten der
Kategoriendefinition, der Codierprozess selbst und die Frage der Reliabilität
und Validität der Kategorien und
Codierungen. Im Anschluss daran wird
kurz auf andere Formen der Analyse
offener Fragen eingegangen.
Der Workshop umfasst die grundlegenden Prinzipien des Datenmanagements,
z.B. im Bereich der Lizenzierung von
Forschungsdaten, des Datenschutzes
und der Ethik für die Wiederverwendung von Daten. Er befasst sich mit
der Datendokumentation, den unterschiedlichen Dateiformaten, der
Datenspeicherung und Sicherung
sowie mit der Archivierung von
Forschungsdaten.
Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden fundierte Hilfestellung
beim Verfassen ihres eigenen Datenmanagementplans anzubieten.
Forscherinnen und Forscher aus dem
BMBF-Rahmenprogramm werden
gesondert berücksichtigt.
Weitere Informationen zum Workshop
Weitere Informationen zum Workshop
gesis report 5/15
In praktischen Übungen kommt sowohl
die manuelle als auch die computergestützte Inhaltsanalyse zur Anwendung.
Als Software zur manuellen Codierung
wird MaxQda eingeführt. Statistische
Programme zur Auswertung der
Codierdaten, z.B. SPSS, werden nur am
Rande behandelt.
Weitere Informationen zum Workshop
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zur Veranstaltung
11
Veranstaltungen
report.
16.-18.12.2015 in Mannheim
Februar - März 2016 in Köln
Ereignisdatenanalyse:
Einführung und Anwendungen
45. Spring Seminar 2016 bei GESIS in Köln:
Registrierung geöffnet!
Der Workshop bietet eine ausführliche
theoretische, methodische und praktische Einführung in die Methoden der
Ereignisanalyse. Besonderes Gewicht
wird auf Anwendungen in der Lebenslaufforschung, insbesondere die dynamische Modellierung sozialer Prozesse, gelegt. U.a. werden deskriptive
Ansätze wie die Sterbetafelmethode
und die Kaplan-Meier-Schätzung
vorgestellt.
Das GESIS Spring Seminar bietet drei Trainingswochen für Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler, die an fortgeschrittenen Verfahren der
Datenanalyse und deren Anwendung interessiert sind. 2016 steht das englischsprachige Seminar unter dem Motto “Multivariate Analysis of Panel Data”; die
Kurse können einzeln oder als ganze Einheit belegt werden.
Die Berücksichtigung zeitveränderlicher Variablen and Effekte ist einer
der wesentlichen Vorteile der Ereignisanalyse gegenüber alternativen
Methoden, daher wird der Workshop
vertieft darauf eingehen. Weiterhin
werden im Workshop auch fortgeschrittene and viele angewandte
Themen behandelt, die in der klassischen Grundlagenliteratur häufig nicht
diskutiert werden. Hierzu zählen beispielsweise inferenzstatistische Aspekte
der Ereignisanalyse im Kontext von
Survey-Daten oder Multiple-Episode
Datenstrukturen. Zur Illustration werden inhaltliche Problemstellungen aus
der soziologischen und demographischen Forschung herangezogen. Der
Workshop verwendet durchgehend
das Statistikprogramm Stata. Teilnehmende können Problemstellungen aus
ihrer eigenen Forschung im Workshop
einbringen.
Weitere Informationen zum Workshop
gesis report 5/15
Sie behandeln hauptsächlich „regression-type modelling“, „longitudinal analysis“
mit latenten Variablen, SEM, „mixed Markov“ und Latent-Class Modelle.
2016 in Mannheim
Vorschau 2016
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ƒƒ Kognitives Pretesting
28.-29.01.2016 in Mannheim
ƒƒ Mehrebenenanalyse mit HLM
10.-12.02.2016 in Mannheim
ƒƒ Einführung in R
15.-16.02.2016 in Mannheim
ƒƒ Darstellung und Analyse
räumlicher Daten
18.-19.02.2016 in Mannheim
1. Woche (15. - 19. Februar): Introduction into the Analysis of Panel Data
Prof. Dr. Hans-Jürgen Andreß & Dr. Alexander Schmidt-Catran (Institute of
Sociology and Social Psychology, University of Cologne, Germany)
2. Woche (22. - 26. Februar): Structural Equation Models for Longitudinal
Analysis
Prof. em. Dr. Joop Hox & Sanne Smid (Faculty of Social and Behavioural
Sciences, Utrecht University, The Netherlands)
ƒƒ Grounded Theory Methodology
29.02.-01.03.2016 in Mannheim
ƒƒ Qualitative Interviews
03.-04.03.2016 in Mannheim
Weitere Informationen in der nächsten
Ausgabe des gesis reports!
3. Woche (29. Februar - 4. März): Latent Class Models for Panel Data
Prof. Allan McCutcheon, PhD, Donald O. Clifton Emeritus Distinguished
Professor (Statistics & Survey Research and Methodology University of
Nebraska-Lincoln, USA)
Weitere Informationen und Anmeldung
12
Personalia
report.
Willkommen bei GESIS!
Wir begrüßen die neue wissenschaftliche Leiterin der Abteilung DBG!
Wir freuen uns, mit Oshrat Hochman,
Ph.D. die neue wissenschaftliche
Leiterin der Abteilung „Dauerbeobachtung der Gesellschaft (DBG)“
begrüßen und vorstellen zu dürfen.
Frau Hochman schloss 2010 ihre
Promotion an der Graduate School
of Economics and Social Sciences
der Universität Mannheim ab. Ihre
Dissertation trägt den Titel: „Ethnic
Identification Preferences among
Germany’s Immigrants and their
Descendants: a Comprehensive
Perspective.” Anschließend war sie
an der Tel Aviv University tätig,
erst im Fachbereich Soziologie und
Anthropologie, dann im internationalen MA-Programm im Bereich
Migration Studies. Ab 2012 arbeitete
sie zudem als Assistant Professorin am
Ruppin Academic Center am Institut
für Migration und Sozialintegration.
gesis report 4/15
Ihre umfassende Erfahrung in Lehre
und Forschung bringt Frau Hochman seit Anfang Oktober 2015 bei
GESIS ein, wo sie kommissarisch die
wissenschaftliche Leitung der Abteilung „Dauerbeobachtung der Gesellschaft (DBG)“ übernommen hat. Für
zwei Jahre wird sie diese Position ausüben, die sie mit großer Vorfreude antritt: „Ich freue mich auf die berufliche
Herausforderung, meine Forschungsund Lehrtätigkeit mit spannenden
Führungsaufgaben zu verbinden. Die
Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen, nicht nur in der
eigenen Abteilung sondern im ganzen
Institut, wird interessant und fruchtbar
werden.“
Prof. Dr. Christof Wolf, bis zur Vertretung der GESIS-Präsidentschaft
Vorgänger von Frau Hochman, zeigt
sich angesichts seiner kompetenten
Nachfolgerin sehr zufrieden: „Wir
sind hocherfreut, dass wir mit Frau
Hochman eine Wissenschaftlerin von
internationalem Renommee für GESIS gewinnen konnten. Sie wird die
Arbeit im Institut sehr bereichern und
wichtige Impulse für unsere Weiterentwicklung geben.“
Wir wünschen Frau Hochman einen erfolgreichen Start als wissenschaftliche
Abteilungsleiterin bei GESIS!
Wir begrüßen Mahan Zolghadr, der
die Abteilung „Wissenstechnologien
für Sozialwissenschaften (WTS)“ am
Standort Köln verstärkt.
Herr Zolghadr schloss sein Studium am
Fachbereich Informatik der Hochschule
Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin
2015 mit einem Master of Sciene in
Autonome Systeme erfolgreich ab.
Nebenbei sammelte er als studentische
Hilfskraft Berufserfahrung in den
Bereichen Softwareentwicklung und
Software-Qualitätssicherung, u.a. bei
SE-Consulting GmbH in Köln und
Clavis Solutions GmbH in Bonn.
Bei GESIS wird Herr Zolghadr im
Team Portale Mehrwertdienste für
Softwarewartung und die technische
Weiterentwicklung von SSOAR und
des Open Access Portals der Leibniz
Gemeinschaft (LeibnizOpen) zuständig sein.
13
Personalia
report.
Willkommen bei GESIS!
Wir begrüßen Henning Silber als neuen
Kollegen in der Abteilung „Survey
Design and Methodology (SDM)“.
Herr Silber studierte an der GeorgAugust-Universität Göttingen, der
RWTH Aachen und der Åbo Akademi
Soziologie, Deutsche Philologie,
Philosophie und Maschinenbau. Im
Anschluss an eine einjährige Tätigkeit
als Berater für quantitative empirische
Methoden am Methodenzentrum Sozialwissenschaften der Georg-AugustUniversität Göttingen promovierte
er in Göttingen und an der Stanford
University im Fach Soziologie. Sein
Promotionsprojekt „Kontexteffekte in
der Umfrageforschung“ wurde von der
Studienstiftung des deutschen Volkes
und der FAZIT-STIFTUNG gefördert.
Seit Mitte September verstärkt Herr
Silber als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei GESIS das Team Survey
Operations in Mannheim im Bereich
der panelbasierten Umfrageforschung.
gesis report 4/15
Die Abteilung „Datenarchiv für Sozialwissenschaften (DAS)“ heißt Azadeh
Hashemi als neue Kollegin am Standort
Köln willkommen.
Die Abteilung „Survey Design and
Methodology (SDM)“ freut sich, Katharina Disch als neue Kollegin am Standort Mannheim begrüßen zu können.
Frau Hashemi studierte Computer
Science in Teheran, Iran, und an der
Rheinischen Friedrich-WilhelmsUniversität in Bonn (Master of Science).
Seit 2008 sammelte sie in Teheran
Berufserfahrung in den Bereichen
IT-Support und Softwareprogrammierung, u.a. bei Pars Dadeh Kavosh und
Waysa Company. Von 2012 bis 2013
war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Aachen
beschäftigt.
Frau Disch studierte Sozialwissenschaften an der Universität
Koblenz-Landau und machte dort
auch ihren Master in Sozial- und
Kommunikationswissenschaften. Ihre
Schwerpunkte lagen auf strategischer Kommunikation, Emotionen
in der Politik und politisches Wissen.
Bei GESIS wird sie sich hauptsächlich im Projekt Euro Question Bank
engagieren, das im kommenden Jahr
starten wird.
Vier Jahre war Frau Disch bereits als
studentische Hilfskraft im PretestLabor am GESIS-Standort in Mannheim
tätig. Dort arbeitet sie nun auch als
E l t e r n z e i t v e r t re t u n g u n d b e schäftig sich eingehend mit
Fragebogen-Pretesting.
Wir begrüßen Sandra Ludwig als neue
Kollegin in der Abteilung „Dauerbeobachtung der Gesellschaft (DBG)“.
Frau Ludwig absolvierte ein Magisterstudium der vergleichenden Religionswissenschaft, Ethnologie und moderner
indischer Sprachen. Nach ihrem Studium war sie als wissenschaftliche
Hilfskraft in interdisziplinären Forschungsprojekten tätig und arbeitete
in der Kommunikationsabteilung eines
gemeinnützigen Vereins. 2014 bildete
sie sich zur Online-Redakteurin fort.
Seit Oktober 2015 ist Frau Ludwig
bei GESIS als Assistentin des ISSPSekretariats u.a. mit Aufgaben der
Verwaltung und der Kommunikation
im Rahmen des International Social
Survey Programme (ISSP) betraut.
14
Personalia
report.
Willkommen bei GESIS!
Wir heißen Gerrit Hübbers in der Abteilung „Computational Social Science
(CSS)“ herzlich willkommen.
Gerrit Hübbers studierte an der Universität Duisburg-Essen Elektro- und
Informationstechnik und absolvierte
sein Diplom im Bereich Technische
Informatik. Nach dem Abschluss entwickelte er während seiner Selbstständigkeit und in Anstellungsverhältnissen
Software im breiten Spektrum der
Webtechnologien. Unter anderem
entstand dabei ein Webservice, um auf
Grundlage von Social-Media-Daten
passende Geschenke-Ideen zu finden.
Seit September 2015 verstärkt
Herr Hübbers das Team Knowledge
Discovery in der Abteilung CSS bei der
Weiterentwicklung des Volltextrepositorys SSOAR. Im Rahmen eines DFGProjektes wird er für die nächsten zwei
Jahre den Document Deposit Assistant
(DDA) zur Produktreife führen.
gesis report 4/15
Als neue Wissenschaftliche Mitarbeiterin
wird Katharina Schmidt die Abteilung
„Dauerbeobachtung der Gesellschaft
(DBG)“ am Standort Mannheim
verstärken.
Auf ihr Bachelorstudium der Soziologie
an der Universität Mannheim ließ Frau
Schmidt noch ein Masterstudium der
Soziologie an der Universität Heidelberg
folgen. Währenddessen war sie bereits
als studentische Hilfskraft im Rahmen der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften
(ALLBUS) bei GESIS tätig.
Als wissenschaftliche Mitarbeiterin
bei GESIS wird sie nun im Team „Survey Programme“ am deutschen ISSP
(International Social Survey Programme) mitarbeiten.
Die Abteilung „Dauerbeobachtung der
Gesellschaft (DBG)“ freut sich über
Verstärkung und begrüßt Christian
Schimpf als neuen Kollegen.
Herr Schimpf studierte ab 2010
Politikwissenschaft an Universität
Salzburg und konnte das Studium 2015
mit einem Masterabschluss zu einem
erfolgreichen Ende bringen. Währenddessen war er in verschiedenen Funktionen, vom Studienassistent bis zum
Tutor, an seiner Universität beschäftigt.
Bei GESIS wird Herr Schimpf u.a. für
die Datenaufbereitung und Datendokumentation in der Comparative
Study of Electoral Systems (CSES)
zuständig sein.
Wir heißen Jessica Wengrzik als neue
Kollegin in der Abteilung „Survey
Design and Methodology (SDM)“
am Standort Mannheim herzlich
willkommen.
Ihr Studium der Soziologie an der
Universität Mannheim beendete Frau
Wengrzik im Juli 2015 mit einem Masterabschluss. Dabei hatte sie, ihrem
Schwerpunkt Methodenforschung
folgend, eine Masterarbeit mit dem
Titel „Motivated Underreporting and
Response Propensity“ am Lehrstuhl
für Statik und sozialwissenschaftliche
Methodenlehre verfasst.
Nach zweijähriger Arbeit bei GESIS
als studentische Hilfskraft kehrt Frau
Wengrzik nun als Wissenschaftliche
Mitarbeiterin ans Institut zurück und
wird im Team Survey Operations im Bereich Interviewerschulungen tätig sein.
15
Personalia
report.
Willkommen bei GESIS!
Die Abteilung „Datenarchiv für Sozialwissenschaften (DAS)“ begrüßt Roula
Nezi als neue Kollegin im EUROLAB.
Frau Nezi studierte Politikwissenschaften
an den Universitäten Essex, Großbritannien und Athen, Griechenland.
In Athen promovierte sie zum Thema
„Economics, Ideology and the Vote:
Parties and Elections in Greece”.
Frau Nezi führte bereits verschiedene
Forschungsarbeiten zu europäischen
Projekten durch und ist zurzeit in
das Konsortium „PreferenceMatcher“
eingebunden.
Seit Oktober 2015 ist sie bei GESIS als
Post-Doc im EUROLAB tätig.
Wir gratulieren!
Als weitere Verstärkung im EUROLAB
begrüßen wir Anna K. Schwickerath in
der Abteilung „Datenarchiv für Sozialwissenschaften (DAS)“.
Frau Schwickerath schloss 2006 ihr
Studium der Germanistik und der
Politikwissenschaft an der HeinrichHeine-Universität Düsseldorf (HHU)
erfolgreich ab, wo sie inzwischen auch
promoviert. Anschließend war sie
für mehrere Forschungsprojekte am
Institut der HHU tätig.
Seit Anfang Oktober unterstützt Frau
Schwickerath die Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler im
EUROLAB auf inhaltlicher, administrativer, logistischer und technischer
Ebene.
Wir gratulieren Dr. Lars Kaczmirek zur
Verleihung des Status eines „adjunct
assistant research scientist“ durch das
Center for Political Studies (CPS) am
Institute for Social Research (ISR).
Impressum
GESIS
B2,1
68072 Mannheim
Präsident: Prof. Dr. Christof Wolf
Herr Dr. Kaczmirek hatte in seinem
dreimonatigen Aufenthalt als Visiting Scholar am Institute for Social
Research (ISR), University of Michigan,
die Möglichkeit genutzt, bereits bestehende Arbeitskontakte zu vertiefen.
Der Fachaustausch u.a. mit Dave Howell
vom CPS und Mick Couper vom Survey
Research Center (SRC) gestaltete sich
als überaus fruchtbar und nützlich.
Redaktion: Christian Kolle
[email protected]
www.gesis.org
Die Verleihung festigt die bestehende
enge Zusammenarbeit und ist eine
solide Basis für gemeinsame zukünftige
Projekte.
gesis report abonnieren
Nachdruck und Verbreitung mit
Quellenangabe und Zusendung
eines Belegexemplars.
Die nächste Ausgabe des gesis
reports erscheint am
16. Dezember 2015!
gesis report 4/15
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